Der neue irre Liebling des Westens

24. September 2009 at 21:31 | In Geistesgrößen, Weltpolitik | 6 Comments
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Zuerst kam vor gut 50 Jahren der mordsfidele Castro. Dann dauerte es etwas (gut, es gab ein paar Diktaturen, vor allem auch von der „rechten“ Seite, die waren aber no-no) und Gaga-Hugo tauchte auf. Verbiegung und Verletzung der Verfassung, undemokratische Änderungen derselben, Verteufelung und Unterdrückung von Opposition, schließlich offen Antisemitisches mitsamt der Rumknutscherei mit sämtlichen Undemokraten und Massenmördern (zufällig auch gerne antisemitisch bis zum geht nicht mehr) haben ihm keinerlei Nachteile eingetragen. Im Gegenteil, jeder aufrechte Demokrat in Europa und jetzt auch im Weißen Haus hofiert ihn. Er ist ein Held.

Als nächstes kam dann Koka-Evo und „revolutionierte“ Bolivien: scheindemokratische Verfassungsänderung, „Verstaatlichungen“, Knutschfotos mit Gaga-Hugo und anderen Helden der Demokratie. Das übliche antiwestliche Programm also. Ob er sich auch der antisemitischen Richtung verschrieben hat, weiß ich nicht, das kann ja jemand mal recherchieren.

Jetzt kommt der nächste Held des Westens aus Lateinamerika und kackt in dieselbe Suppe: In Honduras sitzt der abgesetzte Präsident Manuel Zelaya in der brasilianischen Botschaft und „kämpft“ um sein Amt.

Unsere Medien „berichten“ immer gerne, dass er der rechtmäßige und illegal abgesetzte Präsident wieder ins Amt solle. Neben den üblichen Verdächtigen (Gaga-Hugo, Castro II et.al.) tönt auch der Supermann in Washington, der rechtmäßige Amtsinhaber müsse wieder eingesetzt werden. Die Organisation Amerikanischer Staaten isoliert Honduras. Und alle, alle machen mit.

Mit der wahren Geschichte setzt sich keiner auseinander, außer ein paar Blogger und vereinzelte weitere Stimmen. Dass Zelaya Verfassungsbruch beging und deshalb rechtmäßig aus dem Amt entfernt wurde, wer interessiert sich schon dafür? Dass der Mann nicht von irgendwem, sondern vom Verfassungsgericht seines Amtes enthoben wurde – was kann das schon heißen? Dass seine Anhänger mit Gewalttätigkeiten versuchen ihn wieder ins Amt zu putschen – erfahren wir höchstens versehentlich aus Nebensätzen der Qualitätsjournaille. Dem ZDF rutschte heute Nachmittag etwas in der Richtung durch. Aber was vermitteln sie uns sonst über den Typen, außer, dass er der „rechtmäßige“ Präsident ist?

Im Miami Herald findet sich eine Information, die zeigt, dass er so richtig gut in die Riege der Castros und Hugos passt. Denn der „rechtmäßige Präsident“ fühlt sich mit dem Tode bedroht. Denn israelische Söldner wollen die brasilianische Botschaft stürmen, in der er sich aufhält, und ihn töten. Darüber hinaus, sagt er, sei er durch sie toxischen Gasen und Strahlung ausgesetzt, die seinen physischen und mentalen Zustand verändern.

DAS ist also die ruhige und rationale Führung, die Barack Hussein Obama (und der übrigen Westen? Auf jeden Fall unsere Medien!) in Lateinamerika sehen will: schwachmatische Verschwörungstheoretiker mit knietiefem Antisemitismus. Schöne neue Welt…

(Mehr zur Situation in Honduras auch bei Markus.)

Würde der letzte ehrliche Reporter bitte die Lichter ausmachen?

22. Oktober 2008 at 23:32 | In Europa-USA, USA, Weltpolitik | 3 Comments
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Vorbemerkung: Orson Scott Card ist Demokrat und Zeitungskolumnist. Er beschreibt den Zustand der US-Medien in diesem Präsidentschafts-Wahlkampf. Aber damit beschreibt er mindestens genauso hart und klar den Zustand der europäischen/deutschen Medien, die sich an Obama berauschen und die Republikaner als das Übel der Supermacht USA schlechthin darstellen. Er führt ein paar sehr dringend zu verbreitende Fakten an, die überall willentlich ignoriert oder unter den Teppich gekehrt werden. Bei uns weiß wohl kaum jemand, wer Freddie Mac und Fannie Mae sind – einfach deshalb, weil niemand darüber informiert wird, dass diese beiden staatlichen Finanzinstitutionen der Anfang der Krise waren und wieso es dazu kommen konnte. Das jetzt im Einzelnen zu erklären, wäre hier zu viel. Die aus Cards Text zu entnehmenden Informationen sollten allerdings ausreichen zu erkennen, was hinter im Groben das Kernproblem des Anfangs dieser Krise war.

Orson Scott Card, Meridian, 22.10.2008

Ein offener Brief an die lokale Tageszeitung – fast jede lokale Tageszeitung in Amerika:

Ich erinnere mich daran, wie ich All the President’s Men las und dachte: Das ist Journalismus. Man tut, was nötig ist, um die Wahrheit zu bekommen und legt es der Öffentlichkeit vor, weil die Öffentlichkeit das Recht hat, das zu wissen.

Diese Immobilienkrise kam nicht aus dem Nichts. Sie war keine vage Auswirkung der bösen Bush-Administration. Sie war direktes Ergebnis der politischen Entscheidung aus den 1990-er Jahren, die Regeln für die Vergabe von Krediten zu lockern, damit Hypotheken für arme Leute einfacher zu bekommen sind. Fannie Mae und Freddie Mac wurden ermächtigt riskante Kredite zu genehmigen.

Was ist ein riskanter Kredit? Es ist ein Kredit, den der Kreditnehmer wahrscheinlich nicht in der Lage ist zurückzuzahlen.

Das Ziel dieser Regeländerung war es, den Armen zu helfen – was besonders Mitgliedern der Minderheiten helfen sollte. Aber wie hilft es diesen Leuten, ihnen einen Kredit zu geben, den sie nicht zurückzahlen können? Sie ziehen in das Haus, ja, aber wenn sie die Rückzahlungen nicht einhalten können, verlieren sie das Haus – zusammen mit ihrer Kreditwürdigkeit.

Am Ende sind sie schlechter dran als vorher.

Das war völlig vorhersehbar und Fakt ist, dass viele das vorher sahen. Eine politische Partei im Kongress und in der Exekutive versuchte wiederholt die Regeln zu verschärfen. Die andere Partei blockierte jeden solchen Versuch und versuchte sie zu lockern.

