Die vorhersagbare Spontanität des Terrors

7. Juli 2008 at 17:20 | In Araber, Geschichte, Islamstaaten, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | No Comments
Tags:

Noch ein paar zeitlos wahre Dinge zum Terror allgemein von Gerald M. Steinberg:

Gerald M. Steinberg
Jerusalem Post, 03. Juli 2008, S. 4

Auf gewisse Weise war der jüngste Terroranschlag in Jerusalem vorhersehbar – nicht, was die Art angeht, den Zeitpunkt oder den genauen Ort, aber aus dem ständigen Muster von mehr als 60 Jahren. Wo immer während dieses Zeitraums die gewalttätigen Angriffe gegen Israelis an einer Front eingedämmt wurden, wurde sofort eine weitere Front eröffnet, die oft eine andere Form der Gewalttätigkeit beinhaltete.

Die Waffenstillstandsvereinbarungen nach dem Unabhängigkeitskrieg 1948 wurden abgelöst vom Beginn der Infiltrationen durch Fedayin, die aus Jordanien und Ägypten kamen und israelische Zivilisten nahe der Grenze attackierten. Einige Jahre später waren diese Zugänge geschlossen und die Angriffe verschoben sich zur Westbank und vor dort in den Libanon. In jüngerer Zeit, als der Selbstmord-Bombenfeldzug (der den falschen Namen „Zweite Intifada“ erhielt) von IDF-Operationen wie „Schutzschild“ und dem Bau einer Sicherheitsbarriere gestoppt wurde, begann der Raketenregen aus dem Gazastreifen. Und die letzte Woche am Gazastreifen erklärte wackelige Waffenruhe war auch das Signal für eine neue und andere Form der Gewalt gegen israelische Zivilisten.

Wie die Geschichte zeigt, ist der „bewaffnete Kampf“ die dominante Strategie gewesen, die genutzt wurde, um für das Ziel der Rückgängigmachung der Gründung des jüdischen Staates zu werben. Lediglich die Namen der Organisationen haben sich geändert – Fatah, die PLO, Al-Aksa-Märtyrerbrigaden, Hamas, Islamischer Jihad und vielleicht jetzt eine neue Bezeichnung – aber die Strategie des Terrors bleibt. Gleichermaßen ist der Grundansatz des Terrors trotz der angenommenen Motivations- und Rechtfertigungsverschiebungen, einschließlich der Hinzufügung der „Besatzung“ oder der Siedlungen, die dem Krieg von 1967 folgte, konstant geblieben.

Wie der jüngste Anschlag in Jerusalem zu demonstrieren scheint, benötigen die Übeltäter nicht unbedingt einen Organisation mit Ausbildung, Waffen oder Vorschriften. Die Palästinenser sind mit dem bewaffneten Kampf groß gezogen worden und viele sind in der Lage die Zeichen zu lesen und eigenständig zu handeln, mit jeglichen Waffen, die ihnen gerade zur Verfügung stehen. Das kann ein Gewehr sein, ein mit Sprengstoff gefüllter Selbstmord-Gürtel oder, wie in diesem Fall, ein Radlader.

Der stete Fluss an Hetze in den Medien spielt in diesem Prozess eine zentrale Rolle, einschließlich der palästinensischen Fernsehprogramme, die den hohen Wert des Märtyrertums undd ie Ehre des Kampfes gegen den zionistischen Feind predigen. Als Ergebnis davon mag das isolierte Handeln zwar spontan erscheinen, aber die Grundlagen und die Vorbereitung sind nie weit weg gewesen.

Die Palästinenser haben weiterhin gelernt, dass die Vereinten Nationen und die mächtigen Gruppen, die behaupten für die Menschenrechte einzutreten, selten auf solche Anschläge reagieren, ganz im Gegensatz zu den ständigen und vorhersagbaren Verurteilungen israelischer Angriffe. Während des Zweiten Libanonkrieges und in den letzten Monaten während der Raketenangriffe aus dem Gazastreifen konzentrierten sich die Äußerungen und Kampagnen von Human Rights Watch, Amnesty International und vieler anderer Gruppen in ihren Berichten in erster Linie auf Beschuldigungen Israels wegen „Kollektivstrafen“ und „Kriegsverbrechen“ (die Tatsache, dass diese juristischen Begriffe in diesem Zusammenhang bis zur Unkenntlichkeit verdreht werden, wird allgemein ignoriert). So hat die palästinensische Gewalttätigkeit die doppelte Wirkung Israelis umzubringen, während sie gleichzeitig zur Dämonisierung Israels beiträgt.

Eine Antwort auf diese Geschichte und Strategie des Terrors ist ein Minimallevel als Preis für Freiheit und Souveränität zu akzeptieren oder zumindest anzuerkennen. Mit jeder Welle hat Israel die Oberhand behalten, nachdem es mit dem Leben einiger seiner Staatsbürger bezahlt hat. Vielleicht ist das das Beste, was man erwarten kann, bis es eine historische Verschiebung in der palästinensischen und arabischen öffentlichen Meinung gibt, die die Akzeptanz der israelischen Legitimität beinhaltet.

Um diese Strategie besiegen zu helfen, sollte mehr Gewicht auf die Beendigung der Hetze gelegt werden (insbesondere seitens der die Palästinenser finanzierenden europäischen Regierungen), sowie auf die Beendigung des Missbrauchs internationalen Rechtssprachgebrauchs zur Verurteilung legitimer israelischer Antworten [auf den Terror].

Nur noch krank

7. Juli 2008 at 10:39 | In Araber, NGOs, Nahost-Konflikt, Palästinenser, Terroranschläge | 6 Comments
Tags: , , ,

Es gibt Momente, da versagt einem einfach die Sprache. Einen solchen erlebte ich bei dieser Meldung, weshalb ich mir tatsächlich mitten im Urlaub einen internetfähigen Rechner gesucht habe, um den Ärger zu verarbeiten und mitzuteilen:

Addameer: Untersuchung des Radlader-Vorfalls muss international beaufsichtigt werden

Maan News, 5. Juli 2008

Gaza – Addameer (Gewissen), eine palästinensische NGO, die sich zur Aufgabe gemacht hat, die Rechte politischer Gefangener und Gefängnisinsassen zu schützen und für sie zu werben, gab a Samstag eine Erklärung aus, in der sie „Hinrichtung“ des Jerusalemer Baggerfahrers Husam Dwayat verurteilt wurde.

Die Erklärung beschrieb die Hinrichtung als „Verletzung des Rechts auf Leben“.

Außerdem drosch die Erklärung auf die Entscheidung der Knesset ein das Haus des Mannes abzureißen; die Aktion wird als „rassistisches Verhalten und Kollektivstrafe gegen palästinensische Einwohner Jerusalems“ beschrieben.

