Knallchargen

1. November 2009 at 23:32 | In Geistesgrößen | Leave a Comment

Hans Welzer, DIE ZEIT – für ihn ist Selbstverständliches einfach nur igitt und böse. Man darf sich nicht gegen Völkermord wehren, aber die toten Opfer bedauern. Die Feststellung, dass mehr als die Hälfte der UNO-Mitglieder „Tyranneien (sind), die erhebliche oder ungeheure Verbrechen oder Menschenrechtsverletzungen an ihren eigenen Völkern verüben“, macht ein Buch zu einem, das man nicht ernst nehmen kann.

Michel Suleiman, libanesischer Staatschef – nicht Terroristen, noch nicht einmal „Widerständler“ haben die Katjuscha auf Kiryat Schmona abgeschossen, sondern jemand, der von Israel beauftragt und in dessen Auftrag handelte!

Sebastian Engelbrecht, ARD (tagesschau) – der gibt pal-arabische Propaganda weiter, radikale Juden versuchten den Tempelberg zu erobern und das sei der Auslöser der Krawalle dort. Zum Beweis zitiert er den Aufruf eines Rabbiners, Gläubige sollten zu Tausenden auf den Tempelberg ziehen, um dort zu beten. Dass die Hetze der PalAraber völlig unabhängig davon stattfand und die israelische Polizei solche „Demonstrationen“ unterbindet, verschweigt der Reporter genauso wie die Terroristen. Macht nichts, man braucht Munition gegen Israel. (Was dieses Thema in einem Bericht über die Goldstone-Kommission, ihren Bericht und den Umgang damit seitens Israel zu suchen hat, fragt sich außerdem auch noch.)

Engelbrecht beschränkt sich nicht auf die Tempelberg-Krawalle; auch Clintons Besuch nimmt er sich vor und schreibt eine Analyse, die sich so zusammenfassen lässt: Der Jud‘ ist schuld.

Schlagzeilen-Macher der Times – „Palästinenser leiden unter israelischer Wasser-Folter“, heißt es dort am 27.10.09 über dem Bericht eines James Hider. Offensichtlich gibt es nichts, was dort eine Eskalation des Vokabulars gegen Israel irgendwie als ungerechtfertigt erscheinen lässt.

Krieg wollen immer nur die „Imperialisten“ (USA, Westen, Israel etc.), aber nie „fortschrittliche“ Kräfte. Warum der Iran das Opfer des Westens werden soll, während es in Wirklichkeit der Iran und andere aggressive Diktaturen sind, die ständig drohen irgendwen „bestrafen“ oder von der Landkarte wischen zu wollen, ist wohl ein Geheimnis des Jürgen Elsässer und seiner zurückgebliebenen Kumpane von links, denen es einfach nicht möglich ist sich in veränderten Verhältnissen von ihren Schablonen zu lösen und das Denken anzufangen.

Winfried Hassemer, ehemaliger Verfassungsrichter – Raub ist nicht gleich Raub, Mord ist nicht gleich Mord und der kulturelle Hintergrund ist auch besonders wichtig – und natürlich, dass das Opfer auch handelt. Kommentar von Bernd Zeller: Bekanntlich haben Mord, Raub und sonst irgendwas in Deutschland häufig einen kulturellen Hintergrund. Und das Opfer handelt sehr oft auch, meistens als Opfer. Deutschland muss sich von seinem einseitigen Verständnis von Kultur lösen. Unter uns wohnen Menschen, die ein anderes haben beziehungsweise die erst von uns erfahren, dass das, was ihre Gewalttätigkeit ausmacht, ihre Kultur ist, weil sie ja sonst keine haben. Man kann den niedrigen Menschen nicht zumuten, eine Kultur anzunehmen, die für sie überhaupt nicht gedacht ist, nämlich unsere. In wieweit es gerechtfertigt ist, gegen eine Kultur Notwehr zu üben, sagt Hassemer nicht, hier ist die herrschende Rechtsprechung abzuwarten. Klar, wenn wir uns erst in die Kultur muslimischer Gewalt integriert haben, dann werden wir die Kultur verstehen und endlich Kulturbereicherer nicht mehr als Kriminelle betrachten…

unique, Studentenzeitung – New York ist die schlimmste Sünde bzw. ihr Symbol. Islam ist Frieden, die Muslime waren nur freundlich zu Juden und Christen und wenn nicht, dann ist der Zionismus schuld. Zu behaupten, es gäbe islamischen Antisemitismus, ist islamophob. Juden leben heute größtenteils noch immer friedlich mit Muslimen zusammen. Hm, Jemen? Ägypten? Marokko? Libyen? Algerien? Sonstige islamische Staaten? Falls es da noch Juden gibt, haben sie alles andere als keine Sorgen um ihre Sicherheit. Wer solchen Schwachsinn verbreitet, lügt. Oder ist strunzdumm (hm, wenn man sich so manche Studenten ansieht, …).

Richard Goldstone, UNO-Sonderermittler gegen Israel – der hatte in seinem Bericht eine saugute Einschätzung von sich gegeben: Es gibt mutige Israelis. Nun, nicht die, die ihr Volk und Land schützen, sondern die, die es den Terroristen ausliefern wollen – die NGOs, die ständig die Regierung und den Staat verleumden und Aussagen der Terroristen für bare Münze und israelische Angaben grundsätzlich für unglaubwürdig definieren. Wenn da nicht ein Widerspruch wäre: Goldstone behauptet (nicht nur implizit), dass diese Gruppen sich gegen die zunehmende Intoleranz und gegen Unterdrückung der freien Meinungsäußerung zur Wehr setzen. Da sie überall in Israel zu Wort kommen und in den Medien über sie berichtet wird (einige Medien, so Ha’aretz, nehmen die NGO-Pamphlete ebenso gerne für bare Münze wie die die Terroristen-Behauptungen), wie können sie da unterdrückt sein?

Yves Bot, Generalanwalt der Europäischen Union – die Grenzen Israels wurden am 29. November 1947 von den Vereinten Nationen festgelegt. Aha. Basta. Dass die Araber die Festlegung nicht anerkannten und sie damit hinfällig ist, gilt nicht. Fertig.
Frage: Wieso ist eigentlich Israel das einzige Land der Welt, das sich alles von anderen vorschreiben zu lassen hat, unabhängig von den Fakten vor Ort?

