Den Jihadismus immer noch nicht begriffen

22. Oktober 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in die Welt+Islam, Islam+Islamismus, Medien + Islam, Muslime | 1 Kommentar
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Bruce Thornton, FrontPageMag, 14. Oktober 2014

Präsident Obamas Behauptung von neulich, der Islamische Staat habe nichts mit dem Islam zu tun, ist nicht neu. Seit 9/11 haben wir von beiden Seiten des politischen Spektrums zu hören bekommen, dass jihadistischer Terror materielle Ursachen und von sozialen, politischen oder wirtschaftliche Fehlfunktionen bedingte psychologische Beschaffenheit habe. Dieses Argument ist alt und war nach 9/11 üblich. Typisch für solches Denken war Bill Clintons Behauptung, diese „Kräfte der Reaktion [Al-Qaida] zehre von Desillusionierung, Armut und Verzweiflung“. Unerklärt bleibt die Tatsache, dass Milliarden anderen Menschen überall auf der Welt noch verarmter und hoffnungsloser sind, aber keine multikontinentalen Netzwerkgruppen geschaffen haben, die sich dem Zufügen von brutaler Gewalt und Verstümmelung an denen verschrieben haben, die ihren Glauben nicht teilen oder ihre Visionen von Weltherrschaft behindern.

Solch materialistische Analysen ignorieren den historischen und theologischen Kontext modern islamischer Gewalt oder versuchen ihn zu positiv zu erklären. Das Ergebnis ist, das wir im zweiten Jahrzehnt unseres Krieges gegen den Jihad das Problem immer noch falsch diagnostizieren und uns handlungsunfähig machen, indem wir zu Werbung für Demokratie oder wirtschaftliche Entwicklung Zuflucht suchen, obwohl diese Lösungen nichts mit der Wurzel des Problems zu tun haben – der theologisch sanktionierten Gewalt, Intoleranz und totalitärem Universalismus, der den traditionellen Islam definiert.

Ein aktuelles Beispiel dieses Versagens der Vorstellungskraft erschien im Wall Street Journal in einem Aufsatz des peruanischen Ökonomen Hernando de Soto. De Soto ist einer der eloquentesten Helden der freien Marktwirtschaft und von Wohlstand, Freiheit und Chancen, die von ihr geschaffen werden können Lateinamerikas. Mit Verweis auf den Erfolg einiger lateinamerikanischer Länder beim Loslösen von dirigistischen oder sozialistischen Wirtschaftsordnungen behauptet de Soto, dass auch in der muslimischen Welt „wirtschaftliche Hoffnung die einzige Möglichkeit ist den Kampf um die Wähler zu gewinnen, aus dem sich die Terrorgruppen nähren“.

Um diese Behauptung zu untermauer, benutzt de Soto eine Analogie zwischen islamischen Jihadisten und der radikal marxistisch-leninistischen Terrorgruppe „Leuchtender Pfad“, die in den 1990-er Jahren Peru heimsuchte. Genauso, wie wirtschaftliche und rechtliche Reformen Chancen und weiter verbreiteten Wohlstand schufen und damit die Unterstützung für den Leuchtenden Pfad austrockneten, argumentiert de Soto, könnte ähnliche Aufmerksamkeit auch im Nahen Osten Unternehmertum und Gesetze ermutigen, die für Geschäfte günstig sind und damit die zahlreichen jihadistischen Gruppen neutralisieren. Diese Analogie ignoriert jedoch die entscheidenden Unterschiede zwischen einer glaubensbasiert Bewegung und einer wie dem auf einer säkularen, materialistischen Ideologie wie dem Kommunismus gegründeten.

Der Islam und der Kommunismus weisen Ähnlichkeiten auf, wie zahlreiche Autoren seit fast einem Jahrhundert feststellten. Bertrand Russell schrieb 1920: „Der Bolschewismus kombiniert die Charakteristika der Französischen Revolution mit denen des Aufstiegs des Islam… Marx hat gelehrt, dass der Kommunismus unwiderruflich dafür vorherbestimmt ist zustande zu kommen; das schafft einen Geisteszustand, der dem der frühen Nachfoger Mahommets (Mohammeds) nicht unähnlich ist.“ Der französische Soziologe Jules Monnerot schrieb 1949: „Sowjetrussland ist nur das geografische Zentrum, aus dem der kommunistische Einfluss ausstrahlt; er ist ein ‚Islam‘ auf dem Marsch und betrachtet seinen Grenzen zu jeder Zeit als rein provisorisch und vorläufig. Wie der siegreiche Islam macht der Kommunismus keine Unterschiede zwischen Politik und Religion, aber diesmal trifft der Anspruch sowohl universaler Staat als auch universale Wahrheit zu sein nicht nur innerhalb einer Zivilisation oder Welt zu, die mit anderen, unterschiedlichen Zivilisationen, anderen Welten koexistiert, sondern auf den gesamten Erdball.“

