Der UNO-Menschenrechtsrat in Aktion

11. April 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in UNO | 1 Kommentar
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Antisemitismus und Antiisraelismus in Australien

7. April 2014 um 13:30 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost | Hinterlasse einen Kommentar
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Manfred Gerstenfeld interviewt Jeremy Jones (direkt vom Autor)

Die beste Schätzung der Zahl in Australien lebender Juden liegt bei 120.000. Es gibt viele weitere mit einem oder mehr jüdischen Großelternteilen. Rund 50.000 Juden leben in Melbourne, 45.000 in Sydney und jeweils zwischen 7.000 und 10.000 in Perth und in Brisbane und der Goldküste. Es gibt kleinere Gemeinden in anderen Landeshauptstädten und regional wichtigen Städten.

Jeremy Jones AM ist Direktor des International and Community Affairs des Australia/Israel & Jewish Affairs Council sowie Ehrenmitglied auf Lebenszeit und ehemaliger Präsident des Executive Council of Australian Jewry.

JeremyJones

Jeremy Jones

Es sollte betont werden, dass stereotype Bilder von Juden keine prominente Stellung haben. Im Allgemeinen werden Juden nicht als anders als Australier anderer Religionen oder Kulturen angesehen. Antisemitische Vorfälle haben aber Einfluss auf das persönliche oder gemeinschaftliche Sicherheitsgefühl. Das verdient, dass damit ernsthaft umgegangen wird. Es gibt jedoch wenig Belege, die die Ansicht unterstützen, dass Australien für Juden unsicher ist.

Antisemitismus hat in Australien verschiedene Ausdrucksformen und entstammt unterschiedlichen Quellen. Bei einigen rechten, rassistischen Gruppen gehört Antisemitismus zu ihren Vorurteilen. Mehrere politische Gruppen nutzen Antisemitismus zynisch, um ihre Agenden voranzubringen. Verschiedene Einzelpersonen glauben, dass ihre Religion Antisemitismus rechtfertigt oder gar gebietet und eine Vielzahl Fanatiker propagieren antijüdische Stereotype.

Einige kleine, aber auffallende Gruppen werben für Holocaust-Leugnung. Eine davon ist das Adelaide Institute, das inzwischen hauptsächlich im Internet vertreten ist. Eine weitere ist die rassistische Australian Leage of Rights. Es gibt auch eine kleine Zahl christlicher oder quasi-christlicher Pfarrer, die Ersetzungstheologie oder andere antijüdische Botschaften predigen. Unter muslimischen Gebetsleitern, die behaupten, dass das Judentum existenziell gegen den Islam opponiert, ist der berüchtigste der ehemalige Mufti von Australien, Scheik Tajeddine al-Hailaly.

Fälle von Gewalt gibt es ebenfalls zu wenige, um daraus umfassende Schlüsse zu ihrer Motivation zu ziehen. Jedes Jahr erhalten jüdische Organisationen eine Hand voll Berichte zu physischen Angriffen auf Juden. Auf zur Synagoge gehende Juden sind Gegenstände geworfen worden, hauptsächlich von jungen Männern. Es hat eine Reihe Vorfälle gegeben, die sich gegen Gebäude richteten, so in Synagogen gelegte Feuer, durch Fenster oder Türen jüdischer Institutionen geworfene Steine und anderer geringfügiger Vandalismus. Im Internet gibt es viele antisemitische Kommentare, sporadisch auch andernorts.

Antiisraelismus ist bei rechtsradikalen Neonazis präsent, in den kleinen linksextremen politischen Parteien, beträchtlichen Bereichen der Grünen Partei, eingegraben in Teilen der (sozialdemokratischen) Australian Labor Party und einer relativ kleinen „arabistischen“ Gruppe innerhalb der regierenden Koalition aus Liberaler und Nationaler Partei. Er ist allerdings in der Linksaußen stehenden akademischen Welt und einigen euorpaorientierten Mittelinks-Kommentatoren der Medien weit verbreitet.