Darüber hinaus gaben Freddie Mac und Fannie Mae politische Spenden an genau die Mitglieder des Kongresses, die ihnen erlaubten die unverantwortlichen Kredite zu vergeben. (Allerdings ist es mir ein Rätsel, warum Quasi-Bundesbehörden das zu tun erlaubt ist. Das ist so, als würde das Pentagon dem Wahlkampf von Politikern Gelder zukommen lassen, die für die Erhöhung des Verteidigungshaushaltes sind.)

Gibt es hier nicht eine Story? Verlangt nicht der Journalismus, dass unsere Tageszeitungen die Wahrheit darüber bringen, was uns in eine Lage gebracht hat, wo der einzige Ausweg das Vertrauen in unsere Wirtschaft zu erhalten eine 700 Milliarden-Dollar-Rttungsaktion ist? Solltet ihr nicht dem Geld folgen und sehen, welche Politiker persönlich von der Deregulierung der Hypothekenvergabe profitierten?

Ich habe keine Zweifel: Wenn diese Fakten auf die Republikanische Partei oder John McCain als Schuldige gedeutet hätten, würdet ihr das als Riesenskandal behandeln. „Housing-Gate“, mit Sicherheit; oder „Fannie-Gate“.

Statt dessen waren es Senator Christopher Dodd und der Abgeordnete Barney Frank, beides Demokraten, die leugneten, dass es überhaupt Probleme gab, die die Forderungen der Bush-Administration zurückwiesen eine Regulierungsbehörde aufzubauen, die Fannie Mae und Freddie Mac kontrollieren sollten; und es waren sie, die diese beiden Institutionen immer weiter pushten, um immer noch weiter die minderwertigen Hypotheken zu fördern, fast bis zu dem Augenblick, als das zusammenbrach.

Thomas Sowell zeigt in einem Aufsatz bei Townhall.com (Titel: Do Facts Matter? – Spielen Fakten eine Rolle?) auf: „Alan Greenspan warnte sie vor vier Jahren. Ebenso der Vorsitzende des Rates der Wirtschaftsberater des Präsidenten. Genauso wie Bushs Finanzminister.“

Hier sind die Fakten: Es war absolut möglich diese Krise zu verhindern. Die Partei, die jeden Versuch sie zu verhindern blockierte war – die Demokratische Partei. Die Partei, die versuchte sie zu verhindern war – die Republikanische Partei.

Doch als Nancy Pelosi der Bush-Administration und der republikanischen Deregulierung vorwarf die Krise verursacht zu haben, habt ihr von der Presse sie wegen dieser Lüge nicht zur Rechenschaft gezogen. Statt dessen habt ihr die Republikaner kritisiert, die sich an dieser Lüge gestört haben und es ablehnten für die Rettungsaktion zu stimmen!

Wie bitte? Nicht der Lügner, sondern die Opfer der Lüge sind verantwortlich zu machen?

Gehen wir dem Geld nach… direkt zu dem Präsidentschaftskandidaten, der die Nummer zwei der Empfänger der Wahlkampfunterstützung von Fannie Mae ist.

Und nach Freddie Raines, dem CEO von Fannie Mae, der 90 Millionen Dollar machte, während er sie vor die Wand fuhr, wegen seiner Inkompetenz gefeuert wurde, machte ließ sich ein Präsidentschaftskandidat tatsächlich von ihm zur Immobilienfrage beraten. Wenn dieser Präsidentschaftskandidat John McCain gewesen wäre, hättet ihr das einen großen Skandal genannt und wir würden jeden Tag in eurer Zeitung Artikel stehen haben, wie inkompetent und korrupt er sei.

Statt dessen war dieser Kandidat Barack Obama und so habt ihr die Story begraben; und als die McCain-Kampagne es wagte Raines einen „Berater“ der Obama-Kampagne zu nennen – weil diese Wahlkampftruppe seinen Rat gesucht hatte – da habt ihr Obamas Leute damit davonkommen lassen McCain der Lüge zu beschuldigen, nur weil Raines nicht als offizieller Berater der Kampagne Obamas aufgelistet ist.

Solche zweideutigen Pingeligkeiten würdet ihr von einem Republikaner niemals tolerieren.

Wenn ihr, die ihr unsere tägliche Lokalzeitung produziert, wirklich irgendwelche Grundsätze hättet, würdet ihr diese Story hämmern, denn der Wohlstand aller Amerikaner wurde von dem dummen, kurzsichtigen, politischen selbstsüchtigen und möglicherweise korrupten Handeln führender Demokraten riskiert, auch von Obama.

Wenn ihr, die ihr unsere tägliche Lokalzeitung produziert, wirklich persönliche Ehre hättet, würde ihr es unerträglich finden, das amerikanische Volk glauben zu lassen, dass die Republikaner irgendwie für diese Krise verantwortlich zu machen ist.

Es gibt Präzedenzfälle. Obwohl Präsident Bush und seine Regierung niemals sagte, dass der Irak 9/11 gesponsert hat oder damit in Verbindung stand, konntet ihr es nicht ertragen, dass die Amerikaner diese falsche Ansicht hatten – also habt ihr uns mit der Tatsache beprügelt, dass es eine solche Verbindung nicht gab. (Und dabei habt ihr dann den falschen Eindruck erweckt, dass Bush sie belogen hätte und sagte, es habe eine Verbindung gegeben.)

Hättet ihr irgendwelche Grundsätze, dann würdet ihr doch sicher jetzt, wo das amerikanische Volk dabei ist Präsident Bush und John McCain für eine Krise verantwortlich zu machen, die sie zu verhindern versuchten, und sich gerade Barack Obama wegen einer Krise zuzuwenden beginnen, die er zu schaffen half, mindestens genauso schwer daran arbeiten diesen falschen Einbruch zu korrigieren.

Euer Job als Journalisten ist es, die Wahrheit zu sagen. Das behauptet ihr auch zu tun, wenn ihr das Geld der Menschen annehmt, um eure Zeitung zu kaufen oder zu abonnieren.

Aber genau jetzt stimmt ihr einer großen, fetten Lüge zu oder verbreitet sie aktiv – der, dass die Immobilienkrise irgendwie Bush, McCain und den Republikanern zur Last gelegt werden sollte. Ihr habt das amerikanische Volk trainiert für alles Schlechte – selbst für das schlechte Wetter – Bush verantwortlich zu machen und sie antworten so, wie ihr es sie gelehrt habt.

Wenn ihr irgendwelche persönliche Ehre hättet, würde jeder Reporte rund Herausgeber darauf bestehen die Wahrheit zu sagen – selbst wenn es den Wahlchancen eures Lieblingskandidaten schaden würde. Denn das ist es, was ehrenhafte Leute tun. Ehrliche Menschen sagen die Wahrheit sogar dann, wenn ihnen die vermutlichen Konsequenzen nicht gefallen. Das ist es, was Ehre bedeutet. So verdient man sich Vertrauen.

