Der Zustand der Welt, zusammengefasst in einem einzelnen Foto
2. April 2013 um 10:06 | Veröffentlicht in die Welt+Islam | 22 Kommentare
Osten – Westen
Irgendjemand anderer Meinung?
Islamistische Einigkeit
1. November 2012 um 15:03 | Veröffentlicht in die Welt+Islam, Islam+Islamismus, Islamstaaten | Hinterlasse einen KommentarSchlagwörter: Islamisten
Daniel Pipes, National Review Online, 30. Oktober 2012
Englischer Originaltext: Islamism’s Unity
Übersetzung: H. Eiteneier

Die schwarze Salafistenflagge weht am 14. September über der US-Botschaft in Tunis.
Ein Angriff auf die US-Botschaft in Tunis am 14. September hinterließ 4 Tote, 49 Verletzte, mehrere geplünderte und ausgebrannte Gebäude und die gehisste schwarze Salafistenflagge auf dem Botschaftsgelände. In Reaktion darauf verurteilte die “moderate” Islamistenpartei Tunesiens, die Ennahda, offen den Vorfall; Innenminister Ali Larayadh gab zu, dass die Regierung “es versäumt hatte die Botschaft zu schützen und wir sollten uns bei den Amerikanern entschuldigen”. Der Führer der Ennahda, Rachid Ghannouchi, verurteilte die Salafisten heftiger als “Gefahr” für Freiheit und Sicherheit in Tunesien und forderten ihre Bekämpfung mit allen rechtlichen Mitteln.
Diese Äußerungen versicherten die Amerikaner, dass langbärtige und Burka tragende Verrückte sie töten wollen, moderat klingende Islamisten mit Schlips und Hijabs aber zivilisierte, gesetzestreue Verbündete sind. Das wiederum passt in eine bis 1992 zurückreichende Politik der Bekämpfung gewalttätiger bei Kooperation mit nicht gewalttätigen Islamisten. So exekutierten amerikanische Truppen Osama bin Laden, während amerikanische Präsidenten Islamisten halfen in der Türkei und Ägypten an die Macht zu gelangen.

Ali Larayadh, tunesischer Innenminister und Schlips tragender, “moderater” Islamist.
Viele weitere Unterschiede kennzeichnen verschiedene Stränge des Islamismus: Yussuf al-Qaradawi drängt auf Missionierung, um Nichtmuslime zu gewinnen, die Boko Haram aus Nigeria zieht es vor sie zu töten. Die Organisation Hizb ut-Tahrir zielt darauf, alle Muslime unter die Herrschaft eines universalen Kalifast zu bringen, Die Fethullahisten der Türkei streben an, eine nationale Form des Islam aufzubauen. Ägyptens islamistischer Präsident trägt regelmäßig Krawatte, sein iranischer Amtskollege tut das nie. Der frühere Cat Stevens sing a capella Naschids,* während die somalische Shabab jedwede Musik im Radio verbietet. Frauen dürfen in Saudi-Arabien kein Auto fahren, aber im Iran steuern sie Taxis.
Grob gesagt teilen sich Islamisten in drei Typen auf: (1) Salafisten, die das Zeitalter des Salaf verehren (die ersten drei Generationen der Muslime) und danach streben es wiederzubeleben, indem sie arabische Kleidung tragen, antike Gebräuche zu eigen machen und eine mittelalterliche Mentalität übernehmen, die zu religionsbasierter Gewalt führt. (2) Muslimbrüder und ähnliche Typen, die eine islamische Version der Moderne anstreben; abhängig von den Umständen können sie gewalttätig handeln oder es lassen. (3) Gesetzestreue Islamisten, die innerhalb des Systems arbeiten und sich an politischen, medialen, rechtlichen und Bildungsaktivitäten beteiligen; per Definition betätigen sie sich nicht gewalttätig.
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Ennahda-Führer Rachid Ghannouchi, auf Video erwischt. |
Die Unterschiede sind echt. Doch sie sind auch zweitrangig, da alle Islamisten in dieselbe Richtung ziehen – hin zur vollen und strenge Anwendung des islamischen Rechts (der Scharia); sie arbeiten oft auf dieses Ziel hin zusammen, manchmal verdeckt. Zum Beispiel verbindet ein kürzlich durchgesickertes Video aus Tunesien die Ennahda mit der Gewalt in der Botschaft. Ursprünglich wurde es im April 2012 ausgestrahlt, tauchte aber am 9. Oktober wieder auf. Darin bespricht Gannouchi mit jungen Salafisten Taktiken, wie man die gemeinsamen Ziele erreichen kann und prahlt: “Wir haben uns mit … den Salafisten getroffen, darunter Scheik Abou Iyadh.”
