Gut im Morden, noch besser in der PR
16. Juli 2008 at 18:31 | In Europa-USA, Medien + Islam, Terrorismus, USA | No CommentsTags: Guantanamo, Kanada
Gestern machten die Medien einen Aufstand um ein Video, das angeblich zeigte, wie ein 16-jähriger Guantanamo-Häftling gefoltert wurde.
Das war reine Stimmungsmache! Wo auf dem Video ist Folter zu sehen?
Nur, weil der Typ jammert und heult, sein T-Shirt auszieht und dem ihn befragenden seine Narben zeigt, soll Folter bewiesen sein?
Nur, weil der Anwalt behauptet, dem illegalen Kämpfer und Mörder sei Schlaf entzogen worden, soll das auch stimmen?
Es ist mal wieder wie üblich: Der Terrorist kann behaupten, was er will, unsere Medien stürzen sich drauf, nehmen es als Evangelium (oder besser: Koran, die absolute Wahrheit, die nicht angetastet werden darf) und schon haben die USA wieder eine Untat am Hals.
Dabei war es ein kanadischer Agent, der die Befragung durchführte. Kümmert keinen (und der Mann hat offensichtlich lediglich Fragen gestellt).
Was der Terrorist gemacht hat, dass er jetzt auf Kuba einsitzt – uninteressant, böse und kriminell sind nur die Amerikaner. Und unsere Medien steigen mehr als drauf ein.
Ein paar bessere Informationen, wenn auch leider nur in Englisch, finden sich bei Gateway Pundit.
Wer übrigens wissen will, wie die Amis foltern, der kann mal eben bei Broder auf der Achse des Guten nachsehen.
Nachtrag: Genauer wird einer der Soldaten, die den Mordbuben gefangen nahmen. “Mein bleibendes Bild von Omar ist, dass er sich im Schutt duckte und darauf wartete, dass die US-Soldaten nahe genug heran kamen, um einen von ihnen zu töten; und genau das machte er… Omar ist nicht irgendein Kind, das irgendwo von der Straße weggeholt wurde und fälschlicherweise beschuldigt und unfair beurteilt wurde. Ich denke, er ist genau da, wo er sein muss. Er hat sich den Aufenthalt dort verdient.”
Terror in Jerusalem
7. Juli 2008 at 17:16 | In Israel, Jerusalem, Medien+Nahost, Nahost-Konflikt, Palästinenser, Terroranschläge, Terrorismus | No CommentsTags: Jerusalem Post
Es ist zwar fast eine Woche später, aber die Inhalte dieses Editorials der Redaktion sind eigentlich zeitlos:
Jerusalem Post, Staff editorial, 3. Juli 2008, S. 13
Es wäre einfacher mit dem klar zu kommen, was am Mittwoch in Jerusalem geschah, wennw ir uns selbst davon überzeugen könnten, dass Jusam Taysir Dwayat einfach durchgedreht hätte, als der so mörderisch in Fußgänger, Autos und Busse hineinpflügte.
Könnte doch nur ein forensischer Psychiater belegen, dass der 30-jährige Baggerfahrer einen psychotischen Anfall erlitt, die ihn zwang, auf seiner Mammut-Maschine sitzend durch eine der engsten Engstellen der Stadt zu randalieren und so viele unschuldige wie möglich zu töten und zu verwunden, wie er konnte. Wir könnten entsetzt unseren Kopf schütteln, uns aber sagen, dass es letztlich keinen Schutz vor Verrückten gibt.
Aber die auf der Jaffa Road angerichtete Verwüstung war aller Wahrscheinlichkeit nach nicht das Werk eines Wahnsinnigen; uns von etwas anderes überzeugen zu wollen, wäre Einbildung.
Augenzeugen beschreiben die Szene eines Gemetzels. Dwayat begann seinen Ansturm von einer Baustelle an der nahe gelegenen Straße Sarei Yisrael aus; er rammte in einen Linienbus und verwundete Menschen entlang des Wegs, bevor er auf die Jaffa Road einbog – die noch verstopfter war als normal, weil an den Straßenbahngleisen gearbeitet wurde.
Während Fußgänger aus dem Weg spritzten, um nicht von dem Baufahrzeug zermalmt zu werden, fuhr der Killer in Richtung des Freiluftmarktes Mahaneh Yehuda, wobei er gezielt einen zweiten Linienbus heftig rammte und ihn umkippte. Er rammte und zermalmte einige weitere Fahrzeuge, die ihm im Weg waren.
Drei Menschen wurden getötet und jede Menge verletzt, bevor ein Soldat außer Dienst und ein besonders ausgebildeter Motorradpolizist es schafften auf den Radlader zu klettern und Dwayat, während er „Allahu akbar“ (Allah ist groß) schrie, erschossen.
Nur Stunden nach dem Mordzug war der umgekippte Bus wieder aufgerichtet und abgeschleppt worden. Der Radlader war ebenfalls entfernt, wie auch die zermalmten Autos. Freiwillige wuschen das Blut der Opfer von der Straße. Die Jaffa Road und die angrenzende Umgebung des zentralen Busbahnhofs nahmen ihr normales Erscheinungsbild an.
Aber die Menschen Jerusalems sind schwer traumatisiert worden. Es gibt das nagende Gefühl, dass die Ruhe, der sich die Einwohner jetzt seit einigen Jahren; seit dem inoffiziellen Ende der zweiten Intifada; erfreuen konnten, vorüber sein könnte – und dass die größte Gefahr aus dem Bereich innerhalb der Stadtgrenzen selbst kommt.
Dwayat wohnte in Sur Baher, einem palästinensisch-arabischen Viertel in der Nähe des Kibbutz Ramat Rachel im Südosten Jerusalems und innerhalb der Sicherheitsbarriere gelegen. Als Einwohner der Großstadt Jerusalem besaß Dwayat, anders als die der Westbank, einen blauen Personalausweis, der dem ähnlich ist, den alle israelischen Staatsbürger besitzen.
Das Verbrechen von Mittwoch bringt den Anschlag in Erinnerung, der erst vor drei Monaten im Lesesaal der Marcaz Havat-Yeschiwa statt fand; damals ermordete ein anderer Jerusalemer Araber, Ala Abu Dhaim aus Jebl Mukaber acht Schüler, bevor er von einem außer Dienst befindlichen IDF-Offizier erschossen wurde.
Neben einigen bemerkenswerten Ausnahmen habe die Araber Jerusalems dazu tendiert sich nicht in die zweite Intifada hineinziehen zu lassen. Aber in den letzten Monaten gab es eine Reihe von Zwischenfällen, darunter die Beinahe-Lynchung zweier Stadtinspektoren an der Saladin-Straße und den Versuch zwei Sicherheitsleute in der Altstadt zu ermorden, die das Augenmerk auf das richten, was ein Trend zur Radikalisierung zu sein scheint. Die arabische Bevölkerung der Hauptstadt hat bei den palästinensischen Wahlen von 2006 ihre Unterstützung der Hamas gegeben.
Die arabischen Viertel, die als Sprenkel den Großstadtbereich Jerusalems durchsetzen – nicht nur im Osten, sondern auch im Norden und Süden – wurden nach dem Sechstage-Krieg in die Grenzen der Hauptstadt übernommen; seine arabischen Einwohner bekamen blaue Personalausweise. Sie hatten die Möglichkeit die volle israelische Staatsbürgerschaft zu beantragen, entschieden sich aber in ihrer überwältigenden Mehrzahl dazu, das nicht zu tun, aus Solidarität mit der palästinensischen Sache.
Die Dichotomie, unter der diese Araber leben, scheint immer stärker gespannt zu werden. Sie mögen für Juden arbeiten; sie mögen Krankenversicherung und Sozialleistungen vom zionistischen Staat erhalten, aber kulturell und politisch sind sie vom sie umgebenden arabischen Milieu nicht zu trennen. Sie sehen dasselbe Satelliten-Fernsehen und hören die Prediger für dieselben radikalen Botschaften Partei ergreifen, wie ihre Landsleute in der Westbank und dem Gazastreifen.
Wir müssen zumindest wahrnehmen, dass dieser Rahmen – die Beziehung zwischen Jerusalems Arabern und Juden und ihre Auswirkungen auf die Sicherheit – wie er seit 1967 angewendet wurde, eine Neubewertung benötigt. Es anders zu sehen, würde uns der Selbsttäuschung überlassen.
