Knallchargen

30. Dezember 2012 um 10:05 | Veröffentlicht in Geistesgrößen | 1 Kommentar

Frédéric Desagneaux, Generalkonsul Frankreichs in Jerusalem – dieser Drecksack hatte die Chuzpe eine Feier zu „150 Jahren französischer Beiträge zur Archäologie in Palästina“ zu veranstalten, zu der keine Israelis eingeladen waren, dafür aber haufenweise PA-Leute. Zudem meine Desagneaux, die Bedeutung der archäologischen Projekte in Palästina  betonen zu müssen, die die Franzosen zu entdecken halfen, darunter Qumran und Massada. Außerdem lobte er die Zusammenarbeit Frankreichs mit den Palästinensern. Bei dem ganzen verlogenen Brimborium erwähnte er nicht ein einziges Mal jüdische Verbindungen zum Land und schon gar keine israelisch-französische Zusammenarbeit in Sachen Archäologie – er tat so, als gäbe es etwas in dieser Richtung nicht. Das israelische Außenministerium wirft ihm deshalb völlig zurecht die Leugnung der jüdischen Geschichte im Land, der jüdischen Verbindungen und Wurzeln im Land vor. „Es ist einem offiziellen Repräsentanten Frankreichs unwürdig, dieser Art von Propaganda auf Kosten von Fairness und Wahrheit Hilfe zu leisten“, hieß es aus Jerusalem.

François Hollande, Präsident (Frankreich) – „Netanyahu ist vom Iran besessen“, befand das Superhirn des Elysée. Ich wüsste gerne, was Monsieur Hollande tun, denken und sagen würde, würde Deutschland sich in Vernichtungsfantasien gegen sein Land ergehen und an einer Atombombe basteln.

Shelly Yachimowitsch, Avoda-Vorsitzende – sie forderte, dass die IDF keine weiter gehende Aktion in Sachen Gaza unternimmt, weil „wir uns kurz vor Wahlen befinden“ und alle Aktionen, die über ein bestimmtes, geringes Grundmaß hinaus gehen, „Stabilität und einen nationalen Konsens Zuhause benötigen“. Eine Aktion am Boden könnte ja notwendig sein, aber „nicht jetzt“. Bei „Gegossenes Blei“ war allerdings Israel schon mitten im Wahlkampf und Olmert hatte dafür 91% Zustimmung. Die dürfte derzeit nicht viel niedriger liegen – der Hauptunterschied zu damals besteht darin, dass die amtierende Regierung keine Oppositionsführung hat, die mitzieht, sondern stattdessen einer Million Israelis sagt, sie sollten weiter in den Bunkern sitzen müssen, weil die Avoda keinen Bock auf nationalen Konsens hat.

Die Redaktion der ARD-tagesschau ist entweder völlig verblödet oder unglaublich verlogen dreist: Da lassen sie „Sami Abu Suhri, Sprecher der Hamas“ schwätzen – der Mann im Bild trägt aber eine israelische Polizeiuniform. Es handelt sich um einen Polizisten, der etwas zum Terroranschlag in Tel Aviv am 21. November zu sagen hatte. Die tagesschau erwies sich einmal mehr als Nachrichtensendung/-medium als völlig unbrauchbarer Lügentrupp.

Joschka Fischer, Außenminister a.D. – ein vielleicht wirklich hervorragender Analytiker, aber einer, der sich von seiner ideologischen Verblendung in falsche Voraussetzungen und inhaltliche Widersprüche bei seinen Lösungsvorschlägen für den Nahen Osten treiben lässt. Irre.

Jürgen Hodentöter, äh: Todenhöfer – gibt den Steinmeier: Die Witwe eines getöteten iranischen Atomwissenschaftlers schüttelte den Kopf, als er sie fragte, ob der Iran Atombomben baut. Also baut der Iran keine Atombomben. Basta.