Echt? Abou Iyadh, wirklicher Name Seifallah Ben Hassine, ist der Kopf der Ansar al-Sharia, alias Al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel. Die tunesische Polizei führte eine Schleppnetzfahndung durch, um ihn zu seiner Roller zu befragen, die zum Anschlag vom 14. September führte. Mit der Aufdeckung dieses Treffens untergräbt das Video die Verurteilung des Anschlags vom 14. September durch die Ennahda.
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Seifallah Ben Hassine, alias Abou Iyadh, der Führer der Ansar al-Scharia. |
Das Video zeigt, dass Ghannouchi die Ennahda und die Salafisten als Verbündete bei den Anstrengungen zur Erlangung der Vorherrschaft in Tunesien und der Einführung der Sharia betrachtet. Er bietet seinen salafistischen Zuhörern strategischen Rat: “Ich sage euch jungen Salafisten, seid geduldig … Warum hetzen? Last euch Zeit, um zu festigen, was ihr gewonnen habt”, indem ihr “Fernsehsender, Radiosender, Schulen und Universitäten” schafft. Er mahnt sie “das Land mit Vereinen zu füllen, überall Koranschulen zu gründen und religiöse Prediger einzuladen”.
Bezeichnenderweise erklärt Ghannouchi: “Die Regierung ist jetzt in den Händen von Islamisten, die Moscheen gehören uns und wir sind die wichtigste Organisation des Landes geworden.” Man beachte die Bezugnahme auf “uns” und “wir”, die weiter bestätigen, dass er die Ennahda und die Salafisten als eine gemeinsame Kraft bildend ansieht.
Dass Ghannouchi der Al-Qaida die Hand reicht, passt in ein größeres Muster. Die türkische Regierung arbeitet nicht nur mit der IHH zusammen, einer mit der Al-Qaida verbundenen Organisation, sondern sie könnte bald wegen der laxen Terrorfinanzierungsgesetze Nordkorea und dem Iran auf die Schwarze Liste folgen. Das Council on American-Islamic Relations erscheint legitim, doch es ist eine von Hamas-Unterstützern gegründete, Terroristen unterstützende Fassadenorganisation. “Moderate” britische Islamisten benutzten Terror-Vorfälle, um ihre Schlagkraft zu verbessern.
Das tunesische Video bringt nur eine weitere, sorgfältig erarbeitete Aufgabelung moderater und extremistischer Islamisten zum Einsturz. Alle Islamisten sind eins. Ein moderater Islamist ist von der Vorstellung her genauso merkwürdig wie ein moderater Nazi. Jedes Mitglied dieser barbarischen Bewegung ist ein potenzieller totalitärer Gangster. Westliche Regierungen sollten die Arbeit weder mit dem einen noch mit dem an deren akzeptieren.

“Ein moderater Islamist ist genauso merkwürdig wie ein moderater Nazi.”
Europa wird über seine muslimischen Probleme informiert – vom israelischen Fernsehen
14. Oktober 2012 um 14:36 | Veröffentlicht in die Welt+Islam, Europa+Islam, Medien + Islam | 2 KommentareManfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)
Zu meiner Überraschung kam ein belgischer Fernsehsender, um mich über die Dokumentation Allah-Islam, the Spread of Islam in Europe (Allah-Islam: Die Ausbreitung des Islam in Europa) zu interviewen.
Der dritte Teil dieser vierteiligen Serie wurde am Abend davor im israelischen Kanal 10 ausgestrahlt. Er widmete der antiwestlichen Hass-Verbreitung und Ermutigung zum Terrorismus durch die kleine Gruppe Sharia4 in Belgien große Aufmerksamkeit.
Die Zuschauer der Serie hatten bis dahin No-Go-Areas in muslimischen Ghettos in Ländern wie Frankreich, Großbritannien und Schweden gesehen. Sie hatte die Aufmerksamkeit auf Gewalt und andere Verbrechen bei muslimischen Einwanderern in Europa, Ausdruck der Rechtfertigung muslimischen Terrors, Einschüchterung anders Denkender, Diskriminierung gegen und manchmal Mord an muslimischen Frauen sowie religiösen Fanatismus gelenkt. Sie zeigte auch, dass die dritte und vierte Generation der Einwanderer nach Europa oft weniger integriert ist als die erste. Der seitdem gezeigte vierte Teil war dem weit verbreiteten Antisemitismus radikaler Muslime in Europa gewidmet.