Knallchargen

24. Oktober 2009 at 19:34 | In Geistesgrößen | Leave a Comment

Martin Woker, NZZ – Der Nahost-Konflikt muss gelöst werden, damit endlich alles gut wird. Aber selbst der Obamessias kann das nicht, weil die vermaledeiten Zionisten einfach zu viel Macht in den USA haben und deshalb das Völkerrecht nicht durchsetzbar ist. Was für ein mieser Charakter!

Christoph Schult, Der SPIEGEL – Der Mann berichtet über Terroristinnen; pal-arabische Terroristinnen, die für die Übergabe des Shalit-Videos an Israel frei gelassen wurden. Er stellt sie als verletzliche Personen dar, hat kein negatives Wort, beschreibt sie völlig neutral, aber nicht unbedingt streng sachlich. Dafür wird der Name des israelischen Ministerpräsidenten sofort bei seiner ersten Erwähnung mit dem Kampftitel „Hardliner“ versehen – etwas, das weder den vergangenen noch den gegenwärtigen Terrorchefs widerfährt, nicht denen der Fatah, nicht denen der Hamas, nicht Raed Salah, keinem von ihnen. Daneben betet er die terroristische Gebetsmühle der militanten Siedler auf dem Tempelberg nach, die nachweislich christliche Franzosen waren.

Sabine Böhnke-Egbaria, anscheinend vom Arbeitskreis Palästina NRW – eine einseitige Ausstellung gegen Israel und für die Palästinenser ist natürlich nicht propagandistisch, sondern schafft nur „Raum für Gespräche“. Dazu ein Referat über israelische Siedlungspolitik und der Film „Die Eiserne Mauer“ und schon ist die ganze Veranstaltung noch einseitiger, aber völlig unparteiisch. Eine Wette: Die Rolle der arabischen Bruderländer in Sachen Krieg und Vertreibung und vor allem Flüchtlings-Lagerhaltung (Produktion von Kanonenfutter) wird von der Ausstellung der Dame nicht wirklich thematisiert.

Martin Indyk, ehemaliger US-Botschafter in Israel – die Israelis sind die Bösen und die Palästinenser sind die Guten. Olmert hatte Abbas ein Angebot gemacht, aber Abbas‘ Ablehnung ist zu ignorieren, Olmert und Livni sind Schuld, dass die Friedensgespräche nicht weiter gingen, weil Livni hinter den Kulissen alles sabotierte. Livni bestreitet das heftig.

Alfred Buß, Präses der evangelischen Kirche in Westfalen – rechtfertigt terroristische Gewalt und macht den Eindruck, dass Juden im heiligen Land nichts zu suchen haben.

Redaktion frontal 21, ZDF – Evangelikale sind die christliche Form der Islamisten. Bei Markus steht alles weitere dazu.

Mia Farrow, Schauspielerin und „Mutter von 14 Kindern“ – im Gazastreifen stellt sie Traumata bei Kindern fest (kann aber nichts dazu sagen, dass genau diese Kinder weinen, wenn Terroristen in ihrer Nähe mit Gewehren schießen oder wenn sie von „erfolgreichen“ Terroranschlägen hören). In Sderot bittet sie die Terroristen nicht weiter Raketen nach Israel zu schießen – aber nicht, um Traumata bei israelischen Kindern zu verhindern oder damit keine weiteren Israelis getötet und verletzt werden, sondern damit die Welt die Terroristen nicht so negativ sieht!

Gabor Steingard, DER SPIEGEL – israelischer „Siedlungsbau“ ist dasselbe wie iranische Atomanlagen, nordkoreanische Atomraketen und die Taliban.

Alastair Crooke, Diplomat (i.R.) – dieser Oberspinner nimmt den Iran gegen alle in Schutz, die ihm nicht wohl gesonnen sind. Die Israelis sind „gekränkt“, weil ihr Machtmonopol in der Region durch den Iran verloren geht; Begründung: Fehlanzeige. Dass die Israelis besorgt sind, weil seit 30 Jahren gegen es gehetzt wird, der Iran zwei der schlimmsten Terror-Organisationen gegen Israel antreten lässt – vergessen wird das. Der Golfkrieg ist Grund für die Machtverschiebung in der Region – ach ja, die internationalen Revolutionstätigkeiten haben erst nach 2003 begonnen, nicht wahr. Die vorher auch im Ausland ermordeten Dissidenten waren Illusion? Die Hamas und die Hisbollah erst nach 2003 stark? Der Knaller kommt aber erst noch: Der Westen solle sich gefälligst nicht gegen „eine Lawine“ stellen, die er ohnehin nicht aufhalten kann und „die Entwicklung in unserem Sinne beeinflussen“ – was nichts anderes heißt, als dass wir die Vernichtung Israels mitmachen sollen, um uns bei den Mullahs anzubiedern!
(Und eine sehr eigene Ansicht zu den Demonstrationen nach der Wahlfälschung im Sommer hat er auch.)

Willi Jaspers, DIE ZEIT – er hat eine Lobhudelei auf Alfred Grosser geschrieben, die mit der Rezension eines Buches nichts zu tun hat (abgesehen von den Schieflagen der Denke sowohl Grossers als auch Japsers‘).

„Seine Bücher verkaufen sich übrigens auch in Israel“

24. Oktober 2009 at 10:36 | In Deutschland, Europa+Nahost, Geistesgrößen | 1 Comment
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So schrieb der Leiter Referat 22 (Afrika, Asien, Entwicklungspolitik) in seiner Antwort auf – anscheinend nicht nur – meinen Protest gegen die Laudatio des Bundespräsidenten für Henning Mankell in Osnabrück. Tolles „Argument“!

Was will der gute Mann uns damit sagen? Dass die in Israel verkauften Mankell-Bücher eine Rechtfertigung für die Ehrung sind? Dass die antisemitischen Hass-Tiraden des Schweden gerechtfertigt sind?

