Jihad gegen – Broccoli?
22. September 2008 at 21:41 | In Europa+Islam, Geistesgrößen, Islam+Islamismus, Medien + Islam, Muslime, die Welt+Islam | No CommentsTags: Halal-Hippies, Jihad
Raymond Ibrahim, Jihad Watch, 18. September 2008
Das folgende Op-ed einer gewissen Sadie Polttila dient als perfektes Beispiel für die vielen Unzulänglichkeiten der Islam-Apologetik: „Der wahre Islam ist eine Religion des Friedens und des freien Willens, nicht der Gewalt“, von Sadie Polttila für das Leader Telegram, 17. September:
Die Vereinigten Staaten sind eine große Nation, deren Fundamente auf dem Privileg der Religionsfreiheit ruhen. Der Islam ist Teil dieser Grundlage und eine Religion des Friedens. Was verrückte Leute im Namen der Religion, jeder Religion, tun, macht sie verrückt oder ungebildet – nicht religiös. Beispielsweise sind nicht alle Christen gleichen dem Ku-Klux-Klan, weil KKK-Mitglieder definitiv falsch über das Christentum informiert sind…
Erster Fehler: Religiöse Prinzipien mit Taten von Leuten zu verbinden. Alle Religionen der Welt lehren eine Anzahl Prinzipien; sie unterscheiden sich in jeder beliebigen Art von Sitten. Was Leute im Namen irgendeiner Religion tun, mag oder mag nicht in Übereinstimmung mit deren Lehren stehen. Der KKK mag zwar versucht haben seine Bewegung mit der Christenheit zu verbinden, aber ein durchschnittlicher christlicher Theologe kann ziemlich einfach ihre Behauptungen mit der Bibel widerlegen. Was nun die muslimischen „Extremisten“ tun – kann das einfach durch die Grundsatz-Quellen des Islam bestreiten werden, den Koran und die Hadithe? Kann der muslimische Durchschnittsgelehrte den Jihad und all die anderen problematischen Aspekte des Islam mit dem Koran und den Hadithen widerlegen (die hier [auf Jihad Watch] täglich berichtet werden)? Nein. Fakt ist, dass gewöhnlich das Gegenteil zutrifft: Die Gelehrten sind diejenigen, die die islamische Gewalt und Intoleranz am stärksten vertreten. Versuchen Sie ahl al-hadith und sunna in Mekka, Medina oder Al-Azhar zu fragen, was sie glauben, was „Jihad“ wirklich bedeutet. Man sollt auch das Konzept des „Mainstream“ bedenken. Mainstream-Christentum hat offensichtlich sehr wenig mit KKK-Prinzipien zu tun. Was den „Mainstream“-Islam angeht, kann – und sollte – man jedoch, was immer die Muslime sagen, sich immer ihren Gesetzen (Scharia) zuwenden, um zu entdecken, was wirklich islamisch ist und was nicht: Jihad gegen die Ungläubigen, bis die Welt Allah unterworfen ist, ist islamisch; Unterordnung der Frauen unter Männer ist islamisch; Diskriminierung von Nichtmuslimen (Dhimmis) ist islamisch. Alle diese Aspekte sind im Islam kodifiziert und extrem gut dokumentiert. Lassen Sie uns daher uns allem ein für allemal des Arguments des „Menschen, die miese Dinge tun, verdrehen ihre Religion“ entledigen. Natürlich tun das viele. Das ist nicht die Frage. Die Frage ist einfach: Lehrt die Religion solche Dinge oder nicht?
Fatwas sollen eine gelehrte Meinung zu einer Frage des islamischen Rechts sein. Sie sind nicht schlecht, aber es ist etwas nicht damit in Ordnung, wenn Leute, die nicht Gelehrte sind, sie ausgeben…
Schön und gut. Aber wenn das der Fall ist, warum äußert dann Frau Paolttila ihre Meinungen zu Fragen betreffs des islamischen Rechts – was im Effekt das Ausgeben einer Fatwa ist? Immerhin ist das der ganze Sinn ihrer Op-ed, d.h. ihres Opinion-Editorials (Meinungs-Leitkommentars): eine Meinung über Fragen zum Islam abzugeben? Ist sie also eine Gelehrte für islamisches Recht?
Der Koran sagt: „Es gibt keinen Zwang im Glauben. Der richtige Weg ist nun klar erkennbar geworden gegenüber dem unrichtigen. Wer nun an die Götzen nicht glaubt, an Allah aber glaubt, der hat gewiß den sichersten Halt ergriffen, bei dem es kein Zerreißen gibt. Und Allah ist Allhörend, Allwissend.“ (Sure Al-Baqara, 256) … Ich betone, dass es keinen Zwang im Glauben gibt und keine Rechtfertigung für sinnlose Gewalt.
Und so entdecken wir jetzt, dass sie offensichtlich keine Islam-Gelehrte ist; entweder das oder sie betreibt Taqiyya über absichtliche Verheimlichung. Einen Vers hinauszuposaunen (Sure 2,256) und darauf zu bestehen: „Hier, die Frage ist geklärt“, ist mehr als amateurhaft; es ist etwas von der Qualität einer Karen Armstrong. Hier findet sich der Unterschied zwischen einem wahren Gelehrten des Islam und einem Apologeten: Der Gelehrte bestätigt den „kein Zwang“-Vers; aber er nimmt auch die vielen „Schwert-Verse“ wahr (z.B. Sure 9,5 und 9,29), die genau das Gegenteil sagen. Nun wird jeder, der ernsthaft versucht dem Islam zu folgen – das heißt, ein Muslim, einer,d er sich der Autorität seiner Religion buchstäblich unterwirft - versuchen diese widersprüchlichen Verse miteinander in Einklang zu bringen. Und genau das haben die Gelehrten des Islam getan, indem sie die Kardinaldoktrin der al-nasikh we al-mansukh formulierten – der Aufhebung: Wenn zwei oder mehr Gebote des Korans sich widersprechen, dann hebt das später gekommene das frühere auf. Und wie der Zufall es will, sind alle friedfertigen und toleranten Verse, solche wie der von der Schreiberin zitierte, frühe Verse, während die gewalttätigen viel später kamen und daher – nach Angaben aller Schulen der sunnitischen Rechtsgelehrtheit – Gewalt und Intoleranz Nichtmuslimen gegenüber, kategorisiert von den Institutionen des Jihad und des Dhimmitums, als Allah letztes Wort zur Beziehung des Islam zu den Nichtmuslimen gilt.