Diese Vergleiche, zeigt Ibn Warraq in seiner Übersicht, sind insoweit geeignet, als sie die universalistischen Ambitionen und die totalitäre Natur des Kommunismus und des Islam als Ideologien verdeutlichen. Doch die wichtigen Unterschiede zwischen den beiden Glaubenssystemen, wie sie genau genommen in der Praxis erscheinen, machen die Analogie weniger brauchbar, wenn es darum geht den Islam zu reformieren und den Jihadismus zu neutralisieren. Wir können dieses Problem in einem jüngeren und einflussriechen Beispiel des Vergleichs der Sowjetunion mit dem Islam erkennen, Natan Sharanskys „The Case for Democracy“ von 2004, das George W. Bushs fehlgeschlagenem Ziel im Irak demokratische Freiheit zu schaffen inspirierte. Sharansky argumentiert, dass genau so, wie die Sowjetunion wegen des angeborenen Wunsches nach Freiheit zusammenbrach, auch in der muslimischen Welt demokratische Regierungen zu schaffen, die politische Freiheit und Menschenrechte respektieren, die Jihadführer ihrer Rekruten berauben würde.

Diese Analogie ignoriert jedoch einen tief gehenden Unterschied zwischen Kommunismus und Islam. Der Sowjetkommunismus war eine materielle, atheistische Ideologie, die einem tief religiösen Volk gewaltsam aufgezwungen wurde. Er versuchte die religiösen Bedürfnisse der Russen zu unterdrücken und zum Ausgleich materiellen Wohlstand zu bieten. Er versagte bei beidem. Beachten Sie, dass heute ein autokratischer Wladimir Putin bei den Russen weit verbreitete Unterstützung genießt, zum Teil, weil er die religiösen Empfindlichkeiten und den Stolz des russischen Volks anerkennt und ihren Glauben vertritt, das religiöse Frömmigkeit im Herzen seiner nationalen Identität liegt und es vom gottlosen, säkularen Westen trennt. Und diese Unterstützung bleibt trotz der offenkundigen Störungen und der Korruption in der russischen Wirtschaft stark.

Putins Autokratie ähnelt den noch autokratischeren Regierungen des muslimischen Nahen Ostens. Dort achten solche Regime sorgfältig darauf die religiösen Sensibilitäten ihrer Völker zu respektieren und zufriedenzustellen; am offensichtlichsten findet das in Saudi-Arabien statt, wo die Unterstützung von und Toleranz für Wahhabismus und Jihadismus im Ausland geholfen haben das Haus Saud an der Macht zu halten. Auch im Iran, wo die Mullahkratie sich beträchtlicher Unterstützung bei den Massen frommer Schiiten in den Dörfern und Städten jenseits außerhalb der Reichweite westlicher Kameras in Teheran erfreut; oder in der Türkei, wo Tayyip Erdoğan ein Jahrhundert kemalistischer Säkularisierung und Demokratisierung durch die Wiederbelebung des traditionellen Standesdünkels als einzigem Paradigma sozialer und politischer Ordnung rückgängig zu machen.

In all diesen Beispielen bleiben autokratische Führer, bei all ihrer Tyrannei und Unfreiheit immer noch solidarisch mit ihrem Volk, was sich auf religiöse Frömmigkeit und Harmonie zwischen Herrscher und Beherrschten gründet, die es im Sowjetkommunismus nicht gab. Dafür teilen sie die Feindseligkeit und oft Hass auf den Westen und besonders die Vereinigten Staaten, die für die frommen Muslime ein gottloses Sodom des Materialismus und der Sittenlosigkeit sind, das von wurzellosem Individualismus und unverantwortlichen Freibriefen getarnt als Wohlstand und demokratischer Freiheit genährt wird. Selbst wenn also dem Wunsch nach politischer Freiheit und materiellem Wohlstand von autokratischen Regimen des Nahen Ostens nicht nachgekommen wird, die religiösen Bedürfnisse werden bedient.