“Antiislamische Aktivitäten” (Islamischer Terrorismus)
28. Juni 2008 at 12:55 | In Islam+Islamismus, Muslime, Terrorismus | No CommentsTags: Pakistan, Afghanistan, Taliban
Wir bekommen ja immer wieder eingetrichtert, dass die von islamischen Terroristen begangenen Gewalttaten im Namen des Islam nichts mit dem Islam zu tun haben und keinerlei religiöse Anklänge besitzen. Im Gegenteil sind sie, wie die britische Regierung uns erklärt, „antiislamische Aktivitäten“. Wenn das tatsächlich so ist, dann hätte ich einen Vorschlag. Der gründet sich unter anderem auf dieses Ereignis in Pakistan (dort findet sich auch ein veröffentlichtes Foto, allerdings vor den Morden):
Maskierte Militante zogen die beiden Afghanen, denen die Augen verbunden waren, aus einem Auto und zwangen sie, sich auf den Boden zu knien.
Waliur Rehman, ein örtlicher Taliban-Kommandeur, sagte der Menge, dass die beiden Männer zugegeben hätten beim Angriff auf ein Haus in der Grenzstadt Damadola zu helfen, bei dem letzten Monat 14 Menschen umkamen. Die Männer gaben die Nahmen weiterer dazu Beschuldigter an, die ebenfalls getötet werden würden, sagte Rehman…
“Wer auch immer um Geldes Willen, für Amerika, die Interessen der islamischen Welt schädigt, wird dasselbe Schicksal erleiden”, sagte Rehman.
Bewaffnete mit Dolchen stürzten sich auf einen der Männer – der als Jan Wali (36) identifiziert wurde – enthaupteten ihn und schwangen seinen blutigen Kopf vor der jubelnden Menge.
…
Die Menge skandierte „Allahu Akbar“ (Allah ist groß)… Die Mörder diskutierten dann, ob der zweite Mann ebenfalls geköpft werden sollte, da er noch nicht volljährig sei. Einer der Bewaffneten schloss die Frage, indem er ihm in den Kopf schoss.
Die Menge schrie als „Allahu Akbar“. Das spricht ja wohl dafür, dass die ganze Sache nie und nimmer etwas mit ihrer Religion zu tun hat, nicht wahr? Das war absolut keine religiöse Erfahrung, dass die beiden Männer abgeschlachtet wurden, kann ja gar nicht sein!
Wenn es also so ist, dass solche Taten nichts mit dem Islam zu tun haben und der Islam ganz anders ist: Warum erlassen die Imame weltweit (oder zumindest der Großscheik der Al-Azhar-Mosche in Ägypten und die religiös führenden Imame in Saudi-Arabien) nicht eine Fatwa, mit der sie den Ruf „Allahu Akbar“ verbieten, weil er dort benutzt wird, wo er nichts zu suchen hat? Weil er von Leuten benutzt wird, die mit dem Islam nichts zu tun haben? Weil er bei Taten benutzt wird, die mit dem Islam nichts zu tun haben?
Hey, Leute, macht den Menschen klar, dass ihr gegen den Terror seid und dass die „Allahu Akbar“-Brüller nichts mit euch zu tun haben. Wer „Allahu Akbar“ brüllt, ist ein Terrorist und hat nichts mit dem Islam zu tun, sondern betreibt antiislamische Aktivitäten.
DAS wäre doch mal ein deutliches Zeichen, dass sich die Muslime von den Terroristen abgrenzen.
Na ja, Scherz beiseite – ich wäre schon mit einfacheren Beweisen zufrieden. Wenn z.B. die Terroranschläge als solche benannt und glaubhaft verurteilt würden (statt sie nur des schlechten Images und der schlechten PR wegen zu verurteilen); wenn die mörderischen Inhalte des Koran als nicht mehr gerechtfertigt gelten dürften; wenn die Theologie- und Verbände-Vertreter sich dazu aufraffen könnten zu sagen, dass sie ein mächtiges Defizit in ihren Reihen haben, das sie selbst angehen müssen, statt immer nur zu fordern, dass wir mehr für sie tun müssen. Und dass sie vor allem auch lernen mit Kritik und Satire zu leben, statt ihren Gastgesellschaften islamische Verhaltenskodexe diktieren zu wollen.
Eine Waffenstillstandsvereinbarung mit der Hamas folgt „Einem Fehlschlag, schlimmer als der Zweite Libanonkrieg“
22. Juni 2008 at 15:54 | In Israel, Nahost-Konflikt, Terrorismus | No CommentsTags: Gazastreifen, Hamas, Regierung Olmert, Sderot, Waffenstillstand
Dr. Joel Fishman, Makor Rishon, 20. Juni 2008
Am Dienstagabend, 17. Juni 2008, verkündete die ägyptische Regierung, dass eine Waffenstillstandsvereinbarung zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen am Donnerstag, 19. Juni, 6 Uhr morgens in Kraft treten würde. Diese Abmachung bedeutet im Grunde, dass Israel indirekt eine Terrororganisation anerkennt und mit ihr verhandelt, die sich seiner Vernichtung verschrieben hat. Davor gab es in der Woche erbitterte Diskussionen und den Austausch gegenseitiger Beschuldigungen bezüglich der Frage, ob Israel massiv mit bewaffneten Kräften im Gazastreifen einmarschieren sollte, um den Terrorakten ein Ende zu setzen, zu denen auch der Beschuss der Zivilbevölkerung des westlichen Negev und Aschkelons mit Raketen und Mörsern gehört. Am 16. Juni gab das Außenministerium eine Erklärung aus, mit der es die Öffentlichkeit informierte, dass „die Tatsache, dass die Hamas einen gewalttätigen Staatsstreich gegen die pragmatischere, von Abu Mazen geführte palästinensische Autonomiebehörde durchführte, beweist, dass sie nicht Willens sind an dem Prozess teilzunehmen, durch Kompromiss Frieden zwischen Israel und der palästinensischen Autonomiebehörde zu erzielen, der 1993 mit den Vereinbarungen von Oslo begonnen wurde.“
Es ist wahrscheinlich, dass jegliches Arrangement mit der Hamas nur vorläufig sein wird und nur so lange dauert, wie es denen gefällt. Im Austausch für eine unbestimmt lange Pause in den Feindseligkeiten plant Israel die Vorteile relativer militärischer Stärke aufzugeben, während sein Feind sich auf die nächste Runde vorbereitet, seine Kräfte ausbildet, Befestigungen baut und neue Waffen einschmuggelt. Der Prototyp dieser Transaktion war der Waffenstillstand von Hudaibiya aus dem Jahr 628 unserer Zeitrechnung, den Mohammed mit dem mekkanischen Stamm der Quraisch zu einer Zeit schloss, als seine Streitkräfte relativ schwach waren. Später, als er mehr Anhänger gewonnen hatte, brach er den Vertrag und besiegte diesen Stamm. Die Internetseite Israel Forum schreibt dazu: Dieser Waffenstillstand wurde zum Modell und zum Präzedenzfall im islamischen Recht für alle Vereinbarungen mit Ungläubigen; er darf nie länger als zehn Jahre dauern (mit der Möglichkeit einer Verlängerung um weitere zehn Jahre, keinesfalls mehr).“ Innerhalb eines breiteren Blicks ist, wie Mao einst schrieb, das wichtige Ziel einer jeden Guerillabewegung einfach weiter zu existieren. So gesehen ist der Staat Israel der Hamas unnötig behilflich gewesen.
Die Auswirkungen alternativ wählbarer Politik, einer Waffenruhe oder möglicher Militäraktionen im Gazastreifen, sind keiner ernsthaften öffentlichen Diskussion unterzogen worden und einige der Hauptfragen wurden vernebelt. Zudem ist die Tendenz der Medien irreführend, die jüngsten Entwicklungen hauptsächlich aus der Perspektive der Gegenwart so darzustellen, als seien sie völlig neu.
Heute vor einem Jahr, am 20. Juni 2007, verlor Israel Ze’ev Schiff, einen seiner besten Militäranalysten. Zwölf Tage vor seinem Heimgang erschien einer seiner letzten Artikel in Ha’aretz: „An Israeli Defeat in Sderot“ (Eine israelische Niederlage in Sderot). Obwohl seitdem ein Jahr vergangen ist, hat der Artikel seinen Wert behalten. Wäre Schiff heute noch am Leben, hätte er denselben Artikel mit nur unwichtigen Änderungen schreiben können. Einige seiner Schlussfolgerungen sind diese:
- Israel ist in Sderot besiegt worden;
- Der Feind hat die gesamte Stadt still gelegt und das normal Leben zum Stehen gebracht;
- Die Menschen in Sderot haben nicht das Gefühl, dass das Land hinter ihnen steht;
- Die Regierung hat es nicht geschafft, aus dem bombardierten Sderot in ein nationales Verteidigungsprojekt zu machen, das die Einschätzung stärkt, dass diese Regierung in der Lage ist die Nation in einer militärischen Konfrontation zu führen;
- Der Feind, der Sderot besiegt hat, ist eine Terrororganisation, die militärisch schwach ist, es aber trotz dieser Schwäche geschafft hat gegenüber Israel eine Abschreckung zu erzielen, so wie es die Hisbollah [im Norden] machte.
