UNO-Landkarten zu Zerstörungen in Gaza

27. August 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Nahost-Konflikt, UNO | Hinterlasse einen Kommentar
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von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 19. August 2014 (direkt vom Autor)

Mit großem Aufwand hat die UNO-Unterorganisation „OCHA“ (Büro für die Koordination humanitärer Angelegenheiten) Landkarten vom Gazastreifen geschaffen, auf denen jedes zerstörte Haus, jeder Bomben- oder Raketenkrater als roter Punkt eingetragen ist. Die Fleißarbeit wurde aufgrund eines Vergleichs von Satellitenaufnahmen geleistet, die am 6. Juli, vor Beginn der israelischen Operation, und Aufnahmen aus der Zeit zwischen dem 1. und 14. August aufgenommen worden sind.

Der „Gaza-Krisen-Atlas“ kann im Internet eingesehen werden. Er teilt die 360 Quadratkilometer des Gazastreifens in 108 Rasterquadrate auf. Auf Satellitenaufnahmen von „davor“ und „danach“ sind Schulen, Krankenhäuser, Moscheen, Hotels und andere öffentliche Gebäude mit Namen gekennzeichnet.

Auf Anfrage im Hauptquartier von OCHA im „okkupierten palästinensischen Ostjerusalem“ hieß es, diese Landkarten sollten Hilfsorganisationen ermöglichen, den bestehenden Schaden zu ermessen und Wiederaufbaumaßnahmen einzuleiten.

Unklar bleibt, unter welchen Umständen die Gebäude zerstört wurden, deren Trümmer auf den „danach“ Bildern gut zu erkennen sind. Neben israelischen Bomben wären als Ursache für die Zerstörung auch Nachexplosionen palästinensischer Munitionslager oder frühzeitig explodierte Raketen der Hamas denkbar. Dazu OCHA: „Es gehörte nicht zu unserem Mandat, festzustellen, wer den Schaden angerichtet hat, Israelis oder Palästinenser.“

Die israelischen Siedlungen, die nach dem Rückzug Israels 2005 zerstört wurden, sind zwar auch Trümmerfelder. Doch an den Stellen sind die Landkarten der UNO so unscharf, dass die Siedlungen lediglich anhand der Straßen erkennbar sind – und das auch nur, wenn man deren Lage kennt.

Da die UNO nur Schäden registriert hat, ohne deren Ursachen zu ermitteln, lässt sich nur erahnen, wo Raketenabschussrampen der Hamas von der israelischen Luftwaffe gezielt ausgeschaltet worden sein könnten. Einzelne Gewächshäuser wurden offensichtlich zu Zielen, weil dort Abschussrampen versteckt waren. Auffällig sind dichte Trefferquoten auf Dünen oder Feldern, die sich nur erklären lassen, wenn es dort Hamas-Stellungen gegeben hat. Die OCHA-Sprecherin erklärte, dass auch Bäume und die Landwirtschaft Schaden erlitten hätten, insgesamt angeblich 450 Millionen US-Dollar. Auch dafür sollten Geberländer aufkommen.

Das Flüchtlingslager Rafah am Südende des Gazastreifens scheint so gut wie keinen Treffer erhalten zu haben. Direkt daneben entlang der Grenze zu Ägypten ist der Landstreifen aber mit roten Punkten dicht gespickt. Offensichtlich hat die Luftwaffe Israels dort unterirdische Schmugglertunnel angegriffen. Etwas nördlich von Rafah, nahe Khan Younis, kann man einige Felder ohne Wohnhäuser sehen, die ebenfalls viele Treffer erhalten haben, während angrenzende Gebiete unberührt sind.

Die Behauptung, dass es in dem kleinen und angeblich so dicht besiedelten Gazastreifen keine „sicheren Orte“ gebe, wird durch diese Landkarten visuell widerlegt. Je mehr man sich der israelischen Grenze nähert, umso dichter ist die Kennzeichnung von Schäden.

An manchen Stellen sind in gerader Linie zerstörte Straßenzüge erkennbar. Das könnten Häuser über den sogenannten Angriffstunnels der Hamas sein, die von den Israelis nach ihrer Entdeckung mit Sprengstoff gefüllt und gesprengt wurden. In so einem Fall wurden natürlich auch die darüber liegenden Häuser zerstört. Allerdings dürften bei diesen Aktionen kaum oder keine Palästinenser ums Leben gekommen sein, da sie rechtzeitig gewarnt wurden. Manche dieser Häuser waren zudem vermint, als Sprengfalle für israelische Soldaten.

Auffällig ist, dass es in dicht bewohnten Gebieten der meisten Städte wie Gaza, Rafah oder Khan Younis nur wenige, offensichtlich gezielte Bombardierungen gegeben hat. Spuren von Flächenbombardements, etwa vergleichbar mit dem deutscher Städte gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, sind auf den Landkarten nicht zu entdecken. Offensichtlich werden in den Medien nur die Bilder der Trümmer verbreitet, nicht aber die der unberührten Wohnviertel.

Nur wenige Krater oder zerstörte Häuser sieht man in der Muwassi-Gegend im Süden, wo Beduinen von der Landwirtschaft leben. Die Luftaufnahmen des Gazaflusses oder des Flughafens von Dahanijah sind auf den UNO-Karten nicht als Luftaufnahme im Original belassen, sondern wurden aus unerfindlichen Gründen übermalt. Die OCHA-Sprecherin hatte dafür keine Erklärung.

