Ben Affleck: Porträt des ahnungslosen Apologeten

15. Oktober 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in die Welt+Islam, Geistesgrößen | 1 Kommentar
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Raymond Ibrahim, PJMedia, 6. Oktober 2014

Der Wert des jüngsten Ausfalls von Ben Affleck in Verteidigung des Islam auf HBOs Real Time besteht darin, das wir hier in einem einzigen zehnminütigen Ausschnitt alle linken/linksliberalen Gemeinplätze vorgelegt bekommen, die immer dann benutzt werden, wenn der Islam kritisiert wird.

Im Folgenden werden Afflecks Hauptargumente vorgestellt und dann diskreditiert.

Relativismus und der Mythos der islamischen Heterogenität

Als der Schriftsteller Sam Harris m Anfang, einige kritische Bemerkungen zum Islam machte, unterbrach ihn eine sichtbar erregter Affleck mit der sarkastischen Frage: „Sind Sie derjenige, der die offiziell kodifizierte Doktrin des Islam kennt? Sind Sie der Interpetator davon?“

Affleck argumtentierte pratisch, dass wirklich niemand qualifiziert ist zu sagen, was islamisch ist und was nicht, da alle Muslime frei sind den Islam auf jede Weise zu interpretieren, wie sie es wollen. Diese Ansicht hat weniger damit zu tun, wie der Islam praktiziert wird, sondern mehr mit westlichem Relativismus, insbesondere mit dem postmodernen Glauben, dass es keine „Wahrheiten“ gibt, dass alles offen ist für individuelle Darstellung. Sollte also selbst ein Scheik der Al-Azhar-Universität Affleck sagen, das die am Islam geübte Kritik stimmt, würde der Schauspieler zweifelsohne antworten: „Gut, das ist Ihre Meinung, aber ich weiß, dass die meisten anderen Muslime das nicht so sehen.“

Der fundamentale Fehler in dieser Haltung ist, dass sie die Muslime auf ein höheres Podest an Autorität stellt als den Islam selbst (obwohl Muslime per Definition die sind, „die sich denm Islam unterwerfen“, der „Unterwerfung“ unter Allahs Gesetz ist. Der Islam gründet auf dem Gesetz, der Scharia – Unterwerfung von Frauen und religiösen Minderheiten, Krieg gegen „Ungläubige“ und die Versklavung ihrer Frauen und Kinder, Verbot freier Meinungsäußerung und Abfall vom Glauben – was Affleck normalerweise verurteilen würde.

Kurz gesagt: Der sunnitische Islam, dem ungefähr 90% aller Muslime folgen, ist weit davon entfernt heterogen zu sein. Er hat nur vier anerkannte Rechtsschulen und diese stimmen in den Grundlagen mit nur geringen Differenzen zu Details überein. Selbst in den übrigen 10% der islamischen Konfessionen, die zumeist schiitisch oder Ableger davon sind, stellt man fest, wenn es um intolerante Aspekte geht, auch sie damit übereinstimmen. Zum Beispiel schreiben alle islamischen Schulen die Todesstrafe für Abfall vom Glauben vor; einige argumentieren aber, dass weibliche Apostaten „nur“ ins Gefängnis gesteckt und geschlagen werden sollen, bis sie den Islam wieder annehmen.

Die „Rassismus“-Karte

Bill Maher, der Moderator von Real Time, fragte: „Aber warum sollen wir nicht darüber [islamische Fragen] sprechen?“ Darauf schoss Affleck zurück: „Weil das widerlich ist, es ist rassistisch.“

Dieser Gedankengang ist so üblich wie er absurd ist und verdient nicht viel an Widerlegung. Es reicht aus zusagen, dass Muslime keine Rasse sind. Es gibt Muslime aus allen Nationen, Rassen, Ethnien – von Subsahara-Afrikanern bis zu blauäugigen, blonden Europäern. Dennoch verlassen sich viele Islam-Apologeten, einschließlich Kongress-Abgeordneten ständig auf diese Lüge – ich gewähre dem nicht einmal es „rechtfertigend“ zu nennen – schlicht, weil jemanden des Rassismus zu beschuldigen (in diesem Fall Islam-Kritikern) eine der sichersten Möglichkeiten ist sie zum Schweigen zu bringen.

Muslimische Lehre mit muslimischen Menschen verschmelzen

An einem Punkt, nachdem andere über Statistisches gesprochen hatten, gab Affleck den folgenden Ausbruch von sich, für den er viel Applaus bekam: „Was ist mit der mehr als einer Milliarde Menschen [Muslime], die nicht fanatisch sind, die keine Frauen bestrafen, die zur Schule gehen, ein paar Butterbrote haben, fünfmal am Tag beten wollen und die nichts von dem tun, was Sie da über alle Muslime sagen? Sie schaffen Stereotype.“

Wieder verschmilzt Affleck das Tun von Menschen – Muslimen – mit den Lehren einer Religion – dem Islam. Gehen wir zurück zum Beispiel des Abfalls vom Glauben: Der Islam lehrt eindeutig, dass diejenigen, die den Islam verlassen – einschließlich, wie die Welt gerade erst erlebte, einer schwangeren Christin, Meriam Ibrahim – hingerichtet werden müssen,. Man kann daher sagen, dass die Scharia den Tod von Apostaten fordert.

Kann man aber mit gleicher Gewissheit sagen, dass jeder einzelne, heute lebende Muslim glaubt, dass die Todesstrafe für Abfall vom Glauben aufrecht erhalten werden soll? Offensichtlich nicht. Das spiegelt aber nicht den Islam wider; es spiegelt individuelle menschliche Freiheit – eine Freiheit, die ironischerweise den Lehren des Islam widerspricht.

Nichtsdestotrotz ist diese Verschmelzung des Islam mit den Muslimen eine nur allzu übliche Herangehensweise, die ersteren vor Kritik abschirmen soll. (Man schau dieses Video aus dem Jahr 2007, in dem ich vollständiger auf diese Frage eines besorgten Reporters antworte.)

