Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (03.-09.08.2014)

3. August 2014 um 21:50 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Europa, Europa+Nahost, Israel, Jerusalem, Medien+Nahost, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO, USA | 2 Kommentare
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Sonntag, 03.08.2014: Zahlen:
Samstag wurden 84 Raketen auf Israel geschossen. Die IDF beschoss 153 Terrorziele im Gazastreifen.
Bis Sonnenuntergang schossen die Terroristen 70 Raketen und Mörsergranaten auf Israel.
– Derzeit befinden sich 115 verletzte IDF-Soldaten in israelischen Krankenhäusern.
– Während der gesamten Operation wurden mehr als 1.800 Araber, 64 israelische Soldaten und 3 Zivilisten getötet.
– Heute (Sonntag) schossen die Terroristen 119 Raketen auf Israel (das sind 119 versuchte Morde an israelischen Zivilisten).

Kleine Anmerkung zu gestern: Die Terroristen schossen 11 Mörsergranaten aus der direkten Umgebung einer UNO-Schulein Zeitun im Gazastreifen.

Der britische Außenminister Philip Hammond bezeichnet die Lage im Gazastreifen als intolerabel. Sie werde zu mehr antisemitischen Angriffen auf britische Juden führen.

Die Hamas schwor am Samstag den Kampf gegen Israel fortzusetzen, bis sie ihre Ziel erreicht hat. (Anmerkung: In ihrer Charta hat sie ihre Ziele beschrieben – Vernichtung Israels und die Ermordung seiner Juden.)

Die Stadtverwaltung von Jerusalem veranstaltet einen Straßenverkauf von Waren von Einwohnern und Geschäftsleuten aus dem Süden.

Ban Ki-moon nannte die Schüsse auf eine Schule in Rafah „moralisch empörend und kriminell“. (Hat er über Raketen und Mörser auf israelische Zivilisten noch nicht so formuliert.)
Empört äußerten sich auch die USA, Großbritannien. (Die EU auch.)
Die IDF gab an, sie habe 3 Terroristen des PIJ in der Nähe der Schule beschossen.

Liebesgrüße der Fatah: Wir werden „Tel Aviv in einen Feuerball verwandeln“.

Offene Lüge der Hamas: „Wir haben niemals Raketen auf Zivilisten geschossen.“

Waffenstillstands-Heckmeck:
Der chinesische Außenminister forderte von Israel eine Ende der Offensive und die Aufhebung der Abriegelung des Gazastreifens.
Eine Delegation von Hamas und dem Palästinensischen Islamischen Jihad kam in Kairo an, um über eine Waffenstillstand zu sprechen.
EU: Waffenstillstand sofort. Außerdem muss Israel „proportional“ agieren. (Was immer das heißen soll.)

Montag, 04.08.2014:

Zahlen:
Am Sonntag schossen die Terroristen 119 Raketen und Mörsergranaten nach Israel. 8 Raketen wurden abgefangen. Die IDF traf 100 Terrorziele und zerstörte 2 Tunnel.
– bis 17 Uhr wurden von den Terroristen 31 Raketen auf Israel geschossen.
Montag schossen die Terroriten 86 Raketen nach Israel.

Die Hamas nannte den Terroranschlag in Jerusalem eine „willkommene lokale Initiative“.

Fatah-Terroristen prahlen damit, dass sie am Sonntag in Neve Tzuf eingedrungen sind. Die Bewohner des Hauses hatten sich gewehrt und die Angreifer vertrieben; die Terroristen behaupten dagegen, sie hätten „3 zionistische Siedler“ getötet und seien sicher zurückgekehrt.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Khaled Meschaal bekräftigte noch einmal: Es gibt keinen Waffenstillstand, solange die Forderungen der Hamas nicht erfüllt werden.
Großbritannien forderte von Israel einen bedingungslosen, sofortigen Waffenstillstand.
– Der Palästinensische Islamischer Jihad behauptet, innerhalb der kommenden Stunden werde vermutlich ein Waffenstillstand verkündet.
– Der spanische Außenminister: Die EU kann und muss sich mehr anstrengen, um einen Waffenstillstand im Gazastreifen zu erreichen.
– Ein Mitglied der PA-Delegation in Kairo: Es besteht die Möglichkeit, dass bald eine vorläufige Waffenruhe ausgerufen wird, die als Einleitung zu Verhandlungen für eine dauerhafte Lösung dient. Es sei auch möglich, dass eine israelische Delegation nach Kairo komme.
PA-Quellen sagen, Ägypten versprach, dass es weiter darauf hin arbeitet die Blockade des Gazastreifens zu beenden.
Ägypten legte Israel am Montag die Forderungen der Palästinenser für eine Waffenruhe vor (Abzug der Israelis aus dem Gazastreifen, Ende der Blockade, Entlassung von Häftlingen, Beginn eines Wiederaufbauprozesses).
Netanyahu forderte, dass die Wiederherstellung des Gazastreifens an dessen Entmilitarisierung gebunden wird.
– Der französische Außenminister fordert, dass die Welt im Nahen Osten eine Lösung erzwingt. Darüber hinaus wählte Mr. Fabius heftige Sprache gegen Israel („Gemetzel“, „Massaker“ usw.)
Al-Arabiya berichtete, Israel habe gesagt Israel, es sei zum Abzug aus dem Gazastreifen bereit, wenn es einen Waffenstillstand gibt.
Die PA lässt wissen, dass Ägypten am Dienstagmorgen (8 Uhr) einen Waffenstillstand verkünden wird. Es bestehe die hohe Wahrscheinlichkeit, dass eine 72-stündige Waffenruhe ausgerufen werde.
Das Weiße Haus: Wir drängen auf einen Waffenstillstand im Gazastreifen.
Die Hamas behauptet, sie würde einer dreitägigen Waffenruhe zustimmen; gleichzeitig forderte sie die Araber in Judäa und Samaria auf zu 3 Tagen Krawallen auf.
– Die Hamas bestätigte das Vorliegen eines Waffenstillstandsvorschlags; die Gruppe habe aber noch nicht darüber entschieden.
– Der ägyptische Außenminister hofft, dass der Waffenstillstand ein dauerhafter wird und die Stabilität wiederherstellt.
Regierungsquellen in Jerusalem sagte, man sei der Waffenruhe gegenüber positiv eingestellt. Etwas später wurde die Zustimmung Israels bekanntgegeben. Er soll um 8 Uhr Dienstagmorgen beginnen.
Die PA sagt, die (von Israel geforderte) Entmilitarisierung werde erst kommen, wenn die Besatzung endet. (Der Gazastreifen ist seit 2005 nicht mehr besetzt!)