Kurios sind einige rote Punkte im Mittelmeer, die Explosionen bezeugen, durch die schlimmstenfalls ein paar Fische Schaden genommen haben. Den palästinensischen Fischern war während des Krieges untersagt, aufs Meer hinaus zu fahren.

Die Organisation „OCHA“ ist als „Büro für die Koordination humanitärer Angelegenheiten“ dem Sekretariat der Vereinten Nationen unterstellt und mit 2000 Angestellten in 30 Ländern tätig. Die „okkupierten palästinensischen Gebiete“ sind offenbar ein Schwerpunkt ihrer Arbeit. So hat die Organisation bislang keine vergleichbaren Landkarten zu den unermesslichen und mit dem Gazastreifen kaum vergleichbaren Zerstörungen in Libyen, Syrien oder dem Irak veröffentlicht.

(C) Ulrich W. Sahm

Israel muss gestoppt werden?

26. August 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Karika-Tour, Terrorismus, UNO | 1 Kommentar
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DryBones, 22. August 2014

Anmerkung heplev: Die in den Medien inzwischen gerne als „Terrorgruppe Islamischer Staat“ beschriebenen Fundamentalisten morden weiter ohne Rücksicht auf Verluste und bei uns werden ein wenig die Hände gerungen. Die Opfer in die Lage zu versetzen sich zu wehren, ist politisch höchst umstritten, vor allem bei den Friedenshetzern (die andererseits nichts gegen Hamas et.al. sagen).

Bei der UNO ist der „IS“ noch kein Thema. Warum auch, solange man ein Israel hat, das sich gegen den Hamas-Terror wehrt?

Ein guter Schabbes

22. August 2014 um 17:00 | Veröffentlicht in UNO | 3 Kommentare
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links von Nissan auf Israelisch-Amerikanisch-Jiddisch, rechts der deutsche Versuch:

(k)ein-guter-Schabbes

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (17.-23.08.2014)

17. August 2014 um 21:24 | Veröffentlicht in EU-Europa, Europa+Nahost, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 17.08.2014:

Die Hamas forderte zur Ausweitung der Terroranschläge in Jerusalem, Judäa und Samaria auf. Damit solle der Krieg des Gazastreifens gegen Israel unterstützt werden.
Weitere Drohung: Der nächste Krieg wird nicht im Gazastreifen stattfinden, sondern in Aschkelon.

Als Geste des Guten Willens hat Israel schon vor einer Waffenstillstandsregelung die Fischerei in einer Dreimeilenzone vor der Küste von Gaza wieder gestattet, die nach Beginn der Kämpfe am 8. Juli untersagt worden war.

24 illegal im Land befindliche PA-Araber wurden verletzt, als sie in ihrem Fahrzeug einem Streifenwagen entkommen wollten und der Fahrer die Kontrolle darüber verlor. Der Fahrer selbst entkam, die Verletzten wurden in eine Krankenhaus gebracht.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Die Hamas will auf dem Bau eines Flughafens und eines Seehafens bestehen.
Für Netanyahu ist die Operation „Fels in der Brandung“ noch nicht vorbei, weil noch keine Regelung gefunden ist, die zu Ruhe führt. Eine klare Antwort auf Israels Sicherheitsbedürfnis ist Grundvoraussetzung für eine Verständigung.
– Die (indirekten) Gespräche in Kairo werden heute Abend wieder aufgenommen.

Montag, 18.08.2014:

Vor dem (anstehenden) Ende der Waffenruhe bereitete sich die IDF auf eine eventuelle Wiederaufnahme der Kämpfe vor.

Die IDF riss die Häuser zweier der Entführer und Mörder der drei israelischen Teenager ab; das Haus des dritten wurde versiegelt.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Die Gespräche in Kairo wurden heute wieder aufgenommen. Nach Aussage eines Hamas-Führers wurden sie bei Null wieder aufgenommen. Dieser behauptete vorab nicht nur, dass Netanyahu den ägyptischen Vorschlag abgelehnt, sondern auch 10 Ergänzungen vorgelegt habe. Als überhaupt kein Hindernis gilt nach ihm dagegen, dass die Terrorgruppen selbst „Ergänzungen“ einreichten. Außerdem habe Netanyahu den Krieg begonnen und ihn verloren. Eine dritte Verlängerung der Waffenruhe werde es nicht geben. (Eine arabische Zeitung berichtet allerdings, die Hamas werde nicht wieder schießen.)
Ägypten und Norwegen versammeln mögliche internationale Spender für den Wiederaufbau des Gazastreifens in Kairo. Die Gelder sollen an Abbas überwiesen werden.
– PA/Hamas-Ergänzungen/Veränderungen am ägyptischen Vorschlag: Bei der Einstellung der Angriffe aus dem Gazastreifen auf Israel wird die Einstellung des Baus von Terrortunneln nicht mehr genannt; zwischen Gaza und „Westbank“ soll unkontrollierter Handel möglich sein; von Israel wird indirekt gefordert die Gehälter der Hamas-Terroristen zu bezahlen, die im öffentlichen Dienst arbeiten; die Pufferzone soll nicht nur abgeschafft, sondern die Grenze auch nicht mehr von PA-Truppen gesichert werden; die freie Zone vor der Küste soll auf 12 Seemeilen ausgedehnt werden; die Einfuhr von Baumaterial in den Gazastreifen soll ohne jede Aufsicht erfolgen (was den Transfer wie die Verwendung angeht); Israel soll alle nach der Entführung der der jüdischen Teenager eingeführten Regelungen in Judäa und Samaria zurücknehmen und alle seitdem Inhaftierten sowie die 4. Gruppe der Häftlinge entlassen, die wegen des Abbruchs der Friedensgespräche nicht frei gelassen wurden. Zudem sollen die Leichen zweier Soldaten erst an Israel zurückgegeben werden, wenn Terror-Häftlinge freigelassen werden.
Eine Seltenheit: Während die EU fordert die Terrorgruppen zu entwaffnen, hat die US-Administration sich zu dieser Forderung immer noch nicht durchringen können, sondern „überlegt“ noch.
Mahmud Abbas flog nach Qatar, um mit Khaled Meschaal und dem Emir von Qatar zu sprechen. (Der Emir von Qatar ist einer der Hauptsponsoren der ISIS und er Hamas.)
– Anders als die Hamas lässt ein PIJ-Vertreter wissen, dass die Waffenruhe wohl fortgesetzt wird, auch wenn es noch keine Einigung gibt.
Ein PA-Unterhändler sagt, er habe die ägyptische Seite in formiert, dass es eine Einigung gibt und man jetzt auf die Entscheidung der israelischen Regierung warte. Es sei ein Rahmen gefunden worden, bei dem die Klärung einiger Fragen auf später verschoben wurde.

