Den Jihadismus immer noch nicht begriffen

22. Oktober 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in die Welt+Islam, Islam+Islamismus, Medien + Islam, Muslime | 1 Kommentar
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Bruce Thornton, FrontPageMag, 14. Oktober 2014

Präsident Obamas Behauptung von neulich, der Islamische Staat habe nichts mit dem Islam zu tun, ist nicht neu. Seit 9/11 haben wir von beiden Seiten des politischen Spektrums zu hören bekommen, dass jihadistischer Terror materielle Ursachen und von sozialen, politischen oder wirtschaftliche Fehlfunktionen bedingte psychologische Beschaffenheit habe. Dieses Argument ist alt und war nach 9/11 üblich. Typisch für solches Denken war Bill Clintons Behauptung, diese „Kräfte der Reaktion [Al-Qaida] zehre von Desillusionierung, Armut und Verzweiflung“. Unerklärt bleibt die Tatsache, dass Milliarden anderen Menschen überall auf der Welt noch verarmter und hoffnungsloser sind, aber keine multikontinentalen Netzwerkgruppen geschaffen haben, die sich dem Zufügen von brutaler Gewalt und Verstümmelung an denen verschrieben haben, die ihren Glauben nicht teilen oder ihre Visionen von Weltherrschaft behindern.

Solch materialistische Analysen ignorieren den historischen und theologischen Kontext modern islamischer Gewalt oder versuchen ihn zu positiv zu erklären. Das Ergebnis ist, das wir im zweiten Jahrzehnt unseres Krieges gegen den Jihad das Problem immer noch falsch diagnostizieren und uns handlungsunfähig machen, indem wir zu Werbung für Demokratie oder wirtschaftliche Entwicklung Zuflucht suchen, obwohl diese Lösungen nichts mit der Wurzel des Problems zu tun haben – der theologisch sanktionierten Gewalt, Intoleranz und totalitärem Universalismus, der den traditionellen Islam definiert.

Ein aktuelles Beispiel dieses Versagens der Vorstellungskraft erschien im Wall Street Journal in einem Aufsatz des peruanischen Ökonomen Hernando de Soto. De Soto ist einer der eloquentesten Helden der freien Marktwirtschaft und von Wohlstand, Freiheit und Chancen, die von ihr geschaffen werden können Lateinamerikas. Mit Verweis auf den Erfolg einiger lateinamerikanischer Länder beim Loslösen von dirigistischen oder sozialistischen Wirtschaftsordnungen behauptet de Soto, dass auch in der muslimischen Welt „wirtschaftliche Hoffnung die einzige Möglichkeit ist den Kampf um die Wähler zu gewinnen, aus dem sich die Terrorgruppen nähren“.

Um diese Behauptung zu untermauer, benutzt de Soto eine Analogie zwischen islamischen Jihadisten und der radikal marxistisch-leninistischen Terrorgruppe „Leuchtender Pfad“, die in den 1990-er Jahren Peru heimsuchte. Genauso, wie wirtschaftliche und rechtliche Reformen Chancen und weiter verbreiteten Wohlstand schufen und damit die Unterstützung für den Leuchtenden Pfad austrockneten, argumentiert de Soto, könnte ähnliche Aufmerksamkeit auch im Nahen Osten Unternehmertum und Gesetze ermutigen, die für Geschäfte günstig sind und damit die zahlreichen jihadistischen Gruppen neutralisieren. Diese Analogie ignoriert jedoch die entscheidenden Unterschiede zwischen einer glaubensbasiert Bewegung und einer wie dem auf einer säkularen, materialistischen Ideologie wie dem Kommunismus gegründeten.

