Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (01.-07.09.2013)

7. September 2013 um 21:30 | Veröffentlicht in Nahost-Konflikt, Palästinenser, Terroranschläge, USA | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 01.09.2013:

Fatah-„Premierminister“ Rami Hamdallah „schätzt“, dass Ende September weitere Häftlinge von Israel freigelassen werden. Er jammerte, die internationale Gemeinschaft solle der Palästinenserführung bei den Verhandlungen helfen.

Montag, 02.09.2013:

Die Hamas lässt wissen, dass die „israelischen Besatzungstruppen“ ihr Raketenabwehrsystem Eiserne Kuppel in „zentralem, 1948 besetztem palästinensischen Land“ (bei Tel Aviv) stationierte. Die „israelischen Besatzungstruppen sagten, wie hätten weitere Batterien in nördlichen Teilen des besetzten Palästina stationiert“ (d.h. im nördlichen Galiläa). Möge Frau Roth weiter nach „moderaten Elementen“ bei den Terroristen suchen, sie wird sie nicht finden…

Mahmud Abbas hat auf Druck der „Normalisierungsgegner“ in den eigenen Reihen einen Rosh Hashana-Empfang für den Knesset-Ausschuss für die Beendigung des arabisch-israelischen Konflikts abgesagt. Es wurde außerdem beanstandet, dass er überhaupt Israelis eingeladen hatte.

Heckmeck:
- Mahmud Abbas: Die USA versprachen den vollen Rückzug (Israels auf die Auschwitz-Grenzen) als Grundlage für die Gespräche. Und: Die PA hat – anders als Israel sagt – NICHT zugestimmt, dass Israel die großen Siedlungsblöcke behält. Und: Er verlangt die Freilassung von 250 Häftlingen als Vorbedingung für die Weiterführung der Gespräche.
- Die Terroristen haben sich beschwert, die USA würden an den Gesprächen mit Israel nicht teilnehmen. Das US-Außenministerium behauptet jetzt aber, ein US-Gesandter habe „an einem Treffen teilgenommen“; allerdings wollte der Sprecher des Ministeriums nicht sagen wann und ob es irgendwelche Fortschritte gab.

Dienstag, 03.09.2013:

Die Zahl der arabischen Terroranschläge gegen Israelis ist im August gegenüber dem Juli von 82 auf 99 gestiegen (in Judäa und Samaria von 60 auf 68).

Raed Saleh, israelischer Islamistenführer, wurde wegen Hetze verhaftet. Er hatte letzte Woche zu Gewalt gegen Juden aufgerufen. Er wurde von einem Gericht verurteilt Jerusalem sechs Monate lang nicht zu betreten.

Der Islamische Jihad im Gazastreifen fordert dazu auf israelische Soldaten zu entführen.

Eine Umfrage ergab: 78% der Israelis glauben, dass die „Palästinenser“ ein Friedensabkommen nicht als Ende des Konflikts betrachten.

Heckmeck:
- Heute sollten sich die Verhandlungsgruppen Israels und der PA-Araber zu ihrer sechsten Sitzung treffen, erstmals in Israel.

Mittwoch, 04.09.2013:

Heckmeck:
- Yassir Abed Rabbo stellt fest, dass die Friedensgespräche mit Israel bisher nichts gebracht haben; er fordert, dass die Amerikaner sich mehr einmischen.
- Ein Vertreter der Terroristen von Ramallah sagte, Israel habe bei den Verhandlungen vorgeschlagen, dass ein Palästinenserstaat in provisorischen Grenzen gegründet werden sollte; Israel würde Siedlungen sowie Militärbasen evakuieren und in intakt lassen.

Donnerstag, 05.09.2013:

Bericht aus Ägypten: Die Armee hat inzwischen 95% der Tunnel unter der Grenze zum Gazastreifen zerstört.

Heckmeck:
- Eine libanesische Zeitung berichtet, an den Friedensgesprächen hätten auch hochrangige israelische Militärs teilgenommen. Die Terroristen sollen gesagt haben, sie würden an Grenzübergängen nur NATO-Sicherheitskräfte akzeptieren und auch das nur für maximal 10 Jahre.

