Verkehrsleitung (2) - makaber
27. August 2008 at 21:40 | In Deutschland, aua | No CommentsTags: Schilderwald, Straßenverkehr
Ortsnamen und Verkehrsleitung lassen immer wieder schmunzeln, den Kopf schütteln und manchmal das Lachen im Halse stecken. Manchmal bekomme ich das Gefühl, man sollte eine Sammlung aufmachen. Der erste Teil war schon in einigen Dingen recht happig. Ich füge der Sammlung ein viertes Bild hinzu:

Übertroffen würde das höchstens noch von einem Schild „Sackgasse“…
Paechvogel-Scheiße
5. August 2008 at 17:26 | In Deutschland, Europa+Nahost | 7 CommentsTags: Grüne, Norman Paech, Terrorversteher
„Der Anspruch, einen religiös fundierten Judenstaat in Nahost zu errichten und seine Grenzen Zug um Zug auf Kosten der dort lebenden Palästinenser zu erweitern, kann nicht auf das Verständnis der Araber zählen, deren Rechtsbewußtsein so nachhaltig verletzt wird. Da auch die Großmächte und die UNO, die Israels Existenz garantieren, den Verdrängten keine Perspektive bieten, wächst angesichts eines militärisch hochgerüsteten, über Atomwaffen verfügenden und zudem die Resolutionen der UNO permanent missachtenden Israel ein islamischer Fundamentalismus heran, der in seiner politischen wie militärischen Ohnmacht dann zur Gewalt aus Verzweiflung greift.“
Schreibt die Geistesgröße Norman Paech in „junge Welt“. Passt, weil sich gleich und gleich gern gesellen und stinkende Scheiße bei stinkender Scheiße nicht weiter auffällt.
„Der Anspruch, einen religiös fundierten Judenstaat in Nahost zu errichten“
ist natürlich nicht drin, das dürfen nur Muslime, vor allem im arabischen Raum, alles andere ist unverschämt und diskriminierend.
„seine Grenzen Zug um Zug auf Kosten der dort lebenden Palästinenser zu erweitern“
Ist auch klar: Wer mit der Absicht der totalen Vernicht seiner selbst angegriffen wird, der hat schon mal gar kein Recht sich zu wehren, geschweige denn, dabei auch noch Territorium zu erobern. Und wehe, der gibt das hinterher auch noch wieder ab – der beweist damit sein imperialistisches Expansionsstreben!
„kann nicht auf das Verständnis der Araber zählen, deren Rechtsbewußtsein so nachhaltig verletzt wird“
Nee, klar, deren Rechtsbewusstsein sieht ja so aus, dass man ihnen keinen Widerstand entgegensetzen darf, oder wenn, sich dann abmurksen lässt. Wer sie besiegt, der ist schon mal ganz unten durch, das ist ein Verbrechen. Also ist Israel ein Verbrechen, seine pure Existenz nicht erlaubt.
„Da auch die Großmächte und die UNO, die Israels Existenz garantieren, den Verdrängten keine Perspektive bieten“
Äh, wie wäre es, wenn die arabischen Brüder den von ihnen verursachten „Verdrängten“ nach drei Generationen mal eine andere Perspektive bieten würden als in ihren „Flüchtlingslagern“ zu hausen?
„wächst angesichts eines militärisch hochgerüsteten, über Atomwaffen verfügenden und zudem die Resolutionen der UNO permanent missachtenden Israel ein islamischer Fundamentalismus heran“
Auf jeden Fall. Die Juden waren schon in den 1920ern eine überlegene Militärmacht mit stehendem Heer usw., die an Atomwaffen bastelte und UNO-Resolutionen missachtete – uups, da gab’s die UNO noch nicht, da war der Völkerbund, der die Einrichtung einer jüdischen Heimstatt befohlen hatte!!! Das ist ein bisschen zu viel für Hadsch Amin al-Husseini, aber der konnte ja schon damals halluzinieren und hat schon vor allen anderen gesehen, was für ein bösartiger Haufen ihm da die Macht streitig machte (neben anderen Clans, arabischen Clans, die der Mufti von Jeruslaem sukzessive auslöschen ließ, um seine Macht zu festigen). Hadsch Amin war der große Prophet des 20. Jahrhunderts, was die Bösartigkeit der Juden angeht. Der hat offenbar alles vorausgesehen, was in den nächsten 80 Jahren mit den Juden noch kommen wird und deshalb damals schon ihre Vernichtung angestrebt.
Oh, der islamische Fundamentalismus – der hat die „Palästinenser“ doch nach den 1980-ern wieder ergriffen, nachdem die Hamas gegründet und mächtiger wurde. Die 40-50 Jahre davor waren sie Sozialisten bis Kommunisten und schwafelten die Parolen der Bolschewisten nach. Der ganze Hass gegen Israel, der Wille es zu vernichten, die Kriege, die waren alle vorher da – jetzt wird das nur noch religiös verbrämt, damit Knalltüten wie Paech-Norman ihn für etwas Neues halten. Und diese Volltrottel tun das natürlich, weil sie keine drei Tage zurückdenken können, ohne dass sie grundlegende Fakten verlieren.
„der in seiner politischen wie militärischen Ohnmacht dann zur Gewalt aus Verzweiflung greift“
Das könnte der erste Ansatz eines wahren Gedankens sein – wenn die arabischen Staaten (Muslime, Araber…) nicht endlich einmal die Konsequenzen aus ihren missglückten Völkermord-Versuchen ziehen würden. Wer immer mit dem Kopf vor die Wand rennt und daraus nur lernt, dass er weiter mit dem Kopf vor die Wand donnern muss, der darf sich über die Schmerzen nicht beschweren. Haben die Araber je etwas anderes versucht, als den Griff zur Gewalt? Zuerst selbst alle zusammen; dann nicht alle auf einmal, aber doch zu mehreren. Dann wieder, nur noch zu zweit. Und weil das alles nicht funktionierte, haben sie die Palästinenser erfunden und die Gewalt ausüben lassen. Und dabei sind sie geblieben. Alternativen? Werden gar nicht erst überlegt, weil sie nichts mit der Vernichtung des zionistischen Gebildes zu tun haben.
Paechvogel Norman liegt also auf der ganzen Linie daneben. Nicht ein einziger Teil seines Gesülzes passt mit den Fakten überein. Der außenpolitische Sprecher seiner Bundestagsfraktion beweist sein Unwissen, Nichtwissen, Ahnungslosigkeit. Oder seine Verbohrtheit, Ideologisierung, seine Boshaftigkeit, Ignoranz und seine Judenfeindschaft. Was natürlich rundheraus abstreiten wird. Wie alle von seiner Sorte.