Israel hat genug eigenen Idioten und duldet sie, ohne dass deren Lügen und Gehässigkeiten gerechtfertigt wären. Man denke an Uri Avnery, Ilan Pappé, Avram Burg usw., die zum Teil sogar gute Posten und hohe Ämter bekleideten.

Oder unterstellt der gute Mann, dass, wenn ein Staat, der mit anders Denkenden nicht so umgeht wie beispielsweise Putin-Russland (Ermordung von missliebigen Journalisten usw.), diese anders Denkenden im Recht sind?

Der Referatsleiter offenbart, dass er wohl ein etwas seltsames Bild von Israel hat. Müsste Israel den Verkauf von Mankell-Büchern verbieten oder von der Bevölkerung ein Mankell-Boykott ausgerufen und durchgezogen werden, damit der Bundespräsident keine Laudatio auf ihn hält? (Ich vermute – aber das ist nur eine Vermutung – dass sich Mankells Bücher in Israel seit August deutlich schlechter verkaufen als vorher, falls der Verkauf sich nicht ohnehin auf einem so niedrigen Level bewegte, dass kaum jemand boykottieren muss.)

Dass Mankell-Bücher sich in Israel verkaufen, zeigt nur, dass Israel eine offene Gesellschaft ist, in der sich auch extrem miese Charaktere herumtreiben können. Und dass viele gar nicht wissen, wie mies der Charakter eines Promis ist. Allerdings hätte das Bundespräsidialamt das wissen müssen, schließlich war der „Unmut“ über Mankells antisemitische Tiraden sehr frisch. Der Leiter Referat 22 streitet ja nicht einmal ab, dass Mankell Antisemitisches von sich gegeben hat oder dass er das hätte wissen müssen. Er lenkt lieber vom eigentlichen Problem ab und schwafelt von „scharfer Kritik“. Was ich als typisch gutmenschliche Ignoranz und Schummelei bezeichnen würde. Wenn ich gute Laune habe. Bei weniger guter Laune gibt es treffendere und härtere Begriffe.

Bischöfliches Vokabular

17. Oktober 2009 at 11:44 | In Christen+Kirchen, Geistesgrößen, die Welt+Nahost | 6 Comments
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Man stelle sich vor, Michel Friedman oder ein anderer prominenter (echter) Israel-Freund hätte das Wort benutzt – die Empörung würde Wellen schlagen, die die Hamburger Sturmflug von 1962 wie eine kleine Windböe aussehen ließe. Aber wenn ein deutscher Bischof von „Lebensraum“ faselt und sich das gegen Israel richtet, ist die Nazi-Vokabel offenbar nicht sonderlich kritisierenswert.

Gemacht hat es Bischof Dr. Stephan Ackermann, Bischof von Trier. Seiner Meinung nach nimmt „die Mauer“ den Palästinensern Lebensraum. Soso. Der Vorsitzende von „Justitia et pax“ befindet auch, dass die Mauer erschreckend ist. Aha. Dem wird wohl jeder zustimmen, mancher allerdings aus anderen Motiven als der Friedens-Bischof. Der hat sich deutlich geäußert. Nazi-Vokabular gegen Israel ist angebracht. Dass diese Mauer notwendig und erschreckend ist, weil die Lebensraum suchenden Araber ohne sie dafür sorgen würden, dass die Juden nicht nur keinen Lebensraum mehr haben, sondern auch kein Leben mehr, das „entfällt“ dem Friedenschef genauso, wie die Tatsache, dass es „die Mauer“ als solche nur auf einem äußerst geringen Teilstück der Sperre gegen die Terroristen gibt. Im Übrigen findet wohl jeder noch so „rechte“ und antiarabische Israeli die Mauer, wo sie als solche steht, ebenfalls nicht schön. Aber ich vermute außerdem, dass den Israelis das eigene Leben wichtiger ist (und sein sollte) als arabischer „Lebensraum“.

Die Nazi-Äußerung der gutmenschlichen Sorte reichte dem großen Friedensbringer aber nicht. Er musste den Juden dann noch ins Stammbuch schreiben, dass die Mauer nichts nutzt und nicht ewig stehen wird. Da hat er sich wohl an Berlin erinnert gefühlt, wobei zu sagen bleibt: Die Mauer in Berlin war leider sehr effektiv, die „Mauer“ im heiligen Land ist es zum Glück auch. Sie erfüllt ihren Zweck: Die Terroristen haben kaum eine Chance nach Israel zu kommen, um dort ihrem Hobby nachzugehen; und ganz nebenbei haben massive Diebstähle aufgehört, die vor Errichtung der Sperranlagen noch an der Tagesordnung waren. (Wenn ich jetzt behaupte, das zeige, wer die Israelis „westlich“ der Grünen Linie bestohlen hat, bin ich dann Rassist? Wir dürfen doch von Arabern/Muslimen immer nur das Beste annehmen, die Verbrecher sind die Westler…)

Noch eine Frage an den Bischof: Will er mit seiner „Anmerkung“ behaupten, die Israelis wollten „die Mauer“ auf ewig stehen haben? So weit kommt’s noch. So ziemlich jedem Israeli wäre es lieber, man könnte dieses Monster schnellstmöglich wieder aus der Welt schaffen. Die Frage ist einzig und alleine die: Kann Israel sich das leisten? Israel kann es sich erst leisten, wenn die so genannten Palästinenser bereit sind den jüdischen Staat anzuerkennen und in Frieden mit ihm zu leben. Dieser Gedanke ist Bischof „Gerechtigkeit und Frieden“ aber offenbar so fremd, dass er nicht einmal ansatzweise konkrete Schritte in dieser Richtung von den Arabern in den besetzten bzw. auch nicht mehr besetzten Gebieten fordert.