Nur Gott entscheidet, wer im Himmel für den Jihad belohnt wird, was übersetzt „streben“ oder „kämpfen“ bedeutet. Jemand kann einen persönlichen Jihad mit Broccoli haben…
Solch „niedlicher“ Unsinn wird nach einer Weile wahrlich ermüdend. Nochmals: Diese Schreiberin, die darauf besteht, dass wir alle Definitionen den islamischen Gelehrten überlassen sollten, will uns sagen, dass Muslime Jihad gegen Gemüse führen können. Alle islamischen Rechts-Leitfäden definieren die Doktrin des Jihad einfach als Krieg gegen die Nichtmuslime, um Letztere dem Islam zu unterwerfen. Punkt.
Im Islam sollen Frauen als gleichberechtigte Bürger geehrt, hoch gehalten und geachtet werden. Es ist festgehalten worden, dass der Prophet Mohammed (Friede sei mit ihm) sagte: „Sicher, Frauen sind die Zwillingshälfte der Männer“ und: „Der Himmel liegt zu Füßen der Mütter“.
Ja, es ist auch festgehalten worden, dass Mohammed sagte, es sei in Ordnung, wenn ein Mann seine Ehefrau belügt und dass die Hölle zum größten Teil durch Frauen bevölkert wird. Darüber hinaus legitimiert der Koran höchstselbst, zusammen mit der Legitimierung der Polygamie, die Versklavung von Frauen als Konkubinen. Noch einmal: Frau Polttila konzentriert sich auf einen Hadith, während sie nicht nur ignoriert, was der Koran und Dutzende anderer Hadithe über Frauen sagen, sondern wie das islamische Gesetz diese kategorisiert, nämlich definitiv nicht als „gleichberechtigte Bürger“.
Jeder, der dem oben Angeführten nicht zustimmt, dürfte nicht islamisch sein – er dürfte einfach „verrückt“ sein.
Eine wahrhaft „gelehrte“ Schlussfolgerung.
Jerusalem – gelogene Ansprüche
18. September 2008 at 20:27 | In Araber, Geschichte, Islam+Islamismus, Islamstaaten, Israel, Jerusalem, Muslime, Nahost-Konflikt, Palästinenser | No CommentsTags: Tempelberg, Propagandalügen
Unter den Propagandisten der „palästinensischen Sache“ ist es selbstverständlich geworden, dass „die Juden“ „keinerlei Verbindung zu Jerusalem“ haben. Es gibt Anfänge in der Richtung zu „Palästina“ auch nicht. Mit Fakten halten sich diese Lügenverbreiter ohnehin nicht auf, sie schaffen sich ihre eigenen.
Dass den Arabern/Muslimen Jerusalem am A – am Hinterteil vorbei geht, wenn nicht gerade jemand anderes dort die Macht hat, und dass ihr Interesse am „drittheiligsten Ort des Islam“ nie religiös, sondern immer nur politisch motiviert ist, zeigt Dr. Mordechai Kedar von der Bar Ilan-Universität in Ramat Gan in einem Artikel bei YNetNews auf. Auf den Nahost-Infos habe ich eine genehmigte Übersetzung eingestellt.
Das Thema ist nicht neu. Erst Anfang September habe ich auf derselben Seite „Oberster Muslimrat: Tempelberg ist jüdisch“ eingestellt, mit dem die heutigen Behauptungen der Terroristen mit einem Reiseführer der Waqf (muslimische Tempelberg-Verwaltung) aus dem Jahr 1925 Lügen straft.
Viel weiter in die Geschichte zurück griff Daniel Pipes im Herbst 2001, als er den „muslimischen Anspruch auf Jerusalem“ erörterte und zu dem Schluss kam, dass es ihn nicht gibt – weder aus dem Koran heraus noch aus dem Verhalten der Muslime/Araber im Verlauf der Geschichte überhaupt.
Ich bin gespannt, ob es je dazu kommt, dass wenigstens der eine oder andere Israel-„Kritiker“ auf die Idee kommt, diese Fakten anzuerkennen und den Hätschelkindern mit den Bombengürteln und den „selbst gebauten“ „Sylvesterraketen“ samt ihren weltweiten Parteigängern und Propaganda-Kapos etwas ins Stammbuch zu schreiben.
Islamische Kriegsführung studieren
15. September 2008 at 21:37 | In Islam+Islamismus, Nahost-Konflikt, Terrorismus, USA | No CommentsTags: US-Regierung, Krieg gegen den Terror
Um den Feind zu kennen, muss man erst einmal zugeben, dass es ihn gibt
Raymond Ibrahim, National Review online, 11. September 2008
Auf der Eröffnungskonferenz der Association for the Study for the Middle East and Africa (ASMEA – Vereinigung für die Studien des Nahen Ostens und Afrikas) im April wies ein Sprecher, LTC Joseph Myers, auf einen interessanten Punkt hin, der weiterer Betrachtung wert ist. Obwohl militärische Studien traditionell die Texte klassischer Kriegsführungs-Doktrin hoch schätzten – so Clausewitz’ „Zum Kriege“, Sun Tsus „Die Kunst des Krieges“ und sogar die Leistungen Alexanders des Großen, wie sie von Arrian und Plutarch aufgezeichnet wurden – wird die islamische Kriegsdoktrin, als würde sie nicht mehr auf Texten basieren, völlig ignoriert.
Erst 2006 beklagte William Gawthrop vom Pentagon, dass „die hochrangigen Dienstkollegen im Verteidigungsministerium in ihren Lehrplan keine systematische Studie Mohammeds als militärischem und politischem Führer eingegliedert hatten. Die Folge ist, dass wir immer noch kein tief gehendes Verständnis der Kriegsführungs-Doktrin haben, wie sie von Mohammed festgelegt wurde, wie sie heute von einer zunehmenden Zahl islamischer Gruppen angewendet werden könnte oder wie man sie kontern könnte.“ [Hervorhebung hinzugefügt] Heute, volle sieben Jahre nach dem 11. September, ist das Verständnis der islamischen Art Krieg zu führen kaum besser.
