Der wahre palästinensische Traum

17. Oktober 2014 um 14:00 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO | 3 Kommentare
Schlagwörter: , , , , ,

Dr. Einat Wilf, Israel HaYom, 1. Oktober 2014

Die Schlacht der Reden zwischen Premierminister Benjamin Netanyahu und PA-Präsident Mahmud Abbas vor der UNO war ein Zeichen, dass die Schlacht um internationale Anerkennung der Legitimität der zionistischen Idee weiter geht. Der heftige Kampf, die öffentliche Meinung gegen Israel und den Zionismus zu wenden, ist nicht neu, aber in den letzten Jahren – nachdem Gewalt fehlgeschlagen ist – hat die palästinensische Anti-Israel-Aktivität auf ihn konzentriert.

Nur zu viele Menschen weltweit glauben irrtümlicherweise, dass dies ein Krieg der Worte, Bilder und Symbolik sei, weniger eine Bedrohung als der mit Raketen, Tunneln und Terrorismus geführte. Doch obwohl die Methode nicht gewalttätig ist, bleibt der Zweck des Kampfs der gleiche: Er wird geführt, um den Staat Israel und die zionistische Idee im Weltbewusstsein als das totale Böse zu fixieren, ohne die die Welt besser dran wäre. Die gewaltfreie Aktivität Israel zu Satan zu machen legt die Grundlagen für die tatsächliche Gewalt, die folgen wird.

Das war das, was die Rede des PA-Präsidenten erreichen sollte. Zu sagen, Abbas Rede sei voller Lügen gewesen, mildert eigentlich das, was er erreichen wollte. Nachdem Ideen wie „Zionismus ist Rassismus“ und „Zionismus ist Apartheit“ Fuß fassten, haben wir jetzt „Zionismus ist Völkermord“. Die praktische Bedeutung ist, dass wir nicht nur Aufrufe zu Boykotten und zum Sturz des „zionistischen Regimes“ nach dem Beispiel Südafrikas haben werden, sondern nach einem totalen Krieg, um den Israel zu besiegen, denn das ist die einzige Möglichkeit gegen Länder vorzugehen, die Völkermord begehen.

Israel zu beschuldigen Völkermord zu begehen erreicht ein weiteres Ziel, dadurch, dass es ein besonders schändliches Leugnen des Holocaust ist. Wenn Juden Völkermord begehen, dann ist der gegen sie verübte Völkermord entweder gerechtfertigt oder nicht so schlimm. Darüber hinaus teilen Palästinenser die weit verbreitete Ansicht, dass Israel wegen des Holocaust besteht und daher glauben, wenn dieser geleugnet wird oder sich herausstellt, dass Juden selbst Völkermord begehen, sie Israel die Rechtfertigung seines Bestehens verliert.

Es scheint so, als müsste jemand den Palästinensern erklären, dass Israel durch den Wunsch und die Arbeit seiner Gründer und Bauarbeiter gegründet wurde und nicht, weil eine schuldbewusste Welt es ihnen als eine Art Entschädigung gab.

Abbas‘ Rede beinhaltete die Strategie den wahren palästinensischen Traum hinter der Maske zu verstecken, er wolle Frieden. Der Traum eines Großpalästina und den Zionismus in Form der Forderung eines palästinensischen Rückkehrrechts auszudrücken ist der heiligste Teil der palästinensischen Identität, doch die meisten Führer der Welt nehmen ihn nicht ernst und glauben, dass die Palästinenser die Idee eines Großpalästina zugunsten einer Teilung des Landes in einen arabischen und einen jüdischen Staat aufgegeben haben. Bisher gibt es in den Worten und Taten der Palästinenserführer nichts, was das unterstützt und der Welt ist die Mütze über die Augen gezogen worden.

Netanyahus Rede macht klar, dass er das Ausmaß und die Ziele des gegen Israel geführten Kriegs um die öffentliche Meinung voll begreift. Diese Rede war ein entschiedener Schritt im fortgesetzten Kampf um die Legitimität des Zionismus und zeigt ein ernüchterndes Bild der Realität, während sie Hoffnung auf eine bessere Zukunft gibt, di ein tiefgehenden regionalen Veränderungen verwurzelt ist.

