Wenn du die Israelhasser in den Wahnsinn treiben willst – dann tu israelischen Arabern was Gutes

22. März 2014 um 13:50 | Veröffentlicht in Geistesgrößen, Nahost-Konflikt | Hinterlasse einen Kommentar
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Elder of Ziyon, 17. März 2014

Nichts geht den Israelhassern mehr unter die  Haut als wenn Israel auf eine Weise handelt, die dem Prinzip widerspricht, nach dem sie ihr armseliges kleines Leben leben.

Und wenn das passiert, müssen sie ihre Gehirne in geometrisch unmögliche Formen verrenken, um vorgeben zu können, dass Israels Handeln zur Beendung von Diskriminierung in Wirklichkeit Handeln ist, um Diskriminierung zu erzwingen.

Ein wundervoll verschwurbelter Eintrag von Yara Sa’di bei Electronic Intifada ist das heutige Beispiel:

Der vorgetäuschte Pluralismus an Israels Universitäten

Palästinensische Studenten an israelischen Universitäten werden wahrscheinlich eine Zunahme der Zahl an Stipendien bemerken, für die sie sich in den kommenden Monaten bewerben können. Verschiedene Internetseiten für akademische Institutionen werden auch ins Arabische übersetzt.

Diese Veränderungen sind das Ergebnis einer Regierungsentscheidung rund $82 Millionen über sechs Jahre zur Integration von „Minderheiten“ in das höhere Bildungssystem zur Verfügung zu stellen.

Auf den ersten Blick mag es so scheinen, als habe Israel nach Jahrzehnten der Diskriminierung und Ausgrenzung palästinensischer Studenten eine politische Kehrtwende vollzogen.

Wenn man aber tiefer gehende Fragen stellt, dann wird es offensichtlich, dass, wie immer die Absichten derer aussehen, die diese Politik formulierten, das Eintreten für die Recht palästinensischer Bürger Israels nicht Teil davon war.

Die neue Politik wurde als Teil eines Projekts entwickelt, um den „Pluralismus“ an israelischen Universitäten zu fördern, indem für Minderheiten verstärkter Zugang sichergestellt wird.

Der Israelische Rat für Höhere Bildung, das Organ hinter dem Projekt, hat die anvisierten Minderheiten identifiziert: „Araber, Drusen und Tscherkessen“.

Wenn also Israel beträchtlich investiert, um Minderheiten zu helfen, aber nicht wirklich, um Minderheiten zu helfen, wozu ist das dann gut?

Israel hat erkannt, dass seine Politik gegenüber den Palästinensern mit israelischer Staatsbürgerschaft einen ungünstigen Einfluss auf sein Image im Ausland hatte.

Ah, das ist das arabische Pendant zum „Pinkwashing“!

Und für den Fall, dass man die Verbindung nicht herstellt…

[Diese Logik] untermauert z.B. die von Israel durchgeführten „Pinkwashing“-Kampagnen, die Israel als Verteidiger von Schwulenrechten darstellt, um die Aufmerksamkeit von der Besatzung des Gazastreifens und der Westbank abzulenken.

Sa’di dreht wegen eines wenig angesehen (und exzellenten) Videos durch, das Israels Rat für Höhere Bildung letztes Jahr veröffentlichte. Dank ihr werden jetzt weit mehr Menschen dieses Video zu sehen bekommen, das zeigt, wie Israel seinen Minderheiten hilft als die 150, die es bisher gesehen hatten:

Das Video gibt offen zu, dass israelische Araber es aus verschiedenen Gründen schwerer haben als israelische Juden, um ihre akademischen und Karriereziele zu erreichen; und es zeigt, wie die Dinge sich zum Besseren wenden. Mit israelischen Arabern im Mittelpunkt.

Ist das nicht furchtbar? Sie müssen alle von der zionistischen Propagandamaschine gehirngewaschen sein!

Nicht nur das, sondern das Video ist schuldig wegen „seiner Weigerung zuzugeben, dass palästinensische Bürger Israels unter einem Apartheidsystem leben“. Es ist auch schuldig der Nichtanerkennung, dass die Erde eine Scheibe ist.

