Ein Argument – wofür?

16. Mai 2013 um 15:58 | Veröffentlicht in Geistesgrößen, Geschichte | 2 Kommentare
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Heute erreichte mich eine Nachricht über das Formular meiner „Über“-Seite. Interessant, was will der Schreiber „orlando5003“ (mit gmx) (nennt sich „MrSmootch“) sagen?

Wer in andere Länder einfällt und die dort lebenden Menschen einfach abschiebt in Lager, braucht sich doch nicht wundern, das der Krieg kein Ende findet.

Das wissen wir. Seit die Araber 1948 auch mit regulären Truppen in Israel einfielen, gibt es Lager, in die sie die Araber aus dem Mandatsgebiet abgeschoben haben, die ihren Aufrufen zur Flucht folgten. Und sie erziehen sie zu dummem Kanonenfutter, damit der Krieg auf ewig weiter geht.

Aber meint „MrSmootch“ das? Die Araber wundern sich ja nicht, dass der Krieg kein Ende findet, sie betreiben das ja mit allen Mitteln.

Mister Schmock meint offenichtlich, dass Israel sich nicht wundern, weil die Juden seiner Meinung nach in die Nachbarländer einfallen. Das werde ich mir merken. Ich stelle mich demnächst in den Garten und bewerfe die Nachbarn ein Haus weiter mit Jauche und Steinen; vielleicht schieße ich auch ein wenig – zumindest die Katze tot oder so. Und wenn der dann von Polizei und Justiz abgebügelt wird und irgendwann bei mir vor der Tür steht, komme ich mit Schmockchens „Argument“, dass der nicht bei mir einfallen solle, wenn er nicht wolle, dass der Krieg ewig weiter geht. Mit dem Schmeißen und Schießen höre ich natürlich nicht auf. Ich stifte lieber auch weitere Nachbarn an oder Jugendliche, die ein wenig Spaß haben wollen.

Noch besser: Ich mache das bei Schmocki selbst. Mal sehen, was der dann sagt.

Inzwischen wundern sich in Israel nur noch die ewig Gestrigen von links draußen. Der Rest ist heute nicht weiter interessiert daran, den Terroristen noch irgendetwas in den Rachen zu werfen. Da kann Schmockchen sich auf den Kopf stellen und die Fakten verdrehen, so viel er will.

Der Israelboykott

10. Mai 2013 um 16:27 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Geistesgrößen | 10 Kommentare
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Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 8. Mai 2013 (direkt vom Autor)

Seit seiner Gründung 1948 wird Israel boykottiert. Der gelähmte Professor Stephen Hawking ist der neueste prominente Befürworter eines Boykotts Israels. Früher hatte die Arabische Liga in Damaskus ein Büro, das über die Geschäftsbeziehungen internationaler Firmen wachte und sie auf eine schwarze Liste setzte, sowie herauskam, dass sie mit Israel Geschäfte machten. Coca Cola gab es im kleinen Israel, während Pepsi Cola die arabische Welt erobern konnte. Außer Lufthansa mieden deutsche Firmen Israel oder firmierten unter falschem Namen. VW war Champion. Mit den Osloer Verträgen und der Anerkennung der PLO hat sich das gelockert. Der Vatikan anerkannte nun den jüdischen Staat und Siemens eröffnete eine Filiale in Israel. Aber wer sich in Deutschland einen Rasierapparat von Phillips gekauft hat, konnte im beigelegten Garantieschein eine Service-Adresse im tiefsten Dschungel in Afrika finden, nicht aber in Israel.

Die arabischen Sanktionen hatten letztlich einen gegenteiligen Effekt. Die Israelis entwickelten großen Erfindungsreichtum. Entweder produzierten sie selber, was ihnen die Araber vorenthalten wollten, vom besten Panzer der Welt bis hin zu Drohnen und sogar einem Kampfflugzeug, dem Kfir. Oder sie fanden heimliche Wege, Produkte nach Israel zu schmuggeln.

Israel Erfolgsindustrie, der Hightech-Bereich, ist eine Fortsetzung ihres Überlebenskampfes, unterzugehen oder aber das Rad neu zu erfinden.