Der Islam und der Kommunismus weisen Ähnlichkeiten auf, wie zahlreiche Autoren seit fast einem Jahrhundert feststellten. Bertrand Russell schrieb 1920: „Der Bolschewismus kombiniert die Charakteristika der Französischen Revolution mit denen des Aufstiegs des Islam… Marx hat gelehrt, dass der Kommunismus unwiderruflich dafür vorherbestimmt ist zustande zu kommen; das schafft einen Geisteszustand, der dem der frühen Nachfoger Mahommets (Mohammeds) nicht unähnlich ist.“ Der französische Soziologe Jules Monnerot schrieb 1949: „Sowjetrussland ist nur das geografische Zentrum, aus dem der kommunistische Einfluss ausstrahlt; er ist ein ‚Islam‘ auf dem Marsch und betrachtet seinen Grenzen zu jeder Zeit als rein provisorisch und vorläufig. Wie der siegreiche Islam macht der Kommunismus keine Unterschiede zwischen Politik und Religion, aber diesmal trifft der Anspruch sowohl universaler Staat als auch universale Wahrheit zu sein nicht nur innerhalb einer Zivilisation oder Welt zu, die mit anderen, unterschiedlichen Zivilisationen, anderen Welten koexistiert, sondern auf den gesamten Erdball.“

Diese Vergleiche, zeigt Ibn Warraq in seiner Übersicht, sind insoweit geeignet, als sie die universalistischen Ambitionen und die totalitäre Natur des Kommunismus und des Islam als Ideologien verdeutlichen. Doch die wichtigen Unterschiede zwischen den beiden Glaubenssystemen, wie sie genau genommen in der Praxis erscheinen, machen die Analogie weniger brauchbar, wenn es darum geht den Islam zu reformieren und den Jihadismus zu neutralisieren. Wir können dieses Problem in einem jüngeren und einflussriechen Beispiel des Vergleichs der Sowjetunion mit dem Islam erkennen, Natan Sharanskys „The Case for Democracy“ von 2004, das George W. Bushs fehlgeschlagenem Ziel im Irak demokratische Freiheit zu schaffen inspirierte. Sharansky argumentiert, dass genau so, wie die Sowjetunion wegen des angeborenen Wunsches nach Freiheit zusammenbrach, auch in der muslimischen Welt demokratische Regierungen zu schaffen, die politische Freiheit und Menschenrechte respektieren, die Jihadführer ihrer Rekruten berauben würde.

Diese Analogie ignoriert jedoch einen tief gehenden Unterschied zwischen Kommunismus und Islam. Der Sowjetkommunismus war eine materielle, atheistische Ideologie, die einem tief religiösen Volk gewaltsam aufgezwungen wurde. Er versuchte die religiösen Bedürfnisse der Russen zu unterdrücken und zum Ausgleich materiellen Wohlstand zu bieten. Er versagte bei beidem. Beachten Sie, dass heute ein autokratischer Wladimir Putin bei den Russen weit verbreitete Unterstützung genießt, zum Teil, weil er die religiösen Empfindlichkeiten und den Stolz des russischen Volks anerkennt und ihren Glauben vertritt, das religiöse Frömmigkeit im Herzen seiner nationalen Identität liegt und es vom gottlosen, säkularen Westen trennt. Und diese Unterstützung bleibt trotz der offenkundigen Störungen und der Korruption in der russischen Wirtschaft stark.

Putins Autokratie ähnelt den noch autokratischeren Regierungen des muslimischen Nahen Ostens. Dort achten solche Regime sorgfältig darauf die religiösen Sensibilitäten ihrer Völker zu respektieren und zufriedenzustellen; am offensichtlichsten findet das in Saudi-Arabien statt, wo die Unterstützung von und Toleranz für Wahhabismus und Jihadismus im Ausland geholfen haben das Haus Saud an der Macht zu halten. Auch im Iran, wo die Mullahkratie sich beträchtlicher Unterstützung bei den Massen frommer Schiiten in den Dörfern und Städten jenseits außerhalb der Reichweite westlicher Kameras in Teheran erfreut; oder in der Türkei, wo Tayyip Erdoğan ein Jahrhundert kemalistischer Säkularisierung und Demokratisierung durch die Wiederbelebung des traditionellen Standesdünkels als einzigem Paradigma sozialer und politischer Ordnung rückgängig zu machen.