Freitag, 06.09.2013:

Heckmeck:
- Neulich war es noch diesen Monat, jetzt sagen die Terroristen, die nächste Gruppe ihrer Häftlinge würde am 29. Oktober freigelassen werden.

Samstag, 07.09.2013:

Heckmeck:
- Ein US-Offizieller ließ Freitag wissen, dass der Tumult in Syrien und Ägypten Israelis und Palästinenser Richtung Frieden schubst. (Klar doch…)

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2013“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (30.06.-06.07.2013)

6. Juli 2013 um 21:30 | Veröffentlicht in Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, Terroranschläge, UNO, USA | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 30.06.2013:

Heckmeck:
- Benjamin Netanyahu kündigte an, dass jegliche Regelung mit den PA-Arabern einer Volksabstimmung unterzogen würde.
- Saeb Erekat behauptet, es habe Fortschritte in den Gesprächen mit Kerry gegeben. Ein Durchbruch sei aber nicht erzielt worden.
- Auch Kerry sagt, es gebe „echte Fortschritte“. Lücken wurden verkleinert, beide Seiten sei es mit dem Frieden ernst und er werde bald wieder kommen; Endstatus-Verhandlungen seien greifbar. (Na Mahlzeit!)

Montag, 01.07.2013:

Heckmeck:
- Netanyahu sagt, er sei bereit ein Friedenszelt zu betreten und darin zu bleiben, bis weißer Rauch daraus aufsteigt.
- Kerry ist weg, mit leeren Händen. Und wer ist schuld? Klar doch: Israel – sagt mal wieder der hoch verehrte Oberlügner Saeb Erekat.
- Nicht so schnell, sagt ein anderer „Unterhändler“: Nicht Israel, Amerika ist das Haupthemmnis für erneuerte Friedensgespräche. Denn: Kerry bringt nichts Neues mit, nicht einmal einen kleinen Schritt, besonders bezüglich der Siedlungen oder einer israelischen Verpflichtung zur Zweistaaten-Lösung.

Dienstag, 02.07.2013:

Aktuelle Umfrage: 54% der Israelis glauben, dass die „Palästinenser“ das Ziel haben Israel zu vernichten. Die PalAraber sind zu 56% gegen eine gegenseitige Anerkennung der nationalen Identität in einem Friedensabkommen. (Liegen die 54% also nicht falsch.)

Heckmeck:
- Eine israelische diplomatische Quelle wird damit zitiert, dass die diplomatischen Verhandlungen innerhalb von wenigen Tagen wieder aufgenommen werden können, wenn Abu Mazen das denn will.
- Terrorfürst Abbas behauptet, er sei in Sachen Verhandlungen optimistisch. Er sei erfreut Netanyahu in seinem Haus oder im eigenen zu begrüßen, um zu verhandeln. Aber die Bautätigkeit in Yescha sei schädlich.

Mittwoch, 03.07.2013:

Während des Monats Juni gab es 103 Terroranschläge von Arabern gegen Israelis. Das ist ein Rückgang gegenüber dem Mai (124), wobei es einen starken Rückgang in Judäa und Samaria gab, Anschläge aus dem Gazastreifen und in Jerusalem aber zunahmen.

Von Israel und der PA sollen Komitees eingerichtet werden, die sich alle zwei Wochen zu Gesprächen über Wirtschaftsfragen treffen sollen.

Donnerstag, 04.07.2013:

Die UNO wieder: Israel soll die Einschränkungen in Sachen Gazastreifen aufheben. Sie behindern die wirtschaftliche Entwicklung dort. Dass vielleicht die Hamas etwas mit den Problemen zu tun haben könnte, wird ignoriert.

Mahmud Abbas verlieh den „Ehrenstern“ an einen DFLP-Terroristen.

Heckmeck:
- Die Terroristen von Ramallah sagen, Kerry habe einen Deal näher gebracht, der ein Fenster von sechs bis neun Monaten für Verhandlungen öffnete.

Freitag, 05.07.2013:

Mahmud Abbas versucht jetzt die Diaspora-Juden auf seine Seite zu ziehen.

Samstag, 06.07.2013:

Heckmeck:
- John Kerrys Plan zum Neustart der Friedensgespräche: Israel soll erstmal 103 „Palästinenser“ (sprich: Terroristen mit Blut an den Händen) freilassen. Außerdem soll dazu ein Baustopp „außerhalb größerer Siedlungsblöcke“ gehören. Was also bringt Kerry, wenn man ihm folgt? Weitere Forderungen der Terroristen, weitere Zugeständnisse Israels.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2013“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Fotos: Moderate Palästinenser steinigen regelmäßig israelische Krankenwagen

6. April 2013 um 14:09 | Veröffentlicht in Nahost-Konflikt, Palästinenser, Terroranschläge | 4 Kommentare
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Elder of Ziyon, 4. April 2013

Die Muqata hat die Story:

Es ist ein tägliches Vorkommnis geworden, dass Palästinenser regelmäßig Steine auf Krankenwagen des Magen David Adom (Roter Davidstern) werfen, Windschutzscheiben zertrümmern und das medizinische Personal des MDA ernsthaft gefährden.

Obwohl MDA-Krankenwagen und -Personal Verletzte bezüglich Rasse und Religion unvoreingenommen versorgen, greifen Palästinenser diese Leben rettenden Bemühungen an, selbst wenn die Verletzen Palästinenser sind.

Im Verlauf der letzten Tage:
2. April 2013, 17:15 Uhr – Palästinenser steinigen einen MDA-Krankenwagen auf der Schnellstraße 60 Jerusalem – Hebron in der Nähe von Karmei Zur.
3. April 2013, 15:43 Uhr – Palästinenser steinigen einen MDA-Krankenwagen auf der Halhul-Umgehungsstraße, Teil der Schnellstraße 60 Jerusalem – Hebron.
4. April 2013, 11:27 Uhr – Palästinenser steinigen den MDA-Krankenwagen der Gemeinde Neve Zuf nahe des Dorfes Abud auf der Straße 465.

Das Problem ist, dass dies derart erwartet, derart gewöhnlich ist, dass selbst die israelischen Medien das ignorieren. In einer zurechnungsfähigen Welt würde das weltweit Schlagzeilen machen, besonders bei westlichen Staaten, die die Leute, die das tun, mit einer höheren Pro-Kopf-Rate finanzieren als jedes andere Volk.

Das sind nach jeder Definition Kriegsverbrechen. Doch die PA und ein zu großer Teil der Welt, einschließlich der sogenannten „Progressiven“, glorifizieren das als „Widerstand“.

Natürlich können Amira Hass und Ha’aretz auf ihre Beiträge stolz sein, dass all das irgendwie als „Recht“ erscheint.

Israel Matzav kommentiert dazu:

Vielleicht sollten wir verletzte „Palästinenser“ einfach sterben lassen, wenn ihre Genossen sich weiter so verhalten…

Ich denke, es ist absurd, dass Rettungskräfte ihr Leben riskieren müssen, um genau die Barbaren zu retten, von denen sie angegriffen werden.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (07.-13.10.2012)

13. Oktober 2012 um 23:09 | Veröffentlicht in Jerusalem, Nahost-Konflikt, Palästinenser, Terroranschläge | 1 Kommentar
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Sonntag, 07.10.2012:

Wen wundert’s? Die syrischen Rebellen haben schon das Endziel ausgegeben, das nach der Niederwerfung Assads ansteht: Israel vernichten.

Die Samstag (06.10.) abgeschossene Drohne soll aus dem Libanon gekommen sein. Im Libanon wird das bestritten – es sei eine US-Drohne gewesen. Libanesische Medien sagen dagegen, die Drohne gehöre der Hisbollah.

Die Terrorschiffer von der Estelle haben Neapel verlassen.

Montag, 08.10.2012:

Khaled Meschaal besonders friedfertig: Nichts wird die Heimat wiederherstellen außer der Jihad, das Gewehr und Selbstopferung.

Dienstag, 09.10.2012:

Die Terroristen der Al-Qassam-Brigaden erklären mal wieder, sie hätten „militärische Ziele“ in Israel beschossen. (Israels gesamte Zivilbevölkerung ist für die Terroristen Militär.)

