Wer ist Flüchtling?

2. April 2014 um 14:33 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Geschichte, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO | Hinterlasse einen Kommentar
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Jerold S. Auerbach, The American Thinker, 29. März 2014

Während die israelisch-palästinensischen Friedensgespräche auf ihren wahrscheinlichen Kollaps zuwanken, lohnt es sich die hartnäckigste Frage zu hinterfragen: das eingeforderte Rückkehrrecht für palästinensische Flüchtlinge in ihr verlassenes Heimatland dort, wo heute der Staat Israel besteht. Das ist auch der Angelpunkt, um den sich Israels Identität als Nationalstaat des jüdischen Volkes dreht.

Zwei entscheidende Fragen müssen beantwortet werden: Wer gilt als Flüchtling? Wer zählt sie? Weil das genauso eine politische wie eine demografische Frage ist, variiert die behauptete Zahl der palästinensischen Flüchtlinge 1948 beträchtlich. Palästinensische Quellen – unterstützt durch die United Nations Relief and Works Administration (UNRWA) – behaupten, dass zwischen 800.000 und 900.000 Palästinenser aus dem jungen jüdischen Staat vertrieben wurden. Israelische Forscher geben zwischen 600.000 und 700.000 an, vermerken dabei aber, dass viele Palästinenser aus eigenem Antrieb gingen oder von ihren Führern gedrängt wurden zu gehen, bis die arabische Invasion im Sieg ihren Höhepunkt erreichte. Auf Grundlage seiner sorgfältigen Studie britischer, jüdischer und arabischer Quellen kam Efraim Karsh, Historiker am Kings College, zu dem Schluss, dass es zwischen 583.000 und 609.000 palästinensische Flüchtlinge gab.

Wie ursprünglich von der UNRWA definiert, waren palästinensische Flüchtlinge „Personen, deren normaler Wohnort in der Zeit vom 1. Juni 1946 bis 15. Mai 1948Palästina war und die sowohl Heim als auch Lebenserwerb als Ergebnis des Konflikts von 1948 verloren hatten“. Die besten Schätzungen legen 30.000 palästinensische Flüchtlinge von 1948 nahe, die heute noch leben. Ihre Rückkehr würde kein bedeutendes Problem für Israel darstellen. Sie könnten leicht in die 1,6 Millionen Araber mit israelischer Staatsbürgerschaft aufgenommen werden, ohne die demografische Balance signifikant zu kippen.

Doch die UNRWA ersann eine neue Formel, die auf keine andere Flüchtlingsgruppe der Welt angewandt wird. Sie erweiterte die Zahl der zuwendungsberechtigten Palästinenser – was implizit auch das Rückkehrrecht bedeutet – auf die „Nachkommen“ palästinensischer Flüchtlinge – und zwar alle. Folglich gelten jetzt fünf Millionen Kinder, Enkel und Urenkel als „Flüchtlinge“ – selbst wenn sie niemals einen Fuß nach Palästina gesetzt haben und bereits Bürger eines anderen Landes sind. Es wird geschätzt, dass diese lächerlich aufgeblasene Zahl bis 2050 auf 15 Millionen steigt. Es sollte angemerkt werden, dass die UNRWA nicht überleben kann, ohne dass sie von ihr abhängige Palästinenser hat: Sollte sie den Flüchtlingsstatus auf tatsächliche Flüchtlinge beschränken, dann würden ihre 29.000 angestellten Mitarbeiter bald die Zahl der Kunden übersteigen.

Die palästinensische Autonomie begrüßt die UNRWA-Definition von „Flüchtling“; sie besteht auf ihr als nicht verhandelbare Forderung, dass nicht nur jeder palästinensische Araber, der Palästina 1948 verließ, sondern auch alle ihre Nachkommen Anspruch auf „Rückkehr“ haben. Würde Israel dem zustimmen, dann würde das aber die demografische Vernichtung des jüdischen Staates sicherstellen. Sind fünf Millionen Palästinenser erst einmal „zurückgekehrt“ – nach Israel denn die Palästinenserführer lehnen es ab sie in Palästina aufzunehmen – dann würde die jüdische Mehrhiet (derzeit 75% von knapp mehr als 8 Millionen) verschwinden.