Barack Obama ist nur ein weiterer Politiker und kein besonders weiser. Er hat seine Ignoranz und Naivität immer wieder offenbart – und ihr habt das unter den Teppich gekehrt und als Nichts behandelt.

In der Zwischenzeit habt ihr bei der Schmierenkampagne gegen Sarah Palin mitgemacht, brutale Angriffe auf sie wegen der Schwangerschaft ihrer unverheirateten Tochter berichtet – während ihr gleichzeitig den Ehebruch von John Edwards viele Monate lang ignoriert habt.

Also frage ich euch: Habt ihr überhaupt irgendwelche Standards? Wisst ihr überhaupt, was Redlichkeit bedeutet?

Ist die Leute dazu zu bringen für Obama zu stimmen für euch so wichtig, dass ihr alles über Bord werft, für das der Journalismus stehen sollte?

Ihr solltet euch an die Art erinnern, wie die National Organization of Women ihre Integrität über Bord kippte, als sie Bill Clinton trotz seines gut bekannten Musters sexueller Ausnutzung machtloser Frauen unterstützte. Wer hört NOW noch zu? Wir wissen, dass sie für nichts stehen; sie haben keine Grundsätze.

Das ist der Punkt, an dem wir uns genau jetzt befinden.

Es ist nicht zu spät. Ihr wisst, dass wäre die Situation umgekehrt, und wenn sie McCain schaden und Obama helfen würde, ihr Himmel und Hölle in Bewegung setzen würde, um die wahre Story hinauszuposaunen.

Wenn ihr eure Ehre erlösen wollt, dann werdet ihr schwer schlucken und eine Liste der Storys machen, die ihr abdrucken würdet, wäre es McCain gewesen, der Geld von Fannie Mae bekommen hätte, wäre es McCain gewesen, dessen Wahlkampf-Kampagne sich von einem diskreditierten CEO hätte beraten lassen, wäre es McCain gewesen, der gegen die Verschärfung der Kreditvergabepraxis gestimmt hätte.

Dann werdet ihr sie drucken, obwohl jede einzelne dieser wahren Geschichten mit dem Finger auf die Verantwortung der unbesonnenen Demokratischen Partei zeigen würde, die den Wohlstand unserer Nation riskierte, damit sie sich gut fühlen konnten, weil sie den Armen helfen; und ihr würdet einen angemessenen Teil der Verantwortung Obama vor die Tür legen.

Ihr werdet auch die Wahrheit über John McCain erzählen: dass er als Senator versuchte zu tun, was nötig war, um diese Krise abzuwenden. Ihr werdet die Wahrheit über Präsident Bush erzählen: dass seine Administration mehr als einmal versuchte den Kongress dazu zu bewegen die Kreditvergabe auf verantwortliche Weise zu regulieren.

Diese Krise ist vom Kongress gemacht, angefangen während der Clinton-Administration, damit, dass Demokraten den Weg in die Krise anführten und jeden Versuch blockierten rechtzeitig aus ihr herauszukommen.

Wenn ihr bei unserer lokalen Tageszeitung weiterhin die Amerikaner dazu bringt zu glauben und so abzustimmen, als hätten Präsident Bush und die Republikaner diese Krise verursacht, dann schliet ihr euch dieser Lüge an.

Wenn ihr nicht die Wahrheit über die Demokraten – einschließlich Barack Obama – sagt und das mit derselben Energie tut, die ihr einsetzten würdet, wenn die Schurken Republikaner wären – dann seid ihr nach keinem Standard Journalisten.

Ihr seit nur die PR-Maschinerie der Demokratischen Partei und es ist an der Zeit, dass ihr alle gefeuert werdet und echte Journalisten geholt werden, damit wir endlich eine Nachrichten-Zeitung in unserer Stadt bekommen.

Bankenkrise

20. Oktober 2008 at 20:12 | In Weltpolitik | 1 Comment
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Wir leben in der Wirklichkeit, die die Medien für uns schafft. Israel ist ein Ausgestoßener, wegen der Art, wie es von den Medien hingestellt wird. Jetzt sagen uns die Medien: „Die Ängste, die sie uns verschafft haven, sind etwas, vor dem wir uns fürchten sollten. Und ganz nebenbei: 1929 könnte sich wiederholen.“

Vielleicht ist das ja alles nur ein riesengroßes Experiment und sie testen nur unsere Intelligenz?

Yaakov Kirschen hat da so seine eigenen Ideen:

‚The One’, seine Stratgien, seine Kumpels und die Wahl

14. Oktober 2008 at 16:43 | In USA, Weltpolitik | 5 Comments
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Was macht man eigentlich, wenn die Fakten so erdrückend sind, dass ein Kandidat so was von unter aller Sau ist, dass ihn eigentlich niemand mehr wählen kann und trotzdem nichts davon thematisiert wird? Jedenfalls nicht in den traditionellen Qualitätsmedien?

Es ist schon frappierend, wie hier bei uns jeder vermeintlich ungehörige Pups des Teams McCain/Palin zur Vorab-Wahlentscheid stilisiert wird, von Obamas Machenschaften (und vor allem denen seines Wahlkampfteams und seiner Anhänger und ihm nahe stehenden Organisationen) aber überhaupt nichts ans deutsche Publikum dringt. Das könnte uns allerdings egal sein, denn die Amerikaner müssen ihren Präsidenten wählen, nicht wir. (Wir müssen nur mit der Überraschung, Enttäuschung und dem Gift leben, sollten die Amerikaner die Stirn haben den Darling des deutschen Durchschnittsverdummten nicht zum Oberboss zu machen.)

Viel wichtiger ist das fast vollständige Schweigen der US-Medien. CNN hat es jetzt fertig gebracht, einen Beitrag über den ACORN-Wahlfälschungsskandal zu bringen, ohne dass der Zuschauer auch nur ansatzweise erfuhr, wie eng Obama und ACORN miteinander verbunden sind. Allerdings wird das neuerdings vehement abgestritten, seit die Fälschung der Wählerlisten zum Skandal zu werden beginnt. Die Leugnung dieser Verbindungen spricht Bände – sie sind allerdings inzwischen schwerer nachzuweisen, da die Seiten, die sie belegen, systematisch aus dem WorldWideWEb entfernt worden sind. Die „üblichen Verdächtigen“ (konservative Radio-Talker, konservative Blogger) haben genug Material gesammelt, um die Verbindungen zwischen ACORN und Obama aufzuzeigen (man gebe bei einer Suchmaschine die Begriffe ACORN Obama ein und als Seitenangaben israpundit.com, michellemalkin.com, hotair.com, gatewaypundit.com, powerlineblog.com und es sprudelt nur so).

