Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (30.09.-06.10.2012)

6. Oktober 2012 um 21:38 | Veröffentlicht in Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 30.09.2012:

Am 5. Oktober soll ein von PA-Arabern und Israelis organisierter „Bethlehem-Spaziergang“ stattfinden; dieser soll für Wandel werben, gemeinsame Grundziele anerkennen und „Samen des Verständnisses und der Akzeptanz“ sähen. Umstritten: Neben Arabern und Internationalen sollen auch israelische Jugendliche teilnehmen sollen – das ist eine „Normalisierung“ mit Israel, schimpfen arabische Jugendvertreter und fordern die Streichung des Vorhabens. Den PA-arabischen Organisatoren wird „Verrat“ vorgeworfen; der Gang sein „eine Beleidigung der palästinensischen Märtyrer, die beim Eindringen der IDF 2002 in Bethlehem getötet wurden“. Bilder beteiligter arabischer Aktivisten wurden auf Facebook gepostet, mit der Aufforderung gegen diese vorzugehen. „Wir werden nicht gestatten, dass Israelis Bethlehem schänden“, sagte einer und fügte an: „Wir werden unser Möglichstes tun, um diesen schändlichen Akt zu verhindern.“

Na toll: „Das Gebiet östlich des Sinai ist besetztes arabisches Palästina“, ließ ein Berater von Präsident Mursi wissen. Das Regime Mubarak gab dem zionistischen Gebilde freie Hand und nannte es sogar „Israel“. Das wird nicht wieder vorkommen. (Und denen will der Superpräsi weiter Geld in den Rachen werfen.)

Einmal mehr hat Khaled Meschaal klar gesagt, was die Hamas will: In der Türkei verkündete er vor der Partei von Recep Tayyip Erdogan, dass seine Bewegung der „Befreiung“ „Palästinas“ und der Gründung eines souveränen Palästinenserstaates verpflichtet sei. Und er betonte, der einzige Weg, das zu erreichen, sei „Widerstand“ (= Terror); alle anderen Versuche Israel zum Einlenken zu bewegen, seien gescheitert. (Äh: Wann haben sie den Terror jemals NICHT weitergeführt? Der Terror und die Verweigerungshaltung der „Palästinenser“ sind die einzigen Gründe, dass es nicht vorwärts geht!)

Montag, 01.10.2012:

Der PA-Fußballer, den der FC Barcelona zum „Classico“ eingeladen hatte, wird nicht anreisen. Als Grund gibt er an, dass Gilad Shalit eingeladen wurde (Ma’an stellt es so dar, dass man glauben könnte, erst sei der Araber eingeladen worden, dann Shalit – es war umgekehrt und neben Shalit wurden DREI Araber eingeladen). Der „Sportler“ sagte, da Shalit dabei ist, wäre das eine Gleichsetzung des zionistischen Henkers mit dem palästinensischen Opfer. Hurra, mit solchen Leuten kann man toll Frieden schließen!

Dienstag, 02.10.2012:

Die Hisbollah hat per Video ihr nächstes Friedensangebot veröffentlicht: die „Befreiung von Galiläa“ über die Eroberung von Schlüsselorten und -Städten wie Touristenzentren, Raffinerien und den Hafen von Haifa usw.

Der Stamm, zu dem der neue jordanische Botschafter gehört, hat diesen ausgeschlossen, verstoßen. Wer einen solchen Posten annimmt, habe alle „roten Linien“ überschritten, hieß es. Er verletze alle Verbote und beleidige die Nation und den Stamm. Hurra, da gibt es einen Friedensvertrag!

Mittwoch, 03.10.2012:

Der Monat September brachte eine Zunahme der Angriffe von Arabern mit Molotowcocktails: 65 gegenüber „nur“ 28 im August. Insgesamt hat die Zahl der Terroranschläge in Jerusalem und der „Westbank“ im September gegenüber dem Vormonat fast verdoppelt (91 gegenüber 51).

Wegen der gegen sie ausgesprochenen Bedrohungen haben die Organisatoren den „Bethlehem-Spaziergang“ abgesagt.

Alles gaaaanz friedlich oder nur wieder ein Übersetzungsfehler, was Ali Shirazi da von sich gibt: „Um Israel auszulöschen, brauchen wir nur 24 Stunden und einen Vorwand.“

Der Palästinensische Islamische Jihad prahlt: Wir können gegen jedes Friedensabkommen mit einem Veto belegen.

Die PA holt Lehrer wieder in den Dienst zurück, die der Hamas angehören und „aus Sicherheitsgründen“ entlassen worden waren. (Von der Hamas entlassene Fatah-Lehrer im Gazastreifen werden weiterhin von der PA bezahlt.)

Avigdor Lieberman nannte Mahmud Abbas „das größte Friedenshindernis“. Die PA geifert: Das sei ein Mordaufruf, die UNO muss Abbas vor der „Aggression Israels“, der „ausdrücklichen Aufrufe zu Tötung und Mord“ schützen.

Donnerstag, 04.10.2012:

Der Palästinensische Islamische Jihad feierte in Gaza sein 25-jähriges Bestehen. Die Tausende Teilnehmer an der Feier seien ein „Referendum“ für den „Widerstand“, behauptete der Feigling, der die Terrortruppe führt und sich nur über eine Videowand meldete. In seiner Rede betonte er, dass die bewaffnete „Übernahme“ von „ganz Palästina“ das Ziel bleibt.

Freitag, 05.10.2012:

Der jordanische Informationsminister verurteilte die Polizeiaktion auf dem Tempelberg: Die Sicherheitskräfte hätten „unbewaffnete Betende“ angegriffen und die Politik der Polizei schade den muslimischen und christlichen heiligen Stätten.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2012“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

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