Die Vereinigung verlangte in ihrer Erklärung, das Untersuchungen unter internationaler Aufsicht durchgeführt werden, da es einige Hinweise gibt, dass der Vorfall in Wirklichkeit ein Verkehrsunfall war und nichts mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt zu tun hat.

Addameer deutet in ihrer Erklärung an, dass der Angreifer einfach die Kontrolle über seinen Bagger verloren hat.

Addameer ruft die internationale Gemeinschaft auf einzugreifen, um den bereits im Gang befindlichen Prozess zur Zerstörung des Hauses der Familie Dwayyat aufzuhalten.

Soso. Ein Verkehrsunfall, bei dem der Baggerfahrer „Allahu akbar“ schreit, unkontrolliert von einer Straße in die nächste kurvt, wobei er völlig unabsichtlich immer Autos unter sich lässt, egal, wo die sich gerade befinden, einen Bus mehrmals rammt, einen weiteren umkippt und sich gegen Eingriffe von außen wehrt, bis er „hingerichtet“ wird.

Einen klareren Fall von dreifachem Mord und dutzendfachem versuchten Mord gibt es wohl nicht. Und die „Hinrichtung“? Der Typ wehrte sich gegen jeden Eingriff in sein Tun. Wenn der Radlader nur außer Kontrolle gewesen wäre, hätte er die Männer eingreifen lassen. Statt dessen drückte er seinen Gebetsruf brüllend wieder auf’s Gas. Einen klareren Fall von Nothilfe gibt es auch kaum.

Wenn also eine arabische Organisation versucht das anders darzustellen, dann hat sie ganz klar die Absicht Terror zu unterstützen. Sie hetzt gegen Israel, rechtfertigt alles, was mit dem Morden von (jüdischen) Menschen zu tun hat. Damit kann ihr Volksverhetzung nachgewiesen werden. Rassistisch? Rassistisch ist der, der in diesem Fall Judenmord nicht verurteilt.

Aber hier wird das wahrscheinlich wieder von allen möglichen Terror-Apologeten aufgegriffen und rechtfertigt werden. Hauptsache, man kann Israel beschmieren. Der Mörder wird vielleicht sogar zur nächsten Rachel Corrie! Hat der Neudeck sich noch nicht zur „Hinrichtung“ des armen Opfers des Verkehrsunfalls geäußert? Oder sonst einer der Idioten, die immer nur allzu gerne entschuldigen, was an Terror gegen Israelis veranstaltet wird?

Das “Recht auf Leben” des Mörders sei verletzt worden, schimpfen die Terror-Sympathisanten. Dieses Recht haben immer vor allem die, die gerade keine Juden sind, nicht wahr? Insbesondere Mörder, die Juden das Leben nehmen. Wie nennt man so was? Antisemitisch nennt man sowas! Die einzig akzeptable Form des Rassismus!

Ein schiefer Prozess

16. März 2008 at 0:17 | In Araber, Nahost-Konflikt, Palästinenser, USA, die Welt+Nahost | No Comments
Tags: ,

Editorial der Jerusalem Post, 13. März 2008

Von Israel wird berichtet, dass es sich für den „schiefen“ Bericht des Generalleutnants William Fraser über die israelische wie die palästinensisch Umsetzung ihrer Roadmap-Verpflichtungen wappnet. Was vermutlich „schief“ ist, ist jedoch nicht nur ein Bericht, sondern der gesamte Ansatz der USA zur Erreichung des arabisch-israelischen Friedens.

Seit die Regierung vor kurzem ankündigte eine Siedlung innerhalb der Sicherheitsanlagen vor Jerusalem auszubauen, erwartet Israel durch den Fraser-Bericht kritisiert zu werden.

In der Zwischenzeit hat die Palästinenserführung im Gazastreifen offen die Bombardierung israelischer Städte organisiert, PA-Präsident Mahmud Abbas wird dafür nicht zur Verantwortung gezogen, also wird erwartet, dass US-Kritik an den Palästinensern gedämpft sein wird.

Das Mikroproblem dieser Herangehensweise ist: Es gibt keine Symmetrie zwischen Siedlungen und Terrorismus, weder auf der moralischen noch auf der strategischen Ebene. Es ist moralische Travestie, dass der Bau von Häusern mit der Ermordung von Unschuldigen gleich gesetzt wird. Aber selbst wenn Siedlungsausbau als problematisch angesehen werden kann, macht es wenig Sinn alle Siedlungen gleich zu behandeln, als gäbe es keinen Unterschied zwischen der Ausweitung bestehender Städte, die an Israel grenzen und innerhalb der Sicherheitsbarriere liegen, und Siedlungen, die sich mitten in palästinensischer Bevölkerung befinden.

Während die USA vorzugeben scheinen, dass es keine Linie zwischen „guten“ und „schlechten“ Siedlungen gibt, sollte eine klare Unterscheidung getroffen werden zwischen Siedlungen, die vereinbar mit einer Zweistaaten-Lösung sind und solchen, die eine derartige Eventualität blockieren.

Aber all das ist trivial im Vergleich zu dem Makroproblem: dass die USA keine Unterscheidung treffen zwischen den jeweiligen Distanzen Israels und der Palästinenser dahin gehend, eine Zweistaaten-Lösung möglich zu machen, und statt dessen nach Wegen suchen im Versuch „unparteiisch“ zu sein auf jeden Fall beide Seiten zu kritisieren.

Seit 1993 die Oslo-Vereinbarungen unterzeichnet wurden haben das israelische öffentliche und politische System sich dramatisch von dem Konsens entfernt, dass ein palästinensischer Staat Anathema wäre, hin zu einem gleichermaßen breiten Konsens, dass er als akzeptabel , wenn nicht gar notwendig betrachtet wird. Gleichzeitig sind die Palästinenser seit 1993 immer stärker radikalisiert worden und haben nicht begonnen sich auf eine Zweistaaten-Lösung vorzubereiten, geschweige denn sie zu befürworten.

Das Fehlen von Bewegung auf der palästinensischen Seite wird nicht nur durch die völlige Zurückweisung Israels durch die Hamas illustriert, sondern auch durch die Nichtexistenz eines palästinensischen Friedenslagers, das Israels grundlegende Legitimität akzeptiert. Während Yassir Arafat – und nun Mahmud Abbas – behaupteten Israels „Existenzrecht“ anerkannt zu haben, verfochten beide ständig das „Rückkehrrecht“ – eine offensichtliche Methode, um Israels Vernichtung durch die Hintertür zu erreichen.