Das ist noch ironischer, wenn man bedenkt, dass, während klassische Militärtheorien (Clausewitz, Sun Tzu, Machiavelli et.al.) weiterhin in den Vorlesungsverzeichnissen der Kriegsschulen steht, kann argumentiert werden, dass sie für die heute weit anders geartete Kriegslandschaft und Diplomatie wenig praktischen Wert haben. Man vergleiche das mit den Kriegsdoktrinen des Islam: Ihre „theologische“ Qualität – wo, wie sie in einer Religion gegründet sind, deren „göttliche“ Gebote in Zeit und Raum überschreitet und als unveränderlich geglaubt – machen es unwahrscheinlich, dass die Kriegsdoktrinen des Islam jemals außer Mode kommen werden. Man kann zwar argumentieren, dass zu lernen, wie Alexander seine Kavallerie bei der Schlacht von Guagamela 331 v.Chr. manövrierte, sowohl akademischer Natur als auch anachronistisch war, aber die Taten und Kriegslisten des Propheten Mohammed – seine „Kriegs-Sunna“ – dienen den modernen Jihadisten immer noch als Beispiel.
Beispielsweise stimmen, gegründet auf den Worten und Taten Mohammeds, die meisten islamischen Rechtsschulen überein, dass das Folgende im Krieg gegen den Ungläubigen alles legitim ist: der wahllose Gebrauch von Flugkörper-Waffen, auch wenn Frauen und Kinder anwesend sind (in Mohammeds Kontext des siebten Jahrhunderts waren das Katapulte; heute sind es entführte Flugzeuge oder Massenvernichtungswaffen); die Notwendigkeit den Feind immer zu täuschen und sogar formelle Verträge wann immer möglich zu brechen (s. Sahim Muslim 15,4057); und die einzige Aufgabe eines Friedensvertrages – oder „hudna“ – ist es den islamischen Armeen Zeit zur Umgruppierung für eine neue Offensive zu geben und sollte – theoretisch – nicht mehr als zehn Jahre dauern.
Die Koranverse 3,28 und 16, 106 wie auch Mohammeds berühmte Erklärung „Krieg ist Täuschung“ haben alle zur Formulierung einer Reihe von Doktrinen der Verstellung geführt – die berüchtigtste von ihnen die Doktrin der „taqiyya“, die es Muslimen erlaubt zu lügen und sich zu verstellen, wann immer sie sich unter Autorität der Ungläubigen befinden. Irreführung spielt eine so große Rolle, dass der berühmte muslimische Gelehrte Ibn al-Arabi erklärt: „In den Hadithen wird die Praktizierung der Täuschung im Krieg gut demonstriert. Ihre Notwendigkeit wird sogar stärker betont als [die Notwendigkeit von] Mut.“
Zusätzlich zur Ignorierung dieser gut dokumentierten islamischen Strategien bereitet noch mehr Sorge, dass das Verteidigungsministerium weiterhin darin versagt angemessene „ewige“ Doktrinen des Islam zu würdigen – so die Zweiteilung in den Ort des Krieges und den Ort des Islam, die behauptet, dass der Islam sich immer in einem Zustand der Feindschaft gegenüber der Welt der Ungläubigen befinden und, wo wann immer möglich, Krieg führen muss, bis alles Territorium der Ungläubigen unter islamische Herrschaft gebracht worden ist. Tatsache ist, dass diese Zweiteilung der Feindseligkeit unzweideutig in der islamischen Weltsicht kodifiziert ist und als fard kifaya erachtet wird – das heißt, als Verpflichtung für die gesamte muslimische Welt, die nur erfüllt werden kann, so lange einige Muslime – sag: „Jihadisten“ – sie aktiv hoch halten.
Trotz dieser problematischen – aber aufschlussreichen – Doktrinen, trotz der Tatsache, dass eine schnelle Durchsicht der islamistischen Webseiten und Bücher immer wieder demonstrieren, dass die derzeitigen und kommenden Jihadisten ständig diese doktrinalen Aspekte des Krieges zitieren und ernst nehmen, tun das ranghohe US-Regierungsvertreter nicht, die mit der Verteidigung Amerikas beauftragt sind.
Warum? Weil die „Flüsterer“ – Walid Phares’ passendes Attribut für die Mehrheit der Gelehrten zum Nahen Osten und zum Islam sowie ihre willigen Apologeten in der Presse – jeden mit einem Bann belegt haben, der es wagt eine Verbindung zwischen islamischer Doktrin und modernen islamistischem Terror aufzuzeigen – worüber das Steven Coughlin-Debakel Zeugnis ablegt. Das ist für alle jene in diesem Feld (s. Martin Kramers Ivory Towers on Sand: the Failure of Middle Eastern Studies in America) eine nur zu bekannte Geschichte.
Es gibt zwar heutzutage viele Nahost-Studienfakultäten, aber man müsste doch arg suchen (besonders an den Universitäten mit mehr Prestige), um irgendwelche Kurse zu finden, die sich mit dem zentralsten und wichtigsten Themen des Tages beschäftigen – so der islamischen Rechtsprechung und dem, was sie über den Jihad sagt oder dem Konzept des Hauses des Islam gegen das Haus des Krieges. Diese Themen, wird uns versichert, haben internaitonal für Ärger sorgende Folgen und sollten am besten begraben werden. Statt dessen wird der angehende Studierende mit Kursen überschwemmt, die sich mit den Bösartigkeiten des „Orientalismus“ und des Kolonialismus, den Gender Studies und der Zivilgesellschaft beschäftigen.
Die größere Ironie – wenn man über den Islam und den Westen redet, dann gibt es zahlreiche Ironien – ist die, dass ausgerechnet am Tage der ASMEA-Konferenz, bei der es auch eine direkte Ansprache des obersten Islamgelehrten Bernard Lewis („Es scheint mir eine gefährliche Situation zu sein, in der jede Art gelehrter Diskussion über den Islam, um es vorsichtig auszudrücken, gefährlich ist“), das Außenministerium verkündete, es würde al-Qaida-artige Radikale weder „Jihadisten“ oder „Mudschaheiddin“ nennen, noch irgend ein anderes arabisches Wort mit islamischem Anklang verwenden („Kalifat“, „Islamo-Faschismus“, „Salafi“, „Wahhabi“ und „Ummah“ sind ebenfalls außen vor).
