Geert Wilders geht nach London…
22. Oktober 2009 at 22:38 | In Europa+Islam, Islam+Islamismus, Muslime | 1 CommentTags: Großbritannien
…und die Extremisten bestätigen ihn voll und ganz:
Nachdem das etwas irre Einreiseverbot der damaligen Innenministerin Smith gerichtlich aufgehoben wurde, holte Geert Wilders den damals verhinderten Termin nach. Das britische Innenministerium überlegt weiter, ob nicht doch Einspruch gegen die Entscheidung für Wilders einlegen soll. Schließlich wird er als „unerbittlicher Hassprediger“ eingestuft. Anders als die netten Menschen, die sich ein wenig echauffierten und zeigten, was wahre Liebe und Friedfertigkeit ist:
Auf gut Deutsch: „Scharia, die wahre Lösung – Freiheit, fahr zur Hölle.“
Sind wohl Islam-Missversteher, die uns darüber informieren,
was das islamische Gesetz bedeutet.
Der Islam wird Europa erobern.
Aha, ist also doch nicht so ganz friedlich und schon gar nicht integrativ?
Es könnte allerdings auch so sein, wie Gerd Helbig (ZDF) es zum 11. September 2001 in den Palästinensergebieten mir gegenüber so eindrücklich feststellte (inhaltlich wiedergegeben): Es ist eine Schande, dass das ZDF diese feiernde dicke Frau und die Kinder gezeigt hat. Die sind dafür bezahlt worden das zu tun.
Wahrscheinlich hat Wilders das auch mit den so „fröhlich“ wütenden Briten-Muslimen gemacht.
Wer behindert den Frieden im Nahen Osten?
23. September 2009 at 17:05 | In Araber, Muslime, Nahost-Konflikt, die Welt+Nahost | 5 CommentsTags: Friedensbemühungen
Khaled Abu Toameh, Hudson New York, 15. September 2009
Die US-Administration befindet sich in den Endzügen der Vorbereitung einer neuen Initiative, die nach Angaben jüngster Berichte in den Medien von den Arabern und Muslimen verlangen würde, dass sie sich auf einen Normalisierungsprozess mit Israel begeben, sobald die Regierung von Premierminister Netanyahu die Bautätigkeiten in den Siedlungen der Westbank einfriert.
Würde Netanyahu morgen früh ankündigen, dass er alle Bautätigkeit in den Siedlungen einstellt, ist es dennoch höchst unwahrscheinlich, dass die arabischen und islamischen Staaten sich drängen würden die Beziehungen mit Israel zu normalisieren. Viele arabische Länder haben bereits mehr als deutlich gemacht, dass sie einen solchen Schritt nicht gehen würden. In Kairo erklärte das ägyptische Außenministerium, dass ein Einfrieren der Bautätigkeiten in den Siedlungen nicht bedeutet, dass die arabische Welt Israel volle Normalisierung anbieten würde.
Die arabischen und muslimischen Führer nutzen die Siedlungs-Bautätigkeit als Vorwand, um die Normalisierung mit Israel zu vermeiden. Die Wahrheit ist, dass diese Diktatoren Angst haben sich gegen die Flut zu stellen, weil sie wissen, dass ihre Bevölkerung gegen sie revoltieren würde, wenn sie die Bande zu Israel normalisierten. Selbst die beiden einzigen arabischen Länder, die Friedensverträge mit Israel haben – Jordanien und Ägypten – haben gesagt, sie seien immer noch nicht bereit für die Normalisierung mit dem jüdischen Staat.
Ironischerweise sind es die Ägypter und die Jordanier, zusammen mit den Palästinenser [deren Repräsentanten die Oslo-Verbeinbarungen mit Israel unterschrieben], die die Antinormalisierungslager in der arabischen Welt anführen. Alle sind vehement gegen jegliche Form der Normalisierung mit Israel und arbeiten weiter an der Isolierung Israels in der internationalen Arena. Darüber hinaus erlauben die Ägypter, Jordanier und Palästinenser den „Anti-Israel-Normalisierungs-Komitees“ wilde Kampagnen gegen jeden Araber vom Zaun zu brechen, der es wagt, das Verbot gegen die Öffnung zu Israel zu begrenzen.