Es kann inzwischen als bestätigt gelten, dass die über Israel abgeschossene Drohne eine iranische war. Dazu gibt es – glaubwürdige – Berichte auf al-Arabiya.

In („Ost“-) Jerusalem boomen illegale Bauprojekte von Arabern. Die Behörden unternehmen nichts.

Die Olivenernte ist im Gang und schon kommen wieder die Anzeigen, dass Juden Olivenbäume von Arabern fällen würden. (Wieso eigentlich immer dann, wenn ohnehin ständig Araber ihre Bäume aufsuchen und nicht, wenn keiner da ist?) Im aktuellen Fall können die Behörden den Vorfall noch nicht einmal bestätigen, aber AFP berichtet ihn schon als Fakt.

Die Hisbollah hat konkrete Pläne für ihren Angriffskrieg gegen Israel. So viel also zur gerne behaupteten Harmlosigkeit der Gruppe, was ihre Aggressivität gegenüber dem Judenstaat angeht.

Gegenüber dem August sind die Terroranschläge im September dramatisch angestiegen: die aus Judäa und Samaria kommenden haben sich mehr als verdoppelt, in Jerusalem verdreifacht; aus dem Gazastreifen gab es nur einen mehr als im Vormonat (24 statt 23).

Fatah grundsätzlich: Wir haben den bewaffneten Kampf nicht aufgegeben.

Es gibt Videomaterial, das zeigt, wie letzte Woche jüdische Besucher des Tempelbergs von Arabern angegriffen wurden.

Mittwoch, 10.10.2012:

Wieder eine neue Variante: Abbas verkündete, dass es eine Rückkehr an den Verhandlungstisch gibt, wenn „Palästina“ von der UNO anerkannt ist.

Arabische Medien berichten, dass Ägypten die Terrorgruppen im Gazastreifen angewiesen hat ihre Feindseligkeiten mit Israel einzustellen. Gleichzeitig soll Israel die starke Gegnerschaft zu IDF-Operationen dort vermittelt worden sein. Netanyahu sei persönlich verantwortlich für weitere Eskalationen. (Netanyahu lehnte Kommentare zu den Berichten ab.)

Donnerstag, 11.10.2012:

Seit Beginn des Jahres 2012 schlugen mehr als 500 Raketen aus dem Gazastreifen in Israel ein, mehr 40 davon allein im Oktober.

Muslimbruderschaft in Ägypten: „Heiliger Jihad“ ist die einzige Möglichkeit mit Israel umzugehen – so der Chef der Truppe.

Freitag, 12.10.2012:

Hamas-Chef: „Die Hamas muss erklären, dass sie gebildet wurde, um den Staat Israel zu eliminieren und dass Israel ein Gebilde ist, das verschwinden muss.“ Hurra, der Frieden ist greifbar!

Ein Minister der Hamas forderte dazu auf mehr israelische Soldaten zu entführen, um sie als Verhandlungsmasse zu benutzen.

Samstag, 13.10.2012:

Der jordanische Ex-Kronprinz Hassan Bin Talal: „Die Westbank ist Teil des haschemitischen Königreichs Jordaniens.“ Der hat wohl nicht mitbekommen, dass König Hussein vor ca. 24 Jahren auf die „Westbank“ verzichtete! (Ach ja: „Die Zweistaatenlösung ist im gegenwärtigen Stadium irrelevant.“ Weiter so!)

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2012“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Was die israelischen Soldaten machten, als sie Freitag angegriffen wurden

23. September 2012 um 9:02 | Veröffentlicht in Israel, Nahost-Konflikt, Terroranschläge | Hinterlasse einen Kommentar
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This Ongoing War, 22. September 2012

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Am Freitagnachmittag berichteten wir über einen Angriff schwer bewaffneter Terroristen auf Israels Grenze zu Ägypten. Drei Terroristen, von denen mindestens einer einen Sprengstoffgürtel trug, wurden in dem sich daraus ergebenden Feuergefecht getötet und Tote und Verletzte in weit größerem Ausmaß abgewendet. Unglücklicherweise wurde der 20-jährige Gefreite Netanel Yahalomi aus Nof Ayalon, ein junger IDF-Artillerist, der den militärischen Teil seines Hesder-Dienstes leistete, getötet. (Sein Dienstgrad wurde posthum zum Unteroffizier befördert.) Zwei Terroristen entkamen und es heißt, dass die Ägypter sie suchen.