Die Besessenheit der UNRWA mit eingebildeten palästinensischen Flüchtlingen wird von dem Widerwillen fast jeden arabischen Landes (mit eingeschränkter Ausnahme Jordaniens) verstärkt den palästinensischen Flüchtlingen und ihren Nachkommen die Staatsbürgerschaft zu verleihen. Sogar die PA beschränkt Zehntausende ihres eigenen Volks auf armselige Flüchtlingslager statt ihnen zu erlauben sich als Gleiche in die palästinensische Gesellschaft zu integrieren.

Das palästinensische Monopol auf Flüchtlingsstatus bleibt für ihr infektiöses Selbstbild der ungerechten Behandlung unverzichtbar. Eine bengalische Immigrantin in Jerusalem beschrieb vor kurzem ihre Schuldgefühle (The New York Times, 23. März), als sie entdeckte, dass ihr neues Heim im eleganten Viertel Emek Refaim von einer palästinensisch-christlichen Familie bewohnt war, die im Krieg von 1948 „enteignet“ wurde.

Das besuchte sie ihre „engste israelische Frendin“, eine „säkulare, linke … Aktivistin und Rechtsanwältin“, die im nahe gelegenen Ein Kerem wohnt, einst ein arabisches Dorf. Die Freundin erzählte ihr anschaulich und emotional ihre Halluzinationen über „Besucher aus einer anderen Welt“: „die stillen Besucher, die ursprünglichen [arabischen] Bewohner meines Hauses.“ Von Schuld gequält lud sie diese „Erscheinungen“ in ihr Haus ein, um gemeinsam Tee zu trinken – nachdem die zurückkehrende Mutter den Garten vergeblich nach Minze absuchte, die einst nahe des inzwischen unfruchtbaren Feigenbaums wuchs.

Das gab mir zu denken. Meine jüdischen Großeltern, wie die von praktisch jedem, den ich kannte, als ich aufwuchs, waren Flüchtlinge, die vor Verfolgung in Russland und Rumänien flohen. Haben auch wir Ansprüche die Häuser unserer Vorfahren wiederzuerlangen und auf ewig finanzielle Unterstützung zu erhalten? Was sagt es über die Palästinenser und diejenigen, die ihnen das möglich machen, dass sie nach fast 65 Jahren immer noch von sich selbst nur als Flüchtlinge im Exil denken können? Sprich: Warum haben sie sich zu Juden umgedichtet, die zweitausend Jahre lang danach sehnten in ihre verheißenes Land im Land Israel zurückzukehren, das Palästinenser heute als ihres beanspruchen?

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (23.-29.03.2014)

29. März 2014 um 22:45 | Veröffentlicht in EU-Europa, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO, USA | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 23.03.2014:

Mehrere Zehntausend Gaza-Araber versammelten sich in Gaza, um des toten Hamas-Gründers Ahmed Yassin zu gedenken, den Israel 2004 eliminierte. (Yassin beaufsichtigte 425 Terroranschläge, bei denen 377 Israelis ermordet und 2.076 verletzt wurden.)

Hamas-Führer Ismail Haniyeh droht Israel, es würde einen hohen Preis für weitere „Aggressionen“ (sprich: Verteidigung gegen Terror) zahlen.

Die Außenminister der Arabischen Liga trafen sich in Kuwait; sie forderten die arabischen Staaten auf den Palästinensern $100 Millionen monatliche Finanzhilfen zur Verfügung zu stellen und lehnten die Anerkennung Israels als jüdischer Staat ab.

Das Gaza NGO Safety Office (GANSO) versucht die auf Israel geschossenen Raketen zu zählen, ist aber anscheinend nicht so ganz erfolgreich. Dennoch sind die Zahlen interessant. In den zwei Wochen vom 6. bis 19. März sollen es 61 Raketen und 14 Mörsergranaten sein. Von den 61 Raketen fielen 23 noch im Gazastreifen oder explodierten auf der Abschussrampe. Das ist eine Fehlerquote von 38%. Dabei starben mindestens 6 Personen (4 davon Terroristen, 1 ein zweijähriges Kind).

