Gut im Morden, noch besser in der PR
16. Juli 2008 at 18:31 | In Europa-USA, Medien + Islam, Terrorismus, USA | No CommentsTags: Guantanamo, Kanada
Gestern machten die Medien einen Aufstand um ein Video, das angeblich zeigte, wie ein 16-jähriger Guantanamo-Häftling gefoltert wurde.
Das war reine Stimmungsmache! Wo auf dem Video ist Folter zu sehen?
Nur, weil der Typ jammert und heult, sein T-Shirt auszieht und dem ihn befragenden seine Narben zeigt, soll Folter bewiesen sein?
Nur, weil der Anwalt behauptet, dem illegalen Kämpfer und Mörder sei Schlaf entzogen worden, soll das auch stimmen?
Es ist mal wieder wie üblich: Der Terrorist kann behaupten, was er will, unsere Medien stürzen sich drauf, nehmen es als Evangelium (oder besser: Koran, die absolute Wahrheit, die nicht angetastet werden darf) und schon haben die USA wieder eine Untat am Hals.
Dabei war es ein kanadischer Agent, der die Befragung durchführte. Kümmert keinen (und der Mann hat offensichtlich lediglich Fragen gestellt).
Was der Terrorist gemacht hat, dass er jetzt auf Kuba einsitzt – uninteressant, böse und kriminell sind nur die Amerikaner. Und unsere Medien steigen mehr als drauf ein.
Ein paar bessere Informationen, wenn auch leider nur in Englisch, finden sich bei Gateway Pundit.
Wer übrigens wissen will, wie die Amis foltern, der kann mal eben bei Broder auf der Achse des Guten nachsehen.
Nachtrag: Genauer wird einer der Soldaten, die den Mordbuben gefangen nahmen. “Mein bleibendes Bild von Omar ist, dass er sich im Schutt duckte und darauf wartete, dass die US-Soldaten nahe genug heran kamen, um einen von ihnen zu töten; und genau das machte er… Omar ist nicht irgendein Kind, das irgendwo von der Straße weggeholt wurde und fälschlicherweise beschuldigt und unfair beurteilt wurde. Ich denke, er ist genau da, wo er sein muss. Er hat sich den Aufenthalt dort verdient.”
Schuldzuweisungen und Verschonungen
18. April 2008 at 22:43 | In Europa+Islam, Islam+Islamismus, Islamstaaten, Medien + Islam, Muslime, Terrorismus, die Welt+Islam | 2 CommentsTags: Al-Qaida
Al-Qaidas Nummer Zwei, Ayman al-Zawahiri, hat eine neue Rede auf Tonband verbreiten lassen, mit dem er Muslime dazu aufruft den Irak zu einer „Festung des Islam“ zu machen. Dazu hat Robert Spencer von Jihad Watch einige Anmerkungen gemacht:
Ein glücklicher Zufall lässt Zawahiris neueste Veröffentlichung sechszehn Minuten lang sein – ungefähr genauso lang also, wie Geert Wilders’ Film Fitna. Und darin verbindet er den Islam mit Terrorismus, indem er das Schicksal des Islam mit dem der Al-Qaida im Irak verbindet. Doch die 57 muslimischen Regierungen der Organization of the Islamic Conference, die so wütend sie über Fitna sind, werden wohl nichts zu Zawahiris Tonband sagen. Die EU, die ebenfalls – im Kielwasser von Fitna – jeden Versuch streng verurteilte den Islam mit Terrorismus in Verbindung zu bringen, wir ebenfalls wohl nichts über zu all dem sagen.
Was noch unglaublicher ist: Angesichts der Notwendigkeit, dass wir die Bedrohung begreifen, um uns gegen sie verteidigen zu können, ist die Tatsache, dass, obwohl Muslime wie Zawahiri täglich den Islam mit dem Terrorismus verbinden, wird die Empörung – durch Nichtmuslime wie Muslime – immer für die Nichtmuslime wie Wilders reserviert, die dies herausstellen, nicht für die Muslime, die die Verbindung tatsächlich herstellen.