Aber ach, weit davon entfernt, den grundlegendsten und einfachsten Rat bezüglich der Kriegsführung – Sun Tsus altes Diktum: „Kenne deinen Feind“ – hat die US-Regierung Probleme zuzugeben, dass es diesen Feind überhaupt gibt.
Fitna, Muslime und wer was wie sieht
12. September 2008 at 17:13 | In Europa+Islam, Islam+Islamismus, Karika-Tour, Muslime | No CommentsTags: DryBones, Fitna
Geert Wilders’ Fitna wurde fürchterlich nieder gemacht. Von westlichen Politikern, Medien, Meinungsmachern und Verbandsvertretern fast noch mehr als von den religiös Dauerempörten. Und warum? Yaakov Kirschen bringt es auf den Punkt:

Es kommt halt immer darauf an, wer die Wahrheit sagt und wie. Und wir wissen ja, dass die Kuffar die Wahrheit nicht sagen dürfen, weil die Jünger des Propheten das als Beleidigung empfinden. Und dieses Empfinden ist es, was zählt, nicht die Fakten.
Ramadan: Zeit zur Reinigung der Seele und für Seifenopern
11. September 2008 at 20:45 | In Araber, Islam+Islamismus, Islamstaaten, Muslime | No CommentsTags: Ramadan, Hasspropaganda
Raymond, Dhimmi Watch, 10. September 2008
Wenn der Jihad eine Beleidigung für die “moderne Welt” ist, dann infiltriert diese die ansonsten kargen Lebensweisen des Ramadan. Die verderbten Medien der Ungläubigen verüben Überfälle auf die Gläubigen, verwässern deren Religion – d.h. nach Angaben der „Salafisten“.
„Für einige bedeutet der Ramadan Fasten, Reinigen und Fernseh-Dramen“ – von Octavia Nasr für CNN, 10. September:
Der Ramadan ist für Muslime auf der ganzen Welt der heiligste Monat, eine Zeit des Fastens, der Reinigung der Seele und der Kapitulation vor Gott. Aber im Nahen Osten gibt es für diese Tradition einen neuen Dreh.
Aus dem Ramadan wird für arabische Satellitensender das große Geld. Millionen Dollar werden für Sonderprogramme ausgegeben, von denen viele westlichen Seifenopern vergleichbar sind, um die Massen während ihres Fastens zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang zu unterhalten…
Aber nicht alles ist „Seife“. Es gibt auch Geschichtssendungen, die die glorreichen Zeiten der vergangenen islamischen und arabischen Zeitalter hervorheben.
Das sind die herbeigesehnten Zeiten des Hohen Kalifats, als die Ungläubigen ihren Platz kannten – anders als jetzt, wo die Bräuche der Ungläubigen (wie das Sehen von „Seifenopern“) in den heiligsten Monat des Islam eingedrungen sind.
In diesen werden die uralten arabischen Stammeskleidungen ausgestellt, einschließlich der traditionellen Kopfbedeckung, des Dolches an der Seite und mehr Kamelen, als der Zuschauer zählen kann.
Der Boom der Seifenopern während des Ramadan ist zum Thema heißer Diskussionen auf Nachrichtensendern geworden. Einige Leute haben ihrer Sorge Ausdruck verliehen, dass den ganzen Tag vor dem Fernseher zu sitzen sich nicht gut mit dem Geist des Monats verträgt, in dem die Muslime nachdenken und meditieren sollten.
Kommentar heplev:
Erinnern wir uns daran, zu was diese „Seifenopern“ genutzt werden: Die Mullahs, aber auch das Staatsfernsehen in Syrien und Ägypten, „bilden“ gerne ihre Bevölkerung mit antisemitischen Serien wie „Reiter ohne Pferd“, die die „Protokolle der Weisen von Zion“ als Wahrheit verkünden und „Stimmung“ gegen Israel und die Juden machen. Das geht weit über die Beleuchtung der glorreichen Vergangenheit hinaus, die man sehnsüchtig wieder herbei wünscht. Es ist pure Hetze, begründet und unterlegt mit dem Koran und den Hadithen.
Die Umsetzung westlicher „Bräuche“ und Technologien zum Einsatz für die Verbreitung des radikalen Islam und der Hetze gegen alles nicht Islamische genutzt. Seifenopern im Fernsehen sind ähnlich den Handys, die zum Zünden von Bomben genutzt werden oder vor 30 Jahren die Tonband-Kassetten, die Ayatollah Khomeini zur Verbreitung seiner Hass-Botschaften nutzte. Raymond liegt mit seinem Kommentar nicht falsch – aber er greift sogar noch zu kurz. Es geht bei Weitem nicht nur um die Verherrlichung der Vergangenheit und die Beschwörung ihrer Wiederkehr. Es geht darum, die Ungläubigen insgesamt zu unterwerfen, die Welt Allah untertan zu machen, mit allen Mitteln und aller Grausamkeit, mit dem vollkommenen Hass, der den „Ungläubigen“ gebührt. Fragt irgendjemand, warum „sie uns hassen“, dann sollte man in erster Linie auf die Hetze in den islamischen Ländern verweisen. Das hat nichts mehr mit vermeintlichen oder tatsächlichen an den Arabern/Muslimen verübten Ungerechtigkeiten zu tun. Das kommt aus dem Herzen des Islam.
Der größere und der kleinere Jihad
3. September 2008 at 20:10 | In Islam+Islamismus | 3 CommentsTags: Jihad
Hugh Fitzgerald, Jihad Watch, 29. August 2008
“Es gibt nach Angaben von Khan zwei Arten des Jihad. Den größeren Jihad, bei dem die Person ihre animalischen Tendenzen bekämpft, und den kleineren Jihad, bei dem sie im Auftrag ihrer Gemeinschaft kämpft.“ – aus diesem Artikel.
Immer wieder kommt dieses falsche Zeugs vom „kleineren Jihad“ und „größeren Jihad“ auf und uns wird sorgfältig erklärt, dass der „größere Jihad“ der innerliche Kampf der Muslime mit ihrem eigenen Bewusstsein ist. Aber das scheint nicht ganz so zu sein.