Montag, 24.03.2014:

Der Hamas-Innenminister gab zu, dass die Terrorbande die anderen Terrorbanden im Gazastreifen in ihrem terroristischen Tun unterstützt.

Umfragen in Israel zeigen, dass die Israelis nicht für einen Abzug aus Judäa und Samaria sind. Abbas‘ können sie nicht als Friedenspartner sehen.

Die PA finanziert weiter Terroristen und ermutigt zu Terrorismus. Rami Hamdallah wies $74 Millionen aus dem PA-Haushalt den Familien von „Märtyrern“ zu. (Die PA ist praktisch pleite, aber dafür haben sie Geld!)

Ein Abbas-Handlanger behauptete mal wieder Israel behandle seine arabischen Staatsbürger als „Bürger dritter Klasse“; so werde es keinen Frieden geben.

Ein Hamas-„Parlamentarier“: Wir müssen Juden massakrieren und den Rest dazu bringen die Jizya zu zahlen.

Heckmeck:
- Der EU-Botschafter hat vorgeschlagen, dass die EU Palästinenser bezahlt, die das „Rückkehrrecht“ der „Flüchtlinge“ „aufgeben“. Bei einem Friedenshandel würde die EU so „Palästina“ „stabilisieren“ und verhindern, dass es als „failed state“ Israel mit Raketen beschießt. (Die EU hat immer noch nicht begriffen, worum es im Nahost-Konflikt geht und wer die „Palästinenser“ sind…)
- Eine Umfrage stellte fest, dass 65% der „Palästinenser“ bereit sind die „Friedensgespräche“ fortzusetzen, sollten weitere Terroristen über die vereinbarten 104 hinaus freigelassen werden.
- Obamas Regierung befürchtet einen Zusammenbruch der „Friedensgespräche“. So weit richtig. Die Schlussfolgerung ist falsch: Israel soll unter Druck gesetzt werden wieder neue Zugeständnisse z.B. in Form der Freilassung weiterer Terroristen zu machen, statt die PA unter Druck zu setzen endlich ihren Friedenswillen zu beweisen.

Dienstag, 25.03.2014:

Hamas-Premier Haniyeh forderte bei einer Demonstration in Gaza Israels Vernichtung und „Trefft, trefft Tel Aviv!“.

Mahmud Abbas hat keinen Bock Israel anzuerkennen; stattdessen tönt er, Israel wolle den Tempelberg zwischen Muslimen und Juden aufteilen, wie derzeit die Patriarchenhöhle in Hebron geteilt wird.

Navi Pillay, UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, legte wieder los: Die Raketen der Hamas seien zwar zu verurteilen, aber Israels Reaktion darauf sowieso übertrieben und die Blockade des Gazastreifens muss aufgehoben werden. Außerdem ist der Siedlungsbau die schlimmste Menschenrechtsverletzung überhaupt, er beraubt die Palästinenser aller grundlegenden sozialen, kulturellen, bürgerlichen und politischen Rechte. Und die Gewalttätigkeit der Siedler geht nun schonmal gar nicht.

Eine aktuelle Umfrage unter den „Palästinensern“ zeigt, dass sie zu mehr als drei Vierteln glauben Mahmud Abbas blufft, was die Zurückweisung des Kerry-Rahmenplans angeht, sich aber wünschen, dass er ihn tatsächlich ablehnt.

Heckmeck:
- Hamas-Scheik Hassan Yussef (aus der „Westbank“) sagt, die Hamas würde eine Vereinbarung mit Israel unterstützen, sollte sie in einem Volksentscheid bestätigt werden. (Er macht das im vollen Bewusstsein, dass die „Palästinenser“ einem Vertrag nie zustimmen werden, nie aushandeln werden, den Israel akzeptieren kann und der nicht darauf ausgerichtet ist Israel zu vernichten – was ja Abbas auch so hält. Bei uns werden sie aber wieder zu blöde sein, das auch nur für möglich zu halten.)
- Mahmud Abbas trifft Mittwoch mal wieder auf John Kerry. Dem wird er – hat er betont – erneut sagen, dass ein „jüdischer Staat“ schlichtweg nicht zur Debatte steht.