Da es sich um Electronic Intifada handelt, ist es selbstverständlich, dass Israel Rassismus auf allen Ebenen institutionalisiert und die vielen anderen unternommenen Initiativen zur Verbesserung arabischer Bildung und Karrierechancen werden ignoriert. Weil sie nicht in die Geschichte passen. Wenn die Beweise zu überwältigend werden, dann werden sie als bloße Public Relations abgetan – PR, die Dutzende Millionen Dollar kostet und Hunderte Menschen in Richtung des Ziels der Eliminierung von Diskriminierung lenkt. Jawoll, das macht Sinn!

Sa’di endet mit:

Solange israelische Universtäten Zionismus verbrechen, wird keine Menge Geld sie „pluralistisch“ machen.

Bis Israel sich also selbst abschafft, hat es kein Recht Arabern zu helfen, weil das nicht wirklich hilft.

Sa’di beweist, dass sie diejenige ist, die gegen Araber eifert, nicht Israel.

Für Eiferer wie Sa’di ist es besser, wenn Araber keine Möglichkeiten haben ihr Leben zu verbessern, statt innerhalb eines Systems zu arbeiten, von dem sie glaubt, dass es vor allem unmoralisch ist.

Dass Israel Arabern hilft ist unmoralisch, weil es die Araber weniger elend macht und es weniger wahrscheinlich ist, dass sie ihr gesamtes Leben mit demselben Hass zubringen, den sie in sich trägt.

Das ist dieselbe rassistische Logik, die sagt, dass palästinensische Araber in arabischen Ländern im Elend bleiben müssen, solange es Israel gibt, damit auf sie gezeigt werden kann, um zu beweisen, dass Israel im Unrecht ist.

Und Yara Sa’di ist eine „Graduiertenstudentin und Aktivistin aus Haifa“. Doch andere israelische Araber in diesem Video zu sehen, die versuchen neue Höhen zu erreichen, erfüllt sie mit Wut und Galle.

Wenn das nicht blinder Eifer ist, was dann?

Deutsche „Islam-Experten“ behaupten Muslime gingen wegen Armut und Diskriminierung nach Syrien

13. März 2014 um 15:56 | Veröffentlicht in die Welt+Islam, Geistesgrößen, Islam+Islamismus | Hinterlasse einen Kommentar
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Robert Spencer, Jihad Watch, 11. März 2014

CNS News vermerkte in September 2013, dass „nach Angaben eines Berichts der Rand Corporation zu Terrorbekämpfung, der 2009 für das Büro des Verteidigungsministeriums geschrieben wurde, ‚Terroristen nicht besonders verarmt, ungebildet oder von Geisteskrankheiten heimgesucht sind. Demografisch ist ihr wichtigstes Merkmal Normalität (innerhalb ihres Umfelds). Terrorführer tendieren sogar dazu aus relativ privilegiertem Hintergrund zu kommen.‘ Darcy Noricks von den Autoren des RAND-Berichts stellte auch fest, dass nach gemäß einer Reihe akademischer Studien ‚Terroristen sich als mehr statt weniger gebildet als die Allgemeinbevölkerung herausstellen‘.“

Nichtsdestrotrotz verklickert in Deutschland das Establishment der „Islam-Experten“ die Lügen:

„Rekruten für den Dschihad“, Deutsche Welle, 8. März (Dank an alle, die das schickten):

Immer mehr junge Muslime zieht es nach Syrien in den Krieg. Salafisten werben auf Schulhöfen in Deutschland für ihre Sache. Eltern und Lehrer sind besorgt, denn es fehlt an wirksamen Präventionsstrategien.

Es sind Frauen mit Kindern, streng gläubige Muslime und Schüler, die einem Spektakel der besonderen Art beiwohnen: Am hellichten Nachmittag tritt Salafist Pierre Vogel im Schutze seiner Bodyguards auf eine kleine Bühne in Bonn und hält einen Vortrag. Thema: Die Aufklärung über Missverständnisse im Islam. Passanten sind entrüstet über die Bekehrungsversuche des Predigers und mischen sich ein. Nach etwa 20 Minuten folgt der “Höhepunkt” der Veranstaltung: Eine öffentliche Konversion zum Islam.