Ich erwähnte gegenüber dem Interviewer, dass es aufschlussreich ist, wenn er dies als Nachricht betrachtet. Europäische Sender hätten schon vor langem viele ähnliche Dokumentationen machen sollen. Die in der israelischen Dokumentation gezeigten Probleme mit Teilen der muslimischen Bevölkerung sind europäische. Das israelische Fernsehen hätte eine Auswahl europäischer Filme zum Thema haben sollen, um sie zu kaufen. Ich fragte mich, ob es nicht für Europa beschämend ist, dass Zvi Yehezkeli als israelischer Reporter sich als Palästinenser ausgeben musste, um dieses Material zugänglich zu machen.
Der Interviewer fragte mich dann, warum meiner Meinung nach europäische Sender keine ähnlichen Filme machten. Eine Antwort ist: Es ist politisch nicht korrekt herauszustellen, dass eine beträchtliche Zahl an Menschen einer bestimmten religiösen oder ethnischen Gruppe unverhältnismäßig viele Probleme in den demokratischen Gesellschaften Europas verursachen. Politische Korrektheit ist daher in diesem Fall ein Synonym für die Vernebelung und Verzerrung der Wahrheit.
Zu weiteren Gründen gehören das Verlangen wichtige Probleme zu ignorieren sowie die Angst vor aggressiven Elementen der muslimischen Gemeinschaft. Das fällt in die Rubrik der europäischen Feigheit. Auch die viel gerühmt europäische Pressefreiheit bedeutet nicht, dass alle wichtigen Themen so angegangen werden, wie das nötig wäre. All diese Gründe haben eine weitere Facette: europäische Dekadenz.
Um fair zu sein: In europäischen Ländern sind ein paar Dokumentationen zu wenigen muslimischen Bevölkerungsgruppen gemacht worden. Ihr Ausmaß ist allerdings weit begrenzter als die israelische Serie. Der britische Channel 4 strahlte zum Beispiel 2007 eine Sendung mit dem Titel Undercover Mosque aus. Die Produzenten fassten sie als „ausführliche Untersuchung einer Reihe von britischen Moscheen aus, um offenzulegen, dass eine Botschaft des Hasses und der Absonderung in Großbritannien verbreitet wird.“1
Die West Midland Police beschuldigte die Filmemacher, ihre Dokumentation verzerre die Wahrheit und sie habe „selektiv Zitate von Predigern in Moscheen des gesamten Landes zusammengeschnitten, um sie extremer erscheinen zu lassen“. Nachdem diese Behauptungen der Polizei sich als falsch herausstellten, wurden Channel 4 und den Machern der Sendung 100.000 Pfund Sterling gezahlt.2
Eine von der BBC im November 2010 im Fernsehen ausgestrahlte Panorama-Sendung handelte von den Lehrplänen in von Saudis betriebenen muslimischen Schulen in Großbritannien. Sie stellte fest, dass diese Schule Schulbücher aus Saudi-Arabien nutzten, die Kindern ab dem sechsten Lebensjahr lehren, dass Juden die Nachkommen von Affen und Schweinen sind. Programme nach dem Unterricht sind auf rund fünftausend Schulkinder für Sechs- bis Achtzehnjährige ausgerichtet und wurden vom Kulturbüro der saudischen Botschaft in London beaufsichtigt.
Die Panorama-Sendung vermerkte auch, dass ein Schulbuch erklärte, „Juden sind von Gott verflucht“, und Kinder aufforderte die negativen Eigenschaften der Juden aufzuzählen. Teenager, die dem saudischen nationalen Lehrplan folgen, werden gelehrt, dass die Zionisten für die Juden die Weltherrschaft übernehmen wollen und dass der gefälschte Text Die Protokolle der Weisen von Zion authentisch ist.3
Die israelische Dokumentation zeigte nur die Spitze des Eisbergs. Die Probleme, die die muslimische Einwanderung Europa gebracht hat, sind viel größer. Zum Teil sind die Einwanderer dafür verantwortlich. Andere sind das Ergebnis des Versagens der Behörden in den sie aufnehmenden Länden.
