Geert Wilders geht nach London…

22. Oktober 2009 at 22:38 | In Europa+Islam, Islam+Islamismus, Muslime | 1 Comment
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…und die Extremisten bestätigen ihn voll und ganz:

Nachdem das etwas irre Einreiseverbot der damaligen Innenministerin Smith gerichtlich aufgehoben wurde, holte Geert Wilders den damals verhinderten Termin nach. Das britische Innenministerium überlegt weiter, ob nicht doch Einspruch gegen die Entscheidung für Wilders einlegen soll. Schließlich wird er als „unerbittlicher Hassprediger“ eingestuft. Anders als die netten Menschen, die sich ein wenig echauffierten und zeigten, was wahre Liebe und Friedfertigkeit ist:

Auf gut Deutsch: „Scharia, die wahre Lösung – Freiheit, fahr zur Hölle.“
Sind wohl Islam-Missversteher, die uns darüber informieren,
was das islamische Gesetz bedeutet.

Der Islam wird Europa erobern.
Aha, ist also doch nicht so ganz friedlich und schon gar nicht integrativ?

Es könnte allerdings auch so sein, wie Gerd Helbig (ZDF) es zum 11. September 2001 in den Palästinensergebieten mir gegenüber so eindrücklich feststellte (inhaltlich wiedergegeben): Es ist eine Schande, dass das ZDF diese feiernde dicke Frau und die Kinder gezeigt hat. Die sind dafür bezahlt worden das zu tun.

Wahrscheinlich hat Wilders das auch mit den so „fröhlich“ wütenden Briten-Muslimen gemacht.

Dänemark: Volkspartei fordert Entschuldigung von muslimischen Ländern

8. September 2009 at 17:47 | In Europa+Islam | 3 Comments
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Hin und wieder wird’s lustig – dann nämlich wenn einer (endlich mal) hingeht und den Truppen der grün beflaggten Selbsterhebung mit denselben Mitteln kommt, die sie sonst in der Propaganda versuchen. Hier ein dänisches Beispiel:

Islam in Europe, 8. September 2009

Die Dänische Volkspartei dem Islam gegenüber nie sonderlich enthusiastisch gewesen. Jetzt verlangt die Partei Entschuldigungen zu verschiedenen Dingen – so auch ethnischen Säuberungen.

Die Dänische Volkspartei ist es extrem leid, dass muslimische Länder weiter Entschuldigungen für die kontroversen Mohammed-Karikaturen verlangen. Daher dreht die Partei die Forderung jetzt um und verlangt eine Entschuldigung von den Muslimen.

Nach Angaben des Parteisprechers für soziale Fragen, Martin Henriksen, gibt es eine Menge, für das sie sich entschuldigen müssten: Es gibt Steinigungen, Auspeitschungen, es gibt das Gesetz der Scharia. Es gibt viele der Probleme, die wir in Dänemark bei einigen der Nachkommen  und der von uns aufgenommenen Flüchtlinge sehen. Und das nicht nur in Dänemark, sondern auch anderen westlichen Ländern, in denen es massive Integrationsprobleme und Probleme mit Verbrechen gibt“, sagte er Newspaq.

„Wir können auch auf eher historische Dinge zurückgreifen, als sie ethnische Säuberungen im Namen des Islam vornahmen“, fährt Martin Henriksen fort. Er rechtfertigt die Forderung nach einer Entschuldigung damit, dass die Dinge ins Verhältnis gesetzt werden sollen. Der Politiker findet, es sei lächerlich, dass muslimische Länder eine Entschuldigung für die Mohammed-Karikaturen verlangen. „Daher spielen wir den Ball ins Feld der anderen Seite und sagen, sie sollten erst einmal vor der eigenen Türe kehren, bevor sie anderen Dinge und Themen vorwerfen, die im Grunde genommen nicht sonderlich ernst sind“, sagt Martin Henriksen.

Quelle: Avisen (dänisch)

Wer sind in Europa die Faschisten?

20. Juli 2009 at 11:33 | In Europa+Islam, Europa+Nahost | 2 Comments
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Paul Hinderaker, PowerLine-Blog, 16. Juli 2009

Wir schreiben von Zeit zu Zeit über europäische Politiker und Parteien – besonders Geert Wilders und seine Partei für die Freiheit in den Niederlanden – die sich gegen die Islamisierung Europas stellen. Die linken und liberalen MSM, sowohl hier wie in Europa, sind schnell dabei diese Politiker und ihre Parteien als „rechtsextrem“ oder „faschistisch“ zu etikettieren. Unglücklicherweise hört man dasselbe von Leuten, die es besser wissen sollten.

Es gibt in der Tat einige nationalistische europäische Politiker und Parteien, die diese Etikettierung verdienen. Jean-Marie LePen in Frankreich und Jörg Haider in Österreich fallen einem da ein. Andererseits, zeigt Sören Kern im Brussels Journal auf, sind Wilders und seine Partei schlicht nicht „rechtsextrem“ oder faschistisch. Genauso wenig ist es z.B. die Dänische Volkspartei.

In Europa sind die Rechtsextremen und die Faschisten antisemitisch. Aber Wilders‘ Partei für die Freiheit und die Dänische Volkspartei sind vehement pro-Israel (Wilders verbrachte einen Teil seiner Jugend in Israel und besucht es regelmäßig). Als solche stehen sie in Europa weit gehend alleine, wo der Antisemitismus in der Linken ehrenwert geworden ist und wo große Parteien, wenn es um Israel geht, feindselig bis lauwarm sind. Kern beschreibt es so:

Mit wenigen Ausnahmen sind die einzigen aufrichtigen europäischen Unterstützer der Juden und Israels die politisch rechts Stehenden. Fakt ist, dass im Großen und Ganzen Juden viel mehr seitens der europäischen Linken zu befürchten haben als von der extremen Rechten.

Über Fragen bezüglich Juden und Israel hinaus ist die Partei der Freiheit im Wesentlichen eine libertäre und in mancher Beziehung traditionell liberale Partei. A. Millar vermerkt (ebenfalls im Brussels Journal), dass ihre Plattform für die letzten Wahlen die Verteidigung der Rechte von Frauen forderte und Schwule vor Straßengewalt schützte. Diese Punkte passen nahtlos in die Antiislamisierungs-Stoßrichtung er Partei, da die Islamisierung eine klare Bedrohung von Frauenrechten und Sicherheit für Schwule darstellt. (Millar deutet auf einen Vorfall des letzten Jahres, bei dem das Mode-Model Nike DuPree von zehn muslimischen Jugendlichen vom Catwalk gezerrt und angegriffen wurde, was die Niederlande schockierte.) Angesichts der Bedrohung, die die Islamisten für Frauen, Schwule, Juden und allgemein die Freiheit darstellen, sind sie die wahren Faschisten des modernen Europa, wobei ihre Allesversteher nicht weit dahinter zurückstehen.

Wilders nimmt einige Positionen ein, denen ich nicht zustimmen, z.B. ein Verbot des Koran. Aber seien allgemeine Haltung bezüglich Muslimen in der niederländischen Gesellschaft ist vernünftig, nicht extrem. Er stellt sich gegen Masseneinwanderung, besonders aus muslimischen Ländern, und will, dass die Muslime sich in eine niederländische Gesellschaft zu assimilieren.

Die Linke wird natürlich alle konservativen europäischen Parteien in einen Topf werfen und sie dämonisieren. Denn all diese Parteien – und besonders die Partei der Freiheit mit ihrem jüngsten Wahlerfolg im Herzen Westeuropas – stellen für die hart linke, multikulturelle Agenda eine Bedrohung dar. Aber diejenigen, die das ablehnen, haben eine Verantwortung entsprechende Parteien eigenständig genau zu studieren, bevor sie sie verurteilen.

In Europa steht zu viel auf dem Spiel, um sich gedankenlos jedem Aspekt linker Sichtweise zu verschreiben.

Lautsprecher-Töne vs Kirchenglocken

15. Juli 2009 at 19:57 | In Christen+Kirchen, Europa+Islam, Israel, Jerusalem | 1 Comment

Jerusalem, 10. Juli 2009

Abends im Gästehaus fällt mir im Rückblick etwas auf, das mich nervt. Schon am Kotel war von den Moscheen aus der Gebetsruf zu hören – mehr als deutlich, alles übertönend. Jetzt im Gästehaus der Schwestern – und das gleich zweimal im Verlauf des Abends – gibt’s wieder deutlich alles über tönend den muslimischen Ruf. (Mal sehen, wie früh das morgen anfängt.)