Seine Fraktion lässt ihren stellvertretenden Vorsitzenden verlauten, dieser Beitrag von NP in der „jW“ sei eine private Meinungsäußerung; der stellvertretende Vorsitzende hält die Aussagen des Textes für „nicht akzeptabel“. Er findet sogar deutliche Worte zu den Defiziten des Genossen, attestiert ihm nicht vorhandenes, notwendiges Differenzierungsvermögen und Ignoranz der Geschichte. Bodo Ramelow betont ausdrücklich, dass für Fundamentalisten jeglichen Glaubens inakzeptabel sind. Auch die des roten Glaubens? Da müsste ihm doch zumindest Frau Wagenknecht zuwider sein, die kaum noch roter glauben kann. Und die Inkonsequenz, Typen wie Paech in seinen offiziellen Ämtern zu lassen, wo er doch so offensichtlich die Partei nicht vertreten kann, fällt den Tiefroten anscheinend auch nicht auf. So konsequent sind sie dann doch nicht.
Zu empfehlende Lektüre zum Thema:
- Lizas Welt
Seit wann ist die Tochter Die Tochter?
28. Juli 2008 at 9:30 | In Deutschland, Europa+Nahost, Geschichte | 7 CommentsTags: 1948, Evelyn Hecht-Galinski, FAZ
Evelyn Hecht-Galinski, deren Ansehen vor allem mit dem Satz „Ich bin die Tochter von Heinz Galinski“ begründet ist, nutzt diese Verwandtschaft extrem aus. Durch Vaters Ansehen und ihre Ansichten macht sie sich bei unseren Qualitätsmedien außerordentlich beliebt; dort wird sie gerne als „Publizistin“ tituliert und verkauft, obwohl sie nicht publiziert, sondern Leserbriefe schreibend und Broder hinterherreisend agitiert. Aber seit sie dies tut, laden die Schwätzer-Runden öffentlich-rechtlicher Sendeanstalten sie besonders gerne ein.
Ein kürzlich veröffentlichter Leserbrief der EHG in der FAZ nahm fast eine Viertelseite ein – so viel Platz wird Leserbriefen wohl so gut wie nie eingeräumt. Bei Der Tochter ist das anders. Die darf dann auf diese Weise ihre antiisraelische Hetze ablassen, womit die Zeitung ihre Ausgewogenheit (und ihre eigentlichen Ansichten) demonstriert, nachdem sie einen Text des ehemaligen israelischen Botschafters abdruckte. Es geht ja nicht, dass die „Geschichtsverdrehung und Mystifizierung einer Staatsgründung“ dieser „autistischen israelischen Gesellschaft“ unwidersprochen bleibt. Und so werden alle die üblen Lügen wieder durchgekaut und dem Leser vorgesetzt, die es zum Krieg von 1948/49 und zur heutigen Lage so gibt: totale Vertreibung, Völkermord, Apartheid, Wasserraub, widerrechtliche Tötungen usw. – wobei ihr jegliche Kritik am Palästinenser-Terrorismus abgeht. Das Übliche eben, die orgasmierende Verdammung Israels, weil dieser Staat nicht sein darf. Und wenn schon ein Israel, dann von Gnaden derer, die es vernichten wollen (ach das gibt’s ja nicht, die wollen den Juden doch gar nichts!).
Ich ganz persönlich frage mich: Warum tauchte Die Tochter eigentlich erst auf, nachdem ihr Vater nicht mehr lebt? Warum die Öffentlichkeits-Geilheit, nachdem ihr Vater sich nicht mehr gegen sie wehren kann?
Wie oben schon erwähnt: Die Tochter geht eben damit hausieren – dass Heinz Galinski ihr Vater ist. Dass der wahrscheinlich seit einigen Jahren im Grab rotiert, ist eigentlich auch klar.
Deshalb frage ich mich, ob die Frau sich ihre mörderische Haltung erst nach dem Tod ihres Vaters zu eigen machte. Oder musste sie bis zu seinem Ableben warten, um auf den Ruf ihres Vaters gestützt Israel auf diese Weise zu bekämpfen, weil er andernfalls dafür gesorgt hätte, dass jeder die Diskrepanzen zwischen ihrer Meinung und der seinen kennt?
Und hieß Die Tochter eigentlich schon vor ihrem Auftauchen in der deutschsprachigen Medienöffentlichkeit „Hecht-Galinksi“ (steht das in ihrem Ausweis) oder erst seitdem ihr Vater unter der Erde ist?
(Was die sogenannte „Kritik“ an Shimon Stein und dem Staat Israel angeht: „Mr. Moe“ hat „Evelyn Hecht-Galinskis Welt“ ein wenig genauer betrachtet und auseinandergenommen.)
Keiner Antisemit außer den Juden?
29. Juni 2008 at 21:20 | In Deutschland, Europa+Nahost, Geistesgrößen, Nahost-Konflikt | 4 CommentsTags: Antisemitismus, Antizionismus, Geschichte, Geschichtsrevision
Diese Schlussfolgerung muss man wohl ziehen, liest man die Äußerungen eines Göttinger Sportwissenschaftlers namens Arnd Krüger und dem, was ihm an Zustimmung in der unzensierten Medienlandschaft entgegenflutet.
Der Mann ist so irre zu behaupten, dass die israelischen Sportler 1972 gewusst hätten, dass sie überfallen werden und hätten sich freiwillig geopfert, um Israel zu nützen.
Ich vermute mal: Der These, dass Mohammed al-Dura von palästinensischen Terroristen erschossen wurde, um Stimmung gegen Israel zu machen, wird dieser Mann mit Sicherheit vehement widersprechen.
Aber zurück zum eigentlichen Vorgang. Lila berichtet ausführlicher, was von der Sch…. zu halten ist, die der Mann von sich gibt, indem sie ihm einiges ins Stammbuch schreibt, was jüdische/israelische Grundprinzipien und das Verhältnis zum Leben an sich angeht. Auch der „Lindwurm“ nimmt die wirren Schwachkopf-Konstrukte auseinander (auch wenn die religiösen Seitenhiebe nicht sonderlich erbaulich sind). Die Unverschämtheit dieses Mannes ist schlichtweg unglaublich. Seine Verlogenheit kaum übertreffbar. Wenn man einen geistigen Brandstifter sucht, dann ist dieser Göttinger Vorturner ein Paradesbeispiel.
Aus der offiziellen Welt kommen natürlich Reaktionen, die den Mann verurteilen und man kann sich einiges sogar anhören. Das ist gut und richtig. Und liefert den Israel-Hassern Munition, weil sie jetzt wieder behaupten, bei uns dürfe man Israel nicht kritisieren. Und der Göttinger Stinkstiefel wird zu ihrem neuen Helden. Tatsachen zählen ja nicht, man macht sie sich selbst.