Die Palästinenser hatten sich mit einer zweiten mörderischen Intifada seit Herbst 2000 mit Tausenden eigenen Toten selber in den Ruin manövriert, nur um Israel mit Selbstmordattentätern und Terror in den Abgrund zu treiben. Seitdem beklagen sie sich über israelische Schutzmaßnahmen wie Straßensperren, Mauern und Massenverhaftungen. Obgleich bis heute täglich Palästinenser mit Rohrbomben oder Messern an den Sperren abgefangen werden und regelmäßig von Gaza aus mit Mörsergranaten und Raketen beschossen wird, hat sich der Krieg gegen Israel zunehmend auf „gewaltlosen“ Widerstand verlagert: Hetze, Delegitimierung, Aberkennung des Existenzrechts und Boykottaufrufe.

Der Boykott gilt vermeintlich nur Produkten aus den „illegalen“ Siedlungen, erinnert aber immer häufiger an den alten Spruch: „Kauft nicht bei Juden“. Jüdische Läden in Frankreich oder Italien wurden attackiert. Die neueste Masche ist der Versuch, akademische Kontakte, Auftritte von Künstlern in Israel, Vorträge von Israelis und Benefizkonzerte zugunsten israelischer Wohltätigkeitsvereine zu stören, oder mit Gewaltandrohung gegen Saalvermieter zu unterbinden.

Im Rahmen der Meinungsfreiheit ist das natürlich alles legitim. Europäische Befürworter dieser Politik, jetzt auch Stephen Hawking, müssen sich allerdings fragen, ob sie gleiche Maßstäbe bei China wegen Tibet, bei Marokko wegen der Sahara, bei Syrien, Sudan, Eritrea, Kongo oder der Türkei auf Zypern und anderen Ländern wegen „illegaler Besatzung“ oder Menschenrechtsverletzungen ansetzen. Wenn dieser Boykott gegen Israel legitim ist, wegen seiner Regierungspolitik, trotz demokratischer Wahl, könnte doch die israelische Regierung genauso auf die Idee kommen, die palästinensischen Gebiete zu boykottieren, weil ihr deren „Regierungspolitik“ nicht genehm ist. Israel würde es Argumenten nicht mangeln, vom Raketenbeschuss aus Gaza bis hin zu Hetze und Verherrlichung von Massenmördern bei der Autonomiebehörde.

Ein entsprechender israelischer Boykott würde aber bedeuten, dass es im Gazastreifen weder Strom noch Trinkwasser gäbe, oder Mehl und andere Grundnahrungsmittel, die von Israel angeliefert werden. Präsident Abbas könnte nicht mehr nach China reisen und Millionen Palästinensern wäre die Bewegungsfreiheit in alle Richtungen versperrt. Die palästinensische Wirtschaft würde zusammenbrechen, wenn Palästinenser weder in Siedlungen noch in Israel ihrer Arbeit nachgehen oder nach Israel ihre Produkte verkaufen könnten.

Stephen Hawking berührte einen gefährlichen Punkt, indem er akademischen Austausch von „Regierungspolitik“ abhängig gemacht hat und den Boykott der Palästinenser unterstützt. Gleichgültig was man von der vor kurzem demokratisch gewählten israelischen Regierung und ihrer Politik hält, ist ein genereller Boykott Israels, wie ihn Hawking jetzt unterstützt, kein Mittel, Frieden, Dialog oder eine „Lösung“ der ausstehenden Probleme zu erreichen. Es ist ein zweischneidiges Schwert, falls die Israelis auf die Idee kämen, mit gleichen Mitteln zurück zu schlagen.

Knallchargen

27. April 2013 um 9:17 | Veröffentlicht in Geistesgrößen | Hinterlasse einen Kommentar

Ron Huldai, Bürgermeister von Tel Aviv – beim Marathon in seiner Stadt am 15.03.2013 starben infolge des Wetters (36°C glühende Hitze) ein Teilnehmer, mindestens 12 weitere sind schwer verletzt, 20 mussten ins Krankenhaus. Erfahrene Läufer sagen, dass es viel zu heiß war, um diesen Lauf stattfinden zu lassen. Aber Huldai ist der Meinung, der Marathon hätte stattfinden müssen – ihn zu verschieben wäre nicht gegangen, weil Obama nächste Woche zu Besuch ist und der Lauf dann hätte komplett ausfallen müssen. Überhaupt sei bisher noch kein Marathon ohne Verletzte zu Ende gegangen. (Ich nenne das menschenverachtend.)
Das Gesundheitsministerium wies darauf hin, dass es empfahl den Lauf zu verschieben, dass aber empfohlene Sicherheitsmaßnahmen nicht umgesetzt wurden – die Stadtverwaltung hat sie schlicht ignoriert. So viel zu der Behauptung Huldais, man habe sich eng mit dem Ministerium abgestimmt!

