Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (14.-20.10.2012)

20. Oktober 2012 um 22:02 | Veröffentlicht in EU-Europa, Nahost | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 14.10.2012:

Der Chef der Muslimbruderschaft in Ägypten hat wieder mal gesagt, wo es langgehen soll: „Hisst die Flagge des  Jihad zur Befreiung Jerusalems“, forderte er die Muslime auf. Und er meinte keinen „inneren Kampf“ zur Verbesserung des eigenen Ich.

Die israelischen Araber im „Dreieck“ in Galiläa haben Angst, dass die Islamisten die Region übernehmen. In der Stadt Tira, die allgemein als liberal und säkular gilt, wurde ein Aktivist der Islamischen Bewegung in ein Amt des Schulsystem ernannt und die Fahne der israelfeindlichen Extremistenbewegung ist immer häufiger in der Stadt zu sehen. Auch in Netanya bedrängen die Radikalen die liberalen Araber immer stärker.

Natürlich: Wenn Olmert im Amt geblieben wäre, hätte Herr Abbas nach eigener Aussage Frieden geschlossen; man sei noch vielleicht zwei Monate davon weg gewesen. Das Astloch lügt, dass die Schwarte kracht, um von seiner Verweigerungshaltung abzulenken und Netanyahu als Friedensverhinderer zu denunzieren.

Foto eines der Räume, die am Wochenende von einer der „selbst gebastelten“ Rakete getroffen wurden: ein Kinderzimmer.

Montag, 15.10.2012:

Das Abbas-Fernsehen hämmert dem Publikum wieder kräftig ein, was Sache ist: „Jaffa, Akko, Haifa, und Nazareth gehören uns!“ Israel muss weg.

Nachdem Israel den Salafisten so stark zusetzte, sind die ägyptischen Sicherheitskräfte im Sinai jetzt in Alarmbereitschaft versetzt worden, weil die Salafisten sich an Israel rächen wollen.

Erdowahn widersprach nicht mal ansatzweise, als Khaled Meschaal ihn zu einem wichtigen Führer der islamischen Welt erklärte und das gemeinsame Ziel ausgab: die „Wiedergewinnung“ Jerusalems.

Dienstag, 16.10.2012:

Es gibt in israelischen Medien Berichte, dass die Gaza-Terroristen letzte Woche erstmals mit schultergestützten Flugabwehrraketen auf Luftwaffen-Flugzeuge schossen.

Apartheid! Ethnische Säuberung! Die Siedler von Ofra bei Ramallah versorgen immer wieder Araber aus der Umgebung, die mit medizinischen Notfällen zu ihnen kommen. Aktuell wurde ein Junge erstversorgt und dann nach Tel Aviv in eine Klinik gebracht, der durch einen Stromschlag verletzt worden war.

Die Terroristen haben zwar dementieren lassen, dass Ägypten einen Waffenstillstand mit Israel ausgehandelt habe, aber dennoch jammert Haniyeh, die Ägypter sollten etwas unternehmen, damit Israel seine „Aggression im Gazastreifen“ einstellt. Scheint den Mördern ja doch zuzusetzen, dass die Israelis sie abschießen.

Mahmud Abbas erzählt Obama Märchen: Eine Aufwertung der PA bei der UNO würde Verhandlungen mit Israel bringen. Lüg‘ weiter, Astloch. (Fehlt nur noch, dass Obama das glaubt.)

Mittwoch, 17.10.2012:

Das auf den Namen der Tochter der schwedischen Kronprinzessin getaufte Terrorschiffchen ist in Griechenland angekommen. In Kreta wurden Wasser und Lebensmittel aufgenommen.

Jordanien arbeitet an einer Beschwerde, die der UNO vorgelegt werden soll: Man ist wegen jüdischem Gebet auf dem Tempelberg beleidigt. Andere arabische Staaten beteiligen sich und helfen bei der Formulierung. Israel soll von der UNO verurteilt werden, weil es jüdisches Gebet an der heiligen Stätte erlaubt (wieso werden dann ständig Juden festgenommen, denen man das Gebet noch nicht einmal nachweisen kann und deshalb nur des üblen Tuns verdächtigt?) und weil die Holzbrücke saniert wurde, die von der Westmauer zum Tempelberg führt (ist noch immer nicht passiert!). Darüber hinaus wird verlangt, dass Israel alle archäologischen Arbeiten in der Altstadt von Jerusalem mit der jordanischen Regierung koordiniert.

