Amerikanische Großkirchen-Christen gegen Israel
17. Juni 2013 um 14:45 | Veröffentlicht in Christen+Kirchen, USA | 1 KommentarSchlagwörter: BDS-Bewegung, Israelfeinde, Weltkirchenrat
Manfred Gerstenfeld interviewt Rabbi Yitzchok Adlerstein (direkt vom Autor)
Die Führung der meisten „großen“ protestantischen amerikanischen Kirchen ist gefüllt von antiisraelischer Agitation, besonders bei denen, die in Missionskomitees sitzen. Inzwischen ist eine beträchtliche Zahl ihrer Mitglieder von antiisraelischer Rhetorik beeinflusst. Darüber hinaus sind jüngere Mitglieder infolge antiisraelischer Haltungen an Universitäten zunehmend Israel gegenüber feindselig. Wenn die Palästinenser hier weiter Fortschritte machen, wird das ein schwerer Schlag für das Selbstverständnis Amerikas als „felsenfest im Lager Israels stehend“ sein.
Zu diesen sehr linken Kirchen gehören die Presbyterianer, Methodisten, Episkopalen, Lutheraner und die United Church of Christ. Sie zählen derzeit rund 16 Millionen Mitglieder. Ihre Mitgliedschaft und ihr Einfluss in den Vereinigten Staaten nehmen ab. Die Rhetorik dieser Kirchen wird in der Regel von noch harscherer aus kleineren Gruppen so genannter „Friedenskirchen“ übertroffen, darunter Mennoniten und Quäker.
Rabbi Yitchok Adlerstein ist Direktor of Interfaith Affairs am Simon-Wiesenthal-Zentrum. Er ist der stellvertretender Lehrstuhlinhaber für Jewish Law and Ethics an der Loyola Law School und Gründungsredakteur des jüdisch-orthodoxen Blogs Cross-Currents.
Die großen Kirchen beanspruchen viele Kongressabgeordnete. Sie repräsentieren Amerikas Kernland und haben eine Reihe von israelfeindlichen Resolutionen verabschiedet. Dazu gehören Aufrufe zu Boykotten sowie De-Investion und Sanktionen (BDS). Einige zielen gegen Israel, andere fokussieren sich auf die „Siedlungen“. Mehrere Kirchen unterstützen das von Hass erfüllte, 2009 von einigen palästinensischen Christen veröffentlichte Kairos-Palaestina-Dokument. Es gibt auch Tourismus nach Israel unter palästinensischer Schirmherrschaft.
BDS begann 2004 mit der Verabschiedung einer Resolution in der Presbyterianischen Kirche (USA), die selektive De-Investition bei Anteilen amerikanischer Firmen forderte, die mit Israel Geschäfte machen. Lange zuvor stellte sich der 1948 gegründete Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) auf die Seite von Ländern der „Dritten Welt“ und deren Denken. Der ÖRK ist eine internationale Dachorganisation großer Kirchen, die in ihren Konfessionen zusammen 590 Millionen Mitglieder zu haben angibt. Er hat Israel regelmäßig verurteilt, aber nie gegen Versuche von Israels Nachbarn und Terroristen protestiert das Land von der Landkarte zu löschen. Oft schaden die von den Kirchen bezahlten Offiziellen Israel, ohne ein besonderes Mandat einer Versammlung zu haben. Im Herbst 2012 z.B., kurz vor den US-Präsidentschaftswahlen, schickte ein Konsortium aus Kirchenvertretern einen Brief an Kongressmitglieder, in dem in Frage gestellt wurde, wie US-Militärhilfe von Israel verwendet wird, verbunden mit Forderungen nach Kürzungen dieser Hilfe.