In all diesen Beispielen bleiben autokratische Führer, bei all ihrer Tyrannei und Unfreiheit immer noch solidarisch mit ihrem Volk, was sich auf religiöse Frömmigkeit und Harmonie zwischen Herrscher und Beherrschten gründet, die es im Sowjetkommunismus nicht gab. Dafür teilen sie die Feindseligkeit und oft Hass auf den Westen und besonders die Vereinigten Staaten, die für die frommen Muslime ein gottloses Sodom des Materialismus und der Sittenlosigkeit sind, das von wurzellosem Individualismus und unverantwortlichen Freibriefen getarnt als Wohlstand und demokratischer Freiheit genährt wird. Selbst wenn also dem Wunsch nach politischer Freiheit und materiellem Wohlstand von autokratischen Regimen des Nahen Ostens nicht nachgekommen wird, die religiösen Bedürfnisse werden bedient.

Es ist diese tiefgehende islamische Spiritualität, die de Soto und andere Säkularisten ignorieren. Wenn die von de Soto und anderen favorisierte wirtschaftliche Entwicklung die Ungläubigkeit, sexuellen Freibriefe und Gottlosigkeit angerichtet haben, die die Muslime tagtäglich im Satellitenfernsehen und im Internet sehen können, warum sollten sie eine solche Welt auf Kosten ihrer unsterblichen Seelen gewinnen? Dass dieses Bild der USA, inzwischen fast ein Jahrhundert alt, zu einem gewissen Grad eine einseitige Karikatur ist, spielt keine Rolle. Es ist das, was Muslime sehen, was sie in Freitagspredigten in ihren Moscheen hören und was den Jahrhunderte alten kosmischen Konflikt zwischen den Glaubenstreuen und den Ungläubigen schärft, zwischen dem Haus des Islam und dem Haus des Krieges.

Wirtschaftliche Entwicklung ist nicht die Antwort auf islamischen Terror. Der Iran und die Türkei sind keine verarmten Nationen, doch sie unterstützen aktiv jihadistischen Terror. Ebenso Qatar, das sagenhaft reich ist. Wie die Autokraten teilen die Jihadisten fundamentale Überzeugungen mit Millionen Muslimen weltweit. Letztere möchten sich nicht in die Luft jagen oder persönlich Jihad führen oder sie mögen glauben, dass solche Gewalt taktisch falsch ist, aber das beseitigt nicht die spirituelle Solidarität, den Wunsch unter dem Gesetz der Scharia zu leben und Träume weltweiter islamischer Dominanz, die auf traditionellen islamischen Überzeugungen und Praxis gründet – eine Solidarität, die eine atheistische, säkulare Ideologie wie der Kommunismus niemals bei den Volksmassen genoss, ob nun in Russland oder Peru. Bis wir den Jihadismus als spirituelles statt als materielles Phänomen betrachten, werden wir weiter Taktiken und Politik betreiben, die zum Scheitern verurteilt sind.

Was Kinder lehren?

20. Oktober 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in die Welt+Islam, die Welt+Nahost | Hinterlasse einen Kommentar
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Falsche Toleranz

19. Oktober 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in die Welt+Islam, Terrorismus, Zitate | Hinterlasse einen Kommentar
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Danke, ISIS

16. Oktober 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in die Welt+Islam, Islam+Islamismus | Hinterlasse einen Kommentar
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David Horowitz, FrontPageMag/National Review online, 10. Oktober 2014

Enthauptungen unschuldiger Menschen sind unaussprechliche Taten, die die barbarische Grausamkeit des islamischen „heiligen Kriegs“ gegen den Westen – gegen uns – spiegeln. Doch trotz der Absichten der Täter haben sie eine unerwartete Brauchbarkeit gehabt.. Ihre grausigen Bilder sind in die Wohnzimmer und das Bewusstsein der gewöhnlichen Amerikaner gekommen und haben sie aufgeweckt.

Die Unmenschlichkeit der islamischen Bewegung zur Beherrschung der Welt ist eigentlich schon seit Jahrzehnten offenkundig: durch die Selbstmord-Bombenanschläge auf die Kaserne der US-Marines im Libanon 1982, durch den Bombenanschlag auf das World Trade Center 1993, durch die Selbstmordanschläge auf Juden – Männer, Frauen und Kinder – während der zweiten palästinensischen Intifada ab 2000, durch die Angriffe auf das World Trade Center und das Pentagon am 9/11 im Jahr 2001 und durch die Enthauptungen im Irak durch Al-Qaidas Abu al-Zarqawi und die Salafistengruppe, die als Ansar al-Islam im Irakkrieg bekannt war.