Fast kein Palästinenser wird akzeptieren, dass das jüdische Volk irgendwelche nationalen oder historischen Rechte an einem Staat neben Palästina hat; fast kein Israeli wird das Recht der Palästinenser ablehnen einen friedfertigen und demokratischen Staat neben Israel aufzubauen. Diese gewaltige Lücke ist es, die den Frieden verhindert.

Vorzugeben, dass Israelis und Palästinenser gleichermaßen für das Ausbleiben des Friedens verantwortlich zu machen sind, ist nicht nur irreführend und unfair; es schädigt aktiv die Sache des Friedens, denn es lässt die vom Haken, die den Frieden behindern. Diese „Schieflage“ beschränkt sich auch nicht auf den israelisch-palästinensisch Bereich.

Ein weiteres wichtiges Hindernis für den Frieden ist der Persilschein, der den nicht radikalen arabischen Staaten ausgestellt wird. Diese Staaten werden als ihren Teil erledigend angesehen, weil sie der Hamas nicht direkt helfen (obwohl ein großer Teil des Geldes der Hamas aus diesen Ländern kommt und Ägypten es ablehnt den Fluss der Waffen in den Gazastreifen zu stoppen) und weil sie das weiter bestehende Angebot gemacht haben Frieden zu schließen, sobald Israel sich mit den Palästinensern geeinigt hat.

Die arabische Haltung, dass sie geduldig auf Frieden warten, ist allerdings nicht stichhaltig. Diese Staaten könnten, wenn sie voran gingen, statt darauf zu bestehen hinterherzulaufen, rasch die palästinensische Tendenz von der Radikalisierung zur Moderatheit kehren.

Die nicht radikalen arabischen Staaten rühren keinen Finger, um zur Normalisierung mit Israel zu ermutigen und als Beispiel dienen, weil die internationale Gemeinschaft – einschließlich Israels – es von ihnen nicht verlangt und sie nicht für die dauerhafte Fortführung des Konflikts (mit) verantwortlich macht. Der andere Grund, dass diese Staaten nicht helfen, liegt darin, dass sie Angst haben, dass der Iran erfolgreich zur Atommacht aufsteigt und dass es in einer solchen Welt sehr gefährlich sein würde einen Schritt zu unternehmen, der die USA oder Israel zu unterstützen scheint.

Kurz gesagt: Während die USA sich geschäftig mit dem Zählen von Außenposten und Siedlungen beschäftigt und agiert, als halte Israel die Arbeit auf, liegen die wirklichen Hindernisse für den Frieden woanders. So lange diese wirklichen Hindernisse nicht zum Fokus westlicher Politik werden, wird der „Friedensprozess“ ein bedrückender Fehlschlag sein.

Sorry, aber die alten Wochenrekorde sind noch gültig

6. März 2008 at 21:47 | In Araber, Nahost-Konflikt, Palästinenser | No Comments
Tags: , ,

Elder of Ziyon, 4. März 2008

Arab News hat ihrem nie enden wollenden Trachten danach, die meistmöglichen Unwahrheiten in ihren antiisraelischen Kommentaren unterbringen zu wollen, heute eine weitere aufgebracht:

Einmal mehr brechen das palästinensische Leiden und die Todesopfer in den von Israel seit 1967 besetzten Gebieten Rekorde.

Es scheint so, dass Arab News die rund 110 getöteten palästinensischen Araber seit dem letzten Mittwoch als einer Art Rekord an Toten innerhalb einer Woche betrachten.

Natürlich wollen sie sich nicht daran erinnern, dass dieser besondere Rekord den palästinensischen Arabern selbst gehört, die es in den sieben Tagen vom 10. bis 16. Juni 2007 schafften 148 von ihren eigenen Leuten zu töten.

Wenn also Israels Tun ein „Holocaust“ ist – das Wort, das derzeit in arabischen Medien universell benutzt wird, um die Ereignisse der vergangenen Woche zu beschreiben – dann müssen Hamas und Fatah des Völkerselbstmordes schuldig sein.

Selbst Arab News weiß genug, um die Vorstellung des pal-arabischen Leidens auf „in den Gebieten“ zu beschränken, was ihnen erlaubt die derzeitigen israelischen Handlungen nicht mit, sagen wir, dem Schwarzen September von 1970 zu vergleichen, als 3400 palästinensische Araber von Jordaniern innerhalb von elf Tagen getötet wurden. Oder gar dem 18. Januar 1976, als libanesische Christen 1.000 libanesische und palästinensische Muslime an einem einzigen Tag töteten.

Ist der Tod von etwa 75 Terroristen und 35 Zivilisten im Verlauf von sieben Tagen (meine auf der Listung der Todesumstände von PCHR basierende Schätzung) schlimmer als die Ausweisung von 400.000 palästinensischen Arabern aus Kuwait 1991ebenfalls innerhalb einer einzigen Woche? Immerhin: Wenn Ausweisung als „ethnische Säuberung“ und gleich bedeutend mit Völkermord angesehenw ird – was die arabische Definition ist, die auf Israel angewendet wird – dann müsste Kuwait den Preis gewinnen.

Es ist hart einen Vergleich anzustellen, was die schlimmste Woche der palästinensisch-arabischen Geschichte gewesen ist, aber eins dürfte klar sein: Wie immer man sie dreht und wendet, kommt die letzte Woche dem nicht einmal nahe.

Was die arabischen Medien niemals zugeben würden.

Man kann auch alles übertreiben!

15. Februar 2008 at 22:09 | In Araber, Nahost-Konflikt, Terrorismus | No Comments
Tags:

Aber das tun sie und zwar nicht zu knapp, wie Elder of Ziyon feststellt:

Als Reaktion auf die Ermordung des Hisbollah-Überterroristen Imad Mughniyeh kann man von der Hamas folgende Stellungnahme lesen:

Die Hamas ihrerseits betrachtet die Ermordung als großen Verlust eines wichtigen Widerstandsführers.

„Die Ermordung zeigt die hässliche Fratze des Terrorismus des israelischen Gebildes, das sich auf Ermordungen, Töten und physische Vernichtung verlässt“, sagte Ismail Radwan, ein Hamas-Sprecher.

Soll das heißen Israel benutzt Ermordungen, Töten und physische Vernichtung?

Wow. Es dürfte an der Zeit sein, dass sie das etwas zurückschrauben, nur noch auf Ermordungen und Töten. Massenmördern alles drei anzutun ist einfach grausam!