- Israel befindet sich mit der Hamas in einem militärischen Patt. Das ist ein ernster nationaler Fehlschlag, der schlimmer ist, als der Fehlschlag des Zweiten Libanonkrieges.
- Entgegen der von David Ben Gurion eingeführten Tradition, hat der Feind die Kämpfe auf israelisches Territorium bringen können.
Seit Ze’ev Schiff das schrieb, sind weitere Raketen auf Sderot gefallen; Mörser sind auf die umliegende Region nieder gegangen. Einige Grad-Flugkörper haben Aschkelon getroffen. Menschen verlassen einige Gebiete in der Nähe der Grenze zum Gazastreifen. Es ist bemerkenswert, dass Schiffs Beschreibung der Niederlage seiner Ansicht nach eng damit verbunden war, dass die Regierung die traditionellen „Kernwerte“ der israelischen Gesellschaft verlassen hat. Er nannte die Situation eine „nationale Schande“.
Die Regierung Israels hat sich Zeit gelassen, um effektiv auf den Hamas-Terror zu reagieren, insbesondere auf den Verschuss von Raketen und Mörsern auf jüdischen Städte und landwirtschaftliche Siedlungen. Einer der Gründe dafür ist, dass sowohl die Regierung als auch die Armee nicht in der Lage gewesen sind, der politischen Kriegsführung entgegenzutreten. Die Armee hat sich zwar recht gut geschlagen, was die Logistik und kreative Problemlösungen bezüglich Kämpfen in dicht besiedelten Gebieten angeht, wie es in Jenin 2002 der Fall war, aber sie hat den Fehler gemacht, das ausschließlich „von einem rein militärischen Standpunkt aus zu tun“. Die Armee und die politische Führung haben darin versagt Israels Legitimität und die Ausübung des souveränen Rechts auf Schutz der eigenen Zivilbevölkerung zu verteidigen. Dieses Versagen ist schmerzlich offenbar geworden, weil Israel sich in dem Zustand eines sich in die Länge ziehenden Konflikts befindet.
In der Vergangenheit bestand der Staat Israel auf dem Prinzip, dass im Umgang mit Regimen, die erlaubten, dass ihr Territorium aus Ausgangspunkt für Terror benutzt wird, diese zur Rechenschaft gezogen werden. Derzeit ist klar, dass der Staat seine traditionelle Politik aufgegeben hat, dass die anderen den Preis für den Terror gegen die israelische Zivilbevölkerung zu zahlen haben. Die Tatsache, dass Israel im Krieg der Worte und Ideen nicht auf seinen legitimen Ansprüchen bestanden hat, stellt ein schwerwiegendes Versäumnis seitens der Regierung dar.
Unter den gegenwärtigen Umständen könnte eine massive Militäraktion im Gazastreifen ein ernsthafter Fehler sein. Die Bevölkerung dort ist schwer bewaffnet und das Gebiet dicht besiedelt. Darüber hinaus gibt es auch keinen überzeugenden Grund dafür, dass Israel Verluste erleidet, um für das schwache und diskreditierte Regime des Abu Mazen den Weg freizumachen. Wenn im Gazastreifen langfristige Ergebnisse erzielt werden sollen, dann ist es notwendig einen fundamentalen Regimewechsel im Geist der amerikanischen Besetzung Deutschlands und Japans nach dem Zweiten Weltkrieg herbeizuführen.
Es wäre nötig die Hamas-Institutionen der zivilen und politischen Gesellschaft neu zu formen und eine völlig neue Organisation zu schaffen, die weder mit der palästinensischen Autonomiebehörde noch mit der Muslimbruderschaft verbunden ist. Ein neues Grundgesetz müsste die Hamas-Charta ersetzen. Das würde entschiedene Polizeiarbeit verlangen, rechtliche Reform, den Neuaufbau der Justiz und des Bildungssystems, politische Säuberungen, Zensur der Presse und der Predigten in den Moscheen und die Neuschreibung der Schulbücher. Ein solches Programm würde Israel die Verantwortung für die Gesundheit, soziale Wohlfahrt und Ernährung der Zivilbevölkerung des Gazastreifens aufgeben – eine schwere Last, die jenseits seiner Möglichkeiten und Ressourcen liegt.
Es ist wahrscheinlich, dass die neue Waffenstillstands-Vereinbarung nicht in einer Beendigung der Feindseligkeiten münden wird. Da diese Abmachung es dem Feind ermöglichen wird sich auf die nächste Runde vorzubereiten, muss auch Israel sich auf das Worst-Case-Szenario vorbereiten. Was im Endeffekt übrig bleibt, ist die Option der Abschreckung. Israel sollte eine permanente und effektive Informations-Kampagne beginnen, um sein Recht auf Selbstverteidigung zu schützen und den Feind zu diskreditieren. Es sollte ständig daran arbeiten die Unterstützung der Bevölkerung des Gazastreifens für das Regime der Hamas zu untergraben und auf das Mögliche ausdehnen: etwas Verständnis in der arabischen Welt zu gewinnen. Es ist unvorstellbar, dass eine Terror-Organisation, die sich mit dem Mord von israelischen Zivilisten beschäftigt, von Rechten profitiert, die das internationale Recht verleiht. Daher mus Israel bereit sein sich gegen großen internationalen Druck zu stellen. In Verbindung mit einer energischen Informations-Kampagne muss Israel bereit sein Maßnahmen kraftvoller Abschreckung und Vergeltung anzuwenden. Gewisse militärische Optionen, wie Artillerie- und Raketenbeschuss, Luftangriffe, wie auch gezielte Tötungen, sollten angewendet werden, um die andere Seite zu überzeugen, dass jeder Angriff auf israelische Zivilisten teure und schmerzhafte Folgen haben wird.
Dr. Joel Fishman arbeitet an einem Forschungszentrum in Jerusalem.
Selbstmord, der Weg zur nationalen Erlösung
24. Mai 2008 at 18:42 | In Nahost-Konflikt, Palästinenser, Terrorismus | No CommentsTags: Hamas, Iran, Mahmud Ahmadinedschad
Amnon Rubinstein, Jerusalem Post, 21. Mai 2008
Gaza ist dabei zu einem Symbol zu werden. Wir betonen zurecht Israels Bedürfnis dem täglichen, sich immer weiter ausdehnenden Beschuss unserer Zivilsten ein Ende zu setzen; es ist in der Tat offensichtlich, dass Israel irgendwann militärisch einschreiten muss – kein Land könnte anders handeln – um die Gewehre und Raketenwerfer zum Schweigen zu bringen.
Ein weiterer Aspekt ist von gleicher Bedeutung und betrifft die Haltung der Hamas-Herrscher zu der steigenden Spannung: Einerseits verhandeln sie – mit Ägypten, nicht mit dem illegitimen zionistischen Gebilde – wegen einer zeitlich begrenzten Einstellung der Feindseligkeiten. Andererseits genehmigen sie die Vergrößerung der Reichweite ihrer Raketenangriffe, im vollen Wissen, dass die den Tag schneller herbeiführen wird, an dem Israel, egal, unter welcher Regierung, seiner Armee befehlen muss in den Gazastreifen einzumarschieren und der Hamas die Macht abzunehmen.
So sieht die Politik der Hamas aus: nicht nur ein endlos Blut vergießender Krieg gegen das zionistische Gebilde, sondern auch die Bereitschaft als Teil dieses Krieges ihren Zugriff auf den Gazastreifen zu verlieren. Das bedeutet die Bereitschaft nicht nur das Leben von Männern, Frauen und Kindern zu opfern, sondern auch die Bereitschaft genau das Regime zu opfern, das sie vor nicht allzu langer Zeit durch einen gewalttätigen Coup errichtet haben. Mit anderen Worten: Es ist ein stark zum Ausdruck gebrachter Prozess des politischen Selbstmords – nicht nur die Einzelperson ist Schahid, sondern das Regime selbst.