Unglücklicherweise hat die Reaktion auf diese barbarischen Taten seitens Teilen der Demokratischen Partei und der linken Eliten darin bestanden, diejenigen zu verurteilen und an den Rand zu drängen, die sie barbarisch nannten. In den Augen dieser Linken ist es rassistisch das Wort „Barbarei“ zur Beschreibung von Taten von Menschen der Dritten Welt zu benutzen. Den Islam mit den Islamisten zu verknüpfen war islamophob. Präsident Obama ist immer noch in dieser Zeitschleife gefangen und bestreitet mit sehr vielen Worten, dass der Islamische Staat islamisch ist. Dass der amerikanische Oberkommandierende in Kriegszeiten eine derart offensichtlich debile Äußerung über die Feinde seines Landes tätigt, spiegelt, wie tief verankert diese Ideologie der Beschützung der Islamisten (und der Gefährdung der Unschuldigen) ist. Selbst Obamas Vorgänger, George W. Bush, konnte sich nicht dazu aufraffen den Feind als islamisch zu beschreiben. Sich für „Krieg gegen den Terror“ als beschreibenden Begriff zu entscheiden, war eine Möglichkeit die Tatsache auszulassen, dass Grausamkeit nicht von Nihilismus, sondern vom islamischen Gauben motiviert war. Die Obama-Demokraten sind noch tiefer ins Leugnen versunken; sie eliminierten „Krieg gegen den Terror“ aus dem Vokabular der Regierung und ersetzten ihn durch „Eingreif-Operationen in Übersee“.

Seit mehr als einem Jahrzehnt versuchte eine Hand voll Konservativer, zu denen ich gehörte, wegen der islamistischen Bedrohung Alarm zu geben. Für unsere Bemühungen wurden wir verhöhnt, als Fanatiker beschmutzt und als Islamophobe an den Rand gedrängt. 2004 veröffentlichte ich ein Buch mit dem Titel „Unholy Alliance“ (Unheilige Allianz) über die islamistische Bewegung und die Unterstützung die sie aus der amerikanischen Linken erhielt. Für meine Sorge wurde ich vom Harvard-Professort und Islam-Experten Noah Feldman in der New York Times Book Review als „Relikt“ abqualifiziert. Es war das letzte Mal, dass die Times mein Buch erwähnte.

2006 und 2007 organisierte ich fast 200 „Teach-Ins“ an amerikanischen Universitäten, die ich „Islamo-Fascism-Awareness“-Wochen nannte. Die Idee war den Begriff „islamo-faschistisch“ als Beschreibung des uns gegenüber stehenden Feindes zu legitimieren. Diese Demonstrationen wurden von der Muslim Students Association angegriffen, die eine Rekrutierungsorganisation für die Muslibruderschaft ist, ebenso von Students for Justice in Palestine, einer Fassadenorganisation der Terrorpartei Hamas. Sie waren auch Inspiration für die Verachtung durch die liberalen Linken. Joshua Micah Marshall von Talking Points Memo widmete zwei YouTube-Videos der Verachtung meiner Person, weil ich diese Demonstrationen abhielt. Campus-Linke bezeichneten die sie organisierenden Studenten als Rassisten, Fanatiker und Islamophobe.

Resolutionen, die Kritiker islamischer Frauenfeindlichkeit und islamischen Terrors als „Islamophobe“ denunzierten, wurden einstimmig von Studentenräten an der UCLA, UC Santa Barbara und dutzenden weitere Eliteschulen einstimmig verabschiedet. Langatmige Bericht zu Gefahr durch Islamophobie zielten gegen mich und andere Redner bei unseren Campus-Demonstrationen, darunter Robert Spencer und Daniel Pipes. Diese Berichte anzufertigen kostete Zehntausende Dollar; veröffentlicht wurden sie von FAIR, CAIR, dem entsetzlichen Southern Poverty Law Center und dem Center for American Progress – dem Beraterstab der Demokratischen Partei.