Wie weit die Fälschungen bei der Wählerregistrierung durch ACORN gehen, zeigen Meldungen, dass derzeit in sage und schreibe vierzehn US-Bundesstaaten wegen massiver Irregularitäten bei der Wählerregistrierung gegen die Organisation ermittelt wird. In St. Louis hat ACORN alleine 1.492 falsche Wählerregistrierungen eingereicht – wenn nicht mehr, denn Wahlbeamte, die Verdacht geschöpft hatten, verschickten Briefe an rund 5.000 dieser Neuwähler in St. Louis und erhielten gerade einmal 40 Rückmeldungen.

In Pennsylvanias Philadelphia County wurden vom 23. März bis 1. Oktober mehr als 252.500 Registrierungskarten eingereicht, nicht nur von ACORN. Das Wahlgremium lehnte 57.435 davon wegen Falschinformationen ab, die meisten hatte ACORN eingereicht; die Probleme reichten von nicht existenten Sozialversicherungsnummern über falsche Geburtsdaten, klar gefälschte Unterschriften, nicht existenten Adresse bis hin zu Mehrfach-Registrierungen. In einem Fall wurde ein Mann mehr als 15-mal als Wähler registriert!

In dem oben erwähnten CNN-Bericht geht es um Lake County in Indiana. Dort gab ACORN 5.000 Neuregistrierung ab. Die Behörden begannen diese zu prüfen und gaben auf, nachdem sie feststellten, dass die ersten 2.100 ALLE GEFÄLSCHT waren. Man geht jetzt davon aus, dass die restlichen 2.900 ebenfalls Betrug darstellen.

Mit solchen Leuten will keiner gerne in Zusammenhang gebracht werden. Und so lügt der Obamessias wieder einmal los, er hätte nie mit ACORN zu tun gehabt. Die Medien spielen mit. Nur bei den Bloggern kommt das nicht gut an – jedenfalls den konservativen, denen, die den Republikanern nahe stehen. Sie entlarven den Kandidaten als Lügner und Fälscher – was den (hoffentlich) mehr kosten dürfte als die Verbindungen zuzugeben.

Andere Obamanisten, die die Verbindungen nicht leugnen, versuchen die Beziehungen herunterzuspielen. Man kann ja nicht den Kandidaten für das Tun derer verantwortlich machen, die einmal mit ihm zusammengearbeitet haben oder die ihm nahe stehen. Aber hier gibt es ein Problem. Obama war als Berater und Ausbilder für die Fälschertruppe tätig. Gut, muss auch nichts heißen, er hat ihnen wohl kaum beigebracht, dass und wie sie fälschen sollen, auch wenn diese Tätigkeiten schon seit vielen Jahren praktiziert werden.

Das Problem für Obamas Glaubwürdigkeit als Saubermann besteht darin, dass er ein wenig viel dieser Freunde und Bekannten hat. Und dann fängt das an doch zu zählen – ein rassistischer Pastor, weitere rassistische bis terroristische Kumpels, nachgewiesen kriminelle Organisationen, die für ihn eintreten oder denen er half und das lässt sich fast beliebig erweitern. So jemandem ist nicht abzunehmen, dass er völlig unbeeinflusst von den Aktivitäten seiner selbst gewählten Umgebung und Weggefährten dasteht. Fügt man die nachgewiesenen Lügen dazu, sein häufiges Hin und Her bei Entscheidungen als Politiker (wenn er denn zum Entscheiden anwesend war), dann ist er ein äußerst fragwürdiger Präsidentschaftskandidat. Einer, der des Amtes nicht würdig ist.

Nur sind die Medien und große Teile des politischen Lebens so sehr auf ihren Hass auf Bush und alles, wofür er ihrer Meinung nach steht, fixiert, dass sie das ohne Rücksicht auf Verluste auf McCain übertragen müssen und ihre Augen vor dem nicht nur verschließen, was ihr Kandidat tut und unterlässt, sondern auch noch einen falschen Film dazu laufen lassen, der ihre Wünsche projiziert, dass es wohl keine Möglichkeit gibt ihnen auch nur ansatzweise zu vermitteln, wer da von ihnen auf’s Podest gehoben wird.

Linker Wahlkampf, linke Fairness

13. September 2008 at 17:17 | In Europa-USA, USA, Weltpolitik | 10 Comments
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Vom Lager Barack Hussein Obamas ist man inzwischen einiges gewohnt. Es wird nichts ausgelassen, womit man den Gegenkandidaten – noch lieber seine nominierte Vizepräsidentin – verunglimpfen und persönlich diffamieren kann. Der größte Teil der US-Medien (in Europa ist es nicht wirklich anders) mischt kräftig mit und ist alles andere als neutral, sondern geriert sich als Wahlkampf-Truppe des Jung-Senators aus Illinois. Jüngstes Beispiel für die Verleumdungs-Kampagne ist der Versuch John McCain lächerlich zu machen, weil der „keine E-Mails verschicken kann“. Tenor: Der ist zu blöde dafür. Die Wahrheit: Aufgrund seines Aufenthalts im „Hanoi Hilton“ und der überaus gesundheitsfördernden Behandlung dort kann McCain eine Tastatur nur unter starken Schmerzen bedienen und es dauert, bis er etwas geschrieben hat. Statt dessen sitzt er mit seiner Frau zusammen, liest seine E-Mails und diktiert er seine Antworten, seine Frau tippt sie ins Laptop – und das war schon im Jahr 2000. McCain war ein Pionier des Wahlkampfes im Web. Es bleibt abzuwarten ob The One (oder einer seiner Hilfsarbeiter) sich für die Verleumdung entschuldigen wird; ich wage das zu bezweifeln. Einer der Gründe, vielleicht der wichtigste, wird von Melanie Phillips in anderem Zusammenhang beschrieben. Sie zeigt auf, wo die wahren Extremisten des Westens zu finden sind und was sie antreibt:

Die Stasi-Taktiken des Obama-Lagers

Melanie Phillips, diary, 12. September 2008

Andrew Bolt zerpflückt in der australischen HeraldSun die Versuche der Medien Sara Palin zu vernichten, indem man sich auf ihr erstes Fernsehinterview zu außenpolitischen Fragen stürzt, um herauszufinden, ob sie weiß wer Putin ist. Wie Bolt zeigt, machen sie damit allerdings sich selbst lächerlich.