Es ist diese tiefgehende islamische Spiritualität, die de Soto und andere Säkularisten ignorieren. Wenn die von de Soto und anderen favorisierte wirtschaftliche Entwicklung die Ungläubigkeit, sexuellen Freibriefe und Gottlosigkeit angerichtet haben, die die Muslime tagtäglich im Satellitenfernsehen und im Internet sehen können, warum sollten sie eine solche Welt auf Kosten ihrer unsterblichen Seelen gewinnen? Dass dieses Bild der USA, inzwischen fast ein Jahrhundert alt, zu einem gewissen Grad eine einseitige Karikatur ist, spielt keine Rolle. Es ist das, was Muslime sehen, was sie in Freitagspredigten in ihren Moscheen hören und was den Jahrhunderte alten kosmischen Konflikt zwischen den Glaubenstreuen und den Ungläubigen schärft, zwischen dem Haus des Islam und dem Haus des Krieges.

Wirtschaftliche Entwicklung ist nicht die Antwort auf islamischen Terror. Der Iran und die Türkei sind keine verarmten Nationen, doch sie unterstützen aktiv jihadistischen Terror. Ebenso Qatar, das sagenhaft reich ist. Wie die Autokraten teilen die Jihadisten fundamentale Überzeugungen mit Millionen Muslimen weltweit. Letztere möchten sich nicht in die Luft jagen oder persönlich Jihad führen oder sie mögen glauben, dass solche Gewalt taktisch falsch ist, aber das beseitigt nicht die spirituelle Solidarität, den Wunsch unter dem Gesetz der Scharia zu leben und Träume weltweiter islamischer Dominanz, die auf traditionellen islamischen Überzeugungen und Praxis gründet – eine Solidarität, die eine atheistische, säkulare Ideologie wie der Kommunismus niemals bei den Volksmassen genoss, ob nun in Russland oder Peru. Bis wir den Jihadismus als spirituelles statt als materielles Phänomen betrachten, werden wir weiter Taktiken und Politik betreiben, die zum Scheitern verurteilt sind.

Abgelehnte und genehmigte Terroristen

21. Oktober 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Europa+Nahost, Terrorismus | Hinterlasse einen Kommentar
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Empörungsikonen erfinden, Flammen des Krieges anfachen

21. Oktober 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Nahost | 1 Kommentar
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Dexter Van Zile, The Times of Israel (blogs), 16. Oktober 2014

Die Anti-Israel-Hode ergötzt sich derzeit am Foto eines Juden, der sich in der Altstadt Jerusalems schlecht benimmt. Das von der Agentur Andalou, einer türkischen Nachrichtenorganisation, verkaufte Foto ist von Max Blumenthal und Hunderten anderer getweetet worden und zeigt einen wütenden orthodoxen Juden, der einen unschuldig dreiblickende arabische Frau anschreit. Sie sieht gedemütigt und verängstigt aus.

Der Mann wirkt wütend und Angst einflößend aus.

Da Foto ist Hunderte Male retweetet worden; es trägt die irreführende Beschreibung „israelische religiöse Fanatiker halten Palästinenser vom Gebet in der Al-Aqsa-Moschee in #Jerusalem ab…“

Es gibt da nur ein Problem. Wie die Blogger Elder of Ziyon und Israellycool aufgezeigt haben, hält die angebrüllte Frau ein hebräischsprachiges Gebetbuch in der Hand. Videos der Konfrontation offenbaren, dass sie dem Mann das Buch aus der Hand nahm, bevor das Foto aufgenommen wurde.

Sie griff das Gebetsbuch des orthodoxen Juden aus seiner Hand und er reagierte mit Wut. Beobachter könnten argumentieren, dass er auf diese Provokation überreagierte; doch die Tatsache bleibt, dass die Frau eine aggressive und provokative Handlung beging. Das war keine „Mikro-Aggression“.

Es war nicht der israelische Jude, der die Rechte der Frau zu beten störte, wie Max Blumenthal und andere auf Twitter angaben. Es war anders herum. Sie legte sich mit jemandem an, der zu beten versuchte und provozierte gewollt eine wütende Reaktion, die von einem nahe dabei stehenden Fotografen einer türkischen Nachrichtenagentur aufgenommen wurde.