Es wäre zum Beispiel viel mehr zu erfahren, wenn eine weitere Dokumentation gemacht würde, die sich auf die Einstellungen der Mainstream-Muslime gegenüber der westlichen Gesellschaft und besonders den Juden konzentriert, statt auf die extremistischer Muslime. Man muss nicht die Al-Qaida bewundern oder regelmäßig die Moschee besuchen, um Holocaustleugner zu sein, die Juden für minderwertig zu halten oder zu wünschen, dass Israel von der Landkarte gewischt wird.
Es gibt nur wenige Studien zum Antisemitismus in europäischen Ländern, doch diese sind aufschlussreich. Eine Studie zu Einstellungen von Türken in Deutschland stellte fest, dass 18% Juden für minderwertig halten.4 Eine von Mark Elchardus über Antisemitismus in Flämisch sprechenden Grundschulen in Brüssel kam zu dem Schluss, dass rund 50% der muslimischen Schüler als Antisemiten gelten könnte, während es bei den anderen nur 10% waren.5
Europäische Fernsehsender werden die israelische Dokumentation kaufen wollen oder nicht. Nehmen die Probleme aber erst einmal zu, wird dieser Film da sein, um zu beweisen, dass die europäischen Führungsriegen gewollt vor den riesigen Herausforderungen die Augen verschlossen, die bereits seit langem in ihren Ländern offenkundig waren.
Dr. Manfred Gerstenfeld ist Mitglied des Aufsichtsrats des
Jerusalem Center of Public Affairs, dessen Vorsitzender er 12 Jahre lang war.
1 www.channel4.com/programmes/dispatches/episode-guide/series-19/episode-1
2 www.telegraph.co.uk/news/uknews/2604023/Channel-4s-Undercover-Mosque-returns.html
3 Sören Kern: UK: Anti-Semitism Rampant in Muslim Schools, Second Generation More Extreme than Parents. Hudson-New York (heute Gatestone Institute), 9. Dezember 2010.
Update: Die Teile 1 und 2 der Serie gibt es inzwischen mit englischen Untertiteln (in unauthorisierter Version), die Teile 3 und 4 sollen bald folgen.
Der einzige Feind der Linken
11. Oktober 2012 um 14:36 | Veröffentlicht in die Welt+Islam, die Welt+Nahost, Israel, USA | Hinterlasse einen KommentarSchlagwörter: israelische Linke, Linke
Caroline Glick, 4. Oktober 2012 (Jerusalem Post, 4.10.2012)
Die legale Amtszeit des PA-Vorsitzenden Mahmud Abbas lief vor fast vier Jahren ab. Doch seine Unterstützter interessiert das nicht. In Israel, Washington und der ganzen Welt rühmen Abbas‘ Unterstützer den autoritären Führer als einen großen Moderaten. 2002, als sie verzweifelt nach einem Gesicht der Palästinenser suchte, das nicht Yassir Arafats Gesicht war, schob die Linke Abbas aus Arafats Schatten. Abbas, der 39 Jahre lang Arafats Stellvertreter war, wurde als der große Moderate hochgehalten und auf den erfundenen Posten des palästinensischen Premierministers gehievt.
Die Tatsache, dass Abbas ein eingefleischter Judenhasse war, der vier Jahrzehnte in der obersten Führung einer Terrororganisation verbrachte und dessen Doktorarbeit eine lange Leugnung des Holocaust war, wurde beiseite gefegt.
Seine linken Unterstützer kümmerte es nicht, dass er sagt, Israel habe kein Recht zu existieren. Sie lassen sich nicht davon beunruhigen, dass er 2008 das nie da gewesene, großzügige Angebot des damaligen Premierministers Ehud Olmert und die palästinensische Eigenstaatlichkeit ablehnte. Ihnen ist egal, dass Abbas es in den letzten vier Jahren abgelehnt hat mit Israel über Frieden zu verhandeln. Es kümmert sie nicht, dass er zwei Abkommen mit der Hamas für Einheitsregierungen unterzeichnete oder dass er versucht über die UNO die Souveränität für einen Palästinenserstaat zu erreichen und so einen palästinensischen Staat zu gründen, der sich in einem formellen Kriegszustand mit Israel befindet.
Es ist ihnen egal. Aber den meisten Israelis nicht. Weil sie seinen Hass auf Israel erkennen und wegen des Terrors, den Abbas Jahrzehnte lang geduldet und finanziert hat, betrachtet ihn die Mehrheit der Israelis nicht als potenziellen Friedenspartner. Sie glauben nicht, dass Abbas oder auch die Palästinenser als Ganzes auch nur das entfernteste Interesse daran haben von Israel beschwichtigt zu werden.