Mit diesem üblichen Geschwätz westlicher Möchtegern-Friedensbringer geht es weiter: Beide Seiten müssen, beide Seiten sollten… Dass seine Konkretisierungen sich ausschließlich an Israel richten, merkt dieser Bischof Lebensraum wohl gar nicht. Er bezieht wie angekündigt Stellung und das geht nirgendwo gegen den Terror oder die Terroristen. Natürlich alles nur mit Einfühlungsvermögen und Umsicht, damit kein Mangel an Respekt da ist – vor allem vor dem Hintergrund der deutsch-israelischen Geschichte. Er nennt das „Kritik an der israelischen Politik“ Nochmal: Kritik an pal-arabischer Politik ist offenbar Fehl am Platze, vielleicht wäre es an der Zeit, dass Deutschland auch da so einen Hintergrund schafft wie bei den Israelis, damit Kritik möglich wird?

Ich vermute aber mal, den Israelis geht es am Allerwertesten vorbei, wie viel Einfühlungsvermögen und Umsicht der Bischof bei seiner „Kritik“ walten lässt – ob einer sagt „Ihr müsst den Palästinensern Lebensraum schaffen“ oder „Lasst euch gefälligst von denen widerstandslos umbringen“: Es kommt aufs Selbe raus. Und wie einfühlend und umsichtig die Vokabel „Lebensraum“ dabei ist, bedarf wohl kaum näherer Erörterung.

Dass es immer wieder Führungspersönlichkeiten deutscher Kirchen sind, die sich mit salbungsvoll verkündeten Unsäglichkeiten und falscher „Kritik“ gegen Israel und für die Judenmörder einsetzen, finde ich besonders erschreckend. Wenn von solchen Kirchenvertretern dann gleichzeitig vor evangelikalen Israelfreunden gewarnt wird, dann sollte sich niemand wundern, wenn Israelis daraus ihre Schlüssel ziehen.

Eine Erzählung unserer Zeit: Des Kaisers neue Kleider, angepasst an die Ära Obama

14. Oktober 2009 at 10:40 | In Geistesgrößen, Satire/Humor | 5 Comments
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Barry Rubin, 10. Oktober 2009

Des Kaisers neue Kleider

Angepasst von Barry Rubin von Hans Christian Andersens Geschichte „Keiserens nye Klæder“

Vor vielen Jahren gab es einen Mann, der Kaiser sein wollte, denn nach den eigentümlichen Bräuchen des Landes, von dem ich spreche, wurde der Kaiser gewählt. Zum Glück für ihn – und zum Unglück für viele andere – traf der Mann eine Reihe politischer Berater, die ihn ihm den idealen Mandanten sahen. Zusammen würden sie die Höhen der Macht erklimmen.

Um Kaiser zu werden, erklärten sie, brauchte man ein gutes Image, musste ausgezeichnet reden können und gut aussehen.  Aber in diesen Tagen vor Fernsehen, Radio, den Internet usw. hing viel vom Image des Mannes von seiner Kleidung ab.

Es war ein glücklicher Zufall, dass der Mann äußerst versessen auf Kleider war. Er hatte kein Interesse an der Aufstellung seiner Soldaten, dem Prestige seines Landes oder dem Wohlergehen seiner Bürger, außer um mit seiner eigenen Großartigkeit anzugeben.

Die beiden politischen Berater dachten sich eine brillante Strategie aus. Sie ließen verkünden, dass sie Weber seien und sagten, sie könnten die wunderbarsten der vorstellbaren Stoffe weben. Nicht nur dessen Farben und Muster seien ungewöhnlich fein, sondern die Kleider, die aus diesem Stoff gemacht wurden, hatten die wundervolle Eigenschaft für jeden unsichtbar zu werden, der dumm ist, modisch zurückgeblieben oder über eine Art Engstirnigkeit verfügte.

Auch würden diejenigen, die ungewöhnlich dumm waren – Menschen aus kleinen Städten z.B., die besondere Liebhaberei für Schusswaffen und Gebete hatten, sowie auch die Unterstützer des vorherigen Königs – nicht in der Lage sein die Kleider zu sehen.

Sie bauten zwei Webstühle auf und gaben vor zu weben, obwohl auf den Webstühlen nichts befand. Die feinste Seide und die reinsten alten Garne wurden ihnen geliefert, aber dann an Gruppen weiter gegeben, die sie unterstützten, während sie bis spät in die Nacht an den leeren Webstühlen arbeiteten.

„Ich würde gerne wissen, wie dies Weber mit dem Stoff voran kommen“ dachten die Journalisten, aber sie fühlten sich etwas unbehaglich, als sie sich erinnerten, dass diejenigen, die Trottel, inkompetent oder, noch schlimmer, unzeitgemäß waren, nicht in der Lage sein würden den Stoff zu sehen. Trotzdem nahmen sie alle eifrig die Einladung an die neuen Kleider während des Wahlkampfes zu sehen. Also drängten sie in den Raum, in dem der Kandidat stand und die Kleider trug, was hieß, dass er nichts trug, denn es gab solche Kleider nicht.

„Himmel hilf“, dachten die Reporter. „Ich kann überhaupt nichts sehen.“ Doch sie sagten das nicht.

Die politischen Berater baten sie näherzutreten, um das exzellente Muster, die wunderschönen Farben zu begutachten. Sie zeigten auf den Kandidaten und die Reporter starrten so fest sie nur konnten. Sie konnten nichts sehen, weil es nichts zu sehen gab. „Der Himmel sei mit mir“, dachten sie. „Kann es wirklich sein, dass ich ein Trottel bin? Ich hätte das nie vermutet und niemand darf das wissen. Bin ich nicht fit genug, um der Elite anzugehören? Es kommt keinesfalls in Frage, dass ich jemanden merken lasse, dass ich den Stoff nicht sehe.“

„Zögern Sie nicht uns zu sagen, was Sie davon halten“, sagte einer der Berater.

„Oh, der Stoff ist wunderschön! Er ist hinreißend!“ Die Journalisten schwärmten und brachen in Applaus aus. Einige fühlten es kalt den Rücken herunterlaufen. „Solche Muster, welche Farben! Ich werde den Lesern und Zuschauern mit Sicherheit erzählen, wie entzückt ich bin.“

„Wir freuen uns das zu hören“, sagten die Berater. Sie fuhren damit fort alle Farben zu benennen und das aufwändige Muster zu erklären. Die Berater beschrieben, dass dies die Farben des Wandels seien und dies der Stoff der Hoffnung. Die Journalisten notierten ausführlich, so dass sie sicher sein konnten die Öffentlich darüber zu informieren, welch ein großer Mann der Kandidat sei und wie sehr er ihnen einen Gefallen tat, ihnen anzubieten ihr Kaiser zu sein. Und das taten sie auch.

Um die Sache noch aufregender zu machen, las der Kandidat, indem er die Worte, die die Berater ihm aufgeschrieben hatten, von einem schlauen kleinen Mechanismus ab, den sie gebaut hatten und der es ihm erlaubte in einen Spiegel zu sehen und die Worte zu sehen, die aufgeschrieben worden waren. Die Journalisten waren von der großen Macht seiner Rede, von seinen Schlagworten und seiner Ideen mit Ehrfurcht erfüllt, auch wenn sie sich später nicht wirklich erfolgreich an das erinnern konnten, was er sagte oder erklären konnten, was genau die brauchbaren Ideen waren, die geäußert wurden.

Bald sprach jedermann im Königreich über den Kandidaten, seine glanzvollen Kleider, seine brillante Redeweise und wie er all ihre Probleme lösen würde.

Der Kandidat nahm dann an einer riesigen Kundgebung seiner im Rausch befindlichen Unterstützer teil. „Großartig“, sagte die Menge. Immerhin sagte jeder: „Bin ich derart dumm? Soll ich meine Kollegen und Nachbarn wissen lassen, dass ich die Schönheit des Designs nicht sehe, die Großartigkeit der Rede, die Größe der Ideen?“ Und sie applaudierten heftig.

Als der Kandidat durch die Straßen paradierte, verbreiteten sich die Worte „Großartig! Exzellent! Unübertroffen!“ sich von Mund zu Mund und jeder tat sein Bestes, um sehr zufrieden auszusehen.

Auch bei Hintergrundgesprächen, die sie Großspendern führten, deuteten die Berater auf jedes einzelne Teil. Sie hoben ihre Arme, als würden sie etwas halten. Sie sagten: „Das hier sind die Hosen, hier ist der Mantel und das ist der Hut“, benannten sie jedes Kleidungsstück. „Sie sind so leicht wie Spinnweben. Man könnte glatt glauben, er habe nichts an, aber das ist es, was sie so auszeichnet.“

„Genau“, stimmten all die großen Männer des Königreichs zu, obwohl sie nichts sehen konnten, denn es gab nichts zu sehen.

Und so wurde der Kaiser gewählt und alle waren zufrieden. Die Kleider und die Spezialmaschine, die sie gebaut hatten, leisteten ihm gute Dienste. Er tat eigentlich nichts, aber jeder fand seine Pracht so fantastisch, dass niemand mehr verlangte.

Dann tourte er durch andere Länder und auch die bejubelten ihn und bewunderten seine Kleider. Denn er stimmte in allem, was sie sagten, mit ihnen überein und sagte ihnen, dass die schon immer recht hatten und alle früheren Kaiser, für die er sich entschuldigte, waren im Unrecht.

Stimmt, es gab da eine Parade, wo nicht alles so gut lief. Zuerst war alles wie immer. Der König zog seine besondere Kleidung an. Er drehte sich für einen letzten Blick in den Spiegel. „Sie passen bemerkenswert gut, nicht wahr?“ Die Adligen gaben nicht zu, dass sie nichts sahen, das gelobt werden konnte.

Und so ging der Kaiser zur Parade. Jedermann auf den Straßen und in den Fenstern sagte: „Oh, wie herrlich sind des Kaisers neue Kleider! Sitzen sie nicht perfekt?“ Niemand wollte zugeben, dass er nichts sehen konnte, denn das würde beweisen, dass er entweder als Beamter nicht geeignet für seine Position oder als Mitglied der Elite ungeeignet oder, wenn er dem gemeinen Volk angehörte, ein Trottel war. Kein Anzug, den der Kaiser früher getragen hatte und kein Kaiser hatte jemals solch völligen Erfolg.

„Aber er hat gar nichts an“, sagte ein kleines Kind.

„Hat man je etwas so Dummes gehört?“, sagte sein Vater. Und eine Person flüsterte der anderen zu, was das Kind gesagt hatte: „Er hat gar nichts an. Ein Kind sagte, er hat gar nichts an.“

„Aber er hat gar nichts an“, sagte das Kind!

„Das Kind ist nichts anderes als ein Kleiderfeind!“, murmelte ein wütender Mann. „Lasst es uns lynchen!“, sagte ein anderer.

Der Kaiser erschauderte, denn er wusste, sie hatten recht. Aber er war auch sicher, dass die Adligen und Beamten und Journalisten und andere ihn unterstützen würden. Die Menschen jubelten – wenn auch ein paar weniger als zuvor – und der Kaiser ging stolzer als jemals zuvor weiter, während seine Adligen die lange Schleppe hoch hielten, die gar nicht da war.

Schließlich kam der große Tag. Das Komitee der Adligen trat zusammen und übergab ihm seine höchste Ehre. Den Nobelpreis der Haute Couture. Es stimmt, gaben sie untereinander zu, er hatte keine Kleider an. Aber eines Tages könnte er welche tragen.

Al Gores Klimahysterie

12. Oktober 2009 at 17:30 | In Geistesgrößen | Leave a Comment
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Aus meinem Text über den lächerlichen Nobelpreis hatte sich am Samstag in einem Forum (zweiter Kommentar, von „Egal“) einer, dem der Text nicht gefiel, natürlich herausgepickt, dass ich von Al Gore sagte, seine Klimahysterie sei in wichtigen Teilen widerlegt. Das nahm dieses Superhirn zum Anlass, mich als Leugner von Fakten zu disqualifizieren.

Abgesehen davon, dass das mit dem eigentlichen Thema nichts zu tun hat: Das Superhirn hat Unrecht. Erstens hat er nicht gelesen, was ich da geschrieben habe, sondern ließ in seinen Kopf nur das rein, was er wissen wollte. Denn ich hatte über Al Gores Klimahysterie geschrieben und nicht über den Klimawandel allgemein. (Wobei es schon seltsam ist, wenn das Polareis in den letzten Jahren ständig weniger abgeschmolzen ist als noch zu Beginn des Jahrtausends und das damals auch nur eine Schmelzspitze war; übrigens: die Eisbär-Population wächst!)

Zweitens mag sich das Superhirn bitte mit dem auseinandersetzen, was zu Al Gore und sowohl seiner Hysterie-Kampagne wie auch zum Umgang mit Kritikern festzustellen ist. Das jüngste Beispiel findet sich bei Gateway Pundit: Der Klimaschutz-Papst lässt normalerweise keine Fragen zu, wenn er Hof hält. Das ist schon ein Zeichen dafür, dass er seiner Sache einfach nicht wirklich sicher ist. Und so wird er es ab sofort wohl wieder halten, denn in diesem Fall ging das Ganze ziemlich schief, weil ein Journalist anwesend war, der Gore unbequeme Fragen stellte, auf die dieser zum einen mit einer Unwahrheit antwortete und ansonsten mit Hilfe der übrigen „Umwelt-Journalisten“ dafür sorgte, dass die kritische Stimme zum Schweigen gebracht wurde, nachdem der Journalist auf einer Beantwortung seiner Frage bestand.

Die Unwahrheit Gores betraf ein britische Gerichtsurteil. Gore behauptete, das Urteil sei für seinen Film „Eine unbequeme Wahrheit“ positiv gewesen, weil das Gericht entschied, dass der Film in britischen Schulen gezeigt werden darf. Nur ging es darum gar nicht. Das Gericht entschied, dass dieser Film nicht ohne begleitendes Material zu sieben wissenschaftlichen Fehlern des Films gezeigt werden soll, sondern die ihn an den Schulen verbreitende Bildungsbürokratie die kritischen Stimmen zu Gores Klimawandel-Propaganda ebenfalls vorstellen muss.

So viel zu Gores Klimahysterie, liebe(r) „Egal“. (Schon wieder so ein Nick, der eigentlich alles sagt.)

Knallchargen

10. Oktober 2009 at 19:41 | In Geistesgrößen | Leave a Comment

Redaktion tagesschau: Über den „Trauerzug“ für drei tote Terroristen wird berichtet. Nicht aber über den Versuch, daraus einen Mordzug gegen einen israelische Grenzposten zu machen. Und schon gar nicht über den völlig berechtigten Angriff der IDF auf die Terroristen, die nachweislich Raketen auf Israel verschießen wollten – was auf Video festgehalten und verfügbar ist.

Katajun Amirpur – in der Süddeutschen Zeitung fabuliert sie herum, auch Ayatollah Chamenei stimmte zwar in die Hetze gegen Israel mit ein, aber ansonsten sei man im Iran versöhnlich gestimmt und betone die Friedfertigkeit des Iran. Und weil die sagen, sie seien friedfertig, ist das auch so! Basta! (Zum übrigen Blödsinn der Frau hat Bernd Zeller noch ein paar Zeilen.)

ARD-tagesschau – Nach Angabe der Superhirne von Hamburg waren die für das zweiminütige Video von Gilad Shalit freigelassenen PalAraberinnen „in keine Terroranschläge verwickelt“. Anscheinend meinen die Qualitäts-Journalisten, wenn eine Terroristin ihren Anschlag nicht komplett ausführen konnte, dass dann keine Verwicklung in einen Terroranschlag vorliegt – ergo, die Terroristin keine Terroristin ist. Denn um Terrorist zu sein, muss man einen Anschlag zumindest durchgeführt haben, oder?
Übrigens: Dass Shalit „die israelische Regierung direkt ansprach“ ist eigentlich auch ein Hohn – er verlas ein ihm von den Terroristen vorgeschriebenes Script. Aber solche Kinkerlitzchen sind für die tagesschau-Journaille nicht wichtig.

Mohammed el-Baradei, Chef der Internationalen Atomenergie-Behörde, war im Iran und hat „Erfolg“ – angeblich wird da mit dem Atomprogramm des Iran was erreicht. Ich wage es zu bezweifeln (bis zur „Inspektion“ am 25. Oktober können die Mullahs alles bereinigen, so dass nur das gewünschte Bild entsteht – abgesehen davon, dass nur die „neue“ Anlage besucht werden soll!). Vor allem, wenn man sich ansieht, was er zum Kernproblem des Nahen Ostens macht: Israel. Natürlich, wer sonst? „Israel ist die Bedrohung Nummer 1 mit seinen Atomwaffen.“ Die haben ja auch schon ständig damit gedroht andere Staaten von der Landkarte zu wischen und die Bombe benutzt, nicht wahr?

Ulrich Schäfer, Süddeutsche Zeitung – „Eigentlich darf sich über Thilo Sarrazin und sein unsägliches Interview, in dem er die in Berlin lebenden Ausländer beschimpft und beleidigt hat, niemand wundern“, schreibt er. Aha, wenn einer feststellt, dass Vietnamesen und andere Asiaten spätestens in der zweiten Generation bessere Schulleistungen bringen als Deutsche, dann ist das eine Beschimpfung und Beleidigung? „Andere, aus Osteuropa, weisen tendenziell dasselbe Ergebnis auf“ – auch beleidigend und beschimpfend? Die Tatsachen-Feststellung, dass in bestimmten Gruppen auch in der dritten Generation keine vernünftigen Deutschkenntnisse vorhanden sind, viele keinen Schulabschluss haben und nur ein kleiner Teil es bis zum Abitur schafft muss aber wirklich beleidigend sein. Schließlich darf man nicht sagen, was stimmt, wenn damit festgestellt wird, dass andere besser sind.

Robert Spaemann, Philosophieprofessor der Oberflächlichkeit – liefert offenbar gerne Munition für Terroristen. Nach seiner Darstellung darf Israel nicht eigenständig handeln, sondern muss den USA gehorchen. Weil die USA es immer wie ein Kleinkind gehätschelt haben sollen. Ein Existenzrecht hat Israel deshalb also nicht.

