Empörungsikonen erfinden, Flammen des Krieges anfachen

21. Oktober 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Nahost | 1 Kommentar
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Dexter Van Zile, The Times of Israel (blogs), 16. Oktober 2014

Die Anti-Israel-Hode ergötzt sich derzeit am Foto eines Juden, der sich in der Altstadt Jerusalems schlecht benimmt. Das von der Agentur Andalou, einer türkischen Nachrichtenorganisation, verkaufte Foto ist von Max Blumenthal und Hunderten anderer getweetet worden und zeigt einen wütenden orthodoxen Juden, der einen unschuldig dreiblickende arabische Frau anschreit. Sie sieht gedemütigt und verängstigt aus.

Der Mann wirkt wütend und Angst einflößend aus.

Da Foto ist Hunderte Male retweetet worden; es trägt die irreführende Beschreibung „israelische religiöse Fanatiker halten Palästinenser vom Gebet in der Al-Aqsa-Moschee in #Jerusalem ab…“

Es gibt da nur ein Problem. Wie die Blogger Elder of Ziyon und Israellycool aufgezeigt haben, hält die angebrüllte Frau ein hebräischsprachiges Gebetbuch in der Hand. Videos der Konfrontation offenbaren, dass sie dem Mann das Buch aus der Hand nahm, bevor das Foto aufgenommen wurde.

Sie griff das Gebetsbuch des orthodoxen Juden aus seiner Hand und er reagierte mit Wut. Beobachter könnten argumentieren, dass er auf diese Provokation überreagierte; doch die Tatsache bleibt, dass die Frau eine aggressive und provokative Handlung beging. Das war keine „Mikro-Aggression“.

Es war nicht der israelische Jude, der die Rechte der Frau zu beten störte, wie Max Blumenthal und andere auf Twitter angaben. Es war anders herum. Sie legte sich mit jemandem an, der zu beten versuchte und provozierte gewollt eine wütende Reaktion, die von einem nahe dabei stehenden Fotografen einer türkischen Nachrichtenagentur aufgenommen wurde.

Als Ergebnis der erfolgreichen Provokation der Frau, des zeitlich gut ausgelösten Klicks des Fotografen und einer unehrlichen Bildbeschreibung zum Foto sind tausende Menschen – von denen viele Israel bereits hassen – einem Bild und einer Darstellung ausgesetzt worden, die israelische Juden als unfähig friedlich mit palästinensischen Muslimen im Land zu leben darstellen.

Das Bild bestätigt, was viele Menschen bereits über Juden und ihren Staat glauben – dass sie eine nicht zu ertragende Präsenz im Nahen Osten sind.

Das ist ein Lehrbuchbeispiel dessen, was Nidra Poller ein „tödliche Schilderung“ nennt – eine Geschichte, die mit der Absicht erzählt wird zu Gewalt gegen eine bestimmte Gruppe Menschen zu anzuspornen.

Die Art und Weise, wie das Foto der Agentur Andalou manipuliert wurde, um die tödliche Schilderung zu unterstützen, wirft etwas Größeres auf – die Bereitschaft so genannter Friedens- und Menschenrechtsaktivisten im fortgesetzten kognitiven Krieg gegen Israel zu helfen, der von Islamisten und Jihadisten rund um die Welt geführt wird. Was Blumenthal und die anderen auf Twitter machten, war das Untergraben der Idee eines jüdischen Staats durch Werbung für das, was David D. Perlmutter eine „Ikone der Empörung“ nennt.

Es gibt eine komplette Industrie, die sich der Schaffung solcher Ikonen widmet. Ein Teil dieser Industrie besteht aus sogenannten Friedensaktivisten aus den USA und Europa. Sie gehen in die Westbank und den Gazastreifen auf der Suche nach Bildern von sich schlecht benehmenden Juden. Und wenn sie dann diese Bilder bekommen, versenden sie sie im Internet mit der offenkundigen Absicht Israel zu dämonisieren.

Ich erlebte dies selbst an einem Samstagnachmittag im März diesen Jahres. Ich ging mit einer Gruppe von mehr als 100 Juden, von denen viele vor kurzem Aliyah aus Frankreich gemacht hatten, durch die Altstadt von Hebron; dort steigt die antisemitische Gewalt. Als sie durch die Altstadt gingen, wurden sie von den örtlichen Einwohnern gestichelt und drangsaliert, die wegen ihrer Anwesenheit empört waren. Es war ein angespannter Nachmittag.

Wir wurden von einer Mischung aus Soldaten und Grenzpolizisten durch die Altstadt begleitet; das war Teil einer Kampagne das Recht der Juden auf freie Bewegung in ihrem historischen Heimatland geltend zu machen. Vielleicht werden die Juden eines Tages, wenn die Muslime im Nahen Osten gelernt haben den anderen in ihrer Mitte zu akzeptieren, in der Lage sein sich in Hebron frei, ohne Armee-Eskorte zu bewegen. Aber nicht an diesem Tag und nicht heute, zum Teil Dank der so genannten Friedensaktivisten vor Ort.