Die Folge war, dass die meisten Israelis der Rede Abbas‘ vor der UNO-Vollversammlung in der letzten Woche mit Gleichgültigkeit begegneten. In dieser Rede macht Abbas – einmal mehr – klar, dass er Arafats loyaler Stellvertreter bleibt. Der Großteil seiner Rede enthielt eine Litanei an Verleumdungen Israels, dem er alles vorwarf, von Terrorismus bis zu Apartheid, Kolonialismus, Rassismus, Mord, Diebstahl, usw. usw. usw.
Dann ging er zu seinen Forderungen über. Zusätzlich zur Wiedereinsetzung seiner Forderung, dass Israel allen palästinensischen Forderungen als Vorbedingung für Verhandlungen zustimmen solle, verlangte Abbas, dass Israel alle palästinensischen Terroristen aus seinen Gefängnissen entlässt.
Nein, keine der Attacken Abbas‘ beinhaltete auch nur ein Jota Wahrheit.
Aber wen interessiert’s? Abbas natürlich nicht. Genauso wenig seine Unterstützer. Ihre Unterstützung für Abbas hat nichts mit dem zu tun, was er sagt oder tut. Es hat mit dem zu tun, wer die Palästinenser sind und was sie wollen. Abbas ist ihr Requisit, nicht ihr Partner.
Abbas‘ israelische Unterstützer sind der Kern der Linksextremen, die uns den vorgetäuschten Friedensprozess mit der PLO brachten. Zweitausend tote Israelis später und ohne Frieden in Sicht ist ihr Lager heute kleiner, als es 1993 war. Aber es ist immer noch passioniert. Und es ist mit Mitgliedern der Medien übervölkert.
Dieser Gruppe gegenüber den Hut ziehend verkündete Verteidigungsminister Ehud Barak in einem Interview mit den Medien, dass er glaubt, Israel solle einseitig aus großen Teilen von Judäa und Samaria abziehen.
Für die meisten Israelis ist Baraks Plan selbstverständlich geistesgestört.
Wir verließen den Gazastreifen und erleben die Folgen dieses einseitigen Abzugs jeden Tag: das südliche Israel wird mit Flugkörpern und Raketen beschossen. Wir zogen ab und der Gazastreifen wurde in ein Zentrum für den globalen Jihad verwandelt, das zunehmend weniger vom Sinai zu unterscheiden ist. Schon der Gedanke, dass unser Verteidigungschef die Übernahme einer identischen Strategie für Judäa und Samaria vorschlägt, ist sowohl obszön als auch beängstigend.
Was könnte er denken? Barack denkt an Wahlen, die offensichtlich anstehen. Barak denkt, für ihn ist es politisch am besten den Versuch zu unternehmen Abbas‘ ständig schrumpfende Unterstützungsbasis zu gewinnen.
Barak verlor seine politische Basis, als er Anfang 2011 die Arbeitspartei verließ und seine Unabhängigkeits-Fraktion mit anderen Aussteigern an Arbeitspartei-Politikern gründete. Er benötigt Abbas‘ israelische Unterstützer als Wähler, um in die nächste Knesset gewählt zu werden. Noch entscheidender: Barak braucht Abbas‘ Unterstützer in den israelischen Medien. Um ihre Unterstützung zu bekommen optierte er also dafür auf einer Plattform zu kandidieren, dass Juden aus ihren Häusern vertrieben werden sollen.
Baraks Schritt sagt uns nichts, was wir nicht bereits über ihn wissen. Er bleibt der politische Opportunist, der er immer gewesen ist. Sein Schritt ist interessant wegen dem, was er über das Wesen der israelischen Linken offenbart.
Es gibt keine rationale Möglichkeit der Argumentation, dass Israel irgendeinen Vorteil davon haben kann Judäa und Samaria den Palästinensern zu preiszugeben. Wenn Israel abzieht, wird entweder Abbas das Territorium schlucken und mehr verlangen oder er wird die Zugeständnisse schlucken und von der Hamas geschluckt werden, die dann mehr fordern wird – wie es im Gazastreifen geschah.
So oder so wird Israel verlieren.
Doch das interessiert die Linke nicht. Die Linke unterstützt weiter israelische Rückzüge, weil ihre Mitglieder wissen, dass der größte Verlierer einer solchen Aktion nicht Israel als Ganzes sein wird. Das wird die israelische Rechte sein. Und das ist alles, was die Linke interessiert.