Das mag wie eine extreme Schlussfolgerung klingen, aber wie Ari Bar Yossef, Oberstleutnant a.D. und Administrator des Sicherheitskomitees der Knesset im Armee-Journal Ma’arachot schreibt, sind solche fälle islamistischen nationalen Selbstmords nicht ungewöhnlich. Er zitiert drei Beispiele von arabisch-muslimischen Regimen, die ihre Existenz auf irrationale Weise opfern, sich über ihren Instinkt des Selbsterhalts hinwegsetzen, um den wahrgenommenen Feind bis zum bitteren Ende zu bekämpfen.
- Der erste Fall ist der des Saddam Hussein, der 2003 den Krieg und die Eroberung dadurch hätte vermeiden können, dass er den UNO-Inspektoren die Suche nach (den offenbar nicht vorhandenen) Massenvernichtungswaffen hätte erlaubte, wo immer diese das tun wollten. Doch der Herrscher des Irak entschied sich für den Krieg, im vollen Bewusstsein, dass er die Macht der USA zu spüren bekommen würde.
- Der zweite Fall ist der des Yassir Araft im Jahr 2000; nach dem Fehlschlag in Camp David und den Gesprächen in Taba hatte er zwei Optionen: weiterhin mit Israel zu reden – das unter der Führung von Ehud Barak stand, der die moderateste und flexibelste Regierung leitete, die Israel je hatte – oder von Gewalt Gebrauch zu machen. Er wählte das Zweite, mit dem Ergebnis, dass alle Fortschritte hin auf eine palästinensische Unabhängigkeit blockiert waren. Der daraus folgende Verlust von Leben, auf beiden Seiten, bezeugt, wie Arafat Selbstmord dem Kompromiss vorzog.
- Der dritte Fall ist der der Taliban. Nach dem 11. September hatte deren Führung zwei Möglichkeiten: in Verhandlungen mit den USA einzutreten mit der Aussicht darauf Osama bin Laden auszuliefern; oder Krieg und Vernichtung zu riskieren. Die Wahl, die sie trafen, war offensichtlich: Lieber bis zum Tod kämpfen als auch nur einen Zentimeter aufgeben.
In allen der drei Fälle ist die Schlussfolgerung einfach: in die Länge gezogener Krieg, Tod, Vernichtung und nationaler Selbstmord sind friedlichen Lösungen des Konflikts vorzuziehen: Der Tod ist Verhandlungen mit Ungläubigen vorzuziehen. Dieselbe Schlussfolgerung ist natürlich darauf anzuwenden, dass die Palästinenser für die Hamas und ihren selbstmörderischen Weg stimmten und für die Entscheidung des Iran sich mit seinem Bestehen auf den Erwerb von Atomwaffen gegen den UNO-Sicherheitsrat zu stellen.
Diese Fälle, auch wenn sie in den Annalen der Geschichte beispiellos sind, sollten nicht allzu sehr überraschen. Wenn man individuellen Selbstmord glorifiziert, dann ist der Tod der Schlüssel zu einem glücklichen Leben nach dem Tod; wenn der Krieg selbst heilig gemacht wird, warum sollte diese Vorstellung nicht vom Individuum auf das Kollektiv ausgedehnt werden? Auf das Regime selbst? Selbstmord ist der Weg zur persönlichen wie der nationalen Erlösung.
Glücklicherweise sind nicht alle arabischen oder muslimischen Regime so. Die riesige Mehrzahl der Araber wünscht sich Leben, Freiheit und Glück. Aber wenn es um das verhasste Israel geht, herrscht der Wahnsinn und das nicht nur bei den Iranern. Es ist eine Tatsache, dass das ausdrückliche Ziel des Iran „Israel von der Landkarte zu wischen“ mit der impliziten Drohung dafür Atomwaffen zu benutzen, von vielen Palästinensern unterstützt wird – obwohl auch sie dabei „weggewischt“ würden.
Selbstmord im Kampf gegen Israel hat einen Grad an Legitimität erworben, den der Westen nicht einmal ansatzweise begreifen kann.
Dieser unangenehme Folgerung muss entgegengetreten werden. Andererseits sollte es uns dringend dazu bringen unsere Anstrengungen zu verstärken eine Art modus vivendi mit der PLO zu finden, um den Einfluss der Fanatiker zu vermindern (trotz der Tatsache, dass jeder so erzielte Kompromiss vom Iran und seinen Kohorten zurückgewiesen werden wird); währenddessen sollte sich andererseits Israel, wie auch der Westen, auf einen langen, irrationalen und teuren Krieg vorbereiten, der anders sein wird als jeder, der in der Vergangenheit gekämpft wurde.
Der Autor ist Jura-Professor am Interdisciplinary Center (IDC) in Herzliya, ehemaliger Bildungsminister und Knessetabgeordneter und erhielt 2006 den Israel-Preis.
Einen asymmetrischen Krieg gewinnen
7. Mai 2008 at 22:34 | In Nahost-Konflikt, Terrorismus, Weltpolitik | No CommentsTags: asymmetrischer Krieg
Melanie Phillips, diary, 11. April 2008
Das Glaubenssystem, dass asymmetrische Kriegsführung, bei der konventionelle Armeen gezwungen werden scheinbar schwächere Terroristen zu bekämpfen, die sich nicht an Regeln halten, nur durch politische statt militärische Mittel gewonnen werden kann und Staaten daher mit Terroristen reden müssen, erzielt derzeit im Westen enorme politische Unterstützung und ist zu einem großen Teil verantwortlich für den Defätismus und das Appeasement, die derzeit die Eliten im Griff haben. Um so erfrischender ist es daher, diese feine Analyse von Generalmajor Yaakov Amidror vom Jerusalem Center for Public Affairs, der diesen Rat der Verzweiflung richtungweisend widerlegt. Ein asymmetrischer Krieg gegen terroristische Aufständische ist sicherlich zu gewinnen, sagt er, vorausgesetzt, dass man gewissen Prinzipien folgt. Unglücklicherweise sind wir derzeit weit davon entfernt, auch in Israel, aber das ist eine andere Frage. Amidror legt sechs Grundbedingungen für den Sieg fest; deren erste ist:
Eine politische Entscheidung den Terrorismus zu besiegen, ausgesprochen ausdrücklich und deutlich an die Sicherheitskräfte und die Bereitschaft die politischen Kosten einer Offensive zu tragen.
Sieg muss allerdings umgedacht werden als „ausreichender Sieg“, der von uns verlangt unsere Vorstellung von Kapitulationszeremonien, Paraden und „Mission erfüllt“-Erklärungen zu überdenken. Statt dessen beinhaltet „ausreichender Sieg“ ein allmähliches Aufhören der Gewalt zu einem Level, mit dem die Menschen leben können:
Der Terror an sich wird nicht vollständig vernichtet, sondern auf einem minimalen Level eingegrenzt, mit ständiger Investition von Energie, um seinen Ausbruch zu verhindern…
Amidror weist mit Spott (und zahlreichen Beispielen) die Annahme von der Hand, dass der Terrorismus niemals durch militärische Mittel besiegt werden kann, sondern nur durch die Veränderung der Haltung der anderen Seite (die treibende Vorstellung von „Friedensprozessen“). Im Gegenteil, sagt er, er kann nur durch militärische Mittel besiegt werden:
Erfolg auf dem Schlachtfeld führte zur Vernichtung der Fähigkeiten des kommunistischen Terrors in Griechenland, ohne dass irgendjemand davon Kenntnis nahm. Dasselbe trifft auf die derzeitige Lage in der Westbank zu. Die derzeitige Ruhe wurde nicht erreicht, weil jemand seine Wahrnehmung von der anderen Seite änderte, sondern weil die IDF und die israelische Sicherheitsbehörde die Handlungsfähigkeit der Terrororganisationen fast völlig beseitigte.
„Ausreichender Sieg kann jedoch nicht erzielt werden – wie Israel unter enormen Kosten im Libanon feststellen musste – wenn die Ziele unklar, widersprüchlich oder einfach falsch sind. Im Libanon, sagt Amidror, war das Ziel zwischen 1985 und 2000 – herbeigeträumt vom Kommandeur vor Ort in Abwesenheit jeglicher Führung von oben (!) – die Erzielung von Ruhe im Norden Israels; das war falsch, weil das Ziel statt dessen darin hätte bestehen müssen die Hisbollah zu zerschlagen.