Mittwoch, 26.03.2014:

Heuchelei pur: Die USA fordern von Israel, dass es verurteilte terroristische Mörder freilässt. Allerdings keine, die Amerikaner ermordeten, sondern nur solche, die Israelis abschlachteten!

Heckmeck:
- Der PA-„Außenminister“ Al-Maliki ließ auf dem Gipfel der Arabischen Liga wissen, dass ein Abkommen zwischen Israel und den Terroristen nicht bindend sein würde. Frieden!

Donnerstag, 27.03.2014:

Ein hochrangiger Fatah-Vertreter forderte in einer im Fernsehen übertragenen Rede die „Wiederaufnahme“ des Terrors gegen Israelis.

Freitag, 28.03.2014:

Arbeitsunfall? Ein 20-jähriger Jihadist der Hamas starb im Gazastreifen beim Reinigen seiner Waffe.

Zwei offizielle PA-Vertreter gaben ein religiöses Gutachten ab: Juden ist es verboten am Kotel (Westmauer, „Klagemauer“) zu beten, weil diese integraler Bestandteil des Al-Aqsa-Geländes ist und daher alleine den Muslimen gehört.

Der vierte Trupp erzterroristischer arabischer Mörder wird von Israel (jedenfalls vorerst) nicht freigelassen, weil Abbas die Friedensgespräche scheitern lässt und einer Verlängerung nicht zustimmt. Die Entscheidung wurde getroffen, nachdem Saeb Erekat zugab, dass die PA nur mit den Gesprächen weiter macht, um diese Terroristen freizubekommen.
Die Terror-PA schäumt – das zeige, dass Israel es mit Frieden nicht ernst meint, sich an Abmachungen nicht hält und dafür zahlen wird.

Heckmeck:
- Trotz der lauten und drohenden Äußerungen der Terror-PA lassen Kerry und sein Außenministerium wissen, dass die Gespräche überhaupt noch nicht gescheitert seien.
- Leicht anders Robert Serry von der UNO: Wenn es keine Lösung gibt (sprich: Israel die Mörder doch noch freilässt), brechen die Verhandlungen zusammen.
- 76% der PA-Araber glauben, dass die Gespräche mit Israel über den 29. April hinaus fortgesetzt werden. Dabei sind 55% der Befragten gegen eine Fortsetzung, 42% dafür.
- Mahmud Abbas sagte der Arabischen Liga noch einmal, dass er es ablehnt über eine Anerkennung Israels als jüdischer Staat überhaupt nur zu diskutieren. Israel erfinde ständig neue Bedingungen, um den Frieden zu torpedieren. (Da schließt er wieder von sich auf andere…)

Samstag, 29.03.2014:

Hassan Nasrallah prahlte wieder mit den Waffen der Terrororganisation und ihren militärischen Fähigkeiten. Aber sie wollen angeblich keinen Krieg mit Israel.

Heckmeck:
- 73,9% der PalAraber befinden, dass die Freilassung der vierten. Gruppe der mörderischen Terroristen zentrale Frage für jeglichen zukünftigen Fortschritt bei den Verhandlungen ist.
- PalArabische Quellen behaupten Israel habe angeboten 400 weitere Häftlinge freizulassen, um den Stillstand bei den Gesprächen zu überwinden.
- Das widerspricht einem Bericht der Al-Hayat (London), Kerry habe Abbas gesagt, Netanyahu hätte behauptet seine Regierung würde auseinanderfallen, sollte die vierte Runde der Freilassung stattfinden, da zu dieser Gruppe 14 israelische Araber gehören.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Zum Glück gibt es ja keine antiisraelische Einseitgkeit in der UNO…

22. März 2014 um 10:47 | Veröffentlicht in UNO | Hinterlasse einen Kommentar
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Israel Matzav, 21. März 2014

Der UNO-Menschenrechtsrats diesen Monat in Aktion:

- Massaker in der Ukraine: nichts

- Massaker in Venezuela: nichts

- Hamas-Raketen: nichts

- Israel: 1 Sonderdebatte, 4 Resolutionen und 4 Berichte

Zum Glück gibt es keine aniisraelische Einseitigkeit in der UNO!