Wie James Taranto im Blog des Wall Street Journal schreibt, sinkt die Obamasphäre von Hysterie auf Sittenlosigkeit herab, indem sie Palins Entscheidung ihren Sohn Trig auf die Welt zu bringen als offensichtlichen Beweis dafür benutzen, sie sei für ein Amt nicht geeignet. Wenn sie Trig sehen, dann sehen sie kein kleines, verletzbares menschliches Wesen; sie sehen die Kraft der Liebe nicht, die über Unglück triumphiert; alles, was sie sehen, ist ein behindertes Etwas, dem niemals zu leben hätte erlaubt werden dürfen.

Beleidigend und widerlich, in der Tat – und wie entlarvend für das „liberale“ Bewusstsein – aber was das auch zeigt: Die Salon-Kommunisten haben begriffen, dass diese Wahl ihre Agenda des sozialen und moralischen Nihilismus einfach stoppen könnte, die sie als progressive Politik tarnen. Deswegen all das Heulen und Klagen und Kleiderzerreißen und dazwischen werden – auf beiden Seiten des Atlantiks – die Giftpfeile auf Sarah Palin abgeschossen. Das ist der Grund, weshalb Sozialkonservative überall – das sind Leute, die den Lügen die Wahrheit vorziehen, das Richtige dem Falschen, Moral der Anarchie und die Fortführung westlicher Zivilisation den diese bedrohenden Kräften des Totalitarismus – erfolgreich den Kopf aus dem Schützengrabens stecken und ein Zeichen sehen, mit den sie nie gerechnet hatten: dass die Zivilisation tatsächlich bereit sein könnte sich zu wehren.

Inzwischen ist das Lager Obama, so scheint es, in akuter Gefahr einen kollektiven Nervenzusammenbruch zu erleiden. Sie haben völlig vergessen, das The One eigentlich gegen John McCain im Rennen ist und haben sich erlaubt sich statt dessen auf seine Mitkandidatin zu fixieren. Obama sieht aus und klingt verunsichert aus und ist verunsichert – eine Tatsache, die an sich schon schwer schädigend ist; wenn er wegen einer Hockey Mom [dt: Fußball-Mutter/Tennis-Mutter] aus Alaska auseinanderbricht, wie zum Teufel würde er sich verhalten, wenn er sich mit Ahmadinedschad auseinandersetzen muss? Ist Obama ein Mann oder ein Elch?

Offensichtlich hat das Obama-Lager Dutzende Leute schnellstens nach Alaska geschickt, um die Leichen in Palins Keller zu finden, von denen sie einfach wissen, dass es sie geben muss. Unfähig die Tatsache zu verarbeiten, dass die Linke ihre rechtmäßige Machterlangung nicht bekommen könnte, von der wir alle wissen, dass sie ihnen nach der natürlichen Grundordnung es Universums zu steht, verhält sie sich wie eine amerikanische Stasi.

Und je mehr sie sich in der grotesken Art verhält, desto kontraproduktiver ist das alles. Palin ist eine Art Kontrastmittel für die US-Wählerschaft: So mehr sie ins System eindringt, desto stärker werden die Bosheit und pure Niedertracht der Demokratischen Partei und ihre Einpeitscher-Rüpel ind en Medien um sie herum in ihrer Krankhaftigkeit beleuchtet. Das Ergebnis ist, dass die Medien und die Demokraten sich schlicht unsäglichen Schaden zufügen, insbesondere, weil die Blogosphäre die auf Palin geschleuderten Besudelungen so schnell zerschießen, wie sie gemacht werden.

Aber hey: Das ist die einzige Art, wie die Linken mit „der Rechten“ umzugehen wissen. Sie schrecken charakteristischerweise davor zurück sich durch angemessene Argumente mit ihren politischen Gegnern über die Diskussion der Fragen auseinanderzusetzen. Nein, was sie statt dessen ausnahmslos tun, ist auf Beschimpfung und Verleumdung zurückzugreifen, auf Rufmord und die Karriere beendende Etiketten wie „rassistisch“, „sexistisch“, „homophob“, „islamophob“, „rechtsextrem“, „fundamentalistisch“ und den ganzen restlichen Haufen davon. Denn ihr Ziel ist nicht die Diskussion, sondern ihren Gegner insgesamt zu vernichten und somit den Streit abzuwürgen, bevor er in Gang kommen kann.

Was sagt uns das? Dass die totalitäre Linke sich vor Auseinandersetzungen fürchtet, weil sie selbst weiß, dass sie auf sehr wackeligem Boden steht. Sie hat kein Vertrauen in ihre eigenen angeblichen Überzeugungen. Sicher, es ist Angst einflößend, wenn die Gegner den Kampf um den Wahlerfolg gewinnen könnte; aber viel dringender ist, dass sie von Angst besessen, dass die recht haben könnten. Das ist der wahre Grund, dass die Linke niemals eine Auseinandersetzung haben will – für den Fall, dass dies ihr selbst die Plattheit ihrer eigenen Haltung offen legt.

Ein lebenswichtiger Teil des linken Denkens ist die Annahme, dass links zu sein die einzig sinnvolle/anständige/mit hohen Grundsätzen versehene Haltung ist, die man einnehmen kann und die daher nie falsch sein kann; das ist so, weil von der Linken abzuweichen „rechts“ ist und die Rechte ist unverbesserlich bösartig. (Die Vorstellung, dass gegen die Linke zu sein, nicht unbedingt „rechts sein“ muss oder überhaupt irgendeine andere Haltung annehmen kann als sich gegen die Ideologie und ihre brutalen Auswirkungen stellen kann, ist etwas, das die Linke einfach nicht in den Kopf bekommen kann.) Und so besteht der wirkliche Albtraum darin, dass, wenn sich herausstellt, dass „der Rechte“ tatsächlich mit irgendetwas richtig liegt und der Linke falsch, die Tatsache zu akzeptieren den Linken nach seiner eigenen Definition in einen bösartigen Rechten verwandelt. Seine gesamte moralische und politische Identität wird zusammenzubrechen und er wird Hörner und einen Schwanz entwickeln. Um als jede Möglichkeit zu verhindern, dass diese Katastrophe passiert, muss der Gegner eliminiert werden.

Das wird gerade mit Sarah Palin gemacht. Das ist der Grund, dass ihr Interview im Moment falsch berichtet und verdreht wird, obwohl Millionen Menschen es gesehen und gehört haben. Das ist der Grund, warum sie alle zwei Minuten mit einer neuen Verleumdung angegriffen wird. Das ist der Grund, weshalb ihre ganze Familie auf den Kopf gestellt wird, während die Medien zu den ernsthaft beunruhigenden Fragen zu Obamas Verbindungen und Ansichten kein Wort verliert. Das wird schnell zu einer Wahl über groben Machtmissbrauch. McCain sollte diese Frage aufnehmen und so laut und wütend damit hausieren gehen, wie er kann.