Erst letzte Woche wurde eine Gruppe jordanischer Journalisten heftig von ihren Kollegen kritisiert, weil sie das Verbrechen begingen Jerusalem zu besuchen. Das jordanische Komitee für Antinormalisierung forderte den Ausschluss der Journalisten aus der jordanischen Presse-Vereinigung; von andere wurden sie als Verräter und Kollaborateure tituliert. Mehr als 150.000 Jordanier repräsentierende Berufsgenossenschaften schlossen sich der Attacke auf den Besuch der Journalisten an und nannten das eine Form der Normalisierung mit Israel.
Die vom Westen gestützte Palästinensische Autonomie hat ebenfalls alle Formen der Normalisierung mit Israel aktiv bekämpft. Der palästinensische Außenminister Riad Maliki warnte letzte Woche alle Araber und Muslime davor, das US-Angebot zur Normalisierung der Beziehungen zu Israel zu anzunehmen. „Wir sollten den derzeitigen israelischen Regierungen keinen Blankoscheck geben. Einige der arabischen Staaten überlegen Schritte hin zu normalisierten Beziehungen zu Israel im Tausch für bloße Versprechen“, sagte Maliki. Er fügte hinzu, dass die Normalisierung nur dann erfolgen könnte, wenn Israel sich aus allen palästinensischen Gebieten zurückzieht und einen palästinensischen Staat anerkennt.
Der Hauptgrund, dass die arabischen Regierungen gegen die Normalisierung mit Israel sind, besteht darin, dass sie wissen, dass ihre Bevölkerung auf einen solchen Schritt nicht vorbereitet ist.
Wenn die Frage des Siedlungsbaus war das tatsächliche Problem sei, würden die Palästinenser, Jordanier und Ägypter mit Israel keinen Frieden geschlossen haben. Denn während ihre Führer die Friedensverträge unterschrieben, baute Israel in den Siedlungen.
Einige Staatsoberhäupter und Monarchen mögen für die Normalisierung mit Israel sein, selbst wenn der einzige Zweck die Beschwichtigung der US-Administration ist. Andere wollen nicht nur mit Israel keine Normalisierung, sondern mit der ganzen Welt draußen, weil sie nicht wollen, dass ihre Bevölkerung Demokratie und anderen Kulturen ausgesetzt wid.
Wie dem auch sei, es ist offenkundig, dass die arabische und muslimische öffentliche Meinung weiter heftig gegen eine solche „Geste“ bleibt.
Das tatsächliche Problem liegt in der Tatsache, dass es in der arabischen und islamischen Welt immer noch zu viele Menschen gibt, die mit Israels Existenz in diesem Teil der Welt nicht fertig werden. Sie betrachten Israel weiter als Fremdkörper oder Krebsgeschwür, das ein für allemal entfernt werden muss.
Und das ist im Wesentlichen das Problem, dass es im Nahen Osten keinen Frieden gibt.
Perverse Imam-Logik
13. September 2009 at 17:14 | In Muslime | 2 CommentsTags: Ethik, Vergewaltigung
Imam Scheik Fawaz Jneid von der As-Soennah-Moschee in Den Haag sagt, das Kopftuch verhindere, dass Frauen vergewaltigt werden: „Ich stelle eine einfache Frage: Welche Frauen sind öfter Ziel von Vergewaltigungen und sexueller Einschüchterung in der Welt? Verschleierte Frauen oder unverschleierte?“
Wenn man sich überlegt, dass oft in Moscheen unverschleierte Frauen praktisch zur Vergewaltigung freigegeben werden (ich erinnere u.a. an den Streunende-Kater-Iman), dann ist es nicht verwunderlich, dass unverschleierte Frauen die Vergewaltigungsopfer sind.