Zu allererst gründet sich der Islam nicht auf die Sorge um das Individuum, sondern kümmert sich um das Kollektiv der Gläubigen, die Umma und die Förderung der Interessen nicht des Einzelnen, sondern der Großen Sache: das der Islam verbreitet wird, bis er überall dominiert. Der einzelne Gläubige ähnelt dem Rekruten einer Armee. Wenn er sie verlässt, wird das als Verrat betrachtet. Seine Pflicht ist die der mentalen Unterwerfung – es wird nichts unabhängig in Frage gestellt, es werden keine Pflichten damit verglichen, was die Vernunft oder Moral ihm sagt, das seine Pflichten sein sollten. Er hat nicht zu fragen warum, sondern muss peinlich genau den Regeln folgen, was verboten ist und was geboten wird.
Dieser „größere Jihad“-Kram ist nur deshalb geschaffen worden, um die Ungläubigen zu überzeugen, dass der wahre „Jihad“ – der „Kampf“ darum, alle Hindernisse zur Verbreitung und dann der Dominanz des Islam zu beseitigen – nicht das ist, sondern etwas weniger wichtiges, etwas, das im Hintergrund schwebt, während alle Aufmerksamkeit auf diese Individuen konzentriert sein sollte, die mit ihrem Gewissen kämpfen. Das Gewicht der Autorität liegt völlig auf der anderen Seite. Koran-Kommentatoren und muslimische Rechtsgelehrte und muslimische Historiker stimmen alle darin überein, dass „Jihad“ den „Kampf“ zur Verbreitung des Islam bedeutet und dass der „innere Kampf“ einfach eine spätere Erfindung einiger weniger muslimischer Möchtegern-Reformer ist, die erkannten, dass „Jihad“ in einer Welt überwältigend mächtiger Ungläubiger nicht weise oder gar nicht möglich ist und daher der Vorstellung eine andere Interpretation gegeben werden sollte. Oder zumindest sie wollten versuchen das Unmögliche zu tun und hofften, dass einige Muslime diese Interpretation übernehmen würden.
Das geschah aber nicht. Doch heute versuchen alle möglichen Sicherheitsdienste der westlichen Welt das weiter. Sie glauben weiter, dass, wenn sie sich von dem Wort „Jihad“ fern halten und jede andere mögliche Sorte Wörter (hiraba usw.) anbieten, sie es irgendwie schaffen werden die Muslime im Westen zu überzeugen, dass er wirkliche Jihad dieser „innere Kampf“ ist. Sie pfeifen nicht nur im Dunklen, sondern verzögern die weit verbreitete Erkennung dessen, was „Jihad“ ist und warum es von Wichtigkeit für genau die Ungläubigen ist, die die Bedeutung und die Bedrohung durch den Islam (für sie selbst) erkennen müssen, um zu begreifen was los ist und Maßnahmen zu unterstützen, die ihnen andernfalls nicht erforderlich scheinen würden. Unsere Sicherheitsdienste und unsere politischen und Medien-Eliten in der gesamten westlichen Welt haben es nicht verstanden den Islam zu begreifen, bevor die große, ungehinderte Migration von Muslimen in die Länder der Ungläubigen begann. Dieses Versagen setzt sich bis in die Gegenwart fort, weil wenige rational über dieses Problem nachzudenken wünschen, so von Angst erfüllt und konfus macht es sie. Und dann wird es immer die Verrückten geben, diejenigen, die die Bedrohung fühlen und nicht in der Lage sind sie sachlich zu diskutieren und sich statt dessen auf das Triviale und das Tendenziöse konzentrieren – „Es ist alles die Schuld der Linken [Marxisten, Demokraten, man hier kann sein Lieblingsattribut einsetzen].“ Und in ihrer Unfähigkeit sich auszudrücken und der politischen parti pris sowie ihrer allgemeinen Unkultiviertheit und sonderbaren Ungeschicktheit erlauben sie anderen einfach sie noch leichter abzutun.
Diese „großer Jihad“ und „kleiner Jihad“-Geschichte kommt aus einem einzelnen Hadith, der von den meisten maßgebenden Muhaddithin wie Bukhar und Muslim, als nicht authentisch beurteilt wird. Karen Armstrong zitiert in ihrem kleinen Führer ins Nichts mit dem Titel „Islam“ diesen Hadith natürlich und spielt ihn mächtig hoch, ohne auch nur den geringsten Hinweis darauf zu geben, wie wenig er den Muslimen bedeutet. Natürlich ist unklar, ob Armstrong versteht, was eine isnad-Kette ist oder wie die Muhaddithin die hunderttausende behauptete Hadithe (richtiger: ahadithe) studierten und einordneten oder wie die Muhaddithin selbst entsprechend ihrer angenommenen Maßgeblichkeit eingeordnet worden sind.
Das wird von der Art von Muslimen nie erwähnt, die uns davon überzeugen wollen, dass der „Jihad“ nicht das ist, was wir denken. Sie wollen, dass wir glauben unser Verständnis der Texte und unsere Studien davon, wie Muslime über 1350 Jahre hinweg aufgrund dieser Texte handelten, offenbare nichts über den Jihad und dass die Wahrheit darüber von den modernen muslimischen Propagandisten gelernt werden kann. Diese Propagandisten müssen sich mit einer beispiellosen Situation auseinandersetzen – der von Millionen Muslimen, die in den Ländern der Ungläubigen, den Bilad al-Kufr leben. Sie müssen jede Untersuchung, jede kritische Analyse oder Studie des Islam abwenden, die die Ungläubigen dazu bringen könnte, was natürlich wäre, äußerst besorgt zu werden, weil sie entdecken, dass der Islam keine „Religion“ ist, sondern auch und hauptsächlich eine Politik und eine Geopolitik innerhalb eines totalen Glaubenssystems, der auf der Vorstellung kompromissloser und permanenter Feindschaft zwischen Gläubigen und Ungläubigen gründet, einer Feindschaft, die nicht geringer wird, wenn der Ungläubig Himmel und Hölle in Bewegung setzt, um seinen guten Willen und unübertreffliche Großzügigkeit beweist.
