Die Gespräche in Kairo

23. August 2014 um 14:00 | Veröffentlicht in Friedensinitiativen, Israel, Karika-Tour, Medien+Nahost, Nahost-Konflikt | Hinterlasse einen Kommentar
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Die Waffenstillstandsgespräche in Kairo sind gescheitert. Die Hamas hat zum elften Mal die Waffenruhe gebrochen. Vor dem letzten Abbruch hatte Jaakov Kirschen sich Gedanken über die Medienberichte und die Kairoer Verhandlungen gemacht:

DryBones, 20. August 2014:

Bei den Gesprächen in Kairo geht VIEL vor. Wir wissen nur nicht: was?
Es ist aber offensichtlich, dass weder Ägypten noch Isrel mit einer bewaffneten und gefährlichen Hamas leben können, die den Gazastreifen kontrolliert.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (17.-23.08.2014)

17. August 2014 um 21:24 | Veröffentlicht in EU-Europa, Europa+Nahost, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 17.08.2014:

Die Hamas forderte zur Ausweitung der Terroranschläge in Jerusalem, Judäa und Samaria auf. Damit solle der Krieg des Gazastreifens gegen Israel unterstützt werden.
Weitere Drohung: Der nächste Krieg wird nicht im Gazastreifen stattfinden, sondern in Aschkelon.

Als Geste des Guten Willens hat Israel schon vor einer Waffenstillstandsregelung die Fischerei in einer Dreimeilenzone vor der Küste von Gaza wieder gestattet, die nach Beginn der Kämpfe am 8. Juli untersagt worden war.

24 illegal im Land befindliche PA-Araber wurden verletzt, als sie in ihrem Fahrzeug einem Streifenwagen entkommen wollten und der Fahrer die Kontrolle darüber verlor. Der Fahrer selbst entkam, die Verletzten wurden in eine Krankenhaus gebracht.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Die Hamas will auf dem Bau eines Flughafens und eines Seehafens bestehen.
Für Netanyahu ist die Operation „Fels in der Brandung“ noch nicht vorbei, weil noch keine Regelung gefunden ist, die zu Ruhe führt. Eine klare Antwort auf Israels Sicherheitsbedürfnis ist Grundvoraussetzung für eine Verständigung.
– Die (indirekten) Gespräche in Kairo werden heute Abend wieder aufgenommen.

Montag, 18.08.2014:

Vor dem (anstehenden) Ende der Waffenruhe bereitete sich die IDF auf eine eventuelle Wiederaufnahme der Kämpfe vor.

Die IDF riss die Häuser zweier der Entführer und Mörder der drei israelischen Teenager ab; das Haus des dritten wurde versiegelt.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Die Gespräche in Kairo wurden heute wieder aufgenommen. Nach Aussage eines Hamas-Führers wurden sie bei Null wieder aufgenommen. Dieser behauptete vorab nicht nur, dass Netanyahu den ägyptischen Vorschlag abgelehnt, sondern auch 10 Ergänzungen vorgelegt habe. Als überhaupt kein Hindernis gilt nach ihm dagegen, dass die Terrorgruppen selbst „Ergänzungen“ einreichten. Außerdem habe Netanyahu den Krieg begonnen und ihn verloren. Eine dritte Verlängerung der Waffenruhe werde es nicht geben. (Eine arabische Zeitung berichtet allerdings, die Hamas werde nicht wieder schießen.)
Ägypten und Norwegen versammeln mögliche internationale Spender für den Wiederaufbau des Gazastreifens in Kairo. Die Gelder sollen an Abbas überwiesen werden.
– PA/Hamas-Ergänzungen/Veränderungen am ägyptischen Vorschlag: Bei der Einstellung der Angriffe aus dem Gazastreifen auf Israel wird die Einstellung des Baus von Terrortunneln nicht mehr genannt; zwischen Gaza und „Westbank“ soll unkontrollierter Handel möglich sein; von Israel wird indirekt gefordert die Gehälter der Hamas-Terroristen zu bezahlen, die im öffentlichen Dienst arbeiten; die Pufferzone soll nicht nur abgeschafft, sondern die Grenze auch nicht mehr von PA-Truppen gesichert werden; die freie Zone vor der Küste soll auf 12 Seemeilen ausgedehnt werden; die Einfuhr von Baumaterial in den Gazastreifen soll ohne jede Aufsicht erfolgen (was den Transfer wie die Verwendung angeht); Israel soll alle nach der Entführung der der jüdischen Teenager eingeführten Regelungen in Judäa und Samaria zurücknehmen und alle seitdem Inhaftierten sowie die 4. Gruppe der Häftlinge entlassen, die wegen des Abbruchs der Friedensgespräche nicht frei gelassen wurden. Zudem sollen die Leichen zweier Soldaten erst an Israel zurückgegeben werden, wenn Terror-Häftlinge freigelassen werden.
Eine Seltenheit: Während die EU fordert die Terrorgruppen zu entwaffnen, hat die US-Administration sich zu dieser Forderung immer noch nicht durchringen können, sondern „überlegt“ noch.
Mahmud Abbas flog nach Qatar, um mit Khaled Meschaal und dem Emir von Qatar zu sprechen. (Der Emir von Qatar ist einer der Hauptsponsoren der ISIS und er Hamas.)
– Anders als die Hamas lässt ein PIJ-Vertreter wissen, dass die Waffenruhe wohl fortgesetzt wird, auch wenn es noch keine Einigung gibt.
Ein PA-Unterhändler sagt, er habe die ägyptische Seite in formiert, dass es eine Einigung gibt und man jetzt auf die Entscheidung der israelischen Regierung warte. Es sei ein Rahmen gefunden worden, bei dem die Klärung einiger Fragen auf später verschoben wurde.

Dienstag, 19.08.2014:

Mehrere tausend Menschen fliehen aus dem östlichen Gaza-Stadt aus Angst vor israelischen Angriffen.

In mehreren israelischen Orten wurden die öffentlichen Luftschutzbunker geöffnet und die Notfallmaßnahmen eingeleitet, u.a.: Rishon LeZion, Aschkelon, Kiryat Gat, Rehovot, Ramat Gan, Giv‘atayim; das Heimatfront-Kommando befahl am Abend die Öffnung aller Schutzräume.

Im israelischen Kabinett bestand absoluter Konsens für eine heftige Antwort auf den Raketenterror.

In der offiziellen Zeitung der PA behauptete ein regelmäßiger Kolumnist, Israel habe die Entführung und Ermordung der drei Jugendlichen erfunden, um den Gazastreifen und die „palästinensische Einheit“ angreifen zu können.

Ein ehemaliger israelischer General schlug vor, dass die IDF nicht zurückschießt, sondern dass dem Gazastreifen weder Strom noch Wasser geliefert werden sollte. „Du versorgst niemanden, der auf dich schießt.“

Die Hamas prahlt damit am Abend 5 M75 und Fajr5-Raketen auf Zentralisrael geschossen zu haben.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Am Montagabend bestätigte Israel, dass die Waffenruhe um 24 Stunden verlängert wird.
– Ein israelischer Teilnehmer der Gespräche sagte, die Behauptung der PA zu einem signifikanten Durchbruch sei falsch.
– Ein Vertreter des PIJ sagte, man sei bereit eine Vereinbarung zu unterschreiben, „aber nicht um jeden Preis“.
Angeblich sollen Israel und die USA heimlich eine Lockerung der Gaza-Blockade vereinbart haben. Zudem soll Israel auf die Forderung der Entwaffnung der Terrorgruppen verzichtet haben.
Weil die Terroristen Raketen schießen, gab Netanyahu Anweisung den Gazastreifen anzugreifen und die Unterhändler aus Kairo abzuziehen.
– Die Ägypter sollen nach dem Beginn der Raketenangriffe versucht haben die Gespräche zu retten.
Hamas: Wir wollten eine Vereinbarung, aber es gab keine Fortschritte.
– Ein Regierungsvertreter in Jerusalem sagte, die Gespräche in Kairo brachen infolge des Raketenfeuers zusammen.
– Die israelischen Gesprächsteilnehmer wurden nach Beginn des arabischen Raketenterrors am Nachmittag aus Kairo abgezogen.
– Die PA-Delegation verkündete, dass die Gespräche in Kairo auch ohne den Bruch der Waffenruhe in festgefahren waren.
– Aus dem US-Außenministerium verlautet, dass die Hamas für den Bruch der Waffenruhe verantwortlich ist.
Die Hamas behauptet natürlich Netanyahu sei für den Zusammenbruch der Gespräche in Kairo verantwortlich.
Ein führendes Hamas-Mitglied der Palästinenserdelegation in Kairo ließ am Abend wissen, eine Verlängerung der Waffenruhe sei sinnlos.

Mittwoch, 20.08.2014:

Am Sapir College wurden heute sämtliche Prüfungen abgesagt.

Benjamin Netanyahu erklärte die Hamas-Führer zu Zielen im Kampf im Gazastreifen. Gleichzeitig erklärte er, dass er auf gerne neue Verhandlungen mit der PA aufnehmen würde.

Hamas behauptete wieder, dass Israel die Waffenruhe gebrochen hätte. Es habe ein „verachtenswertes Verbrechen“ begangen.

Hamas-Grande Mohammed Deif wurde nach Angaben der Hamas beim Angriff auf sein Haus weder getötet noch verletzt.

Ankündigung der Hamas an die Fluglinien der Welt: Fliegt ab Donnerstag den Ben Gurion-Flughafen nicht mehr an.

Außdem wurden israelische Fußballfans von der Hamas gewarnt, sie sollten nicht zu den „Toto Cup“-Spielen gehen.

Bei der Durchsuchung des Hauses eines Arabers in Galiläa wurde ca. 1.000 Schuss Munition und weitere Militärausrüstung gefunden.

An einem Checkpoint in Samaria wurde im Auto eines PA-Arabers ein Messer gefunden.

Die Terroristen feuerten erneut auf den Übergang Kerem Shalom, über den Israel Versorgungsgüter in den Gazastreifen liefert. Heute folgten weitere Raketen.

Der „moderate“ „Friedenspartner“: Mustafa Barghouti von der Fatah behauptete, es habe keine Raketen aus dem Gazastreifen gegeben; Israel habe das erfunden, um Hamas-Führer ermorden zu können.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Es sieht so aus, als habe Qatar Khaled Meschaal gedroht ihn des Landes zu verweisen, sollte die Hamas einen Waffenstillstand akzeptieren.
Ban Ki-moon ist „tief enttäuscht“ vom Zusammenbruch der Waffenruhe.
Ägypten gibt an, dass eine fünfköpfige israelische Delegation für Waffenstillstandsgespräche in Kairo angekommen ist.
Hamas: Die Gespräche sind tot, die Terroristen-Unterhändler sollten Kairo verlassen.
– Die Arabische Liga macht Israel für die neuen Kämpfe verantwortlich.

Donnerstag, 21.08.2014: Zahlen:
Stand 7 Uhr: Über Nacht beschoss die Luftwaffe 20 Terrorziele; allein Mittwoch waren es 110.
Stand 9 Uhr: 142 Raketen auf Israel seit Mitternacht.
Stand 13 Uhr: Die Terroristen geben an, dass seit Zusammenbruch der Waffenruhe 54 PalAraber getötet wurden.
Stand 16 Uhr: Über Nacht wurden 58 Raketen auf Israel gefeuert, die IDF beschoss 40 Terrorziele im Gazastreifen.
Stand 17 Uhr: 28 Raketen trafen seit Mitternacht den Kreis Echkol.

