Antisemitismus und Antiisraelismus in den sozialen Medien

8. Juli 2013 um 14:30 | Veröffentlicht in Medien allgemein, Medien+Nahost, WWW | Hinterlasse einen Kommentar
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Manfred Gerstenfeld interviewt Andre Oboler (direkt vom Autor)

Der Aufstieg der sozialen Medien hat für Juden und Israel vielfältige Probleme geschaffen. Viele davon manifestieren sich auf eine Art, die die Gesellschaft als Ganzes betreffen. Juden und Israel allerdings scheinen oft die ersten zu sein, die negativ betroffen sind. Meine eigene Arbeit im Verlauf fast eines Jahrzehnts hast sich hauptsächlich darauf konzentriert Veränderungen ausfindig zu machen und zu empfehlen, die diese Probleme eliminieren oder entschärfen können.

Das erste Thema, dem wir uns gegenüber finden, ist ein ideologisches. Das Internet erwuchs aus einem gesetzfreien Umfeld. Diese Tradition der „Einzigartigkeit des Internets“ hält an, selbst wenn sie zunehmend in Frage gestellt wird. Es gibt einen Zusammenprall der Kulturen zwischen den Amerikanern (die viele der globalen Service-Provider betreiben) und dem Rest der Welt. Die Amerikaner wollen völlige Freiheit bei ihren Operationen. Außerhalb Amerikas lautet die allgemeine Einstellung aber, dass Hassreden höchst unerwünscht ist. Die dortige Öffentlichkeit hat eine legitime Erwartung, dass der Staat Schritte unternimmt, um das zu verhindern und vielleicht sogar zu kriminalisieren. Das geschieht angesichts der wichtigen Rolle, die Hassreden bei der Ermöglichung des Holocaust spielte.

Andre ObolerDr. Andre Oboler ist Geschäftsführer des Online Hate Prevention Institute (Institut für die Verhinderung von Online-Hass) in Australien. Er ist Co-Vorsitzender der Arbeitsgruppe zu Antisemitismus im Internet und in den Medien beim Global Forum to Combat Anti-Semitism (Globales Forum zur Bekämpfung von Antisemitismus).

Ein zweites wichtiges Thema betrifft Schwachstellen im System von Service-Providern wie Facebook, YouTube und Twitter. Sie können die Software, die Prozessabläufe und manchmal die involvierten Menschen betreffen. Twitter hat keinen Mechanismus, um auf problematische Inhalte aufmerksam zu machen. Dadurch hat es keine wirkliche Kontrolle zu Antisemitismus. Dieses Thema befindet sich derzeit nach einer Anzeige durch die Französische Union Jüdischer Studenten vor französischen Gerichten.

Viele Beispiele aus Facebook gehen mit Antisemitismus in verschiedenen Formen einher, z.B. der Förderung der Protokolle der Weisen von Zion, der klassischen Dämonisierung der Juden, dem Vergleich des Staates Israel mit Nazideutschland sowie Verschwörungstheorien. Eine Schwachstelle in den Verfahren bei Facebook besteht darin, dass Beschwerden zu solchen Inhalten oft abgewiesen werden. Daten einer Gruppe israelischer Studenten, die Antisemitismus entgegenwirken, legen nahe, dass dies bei mehr als der 85% berechtigten Beschwerden geschieht. Da Facebook kein System zur Qualitätskontrolle hat, wird es noch schwieriger, diese Inhalte danach zu entfernen.

Bei einigen Providern erhält man manchmal den Eindruck, dass diejenigen, die sich mit Beschwerden zu befassen haben, diese nicht diskutieren möchten. In einige Firmen ist es schwierig eine bestimmte Person zu finden, die zu ernsten und fortgesetzten Problemen in Sachen Antisemitismus als Verbindungsperson fungieren kann. Oft erhält man eine allgemeine Antwort, die vom „Team der Firma“ oder einer fiktiven Person abgezeichnet ist.

