Verfolgung von Christen durch Muslime in den Palästinensergebieten

21. Juli 2014 um 13:16 | Veröffentlicht in Christen+Kirchen, Muslime, Palästinenser | 1 Kommentar
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Manfred Gerstenfeld interviewt Justus Reid Weiner (direkt vom Autor)

Christen werden im gesamten Nahen Osten durch Muslime stark verfolgt; das hat in seiner Intensität deutlich zugenommen. Anfangs des 20. Jahrhunderts stellten Christen rund 20 Prozent der Bevölkerung des Nahen Ostens. Gegenwärtig wird ihr Anteil auf rund vier Prozent geschätzt.

In den Palästinensergebieten ist die Verfolgung von Christen weniger stark als in einer Reihe anderer muslimischer Staaten. Sie ist aber dennoch diskriminierend und manchmal tödlich. Das wird aber vor der internationalen Gemeinschaft verborgen, zum Teil durch falsche Äußerungen verschiedener palästinensisch-christlicher Leiter, die mit der palästinensischen Autonomie (PA) und der Hamas verbündet sind.

Justus Reid Weiner

Justus Reid Weiner

Justus Reid Weiner ist Rechtsanwalt für internationales Menschenrecht und Mitglied der Anwaltskammern in Israel und New York. Er möchte seinem Praktikanten Nataniel Lelental für dessen Beitrag zu diesem Projekt seine Anerkennung ausdrücken.

Einige wenige der vielen Beispiele für Verfolgung und Diskriminierung von Christen in den Palästinensergebieten illustrieren ihre vielfältige Beschaffenheit: Im April 2013 wurde die Schule der Christlichen Heiligen Familie in Gaza in Brand gesetzt. Mehrere Monate später, im Juni, wurden fünf christliche Schulen im Gazastreifen nach einer Anweisung der Hamas-Regierung geschlossen, die gemischtgeschlechtlichen Unterricht verbot. Nominell betraf die Vorschrift alle Schulen im Gazastreifen, doch die fünf christlichen Schulen waren die einzigen, in denen dort koedukativ gearbeitet wurde.

Die christliche Minderheit des Gazastreifens ist winzig und besteht aus ein- bis zweitausend Personen. Nach Angaben der griechisch-orthodoxen Kirche in Gaza wurden im Juli 2012 fünf Christen entführt und zum Übertritt zum Islam gezwungen. In einer Presseerklärung sagte die Kirche, dass die Polizei ein Eingreifen ablehnte, da Salam Salameh, ein Hamas-Mitglied des palästinensischen Parlaments, die Organisation führte, die für den Übertritt verantwortlich war.

Im Juli 2012 verurteilte ein Gericht in Jericho einen Christen zu einem Monat Haft, weil er während des Ramadan in der Öffentlichkeit aß. Auch fünf weitere Personen wurden wegen desselben Tuns festgenommen. Der Vorsitzende des Obersten Gerichts für Scharia-Recht in der PA erklärte: „Wir müssen die Straßen beobachten und jeden schwer bestrafen, der während des Ramadan öffentlich isst. Das liegt in der Verantwortung der Sicherheitskräfte… Ich fordere alle Nichtmuslime auf, auf die Gefühle der Muslime Rücksicht zu nehmen.“ Das steht in scharfem Gegensatz zu westlichen Gesellschaften, in denen gewöhnlich die Mehrheit aufgefordert wird auf die Minderheit Rücksicht zu nehmen.

Das palästinensische Landrecht schreibt für den Verkauf von Land an Juden die Todesstrafe vor. Verschiedene Christen haben ausgesagt, dass dies auch vollstreckt wird, wenn Land an Christen verkauft wird. Mehrere christliche Grundbesitzer sind erpresst worden ihr Land aufzugeben und Muslimen zu überlassen. In der Praxis bietet das Rechtssystem in den Palästinensergebieten ihnen keinen Regressanspruch.

Vera Baboun, die christliche Bürgermeisterin Bethlehems, schrieb zu den Feiertagen an Weihnachten 2012: „Dies ist das Bethlehem, das wir mit der Welt teilen. Ein Bethlehem, das die natürliche Koexistenz von Christen und Muslimen ist, ein Beispiel für den Rest der Region.“ Doch Baboun ist Opfer einer Rufmordkampagne geworden, weil sie angeblich Muslime diskriminiert. Als Ergebnis sind sie und ihre Familie wiederholt bedroht worden. Sie erstattete Anzeige bei der PA, die sie nach Einschüchterung durch den bewaffneten Zweig der Fatah zurückzog.