Geschichtsrevisionismus

Als nächstes argumentierte Affleck: „Wir haben furchtbar viel mehr Muslime getötet, als sie uns getötet haben und wir sind in mehr islamische Länder eingefallen.“

Abgesehen davon, dass er praktisch nahe legt „zweimal Unrecht ergibt einmal Recht“, spiegelt seine Behauptung eine erschreckende Kenntnis tatsächlicher Geschichte – natürlich Dank der eingefleischten Lüben, die aus der akademischen Welt ausgehen, gefolgt von Hollywood und den Medien.

Die Wirklichkeit verzeichnet eine ganz andere Geschichte. Von Anbeginn an ist der Islam allen anderen gegenüber feindselig gewesen. Jihad war sein wichtigstes Expansionsmittel.

Bedenken Sie: Nur ein Jahrzehnt nach der Geburt des Islam im siebten Jahrhundert brach der Jihad aus Arabien heraus. Lässt man die Tausende Kilometer antiker Länder und Zivilisationen außer Acht, die dauerhaft von ihm erobert wurden, was heute lässig „islamische Welt“ genannt wird (darunter Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten, Syrien,, der Irak, der Iran und Teile von Indin und China) waren auch große Teile Europas zur einen oder anderen Zeit durch das Schwert des Islam erobert worden.

Zu den anderen Ländern und Territorien, die angegriffen wurden und/oder unter muslimische Herrschaft kamen, gehören (um ihnen ohne besondere Reihenfolge ihre modernen Namen zu geben): Portugal, Spanien, Frankreich, Italien, Sizilien, die Schweiz, Österreich, Ungarn, Griechenland, Russland, Polen, Bulgarien, die Ukraine, Litauen, Rumänien, Albanien, Serbien, Armenien, Georgien, Kreta, Zypern, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Weißrussland, Malta, Sardinien, Moldawien, die Slowakei und Montenegro. 846 wurde Rom von muslimisch-arabischen Plünderern gebrandschatzt und der Vatikan geschändet; etwas 600 Jahre später, 1453, wurde die andere große Basilika des Christentums, die Hagia Sophia (Heilige Weisheit) von muslimischen Türken erobert.

Zu den wenigen europäischen Regionen, die wegen ihrer Abgelegenheit im Nordwesten direkter islamischer Besatzung entgingen, gehören Großbritannien, Skandinavien und Deutschland. Das bedeutet natürlich nicht, dass sie nicht vom Islam angegriffen wurden. Fakt ist, dass im äußersten Nordwesten Europas, Island, Christen zu beten pflegten, Gott möge sie vor „dem Schrecken der Türken“ bewahren. Diese Ängste waren nicht unbegründet, das noch 1627 muslimische Seeräuber das christliche Land überfielen und vierhundert Gefangene nahmen, die sie auf den Sklavenmärkten in Algiers verkauften.

Auch Amerika entging ihnen nicht. Ein paar Jahre nach der Bildung der Vereinigten Staaten, im Jahr 1800, wurden amerikanische Handelsschiffe im Mittelmeer geplündert und ihre Seeleute von muslimischen Seeräubern versklavt. Der Botschaft von Tripoli erklärte Thomas Jefferson gegenüber, dass es für Muslime ein Recht und eine Pflicht sei, Krieg gegen Nichtmuslime zu führen, wo immer man sie findet und so viele wie möglich gefangen zu nehmen, um sie zu versklaven.

Kurz gesagt: Rund ein Jahrtausend lang – unterbrochen vom Gegenschlag der Kreuzzüge, die Leute wie Affleck wie besessen dämonisieren – stellte der Islam eine tägliche existenzielle Bedrohung des christlichen Europas und infolgedessdie en der westlichen Zivilisation dar.

Dennoch ist heute, ob es nun in Oberschulen oder Hochschulen gelehrt wird, ob Hollywood oder die Neuen Medien es darstellen, das vorherrschende historische Narrativ, dass Muslime die historischen „Opfer“ der „intoleranten“ westlichen Christen seien. Das ist exakt das, was eine Persönlichkeit des Fernsehens mir einmal live auf Fox News sagte.

Letzte Zuflucht: Rechtfertigung der Apologetik

Gegen Ende rief ein frustrierter Affleck, der nicht in der Lage war zu antworten: „Wie sieht Ihre Lösung aus? Den Islam zu verurteilen? Was zu tun?“

Das sind interessante Fragen, da sie die wahre Haltung des Apologeten offenbaren. Ich bin diesem Phänomen oft begegnet, am denkwürdigsten in einer öffentlichen Diskussion mit Prof. Hamid Dabashi von der Columbia Universität. Gegen Ende der Diskussion erklärte er: „Man kann hier sitzen und von hier bis zum Weltuntergang über Jihad reden, aber was wollen Sie tun? Nehmen wir an, Sie beweisen über jeden Ansatz hinaus, dass der Islam vom Gesetz her gewalttätig ist, wie gehen wir von da aus weiter?”

Was diese Argumentationslinie nahe legt ist, dass der Apologet glaubt, es gebe keine andere Zuflucht als ein Apologet zu sein; das die beste Politik darin besteht die Gewalt und Intoleranz des Islam zu ignorieren, da die Alternative – offenes Eingestehen – zu etwas Schlimmerem führen wird, einem Zusammenprall der Zivilisationen. Krieg. Und das muss unter allen Umständen verhindert werden – also tun wir so als ob.

Was solche Apologeten nicht erkennen: Der Zusammenprall der Zivilisationen ist bereits da; und er ist kein Produkt westlicher „Engstirnigkeit“, sondern islamischer Lehre. Ob wir es nun zugeben oder nicht, er ist hier.

Der Grund, dass Apologeten mit ihrer Argumentation (vorläufig) davon kommen können, besteht darin, dass die USA vordergründig immun gegenüber dem Islam sind – damit sie Gutfühl-Märchen über den Islam spinnen und verkaufen können, so viel sie wollen.

Doch die Zeit geht immer weiter und der Islam marschiert weiter und gewinnt an Boden, bis der Zusammenstoß erneut und ernsthaft beginnt, wie er das Jahrhunderte lang tat, bis der Islam in der Moderne auf dem Schlachtfeld vom Westen besiegt wurde. Und wenn die islamische Welt endlich in einer Position ist einen richtigen globalen Jihad zu entfesseln, wenn das Phänomen des „Islamischen Staats“ überall auf der Welt auftritt – In Amerika und Europa werden bereits Menschen von Muslimen geköpft – wird die Nachwelt mit großer Bitterkeit auf das Nichtstun und die Naivität ihrer westlichen Vorgänger zurücksehen, die das Problem hätten im Keim ersticken können, hätten sie nur die Wahrheit gesagt – und Politik zur Anwendung gebracht, die auf dieser Wahrheit basiert.