Die Hamas gibt an, die zirkulierte Sterbeurkunde von Mohammed Deif sei eine Fälschung.

Hamas-Terrorführer Mohammed Deif ist doch tot. Das Shifa-Krankenhaus hat einen Totenschein ausgestellt, auf der steht, dass er tot ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Diese wurde zwar von der Hamas konfisziert, aber jemand hat sie vorher fotografiert und inzwischen ins Internet gestellt.

Die Hamas nahm 7 Männer unter Verdacht der Kollaboration mit Israel fest. 3 davon wurden in einem Schnellverfahren zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Die Fatah hat eine „politische Entscheidung“ getroffen: Mit dem „Feind Israel“ werden alle Verbindungen abgebrochen und es wird niemand abgehalten, der „eine Siedlung abschlachten will“.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Der UNO-Sicherheitsrat ist „schwer besorgt“ wegen der Wiederaufnahme der Feindseligkeiten im Gazastreifen und fordert die Verhandlungen wieder aufzunehmen.
– Deutschland, Frankreich und Großbritannien diskutieren einen Resolutionsvorschlag für den UNO-Sicherheitsrat mit der Forderung nach einem dauerhaften Waffenstillstand im Gazastreifen und einer internationalen Monitoring-Mission für die Umsetzung.

Freitag, 22.08.2014:

Zahlen:
Stand 9 Uhr: Innerhalb der letzten 24 Stunden traf die Luftwaffe 50 Terrorziele.
Stand 12:30 Uhr: 30 dem Morgen wurden 30 Raketen auf Israel geschossen.
Stand 19:30 Uhr: Seit Mitternacht beschoss das Militär 35 Terrorziele.
– Derzeit werden noch 63 verwundete israelische Soldaten in Krankenhäusern behandelt.

Die Hamas ermordete in zwei Hinrichtungen insgesamt 18 Araber (einmal 7, einmal 11), die der Kollaboration mit Israel verdächtigt wurden.

Nach einem Bericht von Reuters soll die Hamas immer noch 500 Tunnel nach Ägypten haben.

Sicherheitskreise berichten, dass die tödlichen Mörserschüsse auf den Kreis Sha’ar HaNegev aus einer UNRWA-Schule heraus abgegeben wurden.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Ein Sprecher des Palästinensischen Islamischen Jihad ließ wissen, dass eine UNO-Waffenruhe keine Auswirkungen auf das Tun dieser Gruppe haben wird.
Ismail Haniyeh: Wir werden weiter den „Neonazi-Feind“ bekämpfen.
– Die Hama lässt wissen, dass sie jegliche Waffenstillstände ablehnt, bis Israel ihre Forderung erfüllt. Allerdings gibt es auch einen Bericht, dass Khaled Meschaal auf Druck von Abbas sagt, er sei zu weiteren indirekten Gesprächen mit Israel bereit.
– Ein Waffenstillstandsvorschlag der EU würde die PA die Kontrolle über den Gazastreifen übernehmen lassen (als wenn die Hamas da mitmachen würde!) und Israel an den Verhandlungstisch drängen – mit schon vorab festgelegten Grenzen. (Erstaunlich? Die Israelis bekamen den Entwurf NICHT – sie haben ihn über andere Kanäle erhalten!)
Diplomatische Quellen geben an Israel sei zu einer Waffenruhe bereit, um Ägypten zu stärken.

Samstag, 23.08.2014: Zahlen:
Über Nacht traf die Luftwaffe insgesamt 30 Terrorziele, darunter auch Moscheen.
– In den 46 Tage der Operation „Fels in der Brandung“ hat der Rote Davidstern 714 Zivilisten behandelt. 4 Personen wurden durch Raketen-Splitter getötet, 24 weitere verletzt. 12 Personen wurden durch Glassplitter verletzt, 18 wegen durch Verkehrsunfälle nach Raketenalarm, 140 auf dem Weg in Schutzräume, 507 wegen psychologischer Traumata.
Stand 13:30: Die Luftwaffe traf am Morgen/Vormittag 17 Terrorziele im Gazastreifen.
Stand 19:30: Seit Mitternacht schossen die Terroristen 82 Raketen auf Israel; 9 wurden abgefangen, 62 fielen in offenem Gelände.
Stand 22:00: Heute wurden mehr als 90 Raketen auf das südliche Israel geschossen
Stand 22:30: Rund 100 Raketen auf Israel geschossen.

Die IDF korrigiert: Der Mörserbeschuss, der gestern den israelischen Jungen tötete, wurde NICHT aus einer UNRWA-Schule abgegeben; die Terroristen befanden sich in der Nähe der Schule.

Die Hamas hat 4 weitere angebliche „Kollaborateure“ exekutiert. (Donnerstag und Freitag hatte es schon 21 Hinrichtungen gegeben.)

Die Hamas schoss heute weiter Raketen gewollt auf den Kibbutz, in dem gestern der kleine Junge tödlich getroffen wurde. Eine schlug im Speisesaal ein.

Viele Einwohner von Orten um den Gazastreifen verlassen ihre Häuser und suchen Schutz und Ruhe woanders. Besonders betroffen sind Nahal Oz, Ein HaSchloscha und weitere Kibbutzim.

Ein Araber aus dem Flüchtlingslager Schuafat schoss Freitag und Samstag auf Häuser in Pisgat Ze’ev (Jerusalem). Als Grenzpolizisten ihn stellen wollten, beschoss er auch diese; er wurde beim Gegenfeuer schwer verletzt.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Khaled Meschaal und Mahmud Abbas drängen die UNO, sie sollen einen „Zeitplan zur Beendigung der israelischen Besatzung“ erstellen.
Ägypten rief zu einem unbefristeten Waffenstillstand auf. Davor hatte Mahmud Abbas zur Wiederaufnahme der Gespräche in Kairo aufgerufen.
Ein Hamassprecher ließ wissen, dass sie weiter kämpfen wird, bis Israel ihre Forderungen erfüllt. Außerdem werde kein Waffenstillstand mit offenem Ende akzeptiert.
Aus Ägypten heißt es, dass die Israelis am Sonntag zu weiteren Gesprächen nach Kairo eingeladen werden.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (10.-16.08.2014)

10. August 2014 um 21:43 | Veröffentlicht in Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | 1 Kommentar
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Sonntag, 10.08.2014: Zahlen:
Von Mitternacht bis 8 Uhr traf die Luftwaffe 20 Terrorziele im Gazastreifen.
Heute traf die Luftwaffe 36 Terrorziele im Gazastreifen; seit Ende der Waffenruhe sind es 160.

Selbst weit links verlieren sie jetzt die Geduld mit der Hamas: Der führende Avoda-Politiker Eitan Cabel forderte, wenn das Raketenfeuer noch zwei Tage weiter geht, solle in den Gazastreifen einmarschiert und die Hamas vernichtet werden.

Hamas droht damit tausende Israelis zu töten, wenn ihre Forderungen nicht erfüllt werden.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Es wird berichtet, dass die Araber und Israel einer neuen Waffenruhe von 72 Stunden zustimmten.
Khaled Meschaal: Jede langfristige Waffenruhe muss die Aufhebung der Blockade beinhalten.
Die Ägypter sagen, der Waffenstillstand tritt um 1 Uhr in Kraft. Andere Quellen sagen Mitternacht.

Montag, 11.08.2014:

Zahlen:
– Sonntag beschoss die Luftwaffe 11 Terroristen-Grüppchen, die teilweise unmittelbar vor dem Schuss von Raketen auf Israel waren.

Fatah prahlt auf ihrer offiziellen Facebook-Seite: Wir haben 11.000 Israelis getötet; wir haben 170.000 Märtyrer geopfert.

Die Israel Electric Company reparierte letzte Woche (während der Waffenruhe) die Stromleitungen in den Gazastreifen, die von Terrorraketen zerstört wurden. Die IDF schützt die Arbeiter. (Die Schulden der Palästinenser bei der IEC liegen derzeit bei 1,5 Milliarden Schekel, das sind gut 320 Millionen Euro.)

Während der letzten Wochen hat die Hamas offenbar Dutzende Tunnelgräber hingerichtet, aus Angst, diese könnten den Israelis Dinge verraten, von denen die Hamas nicht will, dass die Israelis sie erfahren.

Die Zahl der gewalttätigen Vorfälle gegen Juden in „Ost“-Jerusalem hat sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 360 fast verdoppelt. In den meisten Fällen wurden Steine um Molotowcocktails geworfen.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Israelische Unterhändler kamen am Morgen in Kairo an.
Ismail Radwan von der Hamas behauptete, israelische Sturheit habe die Verhandlungen in Kairo zum Scheitern gebracht (das sehen sogar die Ägypter anders!)
Ban Ki-moon drängt „beide Seiten“ „jegliche Schritte zu unterlassen, die zu einer Rückkehr zur Gewalt führen würden“.

Dienstag, 12.08.2014:

Zahlen:
Terrorraketen während des aktuellen Gazakriegs (Operation „Fels in der Brandung“): 3.712 geschossen, 59% schlugen in offenem Gelände in Israel ein, 3% trafen bewohntes Gebiet in Israel, 10% wurden von der Eisernen Kuppel abgefangen, 10% wurden auf IDF-Truppen im Gazastreifen geschossen, 15% schlugen unabsichtlich im Gazastreifen ein.

Hamas-Sprecher Fawzi Barhoum fordert Terroranschläge in Israel und der Westbank.

Noch ein Liebesgruß der Hamas: Osama Hamdan verkündet, während der Operation Fels in der Brandung seien 486 Kinder getötet (unglaubwürdig), aber 4.500 geboren worden.
Zudem skandiert: „Wir werden Israel nicht anerkennen!“
Ansonsten lügt er wie gedruckt und die Typen glauben das vermutlich alles: Israelische Soldaten hätten in ihren Panzern gesessen und geheult, die Kommandeure der Elite-Einheiten seien vom Schlachtfeld geflohen und die Terroristen hätten – auch noch nach Angaben der israelische Presse! – 300 Soldaten getötet (und das ist nur der Anfang). „Wir“ (also die Terroristen) hätten gesagt, der Feind werde nicht nach Gaza kommen und in der Tat wurde die Besatzung am Rand von Gaza besiegt. Beim nächsten Krieg werden die Terroristen auf das Land des Feindes vordringen. Im Publikum wird skandiert: „Millionen Märtyrer marschieren nach Jerusalem!“

Friedensgrüße aus dem PA-Fernsehen: Die senden ein neues Lied; darin wird gefordert, dass Israel durch einen Palästinenserstaat ersetzt wird.

Friedenspartner Fatah: Die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden drohen mit „qualitativ hochwertigen Angriffen“ auf Israel – u.a. Terroranschläge und die Entführung von Soldaten. Dazu haben sie ein Video veröffentlicht, in dem sich Terroristen in einem Lagerhaus befinden, indem Dutzende Raketen gelagert werden.

Die Hamas macht klar, dass sie keineswegs ihr Ziel der Vernichtung Israels aufgibt. Sie muss sich lediglich entscheiden, ob sie sofort weiter macht oder einfach nur den nächsten Krieg noch vorbereitet. Der Waffenstillstand wird aber auf keinen Fall Frieden bringen.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Von der PA-Delegation heißt es, dass die Israelis eine Verlängerung der Waffenruhe anstrebten, die Montag begann. Die ägyptischen Unterhändler wollten aber so schnell wie möglich ein Ergebnis erzielen. Israel hat Erleichterungen an zweien der Grenzübergänge angeboten; was mit Rafah ist, soll Sache der Ägypter und der Palästinenser sein (die Ägypter sagen, darüber werden sie erst reden, wenn der Waffenstillstand stabil ist). Seitens der Israelis hieß es mittags, dass es keinerlei Fortschritte gibt. Die Hamas droht weiter damit den Terror wieder aufzunehmen, wenn ihre Bedingungen nicht erfüllt werden. Von ihr heißt es, dass dieser „zweite“ der letzte Waffenstillstand ist.