Dienstag, 19.08.2014:

Mehrere tausend Menschen fliehen aus dem östlichen Gaza-Stadt aus Angst vor israelischen Angriffen.

In mehreren israelischen Orten wurden die öffentlichen Luftschutzbunker geöffnet und die Notfallmaßnahmen eingeleitet, u.a.: Rishon LeZion, Aschkelon, Kiryat Gat, Rehovot, Ramat Gan, Giv‘atayim; das Heimatfront-Kommando befahl am Abend die Öffnung aller Schutzräume.

Im israelischen Kabinett bestand absoluter Konsens für eine heftige Antwort auf den Raketenterror.

In der offiziellen Zeitung der PA behauptete ein regelmäßiger Kolumnist, Israel habe die Entführung und Ermordung der drei Jugendlichen erfunden, um den Gazastreifen und die „palästinensische Einheit“ angreifen zu können.

Ein ehemaliger israelischer General schlug vor, dass die IDF nicht zurückschießt, sondern dass dem Gazastreifen weder Strom noch Wasser geliefert werden sollte. „Du versorgst niemanden, der auf dich schießt.“

Die Hamas prahlt damit am Abend 5 M75 und Fajr5-Raketen auf Zentralisrael geschossen zu haben.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Am Montagabend bestätigte Israel, dass die Waffenruhe um 24 Stunden verlängert wird.
– Ein israelischer Teilnehmer der Gespräche sagte, die Behauptung der PA zu einem signifikanten Durchbruch sei falsch.
– Ein Vertreter des PIJ sagte, man sei bereit eine Vereinbarung zu unterschreiben, „aber nicht um jeden Preis“.
Angeblich sollen Israel und die USA heimlich eine Lockerung der Gaza-Blockade vereinbart haben. Zudem soll Israel auf die Forderung der Entwaffnung der Terrorgruppen verzichtet haben.
Weil die Terroristen Raketen schießen, gab Netanyahu Anweisung den Gazastreifen anzugreifen und die Unterhändler aus Kairo abzuziehen.
– Die Ägypter sollen nach dem Beginn der Raketenangriffe versucht haben die Gespräche zu retten.
Hamas: Wir wollten eine Vereinbarung, aber es gab keine Fortschritte.
– Ein Regierungsvertreter in Jerusalem sagte, die Gespräche in Kairo brachen infolge des Raketenfeuers zusammen.
– Die israelischen Gesprächsteilnehmer wurden nach Beginn des arabischen Raketenterrors am Nachmittag aus Kairo abgezogen.
– Die PA-Delegation verkündete, dass die Gespräche in Kairo auch ohne den Bruch der Waffenruhe in festgefahren waren.
– Aus dem US-Außenministerium verlautet, dass die Hamas für den Bruch der Waffenruhe verantwortlich ist.
Die Hamas behauptet natürlich Netanyahu sei für den Zusammenbruch der Gespräche in Kairo verantwortlich.
Ein führendes Hamas-Mitglied der Palästinenserdelegation in Kairo ließ am Abend wissen, eine Verlängerung der Waffenruhe sei sinnlos.

Mittwoch, 20.08.2014:

Am Sapir College wurden heute sämtliche Prüfungen abgesagt.

Benjamin Netanyahu erklärte die Hamas-Führer zu Zielen im Kampf im Gazastreifen. Gleichzeitig erklärte er, dass er auf gerne neue Verhandlungen mit der PA aufnehmen würde.

Hamas behauptete wieder, dass Israel die Waffenruhe gebrochen hätte. Es habe ein „verachtenswertes Verbrechen“ begangen.

Hamas-Grande Mohammed Deif wurde nach Angaben der Hamas beim Angriff auf sein Haus weder getötet noch verletzt.

Ankündigung der Hamas an die Fluglinien der Welt: Fliegt ab Donnerstag den Ben Gurion-Flughafen nicht mehr an.