Mehrere dieser Kirchen veröffentlichen auch extrem antiisraelisches Bildungsmaterial. Dies ist oft das einzige, das Kirchenmitglieder zu Gesicht bekommen. Die Methodisten produzierten vor einigen Jahren eine Studie, die von einem vom jüdischen Glauben abgefallen Pastor geschrieben wurde. Er gab zu das Judentum zu hassen. Darin gab es Abbildungen israelischer Soldaten, die an Naziwachen in Konzentrationslagern erinnerten.1
Die Motive dieser Kirchen sind verschieden. Einige zielen darauf den Staat Israel als „ein in Sünde empfangenes, kolonialistisches Unterfangen“ delegitimieren. Andere streben an, vom fehlenden Frieden im Heiligen Land christliches Zeugnis zu geben. Diese Kirchen haben viel von dem aussortiert, das ihre Großeltern glaubten und praktizierten; behalten haben sie das Mitgefühl für die Machtlosen. Indem sie die Palästinenser verteidigen, machen sie geltend den Underdog gegen das „mächtige und böse Israel“ zu unterstützen.
Die Theologie spielt in den antiisraelischen Aktivitäten der Großkirchen eine zunehmende Rolle. Es begann mit dem Sabeel-Zentrum für Ökumenische Befreiungstheologie und dessen Leiter Dr. Naim Ateek. Viele linke Kirchen sind Partnerschaften mit Sabeel eingegangen. Ateek nutzte in seiner Osterbotschaft von 2001 Kreuzigungs-Symbolik: „Vielen von uns scheint es so, dass Jesus wieder am Kreuz ist, zusammen mit tausenden gekreuzigter Palästinenser um sich herum.“2 Das führt den alten, mörderischen christlichen Vorwurf des Gottesmordes durch die Juden wieder ein. Ateek und andere streiten ab, dass die Bibel überhaupt von einem Bund für das Land mit den Juden spricht. Das ist eine Erneuerung der Ersetzungstheologie und des Supersessionismus und extrem gefährlich für Juden in der ganzen Welt, besonders in einer Zeit zunehmenden Antisemitismus.
Die palästinensischen Einflüsse bei antiisraelischem Schüren von Hass sind riesig. Sie haben ein Jahrzehnt lang Teams palästinensischer Christen durch die USA geschickt, die mit emotionalen Erzählungen über Leid an den innersten christlichen Gefühlen zerren. Sie sind effektiver als palästinensische Muslime, die nicht als „Brüder“ kommen.
Dennoch gibt es Überraschungen. 2012 ersetzten mehrere Konfessionen De-Investion durch Investitionsresolutionen. In einigen Fällen wurden Abstimmungen, die so aussahen als würden sie in die antiisraelische Richtung laufen, durch leidenschaftliche Reden von Pastoren gerettet, die darüber sprachen, welche Folgen solch eine Resolution auf die jüdische-christliche Freundschaft und Partnerschaften in ihren Kirchen haben würden.
Ich spreche regelmäßig mit Freunden in Kirchen, die über allerlei Fälle antiisraelischer Stimmungen nachdenken. Wenn ich viel davon der Fehlleitung christlicher Liebe zuschreibe, werde ich oft dadurch unterbrochen, dass jemand sagt: „Rabbi, ich wünschte, das stimmte. Es gibt weit mehr althergebrachten Antisemitismus in dieser Kirche als irgendjemand von uns gerne zugeben würde.“
Das Handeln dieser Großkirchen hat den Brunnen des christlich-jüdischen Dialogs vergiftet. Juden gingen einen manchmal fruchtbaren Dialog auf der Grundlage der Zusagen ein, dass die christlichen Partner die Verachtung für Juden und das Judentum hinter sich lassen würden und ernsthafte Versuche zu verstehen unternommen würden, was Juden wichtig ist. Die Art und Weise, wie diese Kirchen Israel behandeln, zeigt, dass beides nicht geschehen ist.
Dr. Manfred Gerstenfeld ist Mitglied des Aufsichtsrats des
Jerusalem Center of Public Affairs, dessen Vorsitzender er 12 Jahre lang war.
