Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (26.10.-01.11.2014)

26. Oktober 2014 um 22:38 | Veröffentlicht in Araber, EU-Europa, Europa+Nahost, Israel, Jerusalem, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO, USA | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 26.10.2014:

Syrien behauptet (mal wieder), Israel würde terroristischen Gruppen in Syrien unbegrenzte Unterstützung geben.

Drohung aus dem Hamas-Politbüro: Wenn der Wiederaufbau von Gaza irgendwie zu langsam geht, dann wird Israel als erstes den Preis dafür zahlen. (Merke: „als erstes“ heißt, dass noch andere terrorisiert werden sollen.) Die Gazaner würden „die Region sprengen“.

Die Hamas hat ihren achten Raketentest seit Ende des letzten Gaza-Kriegs durchgeführt. Es war der dritte Schuss innerhalb der letzten vier Tage.

Eine junge Frau, die durch den Autoanschlag an der Straßenbahn-Haltestelle verletzt wurde, ist gestorben.

Der inoffizielle Baustopp in Judäa und Samaria ist anscheinend aufgehoben worden; es soll Pläne für 12 neue Straßen und 3 Studentenheime geben, außerdem sollen 2000 Wohnungen genehmigt worden sein.

Drohung aus Jordanien: Die Siedlungsaktivitäten der Israelis könnten den seit 20 Jahren bestehenden Friedensvertrag mit dem Königreich „in Gefahr bringen“.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Ägypten hat nach den massiven Anschlägen im Sinai in der letzten Zeit aus Sicherheitsgründen die indirekten Gespräche zwischen Israel und der Hamas „verschoben“ (wohl eher vorläufig abgesagt, einen neuen Termin gibt es nicht, obwohl anscheinend Ende November angestrebt ist). Nach Angaben der Ägypter sind viele Gaza-Militante an der terroristischen Gewalt im Sinai beteiligt.

Montag, 27.10.2014:

Die offizielle PA-Tageszeitung al-Hayat al-Jadidah verkündete, dass der Mord an der Straßenbahn in Jerusalem ein Verkehrsunfall gewesen sei, den Israel dazu benutzte, die Gewalt in Jerusalem zu eskalieren. Also genau umgekehrt, wie es wirklich war.

Die Mutter des Auto-Terroristen vom letzten Mittwoch: „Allah sei gepriesen, er ist ein Märtyrer.“
Die offizielle Internetseite der Fatah bezeichnet den Auto-Terroristen als „heiligen Märtyrer“.

Der Jerusalemer Bürgermeister hat zählen lassen. Vor der Operation „Fels in der Brandung“ gab es in Jerusalem ca. 200 (Terror-)Ereignisse pro Monat. Im Moment beträgt die Anzahl rund 5000!

Die EU droht weiter: Sollte Israel weiter in „Palästina“ (einschl. „Ost“-Jerusalem) bauen, dürften die Wirtschaftsbeziehungen gekappt werden. Die Bautätigkeit stelle Israels Friedenswillen infrage.
Auch das US-Außenministerium schimpft wieder: Jenseits der Grünen Linie zu bauen ist „nicht kompatibel mit Israels erklärten Ziel in einer friedlichen Gesellschaft zu leben“. Aha. Die Forderungen ständig zu erhöhen und Israelis zu ermorden aber wohl?

Dienstag, 28.10.2014:

Der Bürgermeister von Jerusalem besuchte den Tempelberg. Die Araber schäumen; das sei ein „charakteristischer Publicity-Stunt“, nicht mit ihnen koordiniert; er habe die heilige Stätte „gestürmt“. Anders als PA-Premier Rami Hamdallah gab er nicht an, dass irgendwer nichts auf dem Tempelberg zu suchen hat oder ihm der Zugang kategorisch verboten werden müsse.

Innerhalb von 3 Tagen sendete das PA-Fernsehen neunzehnmal Abbas‘impliziten Aufruf zur Gewalt („Verteidigung“ des Tempelbergs, Juden sind Vieh, das nichts dort zu suchen hat). Seltsam, dass es in den letzten Tagen so viel Krawall, Randale und zwei ermordete israelische Zivilisten gab?

