Israel ist nicht das Problem

4. Oktober 2014 um 16:17 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, Propaganda, Terroranschläge, Terrorismus | Hinterlasse einen Kommentar
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Thomas Wictor, 19. Juli 2014 (Übersetzung: Yvaine de Winter)

Haftungsausschluss: Ich bin ein äußerst voreingenommener Beobachter. Ich unterstütze Israel mit ganzer Kraft. Bedeutet das, dass ich allem zustimme, was Israel tut? Nein. Aber ich stimme ohnehin nicht zu 100% zu, was irgendein Land tut – einschließlich meinem eigenen. Trotzdem, objektiv gesehen ist Israel nicht das Problem. Ich werde versuchen, euch meine Punkte darzulegen.

Ich bewundere die Israelis, weil sie wie Rod Taylor sind, einer meiner Lieblingsschauspieler.

Rod_Taylor.2

Er ist eine einzigartige Mischung aus Intelligenz, Einfühlsamkeit und sprachlos machender destruktiver Körperkraft. Niemand kommt ihm gleich, und kein Land kommt Israel gleich.

Also: Alles, was man euch über den israelisch-palästinensischen Konflikt erzählt hat, ist gelogen. Ich sage euch die Wahrheit.

Gaza ist kein Gefängnis. Das ist Gaza City:

Gaza_City

Hier ist das Hotel Arcmed Al Mashtal, ein Fünf-Sterne-Hotel voller Frieden und Überfluss.

Arcmed_Al_Mashtal_Hotel

Die Einwohner Gazas eröffnen Luxusrestaurants.

Sie haben auch Reitclubs.

Laut der Weltbank steigen Lebenserwartung und Bruttovolkseinkommen.

Gaza_West_Bank

Der Handel zwischen Israel und den Palästinensischen Autonomiegebieten beträgt 20 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Die israelischen und palästinensischen nationalen Komitees der Internationalen Handelskammer (ICC) unterzeichneten vor kurzem ein Abkommen zur Schaffung des Jerusalem Arbitration Center (JAC), wodurch erwartet wird, dass sich der Handel zwischen Israel und Palästina in den nächsten fünf Jahren verdoppelt.

Was ist dann das Problem? Laut dem palästinensischen Finanzministerium ist das Problem die Angst vor Instabilität.

Die Ungewissheit der finanziellen Zukunftsfähigkeit der [Palästinensischen Autonomiebehörde] und die Ungewissheit der politischen Prognosen führten zu herabgesetztem Konsumverhalten der Verbraucher. Diese Faktoren, im Zusammenspiel mit der Beharrlichkeit israelischer Restriktionen auf die Privatwirtschaft, trugen ihren Teil zur Verlangsamung des wirtschaftlichen Wachstums bei.

Bei meinen Recherchen zu diesem Artikel las ich des öfteren, die israelische Seeblockade von Gaza schade den Einwohnern Gazas wirtschaftlich. Die Israelis begannen ihre Gaza-Blockade im Jahr 2007, nachdem die Terrororganisation Hamas einen Putsch durchführte und palästinensische Mitglieder der Fatah-Partei zu ermorden begann. Wenn ihr einen stabilen Magen habt, dann seht euch an, was sie mit Samih al-Madhoun anstellten, einem hohen Tier der Fatah. Die Palästinenser lieben es, die Köpfe von Leuten plattzudrücken, also seid gewarnt. Israel öffnete seine Grenzen, damit Fatah-Terroristen aus Gaza in die Westbank fliehen konnten.

Sehen wir uns nun Gazas Bruttoinlandsprodukt (GDP) an.

Gaza_GDP

Die Wirtschaft Gazas wuchs wie eine Mutter bis 2011, vier Jahre nach Beginn der Blockade. Die Wirtschaft knickte erst ein, als die Palästinenserbehörde aufgrund ihrer Inkompetenz und Stehlerei internationale Geber zu verlieren begann. Nebenbei bemerkt, die Vereinten Nationen entschieden, dass die israelische Seeblockade Gazas legal ist.

Daher schließt der Ausschuss, dass Israels Seeblockade legal war… Zudem bemerkt der Ausschuss, dass die Untersuchungsmission des Menschenrechtsrats keine Informationen von Israel erhielt und keine Gelegenheit hatte, den israelischen Bericht oder das zusätzliche Material, das dem Ausschuss zugänglich gemacht wurde, zu berücksichtigen.

(Seite 44, Absatz 81, Bericht des Untersuchungsausschusses des Generalsekretärs über den Flotillenvorfall am 31. Mai 2010, auch bekannt als Palmer-Bericht)

Wisst ihr, warum der Menschenrechtsrat keine Informationen von Israel erhielt? Weil Israel nicht mit dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen (UNHRC) zusammenarbeiten wird. 2006 ersetzte der UNHRC die Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen, was es drastischen Menschenrechtsverletzern plötzlich erlaubte, Mitglied zu werden. Der UNHRC unterscheidet sich jedoch kaum von der vorherigen korrupten Einrichtung. Zum Beispiel waren 2009 China, Saudi-Arabien und Kuba Mitglieder.

Seit 2006 waren 45% der UNHRC-Verurteilungen auf Israel gemünzt; im ersten Jahr seines Bestehens verurteilte der UNHRC ausschließlich Israel.