Aktuelle Spätnachrichten(fälschung)

23. Januar 2014 um 16:07 | Veröffentlicht in Satire/Humor, UNO | Hinterlasse einen Kommentar

Nissan Ratzlav-Katz, Facebook, 18.01.2014

Aktuelle Meldung (erfunden):

Die Vereinten Nationen haben sich entschieden alle Aktivitäten mit jeglichen jüdischen Organisationen, deren Mitglieder darauf bestehen den Thora-Abschnitt der nächsten Woche zu lesen, einzustellen. Das Lesen des Pentateuch-Textes „könnte in Bezug auf den Friedensprozess im Nahen Osten mögliche Hindernisse schaffen“, sagte UN-Direktorin für nahöstlichen Unsinn, Ann T. Semit.

„Uns wurde von Repräsentanten der Organisation muslimischer Staaten, dass der Text, den die Juden – Entschuldigung: die Zionisten – versessen sind in genau einer Woche laut zu lesen, die Behauptung enthält, Israel reiche ‚vom Roten Meer zum Palästinensischen Meer, von der Wüste bis zum Fluss‘ und solle gegen ‚einen Vertrag mit den Palästinensern oder mit ihren Göttern‘ sein. Ich denke, das Problem ist klar.“

Frau Semit hat auch gesagt, dass sie Besorgnis erregende Informationen zu mehreren weiteren Kapitel im selben Buch erhalten haben, die ebenfalls den Friedensprozess bedrohen könnten. „Wenn unsere Informationen stimmen, werden wir gezwungen sein die Beziehungen zu jeder Organisation abzubrechen, die diese nicht hilfreichen Ideen drucken oder für sie werben“, sagte sie.

Auf die Information hin, dass viele christliche Organisationen dieselben Texte unterstützen, antwortete Frau Semit: „Als führendste Verfechter des Friedens in der Welt werden wir natürlich keinen Unterschied zwischen Gruppen machen, die an der Aushöhlung der internationalen Bemühungen zur Eliminierung der Juden beteiligt sind. Äh, ‘tschuldigung, öh, ‚Konlikt‘. Ich meinte: zur Eliminierung des Konflikts.“

Israel tötet die wenigsten Unschuldigen, bekommt aber den meisten Ärger

15. Januar 2014 um 14:39 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, UNO | 1 Kommentar
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Ben-Dror Yemeni, i24 news, 9. Januar 2014

Professor Richard Falk ist ein UNO-Topbeamter. Vor kurzem erklärte er, Israel veranstalte Gemetzel an den Palästinenser und hege, was er „völkermörderische Absichten“ nennt. Wenn wir die Beziehung zwischen der Lügenindustrie und dem Diskurs zu Menschenrechten verstehen wollen, könnten wir Schlimmeres tun als den Fall dieses schlechten Menschen, vielleicht eines Juden, zu untersuchen, der eine Verkörperung dieser Verbindung ist.

Lassen Sie uns den Völkermord-Vorwurfe beurteilen. 2013 wurden nach Angaben der Menschenrechtsorganisation B‘Tselem 36 Palästinenser getötet. Mindestens 30 davon waren entweder an Zusammenstößen mit IDF-Soldaten beteiligt oder waren Mitglieder von Terrororganisationen. Nur einige wenige Unschuldige wurden getötet. Der Tod jedes einzelnen davon muss zutiefst bedauert werden. Doch man sollte hinzufügen, dass es keinen anderen Konflikt in der Welt gibt, wo die Todesrate unter Zivilisten so niedrig liegt wie im israelische-palästinensischen Konflikt. In anderen Konflikten wird geschätzt, dass 60 bis 90 Prozent der Todesfälle Unschuldige sind. Im israelisch-palästinensischen Konflikt sind sie eine Minderheit.

Fakt ist: Die jährliche Totenzählung im israelisch-palästinensischen Konflikt fällt niedriger aus als die tägliche Terror-Blutzoll im Irak, Somalia, Syrien, dem Jemen oder anderen Ländern, in denen 1.153 Menschen als Ergebnis von Terroranschlägen starben. Dabei sind die täglichen Toten des vom syrischen Regime begangenen Massakers noch nicht mitgezählt.