In seiner Rede ging Netanyahu zum Basiswissen zurück: Er sagte, dass Israel ein freies Land ist, das an der Seite des Rests der Welt für Freiheit und gegen den militanten Islam kämpft; er erinnerte die Welt daran, dass, auch wenn es einen Konflikt gibt, die Menschen Israels keine Fremden im eigenen Land sind; und er gab einer Bereitschaft Ausdruck ein Arrangement auf Grundlage wahrer gegenseitiger Anerkennung zu erreichen, einschließlich des Rechts – nicht der Macht – des jüdischen Volkes auf einen Staat in seiner Heimat. Selbst wenn uns diese Dinge klar sind, müssen wir sie ständig wiederholen. Was uns offensichtlich erscheint, ist es für den Rest der Welt nicht und muss so immer wieder wiederholt werden.

Der Premierminister stieg in den Ring, um den Staat Israel und das jüdische Volk und unsere fundamentalen Rechte zu vertreten. Die PA-Präsident stieg in den Ring, um diese Rechte zu untergraben. Es handelt sich um eine Schlacht um unser Existenzrecht; selbst wenn sie sich also hinzieht, haben wir also keine Wahl: Wir müssen sie gewinnen.

Irgendwelche Vermutungen, wer die einzigen Flüchtlinge der Welt sind, denen das Recht auf Wiederansiedlung verwehrt wird?

2. Oktober 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Europa+Nahost, Palästinenser, UNO | Hinterlasse einen Kommentar
Schlagwörter: , ,

Evelyn Gordon, Commentary Magazine, 17. September 2014

Die Nachricht, dass Hunderte Palästinenser aus dem Gazastreifen letzten Woche ertranken, als die Boote sanken, in denen sie versuchten Europa zu erreichen, hebt einmal mehr die Heuchelei der Haltung der Welt gegenüber den Palästinensern heraus. Immerhin hat die „internationale Gemeinschaft“ zwei Drittel aller Einwohner des Gazastreifens bona fide zu Flüchtlingen erklärt, obwohl die weit überwiegende Mehrzahl von ihnen im Gazastreifen geboren wurde und dort ihr gesamtes Leben verbracht hat. Und als „bona fide“-Flüchtlinge sollten sie nicht in einem verzweifelten Versuch Europa zu erreichen klapprige Schmugglerboote besteigen müssen wie tausenden weitere Flüchtlinge das jedes Jahr tun. Doch das geht nicht, weil die Palästinenser die einzigen Flüchtlinge der Welt sind, denen das Grundrecht auf Wiederansiedlung verweigert wird.

Zugegeben, sie sind auch die einzigen „Flüchtlinge“ der Welt, für die der Flüchtlingsstatus vererbbar ist und auf ewig Generation um Generation an die eigenen Nachkommen weitergegeben werden kann. Nach der Definition des UNO-Hochkommissars für Flüchtlinge, die für alle Flüchtlinge der Welt außer den Palästinensern gilt, würden heute lediglich ein paar alte Gazaner, die persönlich 1948 heimatlos wurden, als Flüchtlinge betrachtet, nicht die 1,2 Millionen, die tatsächlich im UNO-Register stehen. Wenn also die „internationale Gemeinschaft argumentieren würde, dass die Gazaner ein Recht auf Wiederansiedlung haben, weil sie nicht wirklich Flüchtlinge sind, wäre das absolut legitim.

Das ist es aber nicht. Fakt ist: Die Welt hat nicht nur die einzigartige Definition des von der UNRWA – der persönlichen Flüchtlingsagentur für die Palästinenser – verkündeten Flüchtlingsstatus übernommen, sonder sie unterstützt diese Definition aktiv, indem sie das ständig ausgedehnte Budget der UNRWA, um mit dessen ständig expandierender Zahl an „Flüchtlingen“ Schritt zu halten. Und da sie die Behauptung akzeptiert hat, dass diese als Gazaner Geborenen und Gezüchteten tatsächlich Flüchtlinge aus einem Israel sind, das sie nie gesehen haben, ist die internationale Gemeinschaft verpflichtet sicherzustellen, dass sie dieselben Rechte genießen wie alle anderen Flüchtlinge.