Und dann kam ISIS. Die fürchterlichen Bilder der Enthauptungen, die Bericht von Massenabschlachtungen und die Drohungen gegen das amerikanische Heimatland haben erreicht, was unser kleines Aufgebot belagerter Konservativer niemals allein hätte erreichen können. Sie brachten Bilder dieser islamischen Fanatiker und Barbaren in die Wohnzimmer der amerikanischen Öffentlichkeit und plötzlich begann sich der akzeptierbare Sprachgebrauch zur Beschreibung des Feindes zu verändern. „Wilde“ und „Barbaren“ begann von den Zungen der Nachrichtensprecher und Kommentatoren zu fließen, die zuvor niemals davon geträumt hätten diese Grenze zu überschreiten – aus Angst die politisch Korrekten vor den Kopf zu stoßen.

Praktisch jede wichtige Muslimorganisation in Amerika ist ein Zweig der Muslimbruderschaft, des Urquells des islamischen Terrors. Huma Abedin, die stellvertretende Stabschefin von Außenministerin Hillary Clinton war (und immer noch Clintons Vertraute und Hauptberaterin ist) kommt aus einer Familie von Führern der Muslimbruderschaft. Doch immer noch sind Abgeordnete, die die Macht haben diese Dinge zu untersuchen, zu eingeschüchtert sie aufzubringen. Die Abgeordnete Michele Bachmann, die sie aufbrachte, wurde nicht nur von der Linken als Rassistin niedergemacht, sondern auch von John Boehner (Mehrheitsführer der Republikaner im Repräsentantenhaus) und John McCain.

Sprache ist eine Waffe im Kampf gegen die Bedrohung, der wir uns gegenüber sehen. Wir können einen Krieg nicht effektiv kämpfen, wenn wir den Feind nicht benennen oder seine Methoden nicht beschreiben oder seinen Einfluss auf unsere Politik nicht untersuchen können. Der Islamische Staat hat eine Gelegenheit geschaffen, damit gesunder Menschenverstand und Realismus obsiegen können. Die Tragödie ist, dass es die Abschlachtung hunderttausender Muslime und Christen im Nahen Osten und die fortgesetzte Ausrottung der katholischen Präsenz im Irak benötigte, um die Menschen aufzuwecken. Und unglücklicherweise pennt der Präsident immer noch oder weniger freundlich ausgedrückt: er ist Zielen gegenüber feindlich gesonnen, ist dem uns verteidigenden Militär gegenüber feindlich gesonnen und identifiziert sich stärker mit der islamischen Welt, die diese Kräfte hervorgebracht hat, die uns vernichten wollen, statt mit dem Land, das zu verteidigen er geschworen hat.

Ben Affleck: Porträt des ahnungslosen Apologeten

15. Oktober 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in die Welt+Islam, Geistesgrößen | 1 Kommentar
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Raymond Ibrahim, PJMedia, 6. Oktober 2014

Der Wert des jüngsten Ausfalls von Ben Affleck in Verteidigung des Islam auf HBOs Real Time besteht darin, das wir hier in einem einzigen zehnminütigen Ausschnitt alle linken/linksliberalen Gemeinplätze vorgelegt bekommen, die immer dann benutzt werden, wenn der Islam kritisiert wird.

Im Folgenden werden Afflecks Hauptargumente vorgestellt und dann diskreditiert.

Relativismus und der Mythos der islamischen Heterogenität

Als der Schriftsteller Sam Harris m Anfang, einige kritische Bemerkungen zum Islam machte, unterbrach ihn eine sichtbar erregter Affleck mit der sarkastischen Frage: „Sind Sie derjenige, der die offiziell kodifizierte Doktrin des Islam kennt? Sind Sie der Interpetator davon?“

Affleck argumtentierte pratisch, dass wirklich niemand qualifiziert ist zu sagen, was islamisch ist und was nicht, da alle Muslime frei sind den Islam auf jede Weise zu interpretieren, wie sie es wollen. Diese Ansicht hat weniger damit zu tun, wie der Islam praktiziert wird, sondern mehr mit westlichem Relativismus, insbesondere mit dem postmodernen Glauben, dass es keine „Wahrheiten“ gibt, dass alles offen ist für individuelle Darstellung. Sollte also selbst ein Scheik der Al-Azhar-Universität Affleck sagen, das die am Islam geübte Kritik stimmt, würde der Schauspieler zweifelsohne antworten: „Gut, das ist Ihre Meinung, aber ich weiß, dass die meisten anderen Muslime das nicht so sehen.“