Dienstag, 05.08.2014: Zahlen:
97 israelische Soldaten (Arutz-7: 109) werden stationär in Krankenhäusern behandelt.
– Während der Operation „Fels in der Brandung“ wurden 3.356 Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel geschossen; die IDF traf 4.762 Ziele.
Die IDF gibt an, dass sie 900 Kombattanten getötet und 32 Tunnel zerstört hat.

Der Anführer beim Mord an den drei israelischen Teenagern wurde festgenommen; er hatte versucht mit falschen Papieren nach Jordanien zu fliehen. Im Verhör gab er zu, dass er der Kopf der Tat war und Geld dafür von der Hamas bekommen hatte.

Ein Hamassprecher wurde Samstagabend am Schifa-Krankenhaus von Einwohnern der Stadt geprügelt. Er musste von „Sicherheitskräften“ in Sicherheit gebracht werden, die die wütenden Araber verhafteten.

Ein indisches Fernsehteam beobachtete den Aufbau von Raketen zum Abschuss nach Israel in einem dicht besiedelten Gebiet, samt Abschuss kurz vor Beginn des Waffenstillstands.

Haniyeh: „Der Feind hat seine Ziele nicht erreicht. Was er militärisch nicht erreicht hat, wird er auch über die Verhandlungen nicht erreichen.“ Tolle Aussichten!

Ein französischer Reporter „entdeckte“ Raketenwerfer der Hamas – einen direkt neben einem Wohnhaus, einen weiteren neben einem UNO-Gebäude.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Ein hochrangiger Hamas-Vertreter ließ wissen, dass heute Abend indirekte Verhandlungen mit Israel beginnen sollen.
US-UNO-Botschafterin Susan Rice: Es ist wichtig, dass der 72-stündige Waffenstillstand genutzt wird, um mit der Lösung der Krise zu beginnen. Beide Seiten müssen dem verpflichtet bleiben und die Gelegenheit nutzen, um Verhandlungen zu beginnen.
– Warme (nutzlose) Worte der EU zum Waffenstillstand: „begrüßen“, „alle Seiten müssen…“, blablabla.
Ägyptische Unterhändler sagten den Delegierten der Hamas, der Bau eines Flughafens und eines Seehafens stehe nicht zur Debatte.

Mittwoch, 06.08.2014:

Zahlen:
Israel gibt an, dass die IDF zwischen 750 und 1.000 „Militante“ getötet und 4.762 Terrorziele zerstört hat. Die Terroristen haben 3.356 Raketen Richtung Israel geschossen und besitzen vermutlich noch ca. 3.000. 32 Tunnel wurden zerstört.

Den Tag über gab es mehrere Fehlalarme des Raketenwarnsystems.

Die IDF veröffentlichte weiteres Videomaterial, das Kriegsverbrechen der Hamas zeigt (Raketen aus Wohngebieten geschossen).

Ein Fatahvertreter drohte auf einer „Demonstration“ palästinensischen Geschäftsleuten: Sie haben zwei Wochen Zeit alle israelischen Waren aus ihren Geschäften zu entfernen, sonst würden diese „zerschlagen“. Außerdem drohte er Israelis, sie würden es nicht überleben in Palästinensergebiete zu fahren.

Die Issedin-al-Qassam-Brigaden der Hamas schworen, dass sie die Raketenschüsse am Freitagmorgen um 8 Uhr wieder aufnehmen werden; dann läuft der derzeitige Waffenstillstand offiziell aus.

Immer mehr Journalisten offenbaren (vor Ort oder nach Verlassen des Gazstreifens), wie die Hamas aus zivilen Gebieten heraus ihre Raketen verschoss.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Ägypten schlug angesichts von Fortschritten bei den aktuellen Gesprächen vor den Waffenstillstand von 72 auf 120 Stunden zu verlängern.
Jordanien ließ eine revidierte Version der bereits vorgeschlagenen UNO-Resolution zirkulieren, mit der aufgerufen wird „alle Gewalt und Feindseligkeiten gegen Zivilisten einzustellen“.
Die USA „erwarten“, dass sie an den Waffenstillstandsverhandlungen zwischen Israel und der PA teilnehmen werden.
– Zu Beginn der Gespräche in Kairo schwor die Hamas, es werde niemals eine Entwaffnung mit ihr geben und jeder, der das versucht, werde getötet.
– Die IDF hat 30.000 Reservisten aus dem Dienst nach Hause entlassen. 55.000 bleiben am Gazastreifen.
– Während Israel in Kairo wissen ließ, dass es einer Verlängerung der Waffenruhe zustimmen würde, lehnte die Hamas das ab.

Donnerstag, 07.08.2014:

Zahlen:
Während der Operation Schützende Schneide wurden von den Terroristen 3.360 Raketen geschossen; 2.303 schlugen in Israel ein, 475 im Gazastreifen. 584 Raketen wurden von der Eisernen Kuppel abgefangen. 260 Raketen wurden aus Schulen geschossen, 50 aus Krankenhäusern, 127 von Friedhöfen aus, 160 von Moscheen.
– 32 Tunnel wurden zerstört, 4.762 Terrorziele, 191 Waffeneinrichtungen und 977 Kommandozentralen getroffen. Mehr als 750 Terroristen wurden getötet.
– Der Gazakrieg vom Juli/August hat Israels Wirtschaft $1,44 Milliarden gekostet.
– Der Krieg brachte gut 700 zusätzliche Reporter nach Israel und in den Gazastreifen.
– Die (antiisraelische) Reporterin Jodi Rudoren von der New York Times hat vom Gesundheitsministerium der Hamas Opferzahlen bekommen. Diese bestätigten die israelischen Angaben zu den Toten im Gazastreifen. Von „wahllosem Schießen auf Zivilisten“ kann damit nicht mehr die Rede sein (was die Hetzer aber nicht davon abhalten wird…).

Friedensgrüße der Fatah-Friedenspartner: „Vertreibt die Besatzer von allem dem reinen Land zwischen Fluss und Meer.“

Ein Hamasnik, der ungenannt bleiben wollte, bestätigte, dass die Terrorgruppe während des Krieges mehrere Dutzend der Kollaboration Verdächtigte tötete; sie sollen den „Widerstand“ behindert oder Israel mit Informationen versorgt haben. (Kriegsverbrechen – wo ist die Empörung?)

Aus den Ruinen von Schuja’iya wurde die Leiche des hochrangigen Hamas-Mitglieds Eyman Taha geborgen. Palästinensische Quellen berichten, dass er nicht durch israelisches Feuer umkam, sondern hingerichtet wurde, weil ihm Spionage für Ägypten vorgeworfen wurde.