Der Palmer-Bericht kam zum gegenteiligen Schluss wie der UNHRC: Die israelische Seeblockade Gazas ist legal. Warum? Wegen der Hamas, dem wahren Problem bei den israelisch-palästinensischen Beziehungen. Artikel 7 der Hamas-Charta enthält folgende Aussage:

…so strebt die Hamas doch danach, Allahs Versprechen wahrzumachen, ganz gleich, wie lange dies dauern mag. Der Prophet – Allah segne ihn und schenke ihm Heil -, sprach: „Die Stunde wird kommen, da die Muslime gegen die Juden solange kämpfen und sie töten, bis sich die Juden hinter Steinen und Bäumen verstecken. Doch die Bäume und Steine werden sprechen: „Oh Muslim, oh Diener Allahs, hier ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt. Komm und töte ihn!“ Nur der Gharkad-Baum wird dies nicht tun, denn er ist ein Baum der Juden.“

Dort steht nicht „Wir kämpfen, bis die Israelis die Besetzung palästinensischer Gebiete beenden“. Dort steht „Wir kämpfen, bis alle Juden tot sind.“

Hamas_fighters

Was genau soll Israel denn mit diesen Typen verhandeln? Wenn jemand sagt: „Ich bringe jeden einzelnen von euch um, weil ihr einer bestimmten Gruppe angehört“, würdet ihr euch dann einreden, dass er nur Spaß macht?

Hamas macht keine Scherze. Seht euch obige Fotos an. Ganz Gaza könnte so aussehen. Aber hier ein Bild von dem, was die Hamas tut:

Hamas_murder

Man kann sehen, dass sie zu Hamas gehören, weil sie die salafistische Fingergeste des „einen Gottes“ und ihrem Willen, für ihn zu töten und zu sterben, machen. Zudem bedeckten sie ganz keusch die Genitalien des Toten. Hamas wird durch Genitalien zutiefst verstört.

2009 verbot die Hamas Mädchen, hinter Männern auf Motorrollern zu fahren, und verbot Frauen das Tanzen… Crazy Water Park, eine der beliebtesten Vergnügungsstätten des Gazastreifens, wurde von der Hamas geschlossen, weil man dort gemischtes Schwimmen erlaubte. Zwei Wochen später wurde der Park von unbekannten Bewaffneten in Brand gesteckt… Das „islamische Beihilfeministerium“ der Regierung stellte Mitglieder des Tugendausschusses ab, um die Bürger vor den „Gefahren“ unanständiger Kleidung, der Partnersuche und des Kartenspielens zu warnen.

Sagt mir ehrlich: Wenn einer glaubt, jemand zu ermorden und seine Leiche durch die Straßen zu schleifen sei moralisch, aber gemischtes Schwimmen und „unanständige Kleidung“ seien unmoralisch, verdient er dann respektvolle Behandlung?

Hamas hat kilometerlange Tunnel in Gaza gegraben. Das sind extrem komplexe Gangsysteme, vermauert mit Zement.

Hamas_tunnel1

Die Terroristen nutzen es für den Schmuggel von Waffen und sonstiger Güter, zur Aufbewahrung von Waffen und zur Infiltration Israels, um entweder israelische Soldaten zu entführen oder Zivilisten zu töten. Man sieht, wenn ein Tunnel voller Waffen war, denn solche Tunnel produzieren eine „zweite Explosion“ nach dem Bombardement. Solche Tunnel waren Waffenlager.

Hier ein Querschnitt eines typischen Tunnels:

Gaza_tunnel

Aktuell führt Israel die Operation Fels in der Brandung durch, ein Luft-, Boden– und Seeangriff auf Gaza, da die Hamas seit 2012 über 2500 Raketen, Geschosse und Mörsergranaten auf Israel geschossen hat und weil am 17. Juli dreizehn Hamas-Terroristen einen Kibbutz infiltrieren und so viele Zivilisten wie möglich ermorden wollten. Normalerweise endet so etwas schlecht für die Hamas-Infiltratoren.

Operation Fels in der Brandung ist ein Versuch, die Tunnel sowie auch die terroristische Infrastruktur der Hamas zu zerstören. Diesmal wird Israel wahrscheinlich gewinnen. Die Welt ist dschihadmüde. Zudem hat sich Ägypten gegen die Hamas gestellt und flutet deren Tunnel mit ungeklärtem Abwasser, und der schiitische Iran finanziert, bewaffnet und trainiert sie nicht länger, weil sie sich wegen dem syrischen Bürgerkrieg überworfen haben.

Zivilisten werden sterben. Am D-Day (6. Juni 1944) brachten die Alliierten ganze 20.000 französische Zivilisten um. Diese Leute starben bei dem Bemühen, Millionen zu retten. Wäre es moralischer gewesen, den Nazis die Kontrolle über Europa zu überlassen? Das Leben steckt voller hässlicher Realitäten. Eine davon ist, dass die Hamas die Zahl getöteter palästinensischer Zivilisten zu erhöhen versucht. Sie belügen uns auch darüber, ob die Toten überhaupt Terroristen waren.

Jeder Tote oder Märtyrer soll als Zivilist aus Gaza oder Palästina bezeichnet werden, bevor wir über seinen Status im Dschihad oder seinen militärischen Rang sprechen. Vergesst nicht, bei euren Beschreibungen jener, die bei den israelischen Angriffen auf Gaza umkommen, immer von „unschuldiger Zivilist“ oder „unschuldiger Bürger“ zu reden…

Vermeidet, Bilder von Raketen zu zeigen, die von [Gazas] Stadtzentren aus nach Israel geschossen werden. Dies wäre ein Vorwand, um Wohngebiete im Gazastreifen anzugreifen. Veröffentlicht oder teilt keine Fotos oder Videos von Raketenabschussorten oder dem Transport von Widerstandskräften in Gaza.

Welche Art Mensch versteckt sich in bevölkerungsreichen Gebieten, um Raketen auf Zivilisten zu schießen? Die Art Mensch, die Bedürftigen die Hilfe stiehlt.

Die UN-Behörde für palästinensische Flüchtlinge sagte heute, sie habe alle Hilfslieferungen in den Gazastreifen gestoppt, nachdem die Hamas-Regierung Tausende Tonnen Nahrungsmittel und andere Güter beschlagnahmt hätte.

