Warum die Medien jihadistische Anschläge auf Nahost-Christen nicht berichten

27. März 2014 um 14:35 | Veröffentlicht in die Welt+Islam, Islam+Islamismus, Islamstaaten, Medien + Islam, Muslime, Propaganda | 3 Kommentare
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Raymond Ibrahim, The Torch, Winter 2014

Denn sie schlagen jetzt den Sohn Gottes noch einmal ans Kreuz und machen ihn zum Gespött. (Hebräer 6,6)

Die Vereinten Nationen, westliche Regierungen, Medien, Universitäten und Fernsehsprecher überall bestehen darauf, dass die Palästinenser immens unter Missbrauch durch den Staat Israel leiden. Umgekehrt wird die größte humanitäre Tragödie unserer Zeit – Christenverfolgung durch radikale Muslime, einschließlich in von den Palästinensern kontrollierten Gebieten – ergeben ignoriert.

Die Fakten sprechen für sich. Verlässliche Schätzungen deuten darauf hin, dass jedes Jahr irgendwo zwischen 100 und 200 Millionen Christen verfolgt werden; alle fünf Minuten wird ein Christ zum Märtyrer. Ungefähr 85% dieser Verfolgung erfolgt in mehrheitlich muslimischen Staaten. Im Jahr 1900 war der Nahe Osten zu 20% christlich. Heute sind es weniger als 2%.

In nur einer Woche setzte in Ägypten – aus dem meine Familie auswanderte – die Muslimbruderschaft eine Kristallnacht in Gang – sie führte Anschläge durch, zerstörte und/oder verbrannte 82 christliche Kirchen (von denen einige im 5. Jahrhundert gebaut wurden, als Ägypten noch ein mehrheitlich christliches Land war, vor den islamischen Eroberungen). Die schwarze Flagge der Al-Qaida ist auf Kirchen gehisst worden. Christen – einschließlich Priestern, Frauen und Kindern – sind angegriffen, enthauptet und getötet worden.

Die Verfolgung von Christen ist auch nicht auf Ägypten beschränkt. Von Marokko im Westen bis Indonesien im Osten und von Zentralasien im Norden bis ins Subsahara-Afrika im Süden, über tausende von Meilen Land, bewohnt von Völkern, die weder Rasse, Sprache, Kultur noch sozio-ökonomische Zustände teilen werden Millionen Christen verfolgt – nach den genau selben Mustern.

Muslimische Konvertiten zum Christentum und christliche Evangelisten werden angegriffen, inhaftiert und manchmal enthauptet; zahllose Kirchen überall in der islamischen Welt werden verboten oder mit Bomben angegriffen; christliche Frauen und Kinder werden entführt, versklavt, vergewaltigt und/oder gezwungen ihrem Glauben abzuschwören.

Weit davon entfernt diesen christlichen Opfern zu helfen, verschlimmert die US-Politik sogar ihre Leiden. Ob in Tunesien, Libyen, Ägypten oder Syrien und unter dem Mantel des von den USA unterstützten „Arabischen Frühlings“ sind die Dinge für Christen dramatisch schlechter geworden. In der Tat wurde gerade während einer Anhörung im Kongress offenbart, dass Tausende traumatisierter syrischer Christen – die, wie die irakischen Christen vor ihnen einen Massenexodus aus ihrem Heimatland durchmachen – fragten: „Warum befindet sich Amerika mit uns im Krieg?“

Die Antwort ist: Sehr wenige Amerikaner haben eine Ahnung, was mit ihren Glaubensgeschwistern geschieht.

Wenige Mainstream-Medien sprechen von der furchtbaren Verfolgung, die Millionen Menschen einfach deshalb erleben, weil sie in Frieden Christus anbeten wollen.

Es gibt natürlich einen sehr wichtigen Grund, dass die Mainstream-Medien die radikal-muslimische Christenverfolgung ignorieren: Wenn das volle Ausmaß dieses Phänomens jemals bekannt würde, würde viele Grundpfeiler der Mainstream-Medien – deren prominentester ist, dass Israel die Palästinenser unterdrückt – sofort zerbröseln. Warum? Weil radikal-muslimische Christenverfolgung dem ansonsten gut geölten Narrativ in die Parade fahren würde, das besagt, dass „radikal-mulimische Gewalt ein Produkt muslimischer Kränkungen ist“.

Überlegen Sie mal so: Weil der jüdische Staat stärker ist als die muslimischen Nachbarn, können die Medien islamische Terroristen leicht als frustrierte „Benachteiligt“ darstellen, die tun, was immer sie können, um „Gerechtigkeit“ zu erlangen. Egal, wie viele Raketen von der Hamas und der Hisbollah nach Tel Aviv geschossen werden und egal, wie antiisraelischer Blutdurst in radikalislamischen Begriffen zum Ausdruck gebracht wird, die Medien werden solche Feindschaft als eisernen Belegt dafür, dass die Palästinenser unter Israel derart unterdrückt werden, dass sie keine andere Wahl haben als sich auf Terrorismus zu verlegen.

Wenn aber radikale Muslime einen Freifahrtschein bekommen, wenn ihre Gewalt sich gegen diejenigen richtet, die stärker als sie sind, wie kann man dann ihre Gewalt vernünftig begründen, die sich gegen die richtet, die schwächer als sie sind – in diesem Fall Millionen einheimischer Christen?

Die Medien nicht einfach radikal-muslimische Christenverfolgung – die im Wesentlichen und in ihrer Form auf nicht provozierte Pogrome hinausläuft – als „Streit um Land“ oder ein Produkt von „Beschwerden“ darstellen (wenn überhaupt, dann sind es die geächteten und verfolgten christlichen Minderheiten, die Groll hegen sollten). Und weil die Medien radikalislamische Anschläge gegen Christen nicht durch das „Beschwerde“-Paradigma artikulieren können, das bei der Erklärung des arabisch-israelischen Konflikts so gut funktioniert, ist ihre wichtigste Zuflucht überhaupt nicht darüber zu berichten.

Kurz gesagt: Christenverfolgung ist die klarste Reflexion des radikalislamischen Vorherrschaftsdenkens. Die zahlenmäßig gewaltig unterlegenen und politisch marginalisierten Christen wollen in Frieden beten können und dennoch werden sie immer noch gejagt und angegriffen, ihre Kirchen niedergebrannt und zerstört, ihre Frauen und Kinder versklavt und vergewaltigt. Diese Christen sind in Rasse, Ethnie, nationaler Identität, Kultur und Sprache identisch zu ihren muslimischen Mitbürgern; es gibt keinen politischen Disput, keinen Streit um Land.

