Die wahren Feinde der Palästinenser

23. April 2014 um 13:32 | Veröffentlicht in Araber, Geschichte, Nahost, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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Efraim Karsh, Middle East Quarterly, Frühjahr 2014

Die meiste Zeit des zwanzigsten Jahrhunderts war die interarabische Politik von der Doktrin des Panarabismus dominiert; diese postulierte die Existenz „einer einzigen Nation, die von gemeinsamen Banden der Sprache, Religion und Geschichte verbunden ist. … hinter der Fassade eine Vielzahl souveräner Staaten“;[1] kein einzelnes Thema dominierte diese Doktrin mehr als die „Palästinenserfrage“, wobei der Antizionismus den wichtigsten gemeinsamen Nenner panarabischer Solidarität formt und sein effektivster Schlachtruf war. Doch die tatsächliche Politik der arabischen Staaten hat weit weniger Sorge für panarabische Ideale gezeigt, geschweige denn für das Wohlergehen der Palästinenser, als für ihre eigennützigen Interessen. In der Tat ist mehr dafür getan worden die Leere des Panarabismus offenzulegen als sein meistgefeiertes Anliegen.

Leugnung des palästinensischen Nationalismus

Denken Sie z.B. an Emir Faisal ibn Hussein von Mekka, den gefeierten Helden des „Großen Arabische Aufstands“ gegen das ottomanische Reich und praktisch den Führer der aufkommenden panarabischen Bewegung. Zusammen mit seinem Vater und seinem älteren Bruder Abdallah setzte Faisal Palästina uaf die panarabische Agenda, indem er (fälschlich) behauptete, ihnen sei das Land als Gegenleistung für ihren anti-ottomanischen Aufstand versprochen worden. Im Januar 1919 unterschrieb er eine Vereinbarung mit Chaim Weizmann, dem Leiter der Zionisten, in dem die Balfour-Erklärung vom November 1917 zur Gründung einer jüdischen nationalen Heimstatt in Palästina und die Übernahme „aller notwendigen Maßnahmen … zur Ermutigung und Anregung der Einwanderung von Juden nach Palästina in großem Ausmaß“ unterstützt wurde.[2] Als jedoch im März 1920 die Gelegenheit zur Selbstverherrlichung aufkam, ließ er sich zum König von Syrien „in seinen natürlichen Grenzen, einschließlich Palästinas“ krönen. Wäre eine dieser Optionen umgesetzt worden, wäre Palästina damals von der internationalen Szene verschwunden.

Emir Faisal ibn Hussein von Mekka wurde praktisch der Führer der aufkeimenden panarabischen Bewegung. Er setzte Palästina auf die panarabische Agenda, indem er fälschlich behauptete, er und sein Vater und Bruder hätten das Land als Gegenleistung für ihren Aufstand gegen die Ottomanen versprochen bekommen.

Faisal gab seine großen Ambitionen auch nach seiner Vertreibung aus Damaskus durch die Franzosen im Juli 1920 nicht auf. Ganz im Gegenteil: Er nutzte seine folgende Position als Gründungsmonarch des Irak und rackerte sich unermüdlich ab, um die Einigung des Fruchtbaren Halbmonds unter seiner Herrschaft herbeizuführen. Nach seinem frühzeitigen Tod im September 1933 wurde seine Politik von den nachfolgenden irakischen Führern, insbesondere von Nuri Said – Faisals Waffenbruder und langzeitiger Premierminister, beibehalten. Im Sommer 1936 versuchte Said die arabischen und jüdischen Gemeinden Palästinas sowie die britische Regierung zu überzeugen einer Eingliederung des Landes in eine panarabische Föderation zuzustimmen; sehcs Jahre später veröffentlichte er einen detaillierten Plan für eine panarabische Einigung (als Blaubuch bekannt), die vorsah, dass „Syrien, der Libanon, Palästina und Transjordanien alle in einen einzigen Staat wiedervereint werden sollen“.[3]

Gegen das Vorhaben opponierte Abdallah heftig; dieser strebte danach das Emirat Transjordanien (später Jordanien) umzugestalten, das er seit 1921 regiert hatte. Aus ihm sollte ein Sprungbrett für die Schaffung eines „großsyrischen“ Reiches werden, das aus Syrien, Palästina und möglicherwiese dem Irak und Saudi-Arabien bestand; zudem waren die arabischen Staaten entschlossen diese Ambition abzublocken und sich selbst sich selbst jegliche Teile Palästinas zunutze zu machen, die sie in die Hand bekommen könnten, was dem konzertierten Versuch zugrunde lag den Staat Israel schon bei seiner Geburt zu vernichten. Dies war auf den ersten Blick ein leuchtende Demonstration panarabischer Solidarität; in Wirklichkeit war es eine Balgerei um palästinensisches Territorium in klassisch imperialistischer Tradition. So gab der Generalsekretär der Arabischen Liga, Abdel Rahman Azzam, einem britischen Reporter gegenüber zu, dass Abdallah „die zentrale Hügelkette Palästinas mit Zugang zum Mittelmeer im Gazastreifen schlucken wollte. Die Ägypter sollten den Negev bekommen. Galiläa würde an Syrien fallen, wobei die Küstenregion bis Akko dem Libanon angegliedert würde, wenn ihre Einwohner in einer Volksabstimmung dafür optierten [d.h. die Einwohner des besagten Küstenstreifens].“[4]

Hätte Israel den Krieg verloren, wäre sein Territorium unter den eindringenden arabischen Kräften aufgeteilt worden. Der Name Palästina wäre in der Mülltonne der Geschichte verschwunden. Da es den panarabischen Angriff überlebte, hat Israel paradoxerweise die palästinensische Nationalbewegung vor der völligen Vergessenheit bewahrt.

Manipulation der palästinensischen Sache

Nachdem sie halfen die Palästinenser in den nationalen Ruin zu treiben, fuhren die arabischen Staaten damit fort die nationale Sache der Palästinenser für ihre eigenen Zwecke zu manipulieren. Weder Ägypten noch Jordanien gestatteten den Palästinensern Selbstbestimmung in den Teilen Palästinas, die sie während des Kriegs von 1948 besetzten. Nachdem das gesamte biblische Land Judäas und Samarias besetzt wurde, ging Abdallah daran alle Spuren der gesellschaftlichen palästinensisch-arabischen Identität auszulöschen. Am 4. April 1950 wurde das Gebiet formal von Jordanien annektiert, wonach es als „Westbank“ des haschemitischen Königreichs Jordanien bekannt wurde. Seine Einwohner wurden jordanische Staatsbürger und sie wurden zunehmend in die wirtschaftlichen, politischen und sozialen Strukturen des Königreichs integriert. Und während Ägypten keinerlei Wunsch zeigte den besetzten Gazastreifen zu annektieren, unterstützte das nicht einfach den palästinensischen Nationalismus oder irgendeine Art von kollektivem politischem Bewusstsein unter den Palästinensern. Die Flüchtlinge wurden unter erdrückender Militärherrschaft gehalten, ihnen wurde die ägyptische Staatsbürgerschaft verwehrt und sie wurden schweren Reiseeinschränkungen unterworfen. „Die Palästinenser sind für die arabischen Staaten nützlich so wie sie sind“, antwortete Präsident Gamal Abdel Nasser freimütig einem nachfragenden westlichen Reporter. „Wir werden immer dafür sorgen, dass sie nicht zu mächtig werden. Können Sie sich noch eine andere Nation an den Küsten des östlichen Mittelmeers vorstellen?“[5] Wären diese Terroristen nicht während des Kriegs im Juni 1967 unter Israels Kontrolle geraten, hätte ihre Bevölkerung alle Reste der palästinensischen Identität verloren, die sie seit 1948 behalten hatten. Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahrzehnten rettete Israel unabsichtlich die nationale Sache der Palästinenser.

Nach dem Krieg von 1948 wurden die palästinensischen Flüchtlinge im Gazastreifen unter erdrückender ägyptischer Militärherrschaft gehalten; ihnen wurde die ägyptische Staatsbürgerschaft verweigert und sie waren schweren Reiseeinschränkungen unterworfen. Die Lage hat scih in Ägypten nicht bedeutend verändert. Hier bitten junge palästinensische Flüchtlinge aus Syrien um Anerkennung in Ägypten. (6. Mai 2013)

Genauso wenig hatte Syrien Sympathie für die Idee palästinensischer Eigenstaatlichkeit.Während seiner kurzen Präsidentschaft (April bis August 1949) schlug Husni Zaim die Neuansiedlung palästinensischer Flüchtlinge in Syrien im Gegenzug für finanziellen und politischen Gewinn vor, während Hafez Assad (1970 – 2000), der noch im September 1974 Palästina als „einen wesentlichen Teil von Südsyrien“ bezeichnete,[6] als Präsident ein Hindernis für palästinensische Selbstbestimmung war. Er gelobte jeder Lösung Treue, für die die – von der Arabischen Liga im Oktober 1974 zum „einzigen legitimen Repräsentanten des palästinensischen Volks“ ernannte – Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) offen war, solange sie nicht von der syrischen Linie für den Eintritt für die Vernichtung Israels abwich. Als aber die PLO im November 1988 vorgab die Teilungsresolution vom November 1947 zu akzeptieren (und damit implizit Israels Existenz anzuerkennen), um so ihre Ächtung durch die USA zu beenden,[7] bezog Syrien sofort Stellung gegen den Schritt. Die PLO trieb dann diese Vortäuschung dann einen Schritt weiter, als sie im September 1993 die Prinzipienerklärung zu Interim-Selbstverwaltungsabmachung (DOP) mit Israel unterschrieb. Das bot den Palästinensern Selbstregierung in der gesamten Westbank und dem Gazastreifen für eine Übergangszeit von bis zu fünf Jahren. Doch das syrische Regime verurteilte diese Erklärung heftig während der in Damaskus lebende palästinensische Terrorist Ahmad Jibril den PLO-Vorsitzenden Yassir Arafat mit dem Tod bedrohte.