Würde der Mann seine Haltung bei folgendem Szenario ändern (bitte nicht zur Durchführung bringen!): Alle Nichtmuslime treffen die Entscheidung, dass verschleierte Frauen zur Vergewaltigung frei gegeben sind und handeln entsprechend.
Das Szenario ist unwahrscheinlich: Erstens setzten sich die Vergewaltiger der Gefahr aus, nicht nur der Strafverfolgung ausgesetzt zu sein, sondern auch den rächenden Familienbanden – ganz abgesehen von den ethischen Grundsätzen, die man dafür vergessen müsste und vor allem dem Leid, das man den Frauen antut.
Das Ganze zeigt, wie obszön verschoben die Darstellung des Problems durch den Scheik ist. Er tut so, als sei Vergewaltigung ein Geschehen, das sich nicht verhindern lässt, wenn sich Frauen nicht seinen Vorschriften entsprechend einsacken. Kehren wir das um, was wird aus einer Logik? Mehrheitsentscheidungen in muslimischer Moral? Es bleibt wohl doch nur bei perverser Imam-Logik.
Foto von bösen Juden
22. August 2009 at 15:23 | In Jerusalem, Medien+Nahost, Muslime, Palästinenser | Leave a CommentTags: jüdische Verschwörung, Tempelberg
Elder of Ziyon, 21. August 2009
Palestine Today begeht heute den 40. Jahrestag des Brandanschlags auf die Al Aqsa-Moschee durch einen geistesgestörten australischen Christen namens Michael Dennis Rohan. Palestine Today bringt einen Artikel darüber und bezeichnet Rohan als „jüdisch“ (wie Araber 40 Jahre lang getan haben).
Interessanter ist vielleicht, wie PalToday sich entschied diesen Artikel zu illustrieren:

Sie haben genau dieses Bild bisher mindestens zweimal benutzt. (Es war ursprünglich Teil einer Serie von Fotos, die die Aufstellung eines Modells des zweiten Tempels zeigten.)
Diese Familie ist eindeutig Teil eines Komplotts zur Zerstörung der Al Aksa und ihrer Ersetzung durch einen jüdischen Tempel. Der Vater fotografiert Heiligtums, um herauszufinden, wo die Bomben gelegt werden müssen; und die Kinder halten besonders sensible, vom Mossad gebaute Laser, um die Schwachpunkte zu markieren.
Übrigens: Vor genau sechs Jahren griff die Hamas einen Bus an, der die Westmauer verließ. Der Selbstmord-Bomber tötete 18 Menschen, darunter fünf Kinder.
Mit anderen Worten: Eine weit schrecklichere Tat geschah an demselben Datum, aber darüber spricht niemand.
Der Kreis hat sich geschlossen
6. August 2009 at 21:50 | In Araber, Muslime, USA | 7 CommentsEs gab einmal eine Zeit, da waren Juden und Afroamerikaner Verbündete. Der Weg zu gleichen Rechten für die Schwarzen war auch mit jüdischem Blut getränkt. Angesichts dieser Vergangenheit ist es schon etwas erstaunlich, welchen Wandel das Verhältnis der Schwarzen zu den Juden genommen hat. Vor allem die schwarzen Muslime triefen vor Judenhass. Ursache dafür ist ihre Religion, getrieben und gefördert aus Arabien. Das hatte dazu geführt, dass Yaakov Kirschen schon 1979 eine Feststellung traf:

Das ist kein Widerspruch
23. Mai 2009 at 10:08 | In Araber, Muslime | Leave a CommentTags: Ägypten, Meinungsumfrage
Der Friedenswille der Araber wird – auch von mir – gerne in Frage gestellt. Allerdings ist das ein Problem, das etwas nuancierte angegangen werden muss. Vor allem von Leuten, die mit Umfrage-Ergebnissen den Frieden in Nahost herbeireden und Israel für den Unfrieden verantwortlich machen wollen. Was soll man z.B von diesem Ergebnis halten, das aus Ägypten stammt:
71% der Ägypter sind für Frieden in der Region
58% der Ägypter träumen von der Vernichtung Israels
Das ist KEIN Widerspruch, wenn man sich das Friedensverständnis richtig vergegenwärtigt. Elder of Ziyon vertritt den Standpunkt, dass die arabische Vorstellung von Frieden etwas ist, das die meisten Menschen Krieg nennen würden. Ob man damit argumentieren sollte, weiß ich nicht.