Der fundamentale Fehler in dieser Haltung ist, dass sie die Muslime auf ein höheres Podest an Autorität stellt als den Islam selbst (obwohl Muslime per Definition die sind, „die sich denm Islam unterwerfen“, der „Unterwerfung“ unter Allahs Gesetz ist. Der Islam gründet auf dem Gesetz, der Scharia – Unterwerfung von Frauen und religiösen Minderheiten, Krieg gegen „Ungläubige“ und die Versklavung ihrer Frauen und Kinder, Verbot freier Meinungsäußerung und Abfall vom Glauben – was Affleck normalerweise verurteilen würde.

Kurz gesagt: Der sunnitische Islam, dem ungefähr 90% aller Muslime folgen, ist weit davon entfernt heterogen zu sein. Er hat nur vier anerkannte Rechtsschulen und diese stimmen in den Grundlagen mit nur geringen Differenzen zu Details überein. Selbst in den übrigen 10% der islamischen Konfessionen, die zumeist schiitisch oder Ableger davon sind, stellt man fest, wenn es um intolerante Aspekte geht, auch sie damit übereinstimmen. Zum Beispiel schreiben alle islamischen Schulen die Todesstrafe für Abfall vom Glauben vor; einige argumentieren aber, dass weibliche Apostaten „nur“ ins Gefängnis gesteckt und geschlagen werden sollen, bis sie den Islam wieder annehmen.

Die „Rassismus“-Karte

Bill Maher, der Moderator von Real Time, fragte: „Aber warum sollen wir nicht darüber [islamische Fragen] sprechen?“ Darauf schoss Affleck zurück: „Weil das widerlich ist, es ist rassistisch.“

Dieser Gedankengang ist so üblich wie er absurd ist und verdient nicht viel an Widerlegung. Es reicht aus zusagen, dass Muslime keine Rasse sind. Es gibt Muslime aus allen Nationen, Rassen, Ethnien – von Subsahara-Afrikanern bis zu blauäugigen, blonden Europäern. Dennoch verlassen sich viele Islam-Apologeten, einschließlich Kongress-Abgeordneten ständig auf diese Lüge – ich gewähre dem nicht einmal es „rechtfertigend“ zu nennen – schlicht, weil jemanden des Rassismus zu beschuldigen (in diesem Fall Islam-Kritikern) eine der sichersten Möglichkeiten ist sie zum Schweigen zu bringen.

Muslimische Lehre mit muslimischen Menschen verschmelzen

An einem Punkt, nachdem andere über Statistisches gesprochen hatten, gab Affleck den folgenden Ausbruch von sich, für den er viel Applaus bekam: „Was ist mit der mehr als einer Milliarde Menschen [Muslime], die nicht fanatisch sind, die keine Frauen bestrafen, die zur Schule gehen, ein paar Butterbrote haben, fünfmal am Tag beten wollen und die nichts von dem tun, was Sie da über alle Muslime sagen? Sie schaffen Stereotype.“

Wieder verschmilzt Affleck das Tun von Menschen – Muslimen – mit den Lehren einer Religion – dem Islam. Gehen wir zurück zum Beispiel des Abfalls vom Glauben: Der Islam lehrt eindeutig, dass diejenigen, die den Islam verlassen – einschließlich, wie die Welt gerade erst erlebte, einer schwangeren Christin, Meriam Ibrahim – hingerichtet werden müssen,. Man kann daher sagen, dass die Scharia den Tod von Apostaten fordert.

Kann man aber mit gleicher Gewissheit sagen, dass jeder einzelne, heute lebende Muslim glaubt, dass die Todesstrafe für Abfall vom Glauben aufrecht erhalten werden soll? Offensichtlich nicht. Das spiegelt aber nicht den Islam wider; es spiegelt individuelle menschliche Freiheit – eine Freiheit, die ironischerweise den Lehren des Islam widerspricht.

Nichtsdestotrotz ist diese Verschmelzung des Islam mit den Muslimen eine nur allzu übliche Herangehensweise, die ersteren vor Kritik abschirmen soll. (Man schau dieses Video aus dem Jahr 2007, in dem ich vollständiger auf diese Frage eines besorgten Reporters antworte.)