Einige Wochen ist das her, Eltern und Lehrer sind seitdem in großer Sorge. Denn die Salafisten werben im Vorfeld auf Schulhöfen für ihre Veranstaltungen – teilweise mit Erfolg. “Es passiert ja nicht nur an einer Schule, wo Jugendliche von Salafisten angeworben werden”, sagt Saloua Mohammed. Seit vielen Jahren ist die 32-jährige Streetworkerin in Bonner Brennpunkten unterwegs. Sie hat einen guten Einblick in die Szene. Insbesondere sucht sie den Kontakt zu jungen Muslimen sowie zu Schülern aus dem bildungsfernen Milieu. “Weil ich Angst habe, dass gerade auch benachteiligte Jugendliche in die radikale Szene abdriften.”

Die Vorstellung, dass Armut Terrorismus verursacht, ist immer wieder widerlegt worden. Deshalb sehen wir ja so viele haitianische Selbstmord-Bomber. In Wirklichkeit hat Studie um Studie gezeigt, dass Jihadisten im Allgemeinen wohlhabender und besser gebildet sind als ihre Standesgenossen. Dennoch gehen die „Experten“ weiter mit dem Blödsinn hausieren:

Islam-Experte Michael Kiefer glaubt, dass rund 250 junge deutsche Muslime sich dem Krieg in Syrien angeschlossen haben.

In ihrem neuesten Buch haben sich die Islamwissenschaftler Rauf Ceylan und Michael Kiefer mit dem Phänomen des Salafismus beschäftigt. “Was wir sehen können ist, dass im letzten Sommer ganze Gruppen von sehr, sehr jungen Männern aus Frankfurt weggegangen sind, die allesamt eher den bildungsbenachteiligten Milieus zuzurechnen sind”, sagt Michael Kiefer. Sie seien nach Syrien in den Krieg gezogen, wo derzeit etwa 250 Dschihadisten aus Deutschland mitkämpften. Besonders anfällig für diese radikalen Strömungen seien “Menschen, die nicht auf der goldenen Seite des Lebens stehen, die Diskriminierungserfahrungen hinter sich haben.” Die salafistischen Akteure fischten gezielt in diesem Feld.

Dieses heillose Hirngespinst wird mit der Tatsache belegt, dass muslimische Ärzte Jihad-Terror in Glasgow planten und ein muslimischer Doktorand Jihad-Terror in Kanada plante und so viele muslimische Kleriker weltweit an solchen Jihad-Terror-Plänen beteiligt sind. Diese Leute waren beim besten Willen nicht „bildungsmäßig benachteiligt“ und waren keiner Diskriminierung ausgesetzt, die ernst genug war zu verhindern, dass sie gute Abschlüsse in ihren Studienbereichen erzielten.

Der bösartige Aspekt dieser Hirngespinste besteht darin, dass sie die Vorstellung verstärken – ebenso durch jüngste, harte Erfahrungen im Iran und Afghanistan widerlegt – dass, wenn wir den Muslimen Geld, Bildung und Chancen geben, der Jihad aufhören wird.

Wenn man die Botschaften der Salafisten analysiere, werde deutlich, warum sie erfolgreich seien. “Sie sagen den jungen Männern: ‘Wenn ihr zu uns kommt, seid ihr auf der richtigen Seite. Wenn ihr gottgefällig handelt, nach Syrien reist und für Gottes Sache kämpft, ist euch das Paradies gewiss. Und die anderen kommen in die Hölle’”, sagt Michael Kiefer.

Wenigstens das hat er begriffen.

Knallchargen

8. März 2014 um 7:56 | Veröffentlicht in Geistesgrößen | 5 Kommentare

Frank-Walter Steinmeier, Außenminister (wieder) – ist der Mann seinem Posten gewachsen? Nö, findet Broder völlig zurecht. Bei ihm hat es nur zu „Merkels Briefträger“ gereicht und entsprechend dumm schwätzt er.