Am umstrittensten ist seine Feststellung über Verhältnismäßigkeit:
…allgemein gesagt, kann ein kleines Land wie Israel mit Terrorismus und Guerilla-Organisationen nur dann klar kommen, wenn seine Antwort nicht proportional ist und sie auf eine Weise Art ausgeführt wird, die darauf abzielt die andere Seite zu überzeugen, dass auch sie etwas zu verlieren hat. Eine verhältnismäßige Antwort wird Israel in einen Abnutzungskrieg zu ziehen, dessen Regeln von den Terroristen bestimmt wird – und den es verlieren wird.
Am wichtigsten von allen ist jedoch, dass ein asymmetrischer Krieg nur gewonnen werden kann, wenn die Menschen wirklich glauben, dass er gewonnen werden kann:
… die Studie warnt, dass, wenn die USA, Israel oder ihre westlichen Verbündeten fälschlich schlussfolgern, dass sie keine wirkliche militärische Option gegen die terroristischen Aufständischen haben – aus Angst, das diese Konflikte unvermeidbar in einen nicht gewinnbaren Sumpf münden – der Krieg gegen den Terror verloren ist, bevor er voll geführt wird.
In Großbritannien und Europa ist das mit Sicherheit der Fall; und die USA wackeln.
Persilschein für die Hamas
5. Mai 2008 at 20:40 | In Israel, Medien+Nahost, Palästinenser, Terrorismus, die Welt+Nahost | No CommentsTags: Condoleezza Rice, Ehud Barak, Ehud Olmert, Friedensprozess, George W. Bush, Hams, Tzipi Livni
Caroline Glick, Jerusalem Post, 1. Mai 2008
Eine weitere ganz gewöhnliche Woche ist im südlichen Israel vergangen. Beschossen von Raketen aus Hamastan im Gazastreifen, haben die Einwohner von Sderot, Aschkelon und den nahe gelegenen Städten zugesehen, wie ihre nationalen Führer über Stellvertreter Verhandlungen mit der Hamas führten, um hunderte Terroristen aus israelischen Gefängnissen frei zu lassen und die Waffen-Versorgungslinien der Hamas zu konsolidieren, indem israelische Antiterror-Operationen während einer „Waffenruhe“ eingestellt werden. Zwischen ihren Trips zum örtlichen Bunker sahen sie zu, wie israelische Lastwagen am Morgen Treibstoff und andere Versorgungsgüter an die Hamas lieferten und sie sahen zu, wie die Hamas am Nachmittag den Treibstoff und die Versorgungsgüter in Depots an der Grenze einlagerte. Am Abend sahen sie dann in den Nachrichten Berichte, die die Behauptung der Hamas nachplapperten, dass Israel den Krankenhäusern im Gazastreifen Treibstoff und Zivilisten im Gazastreifen die Grundnahrungsmittel vorenthält.
Mittwochabend versuchten sie in Sderot den Holocaust-Gedenktag zu begehen, wurden aber von einfliegenden Raketen unterbrochen. Die Hamas ihrerseits beging den Holocaust mit einer Dokumentarreihe, in der behauptet wurde, der Völkermord am europäischen Judentum sei ein satanisches jüdisches Komplott, um die jüdische Bevölkerung ihrer Behinderten zu entledigen und die Weltmedien zu manipulieren.
Die Hamas bestimmte die Schlagzeilen dieser Woche mit dem Vorwurf, Israel sei verantwortlich für den Tod einer palästinensischen Frau und vier ihrer Kinder durch eine Explosion in Beit Hanun im Gazastreifen, als die IDF Hamas-Terroristen aus der Luft beschoss. Die IDF unternahm zwei Untersuchungen, die zeigten, dass die Frau und ihre Kinder durch etwas anderes getötet wurden: eine Nachfolge-Explosion, die von den Bomben verursacht wurde, die die Hamas-Terroristen – einer davon war ihr Ehemann – zu dem Zeitpunkt mit sich führten, als die IDF sie beschoss.
Die Vorwürfe der Hamas, dass die IDF vier Kinder und ihre Mutter tötete, wurde von den internationalen wie den israelischen Meiden als Tatsache berichtet. Diese „Tatsache“ wurde erst in Frage gestellt, als die IDF ihre Untersuchungen begann. Weder die örtlichen noch die internationalen Medien fanden, dass die Tatsache, dass die Quelle ihrer Berichte die Hamas war, ein Grund wäre die Richtigkeit ihrer ersten Berichte in Frage zu stellen.
Wenn ihre Sprecher nicht damit beschäftigt sind die Juden der Planung von Völkermord und die Israelis der Ermordung von Müttern und Kindern zu beschuldigen, widmet die Hamas ihre Bemühungen der Beschuldigung, Israel töte kranke Palästinenser, indem es ihnen verwehrt nach Israel zu kommen, um dort kostenlose medizinische Versorgung zu erhalten. Da keine gute Tat der Juden von der UNO unbestraft bleibt, strafte die Weltgesundheits-Organisation (WHO) Israel im letzten Monat ab, weil es mehr als 7.000 Palästinensern aus dem Gazastreifen im Jahr 2007 kostenlose medizinische Versorgung gewährte. Indem sie die Hamas-Propaganda nachplapperte, beschuldigte die WHO Israel, es habe zwischen Oktober 2007 und März 2008 den Tod von 33 kranken Palästinensern verursacht. Sie starben, so die WHO, wegen der herzlosen Weigerung des jüdischen Staates sie in seine Krankenhäuser aufzunehmen.
Der WHO-Bericht enthielt keine Erwähnung der Tatsache, dass die Hamas jetzt die Krankenhäuser und Kliniken im Gazastreifen kontrolliert. Nicht erwähnt wurde die Tatsache, dass Israel keine Verantwortung für die gesundheitliche Versorgung von nicht seinen eigenen Bürgern aus Feindgebiet trägt; oder die Tatsache, dass es keinen Ort auf der Welt gibt, wo solche Versorgung geleistet wird – außer in Israel. Nicht erwähnt wurde, dass die Hamas aus Propagandagründen Güter für die Krankenhäuser abfängt und hortet. Ägypten wurde keine Verantwortung zugewiesen – das ist das zweite Land, das an den Gazastreifen grenzt und das keinerlei palästinensische Patienten ins Land lässt. Der Bericht stellt an keiner Stelle die Glaubwürdigkeit seiner Quellen aus dem Gazastreifen in Frage.
Andrea Levin, Geschäftsführerin des Committee for Accuracy in Middle East Reporting in America (CAMERA) stellte diese Woche in der Jerusalem Post fest, dass es nur der schnellen und detaillierten Antwort israelischer Offizieller bei der Zurückweisung der Vorwürfe der Hamas zu verdanken ist, dass Israel nicht weithin dafür verurteilt wurde kranke Menschen zu ermorden.
Der interessanteste Aspekt dieser Medienberichte besteht darin, dass die Nachrichtenagenturen, die die wilden Vorwürfe der Hamas berichten, zum größten Teil nicht einmal Korrespondenten im Gazastreifen haben. Die Angewohnheit der Hamas westliche Journalisten zu kidnappen – selbst wenn sie pro-Hamas sind – veranlasste die meisten westlichen Medienorgane ihre Korrespondenten vor mehr als einem Jahr aus dem Gazastreifen abzuziehen. Die israelischen Medien hatten keine Korrespondenten mehr vor Ort, seit Israel sich im September 2005 aus dem Streifen zurückzog.
Doch dieselben Medienorgane, die erkannten, dass die Hamas zu radikal ist, als dass man ihnen trauen könnte, sie würden das Leben der Reporter respektieren, lehnen es ab die Wahrheitsliebe der Geschichten der Hamas in Frage zu stellen und sind mehr als bereit diese Stories deutlich über den Punkt professioneller Peinlichkeit hinaus als glaubwürdige Fakten zu betrachten. In der Tat hat kein Medienorgan – weder israelisch noch aus dem Ausland – je gefragt, ob es Sinn macht, die Hamas-Propaganda überhaupt zu bringen. Sie haben sich auf jeden Fall nicht die Mühe gemacht ihr Publikum darüber zu informieren, dass die Quelle ihrer Geschichten eine völkermörderische Terrorgruppe ist, die derzeit einen Raketenfeldzug gegen israelische Zivilisten führt – deren Ziel es ist diese zu terrorisieren und zu töten, nur weil sie Juden sind.
Aber den Medien kann vielleicht vergeben werden, dass sie sich weigern zuzugeben, dass ihre Berichte aus dem Gazastreifen allgemein nicht mehr sind als terroristische Propaganda, denn sie sind bei weitem nicht allein in ihrer Ablehnung der Anerkennung der Bedeutung des Regimes der Hamas. Von Jimmy Carter über die Bush-Administration bis hin zur Regierung Olmert-Livni-Barak lautet der Tagesbefehl: Leugnung.