Geschichtsrevisionismus

Als nächstes argumentierte Affleck: „Wir haben furchtbar viel mehr Muslime getötet, als sie uns getötet haben und wir sind in mehr islamische Länder eingefallen.“

Abgesehen davon, dass er praktisch nahe legt „zweimal Unrecht ergibt einmal Recht“, spiegelt seine Behauptung eine erschreckende Kenntnis tatsächlicher Geschichte – natürlich Dank der eingefleischten Lüben, die aus der akademischen Welt ausgehen, gefolgt von Hollywood und den Medien.

Die Wirklichkeit verzeichnet eine ganz andere Geschichte. Von Anbeginn an ist der Islam allen anderen gegenüber feindselig gewesen. Jihad war sein wichtigstes Expansionsmittel.

Bedenken Sie: Nur ein Jahrzehnt nach der Geburt des Islam im siebten Jahrhundert brach der Jihad aus Arabien heraus. Lässt man die Tausende Kilometer antiker Länder und Zivilisationen außer Acht, die dauerhaft von ihm erobert wurden, was heute lässig „islamische Welt“ genannt wird (darunter Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten, Syrien,, der Irak, der Iran und Teile von Indin und China) waren auch große Teile Europas zur einen oder anderen Zeit durch das Schwert des Islam erobert worden.

Zu den anderen Ländern und Territorien, die angegriffen wurden und/oder unter muslimische Herrschaft kamen, gehören (um ihnen ohne besondere Reihenfolge ihre modernen Namen zu geben): Portugal, Spanien, Frankreich, Italien, Sizilien, die Schweiz, Österreich, Ungarn, Griechenland, Russland, Polen, Bulgarien, die Ukraine, Litauen, Rumänien, Albanien, Serbien, Armenien, Georgien, Kreta, Zypern, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Weißrussland, Malta, Sardinien, Moldawien, die Slowakei und Montenegro. 846 wurde Rom von muslimisch-arabischen Plünderern gebrandschatzt und der Vatikan geschändet; etwas 600 Jahre später, 1453, wurde die andere große Basilika des Christentums, die Hagia Sophia (Heilige Weisheit) von muslimischen Türken erobert.

Zu den wenigen europäischen Regionen, die wegen ihrer Abgelegenheit im Nordwesten direkter islamischer Besatzung entgingen, gehören Großbritannien, Skandinavien und Deutschland. Das bedeutet natürlich nicht, dass sie nicht vom Islam angegriffen wurden. Fakt ist, dass im äußersten Nordwesten Europas, Island, Christen zu beten pflegten, Gott möge sie vor „dem Schrecken der Türken“ bewahren. Diese Ängste waren nicht unbegründet, das noch 1627 muslimische Seeräuber das christliche Land überfielen und vierhundert Gefangene nahmen, die sie auf den Sklavenmärkten in Algiers verkauften.

Auch Amerika entging ihnen nicht. Ein paar Jahre nach der Bildung der Vereinigten Staaten, im Jahr 1800, wurden amerikanische Handelsschiffe im Mittelmeer geplündert und ihre Seeleute von muslimischen Seeräubern versklavt. Der Botschaft von Tripoli erklärte Thomas Jefferson gegenüber, dass es für Muslime ein Recht und eine Pflicht sei, Krieg gegen Nichtmuslime zu führen, wo immer man sie findet und so viele wie möglich gefangen zu nehmen, um sie zu versklaven.

Kurz gesagt: Rund ein Jahrtausend lang – unterbrochen vom Gegenschlag der Kreuzzüge, die Leute wie Affleck wie besessen dämonisieren – stellte der Islam eine tägliche existenzielle Bedrohung des christlichen Europas und infolgedessdie en der westlichen Zivilisation dar.

Dennoch ist heute, ob es nun in Oberschulen oder Hochschulen gelehrt wird, ob Hollywood oder die Neuen Medien es darstellen, das vorherrschende historische Narrativ, dass Muslime die historischen „Opfer“ der „intoleranten“ westlichen Christen seien. Das ist exakt das, was eine Persönlichkeit des Fernsehens mir einmal live auf Fox News sagte.