Als Ergebnis der erfolgreichen Provokation der Frau, des zeitlich gut ausgelösten Klicks des Fotografen und einer unehrlichen Bildbeschreibung zum Foto sind tausende Menschen – von denen viele Israel bereits hassen – einem Bild und einer Darstellung ausgesetzt worden, die israelische Juden als unfähig friedlich mit palästinensischen Muslimen im Land zu leben darstellen.

Das Bild bestätigt, was viele Menschen bereits über Juden und ihren Staat glauben – dass sie eine nicht zu ertragende Präsenz im Nahen Osten sind.

Das ist ein Lehrbuchbeispiel dessen, was Nidra Poller ein „tödliche Schilderung“ nennt – eine Geschichte, die mit der Absicht erzählt wird zu Gewalt gegen eine bestimmte Gruppe Menschen zu anzuspornen.

Die Art und Weise, wie das Foto der Agentur Andalou manipuliert wurde, um die tödliche Schilderung zu unterstützen, wirft etwas Größeres auf – die Bereitschaft so genannter Friedens- und Menschenrechtsaktivisten im fortgesetzten kognitiven Krieg gegen Israel zu helfen, der von Islamisten und Jihadisten rund um die Welt geführt wird. Was Blumenthal und die anderen auf Twitter machten, war das Untergraben der Idee eines jüdischen Staats durch Werbung für das, was David D. Perlmutter eine „Ikone der Empörung“ nennt.

Es gibt eine komplette Industrie, die sich der Schaffung solcher Ikonen widmet. Ein Teil dieser Industrie besteht aus sogenannten Friedensaktivisten aus den USA und Europa. Sie gehen in die Westbank und den Gazastreifen auf der Suche nach Bildern von sich schlecht benehmenden Juden. Und wenn sie dann diese Bilder bekommen, versenden sie sie im Internet mit der offenkundigen Absicht Israel zu dämonisieren.

Ich erlebte dies selbst an einem Samstagnachmittag im März diesen Jahres. Ich ging mit einer Gruppe von mehr als 100 Juden, von denen viele vor kurzem Aliyah aus Frankreich gemacht hatten, durch die Altstadt von Hebron; dort steigt die antisemitische Gewalt. Als sie durch die Altstadt gingen, wurden sie von den örtlichen Einwohnern gestichelt und drangsaliert, die wegen ihrer Anwesenheit empört waren. Es war ein angespannter Nachmittag.

Wir wurden von einer Mischung aus Soldaten und Grenzpolizisten durch die Altstadt begleitet; das war Teil einer Kampagne das Recht der Juden auf freie Bewegung in ihrem historischen Heimatland geltend zu machen. Vielleicht werden die Juden eines Tages, wenn die Muslime im Nahen Osten gelernt haben den anderen in ihrer Mitte zu akzeptieren, in der Lage sein sich in Hebron frei, ohne Armee-Eskorte zu bewegen. Aber nicht an diesem Tag und nicht heute, zum Teil Dank der so genannten Friedensaktivisten vor Ort.

Diesen Juden folgte ein Kontingent Europäer und Nordamerikaner einer Reihe unterschiedlicher Gruppen, darunter die Temporary International Presence in Hebron (TIPH), Christian Peacemaker Teams (CPT) und das Ecumenical Accompaniment Program in Palestine-Israel, eine vom Ökumenischen Rat der Kirchen geschaffene Organisation. Und natürlich gab es örtliche Palästinenser, die von B’Tselem angeheuert wurden, um die Konfrontation zu dokumentieren.

Statt darauf hinzuwirken die Spannungen zu entschärfen, indem sie die erwähnten Araber und Juden dazu ermutigten den Versuch zu unternehmen friedlich auf einander zu reagieren, konzentrierten die Aktivisten der erwähnten Gruppen ihre Aufmerksamkeit ausschließlich auf Juden, in der Hoffnung sie zu fotografieren, während sie etwas Schlechtes tun.

Die israelischen Gästeführer wiesen die ihnen Anvertrauten an auf jegliche Provokationen nicht zu reagieren und die sogenannten Friedensmacher zu ignorieren, aber immer wieder einmal machte ein französischer Jude eine obszöne Geste zu einer Kamera. Das wurde von den sogenannten Friedensmachern und Menschenrechtsaktivisten pflichtbewusst aufgenommen.