Was der Westen wissen muss
31. März 2008 at 20:07 | In Europa+Islam, Islam+Islamismus, Medien + Islam, die Welt+Islam | 4 CommentsTags: Fitna, Islamfilm, Melanie Phillips
Melanie Phillips, 31. März 2008
Apropos Fitna: Jetzt ist ein anderer, längerer Film online, der weit besser über den Islam informiert und die absurden (frühen) Behauptungen von Tony Blair und George W. Bush aufdeckt, der islamische Terrorismus habe offensichtlich nichts mit dem Islam zu tun. Er heißt What the West Needs to Know (Was der Westen wissen muss) und erklärt wissenschaftlich, maßgebend, aber trotzdem zugänglich und in ausgewogener Weise, wie die Grund-Lehrsätze des Islam dem globalen Jihad zum Aufstieg verholfen haben, was daraus folgt und wie sie der Hauptmotor hinter großen Konflikten in der gesamten Welt sind (die prägende Schlacht um Wien 1683, bei der Europa das islamische Vordringen abwehrte, fand statt am … 11. September); er erklärt ebenfalls, was nicht sonderlich beruhigend ist, dass die vielen Millionen Muslime, die völlig friedliche Leben leben, sich zu diesen Regeln stellen (entweder ignorieren sie sie, sagt Robert Spencer, oder sie lehnen sie aus fadenscheinigen theologischen Gründen ab; hoffen wir, dass das nicht alles ist).
Besonders lähmend sind für mich die Beobachtungen, die der ehemalige palästinensische Terrorist Walid Shoebat machte; er war Muslim und ist zum Christentum konvertiert und sagt kategorisch, dass der arabische Krieg gegen Israel von der Religion getrieben ist, so wie auch im Irak, im Sudan und andernorts – und sich in Israel nicht gegen „Israel“, sondern gegen Juden richtet. Er beschreibt, dass er in Israel „meinen ersten Juden töten“ musste, um sich als „achtbarer Muslim“ zu zeigen. An einem anderen Ort stellt ein weiterer Experte fest, dass, was der Westen schlicht nicht begreift, der arabische Krieg gegen Israel nicht von Nationalismus getrieben wird, sondern von dem religiösen Dran das Territorium für den Islam wieder zu erobern, als Teil eines mittelalterlichen Reiches, das aus der Asche der freien Welt wiedererstehen soll. Der Krieg gegen Israel ist kein Disput um Grenzen. Er ist ein religiöser Eroberungskrieg.
Auch viele Israelis begreifen das nicht.
‚Fitna’ und die Reaktionen
29. März 2008 at 15:45 | In Europa+Islam, Medien + Islam, die Welt+Islam | No CommentsTags: Geert Wilders
Inzwischen haben ihn Millionen gesehen (ich immer noch nicht, nur die Ausschnitte, die in der Nacht von Donnerstag auf Freitag im Fernsehen gebracht wurden). Und die Reaktionen reichen von hysterischer Distanzierung und Verurteilung durch Politiker bis hin zum Schulterzucken von Vertretern von niederländischen Muslimverbänden, die attestieren, dass nichts wirklich Beleidigendes dabei war und eigentlich nur bekannte Äußerungen des Geert Wilders wiederholt wurden.
Interessanter als der Film selbst sind wieder einmal die Reaktionen rundherum, wie es vorher das Getöse aus aller Welt war. Und so überschlagen sie sich in den Medien und vor den Mikrofonen in ihren Bewertungen des Films und in den Verurteilungen von Geert Wilders.