Mittwoch, 13.08.2014:

Liebesankündigung des Friedenspartners: Der PA-„Botschafter“ in Teheran erzählte Kumpanen in Teheran gestern, dass „die Auslöschung Israels begonnen hat und die neue Generation im Iran mit Sicherheit unseres Sieg über Israel erleben“ wird.

Einen Tag zuvor sagte ein Hamas-Gesandter auf derselben Konferenz: „Er einzige Mechanismus zur Befreiung Palästinas ist Widerstand und wir haben keine andere Wahl als den Widerstand zu unterstüzten… Hamas wird nicht mit denen reden, die zu Kompromissen bereit sind und mit Israel verhandeln.“ (Das ist einmal eine Kampfansage an die Fatah und dann die Offenbarung, dass Frieden, selbst Waffenstillstand[!] ein Wunschtraum ist, ein Wolkenkuckucksheim, völlig losgelöst von der Realität.)

5 Personen, darunter ein italienischer Fotojournalist und sein arabischer „Fixer“, wurden getötet, als ein israelischer Blindgänger entschärft werden sollte. Mehrere Personen wurden (zum Teil schwer) verletzt. Während der italienische Außenminister beklagte, dass „einmal mehr ein Reporter den Preis für einen Krieg zahlen musste, der schon viel zu viele Jahre andauert“, müsste man eher fragen, wieso der Journalist nicht ausreichend Abstand hielt; entweder war er selbst zu unvorsichtig oder die Terroristen haben einmal mehr ihre Missachtung menschlichen Lebens offenbart, weil sie nicht dafür sorgten, dass Unbeteiligte in sicherer Entfernung blieben.

In Rosh Pina wurden 8 illegal im Land befindliche PA-Araber festgenommen.

Herr Ban wieder: Israel unterscheide nicht zwischen Militanten und Zivilisten, behauptete er. Es verursache unverhältnismäßige Verwüstung. Sollten die grundlegenden Probleme des Konflikts nicht angegangen werden, sei die nächste Runde der Kämpfe nur eine Frage der Zeit. (Mit dem letzten Satz hat er recht, aber wohl nicht so, wie er glaubt, denn die grundlegenden Probleme sind die Terroristen.)

Waffenstillstands-Heckmeck:
Die Hamas traut den ägyptischen Vermittlern nicht. Die Israelis sollen ihre Antworten auf die Forderungen der Terroristen auf Hebräisch aufschreiben und von den Ägyptern weitergeben lassen, damit diese nicht irgendwas dazu erfinden.
PA: Ägypten hat einen Waffenstillstands-Vorschlag vorgelegt. Dieser sieht vor, dass Israel die Seeblockade lockert. Weitere heikle Themen werden für spätere Verhandlungen ausgespart. Israel soll die Luftangriffe beenden und die 500m-Pufferzone am Grenzzaun soll sukzessiver verringert werden. Was Israel bzw. die Terroristen dazu sagen, wurde nicht berichtet.
Die Hamas sagte, die USA hätten einen Vorschlag für einen Hafen im Gazastreifen gemacht; danach sollten die Schiffe erst in Zypern inspiziert werden, bevor sie den Hafen in Gaza anlaufen.
Hamas und Fatah lehnten es ab die Leichen zweier Soldaten an Israel zu übergeben; sie lehnen es sogar ab die Sache überhaupt nur zu diskutieren und fordern die Freilassung von Terroristen. (Avigdor Lieberman tönt: Sollte die Hamas die Leichen(teile) der zwei Soldaten nicht zurückgeben, würden Ismail Haniyeh und Mohammed Deif der Gruppe in Leichensäcken geliefert werden.)
Ismail Haniyeh: Der einzige Weg zu einem dauerhaften Waffenstillstand ist die Aufhebung der Blockade.

Donnerstag, 14.08.2014:

1000 Israelis haben eine Petition an Ban Ki-moon unterschreiben, mit der gefordert wird, dass beim UN-Menschenrechtsrat gegen die Führer der Hamas und von Qatar ermittelt wird.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Die Hamas gibt an, die Verlängerung der Waffenruhe sei einem Durchbruch in den Verhandlungen zu verdanken, der anzeige, dass die Forderungen der Terroristen erfüllt werden.
– Ein PA-Vertreter sagte allerdings einem libanesischen Sender, dass überhaupt keine Fortschritte gemacht wurden.

Freitag, 15.08.2014:

Im Verlauf der letzten Monate wurden insgesamt 600 Araber festgenommen, weil sie an Krawallen in „Ost“-Jerusalem beteiligt waren. Die Verdächtigen haben Polizisten z.B. mit Molotowcocktails angegriffen.

Nasrallah tönt: Der Krieg in Syrien hat uns für den nächsten Krieg mit Israel vorbereitet.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Ein hochrangiger Vertreter des Palästinensischen Islamischen Jihad sagte, der Krieg mit Israel „liegt hinter uns“. Man stehe kurz vor einer Waffenstillstandsvereinbarung. Die großen Zerstörungen verpflichte zum Ende der Kämpfe. Am Ende der aktuellen Waffenruhe würde eine Vereinbarung unterschrieben (also am Montag).
– Eine ägyptische Zeitung berichtete den Inhalt des ägyptischen Waffenstillstandsplans: (1) Israel stellt allen Beschuss des Gazastreifens ein und schickt auch keine Bodentruppen hinein; (2) Alle Fraktionen im Gazastreifen hören mit allen Angriffen auf Israel auf; (3) Menschen und Waren für den Wiederaufbau des Gazastreifens dürfen die Grenze passieren, ebenso alles, was zwischen Gaza und Judäa und Samaria gehandelt wird; (4) Alles, was mit dem Wiederaufbau und Finanzen zu tun hat, wird von Israel mit der PA koordiniert; (5) Die Pufferzone am Grenzzaun wird am 1. Januar 2015 abgeschafft; (6) Die Fischereizone wird auf 6 Seemeilen ausgedehnt und Stück für Stück auf 12 Meilen erweitert; (7/8) Israel hilft der PA beim Wiederaufbau des Gazastreifens; (9) Ägypten drängt die internationale Gemeinschaft dringend benötigte humanitäre Güter zu finanzieren; (10) Nachdem die Waffenruhe sich stabilisiert hat, werden beide Seiten innerhalb eines Monats ab Unterschrift zu weiteren indirekten Gesprächen in Kairo eintreffen; (11) Es werden Möglichkeiten des Baus eines See- und eines Flughafens diskutiert werden.
– Außerdem wird berichtet, das die „Organisationen im Gazastreifen“ (sprich: die Terroristen) alle Arbeiten an Tunneln einstellen sollen.
– Premierminister David Cameron (Großbritannien) plattitüdiert mal wieder: „Beide Seiten müssen schwierige Schritte tun…“
Die EU hat angeboten die Aufsicht über die Grenzübergänge des Gazastreifens zu übernehmen.

Samstag, 16.08.2014:

Die Friedenspartner von der Fatah: Der „bewaffnete Arm“ der Fatah hat angekündigt seine Terroraktivitäten gegen israelische Staatsbürger weiter zu verstärken. Dazu wurde ein Video veröffentlicht, in dem stolz das Waffenarsenal präsentiert wird: Raketenabschussvorrichtungen, Panzerbekämpfungswaffen, Sturmgewehre und tragbare Kommunikationsmittel. Dazu erklärt einer der Terroristen, dass das Gewehr die einzige Option zur Befreiung des besetzten Landes bleibe und die Fatah nie den Pfad des gewalttätigen Terrorismus verlassen hat.

Nachdem weitere Menschen ihren Verletzungen aus dem Krieg erlegen sind und weitere Leichen aus Trümmern geborgen wurden, soll die offizielle Zahl der toten Araber auf 1.980 gestiegen sein.

Am Samstagabend versammelten sich auf dem Rabin-Platz in Tel Aviv mehrere Tausend Linke und demonstrierten „für Frieden und Demokratie“; sie skandierten „Ja zu einer politischen Lösung“. Netanyahu wurde aufgefordert wegen Versagens zurückzutreten.

Die Hamas kündigte (erneut) einen Abnutzungskrieg an, wenn ihre Bedingungen für eine Waffenruhe nicht erfüllt werden. Damit lehnen die Gaza-Terroristen ab, was Ägypten vermittelte und die Fatah-Terroristen (angeblich) als „alternativlos“ ansehen.

Zudem paradierten sie für das libanesischen Fernsehen ihre Terrortunnel und Raketen und prahlen damit, wie sie sich auf die nächste Runde Krieg mit Israel vorbereiten.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Ägypten hat angekündigt, dass der aktuelle Waffenstillstand der letzte ist, der von Kairo vorgeschlagen wurde. Das Team der Terroristen gibt sich optimistisch (die Waffenruhe läuft Montagabend aus). Ein israelischer Offizieller meint, dass die Chancen auf einen dauerhaften Waffenstillstand und eine Verhandlungslösung sehr schwach sind.
– Eine Quelle in Jerusalem gab weiter, dass Israel bisher keinem der Vorschläge in Kairo zugestimmt hat.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (03.-09.08.2014)

3. August 2014 um 21:50 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Europa, Europa+Nahost, Israel, Jerusalem, Medien+Nahost, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO, USA | 2 Kommentare
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Sonntag, 03.08.2014: Zahlen:
Samstag wurden 84 Raketen auf Israel geschossen. Die IDF beschoss 153 Terrorziele im Gazastreifen.
Bis Sonnenuntergang schossen die Terroristen 70 Raketen und Mörsergranaten auf Israel.
– Derzeit befinden sich 115 verletzte IDF-Soldaten in israelischen Krankenhäusern.
– Während der gesamten Operation wurden mehr als 1.800 Araber, 64 israelische Soldaten und 3 Zivilisten getötet.
– Heute (Sonntag) schossen die Terroristen 119 Raketen auf Israel (das sind 119 versuchte Morde an israelischen Zivilisten).

Kleine Anmerkung zu gestern: Die Terroristen schossen 11 Mörsergranaten aus der direkten Umgebung einer UNO-Schulein Zeitun im Gazastreifen.

Der britische Außenminister Philip Hammond bezeichnet die Lage im Gazastreifen als intolerabel. Sie werde zu mehr antisemitischen Angriffen auf britische Juden führen.

Die Hamas schwor am Samstag den Kampf gegen Israel fortzusetzen, bis sie ihre Ziel erreicht hat. (Anmerkung: In ihrer Charta hat sie ihre Ziele beschrieben – Vernichtung Israels und die Ermordung seiner Juden.)

Die Stadtverwaltung von Jerusalem veranstaltet einen Straßenverkauf von Waren von Einwohnern und Geschäftsleuten aus dem Süden.

Ban Ki-moon nannte die Schüsse auf eine Schule in Rafah „moralisch empörend und kriminell“. (Hat er über Raketen und Mörser auf israelische Zivilisten noch nicht so formuliert.)
Empört äußerten sich auch die USA, Großbritannien. (Die EU auch.)
Die IDF gab an, sie habe 3 Terroristen des PIJ in der Nähe der Schule beschossen.

Liebesgrüße der Fatah: Wir werden „Tel Aviv in einen Feuerball verwandeln“.