Stattdessen sind die Palästinenser die einzigen Flüchtlinge der Welt, denen das Recht auf Wiederansiedlung verweigert wird. Während das UNHCR jedes Jahr zehntausende Flüchtlinge neu ansiedelt, hat die UNRWA in den 65 Jahren ihres Bestehens nicht einen einzigen Flüchtling neu angesiedelt. Im Gegenteil: Die von ihr für die palästinensischen Flüchtlinge betriebenen Schulen indoktrinieren sie ab dem Kindergarten dazu, dass es einen – und nur einen – Weg für sie gibt ihren Flüchtlingsstatus zu beenden: durch die „Rückkehr“ in die Städte und Dörfer in Israel, aus denen ihre Vorfahren flüchteten – das die meisten von ihnen nie gesehen haben und von dem es einen Teil nicht einmal mehr gibt. Kurz gesagt: Da Israel niemals freiwillig alle fünf Millionen „Flüchtlinge“ im UNRWA-Register aufnehmen wird, sagt diese ihnen, dass die einzige Lösung für ihren Flüchtlingsstatus Israels Vernichtung ist.

Gemäß einer Meinungsumfrage von Ende August würden sage und schreibe 43 Prozent der Gazaner gerne auswandern. Viele dieser Möchtegern-Auswanderer gehören vermutlich zu den zwei Dritteln der als Flüchtlinge registrierten Gazaner, was bedeutet, dass sie den Anspruch auf Hilfe zur Wiederansiedlung haben sollten. Hier deshalb ein bescheidener Vorschlag: Westliche Länder, die die Hauptgeldgeber der UNRWA sind, sollten einen großen Anteil der mehr als $1 Milliarde im Jahr, die sie der UNRWA geben, nehme und sie stattdessen dafür spenden, dass diese Gazaner neu angesiedelt werden, die den Streifen verlassen wollen. Das würde nicht nur den Flüchtlingen im Gazatreifen selbst helfen, sondern es würde auch langfristig Geld sparen, indem die Zahl der Flüchtlinge in der Fürsorge der UNRWA beträchtlich reduziert wird.

Alternativ könnten sie der UNRWA sagen, dass man nicht länger bereit ist bei der Fiktion mitziehen, dass ihre fünf Millionen „Flüchtlinge“ wirklich Flüchtlinge sind und von nun an Gelder nur den Flüchtlingen zur Verfügung stellen, die tatsächlich der UNHCR-Definition entsprechen. Das übrige Geld würde an die Regierungen gehen, unter denen die meisten der bei der UNRWA registrierten Flüchtlinge leben – in erster Linie Jordanien, die PA und der Libanon – damit diesen geholfen wird die Dienste zu bieten, die die UNRWA bisher bietet.

Aber weiterhin die Palästinenser als Flüchtlinge zu definieren, während man ihnen das Grundrecht auf Wiederansiedlung verweigert, ist gewissenlos. Und all die Westler, die behaupten sich so sehr um die Rechte der Palästinenser zu sorgen, sollten die ersten sein, die gegen dies heuchlerische und diskriminierende Gepflogenheit protestieren.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (28.09.-04.10.2014)

28. September 2014 um 21:17 | Veröffentlicht in Israel, Jerusalem, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO | Hinterlasse einen Kommentar
Schlagwörter: , , , , , , , , , , , ,

Sonntag, 28.09.2014:

Abbas vor der UNO: Israel betreibt einen „neuen Völkermord-Krieg“ gegen die Palästinenser.

Der Terrorgrande, Holocaustleugner und illegale „Präsident“ der PA hatte angekündigt, er werde der UNO einen Zeitplan für einen israelischen Abzug aus Judäa und Samaria vorlegen. Das hat er zumindest in seiner Rede vor der Vollversammlung nicht gemacht; angekündigt war auch, dass das direkt nach Abbas‘ Rede erfolgen sollte – nichts. Jetzt heißt es von der PA, der Plan werde „bald“ vorgelegt. Konkreter hieß es später: innerhalb der nächsten zwei Wochen.

Die Fünfte Kolonne: Der arabische Knesset-Abgeordnete Barakeh setzte im PA-Fernsehen die Regierung Israels mit dem ISIS gleich.

Der Block der islamischen Länder bei der UNO beschwatzt die Palästinenser dem ICC beizutreten, damit sie Israel wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschheit verklagen können.