Der griechisch-orthodoxe Erzbischof von Gaza berichtet, dass das Grundstück seiner Kirche, auf dem Hunderte Palästinenser Zuflucht gesucht hatten, von der Hamas genutzt wurde, um Raketen nach Israel zu schießen.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Hamas: Wir werden Israels Forderungen nach Entwaffnung nicht einmal zuhören.
Ein deutscher Diplomat sagte, Deutschland, Frankreich und Großbritannien wollten dabei helfen den Übergang Rafah zu öffnen.
– Ismail Haniyeh betonte erneut, dass die Waffenruhe nicht verlängert wird.
Ägypten: Israel hat der Freilassung von Häftlingen zugestimmt, besteht aber auf der Demilitarisierung.
Hamas-Sprecher Mushir al-Masri sagte auf einer Kundgebung: „Der Krieg ist nicht vorbei.“
Ägypten: Der PA-Vertreter droht mit Rückzug aus den Gesprächen, sollte die Hamas keine „Flexibilität“ zeigen.
Avigdor Lieberman drängt die EU, sie solle Inspektoren an die Grenze zwischen Gaza und Ägypten schicken. („Keine Soldaten oder Polizisten, sondern Inspektoren.“)

Die Israelis warten im Moment eher ab, was kommt:

Freitag, 08.08.2014:

Zahlen:
Seit dem Morgen flog die Luftwaffe Angriffe auf 47 Terrorziele (19:45 Uhr).
Stand 20 Uhr: Seit 8 Uhr morgens schossen die Terroristen 57 Raketen auf Israel. Mindestens 2 Raketen fielen noch im Gazastreifen. Die IDF beschoss 51 Terrorziele, außerdem 3 Terroristen direkt.

Tawfiq Tirawi, Mitglied des Zentralkomitees der Fatah (Friedenspartner!), rief dazu auf die Juden ins Meer zu treiben

Hamas und Al-Jazira sagen, die Terror-Tunnel seien noch intakt.

Ban Ki-moon ist enttäuscht, dass die beiden Seiten sich nicht auf eine Verlängerung der Waffenruhe einigen konnten. Er verurteilte das erneute Raketenfeuer auf Israel.

Ein Sprecher des Palästinensischen Islamischen Jihad droht: „Israel wird die Folgen zu tragen haben, wenn unsere Forderungen nicht erfüllt werden.“

Waffenstillstands-Heckmeck:
Hamas und PIJ kündigten an die Waffenruhe nicht zu verlängern, weil Israel ihre Forderungen nicht erfüllt hat.
Am frühen Morgen hieß es von arabischen Offiziellen noch, die Ruhe werde ohne Vereinbarung fortgesetzt, obwohl Israel und die Hamas keine Einigung erzielten.
– Kairo verlangte eine Verlängerung der Waffenruhe um 72 Stunden auch ohne Vereinbarung.
– Die israelische Delegation hat nach der Erneuerung des Raketenterrors die Gespräche in Kairo verlassen und ist abgereist.
Die USA drängen „die Seiten“ darauf eine Waffenruhe zu vereinbaren.

Samstag, 09.08.2014:

Zahlen:
11 Uhr: Seit 7 Uhr schlugen 10 Raketen in Israel ein.
Stand 20:30 Uhr: 50 israelische Luftangriffe, 5 arabische Tote (davon 2 Terroristen auf einem Motorrad, gezielt angegriffen), 23 Raketen schlugen in Israel ein.

Chris Gunness von der UNRWA: Die Blockade des Gazastreifens muss enden, damit der Wiederaufbau beginnen kann und eine politische Lösung des Konflikts muss her. (Der macht die Rechnung ohne die Terroristen – oder spielt dasselbe üble Spiel wie die Terroristen.)

Ägyptische Quellen sagen, Israel habe die Freilassung von 25 Häftlingen im Tausch für die Leichen(teile) zweier Soldaten angeboten.

Hamas droht mit einem Abnutzungskrieg und bezeichnet Israel als unversöhnlich.

Waffenstillstand:
– Das US-Außenministerium gibt sich voller Hoffnung, dass „die Seiten“ in den kommenden Stunden einen Waffenstillstand erzielen (Meldung von Mitternacht)
Hamas-Sprecher Fawzi Barhoum warnte, es werde „keine Zugeständnisse an Israel“ geben. Die „Unnachgiebigkeit des Aggressors“ wird diesem nichts bringen.
Eine französische Quelle berichtete, die palästinensische Delegation in Kairo habe zugestimmt die Frage eines Seehafens im Gazastreifen zu vertagen und die Kontrolle des Übergangs Rafah der PA zu übergeben. (Fragt sich, ob Hamas/PIJ da wirklich mitgerechnet werden können.)
– Sonntag soll eine israelische Delegation in Kairo eintreffen. Verhandlungen soll es aber nur geben, wenn das Raketenfeuer aufhört.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (29.06.-05.07.2014)

5. Juli 2014 um 22:00 | Veröffentlicht in Europa+Nahost, Israel, Jerusalem, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 29.06.2014:

Terrorbilanz am Vormittag: 50 Raketen wurden allein in den zwei vergangenen Wochen aus dem Gazastreifen nach Israel geschossen. 12 davon nur an diesem Wochenende.

Die am Freitag von Israel getöteten Terroristen gehörten der ISIS an.

Netanyahu drohte mit einer Ausweitung der Aktionen gegen die Terroristen im Gazastreifen.

Montag, 30.06.2014:

Die Suche ist vorbei. Die drei Jungen wurden gefunden – d.h. ihre Leichen. Einfach auf einem Feld abgeladen, offenbar schon kurz nach der Entführung, halbwegs in einer flachen Mulde verscharrt. Gefesselt.

Die Terrorgruppe Palästinensischer Islamischer Jihad jammert bei Ägypten, es solle helfen die „israelische Aggression“ zu stoppen.
Die Terrorgruppe Hamas wendet sich mit derselben Aufforderung an die Türkei.
(Dabei wäre es so einfach: Hört mit dem Terror auf, dann habt ihr keine Probleme! Aber das wäre dann zu viel verlangt…)

Die Hamas droht wieder: Eine israelische Offensive würde „die Tore der Hölle öffnen“. Ja, für die Terroristen!

Die Volkswiderstandskomitees haben die Verantwortung für Raketen vom Sonntag für sich reklamiert. Und feiert einen feigen Terrormord von 2006.

Dienstag, 01.07.2014:

Die Jammerlappen von der PA jaulen wieder auf: „Kollektivbestrafung!“ Es gibt jedoch keine Verurteilung der Morde an den drei Jugendlichen. Dafür wird der Mord nur in der englischen Meldung der PA-Nachrichtenagentur gemeldet, die arabische Version lässt ihn komplett außen vor.

Abgesehen davon behauptet die Fatah weiter, die Jungs seien „Soldaten“ gewesen.

Der „moderate“ Mustafa Barghouti rechtfertigt den Mord an den drei Jungen.

Der „palästinensische“ „Botschafter“ in Lissabon fordert Terrorismus gegen Israel.

Bisherige Bilanz der Operation „Bruders Hüter“: 1,2 Millionen Schekel Terrorgelder konfisziert, 422 Terroristen festgenommen.

Mittwoch, 02.07.2014:

Der Iran zu den Aktionen wegen der ermordeten Jugendlichen: Empörung wegen der israelischen Invasion gegen friedliche Palästinenser. Allerdings schreibt IRNA auch über die Jungen auch, dass sie entführte und getötet wurden.

Anders die Die PA-Nachrichtenagentur WAFA: der angebliche Mord an israelischen Siedlern, die angeblich verschwunden waren.

Es gibt einzelne Israelis, die – in den sozialen Medien – „Vergeltung“ fordern, darunter auch Soldaten. Diese werden von der IDF verurteilt; Kommandeure sind angewiesen solche Leute herauszugreifen und zu bestrafen.

Die Familie Fraenkel (Verwandte eines der ermordeten Jungen) redet Klartext: Sollte der junge Araber aus Rache oder aus nationalistischen Gründen ermordet worden sein, so ist das nicht besser als der Mord an den drei Juden.

Mahmud Abbas jammert bei Ägypten, es solle (mit anderen Ländern) dafür sorgen, dass Israel nicht militärisch gegen den Gazastreifen vorgeht.

Die USA und Großbritannien nahmen die arabischen Mordversuche bei den Krawallen zum Anlass Israel zu Zurückhaltung aufzurufen. Das US-Außenministerium glaubt den arabischen Gerüchten eines Rachemords.

Donnerstag, 03.07.2014:

Bis auf weiteres wird die Straßenbahn in Jerusalem nur noch bis zum Viertel French Hill fahren; die Strecke von dort bis nach Pisgat Zeev bleibt vorläufig eingestellt. (In diesem Abschnitt hatte es die Krawalle mit Zerstörung der Haltestellen gegeben. Die Schäden an der Bahnstrecke zu reparieren, wird vermutlich einige Wochen bis Monate dauern.)

Die Eltern des ermordeten arabischen Jugendlichen haben widersprüchliche Angaben gemacht. Der Vater sagte u.a., dass ein jüngerer Sohn vor kurzem beinahe von Arabern entführt worden wäre, während die Mutter sagte, dieser Versuch sei von „Siedlern“ unternommen worden; außerdem hatte es am selben Tag von der Familie einen falschen Notruf gegeben. Die Polizei geht immer stärker von einer rein kriminellen Tat aus.

Die IDF hat Verfahren zur Bestrafung von rassistischer Online-Aufhetzung und Rache-Aufrufen durch israelische Soldaten im Zuge der Ermordung der drei israelischen Jugendlichen eingeleitet. Ein Soldat wurde deswegen festgenommen.

Auch der UNO-Sicherheitsrat weiß schon jetzt, dass der Mord an dem arabischen Jugendlichen „offensichtlich“ ein jüdischer Racheakt war und verurteiltes das mit einer Erklärung, die praktisch dieselbe war, wie sie zur Ermordung der drei Israelis ausgegeben wurde.

Die IDF hat ihre Truppen am Gazastreifen sicherheitshalber verstärkt.

Freitag, 04.07.2014:

Der ermordete arabische Junge: Wie sehen die Beweise für eine Täterschaft israelischer Siedler aus? So: Ein Junge wurde in einem Auto entführt. Trugen die Täter Kippa? Nein. Hatten sie Bärte, trugen sie Tzitzit? Nein. Warum Siedler? Sie flohen nach Jerusalem, dann sind sie Siedler.
Fazit: 1. In Jerusalem wohnen keine Araber. 2. Juden in Jerusalem sind „Siedler“.

Nach Tagen Raketenterror und Gegenschlägen hat, berichtet die BBC, die Hamas einer von Ägypten vermittelten Waffenruhe zugestimmt. Allerdings wurden nur wenige Stunden später wieder 2 Mörsergranaten nach Israel geschossen, die in offenem Gelände im Kreis Eschkol einschlugen.

Der US-„Vermittler“ Martin Indyk bezeichnet den „Friedensprozess“ als tot. Er macht „den Siedlungsbau“ dafür verantwortlich. Jahre lang im Geschäft, aber zu blind und dumm, um die Fakten zu sehen…

Die Mutter des ermordeten arabischen Jungen fordert Terror gegen Israel; das sei „palästinensisches Recht“.

Eine (neue?) PA-Gruppe, die sich „Koalition der Intifada-Jugend“ nennt, ruft zu Gewalt gegen in Judäa und Samaria lebende „Siedler“ auf. Die Ankündigung ist mit „Wir werden den Zionisten mit einem Felsen jagen“ und die Jugend wird aufgefordert „das Land zu verbrennen und es zur Hölle unter den Füßen der Eindringlinge zu machen“.

Der ermordete arabische Junge wurde heute beerdigt. Die „Trauernden“ schossen in die Luft und schworen Judenmord. Polizei wurde mit Steinen beworfen und weitere Zusammenstöße provoziert.

Von den Palästinenserführern – auch den „Moderaten“ gibt es Null Aufforderung zu „Zurückhaltung“ an die Araber.

Samstag, 05.07.2014:

Der Palästinensische Islamischer Jihad etikettiert jüdische Zivilisten in Judäa und Samaria als „legitime Ziele“.

Norwegens Außenminister warnt vor einer Eskalation der Lage und sagt, Israel habe die Verantwortung Zurückhaltung zu zeigen. (Ähm: Was tut es denn sonst? Solche „Proteste“ hätten in jedem anderen Land bereits Tote zur Folge. Und warum wird diese Verantwortung nur bei Israel angemahnt, nicht bei den Arabern???)

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (15.-21.06.2014)

21. Juni 2014 um 22:00 | Veröffentlicht in Israel, Jerusalem, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 15.06.2014:

Die Hamas tönt, die (wahrscheinlich) entführten Jungs seien israelische Soldaten!

Und wie sieht Abu Mazens großspurig angekündigte „Unterstützung“ bei der Suche nach den drei Jugendlichen aus? So:

AbuMazen-hilft-suchenDer Text beschreibt die Aufforderung an die Geschäftsleute und Hausbesitzer in Hebron die Aufzeichnungen ihrer Sicherheitskameras zu löschen, damit sie den Israelis nichts nutzen, sollten sie konfisziert werden, um bei der Identifizierung der (möglichen) Entführer der Jungen zu helfen.

Ganz abgesehen davon feiert nicht nur die Hamas im Gazastreifen die Entführung. Auch die offizielle PA-Zeitung bringt eine triumphierende Zeichnung, in dem das Logo der Fußball-WM 2014 in Brasilien abgewandelt wird. Die Fatah brachte auf ihrer offiziellen Facebook-Seite ein triumphierendes Victory-Zeichen (mit 3 statt normalerweise 4 Fingern, für jeden Entführten einer). Das übelste Machwerk dürfte aber eine Karikatur sein, bei der die drei Entführten auf der Facebook-Seite der Fatah als jüdische Nagetiere dargestellt sind, die an einer Angel hängen (sie haben Köder geschluckt).

Der PLO-„Botschafter“ in London streitet kategorisch ab, dass die Palästinenserführung Israel als jüdischen Staat anerkennen wird.

Die Hamas-Terroristen haben sich verkrochen und verstecken sich aus Angst vor der IDF, die die Gegend um Hebron nach den vermissten Jugendlichen durchkämmt.

Nach den gestrigen Raketenangriffen und der Bombardierung von Terrorzielen hat die IDF bei Aschkelon eine Batterie der „Eisernen Kuppel“ stationiert.

Montag, 16.06.2014:

Bilanz 2014: Bisher wurden dieses Jahr von Arabern mehr als 500 Brandbomben auf israelische Soldaten und Zivilisten geworfen; das ist ein Durchschnitt von 3 pro Tag.

Wie sollte es anders sein: Mahmud Abbas beschuldigt Netanyahu die Entführung der drei Jugendlichen als Vorwand zu nutzen seine eigenen Verbrechen zu vertuschen. Er warf Israel „rassistisches Handeln“ vor – womit die Suche nach den Entführten gemeint ist.

Die Hamas droht Israel mit „schweren Konsequenzen“ wegen der Festnahme von Hamas-Leuten in Judäa und einer befürchteten Ausweisung.

Dienstag, 17.06.2014:

Die Entführung:
– Die offizielle PLO-Nachrichtenagentur WAFA bezeichnet die Suche der IDF nach den entführten Jugendlichen als „Aggression“.
Ägyptens Außenminister fordert Israel auf Zurückhaltung zu üben und die Situation mit den Palästinensern nicht zu eskalieren.
Tony Blair (offizieller Quartett-Repräsentant) versucht „vernünftig“ mit der Hamas zu reden – ohne zu begreifen, dass eine Terrororganisation halt eine Terrororganisation ist, keine politische Partei.
Eine Soldatin rief die Notfallnummer an und behauptete entführt worden zu sein. Das war ein „Scherz“.
Auch das gibt es: Am Ort der Entführung trafen Juden und Muslime und beteten gemeinsam für die Freilassung der Jugendlichen.

Natürlich – aber was will man von Leuten erwarten, die Projektion betreiben (= das eigene Handeln – auch wenn sie es leugnen – bei anderen unterstellen): Die offizielle PA-Tageszeitung al-Hayat al-Jadidah behauptet Israel kehre sich nicht um die Entführten, sondern wolle die Lage für eigene Interessen ausnutzen.

Hamas und Palästinensischer Islamischer Jihad „kritisieren“ Mahmud Abbas wegen fortgesetzter Sicherheitskooperation mit Israel. Sie drängen ihn den Jihad gegen die „Zionisten“ zu erklären.

Mohammed Zoabi ist ein 17-jähriger israelischer Araber, der sich öffentlich für die Freilassung der drei Jugendlichen einsetzt. Deswegen erhielt er Morddrohungen, u.a. von Familienangehörigen. Drei der Möchtegernmörder konnten von der Polizei festgenommen werden.

Auf dem Tempelberg wurde ein 16-jähriger Jude festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, er habe sich betend verbeugt.

Mittwoch, 18.06.2014:

Entführung:
– Wenn Mahmud Abbas und seine PA die Entführung verurteilen, warum schreibt ihre offizielle „Nachrichtenagentur“ dann, das sei eine „behauptete Entführung“?
Alle Terrorgruppen im Gazastreifen, einschließlich des „Friedenspartners“ Fatah, giften wegen der israelischen Anstrengungen zur Befreiung der entführten Jungen. Israel erweise sich wieder als rassistischer Besatzer, der nur Gewalt verstehe. (Projektion wie sie im Buche steht…)
Der Sprecher von UNO-Generalsekretär Ban betonte, dass man nicht wisse, ob die Jungs entführt wurden oder nicht. Es gebe keine unabhängige Quelle, die das bestätigen würde.
– Der PA-„Außenminister“ jammert etwas von Kollektivbestrafung und die Welt solle die „palästinensische“ „Nation“ retten.
Mahmud Abbas wieder: Er „verurteilt“ die Entführung – aber nur, weil sie den „Palästinensern“ schadet!
– Ein weiterer arabisch-israelischer Jugendlicher erhält Morddrohungen, nachdem er ein Bild von sich mit „#BringBackOurBoys“ postete.
– Ein Hamasnik aus dem „politischen Büro“ der Terroristen überhäufte die Entführer mit Lob; deren Aktion sei „ein Meilenstein im palästinensischen Kampf“.
Warnung aus Washington: Israel soll bei der Suche nach den Entführten Zurückhaltung üben, um die Lage in Judäa und Samaria „nicht zu destabilisieren“! (Hallo? Die Suche destabilisiert? Was ist mit der Entführung? Mit der Hetze gegen Israel????)

Ein PA-Sprecher behauptet Israel habe versprochen den Übergang Kerem Shalom in den Gazastreifen wieder zu öffnen.

Die Fünfte Kolonne: Hanin Zoabi, arabisch-israelische Knesset-Abgeordnete, die nie mit von Hass triefenden Äußerungen gegen Juden hinter dem Berg hält und zur Freude der Hamas die Stirn hat zu behaupten die Entführung sei kein Terror, hat wieder einmal ihr Demokratieverständnis demonstriert: Unterstützung für die Hamas sei das Herz der Demokratie, behauptete sie. Klar, die Vernichter der Demokratie zu fördern, fördert die Demokratie oder so…

Die Menschen im Gazastreifen bereiten sich auf einen Krieg vor. Sie gehen davon aus, dass die IDF in den Küstenstreifen einmarschieren wird.

Donnerstag, 19.06.2014:

Die Entführung:
– Mahmud Abbas nun wieder: Einerseits wirft er den Entführern vor, sie würden der PA schaden; andererseits rechtfertigt er sie. Und natürlich geht der Hauptvorwurf an Israel – es sorge für Verwüstung und Zerstörung. (PMW) Derweil mutmaßt die offizielle PA-Zeitung: Isral steckt selbst hinter der Entführung.
Hamas-Sprecher Sami Abu Zuhri stritt ab, dass – wie aus Israel berichtet wurde – Kahled Meschaal letzten Monat zu Entführungen von Israelis aufrief.
Die Fatah jammert etwas von „kollektiver Bestrafung“ der „Palästinenser“, während einer ihrer offiziellen Vertreter sagte, die Entführungen seien das einzige Mittel die Freilassung der Häftlinge zu erreichen und die einzige Sprache, die Israel versteht. (Kollektive Bestrafung? Sollte man die kollektiven Freudenausbrüche wirklich nicht beantworten – und zwar mal mit tatsächlichen „Kollektivstrafen“?)

Der israelische Botschafter in Rom wirft der EU ihre Unterstützung für die Einheitsregierung der PA vor; damit wird nicht nur der Hamas-Terror gestützt, sondern auch die Entführung der drei Jugendlichen.

Verteidigungsminister Ya’alon hat einen Erlass unterschrieben, mit der die Organisation Islamic Relief Worldwide (eine Hamas-Spendensammeltruppe mit Sitz in Großbritannien) für illegal erklärt wurde.

Die Hamas erklärte, sie werde ihre Aktionen gegen Israel eskalieren. (Hm, werden unsere Medien wieder anders sehen…) Man werde die Feuer der Hölle loslassen. Und die Entführung der israelischen Kids sei ein „legitimes Recht“.

Zwei Hamas-Institutionen in Jerusalem wurden auf Anweisung des Polizeichefs geschlossen.

Freitag, 20.06.2014:

Die Entführung:
– PA-„Außenminister“ al-Malki beschuldigte Israel nicht nur eine „übertriebene“ und „politische“ Suche nach den drei entführten Jungen zu betreiben, sondern auch diese Entführung erfunden zu haben. Außerdem sei die Reaktion der Israels völlig übertrieben.
Die IDF verstärkt die Truppen in Hebron, die die 3 Jungen suchen.
Die UNO nun wieder: Israel solle sich bei der Suche zurückhalten und „die Lebensgrundlage, die Würde und das Leben der Palästinenser respektieren“, mahnt Robert Serry. (Auch nur ansatzweise ähnliche Worte finden sich an die Adresse der Araber nie…)

Rudert er in seiner „Kritik“ an der Hamas zurück? Abu Mazen sagte seinem Premierminister, er solle Wahlen vorbereiten und dass er die „Einheitsregierung“ unterstützt.

Der „Premierminister“ der „Einheitsregierung“ traf den chinesischen Gesandten und forderte die Volksrepublik auf zugunsten der Terroristen einzugreifen und Druck auf Israel auszuüben. China solle die Rettungsversuche der Armee verurteilen und Israel drängen Häftlinge freizulassen.

Samstag, 21.06.2014:

Hamas-Ankündigung: Wir werden weiter Tunnel bauen, Raketen herstellen.

Weitere Hamas-Ankündigung: „Rache“ für die Suche nach den Entführten Jungs in Judäa.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

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Ein Brief aus Jerusalem an die Welt

17. Juni 2014 um 13:45 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Geschichte, Israel, Jerusalem | Hinterlasse einen Kommentar

gefunden auf Facebook, 7. Juni 2014

Dieser Brief wurde 1969 geschrieben:

Ein Brief aus Jerusalem an die Welt

von Eliezer Ben Yisrael

Ich bin kein Wesen von einem anderen Planeten, wie ihr zu glauben scheint.

Ich bin ein Jerusalemer – wie ihr, ein Mann aus Fleisch und Blut.

Ich bin ein Bürger meiner Stadt, ein integraler Bestandteil meines Volkes.

Ich habe ein paar Dinge, die ich mir von der Seele reden muss.

Ich bin kein Diplomat, also brauche ich kein Blatt vor den Mund zu nehmen.

Ihr habt diese Stadt nicht gebaut; ihr habt nicht in ihr gelebt; ihr habt sie nicht verteidigt, als sie kamen, um sie zu zerstören.

Und wir werden verdammt sein, wenn wir sie uns von euch wegnehmen lassen.

Es gab ein Jerusalem, bevor es New York gab.

Als Berlin, Moskau, London und Paris verseuchte Wälder und Sümpfe waren, gab es hier eine blühende jüdische Gemeinschaft.

Sie gab der Welt etwas, lange bevor ihr euch gegründet habt und das habt ihr seitdem immer abgelehnt – einen humanen Moralkodex.

Hier wandelten die Propheten, ihre Worte leuchteten wie gegabelte Blitze.

Hier wollte ein Volk nichts anderes als in Ruhe gelassen zu werden, wehrte Wellen heidnischer Möchtgern-Eroberer ab, blutete und starb auf den Festungsmauern, warf sich lieber selbst in die Flammen seines brennenden Tempels statt sich zu ergeben. Und als es schließlich von der schieren Menge überwältigt und in Gefangenschaft geführt wurde, schwor es, dass lieber seine Zungen gespalten bekommen, sein Arme verkümmert haben wollte, als Jerusalem zu vergessen.

Zwei schmerzerfüllte Jahrtausende lang, als wir eure unwillkommenen Gäste waren, beteten wir täglich für die Rückkehr in diese Stadt. Dreimal täglich baten wir vom Allmächtigen: „Sammle uns aus den vier Enden der Welt, bring uns rechtschaffen in unser Land, kehre in Gnade nach Jerusalem zurück, Deine Stadt, und wohne dort in ihr, wie DU es versprochen hast.“ An jedem Yom Kippur und Passah äußern wir innig die Hoffnung, dass wir nächstes Jahr in Jerusalem sein werdne.

Eure Inquisitionen, Pogrome, Vertreibungen, die Ghettos, in die ihr uns gestopft habe, eure Zwangstaufen, eure Quotensysteme, euer vornehmer Antisemitismus und der endgültige, unaussprechliche Horror, der Holocaust (und schlimmer: eure Furcht erregendes Desinteresse daran) – sie alle haben uns nicht gebrochen.

Sie dürften das Wenige aufgezehrt haben, das ihr noch an moralischer Stärke besessen habt, aber sie schmiedeten uns in Stahl.

Glaubt ihr, nach allem, was wir durchgemacht haben, könntet ihr uns heute brechen?

Glaubt ihr wirklich, nach Dachau und Auschwitz hätten wir Angst vor euren Drohungen mit Blockaden und Sanktionen?

Wir sind in der Hölle gewesen und sind zurück – eine Hölle, die ihr gemacht habt.

Was könntet ihr denn noch in eurem Arsenal haben, das uns Angst einjagen könnte?