Und so finden sich – auch von Lila angeführt – Reaktionen auf die Lügen des Göttingers, die für sich sprechen. Eines der ganz großen Kennzeichen der Israel-Hasser ist die Behauptung, dass bei jeder Gelegenheit, bei der kleinsten Kleinigkeit die Antisemitismuskeule (einer der Zitierten nennt es „Antisemitismuskarte“) gezogen würde. So ziemlich alle dieser zitierten Kommentatoren führen das „Argument“ mit dem Antisemitismus-Vorwurf an. Nochmal eine Vermutung: Sie weisen ihn natürlich auch alle ganz weit von sich.
Aber die Art und Weise, wie sei das tun offenbart etwas. Jeder kann etwas gegen Israel haben; jeder kann das Leid der Palästinenser beklagen. Das ohne die „Leistungen“ der palästinensischen Terroristen zu tun (oder diese nur als „Freiheitskämpfer“ zu sehen), ist schon reichlich einseitig, hat aber nichts Antisemitisches an sich. Es ist schlicht Blindheit. Mehr aber nicht. Doch was sonst noch so kommt, das geht in eine Richtung, die mehr als bedenklich ist.
Wer Israel einen „Holocaust an den Palästinensern“ vorwirft; wer behauptet, dass Israel „eine Atomparanoia“ habe, den Iran militärisch bedrohe und Israel deswegen als „schwere Bedrohung des Weltfriedens“ darstellt; wer behauptet, dass alle anderen Länder des Nahen Ostens auch die Atombombe haben müssen, weil sonst kein Friede einkehrt; der macht sich dessen schon verdächtig, was er sich vorgeworfen fühlt. Denn solche Vorwürfe werden (ansatzweise mit Ausnahme der USA) keinem anderen Staat und keiner Organisation gemacht. Und das ist bezeichnend.
Einer dieser Kommentatoren schreibt in seiner ganzen ideologischen Verblendung:
Weil ich der Meinung bin das jedem Land der Welt Atomwaffen zustehen, wenn welche in Bushs Händen sind, bin ich Antisemit? Wenn ich Krieg verachte ist, darf ich Israel nicht für den Libanon-Überfall verachten, weil ich dann Antisemit bin?
Nun, solchen Leuten entgegne ich: Du darfst dieser Meinung sein, ohne dass du Antisemit bist. Aber da
du nur Israel (und den USA) vorhältst, sie seien aggressiv;
weil du ausblendest, dass Israel vom Libanon aus überfallen wurde und REagierte (!);
weil du nicht berücksichtigen willst, dass die Amerikaner und Israelis keine Atombomben benutzt haben, obwohl sie sie besitzen
und du denen, die sie zur Vernichtung Israels einsetzen werden, das angekündigt haben und seit Jahrzehnten die Vernichtung der Juden anstreben, ihre Absichten nicht übel nimmst, sondern sie unterstützt,
ja, DANN BIST DU DOCH EIN ANTISEMIT, weil du die angestrebte Vernichtung der (israelischen) Juden gut heißt!
Weil du an Israel Maßstäbe negativ anlegst, die du keinem anderen zumutest;
weil du den Juden nicht zugestehst sich verteidigen zu dürfen (ja, ja, ich weiß, deine Lippenbekenntnisse zur Selbstverteidigung kenne ich – du bist dafür, dass sie sich verteidigen dürfen, nur haben sie bisher nie eine Art der Verteidigung gefunden, die du akzeptieren könntest!);
weil nach deiner Darstellung die Juden für alles, was ihnen angetan selbst verantwortlich sind
und die Terroristen (ach ja, das sind ja keine, das sind verzweifelte Leute, die nur frei sein wollen) ihnen antun,
DESHALB BIST DU DOCH EIN ANTISEMIT!
Wer, wie der Göttinger Sportwissenschaftler, den Juden unterstellt, sie hätten gewusst und gewollt, was da 1972 in München passierte, bedient sich klar antisemitischer Motive. Wer ihn unterstützt, muss sich gefallen lassen, dass im Propagierung antisemitischen Gedankenguts vorgeworfen wird.
Wie sie sich die Welt zurecht lügen
25. Mai 2008 at 17:35 | In Deutschland | No CommentsTags: Köln, Klagemauer, Terrorhelfer, Terrorversteher
Es gibt da in der „Toleranzstadt“ Köln eine Stelle, die die ganze hässliche Fratze der vermeintlichen deutschen (oder auch Kölner) Toleranz offenbart, weil sie glatt auf den Kopf stellt, was Toleranz und Respekt und vor allem Wahrhaftigkeit angeht.
Die Rede ist von der so genannten „Kölner Klagemauer“, dem unsäglichen Lügenkasten antiisraelischer Stimmungsmache. Nur ein Beispiel für die „Klage“ dieser „Mauer“ und wie sich da „Fakten“ gestrickt werden. Ein ganz einfaches Beispiel (das Foto holt ihr euch bitte selbst rein) – da wird behauptet:
ISRAEL’s hässliches Gesicht
Mit Massakern 4,3 Millionen Palästinenser
aus ihren Dörfern und Städten vertrieben.
Kein Rückkehr-Recht!
Nehmen wir mal an, die Behauptungen von den Massakern und den Vertreibungen würden tatsächlich stimmen – diese Aussage ist trotzdem jenseits jeglicher Realität. Das fängt bei den Zahlen an. 4,3 Millionen Vertriebene Araber sind beim besten Willen nicht festzustellen. Selbst die Terror- und Israelvernichtungs-Propagandisten reden von maximal einer Million „Vertriebener“ (die sich überdies damals weigerten Palästinenser genannt zu werden – „Palästinenser“ waren die Juden!). Die Wahrheit dürfte bei etwa 500.000 Menschen liegen, die ihre Orte und Häuser im Mandatsgebiet verließen und der allergrößte Teil von ihnen wurde nicht von den Juden vertrieben.
4,3 Millionen Palästinenser gibt es vielleicht heute. Sie alle zu von Israel 1948 vertriebenen zu machen, spricht nur eine Sprache: die der übertriebenen Hass-Propaganda gegen einen Staat, der schon bei seiner Gründung vernichtet werden sollte.
„Kein Rückkehrrecht!“, dröhnt es von diesem Schild. Hier wird besonders deutlich, wie diese Aktivisten der Terrorunterstützung mit zweierlei Maß rechnen. Denn einem Schlesier, Ostpreußen oder Sudetendeutschen mit ähnlichem Anliegen wird von genau denselben Leuten sofort das Etikett des Revanchisten und ewig Gestrigen, wenn nicht mehr angehängt.
Was ist also mit diesem „Rückkehrrecht“? Warum sollen es Generationen später und außerhalb „Palästinas“ Geborenen zustehen, wenn es nirgendwo sonst auf der Welt so ist? Warum sollen die „Palästinenser“ die einzigen Menschen der Welt sein, die historische Veränderungen und Realitäten nicht anerkennen müssen? Warum sollen die Juden Israels die einzigen sein, die historische Veränderungen, die sie so nicht wollten, sondern ihnen aufgezwungen wurden, rückgängig machen müssen?