Tzipi Livni, Ministerin, Chefunterhändlerin – die Frau ist so scharf darauf in die Geschichtsbücher einzugehen, dass sie ziemlichen Unsinn redet: „Wenn wir keinen palästinensischen Friedenspartner haben, dann müssen wir eben mit der Welt Frieden schließen.“ Klar doch, „Frieden“ wir so lange umdefiniert, bis er auf alles passt, obwohl er nicht ansatzweise vorhanden ist. Stricken wir uns die Welt so um, dass sie dem Wolkenkuckucksheim angepasst ist – oder so. Naftali Bennett hatte einen entsprechenden Kommentar: „Nächster Schritt: Wenn es keinen palästinensischen Friedenspartner gibt, dann suchen wir den Frieden mit Außerirdischen.“

United Methodist Church in Claremont, Kalifornien bei Los Angeles – die Typen hatten den Nerv in ihrer Krippe das Jesuskind durch einen (ausgewachsenen) Trayvon Martin in Kapuzenpulli zu ersetzen. Trayvon Martin war der schwarze Verbrecher, der von einem hispanischen Mann in Selbstverteidigung getötet wurde, aber von jeder Menge Heuchlern als unschuldiges Opfer gefeiert wird. Einziger Beweis für die Unschuld des Verbrechers: Er ist Schwarzer, der Mann, der als letztes Mittel auf ihn schoss, ist es nicht. Dass der Kriminelle die Stelle von Jesus zum Spruch „Ein Kind ist geboren, uns ist ein Sohn geschenkt“ einnimmt, ist mehr als unverschämt – es ist eine (auch moralische) Abartigkeit, die Gotteslästerung darstellt.

John Kerry, US-Außenminister, mal wieder – der hatte doch tatsächlich wissen lassen, wenn Assad abtritt, dann werde in Syrien alles gut, vor allem für die Minderheiten. Drusen, Christen, Alawiten, Ismailis, alle können geschützt werden und es wird ein pluralistisches Syrien geben. Natürlich, dafür werden vor allem die Salafisten sorgen, nicht wahr? Und „die Welt“ war ja sooo erfolgreich beim Schutz von Minderheiten in Staaten, in denen die USA halfen den Herrscher zu stürzen und islamische Opposition an die Macht zu bringen!

Shimon Peres, Präsident – da kann Mahmud Abbas noch so viel geifern, dass sein Palästinenserstaat judenrein zu sein hat; und Abbas‘ Imame und Lehrer können den Kindern noch so viel beibringen, dass Juden die Nachkommen von Affen und Schweinen sind; ganz zu schweigen von den ganzen anderen Hass-Predigten, die die „Palästinenser“ zu glühenden Judenhassern machen. Und doch kommt der israelische Präsident zu der Aussage: „Juden können in Palästina sicher leben.“ Woher nimmt der Senilo das? In der Realität lebt er ja schon lange nicht mehr, aber dass er diesen Kontakt so völlig gekappt hat… (Israel Matzav hat einen guten Vorschlag: Peres sollte unter die Palästinenser geschickt werden, um mal festzustellen, ob sie wirklich Juden bei sich dulden.)

Ron Pundak, „Oslo“-Architekt und Vorsitzender des Peace NGO Forum – er verlangt „mehr schmerzhafte Kompromisse“ und nennt sie „im Interesse Israels“. Der PA, sagt er, muss man vertrauen, Mahmud Abbas einer der ehrbarsten Menschen der Welt. Wie irre muss man sein, das zu behaupten? Das glauben ja nicht einmal die „Palästinenser“ selbst!

Redaktion DIE WELT – die israelische Marine fängt ein Schiff ab, das einen Haufen Raketen an Bord hat, die für die Terroristen im Gazastreifen bestimmt sind. Die Israelis zeigen die Bilder der Waffen, die auf dem Schiff gefunden wurden. Und DIE WELT schreibt im Untertitel der Nachricht: „Im Roten Meer hat die israelische Marine einen Frachter aus dem Iran gestoppt, der mit Raketen beladen sein soll.“ „Sein soll“ – also nicht glaubhaft, muss bezweifelt werden, ist nicht wirklich so. Bilder gefälscht oder was?