Das von Phillips beschriebene Phänomen des linken Umgangs mit Andersdenkenden hat Tradition. DAS haben sie ausnahmsweise nicht von den immerzu Empörten gelernt (sie haben denen eher demonstriert, wie effektiv es sein kann und die haben es weidlich genutzt), sondern von den Nazis, setzen aber auch das Vorgehen von Lenin und Stalin (von denen es die Nazis zum Teil übernommen haben). Vielleicht könnte es auch sein, dass diese Gemeinsamkeit beim Vorgehen gegen Konkurrenten/Gegner die Linke so anfällig für Sympathie gegenüber extremistisch-tyrannisch gesinnte Religionsvertreter macht.

Nachtrag: Och, guck, Zettel findet das auch: Das Niedermachen aller, die nicht der eigenen Subkultur angehören, habe ich eigentlich immer nur bei Linken angetroffen.

Nominierungs-Berichterstattung

2. September 2008 at 18:49 | In USA, Weltpolitik | 2 Comments
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Letzte Woche war mein Aufwachen bestimmt von Parteitagsberichten mit der Nominierung von Barack Obama als Präsidentschaftskandidat der Demokratischen Partei der USA. Und war das eine tolle Sache! Die Begeisterung der WDR-Leute war kaum zu toppen. Nebenbei wurden Anschläge vereitelt (von durchgeknallten, die keiner politischen Konkurrenz zuzuordnen waren).

Jetzt war dann wohl die Erkenntnis durchgesickert, dass man John McCain und die Republikaner nicht einfach übergehen kann, wenn man sich zu offensichtlich dem Vorwurf aussetzen wollte Partei zu ergreifen. Tja, da sickerten dann etwas kritischere Töne über die „Show“, die bei Obama so toll war. Und genüsslich wurde ausgeführt, dass der Hurrikan Gustav den Parteitag etwas durcheinander bringt.

Was natürlich (?) keinerlei Erwähnung findet, sind die „Störaktionen“ der Obamanisten. Die gehen über üble Beschimpfungen per Plakaten an den Zufahrtstraßen weit hinaus und sind nicht von Pappe. The PowerLine und Gateway Pundit berichten, dass ein paar ganz nette Leute Sandsäcke und Zementsäcke auf Busse fallen ließen – was als versuchter Mord gewertet werden kann; wäre einer von den Säcken auf die Windschutzscheibe eines Busses geknallt, hätte es Tote gegeben.

Andere Trupps nahmen sich Busse vor, indem sie sie umringen, dagegen schlugen und sie gemeinschaftlich hin und her schüttelten. Eine Gruppe Pfadfinder, die die Eröffnungsfeier mitgestalteten, wurde so „empfangen“. Macht sich gut, nicht? Wer zur RNC kommt, muss halt etwas aushalten können. Strafe muss sein – oder so?

Seltsam, dass solche Szenen gegen Demokraten nicht vorgekommen sind. Oder solche, wie sie bei Atlas Shrugs beschrieben werden (die u.a. einen Bericht von MyFox Twin Cities wiedergeben):

Als die Delegation aus Connecticut in der Nähe des Xcel Center aus dem Bus stieg, brach eine Gruppe Demonstranten durch die Polizei und griff die Delegierten an. Rob Simmons sagte gegenüber FOX9, dass eine Gruppe Demosntranten auf seine Delegation zu kam und versuchte ihnen Ausweise vom Hals zu reißen und sie mit einer giftigen Substanz besprühte. Die unbekannte Substanz brannte in den Augen und machte Flecken auf die Kleidung. Ein 80-jähriges Mitglied der Delegation musste wegen seiner Verletzungen behandelt werden und einige andere Delegierte mussten Augen und Kleidung ausspülen.

Da ist es schon regelrecht harmlos, wenn Leute nur bespuckt werden. Auch mal nur ein Steinwurf ist, wie wir aus dem Nahen Osten wissen, ganz friedlich und harmlos. Dass Streifenwagen zu Bruch gingen, gehört auch zum üblich ungefährlichen Spielchen.

Dem WDR sollte man vielleicht nicht gar so viele Vorwürfe machen, dass er sich von den unschönen Fakten fern hält, denn die US-Presse macht es auch und anständige WDR-Journalisten bedienen sich bei Qualitätsmedien, nicht bei Bloggern. Allerdings hat es einige Agenturmeldungen gegeben. Bilder auch – passenderweise meist von reagierender Polizei, nicht von den Angriffen der Obamaniacs.

Als Ursache(n) für die Krawalle – so sie denn „qualitätsmedial“ aufgearbeitet werden – dürften dann wieder Bush und McCain sein, weil die die Nation spalten. Weil sie die heftigen „Demonstrationen“ verursachen bla bla bla. Auf die Idee, dass hier auf der linken Seite einfach die politische Auseinandersetzung nicht mehr geführt, sondern mit Gewalt der freie Wettbewerb der Ideen und Prinzipien unterdrückt werden soll. Das ist eine Entscheidung der Krawallbrüder und ihrer Parteigänger; letztlich entweder eine Angstreaktion, weil sie ihre Felle davon schwimmen sehen oder eine Machtprobe, weil sie sich stark genug fühlen ihre Gegner zu beseitigen statt sie zu besiegen. Unsere Genossen vom Appellhofplatz können das allerdings gar nicht verbreiten (vielleicht nicht einmal erkennen), weil das ihrem Selbstbild schaden dürfte. Und was nicht sein darf, kann nicht sein, nicht wahr? So werden Spalter zu Opfern, die sich „wehren“, ohne dass man ihnen etwas getan hat. Und Schuld sind immer die anderen, egal, welche Sauereien man als Linker verübt. Wir kennen das auch aus Hamburg oder Berlin zum 1. Mai, vom G8-Treffen, usw. Schwarz vermummt und so (machen das die „Demonstranten“ in St. Paul ihren europäischen Vorbildern nach oder wie rum läuft das?). Und längst nicht mehr nur rein „autonom“.

Nachtrag: Am 3.9. gab es auf n-tv ein wenig zu den Krawallen. Natürlich ohne Kritik an den Tätern. Sie waren ein Problem, das den Republikanern aufgehalst wurde; sie müssen mit der negativen Presse klar kommen. Ein klassisches Beispiel dafür, wie aus Opfern das Problem gemacht wird!
Und noch ein Gedanke: Warum „gehen“ bei diesen „Protestaktionen“ immer Autos, Geschäfte und anderes von völlig Unbeteiligten zu Bruch? Wenn es doch angeblich „gegen Bush“ geht, ist dann ein Autobesitzer, der zufällig in der (weiteren) Umgebung des Parteitagsgeländes wohnt, automatisch einer, der „Bush“ unterstützt? Und dafür „bestraft“ werden muss?

