Koffeinentzug macht dumm

4. Oktober 2014 um 7:00 | Veröffentlicht in Araber, die Welt+Nahost, Medien+Nahost, Palästinenser, Schule + Bildung | Hinterlasse einen Kommentar
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Thomas Wictor, 14. Juli 2014 (Übersetzung: Yvaine de Winter)

[Der Anfang des Blogeintrags dreht sich nicht um Israel]

Der ganze Nahe Osten geht in Flammen auf. Die sichtbar falsche Propaganda ist hierbei nicht hilfreich.

Der „Soldat“ hat eine AK-47. Die IDF benutzt diese Waffe nicht. Eine schnelle Suche mit Google Images zeigt, dass dieses Foto 2009 in Bahrain aufgenommen wurde.

Hier eine interessante Frage: Wenn die Menschen das, was du ihnen vorwirfst, absolut nicht tun, solltest du deinen Standpunkt dann nicht überdenken?

Nein, ich mache nur Spaß. Ich weiß, dass fast niemand jemals seinen Standpunkt überdenkt. Sie beharren auf ihrer Sicht, ungeachtet jeglicher Fakten. Würden sie ihren Standpunkt überdenken, geschähe dies mit ihren Köpfen:

Als ich nach der Quelle des Propagandafotos suchte, stieß ich auf einen Tweet von Doc Ladies Call Me H. Er sagte, Zionismus würde bald ausgelöscht werden. Also stellte ich ihm eine Frage.

Doc Ladies Call Me H beantwortete meine Frage nicht wirklich. Statt dessen begann er seine Antwort mit „gähn“ – was so originell ist, dass ich mit fünftausend Umdrehungen zu rotieren begann -, und dann blockierte er mich, weil er Angst hat, ich könnte ihm weitere Fragen stellen, auf die er keine Antwort hat. Aber er musste mir sagen, dass er mich blockiert hat, als ob es eine riesige Enttäuschung für mich sei, dass ich nicht länger mit ihm reden kann.

„OH BITTE BLOCKIERE MICH NICHT, DOC! ICH BITTE DICH!“

[Der Rest des Blogeintrags dreht sich nicht um Israel]

Erinnert an etwas ganz anderes…

2. Oktober 2014 um 17:04 | Veröffentlicht in Schule + Bildung | Hinterlasse einen Kommentar
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Es gibt ein neues Donnerstags-Ritual, seit ich mit der Parallelklasse schwimmen gehe. Jeden Donnerstag kommt der kleine S. zu mir und gibt einen Satz von sich, der mich inzwischen immer ans Hänneschen-Theater erinnert. Die Szene bei uns spielt sich so ab:

Wir verlassen den Bus, gehen in die Umkleide und irgendwann ist S. dann soweit, dass er seine Brille sicher unterbringen will, was in einer Sammelumkleide nun mal eher nicht so ganz einfach ist. Er hat sich deshalb angewöhnt (oder ist von Muttern dazu angestiftet worden), seinem Schwimmlehrer – also mir – die zusammengefaltete Brille zu übergeben, was er stets mit demselben Satz tut: „Herr H, die Brille.“

Und welcher Spruch geht mir jedes Mal durch den Kopf, wenn ich das wertvolle Stück in Empfang nehme und sicher lagere? Hänneschen-Theater?

„Herr Präsedent, die Woosch!“

Wiederholen Kinder Worte, lernen sie mehr

9. September 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Israel, Schule + Bildung | Hinterlasse einen Kommentar
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Fünfjährige erinnern zweimal so viele Worte, wenn sie sie laut aussprechen, stellt israelische Studie fest

Andrew Tobin, Times of Israel, 5. September 2014

Neue israelische Forschung legt nahe, dass junge Kinder beim Lesen wichtige Worte wiederholen zu lassen ihre Fähigkeit sie zu erinnern enorm verbessern dürfte; diese Ergebnisse treffen mit dem Beginn eines neuen Schuljahres zusammen.