Das Hilfswerk der Vereinten Nationen sagte, es habe die Entscheidung getroffen, nachdem Hamas-Männer schon zum zweiten Mal diese Woche eine Hilfslieferung abgefangen hatten.

Die Behörde teilte mit, zehn LKW-Ladungen Mehl und Reis, die gestern nach Gaza geliefert wurden, seien von Lastwagen fortgeschafft worden, die dem Hamas-geführten Sozialministerium gehören. Früher diese Woche nahm die Hamas-Polizei Tausende Decken und Essenspakete fort, die für bedürftige Bewohner gedacht waren.

Wie alle wahabitischen Diktaturen ist auch die Hamas korrupt. Ihre Führer sind fettleibige Multimillionäre. Es gibt absolut keinen Grund – glaube ich -, gegen den Versuch der Israelis zu sein, diese monströse, teuflische, gewalttätige, fanatische, scheinheilige, völkermordende, rassistische Terrororganisation zu lähmen. Es ist irrelevant, ob ihr gegen den Krieg seid. Manchmal ist Krieg die einzige Antwort.

Die Hamas selbst könnte den endlosen Zyklus von Kriegen beenden. Sie müsste nur eine einzige Sache tun:

Quit_Blowing_Shit_Up

Ein gefälschtes Schreckensvideo aus Gaza

4. Oktober 2014 um 9:30 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Propaganda | 1 Kommentar
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Thomas Wictor, 21. Juli 2014 (Übersetzung: Yvaine de Winter)

Hurra Pallywood! Wer diesen Begriff nicht kennt: Pallywood nennt man die betrügerischen Videos, die Palästinenser und ihre Unterstützer veröffentlichen, um die Welt zu überzeugen, Israel sei das neue Dritte Reich. Heute veröffentlichte das International Solidarity Movement das unverfrorenste erfundene Videomaterial, das ich je gesehen habe. Ein Kind könnte dieses gefälschte Schreckensvideo auseinandernehmen.

Erst die Pallywood-Produktion. Seht sie euch in ganzer Länge an. Ich versichere euch, NIEMAND IST GESTORBEN.

Ok, zeigen wir nun also, was für Lügner diese Widerlinge sind. Erst einmal gehen die „Retter“ an einem Krankenwagen vorbei. Auf der Website des International Solidarity Movement steht hierzu:

Das israelische [sic] Militär hat auch Krankenwagen vom Roten Halbmond beschossen, während diese versuchten, Verletzte im Stadtteil Shajiya im Osten von Gaza City zu retten.

Sie haben auch die Fotos dazu.

Dieser Krankenwagen wurde nicht vom Militär beschossen. Es gibt kein Glas auf dem Boden, da die Palästinenser Vorschlaghämmer benutzt haben, um die Fenster in das Fahrzeug zu schlagen und die Windschutzscheibe einzubeulen. Dann beschossen sie den armen Toyota mit einer AK-47. Der Schaden ist absolut inkonsistent mit hochexplosiven Artilleriegeschossen, welche alles schreddern. Das hier ist tatsächlicher Schrapnellschaden.

Ironischerweise wurde er von einer Hamas-Rakete verursacht, die in ein Wohngebiet in Haifa, Israel, geschossen wurde.

Das International Solidarity Movement hat keine Ahnung von Ballistik, wie sie mit ihrem zweiten Foto eines zerstörten Krankenwagens beweisen.

Alle gezackten Kanten der Löcher sind nach außen gebogen, was bedeutet, dass das Fahrzeug von innen heraus explodierte. Entweder hat die Hamas das Fahrzeug selbst in die Luft gejagt, oder es wurde zum Transport von Munition benutzt und wurde beschossen, was eine zweite Explosion verursachte.

Beide Fotos sind also Lügen. Zurück zum Video.

Dies hier hat das International Solidarity Movement über den „getöteten“ jungen Mann zu sagen.

Im Video jedoch sehen wir ihn zuerst bei 0:24, wo er einen unverletzten Mann auf einer Bahre… irgendwo hinbrachte. Er bewegt sich in die den „Rettern“ entgegengesetzte Richtung.

Als er erkennt, dass er gefilmt wird, dreht er sich von der Kamera weg. Aus irgendeinem Grund hat er sein auffälliges T-Shirt nicht gewechselt, als er seine nächste Rolle spielte. Und er trägt einen Bart ohne Schnurrbart, was ihn als Hamas-Kämpfer kennzeichnet.

Nun zur Substanz des Videos. Bei 0:59 gibt es ein Knacken. Es ist ein Knallfrosch, ein elektrisch gezündeter Knallkörper. Ich gehe später noch darauf ein. Sie lassen ihn hochgehen, um die Leute glauben zu lassen, sie würden beschossen. Dann bei 1:30 sagen die Untertitel: „Ich weiß nicht. Wir sind von Panzern umstellt.“

Hört ihr irgendwelche Panzer? Hier ein Video, wie es sich im Inneren eines israelischen Merkava-Kampfpanzers (MBT) anhört, abgedämpft durch Schichten von Stahl, Kohlefaser und Keramik.

Ein MBT ist unglaublich LAUT. Motor, Geschütz, Gleisketten, Antriebskettenräder und die Federung hören sich an, als würde ein Haus abgerissen. Der Schauspieler, der im gefälschten Video zu telefonieren vorgibt, sagt, sie wären von israelischen Panzern umstellt. Warum hören wir dann keine? Warum gibt es dort nichts als ABSOLUTE STILLE?