Noch ein wichtiges Anliegen ist das mangelnde Verständnis der Firmen zum Wesen des Antisemitismus. Diese älteste Form des Hasses besteht seit Jahrtausenden und ist gründlich studiert worden. In den meisten Formen ist sie von Forschern und Experten einfach und beständig identifiziert worden. Die Provider jedoch wollen ihre eigenen Definitionen und Verständnis des Antisemitismus schaffen. Ihnen fehlt klar die Fachkenntnis, die Fähigkeit oder gar der Wunsch, das ordentlich zu tun. Das hat z.B. zu einer Situation geführt, dass Facebook es Jahre lang abgelehnt hat die antisemitische Natur der Holocaust-Leugnung anzuerkennen, die eine der extremsten Formen des Antisemitismus ist.

In der bürgerlichen Gesellschaft nehmen ähnliche Probleme gegen andere Gemeinschaften wie indigene Gruppen, Homosexuelle, religiöse und kulturelle Minderheiten und Einwanderer zu. Eine öffentliche Diskrepanz zwischen Facebooks Haltung und öffentlicher Meinung fand sich bei Seiten, die Vergewaltigung herunterspielen. Facebook betrachtete das anfänglich als humorvollen Inhalt, strebte dessen Schutz an und entschuldigte es. Das führte zu Sexismus-Vorwürfen und größeren öffentlichen Gegenreaktionen. Facebook steuerte dann schnell in die Gegenrichtung.

Juden sollten die aus dem Kampf gegen Antisemitismus gewonnenen Fachkenntnisse nutzen, um anderen angegriffenen Gemeinschaften zu helfen. Regierungen müssen innerhalb ihrer eigenen Grenzen stärker die Kontrolle haben, genauso auch – wenn ihre Bürger angegriffen werden – über internationale Verträge außerhalb des eigenen Territoriums. Die Rechtsdurchsetzung außerhalb der USA kämpft oft damit entweder eine angemessene oder eine rechtzeitige Reaktion von Service-Providern mit Sitz in den USA zu bekommen. Das Internet sollte nicht Amerikas Spielplatz sein. Die reine Weitergabe von Informationen über die USA oder die Nutzung von Diensten einer Firma in den USA sollte keine Probleme schaffen, wenn sowohl der Täter als auch das Opfer in einem anderen Land wohnen.

Gegen den jüdischen Staat wird in den sozialen Medien auch ein ständiger Propagandakrieg geführt. Desinformation verbreitet sich in Windeseile wie ein Virus. Videos von gestellten Vorfällen und manipulierte Fotos grassieren, insbesondere in Zeiten von Konflikten. Die Wahrheit spielt in dieser besonderen Arena keine Rolle. Der Inhalt ist König und je sensationeller, desto besser. Es gibt außerdem einen ständigen Strom an Unterstützung für große Lügen wie die „israelische Apartheit“.

Israel sieht sich darüber hinaus koordinierter Nutzung der sozialen Medien als Kriegsmittel des Iran ausgesetzt. Netzwerke israelischer Aktivisten werden kompromittiert. Gruppen wie „Anonymous“ werden infiltriert und zu iranischen Marionetten. Die sozialen Medien werden so zum Megafon für staatlich geförderte Hass-Propaganda, Entmenschlichung und – natürlich – Antisemitismus. Doch die Firmen der sozialen Medien stehen untätig daneben und betrachten ihre hereinströmenden Werbeeinnahmen.

Dr. Manfred Gerstenfeld ist Mitglied des Aufsichtsrats des
Jerusalem Center of Public Affairs, dessen Vorsitzender er 12 Jahre lang war.

