So sieht es aus – historische Fakten

24. Juli 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in Araber, Geschichte, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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Herb Keinon - settlements+conflictDer arabisch-israelische Konflikt geht den Siedlungen um ein halbes Jahrhundert voraus.
Die Araber randalierten gegen die Juden 1921, 1929, 1936, 1939,
bevor es Israel überhaupt gab, ganz zu schweigen von einer Siedlung…”
Herb Keinon
diplomatischer Korrespondent der Jerusalem Post

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (20.-26.07.2014)

20. Juli 2014 um 22:04 | Veröffentlicht in Araber, EU-Europa, Europa, Europa+Nahost, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, USA | 1 Kommentar
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Sonntag, 20.07.2014:

Zahlen:
Bilanz am Ende des 19.07. (Mitternacht): Während der letzten 12 Tage haben die Terroristen 1.768 Raketen auf Israel geschossen, das ist im Schnitt eine alle zehn Minuten.
– Stand 13:30 Uhr: Die Terroristen schossen während der letzen 13 Tage insgesamt 1.780 Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel.
– Seit dem 8. Juli haben die Terroristen allein aus Shuja’iya mehr als 140 Raketen auf Israel geschossen. (Das ist der Ort/das Viertel, das die IDF seit dem Morgen so massiv beschoss.)
– Seit Beginn der Bodenoffensive hat die IDF 36 Terrortunnel und 450 weitere Terrorziele zerstört. In den Tunneln fanden die Soldaten jede Menge Panzerfäuste, Sprengsätze, Betäubungsmittel, mit Sprengfallen versehene Waffen, Funkgeräte, Minibunker. Dabei wurden mehr als 85 Terroristen getötet, alleine Samstag 20. 23 Soldaten wurden bisher verletzt, 3 davon schwer, 2 mittelschwer, der Rest leicht. 5 Soldaten wurden bisher getötet. 48.000 Soldaten wurden einberufen, weitere 18.000 sollen kommen.
– In Shuja’iya wurden bisher mehr als 30 Soldaten verletzt (ca. 15 Uhr). Die Zahl der seit Donnerstag getöteten Terroristen stieg auf 130 (800 Verletzte Terroristen). Al-Mayadin meldet 40 Tote durch Beschuss von Shuja’ija.
Stand 18 Uhr: Bei den Kämpfen im Gazastreifen wurden seit gestern Abend 13 Soldaten der Golani-Brigade getötet.
– ca. 21:30 Uhr: Die Araber geben an, dass es in den letzten 24 Stunden 100 Tote bei ihnen gab.
– Gesamtbilanz heute: 70 Raketen sind in Israel eingeschlagen; weitere 16 wurden abgefangen. Es wurden 6 Tunnel entdeckt (und zerstört; einer war 1,2km lang, enthielt jede Menge Sprengstoff und hatte einen Ausgang in Israel).
Gesamtbilanz Bodenoffensive (Stand: 23:30 Uhr): mindestens 110 tote Terroristen, 1.320 Terrorziele beschossen.

Die Hamas tönt weiter: Wir werden unsere Jugend mit 250.000 Handgranaten ausrüsten.

Hamas hält Journalisten davon ab den Gazastreifen über den Übergang Erez zu verlassen.

Ein Hamas-Sprecher behauptete Israel habe der Waffenruhe nicht zugestimmt, die Israel seit 13:30 Uhr einhielt.

Die Gas-Pipeline im Sinai wurde erneut (zum insgesamt 7. Mal) von Terroristen gesprengt.

Ägypten verurteilte „die Eskalation im Gazastreifen, besonders den Angriff in Shuja’iya… In diesen schweren Zeiten steht es auf Seiten der Palästinenser.“

Ein Vertreter Qatars sagte, das Emirat werde keinen Druck auf die Hamas ausüben ihre Forderungen herunterzuschrauben oder zu verändern. Man agiere nur als Übermittler. Das Emirat hatte einen auf den Forderungen der Terroristen basierenden Waffenstillstandsvorschlag gemacht, der aber von der Hamas abgelehnt worden war.

Dreimal hat Israel einer Waffenruhe zugestimmt. Dreimal hat die Hamas die Zeit zum Weiterschießen genutzt.

Aus dem Gazastreifen kommen Stimmen, die Israel auffordern den Strip zu erobern, um sie von der Hamas zu befreien.

Montag, 21.07.2014:

Zahlen:
– Bilanz gestern: 13 Tunnel (mit 39 Zugängen) entdeckt; 87 Raketen auf Israel, 70 schlugen in Israel ein; 16 abgefangen; die IDF traf 187 Terrorziele. 20 Soldaten wurden bei den Kämpfen über Nacht verletzt (11 mussten zur Behandlung ins Krankenhaus). Seit Beginn der Bodenoffensive wurden 92 Soldaten verletzt (Stand: 9 Uhr). Bis Mittag belief sich die Zahl der in Krankenhäusern behandelten Soldaten auf 101. Am Montag wurden mindestens 30 Soldaten im Kampf verletzt, 3 davon schwer. Seit gestern Abend fielen insgesamt 7 Soldaten.
Die Araber geben an (während der Nacht), dass die Israelis im Gazastreifen bisher 469 Menschen töteten. Am späten Morgen nennen sie die Zahl von über 500. Bis Mittag steigerten sie sie auf 509.
– Seit Beginn der Luftoffensive wurden insgesamt 1.930 Raketen auf Israel geschossen, von denen 387 abgefangen wurden. Die IDF gibt an 2.800 Terrorziele beschossen zu haben. 18 Tunnel wurden zerstört, 45 weitere gefunden.
Stand 16 Uhr: 62 Raketen schlugen in Israel ein, weitere 14 wurden abgefangen.

Ban Ki-moon hat wieder Kritik nur für Israel, nicht für die Terroristen: Israel handelt unverantwortlich, es schone die Zivilisten nicht, die Menschenrechte würden nicht eingehalten. Eskaliert würde die Lage durch Israel.
Der spanische Außenminister forderte „einen sofortigen Waffenstillstand“. Er fordert von Israel „Verhältnismäßigkeit“ beim Vorgehen im Gazastreifen.
Kuwait appelliert an Ban Ki-moon, er solle die „israelische Aggression“ beenden.

Die Nachricht der Hamas, sie habe einen israelischen Soldaten entführt, führte zu Jubelorgien im Gazastreifen. Die Facebookseite der Fatah zeigte Fotos aus Tulkarm (Samaria), auf denen „Aktivisten“ zur Feier der (angeblichen) Entführung eines Soldaten Süßigkeiten verteilten.

Die IDF veröffentlichte weitere Belege dafür, dass die Hamas Raketen von Wohnhäusern, Spielplätzen und sogar Krankenhäusern aus nach Israel schießt.

Mehr als 3.000 arabische Israelis „protestierten“ Montag in Nazareth gegen die Bodenoffensive im Gazastreifen. Sie bewarfen Polizisten mit Steinen und Flaschen. 10 Personen wurden festgenommen.

Vor zwei Tagen wurde ein Baby von einer Rakete schwer verletzt. Der Zustand des Mädchens hat sich heute deutlich verbessert.

Arabische Israelis haben zu einem Streik wegen der Offensive im Gazastreifen aufgerufen.

Terrorchef Haniyeh betonte in einer aufgezeichneten Fernsehrede erneut: Einen Waffenstillstand wird es nicht geben, wenn Israel nicht vor den Forderungen der Terroristen kapituliert. Und die beinhalten alles, was Israel unternehmen kann, um sich vor den arabischen Mördern zu schützen – im Gegenteil, es soll den Mördern den Job erst ermöglichen und sich als Opfer gefälligst willig zur Verfügung stellen.

Dienstag, 22.07.2014:

Zahlen:
Montag wurden über Tag 2 weitere Soldaten bei den Kämpfen im Gazastreifen getötet.
– Heute schoss die Eiserne Kuppel die 1.000. Rakete vom Himmel. Der erste wurde am 7. April 2011 abgeschossen.
Stand 19 Uhr: 41 Raketen auf Israel geschossen, 28 schlugen ein, 11 wurden abgefangen. 2 fielen noch im Gazastreifen.
– Stand 4 Uhr morgens: 2.040 Terrorraketen auf Israel geschossen – im Durchschnitt mehr als 145 pro Tag.
– Stand 13:30 Uhr: Nach Angaben der Araber wurden von der IDF bisher insgesamt mehr als 600 Menschen im Gazastreifen getötet. Gegen 22:30 Uhr gegen sie 604 Tote an.
– Stand 16 Uhr: Heute wurden (bisher) 14 Terroristen getötet und 187 Terrorziele zerstört.
– Stand 23:30 Uhr: Heute wurden 100 Terrorziele getroffen.
– Stand 18:30 Uhr: Heute wurden 5 verletzte Soldaten ins Krankenhaus Hadassah Ein Kerem gebracht; dort werden derzeit insgesamt 13 Soldaten behandelt.
– Zu den heute angegriffenen Terrorzentren gehörten 3 Moscheen.
– Das Barzilai-Krankenhaus in Aschkelon hat in den letzten 24 Stunden 50 während der Operation Schützende Schneide verletzte Personen aufgenommen; insgesamt wurden/werden dort 479 Opfer behandelt.