Diesen Juden folgte ein Kontingent Europäer und Nordamerikaner einer Reihe unterschiedlicher Gruppen, darunter die Temporary International Presence in Hebron (TIPH), Christian Peacemaker Teams (CPT) und das Ecumenical Accompaniment Program in Palestine-Israel, eine vom Ökumenischen Rat der Kirchen geschaffene Organisation. Und natürlich gab es örtliche Palästinenser, die von B’Tselem angeheuert wurden, um die Konfrontation zu dokumentieren.

Statt darauf hinzuwirken die Spannungen zu entschärfen, indem sie die erwähnten Araber und Juden dazu ermutigten den Versuch zu unternehmen friedlich auf einander zu reagieren, konzentrierten die Aktivisten der erwähnten Gruppen ihre Aufmerksamkeit ausschließlich auf Juden, in der Hoffnung sie zu fotografieren, während sie etwas Schlechtes tun.

Die israelischen Gästeführer wiesen die ihnen Anvertrauten an auf jegliche Provokationen nicht zu reagieren und die sogenannten Friedensmacher zu ignorieren, aber immer wieder einmal machte ein französischer Jude eine obszöne Geste zu einer Kamera. Das wurde von den sogenannten Friedensmachern und Menschenrechtsaktivisten pflichtbewusst aufgenommen.

Das läuft in Hebron jedes Wochenende. Und an dem Wochenende, an dem ich dort war, bekam jemand von B’Tselem – einer antiisraelischen Menschenrechtsgruppe – die Bilder, die er suchte, als eine Gruppe französischer Juden ihm gegenüber eine obszöne Geste machte.

Wenn diese Bilder im Internet gepostet werden, werden die sie Ansehenden nichts von der Gewalt erfahren, die sie aus ihrem Geburtsland Frankreich nach Israel trieb. Es wird nur Bilder wütender Juden geben, die der Kamera den Finger zeigen.

Kein Kontext, absolut nichts.

Nur ein paar wenige Stunden nach der Tour twitterten Mitarbeiter des örtlichen Christian Peacemaker-Teams ein Foto zweier lächelnder, junger, süßer arabischer Jungen. Der das Foto begleitende Text erklärte, ein „Siedler“ habe sie bespuckt.

Auf dem Foto deutet aber nichts darauf hin, dass diese Jungen von irgendjemandem bespuckt wurden. Vielleicht fand das statt, vielleicht auch nicht. Jedenfalls lieferten die CPT-ler in Hebron keinerlei Beleg, dass das stattfand. Trotzdem werden die Meisten als Evangelium akzeptieren, was die CPT-ler sagen.

Diese Aktivisten waren nicht dort, um die Wogen zu glätten. Sie waren nicht in Hebron, um für einen modus vivendi zwischen Juden und Arabern zu werben. Sie waren dort, um die Spannungen zu verstärken, die bereits hoch sind; und falls bzw. wenn die Juden etwas Schlechtes machten, dann waren sie dort, um es aufzuzeichnen. Das Ziel dieser Aktivisten besteht darin Bilder zu bekommen, die genutzt werden können, um Israels Legitimität zu untergraben.

Aber es steckt mehr dahinter. Sie nutzen diese Bilder auch, um Spenden zu sammeln und ihre Institutionen in den Vereinigten Staaten und Europa zu unterstützen.

Das ist eine moralisch verwerfliche Praxis, aber eine, die nur allzu effektiv ist.

Hey, ISIS, schönen Tag!

28. September 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in Islam+Islamismus, Islamstaaten, Nahost | Hinterlasse einen Kommentar
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ISIS_bombed-by-womanHey, ISIS,
ihr seid von einer Frau bomardiert worden.
Schönen Tag noch!

Wie Deutschland Judenhass finanziert

26. September 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Deutschland, Israel, Nahost, NGOs | 4 Kommentare
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Vijeta Uniyal, FrontPageMag, 23. September 2014 (ursprünglich auf TheCommentator.com)

Eine Woche nachdem Kanzlerin Angela Merkel bei einer bahnbrechenden Demonstration in Berlin die Festlegung ihrer Regierung auf die Bekämpfung des Antisemitismus bestätigte, muss vor Orte noch eine Menge getan werden, um die steigende Welle des Antisemitismus zu stoppen.

Zuhause haben die Gesetzeshüter nicht nur Apathie und Untätigkeit gezeigt, so im Fall des muslimischen Imam in Berlin, der zur Auslöschung der Juden aufforderte oder gegen Demonstranten in vielen deutschen Städten, die antisemitische Parolen brüllen. Die Polizei scheint manchmal zu überschlagen und gestattet Demonstrationen Polizei-Megafone und -Fahrzeuge zu nutzen, um ihren Hass zu verbreiten – so vor kurzem in Frankfurt und Hagen.