Zwei Staaten für zwei Völker – und wehe, du sagst etwas anderes

20. Februar 2014 um 14:29 | Veröffentlicht in Friedensinitiativen, Geistesgrößen, Israel | 1 Kommentar
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Analyse: Nie da gewesenes Treffen von israelischen Studenten und PA-Präsident offenbart eine peinliche Aversion gegen unangenehme Wahrheiten

Ari Soffer, IsraelNationalNews.com, 16. Februar 2014

Mehr als 300 israelische Studenten und Dutzende Journalisten drängten sich Sonntag zu einem einzigartigen Ereignis in Ramallah ins Hauptquartier der palästinensischen Autonomiebehörde, um für eine „Zweistaatenlösung“ zu werben. In einem vollgestopften Raum im Muqata-Komplex umriss PA-Präsident Mahmud Abbas seine Meinung, seine Klagen und seine Forderungen zu den laufenden Verhandlungen zwischen der PA und Israel.

Die Veranstaltung wurde von der Vereinigung „One Voice“ (Eine Stimme) und dem Knessetabgeordenten der Arbeitspartei Hilik Bar mit organisiert; dieser ist Vorsitzender des Knesset-Ausschusses für die Werbung für eine Zweistaatenlösung für den israelisch-arabischen Konflikt. Interessanterweise erklärte mir mehr als einer der Teilnehmer, dass sie den Palästinensern nicht „vertrauen“, aber motiviert seien auf weitgehende territoriale Zugeständnisse zu drängen, weil sie keine andere Option sehen. Niemand konnte erklärten, wie ein dauerhafter Frieden mit einem Partner geschlossen werden kann, dem man nicht vertraut; und diese seltsame Verzweiflung zu glauben sollte einen Großteil der folgenden Abläufe unterstreichen.

Teile der Rede von Abbas waren unauffällig: Er begann damit die israelische Regierung wegen dem zu beschimpfen, was nach seinen Worten eine unaufrichtige Haltung in den Verhandlungen sei; dazu bestätigte er seine Haltung für einen palästinensisch-arabischen Staat in Judäa und Samaria entlang der Waffenstillstandslinien von vor 1967. Er umriss außerdem das, was er als wichtige Zugeständnisse der PA bezeichnete, darunter die Idee von kleinen Landaustauschen zu akzeptieren, um große jüdische „Siedlungsblöcke“ einzubeziehen sowie seinen Vorschlag einer NATO-Friedenstruppe in Judäa-Samaria.

Er versicherte seinem Publikum zudem, dass er nicht anstrebe fünf Millionen arabische Flüchtlinge und ihre Nachkommen Israel „aufzuhalsen“, betonte aber, dass die „Flüchtlingsfrage“ auf die eine oder andere Weise gelöst werden müsse.

Doch die Rede war alles andere als nichtssagend. Infolge des Auftriebs durch das mitfühlende, weithin linke Publikum stellte Abbas eine rhetorische Gewandtheit zur Schau, für die er weniger bekannt ist als sein Gegenüber und Nemsis Premierminister Benjamin Netanyahu – was aber nicht gerechtfertigt ist. Denn in die diplomatischen Plattitüden kunstvoll eingewoben war einiges an atemberaubender Doppelzüngigkeit – ausgeführt mit einem Charme, der fast liebenswert war.

Der Hitzkopf, der erst vor zwei Monaten aus der Haft entlassene Mörder zu Helden machte und der den Nazifreund und ehemaligen Mufti von Jerusalem einen „Helden“ nannte, dem nachgeeifert werden sollte, war nirgendwo zu finden. In seinem freundlichen, fast großväterlichen Ton gab der Ra’is (Präsident), wie er genannt wird, zu, dass Hetze innerhalb der PA ein Problem ist – ein beträchtliches Zugeständnis, das aber für die wenig überrascht kommt, die die Verherrlichung von Terrorismus und zügellosen Antisemitismus in den offiziellen PA-Medien kennen und von hochrangigen Offiziellen oft zum Ausdruck gebracht werden.

Und doch: Statt Verantwortung zu übernehmen, bestand er darauf, dass er und seine Behörde nicht dafür verantwortlich zu machen sind. Trotz der aus seinem eigenen Lager kommenden Hetze war die schuldige Seite niemand anderes als Israel, machte er geltend, da er immer noch eine Reaktion auf einen vierzehn Jahre alten Vorschlag für eine Dreiparteien-Komitee (aus Israel, der PA und den USA) wartete, um in der Sache als Schiedsrichter zu fungieren. Niemand zuckte auch nur mit den Wimpern.

