Dumm und/oder ahnungslos

23. November 2014 um 16:45 | Veröffentlicht in die Welt+Islam, Geistesgrößen | 3 Kommentare
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Schwule und Muslime
VEREINT EUCH!
Bekämpft allen Hass

Die sind zu blöde um zu begreifen, dass sie von denen, mit denen sie sich vereinigen wollen, am meisten gehasst werden.

Antisemitismus-Konferenz in Berlin ignoriert muslimischen Judenhass

19. November 2014 um 14:00 | Veröffentlicht in die Welt+Islam, Europa+Islam, Geistesgrößen, USA | Hinterlasse einen Kommentar
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Elder of Ziyon, 14. November 2014

Die New York Times berichtet:

Vor dem Hintergrund dessen, was mehrere Redner einen unübersehbaren Anstieg des Antisemitismus in Europa nannten, warnte die amerikanischer Botschafterin bei den Vereinten Nationen am Donnerstag, dass die Zunahme der Angriffe eine Bedrohung der Werte Europas darstellen und drängte die Führungspolitiker ihre Bemühungen zur Vereitelung antijüdischer Stimmung zu verstärken.

Täuschen Sie sich nicht – wir haben ein Problem“, sagte Samantha Power, eine der höchsten Beraterinnen von Präsident Obama auf einer Konferenz, die hier von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa organisiert wurde. Sie sagte, die wachsende Zahl antisemitischer Taten „ist nicht nur eine Bedrohung für die jüdische Gemeinschaft, sie ist auch eine Bedrohung des größeren Projekts des europäischen Liberalismus und Pluralismus“.

An der zweitägigen Konferenz nahmen nur etwas zwei Drittel der 57 Mitgliedsstaaten teil, die meisten davon schickten – anders als die USA – Repräsentanten aus dem zweiten Glied.

Frau Power sprach entschieden und schalt die europäischen Führungspolitiker; sie fragte, warum weniger Länder an dem Treffen teilnahmen als vor einem Jahrzehnt anwesend waren, als Repräsentanten eine Resolution zur Bekämpfung von Antisemitismus verabschiedeten, die als Berliner Erklärung bekannt ist. Tzachi Hanegbi, der stellvertretende Außenminister Israels, vermerkte damals, dass die Maßnahme nur in 12 der 57 Teilnehmerstaaten mit Gesetzeskraft übernommen wurde.

Hier ist Samantha Powers Rede (kompletter Text).

Als einzige spezifisch antisemitische Haltungen hegende Gruppe nannte sie rechte Gruppen in Europa. Die einzig Erwähnung von Muslimen durch sie erfolgte in zwei Anekdoten jüdischer Gruppen (in Sarajewo und in London), die Muslimen in Schwierigkeiten halfen. Sie erwähnte elliptisch, dass antisemitische Einstellungen sich in antiisraelischen Protesten manifestieren – Protesten, die, wie sie betonte, ein wichtiger Teil einer pluralistischen Gesellschaft seien – aber sie erwähnte nicht ein einziges Mal, dass Muslime heute die wichtigsten Lieferanten des weltweiten Antisemitismus sind, selbst als sie bestimmte Angriffe auf Juden in Europa erwähnte, die von Muslimen verübt wurden.

Es war aber nicht nur Samantha Power. Die Abschlusserklärung der Konferenz erwähnt nichts von fanatischer Hetze gegen Juden, die täglich in muslimischen Ländern stattfindet.