1 www.camera.org/index.asp?x_context=2&x_outlet=118&x_article=1466
2 www.sabeel.org/res-archives.php?eventid=126
Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (09.-15.06.2013)
15. Juni 2013 um 21:45 | Veröffentlicht in Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO, USA | Hinterlasse einen KommentarSchlagwörter: Benjamin Netanyahu, Friedensbereitschaft, Friedfertigkeit, Golan, Hamas, Hetze, Ismail Haniyeh, israelische Araber, Jibril Rajoub, John Kerry, Judäa+Samaria, Nabil Sha'ath, Palästinensischer Islamischer Jihad, Saeb Erekat, Siedlungen, Terrorbekämpfung, Waffenstillstand
Sonntag, 09.06.2013:
Wie sehen „palästinensische“ Klassenzimmer aus? So zum Beispiel (Facebook): An der Wand über der Tafel die Vorbilder, denen die Schüler nacheifern sollen – Selbsmord-Bomber.
Die UNO: „Israel droht syrische Panzer an der Grenze anzugreifen“ – nett formuliert, nicht wahr? Dass Israel sagt, es werde diese Panzerverbände nur angreifen, wenn sie auf Israel schießen – geschenkt. Dass diese Panzer illegal und nur unter massiver Verletzung des Waffenstillstandsabkommens von 1974 dort stationiert wurden, erfährt man auch nur aus pro-israelischen Quellen.
Aus der Fünften Kolonne: Ein arabischer Knessetabgeordneter droht arabisch-israelischen jungen Frauen, die Nationalen Dienst ableisten (eine Art Zivildienst), sie würden geächtet, sondern sie würden auch schlechte Chance auf einen Ehemann haben, weil die israelisch-arabischen Männer sie nicht wollten. Dasselbe gelte auch umgekehrt.
Jibril Rajoub hat’s übertrieben. Wegen seiner Ausfälle und Hetze gegen Israel wurde ihm das Betreten des israelischen Staatsgebiets untersagt. Der Terrorfürst sollte auf einer Veranstaltung der Meretz-Partei heute in Tel Aviv eine Schlüsselrede halten.
Montag, 10.06.2013:
Das PA-Fernsehen strahlte wieder einmal mehrfach ein Lied aus, mit dem israelische Städte wie Tiberias, Akko, Ramle, Haifa, Beit Shean usw. als „palästinensisch“ deklariert wurden.
Gaza-„Premier“ Ismail Haniyeh am Sonntag: Israel hat keine Zukunft auf palästinensischem Land – also im Nahen Osten. Denn er bezog sich auf das „ganze Palästina“.
Jibril Rajoub wird von der Meretz-Partei ja als Friedenspartner beworben. Die kennen anscheinend das hier nicht (oder halten es für Friedensschwüre): „Das ganze Palästina, vom Fluss bis zum Meer, ist besetzt.“ Das verkündete er in einem Interview nur drei Tage, nachdem die Meretz-Chefin das Verteidigungsministerium heftig angriff, weil es dem Terrorfürsten die Einreise nach Israel nicht gestattete.
Seit Beginn des Jahres 2013 ist in „Ost“-Jerusalem keine Wohnung mehr neu vermarktet worden – es gibt einen de-facto-Baustopp. In den „Siedlungen“ in Judäa und Samaria wurden allerdings etwa dreimal so viele Häuser angefangen wie im selben Zeitraum des letzten Jahres.
Ah, so „ernst“ ist es dem Terrorfürsten mit dem Frieden: Netanyahu bot Abbas vor einem Jahr an 50 Terroristen freizulassen, die seit vor 1993 in Haft sitzen, nur wenn der zu einem Treffen der beiden kommt. Abbas lehnte ab. Es müssten schon alle 107 dieser Terroristen freigelassen werden. Wie üblich: Wann immer ihm ein Angebot gemacht wird, schraubt er die Forderungen höher.
Heckmeck:
- Jetzt kommt Kerry doch noch nicht diese Woche in den Nahen Osten. Er will Mahmud Abbas Zeit geben; der soll sich entscheiden, ob er die Vorbedingungen für Gespräche mit Israel nicht doch fallen lässt.