Carter verteidigt seine Haltung sich mit Hamas-Führern in Syrien und Judäa zu treffen mit der Feststellung, dass die jihadistische, völkermörderische, vom Iran gesponserte Terrorgruppe die palästinensischen Wahlen gewonnen hat. Da die Mehrheit der Palästinenser für die Hamas stimmte und sie immer noch unterstützt, ist die jihadistische, völkermörderische, vom Iran gesponserte Terrorgruppe legitim, argumentiert Carter. Ohne sie kann sicher keine Friedensvereinbarung getroffen werden.
Aber dann klärte die Hamas, kurz nachdem sich ihre Führer mit Carter getroffen haben, dass jeder Handel, den man mit Israel erzielen würde, lediglich eine Taktik im fortgesetzten Krieg zur Vernichtung Israel ist. Also mag es zwar wahr sein, dass ohne die Hamas kein palästinensisch-israelischer Frieden möglich ist, aber es ist absolut wahr, dass mit der Hamas kein palästinensisch-israelischer Friedensschluss möglich ist.
Weit davon entfernt die Notwendigkeit von Verhandlungen mit der Hamas zu demonstrieren, zeigt deren Popularität die Vergeblichkeit einer palästinensischen Gesellschaft eine friedliche Koexistenz abzuschmeicheln, die sich der Vernichtung ihres Nachbarn verschrieben hat. doch so, wie die Medien und Carter es ablehnen die Bedeutung des Terrorregimes der Hamas zu erkennen, lehnt es die Bush-Administration ab die Bedeutung ihres auf breiter öffentlicher Basis stehenden Unterstützung bei den Palästinensern zu erkennen.
In ihren Äußerungen am Dienstag vor dem American Jewish Committee gab Außenministerin Condoleezza Rice zu, dass die palästinensische Gesellschaft heute überwiegend Israels Auslöschung durch Terrorismus unterstützt, als sie sagte: „Zunehmend sind Palästinenser, die von einer Zweistaaten-Lösung sprechen, in meinem Alter. Und ich bin nicht sonderlich alt; aber ich bin älter als die meisten der palästinensischen Bevölkerung.“
Aber dann, nachdem sie zugab, dass die meisten Palästinenser die friedliche Koexistenz mit Israel nicht unterstützen, vertrat sie die Auffassung, dass Israel ihnen mehr Land geben muss, mehr Waffen und mehr Geld, weil, wie sie es sieht, es jetzt and er Zeit für einen palästinensischen Staat ist und die Führer „harte Entscheidungen treffen müssen, mit Vertrauen zum Wohl des Friedens und zum Wohl ihres Volkes“.
Weiter erklärte Rice, dass diese Beschwichtigung erfolgen muss, während man es dem Hamas-Regime im Gazastreifen ermöglicht im Amt zu bleiben. Sie formulierte es so: „Die einzig verantwortliche Politik besteht darin die Hamas zu isolieren und sich gegen ihre Bedrohungen zu verteidigen, bis die Hamas die Wahl trifft den Frieden zu unterstützen.“
Aus der Perspektive von Rice darf nicht nur die Hamas nicht besiegt werden, sondern es wäre unverantwortlich zu versuchen sie zu besiegen. Die einzig „verantwortliche“ Politik wäre für Israel der Hamas zu erlauben weiterhin Waffen anzuhäufen und ihre Armee aufzubauen, während man versucht eine Waffenruhe mit ihr zu erreichen. Und dann muss Israel, was Rice betrifft, seine Antiterror-Operationen in Judäa und Samaria einschränken, dortige israelische Gemeinden und die in den Jerusalemer Stadtteilen aus der Zeit nach 1967 austrocknen und von den USA ausgebildeten und bewaffneten Fatah-Milizen (die ebenfalls den Terror unterstützen) erlauben zu tausenden in palästinensischen Städten und Gemeinden stationiert zu werden. Dies, so glaubt sie, ist der beste Weg die Hamas dazu zu bringen, sich in eine friedfertige politische Partei zu verwandeln, die mit den Juden in Frieden leben will.
Was Israel angeht, so stimmt die Regierung Olmert-Livni-Barak eindeutig mit Rice überein, denn sie folgt deren Politik.
Am Mittwoch lehnte es Premierminister Ehud Olmert ab bei einem Treffen des Sicherheitskabinetts die Beteiligung seiner Regierung an Waffenstillstands-Verhandlungen mit der Hamas zu kommentieren. Als er vom Minister für innere Sicherheit Avi Dichter über seine offensichtliche Entscheidung der Hamas mit ihrer vom Iran ausgebildeten und bewaffneten Terrorarmee zu erlauben im Gazastreifen das Kommando zu behalten, sagte Olmert einfach, dass es in angemessen sei solche Dinge zu diskutieren.
Am Donnerstag berichtete die Jerusalem Post, dass die Regierung wegen des vorgeschlagenen Waffenstillstandsabkommens mit der Hamas begeistert ist und seltsamerweise behauptet, dass dies den Weg für eine zweite, damit nicht zusammenhängende Vereinbarung bereiten könnte, bei der Israel die Geisel Gilad Shalit aus der Gefangenschaft bei der Hamas auslösen kann, indem man hunderter Terroristen frei lässt.
Außerdem behauptet die Regierung triumphierend, dass die Hamas zugestimmt habe, dass Fatah-Streitkräftean der internationalen Grenze zu Ägypten stationiert werden. Aber da sowohl die Hamas wie auch die Fatah sich eines fast ungehinderten Zuflusses an Waffen durch diese Grenze erfreuten, als die Fatah dafür verantwortlich war, ist es alles andere als klar, warum das eine positive Entwicklung sein sollte.
Die einfachen Wahrheiten, die die Medien, Jimmy Carter, die Bush-Administration und die Regierung Olmert-Livni-Barak alles nicht bereit sind zuzugeben, sind die, dass die Hamas eine völkermörderische Terrorgruppe ist, die sich der Vernichtung Israels verschworen hat und dass sie den Willen der Mehrheit der Palästinenser repräsentiert, die sie 2006 ins Amt wählten und sie heute weiter unterstützen.
Diese einfache Wirklichkeit demonstriert, dass es für Israel und die internationale Gemeinschaft nur eine verantwortliche Politik gibt, die es zu unterstützen gilt, wenn sie wirklich an Frieden zwischen Israel und den Palästinensern interessiert sind. Diese Politik besteht darin, dass Israel die Terrorarmee der Hamas im Gazastreifen platt macht und ihre Regierung stürzt. Nur wenn sie gezwungen werden einen echten Preis für ihrer Unterstützung von Terror und Jihad zu zahlen – statt sie mit weiteren Übergaben von Land durch Israel zu belohnen – werden die Palästinenser gezwungen werden diese Unterstützung zu überdenken. Nur wenn sie begreifen, dass Terror sie ins Nichts führt – statt überall hin, wohin sie wollen – werden die Palästinenser gezwungen sein Israel als unabänderliche Realität zu akzeptieren, mit der sie in Frieden leben müssen.
Dichters Verurteilung der Pro-Hamas-Politik seiner Regierung am Mittwoch war nicht das erste Mal, dass der Einwohner von Aschkelon und ehemalige Kopf des Shin Bet darlegte, dass die Politik der Regierung Olmert-Livni-Barak für das Land gefährlich ist. Dichter könnte zusammen mit dem Verkehrsminister und ehemaligen Verteidigungsminister Schaul Mofaz – der die Regierungspolitik gleichermaßen als gefährlich kritisiert hat – die jetzige Situation beenden, wenn die beiden den Mut hätten entsprechend ihrer Überzeugungen zu handeln. Würden sie sich mit acht ihrer Kolelgen aus der Kadima-Fraktion der Knesset zusammentun und die Regierung verlassen, würden sie Neuwahlen herbeiführen.
Bisher aber haben sie es abgelehnt zu handeln. Bis sie es tun, ermöglichen es Dichter, Mofaz und ihre Kollegen Olmert, Außenministerin Tzipi Livni und Verteidigungsminister Ehud Barak weiterhin das Leben von Hunderttausenden von Israelis mit ihrem Getöse und Appeasement der Hamas zu gefährden. Bis sie es tun sind sie genauso wie die Medien, Carter, die Bush-Administration und ihre Regierungskollegen schuldig, der Hamas einen Persilschein auszustellen und sie zu schützen – zum Schaden ihres eigenen Landes und des Friedens.