Doch noch etwas wird an diesem Hetzplakat und dem, was darum herum gezeigt wird, deutlich: Niemand von diesen Toleranz-Wütern kommt je auf die Idee sich die Massaker und den Terror anzusehen, dem die Juden im Mandat ausgesetzt waren. Niemand von ihnen kommt auf die Idee die Rolle der arabischen Hetzer und Mordanstifter zu beleuchten. Unsere Hass-auf-Israel-Experten blenden alles aus, was Israels Handeln auch nur ansatzweise rechtfertigen könnte. Araber sind gut, Araber haben Recht, Israelis (die Juden, nicht die arabischen Israelis) sind der Teufel. So tolerant sind sie! Kein Wort zur permanenten Hetze, zum übelsten Antisemitismus der Gegenwart, dem Terror gegen Zivilisten, den Vernichtungsabsichten. Gibt es in der Welt der Toleranten nicht. Augen zu und schon haben wir die Welt, wie wir sie uns wünschen! Gratulation!
Wenn sich diese Haltung gegen Israel richtet, gegen die Juden Israels, dann ist der Weg nicht weit, dass auch die Juden andernorts in der Welt darunter zu leiden haben. Die „feinsinnige“ Unterscheidung zwischen „Antizionismus“ und Antisemitismus führt sich immer ganz schnell ad absurdum, wenn man sieht, welche Auswirkungen der „Antizionismus“ der Toleranten auf die Juden außerhalb Israels hat: Synagogen/jüdische Gemeindezentren, die stärker geschützt werden als Banken und Regierungsgebäude; Rabbiner, die mit den Worten „Scheißjude“ niedergestochen werden usw.
Aber am meisten entlarvt, was die Wasserträger der Toleranten von sich geben – wer nicht in der Führungsriege der Toleranz steht, vergisst nämlich oft genug ganz einfach von Zionisten reden zu müssen und nimmt den eigentlich gemeinten Begriff in den Mund: Jude. Was natürlich niemals Jude heißt, das muss anders gesehen werden. Lügt euch ruhig eure Welt zurecht, schöner wird sie trotzdem nicht!
Verkehrsleitung
17. April 2008 at 18:22 | In Deutschland, aua | No CommentsFür Namen kann ja keiner was. Und dass es kuriose Namen gibt, ist kein Grund für Aufregung. Höchstens mal für Häme, aber das ist auch gemein. Vor allem, wenn es Ausländer sind, für die ja ein Begriff etwas ganz anderes oder überhaupt etwas bedeuten kann, während die Einheimischen gar nichts dahinter sehen – wie in der Salzburger Gegend, wo Engländer haufenweise hinfahren, weil sie es so köstlich finden – und die Einwohner zur Weißglut treiben. Die können ja nichts dafür, dass Fucking für die Heinis von der Insel einen so völlig unfeinen Sinn ergibt…
Viel besser ist es natürlich, wenn schon die Einheimischen selbst eine schöne (oder weniger schöne) Bedeutung des Ortsnamens vorfinden. Darüber kann man dann herrlich lästern. Was den Namen dieser Bushaltestelle inspiriert haben mag, braucht man wohl nicht zu hinterfragen. Sind die Leute da jetzt so ehrlich, so unbedarft oder so braun?

Da wäre ich lieber in einem Solinger Stadtteil mit der nächsten Haltestelle – da weiß man zwar nicht, weshalb es einem schlecht geht, aber wenigstens, wo man dann hingehört:
Wo ich allerdings dann doch wieder Schwierigkeiten hätte, wäre in einer bestimmten Gegend im Sauerland – das wäre nun doch zu verfänglich, wenn ich mit der Entsorgung in Verbindung gebracht würde…
Problematische Realitäten einer großen Freundschaft
19. März 2008 at 14:16 | In Deutschland, Europa+Nahost, Israel, Nahost-Konflikt | No CommentsTags: Angela Merkel, Ehud Olmert, Iran
Bundeskanzlerin Merkel ist von ihrem erfolgreichen Besuch in Israel zurück. Sie wird von allen Seiten gelobt. Sie hat sich auf die Seite Israels gestellt, unsere Verantwortung als Deutsche klar gestellt, die PA-Terroristen einigermaßen links liegen lassen – rundum herrscht Zufriedenheit.
Persönlich nehme ich ihr alles ab, was sie Positives über, zu und an Israel gerichtet gesagt hat. Genauso wenig bestehen für mich Zweifel, dass sie das, was sie da überall gesagt hat, auch so meint und sich für Israel einsetzt. Das Problem: Was ist mit den anderen Freunden Deutschlands, mit denen man sich so wunderbar versteht, dass man sie kritisieren kann, ohne dass sich an der Beziehung mittel- bis langfristig etwas ändert? Insbesondere dem Verhalten gegenüber dem Iran, der seit Jahrzehnten übelst gegen Israel hetzt und seit dem Machtantritt von Mahmud Ahmadinedschad immer konkreter an der Verwirklichung der angekündigten Vorhaben arbeitet und dem Ziel mit jedem Tag näher kommt?
Alles das, was den eigentlichen Lakmustest der Nahost-Politik und Unterstützung Israels ausmacht, blieb mehr oder weniger außen vor – den Ansätzen der Worte folgen keine konkreten Taten, die die Worte umsetzen. Worum es sich dabei inhaltlich handelt und wie die israelische Regierung sich zum Komplizen des Friede-Freude-Eierkuchen macht, statt den Finger auf die Wunde zu legen, beschreibt Caroline Glick in ihrem Meinungsartikel in der Jerusalem Post.
Deutschlands pro-israelisches Machtspiel
Caroline Glick, Jerusalem Post, 17. März 2008
Die Rede der deutschen Kanzlerin Angela Merkel vor der Knesset heute Nachmittag wird der Höhepunkt dessen sein, was die israelischen Medien als „historischen“ dreitägigen Staatsbesuch in Israel bezeichnet haben. Am Tag vor Beginn von Merkels „historischem“ Besuch berichtete Der Spiegel über den „historischen“ Besuch eines anderen Deutschen in Afghanistan.
Dieser Besuch endete am 3. März, als der als Cüneyt C. aus Bayern und auch als Saad Ebu Furkan bekannte fragliche Besucher sich vor einem US-Wachtposten in Khost sprengte; das liegt eine Stunde Fahrt von der Grenze zu Pakistan, wo der Deutschtürke seine Terrorausbildung erhielt. Zwei US-Soldaten wurden getötet und Dutzende verwundet, nachdem sie unter dem Schutt gefangen waren; das macht C. zu Deutschlands erstem erfolgreichen Selbstmord-Bomber.