Ich habe zweimal gesehen, wie diese Stadt bombardiert wurde, von Staaten, die sich zivilisiert nennen.

1948, als ihr apathisch zusaht, sah ich wie Frauen und Kinder in Stücke bombardiert wurden, nachdem wir eurer Aufforderung zur Internationalisierung der Stadt zustimmten.

Eine tödliche Kombination erledigte das: Britische Offiziere, arabische Kanoniere und in Amerika gebaute Kanonen.

Und dann die barbarische Plünderung der Altstadt, das vorsätzliche Abschlachten, die mutwilige Schändung der Zerstörung jeder einzelnen Synagoge und religiösen Schule; der jüdischen Friedhöfe; der Verkauf von Grabsteinen als Baumatieral für Geflügelgehege, Armeelager und sogar Latrinen durch eine schaurige Regierung.

Und ihr habt nie ein Wort gesagt. Ihr habe nie den leisesten Protest gehaucht, als die Jordanier den uns heiligsten Ort unter Verletzung der Zusicherungen absperrten, die sie nach dem Krieg machten – einen Krieg, den sie zufälligerweise gegen die Entscheidung der UNO führten.

Nicht einmal en Murmeln kam von euch, wann immer die Legionäre in ihren stacheligen Helmen von hinter den Mauern das Feuer auf unsere Bürger eröffneten.

Eure Herzen bluteten, als Berlin belagert wurde. Ihr habt schnell eure Luftbrücke eingerichtet, um „die furchtlosen Berliner zu retten“.

Aber ihr habt nicht ein Gramm Lebensmittel geschickt, als Juden im belagerten Jerusalem verhungerten. Ihr habt gegen die Mauer gedonnert, die die Ostdeutschen mitten durch die deutsche Hauptstadt bauten – aber nicht ein einziger Mucks kam von euch über die andere Mauer, die, die das Herz Jerusalems zerriss.

Und als dasselbe 20 Jahre später wieder geschah und die Araber wieder eine brutale, nicht provozierten Bombardierung er Heiligen Stadt auslösten, hat da irgendjemand von euch etwas getan?

Das einzige Mal, dass ihr in Schwung gekommen seid, war als die Stadt endlich wieder vereint wurde. Da habt ihr die Hände gerungen und voller Überheblichkeit von „Gerechtigkeit“ und der Notwendigkeit der „christlichen“ Eigenschaft geredet die andere Wange hinzuhalten.

Die Wahrheit ist – und tief in euch wisst ihr das – würdet ihr es vorziehen, dass die Stadt zerstört wird, statt dass Juden sie regieren.

Egal in wie diplomatische Worte ihr das kleidet, das Jahrhunderte alte Vorurteil tropft aus jedem eurer Worte.

Wenn unsere Rückkehr in die Stadt eure Theologie verwirrt hat, dann solltet ihr vielleicht besser euren Katechismus überprüfen.

Nach dem, was wir durchgemacht haben, werden wir uns nicht passiv der verdrehten Idee anpassen, dass wir ewige Heimatlosigkeit erleiden müssen, bis wir unseren Retter anerkennen.

Zum ersten Mal seit dem Jahr 70 gibt es jetzt in Jerusalem völlige Religionsfreiheit für alle.

Zum ersten Mal seit die Römer eine Fackel an den Tempel legten, hat jeder gleiche Rechte.

(Ihr zieht es vor, dass einige gleichere haben als andere.)

Wir hassen das Schwert, aber ihr ward es, die uns zwangen es aufzunehmen.

Wir lechzen nach Frieden – aber wir werden nicht zum Frieden von 1948 zurückkehren, wie ihr das von uns gerne hättet.

Wir sind Zuhause. Das klingt großartig für eine Nation, von der ihr wolltet, dass sie über die Oberfläche des Globus wandert.

Wer werden nicht weggehen.

Wir lösen das Gelöbnis ein, das unsere Vorväter ablegten:

Jerusalem wird wieder aufgebaut.

„Nächstes Jahr“ und das Jahr danach und danach und danach, bis ans Ende der Zeit – „in Jerusalem!“

Anmerkung des Redakteurs: Dieser Brief erschien ursprünglich im Sommer 1969 als Editorial in der lange nicht mehr bestehenden Times of Israel. Es ist erstaunlich, dass seine Worte immer noch gut nachhallen. Und es ist so traurig, dass diese Worte nach all der Zeit immer noch gesagt werden müssen.
Nach heutigem Stand hat kein Land der Welt seine Botschaft in der Hauptstadt Israels.
Nach heutigem Stand reden Menschen und Regierungen rund um die Welt immer noch davon Jerusalem zu spalten, zu teilen.
Aber die Tatsache bleibt, dass die Welt israelische Souveränität über irgendeinen Teil Jerusalems nicht anerkennt, geschweige denn es als unsere Hauptstadt betrachtet.

Lesen Sie daher diesen Brief wieder und wieder und teilen Sie ihn mit anderen.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (01.-07.06.2014)

7. Juni 2014 um 22:00 | Veröffentlicht in Friedensinitiativen, Israel, Jerusalem, Nahost-Konflikt, Palästinenser, Terroranschläge, USA | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 01.06.2014:

Die Aussichten für Israel infolge der „Aussöhnung“ der Terrorgruppen wird von Herrn Haniyeh so zusammengefasst: „Die Aussöhnung soll das palästinensische Volk gegen den Hauptfeind einen, den zionistischen Feind, und den Widerstand weiterführen.“ Einen Tag später ergänzt durch: „Diejenigen, die den Gazastreifen befreiten, können mit der Hilfe Allahs Jerusalem befreien, die Westbank und den Rest Palästinas.“ Sprich: Israel.

Einige zukünftige Minister des Gazastreifens wollten zur Verkündung der Einheitsregierung nach Ramallah reisen. Israel verweigerte ihnen die Ausreise aus dem Strip.

Heckmeck:
Am Mittwoch sollen sich John Kerry und Mahmud Abbas wieder einmal treffen, diesmal in Amman.

Montag, 02.06.2014:

Eine Kunstausstellung in Pittsburg (USA) fällt aus. Die pal-arabischen Künstler zogen ihre Sachen ab, obwohl die beteiligten Israelis schon zugesagt hatten, dass sie nicht mehr teilnehmen. Die Israelis wollten die PA-Künstler nicht weiter in „Verlegenheit“ bringen, denn es hatte jede Menge „Kritik“ an dieser „Normalisierung“ gegeben – begleitet von Drohungen gegen die Künstler.

Dienstag, 03.06.2014:

Heute hatten die Juden den Tempelberg ausnahmsweise fast für sich, weil aus Sicherheitsgründen vielen Muslimen der Zugang zum Plateau nicht gestattet war.