Die Tagesordnung der Konferenz zeigt, dass es nicht eine einzige Sitzung gab, in der vom endemischen Antisemitismus aus muslimischen Gemeinschaften in Europa und arabische Staaten kommt. Es gab jedoch eine zu rechtsgerichtetem Nationalismus:

Arbeitsgruppe IV: Die Beziehung zwischen Nationalismus und Antisemitismus. Nationalistische und populistische politische Parteien in Europa sind seit einiger Zeit Teil der politischen Landschaft; sie verwenden zu verschiedenen Zeiten Antisemitismus als Teil ihrer Ideologie. Sorgen drehen sich aber um die jüngsten Wahlerfolge rechtsextremer Parteien in einigen Ländern, die offen Antisemitismus als Teil ihres Wahlprogramms verwenden. Es hat auch beunruhigende Vorfälle gegeben, in denen einzelne Politiker von Parteien, die eher der Mitte zuzuordnen sind, unverfroren antisemitische Stereotype verwendet haben. Darüber hinaus entstehen durch offen in der politischen Arena erhobene Antisemitismus-Vorwürfe Herausforderungen. Diese Arbeitsgruppe wird Möglichkeiten diskutieren, wie den Manifestationen des Antisemitismus in der politischen Arena entgegengetreten werden kann.

Natürlich gibt es einige Erscheinungsformen von Antisemitismus bei einigen rechtsgerichteten Gruppen in Europa; aber fast alle tatsächlichen Angriffe sind von Muslimen gekommen. Malmö, Paris, Toulouse, Brüssel, Berlin, London – Muslime haben hinter den Vorfällen gesteckt, von denen wir alle gelesen haben, nicht rechtsnationale Gruppen. Selbst der Guardian erwähnte den muslimischen Faktor, als er über das Wiederaufleben des Antisemitismus schrieb.

Die Tatsache, dass die größte Quelle von Hass und Aufstachelung von dieser Konferenz ignoriert und heruntergespielt worden ist, zeigt, dass die Konferenz selbst nicht dazu gedacht ist den Antisemitismus ernsthaft anzugehen, sondern eher vorzugeben in zu thematisieren, indem man ihn als Vorwand zum An griff auf die Gruppen nimmt, die ohne angegriffen werden sollen und die Hauptquelle des Hasses in der heutigen Welt zu ignorieren.

Von dem, was ich online sehe, war diese Konferenz ein Witz. Aus ihr wird nichts kommen und sie wird bereits gegenüber der ursprünglichen Berliner Konferenz zum Thema vor zehn Jahren verwässert. Sie ist eine Übung in selbstgefälliger Politik, damit die Teilnehmer vorgeben sie würden „etwas tun“ – aber nichts so drastisches, dass sie sich selbst Gefahr von radikalen Muslimen in ihrem eigenen Bereich aussetzen würden.

Wolf Biermann über „kluge Köpfe“

8. November 2014 um 15:25 | Veröffentlicht in die Welt+Islam, Europa+Islam, Geistesgrößen | Hinterlasse einen Kommentar
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Aus einem Interview in der Basler Zeitung:

… was macht man mit diesen jungen Menschen, die Sie erwähnten, die in den Jihad ziehen, um irgendwelche Heldentaten zu vollbringen? Woher haben die ihre – mehr oder weniger wahnsinnigen – Konstruktionen und Begründungen? …

Meine Großmutter sagte immer: «Durch Klugheit wird man dumm.» Das war ein sehr weiser Satz. Es bedeutet nämlich, dass die Leute, die ein wenig cleverer im Kopf sind, sehr gefährdet sind, weil sie sich selber schneller und besser belügen können. Das können die einfachen Leute nicht so gut. Deswegen sind die Gebildeten und Intellektuellen gefährdeter, in den Jihad nach Syrien zu ziehen.

Wieso genau?

Weil sie aus Scheiße Frikadellen machen können. Sie können sich alles zurechtbiegen, wie es ihnen passt. Das ist der Fluch der Intellektuellen. Es ist eine Berufskrankheit der Bildungsnahen. Sie können sich elegant und wirkungsvoll selbst betrügen.

Ich glaube, er hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Nicht nur in Sachen IS-Fans und -Jihadisten. Man muss schon mächtig das Hirn verdrehen können, um sich die Welt derart zurecht zu lügen, wie es unsere intellektuellen Eliten tun, um Mord und Totschlag zu rechtfertigen, Täter zu Opfern zu machen und diejenigen, die sich unter größtmöglicher Rücksicht auf ihre Feinde verteidigen, zu Völkermördern erklären.