Letzte Zuflucht: Rechtfertigung der Apologetik

Gegen Ende rief ein frustrierter Affleck, der nicht in der Lage war zu antworten: „Wie sieht Ihre Lösung aus? Den Islam zu verurteilen? Was zu tun?“

Das sind interessante Fragen, da sie die wahre Haltung des Apologeten offenbaren. Ich bin diesem Phänomen oft begegnet, am denkwürdigsten in einer öffentlichen Diskussion mit Prof. Hamid Dabashi von der Columbia Universität. Gegen Ende der Diskussion erklärte er: „Man kann hier sitzen und von hier bis zum Weltuntergang über Jihad reden, aber was wollen Sie tun? Nehmen wir an, Sie beweisen über jeden Ansatz hinaus, dass der Islam vom Gesetz her gewalttätig ist, wie gehen wir von da aus weiter?”

Was diese Argumentationslinie nahe legt ist, dass der Apologet glaubt, es gebe keine andere Zuflucht als ein Apologet zu sein; das die beste Politik darin besteht die Gewalt und Intoleranz des Islam zu ignorieren, da die Alternative – offenes Eingestehen – zu etwas Schlimmerem führen wird, einem Zusammenprall der Zivilisationen. Krieg. Und das muss unter allen Umständen verhindert werden – also tun wir so als ob.

Was solche Apologeten nicht erkennen: Der Zusammenprall der Zivilisationen ist bereits da; und er ist kein Produkt westlicher „Engstirnigkeit“, sondern islamischer Lehre. Ob wir es nun zugeben oder nicht, er ist hier.

Der Grund, dass Apologeten mit ihrer Argumentation (vorläufig) davon kommen können, besteht darin, dass die USA vordergründig immun gegenüber dem Islam sind – damit sie Gutfühl-Märchen über den Islam spinnen und verkaufen können, so viel sie wollen.

Doch die Zeit geht immer weiter und der Islam marschiert weiter und gewinnt an Boden, bis der Zusammenstoß erneut und ernsthaft beginnt, wie er das Jahrhunderte lang tat, bis der Islam in der Moderne auf dem Schlachtfeld vom Westen besiegt wurde. Und wenn die islamische Welt endlich in einer Position ist einen richtigen globalen Jihad zu entfesseln, wenn das Phänomen des „Islamischen Staats“ überall auf der Welt auftritt – In Amerika und Europa werden bereits Menschen von Muslimen geköpft – wird die Nachwelt mit großer Bitterkeit auf das Nichtstun und die Naivität ihrer westlichen Vorgänger zurücksehen, die das Problem hätten im Keim ersticken können, hätten sie nur die Wahrheit gesagt – und Politik zur Anwendung gebracht, die auf dieser Wahrheit basiert.

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Und hier haben wir es. Ob es nun die Projektion westlicher intellektueller Krankheiten wie Relativismus auf muslimische Lehre und Personen ist; ob es hirnloses „Rassist!“-Gebrüll ist, wann immer islamische Lehre kritisiert wird, ob es das Durcheinanderbringen der Sache durch Verschmelzung der Taten oder des Glaubens einiger Muslime mit den tatsächlichen Schwarz-Weiß-Lehren des Islam ist; ob es das die Geschichte auf den Kopf stellen ist, indem man Verfolger in Opfer verwandelt und Opfer in Verfolgende; oder ob es, nachdem man in eine Ecke gedrängt wurde, der Aufschrei ist, man habe keine andere Wahl als zu rechtfertigen, weil die Wahrheit nur alles schlimmer mache – kurz gesagt: Ben Afflecks paar Minuten zum Islam fasst das Spiel der Islamapologeten hübsch zusammen.

Letzten Endes kann man Affleck entschuldigen. Er ist einfach ein Schauspieler und man kann von ihm nicht erwarten, dass er außerhalb des Bereichs der Maske viel weiß. Die wahre Schuld liegt bei all den Amerikanern in politischen Positionen, deren Job ihnen abverlangt ehrlich mit dem amerikanischen Volk zu sein, die aber weiterhin für den Islam agieren – indem sie lügen.

Islamophobie?

12. Oktober 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in die Welt+Islam, Islam+Islamismus | Hinterlasse einen Kommentar
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