Aber wie das so ist mit den Übertreibungen, da gibt es noch eine, die vielleicht jetzt ad acta gelegt wird. Im Arabischen, bei der Hamas sind die Juden offenbar eine Stufe höher gerückt. Statt „Söhne von Affen und Schweinen“ zu sein, sind sie jetzt unter die Meeresbewohner zu zählen:

Wir drängen die muslimischen und arabischen Nationen entschieden gegen den zionistischen Oktopus zu halden, der die Sicherheit der arabischen und muslimischen Länder bedroht“, sagte Hamas-Vertreter Sami Abu Zuhri.

Also, wenn man genauer hinsieht, dann übertreibt der Mann. Jedenfalls ist Elder of Ziyon der Meinung: Wir sind ein niedlicher Oktopus!

Der zonistische Oktopus!

Eine richtig langsame ethnische Säuberung

3. Februar 2008 at 10:48 | In Araber, Israel, Medien+Nahost, Palästinenser, die Welt+Nahost | No Comments
Tags: , , ,

Elder of Ziyon, 30. Januar 2008

Eines der Mantras der arabischen Welt und ihrer linken nützlichen Idioten ist: Israel unternimmt „ethnische Säuberungen“ palästinensischer Araber oder Araber überhaupt. Der Gazastreifen wird immer als bestes Beispiel für israelischen Völkermord/ethnische Säuberungen herausgekramt.

Ein beständiges Thema dieser Propagandisten und Debilen ist ihre entschiedene Überzeugung, dass Israel den gesamten Grenzdurchbruch in Rafah plante, um Hunderttausende Gazaner dazu zu bringen den Streifen zu verlassen – und dann wollte Israel die Mauer wieder schließen und sie in Ägypten ausgesperrt bleiben lassen. Ein Beispiel der linksextremen Pacific Free Press von letzter Woche:

So gingen die fliehende Palästinenser einfach in eine Falle. Aus freiem Willen sind sie jetzt nach Ägypten verbannt. Wir müssen abwarten und sehen, wie vielen von ihnen die Rückkehr erlaubt wird.

Genauso steht ein Kolumnist der Palestine Press heute vor einem Rätsel: warum genau Israel seinen schändlichen – und soooo offensichtlichen – Plan nicht durchführte.

Aber selbst ohne diesen rauchenden Colt gibt es keinen Mangel an mentalen Zwergen, die Gefallen an ihrem neuesten Mode-Slogan haben: „Zeitlupen-Völkermord“ im Gazastreifen. Ein paar brandfrische Beispiele:

Uruknet: „Es gibt keinen Zweifel, dass Israel einen Zeitlupen-Völkermord im Gazastreifen herbeiführt.“
Al-Ahram: „Samira Al-halayka, ein Hamas-Mitglied des palästinensischen Legislativrats (eine von zwei Hamas-Abgeordneten – beides Frauen – die noch nicht von Israel festgenommen wurden) forderte die Araber und Muslime in der ganzen Welt auf offensiv gegen den ‚Zeitlupen-Völkermord’ im Gazastreifen zu vorzugehen.“
Dissident Voice: „Der Zionismus ist unwiderlegbar rassistisch. Der Beweis ist die Enteignung und der Zeitlupen-Völkermord, den Israel gegen die Palästinenser im Nahen Osten führt.“

Schauen wir uns die Zahlen an!

Nach Angaben des CIA Factbook gibt es im Gazastreifen 1.482.405 Menschen. Die Sterberate beträgt 3,74 Tote auf 1.000 Einwohner; die Geburtenrate beträgt 38,9 Geburten pro 1.000 Einwohner.

Das bedeutet, dass man für dieses Jahr erwarten kann, dass etwa 5.500 Gazaner sterben und mehr als 57.000 geboren werden.

Im Ergebnis würden sogar dann, wenn dieses Jahr 50.000 zusätzliche Menschen des Gazastreifens sterben würden – das Zehnfache der normalen Rate – seine Bevölkerungszahl nächstes Jahr immer noch höher wäre.

Um so viele Araber zu töten müsste Israel Methoden anwenden, wie wir sie von anderen kennen: Syrien oder Saddams Irak oder Jordanien oder dem Iran oder Ägypten (mit dem netten Chemiewaffen-Touch im Jemen) oder…

Nee, wenn es darum geht Araber zu töten, spielt Israel in einer viel niedrigeren Liga.

Saudischer Alltag

3. Januar 2008 at 11:53 | In Araber, Islamstaaten | No Comments
Tags: , , , , ,

Elder of Ziyon, 01.01.2008

Aus Arab News – die Meldung soll die schrulligere Seite des Lebens in Saudi-Arabien zeigen:

BAHA, 1. Januar 2008 – Sie gehen mit Frau und Kindern einkaufen und bekommen Streit mit Ihrer Frau. Was tun sie? Ein Mann tat das Undenkbare: Er verkündete Hunderten von einkaufenden Kunden, dass er sich von seiner Frau scheidet, berichtete die Zeitung Al-Riyadh gestern.

Nach Angaben des Berichts verließ der Mann Frau und Kinder, um seine eigenen Einkäufe zu erledigen. Als er sich seiner Familie wieder anschließen wollte, sah er, wie ein junger Mann auf seine Frau zuging und ihr einen kleinen Zettel mit einer Handynummer gab. Die Frau nahm den Zettel und steckte ihn in ihre Tasche; dann ging sie weiter einkaufen als sei nichts passiert, ohne zu wissen, dass ihr Mann gesehen hatte, was passierte.

Als er auf sie zuging und aufforderte ihm die Tasche zu geben, weigerte sie sich. Er nahm ihr die Tasche mit Gewalt ab und holte den Zettel heraus.

Wütend ging der Mann zur Kasse und griff sich das Mikrofon des Geschäfts; dann verkündete er den Einkaufenden, dass er sich von seiner Frau scheide und nicht die Absicht habe sie zurückzunehmen.

Danach stürmte er aus dem Einkaufszentrum und ließ seine Frau und die beiden Kinder zurück.

Das ist eine lustige Geschichte, symbolisch für einen Ort, wo alles, was man für eine Scheidung tun muss, ist sie zu verkünden. Aber die Sache verschlechtert sich mit dem nächsten Absatz, der erklärt, wie das Alltagsleben in einer Theokratie aussieht, in der Frauen so hoch geehrt werden, dass sie sich in der Öffentlichkeit verhüllen müssen:

Dass Frauen an öffentlichen Orten belästigt werden, ist ein allgemeines Vorkommnis in Saudi-Arabien. Die Belästiger werden oft aggressiv und bestehen darauf, dass die Frauen ihren Annäherungsversuchen Aufmerksamkeit schenken und ihre Telefonnummern entgegen nehmen. Frauen akzeptieren oft die Telefonnummern, um in Ruhe gelassen zu werden.

Vernichtet das nicht einen der Hauptgründe der Muslime, um den Hijab zu rechtfertigen?