Das einzige Problem ist, dass sie Christen sind und deshalb, glauben Islamisten entsprechend ihrer Schriftauslegung, unterjocht werden müssen.

Würden die Mainstream-Medien ehrlich über die Christenverfolgung durch die radikalen Islamisten berichten, würden derart viele Grundpfeiler der den politischen Diskurs derzeit bestimmenden linken Darstellung zerbröseln, vor allem die Vorstellung, dass radikalislamische Intoleranz ein Produkt von „Beschwerden“ und dass Israel für allen jihadistischen Terror gegen sich selbst verantwortlich ist.

Maybritt Illner und ihre Gästerunde zu Ägypten

23. August 2013 um 10:16 | Veröffentlicht in Deutschland, Europa+Nahost, Islamstaaten, Medien + Islam, Medien+Nahost | 3 Kommentare

Gestern Abend diskutierten einige Herrschaften bei Maybritt Illner über die Lage in Ägypten. Der Titel der Sendung sagte schon viel: „Ägypten zwischen Glaube und Gewalt.“ Glaube hier, Gewalt dort. Glaube, das sind die Muslimbrüder, Gewalt die anderen? Das ist zumindest die Einstellung, die in unseren Medien und von unserer Politik ständig kolportiert wird. Die Muslimbrüder sind die Opfer, die anderen üben die Gewalt aus.

In der Runde saßen neben der Gastgeberin diese (folgendermaßen vorgestellten) Teilnehmer:
- Philipp Mißfelder von der CDU („ist überzeugt: Unter Ex-Präsident Morsi hat sich die Lage verschlechtert. Die Muslimbrüder wollten Ägypten nie in eine demokratische Richtung führen“),
- Hamed Abdel-Samad (der Autor sagt: „Der sturz Morsis durch das Militär war richtig; das war kein Putsch, sondern eine Befreiungaktion“),
- Peter Scholl-Latour („er sagt: Wir können den arabischen Ländern Demokratie nicht überstülpen. Von einem Arabischen Frühling haben nur Dummköpfe geredet. Den hat es nie gegeben.“),
- Lubna Azzam von der Stiftung Wissenschaft und Politik („widerspricht: Präsident Morsi hätte nicht gestürzt werden dürfen. Bei Neuwahlen würden sich die Ägypter wieder für eine islamistische Regierung entscheiden“),
- der Reiseführer Meyzen Okascha („hat für die Revolution in Ägypten gekämpft; jetzt verurteilt er das Vorgehen der Militärs: Das ist Faschismus“),

Das fasst die Aussagen dann später in der Sendung zum Teil treffend zusammen. Man hätte danach die „Diskussion“ vielleicht schon sparen können. Aber es kamen noch ein paar Grundzüge zum Vorschein, die doch recht heftige Zweifel an mancher Leute Demokratie-Begriff und den Kenntnissen der Zustände in Ägypten aufkommen lassen.

Auffällig war, dass natürlich kein einziger Islamist dabei war. Alle Teilnehmer der Runde waren scheinbar westlich orientierte Personen, wobei auffiel, wie bemüht die Gegner des Umsturzes waren sich von den Muslimbrüdern zu distanzieren. Gerade der Reiseführer betonte immer wieder, wie sehr er zur säkularen Demokratiebewegung gehört. Dennoch stellte er – wie auch Frau Azzam – vehement fest, dass Morsi demokratisch gewählt war und es deshalb keinen Umsturz hätte geben dürfen.

Genau das stellt das Demokratie-Verständnis dieser beiden – und vieler weiterer – in Frage. Hamed Abdel-Samad versuchte immer wieder darauf abzuheben, dass Demokratie mehr ist als Wahlurnen füllen. Das „Eben“ von Frau Azzam und Herrn Okascha ist unglaubwürdig, weil sie immer nur darauf herumritten, dass Morsi demokratisch gewählt wurde. Was ist damit, dass eine demokratisch gewählte Regierung Volkes Wille berücksichtigen und umsetzen sollte? Was ist mit den undemokratischen Aktionen, die Morsi seit Amtsantritt durchführte, um Ägypten auf den Weg zum islamischen Gottesstaat zu bringen? Was ist mit den vielen Handlungen, die weder demokratisch legitimiert waren noch zu einer Demokratie passen? Frau Azzam war ganz klar: „Das müssen wir dann eben hinnehmen. Bei der nächsten Wahl können wir ihn dann ja abwählen.“ Wenn es denn eine nächste demokratische Wahl überhaupt gibt und das nicht das ist, was in der DDR als „falten gehen“ bezeichnet wurde. Nach dem Demokratie-Verständnis nicht nur dieser beiden müssen die Ägypter also alles dulden, was eine Regierung tut und können nichts dagegen unternehmen, das ihnen die vermeintlich gerade gewonnene Freiheit wieder nimmt. Und das ist dann „mehr als nur Wahlurnen“?

Übertragen wir das mal auf Deutschland: Was wäre, wenn jetzt durch irgendeine blöde Sache die NPD an die Macht käme? Wer würde sich da dann hinstellen und die machen lassen? Mit dem Argument „die sind demokratisch gewählt, jetzt müssen wir das vier Jahre lang ertragen“? Wenn der NPD-Kanzler z.B. rechtsextreme Richter ins Verfassungsgericht und den Bundesgerichtshof schickte, die dann dafür sorgen, dass bei den nächsten Wahlen für sichere Verhältnisse gesorgt wird? Dann würden doch Leute, die heute „Morsi war demokratisch gewählt“ brüllen, die ersten, die auf der Straße wären und „notfalls“ Gewalt einsetzten, um die Neonazis zu bekämpfen und aus dem Amt zu jagen. (Aber vielleicht ist das dann ja keine „Gewalt“? Die Antifa wird schon dafür sorgen, dass friedlich und gewaltfrei unliebsame Personen zusammengeschlagen werden…)

Was bei der Argumentation mit der Wahl übrigens völlig außer Acht gelassen wird: Waren die Wahlen wirklich demokratisch und das Ergebnis tatsächlich so, wie es veröffentlicht wurde? Es gibt erhebliche Zweifel, schon seit der Wahl selbst, die jetzt unter anderem auch durch ein Interview mit dem neuen Machthaber Al-Sisi bestätigt werden. Dass Morsi wirklich demokratisch gewählt war, darf also nicht als gegeben angesehen werden – was aber die Argumentation keines der Diskussionsteilnehmer auch nur ansatzweise tangierte.