Netanel Yahaloni (s.A.) mit seiner Mutter auf einem Familienfoto

Netanel Yahaloni (sel.A.) mit seiner Mutter auf einem Familienfoto

Der Terroranschlag begann, als die IDF-Soldaten einem dehydrierten sudanesischen Flüchtling am im Bau befindlichen Grenzzaun Wasser gaben. Das Büro der IDF-Sprecher sagte, die Terroristen waren zivil gekleidet und benutzten die Sudanesen – die den gefährlichen Übergang aus dem Sinai nach Israel machten – als menschliche Schutzschilde, um ihren Angriff zu initiieren.

Wie die New York Times vor zwei Wochen berichtete, ist der Hintergrund, dass Israel gezwungen worden ist, mit einem massiven Zustrom von Afrikanern aus der Subsahara klarkommen muss, zumeist aus Eritrea und dem Sudan – mehr als 60.000 in den letzten zwei Jahren. Israel glaubt zwar, dass einige echte Flüchtlinge aus von Krieg erschütterten Ländern sind, doch die meisten sind Wirtschaftsmigranten, die Arbeit suchen und bereit sind, die riskante Durchquerung von Ländern – insbesondere Ägypten – zu unternehmen, in denen das Militär mit Tötungsabsicht schießt (viele sind getötet worden, als sie versuchten das Gelobte Land zu erreichen). Israel bietet allen zeitlich begrenzten Schutz, die aus dem Sudan und Eritrea hier ankommen.

Times of Israel zitiert ein Mitglied des Obersten Militärrats Ägyptens; dieser sagte, der Anschlag auf die Israelis wurden von Mitgliedern der Terrorgruppe Ansar Bayt al-Maqdes ausgeführt, die All-Qaida nahe steht.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (05.-11.08.2012)

11. August 2012 um 21:38 | Veröffentlicht in Israel, Nahost-Konflikt, Terroranschläge | 1 Kommentar
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Sonntag, 05.08.2012:

Diplomaten aus 12 Staaten (darunter aus Indonesien, Kuba, Malaysia und Bangladesch) wollten über Jordanien nach Judäa und Samaria einreisen. Die oben genannten haben keine diplomatischen Beziehungen mit Israel und mussten deshalb draußen bleiben. Das Blogfreien-Treffen in Ramallah wurde daraufhin abgesagt.

Montag, 06.08.2012:

Die IDF hat Fotos und ein Video zum gestrigen Terroranschlag auf ägyptische Grenzer mit versuchtem Übergriff auf Israel ins Internet gestellt. Insgesamt 7 Terroristen wurden durch die IDF getötet.
Die Ägypter sind der Überzeugung, dass die Terroristen aus dem Gazastreifen kamen. Das wird wohl auch der Grund sein, dass Ägypten den Grenzübergang Rafah „auf unbestimmte Zeit“ geschlossen hat. Was die Terroristen natürlich sofort als „Kollektivstrafe“ brandmarkten.
Die Hamas hat derweil die „wahren Täter“ ausgemacht: Der Anschlag, dass Israel die Terroristen tötete und die vorhergehenden Reisewarnungen seien klare Zeichen, dass Israel aktiv daran beteiligt sei (weil es die Truppe infiltriert hatte). Die Muslimbruderschaft ist auch sicher, dass die Israelis mit drin hängen. Und um nicht abgehängt zu werden, trötet Nasrallah in dasselbe Horn.

Die israelischen Sicherheitskräfte erwarten, dass die Angriffe aus dem Sinai weiter gehen werden. Dann war es allerdings schon knapp, wenn die Terroristen mit dem ägyptischen gepanzerten Fahrzeug einen Kilometer weit  in israelisches Territorium eindringen konnten und auf dem schnellsten Weg zu einem Kibbutz waren, bevor sie abgeschossen wurden.