Die Religion des Friedens im Bild
2. September 2008 at 22:23 | In Islam+Islamismus | 1 CommentTags: Al-Qaida, Religion des Friedens, Terroristen
ElderofZiyon, 1. September 2008

Mitglieder der Jaysh al-Ummah beten vor dem Training im Gazastreifen, 29. August 2008. Jaysh al-Ummah oder die „Armee der Nation“ ist eine palästinensische islamistische Gruppe, die der Ideologie von Osama bin Ladens al-Qaida nachgebildet wurde. Sie übt für die Schlacht mit Israel, so der Leiter der Gruppe, Abu Hafss. Das Bild wurde am 29. August 2008 aufgenommen (Reuters/Mohammed Salem)
Man könnte sich beschweren, dass es unfair ist, alle Muslime über diesen Kamm zu scheren, aber man müsste auch ziemlich heftig suchen, um Muslime zu finden, die über dieses Bild (oder andere dieser Art) genug verärgert sind, um einen Artikel oder einen Leserbrief oder Blogeintrag darüber zu schreiben, wie sehr das eine Beleidigung das für den Islam ist.
Fehlender Wohlstand in der islamischen Welt
14. August 2008 at 21:12 | In Araber, Geistesgrößen, Islam+Islamismus, Islamstaaten, Nahost | No CommentsTags: falsche Konzepte
Hugh Fitzgerald, Dhimmi Watch, 13. August 2008
In diesem Artikel sagt George Walden, dass Kenneth Pollack dies behauptet: „Fehlender Wohlstand, nicht der Islam, dürfte die geringe Rate an Demokratien in den vorwiegend muslimischen Staaten erklären.“
Wie wahr.
Saudi-Arabien, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate (Dubai, Abu Dhabi, Sharja et.al), Qatar, Libyen und die anderen sechs muslimischen Staaten oder Staaten, wo Muslime die Führung haben, die Mitglied der OPEC sind und damit die Nutznießer, haben allein seit 1973 mehr als zehn Billionen Dollar Gewinn durch Öl gemacht und keiner von ihnen ist eine Demokratie – und jetzt wissen wir alle, warum. Es ist ihr „fehlender Wohlstand“.
Wie sollen wir als Saudi-Arabien reich machen, angesichts seines „fehlenden Wohlstands“? Und Kuwait? Und die VAE? Und Qatar? Und all die anderen muslimischen Staaten in der OPEC? War der Iran gefährlicher, als er keinen Ölreichtum hatte oder als er großen Reichtum durch Öl erwarb und durch diesen Reichtum verrückt wurde und gleichzeitig mit diesem Reichtum durch Öl in die Lage versetzt wurde die Art von Waffen und Macht zu erwerben, die er jetzt anstrebt?
Wollen wir „Wohlstand“ für die muslimische Welt? Ist das der Schlüssel? Was, neben den mehr als zehn Billionen Dollar, die den größten Transfer an Wohlstand in der Geschichte der Menschheit darstellt, brauchen sie? Was, außer den Milliarden, die wir Ungläubigen all den muslimischen Staaten geben, die keinen Ölreichtum haben, könnten wir tun? Was wollen die Pollacks dieser Welt, das wir Ungläubigen tun sollen? Ständig die Muslime, trotz ihres vom Islam eingeimpften Inschallah-Fatalismus mit unserem Geld reich halten, damit sie nicht … na, Sie wissen schon … Extremisten werden?
Welch vollkommener Blödsinn. Von Anfang bis Ende. Was für ein Trottel.
Der fehlende Wohlstand in den muslimischen Staaten, die kein Öl haben, wird vom Islam selbst erklärt. Es ist der Islam, der die Gewohnheit der mentalen Unterwerfung fördert und in der Erweiterung die Unterwerfung unter den Herrscher, so lange dieser Herrscher Muslim ist. Es ist der Islam, der den Inschallah-Fatalismus fördert. Und beide haben wirtschaftliche Konsequenzen. Die erste: Die Gewohnheit der mentalen Unterwerfung, dass von freiem und skeptischem Hinterfragen abgehalten oder es bestraft wird (was mit jeglichem „freien und skeptischen Hinterragen“ zum Islam anfängt), führt zu einem Nichtvorhandensein von unternehmerischer Veranlagung und großem Verlass auf Manna oder staatliche Zuwendungen. Die jüngsten Berichte darüber, dass trotz der riesigen und teuren Anstrengungen der Amerikaner der „freie Markt“ sich im Irak nicht entwickelt und dass die staatseigenen Teile der Wirtschaft vergrößert wurden, sollten nicht überraschen. Das war unvermeidlich. In den ölreichen Staaten kommt das Geld von der Regierung. Die gesamte Anstrengung um sicherzustellen, dass die eigene Sekte oder der eigene Stamm oder die eigene Familie es entweder schafft die Kontrolle für diese Sekte, dieser Stamm oder diese Familie zu gewinnen oder, wenn man das nicht schafft, sich bei der Sekte, dem Stamm oder der Familie einzuschmeicheln. Die königliche Straße zum Reichtum im muslimischen Nahen Osten? Fragen Sie die Al-Sauds, die As-Sasbahs, die Al-Thanis, die Al-Maktoums und all die anderen, samt ihren Höflingen („Sie kennen mich, ich bin Al“, ist ihre Lieblingsgeschichte) und Groupies und überkandidelten Speichelleckern bei Hofe.
Was den Inschallah-Fatalismus angeht: Warum soll man sich ein Bein ausreißen, wenn letztlich jede Fiber deines individuellen oder kollektiven Seins dir sagt, dass alles an Allah liegt und er eingreifen wird, ziemlich unerklärlich und plötzlich, wann immer er will? Warum versuchen Wohlstand in Gesellschaften zu schaffen oder zu akkumulieren, die vom Islam erfüllt sind und die sich ohnehin in ständigem Aufruhr befinden? Es gibt die ständigen Versuche sich in eine gute Position zu bringen, um sich mehr Wohlstand zu verschaffen – so wie den verfügbaren Öl-Reichtum, der so viel reichlicher vorhanden ist als alles, was die Araber selbst möglicherweise machen könnten. Und was sie ohnehin nicht versuchen. Sie verlassen sich auf die Millionen, meist ungläubigen Arbeiter aus dem Ausland.
Und in den muslimisch dominierten Staaten, die vergaßen mit Öl- und Gas-Reserven geboren zu werden, haben es die Ungläubigen – nicht die geschwisterlichen Mitglieder der Umma – irgendwie geschafft in die schlechte Gewohnheit zu verfallen zehntausende und inzwischen hunderttausende Millionen für Muslime in Ägypten, Pakistan, Jordanien, den so genannten palästinensischen Gebiete (der arabisch besetzte Gazastreifen und die “Westbank“) und überall sonst zu berappen, wo solche Muslime zu finden sind. Ungläubige Spender versprachen vor einigen Wochen zwei Milliarden Dollar für den Kosovo zu geben.