Interessant? Ja, aber nur, weil die Juden es haben

12. Dezember 2007 at 19:18 | In Araber, Israel, Medien+Nahost, Nahost-Konflikt, Palästinenser, WDR | No Comments
Tags: ,

Der WDR definierte heute Morgen Har Homa so: „eine Siedlung nördlich von Bethlehem“. Dass es sich um ein Stadtviertel von Jerusalem handelt – uninteressant. Dass es sich um ein Gebiet handelt, wo sich nie Araber niedergelassen haben – aber den Juden gefälligst abgesprochen wird. Eine Stelle, keinen interessiert hat – bis die Juden anfingen dort zu bauen.

Es handel sich um ein typisches Muster im Nahen Osten. Jeder Fleck Land wird völlig ignoriert, egal, wie „heilig“ oder sonstwie er eigentlich vielleicht unter Umständen interessant sein könnte. Das fing schon bei den ersten Juden an, die im 19. Jahrhundert aus Russland ankamen. Die kauften Land – zu völlig überhöhten Preisen. Land, das niemand wollte, das von allen Arabern als völlig unbrauchbar angesehen wurde. Sie machten das unbrauchbare Land urbar, verwandelten z.B. Sümpfe in Äcker. Heute heißt es, die Juden hätten den Arabern das Land genommen.

So ging es Jahrzehnte weiter. Juden kauften Land von Arabern – und mussten es unter Lebensgefahr in Besitz nehmen oder später, wenn es nicht mehr „unbrauchbar“ war, verteidigen. Es war interessant geworden, weil es auf einmal Wert bekam. Werte konnte man den Juden nicht genehmigen.

Die Juden haben niemandem Land weggenommen. Sie haben es rechtmäßig erworben. Sie haben sich dort niedergelassen, wo freies Land war. Land, das keinem Araber wert schien es zu besitzen, oder zu besiedeln. Öde.

Das war in der Mandatszeit so. Das war auch nach 1967 so. Und es war mit Har Homa so. Eine Müllkippe, bestenfalls. Nichts, das irgendjemandem irgendwie der Rede wert gewesen wäre. Bis die Stadt Jerusalem dort Häuser bauen wollte. Seitdem gibt es ein Geheule und Gezetere. Aber erst seitdem.

Wie üblich, selbst mit den „heiligen“ Orten der Araber. Wie war es mit dem Felsendom, bis Juden nach „Palästina“ einwanderten? Er verfiel, sah abgewrackt aus und eine Moschee irgendwo, wo niemand hin wollte (die Juden stellten zwei Drittel der Bevölkerung Jerusalems, die arabische Christen gab es immer noch doppelt so viele wie Muslime). Erst in den 1920-er Jahren wurde die Kuppel des Felsendoms renoviert – nachdem Juden im Mandatsgebiet für steigenden Wohlstand in der Normalbevölkerung sorgten und der Mufti von Jerusalem Stimmung gegen die Juden schürte, islamisch-antisemitische Hetze betrieb und Geld sammelte, um alte Herrlichkeit wieder herzustellen.

Der saudische König klagte nach dem Sechs-Tage-Krieg, er könne nicht mehr in der Al Aksa-Moschee beten – ohne das bis dahin jemals getan zu haben. Jerusalem war uninteressant, der Tempelberg mit den Moscheen war völlig uninteressant, so lange die Juden nicht die Hand drauf hatten. Auf einmal aber wird der Ort interessant und fehlender Zugang beklagt; das allerdings ohne je ausprobiert zu haben, ob die Israelis ihn wirklich nicht dort hin lassen würden.

Das Muster lässt ich beliebig fortsetzen. So lange die Juden nichts damit zu tun hatten, war jeder leere Platz im Land Israel (Mandatsgebiet Palästina) uninteressant, keiner kümmerte sich darum. Bis Juden sich darum kümmerten. Auf einmal ist dieses Fleckchen Land das wichtigste des Universums. Die Juden haben es „gestohlen“, Araber vertrieben, ihnen Rechte genommen. Und so kam ein US-Präsident mit Vorliebe für weibliche Lippen in seinen unteren Körperregionen dazu zu behaupten, die Israelis hätten geglaubt in ein leeres Land zu kommen, dann aber eine einheimische Bevölkerung vorgefunden, der sie nichts hätten wegnehmen dürfen. Und weil Billy Boy das sagte, gilt es heute als unverrückbar wahr. Die Lüge hat ihren offiziellen Segen der Welt erhalten. Und vor diesem Hintergrund wird dann auch ein Stadtteil von Jerusalem zu einer „Siedlung nördlich von Bethlehem“, statt einer ehemaligen „Müllhalde“, die von niemandem benutzt wurde.

USA machen Rassismus salonfähig, Olmerts Regierung verschaukelt ihr Volk

4. Dezember 2007 at 21:40 | In Araber, Friedensinitiativen, Israel, Nahost-Konflikt, USA | No Comments
Tags: , , , , ,

Annapolis ist vorbei und alle sind zufrieden. Die israelische Regierung, dass sie keine Zugeständnisse gemacht hat, die Araber, dass sie die Israelis nicht anerkannt haben, die Amerikaner, dass sie als tolle Vermittler da stehen. Die rechten Koalitionspartner Olmerts finden, dass sie keinen Grund haben die Regierung zu verlassen, weil ja nichts passiert ist.

Wenig beachtet werden die Umstände, unter denen die Israelis in Annapolis „verhandelten“: Die Diktate von Außenministerin Rice und der offene, genehmigte Rassismus der Araber, die forderten, dass die Israelis getrennt von ihnen bleiben und nicht einmal dieselbe Tür benutzen – und das bei den Amerikanern durchsetzen konnten!

Aber das bezog sich nicht nur auf die im folgenden Text von Caroline Glick beschriebene Apartheid-Maßnahmen gegenüber den israelischen Regierungsmitgliedern. Israelische Journalisten wurden bei Ankunft der Außenminister der Arabischen Liga aus einem Pressetreffen geworfen und mussten über das Ereignis von draußen (im Regen stehend) berichten, während die übrige Presse drinnen bleiben durfte.

Dass Außenministerin Rice dann am Ende die Palästinenser mit den Schwarzen des amerikanischen Südens der 1950-er Jahre gleich setzte, ist nur die Krone der ganzen Scharade. Die Grundlage ist die Regierung Olmert, die nicht mehr den Interessen des Staates dient, sondern nur den eigenen Interessen: den Sessel der Macht nicht abgeben zu müssen.