Montag, 29.09.2014:

Mahmud Abbas droht weiter: Wenn Israel seinen Forderungen aus der UNO-Rede nicht nachgekommen wird, wird er einen „politischen Krieg“ führen.

Saeb Erekat kann nicht anders, er lügt wieder wie gedruckt. Heute behauptete er, 96% der arabischen Toten des Gazakriegs vom Juli/August seien Zivilisten gewesen. (Ironie: Sein Chef, Abbas, hatte Anfang des Monats noch gesagt, dass „861 Märtyrer der Fatah fielen“ – da sind die übrigen Terroristen noch nicht eingerechnet. 861 von ca. 2.100 sind nicht nur 4%.) Bei seinem Lügen-Interview sprach er auch davon, dass Israel 12.000 Gazaner getötet hätte (was aber vermutlich nur ein Versprecher war, weil er von 12.000 Getöteten und 12.000 Verwundeten sprach).

Um den Gazastreifen wird ein neuer Zaun gebaut, ein elektronischer Zaun, der Infiltrationsversuche an IDF und den Regionalrat meldet.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Der ägyptische Außenminister ließ wissen, dass eine Demilitarisierung des Gazastreifens derzeit nicht zur Diskussion stehe.

Dienstag, 30.09.2014:

Hamas behauptet, die von Netanyahu bei der UNO gezeigten Bilder seien Fälschungen. Die Quelle allen Bösen und des Terrors in der Welt sei Israel.

Saeb Erekat mag nicht nachstehen: Er setzt Netanyahu mit Führer („Kalifen“) des IS gleich.

Eine Analyse der Zahlen des palästinensischen Gesundheitsministeriums ergab, dass 49% der Toten im Gazakrieg diesen Jahres Terroristen waren.

Trotz der dort vorherrschenden arabischen Gewalttaten gegen Juden zogen weitere 11 jüdische Familien nach Shiloah (Silwan) in Jerusalem.

Die beim Festnahmeversuch getöteten Entführer und Mörder der drei israelischen Jugendlichen wurden von der PA bei ihrer Beerdigung in den Status der Märtyrer erhoben und in den höchsten Tönen gelobt. Das sei eine „Exekution“ gewesen.

PA-Sprecher Nabil Abu Rudeineh: Eine Lösung des Konflikts mit Israel muss auf internationalen Resolutionen und der arabischen Friedensinitiative (von 2002) fußen; jegliche Vereinbarung muss zur Gründung eines Palästinenserstaats mit Jerusalem als Hauptstadt führen. Voraussetzung ist der sofortige Baustopp in Judäa und Samaria, die Aufhebung der Belagerung des Gazastreifens und die „Einstellung allen Tuns von Extremisten“ in den heiligen Stätten.

Mittwoch, 01.10.2014:

Hamas hat die Eigenproduktion von Raketen wieder aufgenommen und gestern 5 Testschüsse aufs Meer unternommen.

Ein offizieller Vertreter der Fatah – Jibril Rajoub – auf einer Pressekonferenz sagte, die Hamas müsse ihre Waffen verstecken, dürfe sie nicht offen tragen – aber sie sei nicht verpflichtet ihre „Widerstandswaffen“ abzugeben. Die unterschriebenen Vereinbarungen zwischen der PA und Israel besagen aber ausdrücklich, dass schon das Vorhandensein von Raketen und einer Reihe weiterer Waffen verboten ist.

Abbas droht: Sollte Israel die von ihm (Abbas) initiierten diplomatischen Vorgänge nicht mitmachen und Fortschritte bringen, wird die Sicherheitskooperation zwischen PA und Israel behindert.

Die PA setzt einen Termin: Israel muss bis November 2016 aus „allen seit 1967 besetzten Palästinensergebieten, einschließlich Ostjerusalem“ abgezogen sein. Soll der UNO-Sicherheitsrat beschließen.

Heckmeck:
Obama im Gespräch mit Netanyahu: Der Status quo zwischen Israel und den Palästinensern muss sich ändern. Es sei wichtig „Möglichkeiten zu finden, um für den Frieden mit den Palästinensern zu werben“. (Der hat immer noch nicht begriffen, dass er das den Arabern sagen muss, nicht Israel.)
Netanyahu bekräftigte, im selben Gespräch, dass er weiterhin der Zweistaatenlösung verpflichtet ist. (Ministerin Hotovely sagte gestern, mit seiner Rede vor der UNO-Vollversammlung habe Netanyahu die Zweistaatenlösung beerdigt.“

Donnerstag, 02.10.2014:

Am Mittwochabend ermöglichte die IDF die Fahrt von 12 Bussen zum Josefgrab in Schechem/Nablus; die Fahrgäste nutzten dort die Nacht zum Gebet.