International bleibt der deutsche Steuerzahler ein führender Sponsor von NGOs und Gruppen, die Israel und das jüdische Volk ins Visier nehmen. Nach konservativen Schätzungen der Watchdog-Gruppe NGO Monitor zahlte die deutsche Regierung von 2010 bis 2014 mehr als €4 Millionen an Organisation in Israel und die Palästinensergebiete, die aktiv Kampagnen zur Dämonisierung und Delegitimierung des Staates Israel führen.

Allein zwei politische deutsche Stiftungen – die Rosa-Luxemburg-Stiftung und die Heinrich-Böll-Stiftung – könnten mehr als €2 Millionen Steuereinnahmen jährlich an solche Gruppen fließen lassen. Nach Angaben von NGO Monitor haben beide politischen Stiftungen fehlende Transparenz zu ihren Zuweisungspraktiken gezeigt, was es kompliziert macht die tatsächliche Geldmenge zu schätzen, die an diese Gruppen geht. Die wahren Zahlen dürften noch höher liegen.

Es überrascht nicht, dass beide Stiftungen zufälligerweise eine lange Geschichte der Unterstützung antiisraelische Kampagnen in Deutschland haben. Heute führt Kerstin Müller, eine Grünen-Politikerin, die in der antiisraelischen Boykott-Bewegung aktiv war und sich für die Kennzeichnung in die EU eingeführter israelischer Waren einsetzte, leitet jetzt das Büro der Heinrich-Böll-Stiftung in Tel Aviv.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung ist mit der Linksaußen-Partei „Die Linke“ verbunden, Nachfolgerin der ostdeutschen kommunistischen Partei (SED). Die Luxemburg-Stiftung organisiert regelmäßig Veranstaltungen für antiisraelische Aktivisten und veröffentlicht Literatur, die für gegen Israel gerichtete Taktiken der Boykott, De-Investition und Sanktionen (BDS) wirbt.

Die Gesamtzahlen aus Europa und anderen westlichen Ländern sind genauso gigantisch. Von 2011 bis 2014 gaben europäische Regierungen mehr als €25 Millionen an israelische und palästinensische NGOs, die an den Kampagnen zur Delegitimierung und zu antiisraelischen Boykotten beteiligt sind. Weltweit werden NGOs, die aus Europa, Nordamerika und weiteren heraus agieren und antiisraelischen Kampagnen betreiben, jährlich rund €100 Millionen zur Verfügung gestellt.

Viele NGOs, die Geld aus Deutschland erhalten, sind an Lawfare-Kampagnen gegen Israel beteiligt. Unter Nutzung dieser sogenannten Lawfare-Strategie streben diese Aktivisten an juristische Vorschriften im Ausland dazu auszunutzen die israelische Regierung und Beamte mit Zivilklagen und Ermittlungen einzuschüchtern. Der Hauptzweck dieser Übung ist es zu belästigen, mobben und Gerichte als Plattformen für Aktivismus zu benutzen, weniger ein juristisches Ergebnis zu erzielen.

Es ist allerdings mehr als Besorgnis erregend, wenn deutsche Gelder an Gruppen gehen, die unverhohlen antisemitisch sind. Deutsche Gelder, die im Namen von „Entwicklungsprojekten“ zugewiesen werden, enden bei Gruppen, die in ihren Kampagnen regelmäßig antisemitische Themen und Bilder nutzen.

Dieser Finanzstrom aus Deutschland und anderen europäischen Ländern ist Teil einer anhaltenden Kampagne auf Israel Druck auszuüben, es zu zwingen einseitige Kompromisse zu machen. Es ist eine Diplomatie, die von dem kindlichen Glauben getrieben wird, die Konflikte im Nahen Osten würden aufhören zu bestehen, wenn nur Israel bereit sein könnte sich auf eine Größe einzuschrumpfen, die die arabischen Staaten ihm zuzugestehen bereit sind – und das zu einem vorgegebenen Zeitpunkt.

Das geopolitische „Armumdrehen“ und die Dämoniserung Israels haben ihren Preis. Statt das Bildungsniveau zu verbessern oder die Fähigkeiten und Fertigkeiten palästinensischer Jugendlicher zu entwickeln, schüren diese Gruppen weiter die uralten Feindseligkeiten. Und statt beeindruckbaren palästinensischen Jugendlichen zu helfen über die Defizite ihrer eigenen Gesellschaft kritisch zu denken und nach echter Veränderung zu streben, bieten diese Gruppen ihnen leichte Sündenböcke in der Form Israels und des jüdischen Volks.

Wenn heute deutsche Politiker mit dem Problem des steigenden Antisemitismus ringen, wäre das ein guter Anlass für sie von Spenderorganisationen Rechenschaft zu verlangen und einen genaueren Blick auf die Netzwerke zu werfen, die diesen Hass finanzieren.

Die jüngsten antisemitischen Krawalle in Deutschland sein ein eindeutiger Vorbote dessen, was noch kommt. Wenn Migration aus den arabischen Ländern im derzeitigen Tempo weitergeht, könnte ein großes Maß dieses Hasses zurück nach Deutschland importiert werden – und auch das ist ein Thema, das wir nicht ignorieren dürfen.

Werden Fakten jemals antiisraelische Fiktion ersetzen?