Dieses alles übertönen wollen und müssen ist es, was mir aufstößt. Hier ist das für die Leute normal, sie kennen es nicht anders. Ich will auch nicht fordern, dass das geändert wird. Aber diese Penetranz stört mich doch gewaltig. Und die mag ich Zuhause nicht haben. Wenn ich mitbekomme, wie selbst manche Pfarrer es als selbstverständlich betrachten, dass Moscheen in Deutschland lautsprecherverstärkt zum Gebet rufen dürfen sollen, dann kriege ich schlechte Laune. Und wenn dann noch behauptet wird, dass sei nichts anderes als das Glockenläuten der Kirchen, dann werde ich richtig sauer. Denn das hat nichts miteinander zu tun. Es ist ein grundlegender Unterschied, ob EINMAL IN DER WOCHE die Glocken Christen zum Gottesdienst rufen oder FÜNFMAL TÄGLICH der Lautsprecher der Moschee verkündet, dass einzig Allah Gott ist (für mich ist er NICHT Gott, ist er KEIN Gott!) und damit impliziert wird, dass diesem Allah alles untertan gemacht werden müsse.

Das ist quantitativ wie qualitativ einfach nicht vergleichbar.

Mir kann dann sicherlich vorgehalten werden, dass auch „mein Gott“ so einen Absolutheitsanspruch hat wie der muslimische. Ja, das hat er. Aber im Gegensatz zum muslimischen Allah hat Jesus befohlen die Welt zu Jüngern zu machen, nicht sie zu unterwerfen. Wir sollen das Wort predigen, Menschen überzeugen – nicht allen ein Gesetzeswerk aufzwingen. Christ wird man immer noch ausschließlich durch eigene Entscheidung, nicht durch Formeln oder Zwang oder automatische Kirchenmitgliedschaft. Muslim ist man schon, wenn man einen muslimischen Elternteil hat, automatisch und zwangsweise. Anderen wird dieser Glaube aufgezwungen, weil sie weder nicht als Dhimmis unterdrückt werden wollen – Juden, Christen, Zoroasten – oder weil sie nicht entsprechend dem islamischen Gesetz getötet werden wollen, weil sie nicht zu den „Völkern des Buches“ gehören und deswegen die „Wahl“ für das Dhimmitum nicht bekommen. Wobei es diesem Allah noch nicht einmal darum geht, dass alle Menschen Muslime werden, sondern „nur“, dass die Scharia überall zur Anwendung gebracht wird.

Ich könnte auch ohne Glockengeläut leben. Die Gemeinde, die ich besuche, hat keine Kirche mit Glocken. Noch nicht einmal vom Band. Ich brauche sie nicht. Aber ich bin nicht bereit die Kirchenglocken zu entsorgen, um „Gleichberechtigung“ mit dem Islam zu schaffen. Das wäre geheuchelt und falsch. Sollte es doch so kommen, bitteschön. Hätte der Allah-Glauben wieder gewonnen, weil etwas Christliches beseitigt wurde, weil wir etwas von unserer Kultur aufgeben. Auch so kann man sich die Welt definieren. Die Araber und insbesondere die „Palästinenser“ haben ja auch immer gewonnen, wenn Israel zwar den Krieg für sich entschied, die Terroristen aber dennoch weiter machen konnten. Diese Mentalität werden unsere Gutmenschen nie auch nur ansatzweise begreifen, wenn sie sich denn überhaupt eingestehen würden, dass es sie gibt. Sie stehen für nichts mehr ein. Sie sind nicht bereit für etwas zu kämpfen. Dafür bekämpfen sie alles, was ihrem Wahn des vermeintlichen „Friedens“ im Weg stehen könnte – alles, das FÜR etwas steht, für den Erhalt von etwas, das uns lieb und wert sein sollte.

Und so werden wir uns vielleicht damit abfinden müssen – auch wenn ich nicht dafür bin – dass Parteien, die sich „pro“ nennen, Zulauf bekommen werden, weil sie ein Anliegen aufgegriffen haben, das nicht ihr eigenes ist, mit dem sie aber Stimmung machen können, weil sich keiner sonst des Problems annimmt; abfinden damit, dass diese „pro“-Leute Bürger einfangen, obwohl sie gar nicht „pro“ sind, sondern nur „gegen“ und dem Problem nichts Konstruktives entgegenzusetzen haben.

Im Hintergrund läutet gerade eine Kirchenglocke, zart und unaufdringlich, die Uhrzeit.

Kölsche Hetze – zum ‚Anti-Islamisierungskongress‘ (2)

10. Mai 2009 at 21:50 | In Deutschland, Europa+Islam, Medien + Islam | 1 Comment
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Samstag: Um 18.10 Uhr zeigt sich der Kommentator auf WDR2 erleichtert: Es hat kaum Übergriffe gegeben, alles ist ruhig geblieben, nur ganz wenige Festnahmen. Und durchgängig wurde der Eindruck erweckt, dass, hätte es Gewalttaten gegeben, „die Rechtsextremen“ dafür verantwortlich gewesen wären, nicht die Täter – obwohl die Linken dafür gelobt werden, dass kaum jemand festgenommen werden musste („letztes Jahr hatte es noch mehr als 800 Festnahmen“ linker Gegendemonstranten gegeben). Allgemeines Schulterklopfen also. Man feiert sich dafür, den rechte Kongress aufgewertet und den Pro-Parteien Munition geliefert zu haben, damit die sich weiter als Opfer darstellen können. Die können sich jetzt hinstellen und festhalten, dass die Meinungsfreiheit in Deutschland im Allgemeinen und Köln im Besonderen nur mit massivem Polizeischutz aufrecht erhalten werden kann. Völlig zu recht können sie behaupten, dass die Undemokraten, die Intoleranten, die Gewalttätigen links zu verorten sind, denn die haben es auch diesmal wieder gezeigt, wenn auch die meisten sich angesichts des massiven Polizeiaufgebots doch lieber einigermaßen im Griff hielten. Wer da Sieg skandiert, der muss sich mindestens im Klaren sein, dass es ein Pyrrhussieg ist – denn wieder haben die angeblich so „Toleranten“ und Friedensfreunde in Köln Menschen verloren, die sich den Pro-Parteien zuwenden, weil sie keine Alternative finden. Hier gibt es eine Aufgabe für andere. Nur, dass es denen so gehen wird, wie Ralph Giordano: Er wurde nach seiner Islamkritik nur nicht als Neonazis bezeichnet, weil er Holocaust-Überlebender ist.

n-tv macht dann wieder beim Fälschen weiter: In den Nachrichten von 21.00 Uhr wird vom „Antiislam-Kongress“-Geschehen „berichtet“. Darüber hinaus wurden Bilder von Versuchen von Gegendemonstranten, gewaltsam die Polizeisperren zu durchbrechen, mit Text von friedlichem Protest überlagert.

Am Sonntag analysiert cosmo tv auf WDR-Fernsehen die Problematik der Pro-Köln-Lage. Völlig richtig Analyse: Die Leute haben Sorgen, die Sorgen werden nicht ernst genommen, die Besorgten wollen nicht in die rechte Ecke gestellt werden, aber sie haben niemanden sonst, der sich der Thematik annimmt, weil „die da oben“ über alle Köpfe hinweg entscheiden. Konsequenz? Nichts. Wir machen immer so weiter, auch der WDR. Na, herzlichen Glückwunsch!

Ansonsten gibt es kaum noch Informationen. Der Express höhnt, die Teilnahmezahlen am Anti-Islamisierungs-Kongress seien peinlich niedrig. Dafür blähen sie dort die Zahl der Gegendemonstranten auf, wie die Pro-Leute die ihren nach oben „korrigieren“.

Kölsche Hetze – zum ‚Anti-Islamisierungskongress‘ (1)

9. Mai 2009 at 11:32 | In Deutschland, Europa+Islam, Medien + Islam | Leave a Comment
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Vorab eins: Ich bin nicht für „Pro-Köln“. Ich bin aber dagegen, sich mit Parolen großmäulig hinzustellen und „Faschisten“ und „Nazis“ zu brüllen. Und ich bin dagegen, dass die Demokratie weiter so vergewaltigt wird, wie im September in Köln. Ich bin dafür vor der islamischen Eroberung Europas zu warnen. Aber ich bin dagegen, dass das Leute tun, die das Thema nur als Vehikel benutzen. Es ist grausig zu sehen, wie in Köln die Besorgnisse der Bürger nur in deren Diffamierung resultiert und einer Bewegung in die Arme getrieben werden, die zweifelhafte Vertreter dieser Bürger sind – aber offensichtlich die einzigen, die sich der Besorgnis annehmen (oder sie missbrauchen). In Köln muss sich einiges ändern. Dazu sind die Etablierten nicht bereit. Die Kölner Toleranz geht leider auch nicht einen Millimeter weiter als bis zum eigenen Tellerrand. Wer irgendwo von der offiziell verordneten Linie abweicht, wird in die Nazi-Ecke gestellt. So macht man die Rechtsextremen glaubwürdig und zur Alternative für die von der Politik Enttäuschten.

Angesichts des Polizeiaufgebots ist nicht damit zu rechnen, dass sich die Szenen vom letzten Jahr wiederholen. Die Berichterstattung wird aber mit ziemlicher Sicherheit dafür sorgen, dass die Aggressoren nicht unbedingt da verortet werden, wo sie sind – oder zumindest der „Kongress“ als Ursache da stehen wird und nicht die undemokratische Einstellung und GEwaltbereitschaft der Autonomen.

Freitag:

Die Qualitätsmedien lügen die ganze Sache um:

Beim WDR wird der Anschein erweckt, als würde der Antiislamisierungskongress illegale Kundgebungen abhalten wollen, denn das „Oberverwaltungsgericht NRW hatte eine für Samstag geplante ‚Pro-Köln“-Kundgebung am Kölner Dom untersagt. (WDR Teletext S. 118 vom 8.5.09)

Ein weiterer „Kölner Sender“, RTL, „berichtet“ im Nachtjournal ähnlich – erst eine Weile später wird gesagt, dass die Kundgebung zwar am Dom untersagt, aber dafür ins rechtsrheinische Deutz verlegt wurde. Dafür fährt hier selbst der Polizeisprecher scharfe Geschütze auf und erweckt den Eindruck, dass die Gewalt nur von den Antiislamisierungs-Demonstranten ausgeht. Das zieht sich durch alle Äußerungen, selbst dort, wo eindeutig „Autonome“ die Polizei angreifen.

Einzig Vox macht darauf aufmerksam, dass die Linken die Gewalttäter sind und die Polizei angreifen und dass eine Verlegung der Demonstration statt fand, ohne vorher den Eindruck zu erwecken, die ganze Veranstaltung sei verboten.

Von den Demonstrationen im „Kölner Umland“ scheint es einzig in Leichlingen wirklich sinnvoll zugegangen zu sein: Keine gewaltbereiten Autonomen, kein Riesen-Hype – die Geschäftsleute haben einfach früher Schluss gemacht, die Innenstadt war leer, weil außen rum Schilder standen, die darauf aufmerksam machten, dass hier die nicht Gewollten ins Leere laufen sollten.

Samstag (bis mittags):

WDR2, 10 Uhr-Nachrichten – ich staune: Es wird tatsächlich gesagt, dass zu den Gegendemonstranten „gewaltbereite Autonome“ gehören, mit denen die Polizei bereits „Auseinandersetzungen hat“.

Mit Unwahrheiten agiert der WDR allerdings beim Rückblick auf die verhinderte Veranstaltung vom letzten September: Die oft gewalttätigen Aktionen gegen Leute, die zum Veranstaltungsort wollten, heißt es, die Kongressgegner hätten die Veranstaltung erfolgreich mit Sitzblockaden massiv gestört. Offensichtlich für nicht schlecht befunden wird auch, dass es in der Nähe der Pro-Kundgebung eine Gegenveranstaltung von DKP und DGB-Jugend gibt – eine etwas zweifelhafte Sache, dass die so erlaubt wird, wurde doch aus Sicherheitsgründen die „rechte“ Veranstaltung extra nicht am Dom genehmigt. So schafft man weiter Konflikt- und Gewaltpotenzial, das dann liebend gerne wieder den Pro-Parteien in die Schuhe geschoben werden wird. Die Aussage von Ralph Giordano, der von „einem faschistischen Großspektakel“ sprach, könnte sich gegen alles richten, was in Köln vor sich geht – beim WDR scheint sie ausdrücklich nur gegen die Pro-Leute gerichtet zu sein. Vielleich kann jemand herausfinden ob Giordano sich nur gegen den Kongress gewandt hat oder auch gegen die Gegendemonstrationen. Meines Wissens hat sich Giordano im September genauso gegen den Kölner Gegenterror ausgesprochen.

Der Kölner Stadt-Anzeiger (Leverkusener Ausgabe) schreibt einen kurzen Satz zu Gegendemonstranten, die gewaltsam die Polizeikette durchbrechen wollten, dann ausführlich über „Pro“-Ordner, die „vor Handgreiflichkeiten nicht zurückschreckten“, so dass die „Polizei die ‚Ordner‘ zur Ordnung rufen musste“. Von wem die „Handgreiflichkeiten“ ausgingen bzw. provoziert wurden, wird nicht gesagt. Der Leser muss davon ausgehen, dass die „Pro“-Leute die Aggressoren waren – eine andere Variante wird ausgeschlossen. Angesichts des in Leverkusen bekannten linken Aggressions-Potenzials eine Sache, die klargestellt werden müsste. Von der Schlagzeile „Trillerpfeifen, aggressive Sprüche“ wird auch nur das Pfeifen der Gegendemonstranten substanziiert.

Die Rheinische Post (online) schreibt nichts über die Kundgebungen vom Freitag. Die Auflagen bzw. Verbote gegen die „Pro“-Veranstaltung werden ausführlich geschildert. Die Gegenveranstaltung auf dem Heumarkt ebenfalls. Zum ersten Versuch vom September heißt es: Die erste Auflage des „Anti-Islamisierungskongresses“ war im September 2008 von der Polizei abgebrochen worden, weil es am Rande schwere Ausschreitungen mit linksautonomen Gegendemonstranten gegeben hatte. So verschleiert man, was wirklich passierte, da der geneigte Leser den Eindruck bekommen dürfte, die Auseinandersetzungen hätten zwischen den verhassten Teilnehmern und den linksautonomen Gegendemonstranten stattgefunden, während es ausschließlich physische Aggressionen der Linken waren.

Geschichte mit Theologie vermischen: Jüdisch-christliche vs islamische Gewalt

20. April 2009 at 20:00 | In Christen+Kirchen, Europa+Islam, Islam+Islamismus, die Welt+Islam | 5 Comments

Aus gegebenem Anlass mit einem besonderen Gruß an “Martin”.

Raymond Ibrahim, Jihad Watch, 15. März 2009

Besonders nach den Terrorschlägen vom 11.09.2001 ist dem Islam oft vorgeworfen worden intrinsisch gewalttätig zu sein. Viele deuten zum Beweis, dass Gewalt und Intoleranz gegenüber Nichtmuslimen dem Islam innewohnt, auf den Koran und andere islamische heilige Schriften und Texte. Als Antwort sind eine ganze Reihe Rechtfertigungen geboten worden. Die fundamentale Prämisse fast aller davon ist, dass die behauptete Gewalt des Islam – wie sie in islamischen heiligen Schriften und Geschichte zu finden sind – sich nicht von der Gewalt unterscheidet, die von anderen Religionsgruppen im Verlauf der Geschichte begangen wurde und in ihren heiligen Schriften verzeichnet ist, so bei den Juden und Christen. Der Streit besteht, kurz gesagt, darin, dass es nicht der Islam per se ist, sondern eher die menschliche Natur für Gewalt anfällig ist.

Wann immer also das Argument angeführt wird, dass der Koran genauso wie die historischen Worte und Taten des Propheten des Islam, Mohammed, und seiner Gefährten Gewalt und Intoleranz bekunden, wird sofort das Gegenargument angeführt: Was ist mit den historischen Gräueln, die von den Hebräern in vergangenen Jahren begangen wurden, wie sie in ihren heiligen Schriften (aka dem Alten Testament) aufgezeichnet wurden? Was ist mit dem brutalen Kreislauf der Gewalt, den Christen im Namen ihres Glaubens sowohl gegen Mitchristen und Nichtchristen verübt haben?

Dann werden einige Beispiele aus der Bibel wie auch aus der jüdisch-christlichen Geschichte angeführt. Zwei Beispiele – eins aus der Bibel, das andere aus der Geschichte – werden oft als paradigmatisch für die religiöse Gewalt zitiert, die sowohl dem Judentum als auch dem Christentum inne wohnt und gewöhnlich die Diskussion beendet, ob der Islam in Bezug auf seine Lehren und Gewalt einzigartig ist.