Seit Mahmud Abbas vor einigen Monaten die „Rückkehr zum Terror“ verkündete, haben die Schussangriffe in Jerusalem, Judäa und Samaria stark zugenommen. Die Terroristen schießen allerdings nicht nur auf Juden, sondern auch auf einander. Besonders Fatah-Mitglieder scheinen immer häufiger beschossen zu werden, wobei oft nicht klar ist, ob sie von anderen Terrorgruppen angegriffen werden oder von Rivalen in den eigenen Reihen.

Zum ersten Mal in 30 Jahren liegen Yom Kippur und das islamische Zuckerfest auf demselben Wochenende. Die israelischen Sicherheitskräfte stehen in erhöhter Alarmbereitschaft, um möglichen Zusammenstößen entgegenzuwirken.

Freitag, 03.10.2014:

Hamas prahlt: Die IDF hat nicht alle Tunnel zerstört. Sie bleibt dem bewaffneten Konflikt verschrieben, trotz der Waffenstillstandsgespräche in Kairo.

Der arabisch-israelische Knessetabgeordnete Ibrahim Sarsur behauptet, Israel und die USA seien „grausamer als ISIS“; er forderte ein globales Kalifatssystem.

Samstag, 04.10.2014:

Versprechen der Hamas (natürlich ein einer „Predigt“ zum Feiertag): Wir werden weiter die Waffen des Widerstands entwickeln und bauen.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (14.-20.09.2014)

14. September 2014 um 21:06 | Veröffentlicht in Israel, Jerusalem, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO | Hinterlasse einen Kommentar
Schlagwörter: , , , , , , , , , ,

Sonntag, 14.09.2014:

Eine Nettigkeit der PA-Zeitung Al-Hayat al-Jadida vom 10. September 2014 (gesehen hier):

alhayat20140910.tw24

Waffenstillstand? Die Terroristen vom Palästinensischen Islamischen Jihad sind längst wieder kräftig dabei neue Terrortunnel zu graben.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Khaled Meschaal: Israel versteht nur Gewalt. (Indirekt) zu verhandeln ohne weiter „Widerstand“ zu üben, sei wie um Almosen zu betteln.

Montag, 15.09.2014:

Wieder zu erwarten: Die verzweifelten PA-Terrorgranden sehen nicht genug Aufmerksamkeit für sich und müssen daher irgendwie die Ursache für alles Grauen wieder Israel zuschieben: Es gäbe keinen ISIS, wenn es die „Besatzung“ „Palästinas“ durch die Juden nicht gäbe, behauptete Nabil Abu Rudeineh. Klar doch.

Dienstag, 16.09.2014:

Friedenspartner? Der PA-„Außenminister“ setzte „die Besatzung“ mit dem Terrorismus des Islamischen Staat gleich.

Ein Imam im Gazastreifen: „Waffen sind unser einziges Mittel zur Gründung des Kalifats.“

Der arabische Terror in Jerusalem wird von vielen Israelis „stille Intifada“ genannt, weil die Behörden so wenig gegen die Randalierer und Terroristen unternehmen. In diese Krawalle sind zunehmend kleine Kinder im Alter bis hinunter zu 9 Jahren verstrickt.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Der UNO-Gesandte Robert Serry sagte, die Parteien hätten eine Vereinbarung erzielt, die sicherstellt, dass die Hamas kein Baumaterial für Terrorismus abzweigen kann.

Mittwoch, 17.09.2014:

Es scheint so, dass die Hamas die Raketenschießer von gestern Abend festgenommen hat.