Er war zwar der erste Deutsche, der US-Soldaten tötete, aber C.s Kollege Sadullah K. ein junger Detuscher aus Hessen, starb bei einem solchen Versuch. K. wurde im Oktober bei einem US-Luftangriff an der pakistanisch-afghanischen Grenze getötet, nachdem auch er in Pakistan für den Terror ausgebildet wurde. Beide Männer gehörten zur Islamischen Jihad-Union aus Deutschland. die IJU machte im September Schlagzeilen, als deutsche Ermittler die Führer einer IJU-Zelle aushoben, die massive Anschläge auf amerikanische Ziele in Deutschland plante. Diese Führer – ebenfalls Deutsche – standen mit C. wie mit K. in Kontakt, die der Rasterfahndung der Polizei entkamen und es durch die Türkei und den Iran bis nach Pakistan schafften.
Und natürlich wurde Deutschlands Ruf als Heimat der al-Qaida-artigen Jihadisten durch die saudischen und ägyptischen Staatsbürger aufpoliert, die vor einigen Jahren in Hamburg studierten. Angeführt von Mohammed Atta, erfreuten sie sich deutscher Gastfreundschaft, während sie Anschläge planten, die sie in New York und Washington am 11. September 2001 ausführten.
Merkel, die sich und ihr Land als Israels größten Freund und Helfer in Europa darstellt, wird ohne Zweifel diese Story in ihrer Rede vor der Knesset ignorieren. Sie wird zweifellos ebenfalls nicht erwähnen, dass ihr Land der größte Importeur des Iran ist. Sie könnte vielleicht erwähnen, dass Deutschland letztes Jahr die Hälfte seiner Lohngarantien für deutsche Firmen strich, die mit dem Iran Geschäfte machen. Aber sie wird nicht erwähnen, dass dieser Zug fast keinen Einfluss auf das Handelsvolumen gehabt hat. In einem neuen Bericht über deutsche Firmen im Iran interviewte Reuters den britischen Geschäftsmann Robert Mills, der die DHL-Niederlassung in Teheran leitet. Der Express-Lieferdienst DHL ist Teil der Post- und Logistik-Gruppe Deutsche Post.
Mills schwärmte über das boomende Geschäft, das seine Firma im Iran macht, trotz der internationalen Sanktionen. Mills sagte, die von DHL beförderte Tonnage stieg in den letzten zwei Jahren um 50 Prozent und die Firma hat ihren Umsatz im Iran seit 2005 durch steigende Importe von allem, von Telekommunikations-Ausrüstung zu Autoersatzteilen, gesteigert.
Wie Mills berichten andere Geschäftsleute, die deutsche Firmen repräsentieren, boomende Geschäfte und steigende Möglichkeiten trotz der UNO-Sanktionen. Manager berichteten, dass ihre Gewinne sich in den letzten zwei Jahren verdoppelt und verdreifacht haben.
Irans Vertrauen in seine deutschen Geschäftspartner ist offensichtlich unbegrenzt. Warum sonst sollte man dort darüber nachdenken 90 Milliarden Dollar an Anteilen seiner Energiefirma an die Frankfurter Börse zu bringen? Wie MEED, der Nachrichtenbericht für den Mittleren Osten am Sonntag berichtete, arbeiten über 1.700 deutsche Firmen im Iran; damit wird die Tatsache, dass Deutschland kürzlich die Bankverbindungen mit den iranischen Banken abbrach, nicht als Hindernis betrachtet, die Firma an der Frankfurter Börse zu führen. Eine Sprecherin für die Deutsche Börse, die Firma, die die Börse in Frankfurt führt, sagte der Zeitschrift, dass man keine Einwände dagegen habe die iranische Firma dort zu listen.
Deutschlands Handeln gegenüber dem Iran kann nicht mit Merkels Reden über die Unterstützung Israels und der Verpflichtung zu seiner Sicherheit in Einklang gebracht werden. Deutschlands Handeln und sein pro-israelisches Reden können nur verstanden werden, wenn man sie durch die Linse der Machtpolitik betrachtet – die die Linse ist, die die politisch Entscheidenden in Sachen Entscheidungen zu Israel, dem Iran, dem Nahen/Mittleren Osten und sogar der Welt als Ganzem informiert.
Machtpolitik hat zwei Hauptkomponenten: der Drohung mit Krieg und Gewalt und wirtschaftlicher Einfluss. Aus der Sicht der Europäer handhaben die arabische Welt und der Iran beide Waffen der Machtpolitik gegen sie. Durch die widerspenstige, zunehmend radikalisierte muslimische Minderheitsbevölkerung in Europa – wie C. und K. und ihre IJU-Kollegen in Deutschland und Pakistan – hält die islamische Welt die Drohung mit Terror über die Köpfe der europäischen Führer. Und durch Öl halten sie Europa die ultimative wirtschaftliche Waffe an den Kopf.
Weder die EU noch ein einzelner europäischer Staat hat es geschafft eine schlüssige oder rationale Innenpolitik auszuarbeiten, um mit der Bedrohung fertig zu werden, die von Europas muslimischen Minderheiten ausgeht. Und so ist das Problem in den Bereich der Außenpolitik abgelenkt worden. Zusammen mit der Drohmittel Öl sind die Europäer hier mit dem arabischen und islamischen Druck klar gekommen, indem sie sich dafür entschieden ihn zu beschwichtigen. Das tun sie, indem sie Israel angreifen, die Palästinenser unterstützen und die Entwaffnung oder politische Niederlage der Hisbollah im Libanon verhindern.
Die Europäer handeln, wie sie es tun, aus einer Kombination von Gründen. Erstens haben sie keine wirklichen militärischen Fähigkeiten, weder zur eigenen Verteidigung, noch um die arabischen und muslimischen Staaten anzugreifen, die die muslimischen Minderheiten in Europa zur Rebellion anstacheln. Zweitens haben sie nicht den Wunsch ihre kollektive wirtschaftliche Macht zu nutzen. Wenn sie daran interessiert wären, würden sie natürlich die iranische Wirtschaft innerhalb von Wochen paralysieren, indem sie einfach ihren Handel mit Teheran einstellten. Und drittens verlassen sie sich als ultimative militärische Trittbrettfahrer darauf, dass die USA oder Israel, die beide durch das Atomprogramm des Iran direkter bedroht sind als sie selbst, die iranischen Atomanlagen für sie ausschalten werden.