Apartheid statt Frieden

Caroline Glick, The Jerusalem Post, 30. November 2007

Diese Woche hat die Bush-Administration den arabischen Antisemitismus legitimiert. Im Bemühen die Saudis und ihre arabischen Brüder zufriedenzustellen, stimmte die Bush-Administration zu die Juden physisch von den Arabern auf der Annapolis-Konferenz zu separieren – in einer Art, die sich in die Apartheid-Politik der arabischen Welt einreiht, die Israel verbietet einen Fuß auf die arabische Erde zu setzen.

Überall offensichtlich, erhielt die Diskriminierung Israels ihren stärksten Ausdruck am Dienstag auf der Hauptversammlung der Annapolis-Konferenz. Dort verboten die Amerikaner in Übereinstimmung mit saudischen Forderungen den Repräsentanten Israels den Saal durch dieselbe Tür zu betreten wie die Araber.

Bei dem Treffen der Außenminister am Mittwoch nahm sich Außenministerin Tzipi Livni ihre arabischen Kollegen wegen deren diskriminierenden Verhaltens vor: „Warum will mir niemand die Hand schütteln? Warum will niemand gesehen werden, wie er mit mir spricht?“, fragte sie spitz.

Israels erniedrigte Außenministerin erhielt keine Unterstützung von ihrer amerikanischen Kollegin. Außenministerin Rice, die ihre Kindheitsjahre im rassengetrennten amerikanischen Süden verbrachte, stellte sich auf die Seite der Araber. Obwohl sie höflich genug war anzumerken, dass sie das Abschlachten von Israelis nicht unterstützt, machte sie keinen Hehl aus der Tatsache, dass ihr wirklichen Sympathien bei den rassistischen Arabern liegen.

Sie drückte das so aus: „Ich weiß, wie es ist, wenn man hört, dass man eine Straße nicht benutzen oder nicht durch eine Straßensperre gehen kann, weil man Palästinenser ist. Ich verstehe die Gefühle der Erniedrigung und Machtlosigkeit.“

Rices’ Bemerkung macht klar, dass es für die Außenministerin keinen Unterschied gibt zwischen den Israelis, die sich gegen eine jihadistische palästinensische Gesellschaft zu verteidigen versucht, die die Vernichtung des jüdischen Staates unterstützt, und fanatischen weißen Südstaatlern, die Afroamerikaner wegen ihrer Hauptfarbe unterdrücken. Es ist wahr, dass Israel Sicherheitsbedenken hat, aber was Rice angeht, so sind die Palästinenser keine unschuldigen Opfer. Bei ihr sind die Palästinenser diejenigen, die diskriminiert und erniedrigt werden, nicht Livni, die – von Rice – gezwungen wurde durch den Dienstboteneingang zur Konferenz zu kommen.

Die Toleranz der Bush-Administration für die Diskriminierung Israels war nicht nur zeremoniell. Diplomatisch war die Konferenz gleichermaßen von Vorurteilen bestimmt. In Annapolis schlossen die USA sich den Arabern darin an, dass der Löwenanteil der Verantwortung für die Abwesenheit von Frieden zwischen Israel und den Palästinensern Israel aufgebürdet wird. Aber das kann man nicht erfahren, wenn man Olmert zuhört, der fest daran arbeitet zu verbergen, was dort ablief.

Olmert vernebelt die Wahrheit, weil seine politische Stabilität in den Händen seiner Falken-Koalistionspartner Yisrael Beiteinu und Shas liegt. Beide warnten vor dem Gipfel, wenn Olmert irgendwelche Zugeständnisse zu Jerusalem oder den so genannten Außenposten-Ortschaften in Judäa und Samaria mache, würden sie aus seiner Koalition ausreißen und Neuwahlen anstacheln.

Shas und Yisrael Beiteinu drückten ihr Zufriedenheit mit dem Ausgang des Gipfels aus. Beide, Shas-Führer Eli Yishai und Yisrael Beiteinu-Führer Avigdor Lieberman, taten Annapolis als armseligen Witz ab und behaupteten, dass es für sie keine Gründe gäbe aus der Regierung Olmert abzutreten. Aber diese Behauptungen führen gewollt in die Irre.

Die Tatsache, dass die gemeinsame Erklärung von Israel und PLO keine besondere Erwähnung Jerusalems enthält und dass die Regierung keinen Zeitplan für die Vernichtung der so genannten Außenposten-Ortschaften und der Vertreibung von Hunderten israelischer Familien, die dort leben ankündigten, bedeutet nicht, dass Israel keine Zugeständnisse in diesen Fragen gemacht hat.

Tatsache ist, dass die Regierung Olmert massive Zugeständnisse in diesen Fragen gemacht hat.

Die gemeinsame Erklärung von Israel und der PLO in Annapolis beinhaltet einen gemeinsamen Schwur „eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit zu verbreiten; sich Terrorismus und Hetze entgegen zu stellen, ob sie nun von Palästinensern oder Israelis verübt werden.“

Obwohl Olmert, Lieberman und Yishai diese israelische Akezptierung und moralische Gleichsetzung mit palästinensischen Jihadisten als bedeutungslose rhetorische Konzession abtun, steckt der Zug der Regierung voller politischer und rechtlicher Folgen. US-Botschafter Richard Jones nie dagewesenes Treffen diese Woche mit der Präsidentin des Obersten Gerichtshofs, Dorit Beinisch, machte klar, dass die USA verlangen, dass israelische Gerichte israelische Gesetze auf nachteilige Weise interpretieren, um israelische Gegner eines palästinensischen Staates zu dämonisieren und Judäa und Samaria von Juden ethnisch zu säubern.

Ihr Treffen signalisierte ebenfalls, dass die USA von Israel erwarten, dass gesetzlich korrekte Bauaktivitäten von Juden in Judäa und Samaria und selbst in Teilen von Jerusalem als kriminell behandelt werden. Da die Regierung Olmert akzeptiert, das Israel moralisch nicht von den palästinensischen Autonomie zu unterscheiden ist, kann man schwerlich vorher sehen, wie sie die Kriminalisierung ihrer politischen Gegner verhindern will. Von nun an können Israelis, die gegen die diplomatischen Züge der Regierung Olmert opponieren, erwarten als den palästinensischen Terroristen gleich behandelt zu werden.

In Annapolis akzeptierten die Amerikaner die Rolle des einzigen Schiedsrichters der Erfüllung der Verpflichtungen der so genannten „Roadmap“ und des Friedensprozesses durch die Israelis und die Palästinenser. Sie verpflichteten sich ebenfalls dazu bis Ende 2008 einen umfassenden Friedensvertrag zu erreichen. Aber wie Dennis Ross, der ehemalige US-Nahostvermittler der Clinton-Administration, zugab: Diese Ziele widersprechen sich. Es ist unmöglich gleichzeitig palästinensische Erfüllung der Verpflichtungen und einen Friedensvertrag in diesem Zeitraum zu sicherzustellen.