Und als Abbas sich die israelischen Medien (und in gewissem Maß die internationalen Medien – die, wie er die israelische Delegation informierte, „ihr“ praktisch kontrolliert) wegen „Propaganda“ gegen ihn zur Brust nahm, gab es weiteren Applaus. Er hatte in der Tat recht, dass diejenigen, die ihn der Holocaust-Leugnung in seiner Dissertation beschuldigen, diese eindeutig nie gelesen haben. Hätten sie das, dann würden sie sehen, dass er die Koranverse zum Wert des menschlichen Lebens umschrieb. Weiterer Applaus.

Hätten sie sie gelesen, würden sie auch sehen, dass sie den Titel „Die andere Seite: die heimliche Beziehung zwischen Nationalsozialismus und Zionismus“ trägt und behauptet, „eine Partnerschaft wurde zwischen Hitlers Nazis und der Führung der zionistischen Bewegung aufgebaut … [Die Zionisten gaben] jedem Rassisten der Welt, angeführt von Hitler und den Nazis, die Erlaubnis Juden nach Belieben zu bedrohen, solange das die Einwanderung nach Palästinenser garantiert.“

Dazu sollten sie sehen, dass Abbas zwar den Holocaust selbst nicht leugnet, aber sein Ausmaß bestreitet und behauptet: „… Es ist möglich, dass die Zahl der jüdischen Opfer sechs Millionen erreichte, aber gleichzeitig ist es möglich, dass die Zahl weit geringer ist – unter einer Million“ – und die Zahl von sechs Millionen sei von „den Zionisten“ erfunden. Doch Gott sei’s geklagt, sie haben sie nicht gelesen.

Und hätten sie sie gelesen, dann sei mehr als klar, dass Hilik Bar und CO. niemals gestattet hätten, dass die Party ruiniert wird.

Denn als während der Frage-Antwort-Runde fragte einer der sorgfältig ausgesuchten Fragenden, wie Abbas sicherstellen könne, dass ein Zustrom von „Flüchtlingen“ – in welchem Zusammenhang auch immer – die demokratische Struktur des jüdischen Staates nicht zerrissen wird, grinste der erfahrene Diplomat und gab eine gewagte, ironische Antwort: „Was, wollen Sie uns Geburtenrolle aufzwingen?“

Hilik Bar verlagerte ungemütlich das Gewicht in seinem Sessel, räusperte sich, murmelte etwas davon, dass die Frage nicht wirklich beantwortet wurde … und drängte dann darauf weiterzumachen. Ich konnte mir ein Kichern kaum verkneifen.

Und außer etwas bemerkenswert Interessantes auf seinem Schreibtisch zu finden, reagierte Bar nicht, als Mahmud Abbas – dessen Amtszeit als „Palästinenserpräsident“ vor fünf Jahren auslief und weitergeht – uns informierte, dass wir uns nicht wegen des Einflusses extremistischer Gruppen sorgen sollten, denn „wir sind hier eine Demokratie. Wir haben transparente Wahlen.“

Weit weniger humorvoll waren allerdings Abbas‘ Kommentare zu „den Siedlern“.

„Ihr sein ein ehrbares Volk, es ist eine Schande, was die Siedler ohne jeden Grund tun. Sie schlagen unsere Bäume, sie töten, sie zerstören … sie schlachten meine Schafe“, stichelte Abbas. „Ihr müsst sie stoppen.“

Niemand fragte ihn, wann und wo all diese mysteriösen „Siedler“-Morde stattfanden. Doch fast alle klatschten.

Es war ein Meisterkurs in Hetze und Manipulation, vor einem Publikum, dem er und andere Redner wiederholt versicherten, es sei die nächste Generation der israelischen Führer.

Natürlich würde, hätte Israel zugestimmt an einem Dreierkomittee teilzunehmen, solche Hetze wahrscheinlich niemals geäußert worden. Noch würde sie regelmäßig im PA-Fernsehen als Lizenz zu gewalttätigen Angriffen auf jüdische Dorfbewohner in Judäa und Samaria erscheinen.