Außdem wurden israelische Fußballfans von der Hamas gewarnt, sie sollten nicht zu den „Toto Cup“-Spielen gehen.

Bei der Durchsuchung des Hauses eines Arabers in Galiläa wurde ca. 1.000 Schuss Munition und weitere Militärausrüstung gefunden.

An einem Checkpoint in Samaria wurde im Auto eines PA-Arabers ein Messer gefunden.

Die Terroristen feuerten erneut auf den Übergang Kerem Shalom, über den Israel Versorgungsgüter in den Gazastreifen liefert. Heute folgten weitere Raketen.

Der „moderate“ „Friedenspartner“: Mustafa Barghouti von der Fatah behauptete, es habe keine Raketen aus dem Gazastreifen gegeben; Israel habe das erfunden, um Hamas-Führer ermorden zu können.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Es sieht so aus, als habe Qatar Khaled Meschaal gedroht ihn des Landes zu verweisen, sollte die Hamas einen Waffenstillstand akzeptieren.
Ban Ki-moon ist „tief enttäuscht“ vom Zusammenbruch der Waffenruhe.
Ägypten gibt an, dass eine fünfköpfige israelische Delegation für Waffenstillstandsgespräche in Kairo angekommen ist.
Hamas: Die Gespräche sind tot, die Terroristen-Unterhändler sollten Kairo verlassen.
– Die Arabische Liga macht Israel für die neuen Kämpfe verantwortlich.

Donnerstag, 21.08.2014: Zahlen:
Stand 7 Uhr: Über Nacht beschoss die Luftwaffe 20 Terrorziele; allein Mittwoch waren es 110.
Stand 9 Uhr: 142 Raketen auf Israel seit Mitternacht.
Stand 13 Uhr: Die Terroristen geben an, dass seit Zusammenbruch der Waffenruhe 54 PalAraber getötet wurden.
Stand 16 Uhr: Über Nacht wurden 58 Raketen auf Israel gefeuert, die IDF beschoss 40 Terrorziele im Gazastreifen.
Stand 17 Uhr: 28 Raketen trafen seit Mitternacht den Kreis Echkol.

Die Hamas gibt an, die zirkulierte Sterbeurkunde von Mohammed Deif sei eine Fälschung.

Hamas-Terrorführer Mohammed Deif ist doch tot. Das Shifa-Krankenhaus hat einen Totenschein ausgestellt, auf der steht, dass er tot ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Diese wurde zwar von der Hamas konfisziert, aber jemand hat sie vorher fotografiert und inzwischen ins Internet gestellt.

Die Hamas nahm 7 Männer unter Verdacht der Kollaboration mit Israel fest. 3 davon wurden in einem Schnellverfahren zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Die Fatah hat eine „politische Entscheidung“ getroffen: Mit dem „Feind Israel“ werden alle Verbindungen abgebrochen und es wird niemand abgehalten, der „eine Siedlung abschlachten will“.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Der UNO-Sicherheitsrat ist „schwer besorgt“ wegen der Wiederaufnahme der Feindseligkeiten im Gazastreifen und fordert die Verhandlungen wieder aufzunehmen.
– Deutschland, Frankreich und Großbritannien diskutieren einen Resolutionsvorschlag für den UNO-Sicherheitsrat mit der Forderung nach einem dauerhaften Waffenstillstand im Gazastreifen und einer internationalen Monitoring-Mission für die Umsetzung.

Freitag, 22.08.2014:

Zahlen:
Stand 9 Uhr: Innerhalb der letzten 24 Stunden traf die Luftwaffe 50 Terrorziele.
Stand 12:30 Uhr: 30 dem Morgen wurden 30 Raketen auf Israel geschossen.
Stand 19:30 Uhr: Seit Mitternacht beschoss das Militär 35 Terrorziele.
– Derzeit werden noch 63 verwundete israelische Soldaten in Krankenhäusern behandelt.

Die Hamas ermordete in zwei Hinrichtungen insgesamt 18 Araber (einmal 7, einmal 11), die der Kollaboration mit Israel verdächtigt wurden.

Nach einem Bericht von Reuters soll die Hamas immer noch 500 Tunnel nach Ägypten haben.

Sicherheitskreise berichten, dass die tödlichen Mörserschüsse auf den Kreis Sha’ar HaNegev aus einer UNRWA-Schule heraus abgegeben wurden.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Ein Sprecher des Palästinensischen Islamischen Jihad ließ wissen, dass eine UNO-Waffenruhe keine Auswirkungen auf das Tun dieser Gruppe haben wird.
Ismail Haniyeh: Wir werden weiter den „Neonazi-Feind“ bekämpfen.
– Die Hama lässt wissen, dass sie jegliche Waffenstillstände ablehnt, bis Israel ihre Forderung erfüllt. Allerdings gibt es auch einen Bericht, dass Khaled Meschaal auf Druck von Abbas sagt, er sei zu weiteren indirekten Gesprächen mit Israel bereit.
– Ein Waffenstillstandsvorschlag der EU würde die PA die Kontrolle über den Gazastreifen übernehmen lassen (als wenn die Hamas da mitmachen würde!) und Israel an den Verhandlungstisch drängen – mit schon vorab festgelegten Grenzen. (Erstaunlich? Die Israelis bekamen den Entwurf NICHT – sie haben ihn über andere Kanäle erhalten!)
Diplomatische Quellen geben an Israel sei zu einer Waffenruhe bereit, um Ägypten zu stärken.