Erinnerung
1. Mai 2008 at 15:53 | In Geschichte, Islam+Islamismus, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, Terrorismus | 9 CommentsTags: Geschichte, Hamas, Holocaust, Holocaustleugnung, Shoah
Gestern bekam ich anlässlich des Holocaust-Gedenktages eine E-Mail, die ich eigentlich gerne komplett mit den enthaltenen Fotos eingestellt hätte. Leider weiß sich nicht, ob der Eigentümer mir das erlaubt, also lasse ich es lieber. Trotzdem gab es etwas, das mich doch recht kräftig aufgerüttelt hatte.
Die Shoah, die Vernichtung der Juden (und anderer, wie z.B. der Sinti und Roma) durch Nazideutschland ist das am besten dokumentierte Völkermord-Verbrechen der Geschichte: Durch die (inzwischen aussterbenden) Augenzeugen, durch Fotografien, durch Filmaufnahmen der Alliierten nach der Einnahme der Konzentrations- und Arbeitslager – aber nicht zuletzt auch durch die preußisch-penible Bürokratie der Vernichter und ihre Aussagen in den Verhören und den Kriegsverbrecher-Prozessen.
Das hat die Leugner und Relativierer nicht abgehalten. Die ersten Versuche gab es schon in den 1940-er Jahren! Ich vermute, jeder, der das gesehen hat – die alliierten Soldaten, Berichterstatter, Fotografen, Filmleute; aber auch die deutschen Zivilisten, die von den Alliierten gezwungen wurden sich das anzusehen und glauben machen wollten, sie hätten gar nichts gewusst – sich nicht vorstellen konnte, dass jemals behauptet werden würde, das sei nicht geschehen.
Einer war anderer Meinung: der alliierte Oberkommandierende Dwight D. Eisenhower. Er wies an, alles ausführlich zu fotografieren und die deutsche Bevölkerung der umgebenden Dörfer durch die Lager zu treiben und die Toten zu begraben. Als Grund nannte er: „Dokumentiert das jetzt alles – macht die Filme, holt die Zeugen – denn irgendwann im Lauf der Geschichte wird irgendein Bastard daher kommen und sagen, es sei nie geschehen.“
Ich muss sagen, vor dieser Weitsicht dieses Generals habe ich enormen Respekt. Selbst er hätte sich wohl nicht vorstellen können, dass die ersten Bastarde nur zwei, drei Jahre nach diesem Krieg bereits tönten. Heute, 63 Jahre später, sind sie lauthals am Werk. Sie lügen die Geschichte um, bringen angebliche Beweise über angebliche nicht ausreichende Kapazitätsberechnungen der Krematorien oder leugnen überhaupt das Geschehen an sich.
Solche „Beweise“ braucht man nur im Westen. Weiter östlich geht das einfacher. Da kann man sogar den Holocaust gleichzeitig leugnen und ihn knapp nicht vollendet darstellen, ohne dass sich jemand über den Widerspruch wundert. Man packt ihn aus, wenn die PalAraber infolge der Gründung Israels als die eigentlichen Opfer des Holocaust und die Israelis als die heutigen Nazis hinstellt; gleichzeitig wird behauptet, es hätte ihn nicht gegeben, er sei nur zionistische Propaganda, um den Westen zu erpressen und die Araber zu unterdrücken.
Die Hamas ist da keine Ausnahme, sonder sich für die billigsten (oder teuersten) Lügen nicht zu schade. Niemand sollte sagen, dass die radikal-muslimischen Leugner und Lügner nicht geschickt wären – die Nazis waren ja auch keine tumben Idioten, sondern geschickte und intelligente Manipulateure und Verführer. Ihre heutigen Nachfolger mit der grünen Fahne haben sehr gut von ihnen gelernt. Entsprechend manipulativ und gelogen „bilden“ sie ihre Kinder – über die Schulen, die Moscheen und die Medien, besonders das Fernsehen, wie Palestinian Media Watch dokumentiert hat. (Das Video kann man schon sehen, das per E-Mail verschickte Bulletin wird vermutlich in den nächsten Tagen erst online gestellt. Carl in Jerusalem hat es auf Israel Matzav aber auch schon gepostet.)
In ihrer Bildungsoffensive lehrt Hamas-TV:
Die jüdischen Führer planten den Holocaust, um „invalide und behinderte“ Juden zu töten, damit man sich nicht um sie kümmern muss. Während sich ein großer Teil der Welt auf die Erinnerung Yom HaShoah, den Holocaust-Gedenktag, vorbereitet, präsentierte Hamas TV seine neueste dunkle Drehung der Holocaust-Leugnung.
Das letzte Woche ausgestrahlte Hamas TV-Bildungsprogramm lehrte, dass der Mord an den Juden im Holocaust eine zionistische Intrige mit zwei Zielen war:
„Invalide und behinderte“ Juden sollten in die Todeslager geschickt werden, damit sie dem zukünftigen Staat Israel nicht zur Last fallen würden.
Gleichzeitig diente der Holocaust dafür „die Juden verfolgt erscheinen zu lassen“, damit sie „vom internationalen Mitgefühl profitieren“ konnten.
Amin Dabur, Kopf des palästinensischen „Zentrum für Strategische Forschung“ erklärte, dass „der israelische Holocaust, das ganze Teil ein Witz war, Teil der perfekten Show, die [der zionistische Führer und zukünftige Premierminister] Ben Gurion auf die Beine stellte“. Die „jungen Kraftvollen und Fähigen“ wurden nach Israel geschickt, während die Behinderten losgeschickt wurden, „damit es einen Holocaust geben würde“.
Die „angeblichen Zahlen der [im Holocaust getöteten] Juden waren reine Propaganda“, lehrt der Erzähler der Sendung.
Woher das kommt, beschreibt Robert Spencer in seinem Hinweis auf diese Sauerei:
Das zweite Ziel – eine Gruppe verfolgt erscheinen zu lassen, um von internationalem Mitgefühl zu profitieren – ist eines, das islamische Gruppen in den USA und andernorts für sich selbst übernommen haben – und ziemlich erfolgreich verfolgen.
Genau. Wir haben hier einmal mehr das Phänomen, dass eine Gruppe den Juden/Israelis ein Verhalten anhängen will, das diese Gruppe selbst praktiziert. Um dieses Tun zu charakterisieren fallen mir leider im Moment nur Vokabeln ein, mit denen ich den Tieren Unrecht tun würde, deren Namen ich auf die Terroristen und ihre Propagandisten anwenden würde. Sie sind Lügner der übelsten Sorte. Leider erfreuen sie sich vieler Sympathisanten bei uns, die sich an den Lügen nicht stören, sondern sie eher übernehmen. Die große Lüge der Holocaustleugnung wird ihnen bei uns bisher nicht abgenommen, aber man sieht darüber hinweg, dass sie im Raum steht und jegliche Äußerung der üblen Mordbanden diskreditiert. Sämtliche anderen Lügen werden geglaubt und übernommen.
Vor etwa 20 Jahren habe ich in der Bibel einmal gelesen, dass eine Zeit kommt, in der die Wahrheit Lüge und die Lüge Wahrheit genannt werden wird. Ich konnte es mir nicht vorstellen. Heute erlebe ich das – „live“! Und ich bin nicht einmal mehr erschüttert darüber, so sehr ist es zur Normalität geworden. Ich schwanke nur zwischen enormer Traurigkeit und gewaltiger Wut. Das wird sich hoffentlich irgendwann auf ein gesünderes Maß einregeln. Die Situation besser machen wird es nicht – außer irgendwann greift doch der gesunde Menschenverstand und die Leute wehren sich gegen ihre Verdummung durch die politisch Korrekten und Multikulti-Propagandisten, die sich für die Terroristen begeistern. Die Hoffnung darauf ist allerdings kurz vor dem Nullpunkt.
Warum keine Hudna?
28. April 2008 at 20:05 | In Islam+Islamismus, Nahost-Konflikt, Palästinenser, Terrorismus, die Welt+Islam, die Welt+Nahost | No CommentsTags: Hamas
Mal wieder ein etwas böser Gedanke: Wenn muslimische Kampfverbände gegen dich Krieg führen, dann musst du sie bekämpfen, sonst wird du vernichtet – jedenfalls zumindest deine Lebensweise, deine Gesellschaft, dein Leben, wie du es kennst, wenn du nicht gleich auch physisch beseitigt wirst. Wenn eine solche Truppe dir aber einen Waffenstillstand, eine Hudna, anbietet, dann setze den Krieg gegen sie unbedingt fort. Denn die Hudna ist ein Eingeständnis der Schwäche dieses Feindes; er fühlt sich nicht stark genug, den Krieg zu gewinnen und bietet den Waffenstillstand an, um die Zeit zu nutzen so stark zu werden, dass du wieder angegriffen und vernichtet werden kannst.