Ein neues Computerspiel der PalAraber lehrt die Spieler: bewaffneter Widerstand ist alleine sinnvoll, keine Verhandlungen!

Mahmud Abbas forderte wegen der ständigen Gewalt in Jerusalem eine Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats – wegen „israelischer Aggression“, die für die Randale verantwortlich sein soll. Hat ja auch überhaupt nichts mit der antijüdischen Hetze der PA zu tun…
J
ordanien will im Auftrag der PA eine Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats beantragen, weil Israel in Jerusalem bauen will.

Netanyahu geht in die Gegenoffensive: Er forderte, dass die UNO die Hamas zur Terrororganisation erklärt.

Mittwoch, 29.10.2014:

Friedensvertragspartner Jordanien: Der jordanische Parlamentspräsident erklärte, Israels „Aggression“ sei schlimmer als die von ISIS.

Der Sprecher der PA-Sicherheitskräfte verlor seinen ihm von Israel gegebenen VIP-Status, nachdem er Premierminister Netanyahu als gefährlicher als ISIS-Führer Al-Bagdadi bezeichnete. Der Mann war für seine hetzerischen Äußerungen bekannt und mehrfach gewarnt worden sich zu mäßigen.

Die Stadtverwaltung von Jerusalem hat begonnen eine Aufklärungseinheit aufzustellen, die u.a. mit Beobachtungsballons die Polizei und weitere Sicherheitsorgane bei der Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung unterstützen soll.

Angestiftet von der PA und Jordanien verurteilte die UNESCO die „israelischen Störungen und Unruhen im ‚besetzen Jerusalem‘“.

Mahmud Abbas: „Wir fordern nicht zu einer neuen Intifada auf.“ (Klar, es reicht ja, wenn der „stille“ Terror herrscht und die PalAraber schön regelmäßig Steine und Molotowcocktails werfen. Man muss dem Kind nur den Namen vorenthalten und schon ist alles „friedlich“.)

Die Hamas-Zeitung Filistin bringt wieder mal eine Artikelserie, die beweisen soll, dass das Judentum die religiöse Basis für Gewalt und Terrorismus liefert, weshalb Juden brutal morden und vernichten. Und angeblich würde die muslimische Welt die Gefahr durch die Juden ignorieren. (Wieder ein Fall von Projektion: die behaupten von Juden, diese würden das Verhalten an den Tag legen, das die Islamisten tagtäglich vorleben.)

Donnerstag, 30.10.2014:

Die offizielle PA-Nachrichtenagentur WAFA bezeichnete den Mann, der Yehuda Glick ermorden wollte, als „Märtyrer“.

Der Palästinensische Islamische Jihad beansprucht die Verantwortung für den Mordanschlag auf Yehuda Glick.

Mahmud Abbas behauptete, die PA habe Israel schon anerkannt, aber nicht als jüdischen Staat.

Die Fünfte Kolonne: MK Ahmed Tibi behauptet, Netanyahu wolle einen religiösen Krieg vom Zaun brechen. Die Al-Aqsa-Moschee zu schließen sei eine Provokation der gesamten muslimischen Welt.

Die Al-Azhar-Universität in Kairo schimpfte ebenfalls (nachdem das Plateau nur für Muslime eingeschränkt wieder geöffnet wurde) und nannte die Sperrung „barbarisch“.

Ein Terroranschlag auf israelische und jüdische Ziele wurde in Peru in letzter Minute verhindert. Die Terroristen gehören der Hisbollah an.

Freitag, 31.10.2014:

Friedenspartner PA/Fatah: Der Minister für Häftlingsangelegenheiten pries den Terroristen, der Yehuda Glick töten wollte, als „Helden der Verteidigung der Freiheit“.

Friedensvertragspartner Jordanien: Die Regierung drohte den Friedensvertrag mit Israel zu kündigen, nachdem der Tempelberg vorläufig für Juden und Muslime gesperrt wurde, um die Lage unter Kontrolle zu halten. Israel verletze den Friedensvertrag mit solchen Verboten. Israel sei ein „terroristischer Staat“.