In einer kleinen, noch unveröffentlichten Studie, erinnerten fünfjährige Kinder bis zu zweimal mehr Worte, die sie laut ausgesprochen hatten, als solche, die sie nicht ausgesprochen hatten. Während frühere Studien hatten Ähnliches, wenn auch mit weniger eindrucksvollen Resultaten, bei erwachsenen Lesern festgestellt hatten, ist diese Studie die erste, die Sprachgedächtnisleistung bei jungen Kindern unter Nutzung von Bildern testete.

Die Forscher hinter der Querschnittsstudie, die im Journal of Child Language veröffentlicht werden wird, legt nahe, dass Kindern vorzulesen am besten interaktiv gemacht wird, mit reichlich Pausen und Wiederholung. Die Methode schient eine gute Möglichkeit für Eltern und Lehrer zu sein, Bildung bleibend zu machen, sowohl in Vorbereitung auf die Schule und wenn die Kinder erst alt genug sind, um den Klassenraum zu betreten.

„Es reicht nicht, dass man mit seinem Kind da sitzt und ihm eine Geschichte vorliest“, sagt Dr. Michal Ichet, eine Sprachtherapeutin an der Universität Ariel, die die Studie zusammen mit Dr. Yaniv Mama durchführte, einem Wahrnehmungspsychologen der Universität. „Laut lesen ist großartig, es ist etwas, das natürlich und leicht zu tun ist.“

Junge Forscher

Die Forschung der letzten Jahre hat festgestellt, dass Erwachsene Worte wahrscheinlicher erinnern, die sie laut aussprechen. Der „Produktionsprozess“, wie das genannt wird, erhöht den Wiederaufruf um 20 Prozent.

Um zu sehen wie sie das bei Kindern auswirkt, die zu jung zum guten Lesen sind, gaben die Forscher 30 fünfjährigen Kindern zwei unterschiedliche Tests. Im ersten wurde ihnen eine Reihe Bilder von bekannten Objekten gezeigt – darunter ein Haus, ein Tisch und ein Hund. Ihnen wurde gesagt, sie sollten sich an so viele der auf den Bildern abgebildeten Worte wie möglich erinnern. Die Hälfte sagte die Bilder laut vor, die andere nicht.

Als sie ein paar Minuten später aufgefordert wurden so viele Worte wie möglich wieder aufzurufen, erinnerten die Kinder 30 Prozent der Worte, die sie laut gesagt hatten und nur 15 Prozent der Worte, bei denen sie das nicht machten. Der Produktionsprozess war dann 100 Prozent – fünfmal stärker als bei Erwachsenen.

Der zweite Test war darauf ausgelegt zu sehen, ob der Produktionseffekt mit unbekannten Wörtern funktioniert. Denselben Kindern wurden Bilder von Objekten gezeigt, die sie nicht benennen konntne – z.B. ein Trog, ein Cape und Manschettenknöpfe. Bei der Hälfte wurde den Kindern das Wort zu jedem Bild gesagt und sie wurden aufgefordert es zu wiederholen. Bei der übrigen Hälfte wurde ihnen das Wort zu jedem Bild zweimal gesagt.

Weil es schwieriger ist neue Wörter zu behalten, wurde den Kindern die Worte, die sie gelernt hatten, noch einmal vorgelesen und sie aufgefordert die entsprechenden Bilder aus einer Auswahl von vieren herauszusuchen, statt dass man sei einfach auffordere die Worte zu erinnern. Die Kinder erinnerten 54 Prozent der Worte, die sie wiederholt hatten und 40 Prozent der Worte, bei denen sie das nicht gemacht hatten.

„Das war das ‚Hoppla‘-Experiment“, sagte Ichet; sie behauptet, es beweise, dass diese Methodologie in der Tat genutzt werden kann, um Kindern zu helfen neue Worte zu erwerben und ihren Wortschatz zu erweitern.

Die Macht der Stimme

Eltern und Lehrer sind lange gedrängt worden kleinen Kindern vorzulesen; das gründet auf Forschung, die zeigt, dass das die Entwicklung von Sprache und Lese-Schreib-Fähigkeit fördert. Die Ergebnisse der israelischen Studie deutet darauf hin, dass es einen großen Unterschied macht, wie das Vorlesen erfolgt.