Die Appeasementpolitik der EU wurde durch ihr Handeln als Kommandeure der UNIFIL-Streitmacht im Libanon seit dem Zweiten Libanon-Krieg deutlich. Israel hatte gehofft, dass die europäischen Streitkräfte, die die Mehrheit der 15.000 UNIFIL-Soldaten im Südlibanon ausmachen, verhindern würden, dass die Hisbollah sich nach dem Krieg wieder bewaffnete und vielleicht hilft die prowestliche Regierung Siniora gegen die Versuche Syriens, des Iran und der Hisbollah stärkt, sie zu stürzen. Doch das Gegenteil ist geschehen. Seit dem Krieg und unter den blinden Augen der Europäer hat die Hisbollah ihre Kräfte wieder aufgebaut. Drei Jahre nach den Demonstrationen des 14. März, die zum Rückzug der syrischen Truppen aus dem Libanon angespornt haben, ist die Regierung Siniora gelähmt und die Bewegung 14. März demoralisiert und in Auflösung begriffen.
Die Deutschen lieferten der Öffentlichkeit am 29. Februar eines der absurdesten Schauspiele europäischer Heuchelei und Verlogenheit. An diesem Tag übergab Deutschland das Kommando über das Marine-Kontingent der UNIFIL an Italien. Nach der Stationierung von vier Schiffen und 2.400 Mann vor der libanesischen Küste im Jahr 2006, mit dem ausdrücklichen Zweck die Wiederbewaffnung der Hisbollah zu verhindern, widmete Deutschland den Großteil seiner Anstrengungen sich über israelische Überflüge im libanesischen Luftraum zu beschweren und die IAF durch den Start deutscher Hubschrauber in den israelischen Luftraum ohne vorherige Koordination zu provozieren.
Und doch verkündete der deutsche Verteidigungsminister Franz-Josef Jung bei der Kommando-Übergabe im letzten Monat: „Wir können garantieren, dass keine Waffen über das Meer geschmuggelt wurden.“ Die Hisbollah ihrerseits ist von Deutschlands Seemacht deutlich unbeeindruckt gewesen. Sie hat keine Beschwerden gegen die deutsche Marine eingereicht, was sie sicherlich getan hätte, hätte irgendeines der 13.000 Schiffe, die die Deutschen kontrolliert zu haben behaupten, tatsächlich Waffen transportiert hätte. Bezeichnenderweise war die Hisbollah, während sie der deutschen Marine gegenüber überaus freundlich war, vor Wut einem Schlaganfall nahe, als in derselben Woche, in der die Deutschen das Kommando an die Italiener übergaben, die USS Cole vor der libanesischen Küste vor Anker ging.
Während Merkel die wirtschaftliche Unterstützung für den Iran, seine militärische Schwäche und die Entscheidung die Beschwichtigung der Araber auf Kosten Israels zu begrüßen als nationale und kontinentale Strategie in ihrer Rede vor der Knesset ignorieren wird, wird sie poetisch von der Unterstützung ihres Staates für den so genannten „Friedensprozess“ und die palästinensische Eigenstaatlichkeit schwärmen.
Merkel weiß natürlich ganz genau, dass Israels mutmaßlicher palästinensischer „Friedenspartner“, die Fatah-Bewegung, eine Terrorgruppe ist. Sie weiß ebenfalls, dass der mutmaßliche Friedensgesprächspartner der Regierung Olmert-Livni-Barak, der PA-Vorsitzende und Fatah-Führer Mahmud Abbas, weder in der Lage noch interessiert daran ist einen palästinensischen Staat zu gründen, der in Frieden mit Israel lebt. Sie weiß auch, dass, wenn der so genannte Friedensprozess einen palästinensischen Staat in Judäa, Samaria und Jerusalem zustande bringt, dieser Staat schlicht ein Terrorstaat sein wird, der an der Seite des Terrorstaates steht, der 2005 im Gazastreifen geschaffen wurde.
Und doch zieht es die Regierung Olmert-Livni-Barak vor, statt Merkel und ihre europäischen Kollegen mit diesen bekannten Fakten zu konfrontieren, die Farce mitzuspielen. Aus ihrer Sicht ist das alles belanglos. Die Europapolitik der israelischen Regierung besteht in der Beschwichtigung der Europäer, indem man ihnen hilft die Araber zu beschwichtigen.
Würde die Regierung Olmert-Livni-Barak einen Moment innehalten, um darüber nachzudenken, was sie tut, würde sie erkennen, dass sie völlig am Problem vorbei geht. Sei haben die Machtpolitik ignoriert, die die Entscheider Europas die Informationen für ihren politischen Zügen liefert. Würde sie sie erkennen, würde sie ihre Appeasementpolitik als die Katastrophe erkennen, zu der sie geworden ist.
Würde Israel das Spiel der Machtpolitik spielen, würde es begreifen, dass es drei Dinge tun muss. Erstens muss es seinen eigenen, beträchtlichen wirtschaftlichen Einfluss nutzen, um einzelne europäische Firmen zu zwingen sich zu entscheiden, ob sie bereit sind auf israelische Technologie zu Gunsten iranischer Exportmärkte zu verzichten, die nur ein Prozent des europäischen Außenhandels ausmachen. Zweitens würde es sicher stellen, dass die Europäer begreifen, dass Israel seine beträchtliche Militärmacht dazu nutzen wird seine Feinde zu besiegen. Und schließlich würde es sein politisches Gewicht nutzen, um Europas humanitäres und Friedensgerede als heuchlerische Schwindelei entlarven. Damit würde Israel daran arbeiten die Überlegungen der Europäer in deren eigenem Interesse zu ändern.
Aber in dem Medienwirbel der sich gut anfühlenden deutsch-israelischen Freundschaft, die Merkels Besuch gekennzeichnet hat, wird diese Woche nichts davon passieren. Und in dem vom Appeasement rasend gemachten politischen Klima, das Israel seit 1993 ergriffen hat, kann man sich kaum vorstellen, dass irgendjemand innehält, um zu erkennen, dass wir die einzigen sind, die den Europäern Glauben schenken.
Und? Überrascht?
4. März 2008 at 14:23 | In Deutschland | 2 CommentsTags: Hessen, SPD, Ypsilanti
Die hässliche hessische SPD hat’s gemacht. Sie bildet eine Minderheitsregierung, die sich vom guten Willen der Linksfaschisten abhängig macht. Wer davon überrascht ist, hat keine Ahnung von der SPD. Warum hätten die auch nicht im Westen nachmachen sollen, was sie im Osten vorexerziert haben? Zum Schaden des jeweiligen Landes?