Der SPD-Ortsverein Stuhr und Landkreis Diepholz – zum Fall des totgeprügelten Daniel S. haben sie dort zu sagen: „Es spiele aber keine Rolle, welcher Herkunft Opfer oder Täter seien. Zwei Menschen haben individuell gehandelt, und eine rassistisch oder ausländerfeindlich motivierte Betrachtung der Vorkommnisse verbiete sich von selbst.“ Natürlich: Wenn 5 Türken ihre türkische Verwandtschaft und türkische Freunde zum Deutschen-Klatschen zusammentrommeln, dann hat das nichts damit zu tun, welcher Herkunft die Türken sind. Versteht sich von selbst. (Das ist eigentlich schon nicht mehr Knallcharge, das ist eigentlich schon Hetze.)

Torsten Krauel, DIE WELT – die Erklärung des Kriegszustands und der Drohung eines Atomkriegs aus Pjöngyang – sind in Wahrheit ein Friedensangebot, eine Nichtangriffserklärung der Nordkoreaner! Der Blödschkopp „analysiert“ das wie einen westlichen Staat mit dessen Macht- und Kommandostrukturen. Das trifft ja alles auf Nordkorea ganz genauso zu. Unglaublich.

Die US Army – gläubige Juden und Christen (z.B. Katholiken und Evanglikale) sind religiöse Extremisten. Islamophobie ist eine Form religiösen Extremismus. An der Spitze der Liste stehen die evangelikalen Christen; außerdem Katholizismus, Al-Qaida, Hamas, der Ku-Klux-Klan, sunnitische Muslime, die Nation of Islam. Die US Army sagt also im Prinzip, dass Mutter Theresa genauso ist wie Yussuf al-Qaradawi. Juden und Evangelikale ziehen mordend durch die Lande. Und dann wird wohl der Papst demnächst auf einem Fahndungsfoto erscheinen.

YouTube spinnt mal wieder – d.h. deren Regelhüter: Palestinian Media Watch (PMW) dokumentiert die Hetze, Propaganda, Gehirnwäsche und Verleumdungen durch Medien der PA und der Hamas. Jetzt hat YouTube PMWs Konto gesperrt – wegen Verbreitung von Hass. Nicht zum ersten Mal. Merke: Dokumentation dessen, was andere an Üblem tun, wird dir als übel unterstellt und geprügelt wird nicht der, der das Üble tut, sonder der, der es dokumentiert.

DIE ZEIT und ihr Schreiberling Gero von Randow – völlige Unterwerfung als Dhimmis statt freie Meinungsäußerung. Diese Zeitschrift ist nicht liberal, sie ist ein Kriecherblatt, das vor gewalttätigen Muslimen kuscht.

John Kerry, US-Außenministerdieser Irre hatte doch tatsächlich den Nerv die türkischen „Opfer“ des Murmelschiffs mit den Opfern des Anschlags auf den Boston-Marathon gleichzusetzen; bzw. die israelischen Soldaten, die das Schiff enterten, mit den beiden Terroristen, die die Bomben in Boston zündeten! Was für ein Astloch!

Jüdische Welt empört über Kerrys Vergleiche

26. April 2013 um 21:17 | Veröffentlicht in Geistesgrößen, USA | Hinterlasse einen Kommentar
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Ulrich Sahm (direkt vom Autor)

US Außenminister John Kerry hat in Istanbul sein „Mitgefühl für die Opfer von Gewalt auf der Mavi Marmara“ ausgesprochen und die trauernden Angehörigen mit den Opfern des Terroranschlags bei dem Marathon in Boston gleichgestellt.

Dieser Vergleich hat in jüdischen Medien weltweit und in Israel erhebliche Empörung ausgelöst.

Im Jahr 2010 hatten „Friedensaktivisten“ der als „Terrororganisation“ eingestuften Organisation IHH mit dem türkischen Schiff Mavi Marmara versucht, die israelische Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen. Ein israelisches Kommando wurde beim Entern des Schiffes von den mit Äxten, Vorschlaghämmern und Messern bewaffneten „Friedensaktivisten“ attackiert. Neun türkische Aktivisten wurden getötet und mehrere israelische Soldaten teilweise schwer verletzt.