Und ob er nun behauptet, dass Jerusalem „immer palästinensisch gewesen ist“ oder die jüdische Verbindung zum Tempelberg leugnet (wir sollten uns über „Klagemauer“ freuen“ oder uns informiert, dass die Hamas „dem Terror abgeschworen“ hat – es war klar, dass den Versammelten nichts verärgern würde. Mit dem moderaten Redner vor sich würde nichts ihren Glauben an die „Zweistaatenlösung“ erschüttern.

Angesichts dessen, dass dies Architekten der Zweistaaten-Mustervorlage sind, auf der die derzeitigen Verhandlungen um die Zukunft dieses Landes gründen, ist das etwas, das uns alle Sorgen bereiten sollte.

Kommentar: Putzige Ansichten

31. Januar 2014 um 12:06 | Veröffentlicht in Geistesgrößen, Medien+Nahost | Hinterlasse einen Kommentar
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Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 30. Januar 2014 (direkt vom Autor)

Mit einem untrüglichen Gespür für Mentalität und Kräfteverhältnisse in Israel hat die Spiegel-Expertin für den Judenstaat, Ulrike Putz, vom sicheren Beirut aus mitgeteilt, dass der Fortbestand der Koalition in Israel gefährdet sei. Weil sonst in der Welt, in Damaskus, Kiew, Washington und sogar bei der GroKo in Berlin alles ganz fürchterlich stabil ist, verdient ein wackelnder Hardliner wie Benjamin Netanjahu natürlich eine große Schlagzeile.

Der israelische Premier sei auf die Stimmen von Naftali Bennetts ultrarechter Partei angewiesen, schreibt Putz. Wahrscheinlich ist sie unfähig, vom feindlichen Libanon aus die Homepage der Knesset aufzurufen, um festzustellen, dass Netanjahu im Falle eines Rauswurfs der von Putz so bezeichneten “Siedlerpartei” Jüdisches Haus des Wirtschafts- und Handelsministers Naftali Bennett sogar mehrere Alternativen hätte, um sich eine Mehrheit im Parlament zu sichern.

Worum es bei der Krise zwischen Bennett und dem Premierminister ging, ist fast irrelevant, denn derartige Auseinandersetzungen sind in der israelischen Politik an der Tagesordnung. Schließlich wollen sich Politiker wie Parteien profilieren. Das ist auch in Deutschland so. Da aber alle an ihren Stühlen kleben, platzt nicht gleich die Koalition. Auch die Regierung stürzt nicht so schnell, wie sich Putz das vorstellt.

Kurz zusammengefasst: Netanjahu hat etwas behauptet, was die israelischen Rechten nicht akzeptieren konnten. Bennett beleidigte daraufhin den Premierminister. Der drohte mit der ultimativen Waffe: Entlassung Bennetts. Die Abschreckung wirkte. Bennett entschuldigte sich. So hätte er das nicht gemeint. Und Netanjahu akzeptierte vorhersehbar die vermutlich unaufrichtige Reue des Bennett. Die Krise ist überwunden und der Frieden in Israel ist wieder im Lot.

Nun bleibt noch die “schreckliche” Geschichte des Sohnes von Netanjahu, der – oh je – mit einer nicht-jüdischen, vermutlich blonden Schönheit aus Norwegen ausgeht. Putz scheint von Beirut aus besonders gute Beziehungen zu Israels ultraorthodoxen “Sittenwächtern” zu pflegen, die Netanjahu angeblich zu “nationaler Verantwortung” aufgerufen haben, dieses Treiben seines Sohnes zu unterbinden. Die Korrespondentin in Beirut scheint Israel mit der Hamas im Gazastreifen oder mit dem Treiben der “Sittenwächter” in Saudi Arabien zu verwechseln. Denn die Ultraorthodoxen sitzen heute in der Opposition und haben nicht viel zu sagen.

Auch wenn Netanjahu fähig ist, die ganze Welt auf den Kopf zu stellen, fragt sich, wie viel Macht er hat, seinem 23-jährigen Söhnchen vorzuschreiben, mit welcher Blondine der ins Bett steigen darf. Das ist ein Bereich, wo normalerweise sogar die “nationale Verantwortung” auf Grenzen stößt.