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Und hier haben wir es. Ob es nun die Projektion westlicher intellektueller Krankheiten wie Relativismus auf muslimische Lehre und Personen ist; ob es hirnloses „Rassist!“-Gebrüll ist, wann immer islamische Lehre kritisiert wird, ob es das Durcheinanderbringen der Sache durch Verschmelzung der Taten oder des Glaubens einiger Muslime mit den tatsächlichen Schwarz-Weiß-Lehren des Islam ist; ob es das die Geschichte auf den Kopf stellen ist, indem man Verfolger in Opfer verwandelt und Opfer in Verfolgende; oder ob es, nachdem man in eine Ecke gedrängt wurde, der Aufschrei ist, man habe keine andere Wahl als zu rechtfertigen, weil die Wahrheit nur alles schlimmer mache – kurz gesagt: Ben Afflecks paar Minuten zum Islam fasst das Spiel der Islamapologeten hübsch zusammen.

Letzten Endes kann man Affleck entschuldigen. Er ist einfach ein Schauspieler und man kann von ihm nicht erwarten, dass er außerhalb des Bereichs der Maske viel weiß. Die wahre Schuld liegt bei all den Amerikanern in politischen Positionen, deren Job ihnen abverlangt ehrlich mit dem amerikanischen Volk zu sein, die aber weiterhin für den Islam agieren – indem sie lügen.

Palästinenser: Wir hassen euch, selbst wenn ihr uns unterstützt

10. Oktober 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Geistesgrößen, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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Khaled Abu Toameh, Gatestone Institute, 3.Oktober 2014

Zwei Vorfälle, die sich in den letzten Tagen an Universitäten in der Westbank ereigneten, dienen als Erinnerung, dass einige Palästinenser kein Problem damit haben Menschen anzugreifen oder zu bedrohen, die sie unterstützen und versuchen ihnen zu helfen. Es ist nicht das erste Mal, dass Palästinenser denen gegenüber undankbar sind, die sich große Mühe geben ihnen eine helfende Hand zu reichen.

Natürlich gibt es keine Logik dafür gegen diejenigen zu schießen, die hart daran arbeiten dir und deinem Volk zu helfen. Aber wer hat gesagt, dass Palästinenser – oder sonst irgendjemand – immer den eigenen Interessen entsprechend und auf rationale Weise handeln?

In den letzten zwei Jahrzehnten sind die Palästinenser – wie die meisten Araber – einer groß angelegten Kampagne der Hetze gegen Israel und die USA ausgesetzt gewesen. Diese Kampagne wird über die Medien, besonders arabische und islamische Fernsehsender, das Internet, Moscheen und die Rhetorik der Führer und Politiker geführt. Als Ergebnis der ständigen Hetze sind einige Palästinenser und Araber nicht länger in der Lage zwischen denen, die sie unterstützen und denen, die gegen sie stehen zu unterscheiden.

Wenn dir erzählt wird, dass alle Israelis böse sind, dann siehst du keinen Unterschied zwischen einem linken und einem rechten Israeli. Du wirst ab einem sehr frühen Stadium in deinem Leben gelehrt, dass Juden „Besatzer“ sind, die das Land Palästina seinen rechtmäßigen Besitzern „stahlen“. Du wirst auch gelehrt, dass alle Juden (einschließlich unschuldiger Zivilisten) legitime Ziele sind, weil sie entweder in der Armee dienen oder sich mit der zionistischen Bewegung identifizieren.

Wegen der Indoktrination betrachtet eine wachsende Zahl von Menschen in den arabischen und islamischen Ländern alle Israelis als „Siedler“. Palästinensersprecher, die verschiedene Gruppen repräsentieren (darunter Hamas und Fatah), verweisen oft auf israelische Städte (in Kern-Israel) als „Siedlungen“. Während der letzten Konfrontation zwischen Hamas und Fatah berichteten palästinensische Medienorgane regelmäßig, dass Raketen auf die „Siedlung“ Aschkelon oder Aschdod oder Ramat Gan geschossen wurden.

Zurück zu den Vorfällen an den Universitäten, die weitere Beweise der zunehmenden Radikalisierung unter den Palästinensern liefern. In Nablus, der größten palästinensischen Stadt, randalierten Studenten in Protest gegen den Besuch von offiziellen Konsulatsvertretern der USA an ihrer Universität. Nach Angaben palästinensischer Quellen waren die Amerikaner zur An-Najah-Universität gekommen, um die fortgesetzten Bemühungen zur Unterstützung von Bildungs- und Kultur-Aktivitäten an der Universität zu unterstützen.

Dutzende Studenten skandierten anti-amerikanische Parolen, umzingelten eines der US-Fahrzeuge und versuchten es daran zu hindern auf das Uni-Gelände zu fahren. Augenzeugen sagte, die Campus-Security verwendete übertriebene Gewalt, um die Protestierenden zu zerstreuen. Ein Student, Mohammed Abu Awwad, wurde später mit einem gebrochenen Arm ins Krankenhaus aufgenommen.

Der an der palästinensischen Universität ausgebrochene Zusammenstoß hat viele Studenten und Menschenrechtsvertretern erbost. „Die Verwaltung der Universität hat nicht das Recht einen zivilisierten und demokratischen Protest aufzulösen und Teilnehmer zu verprügeln“, sagte Mohamed Dweikat, ein politischer Aktivist aus Nablus.

Hazem Abu Hilal, ein Menschenrechtsaktivist, sagte, das Problem sei nicht der Angriff auf den Protest, sondern dass die Universität den Protest auf dem Campus verbot. „Universitäten sollten als Podium für freie Meinungsäußerung dienen“, sagte er.

Doch bei diesem Vorfall geht es genauso wenig um freie Meinungsäußerung, wie es um Extremismus und Hass auf die USA geht. Die Protestierenden wollten die US-Vertreter nicht auf ihrem Campus, weil, wie sie argumentierten, „die USA Israel unterstützen“. Sie protestierten auch gegen das, was sie „US-Rückendeckung für Israel“ während der Operation „Fels in der Brandung“ nannten.