Dass das Militär Morsi in den Präsidentensessel hievte, weil es ihn für schwach hielt und mit den Muslimbrüdern geklüngelt hatte, um selbst die Fäden der Macht weiter in Händen zu halten, wird nicht bedacht. Schon gar nicht von denen, die den Umsturz begrüßen. So haben wir hier auch den großen Schwachpunkt in der Argumentation von Hamed Abdel-Samad, der zurecht betont, dass das Militär lediglich Volkes Wille ausführte. Es darf aber bezweifelt werden, dass hierin die Motivation Al-Sisis und seiner Kollegen zu suchen ist. Volkes Wille ist aber ein hervorragendes Argument für eigenes Handeln; die Militärs können sich auf etwas berufen, das ihnen im Grunde genommen am Allerwertesten vorbei geht. Sie schätzten Morsi falsch ein und wollten vor einem Jahr eine Lage vermeiden, die sie jetzt doch haben: Beleidigte und entmachtete (damals: nicht an die Macht gelangte) Muslimbrüder morden und plündern (fast) im ganzen Land. Hameds Begeisterung für den Umsturz sollte etwas gedämpfter und kritischer sein. Die anderen sollten endlich anfangen die mörderische Gewalttätigkeit der Muslimbruderschaft zu berücksichtigen.

Auch Hameds Behauptung, das sei kein Putsch gewesen, ist Unsinn. Wenn eine Regierung von einer nicht demokratisch gewählten Kraft abgesetzt wird, die sich mit Waffen durchsetzt/durchsetzen kann, dann ist das ein Putsch. Punkt. Es darf allerdings gefragt werden, ob es nicht auch einen „positiven Putsch“ gibt – bei uns wird jeder Putsch aufs Schärfste verurteilt, das sind wir so gewohnt und deshalb schwafeln Leute wie Westerwelle usw. davon, dass die Demokratie wieder hergestellt werden müsse. Als hätte Morsi noch irgendetwas mit Demokratie am Hut gehabt.

Eine Demokratie, die Frau Azzam und Herr Okascha aber immer noch sehen wollten. Sie vertraten tatsächlich, dass Volkes Wille nach einer Wahl keine Veränderung der Regierung verursachen darf, wie sie hier erfolgte. Nein, das Militär hat falsch gehandelt. Das Volk hat das Recht zu demonstrieren, aber mehr auch nicht. Wenn die Regierung sich nicht beeinflussen lassen will, dann muss das Volk das hinnehmen. Es hat nichts mehr zu entscheiden, außer nach vier Jahren wieder ein Kreuzchen auf dem Stimmzettel zu machen.

Hier bekomme ich einen dicken Hals. Als genau dieses Militär den nicht weniger als Morsi „demokratisch gewählten“ Hosni Mubarak absetzte, waren keine Proteste zu hören, im Gegenteil. Und das sind sie bis heute nicht. Stattdessen kommen Parolen: „Mubarak ist frei und der demokratisch gewählte Morsi ist im Gefängnis!“, empören sich die rechtschaffenen Wahlurnen-Demokraten. „Frei“ ist etwas viel gesagt, was Mubarak angeht, aber wurde Morsi verhaftet, nur weil er Präsident war und dem Militär nicht mehr passte? Vermutlich auch, aber er hatte sein Amt massiv missbraucht und seine Anhänger betreiben Mord und Totschlag; doch das ist egal, der Mann muss frei rumlaufen und seine Leute aufwiegeln dürfen, wenn es nach unseren „Experten“ geht. Es ist nicht unbedingt zu erwarten, dass Morsi ein faireres Verfahren bekommt als Mubarak. Aber den einen Machtmissbraucher derart hochzuheben, während der andere totalverdammt wird, ist entweder heuchlerisch oder zeugt von völliger Werte-Schieflage.

„Alle Gewalt geht vom Volk aus“, heißt es in unserer Verfassung, wenn ich mich nicht irre. Wenn das Volk derart massiv gegen Morsi auf die Straße geht, wie es die Ägypter getan haben – weit massiver als gegen Mubarak! – dann sollte das schon eine Berechtigung sein die Regierung abzusetzen. Nur setzt bei uns dann ein Reflex ein: Das Militär darf das nicht, das Militär hat in der Politik nichts zu suchen, das Militär ist böse. Aber wer hätte es sonst tun sollen? Hamad Abdel-Samed hat insofern recht, als er von der Notbremse spricht, die das Militär gezogen hat. Diese Notbremse wird – das zeigen Umfragen – von der Mehrheit der Ägypter getragen. Auch das ist ein Element der Demokratie. (Wobei ich ein sehr ungutes Gefühl bezüglich der Motive der Militärs habe.) Auch das Vorgehen gegen die „Sit-ins“ der Muslimbrüder wird von mehr als zwei Dritteln der Ägypter befürwortet. Von daher ist die Behauptung der Frau Azzam, die Muslimbrüder würden wieder an die Macht gewählt nicht von den Fakten vor Ort gestützt (es könnte ja sein, aber demokratisch sauber wäre diese Wahl auf keinen Fall).

Fazit: Die Herrschaften, die nach der Wiedereinsetzung Morsis rufen, sind Leute mit einem seltsam eingeschränkten Demokratie-Verständnis, die mit zweierlei Maß messen und mit deren Argumentation man die Bekämpfung Hitlers durch Leute wie Georg Elser als scharf zu verurteilende Verbrechen darstellen muss, statt sie als Widerständler zu ehren.

Die Befürworter des Umsturzes müssen sich mit der Rolle des Militärs in Ägypten insgesamt deutlich mehr auseinandersetzen.

PSL hatte auch was zu sagen, ab und zu sogar mal etwas, dem man zustimmen kann. Insgesamt gilt aber etwas, das ihm von Hamad Abdel-Samed vor den Latz geknallt wurde und das ich in deutschen Qualitätsmedien bisher nie zu hören/sehen bekam, obwohl es lange überfällig war: „Herr Scholl-Latour, Ihre Analyse der arabischen Welt ist im Kalten Krieg stecken geblieben.“ Der Oberschlaumeier der deutschen Arabien-Journaille war brüskiert. Er fiel dem jungen Schnösel ab da immer wieder ins Wort, was seine Aussagen nun überhaupt nicht besser machte. Abdel-Samed machte allerdings den Fehler, seine Formulierung später immer nochmal einzubringen und Scholl-Latour mir ihr ins Wort zu fallen. Das war eher kontraproduktiv.

„Die Fehde“ und wer sie wie führt

15. März 2013 um 15:56 | Veröffentlicht in Deutschland, Medien + Islam | 5 Kommentare
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Die Überschrift stimmt ja noch: „Salafisten wollten Beisicht töten“, titelte die n-tv. Doch schon im ersten Absatz (fett gedruckt) gibt es Schwachsinn:

Die Fehde zwischen den rechtsextremen Anhängern der Splitterpartei Pro NRW und den Salafisten im Rheinland geht weiter. Die Polizei nimmt vier Verdächtige fest, die einen Anschlag geplant haben sollen. Die Polizei spricht von einem Mordversuch. Beteiligt sein soll auch der Attentäter vom Bonner Hauptbahnhof.

Aha, „die Fehde“ geht weiter. Hat ProNRW auch schon versucht zu morden? Oder ist das nur eine logische Steigerung und demnächst müssen Parteimitglieder von ProNRW festgenommen werden, weil auch die Mord planen? Sind die ProNRW-Typen so gewalttätig wie die Salafisten?

So wenig ich von den Pro-Typen halte – sie haben Gewalt weder gepredigt noch befürwortet, geschweige denn verübt. Ganz im Gegensatz zu den Muslim-Extremisten, für die Gewaltanwendung gegen missliebige Personen offiziell zum Wohlverhalten im Dienste Allahs gehört. Sie dürfen nicht anders.

Aber für die Qualitätspresse sieht das offensichtlich anders aus. Da ist gewaltfreier Extremismus dasselbe wie gewalttätiger Extremismus und man muss davon reden, dass eine „Fehde weiter geht“, die nur von einer Seite mit gewollten, bisher aber zum Glück zumindest bei uns erfolglosen Versuchen von Mord und Totschlag geführt wird.

Fragen wir mal die Polizisten in Bonn, von wem sie verletzt wurden.

Fragen wir mal die Ordnungshüter, vor welcher Seite sie erwarten sich schützen zu müssen.

Fragen wir mal die Staatsanwaltschaften, wie viele ProNRW-Typen (oder auch von ProKöln oder der bundesweiten Partei) Anzeigen wegen gewalttätigen Versuchen der Meinungsdurchsetzung gestellt wurden und wie viele gegen gewalttätige Muslimextremisten.

Fragen wir mal die Gerichte, gegen wie viele ProNRW-Typen sie schon wegen Gewalttaten gegen Salafisten sie schon verhandeln mussten und gegen wie viele Muslim-Extremisten.

Das Ergebnis dürfte klar aussehen.

Wer den n-tv-Artikel bis zu Ende liest, erfährt die Fakten, wenn er richtig hinsieht: Gewalt ging in dieser „Fehde“ immer und ausschließlich von den Muslimextremisten aus. Warum dann oben am Anfang diese Einordnung auf derselben Ebene? Weil man unbedingt die unliebsamen deutschen Extremisten so verteufeln muss? Weil man keine wirklichen Argumente gegen ProNRW hat, die ziehen würden? Oder vielleicht, weil man seinen Lenin gut verinnerlicht hat: Der Feind (selbst wenn er kein Feind ist, sondern nur als solche wahrgenommen wird) muss nicht bekämpft, sondern vernichtet werden.

Europa wird über seine muslimischen Probleme informiert – vom israelischen Fernsehen

14. Oktober 2012 um 14:36 | Veröffentlicht in die Welt+Islam, Europa+Islam, Medien + Islam | 2 Kommentare

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Zu meiner Überraschung kam ein belgischer Fernsehsender, um mich über die Dokumentation Allah-Islam, the Spread of Islam in Europe (Allah-Islam: Die Ausbreitung des Islam in Europa) zu interviewen.

Der dritte Teil dieser vierteiligen Serie wurde am Abend davor im israelischen Kanal 10 ausgestrahlt. Er widmete der antiwestlichen Hass-Verbreitung und Ermutigung zum Terrorismus durch die kleine Gruppe Sharia4 in Belgien große Aufmerksamkeit.

Die Zuschauer der Serie hatten bis dahin No-Go-Areas in muslimischen Ghettos in Ländern wie Frankreich, Großbritannien und Schweden gesehen. Sie hatte die Aufmerksamkeit auf Gewalt und andere Verbrechen bei muslimischen Einwanderern in Europa, Ausdruck der Rechtfertigung muslimischen Terrors, Einschüchterung anders Denkender, Diskriminierung gegen und manchmal Mord an muslimischen Frauen sowie religiösen Fanatismus gelenkt. Sie zeigte auch, dass die dritte und vierte Generation der Einwanderer nach Europa oft weniger integriert ist als die erste. Der seitdem gezeigte vierte Teil war dem weit verbreiteten Antisemitismus radikaler Muslime in Europa gewidmet.

Ich erwähnte gegenüber dem Interviewer, dass es aufschlussreich ist, wenn er dies als Nachricht betrachtet. Europäische Sender hätten schon vor langem viele ähnliche Dokumentationen machen sollen. Die in der israelischen Dokumentation gezeigten Probleme mit Teilen der muslimischen Bevölkerung sind europäische. Das israelische Fernsehen hätte eine Auswahl europäischer Filme zum Thema haben sollen, um sie zu kaufen. Ich fragte mich, ob es nicht für Europa beschämend ist, dass Zvi Yehezkeli als israelischer Reporter sich als Palästinenser ausgeben musste, um dieses Material zugänglich zu machen.

Der Interviewer fragte mich dann, warum meiner Meinung nach europäische Sender keine ähnlichen Filme machten. Eine Antwort ist: Es ist politisch nicht korrekt herauszustellen, dass eine beträchtliche Zahl an Menschen einer bestimmten religiösen oder ethnischen Gruppe unverhältnismäßig viele Probleme in den demokratischen Gesellschaften Europas verursachen. Politische Korrektheit ist daher in diesem Fall ein Synonym für die Vernebelung und Verzerrung der Wahrheit.

Zu weiteren Gründen gehören das Verlangen wichtige Probleme zu ignorieren sowie die Angst vor aggressiven Elementen der muslimischen Gemeinschaft. Das fällt in die Rubrik der europäischen Feigheit. Auch die viel gerühmt europäische Pressefreiheit bedeutet nicht, dass alle wichtigen Themen so angegangen werden, wie das nötig wäre. All diese Gründe haben eine weitere Facette: europäische Dekadenz.

Um fair zu sein: In europäischen Ländern sind ein paar Dokumentationen zu wenigen muslimischen Bevölkerungsgruppen gemacht worden. Ihr Ausmaß ist allerdings weit begrenzter als die israelische Serie. Der britische Channel 4 strahlte zum Beispiel 2007 eine Sendung mit dem Titel Undercover Mosque aus. Die Produzenten fassten sie als „ausführliche Untersuchung einer Reihe von britischen Moscheen aus, um offenzulegen, dass eine Botschaft des Hasses und der Absonderung in Großbritannien verbreitet wird.“1

Die West Midland Police beschuldigte die Filmemacher, ihre Dokumentation verzerre die Wahrheit und sie habe „selektiv Zitate von Predigern in Moscheen des gesamten Landes zusammengeschnitten, um sie extremer erscheinen zu lassen“. Nachdem diese Behauptungen der Polizei sich als falsch herausstellten, wurden Channel 4 und den Machern der Sendung 100.000 Pfund Sterling gezahlt.2

Eine von der BBC im November 2010 im Fernsehen ausgestrahlte Panorama-Sendung handelte von den Lehrplänen in von Saudis betriebenen muslimischen Schulen in Großbritannien. Sie stellte fest, dass diese Schule Schulbücher aus Saudi-Arabien nutzten, die Kindern ab dem sechsten Lebensjahr lehren, dass Juden die Nachkommen von Affen und Schweinen sind. Programme nach dem Unterricht sind auf rund fünftausend Schulkinder für Sechs- bis Achtzehnjährige ausgerichtet und wurden vom Kulturbüro der saudischen Botschaft in London beaufsichtigt.

Die Panorama-Sendung vermerkte auch, dass ein Schulbuch erklärte, „Juden sind von Gott verflucht“, und Kinder aufforderte die negativen Eigenschaften der Juden aufzuzählen. Teenager, die dem saudischen nationalen Lehrplan folgen, werden gelehrt, dass die Zionisten für die Juden die Weltherrschaft übernehmen wollen und dass der gefälschte Text Die Protokolle der Weisen von Zion authentisch ist.3

Die israelische Dokumentation zeigte nur die Spitze des Eisbergs. Die Probleme, die die muslimische Einwanderung Europa gebracht hat, sind viel größer. Zum Teil sind die Einwanderer dafür verantwortlich. Andere sind das Ergebnis des Versagens der Behörden in den sie aufnehmenden Länden.

Es wäre zum Beispiel viel mehr zu erfahren, wenn eine weitere Dokumentation gemacht würde, die sich auf die Einstellungen der Mainstream-Muslime gegenüber der westlichen Gesellschaft und besonders den Juden konzentriert, statt auf die extremistischer Muslime. Man muss nicht die Al-Qaida bewundern oder regelmäßig die Moschee besuchen, um Holocaustleugner zu sein, die Juden für minderwertig zu halten oder zu wünschen, dass Israel von der Landkarte gewischt wird.

Es gibt nur wenige Studien zum Antisemitismus in europäischen Ländern, doch diese sind aufschlussreich. Eine Studie zu Einstellungen von Türken in Deutschland stellte fest, dass 18% Juden für minderwertig halten.4 Eine von Mark Elchardus über Antisemitismus in Flämisch sprechenden Grundschulen in Brüssel kam zu dem Schluss, dass rund 50% der muslimischen Schüler als Antisemiten gelten könnte, während es bei den anderen nur 10% waren.5

Europäische Fernsehsender werden die israelische Dokumentation kaufen wollen oder nicht. Nehmen die Probleme aber erst einmal zu, wird dieser Film da sein, um zu beweisen, dass die europäischen Führungsriegen gewollt vor den riesigen Herausforderungen die Augen verschlossen, die bereits seit langem in ihren Ländern offenkundig waren.

Dr. Manfred Gerstenfeld ist Mitglied des Aufsichtsrats des
Jerusalem Center of Public Affairs, dessen Vorsitzender er 12 Jahre lang war.

1 www.channel4.com/programmes/dispatches/episode-guide/series-19/episode-1
2 www.telegraph.co.uk/news/uknews/2604023/Channel-4s-Undercover-Mosque-returns.html
3 Sören Kern: UK: Anti-Semitism Rampant in Muslim Schools, Second Generation More Extreme than Parents. Hudson-New York (heute Gatestone Institute), 9. Dezember 2010.

Update: Die Teile 1 und 2 der Serie gibt es inzwischen mit englischen Untertiteln (in unauthorisierter Version), die Teile 3 und 4 sollen bald folgen.

Die fürchterlichen Konsequenzen der Islamophobie-Hexenjagd

10. Mai 2012 um 15:27 | Veröffentlicht in die Welt+Islam, Europa, Islam+Islamismus, Medien + Islam | 1 Kommentar
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Melanie Phillips, 9. Mai 2012Jetzt können wir also den Erfolg der Hexenjagd gegen „Islamophobie“ sehen. Mit der gestrigen Verurteilung von neun Männern wegen organisierter Sexual-Verbrechen von Vergewaltigung bis Mädchenhandel sind die fürchterlichen Detailsaus mehr als zwei Jahrzehnten sexueller Gewalt gegen junge, vorwiegend weiße Mädchen offen gelegt worden, die in Kinderheimen im nördlichen England lebten.Die Bande lockten offiziell geschätzte 47 Mädchen (die tatsächliche Zahl dürfte höher liegen) im Alter von 12 bis 16 Jahren mit Geschenken, Alkohol und Drogen an, bevor sie sie herumreichten, um Sex „mit mehreren Männern täglich, mehrere Male pro Woche“ in Wohnungen, Häusern, Autos, Taxis und Kebab-Läden zu haben. Nach Telefonaten zur Einladung zu kommen und Sex mit einem Mädchen zu haben, kreuzten Männer fuhrenweise auf, um genau das zu tun. Eine 13-jährige wurde gezwungen in einer Macht mit 20 Männern Sex zu haben.

So schlimm das selbst schon ist, gibt es etwas weit Schlimmeres. Denn dieser monströse Missbrauch hätte schon vor Jahren komplett gestoppt werden können. Die Behörden hatten bereits seit 1991 Beweise, dass das geschah. Die Frage, die sofort aufkommt, lautet: Wie um alles in der Welt konnte dem gegenüber von den Sozialämtern weggesehen werden, unter deren Fürsorge diese Mädchen lebten? Gleiches gilt für die Polizei, an die sie sich wandten, um Hilfe zu bekommen.

Die Antwort ist so klar wie vernichtend. Denn diese Männer waren allesamt Muslime: acht pakistanischer Herkunft und einer aus Afghanistan. Anfang letzten Jahres berichtete die Times, dass 50 der 60 in 17 Fällen von erzwungener Straßenprostitution in 13 nördlichen Städten und Gemeinden Muslime waren. Dieses bestimmte Verhalten zu ermitteln, bedeutete die jeweilige Gemeinschaft in diesem nördlichen Kommunen zu identifizieren, in denen sie begangen wurden. Und was die Behörden lähmte war, dass im politisch korrekten Großbritannien keine Kritik an religiösen oder ethnischen Identitäten erlaubt ist. Die Behörden konnten sich nicht gestatten auch nur zu denken, dass es ein Problem mit irgendeiner kommunalen Minderheit gab. Also gaben sie vor das Problem sei nicht, wie es tatsächlich war. Und so machte die Kindervergewaltigungs-Industrie weiter, mehrfach versagte man darin sie vor Gericht zu stellen.

Genau dieselbe Lähmung des Verstandes steht in der heutigen Reaktion auf diese grauenhaften und erschreckenden Enthüllungen zur Schau. Das Wort Muslim kommt im Großteil der Berichterstattung schlicht nicht vor. Die Männer werden als „asiatisch“ oder „pakistanisch“ beschrieben. Doch diese feigen Euphemismen implizieren Gemeinschaften, die überhaupt nichts mit solch schrecklichen Verbrechen zu tun haben. Daran sind keine pakistanischen Christen oder pakistanische Hindus beteiligt; keine Chinesen oder Malaien, keine Sri Lanker oder Thais gehören dazu.

Es ist zwar so, das im Allgemeinen die überwältigende Mehrheit der Sexualverbrechen gegen Mädchen von weißen Männern begangen werden, doch dieses besondere Phänomen der Straßengangs in nördlichen Städten, die es auf weiße Mädchen abgesehen haben und sie für Sex herumreichen, wird überproportional von Muslimen begangen. Die Polizei bleibt beharrlich dabei, dass das nichts mit Rassen zu tun hat. Was für ein Ablenkungsmanöver. Natürlich hat es nichts damit zu tun! Hier geht es um Religion und Kultur – eine nicht verwestlichte islamische Kultur, die meint, dass Nichtmuslime Müll und Frauen wertlos sind. Und so sind weiße Mädchen wertloser Müll. Was an sich natürlich doch eine Rassenfrage ist.

The Times berichtet(kostenpflichtig):

Nazir Afzal, Oberstaatsanwalt für Nordwest-England, sagte, dass „importiertes kulturelles Gepäck“ bei den Verbrechen eine Rolle spielte, aber was die verurteilten Männer ausmachte, war ihre Haltung gegenüber Frauen. „Sie glauben, dass Frauen weniger wert sind. Die Verfügbarkeit verletzlicher junger weißer Mädchen ist das, was die Männer zu ihnen gezogen hat.“

… Ein Sozialarbeiter, der nahe am Fall ist, sagte, es sei irreführend nahezulegen, dass in gruppenweise sexuelle Ausbeutung nur Männer pakistanischer Herkunft verwickelt seien, doch „in diesem großen Ausmaß werden die einzigen mir bekannten Ermittlungen gegen Asiaten geführt“. Der Sozialarbeiter sagte: „Wir können nicht sagen, dass es ein Problem innerhalb ihrer Gemeinschaft gibt, weil wir jetzt so viele Fälle haben. Was niemand öffentlich sagen wird, ist, dass jemand von ihnen weiße Mädchen völlig anders ansehen und behandeln würde als die eigenen Mädchen.“

Eine weitere Person, die nur als „Professioneller pakistanischer Herkunft“ beschrieben wird, sagte:

„Verhalten, das mit muslimischen Mädchen undenkbar ist, wurde mit „korrumpierten“ weißen Mädchen „akzeptabel“.

Und Mohammed Shafiq, Vorstandsvorsitzender der Ramadhan-Stiftung, sagte:

… die gesamte pakistanische Gemeinschaft muss sich gegen solche Verbrechen erheben und die Taten von Männern ablehnen, die glauben, dass weiße Teenager-Mädchen wertlos sind und missbraucht werden können.

Man werfe jetzt einen Blick auf die Reaktionen der Behörden. Die Times berichtet:

1991 wurden neun Mädchen aus drei Heimen in Bradford Opfer von Zuhältern, die sie jeden Abend an ihren Heimen abholten, sie in Häuser, Wohnungen und Gasthäuser brachten, um dort sexuell benutzt zu werden und sie dann am frühen Morgen zurück in die Obhut der Mitarbeiter der Wohnheime zu bringen. Die örtlichen Behörden befahlen eine Untersuchung, legten aber nicht offen, dass diese Männer allesamt pakistanischer Herkunft waren.

2006 wurde in Manchester eine Kinderschutz-Spezialeinheit gegründet, weil die Stadt nach Angaben eines ihrer ehemaligen Kinderdienst-Leiter klare Beweise für „gezielte sexuelle Ausbeutung von Kindern in Kinderheimen“ hatte. Das war ein krasses Eingeständnis, doch wieder wurde die Ethnie der meisten dieser Männer nicht bekannt gegeben.

Was die Polizei angeht, so lehnte sie es ab, das erste Mädchen ernst zu nehmen, das sich 2008 meldete, um zu sagen, dass eine Männer-Bande sie wiederholt an aufeinander folgenden Tagen vergewaltigte – mit dem Ergebnis, dass sie direkt zurück in die Hände der sie Missbrauchenden geschickt wurde. Der Telegraph berichtet, dass in den vier Monaten, nachdem sie mit der Polizei sprach, in eine Reihe heruntergekommener Wohnungen und Häuser gefahren wurde, wo sie jede Nacht, vier oder fünf Tage die Woche von bis zu fünf Männer vergewaltigt wurde.

Im Fall dieses Mädchens ist es möglich, dass ihre Story abgetan wurde, weil sie keine glaubwürdige Zeugin war – was an sich schon ein ziemlich vernichtendes Urteil der Haltung der Beamten ist. Doch der überwiegende Grund für das Versagen über zwei Jahrzehnte angemessen zu handeln, umd diesen systematischen Missbrauch aufzuhalten, war unzweifelhaft, dass der britische Verstand, wenn es um Fragen geht, die mit Minderheiten oder dem Islam zu tun haben, schlicht abgeschaltet wird.

Wie ein Mantra intonieren die Leute hirnlos „Islamophobie“, „Rassismus“ oder „BNP“ an. Doch die BNP, die tatsächlich rassistisch ist und alles hasst, was kein weißer Angelsachse ist, hat es geschafft aufgrund dieser Frage voranzukommen, genau deshalb, weil der Rest der Gesellschaft es ablehnt darüber zu reden. Selbstzensur ist ein absolutes Geschenk für solche Fanatiker, der es ihnen ermöglicht sich heldenhaft als die ansonsten unterdrückte Stimme des Volkes zu gerieren. Der Anstand ist also doppelt aufgegeben worden – zuerst durch Ignorierung des Leids dieser armen Mädchen und dann dadurch, dass man der BNP Auftrieb gab.

Die Polizei ihrerseits streitet a, dass sie von Angst davor, jemandem auf die „kultursensiblen“ Füße zu treten, gelähmt war. Doch eine ehemalige Parlamentarierin der Labour Party hat überhaupt keine Zweifel, dass dies tatsächlich zutraf. Der Telegraph berichtet:

Anzeigen bei Sozialarbeitern und der Polizei wurden ignoriert, weil diese „versteinert vor Angst waren, dass man sie als rassistisch bezeichnet“, sagte die ehemalige Labour-Abgeordnete für Keighley, Ann Cryer. Cryer, die Wahlkampf damit machte, das Problem der asiatischen Sex-Gangs ans Licht zu bringen, sagte, die Mädchen seien von der Polizei und den Sozialdiensten „verraten“ und zu „unbeschreiblichem Leid“ verurteilt worden. Das ist ein absoluter Skandal. Sie waren wie versteinert, weil sie hätten Rassisten genannt werden können und fielen auf den Standard der politischen Korrektheit zurück“, sagte sie.

Und dieser Skandal geht selbst heute weiter. Heute Morgen breitete Moderator John Humphrys in der Sendung Today die tendenziösen Parameter der gesamten Diskussion aus, als er sage, die Soge sei, dass alle Täter Asiaten seien – doch diese Sorge der BNP in die Hände spielte. Pflichtgemäß folgte ein veritables Feuerwerk an Euphemismen, Ausflüchten und Kategoriefehlern.

Martin Narey, ehemaliger Chef des Strafvollzugs und der Kinder-Stiftung Barnardo’s, sagte, dass zwar Sexualstraftäter im allgemeinen hauptsächlich Weiße seien, es aber „Besorgnis erregende Belege“ gibt, dass Asiaten „überproportional repräsentiert“ seien, wenn es um Straßengangs geht, die Mädchen in nördlichen Städten abrichten und Sexgeschäfte mit ihnen machen. Es ist mutig, dass er das in diesem repressiven Klima sagt, doch wieder – herrje! – „asiatisch“? Nein!

Vorher in der Sendung tat die stellvertretende Kinderkommissarin Sue Berelowitz die Vorstellung ab, dass dieses Verhalten irgendeiner Gemeinschaft zuzuordnen sei; sie sagte: „Sexueller Ausnutzen geschieht bei jeder einzelnen rassischen und ethnischen Gruppe.“ Nun, das trifft in sich zu, ist aber in diesem Zusammenhang sicherlich zutiefst unaufrichtig. Denn dieses besondere Phänomen sich weiße Mädchen vorzuknöpfen und sie für Sex unter Dutzenden, wenn nicht Hunderten Männern herumzureichen, wird überwältigend von pakistanisch-muslimischen Männern verübt.

Dann war da Keitz Vaz, Member of Parliament, Vorsitzender des Innenausschusses, der zu seiner Schande versuchte die Besorgnisse zu den Auswirkungen dieses Verbrechens auf die Gemeinschaft dem Vorurteil der BNP gegen alle Asiaten aufzubürden. Vaz schnaufte und keuchte, es sei völlig falsch eine gesamte Gemeinschaft zu stigmatisieren, weil in diesem Fall ein paar Männer verdienten vor Gericht zu stehen. Nun, erst einmal ist durch die Beweise in diesem Verfahren klar, dass dieses Problem weit über die neun Männer hinaus geht, die gestern verurteilt wurden. Diese Mädchen berichten, dass sie Dutzenden, wenn nicht Hunderten von Männern herumgereicht wurden, die offenbar alle aus derselben Gemeinschaft stammen, die zu identifizieren die Polizei aber nicht schaffte.

Und zweitens wird dieses absurde Strohmann-Argument immer und immer wieder benutzt, um jedwede Diskussion zu Fragen zu ethnischen oder religiösen Minderheiten abzuwürgen. Niemand sagt, dass alle Pakistanis oder alle muslimischen Männer dieser Art von Missbrauch schuldig sind. Wie kann diese zum Ausdruck gebrachte Sorge „eine gesamte Gemeinschaft stigmatisieren“, wenn der Oberstaatsanwalt im Nordwesen Nazir Afzal, der den seltenen Schritt unternahm die Strafverfolgung zweier der Täter wieder aufzunehmen, womit er die vorherige schändliche Entscheidung kippte sie fallen zu lassen, selbst pakistanischer Herkunft, wenn auch in Großbritannien geboren ist?

Natürlich werden viele Muslime wegen des Verhaltens dieser Männer fassungslos sein. Doch die Tatsache, dass Muslime unter den Tätern dieses bestimmten Verbrechens überproportional stark vorhanden sind, bedeutet unausweichlich, dass eine kulturell muslimische Frage dazu gehört. Wird das nicht zugegeben, wird dieses furchtbare Missbrauchsmuster einfach fortgesetzt. Und diejenigen, die allen, die dies aufzeigen, „Rassist“ oder „Islamphobie“ zukreischen, um eine angemessene Diskussion abzuwürgen, machen sich damit zu Mittätern dieser Gräueltaten.

Eine muslimische Gemeinschaft, die überproportional stark an kriminellem Verhalten beteiligt ist, das sich gegen nicht islamische Menschen richtet, aber jegliche Übernahme von gemeinschaftlicher Verantwortung ablehnt und stattdessen behauptet das Opfer einer Verschwörung zu sein; eine Gesellschaft, die es ablehnt, den religiösen und kulturellen Urquell dieses Verhaltens einzuräumen und stattdessen diejenigen verurteilt, die Sorge wegen der Folgen davon zum Ausdruck bringen; wo haben wir das alles schon einmal erlebt? Ob nun in Reaktion auf Drohungen gegen Leben und Freiheit von innen oder von außen, Großbritannien schlafwandelt immer noch über die Kante des Kliffs hinaus.

HonestReporting: Beobachtung der internationalen Medien

16. April 2012 um 3:36 | Veröffentlicht in Medien + Islam, Medien+Nahost | 7 Kommentare
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Manfred Gerstenfeld interviewt Simon Plosker (direkt vom Autor)

Israel sollte sich zum Ziel setzen sicherzustellen, dass es in den internationalen Medien fair und genau dargestellt wird. Aus diesem Grund beobachtet die Medienwatch-Organisation HonestReporting Medien, legt Fälle von Einseitigkeit offen und erreicht Veränderung durch Handeln und Bildung. Das ist etwas ganz anderes als die Behauptung, Israel sei perfekt. Viele Bürger Israels haben Probleme mit ihrer eigenen Regierung zu Dingen, die falsch sind und die sie nicht mögen. Wir wollen aber, dass Israel mit denselben Maßstäben gemessen wird wie jedes andere Land.

Simon Plosker

Simon Plosker

Simon Plosker ist seit 2005 Redaktionsleiter von HonestReporting; er war vor seiner Einwanderung nach Israel 2001 bei der Dachorganisation ‘Deputies of British Jews’ für öffentliche Angelegenheiten zuständig. Er hat Abschlüsse der Birmingham University und der London School of Economics erworben.

HonestReporting wurde im Mai 2000 von einigen Studenten in London gegründet. Sie waren durch die stark antiisraelische Einseitigkeit der britischen Medien zur Zeit des erneuten Ausbruchs palästinensischer Gewalt im Jahr 2000 aufgebracht. Diese Einseitigkeit geht bis heute weiter. Diese Studenten begannen E-Mails zu verschicken, die das von den Medien geschaffene falsche Bild richtigstellten. Ihre Aktivitäten vermehrten sich bis zu dem Punkt, an dem sie das nicht länger managen konnten. Anfangs mit Hilfe der religiösen Betreuungsorganisation Aish Hatorah wurde HonestReporting – das inzwischen in den USA und Israel als gemeinnützig anerkannt ist – 2002 komplett selbstständig.

Unser erster großer Erfolg trat ein, als die New York Times im Jahr 2000 berichtete, ein israelischer Polizist habe einen Palästinenser auf dem Tempelberg zusammengeschlagen. Später wurde klar, dass die Geschichte auf den Kopf gestellt wurde. Der amerikanisch-jüdische Student Tuvia Grossman war in einem arabischen Viertel von einem palästinensischen Mob zusammengeschlagen worden. Er wurde von dem israelischen Polizisten gerettet. Die falsche Version wurde von vielen Medien berichtet. Die folgende Kampagne von HonestReporting zwang die New York Times und andere Medien eine Entschuldigung und Korrektur zu veröffentlichten. Ein französisches Bezirksgericht wies sogar 2002 die Tageszeitung Libération und Associated Press an, Grossman jeweils 4.500 Euro Entschädigung zu zahlen.

Ein jüngeres Beispiel betraf die ranghohe CNN-Nahost-Redakteurin Octavia Nasr, die ihre Bewunderung für und Trauer wegen des Todes eines spirituellen Führers der Hisbollah auf ihrer persönlichen Seite bei Twitter kund tat. HonestReporting forderte Handeln ein und wurde als wichtige Triebkraft bei der Aufdeckung der Affäre zitiert, die rasch zu Nasrs Entfernung von ihrem Posten bei CNN führte.

HonestReporting ist inzwischen ein „virtueller“ Betrieb, dessen Hauptwerkzeug das Internet ist. Unsere wichtigste Kommunikationsform – abgesehen von unserer Internetseite – sind unsere E-Mail-Warnrufe. Wir versuchen ein Publikum zu bedienen, das keine langatmigen Forschungsberichte liest. Die Menschen haben heute sehr kurze Aufmerksamkeitsspannen. Wir liefern ihnen scharfe und kurze Texte, aufgrund derer sie handeln können. Wer mehr wissen möchten, dem bieten wir Links zu Material wie Original-Zeitungsartikeln, Forschungsorganisationen oder verlässlichen Blogs.

Unsere Leser so zu bilden, dass sie handeln, ist sehr wichtig; deshalb haben wir Online-Lektionen in Form unserer „Digital Diplomats“-Videos sowie Diashow-Präsentationen erstellt, die von Aktivisten sehr praktisch genutzt werden können, um für Israel einzutreten.

Natürlich ist die Ermutigung dazu, den Medien Briefe zu schreiben, ein wichtiger Teil unserer Arbeit und wir belohnen die Besten in unserem „Brief des Monats“. Die sozialen Medien sind allerdings zunehmend das neue Schlachtfeld der öffentlichen Meinung. Wir stehen an vorderster Front bei der Nutzung von Plattformen wie Facebook und YouTube, um für unser Material zu werben und sicherzustellen, dass es weit über den harten Kern der Pro-Israel-Aktivisten hinaus angesehen wird.

Ein effektives Mittel ist der jährliche „Dishonest Reporter Award“ (Preis für den unehrlichsten Reporter). Die Öffentlichkeit kann ihre Stimmen zu unseren Nominierungen der schlimmsten Beispiele von antiisraelischer Einseitigkeit einschicken. Die BBC ist fast immer ein Kandidat für diese Negativ-Ehre, doch dieses Jahr gewann der Guardian den Preis.1 Wir haben eine lange Liste von Gründen angeführt, warum die Zeitung mit verzerrter und manchmal hasserfüllter Berichterstattung zu Israel herausstach. Dazu gehörte eine „antisemitische Reaktion auf den Gilad Shalit-Austausch“.2 Man veröffentlichte außerdem ein Op-Ed Osama Hamdans, des Hamas-Chefs für internationale Beziehungen, sowie einen Brief des Akademikers Ted Honderich, der den Palästinenserterror rechtfertigte. Dies sind nur ein paar wenige Beispiele, die die obsessiv negative Behandlung Israels durch die Zeitung demonstrieren.

HonestReporting hat neben der Berichterstattung zu weltweiten englischsprachigen Medien sowie dezidierten Berichten über die Medien Großbritanniens Ableger in Kanada und Lateinamerika. Mit über 150.000 Abonnenten und mehr als 100.000 monatlichen Zugriffen auf unsere Internetseite hoffen wir weiter expandieren zu können, um in der Zukunft weitere europäische Medienorgane abzudecken. Die Schlacht zur Verteidigung Israels gegen Medieneinseitigkeit wird vermutlich nicht so bald enden.

1Pesach Benson: „A Year of Dishonest Reporting, Why the Guardian won“, 13. Dezember 2011, HonestReporting.
2 Simon Plosker: „The Guardian’s Anti-Semitic Explanation for Shalit deal“, 24. Oktober 2011, HonestReporting.

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