Michael Moore, Propagandafilmmacher – zum einen blökt er, nur Memmen hätten Angst vor der Al-Qaida (das sind ja nur Freiheitskämpfer, die US-Soldaten sind die Terroristen); zum anderen findet er weiterhin Fidel Castro ganz toll und verteidigt ihn gegen Mordvorwürfe: Das war doch vor vierzig Jahren! Diese armselige Wurst leugnet also, dass das Castro-Regime auch heute noch mordet.

Der WDR – der erklärt die DDR und was kommt bei raus? Oliver Marc Hartwich hat da ein paar Fragen: In viereinhalb Minuten über die DDR ist es ihm nicht nur gelungen, die anti-amerikanische und anti-westdeutsche Propaganda der zu Recht untergegangenen DDR zu wiederholen, sondern sie auch noch berechtigt erscheinen zu lassen… Aber mir bleibt es dennoch schleierhaft, wie man heute einen Beitrag über die DDR produzieren kann, in dem kein einziges Mal das Wort “Mauer” auftaucht. In dem nicht einmal von den Opfern des Regimes die Rede ist. In dem der wirtschaftliche und politische Bankrott der DDR nicht erwähnt wird.

Andrea Böhm, DIE ZEIT – Sie fordert, dass Juden sich gegen ihre Ermordung nicht wehren dürfen, sie widerstandslos zu dulden haben, im Falle der Zuwiderhandlung in Form von Selbstverteidigung bestraft werden müssen, und dass dieses ganze antisemitische Prozedere dann trotzdem (oder gerade deswegen?) auch noch als „unverbrüchliche Solidarität“ mit Israel bezeichnet wird. Und das auf der Titelseite der ZEIT. (Ich überlege noch, ob die Dame nicht in die Liste der hofierten Hetzer gehört.)

Martin Woker, NZZ – bei dem stelle ich mir die gleiche Frage. Aber lest bei Beer7 selbst nach.

Der lächerliche Nobelpreis

9. Oktober 2009 at 14:07 | In Geistesgrößen, USA | 4 Comments
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Heute wurde verkündet, wer den diesjährigen Friedensnobelpreis bekommt. And the winner is: Barack Hussein Obama, aktueller Präsident der USA. Offizielle Begründung: Obama wird „für seine außergewöhnlichen Bemühungen, die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit zwischen Völkern zu stärken“ ausgezeichnet.

Für Bemühungen? Inzwischen wird also dafür, dass man nichts erreicht hat, mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet? Dafür, dass man sich selbst und die westliche Welt über die Wirklichkeit hinwegtäuscht? Dafür, dass man einerseits seine Verbündeten massiv vor den Kopf stößt und sich andererseits Diktatoren, Tyranneien und Völkermördern anbiedert, ohne dass die auch nur den Hauch einer glaubwürdigen positiven Gegenreaktion zeigen?

Wenn Obama sich bemüht, ist das eins. Wenn er damit aber die Tyrannen und Terroristen in ihrem Tun bestätigt und machen lässt, dann sein seinen Bemühungen nicht nur nutzlos, sondern auch ohne jeglichen Sinn. Oder wie Michelle Malkin es in Sachen Lebensleistung Obamas formuliert: „nicht für etwas, das er tatsächlich getan hat, sondern für de Symbolismus dessen, was er möglicherweise erreichen irgendwann in der Zukunft erreichen könnte.“ Das mit einem Friedensnobelpreis zu goutieren, zeigt, dass die Herrschaften in Norwegen einen an der Klatsche haben wie sonst kaum jemand, den man zu den denkenden Menschen zählt.

Neu ist das ja nicht. Spätestens seit Jimmy „Die Juden sind mein Unglück“ Carter den Preis bekam, müsste man wissen, dass nicht Fakten und tatsächliche Erfolge in Sachen Frieden den Preis rechtfertigen, sondern Wunschdenken und Selbsttäuschung. Wer wollte, konnte das schon 1994 feststellen. Zwar hätte jeder vernünftige Mensch ohne Brett vorm Kopf erkennen können, dass Arafat nichts ernst meinte, aber er, Rabin und Peres hatten wenigstens noch etwas vertraglich festgelegt, was hätte Frieden bringen können, wäre es vom Erzvater des Terrorismus ehrlich gemeint gewesen.

Carter bekam seinen Preis auch nicht für Erfolge in Sachen Frieden. Solche kann er nicht vorweisen.

Mohammed el-Baradei und „seine“ Internationale Atomenergie-Kommission wurden auch ausgezeichnet, obwohl sie keine Erfolge vorweisen können. Die Anlagen in Syrien hatte Israel zerstört, bevor auch nur ein IAEA-Heini etwas von ihnen wusste; der Iran macht weiter, wo er nie aufgehört hatte, aber el-Baradei hat nichts daran auszusetzen; Nordkorea macht weiter, wo es zwischenzeitlich angeblich aufhörte, aber die IAEA kann dem nichts entgegensetzen. Und so geht es weiter. Erfolge? Nada. DAS ist ein Grund für den Friedensnobelpreis.

Al Gore bekam 2007 den Friedensnobelpreis für seine Klimawandel-Hysterie, die durch nichts belegt, aber in wichtigen Teilen längst widerlegt ist. Fehlinformation ist offenbar auch ein Grund die Auszeichnung zu bekommen.

Jetzt also der narzisstische Großschwätzer vor dem Herrn, der nichts vorzuweisen hat als eine „Vision“, die vor Realitätsverlust stinkt. Das passt. Erfolg ist nicht nötig. Eingebildete Etappenziele reichen aus, auch wenn sie nicht ansatzweise erreicht sind, sondern ebenfalls aus Einbildung bestehen. Herzlichen Glückwunsch!

Nobelpreise und Politik

8. Oktober 2009 at 17:09 | In Geistesgrößen, Schule + Bildung | Leave a Comment
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Die Nobelpreisträger werden derzeit wieder bekannt gegeben. Gestern (Mittwoch) gab es die für Chemie und eine Israelin gehörte zu den drei Preisträgern. Steven Plaut stellte dabei etwas Interessantes fest:

Die ganze Woche schon überschwemmten Vertreter der Universität Tel Aviv (TAU) die Medien mit Berichten, einer ihrer Professoren solle den Nobelpreis für Physik erhalten. (Hier ein Beispiel.)