Die meisten der Opfer sind Muslime, die von radikalen Muslimen getötet werden. Allein in Pakistan wurden im Verlauf des letzten Jahres 5.366 Menschen durch Terroranschläge getötet. Fast 3.000 davon waren Zivilisten. Im Irak wurden allein 2013 8.868 bei Terroranschlägen getötet, darunter 7.818 Zivilisten. Der von den Koalitionskräften geführte Krieg gegen den Terror forderte zwischen 227 und 300.000 Leben im Irak und Afghanistan, die meisten davon Unschuldige.

Selbst wenn die Zahl der Todesfälle bei israelischen Operationen zehn- bis zwanzigmal höher wäre, würde dies immer noch keinen Völkermord darstellen. Eine breite historische Untersuchung stützt diese Ansicht. Seit 1967 sind weniger als 10.000 Palästinenser getötet worden. Die meisten davon waren Terroristen. Das kann man vieles nennen, aber es ist kein Völkermord.

Doch in all den anderen Konflikten gibt es keinen Professor Falk, der im Hintergrund schwebt und Blutschuld-Lügen verbreitet, keinen UN-Menschenrechtsrat, der zahllose Resolutionen verabschiedet, keine Rechtsorganisationen, die am laufenden Band feindselige und einseitige Veröffentlichungen produzieren und keine Millionen-Subventionen aus Europa, um NGOs zu finanzieren, deren Ziel es ist Lügengeschichten von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschheit zu spinnen.

Als einziges wird Israel herausgegriffen, das weniger Menschen tötet als jede andere an einem Konflikt beteiligte Partei, sowohl in absoluten wie auch in relativen Zahlen. Und es muss mit Organisationen wie dem Islamischen Jihad und der Hamas klarkommen, die unverfroren erklären, dass ihr Ziel die Vernichtung Israels und die Auslöschung der Juden sowie die Tötung von Christen und Kommunisten „bis zum letzten“ ist.

Aber Gruppen, die Lügen verbreiten – manchmal werden sie auch Menschenrechtsorganisationen genannt – werden weiter Lügen verbreiten. Und solange jemand wie Richard Falk ein hochrangiger Berater des Menschenrechtsrats ist und solange Menschenrechtsorganisationen mit diesem Gremium und seinem antisemitischen Berater zusammenarbeiten, sind sie am Verbrechen mitschuldig.

Um richtig verstanden zu werden: Menschenrechte und Menschenrechtsorganisationen sind eine unverzichtbare und wichtige Komponente einer jeden demokratischen Gesellschaft. Aber diejenigen, die obsessiv bei Verschwörungen gegen nur einen einzigen Staat mitwirken, verdienen es Rassisten genannt zu werden – nicht Menschenrechtsverfechter.

Sondersitzungen des UNO-Menschenrechtsrats

30. Dezember 2013 um 12:47 | Veröffentlicht in UNO | Hinterlasse einen Kommentar
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UN Watch, 22. Dezember 2013

Seit seiner Gründung im Juni 2006 bis heute hat der UNO-Menschenrechtsrat (HRC) 19 Sondersitzungen abgehalten. Vierzig Prozent davon fanden zu Israel statt. Sie werden unten untersucht (gesichtet/in Augenschein genommen/beleuchtet).

Zusätzlich hat der HRC dreimal mitten in regulären Sitzungsperioden eine „Dringlichkeitsdebatte“ einberufen: eine gegen Israel wegen des Flottillen-Vorfalls im Juni 2010, für den der Rat den gesamten Dringlichkeitsdebatten-Mechanismus schuf und in dem eine Faktenfindungs-Mission geschaffen wurde, die einen einseitigen Bericht produzierte, dessen Schlüsse später von der Palmer-Kommission des UNO-Generalsekretärs entkräftet wurde; und zwei zu Syrien, im Februar 2012 und Mai 2013. Kein anderes Land ist einer Dringlichkeitsdebatte unterzogen worden.