Eine der eher ungewöhnlichen Beitrag liefert da Tobias Kaufmann im Kölner Stadt-Anzeiger. Er fand das Spektakel vor der Veröffentlichung sehr gut, weil es offenbart, wie feige und verquer mit dem Thema umgegangen wird. Jetzt soll das alles verloren und zunichte gemacht sein, weil der Film tatsächlich veröffentlicht wurde. Aber was hätte Wilders sonst machen sollen (Kaufmann macht einen unbrauchbaren Vorschlag)? Wenn er etwas ankündigt und dann nicht Taten folgen lässt, dann verhielte er sich nicht nur genau so wie die Leute, die er kritisiert, sondern würde durchweg als feiger Maulheld da stehen, der nur redet, aber ebenso kuscht wie alle anderen.
Dem überwiegend großen Teil der schreibenden Presse stößt vor allem eines auf: die Quellenlage zu den von Wilders gezeigten Ausschnitten der islamischen Hasspropaganda. Hierzu findet sich immer wieder die Formulierung, dass zwar am Ende die Quellen genannt würden, aber niemand beurteilen kann, ob die Szenen wirklich zusammen gehören oder ihr Wahrheitsgehalt für den Seher nicht überprüfbar sei.
Das ist eigentlich etwas widersprüchlich – denn immer wieder wird auch geschrieben, dass die im Film verwendeten Sequenzen alle bekannt sind. Was ist also nun mit der Quellenlage? „Einschlägige Kreise“ kennen die Clips alle aus dem Internet und könnten reichlich Quellen anführen – die „seriösen“ Mainstream-Medien sind dazu nicht in der Lage? Vielleicht wäre ein wenig Recherche auch nicht unangebracht. Das kann jeder Otto Normalverbraucher selbst auch, wenn er/sie es will. Schwer ist das nicht. Ob diese Normalverbraucher das tun oder genauso faul sind wie die Qualitäts-Journalisten mit der vorgefertigten Meinung, ist dann deren Problem. Der Vorwurf ist allerdings unhaltbar; sonst müsste er zumindest ebenfalls jeder wissenschaftlichen Veröffentlichung gemacht werden, die auf Quellen in Archiven basiert, die nicht automatisch für Publikumsverkehr jeglicher Art zugänglich sind.
Weiteres gemeinsames Merkmal fast aller Schreibe: Wilders Ziel sei es die Muslime bis aufs Blut zu reizen. Das ist zumindest nicht mit den Worten von Wilders zu beweisen, denn der redet permanent davon den Niederländern (und den Europäern) die Augen zu öffnen. Das Beleidigtsein der Muslime nimmt er billigend in Kauf, aber sie sind nicht sein Ziel – außer man will im das unbedingt unterstellen und behaupten seine Worte seien alle gelogen.
Was auch nur selten fehlt, ist der Hinweis auf seine Frisur – als hätte die etwas mit seiner Einstellung zum Islam zu tun.
Dann gibt es immer wieder den Hinweis, der Koran würde falsch zitiert, die Wortwahl würde „ordentlich aufgebläht“, wie beispielsweise die NZZ schreibt. Dass diese „Falschzitate“ in den „Predigten“ und Veröffentlichungen islamischer Kleriker durchaus genauso zitiert werden, wie Wilders es tut – geschenkt, das gilt nicht. Islam ist Frieden! Islam ist, wie wir ihn interpretiert sehen wollen.
Einen echten vaux pas hat sich Wilders allerdings doch geleistet; nur berichtet wird er nicht so oft wie die restliche Aufregung: Statt den Mörder von Theo van Gogh zu zeigen, hat er einen anderen Muslim erwischt, einen Rapper. Welche Ansichten der vertritt, wird nirgendwo gesagt, das spielt aber auch keine Rolle. Er wird hier in falschem Zusammenhang gezeigt und will Wilders deswegen verklagen.