Zusatzinformationen zum „Zug der Erinnerung“
3. März 2008 at 15:52 | In Deutschland, Geschichte | No CommentsTags: Deutsche Bahn, deutsche Geschichte, Holocaust, Zug der Erinnerung
Die ersten (privaten) Reaktionen auf den Eintrag „Der Zug der Erinnerung“ erweitern den Horizont. Einerseits muss ich ein klein wenig von der Kritik an der Bahn zurücknehmen: Sie hat nun doch die lange diskutierte Ausstellung genehmigt, die sie nicht haben wollte und die ich auch nicht so sinnvoll finde, weil sie in Bahnhöfen verortet wird, wo die Leute eher husch-husch vorbeirennen). Das war’s dann aber auch mit der Rücknahme. Denn die Bahn sorgt schon dafür, dass genau dieses Vorbeirennen noch unterstützt wird. Nachzulesen in einem Bericht in der ZEIT: Sonderzüge in den Tod.
Dort wird auch deutlich, dass die Bahn alles unternimmt, um diese Ausstellung klein zu halten, nicht attraktiv zu machen, die Leute nicht auf sie aufmerksam werden zu lassen. Weiterhin versäumt es die Bahn weiterhin ihre Nachkriegspersonalien offen abzuarbeiten.
Zu den Kosten, die der Zug der Erinnerung an die Bahn entrichten muss, steht im Fuldainfo ein Artikel, der die Zusammenhänge verdeutlicht und die Kritik an Mehdorns Kassierern verstärkt.
Eins bleibt klar: Die DB macht sich keine Ehre mit ihrem Verhalten. Und ich habe es satt, deren Vermeidungsverhalten zu erleben.
Der Zug der Erinnerung
2. März 2008 at 22:20 | In Deutschland, Geschichte | 3 CommentsTags: deutsche Geschichte, Holocaust, Nazideutschland, Zug der Erinnerung
Ohne die Bahn und ihre Züge hätten die Nazis ihr Programm der „Endlösung“ nicht durchführen können. Dabei ist ihr Tun und Wirken für den Holocaust bisher wenig „aufgearbeitet“ worden (ich mag diese Vokabel eigentlich nicht). Eine Initiative hat sich zum Ziel gesetzt an die mit der Bahn verschleppten und ermordeten (aber auch der überlebenden) Kinder und Jugendlichen zu erinnern: Der Zug der Erinnerung.
Dieser Zug machte am Monatswechsel Februar/März zwei Tage Station im Bahnhof Opladen. Von diesem Aufenthalt stammen die eingearbeiteten und verlinkten Bilder, wie auch ein haarsträubender Gästebucheintrag im Zug.
Die erste Überraschung beim Betreten des Bahnhofs: Der Zug ist auch etwas für Eisenbahn-Nostalgiker, denn er wird von einer Dampflokomotive gezogen und die Waggons sind auch „nicht gerade neu“. Die moderneren tragen die Aufschrift mit der Information:
Diese neueren Waggons sind so eingeteilt, dass im Gang auf der in Fahrtrichtung linken Seite Fotos vernichteter Kinder montiert sind. In den ehemaligen (vergrößerten) Abteilen finden sich die Ausstellungswände. Es beginnt mit einer Übersicht, wie der Streckenverlauf der Hauptrouten in die Vernichtung aus ganz Europa aussah,

flankiert von einer kurzen Geschichte der Züge in die Vernichtung und Angaben zu den aus den einzelnen Ländern abtransportierten jüdischen Kindern sowie der Sinti und Roma.
In den nächsten Abteilen folgen Einzelschicksale, die repräsentativ für alle stehen. Dem Schicksal der Familie Katzmann aus dem Erzgebirge, Tochter Inge (Jahrgang 1933), die über Leipzig und das KZ Theresienstadt nach Auschwitz geschickt wurden. Der Fall von Rudi Löwenstein steht als Beispiel für Jugendliche, die versuchten ihre Liebe bis zum Ende nicht aufzugeben, was mit Originaldokumenten festgehalten werden kann.
Das Schicksal von Sinti und Roma wird am Beispiel von Kindern aufgezeigt, deren Familien in Dreihausen bei Marburg überwinterten. Von 18 Personen, davon 11 Kinder und Jugendliche, überleben nur vier.
Eine weitere „Kategorie“ für in die Vernichtung verfrachtete Kinder ist Ursula W. (geb. 1926) und weiteren, die als „lebensunwert“ eingestuft wurden – wegen körperlicher Gebrechen, „problematischen“ Sozialverhaltens etc. Sie kamen nicht in KZs, sondern in „Vergasungsanstalten und „Kinderfachabteilungen“, was auf dasselbe hinauslief: Tötung. Dazu wird eine Karte gezeigt, auf der die Orte dieser Anstalten eingetragen sind (sie hätte größer ausfallen können):

Nach einer Abteilung über Verhältnisse in den Lagern und während des Transports mit dem Zug wird auf Kinder und Jugendliche aus anderen Ländern Europas übergegangen. Aus Norwegen wurden Juden zuerst mit dem Schiff transportiert, bevor sie in Zügen nach Auschwitz fahren mussten. Graciella steht für 58.000 vernichtete Juden aus Griechenland. In Litauen werden von August und November 1941 30.000 (jüdische und „halbjüdische“) Kinder erschossen, darunter auch Marie Holzmann (19), der bis zuletzt nicht gesagt wird, warum. Der Mutter wird in der Todesnachricht mitgeteilt, Marie sei eine gefährliche Kommunistin gewesen und ihr Vater Jude.
Wie grausam mit Familien– auch von Seiten des Auslands - umgegangen wurde, zeigt das Beispiel der Familie Hauben aus Krakau. Die Eltern vertrauen Tochter Ruti deren Tante an, die mit ihr und dem eigenen Sohn erst auf’s Land fliegt, dann ins Ghetto von Rzeszow ziehen müssen. 1942 erhalten Tante und Cousin Auswanderungspapiere – Ruti muss zurückbleiben und wird 1944 bei ihrer Ankunft im Lager Auschwitz ermordet.
Ein immens wichtiger Teil der Ausstellung folgt in den älteren Waggons, die keine Abteile mehr haben. Hier sind einige der entscheidenden Organisatoren der Bahntransporte in die Vernichtung aufgeführt. Die meisten von ihnen hatten nach dem Krieg Karrieren – bei der Bahn, aber auch in der Industrie – und wurden in lange Ehren gehalten. Nur einer von ihnen wurde vor Gericht gestellt, Albert Ganzenmüller; sein Verfahren wurde 1977 wegen Verhandlungsunfähigkeit eingestellt. Seine Rolle wird nicht nur beschrieben, sondern kann auch durch einen Briefwechsel mit Heinrich Himmlers Adjutant Karl Wolff dokumentiert werden.
Noch etwas ausführlicher ist die Beschreibung von Julius Dorpmüller, der ab 1937 als Reichsverkehrsminister entscheidend an der Organisation der Todestransporte teil hatte. Er starb im Juli 1945 und wurde 1949 vom Entnazifizierungsausschuss als „entlastet“ eingestuft. Er bleibt in der Bundesrepublik hoch angesehen; nach ihm werden Säle und Räume der Bahn und Straßen verschiedenster Städte benannt (bis 1985); die Bahndirektion Hamburg bezahlt bis 1991 die Pflege seines Grabes. Bis 1995 bleibt er Ehrensenator der TH Aachen.