Soldaten schützten rund 700 Besucher, die während der Nacht das Josefsgrab in Schechem (Nablus) besuchten, um dort zu beten.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Trotz des Feuers gestern Abend soll der Waffenstillstand aufrecht erhalten bleiben.
Israel stimmt einem Vorschlag der UNO für einen Mechanismus zum Wiederaufbau des Gazastreifens zu. Die Aufsicht wird die UNO haben; einerseits soll der Wiederaufbau vorangetrieben werden, andererseits sollen Israels Sicherheitsinteressen gewahrt werden.
Tony Blair im Auftrag des Nahost-Quartetts: Eine Verzögerung beim Wiederaufbau des Gazastreifens wird die Waffenruhe gefährden. Es muss also alles wieder ganz schnell gehen (übers Knie gebrochen werden) – der Gazastreifen muss über bloße Reparatur hinaus gehen und substantielle, dauerhafte Veränderungen erhalten, mit der Westbank vereinigt und für die Welt wieder geöffnet werden.

Donnerstag, 18.09.2014:

Friedensförderndes aus dem PA-Fernsehen: Juden sind „die bösartigsten aller Kreaturen“, „barbarische Affen, erbärmliche Schweine“.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Die Hamas lässt wissen, dass die indirekten Gespräche mit Israel noch vor am 24. September wieder beginnen werden.

Freitag, 19.09.2014:

Nach Angaben aus dem Libanon verstärkt die IDF die Befestigungen an der Nordgrenze. Bei Metulla wurden Zemetblöcke und eine Mauer zwischen der Grenze und der Stadt aufgestellt und ließ Panzer und Schützenpanzer auffahren. Die Araber behaupten natürlich, das werde nicht zum Schutz gemacht, sondern um Militärbewegungen zu verbergen.

Friedens-Heckmeck:
François Hollande findet, dass die Verhandlungen zu lange dauern. Beide Seiten müssten eine „dauerhafte Friedensvereinbarung“ treffen. Eine Resolution zur „Lösung für den Konflikt“ werde dem UNO-Sicherheitsrat vorgelegt werden, in der sehr klar gesagt werden würde, was man von beiden Seiten erwartet.

Samstag, 20.09.2014:

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Ein Hamas-Vertreter behauptete Ägypten habe es abgelehnt, weiterhin Gastgeber der (indirekten) Gespräche mit Israel zu sein; die Fatah habe das der Hamas mitgeteilt. Ägypten und die Fatah bestreiten dies.
– Weil Mittwochabend das jüdische Neujahrsfest (Rosh HaShanah) beginnt, hat Israel gebeten, dass die für Mittwoch geplante Wiederaufnahme der Gespräche in Kairo vorgezogen wird. Ein israelischer Diplomat bestätigte später, dass die Gespräche bereits am Dienstag aufgenommen werden sollen.

Die UNO bestätigt die Unterstützung für ihre UNDOF-Truppe auf dem Golan. Diese werde weder abgezogen noch aufgelöst. Die Erfüllung ihres Auftrags sei „unverzichtbar für Frieden und Sicherheit im Nahen Osten“.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Das Trauerspiel westlicher Friedensschützer in Nahost

4. September 2014 um 14:30 | Veröffentlicht in Anmerkungen, UNO | 1 Kommentar
Schlagwörter: ,

Die „Rebellen“ der Al-Nusra-Front haben UNO-Posten auf dem Golan überrannt, besetzt, Blauhelme „festgenommen“. Einige philippinische Blauhelme flohen vom Golan – nach Israel.

Das ist ein Muster, dass seit Jahrzehnten immer wieder zu verfolgen ist. Hier nur ein paar Beispiele:

- 1956 stimmte Israel der Räumung des Sinai zu; die USA „garantierten“, dass Ägypten von dort nicht angreifen würde. 1967 drohte Nasser und die US-Truppen waren flugs aus dem Sinai verschwunden.