Rafael Correa, Präsident von Ecuador – hat den Nerv den Terror-Bombenanschlag auf die jüdischen Gemeinde in Buenos Aires 1994 (85 Tote) mit den NATO-Bomben auf Libyen gleichzusetzen. Stopp: Nicht gleichgesetzt, denn: „Wenn wir diese beiden Ereignisse vergleichen, können wir sehen, wo die wahren Gefahren liegen.” Also: NATO schlimmer als mordende antisemitische Terroristen. Jetzt kann man vom Eingreifen der NATO in Libyen begründet viel Schlechtes denken, aber der Ecuadorianer ist ein boshaftes Astloch. Eher ein Hetzer als eine Knallcharge.

Dirk Niebel (FDP) war kurz im Gazastreifen, um eine Kläranlage einzuweihen und den Grundstein für eine Schule zu legen. Wie lange hat das jetzt gedauert, bis diese Kläranlage fertig wurde? (Vor zweieinhalb Jahren war er beinahe schon einmal dort, um sie zu besichtigen; davor war er schon einmal da, um den Bau zu bewundern. 2011 war er auch mal da.) Was natürlich nicht fehlen durfte: Die Forderung nach „Öffnung der Grenzen“ zum Gazastreifen – sonst geht ein „schneller Wiederaufbau des Palästinensergebiets“ nicht. DIE ZEIT zitiert: „Zum Wiederaufbau des Palästinensergebietes müssten umgehend humanitäre Hilfe sowie Waren- und Personenverkehr wieder ermöglicht werden.“ Ah, es gibt keinen Grenzverkehr, eine LKWs mit täglich tausenden Tonnen Ladung, keine ein- und ausreisenden internationalen Helfer, gar nichts! (Und natürlich wird die Hamas damit keinesfalls gestärkt, man agiert ja völlig unabhängig von der Terrortruppe…)

Dirk Niebel, Entwicklungsminister, gleich noch einmal – er sagte in Ramallah, sein Besuch unterstreiche die vertrauensvolle Beziehung der beiden Staaten. Anmerkung BILD: Nur, dass in diesem Fall die palästinensische Seite noch um seine Staatenrolle kämpft. Die sind noch kein Staat. Hat Niebel offenbar vergessen.

Apropos BILD: Der Gazastreifen ist „der umstrittenste Ort der Welt“? Etwas später heißt es zwar nur noch „einer der umstrittensten Orte der Welt“, aber das macht es auch nicht besser. Umstritten ist der Gazastreifen nun gar nicht. Niemand erhebt Anspruch auf den Strip außer den Arabern und die haben ihn. Leider herrscht die Hamas, aber das tut dabei nichts zu Sache. BILD weiter: „Dort, wo Israel zu Vergeltungsschlägen gegen Palästinenser ausholt.“ „Gegen Palästinenser“? Gegen Terroristen, „palästinensische“ Terroristen, aber nicht (alle) Palästinenser. „Vergeltungsschläge“? Angriffe auf illegale Kämpfer, auf Terrortrupps. Keine Vergeltung, sondern Kampfmaßnahmen gegen die, die Judenmord betreiben.

Rico Grimm, Journalist mit Stipendium – „Dann griff Israel die Hamas im Gaza-Streifen an und die Hamas antwortete mit Luftangriffen. Raketen schlugen bei Tel Aviv und im Großraum Jerusalem ein, auch auf einem Feld in der Nähe von Betlehem.“ Natürlich lief vorher gar nichts, Israel ist der Aggressor und die Hamas die armen Typen, die „zurück“ schossen und sich nur wehrten. Die Linie muss gehalten werden. (Wenn einer auf Deutsch darüber schreibt, kommt das in die Hetzer – es gibt in dem Artikel noch mehr, was kritisiert werden sollte.)

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  1. Der Herr Generalkonsul sprich wohl kaum Deutsch, eher Arabisch. Ein Drecksack auf Französisch heisst: Salaud.


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