Jerusalemer Araber geloben, dass die Krawalle mit gewalttätigen Angriffen auf Juden weiter gehen werden. Es soll keine friedliche Lösung geben. Sie reden von einer Intifada, die im Gang ist.

Die Fünfte Kolonne: MK Ahmed Tibi befand lautstark, der Tempelberg gehöre nur den Muslimen, Juden keine Rechte dort hätten. Wenn Juden dort beten, sei das ein Missbrauch des Konzepts der gleichen Rechte für alle.

Ismail Haniyeh von der Hamas droht Israel wegen des Tempelbergs zu bekämpfen und ihm nicht erlauben zu handeln, wie es wolle.

Mahmud Abbas hetzt bei den Amerikanern: Israel eskaliere die Lage in Jerusalem und wird mehr Gewalt und Extremismus verursachen. Die USA sollten Israel stoppen.

Heckmeck:
John Kerry wird sich mit Saeb Erekat treffen, um den „Friedensprozess“ wieder in Gang zu bringen.

Der Islam existiert nur durch Mord

24. Oktober 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in Araber, Islam+Islamismus, Muslime | Hinterlasse einen Kommentar
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Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (19.-25.10.2014)

19. Oktober 2014 um 21:23 | Veröffentlicht in Araber, Israel, Jerusalem, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 19.10.2014:

Aktuelle Verleumdungen durch die PA-Medien:
– Israel vergiftet palästinensische Wasserbrunnen
– Juden benutzen das Blut palästinensischer Kinder zum Backen von Matzen
– „Die Protokolle der Weisen von Zion“ sind ein authentisches Buch.

Und warum sollte man das bezweifeln? Die Hamas gibt an, dass sie schon wieder kräftig dabei ist ihre Tunnel nach Israel zu buddeln.

Montag, 20.10.2014:

Die PA lehrt ihre Kinder und Jugend via Fernsehen: Haifa, Jaffa, Akko. Das ist unser besetztes Land, das Land von 1948, das Israel 1948 besetzte… So Allah will werden es eines Tages zu uns zurückkehren und nicht unter Herrschaft der Besatzung sein.

Hamas prahlt weiter, dass sie schon dabei ist ihre Tunnel wieder zu bauen. Die Welt ignoriert es…

Heckmeck:
– Ein offizieller Hamas-Vertreter in Ägypten sagt, dass die indirekten Gespräche mit Israel in einer Woche beginnen werden.

Dienstag, 21.10.2014:

Friedenspartner Jordanien: König Abdallah erklärte „zionistische Extremisten“ auf eine Stufe mit dem „Islamischen Staat“. Denn: „Alle fünf Minuten wollen die Israelis unsere Kinder in Gaza und Jerusalem töten.“ Daneben fordert er Israel dringend auf, dass vorgeschlagene Gesetz nicht zu erlassen, das Juden das Beten auf dem Tempelberg erlauben würde.

Mahmud Abbas verschärfte die Gesetze gegen den Verkauf von Land an Juden.

Wegen der „stillen Intifada“ wird die Polizei in Jerusalem eine Sondereinheit zur Bekämpfung der Gewalt aufstellen.

Mittwoch, 22.10.2014:

Saeb Erekat drohte schon wieder, die PA würde die Sicherheitskooperation mit Israel einstellen.

Vor etwa zwei Monaten verübte ein Araber einen tödlichen Anschlag mit einem Bagger auf Israelis aus. Er fuhr absichtlich einen Bus um und versuchte weiteren Schaden anzurichten. Ein Polizist in Zivil und außer Dienst erschoss ihn, als er ihn anders nicht stoppen konnte. Die Familie des Terroristen hat jetzt Klage eingereicht; sie behauptet, der Anschlag sei ein Unfall gewesen und verlangt NIS2,5 Millionen Entschädigung.

Die Charakterschweine von der Hamas begrüßen den Tod des jüdischen Babys nach dem Anschlag des terroristischen Autofahrers auf Fußgänger. Das sei nur „die natürliche Reaktion auf die Verbrechen der Besatzung und des Einmarsches der Juden in unser Land“.