- Benjamin Netanyahu legte fest, dass jede zukünftige Vereinbarung mit den PA-Arabern entweder von der Knesset ratifiziert oder durch eine Volksabstimmung angenommen werden muss.
Dienstag, 11.06.2013:
Während des letzten Jahres wurden 5 Selbstmord-Bombenanschläge und 30 Entführungen vereitelt.
Heckmeck:
- Saeb Erekat greift ein – das Ergebnis muss vorher schon feststehen: Eine Zweistaatenlösung nicht innerhalb der „Grenzen von 1967“ ist bedeutungslos.
- Hanan Ashrawi tönt auch wieder: Gegenüber einem schwedischen Minister gab sie zu Protokoll, dass „unzweifelhaft das Ende der Zweistaatenlösung und der palästinensischen Institution und Bau der Nation“ erlebt werden. Sie betonte die Wichtigkeit des gewaltfreien Widerstands und der fortgesetzten palästinensisch-europäischen Koordination und Kooperation vor den von den USA vermittelten Friedensgespräche. Das ist klar – die EUropäer verlangen von den Terroristen so gut wie nichts, machen lieber Israel für alles Mögliche verantwortlich, die Amerikanern (selbst die Obamanisten) verlangen von den Terroristen, dass auch sie einlenken. Schmiert man den Friedenshetzern Honig ums Maul.
Mittwoch, 12.06.2013:
Heckmeck:
- Die USA wünschen von der EU, dass sie den Amerikanern die alleinige Verantwortung für die Vermittlung von Frieden zwischen Israel und den Terroristen überlässt. Kerry erwartet israelische Zugeständnisse und keine Vorbedingungen der Terroristen. (Traumtänzer)
Donnerstag, 13.06.2013:
Die Hamas feierte vorgestern auf ihrer Internetseite den zehnten Jahrestag eines „erfolgreichen“ Anschlags auf einen Linienbus. Bei diesem Anschlag gaben sie nicht vor militärische Ziele zu haben, sondern ganz gezielt Zivilisten ermordeten.
Heckmeck:
- Benjamin Netanyahu sprach beim Staatsbesuch in Polen die Friedenbemühungen an: Es ist an der Zeit, dass die PA an den Verhandlungstisch kommt, statt über Verhandlungen zu verhandeln.
- Ophir Akunis wird da deutlicher: Die PA ist in keiner Weise annähernd bereit für einen eigenen Staat, nicht einmal für eine erweiterte Autonomie. Systematisch werden alle Verhandlungsvorschläge abgelehnt, indem inakzeptable Vorbedingungen gestellt werden.
- Die Lügenbarone behaupteten in Gestalt von Religionsminister Mahmud Al-Habash daraufhin gegenüber israelischen Journalisten, die einzige Vorbedingung sei, dass die Verhandlungen auf der Grundlage der „Grenzen von 1967“ stattfinden würden. Würden die Gespräche diesmal scheitern, würde es keine Gespräche mehr geben. Im Übrigen seien die von Israel geplanten Veränderungen auf dem Tempelberg inakzeptabel (welche Veränderungen, bitte?).
- Dazu lassen sie Nabil Sha’at referieren, sie würden alles tun, um einen weiteren gewaltsamen Aufstand („Intifada“) zu verhindern. Man würde an den Verhandlungstisch zurückkehren, wenn die Bautätigkeit in Judäa und Samaria (und Jerusalem) komplett eingestellt und alle Gefangenen freigelassen werden würden. (Ah, das sind ja keine Vorbedingungen!)
Freitag, 14.06.2013:
Der Palästinensische Islamische Jihad veranstaltet auch dieses Jahr wieder Sommerlager für Schüler. Was man dort lernt? Na, das Wichtigste, das man sich als ambitionierte Araberjunge vorstellen kann: Israelische Soldaten entführen und scharf schießen.
Der „Friedenspartner“ PA ehrt mal wieder Terroristen, diesmal drei an der Zahl, die zusammen 166-mal Lebenslänglich bekommen haben.