Bundesinnenminister de Maizière – eine Knallcharge

1. November 2014 um 10:09 | Veröffentlicht in Deutschland, die Welt+Islam, Geistesgrößen, Gesellschaftspolitik, Islam+Islamismus | Hinterlasse einen Kommentar
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Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat sich zum Phänomen der ISIS-Terrorkämpfer mit deutschem Pass oder Wohnsitz geäußert. Und dabei wieder einmal Scheuklappen offenbart, die unsere Eliten und Gesellschaft daran hindert klar zu sehen und die Dinge beim Namen zu nennen. Auszüge aus dem Text:

“Die deutschen Kämpfer sind nun mal auch Teil des Konflikts, den wir zu lösen haben”, sagte de Maizière in einem Interview mit dem stern. “Es sind unsere Söhne und Töchter. Ein Großteil wurde hier geboren. Sie sind in unsere Schulen gegangen, in unsere Moscheen, in unsere Sportvereine. Wir tragen für deren Radikalisierung Verantwortung.”

De Maizière begründet damit auch indirekt die veränderte deutsche Haltung in der Außen- und Sicherheitspolitik. Seit Anfang September unterstützt die Bundesregierung kurdische Peschmerga-Kämpfer mit Waffenlieferungen in ihrem Krieg gegen den IS. Im stern sagte de Maizière, Deutschland habe die “verdammte Pflicht und Schuldigkeit, dafür zu sorgen, dass der Terror nicht aus Deutschland in die Welt getragen werde”. 450 Kämpfer halte er für viel, vor allem deshalb, weil die Zahl rasant anwachse.

“Wir müssen verstört zur Kenntnis nehmen, wie dünn die Schicht der Zivilisation offenbar ist.” Wenn er höre, so der Minister, “dass auch Minderjährige, die eben noch auf der Schulbank saßen, von heute auf morgen in den heiligen Krieg ziehen, dann erschüttert mich das auch als Familienvater”. Die Dschihadisten seien oft Menschen, die nach Orientierung suchten, denen Vorbilder fehlten. Wer bei der IS mitkämpfe fühle sich dann plötzlich, “als Teil einer globalen Bewegung, steht scheinbar auf der richtigen Seite”.

Einen Kampf der Kulturen sieht der Innenminister gegenwärtig nicht, auch wenn es der IS darauf anlege: “Das hätten diese Terroristen gern”. Dass der IS von jedem Muslim “unbedingten Gehorsam” verlange, nannte de Maizière “kulturellen Imperialismus – das hat nichts mit dem Islam zu tun”.

Fragen wir einmal, wie viel persönliche Verantwortung diese Leute – so jung sie auch sein mögen – selbst tragen. Oder besser nicht, denn heutzutage gibt es das nicht mehr. Die Gesellschaft ist schuld, erst recht, wenn jemand eine persönliche Entscheidung von solcher Reichweite trifft, nicht wahr? Diesen Menschen muss jegliche Eigenverantwortung abgesprochen werden. Basta.

Es lässt sich nicht leugnen, dass Teenager und junge Erwachsene stark beeinflussbar sind. Damit aber die Verantwortung für ihr Tun und Verhalten „der Gesellschaft“ anzulasten, ist unlauter. Einerseits entmündigt es die betreffenden Menschen, andererseits gibt es ihnen einen Freibrief, weil sie für ihr Tun nicht geradestehen müssen, sondern sich auch noch als Opfer gerieren dürfen. Wir erleben das ständig mit Straftätern vor Gericht; wir erleben es ständig, wenn es um den Nahen Osten geht; wir erleben das ständig, wenn es um Muslime und ihr Verhalten geht.