Donnerstag, 23.10.2014:

Der Terrorist, der gestern das Baby totfuhr, machte in den sozialen Medien aus seinem Judenhass keinen Hehl; ebenso wenig aus seiner Lust Terror zu verüben.

Ein führender Mitarbeiter von Mahmud Abbas pries den Mord an dem Baby gestern und lobte den Mörder als Helden. Die Hamas findet den Mord sowieso völlig in Ordnung – eine „natürliche Reaktion auf Israels Politik“.
WAFA (die offizielle „Nachrichten“-Agentur der PA) gab übrigens an, dass der Terroranschlag ein Unfall gewesen sei – während ein Unfall in der „Westbank“, bei dem ein arabisches Mädchen zu Tode kam, ein gezielter Mord gewesen sein soll.

Es gibt ein Überwachungsvideo vom Mordanschlag an der Straßenbahn-Haltestelle. Ein weiteres Video gibt es von der Kreuzung; es zeigt, wie der Terrorist mit seinem Auto auf den Haltestellen-Bahnsteig „einbiegt“.

Die PA will auf jeden Fall und unter allen Umständen ihre Pläne bei der UNO vorantreiben, egal, wie viel Druck die USA machen.

Wegen der angespannten Sicherheitslage ist der Zugang zum Tempelberg morgen für muslimische Männer auf 40 Jahre aufwärts beschränkt.

Freitag, 24.10.2014:

Hanin Zoabi hat es wohl endgültig übertrieben. Die Königin der boshaften Hetze gegen Israel wollen 85% der Israelis nicht mehr im Land sehen. In der Knesset wird von der Partei Yisrael Beteynu ein Gesetzesentwurf vorbereitet, mit dem Zoabi die israelische Staatsbürgerschaft entzogen werden soll.

Zum sechsten Mal in jüngster Zeit hat die Hamas eine Rakete getestet und sie dazu ins Mittelmeer geschossen.

Samstag, 25.10.2014:

Auf Facebook wird ein arabisches Poster verbreitet, das die PalAraber ermutigt ihre Autos als Terrorwaffe zu nutzen. Innerhalb von 14 Stunden erhielt der Eintrag 7.000 Likes.

Aufforderung-zum-Auto-Jihad

Nazi-Propaganda (01)

15. Oktober 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in Araber, Islam+Islamismus, Muslime | Hinterlasse einen Kommentar
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Nazi-Propaganda-heute

Der Feind meines Feindes ist mein Feind

14. Oktober 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Araber, die Welt+Nahost, Islamstaaten, Muslime, Palästinenser, USA | 1 Kommentar
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Yoram Ettinger, Israel HaYom, 3. Oktober 2014

Die Vorstellung, dass der Feind meines Feindes mein potenzieller Verbündeter ist, liegt der westlichen Politik des Jahres 2014 gegenüber dem Iran zugrunde – dieser ist ein Feind des Islamischen Staats. Sie lag der US-Politik gegenüber Iraks Saddam Hussein – dem Feind des Iran – bis zu seiner Besetzung Kuwaits am 2. August 1990 zugrunde.

Die unverantwortliche Politik 1990 dem Irak gegenüber löste einen konventionellen Konflikt aus, der den US-Steuerzahler $1,25 Billionen kostete, 4.500 militärische Tote der USA, ein Anschwellen islamischen Terrorismus gegen die USA und einen dramatische Destabilisierung des Persischen Golfs. Die fehlgeleitete Charakterisierung des Iran könnte einen atomaren Konflikt schaffen – mit Mega-Billionen Dollar Kosten für den US-Steuerzahler, einem nie da gewesenen Level an Todesopfern, einer Sturmflug an globalem islamischem Terrorismus gegen die USA und tektonischen Eruptionen des Irrsinns über den gesamten Globus.