Die USA konzentrieren sich mal wieder auf ein Detail, statt auf das Kernproblem: Der Bau von 1.000 Wohneinheiten in Itamar und Bruchin sei „nicht hilfreich“. UNO-Generalsekretär Ban stimmt natürlich ganz schnell mit ein.
Wieder einmal gab es eine Landwirtschaftskonferenz in Tel Aviv, an der (diesmal 70) Landwirte aus dem Gazastreifen teilnahmen.
Samstag, 15.06.2013:
John Kerry glaubt weiter, es gebe eine Möglichkeit für Frieden (die EU auch). Realistisch? Omar Barghouti gibt die Merkel (Stichwort „alternativlos“): „Die einzige Alternative ist Gewalt.“ Gewalt als einzige Lösung des Nahost-Konflikts also. Barghouti ist der Chef der BDS-Bewegung, die Israel-Boykott fordert. Er hat in Tel Aviv studiert und seinen Abschluss gemacht. Er will nicht woanders leben… (Letzten Endes fordert er noch mehr Vorbedingungen als Mahmud Abbas – und das will schon was heißen. Aber der kann ansonsten friedensreden, was er will, denn die Drecksarbeit zur Verhinderung von Frieden machen andere zur Genüge.)
Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2013“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).
Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (02.-08.06.2013)
8. Juni 2013 um 21:45 | Veröffentlicht in EU-Europa, Israel, Palästinenser, USA | Hinterlasse einen KommentarSchlagwörter: Friedensbereitschaft, Friedfertigkeit, Hamas, John Kerry, Mahmud Abbas, Terrorismus, Waffenstillstand
Montag, 03.06.2013:
Der Terrorfürst von Ramallah knallt jetzt richtig durch: In einem Interview behauptete der lupenreine „Friedenspartner“, Israels archäologische Grabungen dienten dazu die Al-Aqsa-Moschee zu zerstören, beschwerte sich darüber, dass „jüdischen Extremisten“ das Betreten des Tempelbergs gestattet wird, was alles Teil eines „bösen und gefährlichen Plans“ sei die Moschee zu vernichten, „um den angeblichen Tempel“ zu bauen. Westliche Medien ignorieren das natürlich wieder weitgehend.
Dienstag, 04.06.2013:
Während des Mai schnellten die Fälle von Brandstiftungen in die Höhe, vor allem im Raum Jerusalem. Zwei Hauptbereiche dafür sind der HaShalom-Wald südöstlich der Stadt und die Armeebasis Ofrit auf dem Ölberg. Die Behörden bezeichnen das als besondere Terroranschläge.
Die Hisbollah lässt wissen, dass sie bereit ist, auf dem Golan gegen Israel zu kämpfen.
Die Verbindung der muslimischen Wissenschaftler (der PalAraber) forderte „die arabische und islamische Nation“ auf alle Namen derer, die die Normalisierung mit Israel befürworten, auf eine Liste der wegen Verrat Gesuchten zu setzen.
Saeb Erekat droht wieder: Sollte Israel nicht kuschen und sich John Kerry (und damit den Terroristen) beugen, dann gibt es wieder eine „Intifada“ (die hat dann wieder alles, nur nichts Spontanes, wie bei den letzten auch).
Heckmeck:
– PA-Minister Hussein a-Scheik sagt US-Präsident John Kerry bat Mahmud Abbas, er möge mehr Zeit für die Friedensbemühungen geben. Kerry soll gesagt haben, dass bei einem Fehlschlag die Funktionsrolle der PA ein Ende finden würde und Israel die Verantwortung für die Besatzung tragen müsse.
– John Kerry spricht vor dem American Jewish Congress. Mindestens drei Personen twittern live darüber. Einer schreibt Klartext: Kerry sagt dem jüdischen Publikum, dass er drauf scheißt, dass Israel von Territorium abzog und ihm dafür mit Terror gedankt wurde.
– Mahmud Abbas lässt wieder wissen, dass Verhandlungen allein in der Verantwortung Israels liegen. Sie können stattfinden, sobald Israel alle Forderungen der Terroristen erfüllt hat.