- 1978 wurde UNIFIL ins Leben gerufen – eine Überwachungstruppe der UNO im Libanon. Sie hatte ursprünglich den Auftrag den Abzug der IDF sicherzustellen. Das Mandat wurde später mehrfach „der veränderten Lage angepasst“ und geändert. Nach dem Zweiten Libanonkrieg 2006 bekam sie den „robusten“ Auftrag die Wiederbewaffnung der Hisbollah zu verhindern und für Ruhe an der Grenze zwischen Israel und dem Libanon zu sorgen.
Die Hisbollah hat mehr Raketen als je zuvor im Südlibanon stationiert und gelegentlich auch nach Israel geschossen. Darüber hinaus gab es mehrere tödliche Beschießungen von Israelis. Die Terroristen halten sich bei ihren Angriffe besonders gerne in nächster Nähe zu UNIFIL-Posten auf, weil sie hoffen, dass Israel nicht zurückschießt, um keine Blauhelme zu treffen.
Die UNIFIL-Truppen führen nachts keine Patrouillen durch – zu gefährlich.
Dafür forderte der französische damalige UNIFIL-Oberkommandierende die Erlaubnis auf israelische Kampfflugzeug schießen zu dürfen, damit diese keine Patrouillen mehr über dem Libanon fliegen.
Derselbe Oberkommandierende verkündete übrigens großspurig, die UNIFIL sei nicht dazu da Israel zu schützen oder dessen Sicherheitsauftrag zu gewährleisten!

- Die TIPH (Temporary International Presence in Hebron) wurde nach dem Massaker von Baruch Goldstein an 29 Muslimen in einer Moschee von Hebron eingerichtet und sollte beobachten, was in Hebron und Umgebung los ist und Fehlverhalten melden. Fakt ist, dass diese Truppe nicht nur einseitig ausschließlich israelische echte und erfundene, aber keine arabischen Fehltaten berichtete, sondern teilweise Komplizen in der Irreführung der Öffentlichkeit ist. Sie steht so eindeutig auf Seiten der Terroristen, dass ein israelischer Offizier eigens abgestellt ist, „um den von ihnen verursachten Schaden zu begrenzen“. 2002 starben bei einem Mordangriff z.B. 2 TIPH-Leute, eine Kollegin wurde schwer verletzt, als ein Terrorist in Uniform (der PA-Polizei) mit einer AK-47 auf ihr Auto schoss. TIPH behauptete zunächst, der Täter sei ein israelischer Polizist oder Soldat gewesen.

- Die EU-Beobachter am Übergang Rafah sollten eigentlich dafür sorgen, dass keine verbotenen Gegenstände in den Gazastreifen geschmuggelt werden; die Israelis hatten sich darauf eingelassen und beobachteten selbst nur noch per Kamera. Als die Hamas im Gazastreifen putschte, wurde es den EU-Typen zu gefährlich – und sie flohen nach Israel (wieso nicht nach Ägypten?).

- Auf dem Golan ist seit dem Yom-Kippur-Krieg die UNDOF stationiert, ebenfalls ein schwach bewaffneter Beobachter-Trupp (1.200 Soldaten), der den Frieden sichern soll. Im Mai 2011 waren die Blauhelme bemerkenswert abwesend, als Syrer auf die Grenze marschierten und den Zaun niederreißen wollten. Seltsamerweise waren sie sonst jedes Jahr anwesend…

Wir hören immer wieder, dass doch internationale Truppen den Frieden in Judäa und Samaria bzw. im Jordantal sichern könnten. Bisher gibt es nicht einen einzigen Fall, in dem UNO-Blauhelme gegen arabische Kriegslüsternheit vorgegangen ist und eine „Auseinandersetzung“ verhindert hat. Im Gegenteil – sie haben (verständlicherweise?) immer Fersengeld gegeben oder weggeschaut, wenn es hart auf hart kam. Die UNDOF-Soldaten in Syrien sind schlichtweg nicht mit den notwendigen Waffen ausgestattet, um die Islamisten-Truppen abzuwehren oder zurückzutreiben. Und im Zweifelsfall stellen sich UNO-Soldaten gegen Israel auf, nicht gegen die Terroristen.

In anderen Konflikten findet sich ähnliches Verhalten. In Afrika sind UNO-Schutztruppen immer wieder als korrupt, Plünderer und Vergewaltiger der schutzbefohlenen Bevölkerung bekannt geworden. 1964 zog die UNO ihre Beobachtertruppe aus dem Jemen ab. 1994 wurden in Ruanda fast 1 Million Menschen ermordet – die UNO gaben anfangs Bericht ab, dann folgte – Untätigkeit. Im damaligen Jugoslawien gab es Massaker an der muslimischen Bevölkerung in Bosnien; Srebrenica ist das, was wohl jedem noch im Gedächtnis ist: Niederländische Blauhelme tranken mit den Mördern Schnaps und hatten ihnen nichts entgegenzusetzen. (Rühmliche Ausnahme war ein heute als Musiker bekannter britischer Oberst, der in einem anderen Fall seine Panzer einsetzte.)