In der <i>Washington Post</i> erklärte Ross nach dem Zusammenbruch des Oslo-Friedensprozesses in Camp David und dem Beginn des palästinensischen Jihad: „Die klugen Themen der Befolgung wurden vernachlässigt und von den Amerikanern politisiert, um den Friedensprozess im Gang zu halten. Jedes Mal, wenn es ein Verhalten, einen Vorfall oder ein Ereignis gab, das mit dem, worum es im Friedensprozess ging, nicht in Einklang zu bringen war, gab es den Impuls das zu erklären, damit herumzutricksen, einen Weg darum herum zu finden und ihm nicht zu erlauben den Prozess abzubrechen.“

Worum es beim Friedensprozess für die Clinton-Regierung ging, war die Unterzeichnung des Friedensabkommens. Es ging nicht darum sicherzustellen, dass die Palästinenser tatsächlich daran interessiert waren in Frieden mit Israel zu leben. Als Rice erklärte, das „ein Fehlschlag nicht zur Debatte steht“ – im kommenden Friedensprozess – machte sie deutlich, dass im Fall der Regierung Bush heute dasselbe gilt. Sie will eine Vereinbarung. Ob die Palästinenser es mit dem Frieden ernst meinen oder nicht, kümmert sie nicht.

Obwohl Berichte über Nichterfüllung ihrer Verpflichtungen durch die Palästinenser in der Bekämpfung des Terrors die Aussichten auf rasche „Fortschritte“ schädigen werden, wird der Vorwurf an Israel, es trickse bei seinen Verpflichtungen, wird die Dinge allerdings beschleunigen. Zu behaupten, Israel erfülle seine Verpflichtungen nicht, wird die fügsame Regierung Olmert zwingen den Palästinensern gegenüber weitere Zugeständnisse zu machen.

Angesichts dessen ist klar, dass entgegen der geringschätzigen Behandlung dessen, was in Annapolis geschah, Olmerts Akzepierung der Amerikaner als Schiedsrichter über die Erfüllung der Verpflichtungen wie auch als Garant des „Fortschritts“ bedeutet, dass Israel bereits massive Zugeständnisse gemacht hat.

Zu Jerusalem zum Beispiel ist Fakt, obwohl Yishai recht hat, dass Jerusalem in der gemeinsmaen Erklärung nicht extra erwähnt ist, dass Israel zustimmte, über den Status seiner Hauptstadt zu verhandeln, indem man zustimmte, alle ausstehenden Fragen zu diskutieren. Da die Amerikaner einen palästinensischen Staat innerhalb eines Jahres haben wollen und wissen, dass der PA-Vorsitzende Mahmud Abbas keinerlei Zugeständnisse zu Jerusalem machen wird, kann erwartet werden, dass sie Israel unter Druck setzen die palästinensische Position zu akzeptieren. Die Tausende arabischer Jerusalemer, die jetzt die israelische Staatsbürgerschaft beantragen, sind ein deutliches Zeichen, dass die Araber begreifen, dass Israel bereits massive Zugeständnisse bezüglich der Stadt gemacht haben. Und Yishai muss das wissen.

Der Status der Amerikaner als Schiedsrichter der Erfüllung der Verpflichtungen hat weit reichende Folgen für Israels Fähigkeit effektiv mit der Sicherheitslage im Gazastreifen und dem westlichen Negev umzugehen. Seit die Hamas im Juni im Gazastreifen die Kontrolle übernahm, hat sich Abbas gegen weit gefächerte IDF-Antiterror-Offensiven dort gewandt. Abbas hat – vermutlich zu recht – behauptet dass eine israelische Bodenoffensive in Gaza seine Position in der palästinensischen Gesellschaft schwächen würde, da die Palästinenser die Position der Hamas mehr als sie ihn unterstützen. Da die Amerikaner sich der Stärkung von Abbas verschrieben haben, ist offensichtlich, dass sie gegen jeden israelischen Plan ihr Veto einlegen werden eine Offensive im Gazastreifen zu unternehmen, um die Sicherheit des westlichen Negev wiederherzustellen.

Dann ist das Judäa und Samaria. Lieberman behauptet, dass er in der Regierung verbleiben kann, weil Olmert einen Zeitplan zum Rauswurf der Juden aus ihren Häusern in den so genannten Außenposten-Ortschaften ankündigen muss. Aber das liegt nicht länger Olmerts Verantwortung. Er gab sie in Annapolis an die Amerikaner ab.

Sie werden den Zeitplan für die Vertreibung festlegen, nicht Olmert. Und es sind nicht nur die israelischen Orte in Judäa und Samaria, die jetzt in Gefahr sind.

Indem sie das US-Außenministerium mit dem Richterposten über die israelische Erfüllung der Verpflichtungen salbt, gab die Regierung Olmert den Amerikanern das Recht IDF-Operationen in Judäa und Samaria mit einem Veto zu versehen. Als Garanten des Fortschritts im Friedensprozess werden die Amerikaner des IDF sagen, wo sie Straßensperren errichten kann – oder präziser: wo sie das nicht kann. Die Amerikaner werden den Israelis sagen, welche Städte sie an die Kontrolle der Fatah abgibt. Sie werden Israel sagen, welche Waffen und Panzerungen es an die Palästinenser gibt, was es mit flüchtigen Terroristen tut und wann und wie viele Terroristen es aus den Gefängnissen entlassen muss.

Tatsächlich haben die USA Israels Antiterror-Operationen in Judäa und Samaria schon seit Monaten gebremst. Dass diese amerikanischen Mühen der Effektivität der IDF-Operationen Schaden zugefügt haben, kann Ido Zoldans Witwe bezeugen. Zoldan wurde immerhin letzte Woche von Fatah-Terroristen ermordet, die ihre Fähigkeit sich frei bewegen zu können Israels Entscheidung verdanken sich amerikanischem Druck zu beugen 24 Straßensperren abzubauen und seine Anstrengungen Fatah-Terrorbosse zu verhaften einzuschränken.

Essenziell ist das, was wir in Olmerts und Livnis Machenschaften sehen, eine Wiederholung der politischen Manöver von Ariel Sharon und Livni in der Zeit vor dem Rückzug aus dem Gazastreifen. In beiden Fällen bleibt die oberste Führung Israels der grundsätzlichen politischen Ansicht treu, dass ein aufgeschobener Kampf ein gewonnener Kampf ist.