Samstag, 23.08.2014: Zahlen:
Über Nacht traf die Luftwaffe insgesamt 30 Terrorziele, darunter auch Moscheen.
– In den 46 Tage der Operation „Fels in der Brandung“ hat der Rote Davidstern 714 Zivilisten behandelt. 4 Personen wurden durch Raketen-Splitter getötet, 24 weitere verletzt. 12 Personen wurden durch Glassplitter verletzt, 18 wegen durch Verkehrsunfälle nach Raketenalarm, 140 auf dem Weg in Schutzräume, 507 wegen psychologischer Traumata.
Stand 13:30: Die Luftwaffe traf am Morgen/Vormittag 17 Terrorziele im Gazastreifen.
Stand 19:30: Seit Mitternacht schossen die Terroristen 82 Raketen auf Israel; 9 wurden abgefangen, 62 fielen in offenem Gelände.
Stand 22:00: Heute wurden mehr als 90 Raketen auf das südliche Israel geschossen
Stand 22:30: Rund 100 Raketen auf Israel geschossen.

Die IDF korrigiert: Der Mörserbeschuss, der gestern den israelischen Jungen tötete, wurde NICHT aus einer UNRWA-Schule abgegeben; die Terroristen befanden sich in der Nähe der Schule.

Die Hamas hat 4 weitere angebliche „Kollaborateure“ exekutiert. (Donnerstag und Freitag hatte es schon 21 Hinrichtungen gegeben.)

Die Hamas schoss heute weiter Raketen gewollt auf den Kibbutz, in dem gestern der kleine Junge tödlich getroffen wurde. Eine schlug im Speisesaal ein.

Viele Einwohner von Orten um den Gazastreifen verlassen ihre Häuser und suchen Schutz und Ruhe woanders. Besonders betroffen sind Nahal Oz, Ein HaSchloscha und weitere Kibbutzim.

Ein Araber aus dem Flüchtlingslager Schuafat schoss Freitag und Samstag auf Häuser in Pisgat Ze’ev (Jerusalem). Als Grenzpolizisten ihn stellen wollten, beschoss er auch diese; er wurde beim Gegenfeuer schwer verletzt.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Khaled Meschaal und Mahmud Abbas drängen die UNO, sie sollen einen „Zeitplan zur Beendigung der israelischen Besatzung“ erstellen.
Ägypten rief zu einem unbefristeten Waffenstillstand auf. Davor hatte Mahmud Abbas zur Wiederaufnahme der Gespräche in Kairo aufgerufen.
Ein Hamassprecher ließ wissen, dass sie weiter kämpfen wird, bis Israel ihre Forderungen erfüllt. Außerdem werde kein Waffenstillstand mit offenem Ende akzeptiert.
Aus Ägypten heißt es, dass die Israelis am Sonntag zu weiteren Gesprächen nach Kairo eingeladen werden.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Ein Vergleich zweier UNO-Organisationen

13. August 2014 um 14:00 | Veröffentlicht in UNO | 3 Kommentare
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aus verschiedenen Quellen zusammengestellt:

Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge / UNO-Flüchtlingshilfswerk (alle anderen Flüchtlinge der Welt)

UNRWA_UNHCR

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (03.-09.08.2014)

3. August 2014 um 21:50 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Europa, Europa+Nahost, Israel, Jerusalem, Medien+Nahost, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO, USA | 2 Kommentare
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Sonntag, 03.08.2014: Zahlen:
Samstag wurden 84 Raketen auf Israel geschossen. Die IDF beschoss 153 Terrorziele im Gazastreifen.
Bis Sonnenuntergang schossen die Terroristen 70 Raketen und Mörsergranaten auf Israel.
– Derzeit befinden sich 115 verletzte IDF-Soldaten in israelischen Krankenhäusern.
– Während der gesamten Operation wurden mehr als 1.800 Araber, 64 israelische Soldaten und 3 Zivilisten getötet.
– Heute (Sonntag) schossen die Terroristen 119 Raketen auf Israel (das sind 119 versuchte Morde an israelischen Zivilisten).

Kleine Anmerkung zu gestern: Die Terroristen schossen 11 Mörsergranaten aus der direkten Umgebung einer UNO-Schulein Zeitun im Gazastreifen.

Der britische Außenminister Philip Hammond bezeichnet die Lage im Gazastreifen als intolerabel. Sie werde zu mehr antisemitischen Angriffen auf britische Juden führen.

Die Hamas schwor am Samstag den Kampf gegen Israel fortzusetzen, bis sie ihre Ziel erreicht hat. (Anmerkung: In ihrer Charta hat sie ihre Ziele beschrieben – Vernichtung Israels und die Ermordung seiner Juden.)

Die Stadtverwaltung von Jerusalem veranstaltet einen Straßenverkauf von Waren von Einwohnern und Geschäftsleuten aus dem Süden.

Ban Ki-moon nannte die Schüsse auf eine Schule in Rafah „moralisch empörend und kriminell“. (Hat er über Raketen und Mörser auf israelische Zivilisten noch nicht so formuliert.)
Empört äußerten sich auch die USA, Großbritannien. (Die EU auch.)
Die IDF gab an, sie habe 3 Terroristen des PIJ in der Nähe der Schule beschossen.

Liebesgrüße der Fatah: Wir werden „Tel Aviv in einen Feuerball verwandeln“.

Offene Lüge der Hamas: „Wir haben niemals Raketen auf Zivilisten geschossen.“

Waffenstillstands-Heckmeck:
Der chinesische Außenminister forderte von Israel eine Ende der Offensive und die Aufhebung der Abriegelung des Gazastreifens.
Eine Delegation von Hamas und dem Palästinensischen Islamischen Jihad kam in Kairo an, um über eine Waffenstillstand zu sprechen.
EU: Waffenstillstand sofort. Außerdem muss Israel „proportional“ agieren. (Was immer das heißen soll.)

Montag, 04.08.2014:

Zahlen:
Am Sonntag schossen die Terroristen 119 Raketen und Mörsergranaten nach Israel. 8 Raketen wurden abgefangen. Die IDF traf 100 Terrorziele und zerstörte 2 Tunnel.
– bis 17 Uhr wurden von den Terroristen 31 Raketen auf Israel geschossen.
Montag schossen die Terroriten 86 Raketen nach Israel.

Die Hamas nannte den Terroranschlag in Jerusalem eine „willkommene lokale Initiative“.

Fatah-Terroristen prahlen damit, dass sie am Sonntag in Neve Tzuf eingedrungen sind. Die Bewohner des Hauses hatten sich gewehrt und die Angreifer vertrieben; die Terroristen behaupten dagegen, sie hätten „3 zionistische Siedler“ getötet und seien sicher zurückgekehrt.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Khaled Meschaal bekräftigte noch einmal: Es gibt keinen Waffenstillstand, solange die Forderungen der Hamas nicht erfüllt werden.
Großbritannien forderte von Israel einen bedingungslosen, sofortigen Waffenstillstand.
– Der Palästinensische Islamischer Jihad behauptet, innerhalb der kommenden Stunden werde vermutlich ein Waffenstillstand verkündet.
– Der spanische Außenminister: Die EU kann und muss sich mehr anstrengen, um einen Waffenstillstand im Gazastreifen zu erreichen.
– Ein Mitglied der PA-Delegation in Kairo: Es besteht die Möglichkeit, dass bald eine vorläufige Waffenruhe ausgerufen wird, die als Einleitung zu Verhandlungen für eine dauerhafte Lösung dient. Es sei auch möglich, dass eine israelische Delegation nach Kairo komme.
PA-Quellen sagen, Ägypten versprach, dass es weiter darauf hin arbeitet die Blockade des Gazastreifens zu beenden.
Ägypten legte Israel am Montag die Forderungen der Palästinenser für eine Waffenruhe vor (Abzug der Israelis aus dem Gazastreifen, Ende der Blockade, Entlassung von Häftlingen, Beginn eines Wiederaufbauprozesses).
Netanyahu forderte, dass die Wiederherstellung des Gazastreifens an dessen Entmilitarisierung gebunden wird.
– Der französische Außenminister fordert, dass die Welt im Nahen Osten eine Lösung erzwingt. Darüber hinaus wählte Mr. Fabius heftige Sprache gegen Israel („Gemetzel“, „Massaker“ usw.)
Al-Arabiya berichtete, Israel habe gesagt Israel, es sei zum Abzug aus dem Gazastreifen bereit, wenn es einen Waffenstillstand gibt.
Die PA lässt wissen, dass Ägypten am Dienstagmorgen (8 Uhr) einen Waffenstillstand verkünden wird. Es bestehe die hohe Wahrscheinlichkeit, dass eine 72-stündige Waffenruhe ausgerufen werde.
Das Weiße Haus: Wir drängen auf einen Waffenstillstand im Gazastreifen.
Die Hamas behauptet, sie würde einer dreitägigen Waffenruhe zustimmen; gleichzeitig forderte sie die Araber in Judäa und Samaria auf zu 3 Tagen Krawallen auf.
– Die Hamas bestätigte das Vorliegen eines Waffenstillstandsvorschlags; die Gruppe habe aber noch nicht darüber entschieden.
– Der ägyptische Außenminister hofft, dass der Waffenstillstand ein dauerhafter wird und die Stabilität wiederherstellt.
Regierungsquellen in Jerusalem sagte, man sei der Waffenruhe gegenüber positiv eingestellt. Etwas später wurde die Zustimmung Israels bekanntgegeben. Er soll um 8 Uhr Dienstagmorgen beginnen.
Die PA sagt, die (von Israel geforderte) Entmilitarisierung werde erst kommen, wenn die Besatzung endet. (Der Gazastreifen ist seit 2005 nicht mehr besetzt!)

Dienstag, 05.08.2014: Zahlen:
97 israelische Soldaten (Arutz-7: 109) werden stationär in Krankenhäusern behandelt.
– Während der Operation „Fels in der Brandung“ wurden 3.356 Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel geschossen; die IDF traf 4.762 Ziele.
Die IDF gibt an, dass sie 900 Kombattanten getötet und 32 Tunnel zerstört hat.

Der Anführer beim Mord an den drei israelischen Teenagern wurde festgenommen; er hatte versucht mit falschen Papieren nach Jordanien zu fliehen. Im Verhör gab er zu, dass er der Kopf der Tat war und Geld dafür von der Hamas bekommen hatte.

Ein Hamassprecher wurde Samstagabend am Schifa-Krankenhaus von Einwohnern der Stadt geprügelt. Er musste von „Sicherheitskräften“ in Sicherheit gebracht werden, die die wütenden Araber verhafteten.

Ein indisches Fernsehteam beobachtete den Aufbau von Raketen zum Abschuss nach Israel in einem dicht besiedelten Gebiet, samt Abschuss kurz vor Beginn des Waffenstillstands.

Haniyeh: „Der Feind hat seine Ziele nicht erreicht. Was er militärisch nicht erreicht hat, wird er auch über die Verhandlungen nicht erreichen.“ Tolle Aussichten!

Ein französischer Reporter „entdeckte“ Raketenwerfer der Hamas – einen direkt neben einem Wohnhaus, einen weiteren neben einem UNO-Gebäude.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Ein hochrangiger Hamas-Vertreter ließ wissen, dass heute Abend indirekte Verhandlungen mit Israel beginnen sollen.
US-UNO-Botschafterin Susan Rice: Es ist wichtig, dass der 72-stündige Waffenstillstand genutzt wird, um mit der Lösung der Krise zu beginnen. Beide Seiten müssen dem verpflichtet bleiben und die Gelegenheit nutzen, um Verhandlungen zu beginnen.
– Warme (nutzlose) Worte der EU zum Waffenstillstand: „begrüßen“, „alle Seiten müssen…“, blablabla.
Ägyptische Unterhändler sagten den Delegierten der Hamas, der Bau eines Flughafens und eines Seehafens stehe nicht zur Debatte.

Mittwoch, 06.08.2014:

Zahlen:
Israel gibt an, dass die IDF zwischen 750 und 1.000 „Militante“ getötet und 4.762 Terrorziele zerstört hat. Die Terroristen haben 3.356 Raketen Richtung Israel geschossen und besitzen vermutlich noch ca. 3.000. 32 Tunnel wurden zerstört.

Den Tag über gab es mehrere Fehlalarme des Raketenwarnsystems.

Die IDF veröffentlichte weiteres Videomaterial, das Kriegsverbrechen der Hamas zeigt (Raketen aus Wohngebieten geschossen).

Ein Fatahvertreter drohte auf einer „Demonstration“ palästinensischen Geschäftsleuten: Sie haben zwei Wochen Zeit alle israelischen Waren aus ihren Geschäften zu entfernen, sonst würden diese „zerschlagen“. Außerdem drohte er Israelis, sie würden es nicht überleben in Palästinensergebiete zu fahren.

Die Issedin-al-Qassam-Brigaden der Hamas schworen, dass sie die Raketenschüsse am Freitagmorgen um 8 Uhr wieder aufnehmen werden; dann läuft der derzeitige Waffenstillstand offiziell aus.

Immer mehr Journalisten offenbaren (vor Ort oder nach Verlassen des Gazstreifens), wie die Hamas aus zivilen Gebieten heraus ihre Raketen verschoss.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Ägypten schlug angesichts von Fortschritten bei den aktuellen Gesprächen vor den Waffenstillstand von 72 auf 120 Stunden zu verlängern.
Jordanien ließ eine revidierte Version der bereits vorgeschlagenen UNO-Resolution zirkulieren, mit der aufgerufen wird „alle Gewalt und Feindseligkeiten gegen Zivilisten einzustellen“.
Die USA „erwarten“, dass sie an den Waffenstillstandsverhandlungen zwischen Israel und der PA teilnehmen werden.
– Zu Beginn der Gespräche in Kairo schwor die Hamas, es werde niemals eine Entwaffnung mit ihr geben und jeder, der das versucht, werde getötet.
– Die IDF hat 30.000 Reservisten aus dem Dienst nach Hause entlassen. 55.000 bleiben am Gazastreifen.
– Während Israel in Kairo wissen ließ, dass es einer Verlängerung der Waffenruhe zustimmen würde, lehnte die Hamas das ab.

Donnerstag, 07.08.2014:

Zahlen:
Während der Operation Schützende Schneide wurden von den Terroristen 3.360 Raketen geschossen; 2.303 schlugen in Israel ein, 475 im Gazastreifen. 584 Raketen wurden von der Eisernen Kuppel abgefangen. 260 Raketen wurden aus Schulen geschossen, 50 aus Krankenhäusern, 127 von Friedhöfen aus, 160 von Moscheen.
– 32 Tunnel wurden zerstört, 4.762 Terrorziele, 191 Waffeneinrichtungen und 977 Kommandozentralen getroffen. Mehr als 750 Terroristen wurden getötet.
– Der Gazakrieg vom Juli/August hat Israels Wirtschaft $1,44 Milliarden gekostet.
– Der Krieg brachte gut 700 zusätzliche Reporter nach Israel und in den Gazastreifen.
– Die (antiisraelische) Reporterin Jodi Rudoren von der New York Times hat vom Gesundheitsministerium der Hamas Opferzahlen bekommen. Diese bestätigten die israelischen Angaben zu den Toten im Gazastreifen. Von „wahllosem Schießen auf Zivilisten“ kann damit nicht mehr die Rede sein (was die Hetzer aber nicht davon abhalten wird…).

Friedensgrüße der Fatah-Friedenspartner: „Vertreibt die Besatzer von allem dem reinen Land zwischen Fluss und Meer.“

Ein Hamasnik, der ungenannt bleiben wollte, bestätigte, dass die Terrorgruppe während des Krieges mehrere Dutzend der Kollaboration Verdächtigte tötete; sie sollen den „Widerstand“ behindert oder Israel mit Informationen versorgt haben. (Kriegsverbrechen – wo ist die Empörung?)