Das erste ist die militärische Eroberung des Landes Kanaan durch die Hebräer (ca. 1200 v.Chr.), die zunehmend als „Völkermord“ charakterisiert wird. Yahweh sagte Moses:

Aber in den Städten dieser Völker hier, die dir der HERR, dein Gott, zum Erbe geben wird, sollst du nichts leben lassen, was Odem hat, sondern sollst an ihnen den Bann vollstrecken, nämlich an den Hetitern, Amoritern, Kanaanitern, Perisitern, Hiwitern und Jebusitern, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat, damit sie euch nicht lehren, all die Greuel zu tun, die sie im Dienst ihrer Götter treiben, und ihr euch so versündigt an dem HERRN, eurem Gott. (5. Mose 20,16-18)

So schlug Josua [der Nachfolger Moses] das ganze Land, das Gebirge, das Südland, die Niederung, die Berghänge und all ihre Könige: er ließ keinen Entronnenen übrig. An allem Lebenden vollstreckte er den Bann, wie der HERR, der Gott Israels, geboten hatte.

Das zweite Beispiel dreht sich um die Kriege der Kreuzzüge, die von den mittelalterlichen europäischen Christen geführt wurden. Wohl waren die Kreuzzüge waren „Gegenangriffe“ auf den Islam – nicht ein unprovozierter Angriff, wie es oft durch revisionistische Geschichtsschreibung dargestellt wird. Ein vereintes Christentum versuchte das Heilige Land von Jerusalem zu annektieren, das vor seiner Eroberung durch den Islam im 7. Jahrhundert seit 400 Jahren integraler Teil des Christentums war.

Darüber hinaus waren muslimische Einfälle und Gräuel gegen Christen im Steigen in den Jahrzehnten vor Beginn der Kreuzzüge 1096 im Steigen begriffen. 1071 zum Beispiel hatten die seldschukischen Türken die Byzantiner in der Schlüsselschlacht von Manzikert vernichtend geschlagen und praktisch einen großen Teil des byzantinischen Anatolien annektiert (was schließlich den Weg für die Eroberung von Konstantinopel Jahrhunderte später ebnete). Ein paar Jahrzehnte davor schändete und zerstörte der Fatimiden-Kalif al-Hakim eine Reihe wichtiger Kirchen – so die Kirche St. Markus in Ägypten und die Auferstehungskirche in Jerusalem – und erließ mehrere noch mehr als normal unterdrückerische Anordnungen gegen Christen und Juden. Es ist dieser Hintergrund, vor dem Papst Urban zu den Kreuzzügen aufrief:

Aus den Grenzen Jerusalems und der Stadt Konstantinopel ist eine fürchterliche Botschaft gekommen und ist sehr regelmäßig vor unsere Ohren gebracht worden, nämlich dass eine Rasse aus dem Königreich der Perser [d.h. Muslime, Türken]… die Länder der Christen erobert hat und sie mit dem Schwert, Plünderung und Feuer entvölkert hat; sie hat einen Teil der Gefangenen in ihr eigenes Land weggeführt und einen Teil hat sie durch grausame Folter vernichtet; sie hat die Kirchen Gottes entweder zerstört oder sie für die Riten ihrer eigenen Religion verwendet (aus den Chroniken des Mönchs Robert).

Dennoch attestiert die Geschichte, dass die Kreuzzüge gewalttätig und blutig waren. Nach dem Durchbruch durch die Stadtmauern Jerusalems im Jahr 1099 schlachteten die Kreuzfahrer wahllos jeden einzelnen Einwohner der Heiligen Stadt ab. Die mittelalterliche Chronik Gesta Danorum schreibt: „Das Schlachten war so groß, dass unsere Männer bis zu den Knöcheln in Blut wateten.“ Darüber hinaus ist da noch Plünderung Konstantinopels, bei der Kreuzfahrer Christen erschlugen.

Angesichts dessen – ein erstklassiges Beispiel „hebräischer“ Gewalt aus der Bibel, das andere aus der christlichen Geschichte: Warum sollte der Islam die einzige Religion sein, die immer als intrinsisch gewalttätig charakterisiert wird, einfach weil sein heiliges Buch und seine Geschichte auch Gewalt beinhalten? Warum sollten Nichtmuslime immer auf den Koran und alte Geschichte als Beweise für die Gewalttätigkeit des Islam deuten, während sie nie in ihre eigenen Schriften und Geschichte sehen?

Solche Fragen sind zwar beliebt, aber sie enthüllen ein großes Durcheinander von Geschichte und Theologie, von zeitweisem Handeln von Menschen und was als die unveränderlichen Worte Gottes angenommen werden. Der fundamentale Fehler besteht darin, dass die jüdisch-christliche Geschichte – die gewalttätig ist – mit islamischer Theologie vermischt wird – mit Geboten der Gewalttätigkeit. Natürlich haben alle Religionen ihren Anteil an Gewalt und Intoleranz gegenüber „anderen“ gehabt. Ob diese Gewalt von Gott angeordnet ist oder ob kriegerische Männer sich es so wünschten, ist die alles entscheidende Frage.

Die Gewalt im Alten Testament ist so ein interessanter Fall. Yahweh befahl den Hebräern klar die Kanaaniter und die sie umgebenden Völker zu vernichten. Solche Gewalt ist daher ein Ausdruck des Willens Gottes, zum Guten oder zum Schlechten. Unabhängig davon ist alle von den Hebräern verübte und im Alten Testament begangene historische Gewalt genau das – Geschichte. Es geschah; Gott hatte es befohlen. Aber es ging dabei um eine bestimmte Zeit und einen bestimmten Ort und richtete sich gegen ein bestimmtes Volk. Zu keiner Zeit ging diese Gewalt über in ein standardisiertes oder kodifiziertes jüdisches Gesetz (z.B. die Halakha).

Hier wird die islamische Gewalt einzigartig. Obwohl ähnlich der Gewalt des Alten Testaments – befohlen von Gott und manifestiert in der Geschichte – sind gewisse Aspekte islamischer Gewalt im islamischen Gesetz (u.a. der Scharia) standardisiert worden und gelten zu allen Zeiten. So ist die im Koran zu findende Gewalt tatsächlich historisch, seine endgültige Bedeutung ist theologisch oder, genauer gesagt, dogmatisch. Dazu sollte man sich die folgende Koranverse ansehen, die besser als „Schwert-Verse“ bekannt sind:

Und wenn die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Götzendiener, wo immer ihr sie findet, und ergreift sie und belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf. Wenn sie aber bereuen und das Gebet verrichten und die Zakah entrichten [d.h. sich dem Islam unterwerfen], dann gebt ihnen den Weg frei. Wahrlich, Allah ist Allvergebend, Barmherzig. (Sure 9,5)

Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und an den Jüngsten Tag glauben, und die das nicht für verboten erklären, was Allah und Sein Gesandter [d.h. die nicht dem islamischen Gesetz folgen] für verboten erklärt haben, und die nicht dem wahren Glauben [d.h. dem Islam] folgen – von denen, die die Schrift erhalten haben, bis sie eigenhändig den Tribut in voller Unterwerfung entrichten. (Sure 5,29)

Wie bei den Versen des Alten Testaments, wo Yahweh den Hebräern befahl ihre Nachbarn anzugreifen und zu töten, haben auch die Schwert-Verse einen historischen Kontext. Allah gab diese Befehle erstmals, nachdem die Muslime unter Mohammeds Führung stark genug geworden waren, um ihre christlichen und heidnischen Nachbarn anzugreifen. Aber anders als die kriegerischen Verse und Erzählungen des Alten Testaments wurden die Schwert-Verse für die folgenden Beziehungen zu beiden „Völkern des Buches“ (d.h. die Christen und Juden) und die „Heiden“ (d.h. Hindus, Buddhisten, Animisten, usw.) fundamental. Zum Beispiel verlangt das islamische Gesetz aufgrund von Sure 9,5, dass Heiden und Polytheisten entweder zum Islam übertreten oder getötet werden müssen, während Sure 9,29 die Hauptquelle für die gut bekannten diskriminierenden Praktiken gegenüber Christen und Juden ist.

Fakt ist, dass auf Grundlage der Schwert-Verse (wie auch zahlloser andere Koranverse und mündlichen Traditionen, die Mohammed zugeschrieben werden), alle islamischen Gelehrten, Scheiks, Muftis, Imame und Gadis aller Zeitalter Konsens gefunden haben – was für die gesamte muslimische Gemeinschaft bindend ist – dass der Islam sich in immerwährendem Krieg mit der nicht muslimischen Welt befindet, bis erstere sich die letztere unterordnet. (Es wird weithin von muslimischen Gelehrten die Meinung vertreten, dass, da die Schwert-Verse zu den letzten Offenbarungen zum Thema der Beziehung des Islam zu Nichtmuslimen gehören, sie allein etwa 200 der früheren und toleranteren Koranverse aufheben, so auch „Es gibt keinen Zwang im Glauben“; Sure 2,256.) Der berühmte muslimische Gelehrte Ibn Khaldun, der im Westen für seine „progressiven“ Einsichten verehrt wird, legt die Vorstellung ab, dass Jihad „defenisve“ Kriegsführung sei:

In der muslimischen Gemeinschaft ist der heilige Krieg [d.h. der Jihad] eine religiöse Pflicht, wegen des Universalismus de muslimischen Auftrags und der Verpflichtung jedermann zum Islam zu bekehren, entweder durch Überzeugung oder durch Gewalt… Die andere Religionsgruppen hatten keinen universalen Auftrag und der heilige Krieg war für sie keine religiöse Pflicht, sondern nur zu Verteidigungszwecken sicher… Von ihnen wird nur verlangt ihre Religion unter ihrem eigenen Volk zu etablieren. Das ist der Grund, dass die Israeliten nach Moses und Josua sich nicht um eine königliche Autorität kümmerten [z.B. ein „Kalifat“]. Sie kümmerten sich ausschließlich um die Einrichtung ihrer Religion [statt sie in die Nationen zu verbreiten]… Aber der Islam hat die Verpflichtung die Macht über andere Nationen zu gewinnen (Muqudimmah, Band 1, S. 473).

Das vielleicht Einzigartigste an den Schwert-Versen ist die Tatsache, dass sie sich, wenn man sie ihren Gegenstücken im Alten Testament gegenüber stellt, besonders dadurch unterscheiden, dass sie eine Sprache benutzen, die Zeit und Raum überschreiten und heute nicht weniger als früher die Glaubenden aufstacheln nicht Glaubende anzugreifen und zu töten. Jahweh gebot den Hebräern die Hethiter, Amoriter, Kanaaniter, Perisiter, Hiviten und Jebusiten zu töten – alles bestimmte Völker, die in einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort verwurzelt sind. Zu keiner Zeit gab Jahweh den Hebräern ein Gebot mit offenem Ende, an das auch ihre Nachfahren, die Juden, gebunden waren, Nichtjuden zu töten. Andererseits: Obwohl die ursprünglichen Feinde des Islam, wie das Judentum, historische (d.h. christliche Byzantiner und heidnische Perser), hebt der Koran sie selten mit ihren richtigen Namen heraus. Statt dessen wurden die Muslime (und werden es weiter) angewiesen die Völker des Buches zu bekämpfen – „bis sie den Tribut in williger Unterwerfung zahlen und sich vollkommen unterdrückt fühlen“. (Koran, Sure 9,29) und „die Heiden zu töten, wo immer ihr sie findet“ (Sure 9,5).

Die beiden Konjunktionen „bis“ (hata) und „wo immer“ (haythu) demonstrieren die immerwährende und allgegenwärtige Natur dieser Gebote: Es gibt immer noch „Völker des Buchs“, die noch „vollkommen unterdrückt“ werden müssen (besonders in Nord- und Südamerika, Europa und Israel) und „Heiden“, die getötet werden müssen „wohin immer“ man sieht (besonders in Asien und dem Afrika südlich der Sahara). Fakt ist, dass das herausragende Merkmal fast aller gewalttätigen Gebote in den islamischen Schriften ihr offenes Ende und ihre generelle Natur: „Und kämpft gegen sie, damit keine Verführung mehr stattfinden kann und (kämpft,) bis sämtliche Verehrung auf Allah allein gerichtet ist.“ (Sure 8,39) Außerdem erklärt Mohammed in einer gut bezeugten Tradition, die in der authentischsten Hadith-Sammlung auftaucht:

Mir wurde geboten Krieg gegen die Menschheit zu führen, bis sie bezeugen, dass es keinen Gott außer Allah gibt und das Mohammed der Botschafter Allahs ist; und dass sie das Niederwerfungsgebet etablieren und die Almosensteuer zahlen [d.h. zum Islam konvertieren]. Wenn sie das tun, sind ihr Blut und ihr Eigentum geschützt [Sahih Muslim C9B1N31; ebenfalls Sahih Bukhar B2N24).

Abgesehen von den göttlichen Worten des Koran, ist Mohammeds Verhaltensmuster – seine „Sunna“ oder sein „Beispiel“ – eine extrem wichtige Quelle der Gesetzgebung im Islam. Muslime sind ermahnt Mohammed in allen Lebenslagen nachzueifern: „Wahrlich, ihr habt an dem Gesandten Allahs ein schönes Vorbild für jeden“ [wie er sich verhalten soll] (Sure 33,21). Und Mohammeds Verhaltensmuster vis-à-vis den Nichtmuslimen ist ziemlich deutlich. Sarkastisch gegen das Konzept des „moderaten“ Islam argumentierend stellt der Terrorist Osama bin Laden, der sich der Unterstützung der halben arabisch-islamischen Welt per Umfrage von Al-Jazira erfreut, die Sunna des Propheten folgendermaßen dar:

„Moderatheit“ wird von unserem Propheten demonstriert, der nicht mehr als drei Monate in Medina blieb, ohne einen Raubzug durchzuführen oder ohne einen Raubtrupp ins Land der Ungläubigen auszuschicken, um ihre Festungen niederzuschlagen und ihren Besitz, ihr Leben und ihre Frauen einzunehmen“ (aus dem Al-Qaida Reader, S. 56).

Fakt ist, dass die Ausraubung und Plünderung der Ungläubigen, die Versklavung ihrer Kinder und ihre Frauen ins Konkubinat zu verbringen, mit dem Koran und Mohammeds Sunna gut begründet ist (z.B. Sure 4,24; 4,92; 8,69; 24,33; 33,50 usw.). Und das Konzept der „Sunna“ – wonach 90% der mehr als eine Milliarde Muslime, die „Sunniten“ benannt sind – sagt im wesentlichen, dass alle, was von Mohammed und seinen frühen Gefährten ausgeübt oder genehmigt wurde, für die Muslime heute nicht weniger als früher anwendbar ist. Das heißt nicht, dass Muslime massenhaft wilde Hedonisten sind, die nur dafür leben zu plündern und zu vergewaltigen. Aber es bedeutet, dass diese speziellen Personen, die von Natur aus zu solchen Aktivitäten neigen und zufällig noch Muslime sind, recht einfach ihr Tun rechtfertigen können – und das tun – indem sie auf die „sunna des Propheten“ verweisen – so, wie die Al-Qaida beispielsweise ihre Anschläge vom 9/11 rechtfertigt, bei denen Unschuldige, einschließlich Frauen und Kindern, getötet wurden: Mohammed autorisierte seine Anhänger während der Belagerung der Stadt Taif im Jahr 630 n.Chr. Katapulte zu benutzen, obwohl ihm bewusst war, dass Frauen und Kinder dort Schutz suchten. Vom Propheten wird auch berichtet, dass er, als er gefragt wurde, ob es erlaubt sei nächtliche Raubzüge zu beginnen oder Feuer an den Befestigungen von Ungläubigen zu legen, wenn Frauen und Kinder sich darunter befanden, antwortete: „Sie sind von ihnen“ (Sahih Muslim B19N4321).

Das Judentum dreht sich zwar um das Gesetz und ist legalistisch, aber es hat keine Entsprechung zur Sunna; die Worte und Taten der Patriarchen, obwohl im Alten Testament aufgezeichnet, gingen nie dazu über Teil des jüdischen Gesetzes zu sein. Weder Abrahams „weiße Lügen“ noch Jacobs Tücke oder das Aufbrausen Moses, auch nicht Davids Ehebruch und nicht Salomos Herumpoussieren wurden zu Anweisungen für Juden oder Christen. Sie wurden lediglich als historische Taten begriffen, die von fehlbaren Männern begangen wurden, die oft von Gott für ihr nicht gerade ideales Verhalten bestraft wurden.