Heute Morgen gab es ein Feuergefecht mit Terroristen. 10 wurden getroffen. Andere benutzten einen Krankenwagen zur Flucht. Dieser wurde NICHT BESCHOSSEN.

Soldaten entdeckten einen Raketenwerfer direkt neben einer Schule im Gazastreifen.

Zum 2. Mal innerhalb einer Woche entdeckte die UNRWA Raketen in einer ihrer Schulen. Sie ist „empört“.

Ban Ki-moon fuhr seine „Kritik“ an Israel heute etwas zurück, fordert aber immer noch mehr israelische Zurückhaltung. Die Raketen der Terroristen verurteilte er „strongly“ („stark“), ebenso die Nutzung von zivilen Orten wie Schulen, Krankenhäusern usw. zu militärischen Zwecken. (Die gleichen harschen Worte wie zuletzt für Israel hat er den Terroristen gegenüber aber bisher nicht verwendet.)

Der französische Außenminister Fabius musste wieder was loswerden: Er verurteilte „die Massaker in Gaza“ und forderte einen Waffenstillstand. (Der hat offenbar immer noch nicht begriffen, dass die Terroristen diejenigen sind, die die Waffenruhe ablehnen!)
Der britische Oppositionsführer mag nicht zurückstehen und schäumte, er könne den furchtbaren Tod Hunderter Palästinenser nicht verteidigen. (Labour war aber schon immer antiisraelisch; die schlimmsten aktuellen Antisemiten der britischen Politik stammen aus dieser Partei, auch wenn sie ihr zum Teil nicht mehr angehören, weil sie ihnen noch zu zahm war.)

Ägypten schlug in den Gesprächen mit John Kerry vor, dass die Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen Teil eines Waffenstillstandsvorschlags sein sollten. (Die haben auch den Schuss nicht gehört: Die Hamas hat diese Verhandlungen immer abgelehnt und heftig verurteilt!)

Mittwoch, 23.07.2014:

Zahlen:
Gefallene: Dienstagabend fielen 2 weitere Soldaten; das sind insgesamt 29 Gefallene. Mittwochmorgen fielen 3 weitere Offiziere und Unteroffiziere; insgesamt 32 Gefallene.
ca. 7:30 Uhr: Die IDF beschoss innerhalb der letzten 24 Stunden mehr als 200 Terrorziele, seit Beginn der Operation Schützende Schneide 3.250.
– Heute beschoss die IDF mehr als 100 Terrorziele im Gazastreifen, seit Beginn des Kriegs 3.333. Seit Beginn der Bodenoffensive wurden mehr als 200 Terroristen getötet.
– Raketenterror seit Beginn der Operation (12:45): 2.239 auf Israel geschossen, 442 davon abgefangen, 1.730 fielen in offenem Gelände
– verletzte Soldaten in Krankenhäuser gebracht: 8 ins Hadassah Ein Kerem am Morgen. Am Nachmittag weitere 26, einige davon relativ schwer verletzt.

Die IDF beschoss gestern das Wafa-Krankenhaus beschossen. In den Nachrichten bei uns wurde das groß gebracht. Ausgelassen wurden die Gründe: Seit Tagen wurden die Soldaten aus dem Krankenhausgelände heraus mit leichten und schweren Waffen beschossen; es diente außerdem als militärisches Kommandzentrum. Die IDF hatte die Krankenhaus-Verwaltung, die Hamas-Chefs und jede Menge anderer maßgeblicher Leute gewarnt, dass das aufhören muss. Die Warnungen wurden ignoriert. Schweren Herzens traf die Militärführung die Entscheidung dieses militärische Ziel anzugreifen und die Bedrohung zu eliminieren.

Die UNRWA hatte zum zweiten Mal Raketen in einer Schule entdeckt. Wieder der Umgang damit wie beim letzten Mal: Die „relevanten Seiten“ wurden unterrichtet, damit die Waffen aus der Schule entfernt werden. Heißt: Die Hama darf die Raketen wieder in Betrieb nehmen.

Die IDF fand in einem Tunnel zwischen Gazastreifen und Israel wieder ein mächtiges Waffenlager -diesmal alles IDF- Material.

Mal was Anständiges von der EU: Die 28 Mitgliedstaaten forderten Hamas und den Palästinensischen Islamischer Jihad auf sich zu entwaffnen; das wahllose Raketenfeuer aus dem Gazastreifen sei „kriminell und nicht zu rechtfertigen“. Sie konnten es aber auch wieder nicht unterlassen Israel Unverhältnismäßigkeit zu unterstellen und Proportionalität zu fordern.

Journalist John Reed twitterte heute: “Sah, wie 2 Raketen nahe dem Shifa-Krankenhaus auf israelische geschossen wurden, während weitere Bombenopfer hereingebracht wurden. Es ist noch nicht vorbei.“ Um das klar zu machen: Die Israelis haben das Wafa-Krankenhaus angreifen müssen, weil sie von dort aus beschossen wurden. Am Shifa haben wir jetzt dieselbe Situation! Es soll Aufrufe der IDF gegeben haben das Krankenhaus zu evakuieren. Im Keller dieses Krankenhauses befindet sich übrigens der oberste Kommandobunker der Hamas… (Wer sind die Kriegsverbrecher? Wem werden aber Kriegsverbrechen vorgeworfen?)

Khaled Meschaal streitet heftig ab, dass ein Waffenstillstand vor der Tür steht. „Kompromisse gibt es nicht.“ Nur wenn Israel die Hamas-Forderungen komplett erfüllt („kaputiliert“!), kann es eine Einstellung der Kämpfe geben.

Donnerstag, 24.07.2014:

Zahlen:
– Der gestern getötete Thai ist der 27. Gastarbeiter, der seit 2001 durch die Terroristen umkam.
– Gestern ergaben sich im Gazastreifen 150 Terroristen. Insgesamt wurden seit der Entführung (und Ermordung) der drei Jugendlichen 570 Hamas-Terroristen festgenommen.
– Die Araber melden 718 Tote seit Beginn der Operation.

- Verwundete Soldaten: 4 ins Soroka-Krankenhaus von Beer Sheva gebracht. Dort liegen derzeit 43 Soldaten.
– Mitternacht (Mittwoch auf Donnerstag): insgesamt sind 32 Soldaten gefallen, 1 wird vermisst.

Die IDF reagierte auf Beschuss aus Beit Hanun, wo ein Schutzbereich der UNRWA von den Terroristen zum Schießen von Raketen genutzt wurden; die IDF informierte die UNRWA, sie solle das Gebiet zwischen 10 und 12 Uhr Donnerstag evakuieren. UNRWA und Rotes Kreuz bestätigten den Erhalt der Nachricht. Die Hamas verhinderte, dass die Zivilisten die Gegend verlassen konnten!
Die IDF beschoss schließlich den Ausgangspunkt des weiterhin fortgesetzten Terrorfeuers.
Nach UNRWA-Angaben wurde eine Schule getroffen; dort starben 17 Personen, 200 wurden verletzt. Die IDF untersucht den Vorfall und sagte, ein fehl gegangener israelischer Mörser könne eine der Ursachen sein, weil Terroristen aus der Umgebung der Schule schossen. Es sei aber auch eine Terroristen-Rakete dort eingeschlagen; Chris Gunness von der UNRWA – ein Israelhasser – twitterte, dass fehlgeschossene Terrorraketen in Beit Hanun einschlugen.

Mehrere von der Hamas geschossene Raketen flogen zu kurz und schlugen in Beit Hanun ein.

Die IDF berichtete, dass weiterhin aus dem Bereich des Wafa-Krankenhauses geschossen wurde (einen Panzerfaust); im sich daraus ergebenden Feuergefecht wurden 2 Terroristen getötet.

Der stellvertretende Führer der Islamischen Bewegung (5. Kolonne) in Israel: Gaza wird Israels Nase durch den Schlamm ziehen… Gaza, das im Juli 1260 die Tataren und Mongolen überwand, ist dasselbe Gaza, das im Juli 2014 die Israelis überwinden wird. Die Israelis sind die neue Tataren.“ (Im April sagte derselbe Hetzer, Israel sei „das Land, das seit 1948 besetzt ist“.)

Als Reaktion auf den Raketenterror haben israelische Aktivisten in Sichtweite der Terroristen am Gazastreifen zwei riesige israelische Flaggen gehisst.

Nach Berichten einer russischen Nachrichtenagentur bot Putin Netanyahu an als Vermittler eines Waffenstillstands zu agieren.