Wie auch Mohammed-Karikaturist Kurt Westergaard, der betont, dass seine Karikatur unrechtmäßig verwendet wurde. Dass es ihm nur um Urheberrechte gibt, erzählen aber längst nicht alle der Berichte, die genüsslich die negativen Reaktionen aus Dänemark (Westergaard, Jyllandsposten) anführen, um Wilders als den schlimmeren Finger hinzustellen, den es in Sachen Europa und Islam gibt.
Dass es durchaus schlimmer kommen kann – und wird – lassen viele dann auch lieber aus. Jetzt schon darauf aufmerksam zu machen und Wilders zu „entlasten“ wäre für die meisten Blätter wohl auch zu viel verlangt (oder reicht die Recherche nicht?). Jedenfalls will ein Ex-Muslim auch einen Film veröffentlichen – am 20. April 2008. Weil es sich um einen Zeichentrickfilm handelt meinte anscheinend (das ist Spekulation) das niederländische Fernsehen, dass Ausschnitte zu zeigen harmlos wäre – und hatten sich mächtig getäuscht. Dieser Film zielt tatsächlich auf Muslime, er zielt tatsächlich auf Beleidigung und Verletzung. Auch er ist von der Meinungsfreiheit geschützt. Aber auch bei ihm ist wieder damit zu rechnen, dass die „Diskussion“ (oder was immer mal als solche behaupten will) voll am Thema vorbei gehen wird. Das ist dann das Einzige, was er mit dem Wilders-Film gemein hat.
Was besonders erschreckend ist an der „Auseinandersetzung“: Anscheinend ist es weiterhin schlimmer die Horror-Verse aus dem Koran zu zitieren, die islamistische Hetze zu dokumentieren und sie als bekämpfenswert zu bezeichnen, als diese Hetze selbst. Auf Wilders wird eingedroschen, mit den Terroristen und Völkermord-Aspiranten soll geredet werden, ihnen wird nachgegeben und man glaubt doch tatsächlich, dass man damit etwas anderes erreicht als die Stärkung dieser Leute.
Im Fernsehen sieht es noch einseitiger aus. Schon Donnerstagnacht wurde mehr gewertet als berichtet, das Zeigen und damit Anprangern des Hassplapper-Mädchens (Quelle: Al-Manar, über MEMRI) als schlimm verurteilt wurde, statt es mit denen zu tun, die das produziert haben. Und im Wochenrückblick ZDFwochen-journal von 13.05 Uhr greift man nur mit einem kurzen Statement auf das „Ereignis“ zurück – kein Bericht, keine Analyse, nichts, sondern lediglich ein von der Moderatorin verlesener Text: „Lange stand er zum Glück nicht im Internet, der islamfeindliche Film des Geert Wilders. Der Internet-Provider wurde bedroht und nahm den Film wieder vom Server.“ Dem ZDF können wir jetzt attestieren, dass es die Bedrohung des Internet-Providers für in Ordnung hält, weil dadurch der Film aus dem Internet entfernt wurde – so genüsslich wurde das von dem Zuschauer vorgetragen.
Liveleak.com, die Seite, auf der der Film eingestellt wurde, hat folgende Meldung eingestellt:
In der Folge von sehr ernst zu nehmenden Bedrohungen unserer Beschäftigten und schlecht informierter Berichterstattung aus gewissen Ecken der britischen Medien, die direkt zur Schädigung einiger unserer Beschäftigten führen können, hat liveleak.com keine andere Wahl gehabt als den Film Fitna von unseren Servern zu nehmen.
Mit anderen Worten: Nicht nur haben bestimmte britische Medien dafür gesorgt, dass ihr angeblich höchstes Gut, die freie Meinung und Berichterstattung, zensiert wird – sie gilt nur für Dinge, die diesen Medienvertretern genehm sind, andere müssen mundtot gemacht werden.
Dass die Meinungsterroristen mit diesen Manövern keinen Erfolg haben würden, hätten sie sich eigentlich denken können. Inzwischen wird der Film (bei livelieak „geklaut“) auch auf einem russischen Server gehostet. PI hat ihn verlinkt.
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