Ein Blogger-Leitfaden zum Umgang mit antisemitisch kommentierenden Trollen

28. Februar 2010 um 14:41 | Veröffentlicht in WWW | 6 Kommentare
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Meryl Yourish, 26. Februar 2010

Dieses Frühjahr vor acht Jahren, auf der Höhe der Selbstmord-Bombenanschläge des als Zweite Intifada bekannten Terrorkriegs Yassir Arafats, begann ich über Themen zu Jüdischem und Israel zu bloggen. Das brachte natürlich die antiisraelischen Irren auf den plan. Ich entwickelte einen Folgesatz zu Godwins Gesetz, um diese Trolle zu beschreiben: „In jedem Diskussionsforum zu Israel, Politik oder Religion ist es höchstwahrscheinlich, dass antisemitische Kommentare auf dich zukommen.“ (Fakt ist: Ich habe Kommentarstränge gesehen, die absolut nichts mit Israel, Politik oder Religion zu tun haben, und dennoch in Antisemitismus und Israel-Bashing übergehen, aber das ist ein Thema für einen anderen Eintrag.)

Und so präsentiere ich hier, auf Grundlage tausender Kommentare und E-Mails, die ich über die Jahre hinweg sowohl hier wie auch auf anderen Blogs und Medien-Sites gelesen habe, den Führer für Blogger zum Umgang mit antisemitisch kommentierenden Trollen. Unten sind einige Typen antiisraelischer Kommentatoren, die ich im Verlauf der Jahre identifiziert habe, aber die Liste ist natürlich keineswegs vollständig.

Der gewöhnliche Neonazi-Judenhasser: Bla-bla-bla Juden sterbt, bla-bla-bla Juden sind Sch…,, bla-bla-bla Juden kontrollieren die Welt, bla-bla-bla Banken, Geld, Weltmedien, Zionistisch besetzte Regierung (ZOG), bla-bla-bla-bla. Das sind Judenhasser der SS-Artigen, die nie in der Lage gewesen sind herauszufinden, warum ihr Leben derart beschissen ist, also beschuldigen sie die Juden. (Hier ein Tipp: Schaut in den Spiegel. Ihr seid selbst Schuld, ihr Bübchen. Es gibt keine große jüdische Verschwörung, die euch dumm und talentfrei gemach hat; ihr habt das alles selbst gemacht. Übrigens: Gott liebt euch auch nicht. Hat er mir beim letzten ZOG-Treffen höchstpersönlich gesagt.)

Der falsche Jude: Der ist gewöhnlich leicht auszumachen. Der falsche Jude ist oft ein Neonazi, der frisch vom Stürmer-Treffen kommt, wo er mit seinen Kumplen gerade diskutierte, was sie glauben, was die Juden wirklich denken. Er kommt auf meinen Blog und gibt vor Jude zu sein, um mir mit hinterlistigen falsch-jüdischen Kommentaren Fallen zu stellen. Er fügt dem gewöhnlich überhaupt nicht jüdisch klingenden Nachnamen „stein“ hinzu. Er wird „Mosche“ oder „Hesh“ oder „Abraham“ oder einen anderen Namen benutzen, von dem er glaubt er sei typisch jüdisch. (Aus irgendeinem Grund benutzen diese ekligen Typen niemals Murray, Harry oder Joshua. Moment mal: Der Grund ist, dass sie Deppen verfluchen und nicht wirklich irgendetwas über Juden wissen.)

Der falsche Jude liebt es so zu tun, als sei er ein blutrünstiges, bigottes A…loch, der hämiche Kommentare zum Tod von Palästinensern abgibt. Er nutzt häufig das Wort „Goi“ (weil er glaubt, dass alle Juden, wenn sie unter sich sind, das Wort „Goi“ häufig und immer abwertend benutzen). Im Verlauf der Jahre habe ich etwas erkannt: Was sie wirklich von mir wollen, ist, dass ich ihren Kommentar veröffentliche und dann sage: „Richtig so, jüdischer Genosse!“ Denn, wissen Sie, das ist das, was wir tun. Ein schneller Test dafür, ob Ihr falscher Juden Stürmer-Material ist: Wenn man das Wort „Jude“ statt „Goi“ in den Kommentar einsetzt, dann wird das wahre (und hässliche) Gesicht des falschen Juden auftauchen.