Das läuft in Hebron jedes Wochenende. Und an dem Wochenende, an dem ich dort war, bekam jemand von B’Tselem – einer antiisraelischen Menschenrechtsgruppe – die Bilder, die er suchte, als eine Gruppe französischer Juden ihm gegenüber eine obszöne Geste machte.

Wenn diese Bilder im Internet gepostet werden, werden die sie Ansehenden nichts von der Gewalt erfahren, die sie aus ihrem Geburtsland Frankreich nach Israel trieb. Es wird nur Bilder wütender Juden geben, die der Kamera den Finger zeigen.

Kein Kontext, absolut nichts.

Nur ein paar wenige Stunden nach der Tour twitterten Mitarbeiter des örtlichen Christian Peacemaker-Teams ein Foto zweier lächelnder, junger, süßer arabischer Jungen. Der das Foto begleitende Text erklärte, ein „Siedler“ habe sie bespuckt.

Auf dem Foto deutet aber nichts darauf hin, dass diese Jungen von irgendjemandem bespuckt wurden. Vielleicht fand das statt, vielleicht auch nicht. Jedenfalls lieferten die CPT-ler in Hebron keinerlei Beleg, dass das stattfand. Trotzdem werden die Meisten als Evangelium akzeptieren, was die CPT-ler sagen.

Diese Aktivisten waren nicht dort, um die Wogen zu glätten. Sie waren nicht in Hebron, um für einen modus vivendi zwischen Juden und Arabern zu werben. Sie waren dort, um die Spannungen zu verstärken, die bereits hoch sind; und falls bzw. wenn die Juden etwas Schlechtes machten, dann waren sie dort, um es aufzuzeichnen. Das Ziel dieser Aktivisten besteht darin Bilder zu bekommen, die genutzt werden können, um Israels Legitimität zu untergraben.

Aber es steckt mehr dahinter. Sie nutzen diese Bilder auch, um Spenden zu sammeln und ihre Institutionen in den Vereinigten Staaten und Europa zu unterstützen.

Das ist eine moralisch verwerfliche Praxis, aber eine, die nur allzu effektiv ist.

Was Kinder lehren?

20. Oktober 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in die Welt+Islam, die Welt+Nahost | Hinterlasse einen Kommentar
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Kindern-Frieden-beibringen

Kann Israel Europa je vertrauen? (Teil 3/3)

20. Oktober 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Europa+Islam, Europa+Nahost, Geschichte | Hinterlasse einen Kommentar
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Manfred Gerstenfeld interviewt Dan Vittorio Segre (Teil 1, Teil 2)

Dies ist der dritte Teil eines Interviews, das in Manfred Gerstenfelds Buch „Israel‘s New Future“ 1994 veröffentlicht wurde. Das Buch wurde 2014 von RVP Press unter dem Titel „Israel’s New Future – Revisited“ überarbeitet neu aufgelegt.

Prof. Dan V. Segre

Prof. Dan V. Segre

Fragt man Segre, wohin dies alles führt, antwortet er: „Ein altes jüdisches Sprichwort sagt: Seit der Tempel zerstört wurde, sind Prophezeiungen kleine Kindern und Narren vorbehalten. Ich bin kein kleines Kind und ich will nicht wie ein Narr aussehen. Ich kann nichts prophezeien. Ich kann nur auf Trends hinweisen, die sich bewahrheiten oder auch nicht.“

Er identifiziert drei wichtige Trends. Der erste ist ein geografischer. Israel ist der einzige moderne Staat auf dem halben Weg zwischen Washington und Peking. Das hat viele Folgen und schafft eine Vielzahl an Chancen. „Bis vor kurzem ein neuer Satellit gestartet wurde, lieferte eine Fernsehsatelliten-Farm in Herzliya überall auf der Welt die Aufzeichnungen zentralasiatischer Sender“, sagt er. „Nach den politischen Veränderungen in Osteuropa hat sich für Israel eine neue Art Seidenstraße nach Indien und China geöffnet.“

Ein paradoxes Ergebnis des arabischen Boykotts ist gewesen, dass Tokio und Mexiko Stadt näher an Tel Aviv liegen als Damaskus oder Kairo, jedenfalls in Begriffen der Wirtschaft. Er vermerkt, dass der Boykott Israel Milliarden Dollar gekostet hat, es aber auch zwang seine Produktion zu diversifizieren und Märkte mit starker Konkurrenz zu betreten, während arabische Ökonomien in der Hauptsache entweder landwirtschaftlich oder vom Öl beherrscht geblieben sind.