Steve Khoury, Pastor der Ersten Baptistischen Kirche Bethlehems, sagte im Mai 2013, Christen sähen sich ständigen Belästigungen ausgesetzt. Dadurch verzichten viele darauf in der Öffentlichkeit Kreuze zu tragen und Bibeln mit sich zu führen. Er fügte hinzu, dass ihnen von Muslimen oft gesagt wird, sie sollten „zum Islam konvertieren. Er ist die wahre und richtige Religion.“ Auf Khourys Kirche sind vierzehn Brandanschläge verübt worden.

Im Dezember 2013 lieferte Samir Qumsieh, ein christlicher Gemeindeleiter aus Beit Sahour bei Bethlehem, mehrere Beispiele für die Einschüchterung, der sich die christliche Gemeinschaft ausgesetzt sieht. Er zeigte einige Beispiel-Souvenirs, die von Christen um den Krippenplatz in Bethlehem verkauft werden, darunter T-Shirts der Geburtskirche, die nicht, wie sonst üblich, Kreuze zeigen. Bei einer anderen Gelegenheit erklärte Qumsieh: „Wir werden schikaniert, aber die Wahrheit können Sie nicht kennen. Niemand sagt öffentlich etwas über die Muslime. Das ist der Grund, dass die Christen die Flucht ergreifen.“

PA-Präsident Mahmud Abbas hat erklärt: „Christen sind hier keine Minderheit. Sie sind integraler Bestandteil des palästinensischen Volks. Orthodoxe, Katholiken, Armenier, Assyrer, Lutheraner, Anglikaner, Kopten, Melkiten, Protestanten und andere sind alle Teil des reichen Mosaiks dieses freien, demokratischen und pluralistischen Palästinas, das wir anstreben und wie es in unserer Unabhängigkeitserklärung und im Verfassungsentwurf festgelegt ist.“ Das war eine der vielen falschen Aussagen Abbas‘, da Artikel 7 der Verfassung lautet: „Die Prinzipien der islamischen Scharia sind eine Hauptquelle der Gesetzgebung.“

Weiner schließt: Wenn nicht gehandelt wird, dürfte daher die palästinensische Eigenstaatlichkeit durchaus zur Gründung eines weiteren muslimischen Staates führen, in dem Minderheiten brutal verfolgt werden, bis weitere beträchtliche Teile von ihnen auswandern. Der Umgang mit und das Schicksal der palästinensischen Christen ist ein Lackmustest der wahren Beschaffenheit der palästinensischen Herrschaft.

Dr. Manfred Gerstenfeld ist der ehemalige Vorsitzende des Jerusalem Center of Public Affairs.

Gerd Buurmann: In welcher Stadt…

20. Juli 2014 um 10:37 | Veröffentlicht in EU-Europa, Europa, Europa+Islam, Europa+Nahost, Muslime | Hinterlasse einen Kommentar
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wurden diese Fotos aufgenommen?

Paris07-2014

Antwort: Paris, Juli 2014.

DAS ist (auch) das Bild von Muslimen im Westen, von angeblichen Unterstützern der Palästinenser – die eigentlich nur ihren Judenhass und ihren Hass gegen die Gesellschaften, in denen sie leben, ausleben. Diese Fotos geben uns einen Eindruck, was passiert, wenn wir diese Sorte Muslime machen lassen, was sie wollen: Das sind Aufnahmen von Ereignissen, die NACH einem Verbot „pro-palästinensischer“ Demonstrationen entstanden! Sich an Recht zu halten ist für diese Leute haram. Recht zu respektieren, andere Menschen zu respektieren – ist haram. Und haram heißt: Nicht beachten, dran halten ist verboten, muss bekämpft werden (physisch!), da muss Verheerendes entstehen.

Doppelzüngige Muslime

11. Juli 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in die Welt+Islam, Islam+Islamismus, Muslime | Hinterlasse einen Kommentar
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gefunden auf Facebook und eingedeutscht:

Islam.anMuslims_anWestler

Gibt es einen moderaten Islam?

10. Juli 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in Islam+Islamismus, Muslime | Hinterlasse einen Kommentar
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Nicht, wenn man Herrn Erdoğan folgt (gefunden auf Facebook und eingedeutscht):

Erdogan_Islam-is-Islam

Die Friedfertigkeit der lauten Muslime

8. Juli 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in Islam+Islamismus, Muslime | Hinterlasse einen Kommentar
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gefunden auf Facebook und eingedeutscht:

Friedfertige-Muslime-toeten

Eine Religion des Friedens…

4. Juli 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in die Welt+Islam, Islam+Islamismus, Muslime | Hinterlasse einen Kommentar
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gefunden auf Facebook und eingedeutscht:

Rel-of-Peace_kill

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