1989/90, gegen Ende des Irak-Iran-Krieges, stellte die US-Administration Iraks Saddam Hussein – den Feind des Feindes der USA, des Iran – als potenziellen Verbündeten dar, was Bagdads strategische Möglichkeiten über ein geheimdienstliches Informationsaustausch-Abkommen, Lieferung sensibler Dual-Use-Systeme und der Verlängerung von $5 Milliarden Darlehens-Garantieren verbesserte. Statt Saddams regionale Manövrierfähigkeit und inhärenten, gewalttätigen, megalomanischen Expansionismus zu beschränken, entschied sich die US-Administration Saddams im Kern imperialistische, schurkische, radikale Anti-USA-Ideologie zu ignorieren, die den Irak-Iran-Krieg auslöste.

Der große historische, ideologische, komplexe Kontext wurde von einer eng gefassten und simplizistisch gestalteten Tagespolitik übernommen. Die Leichtfertigkeit des „der Feind meines Feinds ist mein potenzieller Verbündeter“ wurde durch intensiven diplomatischen Verkehr zwischen den USA und dem Irak unterstrichen. Ein Beispiel ist Saddams Treffen mit Botschafterin April Glaspie am 25. Juli 1990, das Saddam überzeugte, er könne ungestraft in Kuwait einmarschieren.

Damit führte eine abwegige US-Politik zur Plünderung Kuwaits durch den Irak und folglich zum ersten Golfkrieg (1991), zum Zweiten Golfkrieg (2003-2010) mit seinen verheerenden Kosten und möglicherwiese zu einem dritten Golfkrieg.

Der Sieg des Wunschdenkens über die Realität war auch die Grundlage für Israels Politik von 1993 gegenüber der PLO – dem Feind der Hamas – von der gutgläubig erwartet wurde, dass sie sich auf Israels Seite im Krieg gegen den palästinensischen Terrorismus schlagen würde, als Gegenleistung für die beispiellosen territorialen Zugeständnisse Israels im Oslo-Prozess. Stattdessen ist Israel seit 1993 Opfer einer nie da gewesenen Welle antiisraelischen PLO/Hamas-Terrorismus gewesen, verstärkt durch tagtägliche Hass-Bildung und Hetze in Mahmud Abbas‘ Schulen, Moscheen und Medien, sowie ein starker Anstieg des Terrorismus von 2000 bis 2003, die Übernahme des Gazastreifens durch die Hamas 2006, die Kriege 2012 und 2014 gegen den palästinensischen Terrorismus im Gazastreifen.

Die Annahme „der Feind meines Feindes ist mein potenzieller Freund“ unterschätzt die folgenden endemischen, einzigartigen Charakterzüge des Iran der Ayatollahs und Mullahs: die zwanghafte, den Kern bildende, islamische, herrenmenschliche, megalomane, gegen Nichtgläubige gerichtete, antiamerikanische Ideologie; die Wahrnehmung der USA als „großer Satan“ und Haupthindernis für einen imperialen islamischen Iran; die innigen militärischen Verbindungen mit Amerikas Feinden und Gegnern; die Förderung globalen antiamerikanisch-jihadistischen Terrorismus, einschließlich dem im Irak und Afghanistan; eine 30-jährige Erfolgsbilanz der Nichteinhaltung und Täuschung in ihren Verhandlungen mit dem Westen; die Schlüsselrolle des iranischen Präsidenten Hassan Rouhani bei der Täuschung des Westens; die klare und gegenwärtige Gefahr, die ein atomarer Iran für das Überleben von Saudi-Arabien und anderen proamerikanischen, Öl produzierenden arabischen Regime und der globalen und inneren Sicherheit, nationalen Sicherheit und Wirtschaft; der Einfluss der iranischen Besatzung der schiitischen Teile des Irak auf die Stabilität am Golf; die ungeheuerlichen Menschenrechtsverletzungen durch Irans tyrannisches, skrupelloses Minderheitsregime, das während des irakisch-iranischen Kriegs 500.000 Kinder in Minenfelder schickte, um diese zu räumen; und die Ineffektivität von Sanktionen sowie jeglicher diplomatischer Option, wenn sie auf Schurkenregime angewandt werden, die auf Dominanz aus sind und friedliche Koexistenz ablehnen.

