„Sie müssen also Gewalt anwenden, um islamische Werte zu verteidigen?“ – „Ja, natürlich.“

16. Oktober 2012 um 13:05 | Veröffentlicht in Europa+Islam, Islam+Islamismus | 8 Kommentare
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Robert Spencer, Jihad Watch, 15. Oktober 2012

Woher hat dieser Islam-Missversteher diese verrückte Idee? Hat er „islmophobische“ Literatur gelesen? Wo ist die riesige Mehrheit der Friedlichen Muslime, die sich danach drängen ihn wegen seines Missverständnisses aufzuklären?

„Den Islam mit Gewalt verteidigen: Verfahren gegen Salafisten in Deutschland“ – von World Crunch, 15. Oktober:

Bonn – „Sie müssen Gewalt anwenden, um islamische Werte zu verteidigen?“, fragt der Richter.

„Ja, natürlich“, antwortet Murat K. Fünf Monate, nachdem er einen Polizisten mit einem Messer angriff, packte der 26-jährige Salafist im Gericht aus: Es war seine Pflicht, sagte er, die Polizisten zu verletzen.

Die betroffenen Polizisten sind erfahrene Beamte, gewohnt mit Hooligans und randalierenden Demonstranten umzugehen, die ebenfalls sehr aggressiv sind. Sie neigen nicht dazu leicht aufgebracht zu sein. Dass sie die sind, die hineingezogen werden sollten, macht Murat K. Fall noch ungewöhnlicher.

Der drahtige 49-jährige Einsatzleiter gehört der Einsatzpolizei seit 1998 an. Murat K. ging mit einem Messer auf ihn los, verfehlte ihn aber.

Der Polizist, der den Auftrag hatte mit einer Kamera in den Mittelpunkt des Geschehens zu gehen und zu dokumentieren, was geschah. Er wurde mit einem Messer verletzt.

Dann gab es die Einsatzgruppenleiterin: eine selbstbeherrschte Frau von 30 Jahren mit einer klaren und präzisen Sprache. Sie hatte mehrere Demonstrationen zum 1. Mai in Berlin erlebt. Sie beschreibt das Geschehen so: „Das war anders als alles andere. Hier ging es um Leben und Tod.“ Auch sie erhielt mehrere Stichwunden.

Ihr Kollege mit der Kamera sagt: „Stellen Sie sich vor von einem Schwarm Vögel angegriffen zu werden. So flogen die Steine auf uns.“ Und der Einsatzleiter sagt: „In allen Jahren bei der Polizei habe ich nie derart extreme Gewalt erlebt.“

Die Gewalt explodierte am 5. Mai 2012 vor der König-Fahd-Akademie in Bonn, als mehrere Hundert Muslime gegen die rechtsextreme, populistische Splitterpartei ProNRW und ihren Gebrauch einiger Karikaturen des Propheten Mohammed demonstrierten. Die Polizei versuchte die Populisten und die Muslime getrennt zu halten, aber es ergab sich ein Tumult, bei dem die Militanten Steine und Flaschen und sogar einen Kanaldeckel auf die Polizei warfen.

Keine Angst

Ein junger Mann mit langem Bart, der einen hellen Kaftan trug und ein Messer dabei hatte, erschien plötzlich zwischen den Beamten. Er ging mit dem Messer auf den Einsatzleiter los, verfehlte ihn aber. Dann richtete er sich gegen den Beamten mit der Videokamera und versenkte das Messer mit aller Kraft in dessen Oberschenkel. Dann wandte er sich gegen die Polizistin, die kam um ihrem Kollegen zu helfen. In diesem Augenblick wurde er überwältigt. Der gesamte Ablauf ist auf Polizeivideos zu sehen, die am vergangenen Mittwoch im Bonner Landgericht gezeigt wurden.

Murat K., der mit Steinwürfen begann und dann die Messerattacken beging, ist ein türkischer Bürger, der in Eschwege im Nordosten von Hessen geboren wurde. Seine nicht sonderlich religiöse Familie lebt seit Jahrzehnten in Deutschland. Die Anklagepunkte gegen ihn in Bonn sind: schwerer Landfriedensbruch, schwere Körperverletzung und Widerstand gegen Vollzugsbeamte. Murat K. sagte dem Gericht, er habe keine Schuldgefühle wegen dessen, was er am 5. Mai tatn.