Ein nicht weniger instrumentalisiertes Herangehen wurde von Saddam Hussein zur Schau gestellt, einem weiteren selbsternannten panarabischen Helden, dessen vorgebliche Treue für die Sache der Palästinenser von eines gleichgültigen, wenn nicht offener Feindseligkeit Umgangs damit. Saddam stellte sich 1970entschieden gegen eine irakische Intervention zur Hilfe für die Palästinenser in Jordanien während des „Schwarzen September“ und strebte hinterher danach die Palästinenser davon auszuschließen in den Irak zu kommen, um in der boomende, ölreiche Wirtschaft zu arbeiten. Saddam war zwar ein lautstarker Kritiker des von Ägyptens Anwar Sadat erzielten Separatfriedens mit Israel 1979, überlegte es sich aber rasch anders, als er in seinem Krieg gegen den Iran (1980-1988) ägyptische Militärhilfe brauchte und schuftete schwer für die Wiederaufnahme des Landes in die Arabische Liga. Genauso wenig war Saddam von Zusammenarbeit mit Israel gegen die syrischen Interessen im Libanon abgeschreckt (um Assad wegen dessen Unterstützung Teherans in dessen Krieg gegen Bagdad zu bestrafen); oder davon fortschrittliche israelische Militärausrüstung zu erlangen.[8] 1984, zu einer Zeit des Drucks infolge des Krieges mit dem Iran, ging er so weit öffentlich Unterstützung für Friedensverhandlungen mit dem jüdischen Staat zu äußern, wobei er betonte: „Kein arabischer Führer freut sich auf die Vernichtung Israels“ und jede Lösung des Konflikts würde „die Existenz eines sicheren Staates für die Israelis“ erfordern.[9]

Allerdings hinderte diese Unterstützung Saddam nicht daran seine Invasion Kuwaits im August 1990 mit dem Palästinenserproblem in Verbindung zu bringen. Während der Monate der Verhandlungen mit den Kuwaitis vor der Invasion erwähnte Saddam Palästina überhaupt nicht. Einmal mit der entschiedenen internationalen Reaktion konfrontiert, entschied er sich sofort die Krise zu „zionisieren“, indem er seinen räuberischen Schritt als den ersten hin zur „Befreiung Jerusalems“ darstellte. Doch dieser falsche Vorwand machte auf die meisten arabischen Staaten keinerlei Eindruck, die die fadenscheinige Verbindung als die List abtaten, die sie offensichtlich war und an der Seite des Westens kämpften um Kuwait zu befreien.

Die Anti-Irak-Koalition zerbrach auch nicht, als Saddam, in einem verzweifelten Versuch den Konflikt auszuweiten, neununddreißig Scud-Raketen auf Israel schoss – ein Schritt, der von den Palästinensern und von Demonstranten in marginalen Staaten wie dem Jemen bejubelt, dem ansonsten aber mit auffallender Stille der berühmt unruhigen „arabischen Straße“ begegnet wurde. Nicht ein einziges arabisches Regime wurde nach seiner Teilnahme an dem Krieg von der Macht gefegt; der Krieg schuf sogar eine stillschweigenden ad hoc-Allianz zwischen Israel und den arabischen Mitgliedern der Anti-Saddam-Koalition: Israel hielt sich so weit wie möglich zurück, unterließ Vergeltung für die Raketenangriffe des Irak, während die Koalition die Leere der panarabischen Vortäuschung Saddams aufzeigten, indem sie die Kriegsoperationen gegen Bagdad aufrecht erhielten.[10]

Wenn überhaupt, dann waren es die Palästinenser, die einen hohen Preis für ihr Techtelmechtel in dem Konflikt bezahlten, da die Befürwortung der irakischen Besetzung durch die PLO zu ihrer Ächtung durch die arabische Welt und nach dem Krieg die Vertreibung der meisten der 400.000 Palästinenser führte, die in Kuwait gelebt und gearbeitet hatten.[11] So viel zur panarabischen Solidarität mit “dem einzigen Repräsentanten des palästinensischen Volks“.

Ungewollte Gäste

Die politische Manipulation der palästinensischen Sache spiegelt sich auch in der miserablen Behandlung der palästinensischen Flüchtlinge in arabischen Staaten seit dem Krieg von 1948. Die Neuankömmlinge waren alles andere als willkommen, wurden als unpatriotischer und feiger Haufen angesehen, der seiner nationalen Pflicht schändlich entsagt hatte, während er von anderen erwartete für sie zu kämpfen; und diese Haltung wurde im Lauf der Zeit verankert und institutionalisiert. Doch da ihr Wunsch die palästinensischen Gäste loszuwerden dem schwelenden Wunsch nach der Vernichtung Israels zusammenpasste, lehnten die arabischen Staaten wie die Palästinenserführung die Resolution 194 der UNO-Vollversammlung vom 11. Dezember 1948 ab, die die Repatriierung davon abhängig machte, dass ein umfassender Frieden erreicht und ein Teil der Flüchtlinge in den arabischen Gastgeberstaaten angesiedelt wird.[12] Die nachfolgende Verwandlung der Resolution in den Grundstein eines restlos fadenscheinigen Anspruchs auf ein „Rückkehrrecht“ hat nur dazu gedient das Flüchtlingsproblem zu verewigen, weil die arabischen Staaten dieses „Recht“ als Vorwand benutzen, um die Assimilierung der Palästinenser in ihre Gesellschaften zu verhindern, in der Erwartung ihrer späteren Rückkehr in ihr Heimatland.

Nirgendwo ist dieser Zustand der Lage schonungsloser illustriert worden als im Libanon, dem bis Mitte der 1970-er Jahre der liberalste arabische Staat. In der Furcht, dass die sprießende und zunehmend radikalisierte palästinensische Bevölkerung (die von 100.000 im Jahr 1948 auf rund 500.000 im Jahr 2012 anwuchs)[13] den brüchigen konfessionellen Aufbau des Landes untergraben könnte, verboten die Behörden ihre Eingliederung in die sozialen, politischen und Wirtschaftsstrukturen des Libanon. Im Ergebnis ist die riesige Mehrheit der Palästinenser staatenlose Flüchtlinge geblieben, die zu mehr als der Hälfte in bitterer Armut in zwölf verkommenen und überfüllten Lagern leben (weitere fünf Lager wurden während des libanesischen Bürgerkriegs von 1975 – 1990 zerstört), die von der U.N. Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East (UNRWA) verwaltet wird; die UNRWA wurde 1949 für die exklusive Fürsorge palästinensisch-arabischer Flüchtlinge gegründet.[14]

Lagerbewohner oder nicht, libanesische Palästinenser sind wegen ihres Fremden-Status von zahlreichen gesellschaftlichen Schichten und Aktivitäten ausgeschlossen; und anders als andere Einwohner, die dieser Diskriminierung aufgrund der Reziprozitätsverträge ihrer Länder mit dem Libanon entgehen können, haben die staatenlosen Palästinenser keinen Anspruch auf solche Rechte und werden demzufolge für deutliche Misshandlung herausgegriffen, darunter schwere Einschränkungen des Reisens, Landbesitzes und der Möglichkeiten zu arbeiten. Jahrzehnte lang wurde ihnen durch Regierungserlass die Ausübung von mehr als 70 Berufen untersagt, vom Türsteher über Mechaniker, Büroangestellten, Lehrern, bis zu Personalleiter; und während das Arbeitsministerium das Verbote für 50 Berufe im Juni 2005 aufhob, ist die tatsächliche Anwendung dieser Maßnahme bestenfalls willkürlich. Ähnlich haben nur zwei Prozent der Palästinenser das Gesetz von 2010 genutzt, das auf die Verbesserung des Zugangs zum offiziellen Arbeitsmarkt und dem sozialen Versicherungssystem zielt, da das libanesische Recht Palästinenser immer noch die Ausübung von mindestens 25 Berufen verbietet, die die Mitgliedschaft in Organisationen erfordert (Juristen, Mediziner und Ingenieure) und sie bei Arbeits- und Sozialverhältnissen diskriminiert (z.B. werden Palästinenser im Vergleich zu libanesischen Arbeitern bei der Ausübung derselben Arbeit unterbezahlt und müssen für ihre Rentenversicherung deutlich mehr zahlen). Palästinensischen Flüchtlingen ist entsprechend eines diskriminierenden Gesetzes aus dem Jahr 2001 immer noch die Registrierung von Landbesitz verboten.[15]

Der Libanon mag zwar das krasseste Beispiel des Missbrauchs sein, aber nirgendwo in der arabischen Welt sind die Palästinenser wie „Brüder“ behandelt worden. In Übereinstimmung mit den Resolutionen der Arabischen Liga lehnen alle arabischen Staaten die Einbürgerung und/oder Neuansiedlung als Lösung des Flüchtlingsproblems an und lehnen es prinzipiell ab etwas zum Budget der UNRWA beizutragen oder Verantwortung für irgendeine von dessen Funktionen zu übernehmen; und alle schränken die Reisefreiheit ihrer palästinensischen Einwohner sowie ihre Grundbesitzrechte und Zugang zu Regierungsleistungen wie Gesundheits-, Bildungs- und soziale Förderung ab.[16] Als Saudi-Arabien 2004 sein Einbürgerungsgesetz überarbeitete und Ausländern, die zehn Jahre im Land gelebt hatten erlaubte die Staatsbürgerschaft zu beantragen, wurden auffälligerweise die schätzungsweise 500.000 im Land lebenden und arbeitenden Palästinenser davon ausgenommen. Der Vorwand: Die Vereinbarung der Arabischen Liga, dass in arabischen Ländern lebenden Palästinenser die Staatsbürgerschaft verweigert wird um den Verfall ihrer Identität zu vermeiden und ihr „Rückkehrrecht“ in ihr Heimatland zu schützen.[17]

Selbst in Jordanien, wo die meisten Palästinenser eingebürgert und ins Gewebe des Landes integriert worden sind, bleiben sie weitgehend an den Rand gedrängt und werden diskriminiert. Zwischen 1949 und 1967, als Jordanien die Westbank kontrollierte, zogen rund 250.000 bis 500.000 Palästinenser in die Eastbank oder auf der Suche nach einem besseren Leben ins Ausland. Doch selbst Eastbank-Palästinenser sind systematischer Diskriminierung unterworfen worden. Sie zahlen weit höhere Steuern als ihre beduinischen Landsleute; sie erhalten fast eine staatliche Unterstützung; sie werden fast vollständig von Regierungsjobs ausgeschlossen und haben, wenn überhaupt wenig politische Vertretung: Nicht einem der zwölf Gouverneursämter steht ein Palästinenser vor und die Zahl der palästinensischen Parlamentarier ist unverhältnismäßig gering.[18]