Offene Lüge der Hamas: „Wir haben niemals Raketen auf Zivilisten geschossen.“

Waffenstillstands-Heckmeck:
Der chinesische Außenminister forderte von Israel eine Ende der Offensive und die Aufhebung der Abriegelung des Gazastreifens.
Eine Delegation von Hamas und dem Palästinensischen Islamischen Jihad kam in Kairo an, um über eine Waffenstillstand zu sprechen.
EU: Waffenstillstand sofort. Außerdem muss Israel „proportional“ agieren. (Was immer das heißen soll.)

Montag, 04.08.2014:

Zahlen:
Am Sonntag schossen die Terroristen 119 Raketen und Mörsergranaten nach Israel. 8 Raketen wurden abgefangen. Die IDF traf 100 Terrorziele und zerstörte 2 Tunnel.
– bis 17 Uhr wurden von den Terroristen 31 Raketen auf Israel geschossen.
Montag schossen die Terroriten 86 Raketen nach Israel.

Die Hamas nannte den Terroranschlag in Jerusalem eine „willkommene lokale Initiative“.

Fatah-Terroristen prahlen damit, dass sie am Sonntag in Neve Tzuf eingedrungen sind. Die Bewohner des Hauses hatten sich gewehrt und die Angreifer vertrieben; die Terroristen behaupten dagegen, sie hätten „3 zionistische Siedler“ getötet und seien sicher zurückgekehrt.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Khaled Meschaal bekräftigte noch einmal: Es gibt keinen Waffenstillstand, solange die Forderungen der Hamas nicht erfüllt werden.
Großbritannien forderte von Israel einen bedingungslosen, sofortigen Waffenstillstand.
– Der Palästinensische Islamischer Jihad behauptet, innerhalb der kommenden Stunden werde vermutlich ein Waffenstillstand verkündet.
– Der spanische Außenminister: Die EU kann und muss sich mehr anstrengen, um einen Waffenstillstand im Gazastreifen zu erreichen.
– Ein Mitglied der PA-Delegation in Kairo: Es besteht die Möglichkeit, dass bald eine vorläufige Waffenruhe ausgerufen wird, die als Einleitung zu Verhandlungen für eine dauerhafte Lösung dient. Es sei auch möglich, dass eine israelische Delegation nach Kairo komme.
PA-Quellen sagen, Ägypten versprach, dass es weiter darauf hin arbeitet die Blockade des Gazastreifens zu beenden.
Ägypten legte Israel am Montag die Forderungen der Palästinenser für eine Waffenruhe vor (Abzug der Israelis aus dem Gazastreifen, Ende der Blockade, Entlassung von Häftlingen, Beginn eines Wiederaufbauprozesses).
Netanyahu forderte, dass die Wiederherstellung des Gazastreifens an dessen Entmilitarisierung gebunden wird.
– Der französische Außenminister fordert, dass die Welt im Nahen Osten eine Lösung erzwingt. Darüber hinaus wählte Mr. Fabius heftige Sprache gegen Israel („Gemetzel“, „Massaker“ usw.)
Al-Arabiya berichtete, Israel habe gesagt Israel, es sei zum Abzug aus dem Gazastreifen bereit, wenn es einen Waffenstillstand gibt.
Die PA lässt wissen, dass Ägypten am Dienstagmorgen (8 Uhr) einen Waffenstillstand verkünden wird. Es bestehe die hohe Wahrscheinlichkeit, dass eine 72-stündige Waffenruhe ausgerufen werde.
Das Weiße Haus: Wir drängen auf einen Waffenstillstand im Gazastreifen.
Die Hamas behauptet, sie würde einer dreitägigen Waffenruhe zustimmen; gleichzeitig forderte sie die Araber in Judäa und Samaria auf zu 3 Tagen Krawallen auf.
– Die Hamas bestätigte das Vorliegen eines Waffenstillstandsvorschlags; die Gruppe habe aber noch nicht darüber entschieden.
– Der ägyptische Außenminister hofft, dass der Waffenstillstand ein dauerhafter wird und die Stabilität wiederherstellt.
Regierungsquellen in Jerusalem sagte, man sei der Waffenruhe gegenüber positiv eingestellt. Etwas später wurde die Zustimmung Israels bekanntgegeben. Er soll um 8 Uhr Dienstagmorgen beginnen.
Die PA sagt, die (von Israel geforderte) Entmilitarisierung werde erst kommen, wenn die Besatzung endet. (Der Gazastreifen ist seit 2005 nicht mehr besetzt!)

Dienstag, 05.08.2014: Zahlen:
97 israelische Soldaten (Arutz-7: 109) werden stationär in Krankenhäusern behandelt.
– Während der Operation „Fels in der Brandung“ wurden 3.356 Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel geschossen; die IDF traf 4.762 Ziele.
Die IDF gibt an, dass sie 900 Kombattanten getötet und 32 Tunnel zerstört hat.

Der Anführer beim Mord an den drei israelischen Teenagern wurde festgenommen; er hatte versucht mit falschen Papieren nach Jordanien zu fliehen. Im Verhör gab er zu, dass er der Kopf der Tat war und Geld dafür von der Hamas bekommen hatte.

Ein Hamassprecher wurde Samstagabend am Schifa-Krankenhaus von Einwohnern der Stadt geprügelt. Er musste von „Sicherheitskräften“ in Sicherheit gebracht werden, die die wütenden Araber verhafteten.

Ein indisches Fernsehteam beobachtete den Aufbau von Raketen zum Abschuss nach Israel in einem dicht besiedelten Gebiet, samt Abschuss kurz vor Beginn des Waffenstillstands.

Haniyeh: „Der Feind hat seine Ziele nicht erreicht. Was er militärisch nicht erreicht hat, wird er auch über die Verhandlungen nicht erreichen.“ Tolle Aussichten!

Ein französischer Reporter „entdeckte“ Raketenwerfer der Hamas – einen direkt neben einem Wohnhaus, einen weiteren neben einem UNO-Gebäude.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Ein hochrangiger Hamas-Vertreter ließ wissen, dass heute Abend indirekte Verhandlungen mit Israel beginnen sollen.
US-UNO-Botschafterin Susan Rice: Es ist wichtig, dass der 72-stündige Waffenstillstand genutzt wird, um mit der Lösung der Krise zu beginnen. Beide Seiten müssen dem verpflichtet bleiben und die Gelegenheit nutzen, um Verhandlungen zu beginnen.
– Warme (nutzlose) Worte der EU zum Waffenstillstand: „begrüßen“, „alle Seiten müssen…“, blablabla.
Ägyptische Unterhändler sagten den Delegierten der Hamas, der Bau eines Flughafens und eines Seehafens stehe nicht zur Debatte.

Mittwoch, 06.08.2014:

Zahlen:
Israel gibt an, dass die IDF zwischen 750 und 1.000 „Militante“ getötet und 4.762 Terrorziele zerstört hat. Die Terroristen haben 3.356 Raketen Richtung Israel geschossen und besitzen vermutlich noch ca. 3.000. 32 Tunnel wurden zerstört.

Den Tag über gab es mehrere Fehlalarme des Raketenwarnsystems.

Die IDF veröffentlichte weiteres Videomaterial, das Kriegsverbrechen der Hamas zeigt (Raketen aus Wohngebieten geschossen).

Ein Fatahvertreter drohte auf einer „Demonstration“ palästinensischen Geschäftsleuten: Sie haben zwei Wochen Zeit alle israelischen Waren aus ihren Geschäften zu entfernen, sonst würden diese „zerschlagen“. Außerdem drohte er Israelis, sie würden es nicht überleben in Palästinensergebiete zu fahren.

Die Issedin-al-Qassam-Brigaden der Hamas schworen, dass sie die Raketenschüsse am Freitagmorgen um 8 Uhr wieder aufnehmen werden; dann läuft der derzeitige Waffenstillstand offiziell aus.

Immer mehr Journalisten offenbaren (vor Ort oder nach Verlassen des Gazstreifens), wie die Hamas aus zivilen Gebieten heraus ihre Raketen verschoss.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Ägypten schlug angesichts von Fortschritten bei den aktuellen Gesprächen vor den Waffenstillstand von 72 auf 120 Stunden zu verlängern.
Jordanien ließ eine revidierte Version der bereits vorgeschlagenen UNO-Resolution zirkulieren, mit der aufgerufen wird „alle Gewalt und Feindseligkeiten gegen Zivilisten einzustellen“.
Die USA „erwarten“, dass sie an den Waffenstillstandsverhandlungen zwischen Israel und der PA teilnehmen werden.
– Zu Beginn der Gespräche in Kairo schwor die Hamas, es werde niemals eine Entwaffnung mit ihr geben und jeder, der das versucht, werde getötet.
– Die IDF hat 30.000 Reservisten aus dem Dienst nach Hause entlassen. 55.000 bleiben am Gazastreifen.
– Während Israel in Kairo wissen ließ, dass es einer Verlängerung der Waffenruhe zustimmen würde, lehnte die Hamas das ab.

Donnerstag, 07.08.2014:

Zahlen:
Während der Operation Schützende Schneide wurden von den Terroristen 3.360 Raketen geschossen; 2.303 schlugen in Israel ein, 475 im Gazastreifen. 584 Raketen wurden von der Eisernen Kuppel abgefangen. 260 Raketen wurden aus Schulen geschossen, 50 aus Krankenhäusern, 127 von Friedhöfen aus, 160 von Moscheen.
– 32 Tunnel wurden zerstört, 4.762 Terrorziele, 191 Waffeneinrichtungen und 977 Kommandozentralen getroffen. Mehr als 750 Terroristen wurden getötet.
– Der Gazakrieg vom Juli/August hat Israels Wirtschaft $1,44 Milliarden gekostet.
– Der Krieg brachte gut 700 zusätzliche Reporter nach Israel und in den Gazastreifen.
– Die (antiisraelische) Reporterin Jodi Rudoren von der New York Times hat vom Gesundheitsministerium der Hamas Opferzahlen bekommen. Diese bestätigten die israelischen Angaben zu den Toten im Gazastreifen. Von „wahllosem Schießen auf Zivilisten“ kann damit nicht mehr die Rede sein (was die Hetzer aber nicht davon abhalten wird…).

Friedensgrüße der Fatah-Friedenspartner: „Vertreibt die Besatzer von allem dem reinen Land zwischen Fluss und Meer.“

Ein Hamasnik, der ungenannt bleiben wollte, bestätigte, dass die Terrorgruppe während des Krieges mehrere Dutzend der Kollaboration Verdächtigte tötete; sie sollen den „Widerstand“ behindert oder Israel mit Informationen versorgt haben. (Kriegsverbrechen – wo ist die Empörung?)

Aus den Ruinen von Schuja’iya wurde die Leiche des hochrangigen Hamas-Mitglieds Eyman Taha geborgen. Palästinensische Quellen berichten, dass er nicht durch israelisches Feuer umkam, sondern hingerichtet wurde, weil ihm Spionage für Ägypten vorgeworfen wurde.