Die Hamas verlangte, dass der Übergang Rafah sofort geöffnet wird.

Ein US-Vertreter sagte, ein Waffenstillstand bis zum Wochenende sei unwahrscheinlich.

Freitag, 25.07.2014:

Zahlen:
Gestern stieg die Zahl der entdeckten Tunnel auf 31. Die Terroristen schossen 63 Raketen; 47 schlugen in Israel ein, 15 wurden abgefangen. Die IDF tötete etwa 40 Terroristen. Mehr als 90 Terrorziele wurden getroffen. Insgesamt wurden seit dem 8. Juli 2.429 Terrorziele getroffen.
– Am Morgen fiel ein 36-jähriger Familienvater. Am frühen Nachmittag fiel ein weiterer Soldat im Gazastreifen, als Terroristen nahe einer UNRWA-Schule mit Mörsern und Antipanzer-Raketen auf eine israelische Einheit schossen. Heute wurden 6 Soldaten mittelschwer, 8 leicht verwundet.
– Gegen Mitternacht geben die Terroristen an, dass seit Beginn der israelischen Operation Schützende Schneide im Gazastreifen 800 Araber getötet worden sein sollen.
Die Araber geben am Abend an, dass die Zahl der Toten auf 848 gestiegen ist, darunter sollen sich 208 Kinder, 82 Frauen und 40 alte Menschen befinden. 5700 Personen wurden verletzt.

Am Gazastreifen wurde von Israel ein Feldhospital aufgebaut, in dem seit Sonntagabend Gazaner behandelt werden. Bilder davon wurden nur so veröffentlicht, dass die Araber darauf nicht zu erkennen waren, um ihnen „Probleme“ mit den „regierenden“ Terroristen zu ersparen. Die agieren aber trotzdem und beweisen, wie menschenverachtend egal ihnen menschliches Leben der eigenen Bevölkerung ist: Sie halten Menschen davon ab das Feldhospital aufzusuchen und beschossen es mit Mörsern! Unsere Medien schweigen. Unsere Menschenrechtler halten den Mund. Alle stürzen sich auf angebliche israelische Menschenrechtsverletzungen. Was Israel nicht schadet, ist uninteressant!

Im zentralen Gazastreifen fanden Soldaten in einem Wohnhaus Sprengstoff und geladene Raketenwerfer.

Es gibt Gerüchte, dass in zwei bis drei Tagen ein Waffenstillstand eintreten könnte. Die Hamas tönt dazu, dass ihre Bedingungen stehen und ohne Aufhebung de Belagerung nichts zu machen sei.

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) forderte die Schaffung eines humanitären Korridors, um die Verletzten aus dem Gazastreifen transportieren zu können.

Die Schule in Beit Hanun: Die UNRWA sagt, es geben keine Beweise dafür, dass in der Schule Raketen gelagert wurden. (Das hat auch niemand definitiv behauptet; aus der Schule und der direkt Umgebung heraus wurde aber geschossen.)
Die EU fordert eine schnelle und gründliche Untersuchung des Vorfalls (als wenn die Israelis das nicht machen würden…). Sie fordert „alle Seiten“ auf die Unverletzbarkeit und Integrität von UNO-Einrichtungen zu respektieren und betont die dringende Notwendigkeit eines Waffenstillstands. [„Alle Seiten“ - warum nicht die Terroristen, denn die IDF hält sich daran, wenn die Terroristen es tun. Und wenn die Terroristen es nicht tun, gilt diese Unverletzbarkeit nicht mehr.]

5 tote Araber über Tag in Judäa und Samaria: Bei Huwara bewarf ein arabischer Mob ein israelisches Auto mit Steinen, den Fahrer auch, als der ausstieg; der Mann sah keine andere Möglichkeit als auf die Angreifer zu schießen. Ein 18-jähriger Araber wurde dabei tödlich getroffen. Bei den folgenden Krawallen starb ein weiterer Araber. In Beit Ummar bei Hebron gab es gewalttätige „Zusammenstöße“, bei denen Soldaten sich ebenfalls genötigt sahen scharf zu schießen; die Araber geben an, dass drei von ihnen getötet wurden. Ein arabischer Autofahrer stellte sich, nachdem er im Gusch Etzion mit seinem Auto in eine Menge fuhr und ein 17-jähriges Mädchen verletzte; er sagt, das sei keine Absicht gewesen. (Wenig bis gar nicht glaubwürdig!)

Etwas verwirrende Nachrichten zu Kerrys Waffenstillstandsplan; es ist nicht ganz klar, welche Bedingungen der Hamas er alles aufgenommen hatte, nur die Freilassung von Terroristen war nicht enthalten. Israels Sicherheitskabinett lehnte den Vorschlag, so wie er vorliegt, ab; er sei zu sehr auf der Seite der Terroristen angelegt. Hamas soll ihm angeblich zugestimmt haben, aber auch dazu gibt es widersprüchliche Meldungen, nach denen die Hamas „nicht abgeneigt“ ist, aber noch nicht zugestimmt hat.
Dennoch, heißt es, soll ab 7 Uhr Samstagfrüh eine zwölfstündige Feuerpause eintreten.

Samstag, 26.07.2014: Zahlen:
– In den 24 Stunden vor der Waffenruhe traf die IDF 155 Ziele, das sind 3.670 während der gesamten Operation.
– In diesen 24 Stunden fielen 4 israelische Soldaten, das macht insgesamt 37.
– Aus den Trümmern im Gazastreifen wurden mehr als 100 Leichen geborgen. Das bringt die Zahl der toten Araber auf über 1000.
– Bei den Unruhen in Judäa und Samaria wurden gestern insgesamt 6 Araber getötet.

Soldaten fanden während der Waffenruhe weitere Tunnel.

Mahmud Abbas‘ Sohn Yassir nannte die IDF im PA-Fernsehen eine Nazi-Armee. Zudem gab er an, er wolle eine Einstaatenlösung ohne Juden.

Nach Angaben von Asharq al-Awsat soll die Hamas dazu neigen den Kerry-Vorschlag zu einem Waffenstillstand anzunehmen, wenn die Einzelheiten stimmen, darunter die Garantie der Aufhebung der „Belagerung“.

Im ägyptischen Rafah schlug eine Rakete ein und tötete 2 Kinder. Woher sie kam, muss noch festgestellt werden.
In El-Joura trafen Mörser ein Haus und töteten 4 Kinder; die Mörsergranaten galten anscheinend ägyptischen Soldaten.

Tel Aviv: Demonstration zur sofortigen (einseitigen) Beendigung des Kriegs im Gazastreifen. Es gab auch eine Gegendemonstration.

Die IDF veröffentlichte mehrere Videos, die die Lage im Gazastreifen zeigen – vor allem mit Sprengsätzen verseuchte Häuser, Waffenlager in Privathäusern usw.

Die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden von Friedenspartner Abbas haben Israel in Judäa und Samaria „den offenen Krieg“ erklärt.

Waffenstillstandsbemühungen:
Israelische Medien berichteten, der Kerry-Vorschlag gebe Israel nicht genug Möglichkeiten die Terrortunnel zu vernichten. Die Regierung überlegt bei Verbesserungen gerne neu. Gleichzeitig heißt es, die Hamas habe den Waffenstillstand ebenfalls abgelehnt, weil Israel noch gegen Tunnel vorgehen könne.
Das israelische Kabinett lehnte Kerrys Waffenstillstandsvorschlag am Freitag einstimmig ab, weil der Amerikaner „komplett vor den Forderungen der Hamas kapituliert“ hat. Auch Ägypten ist mit Kerrys Vorgehen „äußert unzufrieden“.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Warum sich die arabische Welt in einer emotionalen Nakba (Katastrophe) verliert und wie wir sie darin belassen.

15. Juli 2014 um 13:23 | Veröffentlicht in Araber, die Welt+Islam, die Welt+Nahost, Nahost-Konflikt | 3 Kommentare
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Richard Landes, Tablet, 24.06.2014

Verhindert der Westen selber Fortschritte im Friedensprozess, indem er die Dynamik von Ehre und Scham in der politischen Kultur der Araber ignoriert?

Anthropologen und studierte Historiker haben schon lange verschiedene Stammeskulturen – kriegerische, nomadische – identifiziert, in denen es spezifische Ausprägungen von Ehrenkodexen gibt, deren Verletzung eine schwächende Scham hervorbringt. Der Einzelne, welcher dabei versagt Rache an einem Mörder eines Stammesmitgliedes zu nehmen, bringt Schande über sich (was ihn zu einer Frau macht) und schwächt den Klan, was zu weiteren Angriffen geradezu einlädt.