Diesen Studenten wurde gesagt, die USA sind ein Feind, weil sie Israel finanziell und militärisch unterstützen. Es spielt keine Rolle, ob die US-Vertreter nach Nablus kamen, um den Palästinensern zu helfen. Sie wurden angegriffen, weil sie ein Land repräsentieren, das von vielen Arabern und Muslimen als Feind betrachtet wird, weil es Israels Existenzrecht unterstützt.

Der zweite Vorfall spiegelt ebenfalls Intoleranz und zu einem gewissen Grad Feindseligkeit gegenüber Israelis, die seit langer Zeit die Palästinenser unterstützt haben. Er involviert – und das hat sogar einige Palästinenser schockiert – eine israelische Ha’aretz-Journalistin, die aus einer Konferenz an der Bir Zeit-Universität bei Ramallah geworfen wurde. Dass die Journalistin, Amira Hass, seit Jahrzehnten zugunsten der Palästinenser geschrieben hat, hinterließ keinen Eindruck bei ihren palästinensischen Freunden, die forderten, dass sie den Campus auf der Stelle verließ.

Die Journalistin wurde der Universität nicht wegen ihrer Text verwiesen – die für die Palästinenser extrem unterstützend sind – sondern weil sie Israeli und Jüdin ist. Das Verbot der Universität gilt nicht für israelische Araber.

Die pro-palästinensische und antizionistische Journalistin Amira Hass wurde aus der Universität Bir Zeit bei Ramallah geworfen, nur weil sie eine israelische Jüdin ist. (Bildquelle: Bir Zeit-Universität, Wikimedia Commons)

Die pro-palästinensische und antizionistische Journalistin Amira Hass wurde aus der Universität Bir Zeit bei Ramallah geworfen, nur weil sie eine israelische Jüdin ist. (Bildquelle: Bir Zeit-Universität, Wikimedia Commons)

Sie wurde hinausgeworfen, weil ihre Anwesenheit auf dem Campus gegen die Regularien der „Antinormalisierungs“-Bewegung in der Westbank verstößt, die alle Arten von Kontakt zwischen Palästinensern und Israelis verbietet, selbst wenn es ein Fußballspiel zwischen Kindern ist.

Früher in diesem Jahr wurde Avi Issacharoff, ein anderer israelischer Journalist, beinahe von Palästinensern gelyncht, als er von einem Zusammenstoß zwischen Steinewerfern und israelischen Soldaten bei Ramallah berichtete. Auch er wurde nicht wegen dessen angegriffen, was er schreibt, sondern weil er israelischer Jude ist.

Die beiden Vorfälle beweisen einmal mehr, dass Frieden unmöglich ist, wenn die Palästinenser nicht die Aufhetzung ihres Volks gegen Israel und die Juden stoppen. Ironischerweise unterstützt die Palästinensische Autonomiebehörde, die täglich mit Israel in Kontakt ist, öffentlich antiisraelische Boykott-Kampagnen.

Wenn diejenigen, die die Palästinenser unterstützen, sich nicht länger sicher fühlen können, wenn sie palästinensische Universitäten und Städte besuchen, dann müssen die Palästinenser begreifen, dass Hetze sie dazu bringt ihre engsten Freunde und Verbündeten zu verlieren.

In Memoriam: Dan Vittorio Segre

6. Oktober 2014 um 13:30 | Veröffentlicht in Geistesgrößen, Geschichte, Israel | Hinterlasse einen Kommentar
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Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

DanVSegre

Prof. Dan Vittorio Segre

Schillernde Persönlichkeiten wie Professor Dan Vittorio Segre, der gerade im Alter von 92 Jahren verstarb, können vielleicht nur aus dem italienischen Judentum und in großen Zeitabständen entstehen. Segre wuchs in einem assimilierten und faschistischen italienischen Umfeld auf, floh aber nach Palästina, als in seinem Geburtsland 1938 rassistische Gesetze erlassen wurden. Er schaffte es fast nicht, da er von seinem Vater im Alter von fünf Jahren beinahe aus Versehen erschossen wurde.

Segre marschierte vom Soldat in der Jüdischen Brigade der britische Armee zum Offizier in den frisch gebackenen Israelischen Verteidigungskräften, wurde Botschafter Israels und wegen seiner Kontakte zu einem russischen Diplomaten des Verrats verdächtigt, was später ausgeräumt wurde. Dann wurde er Akademiker in Oxford und Professor für Politikwissenschaften an der Universität Haifa, in Stanford, am Massachussetts Institute of Technology und der Bocconi-Universität in Mailand. Bereits in fortgeschrittenem Alter gründete er die Abteilung für Mittelmeerstudien an der Universität Lugano in der Schweiz, deren erster Direktor er wurde. Er war Jahrzehnte lang Journalist für große französische und italienische Zeitungen wie Le Figaro, Corriere della Sera und Il Giornale. Alles oben Angeführte repräsentiert nur einen sehr unvollständigen Teil seines Lebenslaufs.

Seine dreiteilige Autobiografie deckt nur einen kleinen Teil dessen ab, was er durchlebte. Der erste Teil – Memoirs of a Fortunate Jew (Memoiren eines Juden, der Glück hatte) – wurde in viele Sprachen übersetzt. Er ist auf schöne Weise geschrieben und steckt voller unfassbarer Geschichten. Ein kleines Beispiel illustriert die Weite seiner persönlichen Reise: Im Zweiten Weltkrieg boten die Briten für das Essen ihrer Jüdischen Brigade, der Segre angehörte, kein Schweinefleisch an. Die jüdischen Soldaten streikten deswegen, da ihnen „gleiche Rechte“ verweigert wurden. Sie forderten Bacon zum Frühstück wie für alle anderen und erhielten ihn. Segre wurde später modern-orthodox und blieb es sein gesamtes Leben lang.