Der griechisch-orthodoxe Erzbischof von Gaza berichtet, dass das Grundstück seiner Kirche, auf dem Hunderte Palästinenser Zuflucht gesucht hatten, von der Hamas genutzt wurde, um Raketen nach Israel zu schießen.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Hamas: Wir werden Israels Forderungen nach Entwaffnung nicht einmal zuhören.
Ein deutscher Diplomat sagte, Deutschland, Frankreich und Großbritannien wollten dabei helfen den Übergang Rafah zu öffnen.
– Ismail Haniyeh betonte erneut, dass die Waffenruhe nicht verlängert wird.
Ägypten: Israel hat der Freilassung von Häftlingen zugestimmt, besteht aber auf der Demilitarisierung.
Hamas-Sprecher Mushir al-Masri sagte auf einer Kundgebung: „Der Krieg ist nicht vorbei.“
Ägypten: Der PA-Vertreter droht mit Rückzug aus den Gesprächen, sollte die Hamas keine „Flexibilität“ zeigen.
Avigdor Lieberman drängt die EU, sie solle Inspektoren an die Grenze zwischen Gaza und Ägypten schicken. („Keine Soldaten oder Polizisten, sondern Inspektoren.“)

Die Israelis warten im Moment eher ab, was kommt:

Freitag, 08.08.2014:

Zahlen:
Seit dem Morgen flog die Luftwaffe Angriffe auf 47 Terrorziele (19:45 Uhr).
Stand 20 Uhr: Seit 8 Uhr morgens schossen die Terroristen 57 Raketen auf Israel. Mindestens 2 Raketen fielen noch im Gazastreifen. Die IDF beschoss 51 Terrorziele, außerdem 3 Terroristen direkt.

Tawfiq Tirawi, Mitglied des Zentralkomitees der Fatah (Friedenspartner!), rief dazu auf die Juden ins Meer zu treiben

Hamas und Al-Jazira sagen, die Terror-Tunnel seien noch intakt.

Ban Ki-moon ist enttäuscht, dass die beiden Seiten sich nicht auf eine Verlängerung der Waffenruhe einigen konnten. Er verurteilte das erneute Raketenfeuer auf Israel.

Ein Sprecher des Palästinensischen Islamischen Jihad droht: „Israel wird die Folgen zu tragen haben, wenn unsere Forderungen nicht erfüllt werden.“

Waffenstillstands-Heckmeck:
Hamas und PIJ kündigten an die Waffenruhe nicht zu verlängern, weil Israel ihre Forderungen nicht erfüllt hat.
Am frühen Morgen hieß es von arabischen Offiziellen noch, die Ruhe werde ohne Vereinbarung fortgesetzt, obwohl Israel und die Hamas keine Einigung erzielten.
– Kairo verlangte eine Verlängerung der Waffenruhe um 72 Stunden auch ohne Vereinbarung.
– Die israelische Delegation hat nach der Erneuerung des Raketenterrors die Gespräche in Kairo verlassen und ist abgereist.
Die USA drängen „die Seiten“ darauf eine Waffenruhe zu vereinbaren.

Samstag, 09.08.2014:

Zahlen:
11 Uhr: Seit 7 Uhr schlugen 10 Raketen in Israel ein.
Stand 20:30 Uhr: 50 israelische Luftangriffe, 5 arabische Tote (davon 2 Terroristen auf einem Motorrad, gezielt angegriffen), 23 Raketen schlugen in Israel ein.

Chris Gunness von der UNRWA: Die Blockade des Gazastreifens muss enden, damit der Wiederaufbau beginnen kann und eine politische Lösung des Konflikts muss her. (Der macht die Rechnung ohne die Terroristen – oder spielt dasselbe üble Spiel wie die Terroristen.)

Ägyptische Quellen sagen, Israel habe die Freilassung von 25 Häftlingen im Tausch für die Leichen(teile) zweier Soldaten angeboten.

Hamas droht mit einem Abnutzungskrieg und bezeichnet Israel als unversöhnlich.

Waffenstillstand:
– Das US-Außenministerium gibt sich voller Hoffnung, dass „die Seiten“ in den kommenden Stunden einen Waffenstillstand erzielen (Meldung von Mitternacht)
Hamas-Sprecher Fawzi Barhoum warnte, es werde „keine Zugeständnisse an Israel“ geben. Die „Unnachgiebigkeit des Aggressors“ wird diesem nichts bringen.
Eine französische Quelle berichtete, die palästinensische Delegation in Kairo habe zugestimmt die Frage eines Seehafens im Gazastreifen zu vertagen und die Kontrolle des Übergangs Rafah der PA zu übergeben. (Fragt sich, ob Hamas/PIJ da wirklich mitgerechnet werden können.)
– Sonntag soll eine israelische Delegation in Kairo eintreffen. Verhandlungen soll es aber nur geben, wenn das Raketenfeuer aufhört.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (20.-26.07.2014)

20. Juli 2014 um 22:04 | Veröffentlicht in Araber, EU-Europa, Europa, Europa+Nahost, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, USA | 1 Kommentar
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Sonntag, 20.07.2014:

Zahlen:
Bilanz am Ende des 19.07. (Mitternacht): Während der letzten 12 Tage haben die Terroristen 1.768 Raketen auf Israel geschossen, das ist im Schnitt eine alle zehn Minuten.
– Stand 13:30 Uhr: Die Terroristen schossen während der letzen 13 Tage insgesamt 1.780 Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel.
– Seit dem 8. Juli haben die Terroristen allein aus Shuja’iya mehr als 140 Raketen auf Israel geschossen. (Das ist der Ort/das Viertel, das die IDF seit dem Morgen so massiv beschoss.)
– Seit Beginn der Bodenoffensive hat die IDF 36 Terrortunnel und 450 weitere Terrorziele zerstört. In den Tunneln fanden die Soldaten jede Menge Panzerfäuste, Sprengsätze, Betäubungsmittel, mit Sprengfallen versehene Waffen, Funkgeräte, Minibunker. Dabei wurden mehr als 85 Terroristen getötet, alleine Samstag 20. 23 Soldaten wurden bisher verletzt, 3 davon schwer, 2 mittelschwer, der Rest leicht. 5 Soldaten wurden bisher getötet. 48.000 Soldaten wurden einberufen, weitere 18.000 sollen kommen.
– In Shuja’iya wurden bisher mehr als 30 Soldaten verletzt (ca. 15 Uhr). Die Zahl der seit Donnerstag getöteten Terroristen stieg auf 130 (800 Verletzte Terroristen). Al-Mayadin meldet 40 Tote durch Beschuss von Shuja’ija.
Stand 18 Uhr: Bei den Kämpfen im Gazastreifen wurden seit gestern Abend 13 Soldaten der Golani-Brigade getötet.
– ca. 21:30 Uhr: Die Araber geben an, dass es in den letzten 24 Stunden 100 Tote bei ihnen gab.
– Gesamtbilanz heute: 70 Raketen sind in Israel eingeschlagen; weitere 16 wurden abgefangen. Es wurden 6 Tunnel entdeckt (und zerstört; einer war 1,2km lang, enthielt jede Menge Sprengstoff und hatte einen Ausgang in Israel).
Gesamtbilanz Bodenoffensive (Stand: 23:30 Uhr): mindestens 110 tote Terroristen, 1.320 Terrorziele beschossen.

Die Hamas tönt weiter: Wir werden unsere Jugend mit 250.000 Handgranaten ausrüsten.

Hamas hält Journalisten davon ab den Gazastreifen über den Übergang Erez zu verlassen.

Ein Hamas-Sprecher behauptete Israel habe der Waffenruhe nicht zugestimmt, die Israel seit 13:30 Uhr einhielt.

Die Gas-Pipeline im Sinai wurde erneut (zum insgesamt 7. Mal) von Terroristen gesprengt.

Ägypten verurteilte „die Eskalation im Gazastreifen, besonders den Angriff in Shuja’iya… In diesen schweren Zeiten steht es auf Seiten der Palästinenser.“

Ein Vertreter Qatars sagte, das Emirat werde keinen Druck auf die Hamas ausüben ihre Forderungen herunterzuschrauben oder zu verändern. Man agiere nur als Übermittler. Das Emirat hatte einen auf den Forderungen der Terroristen basierenden Waffenstillstandsvorschlag gemacht, der aber von der Hamas abgelehnt worden war.

Dreimal hat Israel einer Waffenruhe zugestimmt. Dreimal hat die Hamas die Zeit zum Weiterschießen genutzt.

Aus dem Gazastreifen kommen Stimmen, die Israel auffordern den Strip zu erobern, um sie von der Hamas zu befreien.

Montag, 21.07.2014:

Zahlen:
– Bilanz gestern: 13 Tunnel (mit 39 Zugängen) entdeckt; 87 Raketen auf Israel, 70 schlugen in Israel ein; 16 abgefangen; die IDF traf 187 Terrorziele. 20 Soldaten wurden bei den Kämpfen über Nacht verletzt (11 mussten zur Behandlung ins Krankenhaus). Seit Beginn der Bodenoffensive wurden 92 Soldaten verletzt (Stand: 9 Uhr). Bis Mittag belief sich die Zahl der in Krankenhäusern behandelten Soldaten auf 101. Am Montag wurden mindestens 30 Soldaten im Kampf verletzt, 3 davon schwer. Seit gestern Abend fielen insgesamt 7 Soldaten.
Die Araber geben an (während der Nacht), dass die Israelis im Gazastreifen bisher 469 Menschen töteten. Am späten Morgen nennen sie die Zahl von über 500. Bis Mittag steigerten sie sie auf 509.
– Seit Beginn der Luftoffensive wurden insgesamt 1.930 Raketen auf Israel geschossen, von denen 387 abgefangen wurden. Die IDF gibt an 2.800 Terrorziele beschossen zu haben. 18 Tunnel wurden zerstört, 45 weitere gefunden.
Stand 16 Uhr: 62 Raketen schlugen in Israel ein, weitere 14 wurden abgefangen.

Ban Ki-moon hat wieder Kritik nur für Israel, nicht für die Terroristen: Israel handelt unverantwortlich, es schone die Zivilisten nicht, die Menschenrechte würden nicht eingehalten. Eskaliert würde die Lage durch Israel.
Der spanische Außenminister forderte „einen sofortigen Waffenstillstand“. Er fordert von Israel „Verhältnismäßigkeit“ beim Vorgehen im Gazastreifen.
Kuwait appelliert an Ban Ki-moon, er solle die „israelische Aggression“ beenden.

Die Nachricht der Hamas, sie habe einen israelischen Soldaten entführt, führte zu Jubelorgien im Gazastreifen. Die Facebookseite der Fatah zeigte Fotos aus Tulkarm (Samaria), auf denen „Aktivisten“ zur Feier der (angeblichen) Entführung eines Soldaten Süßigkeiten verteilten.

Die IDF veröffentlichte weitere Belege dafür, dass die Hamas Raketen von Wohnhäusern, Spielplätzen und sogar Krankenhäusern aus nach Israel schießt.

Mehr als 3.000 arabische Israelis „protestierten“ Montag in Nazareth gegen die Bodenoffensive im Gazastreifen. Sie bewarfen Polizisten mit Steinen und Flaschen. 10 Personen wurden festgenommen.

Vor zwei Tagen wurde ein Baby von einer Rakete schwer verletzt. Der Zustand des Mädchens hat sich heute deutlich verbessert.

Arabische Israelis haben zu einem Streik wegen der Offensive im Gazastreifen aufgerufen.

Terrorchef Haniyeh betonte in einer aufgezeichneten Fernsehrede erneut: Einen Waffenstillstand wird es nicht geben, wenn Israel nicht vor den Forderungen der Terroristen kapituliert. Und die beinhalten alles, was Israel unternehmen kann, um sich vor den arabischen Mördern zu schützen – im Gegenteil, es soll den Mördern den Job erst ermöglichen und sich als Opfer gefälligst willig zur Verfügung stellen.