Anders sieht es dann immer nur aus, wenn es um Rechtsradikale/Neonazis oder um Pädophile geht. Dann auf einmal ist nur dieser verantwortlich. Ebenso bei Israelfreunden und Islamkritikern: Über denen werden Gülle-Kübel ausgekippt; weil sie es wagen vom Mainstream-Wahn abzuweichen. Und getreu dem Motto, dass ein Ausgestoßener zum anderen gehört, werden alle in einen Topf gekippt und jeder Islamkritiker als mindestens rechtsradikal, bestimmt aber auch Nazi verunglimpft. Das ist so schön bequem und man muss sich nicht mit Argumenten auseinandersetzen – es reicht, den ideologischen Unsinn nachzuplappern, den die Mit-dem-Strom-Schwimmer verbreiten.

Aber nehmen wir mal einen Moment an, der Bundesinnenminister habe Recht damit, dass (nur) die Gesellschaft für die Extremisten und Mörder verantwortlich sei. Ist es dann nicht so, dass er (und alle anderen, die so gerne auf Islamkritik/-er eindreschen) sich auf der Stelle bei denen entschuldigen müssten, die seit Jahren vor den Radikalmuslimen warnen? Ist es nicht so, dass die Kritiker richtig lagen?

Statt ihnen zuzuhören, wurden sie verteufelt, ausgegrenzt und zu Nazis erklärt – egal, ob sie vor radikalislamischen Tendenzen warnten oder den Islam als inhärent böse ansahen. Da gab es keine Unterschiede. Die politisch korrekte Sichtweise befahl, dass alles hingenommen werden muss und Kritik nicht erlaubt ist. Und in vielen Fällen ging das über verbale Angriffe bis hin zum Rufmord hinaus – es gab Morddrohungen und physische Angriffe auf bis hin zu Mordversuchen an Personen, die sich nicht mit dem Friede-Freude-Eierkuchen-Gehabe abfinden wollten. Aber auch das sind trotz ihrer inzwischen riesigen dann „Einzelfälle“, manchmal sogar „bedauerliche“ solche, aber immer galt das Credo der Scheuklappenträger, dass das nichts mit dem Islam zu tun habe. Jetzt haben wir den Salat, die angeblichen Gar-nicht-wirklich-Muslime von der radikalen Sorte haben Zulauf, ihre Zahl wächst massiv und sie gebärden sich zunehmend als Herren der Welt, auch unserer. Sie beanspruchen „den“ Islam schlechthin zu vertreten und zu praktizieren und sind damit erfolgreich.

Und auch der Bundesinnenminister kann sich – wie so viele andere – weiter nicht dazu aufraffen der Wirklichkeit ins Auge zu sehen. Nein, es hat nicht nur nichts mit dem Islam zu tun, sondern die Radikalen sind auch nicht verantwortlich, sondern „wir“ („die Gesellschaft“). Und das hat sowieso alles nichts mit dem Islam zu tun. Immer noch nicht.

Wie blind kann man sein?

Wie blind will man sein?

Hat der Wahnsinn noch Methode oder ist er derart in Fleisch und Blut übergegangen, das er völlig unkontrolliert wüten kann? Und was von beidem wäre „besser“?

Wie viele Wähler müssen noch angeblich oder tatsächlich radikalen Parteien in die Arme getrieben werden, bis die „großen“ Parteien und die, die nicht groß, aber lautstark sind, endlich begreifen, dass sie sich des Problems annehmen müssen, statt zu jammern, dass angebliche oder tatsächliche Rattenfänger (die natürlich immer nur „rechts“ zu verorten sind, nie „links“!) Zulauf bekommen? Irgendwann werden die Menschen in diesem Land sich nicht mehr damit abfinden, dass sie mit ihren Ängsten und Befürchtungen verleumdet werden. Und hier liegt die wahre Verantwortung „der Gesellschaft“ und des Staates – also der Regierung, der politischen, kulturellen und medialen Eliten. Sie müssen endlich anfangen sich mit den Problemen und deren Ursachen zu beschäftigen, statt Symptome zu bejammern und kritischen oder verängstigten Menschen gehässige Etiketten anzukleben.