Der Richter gibt sich große Mühe. Er spricht den Angeklagten ruhig an; er gibt sich sogar wohlwollend Mühe ihn zu verstehen. Er hat Murat K. erlaubt die schwarze Kopfbedeckung zu tragen, die er piratenartig um seinen Kopf gebunden hat. Er verhängt kein Bußgeld, wenn er es ablehnt vor dem Gericht aufzustehen, wie viele andere Muslime, die seine richterliche Zuständigkeit nicht anerkennen. „Aufzustehen oder nicht, das beeinträchtigt die Würde des Gerichts nicht“, sagte Richter Klaus Reinhoff.

Seine Vorgehensweise bringt Murat K. zum Reden. Der Richter fragt ihn: „Stellen Sie sich vor, Sie sind Polizist und Ihre Aufgabe ist es die Ordnung sicherzustellen. Wären Sie aus Ihrer Sicht ein gerechtfertigtes Ziel?“

„Ja“, sagt Murat K. und fährt fort: „Der deutsche Staat gestattet, dass Mohammed-Karikaturen gezeigt werden, also ist die Polizei automatisch involviert.“

Was aber, wenn ein Gericht sagt, dass es in Ordnung ist die Karikaturen zu zeigen, fragte der Richter. „Ihre Werte machen es möglich den Propheten zu beleidigen. Der Islam verbietet das. Der Preis dafür ist im Islam die Todesstrafe. Ihr habt Meinungsfreiheit, aber als Muslim, als Glaubender, ist der Islam meine Meinung.“

An dieser Stelle fragte Richter Reinhoff: „Sie müssen Gewalt anwenden, um die islamischen Werte zu verteidigen?“. Murat K. antwortete: „Ja, natürlich.“

Die Polizistin hat heute eine 10cm lange Narbe an einem Bein; die Narbe des Kameramanns ist 16cm lang. Er ist weiterhin in Therapie und kann nur vier Stunden pro Tag arbeiten. Der Einsatzleiter, der die Mitglieder seines Zugs nicht schützen konnte, leidet seit den Krawallen – die insgesamt zur Verletzung von 35 Beamte führeten – unter Schlafstörungen. „Es bringt einen ans Denken“, sagt er.

Johannes Pausch, der Anwalt von Murat K., hat seinem Mandanten vorgeschlagen, er solle sich bei den verletzten Beamten entschuldigen. Murat K. entschuldigte sich nicht. Er glaubt das Reicht auf seiner Seite zu haben. Pausch erklärte, dass sein Mandant ein Salafist sei, ein Fundmentalist. Murat K. erklärte: „Ich habe keine Angst vor Bestrafung. Ich habe keine Angst vor Ausweisung. Ich will, dass das sehr klar ist.“

Das Urteil wird nächste Woche erwartet.

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8 Kommentare »

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  1. Erinnert sehr an den Beitrag der “Süddeutschen Zeitung” zum Prozess gegen Murat K. – an einigen Stellen etwas umformuliert.

    • Kann durchaus sein. Die holen ihre Informationen ja auch irgendwo her.
      Aber ich vermute, dass der Beitrag in der SZ kein eigener war, sondern ein Agentur-Text.

      • Der Beitrag von Annette Ramelsberger in der SZ vom 10.10.12 war kein Agentur-Beitrag. Genausowenig übrigens, wie die Beiträge auf meinem Blog zum Prozess gegen Murat K. auch keine Agentur-Texte waren.

        Aber ich glaube, ich habe jetzt begriffen, woraus die Umformulierungen resultieren: Jemand hat den Beitrag von Frau Ramelsberger ins Englische übersetzt, ein anderer dann hat den englischen Text ins Deutsche zurückübersetzt.

  2. Islam & Gewalt gehören zusammen wie Pech & Schwefel, Kot & Papier, Ziege & Muslim.

  3. [...] So wenig ich von den Pro-Typen halte – sie haben Gewalt weder gepredigt noch befürwortet, geschweige denn verübt. Ganz im Gegensatz zu den Muslim-Extremisten, für die Gewaltanwendung gegen missliebige Personen offiziell zum Wohlverhalten im Dienste Allahs gehört. Sie dürfen nicht anders. [...]


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