Jordanische Zeitungen behauptet, die USA hätten versprochen Israel zu überzeugen der Einheitsregierung der Terroristen Wahlen in Jerusalem zu gestatten.

Die EU kann natürlich nicht anders: Sie begrüßte die Terror-Einheitsregierung und äußerte ihre Bereitschaft mit der Terroristen-Einheitsregierung zusammenzuarbeiten.
Auch der UNO-Generalsekretär ist des Lobes über die Einheitsregierung voll. Als Grundlage dafür dienen ihm die „Zusicherungen, die sowohl öffentlich wie den USA gegenüber“ gemacht wurden. (Dass diese nun gar nicht das sind, was die Friedenshetzer glauben wollen, wird ihnen wohl nie aufgehen.)

Dafür ist Israel dann doch wieder gut genug: Isamil Haniyehs Schwiegermutter wird in einem Jerusalemer Krankenhaus wegen Krebs behandelt.

Mittwoch, 04.06.2014:

Der „Naksa-Tag“ steht an. Die PalAraber und ihre internationalen Kumpane von der Linken und Friedenshetzer-Sorte wollen wieder „friedlich“ auf Jerusalem marschieren; international geht es auf israelische Botschaften. Mit dem „Naksa-Tag“ betrauern die Terroristen und ihre Helfershelfer den israelischen Sieg von 1967 – also betrauern sie, dass die Araber ihren geplanten Völkermord an den Juden (mal wieder) nicht umsetzen konnten.

Donnerstag, 05.06.2014:

Die Zahl der Terroranschläge jenseits der Grünen Linie nahm von April auf Mai von 112 auf 116 zu. In Jerusalem gab es im Mai 11 (April: 7), in Judäa und Samaria 96 (April: 80). Die meisten Anschläge erfolgten mit Brandbomben. Die Anschläge aus dem Gazastreifen gingen von 23 auf 9 zurück.

Die Ankündigung von 1.500 neuen Wohneinheiten in „Siedlungen“ und „Ost“-Jerusalem wird von den üblichen Verdächtigen verurteilt – neben den Terroristen, die USA und EUropa usw. Die Fatah-Terrorgranden kündigen „nie da gewesene Schritte“ an und behaupten Israel eskaliere die Lage.

Freitag, 06.06.2014 (zusätzlich: GANSO):

Das PA-Fernsehen hat einen neuen „Füller“ zwischen Einzelteilen einer Morgensendung ausgestrahlt. Darin werden Jerusalem, Haifa, Jaffa, Nazareth, Akko und der Negev als „Palästina“ präsentiert.

Ein Video zeigt, dass sämtliche Führer der Hamas – wirklich alle! – Jihad zur Bekämpfung und Vernichtung der Juden und Israels fordern. (Ein weiteres zeigt Ismail Haniyeh.)

Die friedliche neue PA-Regierung – ist praktisch machtlos. Die Hamas verkündet lauthals, dass sich nichts geändert hat und dass die Mehrheit der Araber den Terrorismus unterstützt.

Der jüdische Ort Itamar in Samaria bekommt ein neues Viertel, Nofei Aroma. Die Einwohner Itamars verstehen das als Reaktion auf den Palästinenser-Terror.

Ein PA-Fernsehstudio in „Ost“-Jerusalem wurde von Polizei durchsucht. Es bestand der Verdacht, dass die nötigen Sendelizenzen nicht vorhanden waren.

Samstag, 07.06.2014:

Der ägyptische Präsident al-Sisi sagte Präsident Peres und Premierminister Netanyahu, dass Ägypten weiter dem Frieden mit Israel verpflichtet ist.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Muslime empört, dass neue Synagoge die Al-Aqsa-Moschee überragen wird

7. Juni 2014 um 12:13 | Veröffentlicht in Jerusalem | Hinterlasse einen Kommentar
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Elder of Ziyon, 28. Mai 2014

Gestern wurde der Grundstein für den Wiederaufbau der Tiferet Yisrael-Synagoge in Jerusalem gelegt.

Ich beschrieb bereits, wie diese große Synagoge einst Jerusalems Skyline dominiert und von den Arabern 1948 zusammen mit Dutzenden weiterer Synagogen zerstört wurde. Hier sieht man, wie die Synagoge vom Tempelberg aus in den 1930-er Jahren gesehen aussah; die Kuppel der Tiferet ist links und die Hurva in der Mitte.

Die Feier am Dienstagabend wurde in den hebräischen Medien nicht sonderlich hervorgehoben, aber in Dutzenden arabischen Nachrichtenseiten erwähnt.

Der Minister für Stiftungen in Jordanien sagte gegenüber Assabeel, dass er einen Hilferuf aussendet, um die Al-Aqsa-Moschee angesichts dieses furchtbaren Ereignisses zu retten.

Er behauptete die Tiferet Yisrael werde auf einer uralten muslimischen Schule gebaut. Was überrascht, dass die Ottomanen den Juden gestatteten dort überhaupt zu bauen!

Er sagte, dies sei Teil eines systematischen Plans der Verjudung Jerusalems uns die Muslime aus der Stadt zu drängen und dies sei eine Phase hin zur Zerstörung der Al-Aqsa-Moschee durch die Juden.

Al-Watan Voice warnt zudem davor, dass diese Synagoge wiederhergestellt wird, indem herausgestellt wird, wie riesig sie sein würde und dass sie genutzt werden würde, um die Fiktion zu puschen, dass die Juden in der Geschichte überhaupt in Jerusalem waren.

Aber beide Artikel legen Wert auf die Erwähnung, dass die Kuppel der wiederhergestellten Tiferet Yisrael höher sein wird als die der Al-Aqsa-Moschee. (Das jüdische Viertel liegt auf einem Hügel.)

Der jordanische Minister behauptet, diese Höhe sei es, was die Synagoge so „gefährlich“ macht.

Der andere Artikel sagt, dies sei „ein Versuch den Platz in der Stadt Jerusalem zu verjuden und zu versuchen die Skyline zu stören, die die Einzigartigkeit der Al-Aqsa-Moschee allgemein und den Felsendom im Besonderen heraushebt und außerdem Millionen Besucher anzieht, Juden wie Auslandstouristen; das falsche talmudische Narrativ soll gepuscht werden.“

Muslime erhoben genau dieselben Einwände, als die wunderschöne Hurva-Synagoge vor ein paar Jahren wieder aufgebaut wurde. Und Mahmud Abbas hatte ebenfalls davon geredet, wie furchtbar es für die Jerusalemer Skyline ist Synagogen zu haben, die höher sind als Moscheen.

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