Der berühmte Satz von Villiers de l’Isle-Adam wurde für eine neue Anwendung umformuliert: „Was Arbeit angeht, werden die Ungläubigen das für uns tun.“
Pollack behauptet, dass „fehlender Wohlstand“ die Gewalt und Aggression und Drohungen erklärt, die aus den muslimischen Ländern kommen. Nein. „Fehlender Wohlstand“ kommt aus derselben Quelle, die – völlig unabhängig – die Gewalt und Aggression und Drohungen gegen die Ungläubigen erklärt und aus den muslimischen Ländern kommt (und von Muslimen, die oft recht komfortabel in den Ländern der Ungläubigen Westeuropas leben, mit Sicherheit weit komfortabler als in den muslimischen Ländern, aus denen sie kamen).
Diese Quelle ist der Islam. Und das ist das, was die kühlen, fantasielosen, durch und durch in Wort und Tat bürokratisch denkenden Kenneth Pollacks dieser Welt nicht einmal ansatzweise verstehen können oder sich erlauben würden ansatzweise zu verstehen.
Muslime rasten wegen israelischem Koran-Projekt aus
7. August 2008 at 21:53 | In Araber, Islam+Islamismus, Islamstaaten, Israel, Nahost-Konflikt | No CommentsTags: Koran
Elder of Ziyon, 4. August 2008
Ein israelischer Professor an der Universität Haifa lehrte im letzten Jahr Entwicklungspsychologie vor einer Gruppe beduinischer Studenten. Einer von ihnen merkte ihm gegenüber an, dass die modernen Konzepte, die er sie lehrte, keinen Einfluss auf ihre wahrscheinlichen Patienten haben würde; ein Elternteil könnte ihnen zum Beispiel sagten, dass „ein Teufel in mein Kind gefahren ist“. Der Professor, ein Jude, fragte, was helfen würde; sie antworteten, dass sie, wenn sie ihre psychologische Therapie auf den Koran gründen könnten, dann würden die Eltern und Kinder sehr empfänglich dafür sein.
Das Ergebnis dieses Gesprächs ist das Quranet-Projekt, bei dem etwa 300 Verse des Koran genutzt werden, um universale Konzepte wie die Übernahme von Verantwortung, Respekt und die Wahrheit zu sagen gelehrt werden. Das Projekt zeigt die Verse und gibt sowohl einen psychologischen Hintergrund wie auch ein konkretes Beispiel für jeden Vers.
Ein Flash-Beispiel kann man sich hier ansehen und ein Interview mit dem Professor – der jetzt ein großer Fan des Koran ist – kann man hier sehen.
Dieses Projekt versucht nicht den Koran zu interpretieren und es soll keine gelehrtes Studium sein; es nutzt einfach den Koran, um universale Konzepte grundlegender menschlicher Güte und Würde durchzusetzen.
Das bedeutet natürlich, dass die muslimische Welt austickt, weil sie überzeugt ist, dass das Projekt ein israelisches Komplott ist, um den Koran in ein Werk zu pressen, das – na ja, universale Konzepte grundlegender menschlicher Güte und Würde zu lehren.
Hier ein Ausschnitt aus Gulf News:
Scheik Dr. Abduallah Al Mutlaq, Mitglieder des Hohen Ulema-Vorstandes in Saudi-Arabien, verurteilte das Projekt, das von 15 muslimischen beduinischen Akademikern in Israel als Teil ihres Masters-Programms zu Bildungsberatung entwickelt wurde und das der jüdische Professor Dr. Ofer Grosbard beaufsichtigt sowie von drei islamischen Predigern überprüft wurde.
Ein einer Erklärung gegen über Gulf News betonte Dr. Al Mutlaq, dass Muslime dem israelsichen Quranet-Projekt nicht trauen sollten, da es von Juden geführt wird, die offen ihren Hass auf den Islam und die Muslime zur Schau tragen.
„Ein Muslim, der den islamischen Lehren folgen will, sollte sich in keiner Sache, welche auch immer, auf diese Internetseite verlassen, was die Interpretationen des Heiligen Koran angeht“, sagte er.
Er warten, dass Muslime sich nicht von israelischen Äußerungen täuschen lassen sollten, dass „Quranet den Koran in ein einzigartiges und nützliches Bildungsmittel für Eltern und Lehrer verwandelt und damit die weithin zugängliche, nützliche Kraft des Korans wieder gibt“.
Wir betrachten diesen verurteilten Schritt als Versch eine Generation Muslime zu schaffen, die den Koran auf eine Weise verstehen, die Israel und die USA haben wollen, nachdem die Verse des Koran falsch interpretiert wurden, um dem israelisch-zionistischen Projekte in der Welt zu dienen“, sagte er.
Abdullah Al-Shihri, der prominente islamische Forscher, fragte, seit wann Israel so scharf darauf geworden ist islamische Erziehung in die Köpfe anderer Nationen zu pflanzen und das Gesicht dies Islam im Westen zu verbessern.
„Wir haben das Recht misstrauisch gegenüber den Zielen des Projekts zu sein, das von muslimischen Forschern auf der ganzen Welt verurteilt worden ist“, sagte er.
Al Shihri beschrieb die Initiative des israelischen Außenministeriums zur Werbung für die Quranet-Internetseite als verdächtig und merkte an, dass Muslime keine anderen Völker brauchen, um ihr heiliges Buch zu interpretieren und die Beziehung der Muslime zum Westen keine Mittelsmänner braucht.
Der saudische Fotograf Fahd Al-Harbi gab seiner Überzeugung aus, dass es das Hauptziel derer, die hinter dem Projekt stehen, ist die muslimische Welt so auseinander zu bringen, wie es der politischen Agenda Israels dient.
„Wie anders sollen wir die guten Absichten verstehen, die das israelische Außenministerium behauptet, außer, dass wird denken, dass diese Internetseite politische Motive hat“, sagte er.