Mittwoch, 05.06.2013:
Shin Bet-Direktor Rubin sagte dem Sicherheitskabinett, dass Mahmud Abbas nicht glaubt, dass es einen Frieden mit Israel gibt.
Am heutigen Mittwoch beginnt zum vierten Mal das „Jerusalem Festival of Light“ (Jerusalemer Lichterferst, hier ein Promo-Video). Das PA-„Außenministerium“ hat seine ganz besondere Charakterisierung dieses fröhlichen Festes: Es ist nichts weniger als Israels Versuch einen regionalen Krieg anzufangen – „ein ausdrücklicher Aufruf im gesamten Nahen Osten einen religiösen Krieg zu führen“.
Der „militärische Arm“ der Hamas wie auch der hochrangige Terrorfürst Mahmud Al-Zahar lassen wissen, dass sie „Palästina mit Gewehren und Raketen aus dem Iran und von der Hisbollah, nicht mit Geld aus Qatar“ befreien wollen.
Donnerstag, 06.06.2013:
Die IDF veröffentlichte Bilder der im Mai bei acht Vorfällen konfiszierten Waffen von Terroristen (davon hört/liest/sieht man in unserem Medien gar nichts).
Versuche israelische Soldaten zu entführen haben im ersten halben Jahr 2013 stark zugenommen. Die IDF listet 27 Versuche, von denen 9 als in fortgeschrittenem Stadium beschrieben werden und die allesamt den Rückhalt einer Terrororganisation hatten. 2012 gab es insgesamt so viele versuchte Soldaten-Entführungen wie bisher im Jahr 2013.
Das „Window of Opportunity“ für Frieden schließt sich, sagte der US-Außenminister – 2013, 2003, 1991…
Heckmeck:
– Die EU als Oberarschloch: Wichtige EU-Mitglieder warnten Israel, wegen der festgefahrenen Friedensverhandlungen und der Genehmigung von Wohneinheiten (in Jerusalem und Yescha) würde zur Unterstützung und Werbung der EU für die Anerkennung der PA-Eigenstaatlichkeit bei der UNO und deren Drohung mit Klagen wegen Kriegsverbrechen in Den Haag führen.
Freitag, 07.06.2013:
Herr Abbas wieder absolut friedensorientiert: Israel will die Al-Aqsa-Moschee zerstören (indem es Juden erlaubt auf dem Tempelberg zu beten!) und einen Tempel dort bauen. Außerdem werde arabischen Muslimen der Zugang zu Tempelberg und das Gebet in den Moscheen verweigert. Jerusalem stehe nicht zur Verhandlung, die Araber würden es nie aufgeben und es werde keinen Palästinenserstaat ohne Jerusalem geben.
Anfang der Woche demonstrierten mehrere Tausend „Palästinenser“ in Ramallah für die Einführung des Kalifats. Frieden!
Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2013“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).
Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (26.05.-01.06.2013)
1. Juni 2013 um 21:25 | Veröffentlicht in Friedensinitiativen, Jerusalem, Nahost-Konflikt, Palästinenser, USA | Hinterlasse einen KommentarSchlagwörter: Ägypten, Friedensnobelpreis, Gazastreifen, Golan, Hamas, John Kerry, Judäa+Samaria, Mahmud Abbas, Muslimbruderschaft, Saeb Erekat, Terrorismus, Terroristen, Waffenstillstand
Sonntag, 26.05.2013:
Videobotschaft im PA-Fernsehen: „Lasst alle wissen, dass ich keine Kompromisse mache.“
Heckmeck:
- John Kerry (vor dem Treffen mit Präsident Shimon Peres): „Ich denke, dass es eine Gelegenheit [für Frieden] gibt, doch das aus vielerlei Gründen nicht jedem auf der Zunge liegt. Die Leute in Israel wachen nicht jeden Tag auf und fragen sich, ob morgen Frieden sein wird, weil es ein Gefühl der Sicherheit und ein Gefühl von Geleistetem und Wohlstand gibt.“ Soll das etwa heißen, dass Herr Kerry Israels Wohlstand als Friedenshindernis betrachtet?