Manchmal nutzt der falsche Jude gefälschte Zitate echter Juden. Ein schneller Check auf Google wird Ihnen zeigen, dass das Zitat erfunden ist, völlig aus dem Zusammenhang gerissen oder von einer Neonazi-Webiste stammt und darauf nur von Neonazi-Websites verwiesen wird. Das ist für Sie der Anhaltspunkt, dass der Kommentierende wahrscheinlich regelmäßig am jährlichen Picknick der Stürmer-Leser in Hintertupfingen teilnimmt. (Wie ich höre, sind die 50 freien Plätze für das Treffen nächstes Jahr bald vergeben, also reserviert jetzt.) Der falsche Jude wird auch jiddische Wörter benutzen, falsch buchstabiert und falsch gebraucht. Wenn Ihr Kommentierender sich so anhört, als hätte er Jiddisch aufgegriffen, indem er Mike Myers Saturday Night Live sieht, dann ist er ein falscher Jude. Sperren Sie ihn.

Die letzte Züchtung des falschen Juden ist etwas schwieriger zu entdecken. Ich hatte einen, bei dem es eine Weile dauerte, bis ich ihn herausfand, aber bei dem Troll gab es etwas, das mir von Anfang an quer lag. Die falschen Juden, die sich richtig anstrengen, werden hebräische Worte benutzen und Thora-Zitate einstreuen. Hier ist das verräterische Zeichen, dass Christen fast immer die Prinzipien der Religion anwenden, in der sie groß wurden – das Christentum. Glauben Sie mir, dass das selbst für einen nur halbherzig praktizierenden Juden wirklich feststellbar ist. Dieser Typ des falschen Juden benutzt christliches Dogma, ohne das zu merken. Es ist außerdem echt schwierig so zu tun, als sei man ein praktizierender Jude. Das verräterische Zeichen schlechthin: wenn am Sabbath gepostet wird. Das passiert öfter, als Sie glauben, denn die meisten antisemitischen Kommentar-Trolls sind nicht wirklich helle.

Die Möchtegern-Mikey Riveros: Mikey Rivero betreibt die abscheuliche und antisemitische Internetseite „What Really Happened“. Der Mann ist förmlich besessen davon auf Juden und Israel einzuprügeln und er schreibt langatmige, langweilige Artikel (und stellt solche ein), die behaupten zu beweisen, wie bösartig, übel und unmenschlich die Juden und Israelis in Wahrheit sind. Der Möchtegern-Mikey Rivero wird langatmige, langweilige Artikel einstellen, die sie/er auf verschiedenen antisemitischen Internetseiten findet. Sie/er liebt es besonders Artikel von Norman Finkelstein und Noam Chomsky zu re-posten. Die Möchtegerne haben es nie geschafft durch meine Moderations-Politik zu schlüpfen; ihre Kommentare werden gelöscht, sobald ich die Kommentarseite vom Bildschirm scrollen sehe.

Der intolerante Atheist: Dieser Kommentar-Troll liebt es vorzugeben, sie/er hasse alle Religionen gleichermaßen, aber nach der Eröffnungssalve macht sie/er immer (nur) mit den bösen Juden weiter, die glauben, Israel solle ein Land nur für Juden sein. Das ist der Tick, der sie entlarvt: Sie scheinen nie zu merken, dass hier im Staat nur für Juden große Bevölkerungsteile israelischer Araber und Christen leben. Nein, die einzige Religion, die sie beunruhigt, scheint das Judentum zu sein. Ich frage mich, warum das so ist. (nicht wirklich – s. die Überschrift)

Der „Ich bin Antizionist, nicht Antisemit“-Troll: Dieser besteht immer wieder darauf, dass sie/er nichts gegen Juden hat; es ist lediglich Israel, das sie/er nicht ausstehen kann. Bei der Verteidigung dieser Haltung scheinen jedoch immer antijüdische Bemerkungen herauszurutschen. Das sind auch die Tolle, die großen Wert darauf legen, alle ihren Aussagen ein „natürlich wirst du mich einen Antisemiten nennen, weil ich Israel kritisiere“ voranzustellen. Diese Art von Trollen verbreitet sich in den Mainstream (vgl. Mearsheimer, Carter).