(C) Ulrich W. Sahm

Obama kloppen

29. Dezember 2013 um 16:09 | Veröffentlicht in Geistesgrößen, Karika-Tour, Satire/Humor, USA | Hinterlasse einen Kommentar
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Am 26. Juli 1920 schrieb der Journalist, Satiriker, Kritiker und Demokrat H.L. Mencken in der Baltimore Evening Sun: Während die Demokratie perfektioniert wird, repräsentiert das Amt des Präsidenten immer genauer die innere Seele des Volkes. Eines großen und ruhmvollen Tages werden die einfachen Menschen des Landes endlich die Sehnsucht ihrer Herzen erreichen und das Weißes Haus wird von einem ausgesprochenen Kasper und völlig narzisstischen Schwachkopf bewohnt sein.
Das war 41 Jahre und fast zwei Wochen bevor Barack Hussein Obama geboren wurde und 88 Jahre und gut 3 Monate vor seiner Wahl zum US-Präsidenten. Mencken hatte eine wohl prophetische Gabe.

Ein Leser von Atlas Shrugs hat mal etwas Perspektive gebracht:
Während der dreieihalb Jahre des (amerikanischen) Zweiten Weltkriegs, der mit der japanischen Bombardierung von Pearl Harbor im Dezember 1941 begann und mit der Kapitulation von Deutschland und Japan 1945 endete, produzierte die USA 22 Flugzeugträger, 8 Schlachtschiffe, 48 Kreuzer, 349 Zerstörer, 420 Zerstörer-Eskorten, 203 U-Boote, 34 Millionen Tonnen Frachter, 100.000 Jagdflugzeuge, 98.000 Bomber, 24.000 Transportflugzeuge, 58.000 Schulungsflugzeuge, 93.000 Panzer, 257.000 Kanonen, 105.000 Mörser, 3.000.000 Maschinengewehre und 2.500.000 Militärlastwagen. Wir steckten 16,1 Millionen Männer in die Uniformen der verschiedenen Streitkräfteteile, führten Invasionen in Afrika, Sizilien und Italien durch, gewannen die Schlacht im Atlantik, planten und führten den D-Day durch, marschierten über den Pazifik und durch Europa, entwickelten die Atombombe und eroberten am Ende Japan und Deutschland.
Es ist bemerkenswert, dass die Obama-Administration es während der fast genauso langen Zeitspanne nicht schaffte eine funktionierende Internetseite aufzubauen.

Die NSA-Affäre – natürlich haben sie auch die Israelis ausspioniert. Was dort zu dieser Karikatur anregte:


Bibi: „Ich habe ihm eine Million Male gebeten Pollard freizulassen, aber dieser Obama hört einfach nicht!“

Neujahrsgrüße – da der Superpräsi sich so gerne in den Mittelpunkt stellt und es in letzter Zeit eine Menge „selfies“ (sich selbst mit dem Handy fotografieren) gab, stellte sich jemand vor, dass die Entstehung von Obamas Neujahrsgruß so aussehen dürfte:

Und zu Weihnachten gab es eine Karikatur, die auch den Narzissmus des Superpräsis aufgriff:

Weitere Weihnachtsweisheiten:

Der Junge erklärt dem Weihnachtsmann seine Wunschliste:

Christmas wishes… und einen neuen Präsidenten, der kein Kommunist ist
und einen Außenminister, der ein starkes Amerika will statt eine Weltregierung
und einen Generalstaatsanwalt, der kein linker Gauner ist
und einen Heimatschutzminister, der kein Faschist ist…

Santa+ObamaMädchen: Meine Mami lacht mich aus, weil ich an dich glaube.
Santa: Sag deiner Mami, dass Santa sie auslacht, weil sie Obama glaubt.

Ein Abschlusswort von General Dwight D. Eisenhower (dem Oberkommandierenden der Alliierten Streitkräfte im Zweiten Weltkrieg in Europa):

EisenhowerFreedomWenn du völlige Sicherheit willst, dann GEH INS GEFÄNGNIS.
Da hast du Essen, Kleidung, Krankenversorgung und so weiter.
Das einzige, was dir fehlt
ist FREIHEIT

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