Was das Christentum angeht, so wurde ein großer Teil des Alten Testaments von Jesus aufgehoben. „Auge um Auge“ machte „halte die andere Wange hin“ Platz. Gott von ganzem Herzen zu lieben und seinen Nächsten auch, wurde das oberste Gesetz (Matth. 22,38-40). Darüber hinaus wird die „Sunna“ Jesu – wie in „Was würde Jesus tun?“ – wird von Nächstenliebe charakterisiert. Das Neue Testament beinhalten absolut keinerlei Aufforderungen zu Gewalttätigkeit. Dennoch gibt es einige, die Jesus als mit einem ähnlich militanten Ethos wie Mohammed versehen darstellen wollen, indem sie Verse zitieren, in denen Jesus – „Dies alles redete Jesus in Gleichnissen zu den Volksmengen, und ohne Gleichnis redete er nichts zu ihnen“ (Matth. 13,34) – sagte: „Ich bin nicht gekommen Frieden zu bringen, sondern das Schwert“ (Matth. 10,34). Aber durch den Kontext dieser Äußerung wird klar, dass Jesus nicht Gewalt gegen Nichtchristen befahl, sondern voraussagte, dass es oft Konflikte zwischen christlichen Konvertiten und ihrer Umwelt geben würde – eine Voraussage, die nur allzu wahr wurde, als die frühen Christen, weit davon entfernt das Schwert aufzunehmen, passiv als Märtyrer durch das Schwert umkommen. Wie kann man irgendwie diesen Vers des Neuen Testaments, der das Wort „Schwert“ metaphorisch erwähnt ehrlich mit den buchstäblich hunderten koranischer Verfügungen und Äußerungen Mohammeds gleichsetzen, der den Muslimen eindeutig befiehlt gegen Nichtmuslime ein sehr reales Schwert zu ergreifen?

Und von hier aus kann man die Kreuzzüge am besten einschätzen. Wie immer man diese Kriege interpretiert – als offensiv oder defensiv, gerecht oder ungerecht – es ist offensichtlich, dass sie nicht auf der Grundlage der „Sunna“ von Jesus erfolgten, der seine Anhänger ermahnte: „Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen (segnet die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen und verfolgen).“ (Matth. 5,44)

In Wirklichkeit helfen die Kreuzzüge – weit entfernt davon, irgendetwas dem Christentum Innewohnendes nahezulegen – den Islam besser zu erklären. Denn was die Kreuzzüge ein für allemal aufzeigen, ist, dass, unabhängig von religiöser Lehre – und im Fall dieser so genannten „christlichen“ Kreuzzüge, trotz dieser – der Mensch für Gewalt und Intoleranz empfänglich ist. Das provoziert allerdings eine Frage: Wenn die Christen sich so verhielten – denen geboten ist ihre Feinde zu lieben, zu segnen und ihnen Gutes zu tun, die sie hassen, verfluchen und verfolgen – wie viel mehr kann man von Muslimen erwarten, die, während sie dieselben gewalttätigen Tendenzen teilen, von dem Gebot ihrer Gottheit noch bestärkt werden, die nicht Gläubigen anzugreifen, zu töten und auszuplündern?

Irans Helfer im Westen

15. April 2009 at 22:38 | In Araber, Europa+Islam, Europa+Nahost, Islamstaaten, USA, die Welt+Islam, die Welt+Nahost | Leave a Comment
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Caroline Glick, The Jerusalem Post, 13. April 2009

Die jüngsten Aktionen Ägyptens gegen die Hisbollah-Agenten sind ein Wendepunkt-Ereignis für das Verständnis der Art der Bedrohung, die der Iran sowohl für die regionale als auch die globale Sicherheit darstellt. Seit Jahren hat dieses Land an Ägypten appelliert etwas gegen die Hisbollah-Agenten auf seinem Gebiet zu unternehmen. Mit unwichtigen Ausnahmen hat Ägypten dies abgelehnt. Es glaubte, die Agenten bedrohten nur uns und so zog es das Mubarak-Regime vor wegzusehen.

Dann scheint es aber auch ein seltsamer Zeitpunkt dafür zu sein, dass Ägypten beweist, dass Israel recht hat. Hochrangige Minister der neuen Regierung Netanyahu sind seit Jahren ausgesprochene Kritiker Ägyptens gewesen, weil dieses sich weigerte gegen die Hisbollah vorzugehen und die von Hisbollah und dem Iran gesponserte Terrorgruppe Hamas unterstützte. Dadurch, dass man jetzt hinter der Hisbollah her ist, legitimiert Ägypten sowohl die Kritik als auch die Regierung Netanyahu selbst. Das scheint sich im Gegenzug gegen Ägyptens Grundinteresse zu richten Israel im Allgemeinen und rechtslastige israelische Regierungen im Besonderen zu schwächen.

Doch nichts davon schien letzte Woche die ägyptischen Beamten zu interessieren, als sie die Verhaftung von 49 Hisbollah-Agenten verkündeten und mit dem Finger auf Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah und seine Bosse in Teheran zeigten, die sie offen beschuldigten sie versuchten Ägyptens nationale Sicherheit zu untergraben.

Die Frage ist: Was hat Ägypten auf einmal veranlasst zu handeln? Es scheint, dass zwei Dinge das Regime Mubaraks motivieren. Erstens ist das die Natur des aufgedeckten Hisbollah-Netzwerks. Nach Angaben des ägyptischen Justizministeriums beschränkten die verhafteten Agenten ihre Tätigkeit nicht auf den Waffenschmuggel in den Gazastreifen. Sie arbeiteten auch gegen Ägypten. Die ägyptische Staatsanwaltschaft behauptet, dass sie bei ihrer Arbeit als Agenten des Iran auch Ziele entlang des Suezkanals auskundschafteten. Das bedeutet, sie planten einen strategischen Schlag gegen die wirtschaftliche Nabelschnur Ägyptens.

Der zweite Aspekt des Netzwerks, der die ägyptischen Behörden eindeutig in Sorge versetzte, war, dass es die Breite der Zusammenarbeit zwischen dem wichtigsten Gegner des Regimes – der Muslimbruderschaft – und dem iranischen Regime aufzeigte. 41 der verhafteten Verdächtigen sind ägyptische Staatsbürger, offenbar der Muslimbruderschaft zugehörig. Diese Zugehörigkeit wird durch zweierlei signalisiert: Erstens haben viele von ihnen den Muslimbruderschafts-Aktivisten Muntaser al-Zayat als Anwalt angeheuert. Und zweitens prangerten Sprecher der Muslimbruderschaft die Verhaftungen an.

Zum Beispiel verteidigte letzten Donnerstag in einem Interview mit Gulf News Issam el-Erian, Sprecher der Muslimbruderschaft, die Hisbollah (und den Iran) gegen seine eigene Regierung und behauptete, dass Nasrallah und die iranischen Ayatollahs recht hatten Präsident Hosni Mubarak zu beschuldigen, er sei kaum mehr als ein Handlanger Israels. Sein Worte: „Die ägyptische Regierung muss ihre nationale Sicherheitspolitik neu ausrichten, um israelische Drohungen gegen arabische Länder wie Syrien und den Libanon einzuschließen und die Drohungen gegen Palästinenser durch Israel als Bedrohung der nationalen Sicherheit anzusehen.“

Ganz kurz gefasst decken sowohl die Ziele des Hisbollah-Netzwerks als auch seine Beziehung zu Ägyptens sunnitisch-islamistischer Opposition eindeutig die Gefahr, die das iranische Regime für Ägypten darstellt. Der Iran will die Gegner in aller Welt direkt durch militärische/terroristische und Sabotage-Operationen untergraben und besiegen, als auch durch ideologische Subversion. Es ist der Zusammenfluss beider Aspekte der revolutionären Ambitionen des Iran, die Ägypten zwangen jetzt zu handeln, ohne Rücksicht auf die Auswirkungen seines Tuns auf das politische Schicksal der Regierung Netanyahu. Und es überrascht nun gar nicht, dass Ägypten gezwungen war zu einer politisch so ungünstigen Zeit zu handeln.

In der gesamten Region und auch in großen Teilen der Welt steigt der Stern des Iran immer höher. Sein aufstrebendes Atomprogramm dient als zweiter Arm einer zangenartigen Kampagne gegen seine Gegner. Der asymmetrische und ideologische Krieg, den er über seine Terror- und staatlichen Strohmänner führt, sind der eine Arm der Kampagne. Zusammen erhöhen diese beiden strategischen Arme den Einsatz der Herausforderung des Iran zu seinen Nachbarn und zum Westen ins nie da Gewesene und Inakzeptable. Marokko ist so besorgt wegen der iranischen Subversion ihrer sunnitischen Bevölkerung, dass es letzten Monat die diplomatischen Verbindungen mit Teheran abbrach.

Irans großer Sprung vorwärts wurde durch die jüngeren Ereignisse offen gelegt. Der Gipfel der Arabischen Liga vom letzten Monat in Doha ist ein Beispiel dafür, wie der Iran erfolgreich die arabische Welt zwischen seinen Stellvertretern und seinen Gegner gespalten hat. Seit drei Jahren und besonders seit dem Krieg zwischen Israel und Irans Hisbollah im Libanon 2006 sind die Staaten der Arabischen Liga zunehmend um die Frage Iran polarisiert. Das Land hat seine Satellitenstaaten Syrien, Sudan und Qatar, dazu seine wachsenden Allianzen mit Zweigen der Muslimbruderschaft in Ägypten, Jordanien, den palästinensischen Autonomiegebieten und an weiteren Orten, um seine rasch eskalierenden Angriffe auf sunnitische Regime der gesamten Region zu legitimieren.

Obwohl Ägypten und Saudi-Arabien Qatar erfolgreich davon abhielten den Iran und die Hamas zum Gipfel einzuladen, waren die Iraner durch die guten Dienste des qatarischen Emirs Scheik Hamad bin Khalifa Thani und des syrischen Präsidenten Baschar Assad in der Lage ihre antisaudische/antiägyptische Plattform verabschiedet zu bekommen. Wie das Middle East Media Research Institute in einem Bericht über die Abläufe aufzeigte, annullierte Assad erfolgreich den so genannten saudischen Friedensplan, den die Arabische Liga 2002 übernahm. Nach Vorgabe einer neuen, von Syrien gestützten Resolution, würde jegliche arabische Annäherung davon abhängig gemacht werden, dass Israel zuerst sich selbst vernichtet, indem es auf nicht zu verteidigende Grenzen zurückzieht und von Millionen feindseliger arabischer Auslands-Einwanderern überwältigt wird.

Weil er fühlte, was ihn auf dem Gipfel erwartete, entschied sich Mubarak Zuhause zu bleiben und an seiner Stelle einen niedrigrangigen Emissär hinzuschicken. Der saudische König Abdallah sagte während des zweitägigen arabischen Liebesfestes mit dem Iran gar nichts. Beide Führer waren danach geschwächt und gedemütigt.

In den letzten Jahren hat der Iran seine Einflusssphäre zu strategischen Punkten in der Region ausgedehnt. Zwei neue Erweiterungen der Achse Irans sind Eritrea und Somalia. Der Iran und Eritrea unterzeichneten letztes Jahr eine strategische Allianz, die Einheiten der iranischen Revolutionsgarden Stationierungsrechte in der strategisch wichtigen Bab el-Mandab-Straße gewährt, die den Engpass kontrolliert, der den Indischen Ozean mit dem Roten Meer verbindet. Was Somalia angeht – dessen Lage entlang des Golfs von Aden ihm eine ähnlich entscheidende maritime Stellung bietet, so hat der Iran dessen Zustand als „failed state“ seit Jahren ausgenutzt.

2006 berichtete die UNO, dass etwa 720 somalische Jihadisten, die mit der Al-Qaida in Verbindung stehen, im Libanon mit der Hisbollah in deren Krieg mit Israel kämpften. Nach Angaben einer Analyse der Zusammenarbeit somalischer Jihadisten mit dem Iran, die im November 2006 im Online-Magazin Long War Journal veröffentlicht wurde, boten der Iran und Syrien im Tausch für die somalische Unterstützung militärisches Fortgeschrittenen-Training für die Somalier an, die gerade das mit der Al-Qaida zusammenhängende Regime der Islamic Courts Union im Land eingerichtet hatten. Teheran stattete die ICU mit Flugabwehr-Raketen, Granatwerfern, Maschinengewehren, Munition, Medikamenten, Uniformen und anderem Nachschub aus, sowohl bevor, als auch nachdem sie die Kontrolle über Somalia übernommen hatten.

Der UN-Bericht stellte auch die Verbindung der ICU zum iranischen Atomprogramm her. Er behauptete, dass iranische Agenten in Dusa Mareb, dem Heimatort des ICU-Chefs Scheik Hassan Dahir Aweys operierten, wo sie versuchten Uran zu kaufen.

Jenseits des Horn von Afrika hat der Iran natürlich ständig seinen Einfluss im Irak und Afghanistan ausgeweitet. In beiden Ländern finanzieren die Mullahs gleichzeitig die Aufstände und bieten sich den USA als unverzichtbarer Partner zu Stabilisierung der Länder an, die sie destabilisieren.

Das vielleicht Bitterste am ständig wachsenden Einfluss des Iran sind die grundverschiedenen Antworten, die das von Israel und sunnitischen Regimen wie Ägypten und Saudi-Arabien einerseits und dem Westen andererseits hervorruft. Während Israel und die sunnitischen arabischen Staaten täglich wegen des Iran warnen, wenn auch weit davon entfernt diese ständig wachsende iranischen Bedrohung zuzugeben oder sich ihr zu stellen, sind die USA und die Europäer abwechselnd dabei sie zu ignorieren oder Appeasement zu betreiben. Würden die USA die iranische Bedrohung ernst nehmen, würde die Obama-Administration den Iran nicht anbetteln mit ihr zu verhandeln, nachdem Teheran demonstrierte, dass es den atomaren Antriebskreislauf komplett kontrolliert.

Wären die USA daran interessiert mit der Gefahr fertig zu werden, die der Iran für die globale Sicherheit darstellt, würde Außenministerin Hillary Clinton nicht so absurd argumentieren, dass die USA nicht verifizieren könnten, ob die Ankündigung des Iran, er betreibe jetzt 7.000 Zentrifugen und eröffne eine weitere Atomanlage eine Zunahme seiner atomaren Kapazitäten bedeute.

Würden die USA den Iran ernst nehmen, würden sie ihn nicht auffordern in Afghanistan und im Irak auszuhelfen. Sie würden das somalische Piratentum nicht als strategisch unbedeutende Unannehmlichkeit behandeln. Sie würden Eritreas neu gefundene Unterwürfigkeit dem Iran gegenüber nicht ignorieren. Sie würden das Hauptquartier des Central Command nicht in Qatar belassen. Und natürlich würden sie dem Iran nicht erlauben mit seinem Atomprogramm weiterzumachen.

Dann ist da Großbritannien. Letzte Woche berichtete Michael Ledeen von der Foundation for Defense of Democracies, dass Großbritanniens Entscheidung die Hisbollah anzuerkennen Teil eines Deals ist, den es mit dem Iran und der Hisbollah im Tausch für fünf Briten abschloss, die im Irak von mit der Hisbollah und dem Iran verbundenen Terroristen seit zwei Jahren als Geiseln gehalten wurden. Mit diesem Handel zum Austausch der britischen Geiseln stimmte London der Anerkennung der Hisbollah zu und die USA stimmten zu eine Reihe schiitischer Terroristen freizulassen, die die Streitkräfte im Irak gefangen genommen hatten.

Tariq Alhomayed, der Herausgeber von Asharq al-Awsat, vermerkte in Reaktion auf diese Nachricht, dass der Handel Nasrallahs Behauptung ein Ende setzt, die Hisbollah operiere nicht außerhalb des Libanon, außer um Krieg gegen Israel zu führen. Aber der zeigt auch ein ernstes Problem mit dem Westen auf.

Wenn Großbritannien bereit wäre, die schwer wiegende Bedrohung, die der Iran für die globale Sicherheit darstellt, anzuerkennen und mit ihr fertig zu werden, würde sie nicht die Autorität der Hisbollah oder des Iran akzeptieren über die Freilassung britischer Geiseln im Irak zu verhandeln. Statt dessen würde es die Verantwortung zur Erreichung der Freilassung der britischen Geiseln der souveränen irakischen Regierung zuweisen und alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, um diese Regierung gegen die Agenten des iranischen Einflusses im Land zu stärken.