- Erekat lügt wieder rum: Israel müsse sich auf die „Grenzen von 1967“ zurückziehen und den Siedlungsbau einstellen – das seien keine Vorbedingungen, sondern Verpflichtungen. Verhandlungen gibt es nicht, bevor Israel der Forderung folgt. Ansonsten führe übrigens die israelische Politik zu „schlimmerer Apartheid“ als in Südafrika.
- Ah, der Friedenspartner: Mahmud Abbas behauptet, das „palästinensische Volk“ wolle „in Frieden und Sicherheit an der Seite des Staates Israel leben“. Das widerspricht den Umfragen und der „Bildung“, die das „palästinensische Volk“ in Schulen, Moscheen und Medien erhält. Aber auf Englisch schwatzt er ja gerne, was die Friedenshetzer hören wollen. Auf Arabisch ist das schon wieder etwas ganz anderes!
- Ah, wieder ist Geld die Quadratur des Kreises und damit die Lösung für den Nahost-Konflikt. Kerry will $4 Milliarden in die PA-Wirtschaft stecken, das wird dann alles ändern. Das ist ein Plan, Mannomann: größer, mutiger und ambitionierter als alles, was seit Oslo 1993 vorgeschlagen wurde. Na, viel Glück. Das Geld wird – wetten dass? – in dunklen Löchern verschwinden und sich in Terror und Terrorinstrumente verwandeln, wie üblich.
Montag, 27.05.2013:
Der Sommer steht vor der Tür und die arabische Brandstift-Jihad-Saison geht wieder los. Bei und in Jerusalem wird im Schnitt alle 24 Stunden ein Brand gelegt.
Auf dem Golan trainieren syrische Rebellen der Jabhat al-Nusra-Brigade, die mit der Al-Qaida verbunden ist. Sie haben geschworen Assad zu stürzen und dann „Palästina zu befreien“. Sie haben ein entsprechendes Werbe-Video veröffentlicht.
Heckmeck:
- Der Vorsitzende des Palästinensischen Investmentfonds, Mohammed Mustafa, betonte, die Palästinenserführung werde keine politischen Zugeständnisse für wirtschaftliche Vorteile machen. (Gehört, John Kerry?)
- Tzipi Livni und ein Sonderbotschafter Netanyahus trafen sich mit Kerry in Jordanien. Es „gab noch keinen Durchbruch“.
- Der schon vor langer Zeit zurückgetretene Chefunterhändler der Fatah, Saeb Erekat, hat in eben dieser Funktion gerade wieder offiziell verkündet, dass Benjamin Netanyahu der einzige ist, der den Frieden am eintreten hindert. Die Mehrheit der Israelis wolle einen Rückzug auf die „Grenzen“ von 1967.
Dienstag, 28.05.2013:
Ein arabischer Terrorist ging tatsächlich ernsthaft in den Hungerstreik im israelischen Gefängnis. Er wurde dann in den Gazastreifen entlassen. Jetzt gehört er zu den Hamas-Truppen an der Grenze zu Israel.
Der führende Mufti der Muslimbruderschaft sagte am Samstag Journalisten gegenüber, dass Präsident Morsi Jerusalem befreien wird, Israel wird verschwinden.
Mittwoch, 29.05.2013:
Die Hamas „erinnert“ Abbas an das islamische Recht: Israelische Soldaten zu entführen „liegt im Kern der ‚palästinensischen‘ Kultur“!
Hatte ich nicht schon erwähnt, dass die Terroristen in Ramallah den „Wirtschaftsplan“ von John Kerry ablehnen?
Der Jammerlappen klagt: Die USA üben großen Druck auf Abbas aus, die „Friedensverhandlungen“ ohne Siedlungsbaustopp wieder zu beginnen. Er sitzt in der Zwickmühle – entweder die Amerikaner vor den Kopf stoßen oder die eigene Basis geht auf die Barrikaden. Der Ärmste!