Aus den Ruinen von Schuja’iya wurde die Leiche des hochrangigen Hamas-Mitglieds Eyman Taha geborgen. Palästinensische Quellen berichten, dass er nicht durch israelisches Feuer umkam, sondern hingerichtet wurde, weil ihm Spionage für Ägypten vorgeworfen wurde.

Der griechisch-orthodoxe Erzbischof von Gaza berichtet, dass das Grundstück seiner Kirche, auf dem Hunderte Palästinenser Zuflucht gesucht hatten, von der Hamas genutzt wurde, um Raketen nach Israel zu schießen.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Hamas: Wir werden Israels Forderungen nach Entwaffnung nicht einmal zuhören.
Ein deutscher Diplomat sagte, Deutschland, Frankreich und Großbritannien wollten dabei helfen den Übergang Rafah zu öffnen.
– Ismail Haniyeh betonte erneut, dass die Waffenruhe nicht verlängert wird.
Ägypten: Israel hat der Freilassung von Häftlingen zugestimmt, besteht aber auf der Demilitarisierung.
Hamas-Sprecher Mushir al-Masri sagte auf einer Kundgebung: „Der Krieg ist nicht vorbei.“
Ägypten: Der PA-Vertreter droht mit Rückzug aus den Gesprächen, sollte die Hamas keine „Flexibilität“ zeigen.
Avigdor Lieberman drängt die EU, sie solle Inspektoren an die Grenze zwischen Gaza und Ägypten schicken. („Keine Soldaten oder Polizisten, sondern Inspektoren.“)

Die Israelis warten im Moment eher ab, was kommt:

Freitag, 08.08.2014:

Zahlen:
Seit dem Morgen flog die Luftwaffe Angriffe auf 47 Terrorziele (19:45 Uhr).
Stand 20 Uhr: Seit 8 Uhr morgens schossen die Terroristen 57 Raketen auf Israel. Mindestens 2 Raketen fielen noch im Gazastreifen. Die IDF beschoss 51 Terrorziele, außerdem 3 Terroristen direkt.

Tawfiq Tirawi, Mitglied des Zentralkomitees der Fatah (Friedenspartner!), rief dazu auf die Juden ins Meer zu treiben

Hamas und Al-Jazira sagen, die Terror-Tunnel seien noch intakt.

Ban Ki-moon ist enttäuscht, dass die beiden Seiten sich nicht auf eine Verlängerung der Waffenruhe einigen konnten. Er verurteilte das erneute Raketenfeuer auf Israel.

Ein Sprecher des Palästinensischen Islamischen Jihad droht: „Israel wird die Folgen zu tragen haben, wenn unsere Forderungen nicht erfüllt werden.“

Waffenstillstands-Heckmeck:
Hamas und PIJ kündigten an die Waffenruhe nicht zu verlängern, weil Israel ihre Forderungen nicht erfüllt hat.
Am frühen Morgen hieß es von arabischen Offiziellen noch, die Ruhe werde ohne Vereinbarung fortgesetzt, obwohl Israel und die Hamas keine Einigung erzielten.
– Kairo verlangte eine Verlängerung der Waffenruhe um 72 Stunden auch ohne Vereinbarung.
– Die israelische Delegation hat nach der Erneuerung des Raketenterrors die Gespräche in Kairo verlassen und ist abgereist.
Die USA drängen „die Seiten“ darauf eine Waffenruhe zu vereinbaren.

Samstag, 09.08.2014:

Zahlen:
11 Uhr: Seit 7 Uhr schlugen 10 Raketen in Israel ein.
Stand 20:30 Uhr: 50 israelische Luftangriffe, 5 arabische Tote (davon 2 Terroristen auf einem Motorrad, gezielt angegriffen), 23 Raketen schlugen in Israel ein.

Chris Gunness von der UNRWA: Die Blockade des Gazastreifens muss enden, damit der Wiederaufbau beginnen kann und eine politische Lösung des Konflikts muss her. (Der macht die Rechnung ohne die Terroristen – oder spielt dasselbe üble Spiel wie die Terroristen.)

Ägyptische Quellen sagen, Israel habe die Freilassung von 25 Häftlingen im Tausch für die Leichen(teile) zweier Soldaten angeboten.

Hamas droht mit einem Abnutzungskrieg und bezeichnet Israel als unversöhnlich.

Waffenstillstand:
– Das US-Außenministerium gibt sich voller Hoffnung, dass „die Seiten“ in den kommenden Stunden einen Waffenstillstand erzielen (Meldung von Mitternacht)
Hamas-Sprecher Fawzi Barhoum warnte, es werde „keine Zugeständnisse an Israel“ geben. Die „Unnachgiebigkeit des Aggressors“ wird diesem nichts bringen.
Eine französische Quelle berichtete, die palästinensische Delegation in Kairo habe zugestimmt die Frage eines Seehafens im Gazastreifen zu vertagen und die Kontrolle des Übergangs Rafah der PA zu übergeben. (Fragt sich, ob Hamas/PIJ da wirklich mitgerechnet werden können.)
– Sonntag soll eine israelische Delegation in Kairo eintreffen. Verhandlungen soll es aber nur geben, wenn das Raketenfeuer aufhört.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

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