(Crossposted auf der Gegenstimme)
Tatsache ist aber, dass der Islam lehrt, dass die Welt in zwei Teile gespalten ist: Das Haus des Friedens/Haus des Islam, wo dieser herrscht (ohne dass alle Muslime sein müssen – wer sollte sonst die Staatskassen mit der Jizya füllen?); und das Haus des Krieges, wo der Islam (noch) nicht herrscht, das bekämpft werden muss und dessen Menschen vor die Wahl gestellt werden müssen, den Islam anzunehmen oder vernichtet zu werden.
Vor diesem Hintergrund ist klar, welcher Frieden da von den (meisten der) Befragten Ägypter gewollt ist: So lange es Israel gibt, vor allem als jüdischen Staat, gehört es dem Haus des Krieges an. Erst, wenn es in das Haus des Islam zurückgeholt worden ist, ist „Frieden“. Das geht Hand in Hand.
Vielleicht werden irgendwann auch mal unsere Friedenshetzer und Gutmenschen begreifen. Die Hoffnung ist sehr gering, denn in 40 Jahren Kalter Krieg ist das nicht passiert, eher im Gegenteil.
Können Schweine fliegen?
7. Mai 2009 at 16:34 | In Muslime, Schule + Bildung, aua | 1 CommentTags: Klassenfahrt, Schüler, Schweinegrippe
Nächste Woche bringe ich einen Trupp Viertklässler in die Pampa Eifel. Die sind natürlich mächtig aufgeregt und neugierig. Obwohl ich schon öfter in der Klasse war, um die Vorbereitungen zu besprechen, gibt es immer wieder neue Fragen. Die muslimischen Kinder hatten aber auch ein Problem (seltsam, dass sie das jetzt erst aufbringen): „Müssen wir da Schwein essen?“ Natürlich nicht. Die Herberge hat bei der Anmeldung extra abgefragt, wie viele Teilnehmer religiöse Essensvorschriften beachten. Danach richten sie sich.
Nächste Frage: „Gibt’s für euch Schwein?“ Warum nicht? Ich war schon öfter dort, da gab’s dann auch mal einen schönen Braten. „Und die Muslime?“ Die haben ein Stückchen Hähnchen bekommen. „Ah so. – Aber was ist denn mit der Schweinegrippe?“ Na, die kriegt man nicht durch den Verzehr von Schweinefleisch. Das wird gekocht und gebraten, da werden alle Viren und Bakterien abgetötet.
„Oh. Die Schweinegrippe bekommt man nicht durch Fleisch?“ Nö, die wird anders übertragen. Die meisten Übertragungen sind von Mensch zu Mensch gewesen. Von Schwein zu Schwein geht von Mexiko nach hier ja wohl nicht.
Unvollständiger Einwurf aus der letzten Reihe: „Ja, aber bei der Vogelgrippe…“
Grins: Können Schweine fliegen? Und hier die Grippe verbreiten? – Lachen.
Die Erklärung der Tröpfchenübertragung lässt Verstehen aufkommen. Aha, so ist das. Auch bei einigen anderen Krankheiten. Die Sorgen sind weg.
Bei anderen geht das offenbar nicht so „leicht“. Für die Massenkeulungen in Ägypten ist die Schweinegrippe wahrscheinlich nur ein Vorwand, um den Kopten das Leben noch schwerer zu machen. Aber in ganz Afghanistan sieht es schon etwas anders aus. Dort gibt es ein einziges Schwein. Das wurde dem Zoo von Kabul von China geschenkt, wo es normalerweise zwischen Hirschen und Ziegen grast. Jetzt ist es weggesperrt, als Quarantäne-Maßnahme, damit die besorgten Zoo-Besucher sich nicht mit der Schweinegrippe anstecken können. Wobei der Zoo-Direktor sagt, dass die Angst der Leute irrational ist; sie sind nicht genug informiert. Da handelten sie in Kabul deutlich weniger panisch als an manch anderen Orten.