Die Weltsicht des „Der Feind meines Feindes ist mein potenzieller Verbündeter“ ist von denselben außenpolitischen Establishments genährt worden, die den Nahen Osten systematisch falsch verstanden haben: sie haben den Aufstieg des Islamischen Staats falsch beurteilt; den Willen der arabischen Verbündeten zu kämpfen und die Möglichkeiten des irakischen Militärs überschätzt; die Entwicklungen in Syrien unterschätzt; den arabischen Tsunami als „Arabischen Frühling“ willkommen geheißen, der ein Übergang zur Demokratie sei; die Palästinenserfrage zur Kernfrage der Turbulenzen im Nahen Osten und Kronjuwel der Gestaltung der Politik zu Arabien gekrönt; den Sturz des proamerikanischen Präsidenten von Ägypten, Hosni Mubarak, unterstützt; dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah el-Sissi die kalte Schulter gezeigt; die Übernahme des Gazastreifens durch die Hamas 2006 in Gang gebracht; Yassir Arafat und Mahmud Abbas 1988 legitimiert und sie 1993 als Friedensbotschafter begrüßt; die palästinensisch-iranische Hass-Erziehung als effektivste Fertigungslinie des Terrorismus und authentischste Reflexion der jeweiligen Führung unterschätzt; Saddam Hussein 1990 hofiert; Israel dafür bestraft, dass es 1981 den Atomreaktor des Irak zerstörte, was den USA 1991 einen Atomkrieg ersparte; den proamerikanischen Schah des Iran im Stich gelassen und den Aufstieg des antiamerikanischen Ayatollah Ruhollah Khomeini willkommen geheißen; 1977 anfangs gegen die direkten Friedensverhandlungen von Premierminister Begin mit Ägypten opponiert; usw.

Die mangelhafte Bedrohungsbewertung eines atomaren Iran hat Teherans Ayatollahs und Mullahs zu den Top-Nutznießern der Konfrontation mit dem Islamischen Staat gekrönt und sie mit dem belohnt, was sie am meisten wollten: zusätzlicher Zeit, die sie brauchen, um atomare Fähigkeiten zu gewinnen.

Realitätschecks und gesunder Menschenverstand deuten darauf hin, dass die USA keinen potenziellen Verbündeten in der Schlacht zwischen dem Iran und dem Islamischen Staat haben. Beide sind eingeschworene Feinde (offen für taktische, provisorische Verhandlungen und Waffenstillstände), die auf islamische Überlegenheit, Terrorismus und „Tod Amerika“ erpicht sind.

Das Wesen der Ayatollahs und Mullahs einerseits und die Annahme, dass sie potenzielle Verbündete der USA sind andererseits stellen ein selbstzerstörendes Oxymoron dar, das einen vernichtenden nuklearen Preis mit sich bringen könnte.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (12.-18.10.2014)

12. Oktober 2014 um 21:50 | Veröffentlicht in Araber, Israel, Jerusalem, Nahost-Konflikt, Palästinenser, USA | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 12.10.2014:

Weil Tausende Juden anlässlich des Laubhüttenfestes zu Gebeten zur Westmauer strömen, schloss die Polizei den Tempelberg für (alle) Besucher und sperrte Straßen um die Altstadt von Jerusalem für Fahrzeuge. Grund für die Maßnahme sind die verstärkt von den Arabern betriebenen gewalttätigen Zusammenstöße der letzten Tage, die mehr Gewalt befürchten lassen.

Wegen der Terror-Steinwürfe auf die Straßenbahn von Jerusalem können derzeit nur 14 der 23 Züge eingesetzt werden. Der Rest ist beschädigt.

Fatah-Führer versicherten ihrem Volk, dass der Krieg gegen Israel nicht zu Ende ist. Die Teilnahme am „Friedensprozess“ bedeutet nur, dass die Gewalt vorläufig eingestellt wurde.

Der russische stellvertretende Außenminister versprach den PA-Granden ihren Resolutionsentwurf für einen Zeitplan des israelischen Abzugs aus Judäa und Samaria im UNO-Sicherheitsrat zu unterstützen.

Geber-Konferenz in Kairo:
Mahmud Abbas sprach am Beginn der Geberkonferenz in Kairo und forderte die Staatengemeinschaft auf $4 Milliarden für den Gazastreifen zu spenden. In den letzten drei Operationen Israels gegen den Gazastreifen seien 80.000 Gebäude zerstört worden; die Aggression gegen den Strip sei nicht zu tolerieren. John Kerry hat schonmal $212 Millionen zugesagt. Bedingungslos, während Ägypten den Wiederaufbau von „dauerhafter Ruhe“ abhängig machen will.
– Abbas konnte natürlich nicht anders: Diese Konferenz sei wegen der gescheiterten Gespräche nötig geworden und diese seien an Israels Sturheit und fortgesetzten Besetzung palästinensicher Gebiete einschließlich Jerusalems gescheitert… blablabla.
– Vor Beginn der Kairo-Konferenz gab die Hamas nochmal die Marschrichtung für die Zukunft bekannt: „Wir werden euch nicht im Land lassen“, hieß es in Richtung der Juden. Auch werden sie ihre Waffen nicht aufgeben, schließlich seien sie näher daran die Israelis und ihre Führer zu besiegen als jemals zuvor.
Qatar will 1 Milliarde Dollar geben. Ban Ki-moon will Dienstag in den Gazastreifen reisen, um „von der Bevölkerung selbst direkt“ zu erfahren, was gebraucht wird (als wenn er da von der Hamas nicht nur Hamasniks bzw. Leute vorgesetzt bekäme, die nicht offen zu reden wagen…)
– Nach Angaben des norwegischen Außenministers wurden von internationalen Geberstaaten $5,4 Milliarden für den Gazastreifen zugesagt, von denen die Hälfte in den Wiederaufbau gehen sollen, die andere Hälfte in nicht weiter benannte Hilfen für Palästinenser. Der Minister verlas eine Abschlusserklärung der Konferenz. Die VAE und Kuwait wollen je $200 Millionen geben.
– Die Hamas jubelt: Sie hat einen (PR-) Sieg im Krieg gegen Israel errungen.

Montag, 13.10.2014:

Ban Ki-moon kritisierte „Provokationen“ auf dem Tempelberg – aber nicht die der Araber, sondern er drosch auf die israelische Polizei ein! Er „beklagte“ (beschimpfte Israel) auch den Siedlungsbau – einen Tag, nachdem der israelische Minister für Wohnungsbau zugegeben hatte, dass es einen stillschweigenden Baustopp in den „Siedlungen“ gibt.
Daneben warf er Netanyahu vor, der Status quo könne nicht beibehalten werden. Der Premier müsse Führung zeigen und harte Entscheidungen treffen – nämlich die Friedensverhandlungen mit den Palästinensern wieder aufnehmen und einen „Palästinenserstaat gründen, einschließlich des vollständigen Abzugs aus den besetzten Gebieten“. (Harter Entscheidungen verlangte er von Abbas aber z.B. nicht!)

Netanyahu musste Ban grundlegende Logik beibringen: Israel hat jeden Quadratzentimeter des Gazastreifens verlassen, also kann die Besatzung nicht der Grund für den Krieg im Juli/August gewesen sein.

Der arabische Knesset-Abgeordnete Taleb Abu Arar hatte die Stirn zu behaupten, der Tempelberg sei für Juden nicht heilig. Deshalb sollte ihnen das Betreten des Bergs verboten werden. Sie hätten dort nichts zu suchen.

Dienstag, 14.10.2014:

Mahmud Abbas droht wieder, die Kontakte zu Israel zu kappen, sollte sein jüngster einseitiger Schritt bei der UNO keine Folgen nach seinem Geschmack haben. Dann würde er Netanyahu sagen, er solle in der „Westbank“ übernehmen, die PA aber nicht auflösen und alles einseitigen Schritte bei der UNO vorantreiben, bei dem vor allem der Sicherheitsrat eine Deadline für den israelischen Abzug setzen soll.

