Warum glaubt Europa, die Hisbollah sei nur zum Teil terroristisch?
13. Juni 2013 um 14:45 | Veröffentlicht in EU-Europa, Europa+Nahost, Nahost, Terrorismus | Hinterlasse einen KommentarSchlagwörter: Hisbollah, Terroristen
Die Europäische Union ist drauf und dran den militärischen Arm der libanesischen Hisbollah auf ihrer Liste der verbotenen Terrorgruppen zu setzen. Warum nicht die ganze Organisation?
Fangen wir damit an, dass es gute Nachrichten sein werden, wenn Großbritannien die anderen 26 EU-Staaten überzeugen kann, wenigstens einen Teil der Hisbollah als Terrortruppe aufzuführen. Europa hat das viel zu lange gelassen – selbst nachdem die bulgarische Regierung die Hisbollah mit einem Bombenanschlag auf einen Bus in Verbindung brachte, bei dem letzten Juli fünf israelische Touristen und ihr Fahrer getötet wurden. Die Kennzeichnung würde es der Gruppe viel schwerer machen ihre Operationen in ganz Europa und über dessen Banken zu finanzieren; oder es auch europäischen Führungspersönlichkeiten klar erschweren offen mit der Gruppe zu reden.
Eine EU-Arbeitsgruppe soll sich nächste Woche treffen, um die Listung zu diskutieren – und wird der breiteren Organisation eine Empfehlung geben. Frankreich und Deutschland haben sich beide hinter den Vorschlag Großbritanniens für eine teilweise Listung gestellt, wodurch das wahrscheinlich durchgebracht wird. Bisher sind allerdings die Niederlande die einzige europäische Regierung, die die komplette Hisbollah als Terrororganisation führt – etwas, das Israel seit 1989 tut, die USA seit 1997.
Obwohl es absurd scheint einen Unterschied zwischen dem „schlechten“ und „nicht ganz so schlechten“ Teil derselben Organisation zu machen, könnte es genau das Richtige sein. „Wir reden niemals mit Terroristen“ ist ein populärer Spruch von Regierungen, doch auch ein dummer. Großbritanniens Verhandlungen mit Sinn Fein, dem politischen Flügel der Irish Republican Army, half eine Friedensvereinbarung möglich zu machen.
Doch solch selektive Unterscheidungen funktionieren nur unter ganz bestimmten Umständen. Man braucht einen guten Grund, um die Fiktion aufrecht zu erhalten, dass die politischen Führer einer Bewegung keine Verbindung zu ihren terroristischen Operationen haben (nicht einmal die Hisbollah behauptet, sie seien zu trennen), denn es sind Kosten mit dem Versuch verbunden den Unterschied zu treffen. Solange ein Teil der Organisation legal Rekrutierungen vornehmen und Geld sammeln kann, kann sie ihre militärischen Operationen unterstützen – und die Hisbollah hat ein umfangreiches Finanznetzwerk in Europa.
Die meisten europäischen Führungspolitiker glauben, es sei die Kosten wert, im Fall der Hisbollah die Unterscheidung zwischen politisch und militärisch zu treffen. Bis letztes Jahr hatte die Gruppe seit den 1990-er Jahren keinen Terroranschlag in Europa ausgeführt. Sie war außerdem ein wichtiger Teil der gewählten Regierung des Libanon, da sie in der empfindlichen religiösen Balance des Landes die Schiiten repräsentiert. Britische Offizielle sagen, sie zögern die Hisbollah als Bewegung zu verurteilen, weil das den Libanon destabilisieren würde. Frankreich nahm dieselbe Haltung ein.
Dieses Argument sieht heute unhaltbar aus. Der Bombenanschlag in Bulgarien, gefolgt von der Verhaftung und Verurteilung eines Hisbollah-Agenten, der einen gleichartigen Anschlag auf Zypern plante, hat die Bedrohung offen gelegt, die das globale Netzwerk der Gruppe in Europa immer noch darstellt. Derweil ist der Nutzen der Offenhaltung der Kommunikationswege verschwunden. Großbritannien z.B. brach 2010 alle Kontakte zur Hisbollah ab. Die Hisbollah half im März dabei den Zusammenbruch der libanesischen Regierung herbeizuführen und inzwischen kämpft die Gruppe an der Seite der syrischen Regierungsgruppen im Bürgerkrieg auf der anderen Seite der Grenze.
Teilweise als Resultat des Handelns der Hisbollah in Syrien hat dieser Konflikt begonnen ernsthaft in den Libanon zu schwappen; er spielt die Sunniten gegen die Alawiten und Schiiten aus. Europa sollte die Scharade beenden, die gesamte Organisation als die Terrororganisation, die sie ist, auf die Liste setzen und die Finanzierungs- und Rekrutierungsoperationen der Hisbollah in Europa stilllegen.
Die Identität des geheimsten Mossad-Agenten offenbart
9. April 2013 um 19:56 | Veröffentlicht in Nahost, Satire/Humor | 1 KommentarDer Kommentator L. King schrieb:
Identität des geheimsten Mossad-Agenten offenbart
Der Tod des palästinensischen Häftlings Maysara Abuhamdieh, der aufgrund von tödlichem Halskrebs starb, hatte Krawalle in der Westbank und Beschuldigungen ausgelöst, der Mossad sei insgeheim darin verwickelt.
Bis hetue ist die Identität des Agenten, der nur mit seinem Initial G (auf Arabisch „A“) bekannt war, ein gut gehütetes Geheimnis gewesen. In Anbetracht der angewandten Methode sind Hacker in der Lage gewesen die Möglichkeiten eine Einzelperson festzustellen eingegrenzt. Hier das zugehörige Bild:

Erwiesene Fälschung: Foto des palästinensischen Häftlings Maysara Abu Hamdiya ans Bett gefesselt
4. April 2013 um 19:59 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Nahost | 1 KommentarSchlagwörter: Lügenpropaganda
Einiges ändert sich nie. Heute erschien im Internet ein Foto, das als Bild von Maysara Abu Hamdiya zeigen sollte, einen palästinensischen Häftling, der letzte Woche in einem israelischen Krankenhaus verstarb. Hamdiya litt an Krebs und es wird der Vorwurf erhoben, er habe nicht die notwendige medizinische Behandlung bekommen. Das Foto soll ihn mit Handschellen an ein Krankenhausbett gefesselt zeigen und es wird unterstellt, er sei während seiner Gefängnishaft grausam, unmenschlich behandelt worden.
Sivan Weizman, Sprecherin des israelischen Gefängnisdienstes, erklärte, dass das Gefängnis alle notwendigen Maßnahmen für Abu Hamdiyas Gesundheit getroffen hatte, einschließlich die Verlegung in ein Gefängnis, das näher an den Krankenhauseinrichtungen lag, sollte er diese benötigen.
Hamdiya wurde wegen seiner Verwicklung in einen Terroranschlag im Jahr 2002 verhaftet und verstarb letzte Woche an den Folgen seiner Krebserkrankung.
Auf das Bild sind die Worte „Gefangener, Kommandant und Jihadist“ geschrieben, dazu ein Profilbild von Maysara Abu Hamdiya.
Das Bild legt nahe, dass Abu Hamdiya mit Handschellen an ein Krankenhausbett gefesselt war. In Wirklichkeit ist der dargestellte Arm ein Bildausschnitt eines Fotos, das in Syrien von einem Rebellen im Krankenhaus aufgenommen wurde. Das Foto wurde ursprünglich am 8. Dezember 2012 veröffentlicht.
Viele Fotos und Videos sind so manipuliert worden, um Israel in negativem Licht zu zeigen. Dieses ist nur ein weiteres Beispiel dafür, wie weit Menschen gehen, um es zu in Verruf zu bringen.
Video: Nur Israel hat eine Nationalhymne über Hoffnung und Freiheit
3. Januar 2013 um 14:33 | Veröffentlicht in Araber, Israel, Nahost | 7 KommentareLove of the Land, 1. Januar 2013
Die Nationalhymnen der Länder des Nahen Ostens sind voller Gewalt, Rache und Märtyrertum. Einzig Israel hat eine Hymne über Hoffnung und Freiheit. Hoffnung und Freiheit sind die Grundlagen für ein starkes und friedliches Land.
Die Schlussworte wie auch die Musik in diesem Video sind aus Hope as a Place von Enya.
Text des Videos:
Fast alle Nationalhymnen des Nahen Ostens sind eine Hommage an Tod, Märtyrertum und Kampf. Jede von ihnen wurde im letzten Jahrhundert geschrieben.
Türkische Nationalhymne, eingeführt 1921:
Das Land umgeben von Westlern
und sie sind bewaffnet mit Mauern aus Stahl.
Doch ich habe Grenzen,
die von der mächtigen Brust eines Gläubigen bewacht werden.
Lass heulen! Hab‘ keine Angst! Und denke:
Wie kann dieser feurige Glaube jemals getötet werden,
durch dieses geschlagene, einzahnige Monster,
das ihr „Zivilisation“ nennt?
Welche Mann würde nicht für dieses himmlische Stück Land sterben?
Märtyrer würden herausströmen, würde man einfach den Boden pressen.
Märtyrer!
Möge Gott mir mein Leben nehmen, alle meine Lieben
und all meinen Besitz, wenn er wollte.
Und Tränen feurigen Blutes sollen aus jeder meiner Wunden fließen,
und mein lebloser Körper soll aus der Erde strömen
wie ein ewiger Geist.
Syrische Nationalhymne, eingeführt 1938:
Die arabische „Löwenhöhle“ ist ein geweihtes Haus …
[Unsere] Geister sind kühn und [unsere] Geschichte ist ruhmreich
und die Seelen unserer Märtyrer sind gewaltige Wächter.
[Bild: Syrische „Wätchter“ 2012]
Jordanische Nationalhymne, eingeführt 1946:
Eine Revolution gibt uns unsere Motivation! …
All unsere jungen Männer
sind unsere bewaffneten Armeen
Seine Entschlossenheit stirbt niemals aus!
Libysche Nationalhymne, eingeführt 1951:
Mit meinem Kampf und der Geduld von Gladiatoren…
Wir sind deine Opfer.
Sie marschierten,
den Koran in der einen Hand
und ihre Waffen mit der anderen Hand…
Unsere Jungen, seid bereit für die abzusehenden Schlachten,
unsere Jugendlichen, um zu siegen.
Das Leben ist nur ein Kampf um Heimat.
[Bild: Libysche Rebellen 2011]
Nationalhymne des Oman, eingeführt 1970:
Verherrlicht sei die Führung des Sultans,
für ihn werden wir unser Leben hingeben.
Nationalhymne Kuwaits, eingeführt 1978:
Gesegnet sei mein Land,
eine Heimat für Harmonie,
bewacht von wahren Schildwachen,
die ihre Seelen passend geben.
Tunesische Nationalhymne, eingeführt 1987:
Das Blut brandet in unseren Venen,
Wir sterben um unseres Landes willen.
Lasst die Himmel mit Donner tosen,
lasst Blitze mit Feuer regnen.
Männer und Jugendliche Tunesiens
steht auf für seine Macht und Herrlichkeit.
Kein Platz für Verräter in Tunesien,
nur für die, die es verteidigen!
Wir leben und sterben in Treue zu Tunesien,
ein Leben in Würde und ein Tod in Herrlichkeit.
[Bild: Mohamed al-Bouazzi - der durch seine Selbstverbrennung den Aufstand in Tunesien und damit den „Arabischen Frühling“ auslöste - verlor 2010 seine Würde.]
Nationalhymne des Iran, eingeführt 1990:
O Märtyrer! Unser Aufbegehren
hallt in den Ohren der Zeit wider.
Nationalhymne des Jemen, eingeführt 1990:
Erinnere dich, durch meine Freude, an jeden Märtyrer.
Kleide ihn mit den scheinenden Umhängen unseres Festes.
Palästinensische Nationalhymne, eingeführt 1996:
Mit der Entschlossenheit des Windes und dem Feuer der Waffen…
Palästina ist meine Blutrache und das Land des Standhaltens
[Bild: palästinensisches Kind;
Text darunter: Ich werde ich deine Fußstapfen treten und die Feinde bekämpfen.]
Nationalhymne des Irak, eingeführt 2004:
Die Jugend wird bis zu unserer Unabhängigkeit nicht ermüden
oder sie sterben, oder sie sterben.
Wir werden vom Tod trinken
und für unsere Feinde nicht sein
wie Sklaven, wie Sklaven.
Es gibt ein Land, das von Hoffnung und Freiheit singt.
Das in einer Hymne, die keine Blutrache oder Märtyrertum besingt, trotz einer Geschichte der Verfolgung.
Israels Nationalhymne ist die älteste der Region.
Sie wurde 1878 geschrieben.
Sie heißt „Hatikva“,
das heißt:
„Die Hoffnung“
Solange noch im Herzen
eine jüdische Seele wohnt
und nach Osten hin, vorwärts,
ein Auge nach Zion blickt.
Solange ist unsere Hoffnung nicht verloren,
die 2000 Jahre alte Hoffnung,
ein freies Volk in unserem Land zu sein,
dem Land Zion und Jerusalem.
Unter den Himmel reisen wir weit,
Wir sind Wanderer auf den Straßen des Lebens.
So lasst die Liebe aufstehen, so lasst die Liebe fortziehen,
lasst die Hoffnung einen Platz im Herzen des Liebenden haben.
Wenn eine solche Liebe sein soll,
ist Hoffnung ein Zuhause und das Herz ist frei.
Hoffnung ist Zuhause und das Herz ist frei.
[Bilder: Kotel (Westmauer, „Klagemauer“) in Jerusalem]
Ethnische Säuberungen im Nahen Osten
6. Dezember 2012 um 15:46 | Veröffentlicht in Araber, Geschichte, Nahost | 2 KommentareSchlagwörter: ethnische Säuberungen
45 Länder haben höhere Armutsraten als der Gazastreifen
6. Dezember 2012 um 6:42 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Nahost | Hinterlasse einen KommentarSchlagwörter: Gazastreifen, Propagandalügen
Elder of Ziyon, 5. Dezember 2012
Aus IndexMundi:
Bevölkerung unter der Armutslinie:
|
1 |
Tschad |
80 |
|
|
2 |
Haiti |
80 |
|
|
3 |
Liberia |
80 |
|
|
4 |
Demokratische Republik Kongo |
71 |
|
|
5 |
Sierra Leone |
70.2 |
|
|
6 |
Nigeria |
70 |
|
|
7 |
Surinam |
70 |
|
|
8 |
Swaziland |
69 |
|
|
9 |
Simbabwe |
68 |
|
|
10 |
Burundi |
68 |
|
|
11 |
Sao Tome & Principe |
66.2 |
|
|
12 |
Sambia |
64 |
|
|
13 |
Niger |
63 |
|
|
14 |
Comoren |
60 |
|
|
15 |
Honduras |
60 |
|
|
16 |
Namibia |
55.8 |
|
|
17 |
Guatemala |
54 |
|
|
18 |
Mozambique |
54 |
|
|
19 |
Senegal |
54 |
|
|
20 |
Malawi |
53 |
|
|
21 |
Mexiko |
51.3 |
|
|
22 |
Bolivien |
51.3 |
|
|
23 |
Südsudan |
50.6 |
|
|
24 |
Südafrika |
50 |
|
|
25 |
Madagaskar |
50 |
|
|
26 |
Kenia |
50 |
|
|
27 |
Eritrea |
50 |
|
|
28 |
Lesotho |
49 |
|
|
29 |
Gambia |
48.4 |
|
|
30 |
Kamerun |
48 |
|
|
31 |
Guinea |
47 |
|
|
32 |
Tadschikistan |
46.7 |
|
|
33 |
Burkina Faso |
46.7 |
|
|
34 |
Sudan |
46.5 |
|
|
35 |
Nicaragua |
46.2 |
|
|
36 |
Jemen |
45.2 |
|
|
37 |
Ruanda |
44.9 |
|
|
38 |
Belize |
43 |
|
|
39 |
Dschibuti |
42 |
|
|
40 |
Elfenbeinküste |
42 |
|
|
41 |
Ost-Timor |
41 |
|
|
42 |
Angola |
40.5 |
|
|
43 |
Mauritanien |
40 |
|
|
44 |
Mongolei |
39.2 |
|
|
45 |
Grenada |
38 |
|
|
46 |
Gazastreifen |
38 |
|
|
47 |
Benin |
37.4 |
|
|
48 |
Kolumbia |
37.2 |
|
|
49 |
Papua New Guinea |
37 |
|
|
50 |
El Salvador |
36.5 |
Die Gesamtzahl der eingeordneten Bereiche beträgt 157, was bedeutet, dass der Gazastreifen eine geringere Armutsrate hat als rund 30% aller Länder weltweit.
Doch Sie wussten das natürlich bereits aus der Menge der Berichterstattung über arme Menschen in diesen anderen 45 Ländern.
Übrigens: Es gibt mehr arme Saudis als es im Gazastreifen insgesamt an Menschen gibt.
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