Pausen zu machen und junge Kinder wichtige Worte wiederholen zu lassen, hilft ihnen zu behalten, was sie hören, sagen die Forscher.

Das Geheimnis des Produktionseffekts, sagen sie, liegt höchstwahrscheinlich darin, dass Worte laut vorgelesen und als eindeutig erinnert werden. Das kann so sein, weil die Worte, statt nur gedacht zu werden, auch gesagt und gehört werden – was den kognitiven Effekt verdreifacht.

Erwachsene können den Effekt auch für sich selbst nutzen – ob sie für eine Prüfung an der Universität lernen oder sich auf die Präsentation einer Arbeit vorbereiten. Die Forschung zeigt, dass das mit Sätzen und Absätzen sowie auch mit fremden Sprachen funktioniert.

Worte zu flüstern oder zu mit den Lippen zu formen erhöht die Erinnerung bei Erwachsenen nicht stark, zeigt die Forschung. Es hat sich gezeigt, dass jemand anderes die Worte sagen zu hören oder sie aufzuschreiben, mehr hilft, aber immer noch nicht so stark wie sie auszusprechen.

Doch die Erwachsenenforschung zeigt, dass es einen Punkt abnehmender Erträge gibt – es hilft nicht, nur alles laut zu lesen. Wenn mehr Worte laut gelesen werden als nicht laut, dann hat sich erwiesen, dass die Methode ihre kraft Worte ins Gedächtnis zu pflanzen verliert. Die Forscher nehmen an, dass das auch für Kinder gilt, doch sie haben das Konzept noch nicht getestet.

Morgen suchen sie wieder…

19. April 2014 um 14:20 | Veröffentlicht in Schule + Bildung | Hinterlasse einen Kommentar
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An Ostersonntag suchen und esse sie alle wieder bunte Eier und sowas. Ich habe seit einer Woche zum Glück keine Entzugserscheinungen… Im Lehrerzimmer hatten wir nämlich zwei Wochen lang etwas stehen, was ständig genutzt und wieder neu bestückt wurde:

Eierbaum

Eine Schule in München betreibt Propaganda

13. Dezember 2013 um 20:11 | Veröffentlicht in Anmerkungen, Deutschland, Europa+Nahost, Propaganda, Schule + Bildung | 1 Kommentar
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Honestly-Concerned hat einen E-Mail-Austausch mit der Montessori-Schule in München mit Leo Sucharewicz (und eine weitere Mail) veröffentlicht.

Die Schule wird eine Nakba-Ausstellung betreiben. Eine, die genau der antiisraelischen Propaganda der sogenannten Palästinenser entspricht. Kritik wehrt man seitens der Schule vehement ab und beruft sich auf Meinungsfreiheit. Gleichzeitig wirft man Leo Sucharewicz vor, er sei selbst einseitig und versuche Tatsachen zu verdrehen. Beispiele werden nicht angeführt. Dafür beruft man sich nicht auf ein oder zwei „Experten“, sondern gleich auf die ganze Bandbreite der üblichen Verdächtigen, mit besonderer Betonung, dass es sich um Juden, Israelis oder solche mit Verwandtschaft in Israel handelt – und die keine Gelegenheit auslassen Geschichtsfälschung zu unterstützen und gegen Israel in übelster Form zu hetzen: Dr. Reiner Bernstein (ehemaliger Leiter des DIG-Büros in Bonn mit jüdischer Frau etc. – die aktuelle DIG-Leitung zeigt, dass auch solche Leute nicht immun gegen Schwachsinn sind), gefolgt von einer Phalanx aus Uri Avenery, Dr. Norbert Blüm, Prof. Dr. Alfred Grosser, der verstorbene Dr. Stephan Hessel, Abraham Melzer, Prof. Dr. Peter Scholl-Latour, Christian Sterzing, Prof. Dr. Jean Ziegler und  Prof. Dr. Moshe Zuckermann, dazu Felicitas Langer (und ihr Gatte, von dem auch wieder hervorgehoben wird, dass er KZ-Überlebender ist, als ob das vor Lüge und Hetze schütze) – also genau denen, die schon derart oft der Lüge überführt wurden, dass man sich fragen muss, ob es nicht schon Antisemitismus ist, diese Hetzerbande überhaupt anzuführen. Die „israelische Friedensaktivistin Judith Bernstein“, wird ebenfalls angeführt – eine Person, die in Israel einer irren, realitätsfernen bis die Realität leugnenden Truppe angehört. Auch der Verein Flüchtlingskinder Libanon wird zum Kronzeugen befördert – ohne zu begreifen, wer diese Truppe ist. Klar, die haben die Nakba-Ausstellung verantwortlich (mit-) gestaltet, also sind sie die friedliche Seele – einer Schau, die nicht erst aktuell als „tendenziöse Propaganda-Ausstellung“ entlarvt wurde.