Kerrys „tiefe Gefühle, wenn Gewalt passiert“, also der Vergleich der getöteten Zuschauer beim Marathon in Boston mit gewalttätigen Türken auf der Mavi Marmara veranlasste die israelische Abgeordnete Ajelet Shaked zu dem zynischen Vorschlag, Kerry möge nach Tschtschenien fliegen und sich für den Tod von einem der Bombenleger in Boston entschuldigen. Kerry habe „Täter und Opfer verwechselt“. Der linksgerichtete Abgeordnete Nachman Schai warf Kerry vor, die Wirklichkeit verdreht, schwarz in weiß und weiß in schwarz gewandelt zu haben. In Boston hätten Terroristen Zivilisten getötet, auf der Mavi Marmara seien Terroristen getötet worden.

Weil Kerry kurz nach seinen umstrittenen Sprüchen bei einer Pressekonferenz in Istanbul zu einem offiziellen Besuch nach Israel gereist ist, verweigerten offizielle Israelis, darunter der Premierminister, die Justizministerin und andere Amtsinhaber jeden Kommentar dazu. Offizielle Sprecher meinten, dass Kerry „missverstanden“ worden sei. Kerry habe in Wirklichkeit nur „Empathie mit dem türkischen Volk auf nationaler Ebene“ ausdrücken wollen. Die Sprecher warfen der Presse vor, willkürlich Kerrys Äußerung verdreht zu haben.

Der neue stellvertretende Verteidigungsminister Danny Danon, früher ein scharfer Kritiker der Obama-Regierung, sagte vorsichtig: „Eine moralische Gleichsetzung ist niemals hilfreich, wenn man Terroristen mit ihren Opfer gleichstellt.“

„Israel Hayom“, eine dem israelischen Premierminister nahestehende Zeitung, titelte: „Kerry vergleicht israelisches Militär mit Terroristen“.

Der Jüdische Nachrichtendienst JNS aus den USA zitierte einen Sprecher des State Departement, wonach Kerry nicht die beiden Ereignisse verglichen habe. Kerry habe nur vom „Schmerz infolge von Gewalt“ gesprochen.

Die amerikanische Zeitung „The Jewish Press“ bezeichnete die Äußerung Kerrys eine „Schande“ und forderte ihn auf, sich bei Israel und den israelischen Soldaten zu entschuldigen. Matt Brooks, Leiter der republikanischen Jüdischen Koalition forderte von Kerry, seine Äußerung umgehend zurückzunehmen.

Republican Jewish Coalition Executive Director Matt Brooks said in a statement, “Secretary Kerry should retract these remarks as soon as possible. It’s unconscionable to compare the loss of life resulting from an act of self-defense to the results of cold-blooded, premeditated murder by terrorists.”

A State Department official, however, said in a statement provided to JNS.org, “In light of the recent events in his hometown of Boston, Secretary Kerry was expressing his own personal connection to the impact of tragedy on a community and was not comparing the two events—only the pain caused by violence. He has long said that both Prime Minister Erdogan and Prime Minister Netanyahu deserve a great of deal credit and he welcomes the restoration of positive relations.”

(C) Ulrich W. Sahm

http://www.jpost.com/Diplomacy-and-Politics/Kerry-compares-Boston-and-Mavi-Marmara-victims-310710
http://www.jns.org/news-briefs/2013/4/22/kerry-criticized-for-juxtaposing-victims-of-boston-marathon-explosions-and-mavi-marmara-deaths
http://www.jewishpress.com/blogs/a-soldiers-mother/for-shame-kerry-compares-boston-bombing-victims-to-turkish-jihadis/2013/04/22/
http://www.israeltoday.co.il/NewsItem/tabid/178/nid/23805/Default.aspx?hp=readmore

Wie Jimmy Carter zur Dämonisierung Israels ermutigt

15. April 2013 um 14:49 | Veröffentlicht in Geistesgrößen | Hinterlasse einen Kommentar
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Manfred Gerstenfeld interviewt Alex Safian (direkt vom Autor)

Vorbemerkung heplev: Ich habe 2007 einen Vortrag des langjährigen Leiters des Carter Centers und Carter-Vertrauten Kenneth W. Stein erlebt. Der Mann war wegen Carters Lügenbuch “Palestine: Peace Not Apartheid” von seinem Posten zurückgetreten und beschrieb den Irren in allen Einzelheiten: seine Lügen, seine Halsstarrigkeit, wenn man ihn auf Unwahrheiten hinwies und sein stures Beharren auf den eigenen – verlogenen, unwahren und verleumderischen – Darstellungen der Geschichte. Da er das schon länger erlebte, fragte man sich, wieso er sich erst 2006 von Carter trennte. Fazit: Was Alex Safian beschreibt, ist fast noch zurückhaltend.