Heute, sagte er, ergänzen sich die Wirtschaften Israels und der arabischen Länder nicht. Eine mögliche nützliche Folge der Vereinbarungen zwischen Israel und der PLO könnte es sein den aktuellen Fluss an Handel, Arbeitskräften und Technologie zwischen Israel und den arabischen Ländern zu erhöhen. Wenn auch ein gemeinsamer Markt im Nahen Osten nicht schon morgen aufkommen dürfte, sagt Segre, könnte der Zusammenbruch wirtschaftlicher Mauern zwischen Israel und den Arabern sich als treibender Faktor für beide Seiten erweisen.

Den zweiten Trend identifizierte Segre als einen politischen. „Es könnte Frieden geben oder auch nicht“, sagt er. „Wenn Frieden kommt, wird er kein langwieriger Prozess sein. Er wird rasche, explosive Resultate haben. Viele Firmen des Auslands werden in Israel Büros eröffnen. Israel wird schnell ein internationales Geschäftszentrum werden.“

Segre sieht hier aber Grund für Vorsicht. Er zitiert den Helden seines neuesten Buchs: „Der italienische Botschafter Amedeo Guillet, der italienische Lawrence von Arabien, erzählte mir vor mehr als 40 Jahren, dass die Araber ein Körper ohne Kopf und die Juden ein Kopf ohne Körper sind. Das Problem ist, die beiden zusammenzubekommen“, fährt er fort. „Guillet hat vermutlich selbst heute noch recht. Araber und Israelis ergänzen sich in vielen Bereichen. Wenn sie ihre Kräfte zusammenschließen, wird nie einen den anderen kontrollieren lassen, sondern beide würden davon profitieren.“

Segre zeigt auf eines von vielen Beispielen: „Denken Sie einfach an die Palästinenser. Sie haben zwei Wissenschaftslehrer für jede freie Stelle an ihren Schulen, während Israel solche Lehrer sucht. In einer wahren Partnerschaft müssen wir sehr sorgfältig darauf achten uns nicht als potenzielles neues Venedig zu sehen, den italienischen Staat, der viele Jahrhunderte lang nur an Wirtschaftlichem interessiert war. Geld ist nicht alles, was zählt. Israel sollte im Nahen Osten nicht mit einem europäischen Ansatz agieren. Stattdessen sollt es sich als integralen Teil des Nahen Ostens betrachten, als neutrale Brücke zwischen Staaten.“

Die beiden bisher erwähnten Trends verbinden sich als Öffnung neuer osteuropäischer und asiatischer Märkte für Israel und reduzieren so die Abhängigkeit von Europa. In der Vergangenheit, merkt er an, hat die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft viele feindselige Aussagen gegen Israel gemacht und ihm sogar gelegentlich mit Sanktionen gedroht. Es ist wiederum symbolisch, dass die bekanntesten dieser Äußerungen eine war, die 1980 in – ausgerechnet – Venedig abgegeben wurde. Darin versuchte Europa seine nicht existierende Macht auf Israel auszuüben, um die Araber zufriedenzustellen.

In Anerkennung der Rechte der palästinensischen Araber auf ein Heimatland untergrub die Erklärung von Venedig die Position Jordaniens, das damals immer noch die rechtliche Obrigkeit der Palästinenser war – eine Tatsache, die zu erwähnen die Europäer „vergaßen“, womit sie ein Land delegitimierten, das ein verlässlicher Verbündeter der Europäer gewesen war.

Mit der Erklärung von Venedig, sagt Segre, belohnte Europa die PLO für ihren Terrorismus und das zu einer Zeit, als diese es ablehnte die Existenz Israels anzuerkennen. Später unterstützten die Europäer den einzigen Versuch im Nahen Osten Frieden zu schaffen – die Camp David-Vereinbarungen – nicht.