Man findet ihn auch in Kirchengruppen, die von der Propaganda des Ökumenischen Rats der Kirchen (Weltkirchenrat) beeinflusst werden und einigen religiös mit den Kirchen des Nahen Ostens Verbundenen sowie bei politischen arabischen und muslimischen Gruppen. Zu den Erscheinungsformen gehören wiederkehrende verdrehte und verzerrte Berichte in den Mainstream-Medien, gelegentliche Reden im Parlament und Veranstaltungen, auf denen Redner Israel diffamieren. Wenn Antiisraelismus in Sprache verpackt ist, die negatives Verhalten von Israels dem Judentum allgemein zuschreibt, wird das als Antisemitismus betrachtet. Werden Juden oder Israel als symbolische Darstellung des Judentums mit Nazis verglichen, wird das in Analysen als antijüdische Rhetorik begriffen.

In den meisten großen Städten gibt es Gruppen, die aktiv für den Boykott Israels und von Israelis eintreten. Kundgebungen und Demonstrationen gegen Israel finden in Zeiten von Spannungen im Nahen Osten oder an Tagen statt, die für antiisraelische Gruppen von Bedeutung sind. Es gibt regelmäßige, organisierte Lobbyarbeit bei Politikern, Touren antiisraelischer Redner und organisierte Besuche des Nahen Ostens, die angelegt sind antiisraelische Anschauungen zu verstärken.

Die Auswirkungen dieser Aktivitäten erscheinen gering. Demonstrationen vor Max Brenner Chocolate-Cafés, einem beliebten Ort für antiisraelische Kundgebungen, haben keinen negativen Einfluss auf das Geschäft. Proteste gegen auftretende israelische Unterhaltungskünstler haben anscheinend den Besuch ihrer Veranstaltungen nicht beeinflusst und antiisraelische Aktivitäten von Akademikern sind Sprungbrett für wichtigere proisraelische Reaktionen gewesen, so für formelle Abkommen zwischen australischen und israelischen akademischen Institutionen.

Die muslimische Gemeinschaft zählt rund 500.000 Personen, die aus vielen Ländern stammen. Türken, Indonesier und Libanesen sind die zahlenstärksten Gruppen. Es gibt viele unterschiedliche Arten muslimischer Bräuche und Menschen mit enorm unterschiedlichem Stand an Bildung, Erfolg und Integration in den verschiedenen Gemeinschaften. Einige muslimische Gruppen sowie Einzelpersonen unterstützen Antiisraelismus. Es gibt überzeugte Hardcore-Unterstützer antijüdischer und Antiisrael-Gruppen, darunter Hisb-ut-Tahrir, Hamas und Hisbollah. Gelegentlich sind in islamischen Buchläden antijüdische Bücher verfügbar und antijüdische Redner sind auf Vortragsreisen zu Gast gewesen.

Allerdings opponieren mehrere prominente muslimische Persönlichkeiten aktiv gegen Antisemitismus und bemühen sich um ausgewogene Information zu Israel. Ein wichtiger Aspekt besteht darin, dass die [gegenüber den Juden] viel größere zahlenmäßige Stärke der muslimischen Gemeinschaft von antiisraelischen Politikern für die Behauptung benutzt wird, die politischen Parteien und Australien sollten antiisraelische Politik einführen.

Es hat beständige parteiübergreifende Verurteilungen von Antisemitismus und einseitig antiisraelischen Aktivitäten wie Boykotten gegeben. Israels Unabhängigkeitstag wird vom Staat und nationalen politischen Führungspersönlichkeiten gewürdigt. Philosemitismus ist in Australien wahrscheinlich bedeutender als Antisemitismus, sowohl in der Geschichte als auch gegenwärtig. Die jüdische Gemeinschaft bekämpft Antisemitismus und Antiisraelismus auf viele Weisen aktiv.

Dr. Manfred Gerstenfeld ist Mitglied des Aufsichtsrats des
Jerusalem Center of Public Affairs, dessen Vorsitzender er 12 Jahre lang war.

Ein Antisemitismus Namens Dialog

5. April 2014 um 17:00 | Veröffentlicht in Deutschland, die Welt+Nahost | Hinterlasse einen Kommentar
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Stefan Göpke (direkt vom Autor)

Vor einigen Tagen bin ich durch Zufall auf die facebook-Gruppe „Dialog Israel-Palästina“ gestoßen. Ich habe es für einen interessanten Ansatz gehalten, da in der Gruppenbeschreibung explizit zu konstruktiven Ansätzen aufgerufen wurde. Doch schnell machte sich Ernüchterung breit. Auf konstruktive Ansätze wurde lediglich mit allem gefeuert, was der antisemitische Phrasen-Bausteinkasten hergibt. Selbst die einfachsten Fragen konstruktiver Art wollte oder konnte der arabische Admin nicht beantworten. Hätte man doch erwartet, dass er an einem Dialog interessiert sein könnte, statt seine israelfeindlichen Plattitüden abzusondern. Begleitet wurde sein Ausweichen von einem Israelfreund der besonderen Art, der permanent vor der Beantwortung meiner Fragen warnte, da diese eine Falle wären und einem Dialog zerstören würden.

Der Grundtenor dieser Gruppe ist zwischen zwei Positionen zu suchen: Einerseits die Anklagen gegen „Verbrechen Israels“. Zum Ausgleich die Aufforderung, dass Israel seine Verbrechen bekennen möge, quasi als ersten Schritt zur Besserung, der Grundlage für einen Frieden.

Die dreistesten antisemitischen Propagandalügen werden in der Gruppe geduldet. Meine Darlegung, dass SodaStream im Endeffekt ein zukunftsträchtiges Friedensprojekt sei, wurde jedoch ohne Argumente als zionistische Propaganda gebrandmarkt. Soweit zum Thema konstruktiver Dialog.

Auf meine Nachfragen erklärte mir ein anderer Admin, der sich als Dialog-Förderer sah, dass er nicht wissen könne, ob die von mir bemängelten Hetzbeiträge nun Lügen seien oder die Wahrheit. Auch ich könne das nicht wissen. Außerdem sei es ja nur Kritik an einem Staat. Und diese sei ja schließlich legitim. Ich erklärte ihm, dass es vielleicht nicht justiziabel sei, Lügen über Israel zu verbreiten. Unmoralisch und verantwortungslos ist es in jedem Fall. Ich versuchte ihm nahe zu bringen, dass mit dieser miesen Hass-Propaganda Menschen zum Mord an Israelis bzw. Juden aufgestachelt werden. Dies schien dem selbstgerechten Dialog-Förderer aber nicht zu stören. Sein Credo: Niemand kann wissen, was die Wahrheit sei. Und alle extremen Positionen hätten ihr direktes Gegenstück. Wenn es Araber gäbe, die die Auslöschung Israels und der Juden forderten, so steht für ihn fest, dass es eben auch Massen von Israelis geben müsse, die die Auslöschung der arabischen Welt forderten. Anders geht es nicht. Außerdem müsse jeder einen Lösungsansatz bei sich selber suchen. Das meinte er auf die Frage nach Vernichtungsdrohungen gegen Israel. Natürlich sieht er die Israelis in der Pflicht, diesbezüglich Lösungsansätze zu finden. Wen sonst?

Zeit für ein Gedankenexperiment, dachte ich. Ich fragte ihn, welchen Lösungsansatz er denn hätte, wenn ihn jemand des Besitzes von Kinderpornografie beschuldigen würde. Er empörte sich, dass dies nicht der Wahrheit entspräche. Das könne er mit Sicherheit sagen. Das könne ich nicht beurteilen, erwiderte ich. Mir ginge es gemäß seinem Credo um seinen Lösungsansatz bezüglich seiner Person.

Ob denn – die Frage nach der Wahrheit außer Acht gelassen – Kritik an seiner vermeintlichen Kinderpornosammlung legitim sei, beantwortete er mit dem hysterischen Hinweis, dass er mich anzeigen wolle. Er wisse schließlich, dass er keine Kinderpornos besitze. Eine solche Ehrverletzung müsse er sich nicht gefallen lassen. Ich betonte, dass ich nach seiner Maxime nur wissen wolle, welchen Lösungsansatz er für sich sehen würde, da die Wahrheit in seinen Vorstellungen ja keine Rolle spiele. Er wird dünnhäutig, wenn es um seine Person geht.

Zeit für die nächste Stufe. Ich bat ihn, mein Gedankenexperiment fortzusetzen. Er möge sich vorstellen, dass ein Nazi-Lynchmob ein Exempel an einem Pädophilen statuieren wolle. Nazis spielen sich ja gerne mal als Beschützer der Kinder auf. Was wäre, wenn man diesen mordlustigen Barbaren das Gerücht um eine Kinderporno-Sammlung in seinem Besitz antragen würde? Wäre das legitim? Er tobte und ließ seinem Tasten-Tourette freien Lauf. Es ginge schließlich um eine konkrete Person und mögliche Folgen für diese.

Aha. So fragte ich nochmal, warum es denn nach seinen Wertvorstellungen nicht moralisch wäre, wenn Lügen über ihn (also eine konkrete Person) verbreitet werden würden, wodurch er (also eine konkrete Person) ggf. sogar um sein Leben fürchten müsse. Denn andererseits hat er keine Probleme damit, Lügen über Israel zu dulden. Wohl wissend, dass mit dieser Hass-Propaganda andere Menschen zum wahllosen Mord an Israelis oder Juden allgemein angestachelt werden. Seine Antwort war einfach: Er sperrte mich für die Gruppe.

Somit bestätigte er, dass er keine Antworten und keine Moral hat. Sein Problem wäre, dass in meinem Gedankenexperiment nicht immer 100% klar gewesen sei, dass es sich bei der Kinderporno-Sammlung um eine Hypothese handele. Der Mann hat plötzlich Probleme. Probleme, die er jedoch nicht hat, wenn es um Lügen über Israel geht. Das wäre ja legitime Kritik, da es nur um ein Land ginge.

Es hat natürlich nichts mit Antisemitismus zu tun, wenn er großzügig den Bewohnen Israels und den Juden tausendfach das zumutet, was ihn sich in einem Gedankenexperiment die Hose füllen lässt, wenn es um die eigene Person geht.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (23.-29.03.2014)

29. März 2014 um 22:45 | Veröffentlicht in EU-Europa, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO, USA | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 23.03.2014:

Mehrere Zehntausend Gaza-Araber versammelten sich in Gaza, um des toten Hamas-Gründers Ahmed Yassin zu gedenken, den Israel 2004 eliminierte. (Yassin beaufsichtigte 425 Terroranschläge, bei denen 377 Israelis ermordet und 2.076 verletzt wurden.)

Hamas-Führer Ismail Haniyeh droht Israel, es würde einen hohen Preis für weitere „Aggressionen“ (sprich: Verteidigung gegen Terror) zahlen.

Die Außenminister der Arabischen Liga trafen sich in Kuwait; sie forderten die arabischen Staaten auf den Palästinensern $100 Millionen monatliche Finanzhilfen zur Verfügung zu stellen und lehnten die Anerkennung Israels als jüdischer Staat ab.

Das Gaza NGO Safety Office (GANSO) versucht die auf Israel geschossenen Raketen zu zählen, ist aber anscheinend nicht so ganz erfolgreich. Dennoch sind die Zahlen interessant. In den zwei Wochen vom 6. bis 19. März sollen es 61 Raketen und 14 Mörsergranaten sein. Von den 61 Raketen fielen 23 noch im Gazastreifen oder explodierten auf der Abschussrampe. Das ist eine Fehlerquote von 38%. Dabei starben mindestens 6 Personen (4 davon Terroristen, 1 ein zweijähriges Kind).

Montag, 24.03.2014:

Der Hamas-Innenminister gab zu, dass die Terrorbande die anderen Terrorbanden im Gazastreifen in ihrem terroristischen Tun unterstützt.

Umfragen in Israel zeigen, dass die Israelis nicht für einen Abzug aus Judäa und Samaria sind. Abbas‘ können sie nicht als Friedenspartner sehen.

Die PA finanziert weiter Terroristen und ermutigt zu Terrorismus. Rami Hamdallah wies $74 Millionen aus dem PA-Haushalt den Familien von „Märtyrern“ zu. (Die PA ist praktisch pleite, aber dafür haben sie Geld!)

Ein Abbas-Handlanger behauptete mal wieder Israel behandle seine arabischen Staatsbürger als „Bürger dritter Klasse“; so werde es keinen Frieden geben.

Ein Hamas-„Parlamentarier“: Wir müssen Juden massakrieren und den Rest dazu bringen die Jizya zu zahlen.

Heckmeck:
- Der EU-Botschafter hat vorgeschlagen, dass die EU Palästinenser bezahlt, die das „Rückkehrrecht“ der „Flüchtlinge“ „aufgeben“. Bei einem Friedenshandel würde die EU so „Palästina“ „stabilisieren“ und verhindern, dass es als „failed state“ Israel mit Raketen beschießt. (Die EU hat immer noch nicht begriffen, worum es im Nahost-Konflikt geht und wer die „Palästinenser“ sind…)
- Eine Umfrage stellte fest, dass 65% der „Palästinenser“ bereit sind die „Friedensgespräche“ fortzusetzen, sollten weitere Terroristen über die vereinbarten 104 hinaus freigelassen werden.
- Obamas Regierung befürchtet einen Zusammenbruch der „Friedensgespräche“. So weit richtig. Die Schlussfolgerung ist falsch: Israel soll unter Druck gesetzt werden wieder neue Zugeständnisse z.B. in Form der Freilassung weiterer Terroristen zu machen, statt die PA unter Druck zu setzen endlich ihren Friedenswillen zu beweisen.

Dienstag, 25.03.2014:

Hamas-Premier Haniyeh forderte bei einer Demonstration in Gaza Israels Vernichtung und „Trefft, trefft Tel Aviv!“.

Mahmud Abbas hat keinen Bock Israel anzuerkennen; stattdessen tönt er, Israel wolle den Tempelberg zwischen Muslimen und Juden aufteilen, wie derzeit die Patriarchenhöhle in Hebron geteilt wird.

Navi Pillay, UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, legte wieder los: Die Raketen der Hamas seien zwar zu verurteilen, aber Israels Reaktion darauf sowieso übertrieben und die Blockade des Gazastreifens muss aufgehoben werden. Außerdem ist der Siedlungsbau die schlimmste Menschenrechtsverletzung überhaupt, er beraubt die Palästinenser aller grundlegenden sozialen, kulturellen, bürgerlichen und politischen Rechte. Und die Gewalttätigkeit der Siedler geht nun schonmal gar nicht.

Eine aktuelle Umfrage unter den „Palästinensern“ zeigt, dass sie zu mehr als drei Vierteln glauben Mahmud Abbas blufft, was die Zurückweisung des Kerry-Rahmenplans angeht, sich aber wünschen, dass er ihn tatsächlich ablehnt.

Heckmeck:
- Hamas-Scheik Hassan Yussef (aus der „Westbank“) sagt, die Hamas würde eine Vereinbarung mit Israel unterstützen, sollte sie in einem Volksentscheid bestätigt werden. (Er macht das im vollen Bewusstsein, dass die „Palästinenser“ einem Vertrag nie zustimmen werden, nie aushandeln werden, den Israel akzeptieren kann und der nicht darauf ausgerichtet ist Israel zu vernichten – was ja Abbas auch so hält. Bei uns werden sie aber wieder zu blöde sein, das auch nur für möglich zu halten.)
- Mahmud Abbas trifft Mittwoch mal wieder auf John Kerry. Dem wird er – hat er betont – erneut sagen, dass ein „jüdischer Staat“ schlichtweg nicht zur Debatte steht.

Mittwoch, 26.03.2014:

Heuchelei pur: Die USA fordern von Israel, dass es verurteilte terroristische Mörder freilässt. Allerdings keine, die Amerikaner ermordeten, sondern nur solche, die Israelis abschlachteten!

Heckmeck:
- Der PA-„Außenminister“ Al-Maliki ließ auf dem Gipfel der Arabischen Liga wissen, dass ein Abkommen zwischen Israel und den Terroristen nicht bindend sein würde. Frieden!

Donnerstag, 27.03.2014:

Ein hochrangiger Fatah-Vertreter forderte in einer im Fernsehen übertragenen Rede die „Wiederaufnahme“ des Terrors gegen Israelis.

Freitag, 28.03.2014:

Arbeitsunfall? Ein 20-jähriger Jihadist der Hamas starb im Gazastreifen beim Reinigen seiner Waffe.

Zwei offizielle PA-Vertreter gaben ein religiöses Gutachten ab: Juden ist es verboten am Kotel (Westmauer, „Klagemauer“) zu beten, weil diese integraler Bestandteil des Al-Aqsa-Geländes ist und daher alleine den Muslimen gehört.

Der vierte Trupp erzterroristischer arabischer Mörder wird von Israel (jedenfalls vorerst) nicht freigelassen, weil Abbas die Friedensgespräche scheitern lässt und einer Verlängerung nicht zustimmt. Die Entscheidung wurde getroffen, nachdem Saeb Erekat zugab, dass die PA nur mit den Gesprächen weiter macht, um diese Terroristen freizubekommen.
Die Terror-PA schäumt – das zeige, dass Israel es mit Frieden nicht ernst meint, sich an Abmachungen nicht hält und dafür zahlen wird.

Heckmeck:
- Trotz der lauten und drohenden Äußerungen der Terror-PA lassen Kerry und sein Außenministerium wissen, dass die Gespräche überhaupt noch nicht gescheitert seien.
- Leicht anders Robert Serry von der UNO: Wenn es keine Lösung gibt (sprich: Israel die Mörder doch noch freilässt), brechen die Verhandlungen zusammen.
- 76% der PA-Araber glauben, dass die Gespräche mit Israel über den 29. April hinaus fortgesetzt werden. Dabei sind 55% der Befragten gegen eine Fortsetzung, 42% dafür.
- Mahmud Abbas sagte der Arabischen Liga noch einmal, dass er es ablehnt über eine Anerkennung Israels als jüdischer Staat überhaupt nur zu diskutieren. Israel erfinde ständig neue Bedingungen, um den Frieden zu torpedieren. (Da schließt er wieder von sich auf andere…)

Samstag, 29.03.2014:

Hassan Nasrallah prahlte wieder mit den Waffen der Terrororganisation und ihren militärischen Fähigkeiten. Aber sie wollen angeblich keinen Krieg mit Israel.

Heckmeck:
- 73,9% der PalAraber befinden, dass die Freilassung der vierten. Gruppe der mörderischen Terroristen zentrale Frage für jeglichen zukünftigen Fortschritt bei den Verhandlungen ist.
- PalArabische Quellen behaupten Israel habe angeboten 400 weitere Häftlinge freizulassen, um den Stillstand bei den Gesprächen zu überwinden.
- Das widerspricht einem Bericht der Al-Hayat (London), Kerry habe Abbas gesagt, Netanyahu hätte behauptet seine Regierung würde auseinanderfallen, sollte die vierte Runde der Freilassung stattfinden, da zu dieser Gruppe 14 israelische Araber gehören.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Das übliche zweierlei Maß beweist…

22. März 2014 um 20:06 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Europa+Nahost | 1 Kommentar
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Harzony-to-inciters

Offener Brief eines irakischen Juden an die Presbyterianische Kirche USA

21. März 2014 um 13:57 | Veröffentlicht in Christen+Kirchen, die Welt+Nahost | 2 Kommentare
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Joe Samuels, Times of Israel blogs, 12. März 2014

Einige Ihrer Mitglieder haben unter dem Banner der Menschenrechte ein einziges Land dämonisiert. Nach ihren Angaben ist das einzige Land, das den Nahen Osten destabilisiert und der arabischen Welt viel Schmerz und Leid verschafft, nicht der Iran, Syrien oder der Libanon. Es ist Israel.

Sie glauben, die Wurzel des Problems ist der Zionismus und die Rückkehr der Juden nach Israel.

Ihre Gruppe hat gerade ein Büchlein mit dem Titel „Zionism Unsettled“ [Zionismus entsiedelt] veröffentlicht. Das Büchlein behauptet, ohne die zionistische Bewegung, die Israel gründete, würden die Juden aus arabischen Ländern immer noch in Frieden und Harmonie in den arabischen Staaten leben. Ich zitiere aus Seite 48 von „Zionism Unsettled“:

Die Juden des Nahen Ostens – sie werden auch Miszrahi-Juden genannt – teilen eine Geschichte weithin harmonischer Integration und kulturellen Anpassung in ihren Gastgeberländern. Leider wurde dieses Modell der Koexistenz durch das regionale Eindringen des Zionismus mit Beginn des späten 19. Jahrhunderts destabilisiert.

Mein arabischer Name lautet Yussuf. Ich wurde im Dezember 1930 im jüdischen Viertel der Altstadt von Bagdad geboren, das man als „Taht El-Takia“ kennt. Ich bin jetzt 83 Jahre alt. Meine Muttersprache ist Arabisch und ich bin einer dieser Juden, die in der arabisch-islamischen Kultur des Irak integriert war.

Hier sind ein paar Beispiele dafür, wie wir arabischen Juden in Harmonie mit unseren Gastgebern lebten: Ich überlebte den Farhud von 1941 – ein gewalttätiges „Progrom“, als irakische Muslime, aufgehetzt von Nazi-Deutschland, auf die Straße gingen, das jüdische Viertel zerstörten und 180 jüdische Männer, Frauen und Kinder töteten. Ich war 11 Jahre alt. Googeln Sie Farhud oder lesen Sie Edwin Blacks Buch „The Farhud“. Die Ursache des Farhud war nicht der Zionismus. Der Farhud war ein rein antisemitischer Akt. Im Alter von 14 wurde ich von zwei muslimischen Jugendlichen mit einem Messer gejagt, weil ich sie davon abhielt die Teenager-Tochter meiner Nachbarn am hellichten Tag belästigten. Als ich 18 Jahre alt war, nach dem Abschluss der Al-A’Adadiah-Oberschule, wurde mir ein Ausreisevisum zum Verlassen des Irak für ein Studium in den USA verweigert, weil ich Jude war. Meine Geschichte ist nicht einzigartig. Ich bin einer von 150.000 irakischen Juden, die diskriminiert, unterdrückt und gezwungen wurden vor religiöser Verfolgung zu fliehen – wegen meines Glaubens.

Im Mai 1948, nach dem fehl geschlagenen Versuch Israel in seinem Kampf um Unabhängigkeit zu vernichten, wandte sich die irakische Regierung gegen ihre jüdischen Bürger, deren Vorfahren kontinuierlich seit 2.500 Jahren dort gewesen waren. Verhaftungen, Folter, Freiheitsentzug und Aufhängen von Juden ließ jedes jüdische Herz vor Angst beben. Es war die Angst um mein Leben, die mich den Versuch unternehmen ließ mich im Dezember 1949 aus dem Irak schmuggeln zu lassen. Ich wurde durch den Iran geschmuggelt und fand in Israel zum ersten Mal meine Freiheit. 1941, während des Farhud gab es nichts, wohin man fliehen konnte. Gott sei Dank gab es Israel, das uns aufnahm. Ich begann dort mein Leben, wie viele Juden aus muslimischen Ländern, als enteigneter, heimatloser, mittelloser Flüchtling.

Ihre Kommentare, das „die in arabischen Ländern lebenden Juden harmonisch integriert und in Koexistenz in ihren Gastgeberländern lebten und wegen des Zionismus im 19. Jahrhundert destabilisiert wurden“ ist völlig irreführend und falsch. Erst einmal gab es nie eine kontinuierliche friedliche Koexistenz zwischen Muslimen und Juden. Es gab Tausende Jahre Juden in arabischen Ländern, aber wir lebten als Dhimmi-Bürger zweiter Klasse. Wir mussten regelmäßig Bestechungsgelder zahlen und uns ohne Gerechtigkeit zu suchen malträtieren lassen. Wenn z.B. ein jüdisches Mädchen vergewaltigt wurde, wenn ein muslimischer Kunde meinem Vater die gekaufte Ware nicht bezahlte oder wenn ein Muslim einen Juden ermordete, dann hätten wir es nicht gewagt Gerechtigkeit zu suchen, aus Angst vor Vergeltung.

Von den 850.000 Juden, die einst arabische Länder bewohnten und entweder vertrieben wurden oder flüchteten, darunter auch ich und meine Familie, lebt keiner in Flüchtlingslagern. Wir haben uns überall in der Welt, in vielen Ländern als angesehene Bürger niedergelassen. Meine Familie ist dankbar Bürger der Vereinigten Staaten zu sein. Wir sind glücklich aus dem Irak entkommen zu sein und niemand von uns teilt Ihre Traurigkeit oder hat die Nostalgie zurückzugehen und als unterdrückte Bürger zweiter Klasse in einem muslimischen Land zu leben.

Von den 600.000 Juden, die aus den arabischen Ländern nach Israel gingen, lebt niemand in einem Flüchtlingslager. Eine ähnliche Zahl palästinensischer Flüchtlinge aus dem Krieg, den ihre Führer begannen, leben nach 66 Jahren immer noch in Flüchtlingslagern in arabischen Ländern.

Stellen Sie sich vor, die irakische Regierung verspräche meiner Familie das konfiszierte Haus im Distrikt Al-Alwiya zurückzugeben. Stellen Sie sich vor, sie versprechen das Importgeschäft meines Vaters zurückzugeben. Stellen Sie sich vor, ich brächte meine Frau, meine drei Kinder (zwei mit Doktortitel, einer Arzt) und fünf Enkel nach Bagdad. Wie verrückt wäre ich? Als amerikanische Juden und Zionisten – wie lange, glauben Sie, würde es dauern, bis wir umgebracht werden?

Ihre Veröffentlichung „Zionism Unsettled“, die für Boykott, De-Investition und Sanktionen (BDS) Israels wirbt, lehnt die Existenz eines jüdischen Staates ab. Das ist kein Angriff auf israelische Politik, sondern auf die pure Vorstellung, dass Juden selbstbestimmt sind und einen eigenen Staat und Zuhause haben. Zu behaupten, dass es in Ihrer Veröffentlichung um Besatzung geht, zu behaupten, dass es darin um Frieden geht, zu behaupten, dass es darin um Menschenrechtsmissbräuche geht, zu behaupten, dass es darin um etwas anderes als niederträchtigen, gehässigen, antisemitischen Judenhass geht, ist eine Lüge.

Sollte es für Sie als christliche Kirche nicht Priorität haben für Ihre christlichen Geschwister einzutreten? Wo ist Ihre Veröffentlichung von „Islam Unsettled und der Umgang mit Christen in der muslimischen Welt“? Fünfzig koptische Kirchen wurden an einem einzigen Tag niedergebrannt, als Morsi in Ägypten herrschte. Eine Million irakischer Christen lebt in Flüchtlingslagern in Jordanien. Was ist mit den Christen in Syrien unter den Rebellen oder Christen im Gazastreifen? Bethlehem hatte eine christliche Mehrheit; heute hat es eine muslimische Mehrheit. Der Libanon war das einzige arabische Land mit einer Mehrheit an Christen. Heute leben die libanesischen Christen als Minderheit und wagen es nicht die Hisbollah zu entwaffnen, die extremistische Gruppe, die den Libanon beherrscht.

Reverend Chris Leighton, der geschäftsführende Direkter des Institute for Christian & Jewish Studies, der Ihrer Veröffentlichung heftig ablehnte, fasst seinen Widerspruch in einem offenen Brief an die Kirche zusammen. Er schrieb: „Nahezulegen, dass das die jüdische Sehnsucht nach einem eigenen Heimatland – ein Sehnen, das wir Presbyterianer für zahlreiche andere Nationen unterstützt haben – irgendwie theologisch und moralisch abstoßen ist, bedeutet Juden ihre eigene Identität als Volk zu verweigern.“

Es gibt 22 arabische Staaten. Es gibt Platz für einen dreiundzwanzigsten. Doch es gibt keinen Platz für einen jüdischen Staat von der Größe New Jerseys? Schande über Sie.

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