Dienstag, 22.07.2014:

Zahlen:
Montag wurden über Tag 2 weitere Soldaten bei den Kämpfen im Gazastreifen getötet.
– Heute schoss die Eiserne Kuppel die 1.000. Rakete vom Himmel. Der erste wurde am 7. April 2011 abgeschossen.
Stand 19 Uhr: 41 Raketen auf Israel geschossen, 28 schlugen ein, 11 wurden abgefangen. 2 fielen noch im Gazastreifen.
– Stand 4 Uhr morgens: 2.040 Terrorraketen auf Israel geschossen – im Durchschnitt mehr als 145 pro Tag.
– Stand 13:30 Uhr: Nach Angaben der Araber wurden von der IDF bisher insgesamt mehr als 600 Menschen im Gazastreifen getötet. Gegen 22:30 Uhr gegen sie 604 Tote an.
– Stand 16 Uhr: Heute wurden (bisher) 14 Terroristen getötet und 187 Terrorziele zerstört.
– Stand 23:30 Uhr: Heute wurden 100 Terrorziele getroffen.
– Stand 18:30 Uhr: Heute wurden 5 verletzte Soldaten ins Krankenhaus Hadassah Ein Kerem gebracht; dort werden derzeit insgesamt 13 Soldaten behandelt.
– Zu den heute angegriffenen Terrorzentren gehörten 3 Moscheen.
– Das Barzilai-Krankenhaus in Aschkelon hat in den letzten 24 Stunden 50 während der Operation Schützende Schneide verletzte Personen aufgenommen; insgesamt wurden/werden dort 479 Opfer behandelt.

Heute Morgen gab es ein Feuergefecht mit Terroristen. 10 wurden getroffen. Andere benutzten einen Krankenwagen zur Flucht. Dieser wurde NICHT BESCHOSSEN.

Soldaten entdeckten einen Raketenwerfer direkt neben einer Schule im Gazastreifen.

Zum 2. Mal innerhalb einer Woche entdeckte die UNRWA Raketen in einer ihrer Schulen. Sie ist „empört“.

Ban Ki-moon fuhr seine „Kritik“ an Israel heute etwas zurück, fordert aber immer noch mehr israelische Zurückhaltung. Die Raketen der Terroristen verurteilte er „strongly“ („stark“), ebenso die Nutzung von zivilen Orten wie Schulen, Krankenhäusern usw. zu militärischen Zwecken. (Die gleichen harschen Worte wie zuletzt für Israel hat er den Terroristen gegenüber aber bisher nicht verwendet.)

Der französische Außenminister Fabius musste wieder was loswerden: Er verurteilte „die Massaker in Gaza“ und forderte einen Waffenstillstand. (Der hat offenbar immer noch nicht begriffen, dass die Terroristen diejenigen sind, die die Waffenruhe ablehnen!)
Der britische Oppositionsführer mag nicht zurückstehen und schäumte, er könne den furchtbaren Tod Hunderter Palästinenser nicht verteidigen. (Labour war aber schon immer antiisraelisch; die schlimmsten aktuellen Antisemiten der britischen Politik stammen aus dieser Partei, auch wenn sie ihr zum Teil nicht mehr angehören, weil sie ihnen noch zu zahm war.)

Ägypten schlug in den Gesprächen mit John Kerry vor, dass die Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen Teil eines Waffenstillstandsvorschlags sein sollten. (Die haben auch den Schuss nicht gehört: Die Hamas hat diese Verhandlungen immer abgelehnt und heftig verurteilt!)

Mittwoch, 23.07.2014:

Zahlen:
Gefallene: Dienstagabend fielen 2 weitere Soldaten; das sind insgesamt 29 Gefallene. Mittwochmorgen fielen 3 weitere Offiziere und Unteroffiziere; insgesamt 32 Gefallene.
ca. 7:30 Uhr: Die IDF beschoss innerhalb der letzten 24 Stunden mehr als 200 Terrorziele, seit Beginn der Operation Schützende Schneide 3.250.
– Heute beschoss die IDF mehr als 100 Terrorziele im Gazastreifen, seit Beginn des Kriegs 3.333. Seit Beginn der Bodenoffensive wurden mehr als 200 Terroristen getötet.
– Raketenterror seit Beginn der Operation (12:45): 2.239 auf Israel geschossen, 442 davon abgefangen, 1.730 fielen in offenem Gelände
– verletzte Soldaten in Krankenhäuser gebracht: 8 ins Hadassah Ein Kerem am Morgen. Am Nachmittag weitere 26, einige davon relativ schwer verletzt.

Die IDF beschoss gestern das Wafa-Krankenhaus beschossen. In den Nachrichten bei uns wurde das groß gebracht. Ausgelassen wurden die Gründe: Seit Tagen wurden die Soldaten aus dem Krankenhausgelände heraus mit leichten und schweren Waffen beschossen; es diente außerdem als militärisches Kommandzentrum. Die IDF hatte die Krankenhaus-Verwaltung, die Hamas-Chefs und jede Menge anderer maßgeblicher Leute gewarnt, dass das aufhören muss. Die Warnungen wurden ignoriert. Schweren Herzens traf die Militärführung die Entscheidung dieses militärische Ziel anzugreifen und die Bedrohung zu eliminieren.

Die UNRWA hatte zum zweiten Mal Raketen in einer Schule entdeckt. Wieder der Umgang damit wie beim letzten Mal: Die „relevanten Seiten“ wurden unterrichtet, damit die Waffen aus der Schule entfernt werden. Heißt: Die Hama darf die Raketen wieder in Betrieb nehmen.

Die IDF fand in einem Tunnel zwischen Gazastreifen und Israel wieder ein mächtiges Waffenlager -diesmal alles IDF- Material.

Mal was Anständiges von der EU: Die 28 Mitgliedstaaten forderten Hamas und den Palästinensischen Islamischer Jihad auf sich zu entwaffnen; das wahllose Raketenfeuer aus dem Gazastreifen sei „kriminell und nicht zu rechtfertigen“. Sie konnten es aber auch wieder nicht unterlassen Israel Unverhältnismäßigkeit zu unterstellen und Proportionalität zu fordern.

Journalist John Reed twitterte heute: “Sah, wie 2 Raketen nahe dem Shifa-Krankenhaus auf israelische geschossen wurden, während weitere Bombenopfer hereingebracht wurden. Es ist noch nicht vorbei.“ Um das klar zu machen: Die Israelis haben das Wafa-Krankenhaus angreifen müssen, weil sie von dort aus beschossen wurden. Am Shifa haben wir jetzt dieselbe Situation! Es soll Aufrufe der IDF gegeben haben das Krankenhaus zu evakuieren. Im Keller dieses Krankenhauses befindet sich übrigens der oberste Kommandobunker der Hamas… (Wer sind die Kriegsverbrecher? Wem werden aber Kriegsverbrechen vorgeworfen?)

Khaled Meschaal streitet heftig ab, dass ein Waffenstillstand vor der Tür steht. „Kompromisse gibt es nicht.“ Nur wenn Israel die Hamas-Forderungen komplett erfüllt („kaputiliert“!), kann es eine Einstellung der Kämpfe geben.

Donnerstag, 24.07.2014:

Zahlen:
– Der gestern getötete Thai ist der 27. Gastarbeiter, der seit 2001 durch die Terroristen umkam.
– Gestern ergaben sich im Gazastreifen 150 Terroristen. Insgesamt wurden seit der Entführung (und Ermordung) der drei Jugendlichen 570 Hamas-Terroristen festgenommen.
– Die Araber melden 718 Tote seit Beginn der Operation.

- Verwundete Soldaten: 4 ins Soroka-Krankenhaus von Beer Sheva gebracht. Dort liegen derzeit 43 Soldaten.
– Mitternacht (Mittwoch auf Donnerstag): insgesamt sind 32 Soldaten gefallen, 1 wird vermisst.

Die IDF reagierte auf Beschuss aus Beit Hanun, wo ein Schutzbereich der UNRWA von den Terroristen zum Schießen von Raketen genutzt wurden; die IDF informierte die UNRWA, sie solle das Gebiet zwischen 10 und 12 Uhr Donnerstag evakuieren. UNRWA und Rotes Kreuz bestätigten den Erhalt der Nachricht. Die Hamas verhinderte, dass die Zivilisten die Gegend verlassen konnten!
Die IDF beschoss schließlich den Ausgangspunkt des weiterhin fortgesetzten Terrorfeuers.
Nach UNRWA-Angaben wurde eine Schule getroffen; dort starben 17 Personen, 200 wurden verletzt. Die IDF untersucht den Vorfall und sagte, ein fehl gegangener israelischer Mörser könne eine der Ursachen sein, weil Terroristen aus der Umgebung der Schule schossen. Es sei aber auch eine Terroristen-Rakete dort eingeschlagen; Chris Gunness von der UNRWA – ein Israelhasser – twitterte, dass fehlgeschossene Terrorraketen in Beit Hanun einschlugen.

Mehrere von der Hamas geschossene Raketen flogen zu kurz und schlugen in Beit Hanun ein.

Die IDF berichtete, dass weiterhin aus dem Bereich des Wafa-Krankenhauses geschossen wurde (einen Panzerfaust); im sich daraus ergebenden Feuergefecht wurden 2 Terroristen getötet.

Der stellvertretende Führer der Islamischen Bewegung (5. Kolonne) in Israel: Gaza wird Israels Nase durch den Schlamm ziehen… Gaza, das im Juli 1260 die Tataren und Mongolen überwand, ist dasselbe Gaza, das im Juli 2014 die Israelis überwinden wird. Die Israelis sind die neue Tataren.“ (Im April sagte derselbe Hetzer, Israel sei „das Land, das seit 1948 besetzt ist“.)

Als Reaktion auf den Raketenterror haben israelische Aktivisten in Sichtweite der Terroristen am Gazastreifen zwei riesige israelische Flaggen gehisst.

Nach Berichten einer russischen Nachrichtenagentur bot Putin Netanyahu an als Vermittler eines Waffenstillstands zu agieren.

Die Hamas verlangte, dass der Übergang Rafah sofort geöffnet wird.

Ein US-Vertreter sagte, ein Waffenstillstand bis zum Wochenende sei unwahrscheinlich.

Freitag, 25.07.2014:

Zahlen:
Gestern stieg die Zahl der entdeckten Tunnel auf 31. Die Terroristen schossen 63 Raketen; 47 schlugen in Israel ein, 15 wurden abgefangen. Die IDF tötete etwa 40 Terroristen. Mehr als 90 Terrorziele wurden getroffen. Insgesamt wurden seit dem 8. Juli 2.429 Terrorziele getroffen.
– Am Morgen fiel ein 36-jähriger Familienvater. Am frühen Nachmittag fiel ein weiterer Soldat im Gazastreifen, als Terroristen nahe einer UNRWA-Schule mit Mörsern und Antipanzer-Raketen auf eine israelische Einheit schossen. Heute wurden 6 Soldaten mittelschwer, 8 leicht verwundet.
– Gegen Mitternacht geben die Terroristen an, dass seit Beginn der israelischen Operation Schützende Schneide im Gazastreifen 800 Araber getötet worden sein sollen.
Die Araber geben am Abend an, dass die Zahl der Toten auf 848 gestiegen ist, darunter sollen sich 208 Kinder, 82 Frauen und 40 alte Menschen befinden. 5700 Personen wurden verletzt.

Am Gazastreifen wurde von Israel ein Feldhospital aufgebaut, in dem seit Sonntagabend Gazaner behandelt werden. Bilder davon wurden nur so veröffentlicht, dass die Araber darauf nicht zu erkennen waren, um ihnen „Probleme“ mit den „regierenden“ Terroristen zu ersparen. Die agieren aber trotzdem und beweisen, wie menschenverachtend egal ihnen menschliches Leben der eigenen Bevölkerung ist: Sie halten Menschen davon ab das Feldhospital aufzusuchen und beschossen es mit Mörsern! Unsere Medien schweigen. Unsere Menschenrechtler halten den Mund. Alle stürzen sich auf angebliche israelische Menschenrechtsverletzungen. Was Israel nicht schadet, ist uninteressant!