Hier etwas von IslamOnline:
„Israel will die Muslime in seine Falle locken, indem es den Koran auf eine Weise interpretiert, die israelischen Projekten passt“, sagte Scheik Ahawqi Abdel-Latif vom ägyptischen Ministerium für religiöse finanzielle Ausstattug der Zeitung Al-masri Al-Youm.
Dr. Manae Abdel-Halim Mahmud, Professor für Koranwissenschaften an der Al-Azhar-Universität, griff das israelische Projekt ebenfalls heftig an. „Israel hat für den Islam und die Muslime nur Hass übrig“, sagte er. „Dieses Projekt zielt darauf ab das Bild des Islam zu beschmutzen, indem dem erhabene Koran falsch interpretiert wird.“
Das palästinensische Ministerium für finanzielle Ausstattung und religiöse Fragen lehnte das Projekt ebenfalls ab; dort hieß es, es gibt keinen Grund den Koran in Hebräisch umzuinterpretieren, da das Heilige Buch bisher schon viele male korrekt interpretiert worden ist.
Die iranische Quran News Agency schreibt:
Bereits ein kurzer Blick in die islamische Geschichte zeigt, dass die jüngste Aktion, die darauf zielt zionistisch orientierte Interpretationen des Koran zu produzieren, nichts Neues ist. Von den ersten Tagen des Aufkommens des Islam an ist diese Taktik genutzt worden, um den Fortschritt des Islam zu behindern; diesmal haben sie das einfach nur auf moderne Weise getan.
Diese alte Taktik gründet auf der Produktion gefälschter Interpretationen, die allgemein auf persönliche Erfahrungen und Sichtweisen basieren. Ihre Strategie besteht darin, falsches Verständnis und Skepsis unter den muslimischen Generationen zu säen, nur die Taktiken unterscheiden sich von Zeit zu Zeit.
In einem Zeitalter, das die Ära des Dialogs, der Kultur und der Logik genannt wird, sind einige imperialistische Kolonisten und zionistische Kapitalisten immer noch von altmodischen Denkarten besessen. In einem Zeitalter, in dem der Islam die Herzen und Seelen von Milliarden Menschen auf dem ganzen Globus erobert und den Titel der am schnellsten wachsenden Religion der Welt erworben hat, können die jämmerlichen Zionisten und ihre imperialistischen Verbündeten keinen großen Unterschied machen, indem sie auf alte Taktiken zurückgreifen.
Die Muslime sind heute gebildet und wachsam und es ist keine weise Politik zu ersuchen, Milliarden Menschen zu täuschen, indem Lügen und erfundene Informationen verbreitet werden, während es einfachen Zugang zu authentischen Quälen [sic] gibt.
Jau, die Kritiker scheinen ganz sicher mit niemanden übereinstimmen zu wollen, der die Frechheit hat daherzukommen und anzunehmen, der Koran lehre Liebe, Respekt für andere und Wahrheit.
Der Kern des muslimischen Beleidigtentums
3. August 2008 at 17:36 | In Gesellschaftspolitik, Islam+Islamismus, Muslime | 1 CommentTags: beleidigt
„Man kann den Muslimen das Recht, sich beleidigt und gedemütigt zu fühlen, ebenso wenig absprechen wie den Schweizern das Recht, zu einer Volksabstimmung aufzurufen“, schreibt Henryk M. Broder über die muslimischen Reaktionen auf den anstehenden schweizerischen Volksentscheid zum Minarettbau.
Da hat er recht. Jedenfalls nach unserem Verständnis von Freiheit und freier Meinungsäußerung. Die Frage sollte aber in den Raum gestellt werden, warum die Vertreter der Religion der immerwährenden Empörung so beleidigt reagieren, wann immer ihnen etwas nicht passt. Ist das willkürlich? Oder ist das eine gewollte Methode? Oder gibt es da ein grundsätzlich anderes Verständnis von begründetem Beleidigtsein?
Robert Spencer von Jihad Watch klärt auf:
Das übliche Verständnis von übler Nachrede ist im Westen, dass falsche Vorwürfe beteiligt sind, mit denen eine andere Person verleumdet wird. Im islamischen Gesetz aber gehören zu übler Nachrede keine Unwahrheiten. Das Shafi’i-Regelwerk des islamischen Gesetzes, Umdat al-Salik, definiert „üble Nachrede“ als „Erwähnung von etwas Beliebigem zu einer Person, das dieser nicht gefällt“. Es wird nichts darüber gesagt, ob das Gesagte wahr ist oder nicht – nur, dass die Person das nicht mag. Und das gründet sich auf eine Äußerung Mohammeds, die dasselbe sagt.
Hat man das Konzept der üblen Nachrede erst einmal verstanden, dann ist es einfacher zu begreifen, warum Muslime im Westen so schnell und einfach alles Reden über Jihad und islamische Überlegenheitsansprüche als verleumderisch und den Islam beleidigend charakterisiert wird, selbst wenn das Gesagte beweisbar korrekt ist. Ein bemerkenswerter Fall war der der Klage von CAIR gegen die National Review; ein weiterer war der Angriff von Al-Arabiya auf mein Buch The Truth About Muhammad [Die Wahrheit über Mohammed], aber das krönende Beispiel ist die Antwort auf Geert Wilders’ Film Fitna.
Vor diesem Hintergrund muss man sich über gar nichts mehr wundern. Wenn es beleidigend ist, anderen Wahrheiten des Islam weiterzugeben, die Muslimen nicht gefallen, dann ist auch klar, dass überhaupt nicht mehr über den Islam gesprochen werden darf, wenn man es nicht in der positivst lobenden Art tut und vor den Imamen und ihren Verbänden katzbuckelt und sich ihnen zu Füßen wirft.
Die Muslime haben ihr Recht auf Beleidigtsein. Allerdings dürfen wir ihnen nicht das Recht geben, dieses Beleidigtsein zum Standard zu machen, dem sich alle anderen unterzuordnen haben. Sie müssen lernen damit zu leben beleidigt zu sein, ohne dass sie gleich ausflippen und drohen, wie der schweizerische Imam, der mit seiner angeblichen Sorge um die Schweiz in Wirklichkeit die Schweizer vor die drohende Wahl stellt, sich entweder dem islamischen Allmachtsanspruch zu fügen oder „dänische Zustände“ und das Verbrennen von Schweizer Fahnen (und mehr) zu bekommen.
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