Der einzige Feind, den zu bekämpfen sie interessiert, der einzige Gegner, den sie besiegen will, sind ihre israelischen Mitbürger. Und in dem Versuch ihre Unterstützung an der Wahlurne – und in den Abendnachrichten – zu gewinnen, hat Barak sich entschieden sich ihre Sache zu eigen zu machen. Er wird ihren Kampf für sie gegen ihre israelischen Feinde führen.
Die israelische Linke ist nicht alleine in dem Glauben, dass ihre oberste Priorität die Zerstörung der innenpolitischen Opposition ist. In der gesamten westlichen Welt sammelt sich die politische Linke zunehmend um Positionen, die in einem fundamentalen Konflikt mit den Interessen ihres Landes steht wie auch der besonderen ideologischen Hingabe der linken, aus dem einzigen Grund Macht zu gewinnen und zu behalten.
In den letzten Wochen hat die Linke in den USA ihre Motivationen und Ziele auf zutiefst Besorgnis erregende Art bloßgestellt. So wie jüdische Siedlung im Land Israel der Kern der zionistischen Revolution ist, ist freie Meinungsäußerung die Grundlage Amerikas. Ohne jüdische Siedlung gibt es kein Israel. Ohne freie Meinungsäußerung gibt es kein Amerika.
In den gerade vergangenen Wochen haben US-Präsident Barack Obama und alle seine hochrangigen Helfer und Unterstützer einen Angriff auf die freie Meinungsäußerung begonnen. Sie haben bis dahin unbekannte Personen attackiert, weil diese es wagten ihr Recht auf freie Meinungsäußerung auszuüben, um einen antiislamischen Film zu produzieren und ihn auf YouTube auszustrahlen. Das Weiße Haus setzte Google (den Eigentümer von YouTube) unter Druck den Film zu entfernen. Obamas Unterstützer in den Medien haben bei diesem schockierenden Angriff auf diese fundamentalen amerikanischen Prinzipien mitgemacht.
Die Unterstützung der Linken für Obamas Versuch die freie Meinungsäußerung bezüglich des Films zu unterdrücken, war kein isolierter Vorfall. Heute stehen die aufgeklärten Linken von New York und Washington vor einem Schlaganfall, weil ein Bundesrichter von der New Yorker Metropolitan Transportation Authority verlangte, bezahlte Werbung der Menschenrechtsgruppe Stop the Islamization of America aufzuhängen, die die Amerikaner auffordert Israel gegen den Jihad zu unterstützen. Der Inhalt der Werbung ist selbstverständlich vernünftig. Es heißt dort: „Unterstütze in jedem Krieg zwischen den Barbaren und dem Zivilisierten den Zivilisierten. Unterstützt Israel. Besiegt den Jihad.“
SIAO-Gründerin Pamela Galler reichte die Werbung bei der MTA letztes Jahr als Reaktion auf einen Hautausschlag an antiisraelischen Werbeplakaten, die die USA aufforderten ihre Unterstützung des jüdischen Staates zu beenden. Diese Plakate wurden auf New Yorker Bussen und U-Bahnen und dem öffentlichen Nahverkehr in den gesamten USA veröffentlicht.
Die MTA lehnte die Werbung der SIOA ab, doch die Gruppe klagte. Unter Zitierung der US-Verfassung verlangte das Gericht, dass die MTA sie anbringt. Als die Plakate nach einem Jahr Verzögerung schließlich letzte Woche aufgehängt wurden, bekam die US-Linke in den Mdien und darüber hinaus kollektiv Zustände. Von der New York Times über radikale Rabbiner bis zu pro-islamischen christlichen Pastoren und der Washington Post ringt jeder seine Hände. In einer Fernseh-Debatte mit Geller verurteilte der antiisraelische, evangelikale Pastor Jim Wallis die Werbung und sagte Geller, sie sorge dafür, dass Christen umgebracht würden (warum und durch wen, sagte er nie). Er verlangte, dass Geller solle schweigen – wie er es ausdrückte: „Hören Sie auf zu reden.“
Es ist wichtig deutlich zu werden: Die amerikanische Linke hat kein Problem mit freier Meinungsäußerung an sich. Und es ist ihnen nicht egal – wie Wallis uns glauben machen möchte – dass Jihad barbarisch zu nennen, dazu führt, dass Menschen getötet werden (von überhaupt nicht barbarischen Jihadisten).
Das Problem mit Botschaften wie der Gellers ist: Über Jihad zu reden lenkt die Menschen von dem ab, worüber sie nach Maßgabe der Linken nachdenken sollen.