Im zentralen Gazastreifen fanden Soldaten in einem Wohnhaus Sprengstoff und geladene Raketenwerfer.

Es gibt Gerüchte, dass in zwei bis drei Tagen ein Waffenstillstand eintreten könnte. Die Hamas tönt dazu, dass ihre Bedingungen stehen und ohne Aufhebung de Belagerung nichts zu machen sei.

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) forderte die Schaffung eines humanitären Korridors, um die Verletzten aus dem Gazastreifen transportieren zu können.

Die Schule in Beit Hanun: Die UNRWA sagt, es geben keine Beweise dafür, dass in der Schule Raketen gelagert wurden. (Das hat auch niemand definitiv behauptet; aus der Schule und der direkt Umgebung heraus wurde aber geschossen.)
Die EU fordert eine schnelle und gründliche Untersuchung des Vorfalls (als wenn die Israelis das nicht machen würden…). Sie fordert „alle Seiten“ auf die Unverletzbarkeit und Integrität von UNO-Einrichtungen zu respektieren und betont die dringende Notwendigkeit eines Waffenstillstands. [„Alle Seiten“ - warum nicht die Terroristen, denn die IDF hält sich daran, wenn die Terroristen es tun. Und wenn die Terroristen es nicht tun, gilt diese Unverletzbarkeit nicht mehr.]

5 tote Araber über Tag in Judäa und Samaria: Bei Huwara bewarf ein arabischer Mob ein israelisches Auto mit Steinen, den Fahrer auch, als der ausstieg; der Mann sah keine andere Möglichkeit als auf die Angreifer zu schießen. Ein 18-jähriger Araber wurde dabei tödlich getroffen. Bei den folgenden Krawallen starb ein weiterer Araber. In Beit Ummar bei Hebron gab es gewalttätige „Zusammenstöße“, bei denen Soldaten sich ebenfalls genötigt sahen scharf zu schießen; die Araber geben an, dass drei von ihnen getötet wurden. Ein arabischer Autofahrer stellte sich, nachdem er im Gusch Etzion mit seinem Auto in eine Menge fuhr und ein 17-jähriges Mädchen verletzte; er sagt, das sei keine Absicht gewesen. (Wenig bis gar nicht glaubwürdig!)

Etwas verwirrende Nachrichten zu Kerrys Waffenstillstandsplan; es ist nicht ganz klar, welche Bedingungen der Hamas er alles aufgenommen hatte, nur die Freilassung von Terroristen war nicht enthalten. Israels Sicherheitskabinett lehnte den Vorschlag, so wie er vorliegt, ab; er sei zu sehr auf der Seite der Terroristen angelegt. Hamas soll ihm angeblich zugestimmt haben, aber auch dazu gibt es widersprüchliche Meldungen, nach denen die Hamas „nicht abgeneigt“ ist, aber noch nicht zugestimmt hat.
Dennoch, heißt es, soll ab 7 Uhr Samstagfrüh eine zwölfstündige Feuerpause eintreten.

Samstag, 26.07.2014: Zahlen:
– In den 24 Stunden vor der Waffenruhe traf die IDF 155 Ziele, das sind 3.670 während der gesamten Operation.
– In diesen 24 Stunden fielen 4 israelische Soldaten, das macht insgesamt 37.
– Aus den Trümmern im Gazastreifen wurden mehr als 100 Leichen geborgen. Das bringt die Zahl der toten Araber auf über 1000.
– Bei den Unruhen in Judäa und Samaria wurden gestern insgesamt 6 Araber getötet.

Soldaten fanden während der Waffenruhe weitere Tunnel.

Mahmud Abbas‘ Sohn Yassir nannte die IDF im PA-Fernsehen eine Nazi-Armee. Zudem gab er an, er wolle eine Einstaatenlösung ohne Juden.

Nach Angaben von Asharq al-Awsat soll die Hamas dazu neigen den Kerry-Vorschlag zu einem Waffenstillstand anzunehmen, wenn die Einzelheiten stimmen, darunter die Garantie der Aufhebung der „Belagerung“.

Im ägyptischen Rafah schlug eine Rakete ein und tötete 2 Kinder. Woher sie kam, muss noch festgestellt werden.
In El-Joura trafen Mörser ein Haus und töteten 4 Kinder; die Mörsergranaten galten anscheinend ägyptischen Soldaten.

Tel Aviv: Demonstration zur sofortigen (einseitigen) Beendigung des Kriegs im Gazastreifen. Es gab auch eine Gegendemonstration.

Die IDF veröffentlichte mehrere Videos, die die Lage im Gazastreifen zeigen – vor allem mit Sprengsätzen verseuchte Häuser, Waffenlager in Privathäusern usw.

Die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden von Friedenspartner Abbas haben Israel in Judäa und Samaria „den offenen Krieg“ erklärt.

Waffenstillstandsbemühungen:
Israelische Medien berichteten, der Kerry-Vorschlag gebe Israel nicht genug Möglichkeiten die Terrortunnel zu vernichten. Die Regierung überlegt bei Verbesserungen gerne neu. Gleichzeitig heißt es, die Hamas habe den Waffenstillstand ebenfalls abgelehnt, weil Israel noch gegen Tunnel vorgehen könne.
Das israelische Kabinett lehnte Kerrys Waffenstillstandsvorschlag am Freitag einstimmig ab, weil der Amerikaner „komplett vor den Forderungen der Hamas kapituliert“ hat. Auch Ägypten ist mit Kerrys Vorgehen „äußert unzufrieden“.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (13.-19.07.2014)

13. Juli 2014 um 22:18 | Veröffentlicht in Araber, die Welt+Nahost, EU-Europa, Europa+Nahost, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, USA | 3 Kommentare
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(Die einzelnen Vorkommnisse sind hier.)

Sonntag, 13.07.2014:

Seit Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien haben die Terroristen mehr als 1.000 Raketen auf Israel geschossen.

Die Raketeneinschläge bei Hebron von gestern wurden von Arabern dort frenetisch gefeiert. Und auch in Israel gab es Araber, die die Sirenen ignorierten und hupend-feiernd durch die Gegend fuhren, als hätten sie gerade die Fußballweltmeisterschaft gewonnen. (Arutz-7 berichtet, dass viele Einwohner von Hebron auf die Dächer stiegen, um die Raketen zu sehen, dann aber enttäuscht waren, dass es in Tel Aviv nicht knallte.)

Die Fatah (Friedenspartner!) veröffentlicht gerne mal Videos, mit denen sie sich als Terrororganisation offenbart. Gerade fordert eines „Tel Aviv niederzubrennen).

Unter Vermittlung Ägyptens bot Israel letzte Woche der Hamas eine 40-stündige Waffenruhe „zum Abkühlen der Lage“ an. Die Hamas lehnte ab. (Dennoch wird Israel beschuldigt, keinen Waffenstillstand zu wollen – von der PA wie der Hamas!)

Die Einwohner des nördlichen Gazastreifens folgen den israelischen Warnungen und verlassen die Gegend. Die UNRWA hat Schulen geöffnet, die als Notunterkünfte dienen. Etwa 850 Palästinenser mit anderen Staatsbürgerschaften reisen über den Übergang Erez aus dem Gazastreifen aus. Die Hamas versucht die Menschen zum Bleiben zu animieren und behauptet, Israel betreibe lediglich psychologische Kriegsführung, ein Angriff sei nicht zu erwarten, man werde die Leute rechtzeitig warnen, sollte doch einer kommen.

Montag, 14.07.2014:

Stand 13:30 Uhr: Seit dem 8. Juli sind 38 im Gazastreifen abgeschossene und für Israel gedachte Raketen noch innerhalb des Strips eingeschlagen und haben die eigene Bevölkerung gefährdet (oder sogar geschädigt).
Innerhalb der letzten 6 Tage schossen die Terroristen mehr als 971 Raketen auf Israel – das sind mehr als 161 pro Tag.
Gestern waren es 130 Raketen – etwa ein alle 10 Minuten.
Die IDF griff 204 Terrorziele an; 12 Terroristen wurden getroffen.

Bilanz 17:30 Uhr: Die IDF hat bisher heute mehr als 100 Terrorziele beschossen; seit Beginn der Kampfhandlungen wurden somit 1.535 Ziele eliminiert. Zu den Zielen heute gehörten 33 Abschussrampen, 8 Raketenwerkstätten, 4 als Kommandoposten genutzte Privathäuser und 7 Terrortunnel. Darüber hinaus beschoss die Marine mehrere Abschussorte für Mittelstreckenraketen.
Die Terroristen schossen in der Zeit seit letzten Montag mehr als 1000 Projektive Richtung Israel; von diesen wurden 201 vom Abwehrsystem abgefangen, 745 schlugen auf israelischem Boden ein. (das bedeutet, das eine ganze Reihe noch im Gazastreifen explodierten und man nicht weiß, welchen Schaden sie dort anrichteten.)

Der Chef des Palästinensischen Islamischen Jihad, nach eigenen Worten in ständigem Kontakt mit Ismail Haniyeh, lehnte eine Waffenruhe zu Israels Bedingungen ab. Israel müsse die Blockade aufheben und die Übergänge öffnen.

Die Hamas ließ wissen, dass sie an einem Waffenstillstand nicht interessiert sei, außer Israel erfüllt alle ihre Forderungen (sprich: kapituliert).

Arbeiter der Israeli Electric Company in Schutzkleidung wurden bei Reparaturen nahe des Gazastreifens gesehen. Die IEC gibt aber an, dass nur die Stromversorgung für Israelis wiederhergestellt wird, nicht für den Gazastreifen.

Steinmeier ist in Jordanien. Er hatte der Hamas etwas zu sagen, während sein jordanischer Kollege darauf konzentrierte Israel zu verurteilen. Dem trat Steinmeier nicht entgegen, redete dafür – eigentlich zusammenhanglos, weil für die aktuellen Kämpfe irrelevant – das alte Mantra der Zweistaatenlösung vor sich her.

Hoffentlich bekommt er keinen Ärger: Der Mukhtar (religiöse Führer) des Jerusalemer Stadtteils Sur Baher pries Israel dafür, dass es seine arabische Bevölkerung und die Al-Aqsa-Moschee so gut gegen die Raketen der Hamas verteidigt.

Aus den USA kam die Warnung, Israel solle nicht in den Gazastreifen einmarschieren; das würde zu viele Zivilisten gefährden.

François Hollande großzügig: Israel kann sich verteidigen, wenn es angegriffen wird. Und dann wird sofort eingeschränkt – es soll gefälligst Zurückhaltung üben.

Dienstag, 15.07.2014:

Die IDF installierte Montagabend die insgesamt neunte Batterie Eiserne Kuppel.

Raketenzähler: Innerhalb von einer Woche haben die Terroristen 1.088 Raketen auf Israel geschossen (stand Montagabend). Seit 2001 sind es 15.200 alleine aus dem Gazastreifen. In der letzten Woche fing die Eiserne Kuppel 191 Raketen ab. Heute waren es seit 9 Uhr 76 Raketen, von denen 9 abgefangen wurden (Stand 17:30 Uhr).
Gegen 19:30 Uhr waren es 125 Raketen, die die Terroristen heute nach Israel schossen. Die Eiserne Kuppel fing 20 ab. Rund 100 schlugen in Israel ein.