Die Imperialisten am Werk

13. August 2008 at 15:53 | In Weltpolitik | Leave a Comment
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SkyNews-Ticker im Fernsehen: Russlands Militär streitet ab, dass Panzer auf die georgische Hauptstadt Tbilisi vorrücken.

ZDF heute, 15 Uhr, Antonia Rados (inhaltlich): Wir sind mit der Panzerkolonne ca. 50km vor Tbilisi von der Hauptstraße abgebogen. Der Kommandeur der Kolonne, ein Russe, sagte, dass wir hier Pause machen, bevor es weiter geht; er wartet auf Befehle. Der Kommandeur ist Russe, viele der Panzerbesatzungen sind auch Russen, andere sind Osseten.

Ein Reporter berichtet in SkyNews, dass ihm von drei ossetischen Milizionären sein Auto abgenommen wurde, die offensichtlich darauf aus sind Georgier zu „bekämpfen“ (es klingt eindeutig wie: umbringen, egal wer, wie, wo). SkyNews hat Videos, die die Panzerkolonne auf der Hauptstraße zwischen Gori und Tbilisi zeigen (sollen).

Die Osseten können nichts tun, ohne dass die Russen sie lassen. Wenn eine große Panzerkolonne in Richtung Tbilisi marschiert und die Besatzungen sind Osseten, dann haben die Russen sie losgelassen. Es sind aber nicht nur Osseten; sie werden von einem Russen geführt.

Um 16 Uhr wird vom Verteidigungsministerium immer noch behauptet, es gäbe keine russischen Kräfte außerhalb Südossetiens. Ein Sprecher von Putin sagt dagegen, die Panzertruppe mitten in Georgien habe die Aufgabe ein georgisches Panzerlager auszuheben (zu „demilitarisieren“). Unglaublich glaubhaft!

Und die EU? Sie berät, sie palavert. Miliband von Großbritannien will die Partnerschaftsverhandlungen mit Russland abbrechen. Der ZDF-Korrespondent hierzu findet, dass man den Russen gegenüber nicht „vorschnell“ etwas abbrechen darf, um keine falschen Signale zu senden und sich nichts kaputt zu machen. Aha: Nur die Russen nicht verärgern, ja nichts tun, was die Russen übel nehmen könnten. Wie sehr, Herr Korrespondent, soll man vor den Russen noch kuschen und katzbuckeln?
Wenn der Westen wirklich ein Zeichen setzen wollte, dann würde er die Ukraine auf der Stelle in die NATO aufnehmen!

In den 19 Uhr-Nachrichten folgte das ZDF den Angaben der Russen: Die Panzerkolonne habe bei Gori (also nicht erst 50km vor Tbilisi) ein georgisches Waffenlager ausgehoben. Frau Radost haben sie dazu nicht wieder befragt…

Wozu Israel in der Ferne so herhalten „darf“

12. August 2008 at 20:24 | In Weltpolitik | 3 Comments
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Im Allgemeinen werden die Juden/Israel für die abstrusesten Dinge verantwortlich gemacht. Die kriminellen Übermenschen verursachen Mord und Totschlag, beherrschen die westlichen Medien, verstrahlen Araber, züchten Tiere, die nur auf PalAraber losgehen und halten ansonsten die Kriege der Welt am Kochen. Oder so.

Jetzt erfahren wir, dass Israel natürlich auch hinter der „georgischen Aggression“ gegen Russland steckt. Wer auch sonst? Russland aber nutzt Israel auch noch ganz anders – nämlich als Rechtfertigung für den Beschuss ziviler Ziele. Und in ganz uneigennützigem Widerspruch zu früheren Propaganda-Feldzügen:

Russland 2006: „Man kann die fortgesetzte Zerstörung der zivilen Infrastruktur im Libanon und den palästinensischen Gebieten durch Israel nicht rechtfertigen.“

Russland 2008: „Unser Ziel war es nicht Zivilisten zu schaden. Und nach allem, was ich weiß, trafen wir ausschließlich Militäreinrichtungen. Aber wie es heißt: Krieg ist Krieg – und es könnte sein, dass Zivilisten verletzt wurden, das passiert zum Beispiel auch bei Israels Militäroperationen im Gazastreifen.“

Mal abgesehen von dieser Art von „Meinungswechsel“: Die Kreml-Lügner machen es sich so leicht, dass jeder mit Kenntnissen des Nahost-Konflikts sie auseinandernehmen kann. Oder haben sich die georgischen Soldaten nicht uniformiert unter die Zivilbevölkerung gemischt und sie als menschliche Schutzschilde missbraucht? Die Kollegen der beim Bombardement von Gori getöteten Journalisten bestätigen alle, dass die Russen eine von Militär völlig entleerte Stadt platt machten.

Klar, israelische Aggression und rudimentäre Kollateralschäden eines ehrlichen Kampfes ausschließlich gegen georgisches Militär und seine israelischen Offiziere…

Unterdrückungsspiele mit Scharaden-Charakter

30. Juli 2008 at 20:41 | In Weltpolitik | Leave a Comment
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Erst wurden die (sieben) irakischen Olympia-Sportler ausgeladen. Als Grund gab das IOC an, dass der Staat sich unzulässig eingemischt hätte, als er das NOK auflöste, dessen Mitglieder zum Teil vermisst sind (vor zwei Jahren entführt und niemand weiß wo sie sind und ob sie noch leben), während die übrigen sogar für nahöstliche Verhältnisse einfach zu korrupt waren. Das neue NOK wird vom IOC nicht anerkannt.

Jetzt gibt es einen „Kompromiss“: Zwei Athleten dürfen zu den Spielen, nachdem die irakische Regierung versprach nicht politisch in die olympische Bewegung des Landes einzugreifen. Im November soll es transparente Wahlen zum NOK geben. Natürlich begrüßen die IOC-Offiziellen, dass die irakische Flagge in Peking wehen wird. (Wieso nur zwei der ursprünglich sieben Athleten nach Peking dürfen, wird nicht klar.)

Nebenbemerkung: Als Saddam Hussein seinen Sohn Uday zum Leiter des NOK (und des irakischen Fußballverbandes) ernannte, sah das IOC nie einen Grund sich über „unzulässige politische Einmischung in die olympische Bewegung des Landes“ zu beklagen, geschweige denn Sanktionen zu erteilen.

Aber gegenüber Tyrannen und Diktaturen haben es die IOC-Offiziellen ja eh nicht mit Standhaftigkeit oder gar Widerstand. Das haben sie gerade erst wieder bewiesen, also sie die Internet-Zensur für alle Journalisten durch die Volksrepublik China für in Ordnung befanden (Nachrichten im Radio von 14 Uhr). Die Regierung in Peking hat damit ein weiteres der früher abgegebenen Versprechen gebrochen. Bereits vor ein paar Tagen hatte ein Fernsehbericht südamerikanische Journalisten gezeigt, die nur sehr eingeschränkten Internetzugriff hatten – und die offiziellen Ansprechpartner Chinas zeigten sich verwundert und behaupteten glatt, das stimme nicht. So geht’s auch, aber nur sehr kurz.