Während der letzten 10 Monate wurden mehr als 200 Brandsätze (Molotowcocktails) auf Israelis in Judäa und Samaria geworfen.

Donnerstag, 18.10.2012:

Die Terroristin Hanadi Jaradat, die als Selbstmord-Bomberin 21 Israelis ermordete und 50 weitere verwundete, wurde vom Palästinensischen Komitee der Union der arabischen Rechtanwälte als wert befunden deren höchsten Orden verliehen zu bekommen. Sie arbeitete als Anwältin, als sie sich 2003 in einem Restaurant in Haifa sprengte.

Von den vor einem Jahr gegen Gilad Shalit eingetauschten Terroristen befinden sich bereits mehrere Dutzend wieder in israelischem Gewahrsam, weil sie wieder ihrer Berufung nachgingen.

Die Hamas wird einen Film über die Entführung von Gilad Shalit veröffentlichen. Und sie kündigt an: Der Preis für den nächsten Soldaten wird deutlich höher sein.

Freitag, 19.10.2012:

Die Russen sind „sehr besorgt“ wegen 800 Wohnungen, die in „Ost“-Jerusalem gebaut werden sollen. (Zu den Raketen der letzten Tage haben sie nichts zu sagen gehabt.)

Mosche Ya’alon, Minister für Strategische Angelegenheiten: Die Abkoppelung vom Gazastreifen ist nicht wirklich komplett. Weshalb? Deshalb: Wenn es schon Abkoppelung gibt, dann lasst die in Gaza selbst für ihr Wasser und ihren Strom sorgen.

Der Iran droht Israel mit weiteren Drohnen.

Samstag, 20.10.2012:

Die Hisbollah meldet sich wieder zu Wort: „Der Hauptfeind im Libanon und in der Region ist das zionistische Gebilde und wir müssen alles unternehmen, dieses arrogante Gebilde auszulöschen.“ (Die EU sagt, die Hisbollah ist keine Terrorgruppe.)

Baroness Ashton, die Briten und die Franzosen haben auch nur Sorge wegen der fast 800 Wohneinheiten, die Israel in Gilo („Ost“-Jerusalem) genehmigt hat – die ständig fortgesetzten Mordversuche an Juden? Sch…egal, interessiert nicht. Lieberman hat eine brauchbare Entgegnung: „Diese automatischen Verurteilungen zeigen ein fehlendes Grundverständnis für die Realität in der Region.“ Und Bildungsminister Sa’ar ergänzte süffisant: Während der Nahe Osten in Flammen steht, interessiert die EU nur Gilo.

Soldaten haben das Terrorschiffchen „Estelle“ aufgebracht. Sechs israelische Boote umzingelten das Schiffchen noch in internationalen Gewässern; Soldaten enterten es und leiten es jetzt nach Aschdod. Die Terroristenfreunde behaupten etwas von „angegriffen worden“ (ein israelischer „Aktivist“ – nicht der einzige israelische Hetzer an Bord – spezifizierte: Das Schiff wurde um 10:15 Uhr angegriffen). Die IDF gab eine Pressemitteilung aus, dass keine Gewalt genutzt werden musste.

Die Vollhonks von Gush Shalom verurteilten die Aufbringung des Terrorschiffchens als „brutal“ und „sinnlos“. Das sei ein Beweis dafür, dass das Land die „Besatzung“ in internationale Gewässer ausdehne. Die Organisation bestätigte, dass 3 Israelis an Bord zu ihr gehören.

Die IDF hat auf der „Estelle“ keine humanitäre Hilfe finden können.

Wer immer noch nicht weiß, warum über den Gazastreifen eine Blockade verhängt wurde, kann das hier nachlesen (und ansehen).

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2012“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

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