Folgen wir einem muslimischen Gerücht
27. März 2009 at 22:46 | In Muslime, die Welt+Islam | 1 CommentTags: antiislamisch, Empörung
Letztes Jahr erstellte ein niederländischer Ex-Muslim einen Kurzfilm mit dem Titel „Interview mit Mohammed“, in dem dem maskierten Mohammed Fragen zu den Fehlern gestellt werden, die er vor 1400 Jahren gemacht haben könnte, auch zu Themen wie Frauenrechten.
Die Muslime waren, natürlich, empört. Die erste Kritik an dem Film kam von einer marokkanischen Zeitung, die nicht genannte europäische Muslim-Gruppen zitierte, die gesagt haben sollen, dass der Film „ein Zeichentrickfilm über die Frauen Mohammeds“ sei und einen Boykott niederländischer Produkte forderten.
Im Februar rief ein russischer Mufti wegen eines Films über Mohammeds Frauen zu einem Boykott holländischer Blumen auf – konnte den Titel des Films aber nicht nennen.
Jetzt fordert im Gazastreifen der Hamas-Minister für religiöse Angelegenheiten zu Protesten gegen einen „aufdringlich pornografischen“ europäischen Film über Mohammeds Frauen auf und strebt die Verhaftung jeder Person an, die auf ähnliche Weise den Islam beleidigt. Er fragte auch, warum arabische und muslimische Regierungen wegen dieser drohenden Beleidigung des Propheten geschwiegen haben.
Ein Sexfilm über Mohammeds Frauen? Dafür könnte es einen Markt geben…
Wenn man so überlegt, sollte ein solcher Film aber illegal sein und jeder, der einen herstellt verhaftet werden – denn es gäbe darin auch kinderpornografische Teile.
Warum Araber Purim nicht begreifen können
12. März 2009 at 21:07 | In Araber, Israel, Muslime | 3 CommentsTags: Feiertage, Judentum
Was wird an Purim gefeiert?
Wikipedia sagt, dass Purim eine Fest ist, dass an die Rettung des jüdischen Volkes im antiken persischen Reich vor Hamans Komplott zur seiner Ausrottung erinnert.
Judaism 101 (Einmaleins des Judentums) sagt: „Es erinnert an eine Zeit, als das in Persien lebende jüdische Volk vor der Auslöschung gerettet wurde.“
Jewish Virtual Library: „Es erinnert an eine Zeit, als das in Persien lebende jüdische Volk vor der Auslöschung gerettet wurde.“
Man beachte, was Purim nicht ist. Es wird nicht als militärischer Sieg gefeiert. Juden feiern nicht den Tod von Haman und seinen Verbündeten. Hamas Tod ist zwar integraler Bestandteil der Purim-Geschichte und es war nötig, dass er starb, damit seine Erlasse widerrufen werden konnten, aber wir bejubeln Hamans Tod nicht außer in Bezug auf seine Rolle bei der Rettung der persischen Juden. Aus der Perspektive des Judentums wäre es vorzuziehen gewesen, wenn die Juden überhaupt nicht in Gefahr gewesen wären (und wenn sie von sich aus Reue gezeigt hätten statt als Resultat einer direkten Bedrohung ihres Lebens).
Purim ist ein freudiger Feiertag, weil er nicht den Tod feiert, sondern die Rettung von Leben.
Manchmal ist Krieg notwendig und Leben muss verloren gehen, damit andere gerettet werden. Die Araber tendieren dazu die (wirkliche oder eingebildete) Niederlage ihrer Feinde zu feiern; sie nehmen an, dass Juden an Purim und Hanukka (und am Jerusalemtag und Unabhängigkeitstag) dasselbe tun. Und genau das ist falsch: Die Juden feiern ihr Überleben und, ja, ihren Sieg – aber nicht die Niederlage ihrer Feinde. Die zwei hängen offensichtlich zusammen, aber eine die Denkweise ist eine völlig andere.