Der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter hat eindeutig ein Problem mit Israel und sogar mit den Juden. Seine Sympathien liegen fast immer bei den Feinden Israels und denen der Juden. Viele seiner abwegigen Äußerungen im Verlauf der Jahre zielten gegen Israel.

Die Art, wie Carter vorgeht, ist am besten in seinem Buch „Palestine: Peace Not Apartheid“ (Palästina: Frieden, nicht Apartheid) erkennbar, das 2006 erstmals veröffentlicht wurde. Er behauptet weiterhin, dass alles, was er schrieb, vollkommen fehlerfrei ist, selbst nachdem die zahlreichen Faktenfehler des Buches öffentlich aufgedeckt und weithin verbreitet wurden.

Alex SafianAlex Safian ist Associate Director von CAMERA (Committee for Accuracy in Middle East Reporting in America).

Er fügt an: Mit derart vielen ungeheuerlichen Fehlern und Fehldarstellungen ist es fast unmöglich die offensichtlichsten falschen Abschnitte des Buchs auszuwählen. Man kann jedoch Abschnitte wählen, die Carters typischen Modus operandi bei der Täuschung seiner Leser illustriert. Zum Beispiel behauptete er 2006 in einem Interview mit Larry King: „Seit August 2004 … hat sich die Hamas keines Terroraktes mehr schuldig gemacht, der ein israelisches Leben forderte.“ Dieselbe Behauptung findet sich auf den Seiten 179 und 184 in seinem Buch.

Dies war auf mehreren Ebenen eine falsche Behauptung. Am 31. August 2004 wurden bei zwei fast simultanen Selbstmord-Bombenanschlägen in Linienbussen in Beer Sheva 16 Menschen getötet und 100 verletzt. Am 29. September 2004 wurden zwei Vorschulkinder von einer aus dem Gazastreifen abgefeuerten Qassam-Rakete getötet. Am 13. Januar 2005 griffen palästinensische Terroristen die Karni-Kreuzung zwischen dem Gazastreifen und Israel an, wobei sie 6 Zivilisten töteten. Am 13. Juli 2005 wurde eine Frau von einer aus dem Gazastreifen abgefeuerten Qassam-Rakete getötet. Die Hamas beanspruchte die volle Verantwortung für all diese Anschläge.

Carter konnte nur deshalb behaupten die Hamas halte den Waffenstillstand ein, indem er diese tödlichen Angriffe verschwieg. Natürlich sollen solche fingierten Darstellungen der Hamas als „moderat“ sein Publikum dazu bringen zu glauben, dass die „halsstarrigen Israelis“ das Friedenshindernis sind.

Carter log auch durch Auslassung, als er 2006 in der Caplis & Silverman-Show aus Denver interviewt wurde. Silverman fragt ihn: „Reiste nicht letzte Woche der Chef der Hamas, der gewählte Führer der Palästinenser, nach Teheran und sagte: ‚Wir werden die zionistische Usurpatoren-Regierung niemals anerkennen … und wir werden mit unserer Jihad-Bewegung weiter machen … bis zur Befreiung Jerusalems“? Carter stritt wiederholt ab, dass dies stattgefunden habe, doch die von PA-Premier Ismail Haniyeh getätigten Äußerungen waren von der Associated Press, der Chicago Tribune, der Detroit Free Press, dem Guardian und natürlich anderen zitiert worden.

Offensichtlich geht Carters Arroganz so weit, dass er zu glauben scheint, wenn er selbst etwas nicht weiß, dann muss es falsch sein. Und selbst nachdem er gezwungen wurde zuzugeben, dass einige seiner antiisraelischen Lieblingsbehauptungen unwahr waren, wiederholte er sie später wieder. Ein typisches Beispiel betrifft Menachem Begins angebliches Versprechen während der Verhandlungen in Camp David, er würde einen unbefristeten Siedlungsbaustopp verhängen.