Und Israel soll internationalen Friedensschutztruppen vertrauen?

„Palästina“ schlägt Poster-Sammlung für UNESCO vor – aber es gibt keine von vor 1967

2. September 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Geschichte, Palästinenser, UNO | Hinterlasse einen Kommentar
Schlagwörter: ,

Elder of Ziyon, 22. August 2014

Vom The Palestine Poster Project:

Die Vorschläge einer großen Sammlung an Postern für die Palestine Poster Project Archives (Archiv Projekt Palästina-Poster) sind zur formellen Begutachtung durch die Bildungs-, Wissenschafts- und Kultur-Organisation der UNO, Memory of the World-Programm, angenommen. Das Internationale Register des UNESCO-Programms trägt bibliothekarische und Archivbestände von „Weltbedeutung und herausragendem universellen Wert“ ein.

Das vorgeschlagene Werk – die Liberation Graphics Collection of Palestine Posters (Sammlung Befreiungs-Grafiken an Palästina-Postern) – ist die erste je vom Staat Palästina für das Weltdokumentenerbe vorgeschlagen wurde. Sollte es eingetragen werden, wird es einem Verzeichnis hinzugefügt, zu dem die Wandteppiche von Bayeux, das Book of Kells, das Phönizische Alphabeth, die Gutenberg-Bibel, Karl Marx‘ persönlich kommentierte Manuskript von Das Kapital und Hunderte weiterer historisch bedeutender Dokumente gehören.

Die Liberation Graphics Collection of Palestine Posters umfasst 1.700 seltene Poster, die von palästinensischen und internationalen Künstlern in Solidarität mit dem palästinensischen Streben nach Befreiung, Souveränität und dem Rückkehrrecht geschaffen wurden. Diese Dokumente decken einen kritischen Zeitraum der palästinensischen Geschichte ab: die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts, als die Palästinenser sich unter Bedingungen der Kolonisation, des Krieges, Exils und Besatzung organisierten und Geltung verschafften.

Ich habe überhaupt nichts gegen das Projekt Palestine Poster. Trotz des Namens haben sie eine unglaubliche Sammlung historisch zionistischer Poster 1897 zurück zusammengestellt. Es ist eine gewaltige Forschungsstelle mit faszinierenden Leckerbissen und Einigem an fantastischer und wichtiger Poster-Kunst.

Hier ein Plakat vom Fünften Zionistischen Kongress im Jahr 1901.

Nicht nur das, sondern es gehören auch mehrere Dutzend meiner Poster zu ihrer Seite! Die meisten sind zwar politisch orientiert und wurden nicht als große Kunst geschaffen, doch ich bin stolz auf dieses Poster, das sie dazu genommen haben.

Es gibt auch einige wenige antisemitische Plakate der Dreyfus-Affäre.

Jetzt wollen wir einen Blick auf die besondere Sammlung werfen, die der „Staat Palästina“ vorschlug, damit sie wie die Gutenberg-Bibel dazu gehört. Die frühesten palästinensisch-arabischen Poster, die sie haben (außer einer Reproduktion eines Gemäldes von 1960) stammen von 1967. Dazu gehört dieses von der Fatah gegen die UNO-Resolution ausgegebene Poster:

Und sie haben eine frühe Version der Lügenden Landkarte:

Ich stimme zu, dass man sich die Sammlung ansehen sollte – die Menschen müssen die gewalttätigen Poster der palästinensischen Araber vergleichen und denen der nach vorne schauenden Postern …

der Zionisten gegenüberstellen.

Sollte diese besondere palästinensisch-arabische Sammlung an Postern von der UNESCO angenommen werden, wird sie als wichtiger Teil der palästinensischen Geschichte und Kultur bejubelt werden. Die PA-Regierung denkt eindeutig so.

Ob irgendjemand die einfache Frage stellen wird: Warum gibt es keine Poster, die vor dem Sechstage-Krieg gemacht wurden?

Nächste Seite »

Erstelle eine kostenlose Website oder einen kostenlosen Blog – auf WordPress.com!. | The Pool Theme.
Entries und Kommentare feeds.

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 518 Followern an

%d Bloggern gefällt das: