Katharinenkloster auf Sinai soll zerstört werden

15. April 2014 um 21:44 | Veröffentlicht in Araber | 1 Kommentar
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von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 15. April 2014 (direkt vom Autor)

Das Katharinenkloster im Sinai, zu Füßen des Berges, wo Moses die 10 Gebote empfangen hat und neben dem Tal, wo das Volk Israel um das Goldene Kalb getanzt hat, soll abgerissen werden. Das hat der ägyptische General Ahmed Ragai Attiya gefordert, nachdem die griechisch-orthodoxen Mönche das Kloster in einen „Hort für Ausländer“ verwandelt hätten. Wie die wichtigste ägyptische Zeitung Al Ahram berichtet, habe der General a.D. vor Gericht Klage eingereicht, das von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärte Kloster aus dem 6. Jahrhundert dem Erdboden gleich zu machen und die Mönche zu deportieren, weil sie eine „Gefahr für die nationale Sicherheit Ägyptens“ darstellen.

In einem Fernsehinterview habe Attiya den 37 überwiegend aus Griechenland stammenden Mönchen vorgeworfen, nicht nur eine geheime Wasserquelle, die „Quelle des Moses“, versteckt zu haben, sondern über dem Kloster auch noch die griechische Flagge gehisst zu haben. So hätten sie den geschichtsträchtigen Ort in eine „von Ausländern okkupierte Stätte verwandelt, was einem Verstoß gegen die nationale Sicherheit und die ägyptische Souveränität gleich komme.“

Der Anwalt des Klosters, Ihab Ramzy, habe alle Vorwürfe des Generals zurückgewesen. St. Katharina ist eines der ältesten ständig bewohnten christlichen Klöster der Welt und werde von den Mönchen nur gehütet. Es stehe zudem unter strenger Überwachung des Ministeriums für Altertümer. „Die Mönche dürfen nicht einmal eine Wand ohne Genehmigung neu tünchen.“

Der Prozess ist laut Al Ahram bis Juni 2014 vertagt worden, um beiden Parteien zu ermöglichen, Beweise für ihre Behauptungen beizubringen.

Das St. Katharina Kloster wurde zwischen 548 und 565 an der Stelle des „brennenden Busches“ des Moses errichtet. Den Namen erhielt das Kloster von einer christlichen Märtyrerin namens Katharina, die gemäß der Legende von Engeln zu dem Kloster gebracht worden sei. Die Mönche hätten sie begraben, nachdem sie um das Jahr 800 geköpft worden sei.

Das Katharinenkloster ist die wichtigste Touristenattraktion im Süden des Sinai. Viele Touristen aus Israel und aus der Welt besuchen das Kloster, trotz der unsicheren Lage auf der Halbinsel.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (23.-29.03.2014)

29. März 2014 um 22:45 | Veröffentlicht in EU-Europa, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO, USA | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 23.03.2014:

Mehrere Zehntausend Gaza-Araber versammelten sich in Gaza, um des toten Hamas-Gründers Ahmed Yassin zu gedenken, den Israel 2004 eliminierte. (Yassin beaufsichtigte 425 Terroranschläge, bei denen 377 Israelis ermordet und 2.076 verletzt wurden.)

Hamas-Führer Ismail Haniyeh droht Israel, es würde einen hohen Preis für weitere „Aggressionen“ (sprich: Verteidigung gegen Terror) zahlen.

Die Außenminister der Arabischen Liga trafen sich in Kuwait; sie forderten die arabischen Staaten auf den Palästinensern $100 Millionen monatliche Finanzhilfen zur Verfügung zu stellen und lehnten die Anerkennung Israels als jüdischer Staat ab.

Das Gaza NGO Safety Office (GANSO) versucht die auf Israel geschossenen Raketen zu zählen, ist aber anscheinend nicht so ganz erfolgreich. Dennoch sind die Zahlen interessant. In den zwei Wochen vom 6. bis 19. März sollen es 61 Raketen und 14 Mörsergranaten sein. Von den 61 Raketen fielen 23 noch im Gazastreifen oder explodierten auf der Abschussrampe. Das ist eine Fehlerquote von 38%. Dabei starben mindestens 6 Personen (4 davon Terroristen, 1 ein zweijähriges Kind).

Montag, 24.03.2014:

Der Hamas-Innenminister gab zu, dass die Terrorbande die anderen Terrorbanden im Gazastreifen in ihrem terroristischen Tun unterstützt.

Umfragen in Israel zeigen, dass die Israelis nicht für einen Abzug aus Judäa und Samaria sind. Abbas‘ können sie nicht als Friedenspartner sehen.

Die PA finanziert weiter Terroristen und ermutigt zu Terrorismus. Rami Hamdallah wies $74 Millionen aus dem PA-Haushalt den Familien von „Märtyrern“ zu. (Die PA ist praktisch pleite, aber dafür haben sie Geld!)

Ein Abbas-Handlanger behauptete mal wieder Israel behandle seine arabischen Staatsbürger als „Bürger dritter Klasse“; so werde es keinen Frieden geben.

Ein Hamas-„Parlamentarier“: Wir müssen Juden massakrieren und den Rest dazu bringen die Jizya zu zahlen.

Heckmeck:
- Der EU-Botschafter hat vorgeschlagen, dass die EU Palästinenser bezahlt, die das „Rückkehrrecht“ der „Flüchtlinge“ „aufgeben“. Bei einem Friedenshandel würde die EU so „Palästina“ „stabilisieren“ und verhindern, dass es als „failed state“ Israel mit Raketen beschießt. (Die EU hat immer noch nicht begriffen, worum es im Nahost-Konflikt geht und wer die „Palästinenser“ sind…)
- Eine Umfrage stellte fest, dass 65% der „Palästinenser“ bereit sind die „Friedensgespräche“ fortzusetzen, sollten weitere Terroristen über die vereinbarten 104 hinaus freigelassen werden.
- Obamas Regierung befürchtet einen Zusammenbruch der „Friedensgespräche“. So weit richtig. Die Schlussfolgerung ist falsch: Israel soll unter Druck gesetzt werden wieder neue Zugeständnisse z.B. in Form der Freilassung weiterer Terroristen zu machen, statt die PA unter Druck zu setzen endlich ihren Friedenswillen zu beweisen.

Dienstag, 25.03.2014:

Hamas-Premier Haniyeh forderte bei einer Demonstration in Gaza Israels Vernichtung und „Trefft, trefft Tel Aviv!“.

Mahmud Abbas hat keinen Bock Israel anzuerkennen; stattdessen tönt er, Israel wolle den Tempelberg zwischen Muslimen und Juden aufteilen, wie derzeit die Patriarchenhöhle in Hebron geteilt wird.

Navi Pillay, UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, legte wieder los: Die Raketen der Hamas seien zwar zu verurteilen, aber Israels Reaktion darauf sowieso übertrieben und die Blockade des Gazastreifens muss aufgehoben werden. Außerdem ist der Siedlungsbau die schlimmste Menschenrechtsverletzung überhaupt, er beraubt die Palästinenser aller grundlegenden sozialen, kulturellen, bürgerlichen und politischen Rechte. Und die Gewalttätigkeit der Siedler geht nun schonmal gar nicht.

Eine aktuelle Umfrage unter den „Palästinensern“ zeigt, dass sie zu mehr als drei Vierteln glauben Mahmud Abbas blufft, was die Zurückweisung des Kerry-Rahmenplans angeht, sich aber wünschen, dass er ihn tatsächlich ablehnt.

Heckmeck:
- Hamas-Scheik Hassan Yussef (aus der „Westbank“) sagt, die Hamas würde eine Vereinbarung mit Israel unterstützen, sollte sie in einem Volksentscheid bestätigt werden. (Er macht das im vollen Bewusstsein, dass die „Palästinenser“ einem Vertrag nie zustimmen werden, nie aushandeln werden, den Israel akzeptieren kann und der nicht darauf ausgerichtet ist Israel zu vernichten – was ja Abbas auch so hält. Bei uns werden sie aber wieder zu blöde sein, das auch nur für möglich zu halten.)
- Mahmud Abbas trifft Mittwoch mal wieder auf John Kerry. Dem wird er – hat er betont – erneut sagen, dass ein „jüdischer Staat“ schlichtweg nicht zur Debatte steht.

Mittwoch, 26.03.2014:

Heuchelei pur: Die USA fordern von Israel, dass es verurteilte terroristische Mörder freilässt. Allerdings keine, die Amerikaner ermordeten, sondern nur solche, die Israelis abschlachteten!

Heckmeck:
- Der PA-„Außenminister“ Al-Maliki ließ auf dem Gipfel der Arabischen Liga wissen, dass ein Abkommen zwischen Israel und den Terroristen nicht bindend sein würde. Frieden!

Donnerstag, 27.03.2014:

Ein hochrangiger Fatah-Vertreter forderte in einer im Fernsehen übertragenen Rede die „Wiederaufnahme“ des Terrors gegen Israelis.

Freitag, 28.03.2014:

Arbeitsunfall? Ein 20-jähriger Jihadist der Hamas starb im Gazastreifen beim Reinigen seiner Waffe.

Zwei offizielle PA-Vertreter gaben ein religiöses Gutachten ab: Juden ist es verboten am Kotel (Westmauer, „Klagemauer“) zu beten, weil diese integraler Bestandteil des Al-Aqsa-Geländes ist und daher alleine den Muslimen gehört.

Der vierte Trupp erzterroristischer arabischer Mörder wird von Israel (jedenfalls vorerst) nicht freigelassen, weil Abbas die Friedensgespräche scheitern lässt und einer Verlängerung nicht zustimmt. Die Entscheidung wurde getroffen, nachdem Saeb Erekat zugab, dass die PA nur mit den Gesprächen weiter macht, um diese Terroristen freizubekommen.
Die Terror-PA schäumt – das zeige, dass Israel es mit Frieden nicht ernst meint, sich an Abmachungen nicht hält und dafür zahlen wird.

Heckmeck:
- Trotz der lauten und drohenden Äußerungen der Terror-PA lassen Kerry und sein Außenministerium wissen, dass die Gespräche überhaupt noch nicht gescheitert seien.
- Leicht anders Robert Serry von der UNO: Wenn es keine Lösung gibt (sprich: Israel die Mörder doch noch freilässt), brechen die Verhandlungen zusammen.
- 76% der PA-Araber glauben, dass die Gespräche mit Israel über den 29. April hinaus fortgesetzt werden. Dabei sind 55% der Befragten gegen eine Fortsetzung, 42% dafür.
- Mahmud Abbas sagte der Arabischen Liga noch einmal, dass er es ablehnt über eine Anerkennung Israels als jüdischer Staat überhaupt nur zu diskutieren. Israel erfinde ständig neue Bedingungen, um den Frieden zu torpedieren. (Da schließt er wieder von sich auf andere…)

Samstag, 29.03.2014:

Hassan Nasrallah prahlte wieder mit den Waffen der Terrororganisation und ihren militärischen Fähigkeiten. Aber sie wollen angeblich keinen Krieg mit Israel.

Heckmeck:
- 73,9% der PalAraber befinden, dass die Freilassung der vierten. Gruppe der mörderischen Terroristen zentrale Frage für jeglichen zukünftigen Fortschritt bei den Verhandlungen ist.
- PalArabische Quellen behaupten Israel habe angeboten 400 weitere Häftlinge freizulassen, um den Stillstand bei den Gesprächen zu überwinden.
- Das widerspricht einem Bericht der Al-Hayat (London), Kerry habe Abbas gesagt, Netanyahu hätte behauptet seine Regierung würde auseinanderfallen, sollte die vierte Runde der Freilassung stattfinden, da zu dieser Gruppe 14 israelische Araber gehören.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Mauer-Bild

26. März 2014 um 16:12 | Veröffentlicht in Nahost-Konflikt | 4 Kommentare
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MauerGaza

Der Irrsinn endet nie: Scheik Qaradawi beschuldigt Mossad-Agent zu sein

15. Februar 2014 um 12:35 | Veröffentlicht in Araber, Muslime | Hinterlasse einen Kommentar
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Elder of Ziyon, 10. Februar 2014

Einer der interessanteren (und relativ wenig berichteten) Aspekte des ägyptischen Coups von 2013 ist der irrsinnige Hass, den die neue ägyptische Führung für die vorherige und für Islamisten im Allgemeinen empfindet. Liberaler zu sein hat nun überhaupt nichts mit Intelligenz zu tun.

Natürlich bleibt der Weg Mitaraber zu beleidigen, immer derselbe: Beschuldige sie einfach Zionisten zu sein.

Das jüngste Beispiel kommt von Ägyptens Al-Bawabh News, einer Anti-Muslimbruderschaft-Zeitung. Sie beschuldigt Scheik Yussuf Qaradawi – einen der einflussreichsten Kleriker des sunnitischen Islam, dessen wöchentliche Fernsehsendung aus Qatar Dutzende Millionen erreicht und der ausdrücklich die Ermordung israelischer Zivilisten befürwortet – ein Mossad-Agent zu sein!

Qaradawi kommt ursprünglich aus Ägypten, unterstützt die Muslimbruderschaft und ist den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und anderen arabischen Ländern gegenüber sehr kritisch, die die Islamistengruppe nicht unterstützen.

Die Logik hinter dieser brillanten Analyse ist: Qaradawi hat anhand jüngster Berichte, dass Juden den Tempelberg besuchen, das nicht gesondert verurteilt.

Es ist einfach so, dass Qaradawis wöchentliche Sendung in den letzten drei Wochen abgesagt wurde, diese Woche auf den letzten Drücker, was andeutet, dass er krank sein könnte. (Er gab nur zu erkältet zu sein.) Doch der Artikel von Al-Bawabh setzt hier an fortzufahren. Er behauptet, Qaradawi habe Israel dreimal besucht, er spreche Hebräisch und er habe hochrangige Rabbiner getroffen (vor ein paar Jahren begrüßte er eine Delegation der Idioten von Naturei Karta und musste seitdem ständig gegen Gerüchte kämpfen, er sei pro-Israel).

Der Artikel behauptet weiter, Qaradawi sei vom US-Kongress gelobt worden (nach einigen Berichten ist ihm seit 1999 die Einreise in die USA verboten); dazu zitiert er einen ägyptischen Professor, der ihn einen „Prostituierten“ des Westens nennt, außerdem, dass es Fotos von ihm mit dem Oberrabbiner Israels gibt (in Wirklichkeit boykottierte Qaradawi letztes Jahr einen interreligiöse Konferenz, als er feststellte, dass ein liberaler Jude teilnehmen wird) und dass er Juden im Gazastreifen traf.

Hier sieht man eine Grafik von der Homepage derselben Nachrichtenseite, die andeutet, dass die Muslimbruderschaft in Wirklichkeit selbst zionistisch ist.

Liberal, religiös, islamistisch, reformiert, säkular – es gibt immer eine Konstante in der arabischen Welt du die ist, wie sehr sie die Juden und Israel hassen. Öffentlich.

Ermordete christliche Kinder

3. November 2013 um 10:29 | Veröffentlicht in USA | 1 Kommentar
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Der Preis von Obamas Pro-Bruderschaft-Jihad

Raymond Ibrahim, FrontPageMagazin.com, 23. Oktober 2013

Wer verdient mehr Strafe durch die USA? Millionen Ägypter, weil sie die Muslimbruderschaft von der Macht vertrieben haben? Oder die Muslimbruderschaft, weil sie gewohnheitsmäßig Christen terrorisieren und ermorden – mal abgesehen von anderen Verbrechen?

Nach unmissverständlich klarem Handeln der Obama-Administration sind es die Millionen Anti-Bruderschaft-Ägypter, die Strafe verdienen.

Letzten Sonntag wurde die Kirche der Jungfrau Maria in Waraq nahe Kairo während einer Hochzeitsfeier angegriffen; es gab vier Tote und viele Verletzte. Nach angaben von Dr. Hisham Abdul Hamid von der Gerichtsmedizin waren zwei der Ermordeten christliche Kinder – zwei Mädchen; zwei Marias: die zwölfjährige Mary Nabil Fahmy, die fünf Schüsse in die Brust bekam, und die achtjährige Mary Ashraf Masih (das bedeutet „Christus“), die eine Kugel in den Rücken erhielt, die vorne wieder herauskam.

Es sollte beachtet werden, dass diese Szene – angegriffene koptische Kirchen und ermordete Christen, insbesondere an Feiertagen und bei Festen – ein normaler Teil der ägyptischen Landschaft geworden ist (s. Crucified Again: Exposing Islam’s New War on Christians, insbesondere S. 42-43 und 56-62).

Genauso sind die Morde an christlichen Kindern in Ägypten zunehmend üblich. Neben den beiden ermordeten Marias von Sonntag wurde schon im Juli ein weiteres christliches Mädchen, die zehnjährige Jessi Boulos, erschossen, als sie vom Bibelunterricht nach Hause ging.

All diese Angriffe auf Kirchen und die Morde sind ein direktes Nebenprodukt der Hetze der Muslimbruderschaft gegen Ägyptens Christen; sie ist Vergeltung für die Revolution vom 30. Juni, bei der die Bruderschaft von der Macht vertrieben wurde. Weil sie jemanden als Sündenbock brauchten, um Ägypten in Brand zu setzen, dämonisierte die Führung der Bruderschaft – einschließlich des obersten Führers Mohammed Badie, Safwat Hegazi und Al-Jaziras Scheik Yussuf al-Qaradawi – wiederholt die christliche Minderheit des Landes, was zu eine beliebigen Zahl an an den Kopten verübten Gräueltaten führte.

Die meistgelesene ägyptische Zeitung Tahrir News formulierte es heute in ihrer Schlagzeile so: „Das Verbrechen der Bruderschaft in Waraq [dem Ort des Anschlags auf die Kirche vom Sonntag]. Siebzehn ermordete Kopten und 85 verbrannte Kirchen seit Morsis Absetzung… Kopten zahlen den Preis der Revolution vom 30. Juni.“

Jetzt betrachten Sie die Reaktion der Vereinigten Staaten auf den Konflikt zwischen Ägypten und der Muslimbruderschaft im Zusammenhang mit der US-Hilfe. Jahre lang haben Menschenrechtsaktivisten die Obama-Administration angefleht die Hilfe für Ägypten von der Respektierung der Menschenrechte aller Ägypter, einschließlich der christlichen Minderheiten, abhängig zu machen. Ein solcher Schritt würde das Leid der Kopten dramatisch verbessern, da alle potenziellen ägyptischen Regierungen – auch die abgesetzte Muslimbruderschaft – mehr daran interessiert sind Geld zu sichern als Christen zu töten.

Stattdessen war der Ansatz der Obama-Administration 1) die Not der ägyptischen Christen zu ignorieren und 2) bei besonders entsetzlichen Anschlägen (die von den Mainstream-Medien offengelegt wurden) oberflächliche Verurteilungen abzugeben. (Immerhin, wenn die Administration in der Lage war bei den Amerikanern mit ihrem Lippenbekenntnis-Herangehen davonzukommen – mündlich zu verurteilen und zu versprechen die Mörder der mit der Muslimbruderschaft verbundenen Mörder von Amerikanern in Benghazi zu stellen, das dann aber zu ignorieren – dann wird sie sicher nicht zögern, das mit einem fremden Land genauso zu tun.)

Was es angeht, US-Hilfe für Ägypten von der Einhaltung der Menschenrechte abhängig zu machen, so ist das für die Obama-Administration nicht in Betracht gekommen.

Und wenn dann diejenigen, die für die Zerstörung von fast 100 christlichen Kirchen Verantwortlichen (dazu gehört ein beispielloser Anschlag auf die heiligste koptische Kirche als Morsi noch Präsident war) und die Mörder von Kopten und ihren Kindern endlich vom ägyptischen Volk und seinem Militär entmachtet wurde, DANN strich die Obama-Administration Hunderte Millionen Dollar US-Hilfen an Ägypten – womit sie ganz Ägypten dafür bestraft, dass die Muslimbruderschaft von der Macht vertrieben wurde. (In andren Ländern, wie Syrien, unterstützt die Administration die Christen abschlachtenden, mit der Al-Qaida verbandelten Terroristen.)

Wie viel Beweise braucht ein vernünftiger Amerikaner noch um zu wissen, dass der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika mit einem muslimischen Vornamen mit muslimischen Terroristen im Bunde ist?

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (27.10.-02.11.2013)

2. November 2013 um 22:55 | Veröffentlicht in Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 27.10.2013:

Ägypten hat den Übergang Rafah auf unbestimmte Zeit geschlossen.

Bilanz 2013: 26 Raketen wurden von den Terroristen seit Jahresbeginn auf israelisches Territorium geschossen.

Zum 19. Jahrestag seiner Unterzeichnung fordert die größte Oppositionspartei in Jordanien den Friedensvertrag mit Israel aufzukündigen. Außerdem fordern sie die Freilassung eines „Helden“ – eines Mannes, der 7 israelische Schülerinnen hinterhältig erschoss und deswegen eine siebenmal lebenslängliche Haftstrafe verbüßt.

Die PA „bildet“ wieder ihre Kinder per Fernsehen: Der Teufel und die Juden sind im Hass auf den Propheten Mohammed vereint. Und Juden darf nicht getraut werden, weil sie Verträge mit Mohammed brachen. Hm. Beides wohl umgekehrt…

Montag, 28.10.2013:

Die Israelis haben eine Liste der 26 freizulassenden Häftlinge veröffentlicht. Diese Terroristen haben zwischen 1984 und 1994 27 Israelis ermordet.

Nach Angaben der Sicherheitsdienste wehrte Israel einen Cyber-Angriff aus China ab; 140 hochrangige Israelis aus dem Sicherheitsbereich erhielten mit Trojanern infizierte E-Mails, die scheinbar von einer bekannten deutschen Firma kam.

Der PA-„Kulturminister“ verlieh eine Plakette an den ägyptischen Dichter Hesham El-Gakh. Er bekam die Ehrung für ein Gedicht mit folgendem Inhalt: „Unser Feind, Zion, ist Satan mit einem Schwanz.“ Der Frieden kann ausbrechen!

Heckemeck:
- Forderung der PA: Höchstens 1,9% Landtausch, alle „Flüchtlinge“ müssen nach Israel „zurückkehren“. Und alle Häftlinge müssen sowieso freigelassen werden.

Dienstag, 29.10.2013:

Heckmeck:
- Arutz7 berichtet, dass Israel HaYom berichtet, dass es eine tiefe Kluft zwischen den verhandelnden Israelis und PalArabern gibt.

Mittwoch, 30.10.2013:

Der Herr UNO-Generalsekretär muss über die Entscheidung meckern, dass Israel INNERHALB von „Siedlungen“ Wohnungen bauen will.

Und die Jordanier tuten auch in das Horn: Die Entscheidung Israels 1.500 Wohnungen jenseits der „Grünen Linie“ zu bauen, „ist eine direkte Bedrohung des Friedensprozesses“ und „dient lediglich dem Extremismus und der Gewalt“. Zu Judenmord hört man von denen Entsprechendes natürlich nicht.

Der arabische Knesset-Abgeordnete Ibrahim Sarsour sagte, Israel bedrohe die Stabilität und Sicherheit des Nahen Ostens. Es müsse sich entweder den arabischen Forderungen unterwerfen oder verschwinden.

Donnerstag, 31.10.2013:

Die PalAraber begingen den 96. Jahrestag des Balfour-Erklärung (zwei Tage zu früh) mit „Sit-ins“ vor den Büros internationaler Organisationen im Gazastreifen, so dass diese nicht arbeiten konnten. (Warum auch denen, die ohnehin auf ihrer Seite sind und ihnen helfen sollen, arbeiten lassen? Das könnte ja die Lage der Araber verbessern! Nein, da macht man den Helfern lieber Vorwürfe und/oder das Leben schwer!)

Aus Syrien und dem Libanon gibt es Berichte, dass israelische Kampfflugzeuge bei Latakia in Syrien eine Militärbasis angegriffen haben sollen. Später heißt es aus dem Libanon, für den Angriff auf die syrische Luftabwehr sei die Türkei verantwortlich. Das sei Vergeltung für ein abgeschossenes türkisches Flugzeug vor einigen Monaten gewesen.
Al-Arabiya sagt, die israelische Luftwaffe habe in Syrien LKWs mit Luftabwehrraketen angegriffen, die an die Hisbollah geliefert werden sollten.

Heckmeck:
- Die pal-arabischen Unterhändler Saeb Erekat und Mohammed Shtayyeh übergaben Mahmud Abbas ihre Rücktrittsgesuche, nachdem Israel illegale Bauten in „Ost“-Jerusalem abreißen und neue Wohnung für Juden in „Siedlungen“ bauen will.

Freitag, 01.11.2013:

Letzte Woche beschlagnahmte der israelische Zoll im Hafen von Aschdod einen Containter mit mehreren tausend illegalen Waffen. Ein PalAraber aus Hebron sollte ihn erhalten. Er wurde festgenommen.

Heckmeck:
- Saeb Erekat sagt, er habe keinen Rücktritt eingereicht.

Samstag, 02.11.2013:

Die Hamas erklärt die Aktion von gestern – versuchter Mord an israelischen Soldaten, die einen Tunnel sprengten (5 verletzte Soldaten), 4 tote Terroristen – zum Sieg über Israel, mit dem Israel „eine schmerzliche Lektion erteilt“ worden sei.

Heckmeck:
- Am Sonntag (27.10.) ließen PLO-Vertreter ein Positionspapier an die Medien durchsickern, das der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat Justizministerin Tzipi Livni vorlegte und das die Haltung der PLO für eine endgültige Friedensregelung umriss. Kurz gesagt fordert das Papier, dass Israel sich demografisch, demokratisch, militärisch, rechtlich und politisch selbst vernichtet und seine Wasserversorgung abtritt. Sechs Monate nachdem es all das getan hat werden die Palästinenser einwilligen einen Friedensvertrag mit Israel zu unterschreiben.
Das palästinensische Dokument beansprucht nicht nur ganz Judäa und Samaria (außer 1,9 Prozent des Gebiets, das Israel im Tausch gegen Geld und mehr Land innerhalb des souveränen Israel behalten darf) und Ost-, Nord- und Südjerusalem. Es fordert den nördlichen Negev, das Huel-Tal, Latrun und das Elah-Tal. Und es verlangt, dass alles frei von Juden sein soll.
Sie verlangen, dass Israel all seine nach dem internationalen Recht vorhandenen Recht auf Judäa, Samaria und Jerusalem verzichtet, indem es zustimmt, dass diese „besetzt“ sind.
Sie fordern die volle Kontrolle über den Luftraum über Judäa, Samaria, dem Gazastreifen und Jerusalem und über die Gewässer vor der Küste des Gazastreifens. Sie fordern ein Ende der Überflüge der Luftwaffe über diese Gebiete.
Sie fordern die Kontrolle über alle Grundwasserschichten und über das elektromagnetische Spektrum.
Darüber hinaus fordern die Palästinenser, dass Israel 5 Millionen im Ausland geborenen Arabern das Recht einzuräumen, frei in sein verbleibendes Territorium einzuwandern.
Sie lehnen es ab Israels Existenzrecht anzuerkennen und behaupten sie hätten Souveränitätsrechte über ganz Israel.
Das palästinensische Dokument offenbart, dass es keine wie auch immer geartete Chance gibt, dass die aktuellen Verhandlungen zu Frieden führen werdne. PLO-Chef Mahmud Abbas und seine Kumpane wollen keinen Frieden. Sie wollen Israel vernichten.
- Der PA-Botschafter bei der UNO schrieb in einem Brief an Generalsekretär Ban Ki-moon, Israel habe ständig (z.B. durch die Ankündigung neuer „Siedlungen“) bewiesen, dass es an Frieden nicht interessiert sei. (Ich wüsste gerne mal, welche diese „neuen Siedlungen“ sein sollen.)

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2013“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

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