Die Verteidiger von David Duke/Pat Buchanan/Ron Paul: Es ist absolut erstaunlich, wie schnell die Verteidiger dieser drei Strohköpfe hinter dem Ofen hervor kommen. Von Null auf Hundert im Judenhass in Nullkommanichts. Die bloße Tatsache, dass ich hier ihre Namen poste, wird ihre Unterstützer scharenweise auftauchen lassen und sobald sie einen schnellen Blick auf diesen Eintrag werfen, werden sie mir ihre widerwärtigen Anmerkungen zur Moderation hinterlassen (und meiner Trolle-Akte für zukünftigen Gebrauch hinzufügen; ich lasse die Kommentare dieser Idioten nie zu).

Die „Nur Fakten, bitte“-Nervensägen: Dieser Troll glaubt, dass zivile Opfer gegen tote Soldaten aufzurechnen wichtiger ist als, sagen wir, die Zahl der von Qassam-Raketen getöteten und verwundeten Israelis. Das Wort „Völkermord“ wird in Sachen Palästinenser haufenweise eingeworfen, obwohl, sollte Israel einen solchen gegen sie verüben, das der schlechteste Völkermord aller Zeiten wäre, angesichts ein paar wenig tausend Toten seit 1948 gibt (selbst wenn der Unabhängigkeitskrieg eingerechnet wird) und dem Wachstum der palästinensischen Bevölkerung seit damals. Vergleiche mit tatsächlichen Völkermorden wie der Vernichtung von zwei Dritteln des europäischen Judentums, stoßen bei diesem Troll auf taube Ohren.

Der wirklich nervige Depp, der glaubt dieser Blog sei eine Demokratie-Troll: Sie sind  nicht wirklich antisemitisch, sie sind einfach nur verdammt nervtötend. Sie labern pausenlos davon, dass der Autor keine abweichenden Meinungen zulässt, meinen aber in Wirklichkeit, dass ich nicht das schreibe, was sie wollen, dass ich es schreibe. Und wen ich sie in meinen No Israel-Bashing-Zone-Eintrag leite, dann reduzieren sie sich auf zusammenhanglose Wut. Ich habe den Verdacht, dass sie alle Probleme mit der Selbstkontrolle haben. Ich habe den Verdacht, dass mich das nicht wirklich kümmert.

Das ist ungefähr alles, an das ich im Moment denke. Ich weiß, dass ein paar Troll-Arten fehlen, aber ich kann diesen Eintrag später wieder aufsuchen. Zum Schluss würde ich gerne alle antisemitischen Trolle, die diesen Eintrag lesen, auf das Yourish.com-Mantra leiten: Antisemiten der Welt, kratzt einfach ab. Vorzugsweise möglichst bald.

Wer wissen will…

27. Juli 2009 um 12:30 | Veröffentlicht in Lesen!, WWW | Hinterlasse einen Kommentar

…kann das ohne weiters tun. Das gilt besonders für das, was Araber  und hier vor allem auch palästinensische Araber zu sagen haben, wenn sie Arabisch sprechen – also dann, wenn sie nicht den Trotteln im Westen Sand in die Augen streuen. Diese arabischsprachigen Äußerungen werden seltsamerweise im Westen praktisch nicht beachtet; offensichtlich ist sowohl den Medien als auch der Politik der Aufwand zu hoch, sich mit dem zu beschäftigen, was zum Nahostkonflikt der arabischen Bevölkerung eingebläut wird. Hier glaubt man den englischsprachigen Täuschungsreden.