Im zweiten Weltkrieg suchte die USA Hilfe bei Anthropologen wie Ruth Benedict, um herauszufinden, welche Rolle Ehre und Scham bei den Entscheidungen der des japanischen Militärs spielten, was zum Sieg im pazifischen Kriegsschauplatz und dem Buch „Die Chrysanthemen und das Schwert“ führte. Mit ihr als Vorbild analysierte der große Klassizist E. R. Dodds in seinem Werk „Die Griechen und das Irrationale“ den Jahrtausende langen Wechsel der griechischen Kultur von einer „Scham-“ hin zu einer „Schuld“-Kultur, in dem er eine Welt darstellte, in der vor allem Ruhm und Ehre, denn Gewissen oder Angst vor göttlicher Vergeltung die Menschen handeln lässt.

Schon vor der geballten Verachtung des Literaturkritikers Edward Said gegen eine „Ehre – Scham“-Analyse in „Orientalism“ (1978) wichen die Anthropologen vor einer solchen Annäherung zurück, schien sie doch einen von Natur aus boshaften Vergleich zwischen primitiven Kulturen und dem moralisch überlegenen Westen zu beinhalten. Die Aufnahme von Saids Werk verstärkte diesen kulturellen Relativismus: Sorge um Ehre und Scham bewegt jeden und der einfache Gegensatz von Scham und Schuld muss daher letzten Endes rassistisch sein, besonders aber im Kontext von Vergleichen der arabischen Welt mit dem Westen. Sogar bei Geheimdiensten, deren Aufgabe es sein sollte, wie der Feind zu denken, wurde es zum Standard, den Rückgriff auf eine Ehre/Scham-Dynamik zu verweigern.

Jede noch so großzügige Person sollte ein gesundes Unbehagen gegenüber dem „Anderen“ haben, was eine scharfe Linie zwischen zwei Menschen zieht. Wir verwischen diese Linie nur um ein bisschen höflich zu sein; Ehrenmorde werden daher zum Beispiel als eine Art häuslicher Gewalt gesehen, die auch im Westen vorkommt. Und überhaupt sind die Sorgen um Ehre und Scham doch universell: Nur Heilige und Soziopathen scheren sich nicht darum, was andere denken und keine Gruppe hält ohne einen Ehrenkodex zusammen.

Aber auch wenn diese Praxis überall vorhanden ist, sollten wir in der Lage sein festzustellen, dass es in manchen Kulturen Stimmen gibt, die öffentlich die Werte von Ehre/Scham in einer Art und Weise unterstützen, die dem Fortschritt und einer liberalen Gesellschaft widersprechen. Die arabische Gesellschaft zum Beispiel tendiert – ungeachtet einiger liberaler Stimmen und nobler Gegner – zu einer Vormachtstellung durch Aggression, einer Politik des „starken Pferdes“ (Recht des Stärkeren), der Anwendung der Hama-Regeln – was sich alles so kombiniert, dass der Nahe Osten zwischen Gefängnis und Anarchie, zwischen Sisis Ägypten und Assads Syrien gefangen ist. So gut sie auch gemeint ist, unsere Unfähigkeit die Rolle der Ehre/Scham-Dynamiken in der Entstehung dieser politischen Kultur zu diskutieren zeigt ein Dilemma auf: Indem wir schweigen, verleugnen wir es nicht nur, sondern damit stärken wir diese brutalen Werte und schwächen jene, die wir schätzen.

Wenige Konflikte sind besser dazu geeignet diese Dinge zu erkunden, als der arabisch-israelische Konflikt.

*****

Um die Rolle der absoluten Ehre/Scham-Sorgen der Araber gegenüber Israel zu verstehen, muss man zuallererst die Rolle der Juden in der arabisch-muslimischen Ehren-Gruppierung verstehen. In den 13 Jahrhunderten vor dem Zionismus waren die Juden in den muslimischen Ländern Subjekte eines politischen Statutes, der genau um die Ehre (der Muslime) und der Scham (die Juden) herum gebaut war. Die Juden waren Dhimmis, geschützt vor muslimischer Gewalt, wenn sie ihre tägliche Erniedrigung und rechtliche Unterdrückung akzeptierten. So schreibt Chateaubriand im 19. Jahrhundert. „Als spezielles Ziel der (muslimischen und christlichen) Verachtung, beugen die Juden ohne Beschwerde ihre Köpfe, sie ertragen alle Ungerechtigkeiten ohne Gerechtigkeit zu verlangen, sie lassen sich durch einen Luftzug niederschmettern … Durchstreift man ihre Wohngebiete, findet man diese Menschen in schrecklicher Armut.“

Mehr als ein Jahrtausend lang bestand die arabische und muslimische Ehre darin, ihre Dhimmis zu beherrschen und zu erniedrigen – und wenn Reformer hin und wieder deren staatlichen Status verbesserten, so verursachte dies eine heftige Verletzung der muslimischen Ehre. So beschreibt ein britischer Gesandter die Folgen der Reformen durch Muhammed Ali: „Die Musulmanen bedauern zutiefst den Verlust ihrer Erhabenheit welche sie alle & individuell gegen alle anderen Glaubensrichtungen ausleben …. Ein Musulman glaubt, dass ein Christ – & noch mehr ein Jude – ihm gegenüber untergeordnet ist und so handelt er auch.“

Wenn man sagt, allein die Aussicht auf eine autonome politische jüdische Entität wäre für die von Ehre getriebenen arabischen und muslimischen Politiker im 20. Jahrhundert wie im 10. Jahrhundert eine Blasphemie gegen den Islam und eine Beleidigung der arabischen Männlichkeit, heißt das nicht, dass alle Epochen der muslimischen Herrschaft eine absichtliche Herabwürdigung der Dhimmis mit sich brachten. Auch kann man nicht behaupten, dass alle Araber so denken. Im Gegenteil, diese Art der testosterongefüllten und autoritären Debatte bürdet seine Interpretation von Ehre der gesamten Gemeinschaft auf, sehr oft gewaltsam. Während einige Araber in Palästina 1948 die Aussicht auf eine jüdische Souveränität als große Chance sahen, stimmten die arabischen Anführer und die „Straße“ darin überein, dass Israel um der arabischen Ehre willen zerstört werden musste und jene, die sich dagegen aussprachen Verräter an der arabischen Sache seien.

Schlimmer noch: Die Bedrohung der arabischen Ehre kam nicht von einem würdigen Feind, wie den westlichen Christen, sondern von den Juden, der traditionell passivsten, niedrigsten und feigsten Bevölkerung, über die die Muslime herrschten. So wie die Athener im 5. Jahrhundert v.d.Z. den Meliern sagten,

man fürchtet weniger eine Eroberung durch andere beherrschende Mächte, wie es die Spartaner tun, als das, was geschieht, wenn eine herrschende Macht von ihren eigenen Untergebenen attackiert und besiegt wird.

Also war die Aussicht auf einen unabhängigen Staat jener, die eigentlich Dhimmis sein sollten, für die arabischen Anführer mehr als verletzend. Er gefährdete den Islam. So sprach Rahman Azzam Pascha, das Leiter der neu gegründeten Arabischen Liga, für seine „Ehren-Gruppe“, als er drohte: „Wenn die Zionisten es wagen einen Staat zu gründen, werden wir Massaker verüben, gegen die alles, was Dschingis Khan und Hitler begangen haben, Kleinigkeiten sind.“ Wie die Armenier nur eine Generation vorher feststellen mussten, reichte schon der Verdacht einer Rebellion für ein Massaker.

Damit wurde die Niederlage von 1948 zum katastrophalsten aller Ergebnisse für diese „Ehren-Gruppe“. Sieben arabische Armeen, die die Ehre von hunderttausenden Arabern (und Muslimen) vertraten, wurden von weniger als einer Millionen Juden besiegt, die die Überlebenden des mörderischsten und effektivsten Genozid der Geschichte waren. Menschen unterlegen zu sein, die so niedrig auf einer Skala waren, dass es eigentlich unehrenhaft war, gegen sie zu kämpfen – nichts konnte erniedrigender sein. Und diese Verletzung geschah auch noch auf der offenen Bühne der neuen Nachkriegs-Weltgemeinschaft, vor der die Arabische Liga lauthals deren Abschlachten verkündet hatte. In der Geschichte der globalen Öffentlichkeit hatte noch keine so kleine oder große Gruppe einen derartigen Ehrverlust und Scham vor einem solch großen Publikum hinnehmen müssen.

Neben der Nakba (Katastrophe), die hunderttausende der arabischen Einwohner des ehemaligen britischen Mandatsgebiets Palästina betraf, finden wir eine wesentlich größere psychologische Katastrophe, die die gesamte arabische Welt und vor allem ihre Anführer betrifft: Eine Demütigung, die so groß ist, dass die arabische Kultur der Politik und des Diskurses damit nicht fertig werden konnte. Daher benutzen die Flüchtlinge den Begriff Nakba als Vorwurf den arabischen Anführern gegenüber, die diesen Krieg angefangen und verloren hatten, auch um diese zu verletzen. In einer Gesellschaft, die weniger von Ehre besessen und Selbstkritik gegenüber offener gewesen wäre, hätte dies zu einem Austausch der nationalen Eliten und zu Anführern geführt, die mit der Weltpolitik der Vereinten Nationen und dem Marshall-Plan erfolgreich zusammengearbeitet hätten. Aber wenn der äußere Schein über allem steht, beschämt jede öffentliche Kritik die Nation, das Volk und seine Anführer.

Im Zustand tiefster Erniedrigung und Kraftlosigkeit auf der Weltbühne wählten die arabischen Anführer stattdessen die Leugnung – die Juden hatten nicht, konnten nicht, durften nicht gewonnen haben. Der Krieg war nicht – konnte nie – vorbei sein, bis zum Sieg. Wenn die Flüchtlinge verschwänden, absorbiert würden von den Brüdern in deren Länder sie geflohen waren, dann wäre dies die Anerkennung des Unerträglichen – dass Israel gewonnen hat. Und so verdoppelte die arabische „Ehren-Gruppe“, getrieben von Wut und Verweigerung, die Katastrophe ihrer eigenen Flüchtlinge. Sie ließen sie in Lagern leiden, eingefroren in dem Moment der Erniedrigung, wartend und gegen den zionistischen Sieg ankämpfend, der anerkannt werden müsste. Das fortwährende Leid derer, die auf dem Altar des arabischen Stolzes geopfert wurden, schreit in der arabischen Welt nach Vergeltung an den Juden. Derweil wurden die Juden als Akt der Rache überall dort verjagt, wo die Muslime an der Macht waren.

Die Auslegung der Ehre durch die arabischen Anführer hat dazu geführt, dass sie die Niederlage ihres eigenen Nullsummen Spiels – wir werden sie massakrieren – mit einem Minussummen Spiel beantworteten. Die Zerstörung des israelischen „Anderen“ wurde ausschlaggebend, egal wie sehr durch diese Sache die Araber, vor allem die Palästinenser, zu leiden hatten. „Keine Anerkennung, keine Verhandlungen, keinen Frieden!“ Kein Israel. Eher belassen sie Millionen Araber unter jüdischer Herrschaft, als dass über eine Lösung verhandelt würde. Lieber sterben als erniedrigt leben. Lieber Selbstmord begehen um Juden zu ermorden, als mit ihnen Frieden zu schließen.

*****

So offensichtlich diese Betrachtungen sind, ihre Auswirkungen werden nach wie vor nur selten in den politischen Zirkeln diskutiert. Die derzeitigen Friedenspläne setzen dagegen voraus, dass beide Seiten bereit sind die notwendigen Konzessionen zu machen und dass ein Kompromiss ein Gewinn für beide Seiten ist. Ein verblüffter BBC-Sprecher rief aus: „Du meine Güte, es ist so einfach, man könnte es mit einer einfachen E-Mail lösen!“ Oder wie es Jeremy Ben Ami ausdrückte: „Es bräuchte 60 Sekunden, um eine grundlegende Lösung zu finden.“ Aber es ist nur einfach, wenn man glaubt, die Araber würden ihr eisernes Nullsummen Spiel aufgeben, in dem jeder Gewinn Israels ein inakzeptabler Verlust an Ehre für sie ist; ihre Ehrenwächter nicht länger daran festhalten, Verhandlungen seien ein Zeichen der Schwäche, des Kompromisses, beschämend und jeder Friede mit Israel, jeder Sieg Israels, egal wie klein, sei eine Beleidigung des Islams. Während und, wesentlich bemerkenswerter, nach Oslo wurde es zu einem Glaubensgrundsatz der Politiker und Weisen, dass die alte Zeit des arabischen Irredentismus vorbei sei. So stellte ein NPR-Kommentator (während der Intifada) fest: „Jeder Palästinenser mit einem dreistelligen IQ weiß, dass Israel da ist, um zu bleiben.“

Die herablassende Weise dieser Bemerkung passt lediglich zu ihrer Fehlerhaftigkeit. Nicht nur, dass sie die gesamte Führerschaft der Hamas als Idioten ansieht, sondern sie ignoriert, wie tief das psychische Trauma Israel in der arabischen Welt geht. Khaled Ma´aschal von der Hamas, keineswegs mit einem ein zweistelliger IQ versehen, sagte Folgendes auf dem Höhepunkt der Intifada:

Morgen wird unsere Nation (Islam, nicht Palästina) auf dem Thron der Welt sitzen. … Morgen werden wir die Welt führen, das ist Allahs Wille. Bereut heute (ihr Ungläubigen) bevor euch Gewissensbisse nichts mehr nutzen. Unsere Nation schreitet voran und ihr solltet in eurem Interesse eine siegreiche Nation respektieren. … Bevor Israel stirbt, muss es erniedrigt und gedemütigt werden. Allahs Wille ist es, dass sie, bevor sie sterben täglich Demütigungen und Erniedrigungen erfahren.

Selbst bei fast vollständig verwestlichten Arabern geht die Wunde, die Israels Existenz schlägt, ungeheuer tief, ebenso der Instinkt, Israel für alle arabischen Fehler verantwortlich zu machen. Ahmed Shaikh, der Herausgeber von Al Jazeera, gibt Israel sogar die Schuld am Mangel an Demokratie in der arabischen Welt:

„An dem Tag, an dem Israel gegründet wurde, wurde die Basis für unsere Probleme gelegt. … Das liegt daran, dass wir ständig gegen Israel verlieren. Es nagt an den Menschen des Nahen Ostens, dass ein solch kleines Land wie Israel, mit gerade Mal 7 Millionen Einwohnern, die arabische Nation mit 350 Millionen Menschen besiegen kann. Das verletzt unser kollektives Ego. Das palästinensische Problem ist in den Genen eines jeden Arabers. Das Problem des Westen ist, dass er das nicht versteht.“

Sheikh kommt nicht zu der Erkenntnis, dass ein Ende der Kämpfe gegen Israel zur Demokratie führen könnte, sondern er glaubt, wenn der Westen die Araber gegen die Israelis gewinnen ließe, dann würden sie Demokratien aufbauen.

So transparent falsch das Verständnis in der arabischen Welt für die Probleme der Demokratie ist, wie diese Aussage zeigt, so hat sie doch viele westliche Verteidiger, die eifrig ihre „rationelle Wahl der Modelle“ bewahren. Viele Post-Orientalisten haben, in der Tradition Edward Saids, den Ausbruch der Demokratien schon seit Jahrzehnten vorausgesagt, von den 90-er Jahren bis zum „Arabischen Frühling“. Somit schockierte Yasser Arafats „Nein“ in Camp David Bill Clinton, Dennis Ross und eine Öffentlichkeit, die mit der Idee, ein Friedensprozess sei eine win-win-Situation, gefüttert wurde, während jene, die mit den Werten Arafats wichtigster Ehren Gruppe vertraut waren, die Ablehnung vohrhergesagt hatten. Wenn „das was mit Gewalt genommen wurde, nur mit Gewalt zurückgeholt werden kann“, dann hätte Arafat bei den Verhandlungen nichts bekommen, was möglicherweise die Scham weggewaschen hätte, die ein Federstrich mit sich -gebracht hätte, der ein Dar-ul-Harb inmitten des Dar-ul-Islam legitimiert hätte. Das Ergebnis war, dass Arafat als Held in den Nahen Osten zurückkehrte, während Bill Clinton und Ehud Barak (und, so wird berichtet, einige jüngere palästinensische Unterhändler) trauerten.

Doch das alles spielte für Experten wie Robert Malley und Robert Wright keine Rolle; sie erklärten, welche Gründe Arafat gehabt hatte, nein zu sagen. Natürlich bedeutete die Rationalisierung der Beweggründe Arafats, den Israelis die Schuld für das Scheitern der Verhandlungen zuzuschieben und damit nachträglich auch für die Explosion an Gewalt gegen sie. Als Cherie Blair Verständnis für die Verzweiflungder Selbstmordattentäter äußerte, projizierte sie ihre liberale Weltsicht auf Menschen, die eigentlich nur nach der höchsten Ehre streben, die ihnen ihre Gesellschaft geben kann: Im Krieg zur Tötung der Juden als Märtyrer zu sterben. Die Israelis selber bieten bei dieser Umkehrung der Verantwortung stattliche Hilfe. Unfähig die Unterschiede zwischen Strategie und Taktik zu erklären, kritisieren sie beide Seiten, ein Nullsummen Spiel zu spielen, wobei aber nur ihre Seite das als Tadel betrachtet.

*****

Die politischen Folgen sind schwerwiegend. Das „rationale“ Modell nimmt an, dass die Grenzen von 1967 (Waffenstillstandslinien on 1949) der Schlüssel sind und ein Rückzug der Israelis die rationalen Forderungen befriedigen und damit der Konflikt gelöst sei. Beachtet man aber die Ehre-Scham-Kultur, legt diese nahe, dass ein solcher Rückzug noch mehr Aggressionen im Drang nach wahrer palästinensischer Ehre auslösen würde, die bedeutet: „Ganz Palästina, vom Fluss bis zum Meer.“ Um die Logik einer win-win-Lösung von Konflikten zu beschreiben, schrieb der Militärhistoriker Andrew Bacevitch kürzlich, wenn man die zu starken Israelis ein wenig schwächen würde, könnten Verhandlungen wirklich funktionieren. Da er die Politik des „Starken Pferdes“ (Recht des Stärksten) in der arabischen Kultur und ihren tiefen Groll auf das „zionistische Gebilde“ völlig übersieht, kommt er auch nicht auf die Möglichkeit, dass eine Gleichheit noch mehr Konflikte heraufbeschwören dürfte, wahrscheinlich eher dem syrischen Bürgerkrieg ähnlich denn der skandinavischen Höflichkeit, auf die er sich beruft. Die Israelis, selbst jene aus dem Friedenslager, wissen das instinktiv und widerstehen dieser Art von Konzessionen; Außenstehende und dogmatische Selbstbeschuldiger sehen in diesem Widerstand das eigentliche Problem.

Für die Israelis könnte der Irrsinn dieser abstrusen Debatte über den Zweck und die Bedeutung einer Ehre-Scham-Kultur nicht größer sein. Die Zukunft Israels hängt von der Fähigkeit ab zu verstehen, warum ihre Nachbarn sie hassen und was bei den Versuchen, mit dieser Feindschaft umzugehen funktioniert und was nicht. Es wäre eine kriminelle Nachlässigkeit, dies nicht zu beachten.

Aber das Problem geht weit über Israel und seine Nachbarn hinaus. Wie jeder, der ein wenig aufmerksam ist, weiß, vertreten die salafistischen Jihadisten, die den Islam weltweit gekapert haben, genau diese Mentalität der Ehre-Scham-Kultur in ihrer rabiatesten Form: das existentielle Drama von demütigen oder gedemütigt werden, herrschen oder beherrscht werden, ausrotten oder ausgerottet werden. Der Dar-al-Islam muss den Dar-ul-Harb erobern. Unabhängige Ungläubige (harbis) müssen spektakulär erniedrigt werden, ihre Frauen müssen vergewaltigt werden; der Islam muss die Welt beherrschen oder er geht unter. Die Sprachen der schiitischen oder sunnitischen Jihadisten haben beide denselben Ton: Ehre, Plünderungen, Herrschaft, Scham, Erniedrigung, Frauenhass, Wut, Rache, Verschwörung und die paranoide Angst vor einer Implosion.

Es ist nicht so, dass unsere Politiker – und hier meine ich nicht nur die Israels sondern des gesamten demokratischen Westens – die Dynamik der Ehre und Scham nicht beachten würden. Sie nehmen sie nur nicht ernst. Sie nehmen sie als kindische, oberflächliche Sorgen wahr, die man mit freundlichen Worten und Gesten beruhigen kann, dann werden diese guten Menschen sich wieder wie so benehmen, wie jemand, der rationale Entscheidungen trifft, und wir können auf bekannten und vernünftigen Wegen weiter machen. So war es, als Papst Benedikt von der „im Islam innewohnenden Gewalt“ sprach, was in der gesamten islamischen Welt zu gewaltsamen Aufständen führte, die den Papst in die Pflicht nahm, sich für diese Provokation zu entschuldigen. Witzigerweise konnte nur das jemanden in der muslimischen Welt davor bewahren aus Versehen getötet zu werden, getötet beim Protest dagegen, gewalttätig genannt zu werden.

Aber Kultur ist keine oberflächliche Frage von Benehmen. Im Nahen Osten ist die Ehre ein Teil der Identität. Beschwichtigungen und Konzessionen sind ein Zeichen der Schwäche. Wenn es von den eigenen Anführern praktiziert wird, kommt es zu protestierenden Ausschreitungen, beim Feind sorgt es für weitere Angriffe. Benjamin Netanjahu stoppte die meisten Siedlungsaktivitäten für neuen Monate, Barack Obama ging nach Saudi Arabien um gegenseitige Zugeständnisse zu erreichen, die er Kairo verkünden wollte, König Abdullah bekam einen Anfall und die Palästinenser stellten weitere Forderungen. Und die wenigsten fragen sich, ob man sich für die logische Basis der Verhandlungen – Land gegen Frieden – in der kulturellen Realität dieser Ecke der Welt überhaupt etwas kaufen kann. Wenn doch nur Israel etwas vernünftiger wäre…

Wenn wir den Sorgen der Araber (und der muslimischen Jihadisten) um ihre Ehre nachgeben, indem wir alles vermeiden, von dem sie behaupten, es würde sie beleidigen, glauben wir, unser Großmut und unsere Beschränkung würden irgendwann diese Extremisten dazu bringen, etwas vernünftiger zu sein. Stattdessen wird es darin enden, dass wir uns selbst zum Schweigen verdammen und uns damit mitschuldig an ihrem absolut kriegerischen Verhalten gegenüber allen „anderen“ machen, weil wir es honorieren und damit bestätigen. Es wird zu einem Schattenboxen, während wir glauben, wir würden für den Frieden arbeiten, endet es damit, dass wir die giftigste Schwäche der arabischen Welt bestätigen und munitionieren – ihre Unsicherheit, ihr Bestehen auf Alles oder Nichts bei allen Auseinandersetzungen, ihr Hang zur Rache, ihre paranoide Suche nach Sündenböcken, ihren von Scham getriebenen Hass. Und daran ist nichts Großzügiges, Rationales oder Fortschrittliches.

Richard Landes, Professor für Geschichte an der UniversitätBoston, ist Autor des Buches „Heaven on Earth: The Varieties of the Millennial Experimence.“ Er bloggt auf Augean Stables.

Wo Verteidigung Kriegsverbrechen ist…

14. Juli 2014 um 15:55 | Veröffentlicht in Araber, die Welt+Nahost, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (13.-19.07.2014)

13. Juli 2014 um 22:18 | Veröffentlicht in Araber, die Welt+Nahost, EU-Europa, Europa+Nahost, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, USA | 3 Kommentare
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(Die einzelnen Vorkommnisse sind hier.)

Sonntag, 13.07.2014:

Seit Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien haben die Terroristen mehr als 1.000 Raketen auf Israel geschossen.

Die Raketeneinschläge bei Hebron von gestern wurden von Arabern dort frenetisch gefeiert. Und auch in Israel gab es Araber, die die Sirenen ignorierten und hupend-feiernd durch die Gegend fuhren, als hätten sie gerade die Fußballweltmeisterschaft gewonnen. (Arutz-7 berichtet, dass viele Einwohner von Hebron auf die Dächer stiegen, um die Raketen zu sehen, dann aber enttäuscht waren, dass es in Tel Aviv nicht knallte.)

Die Fatah (Friedenspartner!) veröffentlicht gerne mal Videos, mit denen sie sich als Terrororganisation offenbart. Gerade fordert eines „Tel Aviv niederzubrennen).

Unter Vermittlung Ägyptens bot Israel letzte Woche der Hamas eine 40-stündige Waffenruhe „zum Abkühlen der Lage“ an. Die Hamas lehnte ab. (Dennoch wird Israel beschuldigt, keinen Waffenstillstand zu wollen – von der PA wie der Hamas!)

Die Einwohner des nördlichen Gazastreifens folgen den israelischen Warnungen und verlassen die Gegend. Die UNRWA hat Schulen geöffnet, die als Notunterkünfte dienen. Etwa 850 Palästinenser mit anderen Staatsbürgerschaften reisen über den Übergang Erez aus dem Gazastreifen aus. Die Hamas versucht die Menschen zum Bleiben zu animieren und behauptet, Israel betreibe lediglich psychologische Kriegsführung, ein Angriff sei nicht zu erwarten, man werde die Leute rechtzeitig warnen, sollte doch einer kommen.

Montag, 14.07.2014:

Stand 13:30 Uhr: Seit dem 8. Juli sind 38 im Gazastreifen abgeschossene und für Israel gedachte Raketen noch innerhalb des Strips eingeschlagen und haben die eigene Bevölkerung gefährdet (oder sogar geschädigt).
Innerhalb der letzten 6 Tage schossen die Terroristen mehr als 971 Raketen auf Israel – das sind mehr als 161 pro Tag.
Gestern waren es 130 Raketen – etwa ein alle 10 Minuten.
Die IDF griff 204 Terrorziele an; 12 Terroristen wurden getroffen.