Verleumdung und Stigmatisierung funktionieren nur bis zu einem bestimmten Punkt. Dann kippen Lage und Stimmung und wir landen in einer gewalttätigen Auseinandersetzung, die bis zum Bürgerkrieg führen kann. Außer, die radikalen Halbmondjünger schaffen es, direkt oder indirekt die Macht zu übernehmen und uns in einen Scharia-Staat zu verwandeln. Spätestens dann ist nicht mehr „die Gesellschaft“ schuld, sondern alle die, die sich nicht unterwerfen wollen. Und die haben ein Schicksal, das wir in einem zur Zeit immer größer werdenden Teil der Welt erleben „dürfen“. Aber dann werden die de Maizières, Claudia Roths und wie sie alle heißen auf einmal noch mehr jammern – wenn sie denn noch können.

Kabarettist, den ich nicht zitieren soll,* über den Islam und Religion

25. Oktober 2014 um 10:00 | Veröffentlicht in Geistesgrößen, Islam+Islamismus, Muslime, Satire/Humor | Hinterlasse einen Kommentar
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Ein Osnabrücker Islamist hat besagten Kabarettisten als Hassprediger angezeigt. Dieser mache keine Witze über den Islam, sondern betreibe unter dem Deckmantel der Satire Hetze. Besonders erbost den Islamisten, dass der 53-jährige “den Eindruck erwecke, dass es zwischen Islam und Gewalt eine direkte Verbindung gebe”. Und überhaupt seien die Koran-Zitate aus dem Zusammenhang gerissen (DAS Standard-Verdummungs-”Argument” schlechthin, das immer und überall angeführt wird).

Wer nicht wissen sollte, wie mein Kabarettist über den Islam denkt, kann sich das auf YouTube ansehen, z.B. hier:

* s. http://heplev.wordpress.com/2014/09/03/dieter-nuhr-kritisiert-den-islam-aber-zitieren-sollte-man-ihn-nicht/

Ben Affleck: Porträt des ahnungslosen Apologeten

15. Oktober 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in die Welt+Islam, Geistesgrößen | 9 Kommentare
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Raymond Ibrahim, PJMedia, 6. Oktober 2014

Der Wert des jüngsten Ausfalls von Ben Affleck in Verteidigung des Islam auf HBOs Real Time besteht darin, das wir hier in einem einzigen zehnminütigen Ausschnitt alle linken/linksliberalen Gemeinplätze vorgelegt bekommen, die immer dann benutzt werden, wenn der Islam kritisiert wird.

Im Folgenden werden Afflecks Hauptargumente vorgestellt und dann diskreditiert.

Relativismus und der Mythos der islamischen Heterogenität

Als der Schriftsteller Sam Harris m Anfang, einige kritische Bemerkungen zum Islam machte, unterbrach ihn eine sichtbar erregter Affleck mit der sarkastischen Frage: „Sind Sie derjenige, der die offiziell kodifizierte Doktrin des Islam kennt? Sind Sie der Interpetator davon?“

Affleck argumtentierte pratisch, dass wirklich niemand qualifiziert ist zu sagen, was islamisch ist und was nicht, da alle Muslime frei sind den Islam auf jede Weise zu interpretieren, wie sie es wollen. Diese Ansicht hat weniger damit zu tun, wie der Islam praktiziert wird, sondern mehr mit westlichem Relativismus, insbesondere mit dem postmodernen Glauben, dass es keine „Wahrheiten“ gibt, dass alles offen ist für individuelle Darstellung. Sollte also selbst ein Scheik der Al-Azhar-Universität Affleck sagen, das die am Islam geübte Kritik stimmt, würde der Schauspieler zweifelsohne antworten: „Gut, das ist Ihre Meinung, aber ich weiß, dass die meisten anderen Muslime das nicht so sehen.“

Der fundamentale Fehler in dieser Haltung ist, dass sie die Muslime auf ein höheres Podest an Autorität stellt als den Islam selbst (obwohl Muslime per Definition die sind, „die sich denm Islam unterwerfen“, der „Unterwerfung“ unter Allahs Gesetz ist. Der Islam gründet auf dem Gesetz, der Scharia – Unterwerfung von Frauen und religiösen Minderheiten, Krieg gegen „Ungläubige“ und die Versklavung ihrer Frauen und Kinder, Verbot freier Meinungsäußerung und Abfall vom Glauben – was Affleck normalerweise verurteilen würde.