2004 fehlte Sharon die politische Stärke offen anzukündigen, dass er vollständig aus dem Gazastreifen abziehen und alle israelischen Orte in der Gegend zerstören wollte. Also erlaubte er dem Likud ein Referendum zu seinem Rückzugsplan und autorisierte Livni den so genannten Kompromiss-Plan zu entwerfen, nach dem die Zerstörung der israelischen Orte in vier Phasen über mehrere Monate ablaufen würde und jede Phase eine eigene Genehmigung durch die Regierung benötigte.

Zu der Zeit, als der Likud seinen Plan ablehnte, war Sharon stark genug den Willen seiner Partei zu ignorieren. Und als der Rückzug statt fand, weit davon entfernt in vier Phasen durchgeführt zu werden, war er in vier Tagen abgeschlossen. Livni und Sharon konnten ihre vorherigen Verpflichtungen ignorieren, weil sie, als die Zeit kam den Flötenspieler zu bezahlen, alle ihre Gegner vernichtet hatten.

Heute wiederholen Olmert und Livni das Manöver; sie geben vor, dass die gemeinsame Erklärung von Annapolis ein großes Nichts sei. Wenn es an der Zeit ist Juden aus ihren Häusern zu werfen, werden sie Shas und Yisrael Beiteinu nicht mehr brauchen.

Lieberman und Yishai sind keineswegs verpflichtet die Regierung zu verlassen. Sie können bleiben, so lange sie wollen. Aber sie können nicht vorgeben, dass sie durch ihr Bleiben nicht volle Partner der Politik der Regierung sind. Wie Annapolis klar gemacht hat, gehört zu dieser Politik Jerusalem zu teilen, die israelischen Orte in Judäa und Samaria zu zerstören und die Sicherheit des Staates Israel auf’s Spiel zu setzen.

‘Land ohne Volk für ein Volk ohne Land’

3. Dezember 2007 at 22:34 | In Araber, Geschichte, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO | No Comments
Tags: ,

ElderofZiyon, 30. November 2007

Einer der frühesten Wahlsprüche des Zionismus, der sich in der Vorstellung der Befürworter eines jüdischen Staates festsetzte, war: „Ein Land ohne Volk für ein Volk ohne Land.“ Geprägt von Israel Zangwill,* beschwor er eine unwirtliche, leere Wüste, in der die fleißigen Juden einen modernen Staat aufbauen konnten.

Die auf Israel eindreschen benutzen dieses Zitat sehr gerne als Beweis für frühzionistische Verlogenheit, die die 400.000 Araber ignorierte, die am Beginn des modernen Zionismus in Palästina lebten. Zu einem gewissen Grad haben sie recht – gewiss gab es solche Leute – aber der Slogan war genauer, als sie behaupten.

Erstens gab es zwar Menschen dort, aber sie waren nicht „ein Volk“ – die damaligen Araber identifizierten sich mit dem arabischen Volk als Ganzem oder oft als Teil von Südsyrien – aber palästinensisch-arabischer Nationalismus kam erst auf, nachdem der Satz geprägt worden war und zu einem nicht allzu kleinen Teil als direkte Reaktion auf den Zionismus selbst.

Zweitens kann man kaum behaupten, dass das Land etwas anderes als dünn besiedelt war, wenn man bedenkt, dass heute rund zehn Millionen Menschen es schaffen in dasselbe Gebiet zu passen. Mit anderen Worten: Die Behauptung, dass der vorstaatliche Zionismus die bestehende arabische Bevölkerung verdrängte, ist schlicht eine Lüge, da das Ziel des Zionismus war dort zu bauen und Landwirtschaft zu betreiben, wo niemand lebte.

Und drittens ist es offensichtlich, dass die Juden ein Volk ohne Land waren, außer für die Eiferer, die den Juden verwehren überhaupt ein Volk zu sein.

Bei all der Empörung, die der Wahlspruch in arabischen Kreisen auslöst, weil er unmoralisch und aufhetzend ist, wurde er doch gestern vom Delegierten der Arabischen Liga bei den Vereinten Nationen benutzt, um ihm eine pal-arabischen Drehung zu geben:

Yahyah A. Mahmassani, ständiger Beobachter für die Liga der arabischen Staaten , verlas eine Botschaft des Generalsekretärs der Liga, Amre Moussa, in der er die äußerst wichtige Rolle des Komitees betonte. Der Internationale Tag der Solidarität [mit dem palästinensischen Volk] fiel mit dem neunzigsten Jahrestag der Balfour-Erklärugn zusammen, die den Weg für die expansionistische zionistische Politik ebnete, die dadurch ein Land ohne Volk und Volk ohne ein Land schuf – die Quelle des Konflikts, der bis zum heutigen Tag andauert.

Die Bigotterie und Heuchelei der arabischen Staaten ist hier wunderhübsch zur Schau gestellt:

  • Er geht über Millionen Juden hinweg, die heute in Israel leben und bezeichnet sie praktisch als nicht existent, unsichtbar, in einem „Land ohne Volk“ lebend. Gleichermaßen leugnet er die Tatsache, dass die Juden ein Volk sind.
  • Er datiert die Anfänge des palästinensisch-arabischen Flüchtlingsproblems auf 1917, nicht 1948; damit zeigt er die Meinung der Arabischen Liga, dass die bloße Existenz des jüdischen nationalen Strebens das Problem ist, nicht die Gründung des Staates und auch nicht die Flucht der ursprünglichen Flüchtlinge.
  • Er definiert die „Quelle“ des Konflikts auf 1917 und ignoriert, dass die arabische Gewalt gegen die Juden auf die Zeit vor Balfour zurückgeht und praktisch alle Angriffe danach Jahrzehnte lang nur in eine Richtung gingen. Mit anderen Worten: Nach seiner Ansicht war die Existenz der Juden in Palästina inhärent provokativ bis dahin, dass die armen Araber, die ohne freien Willen zu existieren scheinen, keine andere Wahl hatten als anzufangen die Juden zu massakrieren.

Und unabsichtlich:

  • Er gibt unterbewusst zu, dass es vor 1917 kein palästinensisch-arabisches Volk gab.

In diesem Fall des Versuchs von Arabern den Zionisten gegenüber Spieß umzudrehen, indem sie deren Sprache benutzen, beweist das nur ihre eigene Heuchelei und Bigotterie.

 

* Anmerkung heplev: Dieser Wahlspruch wurde zwar aufgebracht, aber er wurde nie in dieser Form übernommen. Schon Herzl bestand darauf, dass die indigene Bevölkerung Rechte hat und das wurde von der zionistischen Bewegung immer so gesehen.

Nächste Seite »

Bloggen Sie auf WordPress.com. | Theme: Pool by Borja Fernandez.
Entries and comments feeds.