Carter behauptet auf Seite 50 seines Buches: „Die vielleicht gravierendste Auslassung in den Gesprächen von Camp David 1978 war das Versäumnis Begins mündliches Versprechen bezüglich des Siedlungsbaustopps in den folgenden Friedensgesprächen schriftlich abzuklären.“ In einem früheren Op-Ed beschuldigte er Begin sein Wort gebrochen zu haben. Das war nicht wahr. Begin hatte sich nur zu einem dreimonatigen Siedlungsbaustopp verpflichtet und Carter wusste das.

Das wurde 2003 auf einem Symposium in Washington offenkundig, auf dem der 25. Jahrestag der Camp David-Abkommen gefeiert wurde. Der ehemalige Vorsitzende des Obersten Israelischen Gerichtshofs, Richter Aharon Barak, der zur Zeit von Camp David Generalstaatsanwalt war, erklärte, dass er der einzige war, der sich während des damaligen Treffens Notizen machte; diese zeigten, dass Begin nur einem Baustopp von nicht mehr als drei Monaten zugestimmt hatte. Abseits der Kamera wurde Carter gehört, wie er sagt: „Ich bestreite das nicht.“ Obwohl er dies 2003 eingestand, kehrte Carter später in Op-Eds und in seinem Buch dazu zurück Begin zu beschuldigen, er habe sein Versprechen eines Siedlungsbaustopps nicht eingelöst.

Wer nur den Titel von Carters Buch oder Nachrichten darüber liest, bekommt den Eindruck, dass Israel eine Apartheid- und damit extrem rassistische Gesellschaft ist. Unter Druck sagte Carter jedoch, er habe damit nur auf Israels angebliche Behandlung der Palästinenser in den Gebieten Bezug genommen, nicht z.B. darauf, wie Israel mit seinen arabischen Bürgern umgeht. Carter gibt außerdem regelmäßig die Definition des Wortes „Apartheid“ falsch an; er sagt, sie basiere nicht auf Rassismus. Das Römische Statut des Internationalen Kriminalgerichtshofs definiert aber Apartheid als „unmenschliche Handlungen … die von einer rassischen Gruppe im Zusammenhang mit einem institutionalisierten Regime der systematischen Unterdrückung und Beherrschung einer oder mehrerer anderer rassischer Gruppen…“

Es gibt einen weiteren Fall, der erwähnt werden muss: 1987 appellierte Carter „aus humanitären Gründen“ im Interesse des ehemaligen Nazi-Wachmanns Martin Bartesch beim US-Justizministerium. Bartesch verlor seine US-Staatsbürgerschaft und wurde ausgewiesen, nachdem Informationen ans Tageslicht kamen, dass er im KZ Mauthausen einen jüdischen Gefangenen getötet hatte.

Safian schließt: Ob es die Hamas ist, die PLO, Arafat höchstselbst, saudische Prinzen oder beliebige Nazi-Kriegsverbrecher – Carter scheint immer leidenschaftliches Mitgefühl für die Feinde der Juden zu haben. Mitgefühl für die Juden selbst oder Israel ist scheinbar nur schwer zu bekommen.

Dr. Manfred Gerstenfeld ist Mitglied des Aufsichtsrats des
Jerusalem Center of Public Affairs, dessen Vorsitzender er 12 Jahre lang war.

Eine Geschichtsstunde für den geborenen Lügner Shlomo Sand

2. April 2013 um 15:25 | Veröffentlicht in Geistesgrößen, Geschichte | 8 Kommentare
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Er posiert sogar wie ein Lügner

Elder of Ziyon, March 20, 2013

Shlom Sand, der Fake-Historikers, der behauptet, es gäbe so etwas wie das jüdische Volk nihct und das Land Israel sei ein Mythos – zwei Argumente, die ich in der Vergangenheit leicht demontierte- wurde vom Palestine Chronicle interviewt. Aus irgendeinem Grund haben einige andere Publikationen das auch abgedruckt.

Hier ist eine weitere seiner lächerlichen Lügen:

Im Judentum gibt es keinen traditionellen Patriotismus, keine Tradition eines Heimatlandes. Palästina, Judäa war nicht die Heimat der Juden. Und ich entdeckte, dass die Christen dem Land physisch weit stärker verbunden waren. Und ziemlich schnell entdeckte ich, dass die ersten Zionisten keine Juden waren; es waren eure [britischen] Vorfahren.