So sollten auch die USA, statt sich an dem Handel zu beteiligen, die Vernichtung der iranisch kontrollierten Agenten anstreben, die die Geiseln festhalten und die politischen irakischen Kräfte zu diskreditieren und zu besiegen, die unter iranischer Kontrolle agieren. Würden die USA die iranischen Bedrohung ernst nehmen, würden sie sicherlich verkünden, dass jeder Rückzug amerikanischer Kampftruppen aus dem Irak mit einer vollständigen Niederlage der Agenten des iranischen Einflusses im Irak verbunden wäre.

Die Weigerung des Westens mit der wachsenden iranischen Bedrohung fertig zu werden hat ohne Zweifel etwas mit der physischen Entfernung des Westens zum Iran zu tun. Während Länder des Nahen Ostens keine Wahl haben als sich mit dem Iran zu beschäftigen, glauben die USA und ihre europäischen Verbündeten offensichtlich, dass sie die Gefahr immer noch wegwünschen können. Das können sich natürlich nicht.

Von den somalischen Piraten im Golf von Aden bis zu den Hisbollah-Zellen vom Irak bis nach Kanada; von den iranischen Agenten an britischen Universitäten bis zu Militärberatern der Hisbollah und des Iran in Süd- und Zentralamerika, ist der Westen, wie der Mittlere Osten infiltriert und umzingelt.

Der offene Angriff Ägyptens auf die Hisbollah ist nur eine weitere Warnung, dass konzertiertes Handeln gegen die Mullakratie erfolgen muss. Unglücklicherweise signalisiert die Abwesenheit westlicher Entschlossenheit, dass auch diese Warnung unbeachtet bleiben wird.

Wütende Christen wegen Lego-Jesus

15. April 2009 at 15:56 | In Europa+Islam, die Welt+Islam | Leave a Comment

Ein Denkspiel von Gates of Vienna nach der Enthüllung einer lebensgroßen Jesus-Figur aus Legosteinen, die in einer Kirche in Stockholm enthüllt wurde:

12. April – Christen gingen heute überall in Skandinavien auf die Straßen, um gegen die Enthüllung einer Jesus-Statue zu protestieren, die komplett aus Legosteinen gebaut ist.
Gruppen randalierender Jugendlicher warfen Steine und Flaschen, zerbrachen Schaufenster, steckten Autos in Brand, verbrannten israelische Flaggen und jagten unglückliche Juden durch die Straßen.
Ein wütender Demonstrant, gekleidet in ein „I (Herz) Jesus“-T-Shirt und mit einem Kreuz um den Hals, sagte Reportern, dass Christianophobie nicht toleriert werden darf. „Sie können unseren Retter nicht auf diese Art beleidigen! Es gibt 2,1 Milliarden Christen in der Welt und wir werden nicht untätig sitzen bleiben, wenn unser Messias entehrt wird!“
Er fügte hinzu: „Ich glaube an die freie Meinungsäußerung, aber es gibt Grenzen.“
Die schwedische Regierung versicherte der christlichen Gemeinschaft, dass die Täter dieses feigen Aktes rasch gefunden und der Gerechtigkeit zugeführt würden.

So ungefähr müsste das Szenario aussehen, wenn man christlicherseits mit demselben Maßstab agieren und reagieren würde, wie die Muslimvertreter.

(Ach ja, für die ganzen Trolls, die jetzt trällern, die Figur stünde doch in einer Kirche: Es ist für unsere gewalttätigen und drohenden Freunde nicht unüblich Glaubensbrüder zu meucheln oder das zu versuchen, weil die sich blasphemisch betätigt haben – z.B. durch die Übersetzung des Koran in eine Urdu-Sprache, die in Afghanistan gesprochen wird.)

(h/t: Jihad Watch)

„Zusammenstöße“ als Beweismaterial gegen den Westen

14. April 2009 at 12:03 | In Europa+Islam, Geschichte, Islam+Islamismus, Islamstaaten, die Welt+Islam | 5 Comments
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„In Saudi-Arabien brechen erneut sunnitisch-schiitische Zusammenstöße aus“

So lautet eine Schlagzeile bei MEMRI vom 13.04.09, der diese Information folgt:

Nach zweimonatiger Unterbrechung sind wieder Zusammenstöße zwischen Sunniten und Schiiten in al-Media, Saudi-Arabien, ausgebrochen.
Nach Angaben der Londoner Tageszeitung Al-Hayat griffen mehr als 200 sunnitische Einwohner schiitischen Häuser an und stachelten zum Jihad gegen diese an.
Der Hintergrund der Zusammenstöße sind Proteste der Schiiten gegen Einschränkungen, die ihnen von der saudischen Religionspolizei auferlegt wurden.
(Quelle: Al-Hayat, London, 13. April 2009)

Hm, „Zusammenstöße zwischen…“ klingt mir in diesem Fall nicht sonderlich plausibel, weil es eine Gruppe gab, die die andere angreift. Es fragt sich, ob man MEMRI oder Al-Hayat dafür kritisieren sollte. MEMRI hätte ggf. zumindest klarstellen müssen, dass es nicht ihre Überschrift war.

Aber darum geht es eigentlich nicht, denn die „Zusammenstöße“ sind das, was eigentlich interessiert. In einem etwas andere Zusammenhang, der wohl besonders unsere Gutmenschen nie auffallen wird.

Heute noch wird sich über die Kreuzzüge aufgeregt und diese, wenn überhaupt, dann in einen rein römisch-kirchlich-christlichen Zusammenhang gestellt, der nichts mit der großen feindlichen Bewegung der (nicht nur) damaligen Zeit zu tun hatte: dem seit seiner Gründung im 7. Jahrhundert nach Christus massiv militärisch expandieren islamischen Reich. Der Aufruf zum ersten Kreuzzug wurde vom Papst ausdrücklich damit begründet, dass die Muslime die heiligen Stätten der Christenheit in Besitz hielten. Dass die Truppen des Islam auch allerorten an Europa „anklopften“ (Iberische Halbinsel, Italien, Kleinasien), nachdem sie sich mit Nordafrika schon sehr früh ein „urchristliches“ Territorium gewaltsam angeeignet hatten, wird gerne – sagen wir mal – etwas „unterinterpretiert“.

Als Munition gegen eine reale Rolle des Islam zum Hintergrund der Kreuzzüge wird gerne angeführt, dass sich die Kreuzfahrer auch gegen Mitchristen (z.B. Eroberung von Byzanz) richteten. Solche Argumente sollen dann als ultimativer Beweis dienen, dass die Kreuzzüge ein rein boshaftes Tun der Christen war, von niemandem provoziert, sondern nur der Unanständigkeit und Bösartigkeit des christlichen Glaubens entstammend.

Wenn ich solche Berichte wie den oben über die „Zusammenstöße“ zwischen sunnitischen und schiitischen Muslimen in Saudi-Arabien lese, dann fühle ich mich an die Kreuzzüge und ihre Darstellung und Interpretation heutzutage erinnert. Solche „Zusammenstöße“ kennen wir nicht nur aus Saudi-Barbaria, sondern auch aus anderen Ländern. Im Iran ist es umgekehrt und im Irak geht es in beide Richtungen.

Und als was dienen diese „Zusammenstöße“? Als Beweis dafür, dass es den kriegerischen Jihad tatsächlich gibt? Nö. Im Gegensatz zu den Kreuzzüglern gilt solches Verhalten nicht als Bestätigung einer voreingenommen einseitigen Motivation des Handelns, im Gegenteil. Waren die Kreuzfahrer bösartige Christen, bei denen die innerchristlichen „Zusammenstöße“ bestätigen, dass sie einfach nur zum Mord und vielleicht auch zur (illegitimen) Verbreitung ihrer Variante der Religion, so sind innermuslimische „Zusammenstöße“ der ultimative Beweis dafür, dass ein Glaubensgrundsatz des Islam nicht existiert und der Krieg gegen die Ungläubigen gar nicht stattfindet.

Interessant.

Der Unterschied: Während das „christliche (West-) Europa“ sich damals zu einem zugegebenermaßen reichlich unchristlichen Vorgehen zusammentat und auf eine seit mehreren Jahrhunderten andauernde Aggression seitens der Muslime antwortete, ist es heute so, dass sich Muslime aufmachen und einen Westen angreifen, der sich immer weiter aus ihrem Territorium zurückzog.

Diesen Angriff der islamischen Welt mit der Begründung zu leugnen, dass sich Muslime untereinander bekämpfen, wie ich es gerade erst wieder erlebt habe, ist geschichtsvergessen. Aber es ist ja inzwischen üblich auch Geschichte mit mindestens zweierlei Maß zu messen.

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