Kurz gesagt: Der sunnitische Islam, dem ungefähr 90% aller Muslime folgen, ist weit davon entfernt heterogen zu sein. Er hat nur vier anerkannte Rechtsschulen und diese stimmen in den Grundlagen mit nur geringen Differenzen zu Details überein. Selbst in den übrigen 10% der islamischen Konfessionen, die zumeist schiitisch oder Ableger davon sind, stellt man fest, wenn es um intolerante Aspekte geht, auch sie damit übereinstimmen. Zum Beispiel schreiben alle islamischen Schulen die Todesstrafe für Abfall vom Glauben vor; einige argumentieren aber, dass weibliche Apostaten „nur“ ins Gefängnis gesteckt und geschlagen werden sollen, bis sie den Islam wieder annehmen.

Die „Rassismus“-Karte

Bill Maher, der Moderator von Real Time, fragte: „Aber warum sollen wir nicht darüber [islamische Fragen] sprechen?“ Darauf schoss Affleck zurück: „Weil das widerlich ist, es ist rassistisch.“

Dieser Gedankengang ist so üblich wie er absurd ist und verdient nicht viel an Widerlegung. Es reicht aus zusagen, dass Muslime keine Rasse sind. Es gibt Muslime aus allen Nationen, Rassen, Ethnien – von Subsahara-Afrikanern bis zu blauäugigen, blonden Europäern. Dennoch verlassen sich viele Islam-Apologeten, einschließlich Kongress-Abgeordneten ständig auf diese Lüge – ich gewähre dem nicht einmal es „rechtfertigend“ zu nennen – schlicht, weil jemanden des Rassismus zu beschuldigen (in diesem Fall Islam-Kritikern) eine der sichersten Möglichkeiten ist sie zum Schweigen zu bringen.

Muslimische Lehre mit muslimischen Menschen verschmelzen

An einem Punkt, nachdem andere über Statistisches gesprochen hatten, gab Affleck den folgenden Ausbruch von sich, für den er viel Applaus bekam: „Was ist mit der mehr als einer Milliarde Menschen [Muslime], die nicht fanatisch sind, die keine Frauen bestrafen, die zur Schule gehen, ein paar Butterbrote haben, fünfmal am Tag beten wollen und die nichts von dem tun, was Sie da über alle Muslime sagen? Sie schaffen Stereotype.“

Wieder verschmilzt Affleck das Tun von Menschen – Muslimen – mit den Lehren einer Religion – dem Islam. Gehen wir zurück zum Beispiel des Abfalls vom Glauben: Der Islam lehrt eindeutig, dass diejenigen, die den Islam verlassen – einschließlich, wie die Welt gerade erst erlebte, einer schwangeren Christin, Meriam Ibrahim – hingerichtet werden müssen,. Man kann daher sagen, dass die Scharia den Tod von Apostaten fordert.

Kann man aber mit gleicher Gewissheit sagen, dass jeder einzelne, heute lebende Muslim glaubt, dass die Todesstrafe für Abfall vom Glauben aufrecht erhalten werden soll? Offensichtlich nicht. Das spiegelt aber nicht den Islam wider; es spiegelt individuelle menschliche Freiheit – eine Freiheit, die ironischerweise den Lehren des Islam widerspricht.

Nichtsdestotrotz ist diese Verschmelzung des Islam mit den Muslimen eine nur allzu übliche Herangehensweise, die ersteren vor Kritik abschirmen soll. (Man schau dieses Video aus dem Jahr 2007, in dem ich vollständiger auf diese Frage eines besorgten Reporters antworte.)