Wann immer Segre an einem Freitagabend in unserem Haus am Tisch saß, waren die übrigen Gäste – ob sie ihn seit Jahren kannten oder gerade erst zum ersten Mal trafen – durch das, was er erzählte, erstaunt und fasziniert. Auf gewisse Weise verkörperte er einen Glücksfall in sich. Segre ermöglichte es anderen in der Tat „zufällig“ überraschende Entdeckungen zu machen. Unter vielem anderen gehörte dazu, dass er mir ganz nebenbei erzählte, dass er der letzte Mensch in Palästina gewesen ist, der mit Enzo Sereni sprach, dem Anführer der palästinensischen Juden, die im Zweiten Weltkrieg hinter den deutschen Linien in den Tod sprangen.

Als er in den letzten Jahren unter gesundheitlichen Problemen litt, berichtete er Geschichten über seine Behandlung durch den französischen Wunderdoktor Cohen, der angeblich viele seiner schmerzhalten Symptome linderte. Trotzdem bedauerte Segre, dass er nicht gesund genug wurde, um wieder reiten zu können. Er war seit seiner Kindheit geritten. Man kann sich kaum vorstellen, dass Segre im vorisraelischen Palästina zusammen mit einem weiteren zukünftigen israelischen Botschafter regelmäßig zum Reiten in die britische Armeebasis in Sarafand ging.

Da er so viele Abenteuer erlebte, kann kein Nachruf mehr als einen kleinen Teil davon beinhalten, weshalb es wahrscheinlich am besten ist einige persönliche Erinnerungen zu berichten. Segre erzählte mir, dass ihm, nachdem die Verrats-Vorwürfe ausgeräumt waren, Premierministerin Golda Meir einen diplomatischen Posten seiner Wahl anbot. Er sagte ihr, er wolle den diplomatischen Dienst verlassen. Mit der Hilfe des international angesehenen Philosophen Josef Agassi, der in Israels Unabhängigkeitskrieg unter seinem Kommando gedient hatte, kam er in St. Anthonys College in Oxford unter. Eine der Lektionen, die Agassi Segre ihm beibrachte, war: Bevor er ein Forschungsprojekt begann, sollte er aufschreiben, was immer er glaubte, das als Ergebnis dabei herauskommen würde. Das würde ihm helfen sich darauf zu konzentrieren, was an Forschung getan werden musste, selbst wenn die Ergebnisse am Ende grundlegend von dem abwichen, was er ursprünglich aufgeschrieben hatte. Später, als ich Zweifel bezüglich der Qualität meiner vorzulegenden Dissertation hatte, stellte Segre mich Agassi vor und sagte: „Wenn du auf seine Kritik antworten kannst, kann niemand deine Dissertation auseinandernehmen.“

Segre und ich waren gemeinsam an der Unterstützung eines ambitionierten Projekts beteiligt, das niemals in Gang kam, wenn auch nicht mangels Anstrengung. Jeder von uns hatte unterschiedliche Kontakte im Top-Management von Silvio Berlusconis Geschäftsinteressen. Eines Tages sagte Segre mir, er sei von einem seiner Kontakte informiert worden, dass die italienische Regierung Berlusconi als zu mächtig betrachtete, da er drei italienische Fernsehsender kontrollierte, so viele wie das öffentlich-rechtliche Sendersystem. Die Regierung wollte Berlusconi einen seiner Sender unter dem Vorwand abnehmen, dass diese nichts als Unterhaltung ausstrahlten. Ich schlug vor, dass Segre und ich Interviews mit den besten Hirnen der Welt in verschiedenen Forschungsfeldern führen und dass diese Interviews spät nachts von Berlusconis Fernsehsendern ausgestrahlt werden sollten. Das hätte einen zweifachen Vorteil gehabt. Mit einem derart prestigeträchtigen Programm hätte niemand mehr behaupten können, in den Sendern gebe es nur Unterhaltung. Zusätzlich würde nicht viel Geld aus der Werbung für ein solches Programm in den späten Abendstunden verloren gehen. Unsere Kontakte mochten den Vorschlag sehr und arrangierten für uns beide ein Treffen mit Berlusconi. Einen Tag vor dem Termin kam die Polizei, um Berlusconi in Ermittlungen zu bedeutenden Korruptionsvorwürfen zu befragen. Unser Treffen wurde abgesagt. Berlusconi entschied sich in die Politik zu gehen, was ihn vor den Beamten des Justizministeriums schützte. Es war sowohl der Anfang von Berlusconis Weg ins Amt des Premierministers Italiens und das Ende unseres Projekts, das umzusetzen extrem interessant gewesen wäre.

1994 interviewte ich Segre für mein Buch Israels New Future über die Post-Oslo-Vereinbarungen. Liest man den Text zwanzig Jahre später wieder, dann zeigt er seine außergewöhnlichen Einblicke. Ein Absatz soll zitiert werden: „Europa scheint einige Aspekte seiner Shylock-Politik nicht aufgegeben zu haben. Es fordert von Israel ein Pfund Fleisch an territorialen Zugeständnissen ohne den Schaden zu berücksichtigen, den das dem gesamten Körper zufügt, was die Verteidigungsfähigkeit Israels betrifft. Nach der jugoslawischen Erfahrung auf einseitigen Zugeständnissen zu bestehen, sollte komisch wirken, wäre es nicht so tragisch.“

In seinen späten Lebensjahren machte Segre so weiter, als hätte er keine gesundheitlichen Probleme. Er verbrachte viel Zeit in seiner neuen Wohnung in Jerusalem. Er brachte eine ausgezeichnete italienische Köchin mit, die ihre großartigen Fähigkeiten bis dahin am Fließband der Autofirma Fiat in Turin verschwendet hatte. Auf seinem Balkon unterhielt Segre seine Freunde mit gutem Essen und Geschichten, als sei er Jahrzehnte jünger.

Trotz all seiner Erfahrungen blieb Segre ein bescheidener Mann. Er sah sich nicht als einen sonderlich guten Akademiker, obwohl einige der Universitäten, an denen er lehrte, zu den renommiertesten der Welt gehören.

Ein Nachruf kann nicht mehr als einen flüchtigen Blick in das faszinierende Leben einer solch einzigartigen Persönlichkeit wie Segre werfen. Möge die Erinnerung an ihn gesegnet sein.

Dr. Manfred Gerstenfelds kommendes Buch „The War of a Million Cuts“ analysiert, wie Israel und die Juden delegitimiert werden und wie man dagegen kämpfen kann.
Er war von 2000 bis 2012 Vorsitzender des Jerusalem Center of Public Affairs.