Zwei Institute beschäftigen sich damit arabischsprachige audiovisuelle Dokumente zu sichten und ins Englische zu übersetzen, um die Öffentlichkeit auf die Doppelzüngigkeit der vermeintlichen Friedenspartner aufmerksam zu machen oder auch, wie gerade geschehen, um aufzuzeigen, dass die Propagandalügen nicht bei allen Arabern ankommen.

MEMRI (Middle East Media Research Institute) ist die eine Quelle und deckt, so weit möglich, über mehrere Einzelprojekte die gesamte arabische Welt sowie den Bereich Iran, Pakistan, Afghanistan und Indien ab.

Die zweite Organisation ist Palestinian Media Watch, die sich auf Zeitungen, Radio- und Fernsehsendungen der palästinensischen Araber konzentriert. Dabei kommen immer wieder erstaunlich entlarvende Dinge zutage. So hat sich gerade erst der als überaus moderat geltende Mohammed Dahlan zur Strategie der PLO/Fatah geäußert und dabei gleichzeitig bestätigt, worauf echte Israelfreunde Jahre lang aufmerksam machten: Arafat hat die Welt getäuscht, an der Nase herumgeführt – und die PA unter Mahmud Abbas macht genau da weiter. Wer weiß das von der allgemeinen Öffentlichkeit? Zu Arafat gibt es zwar inzwischen leise Stimmen, die das zugeben, aber Abbas und seine Kumpane werden weiterhin als moderat und friedenswillig gehandelt.

PMW konnte darüber hinaus zeigen, dass es selbst unter den palästinensischen Arabern immer noch oder wieder Stimmen gibt, die den Mythos widerlegen, Israel habe die Araber vertrieben. Das Gegenteil ist für den allergrößten Teil der arabischen Bevölkerung des Mandatsgebiets der Fall: Sie verließen ihre Häuser aufgrund der Anweisungen der arabischen Führer und aus in ihnen durch Araber geschürte Angst. Solche Zeugenaussagen sollten in der Lage sein, den Märchen erzählenden Friedenshetzers einiges zu denken zu geben. Wenn sie denn nicht einfach behaupten, das stimme alles nicht.

Wikipedia als Quelle

22. Juli 2009 um 13:34 | Veröffentlicht in Lesen!, Medien allgemein, WWW | 2 Kommentare
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Als kleine Ergänzung zum Dialog mit Malte Lehming und seiner Art seine Sicht zu belegen (s. Update vom 22.07.09), möchte ich darauf hinweisen, wie “zuverlässig” gerade Wikipedia ist. Der BILDblog brachte ein markantes Beispiel: Der aktuelle Wirtschaftsminister hat von seinen Eltern reichlich Vornamen verliehen bekommen. Ein Witzbold hatte bei Wikipedia spaßeshalber noch einen zusätzlichen eingefügt. Die Folge? Lest selbst: Wie ich Freiherr von Guttenberg zu Wilhelm machte.

Aus dem Oktober 2013 ein ausführlicher Bericht eines Menschen, der dann doch nicht zu Wikipedia ging: Können wir Wikipedia noch vertrauen? Manipulation und Betrug im Internet.

Und direkt noch einer hinterher: Die EtwasandereKritik beschreibt, wie bei Wikipedia manipuliert wird.

Eigener Fatah-Blog gefällig?

21. November 2008 um 23:20 | Veröffentlicht in Palästinenser, WWW | Hinterlasse einen Kommentar
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Den kann man tatsächlich haben, hat Elder of Ziyon herausgefunden. Jeder kann einen haben. Er hat diesen hier ausprobiert:

Am Yisrael Chai auf http://amyisraelchai.fateh.net/

Um sein eigenes WordPress-Blog hinzuzufügen muss man nur hierhin gehen und seinen Spaß haben!

(Allerdings sollte man vorsichtig sein und den Eigenschutz im Internet verdammt gut beherrschen – die eigene IP-Adresse ist für die Inhaber der Seite sichtbar.)

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