Segre hat noch heftigere Worte des Misstrauens gegenüber Europa: „Europa scheint sich nicht von einigen Aspekten der Shylock-Politik losgesagt zu haben“, sagt er. „Es will von Israel ein Pfund Fleisch an territorialen Zugeständnissen, ohne den Schaden zu beachten, den das dem Gesamtkörper zufügen könnte, was die Verteidigungsmöglichkeiten Israels angeht. Nach der jugoslawischen Erfahrung auf einseitigen Zugeständnissen zu bestehen würde ulkig aussehen, wäre es nicht so tragisch.“

Der dritte Trend, den Segre sieht, ist noch schwieriger zu definieren. Er betrifft Religion, Ethik und Moral und ist mit dem verbunden, was er „das machiavellische Dilemma“ nennt. Machiavelli sagte, ein christlicher Prinz sei ein Widerspruch; entweder ist er ein Prinz oder er ist Christ. Israel kann dieses Dilemma für das christliche Europa nicht lösen, doch Segre sieht etwas Licht. „Vielleicht kann Israel einige Vorschläge machen“, sagt er. „Einer besteht darin die Europäer einzuladen mit etwas Bescheidenheit den Bemühungen eines kleinen Staates zu folgen, der mit dem Problem zu kämpfen hat, wie er zu seinen heiligen Traditionen zurückkehren kann, ohne die Modernisierung wegzuwerfen, für die die Juden in den letzten 150 Jahren wichtige Förderer waren. Man muss nur an Einstein, Freud und Marx denken. Das ist nicht nur ein israelisches Problem“, sagt er. „Es ist ein entscheidendes Problem, dem sich Europa gegenüber sieht und eines, das man mit den Arabern teilt. Sie sind mit der Herausforderung konfrontiert, Wege zu finden sich rasch zu modernisieren, ohne mit ihren sehr starken Traditionen zu brechen. Auf diesem Gebiet könnte Europa helfen neue Wege zu gehen, die zu Verständnis führen könnten.“

Erst vor kurzem hat Europa religiöse und nationalistische Kriege und Hass überwunden, die seine Flüsse Jahrhunderte lang mit Blut gefüllt haben. Wenn die Europäer einen echten Beitrag zu einem stabilen Frieden im Nahen Osten leisten wollten, könnten sie brauchbare Elemente aus ihrer eigenen Erfahrung ableiten. Beide Seiten könnten von der Entwicklung regionaler Marktinstitutionen profitieren, legt er nahe. Das würde sowohl Israel als auch den Palästinensern eine Vorzugsbehandlung – einschließlich vollem Zusammenschluss mit der EWG – geben, unter der Bedingung, dass sie in bestimmten Bereichen wie Energie, Wasser, Wissenschaften und Bankwesen zusammenarbeiten.

Wichtiger ist, dass die EWG sich als internationale Organisation sehen sollte, die die alten europäischen Reiche der Habsburger, der Zaren und selbst der Ottomanen als wirtschaftlicher Rahmen ersetzt, was vielen „Stämmen“ helfen könnte Ausgleich und Gründe zu Zusammenarbeit zu finden, indem Traditionen und Modernisierung ausbalanciert werden. Das dürfte schwierig sein, gibt Segre zu. Es wird für Zeitungs- und Fernsehjournalisten sicher weniger aufregend sein, als das, was heute geschieht. Es ist jedoch natürlich eine zivilisierte Weise all den Schaden zu kompensieren, den Europa in der Vergangenheit bei Israel angerichtet hat und einen Raum zu schaffen, in dem die beiden in der Zukunft zusammenarbeiten können.

Er besteht darauf, dass es bessere europäische Traditionen gibt als die von den Dominikanermönchen begründete, als sie den Talmud verbrannten oder Napoleons, der Ägypten zivilisieren und einen jüdischen Staat ausrufen wollte, um leichter Nachschub für seine Armee zu bekommen. Die Botschaft Europas, sagt er, sollte die des Erasmus sein, die er so zusammenfasst: „Rationalismus, Mitgefühl, Mäßigung und Selbstkritik, die allesamt in Europa selten geworden sind.“

Dr. Manfred Gerstenfelds kommendes Buch „The War of a Million Cuts“ analysiert, wie Israel und die Juden delegitimiert werden und wie sie dagegen kämpfen sollten.
Er war von 2000 – 2012 Vorsitzender des Jerusalem Center of Public Affairs.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (19.-25.10.2014)

19. Oktober 2014 um 21:23 | Veröffentlicht in Araber, Israel, Jerusalem, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 19.10.2014:

Aktuelle Verleumdungen durch die PA-Medien:
– Israel vergiftet palästinensische Wasserbrunnen
– Juden benutzen das Blut palästinensischer Kinder zum Backen von Matzen
– „Die Protokolle der Weisen von Zion“ sind ein authentisches Buch.