Bei 2:01 im Video des International Solidarity Movement gibt es einen weiteren Fehler. Das Grünhemd gibt zu: „Es gibt hier keine Verletzungen.“ Das liegt daran, weil die IDF Zivilisten warnt, das Gebiet zu verlassen, bevor sie angreifen. Aber trotzdem sollen dieselben Leute mit Scharfschützengewehren auf Zivilisten schießen?

Bei 2:23 trifft der erste „Scharfschützenschuss“ das Grünhemd. Und plötzlich steht er nicht mehr neben dem Kameramann, sondern liegt im einzigen offenen Bereich des Schutts.

Bei 2:28 FILMEN IHN DIE VOLLTROTTEL DABEI, WIE ER SICH KUNSTBLUT AUF SEINE LINKE HAND SCHMIERT. Ihr könnt die Plastiktube deutlich in seiner rechten Hand sehen.

Das ist die Art kommerziell kaufbares Produkt, das von ihm benutzt wurde.

Um Fragen zu beantworten, stelle ich hier eine größere Ansicht des Blutbehälters rein. Es ist kein Handy, da es oben dick und unten zusammengepresst ist. Und schaut euch an, wie er es hält. Rollt ihr euren Ringfinger und kleinen Finger unter dem Handy zusammen, wenn ihr eure Facebookseite besucht, um alle wissen zu lassen, dass ihr von einem Scharfschützen beschossen werdet? Ihr könnt sehen, dass er bereits „Blut“ auf seiner linken Hand hat, bevor er seine „Wunde“ berührt. Achtet auf die Zeit und seht es euch selbst an.

Aus einem Winkel heraus sieht es wie ein Smartphone aus, aber die weiße Düse an der Seite ist klar sichtbar. Smartphones haben keine großen weißen Nippel.

Ich habe mir den Spaß gemacht und bei Google Images auf Arabisch nach „Tube Kunstblut“ gesucht.

Ganz viele breite, nach Smartphone aussehende Tuben, aber keine dünnen, runden Versionen. Eigenartig, nicht wahr?

Nachdem Grünhemd auf seiner linken Hand Blut verteilt, schmiert er es auf seinen Hintern. Die Frau sagt: „In der Hand!“ Grünhemd winkt gehorsam, aber matt, damit wir das Blut sehen können.

Bei 2:38 geht ein weiterer Knallfrosch hoch: „Knack!“

Bei 2:48 rattert die wirklich grausam schlechte Schauspielerin des International Solidarity Movement lustlos ihre Zeilen herunter: „Sie sollen aufhören. Sie sollen aufhören.“ Keinerlei Not in ihrer Stimme.

Bei 2:54 geht ein weiterer Knallfrosch hoch. Man kann den Rauch sehen und hört gleichzeitig den Knall.

Das ist der absolute, 100% unwiderlegbare Beweis, dass kein Scharfschütze auf ihn feuert. Man hört den Schuss und  den Einschlag des Geschosses nicht gleichzeitig, außer die Mündung des Gewehrs wird auf die eigene Stirn gedrückt. Zudem nutzen israelische Scharfschützen das Scharfschützensystem (SWS) .338 Lapua Magnum.

Hier ein Video, wie es sich anhört und welchen Schaden es verursacht. Keine Angst: Nur Porenbetonsteine wurden verletzt, und das sind sowieso alles Halunken. Scheiß auf sie.

Hört euch den lauten und schlagenden verzögerten Widerhall der Waffe an, nachdem die Steine getroffen wurden. Erinnert dieses POAM! auch nur entfernt an den hochtönenden Knall im gefälschten Schreckensvideo?

Laut dem International Solidarity Movement wurde das Kind dreimal getroffen, davon zweimal, als er schon am Boden lag. Er wurde von rechts beschossen, aus einer Allee heraus. Hier sieht man die Geschossbahn.

Ihr habt gerade gesehen, wie Lapua die Betonsteine zum Teufel gejagt hat. Wo sind die Wunden dieses Kindes? Liegt der israelische Scharfschützt direkt neben ihm und schießt nach oben?

Ich könnte Fotos posten, wie Leute aussehen, nachdem sie von Hochleistungs-Scharfschützenkugeln getroffen wurden. Doch da dieses wertlose Propagandavideo so amateurhaft ist, ist es nicht nötig, euch Bilder geschundener Leichen aufzubürden. Hier ist Grünhemd von der anderen Seite.

Keine Wunden auf seinem Körper, nirgendwo. Das „Blut“ auf seinem Handgelenk hat keine Quelle. Hätte eine .338-Kugel sein Handgelenk getroffen, würde er nur mit einem zerfetzten Stumpen in die Kamera winken. Und lächelt die Frau im Hintergrund?

Nachdem Grünhemd „tot“ war, öffnete er die Augen.

Hoppla! Bemerkt ihr, wie ruhig alle sind? Das liegt daran, weil es innerhalb ein paar Kilometern um den Ort, wo sie ihr Clownvideo aufnahmen, keine Israelis gab. Und wisst ihr, warum das International Solidarity Movement uns niemals den Namen des Kindes verriet? Der Grund ist, dass die Israelis Aufzeichnungen über jeden Palästinenser unterhalten, der in den Kriegen mit Gaza stirbt. Würde Grünhemds Name veröffentlicht, hätten die Israelis uns informiert, dass er gar nicht tot ist und dass er ein Hamas-Kämpfer ist.

Aber das wissen wir bereits von seinem Bart, den nicht beschossenen Krankenwägen, den Knallfröschen, der grottenschlechten Schauspielerei, dem Fehlen von Einschusswunden und der Tube mit Kunstblut.

Wenn man lügt, weiß man, dass man die falsche Seite vertritt. Und was alle anderen betrifft: Glaubt nicht, was ihr im Internet seht und hört. Ihr mögt glauben, etwas müsse wahr sein, aber es kann trotzdem gefälscht sein.

Update

Das International Solidarity Movement hat einen Namen für die lebende Leiche veröffentlicht. Sie sagen, es habe zwei Tage gedauert, dieses Kind, mit dem sie einige Stunden verbracht haben, zu identifizieren. Da das International Solidarity Movement nach Gaza ging, um den Palästinensern zu „helfen“, wäre das erste gewesen, was Grünhemd getan hätte, sich vorzustellen. Die arabische Kultur erfordert extreme Gastfreundlichkeit gegenüber Fremden, insbesondere gegenüber jenen, die sagen, sie würden dir helfen. Sich nicht vorzustellen wäre respektlos. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie seinen Namen nicht kannten, ist null.

Sie brauchten zwei Tage, um einen Namen zu finden, der auf keiner israelischen Liste bekannter Hamas-Kämpfer ist.

Hier ist ihr Artikel, geschmückt mit einem Bildschirmfoto des Toten, der seinen Kopf über dem unbequemen Schutt hochhält.

Uns wird gesagt, es handele sich um Salem Khalil Salem Shammaly, 23 Jahre alt. Seine Schwester hat seinen unverletzten Körper erkannt – mit Kunstblut auf seinem Hintern –, einfach indem sie das Video auf YouTube sah. Die Fiktion geht weiter.

Dr. Mohammed Abu Arab hat beinahe keine Internetpräsenz. Trotzdem fand ich endlich einen Artikel auf Dänisch, der auf ihn Bezug nimmt. Er ist ein dänisch-palästinensischer Anästhesist, der während Operation Gegossenes Blei (27. Dezember 2008 bis 18. Januar 2009) nach Gaza ging. Dr. Arab sprach von dem Konflikt: „Es ist ein Massaker.“

Mohammed Abu Arab zögert nicht, die Verantwortung für die Toten und Verwundeten Israel zuzuschreiben. Die Tatsache, dass auch die Hamas Raketen auf israelische Zivilisten schießt, rechtfertigt seiner Meinung nach keine so gewaltsame Reaktion Israels.

„Es ist grausam, absolut schrecklich. Gewöhnliche Leute werden bombardiert. Frauen, Kinder, alte Menschen. Viele von ihnen in dieser Situation haben fast acht Stunden gebraucht, um ins Krankenhaus gebracht zu werden, und haben viel Blut verloren. Einige sterben unterwegs. Ich sehe es als Krieg. Es ist ein Massaker“, so der Anästhesist.

Israel muss aufhören

Mohammed Abu Arab befürchtet, dass die Zahl der Toten und Verletzten noch weiter zunimmt, wenn der Krieg weitergeht. Obwohl vor kurzem neue Vorräte in Gaza angekommen sind, braucht das Krankenhaus dringend einen Waffenstillstand.

„Wir brauchen Medikamente und haben noch immer mit vielen Stromausfällen zu kämpfen. Israel muss jetzt aufhören“, so Mohammed Abu Arab.

Nur damit ihr es wisst: Nach der Operation Gegossenes Blei veröffentlichten die Israelis die Namen aller getöteten Palästinenser. Es gab 1166 Tote, von denen 709 Hamas-Terroristen waren, 162 waren Männer ohne Verbindung zu einer Terrororganisation, und 295 waren Zivilisten.

Wie Dr. Arab sagte, es ist ein Krieg. Wenn Terroristen menschliche Schutzschilde verwenden, sich zivil kleiden, die Uniform des Feindes tragen, ihre Waffen unter Zivilisten aufstellen und während „humanitären“ Waffenstillständen Hinterhalte legen, ist das unausweichliche Ergebnis, dass Nichtkämpfer sterben.

Aber das Video des International Solidarity Movement ist trotzdem ein Schwindel von A bis Z. Es hätte besser folgende URL gehabt:

Update 2

Klickt hier für weitere definitive Beweise, dass Salem Khalil Salem Shammaly nicht getötet wurde. Er befand sich außerhalb des Schussfelds von der Allee aus, und die Sektion des Videos, die ihn auf dem Boden liegend zeigt, wurde zu einer anderen Tageszeit aufgenommen.

Update 3

Das endgültige Urteil über dieses gefälschte Video.

Eine Geschichte zweier Kriege

4. Oktober 2014 um 8:30 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Medien+Nahost, Propaganda | Hinterlasse einen Kommentar

Thomas Wictor, 17. Juli 2014 (Übersetzung: Yvaine de Winter)

Mittlerweile habt ihr sicherlich gehört, dass russische Separatisten in der Ukraine Flug 17 der Malaysian Airlines per Boden-Luft-Rakete (SAM) abgeschossen haben. Ihr könntet auch gehört haben, dass Israel eine Invasion mit Bodentruppen in Gaza gestartet hat. Dies ist eine Geschichte zweier Kriege und wie die Leute so unterschiedlich auf sie reagieren.

Der ukrainische Bürgerkrieg geht bereits seit fünf Monaten; der aktuelle Israel-Hamas-Krieg zählt seinen zehnten Tag. Zirka 1400 Menschen wurden in der Ukraine getötet, einschließlich der 298 Menschen auf Malaysian Airlines Flight 17. Laut palästinensischer Quellen sind in Gaza 240 Menschen umgekommen. Versucht einmal, diesen Grad an Genauigkeit auch bei den Toten in der Ukraine zu finden.

Israelischer Panzerbeschuss in Gaza tötete drei Menschen in der Nacht zum Dienstag, was die palästinensischen Opferzahlen in 10 Tagen voller Gewalthandlungen in der Küstenenklave auf 240 erhöhte, wie Mediziner mitteilten.

Die drei wurden in Ost-Gaza getötet, so Notfalldienste-Sprecher Ashraf al-Qudra, der hinzufügte, es habe sich um ein vierjähriges Kind gehandelt, einen Fünfzehnjährigen und einen Mann im Alter von 26.

Ihr Tod ereignete sich nach einem Treffer, der drei Kinder im Stadtteil Sabra in Zentralgaza getötet hatte – Jihad, Waseem und Fulla von der Shuheiber-Familie.

Warum kennen wir aber nicht die Namen und das Alter der getöteten ukrainischen Zivilisten? Was macht Ukrainer weniger nachrichtenwürdig als Palästinenser?

Wenn man „Ukrainian civil war“ googelt, bekommt man 132 Millionen Treffer.

Wenn man „Israel war Gaza“ googelt, bekommt man 82 Millionen Treffer.

Dies reflektiert die Tatsache, dass der ukrainische Bürgerkrieg bereits weitaus länger andauert als Operation Fels in der Brandung, der israelische Name für den gegenwärtigen Krieg gegen die Hamas. Und der ukrainische Bürgerkrieg ist in Wirklichkeit ein transnationaler Krieg. Die russisch sprechenden Rebellen werden von einem Offizier des Geheimdienstes der russischen Armee namens Igor Girkin befehligt. Girkin ist ein Oberst in der Hauptverwaltung für Aufklärung (GRU, Glawnoje Raswedywatelnoje Uprawlenije), dem leitenden Zentralorgan des russischen Militärnachrichtendienstes, und er ist auch unter dem Namen Igor Strelkow bekannt.

Er überkompensiert eine ganze Menge, wie man an diesem Foto sehen kann.

Girkin ist ein militärischer Wiederaufführer – er liebt es vorzugeben, er sei ein Soldat aus dem Ersten Weltkrieg oder ein römischer Zenturio. Ungeachtet seiner vielen persönlichen Probleme untersteht er direkt Wladimir Putin. Ohne Frage. Und heute übernahm Girkin die Verantwortung für den Abschuss von Malaysian Airlines Flight 17.

17.07.2014 17:50 (MSK) Botschaft von den Kampftruppen.

In der Nähe von Torez haben wir soeben ein Flugzeug An-26 abgeschossen, das irgendwo in der „Fortschritt“-Mine liegt. Bereits gewarnt – nicht in „unseren Himmel“ einzufliegen. Und hier ist die Videobestätigung des nächsten „Vogelfalls“. Vogel fiel auf Müllhalde, Wohngebiete nicht getroffen. Zivilisten wurden nicht verletzt.

Und haben auch Informationen über das zweite abgeschossene Flugzeug, so wie die Su.

Das Bildschirmfoto stammt von VKontakte, der russischen Version von Facebook. Girkin glaubte, das Flugzeug sei eine Antonow AN-26 gewesen, ein Transporter der ukrainischen Luftwaffe. Die „Su“ ist das ukrainische Kampfflugzeug Sukhoi Su-25 gewesen, das Russland am Tag zuvor abgeschossen hatte. Die Russen erkannten jedoch schnell, dass dieser neuerliche Sieg ein ziviles Flugzeug gewesen war, und Girkin löschte seinen Eintrag.

Russland ist klar verantwortlich, da es militärisches Gerät zur Verfügung stellt, das eine geschulte Mannschaft erfordert. Mit anderen Worten: Russen bedienen die Geschosse. Die Ukrainer haben Aufzeichnungen der Konversationen zwischen ukrainischen Rebellen und russischen Geheimdienstoffizieren freigegeben, wo sie ihren Fehler diskutieren.

Sehen wir uns jetzt an, was wir bekommen, wenn wir „war Gaza“ bei Google Images suchen.

Und dann suchen wir „Ukrainian civil war“.

Komplett unterschiedliches Material, was? Ich frage mich warum…

Es gibt Fotos eines toten Kindes von Malaysian Airlines Flight 17. Es liegt auf einem Feld. Ich poste es nicht, weil es ein wirklich grausiges Bild ist. Und ihr könnt darauf wetten, dass kein westliches Medium euch ihre letzte Ruhestätte zeigt. Ihr könnt auch Fotos von toten und verletzten ukrainischen Kindern finden, aber ihr müsst tief graben, da sie selten sind.

Warum also widmet sich die westliche Presse mit Feuereifer den Bildern und Geschichten toter und verletzter palästinensischer Kinder, aber nicht der toten und verletzten ukrainischen Kinder? Irgendwo muss es doch eine Antwort hierfür geben.

Die Israelis begannen heute mit einer Bodeninvasion in Gaza, um die Betontunnel zu zerstören, die Hamas zum Schmuggeln von Waffen und zur Infiltration Israels benutzt. Speziell dieser fehlgeschlagene Angriff war der Auslöser für das Eindringen am Boden.

Dreizehn Hamas-Terroristen mit Panzerfäusten, schweren Maschinenpistolen, Sturmgewehren und Handgranaten wollten ein Kibbutz angreifen und so viele Zivilisten töten, wie sie nur konnten. Die Israelis ließen die Terroristen in den Tunnel fliehen und ließen dann einen Präzisionsschuss auf den Tunneleingang niedergehen. Betontunnel schließen Explosionen ein und intensivieren sie. Die Druckwelle der Bombe tötete alle dreizehn Terroristen. Ihr Körperinneres wurde in Gelee verwandelt.

Hamas ist in einer schwierigen Lage. Die jetzige ägyptische Regierung ist ihr gegenüber feindlich eingestellt und hat die Schmugglertunnel geschlossen. Iran hat die Unterstützung zurückgezogen, da die Hamas – als wahabitische Fanatiker – sich im syrischen Bürgerkrieg auf die Seite der Rebellen schlug. Iran gefiel es nicht, dass sein Lakai Assad auf diese Weise geschmäht wurde, also versiegte der iranische Strom von Geld und Waffen an die Hamas.

Die Regierung Obama hat sich abgemeldet. Dort plant man, die nächsten zwei Jahre verreist zu sein. Hier ein Tweet des State Department von dem Tag, als Russland ein Flugzeug abschoss und Israel in Gaza einfiel.

Israel kann nun alles tun, was für seine Sicherheit nötig ist.

Gestern bezeichnete mich ein Ire als hasserfüllt, weil ich die IDF-Operation gegen die Hamas unterstütze. Er sagte, er lehne jegliche Gewalt ab. Doch wenn ich auf seine Facebookseite schaue, kommt heraus, dass er nur Gewalt ablehnt, die von Israel kommt. Bis jetzt hatte er noch nichts über den Abschuss von Malaysian Airlines Flight 17 zu sagen.

Was in aller Welt könnte der Grund sein, der Menschen in Paris aufgrund von israelischen Militäraktionen randalieren und Synagogen angreifen lässt, aber den weit gewalttätigeren und bedrohlicheren ukrainischen Bürgerkrieg ignorieren lässt? Warum regt der Krieg gegen eine kleine Terroristengruppe, die offen den vollständigen und absoluten Genozid an den Israelis zum Ziel hat, die Leidenschaften stärker an als eine Weltmacht, die ihre Nachbarn frisst, eine ganze Region destabilisiert und jetzt zivile Flugzeuge abschießt?

Vielleicht hat mir Twitter heute einen Hinweis gegeben.

Die Russen haben Glück, dass sie keine großen Nasen haben. Wegen ihrer kleinen Nasen lässt die Welt sie gewähren. So etwas wie eine Antikriegsbewegung gibt es nicht. Es ist eine Anti-von-USA-und-Israel-geführte-Kriege-Bewegung. Die Israelis und ich werden von denselben Leuten gehasst. Ich betrachte das als eine Ehre.

So endet die Geschichte zweier Kriege.

Gute Jagd, Männer.

Joe’s World: Propaganda!

7. September 2014 um 14:30 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Karika-Tour, Medien+Nahost, Nahost-Konflikt, Propaganda | Hinterlasse einen Kommentar
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Gefunden bei Israellycool:

Israellycool_western-media-audience

Dinge, die den Palästinensern nicht helfen werden

24. August 2014 um 20:41 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Geistesgrößen, Nahost-Konflikt, Propaganda | Hinterlasse einen Kommentar
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gefunden bei Israel Matzav:

keine-Hilfe-PA
Dinge, die Palästina nicht helfen werden: T-Shirts in Hitler mit Palästinenser-Flagge.

Anmerkung heplev:
Aber beruhigend zu sehen, wie diese Typen sich selbst entlarven.
Beunruhigend: Dass bei uns das so wenige zur Kenntnis nehmen und die Opfer dieser Islamo- und Friedens-Nazis zu den Nazis erklären.

Die aus dem Krieg mit der Hamas fehlenden Bilder

7. August 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Medien+Nahost, Propaganda | 3 Kommentare
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In Zusammenarbeit mit dem Medien-Blackout seiner Kämpfer durch die Terrororganisation erzählt die internationale Presse nur die halbe Geschichte

Uriel Heilmann, The Times of Israel, 1. August 2014

JTA – Es gibt keinen Mangel an Bildern aus dem Gaza-Konflikt.

Wir haben den Schutt gesehen, tote palästinensische Kinder, Israelis, die sich während Raketenangriffen zusammenkauern, israelische Militärmanöver, und IDF-Bilder von Hamas-Militanten, die aus Tunneln auftauchen, um israelische Soldaten anzugreifen.

Was wir nicht gesehen haben, sind praktisch überhaupt Bilder von Hamas-Kämpfern innerhalb des Gazastreifens.

Wir wissen, dass sie da sind: Jemand muss diese Raketen nach Israel schießen (mehr als 2.800) und auf die eindringenden Soldaten feuern. Aber bisher waren die einzigen Bilder, die wir zu sehen bekommen (oder von denen wir gehört) haben die Videos der IDF von Hamas-Kämpfer in Krankenhäusern, Krankenwagen, Moscheen und Schulen (und Tunneln), um Angriffe auf israelische Ziele zu beginnen oder Waffen in den Gazastreifen zu befördern.

Warum haben wir keine Journalisten-Fotos von Hamas-Kämpfern innerhalb des Gazastreifens gesehen?

Wie wissen, die Hamas will nicht, dass die Welt die Bilder von palästinensischen Kämpfern sieht, die Raketen schießen oder zivile Zufluchtsorte wie Krankenhäuser als Operationsbasis benutzen. Doch wenn wir in praktisch jedem anderen Krieg Bilder von beiden Seiten – Syiren, Ukraine, Irak – zu sehen bekommen: Warum ist Gaza eine Ausnahme?

Wenn Journalisten bedroht und eingeschüchtert werden, wenn sie versuchen Hamas-Aktivitäten im Gazastreifen zu dokumentieren, sollten ihre Nachrichtenmedien an vorderster Front stehen und das auch sagen. Das tun sie nicht.

Am Dienstag veröffentlichte die New York Times einen Bericht des Fotografen Sergej Ponomarew dazu, wie seine Tage im Gazastreifen so sind. Hier ist das, was Ponomarew sagte:

Es war Kriegsroutine. Man geht früh am Morgen raus, um die in der Nacht zuvor zerstörten Häuser anzusehen. Dann geht man zu Beerdigungen, dann ins Krankenhaus, weil weitere Verletzte ankommen; und am Abend geht man zurück, um weitere zerstörte Häuser anzusehen.

Es war jeden Tag dasselbe, man wechselte nur zwischen Rafah und Khan Junis hin und her.

Gibt es Versuche Hamas-Aktivitäten zu dokumentieren?

Sollten Sie sich fragen, ob die Times einen anderen Fotografen beauftragt hat diesen Aspekt der Story zu berichten – ich frage mich das auch: Die Times hat keine Fotos von Hamas-Kämpfern im Gazastreifen gebracht – Punkt. Sieht man sich die drei jüngsten Slideshows zum Konflikt an, die volle 37 Bilder enthalten, dann findet sich nicht ein einziges eines Hamas-Kämpfers.

In einer Bilderstrecke der Los Angeles Times mit mehr als 75 Fotos des Konflikts gibt es nach Auskunft des Committee for Accuracy in Middle East Reporting in America auch nicht ein einziges eines Hamas-Kämpfers.

Vielen Zuschauern muss die Erzählung dieses Krieges ziemlich einfach erscheinen: Das mächtige Israel bombardiert wehrlose Palästinenser. Das ist verständlich, wenn es kaum ein Foto von palästinensischen Aggressoren gibt.

In einer Story der Washington Post von William Booth vom 15. Juli wird erwähnt, dass die Hamas das al-Schifa-Krankenhaus in Gaza Stadt als Operationsbasis nutzt – allerdings nur in einem Halbsatz im achten Absatz des Textes:

Der Minister wurde abgewiesen, bevor er das Krankenhaus erreichte, das zum de facto-Hauptquartier der Hamas-Führer geworden ist, die in den Fluren und Büros zu sehen sind.

Wie Tablet feststellt, nennt man das „den Vorspann begraben“.

Ähnlich berichtete eine palästinensische (!) Nachrichtenagentur diese Woche, das die Hamas letzte Woche Dutzende Palästinenser hinrichtete, die verdächtigt wurden mit Israel zu kollaborieren. Die JTA berichtete darüber, aber es wurde in den Mainstream-Medien nicht erwähnt.

Viel Aufhebens wurde um von Israel-Unterstützern um eine Entscheidung von Nick Casey vom Wall Street Journal gemacht einen Tweet darüber zu löschen, wie die Hamas das Schifa-Krankenhaus als Operationsbasis nutzt. Vermutlich löschte Casey den Tweet wegen Drohungen der Hamas entweder gegen seine Person oder gegen seine Möglichkeit weiterhin über den Konflikt zu berichten.

Ein Bericht der Times of Israel von Anfang der Woche das an:

Mehrere derzeit im Gazastreifen arbeitende westliche Journalisten wurden von der Hamas belästigt und bedroht, weil sie Fälle dokumentierten, in denen die Terrorgruppe Zivilisten in die Kriegsführung gegen Israel einbezog, sagten Vertreter Israels und gaben Empörung Ausdruck, dass einige internationalen Medien sich offenbar einschüchtern lassen und solche Vorfälle nicht berichten.

Die Times of Israel konnte mehrere Vorfälle bestätigen, bei denen Journalisten verhört und bedroht wurden. Dazu gehörten Fälle mit Fotografen, die Bilder von Hamas-Kämpfern in kompromittierenden Situationen aufgenommen hatten – Bewaffnete, die Raketen zum Abschuss aus zivilen Gebäuden vorbereiteten und/oder in Zivilkleidung kämpfen – und die dann von Hamas-Männern angesprochen, schikaniert und denen die ihre Ausrüstung abgenommen wurde. Ein weiterer Fall involvierte einen französischen Reporter, der erst von diesem selbst berichtet wurde; diese Schilderung wurde aber dann aus dem Internet entfernt.

Nachdem er den Gazastreifen verlassen hatte, bestätigte der freie italienische Journalist Gabriele Barbati in zwei Twitter-Einträgen, mit denen er die Hamas für den jüngsten Fall ziviler Opfer verantwortlich machte, dass die Hamas Reporter bedroht:

Raus aus #Gaza, weit weg von #Hamas-Rache: fehlgeschossene Rakete tötete Kinder gestern in Schati. Zeugen: Militante eilten und räumten Schutt weg (29. Juli)

Warum lesen wir über diese Einschüchterung nur in jüdischen oder israelischen Medien – oder in Blogs – und nicht in den westlichen Mainstream-Medien?

Rechtsanwalt Sott Johnson nimmt sich Nachrichten-Meiden deswegen auf dem PowerLine-Blog zur Brust:

Hamas-Drohungen erklären nicht die unablässige Ignoranz und Dummheit der Berichterstattung zu den Feindseligkeiten im Gazastreifen, aber doch für einen Teil. Reporter und ihre Medien-Angestellten kooperieren mit der Hamas nicht nur bei der Unterdrückung von Storys, die nicht den Zielen der Hamas dienen, sondern auch beim Versagen über die restriktiven Bedingungen zu berichten, unter denen sie arbeiten.

Das ist keine Kleinigkeit. Die öffentliche Meinung ist in diesem Konflikt ein entscheidendes Element. Sie wird eine Rolle dabei spielen zu bestimmen, wann die Kämpfe enden, wie ein Waffenstillstand aussehen wird und wer die Hauptverantwortung für den Tod von Unschuldigen tragen wird.

Wenn die Medien Bilder von Zivilisten als menschliche Schutzschilde nutzenden Hamas-Kämpfern, sowie der Nutzung von Schulen und Krankenhäusern als Operationsbasen unterdrücken, dann werden die rund um die Welt zusehenden Zuschauer Probleme haben die Israelis als irgendetwas anderes als Aggressoren und die Palästinenser als irgendetwas anderes als Opfer zu betrachten.

Doch das Publikum bekommt nur die Hälfte der Geschichte. Und wo ich herkomme, bezeichnet man die halbe Wahrheit als ganze Lüge.

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