Selbst der Schirmherr der (ursprünglich erstellten) Ausstellung gab zu, dass sie „ergänzungsbedürftig“ sei. Allerdings findet er das keinen Fehler und macht sich die Lügen der Araber zu eigen. (Der Wahnsinnige behauptet, wer Israel unterstützt, sei ein Antisemit, nicht diejenigen, die die Juden auslöschen wollen!)

Dem Schulleiter und seiner Geschäftsführerin sollte eines einmal gezeigt werden, das sie selbst höchstpersönlich in ihr Rechtfertigungsschreiben formuliert haben:

Die Tatsache, dass es aktuell noch palästinensische Flüchtlinge gibt (die Ausstellung und unsere Beschäftigung damit beschränkt sich nicht auf ein Ereignis vor 65 Jahren), veranlasst uns, uns auch dieser Thematik anzunehmen.

Wenn dem so ist, dass die weitere Existenz „palästinensischer“ Flüchtlinge der Anlass ist, die Ausstellung zu machen, dann ist es seine Verhöhnung der Ursachen für diese Existenz dieser Flüchtlinge. Wenn die Schule tatsächlich der Ursache nachgehen wollte, weshalb es heute noch „palästinensische“ „Flüchtlinge“ gibt, müssten sie sich mit den arabischen Staaten und deren Rolle bei der Perpetuierung des Flüchtlingsdaseins der geflohenen Mandatsaraber beschäftigten, statt mit Israel. Genauso mit der UNO, die eigens für diese eine Flüchtlingsgruppe eine Organisation – die UNRWA – schuf, die Ihresgleichen nicht hat – für alle anderen Flüchtlinge der Welt gibt es dann die andere Organisation, das UN-Flüchtlingswerk. (Man rate, wer mehr Geld pro Kopf der zu Betreuenden bekommt.)

Wenn die Ursachen dafür sucht, dass es heute immer noch „palästinensische“ „Flüchtlinge“ gibt, sollte sich ansehen, wie die Araber mit ihren „Brüdern und Schwestern“ seit 1948 umgingen. Aber offensichtlich ist man in Kreisen intelligenter Studierter dazu nicht in der Lage. Und das richtet sich nur gegen eine Gruppe – die israelischen (und nicht israelischen?) JUDEN. Dafür gibt es einen Begriff. Den diese Schulleitung mit Vehemenz von sich weisen wird, weil die beiden Personen sich ja ach so sehr für das Holocaustgedenken einsetzen. Wie alle anständigen Antisemiten von heute es tun.

Von Leuten, die Leute bilden, insbesondere Kinder und Jugendliche, sollte man erwarten, dass sie Durchblick haben. Diese beiden haben ihn nicht – im günstigsten Fall.

Sind Lehrer die gemeinsten Eltern?

3. September 2013 um 16:28 | Veröffentlicht in Schule + Bildung | 8 Kommentare
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Gestern Dienstbesprechung zum Schuljahresbeginn. Anfangs wurde natürlich gequasselt – Urlaub usw. Eine Kollegin war mit der Familie an der Nordsee. Sie hat eine geistig behinderte Tochter, die das Wattenmeer und seine Abläufe nicht kannte. Als sie an eine Stelle kamen, wo am Tag davor das Wasser hoch stand, war jetzt nichts und die Tochter war ganz verblüfft. Wo war das Wasser geblieben?

„Tja“, sagten sie ihr erstmal, „ das ist wohl abgehauen, nachdem es dich gestern gesehen hat.“

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