Knallchargen

5. Oktober 2014 um 7:34 | Veröffentlicht in Geistesgrößen | Hinterlasse einen Kommentar

John Kerry, US-Außenminister – der schimpfte, dass zwar die USA, aber sonst niemand hilft die entführten nigerianischen Schulmädchen zu suchen; nicht einmal Hilfe hätten angeboten sie. Obwohl Israel, Großbritannien und Frankreich längst sehr aktiv mitmachen, China Hilfe angeboten hat.

RTL aktuell – Nachrichten von 18.45 Uhr am Samstag, 07.06.14: Der US-Soldat „Bergdahl war im Tausch gegen 5 angebliche Terroristen freigelassen worden.“ Angeblich? Die Typen (Taliban) haben inzwischen damit angegeben, dass sie wieder Terror ausüben werden!

Shimon Peres, Noch-Präsident – nachdem er neulich erst Mahmud Abbas erneut zum vorbildlichen Friedenspartner erklärte, dem man vertrauen könne (Hauptargument: „glaubt mir“), ließ er jetzt wissen, man könne Präsident Obama in Sachen Iran vertrauen. Der scheue keine Mühen, um Israels Sicherheitsinteressen zu schützen. Seniler Volltrottel!

Jürgen Trittin, Bündnis90/Die Grünen, Mitglied des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag – Auftritt im ZDF moma (Morgenmagazin): Er greift ausschließlich Israel an; die Moderatorin hält ihm Israels Begründungen vor und der Herr Ex-Minister fordert, dass „wir nicht in die detektivische Kleinarbeit gehen“. Und dann holt er aus: Das eigentliche Problem ist, dass es ein Ende der Blockade, der Besatzung geben muss. (Israel habe das 2012 unterschrieben, das war Teil der Waffenstillstandsvereinbarung?????) Die Moderatorin fragt ihn nach Forderungen der Hamas für die Fortsetzung des Waffenstillstands – und der Typ schwafelt von einer Friedensvereinbarung! Der redet doch am Problem und an der Aktualität Planetensysteme weit vorbei! Dann der nächste Supergedanke: Es gibt zwischen Westjordanland keine Tunnel und von dort keine Raketenangriffe, weil die Grenzen nicht so dicht sind, sondern es Übergänge gibt, die auch die Araber passieren können. Wo lebt der? Was raucht der? Die Hamas gehört zur Regierung, diese Regierung hat alle Bedingungen erfüllt. WO DENN DAS?????????
(Paul Nellen nimmt die Knalltüte etwas besser auseinander.)

Wenn der Mann etwas kann, dann Pfandregelungen. Wie wäre es, wenn er sich zur Hamas begibt und das hier regelt:

Trittin-Raketenpfand

Richard C. Schneider, ARD – im ARD-Mittagsmagazin vom 14.08.14 ließ er aus Tel Aviv wissen: „Die Hamas steht mit dem Rücken zur Wand, da können sie nur Forderungen stellen.“ Logisch? Journalisten-Logik? Oder was? Ich habe immer gedacht, wer mit dem Rücken zur Wand steht, KANN KEINE Forderungen mehr stellen, sondern müsste betteln, da wieder rausgelassen zu werden.

Börge Brende, Außenminister (Norwegen) – weil der Gazastreifen jetzt schon zum dritten Mal innerhalb weniger Jahre wieder aufgebaut werden muss, soll Israel endlich die Blockade aufheben, weil diese nicht die Sicherheit Israels bringt. Geht’s noch?

The Telegraph, Großbritannien – Langeweile, nicht der Islam motivieren motiviert die westlichen Konvertiten des Islamischen Staats. Klar doch…

Dalai Lama – der tibetische Bhuddisten-Führer befindet, dass die muslimischen Terroristen den Jihad völlig falsch verstehen. Heiliger Krieg bekämpfe destruktive innere Emotionen. Wer etwas anderes sage, missbrauche und missinterpretiere das Konzept des Jihad. Der Mann hat keine Ahnung, wovon er redet!

Barack Hussein Obama, Präsident – „Die Vereinigten Staaten sind nicht und werden nie im Krieg mit dem Islam liegen. Der Islam lehrt Frieden.“ Mit der Wirklichkeit hat das nun überhaupt nichts mehr zu tun. Da passt es, dass er einen muslimischen Kleriker pries, der eine Fatwa zur Tötung von US-Soldaten unterstützt.

Frank-Walter Steinmeier – man sei einer Lösung [des Atomstreits mit dem Iran] in den letzten zehn Jahren nie näher gewesen, lässt er wissen. Und ist ganz stolz darauf. Na ja, in gewisser Weise hat er wohl recht: Da die Iraner unbedeutende Zugeständnisse gemacht haben, ist man, wenn man die Entfernung vorher auf 10.000km ansetze, jetzt nur noch 9.999,999km davon entfernt. Ein Riesenfortschritt!

Jetzt kriegen wir schon Propaganda aus dem All

4. Oktober 2014 um 12:47 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Geistesgrößen, Medien+Nahost | 3 Kommentare
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Thomas Wictor, 24. Juli 2014 (Übersetzung: Yvaine de Winter)

Wann immer Israel in einen Krieg gezwungen wird, erwacht eine gut geölte Maschinerie zum Leben. Dies wurde mir erstmals 1982 bewusst, als die Israelis in den Libanon einfielen, nachdem die Abu Nidal Organization den israelischen Botschafter im Vereinigten Königreich zu ermorden versuchte. Obgleich die Libanesen sich zu jenem Zeitpunkt bereits sieben Jahre lang gegenseitig abgeschlachtet hatten und weitere acht Jahre damit weitermachen sollten, waren es Israels Handlungen, die plötzlich alle Welt wütend machten. Trotz Anschuldigungen, die Juden würden die Medien kontrollieren, wird Israel aus irgendeinem Grund niemals akkurat dargestellt. Und jetzt kriegen wir schon Propaganda aus dem All.

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst tweetete ein Bild von der International Space Station (ISS). Er schrieb darunter: „Mein bisher traurigstes Foto“. Es zeigt Israel und den Gazastreifen bei Nacht.

Gerst behauptete auch:

Von der #ISS können wir tatsächlich auch Explosionen und Raketen über #Gaza und #Israel sehen.