Die Lage wird durch die Tatsache weiter verschärft, dass mehr als zwei Millionen Palästinenser, von denen die meisten die jordanische Staatsbürgerschaft besitzen, als UNRWA-Flüchtlinge registriert sind, von denen rund 370.000 in zehn anerkannten Lagern im ganzen Land leben.[19] Das hat dann zu der Wahrnehmung der gesamten palästinensischen Bevölkerung des Königreichs als Flüchtlinge geführt, die letztlich das Land verlassen werden, um ihr „Rückkehrrecht“ auszuüben.[20]

Diese Aussicht kann zur Gründung der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) im Jahr 1964 zurückverfolgt werden, die Jordanien bald als Fokus der palästinensischen nationalen Identität herausforderte. Die Lage spitzte sich im Herbst 1970 zu, als die Organisation versuchte die Haschemiten-Dynastie zu stürzen. Das zwang König Hussein die PLO aus dem Land zu treiben, was im Juli 1988 an Boden gewann, als Hunderttausende Westbankler ihre jordanische Staatsbürgerschaft verloren, weil der König die „verwaltungstechnischen und rechtlichen Verbindungen“ mit dem Territorium kappte. Nach der Unterzeichnung der Absichtserklärung und des jordanisch-israelischen Friedensvertrags vom Juli 1994 verschob sich der Prozess an die Eastbank, wo tausenden Palästinensern die jordanische Staatsbürgerschaft aberkannt wurde.[21] „Für Eastbanker wird oft das Rückkehrrecht als Allheilmittel aufrecht erhalten, das Jordaniens beduinische und haschemitische Identität wiederherstellen wird“, heißt es in einem vertraulichen Memo des US-Botschafts in Amman von 2008:

Am harmlosesten ist es, wenn unsere Kontakte bei Eastbankern dazu tendieren auf das Rückkehrrecht als Lösung für Jordaniens besondere soziale, politische und wirtschaftliche Probleme zu zählen. Doch vielen Gesprächen mit Eastbankern liegt die Theorie zugrunde, dass die „echten“ Jordanier, wenn die Palästinenser erst einmal gehen, ihr Land zurückbekommen können. … Fat ist, dass viele unserer Kontakte zu Eastbankern wegen der Rückkehr (sprich: Wegzug) der palästinensischen Flüchtlinge begeisterter sind als die Palästinenser selbst.[22]

Brüderliche Massaker

Die arabischen Staaten haben ihre palästinensischen Gäste nicht nur ausgegrenzt, sondern sie sind auch nicht davor zurückgeschreckt sie in großem Ausmaß zu massakrieren, wann immer es ihren Anforderungen entsprach. Als 1970 sein Thron durch die palästinensischen Guerilla-Organisationen gefährdet war, schlachtete der umgängliche und durch und durch verwestlichte König Hussein innerhalb nur eines Monats tausende Palästinenser ab, was heute als „Schwarzer September“ bekannt ist. Aus Angst vor dem sicheren Tod flohen jede Menge palästinensische Kämpfer vor ihren jordanischen „Brüdern“, um sich den israelischen Streitkräften (IDF) zu ergeben. Die zivilen Opfer waren exorbitant; Schätzungen reichen von dreitausend zu fünfzehntausend Toten – mehr als der palästinensische Blutzoll im Krieg von 1948.[23]

Im Sommer 1976 massakrierten libanesisch-christliche Milizen – gestützt von der syrischen Armee – rund 3.500 Palästinenser, die meisten davon Zivilisten, im Beiruter Flüchtlingslager Tel Zaatar. Sechs Jahre später schlachteten genau dieselben Milizen hunderte Palästinenser in den Flüchtlingslagern Sabra und Schatila ab, diesmal unter dem wachsamen Auge deer IDF. Keiner der arabischen Staaten kam den Palästinensern zu Hilfe.

Palästinenser fliehen aus dem Flüchtlingslager Tel Zaatar. Im Sommer 1967 massakrierten libanesisch-christliche Milizen, gestützt von der syrischen Armee, rund 3.500 Palästinenser, zumeist Zivilisten, in Tel Zaatar. Keiner der arabischen Staaten kam den Palästinensern zu Hilfe.

Als die PLO 1983 im Libanon versuchte ihre Militärpräsenz wieder aufzubauen, nachdem sie im Jahr zuvor von Israel vertrieben worden war, wurde sie von der syrischen Regierung kurzerhand hinausgeworfen; diese ging so weit einen internen Konflikt unter den Palästinensergruppen im Libanon anzuzetteln, der Jahre lang tobte und einen unzählige Zahl von Leben kostete. Das war derart schlimm, dass Salah Khalaf (aka Abu Iyad), die Nummer Zwei der PLO Damaskus beschuldigte schlimmere Verbrechen gegen das palästinensische Volk zu begehen, als „die vom israelischen Feind“. [24]

Im Sommer 2007 tötete die libanesische Armee hunderte Palästinenser, einschließlich vieler Zivilisten, im nordlibanesischen Flüchtlingslager Nahr al-Bared; sie fügte der Umwelt weithin Schaden zu und trieb rund 30.000 Personen dazu Zuflucht in einem nahe gelegenen Lager zu suchen.[25]

Tausende Palästinenser sind im andauernden syrischen Bürgerkrieg getötet worden und zehntausende sind aus dem Land geflohen, weil Flüchtlingslager militärischen Angriffen und langen Belagerungen unterzogen wurden, die ihre Einwohner in Elend und Hungersnot trieben. Das große Lager Yarmuk südlich von Damaskus, einst Heimat für etwa 250.000 Palästinenser, darunter 150.000 offiziell registrierte Flüchtlinge, ist heute „nichts als Ruinen und beherbergt nur rund 18.000 Einwohner, die nicht in den Libanon, nach Jordanien oder anderswo entkommen konnten“.[26]

Brüderliche Nakba

Aus dem palästinensischen Exodus von 1948 ist viel gemacht worden, aber während ihrer Jahrzehnte der Verstreuung sind die Palästinenser gleichermaßen traumatischen Torturen durch die Hand ihrer arabischen Brüder unterworfen worden. Schon in den 1950-er Jahren vertrieben die arabischen Golfstaaten streikende palästinensische Arbeiter, während die Ereignisse des Schwarzen September zur Vertreibung von rund 20.000 Palästinensern aus Jordanien und dem Abriss ihrer Lager führte.[27] Und diese Tragödie verblasst im Vergleich mit der Vertreibung der meisten der 400.00 Palästinenser aus Kuwait 1991. „Was Kuwait dem palästinensischen Volk antat, ist schlimmer als was den Palästinensern durch Israel in den besetzten Gebieten angetan wurde“, klagte Arafat, als wäre es nicht die Befürwortung der brutalen Besatzung durch den Irak (August 1990 bis Februar 1991) gewesen, die diese tödliche Vergeltung auslöste.[28]

Es spielte keine Rolle, dass diese Gemeinschaft nichts mit dem rücksichtslosen Schritt der PLO zu tun hatte. Innerhalb von Monaten nach der Befreiung des Landes verblieben nur noch 50.000 bis 80.000 Palästinenser im Emirat und bis Ende des Jahres schrumpfte diese Zahl auf rund 30.000. Die meisten hatten ägyptische Reisedokumente, ursprünglich aus dem Gazastreifen; sie waren nicht in der Lage Visa für irgendeinen Ort in der Welt zu bekommen, auch nicht für Ägypten, das zur Zeit ihres Weggangs zum Golf die Regierungsmacht in ihrer Heimat stellte. Im Gegensatz dazu – vermerkte das Palestine Yearbook of International Law „legte Israel nach dem Krieg keine Hindernisse für die Rückkehr palästinensischer Familien aus der Westbank in die Gebiete in den Weg“; rund 30.000 Westbanker und 7.000 Gazaner mit gültigen israelischen Personalausweisen, die in Kuwait und Saudi-Arabien gelebt hatten, kehrten in die Heimat zurück.[29]

Der Staub des kuwaitischen Exodus hatte sich kaum gelegt, da erlebten die Palästinenser einen weitere Vertreibung, diesmal aus Libyen. In einer Rede am 1. September 1995, als Israel davor stand die Kontrolle über die von Palästinensern bewohnten Gebiet in der Westbank an Arafats palästinensische Autonomiebehörde zu übergeben (die Kontrolle über die Bevölkerung des Gazastreifens war im Jahr davon übergeben worden), verkündete Muammar al-Gaddafi seine Absicht alle im Land lebenden und arbeitenden Palästinenser zu vertreiben; er drängte die arabischen Staaten seinem Beispiel zu folgen, um die Leere des palästinensisch-israelischen Friedensprozesses zu entlarven. Er argumentierte:

Da die Palästinenserführer behaupten, sie hätten nun ein Heimatland und einen Reisepass, lasst die 30.000 Palästinenser in Libyen in ihr Heimatland zurückgehen und lasst uns sehen, ob die Israelis ihnen die Rückkehr gestatten. Das ist die Weg, wie die Welt herausfinden wird, dass der von ihr beworbene Frieden nicht mehr ist als Verrat und eine Verschwörung.[30]

Kein arabischer Staat nahm Gaddafis Rat an und einige beschworen ihn seine Entscheidung rückgängig zu machen; aber auch keiner öffnete seine Türen, um die Vertriebenen aufzunehmen. Der Libanon verweigerte mehreren tausend Ankommenden die Einreise ohne libanesische Reisedokumente und verbot Seetransporte aus Libyen, um der Möglichkeit zuvorzukommen, dass möglicherweise ein Zustrom Deportierter einfällt, während Ägypten Palästinensern mit israelischen Genehmigungen für die Einreise nach Gaza und in die Westbank erlaubte – unter Eskorte – sein Territorium zu durchqueren; dadurch strandeten tausende unglückseliger Flüchtlinge Monate lang in der ägyptischen Wüste. Inhaber von Aufenthaltsgenehmigungen andernorts waren allmählich in der Lage wegzuziehen; dem Rest wurde irgendwann gestattet in Libyen zu bleiben als Gaddafi seine Entscheidung Anfang 1997 widerrief.[31]