Die einen feiern das Leben und die anderen feiern den Tod.
Hanukka repräsentiert einen geistigen Sieg mehr als einen militärischen; der Unabhängigkeitstag repräsentiert das Überleben eines Jahrtausende alten Traums der jüdischen Eigenstaatlichkeit im eigenen Land; am Jerusalemtag feiert man die Rückkehr der heiligsten Stadt des Judentums unter jüdische Kontrolle. All diesen Ereignissen ist gemein, dass man vorgezogen hätte, es wäre kein Blut vergossen worden. Es ist nicht die Niederlage der Feinde, die gefeiert wird; diese ist ein notwendiges Übel, keine Ursache für Jubel.
Obwohl es natürlich nicht zu leugnen ist, dass die Juden auf ihre militärischen Siege stolz sind, würden sie es vorziehen, wenn ein solches Gefecht gar nicht erst stattgefunden hätte.
Die Araber können ihren Geist nicht um diese Vorstellung wickeln. Für sie sind militärische Siege Beweis ihrer Männlichkeit, eine Quelle der „Ehre“ und – für Muslime – Beweis dafür, dass ihre Glaubenssätze überlegen ist. Umgekehrt sind militärische Niederlagen Grund für Schande und zeigen ein problematisches Glaubenssystem auf: Warum sollte Allah erlauben, dass sein Volk entehrt wird? Der springende Punkt ist die vollkommene Niederlage – und noch wichtiger: die Erniedrigung – ihrer Feinde.
Deshalb können die Araber Purim nicht begreifen und sie können die Juden nicht begreifen. Sie projizieren ihre eigenen Glaubenssätze und die Ehre/Scham-Kultur auf ihre Feinde. Sie können sich nicht vorstellen, dass die Niederlage eines Feindes nicht das alles überragende Ziel eines kampfbereiten und umzingelten Volkes ist. All das über den „Zionisten“ wegen ihrer angeblich rassistischen und völkermörderischen Ziele ausgegossene Gift ist nichts anderes als arabische Projektion ihrer eigenen Glaubenssätze auf die Juden.
Adin Steinsaltz vermerkt, dass es für Juden nur zwei Wege gibt gegen den Antisemitismus sowohl Hamas als auch der Hamas vorzugehen.
Die Schlussfolgerung dazu ist, dass wir zwei mögliche Antworten haben. Erstens können wir unser Bestes tun, wie es in den Tagen von Esther und in anderen Generationen getan wurde, um uns gegen das Böse zu verteidigen und es zu bekämpfen. Das muss in jedem Fall getan werden, selbst wenn es nur darum geht eine Unterbrechung der Ausbrüche des Hasses zu gewinnen.
Die zweite Möglichkeit besteht darin zu lachen. Nicht nur über die Niederlage unserer Feinde lachen, sondern auch über die Absurdität, Lächerlichkeit und inhärenten Widersprüche des Antisemitismus. Das Gelächter bedeutet nicht, dass es eine Antwort gibt, doch ist dies unsere Art zu erklären, dass wir uns von der irrationalen Wechselwirkung des Hasses auf Haman entfernt haben. Wir lachen über Haman, Ahasveros und all ihre Nachfolger, weil über sie, nachdem wir die Oberhand behalten haben und weiter vorhanden sind, Witze gemacht werden.
Darum geht es an Purim – das Überleben der Juden zu feiern. Die Niederlagen unserer Feinde sind nebensächlich und letztlich komödiantisch, aber sie spielen keine zentrale Rolle.