Bilanz ca. 17:30 Uhr: Angriffe der IDF auf Hamas-Tunnel, 20 versteckte Raketenabschussrampen, Waffenlager und weitere operationale Infrastruktur. Die Gesamtzahl der am Nachmittag beschossenen Ziele beträgt 30.

Die Ägypter hatten zwar gesagt, sie würden nicht vermitteln; aber trotzdem hatten sie jetzt eine Waffenruhe vorgeschlagen, die ab 9 Uhr heute Morgen gelten sollte. Das israelische Kabinett hat den Vorschlag angenommen. Die Hamas nicht.
Die Fatah legte übrigens so viel Wert darauf, dass sie sich auch nicht an die Waffenruhe gehalten hat, dass sie eine Bekennerschreiben zu Raketenangriffen innerhalb dieser 6 Stunden herausgab – sie hatte u.a. auf den Übergang Erez geschossen, bei dem ein Israeli starb.

Geheimdienstinformationen zeigen, dass die Hamas Waffenlager und Terrorzentren in Moscheen versteckt bzw. lagert und von dort aus verteilt und schießt.

Die Hamas feiert ihren feigen Terroranschlag auf einen israelischen Schulbus am Gazastreifen, bei dem ein 16-jähriger getötet wurde. Der Gruß: „Wir werden Feiglinge wie dich jagen.“ Dazu sangen dann Schulmädchen in Gaza: „O geliebter Qassam-Kämpfer, schlag, schlag Tel Aviv.“

Mittwoch, 16.07.2014:

Raketenbilanz (ca.21 Uhr): 74 Raketen aus dem Gazastreifen schlugen in Israel ein, weitere 29 wurden von der Eisernen Kuppel abgefangen. Bis 22 Uhr stieg die Tageszahl auf 94 Raketen, von denen 7 in Aschdod und 19 in Aschkelon einschlugen.
Stand 9 Uhr: Seit dem 8. Juli haben die Terroristen 1,248 Raketen auf Israel geschossen – mehr als 145 pro Tag.
Während der letzten 9 Tage schlugen mindestens 100 Raketen der Terroristen noch im Gazastreifen ein.
Angriffsbilanz (ca. 17 Uhr): ca. 50 Angriffe vor allem im nördlichen Gazastreifen, wo die Menschen vor den Angriffen gewarnt worden waren. (Die Hamas hatte den Menschen wieder gesagt, sie sollten die Warnungen ignorieren.)
Die Araber meldeten bis zum Morgen insgesamt 204 Tote seit Beginn der Operation.

Die Hamas macht einen Waffenstillstandsvorschlag: Freilassung aller erneut verhafteten Terroristen, die gegen Gilad Shalit ausgetauscht worden waren; Öffnung aller Grenzübergänge; Israel darf keinerlei Aktivitäten der „Einheitsregierung“ stören. Ein Hamas-Vertreter reiste nach Kairo, um die Liste der Forderungen vorzulegen.

Während Israel den Arabern Warnungen schickt, damit die sich in Sicherheit bringen können, schickt die Hamas Israelis Drohungen. In den SMS-Botschaften wird behauptet, Israel sei „rechtlich verpflichtet“ die Hamas-Raketen zu tolerieren, bis es den Waffenstillstandsforderungen der Terroristen nachgibt.

Netanyahu hat den stellvertretenden Verteidigungsminister Danny Danon gefeuert, die Meinungsverschiedenheiten waren zu groß und Danon war kriegerischer als Netanyahu ertragen konnte. Die Hamas erklärt die Entlassung zu einem Sieg für sie.

Bashar al-Assad beschimpfte die arabischen Staaten, weil sie keine Kampftruppen in den Gazastreifen schicken, um die Terroristen zu unterstützen.

Donnerstag, 17.07.2014:

Raketenzähler:
– Stand 10:00 Uhr: Seit dem 8. Juli schossen die Terroristen 1.381 Raketen nach Israel – durchschnittlich mehr als 145 pro Tag.
– ca. 20:00 Uhr: Seit Ende der offiziellen Waffenruhe schossen die Terroristen mehr als 100 Raketen auf Israel.
abgefangene Terrorraketen:
– ca. 19 Uhr: Seit Ende der offiziellen Waffenruhe wurden 13 Terrorraketen abgefangen.
IDF-Bilanz (ca. 7:00 Uhr): 190 Angriffe auf Terrorziele innerhalb der letzten 24 Stunden; 2.200 während der gesamten Operation, davon (Stand 20:30 Uhr) 30 nach der offiziellen Waffenruhe.
– Stand 21:25 Uhr: insgesamt wurden heute 28 Raketen abgefangen.

Die UNRWA fand versteckte 20 Raketen in einer ihrer Schulen. Diese „wurden entfernt und die entsprechenden Parteien informiert“.

5. Kolonne: Die arabische Knesset-Abgeordnete Hanin Zoabi ist gegen den Waffenstillstand am Gazastreifen. Sie fordert eine „Belagerung Israels“ statt Verhandlungen und „Widerstand“ (= Terror) statt Sicherheitskoordination.

Die EU-Führung ließ wissen, dass sie nicht nur die Raketen auf Israel verurteilt. „Die Europäische Union verurteilt die Ermordung unschuldiger Zivilisten in Gaza während israelischer Militäroperationen.“ (Dass die Hamas ihre Bevölkerung als menschliche Schutzschilde missbraucht, bleibt völlig unerwähnt.)

Der Libanon reichte bei der UNO Beschwerde gegen Israel ein, weil die IDF nach Raketenbeschuss aus dem Land „zwischen dem 11. und 14. Juli 102 Granaten in den Libanon“ schoss.

„Beim nächsten Mal“, tönt die Hamas, „werden wir nach Israel einmarschieren“ und das „befreite Land erweitern“. Dann werde man auch „einige Überraschungen“ für Israel haben.

Die Jerusalemer Straßenbahn wird jetzt von einer Drohne aus beobachtet. Sollten sich wieder Täter an ihr zu schaffen machen, können sie sofort angegangen werden.

Freitag, 18.07.2014:

Zahlen:
ca. 7 Uhr: 14 Terroristen wurden „neutralisiert“, 30 Raketenwerfer zerstört, 9 Tunnel beschossen; insgesamt wurden 103 Terrorziele getroffen.
– Seit Beginn der Operation in der Nacht wurden 17 Terroristen im Kampf getötet; weitere 13 andere ergaben sich.
ca. 13 Uhr: bisher wurden durch die Bodenaktionen im Gazastreifen 21 Raketenwerfer und 4 Tunnel beschossen.
ca. 20:00 Uhr: Seit Mitternacht schossen die Terroristen 105 Raketen auf Israel; 73 schlugen ein (3 davon in bewohnten Gegenden), 29 abgefangen.

Israel gab bekannt, dass das Ziel der Offensive die Wiederherstellung der Ruhe sei, nicht der Sturz der Hamas.

Die Hamas-Regierung im Gazastreifen hat Anweisungen an die Aktivisten in den sozialen Medien gegeben: Nennt die Toten immer „unschuldige Zivilisten“; stellt keine Fotos von aus zivilen Bevölkerungszentren geschossenen Raketen ein. Hm, warum wohl?

Der Friedenspartner: Fatahs „militärischer Zweig“, die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden, prahlen damit, dass sie aus dem Gazastreifen Raketen nach Israel schossen – und das weiter tun werden.

Die IDF hat einige Fotos von Tunneln veröffentlicht, die sie im südlichen Gazastreifen entdeckt hat.

Der Dummschwätzer von der Turtle Bay: Ban Ki-moon forderte Israel auf mehr zu tun, um (pal-arabische) Zivilisten zu schützen.
Die US-Regierung will da nicht zurückstehen: Die Israelis würden nicht genug tun, um zivile Tote zu vermeiden, gab Außenamtssprecherin Psaki zu Protokoll. Kerry schob nach, dass die Aktionen auf die Zerstörung der Terrortunnel beschränkt werden sollten.

Sami Abu-Zuhri von der Hamas geht wohl der A… auf Grundeis; er nannte Netanyahu „zu feige einen richtigen Bodenkrieg zu führen und Gaza wird ein Friedhof für die Invasoren“. Darüber hinaus beschwerte er sich, die arabischen Regierungen würden „uns im Stich lassen“.

Ultralinke Israelis und Araber kamen mit einem „Friedensbus“ nach Sderot. Dort wurden sie von erbosten Einwohnern verbal so heftig empfangen („Ihr lauft durch unser Blut, geht nach Gaza“), dass sie auf dem Fuß umdrehten und die Stadt wieder verließen.

Das Militär hat beobachtet, dass Hamas-Terroristen Krankenwagen als Transportmittel nutzen, in denen sie zusammen mit Kindern fahren (Stichwort: menschliche Schutzschilde).

Klar doch, was sonst: Die PA behauptet jetzt, der „Islamische Staat“ (die Terror-Islamisten, die große Bereiche Syriens und des Irak erobert haben) werden von „jüdischem Extremismus geführt“ und von den USA als Mittel genutzt einen „innerpalästinensischen Bürgerkrieg zu schüren“.

Samstag, 19.07.2014:

Zahlen:
– Freitag, 18.07.2014: 240 Terrorziele beschossen, 10 Tunnel entdeckt, 137 Raketen aus dem Gazastreifen abgefeuert, 87 Raketen trafen Israel, 40 wurden abgefangen
– Die Araber geben seit dem 8. Juli bis heute Morgen 290 Tote im Gazastreifen an, allei Freitag 55; 1 Soldat wurde direkt durch Terroristen getötet, ein weiterer offenbar durch fehlgeleitetes eigenes Panzerfeuer. In Israel starben bisher 2 Menschen an Herzinfarkt während Raketenalarm
– Stand 14:30 Uhr: Soldaten deckten heute bisher 3 Tunneleingänge auf.
– Stand 17:30 Uhr: den Tag über schlugen 57 Raketen in Israel ein, 9 weitere wurden abgefangen.
– ca. 19:30 Uhr: Die Zahl der Toten im Gazastreifen wird inzwischen mit 342 angegeben.
– ca. 19:45 Uhr: innerhalb der letzten 24 Stunden wurden insgesamt 12 Soldaten verletzt.
– ca. 20:00 Uhr: Heute wurden insgesamt bisher 20 Terror-Tunnel entdeckt.
– Die IDF gibt am Abend an, dass seit Beginn der Bodenoffensive 70 Hamas-Terroristen getötet wurden.

Qatar hat einen Waffenstillstandsvorschlag vorgelegt, der die meisten Forderungen der Hamas übernimmt. Er wurde offenbar vor der Bodenoffensive erarbeitet und wird weithin abgelehnt.

Ägypten ist nicht bereit seinen Waffenstillstandsvorschlag zu ergänzen; dieser erfülle die Bedürfnisse aller Seiten (die Hamas hatte ihn vehement abgelehnt).

Baroness Ashton forderte wieder: „beide Seiten“ sollten sofort einem Waffenstillstand zustimmen. (Hm, ist sie da nicht etwas ungenau? Wer lehnt denn einen Vorschlag nach dem anderen ab?)

Ein „Humanitärer Offizieller“ behauptet, Israel habe bei der Bodenoffensive im Gazastreifen Saringas eingesetzt.

Klar, wer schuld ist, oder? Der französische Außenminister Fabius hatte ein Gespräch mit Netanyahu. Hinterher sagte er, die Versuche einen Waffenstillstand zu erreichen, seien gescheitert. (Müsste er da nicht auch mit den Terroristen reden?)

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

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