Nein, kann man nicht. Hier ein Video von Hamas-Raketen, die von Israels Eiserner Kuppel abgefangen werden.

Sie sind kaum sichtbar für die Leute direkt darunter.

Sowohl die Hamas-Raketen als auch die israelischen Tamir-Abfanggeschosse sind zirka zehn Fuß (drei Meter) lang. Das kann man nicht aus der Erdumlaufbahn sehen. Diese Explosionen sind nur vierzig bis sechzig Fuß (zwölf bis achtzehn Meter) im Durchmesser, vom Orbit aus unsichtbar.

Hier ist Gersts Foto mit Beschriftungen von Yahoo.

Nein, das sind weder Explosionen noch Leuchtfeuer. Sie sind ein Drittel so groß wie Gaza City. Die Israelis beschießen die Palästinenser nicht mit Nuklearwaffen. Warum hat niemand einen Maßstab auf das Foto gezeichnet? Könnte es sein, dass man euch absichtlich in die Irre leiten wollte, jedes dieser Lichter sei eine Explosion? Es kostete mich fünf Minuten, meinen eigenen Maßstab zu ergänzen. Die rote Linie am linken Bildrand ist grob 10 Meilen (16,1 km) lang. Tel Aviv ist 43,4 Meilen (70 km) von Gaza City entfernt, also könnt ihr sehen, dass mein Maßstab stimmt.

Daher sind das keine Leuchtfeuer oder Explosionen. Wären es welche, so wären sie über eine Meile (1,6 km) im Durchmesser.

Google Images ist euer Freund. Sucht nach „cities from space“ und ihr habt alles, was ihr braucht, um dieses neuerliche Durcheinander zu widerlegen.

Seht euch diese kriegszerrissene Kommune an, übersät mit Leuchtfeuern und Explosionen.

Das ist Neu-Delhi, Indien. Niemand bombardiert es. Gibt es überhaupt einen Unterschied zwischen diesem Foto und den Fotos von Gaza? Was ist mit diesem Bild hier?

ARMAGEDDON! Der ganze Kontinent steht in Flammen!

Nein, es ist die Iberische Halbinsel. Spanien und Portugal. Kein Krieg, keine Raketen, keine Geschosse, kein Massensterben. Was geschieht, ist, dass sie Freudenfeste veranstalten auf eine Art, die nur die Spanier und Portugiesen draufhaben.

Hier ist Lüttich, Belgien.

Nichts passiert dort. Niemals. Sie sitzen nur herum und essen Waffeln, aber aus der Erdumlaufbahn sieht ihre Stadt trotzdem wie ein Kriegsgebiet aus.

Natürlich stimmt das nur, wenn man keine Ahnung hat, wovon man spricht!

Einmal mehr wollen die Leute die Dinge schlimmer machen, als sie sind, und der einzig mögliche Grund ist, dass Israel involviert ist. Und was ist an Israel, dass die Leute so hasserfüllt darauf reagieren?

Am 21. Juli postete ich bedeutungsloses Gequassel. Es beinhaltete auch etwas Korrespondenz mit einer Frau, die unter dem Namen Life-loving Zo tweetet.

Sie war nicht sonderlich liebenswürdig, da sie Juden als „Großnasen“ bezeichnete. Tagelang tweetete sie mich an und nannte mich alt, hässlich, schmutzig, dumm – der übliche Diskussionsstil des antiisraelischen Mobs. Also habe ich aus Spaß Gebrauch von meinen Talenten in der Fotobearbeitung gemacht und ein recht anständiges Portrait von ihr geschaffen:

„Ich habe gerade ein Posting über dich veröffentlicht!“ tweetete ich ihr und nannte den Link.

Und was kam dann?

Sie löschte sofort ihren Twitter-Account. Seht ihr? So agiert man mit diesen Leuten. Stelle sie bloß, und sie fliehen wie Kakerlaken vor dem Licht.

All die Furcht vor dem palästinensisch-israelischen Konflikt basiert auf einem einzigen Thema: Juden. Es ist nicht inhärent antisemitisch, gegen Israels Handlungen zu sein, aber aus irgendeinem seltsamen Grund scheint es, dass jeder, der gegen Israels Handlungen ist, auch Juden hasst. Welch seltsamer Zufall!

Vor Jahren sah ich mir eine Sendung namens No Reservations im Travel Channel an, moderiert vom Koch und Charmeur Anthony Bourdain.

Bourdain bereiste die Welt, betrank sich, aß und fluchte. Er filmte „Beirut“, Episode 14 aus Staffel 2, als der zweite Libanonkrieg (12. juli bis 14. august 2006) begann.

Für jenen Krieg war total die Terrororganisation Hisbollah verantwortlich, die israelische Soldaten entführen wollte. Am 12. Juli 2006 schoss die Hisbollah als Ablenkung Raketen auf mehrere israelische Städte. Während die Israelis abgelenkt waren, griff die Hisbollah zwei Humvees mit einer Panzerabwehrrakete an. Die Humvees waren natürlich in Israel, also war dies eine unprovozierte Attacke auf eine souveräne Nation. Drei israelische Soldaten wurden getötet, und zwei weitere wurden entführt und in den Libanon verschleppt.

Die Israelis antworteten mit einer ausgewachsenen Invasion. Sie jagten die Infrastruktur des Libanon zur Hölle und töteten über 500 Hisbollah-Kämpfer. Während der Kriegshandlungen starben auch 1191 libanesische Zivilisten.

Nun, und hier ein Zitat, was Hassan Nasrallah (der Führer der Hisbollah) nach dem Krieg sagte.

Wir hätten nicht geglaubt, nicht mal zu einem Prozent, dass die Entführung zu dieser Zeit zu einem Krieg mit solchen Ausmaßen führen könnte. Sie fragen mich, wenn ich am 11. Juli gewusst hätte, dass die Operation zu einem solchen Krieg führen würde, hätte ich es dann getan? Ich sage nein, absolut nicht.

Gut. Da haben wir es aus erster Hand. Massive Gegenschläge wirken. Das ist das einzige, was Terroristen respektieren. Die Hisbollah hat seit 2006 nicht mehr viel gegen Israel gemacht.