Wenn du glaubst, dieser Waffenstillstand könne dafür genutzt werden einen Frieden einzuleiten und zu einem Zusammenleben führen, dann hat du diesen Feind nicht begriffen. Denn er handelt nach dem Vorbild seines Propheten. Und der hat genau diese Vorgehensweise vorgeschrieben: Bist du nicht stark genug, dann mache einen Vertrag – über höchstens zehn Jahre. Und sobald du stärker bist als der Vertragspartner, dann brich diesen Vertrag, er ist sowieso nicht gültig, da mit Kuffar geschlossen. Du hast zehn Jahre Zeit dich zu rüsten, um die Kuffar vernichtend zu schlagen. Alles andere zählt nicht. Du darfst Freundschaft und Frieden heucheln, aber du darfst diese nicht ernst meinen.
So gesehen kann man einen Jimmy Carter tatsächlich nur als nützlichen Idioten der Hamas bezeichnen; Carter hat den Hamas-Islam nicht begriffen und will ihn nicht begreifen, obwohl die Hamas-Granden sehr deutlich ausführen, was eine Hudna ist. Er ist zu schwachsinnig, als dass er sich vorstellen kann, dass ihm einer seiner terroristischen Kumpels etwas nahe legt, was zu seinem Untergang führen soll.
Ebenso geht es den Uri Avnerys, den Multikulti-Empörungsbeauftragten à la Claudia Roth oder anderen Bereicherungs-Schwärmern, die Israel (und Konservative, „Neocons“, evangelikale Christen und jeden kritischen Islamkenner) nur zu gerne in die Pfanne hauen wollen, damit die Terrorbanden die Herrschaft im Nahen Osten an sich reißen können. Sie sind allesamt schlimmer als es Neville Chamberlain Ende der 1930-er Jahre je sein konnte; denn dieser hatte keinen Präzedenzfall und nur einen extrem antisemitischen Nazi-Führer. Heute haben sie mehrere Präzedenzfälle und einen ganzen Haufen extrem antisemitischer Terrorführer, die immer lauter als Adolf ihre Ziele verkündeten. Man muss ihnen nur einmal zuhören – vor allem in ihrer eigenen Sprache und in dem, was sie ihren eigenen Leuten erzählen.
Man muss nur wissen wollen, was die wirklich meinen. Aber hier liegt der Hase im Pfeffer: Sie wollen nicht – ähnlich den Europäern von vor 70 Jahren. Sie glauben den englischen Verlautbarungen – und auch hier nur denen, die ihnen in den Kram passen: in das friedensbesoffene Wolkenkuckucksheim. Mit der Realität hat das wenig bis gar nichts zu tun. Warnende Stimmen werden diffamiert. Fakten geleugnet. Was bleibt? Der Versuch den Idioten klar zu machen, dass sie die Oberloser sind, die Vernichter der eigenen Gesellschaft. Und der Versuch zu bekämpfen, was dich – uns – umbringen will. Es zu bekämpfen, bis es nicht mehr kämpfen kann. Bis es besiegt ist. Eine andere Möglichkeit hat Israel nicht. Der Westen letztlich auch nicht. Vielleicht, aber nur unter günstigsten Umständen, dann, wenn Israel gesiegt hat, ohne Wenn und Aber. Und ohne eine Hudna der Hamas oder sonst einer Terroristentruppe.
Der gebildete Terrorist
27. April 2008 at 20:46 | In Islam+Islamismus, Terrorismus, die Welt+Islam | No CommentsTags: Antisemitismus
Phyllis Chesler
Blog bei PajamasMedia, 25. April 2008 (Orginal vom 10. September 2007)
Was kann man da noch sagen?
Hier ist etwas: Tarek Heggy ist ein prominenter ägyptischer Intellektueller und Dissident. Nonie Darwish, meine Freundin und ebenfalls eine verblüffende Erzählerin, hat uns einander vorgestellt. Vor kurzem hatte Heggy nach eigenen Angaben ein Mittagessen mit einem ehemaligen Kronprinzen von Jordanien und einem Dutzend anderen Ägypter, „keiner von uns ohne einen Doktortitel einer Weltklasse-Universität“. Trotzdem, war Heggy, ein Geschäftsmann, ein führender liberaler politischer Denker und Autor von 14 Büchern, der einzige, der glaubte, dass der 11. September tatsächlich von der Al-Qaida gegen Amerika verübt wurde. Alle anderen glaubten immer noch, dass Amerika sich selbst angegriffen hatte oder es, wie so vieles andere (Wirbelstürme, Erdbeben, vergiftetes Brunnenwasser), von den Zionisten verübt wurde.
Erstmals schrieb ich 2002 über dieses entmutigende, unnachgiebige Phänomen und veröffentlichte das 2003 in „The New Anti-Semitism“. Seitdem hat sich nichts verändert. Eigentlich hat sich alles geändert – aber zum Schlimmeren.
Bildung – insbesondere höhere Bildung – scheint weder im Westen noch im islamischen Osten vulgäre Vorurteile und wirklich Große Lügen* nicht in Frage zu stellen oder über diese zu triumphieren.
Nobelpreisträger (einer ist Saramago) glauben, dass Israel im Wesentlichen bösartig und die Ursache des Leidens in der Welt ist – aber das tut auch die Ford-Stiftung, die nach Durban wieterhin diejenigen finanziert, die sich weiterhin in widerlichem Rassismus engagieren, darunter John Mearsheimer und Joan Wallach Scott, die beide ihre antiisraelischen Ansichten an der Columbia-Universität mitteilen werden. Natürlich wird ihr auftritt in großem, orwell’schen Stil als leuchtendes Beispiel für freie Meinungsäußerung und akademische Freiheit verkauft, die ansonsten unter Belagerung stehen und mit Hilfe von Ford und Columbia demnächst befreit werden.
Sie teilen Osama bin Landens Ansichten, die er vor kurzem der Welt auf Videoband mitteilte, live aus dem Niemandsland zwischen Afghanistan und Pakistan. Das meiste von dem, was er sagte, bestand aus Großen Lügen – aber sie sind beunruhigend nicht unterscheidbar von dem, was heute an den meisten westlichen Universitäten gelehrt wird.
Ausschließlich der Westen hat Holocausts begangen, sagt er. Schmerzlich wahr, aber nicht ganz richtig. Lassen Sie mich Osama daran erinnern, dass Mohammed selbst die völkermörderische Auslöschung der jüdischen Stämme des nördlichen Arabien befahl und damit das Muster für folgende derartige Pogrome an Juden und Christen und anderen Dhimmi-Bevölkerungen lieferte.
Ethnische arabische Muslime schlachten völkermörderisch schwarze afrikanische Muslime in Darfur ab; dazu versklaven sie sie. Die einzige humanitäre Hilfe, die diese armen Menschen erreicht, kommt von Juden und Christen und aus Amerika. Die Führer arabischer und muslimischer Staaten beenden diese Sache nicht und schicken ihren „Brüdern“ weder Lebensmitteln noch medizinische Versorgungsgüter.
Was ich hier sagen will: Osama ist gebildet und reich. Das waren auch die Wahnsinnigen, die am 11. September Flugzeuge in amerikanische Gebäude flogen. Das sind auch die ägyptischen Intellektuellen meines Kollegen Tarek Heggy. Das sind all ihre amerikanischen Gegenstücke, die fest glauben, dass die Tragödie vom 11.9. entweder durch Amerika oder/und Israel verursacht wurde oder dass Amerika es verdiente, weil es, wie Israel, im Wesentlichen, existenziell bösartig ist.
Führende europäische und amerikanische Intellektuelle glauben, dass Amerika ein terroristischer Nationalstaat und dass Osama ein Freiheitskämpfer ist.
Das sind sehr gefährliche Wahnvorstellungen, die erst angefangen haben an Fahrt zu gewinnen.
Möge ein Wunder all die kommenden Katastrophen abwenden.
* Anmerkung heplev: Zum Begriff der „Großen Lüge“ s. Joel Fishman: Die große Lüge: Von der Umkehrung der Wahrheit zur Umkehrung der Realität
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