23. September 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Europa+Nahost, Geistesgrößen, Geschichte, Israel, Nahost, Nahost-Konflikt | Hinterlasse einen Kommentar
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Denis MacEoin, Gatestone Institute, 5. September 2014

Ich empfinde gerade etwas Scham Ire zu sein. Obwohl unsere Musik, unser Tanzes und Nobelpreise gewinnende Literatur uns geholfen haben im Ring der internationalen Kultur oberhalb unserer Liga zu spielen, ist unsere Politik nie Modell für irgendjemanden gewesen – und wird schlechter.

2011 z.B. erklärte Israels Außenminister, dass Irland zweifellos das israelfeindlichste Land der Europäischen Union geworfen war, das „alle Länder Europas zu einer radikalen und kompromisslosen Haltung drängt“.

Seltsamerweise hat Irland auch einen Ruf als Land, das relativ frei von Antisemitismus ist. Nach Angaben von John Gallen sind antijüdische Vorfälle in den USA zwei Drittel wahrscheinlicher als im Poblacht na hÉireann. Einer der Gründe dafür, dass es in Irland fast keine antisemitischen Vorfälle gibt, dass es in der Irischen Republik überhaupt sehr wenige Juden gibt: weniger als 2.000 (0,04% der Bevölkerung).

Diese Information gründet auf Daten des European Jewish Congress und des Stephen Roth Institute for the Studies of Contemporary Antisemitism and Racism an der Universität Tel Aviv; doch ich bleibe skeptisch.

Antiisraelische Rhetorik ist in Irland alltäglich und die Presse druckt regelmäßig Tiraden gegen den jüdischen Staat. Ein besonders ärgerliches Beispiel dafür ereignete sich, als der Irish Examiner, eine Zeitung mit langer Geschichte und einer behaupteten täglichen Leserschaft von 189.000 (bei einer Auflage von rund 37.000), veröffentlichte am 31. Juli das Op-Ed einer wenig bekannten Journalistin, Victoria White, der Ehefrau von Eamonn Ryan, dem Chef der Grünen Partei im irischen Parlament, dem Dáil.

Unter dem Titel We are washing our hands of the ethnic cleansing of Palestinians (Wir waschen unsere Hände von der ethnischen Säuberung der Palästinenser rein) war der Text eine kompromisslose Tirade, ein von Speichel befleckter Angriff auf Israel, in dem die üblichen Falschbehauptungen „ethnischer Säuberung“ während des israelischen Unabhängigkeitskriegs 1947/48 herausgeholt wurden.

Frau White scheint entweder über ein berüchtigtes und diskreditiertes Buch gestolpert zu sein oder es bekommen zu haben, das ein antiisraelischer israelischer „Historiker“ namens Ilan Pappé geschrieben hat. The Ethnic Cleansing of Palestine (2006) ist schon lange als Nicht-Geschichte gegeißelt worden, in der Fakten verzerrt, wichtige Informationen außer Acht gelassen und nur eine Seite der Geschichte erzählt wird. Es gibt hier nicht den Platz eine Rezension von Pappés Fiktion zu schreien, aber es handelt sich um die Sorte Buch wie die gleichermaßen diskreditierten, völlig verlogenen „Protokolle der Weisen von Zion“, an dem sich schwach gebildete pro-palästinensische Aktivisten ergötzen, ohne dass sie ihre Augen auf andere Geschichtswerke richten, die von weit besseren Historikern als Ilan Pappé geschrieben sind.

Es ist offensichtlich, dass White nichts davon gelesen hat. Sie zitiert nicht ein einziges Mal eine der wichtigen historischen Studien dieser entscheidenden Periode, z.B. Efraim Karshs durch intensive Forschung entstandenes Palestine Betrayed (2010) oder Benny Morris‘ auf Archivarbeit gründende Neubewertung 1948: The First Arab-Israeli War. White glaubt, sie kenne alle Antworten. Tut sie nicht.

Nun mag ein Op-Ed wie das von White in einer kleinen irischen Zeitung an sich ein Klacks sein, doch es ist wichtig zu kommentieren, wofür das steht. White könnte repräsentativ für die riesige Brut Antiisrael-Autoren, Journalisten und Schmierfinken sein, die ein verzerrtes Narrativ aus ein oder zwei Büchern und ein paar Flugblättern der Palästina-Solidaritätskampagne zusammenschustern, während sie fröhlich professionelle Historiker ausblenden, die mit Archivmaterial aus einem Berg an Quellen arbeiten.

Die Dämonisierung Israels durch falsche oder grob vereinfachende Bilder des Kampfs um Israels Unabhängigkeit ist direkt ins Herz der propalästinensischen Seele eingedrungen. Wie die meisten Amateure prüft White nie ihre Quellen nach oder führt eine Gegenprüfung durch. Sie ergreift Partei ohne jegliche Beherrschung der Fakten und macht aus dem palästinensischen Opfertum einen Fetisch, als sei das der Goldstandard, an dem alle moralischen Fragen gemessen werden müssen. Ihre Tirade verdient also eine rationale, historische Widerlegung.

Wo könnte man besser anfangen als am Beginn, in der fünften Zeile in ihrem Text, wo sie sagt: In Ilan Pappés Buch „las ich vom Feldzug zur ethnischen Säuberung der den Palästinensern gehörenden Stadt Haifa“. „Na klar“, dachte ich, „nicht Haifa.“ Sie hätte kein schlechteres Beispiel aussuchen können, ob sie nun Jahre lang studiert oder einfach eine Nadel in eine Karte gesteckt hätte.

Es gab in Haifa keine „ethnische Säuberung“. Was geschah wurde von arabischen, israelischen, britischen und sogar amerikanischen Beobachtern genau dokumentiert wurde und die Efraim Karsh in Palestine Betrayed als Quellen zitiert. Im Kapitel „Fleeing Haifa“ (Flucht aus Haifa) zeichnen sie ein Bild, das in vollkommenem Widerspruch zu Pappés Dichtung steht. White begreift hier offensichtlich den korrekten Kontext nicht, nämlich dass nach der UNO-Entscheidung das Mandat Palästina (zu der Zeit unter britischer Kontrolle) zu teilen die Juden bereitwillig ihren stark verkleinerten Teil des Gebiets akzeptierten. Die Araber machten das nicht und begannen stattdessen einen Bürgerkrieg. Als die Juden schließlich ihren Staat gründeten, als die Briten in die Heimat abzogen, drangen sieben Armeen aus verschiedenen arabischen Staaten nach Israel ein und provozierten einen Krieg, der bis zur Unterzeichnung einer Waffenstillstandsvereinbarung am 20. Juli 1949 dauerte und einem erstaunlichen israelischen Sieg und viel Leid folgte und der für die Araber, die sich aufmachten die Juden in einem Religionskrieg auszulöschen immer noch weiter geht.[1]

Damals war Haifa die zweitgrößte Stadt im Mandatsgebiet und ein Schlüsselhafen. Sie war fast zu gleichen Geilen von Juden und Arabern bewohnt, deren Beziehungen zumeist freundlich waren. Nach dem Krieg entstand ein arabischer Mythos zu Haifa und beherrschte die Wahrnehmung der Welt von der „Vertreibung“ der Araber aus der Stadt. Wir haben inzwischen jedoch verlässliche Dokumente, die die Geschichte anders erzählen.

Wir wissen heute, dass die Araber schon vor dem Teilungsplan von 1947 begannen aus Haifa zu fliehen, als reiche Araber im Wissen, dass Krieg unausweichlich war – da sie ihn anzufangen planten – an Orte zu zeihen begannen, die sie als sicher ansahen. Im Oktober 1947 legte ein britisches Geheimdienst-Briefing: „Führende arabische Persönlichkeiten handeln unter der Annahme, dass Störungen bevorstehen und haben bereits ihre Familien in die benachbarten arabischen Länder evakuiert.“[2]

Bis November flohen mehr, obwohl keine Juden sie bedroht hatten. Die Dinge verschlechterten sich bis Dezember des Jahres, als 15.000 bis 20.000 Araber von einer Bevölkerung von fast 71.000 bereits geflohen waren.

Zu dieser Zeit warne syrische, libanesische und irakische Freiwillige nach Haifa gekommen; ihr Ziel war es die Juden zu vertreiben. Es gab allgemeines Durcheinander und wachsende Angst – eine Angst, die von der Panik verbreitenden Propaganda der arabischen Radios und Presse enorm verstärkt wurde. Im Januar begann das Nationalkomitee – Haifas führende arabische Vereinigung – die Massenflucht zu empfehlen. Dem ließen sie im März den Befehl folgen, Frauen und Kinder aus der Stadt zu bringen. Anfang April war die Bevölkerung auf die Hälfte ihrer ursprünglichen Zahl gesunken.

Am 21./22. April waren die Truppen der Hagana gezwungen eine Schlacht gegen bewaffnete arabische Irreguläre zu führe. Der jüdische Zonen-Kommandeur gab eine Garantie aus, dass Araber, die sich entschieden zu bleiben, Gleichheit und Frieden genießen würden. Der jüdische Bürgermeister der Stadt, der betagte Shabtai Levy, bettelte die arabische Führung an seine arabischen Bürger bleiben zu lassen, doch sie wiesen ihn ab. Dieselben arabischen Führer wurden aufgefordert eine extrem faire Waffenruhe zu unterschreiben, aber sie antworteten mit der Erklärung: „Wir werden nicht unterschreiben. Es ist bereits alles verloren und es spielt keine Rolle, ob alle getötet werden, solange wir das Schriftstück nicht unterzeichnen.“ Innerhalb weniger Tage verblieben nur 3.000 Araber in der Stadt.

Am 27. April verteilten die jüdischen Streitkräfte ein Flugblatt, das die fliehenden Araber drängte zurückzukehren. „In der Stadt herrschen uneingeschränkt Frieden und Ordnung und jeder Einwohner kann zu seinem freien Leben zurückkehren und seine normale Arbeit in Frieden und Sicherheit wieder aufnehmen.“[13] Es gab diesbezüglich Radiosendungen, in denen den Arabern Zusicherungen gegeben wurden. Das war, nachdem die Hagana die Stadt besetzt hatte. Das Verhalten der Hagana war genau das Gegenteil einer „ethnischen Säuberung“. Als die Ordnung erst einmal wiederhergestellt war, wurden Araber in Schlüsselpositionen ernannt und ein Teil des Nachschubs, der ursprünglich für die jüdischen Einwohner vorgesehen war, wurde großzügig den Arabern gegeben.

Ist das zionistische Propaganda? Nun, die Dokumente sind vorhanden und der amerikanische Vizekonsul Aubrey Lipincott erklärte damals zusammen mit britischen Offizieren und dem britischen Hochkommissar Sir Alan Cunningham, dass die Araber zur Flucht ermutigt wurden, während die Juden alles in ihrer Macht stehende unternahmen das zu verhindern. Am 25. April kabelte Lippincott nach Washington: „Die Juden hoffen, Armut wird [die] Arbeiter veranlassen nach Haifa zurückzukehren, da was viele bereits tun, trotz arabischer Versuche sie zu überzeugen wegzubleiben.“[4] Am folgenden Tag vermerkte der britisch Distrikt-Inspektor: „Von den Juden wird alles unternommen, um die arabische Bevölkerung zu überzeugen zu bleiben und ihr normales Leben weiterzuführen, ihre Geschäfte und Läden zu öffnen und sicher sein zu können, dass ihr Leben und ihrer Interessen sicher sind.“

Am 28. April schickte der US-Konsul ein weiteres Telegramm: „Es wird berichtet, das der Hohe Arabische Rat allen Arabern befiehlt [die Stadt zu] verlassen.“ Am selben Tag berichtete Cunningham: „Britische Behörden in Haifa haben den Eindruck bekommen, dass die totale Evakuierung den Haifa-Arabern von höheren arabischen Stellen aufgedrängt wird und die Stadtbewohner selbst dagegen sind.“[5]

Karsh fasst die Situation am Ende eines eigenen Artikels zusammen: „In Haifa, einem der größten und dramatischsten Orte des palästinensischen Exodus, war nicht nur die Hälfte der arabischen Gemeinschaft aus der Stadt geflohen, bevor die letzte Schlacht geschlagen wurde, sondern weitere 5.000 bis 15.000 verließen sie offenbar freiwillig während der Kämpfe, während der Rest – rund 15.000 bis 25.000 – gegen ihren Willen durch Befehl oder Schikane zum Gehen veranlasst wurden, fast mit Gewissheit durch die Anweisungen des Hohen Arabischen Rats. Das Verbrechen war ausschließlich durch die Araber geschaffen. Es gab keinen großen jüdischen Plan diesen arabischen Weggang zu erzwingen, ebenso wenig gab es einen psychologischen ‚Blitzkrieg‘. Im Gegenteil: Sowohl die jüdische Führung von Haifa als auch die Hagana unternahmen alles, um die Araber zu Bleiben zu bewegen.

Was in Haifa geschah, spielte die breitere jüdische Haltung in Palästina. Alle Überlegungen der jüdischen Führung zum Übergang in die Eigenstaatlichkeit beruhten auf der Annahme, dass die Araber Palästinas im der aus der Beendigung des britischen Mandats entstehenden jüdischen Staat als gleichberechtigte Bürger verbleiben würden.“[6]

Vielleicht reicht das, um überzeugend zu zeigen, dass die wiederholte Behauptung der „ethnischen Säuberung“ 1947/48 eine klare Lüge ist. Zahllose weitere Dokumente und öffentlichen Archive erzählen dieselbe Geschichte. Es ist eine Sache der Geschichte und nicht von Spekulationen wenig sachkundiger Journalisten, die damit fröhlich um sich werfen.

Jewish fighters during the Battle of Haifa. (Image source: Wikimedia Commons)

Die Geschichte des nicht Vorhandenseins ethnischer Säuberung in Haifa ist nur ein Teil der viel breiteren Geschichte des Krieges als Ganzem, während dem arabische Führer und militärische Kommandeure den palästinensischen Arabern befahlen wegzugehen, um der Arabischen Befreiungsarmee, der Arabischen Liga und anderen arabischen Armeen zu erlauben durchzukommen, um so die Juden einfacher abzuschlachten. An anderen Orten flohen, wie in Haifa, arabische Einwohner, wurde aber nur in einem Fall vertrieben und das nach intensiven Kämpfen zwischen israelischen Truppen und eindringenden Auslandstruppen, die von örtlichen Einwohnern ergänzt waren. Das geschah in den verbundenen Städten Lydda (heute Lod) und Ramle, die im Juli 1948 von israelischen Truppen erobert wurden. „Das“, schreibt Karsh, „war der erste, in der Tat der einzige Fall im Krieg, bei dem eine beträchtliche Stadtbevölkerung von jüdischen oder israelischen Kräften vertrieben wurde.“[7]

An allen Orte, wo arabische Einwohner es ablehnten gegen israelische Kräfte zu kämpfen, blieb jeder vor Ort und fasste nach dem Krieg als respektierter arabischer Bürger Israels Fuß. Es gab keine ethnische Säuberung und keine Vertreibung aus Shafa Amr, Bu’eina, Uzayr, Ilut, Kafr Kanna, Kafr Manda, Rummana, ‘Ayn Mahil, Tur’an, Iksal, Dabburiyya, Reina, Sakhnin, Hurfaysh, Fasuta, Dayr Asad, Dayr Hanna, Sajur, Rama, Nahf, Jish, Majd Kurum. Und selbst Siedlungen, in denen es schwerer Kämpfe gegeben hatte, wurden intakt gelassen. Heute strömen Israelis und Touristen wegen der arabischen Restaurants dort nach Abu Ghosch, die weiter von israelischen Arabern betrieben werden, die seit Jahrhunderten Besuchern bei Jerusalem willkommene Gastfreundschaft bieten.

Als im Juni israelische Truppen Nazareth eroberten, wurde strenge Befehle gegeben, dass keine heiligen Stätten auch nur im Geringsten entweiht werden durften. David Ben-Gurion, Israels erster Premierminister, gab einen noch unverblümteren Befehl: „Aus Nazareth wird niemand entfernt.“[8]

Lassen wir Benny Morris das letzte Wort haben: „Weder Ben-Gurion noch die zionistische Bewegung ‚planten‘ die Vertreibung der etwas mehr als 700.000 Araber, die 1948 aus ihren Häusern auszogen oder entfernt wurden. Es gab keinen solchen Plan oder umfassende Politik. Umsiedlung wurde von der zionistischen Bewegung niemals als Teil ihres Programms übernommen; im Gegenteil: die Bewegung akzeptierte immer, dass der entstehende jüdische Staat eine beträchtliche arabische Minderheit haben würde.“[9]

Victoria White stützt wie so viele Israel-Hasser wilde Behauptungen auf falsche Informationen. Sie verweist auf Vorfälle israelischer Massaker in Deir Yassin und Sasa. Es gibt keine Zweifel, dass israelische Kräfte sich in beiden Vorfällen schlimm verhielten, aber das geschah in Kriegszeiten und angesichts erbitterter Kämpfe seitens der Araber. Die Geschichte eines großen Massakers in Deir Yassin wurde von arabischen Propagandisten völlig unverhältnismäßig aufgeblasen. Zwischen 100 und 120 Dorfbewohner starben (viele, vielleicht die meisten von ihnen Kombattanten). Diese Zahlen wurden sofort von fest jedem auf 254 aufgebläht. Vor den dortigen Kämpfen war den Etzel- und Lehi-Truppen ausdrücklich befohlen worden keine Frauen, Kinder oder Kriegsgefangene zu töten.[10]

In Sasa starben nur 60. White erwähnt außerdem ein Massaker an 230 Arabern in Tantura. Die einzige Quelle dafür ist ihr alter Freund Ilan Pappé. Fakt ist, dass knapp über 70 Dorfbewohner getötet wurden, nicht in einem „Massaker“, sondern als sie israelischen Truppen in einem uneingeschränkten Krieg um das Überleben ihres Landes heftigen Widerstand leisteten.

Die Wahrheit ist: Angebliche israelische „Kriegsverbrechen“ von 1948 verblassen im Vergleich mit alliierten Verbrechen und Massakern während des Zweiten Weltkriegs, wozu viele Tötungen deutscher und italienischer Kriegsgefangener gehörten. Solche Verbrechen, so abscheulich sie auch sind, waren ein direktes Ergebnis der Bekämpfung eines Feindes, dessen jede Tat ein Verbrechen war. In diesen Kontext gesetzt verliert die Zahl von israelischen Soldaten begangener Exzesse und die winzige Zahl an Vergewaltigungen – rund ein Dutzend sind verzeichnet – nicht ihre moralische Kritik, gewinnen aber einen sehr anderen Kontext. Schlimmer ist, dass White fröhlich den Wiederverkauf von Geschichten israelischen Fehlverhaltens betreibt, aber völlig jeglichen Verweis auf kaltblütig von arabischen Soldaten begangene Massaker meidet: Die Kämpfe vom 12. bis 15. Mai im Etzion-Block, wo jüdische Verteidiger sich ergaben und 240 Männer und Frauen abgeschlachtet wurden; das Massaker in Hebron 1929, wo 67 Juden ermordet wurden; oder der berüchtigte Überfall auf einen Konvoi mit Dozenten, Studenten, Krankenschwestern und Ärzten, der zum Hadassah-Krankenhaus in Jerusalem fuhr und bei dem 78 Juden ermordet, die meisten davon lebendig geröstet wurden. Nicht der Erwähnung wert? Was das kein Kriegsverbrechen? Habe ich das Gefühl, dass durch das Fehlen von Ausgewogenheit bei Pappé und White nur Juden Furchtbares begehen, selbst wenn sie das nicht tun?

Antiisraelische Propaganda ist von Anfang an von Lügen, Verdrehungen und massivem Umschreiben der Geschichte getrieben gewesen. Die Schuld an allem wird auf die Juden gehäuft, während die Verbrechen der Araber, einschließlich derer der Palästinenser, für Freispruch sorgen. Israel war und ist ein legal gegründeter Staat und der Krieg von 1947/48 wurde von Arabern als Jihad in dem Versuch initiiert, getragen und ausgekämpft so viele Juden wie möglich zu töten, zwei Jahre nach dem Ende des Holocaust.

Die Vorwürfe an Israel – genauso wie die heute zu Gaza erhobenen – müssen einer nach dem anderen durch überlegten Gebrauch genauer historischer Fakten, eine Betonung der Moral des Überlebenskampfs Israels, eine gleiche Betonung der Unmoral derer, die anstreben die winzige Nation auszulöschen und eine standhafte Widerlegung der von den Ignoranten und Gutgläubigen vorgebrachten Anschuldigungen entkräftet werden.

[1] Zum religiösen Charakter des Krieges von 1948/49 s. Morris: 1948, S. 393-394 und im Index unter „Jihad“. S. auch: Benny Morris: The 1948 War Was an Islamic Holy War. Middle East Quarterly, Sommer 2010, S. 63-69.
[2] 6. Luftlande-Division: Weekly Intelligence Summary No. 61, basierend auf am 23. Oktober 1947 erhaltenen Informationen. WO 275/120, S. 3; Fortnightly Intelligence Newsletter No. 54, ausgegeben vom Hauptquartier der britischen Truppen in Palästina, 8. Nov. 1947, WO 275/64, S. 2. Zitiert wird Karsh: Palestine Betrayed, S. 124.
[3] Zitiert wird Karsh: Palestine, S. 138.
[4] ebenda, S. 139.
[5] ebenda, S. 141-142.
[6] Efraim Karsh: Were the Palestinians expelled? Commentary Magazin, 1. Juli 2000.
[7] zitiert wird Karsh: Palestine, S. 216.
[8] Benny Morris: The Birth of the Palestinian Refugee Problem Revisited. Cambridge 2004, S. 419-420.
[9] Morris, unveröffentlichter Brief an den Independent, wiedergegeben in: Tom Gross: Benny Morris responds to ‘numerous historical errors’ in The Independent. Mideast Dipatch Archive, 6. Dez. 2006.
[10] Morris: 1948, S. 126-27.

Der Unterschied (2)

18. September 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in Islam+Islamismus, Nahost, Nahost-Konflikt | 1 Kommentar
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Jude-mathe-Muslim-hintern

Was Palästinenser über den Holocaust denken: „Respekt für Hitler“

18. September 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Geschichte, Nahost, Palästinenser | 1 Kommentar
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Kanadischer Dokumentarist offenbart simultane Trends von Bestreiten und Unterstützung des Holocaust in Ramallah.

Ari Soffer, IsraelNationalNews, 1. September 2014

Was denken Palästinenser über den Holocaust?

Das ist eine Frage, die der Filmemacher Corey Gil-Shuster zufällig ausgesuchte Menschen in Ramallah, der politischen Hauptstadt der PA.

Die Ergebnisse waren nicht ermutigend.

Die Befragten gaben typischerweise eine von drei Antworten. Einige wussten gar nicht, was das war oder hatten nur eine vage Vorstellung. Die Mehrheit allerdings brachten die – in arabischen Ländern populäre – Behauptung zum Ausdruck, dass der Nazi-Völkermord von den Juden zum Gewinn politischer Zwecke übertrieben wurde, damit sie dasselbe den Arabern antun könnten; oder sie sagten einfach, dass sie unterstützten, was Hitler getan hatte, denn, wie eine lächelnde Frau mitteilte: „Juden sind bösartig.“

Einer der bemerkenswertesten Aspekte der Befragungen bestand nicht so sehr in denen, die ihrer Unterstützung für den Holocaust Ausdruck gaben („Hitler allen Respekt!“, antwortete einer), sondern in denen, die behaupteten sie würden genau dasselbe Level an Brutalität erfahren wie die Juden unter der Verfolgung durch die Nazis – und das selbst während sie einkauften oder frei rauchend in Cafés saßen. Das ist weit entfernt von den Entbehrungen und der Grausamkeit der europäischen Ghettos und Konzentrationslager.

„Wo sind denn die Konzentrationslager und die Gaskammern?“, fragte ein erstaunter Gil Schuster einen Mann, der sagte, die Palästinenser erlitten etwas, „das nahe am Holocaust“ sie und der einen Stand betrieb, der mit Süßigkeiten und Getränken überlief.

Das Video war Teil einer YouTube-Serie namens „Frage einen Israeli, fragen einen Palästinenser“, in dem zufällig ausgewählte Israelis und Palästinenser nach ihren Meinungen und Gefühlen zu einer weiten Bandbreite an Themen befragt werden.

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