Donnerstag, 30.05.2013:
Mahmud Abbas hat einen neuen Berater, Hussein Fayyad. Der Mann ist einer der Kommandeure der Terrorgruppe, die 1978 das „Küstenstraßenmassaker“ beging. Ein Terrorist, verantwortlich für den Tod von 39 Menschen (darunter 13 Kindern), der sich nicht geändert hat. Ein Friedenspartner!
Der Friedenspartner auch hier wieder: Dass Israel in Jerusalem bauen will, macht Kerrys Bemühungen zunichte.
In Judäa und Samaria werden Sicherheitskräfte ab jetzt mit Kameras ausgestattet, um die arabische Gewalttätigkeiten während der Einsätze zu dokumentieren.
Freitag, 31.05.2013:
Sie kann es nicht lassen: Baroness Ashton tönt, die israelischen Siedlungen stellten eine Bedrohung der Zweistaatenlösung dar. Israel soll sofort alle Bautätigkeit einstellen.
John Kerry drängte Mahmud Abbas erneut zu Verhandlungen. Er bekam eine Abfuhr: Entweder… Abbas‘ wiederholte seine Vorbedingungen.
Samstag, 01.06.2013:
Feier im Gazastreifen: Der Hamas-Hauptredner ist glücklich über die Toten auf der Mavi Marmara. Durch den Vorfall haben sich die Beziehungen zwischen der Türkei und der Hamas dramatisch verbessert. Ein Vertreter der Türkei erklärte: Die Türkei wird die israelische Entschuldigung niemals akzeptieren und es wird keine Normalisierung geben. (Er log auch, das Murmelschiff hätte humanitäre Hilfe an Bord gehabt und sein auf einer humanitären Mission gewesen.) Ein Vertreter des Palästinensischen Islamischen Jihad ließ wissen, dass die toten Türken mehr erreicht hätten, als sie sich erhofften – sie hätten Märtyrertum erreicht. Frieden! (Oder eher doch ein Kult des Todes und der Lügen?)
Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2013“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).
Viel Glück damit…
23. Mai 2013 um 15:55 | Veröffentlicht in Friedensinitiativen, Palästinenser, USA | 2 KommentareSchlagwörter: Hetze

Eine überparteiliche Gruppe Kongressabgeordneter hat den „moderaten“ „Palästinenser“-Präsidenten Mahmud Abbas Abu Mazen gedrängt einen offiziellen Fatah-Vertreter zu feuern, der den Mord an dem fünffachen Vater Evyatar Borovsky im letzten Monat pries. Das Folgende entstammt dem dritten Link.
Der am Mittwoch an PA-Präsident Mahmud Abbas geschickte Brief verurteilte eindringlich Sultan Abu-Einein von der Fatah nach dessen „offener Unterstützung für den Mörder von Eviatar Borovsky“ und forderte, dass er aus dem Amt entfernt wird.
Al-Einein nannte den Terroristen einen „heldenhaften Kämpfer“, heißt es in dem Brief, der von den Abgeordneten Eliot Engel (D-NY), Ed Royce (R-CA), Nita Lowey (D-NY), Brad Sherman (D-CA) und Ted Deutch (D-FL) unterzeichnet wurde.
Al-Einein erklärte außerdem: „Gesegnet seien die Brüste, die Salam Al-Zaghal stillten“, so der Brief.
Die Kongressabgeordneten sagten Abbas, „zu gestatten, dass diese Art von Hetze und Hass-Verbreitung innerhalb Ihrer Reihen stattfindet, ist nicht tolerierbar, wenn Sie sich wahrhaftig der Gewaltlosigkeit verschrieben haben. Wir fordern, dass Sie öffentlich und offiziell Herrn Al-Einins Äußerungen sofort anprangern und verurteilen und ihn von seinem Posten in Ihrer Regierung entfernen.“
Erwarten Sie nicht zuviel und warten darauf, dass Abu Bluff Al-Eineins Äußerungen verurteilt oder ihn entlässt. Das wird einfach nicht passieren.
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