Dienstag, 07.08.2012:

Mehrere Dutzend Ägypter marschierten in Kairo auf die israelische Botschaft und verlangten den Rauswurf des Botschafters sowie die Bestrafung der (angeblichen israelischen) „Täter“ des Anschlags mit 16 toten Ägyptern bei Rafah.

Hassan Nasrallah prahlt: Die Hisbollah ist die größte Gefahr für Israel.

Mittwoch, 08.08.2012:

Heute wurden in Nazareth elf Verdächtige angeklagt, denen vorgeworfen wird, Feinden geholfen, sich mit Agenten des Auslands getroffen, illegal Waffen besessen, sich zu Verbrechen verschworen und Drogenschmuggel versucht zu haben. Die Verdächtigen wurden von den Sicherheitsdiensten festgenommen, als sie Sprengstoff aus dem Libanon nach Israel schmuggelten. Damit wurde ein „Mega-Anschlag“ oder eine Kette schwerer Terroranschläge verhindert.

Mahmud Abbas lässt wissen: Der Friedensprozess wird von Avigdor Lieberman ermordet. Aha.

Das nächste Terrorschiff ist unterwegs: Die SV Estelle (sollte die nach der Tochter der Kronprinzessin benannt sein? Das wäre dann der Gipfel der Perversität) hat Schweden verlassen und liegt noch ein paar Tage in Oslo. Dann wollen sie im Oktober die Blockade brechen. Erklärtes Ziel. Hat nichts mit humanitärer Hilfe zu tun.

Die PalAraber haben Schweizer Experten eingeladen, die Arafat Leiche auf Vergiftung hin untersuchen sollen. Dafür muss der Rais exhumiert werden.

Donnerstag, 09.08.2012:

Da hat einer das Memo nicht bekommen oder gelesen, dass das iranische Atomprogramm rein friedlichen Zwecken dient: Hizballah MP: Iran’s nukes will “finish off the Zionist enterprise”

Das schweizerische Labor, das den Terroristen helfen soll die „wahre Ursache“ von Arafats Tod zu ermitteln, verlangt eine Garantie, dass „die Ergebnisse nicht für politische Zwecke benutzt werden“. Was immer das heißen soll.

Der Shin Bet hat zwei weitere Mörder zweier israelischer Reservesoldaten in Ramallah im Oktober 2000 erwischt. Die beiden wurden im Juni festgenommen und jetzt angeklagt. Die Festnahme erfolgte bei einer Aktion gegen Terrorzellen im Raum Ramallah und im Distrikt Binyamin. (Einer weiterer Mörder, der stolz seine blutverschmierten Hände aus dem Fenster hielt, war vor Jahren schon verurteilt worden, im Tausch gegen Gilad Shalit aber inzwischen frei gekommen.)

Das ägyptische Fernsehen log mal wieder kräftig: Es verbreitete, dass die Israelis den Tod der Soldaten durch Terroristen gefeiert hätten.

Freitag, 10.08.2012:

Der Chef von „Frieden Jetzt“, Yariv Oppenheimer, lebt immer mehr in einem Wolkenkuckucksheim: Donnerstagabend sagte er, die Hamas und die Palästinenserregierung würden „eine Friedensvereinbarung mit Israel zwar nicht unterstützen, aber akzeptieren“. Hä? Und mit wem soll die dann ausgehandelt werden?

Von „Brandstiftungs-Jihad“ sprachen letztes Jahr nach ständig ausbrechenden Bränden nur die „bösen Israelis“ – konservative, „rechte“, „nationalistische“ usw. Israelis, also die, die eigentlich schon immer nichts Gutes von gewissen Arabern erwarteten und damit praktisch immer richtig lagen. Seit diesem Jahr – genauer gesagt seit dieser Woche  – hat das den stellvertretenden Minister für öffentliche Sicherheit erreicht. „Brandstiftungs-Jihad“ wird inzwischen als Bedrohung ernst genommen. Nicht zu Unrecht.

Samstag, 11.08.2012:

Die Israelis haben Beweise dafür, dass Terroristen aus dem Gazastreifen im Sinai Raketen testen.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2012“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

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