Hört auf, Kritik am Islam „Islamophobie“ zu nennen

3. Oktober 2012 um 15:09 | Veröffentlicht in die Welt+Islam, Europa+Islam, Islam+Islamismus | 1 Kommentar
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Robert Spencer, Jihad Watch, 28. September 2012

Kanadas National Post nimmt ein Wort ins Visier, das genutzt wird, um Diskussionen abzuwürgen und die Gegner von Jihad und islamischen Herrenmenschentum zu vernichten: Meinung: Hört auf die Kritik am Islam „Islamophobie“ zu nennen, von Jackson Doughart und Faisal Said al-Mutar in der National Post, 26. September 2012:

Die englische Sprache braucht ein Moratorium zum Wort Islamophobie, einem Begriff, der oft benutzt wird, um Bigotterie gegen Muslime zu beschreiben. Leider wird es auch reflexhaft benutzt, um Islamkritiker zu denunzieren, die eine wertvolle und fortgeführte Diskussion zur Beziehung zwischen dem Westen und der weltweiten islamischen Gemeinde leisten. Dieses Thema ist wichtig, weil mehrere westliche Länder, so auch Dänemark, Großbritannien und die Niederlande, gezwungen sind ihre Ansätze zur Einwanderung und Kultur angesichts tief gehender Konflikte zwischen den muslimischer Einwanderer und der einheimischen Bevölkerung zu überdenken. Diese Spannungen haben in den letzten Wochen mit der Serie gewalttätiger Proteste viel Aufmerksamkeit erhalten; diese Proteste breiteten sich über zwanzig Länder aus und entstammen dem umstrittenen Film Unschuld der Muslime.

… Doch alle Gegner des Islam zu beschuldigen, sie hegten tief sitzenden Hass, der in irrationaler Angst wurzelt, ist ein schwerer Fehler, veranschaulicht durch die dramatischen und freien Gebrauch der „Islamophobie“. Fakt ist: Das einzige Gefühl in dieser Debatte, als tatsächlich als phobisch bezeichnet werden könnte, ist die bedingungslose Verachtung unter vielen Muslimen für Leute, die nicht mit ihnen übereinstimmen. Doch man darf bezweifeln, dass eine Formulierung wie „Infidelophobia“ [Ungläubigen-Phobie] irgendwann in der näheren Zukunft Fuß fassen wird.

Das strategische Konstrukt der „Islamophobie“, das seine Wurzel im Wort Islam und nicht Muslim hat, dient zu mehr als einem bloß lexikalischen Zweck. Es ist in erster Linie dazu gestaltet, um freiwilligen religiösen Glauben mit unfreiwilliger Hautfarbe in Verbindung zu bringen, an weit verbreitete und legitime Abscheu gegen Rassenvorurteile zu appellieren und weiterhin Fanatismus gegen Muslime mit Kritik am Islam gleichzusetzen, womit jede Unterscheidung zwischen den beiden sehr unterschiedlichen Funktionen zu verwischen. Während das Vorverurteilung aller muslimischer Bürger als verdächtig und nicht vertrauenswürdig in der Tat mit anderen Formen rassischer und religiöser Bigotterie vergleichbar ist, sind das Studium und die Anfechtung der Behauptungen moralischer und philosophischer Autorität durch den Islam ein gerechtes und notwendiges Unterfangen, vollständig kompatibel mit einer pluralistischen Gesellschaft, die Religionsfreiheit wertschätzt. Das ist so, weil die Freiheit des Glaubens, soll sie universale und beständig Bedeutung haben, die Freiheit zur Kritik von Glaube und Glaubenden einschließen muss – ein  Konzept, das dem sozialen und politischen Weltbild des Islam fremd ist…

Zusätzlich zu „Islamophobie“ ist die ernsthafte Anwendung des Begriffs der Blasphemie und seine Förderung durch die Apologeten des Islam als vertretbarem Konzept ein klarer Feind der offenen und säkularen Gesellschaft. Freie Meinungsäußerung, die das Fundament der Prozesses der Befreiung kontroverser Wertfragen darstellt, kann nicht mit der Idee heiligen und unangreifbarer Glaubens aufgewogen oder versöhnt werden, da diese dem ersten Prinzip der freien Meinungsäußerung widerspricht: dass selbst der gottloseste Widerspruch zu schützen ist. Am wichtigsten ist, dass der schleichende Einfluss von Begriffen wie Blasphemie und Islamophobie sowohl Muslime als auch Nichtmuslime aus zwei Gründen entwürdigt. Erstens konspiriert er mit dem Versuch des Islam seine Anhänger zu bevormunden – sie zu überzeugen, dass kritisches Denken, insbesondere in Glaubensfragen, unmoralisch ist. Zweitens wird vorausgesetzt, dass Muslime, insbesondere im Westen, nicht erwachsen genug sind mit Kritik an dem von ihnen gewählten Glauben umzugehen und dass ihre Subkulturen auf archaische Texte und Bräuche reduziert werden können. Das ist die wahre Ungerechtigkeit, zu der die niederträchtigste Preisgabe von Skrupeln und der Feigheit zu erliegen gehören und die nur korrigiert werden kann, indem dieser durch und durch unsinnige Begriff abserviert wird.

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  1. Exzellenter Artikel der National Post. Der Begriff “Infidelophobia” ist gut, schade, dass er im Deutschen so holprig klingt. Einer der Autoren ist Mitglied der Canadian Secular Alliance – eine durchaus interessante Webseite.


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