Wie die israelische Linke will die amerikanische Linke nicht, dass Amerikaner über die tatsächlichen Bedrohungen für die USA nachdenken, die aus der islamischen Welt ausströmen. Sie wollen, dass die Öffentlichkeit über das nachdenkt, was für sie die einzig wahre Bedrohung ihrer Werte und ihrer Möglichkeit zu gewinnen und Macht auszuüben ist. Diese Bedrohung entspringt nicht der islamischen Welt, wo Frauen schlimmer als Tiere auf dem Bauernhof behandelt, Homosexuelle auf öffentlichen Plätzen gehenkt, Christen zwangskonvertiert und angegriffen, Kirchen niedergebrannt, die Auslöschung des jüdischen Volkes weltweit ein inbrünstiges Ziel und „Tod Amerika“ ein politisches Programm ist.
Für die amerikanische Linke kommt die Hauptbedrohung ihres Lebensstils von Menschen, die gegen Abtreibungen und Homoehen und Waffenkontrolle sind. Sie kommt von Menschen, die gegen die gewerkschaftliche Organisation von Regierungsangestellten und die Verstaatlichung der Krankenversicherung sind.
Und sie kommt von Leuten wie Geller, die das Offensichtliche über den Jihad sagen.
Der Grund dafür, dass der Islam gegen Kritik immun sein soll, ist der, dass für die amerikanischen Linken wie für die israelischen Linken die einzig wichtige Schlacht die gegen die innenpolitischen Gegner ist. Und genau so, wie die miserablen Ergebnisse linker Politik der israelischen Linken keine Wahl gelassen haben als auf den Boten zu schießen, so muss auch die amerikanische Linke mit politischem Misserfolg umgehen, indem sie die Opposition mundtot macht.
In Israel hat das Appeasement der palästinensischen Terroristen zu einem furchtbaren Blutzoll und dem offensichtlichen Fehlen von Frieden geführt. Also muss die Linke diejenigen zum Schweigen bringen, die die Frechheit haben gegen diese fehlgeschlagene Politik zu sein. Die sichtbarsten Mitglieder der Rechten sind die religiösen Zionisten, die unverhältnismäßig häufig jenseits der Waffenstillstandslinien von 1949 platziert sind, also muss die Linke sie durch Vertreibung vernichten, ohne Rücksicht auf die Kosten für Israel.
In Amerika ist das auffälligste Versagen der Linken ihre Behauptung die Frauenrechte, -gleichheit und bürgerliche Freiheiten im Kulturkampf zu fördern, während sie gleichzeitig die Sucht der islamischen Welt nach weiblicher Genitalverstümmelung, Zwangsehen, Ehren morden und der Hinrichtung Homosexueller wegen des „Verbrechens“ schwul zu sein verteidigt. Also muss die Linke Kritiker des Jihad und des Islamismus mundtot machen und hoffen, dass niemand die Heuchelei bemerkt.
Das Ergebnis all dessen ist, dass der Linken ihre Möglichkeit verweigert werden muss den nationalen Diskurs zu beherrschen. Weil Abbas und die von ihm geführte pathologisch Juden hassende Gesellschaft eine Bedrohung für den jüdischen Staat ist, während die religiösen Zionisten das nicht sind. Und die Angriffe auf amerikanische Botschaften in der gesamten islamischen Welt sind nicht die Folge von Internetfilmen, sondern der Barbarei, die dem jihadistischen Islam innewohnt.
In diesen bedrohlichen Zeiten können wir es uns nicht erlauben uns von denen irreführen zu lassen, die darauf bestehen, dass wir selbst unsere schlimmsten Feinde sind.