Und warum sollte man das bezweifeln? Die Hamas gibt an, dass sie schon wieder kräftig dabei ist ihre Tunnel nach Israel zu buddeln.

Montag, 20.10.2014:

Die PA lehrt ihre Kinder und Jugend via Fernsehen: Haifa, Jaffa, Akko. Das ist unser besetztes Land, das Land von 1948, das Israel 1948 besetzte… So Allah will werden es eines Tages zu uns zurückkehren und nicht unter Herrschaft der Besatzung sein.

Hamas prahlt weiter, dass sie schon dabei ist ihre Tunnel wieder zu bauen. Die Welt ignoriert es…

Heckmeck:
– Ein offizieller Hamas-Vertreter in Ägypten sagt, dass die indirekten Gespräche mit Israel in einer Woche beginnen werden.

Dienstag, 21.10.2014:

Friedenspartner Jordanien: König Abdallah erklärte „zionistische Extremisten“ auf eine Stufe mit dem „Islamischen Staat“. Denn: „Alle fünf Minuten wollen die Israelis unsere Kinder in Gaza und Jerusalem töten.“ Daneben fordert er Israel dringend auf, dass vorgeschlagene Gesetz nicht zu erlassen, das Juden das Beten auf dem Tempelberg erlauben würde.

Mahmud Abbas verschärfte die Gesetze gegen den Verkauf von Land an Juden.

Wegen der „stillen Intifada“ wird die Polizei in Jerusalem eine Sondereinheit zur Bekämpfung der Gewalt aufstellen.

Mittwoch, 22.10.2014:

Saeb Erekat drohte schon wieder, die PA würde die Sicherheitskooperation mit Israel einstellen.

Vor etwa zwei Monaten verübte ein Araber einen tödlichen Anschlag mit einem Bagger auf Israelis aus. Er fuhr absichtlich einen Bus um und versuchte weiteren Schaden anzurichten. Ein Polizist in Zivil und außer Dienst erschoss ihn, als er ihn anders nicht stoppen konnte. Die Familie des Terroristen hat jetzt Klage eingereicht; sie behauptet, der Anschlag sei ein Unfall gewesen und verlangt NIS2,5 Millionen Entschädigung.

Die Charakterschweine von der Hamas begrüßen den Tod des jüdischen Babys nach dem Anschlag des terroristischen Autofahrers auf Fußgänger. Das sei nur „die natürliche Reaktion auf die Verbrechen der Besatzung und des Einmarsches der Juden in unser Land“.

Donnerstag, 23.10.2014:

Der Terrorist, der gestern das Baby totfuhr, machte in den sozialen Medien aus seinem Judenhass keinen Hehl; ebenso wenig aus seiner Lust Terror zu verüben.

Ein führender Mitarbeiter von Mahmud Abbas pries den Mord an dem Baby gestern und lobte den Mörder als Helden. Die Hamas findet den Mord sowieso völlig in Ordnung – eine „natürliche Reaktion auf Israels Politik“.
WAFA (die offizielle „Nachrichten“-Agentur der PA) gab übrigens an, dass der Terroranschlag ein Unfall gewesen sei – während ein Unfall in der „Westbank“, bei dem ein arabisches Mädchen zu Tode kam, ein gezielter Mord gewesen sein soll.

Es gibt ein Überwachungsvideo vom Mordanschlag an der Straßenbahn-Haltestelle. Ein weiteres Video gibt es von der Kreuzung; es zeigt, wie der Terrorist mit seinem Auto auf den Haltestellen-Bahnsteig „einbiegt“.

Die PA will auf jeden Fall und unter allen Umständen ihre Pläne bei der UNO vorantreiben, egal, wie viel Druck die USA machen.

Wegen der angespannten Sicherheitslage ist der Zugang zum Tempelberg morgen für muslimische Männer auf 40 Jahre aufwärts beschränkt.

Freitag, 24.10.2014:

Hanin Zoabi hat es wohl endgültig übertrieben. Die Königin der boshaften Hetze gegen Israel wollen 85% der Israelis nicht mehr im Land sehen. In der Knesset wird von der Partei Yisrael Beteynu ein Gesetzesentwurf vorbereitet, mit dem Zoabi die israelische Staatsbürgerschaft entzogen werden soll.

Zum sechsten Mal in jüngster Zeit hat die Hamas eine Rakete getestet und sie dazu ins Mittelmeer geschossen.

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