Schrei’ Islamophobie und lass die Hundes des Krieges los
24. Februar 2009 at 18:19 | In Islam+Islamismus, Muslime, die Welt+Islam | 14 CommentsTags: Islamiophobie, Islamisierung, Multikulti, Propaganda
Sultan Knish, 23. Februar 2009
Die muslimische Übersensibilität bei jeder angenommenen Beleidigung steht in direkt umgekehrtem Verhältnis dazu, wie viel Hass Muslime selbst anderen gegenüber zum Ausdruck zu bringen bereit sind.
Wenn man den muslimischen Standards folgt, dass ist die Entfernung eines Mannes aus einem Flugzeug, der ein T-Shirt mit arabischen Worten trägt, eine inakzeptable Zurschaustellung von Islamophobie, aber die Aussperrung einer israelischen Tennisspielerin aus Dubai völlig legitim.
Karikaturen mit Mohammed als Terrorist zu zeichnen, ist nicht akzeptabel, aber den Tod der Karikaturisten zu fordern wohl. Ein Buch zu schreiben, das den Islam parodiert, ist inakzeptabel, aber die Übersetzer des Buches weltweit zu ermorden, ist es wohl.
Israelische Straßensperren an der Grenze zum Gazastreifen sind inakzeptable Beispiele für Apartheid, aber dass Saudi-Arabien alle Nichtmuslime den Zugang zur Stadt Mekka oder die saudische Staatsbürgerschaft verweigert – ist das gute Recht der Saudis.
Ein Protest gegen die Hamas und Al-Qaida, bei dem deren Flaggen geschändet werden, auf denen Verse aus dem Koran stehen, ist für Muslime inakzeptabel beleidigend – aber muslimische Studentenverbindungen, die genau diese Flaggen schwenken, sind etwas, das niemand in Frage stellen darf.
Ein muslimischer „Flüchtling“, der wegen illegaler Einreise in ein europäisches Land verhaftet wird, ist einzig und allein wegen „Islamophobie“ im Gefängnis, genauso die Terroristen, die in Guantánamo Bay festgehalten werden – aber Westler, die in ein muslimisches Land kommen, verlieren alle Rechte und können wegen jeder Kleinigkeit, die ein Muslim ihm vorwirft, ins Gefängnis gesteckt, gefoltert und ausgepeitscht werden.
Westliche Länder, die erwarten, dass eine muslimische Frau ihren Hijab für ein Passfoto entfernt, sind islamophob. Muslimische Länder jedoch haben das Recht zu verlangen, dass selbst die Parlamentspräsidentin oder die First Lady ihr Haar bedecken, wenn sie ein muslimisches Land besuchen.
Bekommt ein muslimischer Mann Frauenunterwäsche auf den Kopf gelegt, während er wegen versuchten Mordes an amerikanischen Soldaten gefangen gehalten wird, dann ist das das abscheulichste Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Wenn jedoch muslimische Männer Frauen wegen Ehebruch erhängen und auspeitschen… dann ist das deren Kultur und wir haben kein Recht das zu verurteilen. Das heißt, außer wir sind islamophob.
Paranoide muslimische Ängste vor westlicher Kultur kann legitim darin Ausdruck finden, dass Zeitschriften, Valentintagsfeiern und Filme verboten werden. Jeglicher westlicher Widerstand gegen den Koran oder Arabisch ist ein klares Zeichen von Islamophobie.
Ein Koran in einer Toilette ist ein Hass-Verbrechen. Die Inhalte der Bibliothek von Alexandria zu verbrennen, mit der Begründung: „Wenn es nicht im Koran steht, ist es überflüssig“, ist jedoch legitimer Ausdruck muslimischer Ansichten zu nicht muslimischer Literatur.
Vorurteile gegenüber Muslimen sind inakzeptabel. Aber muslimische Vorurteile gegenüber Frauen, Juden, Christen, Schwulen, Buddhisten, Zarathustra-Anhänger, Atheisten und jeden anderen sonst – sind Teil ihrer Kultur. Und wer sind wir, dass wir darüber richten dürften, wenn sie das Gefühl haben jeden zu hassen und zu töten, der kein muslimischer Mann ist.