Eine Videoinstallation lässt die Befragung eines Bahners hören, der erklärt, dass die Bahnhöfe, zu denen die Transporte in die Vernichtung gingen, für ihn lediglich „Ziele“ waren. Wie üblich, hat der Mann nichts gewusst. Er gehört zu den vielen, die die Augen und Ohren massiv und aktiv schlossen. Aber selbst weit oben angesiedelte, aktive Täter wie Walter Stier, der an der Wannsee-Konferenz teilnahm, brauchen im Nachkriegsdeutschland nichts befürchten!
Wer noch Kraft dazu hat, kann einen „Brief an Hannelore“ schreiben. Es wird ausdrücklich dazu ermuntert, die vorhandenen Briefe zu lesen und neue zu schreiben, die den eigenen Gefühlen zum Thema Ausdruck geben.

Gegenüber etwas eher Symbolisches: Trauergebräuche – Christen bringen Blumen mit ans Grab, um zu zeigen, dass sie dort waren, Juden legen einen Stein hin. Hier sind die Steine – anders als normalerweise – mit Namen und Daten (ermordeter Kinder und Jugendlicher) beschriftet.

Im Anschluss erhält die Ausstellung so etwas wie „Lokalkolorit“. Neben der Geschichte einer Jugendlichen, die auf dem Kölner Hauptbahnhof festgenommen wurde, ist hier (vorläufig) Platz für das Schicksal zweier jüdischer Familien aus den (heutigen) Leverkusener Stadtteilen Wiesdorf und Opladen, die bei der hiesigen Ausstellungseröffnung vom Oberbürgermeister übergeben wurden.
Ebenfalls Teil der Ausstellung sind Informationen über befreite Kinder mit Aussagen, wie glücklich sie auf einmal waren und sein konnten und wie belastend das Überleben andererseits doch auch war.
Am Ende des Zuges gibt es Informationen zum Verein „Zug der Erinnerung“ und seinen Aktivitäten sowie ein Gästebuch. Und hier kann man nach dem Schrecken der Nazis noch zweimal erschrecken.
Die Bahn ist ein Betrieb, der offensichtlich bisher weder an einer Aufarbeitung ihrer Geschichte interessiert war noch etwas dazu beizutragen bereit ist, wenn andere daran arbeiten. Wir kennen das Hickhack um die (meiner Meinung nach unsinnigen) Dauerausstellungsversuche in Bahnhöfen. Es erstreckt sich auch auf die Ausstellung „Zug der Erinnerung“. Und so sind Herr Mehdorn und seine Vorstandskollegen trotz vielfältiger Proteste hochrangigster Persönlichkeiten aus Politik und öffentlichem Leben nicht bereit, den Zug umsonst oder gegen geringeres Entgeld über ihr Streckennetz fahren oder in Bahnhöfen stehen zu lassen. Damit muss der Verein im Monat Tausende Euro aufbringen um €3,50 pro gefahrenen Kilometer und zwischen €250 und €425 pro Tag an den Standorten zu zahlen – was sich schnell mal auf fast €8.000,- (November 2007) oder mehr belaufen kann. Alleine die Standgebühren für Dezember 2007 belaufen sich auf €5.872,50 – NETTO! Dass die Deutsche Bahn AG nicht bereit ist, hier auf Kostenerstattung zu verzichten oder nur symbolische Zahlungen zu fordern, ist ein Zeichen, dass man dort offensichtlich in keinster Weise bereit ist sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Während Industriebetriebe eigens Leute damit beschäftigen die Vergangenheit im Nazireich aufzuarbeiten, verlangt die Bahn noch haufenweise Geld dafür, dass das für sie erledigt wird. Ich empfinde das als unglaubliche Sauerei und habe mir erst einmal vorgenommen, dieses Verkehrsmittel nicht mehr zu nutzen.
Manchmal nicht viel besser, wenn auch auf ganz anderer Ebene, sind Einträge in Gedenkbücher. So auch hier. Da hatte einer hineingeschrieben (Unterschrift unkenntlich gemacht): „NIE WIEDER KRIEG. NIE WIEDER AUSCHWITZ. NIE WIEDER AUSCHWITZ ALS BEGRÜNDUNG FÜR KRIEG.“
Das ist genau die Form des „Nie wieder“, die wir nun gar nicht brauchen können. Dieser Schreiber würde sogar für Auschwitz nicht bereit sein einen Kampf zu führen. Auf solche Leute – die leider wohl eine Mehrheit in Deutschland stellen – trifft genau der Ausspruch von Dennis Prager zu, den ich in die Sidebar gestellt habe: Aus dem Nationalsozialismus habt ihr nichts gelernt. Statt zu lernen, dass das Böse bekämpft werden muss, habt ihr gelernt, dass es böse ist zu kämpfen. Prager hatte dem noch ein „es scheint so“ voran gestellt. Das kann man ohne weiteres streichen. Solche Leute sind die, die dem neuen Völkermordversuch an den Juden nichts entgegenzusetzen bereit sind, sondern die sich wehrenden Juden noch als Aggressoren diffamieren. Ich habe mir verkneifen müssen, selbst etwas in dieses Buch zu schreiben, es wäre unanständig geworden. Hier kann ich jetzt, nachdem ich mich abgeregt habe, einen Eintrag machen, der dort hätte stehen sollen:
NIE WIEDER
“Nie wieder“ muss heißen:
Keine Morde an Unschuldigen mehr.
Keine Morde an Juden mehr, egal, wo sie sind.
Man darf nicht nur die Toten der Vergangenheit betrauern,
sondern man muss auch die Judenvernichtung und
den Antisemitismus der Gegenwart bekämpfen.
Und dazu gehört aufzustehen,
wenn jüdische Kinder mit Raketen beschossen werden,
wenn sie mit Gewehren oder Artillerie beschossen werden.
Auch, wenn Terroristen die eigene Bevölkerung als Geisel nehmen,
ihre Kinder als menschliche Schutzschilde benutzen,
um Juden töten zu können.
Es gehört dazu,
dass man terroristische Propaganda zurückweist,
Terroristen Terroristen nennt statt Freiheitskämpfer
und sie aktiv daran hindert ihrem Tun nachzugehen.
Es gehört dazu,
dass man diejenigen,
die sich gegen den Terror wehren,
unterstützt statt sie zu verurteilen.
Kurz gesagt:
“Nie wieder“ heißt,
die Leute, die das Werk der Nazis fortsetzen wollen,
bekämpft und notfalls vernichtet,
wie die Herrschaft der Nazis beseitigt wurde.
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