Geschichtsrevisionismus

Als nächstes argumentierte Affleck: „Wir haben furchtbar viel mehr Muslime getötet, als sie uns getötet haben und wir sind in mehr islamische Länder eingefallen.“

Abgesehen davon, dass er praktisch nahe legt „zweimal Unrecht ergibt einmal Recht“, spiegelt seine Behauptung eine erschreckende Kenntnis tatsächlicher Geschichte – natürlich Dank der eingefleischten Lüben, die aus der akademischen Welt ausgehen, gefolgt von Hollywood und den Medien.

Die Wirklichkeit verzeichnet eine ganz andere Geschichte. Von Anbeginn an ist der Islam allen anderen gegenüber feindselig gewesen. Jihad war sein wichtigstes Expansionsmittel.

Bedenken Sie: Nur ein Jahrzehnt nach der Geburt des Islam im siebten Jahrhundert brach der Jihad aus Arabien heraus. Lässt man die Tausende Kilometer antiker Länder und Zivilisationen außer Acht, die dauerhaft von ihm erobert wurden, was heute lässig „islamische Welt“ genannt wird (darunter Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten, Syrien,, der Irak, der Iran und Teile von Indin und China) waren auch große Teile Europas zur einen oder anderen Zeit durch das Schwert des Islam erobert worden.

Zu den anderen Ländern und Territorien, die angegriffen wurden und/oder unter muslimische Herrschaft kamen, gehören (um ihnen ohne besondere Reihenfolge ihre modernen Namen zu geben): Portugal, Spanien, Frankreich, Italien, Sizilien, die Schweiz, Österreich, Ungarn, Griechenland, Russland, Polen, Bulgarien, die Ukraine, Litauen, Rumänien, Albanien, Serbien, Armenien, Georgien, Kreta, Zypern, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Weißrussland, Malta, Sardinien, Moldawien, die Slowakei und Montenegro. 846 wurde Rom von muslimisch-arabischen Plünderern gebrandschatzt und der Vatikan geschändet; etwas 600 Jahre später, 1453, wurde die andere große Basilika des Christentums, die Hagia Sophia (Heilige Weisheit) von muslimischen Türken erobert.

Zu den wenigen europäischen Regionen, die wegen ihrer Abgelegenheit im Nordwesten direkter islamischer Besatzung entgingen, gehören Großbritannien, Skandinavien und Deutschland. Das bedeutet natürlich nicht, dass sie nicht vom Islam angegriffen wurden. Fakt ist, dass im äußersten Nordwesten Europas, Island, Christen zu beten pflegten, Gott möge sie vor „dem Schrecken der Türken“ bewahren. Diese Ängste waren nicht unbegründet, das noch 1627 muslimische Seeräuber das christliche Land überfielen und vierhundert Gefangene nahmen, die sie auf den Sklavenmärkten in Algiers verkauften.

Auch Amerika entging ihnen nicht. Ein paar Jahre nach der Bildung der Vereinigten Staaten, im Jahr 1800, wurden amerikanische Handelsschiffe im Mittelmeer geplündert und ihre Seeleute von muslimischen Seeräubern versklavt. Der Botschaft von Tripoli erklärte Thomas Jefferson gegenüber, dass es für Muslime ein Recht und eine Pflicht sei, Krieg gegen Nichtmuslime zu führen, wo immer man sie findet und so viele wie möglich gefangen zu nehmen, um sie zu versklaven.

Kurz gesagt: Rund ein Jahrtausend lang – unterbrochen vom Gegenschlag der Kreuzzüge, die Leute wie Affleck wie besessen dämonisieren – stellte der Islam eine tägliche existenzielle Bedrohung des christlichen Europas und infolgedessdie en der westlichen Zivilisation dar.

Dennoch ist heute, ob es nun in Oberschulen oder Hochschulen gelehrt wird, ob Hollywood oder die Neuen Medien es darstellen, das vorherrschende historische Narrativ, dass Muslime die historischen „Opfer“ der „intoleranten“ westlichen Christen seien. Das ist exakt das, was eine Persönlichkeit des Fernsehens mir einmal live auf Fox News sagte.