15 Sondersitzungen, die Länder kritisierten

  • 6 zu Israel. Initiiert von arabischen Staaten, bar jeder Verurteilung des Hamas-Terrorismus oder anderer palästinensischer Verstöße.
  • 4 zu Syriens Massaker an über 100.000 aus dem eigenen Volk. Zu einigen der Abschluss-Resolutionen gehörten Formulierungen, die die Unterstützer Syriens entworfen hatten. S. auch hier.
  • 1 zum Regime Gaddafi.
  • 1 zur Elfenbeinküste.
  • 1 zur Demokratischen Republik Kongo.
  • 1 zu Myanmar.
  • 1 zum Sudan (die auch Lob enthielt).

4 Sondersitzungen, die es unterließen bestimmte Länder zu kritisieren

  • 1 pries Sri Lanka, nachdem dort 40.000 Zivilisten getötet wurden.
  • 1 zu Haitis Erdbeben, darin enthalten keine Kritik an einer Regierung zu Menschenrechtsmissbrauch.
  • 2 Sitzungen zu Lebensmittel- und Finanzkrisen, die beide mit vorwurfsvollem Finger auf den Westen zeigten.

Vollständige Liste aller 19 Sondersitzungen

19. Sondersitzung (1. Juni 2012): Syrien kritisiert wegen „der sich verschlimmernden Menschenrechtslage in der Syrisch-arabischen Republik und den jüngsten Tötungen in El-Huleh“.

18. Sondersitzung (2 Dezember 2011): Syrien kritisiert wegen „der Menschenrechtslage in der Syrisch-arabischen Republik“.

17. Sondersitzung (22. August 2011): Syrien kritisiert wegen „der Menschenrechtslage in der Syrisch-arabischen Republik“.

16. Sondersitzung (29. April 2011): Syrien kritisiert wegen „der Menschenrechtslage in der Syrisch-arabischen Republik“.

15. Sondersitzung (25. Februar 2011): Aufruf zu Aussetzung der Mitgliedschaft des Regimes Gaddafi in Rat wegen der „Lage der Menschenrechte in der Libysch-arabischen Jamahiriya“.

14. Sondersitzung (23. Dezember 2010): „Die Lage der Menschenrechte in der Elfenbeinküste seit den Wahlen vom 28. November 2010.“

13. Sondersitzung (27. Januar 2010): Eine nicht verurteilende Sitzung zu „Unterstützung des Wiederaufbaus in Haiti: ein Menschenrechtsansatz.“

12. Sondersitzung (Oktober 2009): Israel verurteilt wegen angeblicher Verstößen (die Hamas wurde aber nicht verurteilt) und verabschiedete einen Bericht der UNHRC-Factfinding-Mission zum Gaza-Konflikt („Goldstone-Bericht“).

11. Sondersitzung (Mai 2009): Pries die Regierung von Sri Lanka (ignorierte, dass 20.000 Zivilisten getötet wurden).

10. Sondersitzung (Februar 2009): Finanzkrise (beschuldigte den Westen).

9. Sondersitzung (Januar 2009): Verurteilte Israel wegen des Gaza-Kriegs (Hamas-Terror ignoriert).

8. Sondersitzung (November 2008): Demokratische Republik Kongo (der Ermittler wurde nicht wieder eingesetzt, den der Rat ein Jahr zuvor abschaffte).

7. Sondersitzung (Mai 2008): Lebensmittelkrise (beschuldigte den Westen).

6. Sondersitzung (Januar 2008): Verurteilte Israel für Aktionen im Gazastreifen (ignorierte Hamas-Terror).

5. Sondersitzung (Oktober 2007): Myanmar.

4. Sondersitzung (Dezember 2006): Darfur (Sudan für seine „Kooperation“ gepriesen).

3. Sondersitzung (November 2006): Verurteilte Israel wegen einer fehlgeleiteten Artilleriegranate in Beit Hanun (ignorierte Hamas-Terror).

2. Sondersitzung (August 2006): Verurteilte Israel wegen des Libanon-Kriegs (ignorierte Hisbollah-Terror).

1. Sondersitzung (Juli 2006): Verurteilte Israel für die Reaktion auf die Entführung von Gilad Shalit (ignorierte Hamas-Terror).

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