Last but not least löste der Sturz Saddam Husseins im April 2003 eine Flutwelle der Gewalt und des Terrors gegen die 34.000 Personen große palästinensische Gemeinschaft aus; rund 21.000 Menschen flohen in Angst um ihr Leben aus dem Land. Doch weit davon entfernt ihre Langzeit-„Gäste“ zu schützen, war die international gestützte irakische Regierung an der willkürlichen Folter, Tötung und dem Verschwinden von Palästinensern beteiligt, während keiner der arabischen Nachbarstaaten (mit seltenen, zeitlich begrenzten Ausnahmen) den fliehenden irakischen Palästinenser seine Türen öffnete. „Es ist schwer zu verstehen, warum Syrien fast einer Million irakischen Flüchtlingen Zuflucht gewährte, aber vor ein paar Hunderte Palästinensern die Tür verschließt, die ebenfalls aus dem Irak fliehen“, kommentierte ein führender Menschenrechtler. „Die Misshandlung dieser palästinensischen Flüchtlinge durch die syrische Regierung steht in scharfem Gegensatz zu ihrer Solidaritätserklärung mit dem palästinensischen Volk.“[32] Ein paar Jahre später äußerte dieselbe Gruppe dieselbe Beschwerde über die libanesische Regierung, weil die palästinensische Flüchtlinge aus dem syrischen Bürgerkrieg an der Einreise ins eigene Territorium verhinderte. [33]

Yassir Arafat (mit Brille) auf einer Pressekonferenz, bei der er die Lage zwischen den Palästinensern und den jordanischen Behörden diskutiert – Amman 1970. Die gegenseitigen Anfeindungen wurden von der Rücksichtslosigkeit der Palästinenserführung enorm verschärft, die sich gegen die arabischen Gastgebergesellschaften wandte, wann immer sich die Gelegenheit bot. Die subversiven Aktivitäten der PLO gegen das jordanische Regime gipfelte in den Massakern des Schwarzen September.

Yassir Arafat (mit Brille) auf einer Pressekonferenz, bei der er die Lage zwischen den Palästinensern und den jordanischen Behörden diskutiert – Amman 1970. Die gegenseitigen Anfeindungen wurden von der Rücksichtslosigkeit der Palästinenserführung enorm verschärft, die sich gegen die arabischen Gastgebergesellschaften wandte, wann immer sich die Gelegenheit bot. Die subversiven Aktivitäten der PLO gegen das jordanische Regime gipfelte in den Massakern des Schwarzen September.

Nichts für einander übrig

Um den arabischen Staaten gegenüber fair zu sein: Ihre Animosität und Misstrauen wurde von den Palästinensern mehr als erwidert. Schon im Krieg von 1948 fand sich die panarabischen Freiwilligentruppe, die nach Palästina ging, um die Juden zu bekämpfen, auf Kriegsfuß mit der Gemeinschaft wieder, die sie angeblich verteidigen sollte. Denunziationen und gewalttätige Zusammenstöße mit der örtlichen Bevölkerung waren an der Tagesordnung, da diese es oft ablehnte die Arabischen Befreiungsarmee, wie die Truppe ambitioniert hieß, mit den Grundnotwendigkeiten des täglichen Unterhalts und militärischer Operationen zu versorgen; das arabische Armeepersonal seinerseits missbrauchte die palästinensischen Gastgeber, für die sie offen Verachtung zeigten.

Diese gegenseitige Animosität wurde in den folgenden Jahrzehnten durch die Rücksichtslosigkeit der Palästinenserführung enorm verschärft, angeführt seit Mitte der 1960-er Jahre bis November 2004 von Yassir Arafat, der sich gegen die arabischen Gastgebergesellschaften wandte, wann immer sich die Gelegenheit dazu bot. Wie oben vermerkt waren es die subversiven Aktivitäten der PLO gegen das jordanische Regime, die die Folge der Ereignisse in Gang setzten, die in den Massakern des Schwarzen September gipfelten. Ähnlich half der Missbrauch der wachsenden Machtbasis im Libanon, wo die PLO sich nach ihrer Vertreibung aus Jordanien festsetzte, und die Einmischung in die interne Politik des Landes den libanesischen Bürgerkrieg auszulösen, der fast zwei Jahrzehnte wütete und Hunderttausenden das Leben kostete.

„Ich erinnere mich, wie ich ihn in meinem eigenen Haus buchstäblich anbrüllte“, sagte der damals in Beirut lebende palästinensische Akademiker Walid Khalidi in Erinnerung an seinen verzweifelten Versuch, Arafat von der Parteinahme in dem im Entstehen begriffenen Bürgerkrieg abzubringen. „Ich war wirklich sehr wütend, weil es einfach keinen Sinn machte, dass er das sagte. Ich sagte ihm, dass wir Palästinenser nicht das Recht haben die Ächtung der Phalangisten zu fordern und dass es sie alle in die Hände der Israelis treiben würde.“[34] Diesen Punkt verstanden die gewöhnlichen Palästinenser nicht, die Arafat oft für ihr Unglück im Libanon verantwortlich machten. Als der PLO-Vorsitzende im Sommer 1976 Überlebendes des Massakers von Tel Zaatar besuchte, wurde er von einem Trommelfeuer aus verfaultem Gemüse und „Verräter“-Rufen der erbitterten Flüchtlinge empfangen, die ihn beschuldigten den mit Blut gefluteten Fall des Lagers provoziert zu haben.[35]

Diese politische Einmischung war von mutwilliger Gewalt der PLO gegen ihre Gastgebergesellschaften begleitet. In einer Wiederholung der jordanischen Gesetzlosigkeit verwandelten palästinensische Guerillas den pulsierenden und blühenden libanesischen Staat, dessen Hauptstadt Beirut als „Paris des Nahen Ostens“ gefeiert wurde, in eine Brutstätte von Gewalt und Anarchie. Mehrere Bezirke Beiruts und die Flüchtlingslager kamen unter ausschließlich palästinensische Kontrolle, so sehr, dass sie allgemein als „Fakhani-Republik“ bekannt wurden, benannt nach dem Bezirk Beiruts, in dem Arafat sein Hauptquartier eingerichtet hatte. Beträchtliche Teile des Südlibanon – oder „FatahlandQ“ – kamen ebenfalls unter palästinensische Kontrolle. In schamloser Verletzung der libanesischen Souveränität richtete die PLO Straßensperren ein, übernahm Gebäude und vertrieb die örtlichen Einwohner, betrieb Erpresserbanden, schützte Kriminelle, die vor der libanesischen Justiz flohen und beging zahllose Gräuel an libanesischen Zivilisten, insbesondere im Januar 1976 das Massaker an hunderten Einwohnern der christlichen Stadt Damour südlich von Beirut und die Vertreibung der verbliebenen Bevölkerung.[36]

Schlussfolgerung

Eigennütziger Interventionismus unter dem Vorwand panarabischer Solidarität hat aus dem bilateralen palästinensisch-israelischen Konflikt in einen multilateral arabisch-israelischen Konflikt gemacht, wodurch unrealistische Hoffnungen und Erwartungen der palästinensischen politischen Kreise angeregt wurden und in kritischen Schlüsselmomenten weit verbreitete und furchtbar zerstörerische Gewalt anstiftete. Die Folge ist eine Zunahme der Intensität des Konflikts gewesen und dass seine Lösung weit komplexer und verworrener gemacht wurde, was die Palästinenser seit über sechseinhalb Jahrzehnten staatenlos gemacht hat.

Je eher die Palästinenser diesen fadenscheinigen Link zurückweisen und anerkennen, dass ihre Sache allein die ihre ist, desto wahrscheinlicher werden sie ihren eigenen Frieden mit der Existenz des jüdischen Staates – wie in der Teilungsresolution von 1967 vorgesehen – und zu guter Letzt trotz ihrer arabischen „Brüder“ ihren eigenen Staat bekommen.

Efraim Karsh, Editor des Middle East Quarterly, ist Professor für Nahost- und Mittelmeer-Studien am King’s College in London und Professor für politische Studien an der Bar-Ilan-Universität, wo er auch als Senior Research Associate des BESA Center for Strategic Studies arbeitet. Dieser Artikel ist Teil einer breiteren Studie, die unter der Schirmherrschaft des BESA Center angefertigt wurde.

[1] Walid Khalidi: Thinking the Unthinkable: A Sovereign Palestinian State. In: Foreign Affairs, Juli 1978, S. 695-696; Hisham Sharabi: Nationalism and Revolution in the Arab World. New York (Van Nostrand Reinhold Company) 1966, S. 3.
[2] Walter Laqueur (Hrsg): The Israel-Arab Reader. Harmondsworth (Penguin) 1970),S. 37.
[3] Walter Laqueur, ed., The Israel-Arab Reader (Harmondsworth: Penguin, 1970), p. 37.
[3] Gen. Nuri Said: Arab Independence and Unity: A Note on the Arab Cause with Particular Reference to Palestine, and Suggestions for a Permanent Settlement to which Are Attached Texts of All the Relevant Documents. Baghdad (Government Press) 1943), S. 11.
[4] Interview [von] Clare Hollingowith mit Azzam Pasha, 23. März 1948, S25/9020; s. auch: “Fortnightly Intelligence Newsletter No. 57,” ausgegbeben vom HQ British Troops in Palestine den Zeitraum 6. Dez.-18. Dez. 1947, WO 275/64, S. 2; Cunningham to Creech Jones, 24. Feb. 1948, “Cunningham Papers,” VI/1/80; Kirkbride to Bevin, 23. Dez. 1947, FO 371/61583; Musa Alami: The Lesson of Palestine. Middle East Journal, Okt. 1949, S. 385.
[5] John Laffin: The PLO Connections. London (Corgi Books) 1983, S. 127.
[6] Radio Damaskus, 8. März 1974.
[7] Die Palästinenserführer unternahmen wirklich alles, um ihren Untertanen zu versichern, dass dies nur ein taktischer Schachzug war, der darauf zielte das internationale Ansehen der PLO zu verbessern und damit im Ergebnis ihre Fähigkeit das ultimative Ziel der Vernichtung Israels: „Wir haben gelobt Palästina vor 1967 zu befreien“, erklärtre Abu Iyad, Yassir Arafats Stellvertreter. „Wir werden Palästina Schritt für Schritt wieder herstellen und nicht in einem Schwung, genauso wie die Juden es gemacht haben.“ Er wiederholte diese Zusicherung ein paar Tage später noch einmal: „Die Gründung eines Palästinenserstaats auf irgendeinem Teil Palästinas ist nur ein Schritt hin zur [Befreiung des] ganzen Palästinas.“ Al-Anba (Kuwait), 5. Dez. 1988.
[8] Davar (Tel Aviv), 12. Nov. 1987; Hadashot (Tel Aviv), 13. Nov. 1987.
[9] International Herald Tribune (Paris), 27. Nov./ 5. Dez. 5 1984.
[10] Zur weiteren Diskussion dieses Themas si. Efraim Karsh/Inari Rautsi: Saddam Hussein: A Political Biography. New York (Grove) 2003; rev. und ergänzte Ausg.; Lawrence Freedman/Efraim Karsh: The Gulf Conflict 1990-1991: Diplomacy and War in the New World Order. Princeton (Princeton University Press) 1993.
[11] The New York Times, 16. März 1991; A New Beginning. US News & World Report, 13.Sept. 1993.
[12] “194 (III). Palestine – Progress Report of the United Nations Mediator,” UNO-Vollversammlung, New York, 11. Dez. 11 1948, Art. 11; “393 (v) – Assistance to Palestine Refugees,” ders., 2. Dez. 1950, Art. 4; “Special report of the Director and Advisory Commission of the United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East,” ders., 29. Nov. 1951, A/1905/Add. 1, S. 4. Zur arabischen Ablehnung von Res. 194 s.: Arab Broadcasts: Daily Summary. israelisches Außenministerium, Abteilung Nahost, Nr. 36, 12.-13. Sept. 1948; Hagana Archive (Tel Aviv), HA 105/88, p. 153; “Arabs Firm on Refugees,” The New York Times, 9. Sept. 1948; British Middle East Office (Cairo) ans Foreign Office, 11. Sept. 1948, FO 371/68341; Davar, 8. Aug. 1948; al-Masri (Cairo), 11. Okt. 1948, zitiert in: Refugee Repatriation—A Danger to Israel’s security. Israelisches Außenministerium, Research Dept., 4. Sept. 1951, FM 2564/1.
[13] UNRWA: Where We Work – Lebanon. New York, angesehen am 8. Dez. 2013; Amnesty Interational: Exiled and Suffering: Palestinian Refugees in Lebanon. London, Okt. 2007, S. 2, 10; Julie Peteet: From Refugees to Minority: Palestinians in Post-War Lebanon. Middle East Report, Juli/Sept. 1996, S. 29.
[14] Lena El-Malak: Betrayed and Forgotten: Palestinians Refugees in Lebanon. Yearbook of Islamic and Middle Eastern Law, Band 9, 2002-03, S. 136-137; Souheil al-Natour: The Legal Status of Palestinians in Lebanon. Journal of Refugee Studies, Nr. 3, 1997, S. 360-377.
[15] International Labor Organization: Palestinians in Lebanon working under precarious conditions. Genf, 20. Nov. 2012; Human Rights Watch: World Report 2010: Lebanon, World Report 2011: Lebanon, World Report 2013: Lebanon. New York; Amnesty International: Exiled and Suffering. London, S. 18-22.
[16] Für ein Beispiel s.: Recommendations by the Committee of Arab Experts in Reply to the Proposals by the U.N. Secretary-General Regarding the Continuation of U.N. Assistance to the Palestine Refugee. Sofar, Lebanon, 17. Aug. 1959. In: Muhammad Khalil: The Arab States and the Arab League: A Documentary Record. Beirut (Khayat) 1962, Band 2, S. 654-5; Abbas Shiblak: “Residency Status and Civil Rights of Palestinian Refugees in Arab Countries. Journal of Palestine Studies, Frühjahr 1996, S. 36-45.
[17] P.K. Abdul Gharfour: A Million Expatriates to Benefit from New Citizenship Law. Arab News (Riyadh), 21. Okt. 2004.
[18] Moshe Efrat: Haplitim Hapalestinaim 1949-74: Mehkar Kalkali Vehevrati. Tel Aviv (Tel Aviv University), Horowitz Center for the Study of Developing Countries, Sept. 1976), S. 22-23; Don Peretz: Palestinian Refugees and the Middle East Peace Process. Washington, D.C. (United States Institute of Peace Press) 1993, S. 49-50; Mudar Zahran: Jordan Is Palestinian. Middle East Quarterly, Winter 2012, S. 3-12.
[19] UNRWA: Where We Work: Jordan. Figures as of Jan. 1, 2012.
[20] World Directory of Minorities and Indigenous Peoples – Jordan: Palestinians, 2008. Minority Rights Group International, London, angesehen am 3. Feb. 2014.
[21] Laurie A. Brand: Palestinians and Jordanians: A Crisis of Identity. Journal of Palestine Studies, Sommer 1995, S. 46-61; Human Rights Watch: Stateless Again: Palestinian-Origin Jordanians Deprived of Their Nationality. New York, 1. Feb. 2010; Human Rights Watch: Jordan: Stop Withdrawing Nationality from Palestinian-Origin Citizens., 1. Feb. 2010.
[22] U.S. Ambassador to Jordan David Hale: Confidential Memo on the Debate in Jordan Concerning the Palestinian Right of Return, Amman, Feb. 5, 2008. In: Journal of Palestine Studies, Winter 2012, S. 220, 222.
[23] Said Aburish: Arafat: From Defender to Dictator. London (Bloomsbury) 1998, S. 114.
[24] Al-Majallah (London), 26. Nov. 1983.
[25] Amnesty International: Exiled and suffering. London, S. 5-6.
[26] Ramzy Baroud: Starving to Death in Syria. al-Ahram (Cairo), 9.-15. Jan. 2014; The Jerusalem Post, 19. Dez. 2013; Haaretz (Tel Aviv), 2. Jan. 2014; The Guardian (London), 12. Dez. 2012.
[27] From Badil Refugee Survey 2008-2009: Secondary Forced Displacement in Host Countries – An Overview. BADIL Resource Center for Palestinian Residency and Refugee Rights, Bethlehem, Sommer/Herbst 2010.
[28] Al-Musawwar (Cairo), 15. Nov. 1991.
[29] Human Rights Watch: Nowhere to Go: The Tragedy of the Remaining Palestinian Families in Kuwait. Middle East Watch, 23. Okt. 1991, abgeduckt in: The Palestine Yearbook of International Law, Band 6, 1990-91, S. 99-102; Steven J. Rosen: Kuwait Expels Thousands of Palestinians. Middle East Quarterly, Herbst 2012, S. 75-83; Ann M. Lesch: Palestinians in Kuwait. Journal of Palestine Studies, Sommer 1991, S. 47-53.
[30] The Baltimore Sun, 14. Sept. 1995; The New York Times, 5. Okt. 1995.
[31] Abbas Shiblak: A Time of Hardship and Agony: Palestinian Refugees in Libya. Palestine-Israel Journal, Nr. 4, 1995; BADIL Resource Center for Palestinian Residency and Refugee Rights: The Palestinian Crisis in Libya, 1994-1996 (Interview with Professor Bassem Sirhan). Forced Secondary Displacement: Palestinian Refugees in the Gaza Strip, Iraq, Jordan, and Libya. Bethlehem, Winter 2010.
[32] Human Rights Watch: Syria: Give Refuge to Palestinians Fleeing Threats in Iraq. 2. Feb. 2007.
[33] Human Rights Watch: Nowhere to Flee: The Perilous Situation of Palestinians in Iraq. New York, Sept. 2006; Syria: Give Refuge to Palestinians Fleeing Threats in Iraq. ebenda, 2. Feb. 2007; “Lebanon: Palestinians Fleeing Syria Denied Entry. ebenda, 8. Aug. 2013.
[34] Andrew Gowers/Tony Walker: Arafat: The Biography. London (Virgin) 1994, S. 186, 200.
[35] Robert Fisk: Pity the Nation: Lebanon at War. Oxford (Oxford University Press) 1992, S. 86, 102.
[36] Aburish:, Arafat. S. 151.

Als was sie uns bezeichnen

27. März 2014 um 15:43 | Veröffentlicht in Araber, Europa, Israel, Karika-Tour, Nahost, Satire/Humor | Hinterlasse einen Kommentar
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DryBones, 24. März 2014

In der alten Zeit verurteilten Kommunisten Juden als Kapitalisten, während die Rechtsextremen die Juden verurteilten, weil sie Kommunisten seien.

Die gefälschten Araber

25. März 2014 um 14:08 | Veröffentlicht in Araber, die Welt+Nahost, Geschichte, Nahost, Palästinenser | 2 Kommentare
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Victor Sharpe, American Clarion, 18. November 2013

Landkarte des britischen Mandats Palästina und Transjordanien (Quelle: Wikimedia Commons)

Es gibt Araber, die sich Palästinenser nennen.

Sie sind nicht zu unterscheiden von den anderen Araber, die in den umliegenden künstlichen Staaten wie dem Irak, Jordanien, Saudi-Arabien und den anderen Gebilden des gesamten Nahen Ostens, die von den Kolonialmächten Frankreich und Großbritannien geschaffen wurden. Beide Mächte waren siegreich, nachdem das ottomanische türkische Reich am Ende des Ersten Weltkriegs besiegt am Boden lag.

Beide europäischen Mächte schnitzen künstliche Grenzen in den Leichnam, der das türkische Reich im Nahen Osten gewesen war; sowohl Frankreich als auch Großbritannien haben ein bleibendes Erbe an Krieg und Gewalt hinterlassen, das seitdem aktiv ist. Ein solches Territorium war das zuvor 400 Jahre von der ottomanischen Türkei besetzte, manchmal als Palästina bekannte geografische Gebiet.

Doch so etwas wie ein palästinensisches Volk gibt es nicht; so etwas wie palästinensische Geschichte gibt es nicht; und es gibt keine palästinensische Sprache. Es hat in der gesamten aufgezeichneten Geschichte nie einen unabhängigen, souveränen palästinensischen Staat gegeben – geschweige denn einen arabischen unabhängigen Staat Palästina.

Sie werden vergeblich nach palästinensisch-arabischen Münzen oder palästinensisch-arabischer archäologische Artefakte, die eine Verbindung zu einem palästinensisch-arabischen König oder alten Führer suchen. Was Sie aber finden werden, sind Münzen, Tonscherben, alte Schriftrollen, die allesamt schlüssig, empirisch und Jahrtausende alte Beweise jüdischer Zivilisation, die das korrekt als Israel – nicht Palästina – bekannte Land sprenkeln.

Die heute so genannten „Palästinenser“ sind ein arabisches Volk, das eine überwiegend muslimisch-arabische Kultur, Ethnie und Sprache teilt, die mit denen ihrer arabischen Geschwister im Nahen Osten und Nordafrika identisch ist und wenige, wenn überhaupt Unterschiede aufweisen.

Yassir Arafat, der Erzterrorist, der sich den sich selbst als Palästinenser bezeichnenden Arabern undemokratisch aufzwang, liebte es das absurde Märchen zu schaffen, die palästinensischen Araber stammten von den Kanaanitern und den Philistern ab. Wie wir wissen, ist die Zahl derer, die sie glauben, höher, je größer die Lüge ist. Und so verdrehte Arafat die Geschichte, um die indigenen Einheimischen des Landes ihres Erbes zu berauben: die Juden.

Kanaaniter waren zweifelsohne die ersten bekannten Bewohner des Landes Israel, bevor die ersten Hebräer – Abraham, Isaak und Jakob mit ihren Frauen – sich dort niederließen und bevor Moses ihre Nachkommen während des Auszugs aus Ägypten zurück ins gelobte Land brachte. Die Kanaaniter lebten sowohl entlang der Küstenebene als auch in der Bergregion, die wie eine Wirkelsäule durch das biblische Gebiet von Samaria und Judäa verläuft. Ihre Sprache war der Hebräischen ähnlich und ihr Territorium erstreckte sich nach Norden bis in den heutigen Libanon und schloss die heutigen Golanhöhen mit ein.

Die Kanaaniter wurden schließlich während der Herrschaft König Davids unterworfen. Die meisten Kanaaniter wurden allmählich in das jüdische Volk assimiliert und waren kein unterscheidbares Volk mehr.

Nach dem 8. Jahrhundert v.Chr. gab es keine Kanaaniter mehr und daher ist das das einzige Volk, das eine historische Verbindung zum antiken Kanaan zurückverfolgen kann, das jüdische, nicht die palästinensischen Araber. So viel zu Arafats Unsinn und zu den fortgesetzten Versuchen der heutigen palästinensischen Araber, die – finanziert durch riesigen arabischen Ölreichtum – versuchen die Welt reinzulegen.

Der Begriff „Philister“ bietet die Quelle, aus der der Begriff „Palästinenser“ abgeleitet ist. Wie die Araber, die sich den ausgeheckten Namen „Palästinenser“ gaben, sind die Philister Fremde, die das Land aus anderen Ländern – zumeist von der Mittelmeerinsel Kreta – kommend betraten. Das ist der Grund, dass man sie auch als Seefahrervolk kannte.

Die modernen „palästinensischen Araber“ sind in erster Linie Nachkommen der umherziehenden Araber, die illegal aus den arabischen Territorien bis hin aus dem Sudan, Ägypten, Syrien und was Mesopotamien (der heutige Irak) war,  in das britische Mandat Palästina strömten. Sie wurden von den frühen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts angezogen, als jüdische Pioniere neue Arbeitsmöglichkeiten boten, deren heldenhafte Anstrengungen die Wüste wieder grün und Jahrhunderte alte Verwahrlosung wieder rückgängig machten, die das Land unter der Abfolge fremder Besatzer erdulden musste.

Großbritannien schaute während der Mandatszeit über das Gebiet bei der Flut illegal hereinkommender arabischer Fremdlinge weg, während es gleichzeitig die jüdische Einwanderung in deren althergebrachte, biblische und angestammte Heimat willkürlich einschränkte. Das war ein Verrat am den Briten gegebenen Mandat, nach dem eine jüdische Heimstatt in dem als Palästina bekannten geografischen Bereich ermöglicht werden sollte.

Die Philister waren nicht semitische Leute, die von den Ägäischen Inseln und besonders von Kreta kommend ins Land kamen. Diese antiken Kreter erreichten das südliche Kanaan und die ägyptische Küstenlinie und waren bei den hebräischen Stämmen als „Pelestim und Keretim“ bekannt. Es scheint so, dass sie anfangs in Gaza gesiedelt hatten. Später ließen sie sich in Aschdod, Aschkelon, Gat und Ekron nieder – der Pentapolis.

Das Gebiet verlief primär entlang der Mittelmeerküste; interessanterweise ein Territorium, das dem heutigen Gazastreifen nicht unähnlich war. Sie versuchten zu verschiedenen Zeiten in Judäa einzufallen, wurden aber von den unterschiedlichen biblischen Helden der Juden und schließlich von König David besiegt. Ab dieser Zeit begannen sie als Bedrohung und als separates Volk abzunehmen und verschwanden schließlich aus der Geschichte; jeder Versuch der „palästinensischen“ Araber eine Abstammung von ihnen geltend zu machen ist so absurd wie der von Verbindungen zu den frühen Kanaanitern.

Spulen wir auf das Jahr 73 n.Chr. vor, dem ersten Versuch der Juden ihre Unabhängigkeit vom unterdrückenden Joch der römischen Besatzung wiederzugewinnen; ihre Familien flohen von Jerusalem auf die Festung Masada. Die Römer hatten die jüdische Hauptstadt zusammen mit dem zweiten jüdischen Tempel zerstört.

Historisch dokumentiert und allgemein anerkannt ist es Masada, das zu größer Höhe über dem Toten Meer aufsteigt, der Ort des letzten Gefechts und die überlebenden Krieger und ihre Familien nahmen sich lieber das Leben, statt als Sklaven ins gesamte römische Reich geschickt zu werden. Das Land, in dem diese aufwühlenden und epochalen Ereignisse stattfanden, lag in der als Judäa bekannten Provinz. Vor dieser Zeit gibt es absolut keine Erwähnung eines Orts namens „Palästina“.

Nach der Niederschlagung der zweiten jüdischen Revolte gegen die römische Besatzung im Jahr 135 ersetzte Kaiser Hadrian den Namen Judäa (auf Hebräisch „Yehuda“, woher der Name Jehudim, Juden stammt) durch Syria-Palæstina, nach den „Philistern“, die die antiken Feinde der Israeliten waren. Hadrian machte das ausdrücklich um jede Spur jüdischer Geschichte auszulöschen.

Antike Römer wie auch die so genannten palästinensischen Araber haben die hebräische heilige Prophetie erfüllt, die besagt: „Denn sieh, deine Feinde toben, und die dich hassen, haben das Haupt erhoben. Gegen dein Volk planen sie Anschläge, und sie beraten sich gegen die, die unter deinem Schutz sind. Sie sagen: Kommt, wir tilgen sie aus, dass sie kein Volk mehr sind, des Namens Israel werde nicht mehr gedacht.“ (Psalm 83,3-4) Sie scheiterten, denn Israel ist als moderner jüdischer Staat in seiner angestammten und biblischen Heimat wiederhergestellt.

In keinem antiken Dokument taucht ein Name wie Palästina auf. Er ist nicht in der Bibel aufgeschrieben, weder in den hebräischen heiligen Schriften noch im christlichen Testament, nicht einmal in assyrischen, persische, mazedonischen, ptolemäischen, seleukidischen oder griechischen Quellen. Es wird nie irgendwo ein „palästinensisches“ Volk erwähnt, nicht einmal von den Römern, die den Begriff erfanden.

Wenn die „Palästinenser“ angeblich die historischen Einwohner des heiligen Landes sind, warum kämpften sie nicht für ihre Unabhängigkeit von den Römern, wie es die Juden taten? Wie ist es möglich, dass nicht ein einziger „palästinensischer“ Führer gegen die römischen Invasoren rebellierte oder in einer Geschichtsaufzeichnung erwähnt wird?

Warum wird keine palästinensische Rebellengruppe erwähnt, wie z.B. bei den Juden die Zeloten? Warum erwähnt jedes historische Dokument die Juden als eingeborene und uransässige Bewohner und die Griechen, Römer und andere als Ausländer, die in Judäa blieben; aber kein „palästinensisches“ Volk, weder als Einheimische noch als Ausländer? Mehr noch: Es gibt keinen Hinweis zu irgendeinem „palästinensischen“ Volk im Koran, obwohl Muslime behaupten, dass ihr Prophet einmal in Al-Aqsa (was „weistest entfernter Ort“ bedeutet) war , den Muslime aus politischen Gründen in Jerusalem ansiedelten – ein Ereignis, das nicht einmal im Koran erwähnt wird.

Saladin, ein Kurde, kannte die Juden und lud sie ein sich in Jerusalem wieder anzusiedeln. Er hatte keine Probleme damit Jerusalem als ihre ewige Hauptstadt und das Territorium als ihr rechtmäßiges Heimatland anzuerkennen. Doch er kannte keinerlei sogenannte Palästinenser und zu behaupten Palästinenser seien die Ureinwohner von Eretz Yisarel, dem Land Israel, widerspricht nicht nur der säkularen Geschichte, sondern steht auch der islamischen Geschichte entgegen.

Die sogenannte „Palästinenser“, die Jerusalem beanspruchen, wollen es so, dass sie es den Juden wegnehmen können, für die das als Zion bekannte Jerusalem die ewige, 3.000 Jahre alte jüdische Hauptstadt ist.

Was vielleicht die modernen Araber, die sich selbst „Palästinenser“ nennen, mit den antiken Philistern verbindet: beide sind Invasoren. Die Philister wollten den Israeliten die heilige Bundeslade abnehmen, während die heutigen, sogenannten „palästinensischen Araber“ dem jüdischen Volk die Stadt des Heiligen Bundes wegnehmen wollen – Jerusalem.

Eine Fülle an Informationen über dieses und damit zusammenhängende Themen ist auf der folgenden Internetseite zu finden. Ich ermutige jeden sie zu lesen: http://www.think-israel.org/archives/oldindex.html#featured

LASSEN SIE MICH ALSO DAS ENDE MIT DEN WORTEN EINES ISRAELISCHEN ARABERS BEGINNEN, Joseph Farah, der sich sein Heim hier in Amerika eingerichtet hat und der weiß, was er schreibt:

„Es hat nie ein als Palästina von Palästinensern bekanntes Land gegeben. Palästinenser sind Araber, nicht zu unterscheiden von Jordaniern (eine weitere jüngere Erfindung), Syrern, Irakern usw. Denken Sie daran, dass die Arber 99,9 Prozent des Landes im Nahen Osten kontrollieren. Israel stellt nur ein Zehntel eines Prozents der Landmasse. Doch das ist für die Araber zu viel. Sie wollen alles. Und das ist letztlich das, worum es bei den Kämpfen in Israel heute geht… Egal, wie viel Zugeständnisse die Israelis beim Land machen, es wird nie ausreichen.“ – Joseph Farah, „Myths of the Middle East“

Hören wir, was andere Araber gesagt haben:

„So etwas wie Palästina gibt es nicht. ‚Palästina‘ ist ein Begriff, den die Zionisten erfanden. Es gibt in der Bibel kein Palästina. Unser Land war Jahrhundert lang Teil von Syrien. ‚Palästina‘ ist uns fremd. Es sind die Zionisten, die es einführten.“ - Auni Bey Abdul-Hadi, syrisch-arabischer Führer vor der britischen Peel-Kommission, 1937

„Es gibt so etwas wie Palästina in der Geschichte nicht, absolut nicht.“ - Professor Philip Hitti, arabischer Historiker, 1946

„Es ist allgemein bekannt, dass Palästina nichts anderes ist als Südsyrien.“ - der Repräsentant Saudi-Arabiens bei den Vereinten Nationen, 1956.

Bezüglich des Heiligen Landes erklärte der Vorsitzende der syrischen Delegation bei der Pariser Friedenskonferenz im Februar 1919: – „Die einzige arabische Vorherrschaft seit der Eroberung im Jahr 635 n.Chr. dauerte als solche kaum an, gerade einmal 22 Jahre.“

Die vorhergehenden Äußerungen arabischer Politiker wurden vor 1967 getätigt, da sie nicht die Geringste Ahnung von der Existenz irgendeines palästinensischen Volkes hatten.

Wie und wann änderten sie ihre Meinung und entschieden, dass ein solches Volk existiert?

Als der Staat Israel 1948 wiedergeboren wurde, hatten die Araber dieses „uralte“ Volk immer noch nicht entdeckt. Sie waren zu sehr damit beschäftigt den wiederhergestellten, souveränen Staat Israel auszulöschen und hatten nicht vor irgendein palästinensisches Gebilde zu schaffen, sondern nur das eroberte jüdische Land unter den bereits existierenden arabischen Staaten zu verteilen.

Die arabischen Armeen wurden von einer winzigen Hand voll jüdischer Verteidiger besiegt. Die Araber versuchten 1967 erneut Israel zu vernichten und wurden in nur sechs Tagen gedemütigt, in denen sie das Land verloren, das sie 1948 gestohlen und an sich gerissen hatten. Zu diesem Land gehörten Judäa und Samaria, die das biblische und althergebrachte jüdischer Kernland bilden; die Geschichte lässt sich rund 4.000 Jahre weit zurückverfolgen.

Jetzt vergisst die Welt solch empirische Geschichte und zieht es vor das angestammte jüdische Territorium, die 19 Jahre lang – von 1948 bis zur Befreiung 1967 – von den jordanischen Arabern illegal besetzt war, Westbank zu nennen.

In all den Jahren, als Jordanien Judäa und Samaria und Ägypten den Gazastreifen besetzten, schuf keiner von ihnen einen „palästinensischen“ Staat, da die immer noch nicht existenten Palästinenser niemals ihre angeblichen Rechte auf einen eigenen Staat beanspruchten.

Paradoxerweise war es während des britischen Mandats von 1920 bis 1948 keine arabische Gruppe, die als Palästinenser bekannt war, sondern die Juden!

Doch lesen Sie, was andere Araber nach dem Sechstage-Krieg erklärten:

„Es gibt keinen Unterschied zwischen Jordaniern, Palästinensern, Syrer und Libanesen. Wir sind alle Teil einer Nation. Nur aus politischen Gründen unterstreichen wir unsere palästinensische Identität… ja, die Existenz einer separaten palästinensischen Identität dient einzig taktischen Zwecken. Die Gründung eines Palästinenserstaates ist ein neues Mittel im fortgesetzten Kampf gegen Israel.“ - Zuhair Muhsin, Militärkommandeur der PLO und Mitglied des PLO-Exekutivrats

„Vergessen Sie nie dies hier: So etwas wie ein palästinensisches Volk gibt es nicht, es gibt kein palästinensisches Wesen, es gibt nur Syrien. Ihr sein ein integraler Bestandteil des syrischen Volkes, Palästina ist ein integraler Teil Syriens. Daher sind wir es, die syrischen Behörden, die die wahren Repräsentanten des palästinensischen Volkes sind.“ - der syrische Diktator Hafez Assad gegenüber PLO-Führer Yassir Arafat.

„Als ich in Palästina lebte, konnte jeder, den ich kannte, sein Erbe bis zum Ursprungsland zurückverfolgen, aus dem seine Urgroßeltern kamen. Jeder wusste, dass er nicht von den Kanaanitern abstammte, aber ironischerweise ist das die Art von Zeugs, die zu unserer Bildung im Nahen Osten gehört. Fakt ist, dass die heutigen Palästinenser Einwanderer aus den umliegenden Staaten waren! Ich wuchs auf und kannte die Geschichte und Herkunft der heutigen Palästinenser aus dem Jemen, Saudi-Arabien, Marokko, Christen aus Griechenland, muslimische Scherkas aus Russland, Muslime aus Bosnien und den Jordaniern von nebenan sehr genua. Mein Großvater, ein Würdenträger in Bethlehem, verlor beinahe sein Leben durch Abdula Qader al-Husseini (den Führer der palästinensischen Revolution), nachdem er beschuldigt wurde Land an Juden zu verkaufen. Er erzählte uns gerne, dass sein Dorf Beit Sahur (die Hirtenfelder) im Kreis Bethlehem leer war, bevor sein Vater sich in der Gegend mit sechs anderen Familien niederließ. Die Stadt ist heute auf 30.000 Einwohner angwachsen.“ - Walid Shoebat

Während der langen Jahre fremder Besatzung des Landes Israel, und obwohl Juden immer im Land lebten, in welcher Anzahl auch immer sie sich versorgen konnten, waren Besucher immer davon getroffen, wie öde das Land mit Malariasümpfen und wie spärlich bevölkert es war. Die folgenden Berichte von Reisenden in die menschenleere Landschaft, die zu trauriger Wüstenei geworden war, sind ziemlich aufschlussreich:

„Es gibt nicht ein einziges Dorf in dem gesamten Bereich (Jesreel-Tal in Galiläa); nicht in 30 Meilen in jede Richtung… Man könnte Dutzende Meilen hier herum reiten und nicht einen Menschen sehen. Damit sich von dieser Art von Abgeschiedenheit trostlos machen zu lassen, kommen Sie nach Galiläa… Nazareth ist einsam und verlassen… Jericho liegt als zerfallende Ruine da… Bethlehem und Bethanien sind in ihrer Armut und Erniedrigung von jeder lebenden Kreatur unbewohnt… Ein trostloses Land, dessen Boden reich genug ist, das aber völlig dem Unkraut überlassen ist… eine stille, schwermütige Weite… eine Einöde… Wir sahen entlang der gesamten Route kein einziges menschliches Wesen… Kaum irgendwo ein Baum oder Strauch. Selbst der Olivenbaum und der Kaktus, diese schnellen Freunde eines wertlosen Bodens, hatten das Land fast verlassen… Palästina sitzt in Sackeinen und Asche… verödet und reizlos…“ - Mark Twain: „The Innocents Abroad“, 1867

Man fragt sich daher, wo die „Palästinenser“ sich versteckten, so dass Mark Twain sie nicht konnte. Wo war das sogenannte „uralte“ Volk Mitte des neunzehnten Jahrhunderts? Natürlich versuchen arabische Politiker heute Mark Twain zu diskreditieren, indem sie sich in den Bereich aller Halunken zurückziehen und ihn als Rassisten bezeichnen.

„1590 schrieb ein ‚einfacher englischer Reisender‘ in Jerusalem: ‚Nichts ist dort zu sehen außer ein wenig von den alten Mauern, die noch übrig sind und der gesamte Rest ist Gras, Moss und Unkraut, ganz so wie ein Stück ranziger oder feuchter Boden‘.“ - Gunner Edward Webbe, Palestine Exploration Fund

„Dem Land in Palästina fehlen Menschen, die seinen fruchtbaren Boden beackern.“ - der britische Archäologe Thomas Shaw, Mitte des 18. Jahrhunderts

„Palästina ist ein ruiniertes und verwahrlostes Land.“ - Graf Constantine Françpos Volney, französischer Schriftsteller und Historiker des 18. Jahrhunderts

„Die Araber selbst können als vorübergehende Einwohner betrachtet werden. Sie schlugen ihre Zelte auf Weiden auf oder bauten ihre Zufluchtsorte auf ihren ruinierten Städten. Sie schufen dort nichts. Da ist Fremde im Land waren, wurden sie nie dessen Herren. Der Wüstenwind, der sie hierher brachte, könnte sie eines Tages wieder wegtragen, ohne ein Zeichen ihres Durchzugs zu hinterlassen.“ - Kommentare von Christen zu den Araberin in Palästina in den 1880-er Jahren.

„Das Land ist zu einem beträchtlichen Maß von Bewohnern entleert und daher braucht es am dringendsten eine Bevölkerung.“ - James Finn, britischer Konsul, 1857

„Die Gegend war unterbevölkert und stagnierte wirtschaftlich bis zur Ankunft der ersten zionistischen Pioniere in den 1880-er Jahren, die kamen, um das jüdische Land wieder aufzubauen. Das Land war im religiösen und historischen Bewusstsein der Menschheit „das Heilige Land“ geblieben; sie verband es mit der Bibel und der Geschichte des jüdischen Volkes. Die jüdische Entwicklung des Landes zog auch große Zahlen anderer Einwanderer an – Juden wie Araber. Die Straße von Gaza Richtung Norden war nur ein Sommerpfad, der sich für Transporte durch Kamele und Karren eignete… Die Häuser waren alle aus Lehm gebaut. Nirgendwo waren Fenster zu sehen… Die benutzten Pflüge waren aus Holz… Die Ernten waren mager… Es gab keine Schulen… Die Kindersterblichkeitsrate war sehr hoch… Der westliche Teil, zur See hin, war fast eine Wüste… Viele Ruinen waren über die Gegend verteilt, da infolge von Malaria viele Dörfer von ihren Einwohnern verlassen wurden.“ - Der Bericht der britischen königlichen Kommission, 1913

Viel zu viele ansonsten anständige Menschen sind dahin gekommen mit arabischem Öl finanzierte Lügen zu akzeptieren, die als Geschichte über die Ursprünge der sogenannten palästinensischen Araber ausgegeben werden. Diese Lügen durchdringen heute die Mainstream-Medien, Schulen, Hochschulen und Universitäten und werden von den linken Professur-Inhabern und Hochschulen verübt, die nur allzu eifrig saudisches Blutgeld akzeptieren.

Die oben angeführten historischen Fakten könnten denen hilfreich sein, die ansonsten der heuchlerischen arabischen Propaganda und was eine der größten jemals in der Welt begangenen Betrügereien auf den Leim gegangen sind.

Abbas legt den Friedensprozess lahm

5. März 2014 um 17:26 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Europa+Nahost, Israel, Nahost, Palästinenser, USA | Hinterlasse einen Kommentar
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Tom Wilson, Commentary Magazine, 12. Februar 2014

Letzte Woche schrieb Jonathan Togin hier darüber, dass wir vor einem vierten palästinensisch „Nein“ zu einer Friedensvereinbarung stünden. Es scheint, als sei es jetzt so weit, wenn auch ein wenig früher als jeder erwartet hatte. Viele Beobachter nahmen an, sobald Außenminister John Kerry es endlich fertig bringt seinen Rahmenvorschlag für einen verhandelten Frieden vorzulegen, würde PA-Chef Mahmud Abbas dann daran gehen eine Ausrede zu finden ihn abzulehnen. Was weniger vorhergesagt haben war, dass Abbas einen Weg finden würde den Vorschlag zurückzuweisen, schon bevor er vorgelegt wurde. Doch das ist genau das beeindruckende Meisterstück, das Abbas jetzt geschafft hat.

Heute verkündeten Abbas-Sprecher in Ramallah den neuen Satz roter Linien der PA für jegliche verhandelte Friedensregelung. Jede einzelne dieser roten Linien zerlegt alles, was Kerry vorschlagen wollte, so wie es mit den Aussichten für jede Vereinbarung zwischen den beiden Seiten allgemein macht. Diese roten Linien, die Abbas in einem an die  USA und das Quartett geschickten Brief genau beschreibt, nimmt alles nahtlos vorweg, was Kerry in seinem eigenen Frieden-Rahmenbedingungen wohl vorgeschlagen hätte. Auf diese Weise weicht Abbas kunstfertig einem Szenario aus, in dem die Israelis einem Friedensplan zustimmen und die Palästinenser unter Druck geraten nicht einen weiteren Versuch der Lösung des Konflikts entgleisen zu lassen.

Abbas‘ neue roten Linien blockieren einfach jedes Zugeständnis, das die Israelis – und selbst die USA – gefordert haben. Abbas fordert: einen kompletten Abzug Israels aus allen Gebieten, die 1967 an Israel gingen; dass Israel diesen Abzug innerhalb von drei bis vier Jahren vollzieht; dass von den Palästinensern nicht verlangt wird den jüdischen Staat anzuerkennen; dass Ostjerusalem als Hauptstadt des Palästinenserstaats festgelegt wird; die Freilassung aller palästinensischen Häftlinge; und die Lösung der Flüchtlingsfrage nach den Vorgaben der Resolution 194 der UNO-Vollversammlung, was praktisch bedeutet, dass diese Palästinenser, die behaupten Flüchtlinge zu sein, nicht in einen Palästinenserstaat geschickt werden, sondern nach Israel, womit die Existenz des jüdischen Staates, den Abbas anzuerkennen ablehnt, beendet würde.

„Ohne diese Prinzipien kann es keinen gerechten und umfassenden Frieden in der Region geben“, erklärte Abbas‘ Sprecher Abu Rudeineh. Es sieht also so aus, dass wir uns von Kerrys eher chaotischen Bemühungen zur Erzielung eines verhandelten Friedens verabschieden können, die vom Austausch von Beleidigungen und Beschuldigungen zwischen dem Außenministerium und israelischen Politikern ruiniert worden sind, während die EU die ganze Zeit über daneben stand und Drohungen mit Folgen für Israel, sollten die Gespräche fehlschlagen. Fakt ist, erst heute belehrte EU-Parlamentspräsident Martin Schulz die Israelis in der Knesset (auf Deutsch) sie sollten „schmerzliche Zugeständnisse für Frieden“ machen und beklagte die Unbill, die den Palästinensern zuzufügen er Israel beschuldigte.

Israels Chefunterhändlerin Tzipi Livni legte gerade erste nahe, dass wir in der Sache der Anerkennung des jüdischen Staates durch die Palästinenser eine Überraschung erleben dürften. Wie sich herausstellte, kam es nicht so. Niemand wird von dieser Ablehnung durch die Palästinenser überrascht sein, auch wenn ihr früher Zeitpunkt manchen überrumpelte. Selbst Präsident Obama, der davon sprach, dass Kerrys Rahmenplan weniger als 50 Prozent Erfolgswahrscheinlichkeit hätte, wird nicht überrascht sein, wenn er Abbas‘ Brief erhält. Und Kerry, der all das aus nächster Nähe sich entwickeln sah, wird mit Sicherheit nicht auch in der Lage sein behaupten zu können überrascht worden zu sein.

Unter den gegebenen Umständen sah das Außenministerium zunehmend so aus, als versuche es die Israelis brutal zwingen ein Rahmenwerk zu akzeptieren, selbst mit so ungünstigen Dingen wie einen vollständigen israelischen Abzug aus dem Jordantal. Kerry begann den schwach verschleiert zu drohen, was aus Israel werden könne, sollte es keinen Weg finden den palästinensischen Forderungen nachzugeben. Es gab zudem Gerüchte, dass das Außenministerium versuchte das Weiße Haus dazu zu bringen Bemühungen zu stützen die Israels zum akzeptieren eines Deals zu zwingen, der Israel n och weniger gefällt als der, den ihm Kerry ursprünglich vorzuschlagen schien. Jetzt soll sich Premierminister Netanyahu angeblich nicht sorgen müssen, er würde aufgefordert Parameter zu akzeptieren, von denen man nicht erwarten kann, dass sie ein israelischer Führungspolitiker seinem Volk zumuten könnte. Stattdessen hat Abbas mit größter Wahrscheinlichkeit das ganze unangenehme Ding abzuwenden.

Es bleibt daher abzuwarten, wie die EU, das Außenministerium, J-Street, die Boykotteure, die Schreiberlinge von Ha’aretz und der New York Times und in der Tat Abbas selbst es schaffen werden, das ganze Debakel Israel und Netanyahu unterzujubeln.

Iranische Raketen in Syrien

28. Februar 2014 um 11:41 | Veröffentlicht in Karika-Tour, Medien+Nahost, Nahost | Hinterlasse einen Kommentar
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DryBones, 27. Februar 2014

Das Josefgrab – welch einen Unterschied so ein Jahrhundert macht

27. Februar 2014 um 14:33 | Veröffentlicht in Geschichte, Nahost | Hinterlasse einen Kommentar
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Picture a Day, 23. Februar 2014

Das Josefsgrab im Tal zwischen dem Berg Gerizim und dem Berg Ebal außerhalb von Schechen (Nablus). Das Bild wurde vom Berg Ebal aus aufgenommen (um 1900)
(Keystone Collection, California Museum of Photography am UCR ARTSblock, University of Californi, Riverside)

Im Buch Josua steht (Jos 24,32): „Die Gebeine Josefs, die die Israeliten aus Ägypten mitgebracht hatten, bestatteten sie in Sichem [Nablus] auf dem Stück Land, das Jakob von den Söhnen Hamors, des Vaters von Sichem, für 100 große Silberstücke gekauft hatte und das zum Erbbesitz der Josefsstämme zählt.“

Das Josefsgrab befindet sich heute mitten im von der PA kontrollierten Nablus. Der Zugang der Juden zu dem Schrein ist beträchtlich eingeschränkt und das Grab wurde verschiedentlich angegriffen und verwüstet. (Google Earth)

Der allererste Eintrag in Israel Daily Picture im Juni 2011 zeigte ein Jahrhunderte altes Bild des Josefsgrabes, das wir in den Archiven der Library of Congress fanden. Praktisch jede Sammlung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, die wir uns ansahen, beinhaltete Fotos des Grabes. Die online stehende Keystone-Mast-Sammlung an der University of California – Riverside fügte viele weitere Fotos des Josefsgrabes für die Öffentlichkeit hinzu.

Das Josefsgrab mit dem Berg Gerizim im Hintergrund
(Keystone Collection, California Museum of Photography am UCR ARTSblock, University of Californi, Riverside, um 1900)

Das Josefsgrab, allein im Tal.
(Keystone Collection, California Museum of Photography am UCR ARTSblock, University of Californi, Riverside)

Das Josefsgrab (um 1900)
(Keystone Collection, California Museum of Photography am UCR ARTSblock, University of Californi, Riverside)

Türkische Wache im Grab. Das Archiv der Library of Congress datiert dieses Bild ins Jahr 1900.
(Keystone Collection, California Museum of Photography am UCR ARTSblock, University of Californi, Riverside)

Handkoloriertes Dia des Josefsgrabs, datiert auf die Zeit zwischen 1880 und 19900 (Chatham University)

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