Bilanz 17:30 Uhr: Die IDF hat bisher heute mehr als 100 Terrorziele beschossen; seit Beginn der Kampfhandlungen wurden somit 1.535 Ziele eliminiert. Zu den Zielen heute gehörten 33 Abschussrampen, 8 Raketenwerkstätten, 4 als Kommandoposten genutzte Privathäuser und 7 Terrortunnel. Darüber hinaus beschoss die Marine mehrere Abschussorte für Mittelstreckenraketen.
Die Terroristen schossen in der Zeit seit letzten Montag mehr als 1000 Projektive Richtung Israel; von diesen wurden 201 vom Abwehrsystem abgefangen, 745 schlugen auf israelischem Boden ein. (das bedeutet, das eine ganze Reihe noch im Gazastreifen explodierten und man nicht weiß, welchen Schaden sie dort anrichteten.)

Der Chef des Palästinensischen Islamischen Jihad, nach eigenen Worten in ständigem Kontakt mit Ismail Haniyeh, lehnte eine Waffenruhe zu Israels Bedingungen ab. Israel müsse die Blockade aufheben und die Übergänge öffnen.

Die Hamas ließ wissen, dass sie an einem Waffenstillstand nicht interessiert sei, außer Israel erfüllt alle ihre Forderungen (sprich: kapituliert).

Arbeiter der Israeli Electric Company in Schutzkleidung wurden bei Reparaturen nahe des Gazastreifens gesehen. Die IEC gibt aber an, dass nur die Stromversorgung für Israelis wiederhergestellt wird, nicht für den Gazastreifen.

Steinmeier ist in Jordanien. Er hatte der Hamas etwas zu sagen, während sein jordanischer Kollege darauf konzentrierte Israel zu verurteilen. Dem trat Steinmeier nicht entgegen, redete dafür – eigentlich zusammenhanglos, weil für die aktuellen Kämpfe irrelevant – das alte Mantra der Zweistaatenlösung vor sich her.

Hoffentlich bekommt er keinen Ärger: Der Mukhtar (religiöse Führer) des Jerusalemer Stadtteils Sur Baher pries Israel dafür, dass es seine arabische Bevölkerung und die Al-Aqsa-Moschee so gut gegen die Raketen der Hamas verteidigt.

Aus den USA kam die Warnung, Israel solle nicht in den Gazastreifen einmarschieren; das würde zu viele Zivilisten gefährden.

François Hollande großzügig: Israel kann sich verteidigen, wenn es angegriffen wird. Und dann wird sofort eingeschränkt – es soll gefälligst Zurückhaltung üben.

Dienstag, 15.07.2014:

Die IDF installierte Montagabend die insgesamt neunte Batterie Eiserne Kuppel.

Raketenzähler: Innerhalb von einer Woche haben die Terroristen 1.088 Raketen auf Israel geschossen (stand Montagabend). Seit 2001 sind es 15.200 alleine aus dem Gazastreifen. In der letzten Woche fing die Eiserne Kuppel 191 Raketen ab. Heute waren es seit 9 Uhr 76 Raketen, von denen 9 abgefangen wurden (Stand 17:30 Uhr).
Gegen 19:30 Uhr waren es 125 Raketen, die die Terroristen heute nach Israel schossen. Die Eiserne Kuppel fing 20 ab. Rund 100 schlugen in Israel ein.

Bilanz ca. 17:30 Uhr: Angriffe der IDF auf Hamas-Tunnel, 20 versteckte Raketenabschussrampen, Waffenlager und weitere operationale Infrastruktur. Die Gesamtzahl der am Nachmittag beschossenen Ziele beträgt 30.

Die Ägypter hatten zwar gesagt, sie würden nicht vermitteln; aber trotzdem hatten sie jetzt eine Waffenruhe vorgeschlagen, die ab 9 Uhr heute Morgen gelten sollte. Das israelische Kabinett hat den Vorschlag angenommen. Die Hamas nicht.
Die Fatah legte übrigens so viel Wert darauf, dass sie sich auch nicht an die Waffenruhe gehalten hat, dass sie eine Bekennerschreiben zu Raketenangriffen innerhalb dieser 6 Stunden herausgab – sie hatte u.a. auf den Übergang Erez geschossen, bei dem ein Israeli starb.

Geheimdienstinformationen zeigen, dass die Hamas Waffenlager und Terrorzentren in Moscheen versteckt bzw. lagert und von dort aus verteilt und schießt.

Die Hamas feiert ihren feigen Terroranschlag auf einen israelischen Schulbus am Gazastreifen, bei dem ein 16-jähriger getötet wurde. Der Gruß: „Wir werden Feiglinge wie dich jagen.“ Dazu sangen dann Schulmädchen in Gaza: „O geliebter Qassam-Kämpfer, schlag, schlag Tel Aviv.“

Mittwoch, 16.07.2014:

Raketenbilanz (ca.21 Uhr): 74 Raketen aus dem Gazastreifen schlugen in Israel ein, weitere 29 wurden von der Eisernen Kuppel abgefangen. Bis 22 Uhr stieg die Tageszahl auf 94 Raketen, von denen 7 in Aschdod und 19 in Aschkelon einschlugen.
Stand 9 Uhr: Seit dem 8. Juli haben die Terroristen 1,248 Raketen auf Israel geschossen – mehr als 145 pro Tag.
Während der letzten 9 Tage schlugen mindestens 100 Raketen der Terroristen noch im Gazastreifen ein.
Angriffsbilanz (ca. 17 Uhr): ca. 50 Angriffe vor allem im nördlichen Gazastreifen, wo die Menschen vor den Angriffen gewarnt worden waren. (Die Hamas hatte den Menschen wieder gesagt, sie sollten die Warnungen ignorieren.)
Die Araber meldeten bis zum Morgen insgesamt 204 Tote seit Beginn der Operation.

Die Hamas macht einen Waffenstillstandsvorschlag: Freilassung aller erneut verhafteten Terroristen, die gegen Gilad Shalit ausgetauscht worden waren; Öffnung aller Grenzübergänge; Israel darf keinerlei Aktivitäten der „Einheitsregierung“ stören. Ein Hamas-Vertreter reiste nach Kairo, um die Liste der Forderungen vorzulegen.

Während Israel den Arabern Warnungen schickt, damit die sich in Sicherheit bringen können, schickt die Hamas Israelis Drohungen. In den SMS-Botschaften wird behauptet, Israel sei „rechtlich verpflichtet“ die Hamas-Raketen zu tolerieren, bis es den Waffenstillstandsforderungen der Terroristen nachgibt.

Netanyahu hat den stellvertretenden Verteidigungsminister Danny Danon gefeuert, die Meinungsverschiedenheiten waren zu groß und Danon war kriegerischer als Netanyahu ertragen konnte. Die Hamas erklärt die Entlassung zu einem Sieg für sie.

Bashar al-Assad beschimpfte die arabischen Staaten, weil sie keine Kampftruppen in den Gazastreifen schicken, um die Terroristen zu unterstützen.

Donnerstag, 17.07.2014:

Raketenzähler:
– Stand 10:00 Uhr: Seit dem 8. Juli schossen die Terroristen 1.381 Raketen nach Israel – durchschnittlich mehr als 145 pro Tag.
– ca. 20:00 Uhr: Seit Ende der offiziellen Waffenruhe schossen die Terroristen mehr als 100 Raketen auf Israel.
abgefangene Terrorraketen:
– ca. 19 Uhr: Seit Ende der offiziellen Waffenruhe wurden 13 Terrorraketen abgefangen.
IDF-Bilanz (ca. 7:00 Uhr): 190 Angriffe auf Terrorziele innerhalb der letzten 24 Stunden; 2.200 während der gesamten Operation, davon (Stand 20:30 Uhr) 30 nach der offiziellen Waffenruhe.
– Stand 21:25 Uhr: insgesamt wurden heute 28 Raketen abgefangen.

Die UNRWA fand versteckte 20 Raketen in einer ihrer Schulen. Diese „wurden entfernt und die entsprechenden Parteien informiert“.

5. Kolonne: Die arabische Knesset-Abgeordnete Hanin Zoabi ist gegen den Waffenstillstand am Gazastreifen. Sie fordert eine „Belagerung Israels“ statt Verhandlungen und „Widerstand“ (= Terror) statt Sicherheitskoordination.

Die EU-Führung ließ wissen, dass sie nicht nur die Raketen auf Israel verurteilt. „Die Europäische Union verurteilt die Ermordung unschuldiger Zivilisten in Gaza während israelischer Militäroperationen.“ (Dass die Hamas ihre Bevölkerung als menschliche Schutzschilde missbraucht, bleibt völlig unerwähnt.)

Der Libanon reichte bei der UNO Beschwerde gegen Israel ein, weil die IDF nach Raketenbeschuss aus dem Land „zwischen dem 11. und 14. Juli 102 Granaten in den Libanon“ schoss.