Das Problem mit all diesen Beispielen ist: Die Muslime wollen beides haben. Einerseits wollen sie einen Blankoscheck, der es ihnen erlaubt mit jedem negativen Feedback als Islamophobie umzugehen. Andererseits wollen sie in der Lage sein jeden Grad und jede Form von Hass gegen andere und Unterstützung für Terrorismus in öffentlichen Foren ohne jegliche Rückwirkungen zum Ausdruck zu bringen.
Was Muslime wirklich wallen ist politische Korrektheit für uns und keine für sich. Sie wollen eine Kette um unseren Hals, deren Leine sie in der Hand haben, während ihre andere Hand eine Hisbollah-Flagge schwenkt. Und das kann nicht funktionieren.
Wenn ein dänischer Karikaturist Mohammed nicht zeichnen darf, dann sollten muslimische Demonstranten zumindest nicht in der Lage sein zum Mord ihrer politischen Opponenten aufrufen. Wenn christliche Pastoren wegen der Verurteilung des Islam zensiert werden, dann sollte das auch für den Pöbel der Finsbury Park-Moschee gelten.
Weder Hass noch Toleranz können eine Einbahnstraße sein, doch die Muslime haben Vorwürfe der Islamophobie ausgebeutet, um genau das zu bekommen. Von den Saudis gestützte Organisationen wie CAIR oder die MSU verbreiten routinemäßig Hass und sind dann empört, wenn irgendjemand sie deswegen zur Verantwortung zieht.
Kanadas größte Gruppe, die Canadian Arab Federation, hatte kein Problem damit Teil von Demonstrationen zu sein, auf den Hamas- und Hisbollah-Flaggen flatterten. Sie hatten aber ein Problem, als der kanadische Minister für Einwanderer, Jason Kenney, sie deswegen kritisierte; als war es nur natürlich, dass der Vorsitzende der CAF ihn eine „professionelle Hure“ nannte. Kenney antwortete im Gegenzug: „Wir sollten diejenigen nicht belohnen, die Ansichten zum Ausdruck bringen, die im Gegensatz zu den besten liberalen Werten der Toleranz und gegenseitigen Respekts stehen“, und kündigte Pläne an, der CAF die Finanzierung zu entziehen. Natürlich bestand die Antwort der CAF darin „Islamophobie“ zu kreischen.
Die Canadian Arab Federation entschied sich pro-Hamas-Artikel auf ihre Internetseite zu stellen, darauf zu drängen, dass Al-Jazira in Kanada zu sehen ist, an offen terroristischen Demonstrationen teilzunehmen und dann mit einer Beleidigung des Immigrationsministers auf Kritik zu antworten. Aber natürlich kamen die Konsequenzen daraus nur wegen Islamophobie zustande.
Muslimen ist es zu einfach gemacht worden eine Menge unter den Teppich zu kehren, indem sie „Islamophobie“ schreien. Das impliziert aber, dass sie tatsächlich wünschen Teil einer toleranten, multikulturellen Gesellschaft sein wollen, in der die Rechte aller respektiert werden. Durch ihre Taten und Agenden jedoch zeigen sie, dass dies nicht die Gesellschaft ist, deren Teil sie sein wollen. Weder in Riyadh, noch in Teheran, Gaza, Karachi oder London, Paris oder Detroit.
Es ist an den Muslimen selbst, zu entscheiden, welche Rolle sie im Ausland und in der globalen Kultur spielen wollen. Sie können intolerante Fanatiker sein, die Zuhause bleiben und von jedermann sonst auch erwarten Zuhause zu bleiben. Oder sie können offen und tolerant genug sein Seite an Seite mit anderen zu leben. Aber sie können nicht intolerante Fanatiker sein, die von uns erwarten, dass wir ihrer fanatischen Intoleranz gegenüber tolerant und offen sind. Nicht auf unsere Kosten.
Das ist das Problem; es ist ein gordischer Knoten, den die Muslime entweder selbst zu entwirren versuchen oder den letztlich jemand anderes für sie durchschlagen wird.
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