Hört auf, Kritik am Islam „Islamophobie“ zu nennen
3. Oktober 2012 um 15:09 | Veröffentlicht in die Welt+Islam, Europa+Islam, Islam+Islamismus | 1 KommentarSchlagwörter: Propagandakrieg
Robert Spencer, Jihad Watch, 28. September 2012
Kanadas National Post nimmt ein Wort ins Visier, das genutzt wird, um Diskussionen abzuwürgen und die Gegner von Jihad und islamischen Herrenmenschentum zu vernichten: Meinung: Hört auf die Kritik am Islam „Islamophobie“ zu nennen, von Jackson Doughart und Faisal Said al-Mutar in der National Post, 26. September 2012:
Die englische Sprache braucht ein Moratorium zum Wort Islamophobie, einem Begriff, der oft benutzt wird, um Bigotterie gegen Muslime zu beschreiben. Leider wird es auch reflexhaft benutzt, um Islamkritiker zu denunzieren, die eine wertvolle und fortgeführte Diskussion zur Beziehung zwischen dem Westen und der weltweiten islamischen Gemeinde leisten. Dieses Thema ist wichtig, weil mehrere westliche Länder, so auch Dänemark, Großbritannien und die Niederlande, gezwungen sind ihre Ansätze zur Einwanderung und Kultur angesichts tief gehender Konflikte zwischen den muslimischer Einwanderer und der einheimischen Bevölkerung zu überdenken. Diese Spannungen haben in den letzten Wochen mit der Serie gewalttätiger Proteste viel Aufmerksamkeit erhalten; diese Proteste breiteten sich über zwanzig Länder aus und entstammen dem umstrittenen Film Unschuld der Muslime.
… Doch alle Gegner des Islam zu beschuldigen, sie hegten tief sitzenden Hass, der in irrationaler Angst wurzelt, ist ein schwerer Fehler, veranschaulicht durch die dramatischen und freien Gebrauch der „Islamophobie“. Fakt ist: Das einzige Gefühl in dieser Debatte, als tatsächlich als phobisch bezeichnet werden könnte, ist die bedingungslose Verachtung unter vielen Muslimen für Leute, die nicht mit ihnen übereinstimmen. Doch man darf bezweifeln, dass eine Formulierung wie „Infidelophobia“ [Ungläubigen-Phobie] irgendwann in der näheren Zukunft Fuß fassen wird.
Das strategische Konstrukt der „Islamophobie“, das seine Wurzel im Wort Islam und nicht Muslim hat, dient zu mehr als einem bloß lexikalischen Zweck. Es ist in erster Linie dazu gestaltet, um freiwilligen religiösen Glauben mit unfreiwilliger Hautfarbe in Verbindung zu bringen, an weit verbreitete und legitime Abscheu gegen Rassenvorurteile zu appellieren und weiterhin Fanatismus gegen Muslime mit Kritik am Islam gleichzusetzen, womit jede Unterscheidung zwischen den beiden sehr unterschiedlichen Funktionen zu verwischen. Während das Vorverurteilung aller muslimischer Bürger als verdächtig und nicht vertrauenswürdig in der Tat mit anderen Formen rassischer und religiöser Bigotterie vergleichbar ist, sind das Studium und die Anfechtung der Behauptungen moralischer und philosophischer Autorität durch den Islam ein gerechtes und notwendiges Unterfangen, vollständig kompatibel mit einer pluralistischen Gesellschaft, die Religionsfreiheit wertschätzt. Das ist so, weil die Freiheit des Glaubens, soll sie universale und beständig Bedeutung haben, die Freiheit zur Kritik von Glaube und Glaubenden einschließen muss – ein Konzept, das dem sozialen und politischen Weltbild des Islam fremd ist…
Zusätzlich zu „Islamophobie“ ist die ernsthafte Anwendung des Begriffs der Blasphemie und seine Förderung durch die Apologeten des Islam als vertretbarem Konzept ein klarer Feind der offenen und säkularen Gesellschaft. Freie Meinungsäußerung, die das Fundament der Prozesses der Befreiung kontroverser Wertfragen darstellt, kann nicht mit der Idee heiligen und unangreifbarer Glaubens aufgewogen oder versöhnt werden, da diese dem ersten Prinzip der freien Meinungsäußerung widerspricht: dass selbst der gottloseste Widerspruch zu schützen ist. Am wichtigsten ist, dass der schleichende Einfluss von Begriffen wie Blasphemie und Islamophobie sowohl Muslime als auch Nichtmuslime aus zwei Gründen entwürdigt. Erstens konspiriert er mit dem Versuch des Islam seine Anhänger zu bevormunden – sie zu überzeugen, dass kritisches Denken, insbesondere in Glaubensfragen, unmoralisch ist. Zweitens wird vorausgesetzt, dass Muslime, insbesondere im Westen, nicht erwachsen genug sind mit Kritik an dem von ihnen gewählten Glauben umzugehen und dass ihre Subkulturen auf archaische Texte und Bräuche reduziert werden können. Das ist die wahre Ungerechtigkeit, zu der die niederträchtigste Preisgabe von Skrupeln und der Feigheit zu erliegen gehören und die nur korrigiert werden kann, indem dieser durch und durch unsinnige Begriff abserviert wird.
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