Um sich mit der Lüge nicht weiter lächerlich machen zu müssen, wurde anscheinend mit dem IOC gekungelt. Offizielle Darstellung jetzt: Der freie und ungehinderte Internetzugang sei nur für den Sport zugesagt worden. Das IOC bestätigte die Darstellung und schon ist der olympische Friede wieder hergestellt und der Freiheit Genüge getan. (Im April hieß es seitens des IOC noch, das Hauptpressezentrum würde nicht zensiert.) Die Journalisten hätten „für ihre Arbeit notwendigen Internetzugang“. (Der Sport ist bekanntlich von der Politik völlig losgelöst.)

Wenn alles mit rechten Dingen zugehen würde, dann müsste das IOC die Spiele absagen.

Wenn alles mir rechten Dingen zugehen würde, dann müssten die Reporter und Sendeanstalten jetzt die Spiele ignorieren. (Aber dazu haben sie zu viel Geld bezahlt.)

Da sie das nicht tun werden, müssten sie bei jedem Bericht, bei jedem Gespräch, jedes Mal, wenn ein Journalist sich äußert oder jemanden befragt, die Zensuraktivitäten der Chinesen erwähnt werden.

Aber dazu wird sich unsere Journaille auch nicht durchringen können. Das Getöse von heute wird für Olympia unter den Teppich gekehrt werden, damit die Spiele „schön“ werden.

Ich für mein Teil werde die Olympischen Spiele ignorieren. Mich wird keine Werbung der Olympia-Berichterstattung erreichen.

Einen asymmetrischen Krieg gewinnen

7. Mai 2008 at 22:34 | In Nahost-Konflikt, Terrorismus, Weltpolitik | Leave a Comment
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Melanie Phillips, diary, 11. April 2008

Das Glaubenssystem, dass asymmetrische Kriegsführung, bei der konventionelle Armeen gezwungen werden scheinbar schwächere Terroristen zu bekämpfen, die sich nicht an Regeln halten, nur durch politische statt militärische Mittel gewonnen werden kann und Staaten daher mit Terroristen reden müssen, erzielt derzeit im Westen enorme politische Unterstützung und ist zu einem großen Teil verantwortlich für den Defätismus und das Appeasement, die derzeit die Eliten im Griff haben. Um so erfrischender ist es daher, diese feine Analyse von Generalmajor Yaakov Amidror vom Jerusalem Center for Public Affairs, der diesen Rat der Verzweiflung richtungweisend widerlegt. Ein asymmetrischer Krieg gegen terroristische Aufständische ist sicherlich zu gewinnen, sagt er, vorausgesetzt, dass man gewissen Prinzipien folgt. Unglücklicherweise sind wir derzeit weit davon entfernt, auch in Israel, aber das ist eine andere Frage. Amidror legt sechs Grundbedingungen für den Sieg fest; deren erste ist:

Eine politische Entscheidung den Terrorismus zu besiegen, ausgesprochen ausdrücklich und deutlich an die Sicherheitskräfte und die Bereitschaft die politischen Kosten einer Offensive zu tragen.

Sieg muss allerdings umgedacht werden als „ausreichender Sieg“, der von uns verlangt unsere Vorstellung von Kapitulationszeremonien, Paraden und „Mission erfüllt“-Erklärungen zu überdenken. Statt dessen beinhaltet „ausreichender Sieg“ ein allmähliches Aufhören der Gewalt zu einem Level, mit dem die Menschen leben können:

Der Terror an sich wird nicht vollständig vernichtet, sondern auf einem minimalen Level eingegrenzt, mit ständiger Investition von Energie, um seinen Ausbruch zu verhindern…

Amidror weist mit Spott (und zahlreichen Beispielen) die Annahme von der Hand, dass der Terrorismus niemals durch militärische Mittel besiegt werden kann, sondern nur durch die Veränderung der Haltung der anderen Seite (die treibende Vorstellung von „Friedensprozessen“). Im Gegenteil, sagt er, er kann nur durch militärische Mittel besiegt werden:

Erfolg auf dem Schlachtfeld führte zur Vernichtung der Fähigkeiten des kommunistischen Terrors in Griechenland, ohne dass irgendjemand davon Kenntnis nahm. Dasselbe trifft auf die derzeitige Lage in der Westbank zu. Die derzeitige Ruhe wurde nicht erreicht, weil jemand seine Wahrnehmung von der anderen Seite änderte, sondern weil die IDF und die israelische Sicherheitsbehörde die Handlungsfähigkeit der Terrororganisationen fast völlig beseitigte.

„Ausreichender Sieg kann jedoch nicht erzielt werden – wie Israel unter enormen Kosten im Libanon feststellen musste – wenn die Ziele unklar, widersprüchlich oder einfach falsch sind. Im Libanon, sagt Amidror, war das Ziel zwischen 1985 und 2000 – herbeigeträumt vom Kommandeur vor Ort in Abwesenheit jeglicher Führung von oben (!) – die Erzielung von Ruhe im Norden Israels; das war falsch, weil das Ziel statt dessen darin hätte bestehen müssen die Hisbollah zu zerschlagen.

Am umstrittensten ist seine Feststellung über Verhältnismäßigkeit:

…allgemein gesagt, kann ein kleines Land wie Israel mit Terrorismus und Guerilla-Organisationen nur dann klar kommen, wenn seine Antwort nicht proportional ist und sie auf eine Weise Art ausgeführt wird, die darauf abzielt die andere Seite zu überzeugen, dass auch sie etwas zu verlieren hat. Eine verhältnismäßige Antwort wird Israel in einen Abnutzungskrieg zu ziehen, dessen Regeln von den Terroristen bestimmt wird – und den es verlieren wird.

Am wichtigsten von allen ist jedoch, dass ein asymmetrischer Krieg nur gewonnen werden kann, wenn die Menschen wirklich glauben, dass er gewonnen werden kann:

… die Studie warnt, dass, wenn die USA, Israel oder ihre westlichen Verbündeten fälschlich schlussfolgern, dass sie keine wirkliche militärische Option gegen die terroristischen Aufständischen haben – aus Angst, das diese Konflikte unvermeidbar in einen nicht gewinnbaren Sumpf münden – der Krieg gegen den Terror verloren ist, bevor er voll geführt wird.

In Großbritannien und Europa ist das mit Sicherheit der Fall; und die USA wackeln.

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