Wie sich herausstellte, zählte die TAU ihre Hühner, bevor das Nobel-Ei gelegt wurde. Er bekam den Preis nicht. Die TAU, die wohl am stärksten politisierte Universität Israels, hat nie einen Nobelpreisträger hervorgebracht.

Andererseits HABEN Forscher an Israel am wenigsten politisierten Institutionen, früher dem Technion und heute dem Weizmann-Institut, Nobelpreise gewonnen. Eine Chemikerin vom Weizmann-Institut ist Teilhaberin des diesjährigen Chemie-Nobelpreis.

Es ist kein Zufall, dass es für die am stärksten politisierten Institutionen in Israel am unwahrscheinlichsten ist einen Nobelpreis zu bekommen. (Die Hebräische Universität, die ebenfalls, aber weniger politisiert ist als die TAU, hat einen Nobelpreisträger, den religiös konservativen Wirtschaftswissenschaftler Robert Aumann. Aber er ist die Ausnahme zu dieser Regel.) Die israelischen Institutionen, in denen linke politisierte antiisraelische Lehrkörper so selten sind wie vierblättrige Kleeblätter, sind die, die die Titelträger der Wissenschaften hervorbringen.

Vielleicht sollte man einmal in anderen Länder die Nobelpreisträger auf solche Muster hin untersuchen.

Goldstone ignoriert und heuchelt weiter

7. Oktober 2009 at 21:52 | In Geistesgrößen, UNO, die Welt+Nahost | 1 Comment
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Richard Goldstone wurde im Magazin Tikkun interviewt:

F: Was sind im Einzelnen die Schritte, die Israel hätte unternehmen sollen, um den Beschuss des südlichen Israel zu stoppen, bevor es den Gazastreifen angriff?
RG: Nun, es hätte stärkeren Druck mit diplomatischen Mitteln nutzen können. Es hätte den Sicherheitsrat zu diesem Zweck nutzen können. Israel hätte den Sicherheitsrat informieren und sagen können: „Wenn ihr das nicht stoppt, wenn ihr nichts tut, um es zu stoppen, werden wir schließlich auf militärische Mittel zurückgreifen müssen.“ Aber in unserem Bericht haben wir Israels Recht militärische Gewalt zu nutzen nicht in Frage gestellt.

F: Glauben Sie, dass Israel damit Erfolg gehabt hätte, die Bombardierung von Sderot zu beenden, hätte es sich an den Sicherheitsrat gewandt?
RG: Nun, das weiß ich nicht. Hätte es nicht funktioniert, dann habe ich keine Zweifel, dass Israel dazu berechtigt wäre hart zu handeln, um dem Raketen- und Mörserbeschuss ein Ende zu setzen und es hat die Pflicht seine Bevölkerung zu beschützen.
Militärische Gewalt sollte die allerletzte Zuflucht sein. Ich denke, es ist hier vertretbar, dass andere diplomatische Mittel Erfolg gehabt hätten. Hätten sie nicht funktioniert, dann ist die letzte Zuflucht die der Gewalt und dann die Frage, ob es militärische oder Polizeigewalt sein sollte, für die Israel das Recht gehabt hätte aktive Schritte zu unternehmen.

Wir sehen: Erstens hat Goldstone weiter ignoriert, dass Israel weit über 200 Eingaben bei der UNO getätigt hatte. Das hatte Null Folgen. Die UNO reagierte nicht, die Hamas ließ sich davon nicht stören.

Aber zweitens macht Goldstone gleich deutlich, dass Israels militärisches Vorgehen auch bei diesem Misserfolg von ihm nicht als wirklich gerechtfertigt angesehen wird, denn er schwätzt dann noch von „anderen diplomatische Mitteln“, die angeblich Erfolg gehabt haben würden. Und sowie er Israel noch einmal ein Eingreifen zugesteht, will er das sofort wieder relativieren: militärische Gewalt, Polizeigewalt. Als wären die Qassam- und Grad-Schützen einfache Kriminelle!

Darüber hinaus schreibt er Israel vor, wie es hätte militärisch vorgehen müssen, wenn es denn dazu überhaupt hätte kommen müssen (musste es laut Goldstone ja nicht):

F: Als also einmal die Entscheidung zum Angriff fiel, wird die Frage aufgeworfen: Gibt es irgendeinen Weg einen Krieg gegen Terroristen zu kämpfen, der nicht Tod und Opfer unter Zivilisten zur Folge gehabt hätte, wenn man annimmt, dass städtische Terroristen sich inmitten der Bevölkerung aufhalten?
RG: Wissen Sie, es hätten Kommando-Aktionen unternommen werden können.

„Kommando-Aktionen“ sind militärische Stoßtrupp-Unternehmungen von Spezialeinheiten, die also in die Städte des Gazastreifens eindringen sollen, ohne dass Zivilisten geschädigt werden – und mit auch nur minimaler Aussicht auf einen erfolgreichen Ausgang? Ähnliche Aktionen sind in Judäa und Samaria möglich, weil es dort eine eigene Infrastruktur hat. Im Gazastreifen gibt es eine solche seit 2005 nicht mehr. Und wie „Kommando-Unternehmen“ unter diesen Umständen ablaufen, haben wir in Jenin gesehen – mit allen negativen Folgen vom Völkermord-Vorwurf bis zu der Erklärung, dass das unverhältnismäßiges Vorgehen sei.

Genauso wird es im Fall von Goldstones „Kommando-Aktionen“ auch sein. Und Goldstone wird wieder vorne dabei sein und Israel vorwerfen, es habe diplomatisch nichts unternommen. Was dann genauso wahr sein wird, wie seine heutige Behauptung, Israel habe sich nicht an den Sicherheitsrat gewandt oder genug diplomatische Mittel genutzt. Die Heuchelei und Ignoranz der Goldstones dieser Welt sorgen dafür, dass Israel weiter „kritisiert“ wird, egal, wie zurückhaltend es reagiert. Solche Leute kann der jüdische Staat nur durch eines zufriedenstellen: Indem es sich von den Terroristen vernichten lässt.

(h/t: Elder of Ziyon)

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