„Beim nächsten Mal“, tönt die Hamas, „werden wir nach Israel einmarschieren“ und das „befreite Land erweitern“. Dann werde man auch „einige Überraschungen“ für Israel haben.

Die Jerusalemer Straßenbahn wird jetzt von einer Drohne aus beobachtet. Sollten sich wieder Täter an ihr zu schaffen machen, können sie sofort angegangen werden.

Freitag, 18.07.2014:

Zahlen:
ca. 7 Uhr: 14 Terroristen wurden „neutralisiert“, 30 Raketenwerfer zerstört, 9 Tunnel beschossen; insgesamt wurden 103 Terrorziele getroffen.
– Seit Beginn der Operation in der Nacht wurden 17 Terroristen im Kampf getötet; weitere 13 andere ergaben sich.
ca. 13 Uhr: bisher wurden durch die Bodenaktionen im Gazastreifen 21 Raketenwerfer und 4 Tunnel beschossen.
ca. 20:00 Uhr: Seit Mitternacht schossen die Terroristen 105 Raketen auf Israel; 73 schlugen ein (3 davon in bewohnten Gegenden), 29 abgefangen.

Israel gab bekannt, dass das Ziel der Offensive die Wiederherstellung der Ruhe sei, nicht der Sturz der Hamas.

Die Hamas-Regierung im Gazastreifen hat Anweisungen an die Aktivisten in den sozialen Medien gegeben: Nennt die Toten immer „unschuldige Zivilisten“; stellt keine Fotos von aus zivilen Bevölkerungszentren geschossenen Raketen ein. Hm, warum wohl?

Der Friedenspartner: Fatahs „militärischer Zweig“, die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden, prahlen damit, dass sie aus dem Gazastreifen Raketen nach Israel schossen – und das weiter tun werden.

Die IDF hat einige Fotos von Tunneln veröffentlicht, die sie im südlichen Gazastreifen entdeckt hat.

Der Dummschwätzer von der Turtle Bay: Ban Ki-moon forderte Israel auf mehr zu tun, um (pal-arabische) Zivilisten zu schützen.
Die US-Regierung will da nicht zurückstehen: Die Israelis würden nicht genug tun, um zivile Tote zu vermeiden, gab Außenamtssprecherin Psaki zu Protokoll. Kerry schob nach, dass die Aktionen auf die Zerstörung der Terrortunnel beschränkt werden sollten.

Sami Abu-Zuhri von der Hamas geht wohl der A… auf Grundeis; er nannte Netanyahu „zu feige einen richtigen Bodenkrieg zu führen und Gaza wird ein Friedhof für die Invasoren“. Darüber hinaus beschwerte er sich, die arabischen Regierungen würden „uns im Stich lassen“.

Ultralinke Israelis und Araber kamen mit einem „Friedensbus“ nach Sderot. Dort wurden sie von erbosten Einwohnern verbal so heftig empfangen („Ihr lauft durch unser Blut, geht nach Gaza“), dass sie auf dem Fuß umdrehten und die Stadt wieder verließen.

Das Militär hat beobachtet, dass Hamas-Terroristen Krankenwagen als Transportmittel nutzen, in denen sie zusammen mit Kindern fahren (Stichwort: menschliche Schutzschilde).

Klar doch, was sonst: Die PA behauptet jetzt, der „Islamische Staat“ (die Terror-Islamisten, die große Bereiche Syriens und des Irak erobert haben) werden von „jüdischem Extremismus geführt“ und von den USA als Mittel genutzt einen „innerpalästinensischen Bürgerkrieg zu schüren“.

Samstag, 19.07.2014:

Zahlen:
– Freitag, 18.07.2014: 240 Terrorziele beschossen, 10 Tunnel entdeckt, 137 Raketen aus dem Gazastreifen abgefeuert, 87 Raketen trafen Israel, 40 wurden abgefangen
– Die Araber geben seit dem 8. Juli bis heute Morgen 290 Tote im Gazastreifen an, allei Freitag 55; 1 Soldat wurde direkt durch Terroristen getötet, ein weiterer offenbar durch fehlgeleitetes eigenes Panzerfeuer. In Israel starben bisher 2 Menschen an Herzinfarkt während Raketenalarm
– Stand 14:30 Uhr: Soldaten deckten heute bisher 3 Tunneleingänge auf.
– Stand 17:30 Uhr: den Tag über schlugen 57 Raketen in Israel ein, 9 weitere wurden abgefangen.
– ca. 19:30 Uhr: Die Zahl der Toten im Gazastreifen wird inzwischen mit 342 angegeben.
– ca. 19:45 Uhr: innerhalb der letzten 24 Stunden wurden insgesamt 12 Soldaten verletzt.
– ca. 20:00 Uhr: Heute wurden insgesamt bisher 20 Terror-Tunnel entdeckt.
– Die IDF gibt am Abend an, dass seit Beginn der Bodenoffensive 70 Hamas-Terroristen getötet wurden.

Qatar hat einen Waffenstillstandsvorschlag vorgelegt, der die meisten Forderungen der Hamas übernimmt. Er wurde offenbar vor der Bodenoffensive erarbeitet und wird weithin abgelehnt.

Ägypten ist nicht bereit seinen Waffenstillstandsvorschlag zu ergänzen; dieser erfülle die Bedürfnisse aller Seiten (die Hamas hatte ihn vehement abgelehnt).

Baroness Ashton forderte wieder: „beide Seiten“ sollten sofort einem Waffenstillstand zustimmen. (Hm, ist sie da nicht etwas ungenau? Wer lehnt denn einen Vorschlag nach dem anderen ab?)

Ein „Humanitärer Offizieller“ behauptet, Israel habe bei der Bodenoffensive im Gazastreifen Saringas eingesetzt.

Klar, wer schuld ist, oder? Der französische Außenminister Fabius hatte ein Gespräch mit Netanyahu. Hinterher sagte er, die Versuche einen Waffenstillstand zu erreichen, seien gescheitert. (Müsste er da nicht auch mit den Terroristen reden?)

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Jordanischer Politik-Analyst Bassam Badareen zu den entführten israelischen Teenagern: Es gibt in Israel keine Kinder, alle sind Soldaten

2. Juli 2014 um 13:13 | Veröffentlicht in Araber, Medien+Nahost, Nahost-Konflikt | Hinterlasse einen Kommentar
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MEMRI TV, 22. Juni 2014

Während einer Talkshow im jordanischen Sender Roya TV mit einer Diskussion über die aktuelle Entführung dreier israelischer Jugendlicher sagte der Politik-Analyst Bassam Badareen: „Ich glaube, dass es in Israel keine Kinder gibt… Ich glaube, dass sie prinzipiell Soldaten sind, nicht Kinder.“ Badareen ist ehemaliger Leiter des jordanischen Büros der Londoner Zeitung Al-Quds; er sagte weiter, die israelische Armee und Siedler „sind Experten beim Schmuggel von Waffen und Drogen, der Verbreitung von Prostitution und des Sähens von Korruption unter den Palästinensern“.

Es folgen Auszüge aus der Talkshow, die am 22. Juni 2014 ins Internet gestellt wurde:

Moderator: Manche sagen, die entführten [drei Israelis] seien Kinder. Ihre Identität ist nicht klar. Einige sagen, sie seien Teenager, andere sagen, sie seien Soldaten. Inwieweit ist der Zeitpunkt dieser Operation wichtig?

Bassam Badareen: Ich glaube, dass es in Israel keine Kinder gibt. Ich sage das als Sache des Prinzips. Dieses rassistische, kolonialistische, expansionistische Land…“

Moderator: Sie kennen die Bedeutung des Wortes „Kinder“ nicht…

Bassam Badareen: Würden sie sie kennen, würden sie die Palästinenser nicht so behandeln, wie sie es tun. Sie trainieren ihre Kinder im Umgang mit Waffen ab dem Alter von 7 Jahren. Wir wissen, tatsächlich alle Israelis Soldaten sind.
Um dem die Spitze aufzusetzen, sind [die drei Entführten] Siedler. Ich glaube, dass sie prinzipiell Soldaten sind, keine Kinder.

Wir sehen ständig Bilder von Kindern, insbesondere Siedlern, die Waffen abfeuern. Dutzende verletzte Palästinenser wie auch Märtyrer wurden von [israelische] schießenden Kindern getroffen.

Entsprechend einem Szenario, das von der israelischen Presse und vielen anderen Quellen diskutiert wurde, waren Drogenschmuggel-Banden beteiligt. Es gibt viele weitere Szenarien. In der Gegen, in der sie entführt wurden, grassieren kriminelle Aktivitäten. Die israelische Besatzungsarmee, die Siedlerbanden und die Siedlerjugend sind Experten des Schmuggels von Waffen und Drogen, in der Verbreitung von Prostitution und beim Säen von Korruption unter den Palästinensern, in Jerusalem, in Hebron und andernorts und sie haben palästinensische Komplizen.

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