Letzte Zuflucht: Rechtfertigung der Apologetik

Gegen Ende rief ein frustrierter Affleck, der nicht in der Lage war zu antworten: „Wie sieht Ihre Lösung aus? Den Islam zu verurteilen? Was zu tun?“

Das sind interessante Fragen, da sie die wahre Haltung des Apologeten offenbaren. Ich bin diesem Phänomen oft begegnet, am denkwürdigsten in einer öffentlichen Diskussion mit Prof. Hamid Dabashi von der Columbia Universität. Gegen Ende der Diskussion erklärte er: „Man kann hier sitzen und von hier bis zum Weltuntergang über Jihad reden, aber was wollen Sie tun? Nehmen wir an, Sie beweisen über jeden Ansatz hinaus, dass der Islam vom Gesetz her gewalttätig ist, wie gehen wir von da aus weiter?”

Was diese Argumentationslinie nahe legt ist, dass der Apologet glaubt, es gebe keine andere Zuflucht als ein Apologet zu sein; das die beste Politik darin besteht die Gewalt und Intoleranz des Islam zu ignorieren, da die Alternative – offenes Eingestehen – zu etwas Schlimmerem führen wird, einem Zusammenprall der Zivilisationen. Krieg. Und das muss unter allen Umständen verhindert werden – also tun wir so als ob.

Was solche Apologeten nicht erkennen: Der Zusammenprall der Zivilisationen ist bereits da; und er ist kein Produkt westlicher „Engstirnigkeit“, sondern islamischer Lehre. Ob wir es nun zugeben oder nicht, er ist hier.

Der Grund, dass Apologeten mit ihrer Argumentation (vorläufig) davon kommen können, besteht darin, dass die USA vordergründig immun gegenüber dem Islam sind – damit sie Gutfühl-Märchen über den Islam spinnen und verkaufen können, so viel sie wollen.

Doch die Zeit geht immer weiter und der Islam marschiert weiter und gewinnt an Boden, bis der Zusammenstoß erneut und ernsthaft beginnt, wie er das Jahrhunderte lang tat, bis der Islam in der Moderne auf dem Schlachtfeld vom Westen besiegt wurde. Und wenn die islamische Welt endlich in einer Position ist einen richtigen globalen Jihad zu entfesseln, wenn das Phänomen des „Islamischen Staats“ überall auf der Welt auftritt – In Amerika und Europa werden bereits Menschen von Muslimen geköpft – wird die Nachwelt mit großer Bitterkeit auf das Nichtstun und die Naivität ihrer westlichen Vorgänger zurücksehen, die das Problem hätten im Keim ersticken können, hätten sie nur die Wahrheit gesagt – und Politik zur Anwendung gebracht, die auf dieser Wahrheit basiert.

  • ● ● ●

Und hier haben wir es. Ob es nun die Projektion westlicher intellektueller Krankheiten wie Relativismus auf muslimische Lehre und Personen ist; ob es hirnloses „Rassist!“-Gebrüll ist, wann immer islamische Lehre kritisiert wird, ob es das Durcheinanderbringen der Sache durch Verschmelzung der Taten oder des Glaubens einiger Muslime mit den tatsächlichen Schwarz-Weiß-Lehren des Islam ist; ob es das die Geschichte auf den Kopf stellen ist, indem man Verfolger in Opfer verwandelt und Opfer in Verfolgende; oder ob es, nachdem man in eine Ecke gedrängt wurde, der Aufschrei ist, man habe keine andere Wahl als zu rechtfertigen, weil die Wahrheit nur alles schlimmer mache – kurz gesagt: Ben Afflecks paar Minuten zum Islam fasst das Spiel der Islamapologeten hübsch zusammen.

Letzten Endes kann man Affleck entschuldigen. Er ist einfach ein Schauspieler und man kann von ihm nicht erwarten, dass er außerhalb des Bereichs der Maske viel weiß. Die wahre Schuld liegt bei all den Amerikanern in politischen Positionen, deren Job ihnen abverlangt ehrlich mit dem amerikanischen Volk zu sein, die aber weiterhin für den Islam agieren – indem sie lügen.

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