Ich habe zwar ein paar Male über christlichen Proto-Zionismus (und Präzionistischen Zionismus) geschrieben, aber zu sagen, dieser ginge der jüdischen Bindung zum Land Israel voraus ist absurd.

Werfen wir einen Blick auf das Dankgebet nach dem Essen, das religiöse Juden zumindest seit talmudischen Zeiten sagen (außer Sand will argumentieren, auch dieses Gebet sei ein Mythos):

Wir danken Dir, G-TT, unser G-tt, dass Du unseren Vätern ein herrliches, gutes und geräumiges Land hast zuteil werden lassen… Und für alles, G-TT, unser G-tt, danken wir Dir und loben Dich, gelobt sei Dein Name durch den Mund aller Lebenden für immer und ewig. So steht geschrieben: Hast du gegessen und bist satt geworden, dann lobe den Ew-gen für das gute Land, das Er dir gegeben hat. Gesegnet seist Du, G-TT, für das Land und die Speise.

Und baue Jeruschalajim, die heilige Stadt, schnell in unseren Tagen auf. Gesegnet seist Du, G-TT, der in Seiner Barmherzigkeit Jeruschalajim erbaut, Amen.

Gleichermaßen in den täglichen Gebeten:

Stoße in das große Schofar zu unserer Befreiung, erhebe das Panier, unsere Verbannten zu sammeln, und sammle uns insgesamt von den vier Enden der Erde. Gelobt seist du, Ewiger, der du die Verstoßenen deines Volkes Israel sammelst.

… Nach deiner Stadt Jerusalem kehre in Erbarmen zurück, wohne in ihr, wie du gesprochen, erbaue sie bald in unseren Tagen als ewigen Bau, und Davids Thron gründe schnell in ihr. Gelobt seist du, Ewiger, der du Jerusalem erbaust!

… Und unsere Augen mögen schauen, wenn du nach Zion zurückkehrst in Erbarmen. Gelobt seist du, Ewiger, der seine Majestät nach Zion zurückbringt!

Eigentlich beten wir in den täglichen Gebeten nur für die Zeit des Jahres um Regen, in dem es dem Land Israel helfen würde!

Jeder Jude, der auch nur annähernd mit den Gebeten vertraut ist, weiß um die zentrale Rolle des Landes Israels für sein/ihr Glaubenssystem. Nach Angaben vieler Rabbiner aus der Zeit vor dem christlichen Zionismus, ist in Israel zu wohnen ein biblisches Gebot. Und die Zahl prominente Juden, die seit der Zeit der derzeitigen Diaspora nach Israel gezogen sind, ist beträchtlich.

Mit anderen Worten: Sand ist wieder mal nachgewiesen worden, dass er ein Lügner ist.

Ein weiterer von ihm erwähnter Punkt ist interessant:

Ich versuchte nochmals die jüdische Geschichte gelesen, um zu sehen, ob das, was ich in der Schule lernte, stimmt. Und ich entdeckte etwas Unglaubliches, als israelischer Bürger, als Historiker – Ich kann Ihnen sagen, dass ich vor zehn Jahren glaubte, die jüdische Gesellschaft sei von den Römern ins Exil getrieben worden. Zu entdecken, dass das ein Mythos war, hat mich schockiert.

Ja, ein Mensch, der vorgibt heute ein hervorragender Historiker zu sein, kannte bis vor zehn Jahren keine grundlegenden Tatsachen der jüdischen Geschichte!

Offenbar las er nie die radikale Arbeit dieses revisionistischen linken Historikers von 1993 – Benjamin Netanyahu:

Wie wurden die Juden dann schließlich aus dem Land gezwungen? Die am meisten verbreitete Annahme ist, dass der Zustand der Heimatlosigkeit des jüdischen Volks einzig den Römer zu verdanken ist. Es wird allgemein angenommen, dass die Römer, die Palästina erobert und die jüdische Souveränität vernichtete, dann den Juden das Land abnahmen und sie in ein Exil warfen, das bis in unser Jahrhundert andauerte. Diese geläufige Sicht ist allerdings ungenau. Es stimmt, dass die Zerstörung Jerusalems durch die Römer im Jahr 70 der üblichen Zeitrechnung ein hochwichtiger Faktor bei der letztlichen Abnahme der jüdischen Macht und Präsenz in Palästina war. Doch das war nicht der einzige Faktor; auch wurde das Land dadurch nicht von seiner jüdischen Bevölkerung entvölkert. Daher ist der übliche Refrain von „zweitausend Jahren Exil“, der von vielen Juden und Nichtjuden gleichermaßen wiederholt wird, irreführend. Die Diaspora begann nicht mit der Zerstörung Jerusalems durch die Römer – lebendige jüdische Gemeinschaften in Alexandria, Babylon und andernorts sind der römischen Eroberung um Jahrhunderte vorausgegangen. Die Römer beendeten auch nicht das nationale jüdische Leben in Palästina. Das geschah erst viele Jahrhunderte später. So revoltierten im Jahr 135 – fünfundsechzig Jahre nach der Schleifung Jerusalems – die Juden unter Bar Kochba einmal mehr gegen Rom, „bis die ganze Erde wegen dieser Angelegenheit aufgewühlt zu sein schien“, wie der griechische Historiker Dio Cassius im dritten Jahrhundert schrieb.

Obwohl auch diese dreijährige Revolte gegen Rom brutal niedergeschlagen wurde, blieb das Land hauptsächlich jüdisch. Und kurz danach wurde den Juden ein beträchtliches Maß an Autonomie verliehen, eine Autorität, die von Rom und später Byzanz anerkannt wurde. Im Jahr 212, als der römische Kaiser Caracalla den meisten Untertanen des Reiches die römische Staatsbürgerschaft verlieh, verweigerte er dieses Privileg denen, denen ein eigenes Land fehlte. Den Juden wurde die römische Staatsbürgerschaft verliehen, weil sie als Volk mit eigenem Land anerkannt waren. Das soll nicht heißen, dass sie nicht weiter rebellierten und im Jahr 351 wieder versuchten die Römer zu vertreiben. Und es sollte auch beachtet werden, dass die großen jüdischen Rechtswerke der Mischna und des Jerusalemer Talmud in Palästina während der Jahrhunderte der römischen und byzantinischen Vorherrschaft zusammengestellt wurden, was das dynamische intellektuelle jüdische Leben spiegelt, das hier sogar angesichts der Besatzung fortbestand. Im Jahr 614 kämpften die Juden unvorstellbarerweise immer noch um Unabhängigkeit, bauten eine Armee auf, die sich den Persern bei der Eroberung Jerusalems anschloss und die Byzantiner aus Palästina vertrieb. Der Umfang und die Vitalität der jüdischen Bevölkerung im beginnenden siebten Jahrhundert kann mit der Tatsache beurteilt werden, dass die Juden allein zur Belagerung von Tyrus zwanzigtausend Kämpfer stellten.

Doch im Jahr 636, nach einer kurzen Rückkehr der Byzantiner und Heraclius, brachen die Araber in das Land – nachdem sie die großen und wohlhabenden jüdischen Bevölkerungsgruppen der Arabischen Halbinsel mit Stumpf und Stiel ausgerottet hatten. Die Herrschaft der Byzantiner war für die Juden hart, aber erst unter den Arabern wurden sie schließlich zu einer unbedeutenden Minderheit reduziert und hörten auf im eigenen Land eine nationale Kraft mit Wirkung zu sein. Die Juden setzten anfangs Hoffnung auf die „ismaelitischen Eroberer“, wie sie sie in zeitgenössischen Quellen nannten, doch innerhalb weniger Jahre wurden diese Hoffnungen zerstört, die arabische Politik wurde klar. Anders als frühere Eroberer schickten die Araber einen beständigen Strom Kolonisatoren, die oft aus militärischen Bataillonen und ihren Familien bestanden; das sollte das Land permanent arabisieren. Um diese Politik der bewaffneten Besiedlung durchzuführen, erließen sich die Araber auf die regelmäßig Zwangsenteignung von Land, Häusern und jüdischer Arbeitskraft. Zusammen mit den durch die arabische Eroberung im Land eingeführten Wirren hatte diese Politik am Ende Erfolg mit dem, was die Macht Roms nicht erreicht hatte: Die Entwurzelung des jüdischen Bauern von seinem Boden. Damit waren es nicht die Juden, die das Land der Araber usurpierten, sondern es waren die Araber, die das Land der Juden usurpierten.

Das ist die Geschichte, die Sand mit allen Mitteln unterdrücken will – weil sie die Wahrheit ist.

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