Kann Israel Europa je vertrauen? (Teil 2/3)

13. Oktober 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Europa+Islam, Europa+Nahost, Geschichte | Hinterlasse einen Kommentar
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Manfred Gerstenfeld interviewt Dan Vittorio Segre (direkt vom Autor; Teil 1, Teil3)

Dies ist der zweite Teil eines Interviews, das in Manfred Gerstenfelds Buch „Israel‘s New Future“ 1994 veröffentlicht wurde. Das Buch wurde 2014 von RVP Press unter dem Titel „Israel’s New Future – Revisited“ überarbeitet neu aufgelegt.

DanVSegre

Prof. Dan Vittorio Segre

Was europäischen Nationalismus angeht, sind Juden, sagt Segre, sowohl dessen Förderer als auch Opfer gewesen sind. Denjenigen, die mit der Geschichte des modernen Italien vertraut sind, fällt auf, dass die Juden zwischen 1835 und 1870 trotz ihrer geringen Zahl ein beträchtlicher Faktor beim italienischen Risorgimento – dem Kampf um Italiens Einheit – waren.

Es ist unwahrscheinlich, dass Menschen, die – obwohl nicht durch eigene Fehler – das Versagen der Ideen anderer aufzeigen, von denen geliebt werden, deren ideologischen Ballons die Luft ausging. Segre sagt, dass Israel die traditionelle Rolle der Juden als Testfall für das Versagen der europäischen Ideen fortführt.

Israel kann mit vielen Problemen umgehen, denen Europa sich zu stellen, geschweige denn sie zu lösen, schwer tut. So stellt sich Israel zum Beispiel mit ziemlichem Erfolg der Herausforderung der Integration von Einwanderern. Es hat im Verhältnis mehr Einwanderer aus der Dritten Welt in eine westlich geprägte Gesellschaft integriert als jedes andere Land. Europa hat eine Menge gute und schlechte Erfahrungen im Umgang mit Immigranten gemacht, vermerkt Segre, aber ihm fehlt ein adäquater Ansatz zur Integration von Nichteuropäern.

Viele Europäer haben unterbewusst Probleme zu akzeptieren, dass Israel in dem fortbestehenden Kampf zwischen Theokratie und Demokratie auf realistische Weise mit der Rückkehr des „Heiligen“ in die Politik umgeht. Das ist für die zeitgenössische internationale Gesellschaft eine Frage von maßgeblicher Bedeutung. Das Element des „Heiligen“, das die Französische Revolution aus der europäischen Politik vertrieb, kehrt in Europa auf verschiedene Weisen mit Wucht zurück. Ein Beispiel dafür ist Bosnien, das Teil eines territorialen Nationalstaats war und heute in zwei religiöse Enklaven geteilt ist. Segre erwartet, dass zu gegebener Zeit weitere Beispiele folgen werden.

Diesbezüglich ist Israel das einzige Land im Nahen Osten, in dem Demokratie und Theokratie bisher ohne brutale Konfrontation nebeneinander bestehen. Doch es erscheint für Europäer schwer zu sein den universalen Wert einer Erfahrung anzuerkennen, die kein Land der Dritten Welt friedlich zu entwickeln in der Lage gewesen ist. „Schlimmer noch“, fügt er an, „hat Israel in den 45 Jahren seiner Geschichte gezeigt, wie ein unterentwickeltes Land sich modernisieren kann, während viele der ehemaligen europäischen Kolonien zusammenbrechen. Das ist für europäische Führungskräfte ein weiteres Ärgernis, auch wenn das nie explizit gesagt wird.

Während der ersten Jahre seiner Unabhängigkeit verkörperte Israel den einzigen lebensfähigen sozialistischen Staat der Geschichte, der auf Solidarität und Freiwilligentätigkeit gründete, sagt Segre. Es gibt in der europäischen Geschichte viele Beispiele dafür, dass Versuche solche Staaten zu gründen fehlschlugen. Dazu gehören Bayern und Ungarn nach dem Ersten Weltkrieg und das republikanische Regime in Spanien. „Man kann von den Führern der linken europäischen Staaten nicht gemocht werden, während man ihnen Erfolge in Feldern unter die Nase reibt, auf denen sie kläglich versagt haben“, sagt er mit einer Spur Ironie.