Seither haben die Israelis ihr Militär komplett neu trainiert, neue Waffen und Technologien entwickelt und Luftschutzbunker für ihre gesamte Bevölkerung gebaut. Die IDF hat heute etwa zehnmal die Fähigkeiten, die sie 2006 hatten. Indem es so schwer bewaffnet ist, rettet Israel Leben. Hamas zerrt noch immer am Tigerschwanz, aber vielleicht haben die Palästinenser nach diesem Krieg genug.

Am Ende von No Reservations Episode 14, Staffel 2, gab Anthony Bourdain ein äußerst beleidigendes und gleichzeitig idiotisches Statement von sich. Ich erinnere mich nicht präzise an die Worte, also muss ich es umschreiben.

Dieser Krieg hat mich dazu gebracht, meinen Glauben an die Menschheit endgültig aufzugeben.

Wirklich? Im zweiten Libanonkrieg betrugen die Opferzahlen 1191. Hier sind nur EINIGE der Konflikte, während derer Anthony Bourdain am Leben war, mit der Zahl der Opfer.

Vietnamkrieg (1,7 Millionen)

Äthiopische Bürgerkriege (2 Millionen)

Biafra-Krieg (1 Million)

Befreiungskrieg in Bangladesch (1,3 Millionen)

Die Unterwerfung Kambodschas durch die Roten Khmer (1,6 Millionen)

Bürgerkrieg in Mosambik (1 Million)

Angolanischer Bürgerkrieg (500.000)

Sowjetbesatzung Afghanistans (1,8 Millionen)

Iran-Irak-Krieg (1 Million)

Jugoslawienkrieg (140.000)

1994er Genozid in Ruanda (1 Million)

Bürgerkrieg im Sudan (1,9 Millionen)

Kriege in Somalia (500.000)

Kriege im Kongo (3,8 Millionen)

Aus irgendeinem Grund kratzten all diese Millionen nicht an Bourdains Glauben an der Menschheit, aber der zweite Libanonkrieg ließ ihn diesen Glauben verlieren. Was könnte der Grund sein?

Der Grund beginnt mit „J“, endet mit „N“ und hat „U“, „D“ und „E“ in der Mitte. Wenn „diese Leute“ sich verteidigen dürfen, dann verliert man den Glauben an die Menschheit, nicht wahr?

Und für den Astronauten Alexander Gerst gibt es hier ein viel traurigeres Foto als das, was er getweetet hat:

Rechts ist Südkorea. Die schwarze Masse mit dem hellen Fleck ist Nordkorea. Der Fleck ist Pyöngyang, wo Diktator Kim Jong-Un in seinen Palästen lebt. Er besitzt wenigstens dreiunddreißig wie diesen hier.

Es gibt tatsächliche, echte, nazimäßige Todeslager in Nordkorea. Wenn die Bürger nicht von ihrem schweineartigen Diktator – möge er bald an Herzkrankheiten, Krebs und Diabetes sterben – ausgehungert werden, werden sie ermordet. Eine bevorzugte „Exekutionsart“ ist, den Mund des Opfers mit Steinen zu füllen, ihn zuzukleben und dann mit einem Gewehrkolben zu schlagen, was die Zähne und Knochen des Opfers bricht, bevor es in seinem (oder ihrem) eigenen Blut ersäuft.

Und doch geht es euch nur um Israel. Ihr braucht psychiatrische Hilfe.

Alles Semiten – nur nicht die Juden?

26. September 2014 um 14:15 | Veröffentlicht in Geistesgrößen | 3 Kommentare
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Zum Eintrag „Richtigstellung“ gab es einen interessanten Kommentar meiner Stalkerin (unverändert kopiert):

Danke für das Finden der Semiten-Übersicht, daß es fast 1,8 Milliarden Semiten gibt, war mir nicht gegenwärtig.
Die Aussage “6 millionen jüdische Semiten sind keine BEdrohung für 1,7 Milliarden vorw. arabischer und anderer Semiten sind keine Bedrohung” ist dazu umwerfend deutlich!

Nun ist im Bild von Semiten mitnichten die Rede. Aber das entlarvt die Vollpfosten, die unter Ignorieren von Fakten einfach ihren Judenhass in die Gegend kotzen.

Was soll uns dieser Kommentar sagen? Muslime sind automatisch Semiten? Anscheinend ja. Denn wenn sie aus 1,7 Milliarden Muslimen 1,7 Milliarden Semiten macht, dann heißt das, dass Muslime automatisch auch Semiten sind.

Das bedeutet aber auch, dass Leute wie Pierre Vogel, Patrick Illi (der sich inzwischen einen muslimischen Vornamen zugelegt hat) oder auch Louis Farrakhan (von der „Nation of Islam“ in den USA) Semiten sind. Da man seine „Rasse“ (für die die Stalkerin das Semitische offensichtlich hält) nicht verändern kann, sind damit aber auch indigene Deutsche, indigene Schweizer und Afroamerikaner automatisch Semiten.

Das geht natürlich nur, weil Leute wie die Stalkerin zu blöde sind zu begreifen, dass „Semitisch“ eine Sprachgruppe ist und keine Ethnie (oder „Rasse“). Und so erheben sie dann ja auch das Muslimsein bzw. den Islam zu einer Rasse, wenn sie Islamkritiker zu Rassisten erklären. Alles Rasse, die Keule muss her – und bemerken in ihrer Verblödung genauso wenig, dass sie es sind, die ihre Keule schwingen, während sie anderen eine solche unterstellen.

Manchmal frage ich mich, wie es kommt, dass solche Typen über – inzwischen – Monate hinweg immer weiter bei mir kommentieren, obwohl sie wissen, dass ihre Kommentare nicht freigeschaltet werden. (Oder sind sie auch dazu zu blöde, das zu erkennen?) Es muss sie irgendwie eine Befriedigung schaffen da zu lesen, wo sie a) (faktenfrei und unbelehrbar) völlig anderer Meinung sind und sie b) ohnehin nicht veröffentlicht werden. Aber wieso? Egal. Sie sorgen dafür, dass ich mich herrlich amüsiere und mich über sie lustig machen kann. Und sie beweisen immer und immer wieder, wie verblendet, ignorant und teilweise dumm sie doch sind. Danke, ihr Vollpfosten.

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