Zum fünften Mal in diesem Jahr wurden einem Einwohner von Itamar von arabischen Dieben Ziegen aus seiner Herde gestohlen. Obwohl die Diebe von Überwachungskameras beobachtet wurden, unternahm die Polizei nach Angaben des Bestohlenen wieder nichts.

Ban Ki-moon findet die Zerstörung im Gazastreifen „unbeschreiblich“. Weit schlimmer als das, was er 2009 sah. Fragt sich nur, ob er nicht mal in Syrien oder anderen Gebieten Vergleichsbesuche machen sollte, um zu sehen, was Assad oder ISIS so machen. Oder die Russen in Tschetschenien gemacht haben. Oder Boko Haram in Nigeria. Oder…
Dem UNO-Generalsekretär wurde eine Tour in einem Terrortunnel gegeben. Er war „geschockt“ – und forderte umgehend „Friedensgespräche“, damit man in Harmonie miteinander leben könne – während die Hamas den Tunnelbau schon wieder gestartet hat.

Ein Hamas-Grande erwartet den baldigen Austausch von Terroristen gegen die Leichen zweier israelischer Soldaten. Es gebe „gute Omen, dass die Besatzung nachgibt, ob sie das nun mögen oder nicht, wie sie es früher auch gemacht haben“.

Mittwoch, 15.10.2014:

Die Gouverneurin von Ramallah wiederholte mal wieder eine Lüge: Israel verbreitet gezielt Drogen unter den palästinensischen Jugendlichen, um sie von innen her zu „besetzen“.

Donnerstag, 16.10.2014:

Die Gouverneurin von Ramallah wiederholte mal wieder eine Lüge: Israel verbreitet gezielt Drogen unter den palästinensischen Jugendlichen, um sie von innen her zu „besetzen“.

Die PA lässt wissen, dass sie „bis Ende des Monats“ dem UNO-Sicherheitsrat einen Resolutionsentwurf zur Forderung des Abzugs Israels aus Judäa und Samaria vorlegen wird.

Der Chef der Arabischen Liga will noch diesen Monat eine „Solidaritätsmission“ in den Gazastreifen führen.

Freitag, 17.10.2014:

John Kerry: Es ist unbedingt erforderlich, dass die israelisch-palästinensischen Friedensverhandlungen wieder aufgenommen werden. Schließlich ist kein Frieden eine „Erniedrigung“ und treibt die Rekrutierung für den Islamischen Staat an. Gibt ja auch sonst keine Gründe!

Khaled Meschaal: Israel versucht die Al-Aqsa-Moschee zu übernehmen und die Araber dürfen das nicht zulassen.

Nach Meinung von Mahmud Abbas sollte Juden der Zugang zum Tempelberg verboten werden. Ihnen sollte „mit allen Mitteln“ der Zugang verwehrt werden, sie hätten kein Recht ihn zu betreten und zu schänden. (Merke: schon die Anwesenheit eines Juden „schändet“ den angeblich Muslimen heiligen Ort.)

Heckmeck:
Abbas verspricht: Der Waffenstillstand bleibt dieses und nächstes Jahr. Na, wenn’s nicht länger sein soll…

Samstag, 18.10.2014:

Die PA verhaftete 2 (arabische) Journalisten, die eine antiisraelische Demonstration in Nablus beobachteten.

Der mit der Verteidigung der maritimen Grenzen beauftragte Offizier warnt, dass die Ausdehnung der Fischereizone vor dem Gazastreifen für Israel gefährlich ist. Sie stellt eine Gefahr für Israels Gasförderung dar, für Schiffe, die in Aschdod anlegen (wollen). Er nannte den Strand des Gazastreifens „einen einzigen großen Tunnel“.

Die PA drängt beim UNO-Sicherheitsrat darauf, den November 2016 als Termin festzulegen, bis zu dem Israel aus Judäa und Samaria abgezogen sein soll.

Mahmud Abbas geifert weiter: Die PalAraber sollten den Tempelberg Jerusalems gegen besuchende Juden bewachen; diese Besucher bezeichnete er als „Viehherde“.

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