Israel könnte sogar ein weiteres Problem lösen, dem sich zu stellen Europäer ernste Probleme haben: Die Krise zwischen Staat und Nation. Die heutige italienische Nation erlebt Schwierigkeiten beim Erhalt eines italienischen Staates. Die baskischen Länder wollen nicht Teil der spanischen Nation sein. Wir erleben einen beginnenden Zusammenbruch der belgischen Nation. Das Vereinte Königreich befindet sich im Prozess unvereint zu werden. Die Auflösung Jugoslawiens ist das schlimmste Beispiel, sagt er, besonders wenn man bedenkt, dass die Europäische Gemeinschaft dem Zerfall Vorschub leistete.

„Während die meisten europäischen Länder diese Art Problem nicht lösen können, könnte der Staat in Israel eine Nation aus dem schaffen, was immer noch eine Gesellschaft ist, die aus jüdischen Stämmen besteht“, sagt Segre. „Diese ‚Stämme‘ haben, trotz dem, was viele glauben mögen, wenig gemeinsame Sprache oder historische Erfahrung. Ihre Sprache, das Hebräische, begann größtenteils als ein Esperanto.

Dennoch haben diese ‚Stämme‘ einen Staat geschaffen, der höchstwahrscheinlich eine israelische Nation schafft. Paradoxerweise geht viel vom Verdienst dafür an die Araber. Sie haben die israelische Gesellschaft gezwungen angesichts der Feindschaft Einheit zu pflegen. Andere Gesellschaften haben externen Druck erlebt, sind aber nicht in der Lage gewesen das in eine kreative interne Einigkeit zu übertragen. Der Fall einer sowjetischen Gefahr ausgesetzten europäischen Staaten ist ein Paradebeispiel. Sollte Israel kein Wunder-Beispiel sein, dann ist es zumindest ein spektakuläres.“

Um die Dinge in den Augen der Europäer ständig schlechter zu machen, sagt Segre, ist Israel ein moderner, siegreicher Staat, während sie im Zweiten Weltkrieg durch eine Ideologie der Finsternis besiegt worden wären, hätte es nicht die militärischen Anstrengungen zweier Nationen gegeben, die die Europäer als ziemlich unzivilisiert ansehen – die Amerikaner und die Russen. Moderne europäische Historiker haben angefangen zu erkennen, dass die beiden Weltkriege eigentlich europäische Kriege waren, die die Europäer in den Rest der Welt ausbreiteten.

Gemäß eines gewissen Typs europäischen historischen Determinismus sollte ein Staat wie Israel, geschaffen vom Zionismus, der einzigen je von den Vereinten Nationen als rassistisch gebrandmarkten Nationalbewegung, Kriege gegen die Drittwelt-Araber auf dieselbe Art verlieren, wie die Europäer ihre Kolonien verloren. Keine westliche Macht ist fähig gewesen Befreiungskriegen standzuhalten, wie die Beispiele Indien, Indonesien, Algerien und Vietnam zu beweisen scheinen. Im Fall Israel sind viele – aber offensichtlich nicht alle – Europäer, die von dieser falschen Voraussetzung ausgehen, sehr enttäuscht, wenn dies nicht zum erwarteten falschen Ergebnis führt.

Der Kniefall der Europäer vor den Arabern – und ihrem Öl-Reichtum – in den 1970er- und 1980-er Jahren hat viele von ihnen für die Gefahren der Rechtfertigung von Terrorismus (hauptsächlich arabischen Ursprungs) blind gemacht. Trotz der Fakten wurde Israel für viele der wichtigen Probleme des Westens verantwortlich gemacht.

Die Vereinten Nationen erklärten in einer ihrer vielen verdrehten Äußerungen Israel zur Hauptgefahr für den Weltfrieden und den Nahost-Konflikt zum gravierendsten am Ende des Jahrhunderts, erzählt Segre. Israel wurde von seinen westlichen Kritikern auch für den Einzug des russischen Einflusses im Nahen Osten und den der Chinesen in Afrika verantwortlich gemacht, die versuchten den Erfolg israelischer Kooperationspolitik auszugleichen.

„Heute ist die Burg aus zusammengemischten europäischen, arabischen, kommunistischen und UNO-Lügen auf blamable Weise zusammengebrochen und hat ein Paradox zu Ergebnis“, sagte Segre. „Israel, das beschuldigt wurde den Frieden zu bedrohen, ist für jeden sichtbar ein wichtiger Verbündeter der Welt beim Kampf gegen muslimischen Terrorismus – eine pluralistische Demokratie inmitten von autoritären, nicht demokratischen, gewalttätigen Regimen.

Das Palästinenserproblem ist gewiss eine Belastungsprobe für die moralischen und politischen Werte Israels“, sagt Segre. „Es hat viele Verfälschungen in jüdischer Ethik und demokratischem Verhalten verursacht, für die Israel Kritik von Freunden wie Feinden verdient. Das rechtfertigt aber nicht die Kritiker, die fordern, dass Israel sich wie eine Demokratie im Frieden und nicht wie z.B. eine westliche Demokratie im Krieg verhält. Darüber hinaus ist europäische Außenpolitik weit davon entfernt ethisch zu sein und sie ist nicht von rein progressiv-demokratischen Prinzipien inspiriert.“

Er verweist auf Europas fortgesetzte Wirtschaftsbeziehungen zum Iran als besten Beleg, dass europäische Regierungen aus der Vergangenheit nicht gelernt haben. Obwohl sie die Iraner leicht zur Vernunft bringen könnten, sagt Segre, indem sie den Kauf von deren Öl streichen – und damit ihre arabischen Verbündeten stärken – haben die Europäer solche Schritte nicht unternommen.

Dr. Manfred Gerstenfelds kommendes Buch „The War of a Million Cuts“ analysiert, wie Israel und die Juden delegitimiert werden und wie sie dagegen kämpfen sollten.
Er war von 2000 – 2012 Vorsitzender des Jerusalem Center of Public Affairs.

Der Ursprung des niederländischen Islamo-Nazismus

29. September 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Europa, Europa+Islam | Hinterlasse einen Kommentar
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Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Anfang September wurde – recht plötzlich – klar, dass Islamo-Nazismus in den Niederlanden beträchtlichen Umfang angenommen hat und bereits zu einer halbwegs organisierten Bewegung geworden ist. Rob Bertholee, Leiter des AIVD – des niederländischen Allgemeinen Geheimdienstes – sagte in einem Interview, dass die Jihadisten-Bewegung hunderte Anhänger hat, die Zahl der Sympathisanten des gewalttätigen Jihad in den Niederlanden aber in die Tausende geht.1 Im Juli 2014 veranstalteten Dutzende Unterstützer des Islamischen Staats (IS) in Den Haag eine Demonstration Zu darauf folgenden Gelegenheiten wurden bei antiisraelischen Demonstrationen Flaggen des IS und der Hamas gezeigt. Bis dahin hieß es offiziell, dass es 130 Jihadisten gibt, die die Niederlande verließen; 30 waren aus dem Nahen Osten zurückgekehrt und rund 15 wurden getötet.2

Der Islamo-Nazismus in den Niederlanden hat üble, weit zurückgehende und seltsame Wurzeln. Im vergangenen Jahrhundert, lange bevor das Problem der Islamo-Nazis bestand, waren bereits einige ihrer Parolen beliebte Redewendungen, die in niederländischen Fußballstadien gesungen oder gebrüllt wurden.3 Die Behörden gingen nicht gegen Sprüche wie „Hamas, Hamas, Juden ins Gas“ oder „Tod den Juden“ vor. Sie betrachteten das Stadion vielmehr als extraterritoriales Gelände, in dem das niederländische Recht nicht voll anzuwenden ist.

Ein bizarrer Aspekt dieser Sprüche bestand darin, dass ihre Ziele nicht Juden waren, sondern fanatische Fans des Amsterdamer Fußballclubs Ajax. Aus unerfindlichen Gründen nannten diese sich selbst „Juden“. Radikale Anhänger anderer Fußballvereine wie Feyenoord Rotterdam schrien ihre Hass-Parolen, wenn ihr Verein gegen Ajax spielte. Da die Behörden nicht reagierten, begannen diese antisemitischen Sprüche sich ihren Weg aus den Fußballstadien hinaus zu bahnen. Als Feyenoord 1999 niederländischer Fußballmeister wurde, schrie einer seiner Spieler, Ulrich van Gobbel, vor einer riesigen Menge auf einer von Rotterdams Hauptstraßen achtmal ins Mikrofon: „Wer nicht springt, ist ein Jude.“4

Fußballfans sangen die Hass-Parolen auch in öffentlichen Verkehrsmitteln.5 In der Folge wurden die antisemitischen Sprüche gegen erkennbare Juden verwendet. Oberrabbiner Binyomin Jacobs erinnert sich, dass er einmal zusammen mit einem Kollegen, einem nicht jüdischen Psychologen, in einen Zug stieg. Dieser war mit vielen Fans von Feyenoord vollgepackt, die anfingen zu brüllen: „Hamas, Hamas, Juden ins Gas.“6 Der Fußball-Antisemitismus nahm ab, nachdem 2004 ein Spiel in Den Haag abgebrochen wurde, als die Fans sangen „Hamas, Hamas, der Schiedsrichter ins Gas.“7 Seitdem sind die Behörden von Zeit zu Zeit gegen die Hass-Sprüche vorgegangen.

Einige junge Muslime wurden die Vorläufer der heutigen Islamo-Nazis. 2001 gaben in mehreren niederländischen Schulen muslimische Jugendliche ihrer Freude über den 11. September Ausdruck. Auch wurde starke Bewunderung für Osama bin Laden zur Schau gestellt.8 In Amsterdam spielten 2003 am nationalen Gedenktag während der Feier zu Ehren der Gefallenen des Zweiten Weltkriegs marokkanische und türkische Jugendliche Fußball mit den Kränzen und schrien „Tod den Juden“.

Im April 2004 saß ich während eines Besuchs in Amsterdam in einem Straßenbahnwagen, als vier Jugendliche im Alter von etwa 15 Jahren mit olivfarbener Haut von hinten hereinkamen und sich ein paar Meter hinter mir hinsetzten. Einer von ihnen begann zu singen: „Du musst Juden töten, aber es ist verboten.“ Das richtete sich nicht speziell gegen mich, da ich keine äußeren Zeichen meines Glaubens trug und sie mich nur von hinten sehen konnten. Dieser Vorfall sollte der Anfang meines Buches aus dem Jahr 2010 werden, dessen Titel man mit „Der Niedergang: Juden in den führungslosen Niederlanden“ übersetzen kann.10

Am 4. November 2004 gab es eine radikale Veränderung. An diesem Tag ermordete der Marokkaner Mohamed Bouyeri den niederländischen Filmemacher Theo van Gogh. In einem Brief, den er mit einem Messer auf Van Goghs Leiche befestigte, bedrohte er auch Ayaan Hirsi Ali, damals niederländische Parlamentarierin, mit dem Tod. Sie ist später in die USA gegangen.11 Einige weitere niederländische Muslime, mit denen sich Bouyeri regelmäßig traf, wurden wegen des Vorwurfs versuchten vorsätzlichen Mordes verhaftet. Einige wurden verurteilt und gingen ins Gefängnis.12 Es gab auch einige öffentliche Aufmerksamkeit für die Tatsache, dass zwei niederländische Jihadisten 2002 im Kaschmir getötet wurden.

In den Jahren nach dem Mord an Van Gogh verfiel die Situation und wurde weniger transparent. Der AIVD verkündete 2006, dass die Rekrutierung von Jihadisten in den Untergrund gegangen war.13 Es gab regelmäßig Todesdrohungen gegen den gut geschützten, antiislamischen Politiker Geert Wilders; von Zeit zu Zeit wurden auch andere ins Visier genommen. Einer, der Dutzende Todesdrohungen erhielt, ist Ehsam Jami, der eine Organisation ehemaliger Muslime gegründet hatte. Er wurde auch körperlich angegriffen.14 Es wurde öffentlich bekannt, dass die Amsterdamer El-Tawheed-Moschee ein Buch mit dem Titel „Der Weg des Islam“ verkaufte, das Rat gab, wie man Homosexuelle von hohen Gebäuden stürzt.15

Die Beobachter muslimischer Internetseiten versuchten systematisch, Hassreden und Aufrufe zu Gewalt auszufiltern, aber sie waren nicht immer erfolgreich.16 Gelegentlich besuchten aufhetzerische Imame aus dem Ausland die Niederlande.17 Dieses Jahr gab der stellvertretende Premierminister Lodewijk Asscher zu, dass das Innenministerium Jahre lang die Möglichkeit außer Acht gelassen hatte, ihre Einreise in die Niederlande zu verbieten.18

2006 machte der Rapper Appa ein Video, in dem maskierte Jugendliche Hamas-Flaggen schwenkten. Es wurde mehr als eine Million Mal heruntergeladen.19 Im September 2007 fand in Rotterdam ein propalästinensischer Kongress statt, zu dem Hamas-Führer Ismail Haniyeh eingeladen wurde. Die niederländische Regierung verbot ihm allerdings die Einreise. Daraufhin sprach Haniyeh über Video zum Kongress. Auch der ehemalige niederländische Premierminister Dries van Agt, ein Christdemokrat, sprach dort. Dieser führende niederländische Hetzer gegen Israel sagte auf dem Kongress, dass die Hamas von der Liste der Terrororganisationen gestrichen werden sollte.20 2009 schrien antiisraelische Demonstranten in Amsterdam: „Hamas, Hamas, Juden ins Gas.“ Zwei Parlamentarier der linken Sozialistischen Partei, die an der Demonstration teilnahmen, behaupteten, sie hätten diese Sprüche nicht gehört. Sie gaben zu, dass sie selbst schrien: „Intifada, Intifada, Palästina muss frei sein.“21

Mit dem Bürgerkrieg in Syrien wurde der Islamo-Nazismus in den Niederlanden erwachsen. Er blieb jedoch weithin im Untergrund, denn die Jihadisten, die nach Syrien gingen, wollten nicht die Aufmerksamkeit der Behörden auf sich lenken, da diese ihre Ausreise hätten verhindern können. In diesem Sommer erreichte dann der Jihadismus die Öffentlichkeit Jetzt hat der AVID endlich eingestanden, was dieser Geheimdienst schon lange gewusst haben muss – dass die Zahl der jihadistischen Sympathisanten in den Niederlanden in die Tausende geht.

Dr. Manfred Gerstenfelds kommendes Buch „The War of a Million Cuts“ analysiert, wie Israel und die Juden delegitimiert werden und wie man dagegen kämpfen kann.
Er war von 2000 – 2012 Vorsitzender des Jerusalem Center of Public Affairs.

 

1 Harry Lensink, Jaco Alberts: AIVD-baas Rob Bertholee over ‘het fenomeen’. Vrij Nederland, 3. September 2014. [niederländisch]
2 Politie pakt paspoort 10 leden ‘jihadgezinnen’ af. Volkskrant, 30. August 2014. [Niederländisch]
3 Einen Überblick über den niederländischen Fußball-Antisemitismus finden Sie bei: Manfred Gerstenfeld: Anti-Semitism and the Dutch Soccer Fields. Journal for the Study of Anti-Semitism, Band 3, Ausgabe 2/2011, S. 629-646.
4 Simon Kuper: Ajax, de joden, Nederland. Hard Gras 22 Amsterdam (L.J. Veen) 2000, S. 141. [niederländisch]
5 Manfred Gerstenfeld: Het Verval, Joden in een Stuurloos Nederland. Amsterdam (Van Praag), 2010, S. 23. [niederländisch]
6 ebenda, S. 25
7 Robert Misset: Staking na wangedrag ADO-fans. Volkskrant, 18. Oktober 2004. [niederländisch]
8 Margalith Kleijwegt, Max van Weezel: Het land van haat en nijd. Amsterdam (Balans), 2006, S. 108. [niederländisch]
9 Dodenherdenking in Amsterdam verstoord. In: Trouw, 9. Mai 2003. [niederländisch]
10 Manfred Gerstenfeld: Het Verval.
11 Jean Wanningen: Er is vandaag een Amsterdammer vermoord. Dagelijkse Standaard, 2. November 2013. [niederländisch]
12 Lid Hofstadgroep Jason W. is vrij. In: NOS.nl, 11. May 2013. [niederländisch]
13 Ons ideaal is islamitische maatschappij; ook in Nederland. Telegraaf, 24. Januar 2008. [niederländisch]
14 Stroom telefonische doodsbedreigingen voor Jami. Volkskrant, 9. August 2007. [niederländisch]
15 Omstreden, nooit veroordeeld. NRC Handelsblad, 9. November 2004. [niederländisch]
16 Aantal linkse sites groeit nauwelijks, aantal moslimsites wel. NRC.nl, 25. August 2007. [niederländisch]
17 Speech sjeik Khalid Yasin op YouTube. Volkskrant, 25. Januar 2009. [niederländisch]
18 Harde aanpak haat-imams. NOS.nl, 25. August 2014. [niederländisch]
19 Robbert de Witt: Wilders doet aangifte tegen Marokkaanse rapper. Elsevier, 19. August 2007 [niederländisch]
20 De Hamas-broeder moest achter de muur blijven. NRC Handelsblad, 7. Mai 2007. [niederländisch]
21 Robbert de Wit: Van Bommel: Intifada oproep buitengewoon onhandig. Elsevier,15. Januar 2009. [niederländisch].

 

Glaubt ihnen endlich!

22. September 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in die Welt+Islam, Europa+Islam, Islam+Islamismus | Hinterlasse einen Kommentar
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Glaubt-ihnen.ISIS-Hamas-Boko

Islamophobie – eine Ablenkung

20. September 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in die Welt+Islam, Europa+Islam, Islam+Islamismus, Muslime | Hinterlasse einen Kommentar
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IslamsPhobien

(kann beliebig fortgesetzt werden…)

Das Krebsgeschwür des Jihadismus gedeiht in London

19. September 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in die Welt+Islam, Europa+Islam | Hinterlasse einen Kommentar
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Uns wurde erzählt, wenn wir für Wohlstand, Bildung und ein leichteres Leben sorgten, würde der Sumpf des Hasses durch den islamistischen Terror austrocknen, doch wie man in London sieht, scheint das nicht zu stimmen.

Ben Caspit, Jerusalem Post, 25. August 2014 (übersetzt von Cora)

An den britischen Außenminister Philipp Hammond: Ich habe gelesen, was sie schrieben, nachdem sie erfahren haben, dass es sich bei „Jihadi John“, der den amerikanischen Journalisten köpfte, um den in London geborenen, britischen Staatsbürger Majd Abed el-Bary handelt.

Gemäß Ihren Worten, Herr Außenminister, „werden sie früher oder später versuchen, uns in unserem Land anzugreifen“ und sie beschuldigen diese Art von Jihadisten „eines absoluten Verrats an allem, wofür das britische Volk steht“. Und Sie setzen hinzu: „Es ist furchtbar daran zu denken, dass der Täter dieses Verbrechens in Britannien groß geworden ist.“

Sagen Sie mir, Herr Außenminister, leben Sie in Britannien? Und wenn dem so ist, sind Sie taub, blind und dumm? Denn wenn nicht, dann frage ich mich, was Sie so erstaunt und erschreckt. Wenn Sie im Vereinigten Königreich heimisch sind, dann gehen Sie doch mal durch Ihre Nachbarschaft und Viertel, die in den letzten Jahren von den Islamisten übernommen wurden und versuchen Sie zu verstehen, was in diesen Gemeinden in den Moscheen, die dort wie Pilze aus dem Boden schießen, gepredigt wird. Sie wären keineswegs mehr überrascht. Nebenbei, Herr Hammond, versuchen Sie das mal als orthodoxer Juden gekleidet zu tun.

Ich frage mich, ob Sie das überleben würden, und wenn ja, in welchem Zustand.

Ich möchte weder Sie, Herr Außenminister, noch Britannien verspotten. Hier in Israel haben wir großen Respekt vor Britannien, weil seine Führung immer noch zwischen Gut und Böse unterscheiden kann und ich bin mir sicher, dass in einer anonymen Abstimmung David Cameron und Sie beide beim Krieg gegen die Hamas für Israel stimmen würden. Es müsste anonym sein, denn sonst müssten Sie bei ihrer Wählerschaft einen hohen Preis dafür bezahlen.

Wir alle können zählen und kennen die Anzahl der muslimischen Bürger, die es heute im Vereinigten Königreich gibt und wir wissen, wie einflussreich sie sind. Hier in Israel gibt es ganze Reihe standhafte Bewunderer Britanniens, mich eingeschlossen. Wir zählen euch zu den aufgeklärtesten Nationen der Welt. Ihr wart nicht nur ein militärisches und politisches Weltreich, sondern seid nach wie vor für die meisten Kulturschätze, Musik, Theater, Kunst, Innovationen, Humor und Kreativität verantwortlich, die die Menschheit kennt.

Erst vor 2 Monaten traten die Rolling Stones in Tel Aviv auf (es scheint fast 20 Jahre her zu sein) und schafften es, trotz der irrsinnig hohen Eintrittspreise, 50.000 begeisterte Fans in den Yarkon-Park zu holen.

Aber das Vereinigte Königreich hat nicht nur kulturelle Helden, sondern auch ganz normale Helden zu bieten, Herr Außenminister.

Wir werden nie vergessen, dass Britannien das erste und einzige Land war, das aufstand und Hitler in die Augen schaute ohne sich abzuwenden und Hitler, allen Widerständen zum Trotz, bekämpfte und besiegte.

Damals hattet ihr Winston Churchill, einen Anführer der bis heute hoch verehrt wird, vielleicht war er einer eurer besten Anführer. Britannien kannte Stärke, Entschlusskraft, und die Kunst des Überlebens.

Ich frage mich, ob auch Sie diese Charakterzüge haben, Herr Hammond. Ich meine vor allem die Überlebensfähigkeit. Da bin ich mir nicht sicher.

Medizinisch gesprochen gibt es noch Lebenszeichen. Doch wie stehen eure Chancen den islamischen Tsunami zu überleben, eure Kultur, euren Charakter, eure Persönlichkeit zu bewahren? Ich weiß es nicht.

Euer Geist lebt hier und da noch auf. Ein Beispiel: Vor einigen Wochen bedrohten Hamas-Terroristen unseren internationalen Flughafen und verursachten damit derart Panik, dass viele Fluglinien (angeführt von den USA, seltsam genug) ihre Flüge von und nach Israel stornierten. Es dauerte eineinhalb Tage, bis jeder begriffen hatte, dass der Ben Gurion Flughafen der sicherste in der Welt ist.

In dieser Zeit hat sich British Airways dafür entschieden, ihre alte Linie strikt durchzuhalten und weiter zu fliegen; kein Flug kam verspätet oder wurde gar abgesagt. Wir begrüßten das sehr.

Wir besuchen häufig London, Herr Hammond. Nichts schlägt britischen Fußball, nichts gleicht britischer Musik, Theater, Kunst, Humor oder dem britischen Geist.

Doch diese Besuche werden zunehmend unangenehmer. Eure Straßen haben sich verändert. Man muss kein großer Forscher sein, um zu wissen, wie gefährlich das Eindringen des radikalen Islams in die europäischen Hauptstädte ist, wie tyrannisch der Islam sein kann, wie fremd ihm Toleranz, Akzeptanz gegenüber anderen ist oder wie schwer er sich in eine vorhandene Kultur integriert.

Dreißig Minuten im Internet, Herr Außenminister, werden Ihnen die schreckliche Welt aufzeigen, die in Ihren Hinterhöfen gedeiht.

Sie werden religiöse Prediger finden, die vom Hass auf den Westen, auf alles jüdische, alles christliche, auf alles, mit dem sie sich nicht identifizieren, durchdrungen sind.

Sie werden wilden Zorn in den Straßen sehen, Gewalt gegen jeden, der die Freiheit einfordert, so leben zu können, wie er es wünscht. Ich empfehle Ihnen das Video eines angeblich moderaten Muslims, der sein Glaubensbekenntnis einer anscheinend moderaten muslimischen Gemeinde predigt und nachdem sie alle damit fertig waren, sich als „moderate“ Muslime“ zu bezeichnen, fragt er, wer von ihnen das islamische Recht der Bestrafung – in welchem Frauen für Untreue gesteinigt werden – unterstütze, der solle den Arm heben. Alle die hunderte Männer hoben ihren Arm wie ein Mann. Und das sind die Moderaten!

Seit Jahrzehnten erzählt man uns, der islamische Terror wäre das Ergebnis von Unwissenheit und Armut. Gebt ihnen Sozialhilfe, Bildung und eine leichteres Leben und der Sumpf des Hasses wird austrocknen. Doch das stimmt nicht. Die Al-Qaida-Terroristen, die vor 13 Jahren Amerika angriffen, waren Einwanderer, die ein sehr bequemes Leben in der amerikanischen Demokratie hatten. Und ihr britischer Staatsbürger, Herr Hammond, der den amerikanischen Journalisten köpfte, kam aus dem eleganten Maida Vale House und einem Leben mit allem Komfort.

Es ist Hass, Philipp, nichts anderes. Erziehung zum Hass, zum Hass gegen den anderen, zu Intoleranz, zu Blutdurst und Mord. Und hier kommen wir zu unserenm gemeinsamen Interesse, Herr Außenminister.

Sie werden bald – im Guten oder Schlechten – verstehen, dass Israel keine Last für den Westen ist. Israel ist nicht der Knochen im Hals der Muslime. Das Verschwinden Israels würde nichts lösen. Ich denke, das haben Sie längst verstanden. Sie müssen nur dem radikalen Islam zuhören. Er spricht mitunter auch auf Englisch. Er ist genau und deutlich.

Er verkündet und wiederholt sein tatsächliches Ziel: Den Westen auszulöschen. Die Ungläubigen auszulöschen.

Nicht nur in Syrien, Irak oder dem Mittleren Osten, sondern überall.

Man muss keine Landkarte des Extremismus erstellen oder beispielsweise zwischen Hamas und dem Islamischen Staat unterscheiden. Sie sind Arme desselben Kraken. Seit 14 Jahren schießt die Hamas Raketen auf Frauen und Kinder, selbst als sich Israel einseitig aus dem letzten Zentimeter des Gazastreifens zurückgezogen hatte. Warum? Weil sie uns von dort ganz und gar vertreiben wollen. Woher ich das weiß? Sie sagen das tagtäglich und immer wieder ,ausdrücklich.

Warum schweigt die Welt? Eine gute Frage, Herr Hammond.

Sie wissen, dass Ihre eigenen Jihadisten eines Tages zurückkommen werden, nicht wahr? Und dass es an der Zeit ist etwas zu unternehmen, nicht wahr? Etwas zu sagen. Vielleicht wird, wenn das nächste Mal der aufgehetzte Mob in Londons Straßen demonstriert und zum „Tod Israels“ aufgerufen wird, ein mutiger britischer Politiker aufstehen und diesen Leuten die Wahrheit sagen, mit seiner Stimme, in seiner Sprache.

Oder, alternativ, stellen Sie sich vor, Herr Hammond, was passiert wäre, wäre die nächste Generation von Hitlers Mordmaschinerie in ihrem Land aufgewachsen, in Ihrem London?

Nächster Halt: Europa

6. September 2014 um 9:00 | Veröffentlicht in Europa+Islam, Europa+Nahost, Karika-Tour | Hinterlasse einen Kommentar
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DryBones, 5. September 2014

DryBones2014-09-05

Wird Europa fähig sein zu überleben? Wird es sich wehren? Wird Amerika „von hinten“ führen?
Wir werden es erleben – schon bald!

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