Antijüdische Demonstrationen

19. Juli 2014 um 16:30 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Europa+Nahost, Karika-Tour | Hinterlasse einen Kommentar
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DryBones, 16. Juli 2014

Wie europäische Organisationen Schlüsseldaten zum Antisemitismus unterdrücken

14. Juli 2014 um 13:04 | Veröffentlicht in EU-Europa | 1 Kommentar
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Manfred Gerstenfeld interviewt Amy Elman (direkt vom Autor).

Seit dem Jahr 2000 hat in vielen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union die Zahl der antisemitischen Vorfälle beträchtlich zugenommen. Sie wurden von der zweiten palästinensischen Intifada, der antiisraelischen Hetze, der Welt-Antirassismuskonferenz 2001 in Durban und dem 9/11 angeheizt. Offizielle europäische Gremien gaben den Einfluss dieses „neuen“ Antisemitismus nur sehr zögernd zu; die Offenlegung der Urheber erfolgte nur langsam und oft verzerrt.

Das European Monitoring Center for Racism and Xenophobia (EUMC – Europäisches Beobachtungszentrum für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit) wurde offiziell 1997 durch einen europäischen Regulierungsrat eingerichtet. Seine Gründung fiel mit dem Jahr gegen Rassismus 1997 zusammen, eine Nebenerscheinung der Kommission zu Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (die Kahn-Kommission) von 1994/95. 2002 begann das EUMC eine Studie zu Antisemitismus. Wie damit umgegangen wurde, führte zu einem internationalen Skandal.

R. Amy Elman

R. Amy Elman

R. Amy Elman ist Weber-Professorin für Sozialwissenschaften am Kalamazoo College in Michigan. Ihr bald erscheinendes Buch The European Union, Anti-Semitism and the Politics of Denial (Die Europäische Union, Antisemitismus und die Politik des Leugnens) erkundet die Bemühungen der EU zur Bekämpfung von Antisemitismus und deren Folgen.1

Das EUMC forderte von seinen nationalen Fokus-Punkten (d.h. Kontakten) in allen der damals 15 EU-Mitgliedsstaaten, dass sie vom 15. Mai bis 15. Juni 2002 antisemitische Gewalt und Ansichten beobachten und darüber berichten sollten. Es fragte außerdem nach Beispielen der besten Praktiken zur Verhinderung und Reduzierung von Antisemitismus, die von den Staaten umgesetzt wurden. Nach der Sammlung all dieser Informationen beauftragte das EUMC das ZfA (Zentrum für Antisemitismusforschung) an der Technischen Universität in Berlin mit der Analyse der Ergebnisse.

Das ZfA schloss sein Dokument im Oktober 2003 ab. Es stellte fest, dass gewalttätige Angriffe gegen Juden oft aus virulentem Antizionismus aus dem gesamten politischen Spektrum entstehen. Zudem ermittelte es besonders junge Muslime arabischer Herkunft als die Haupttäter physischer Angriffe auf Juden und für die Schändung und Beschädigung von Synagogen. Viele waren selbst Opfer von Rassismus und sozialer Ausgrenzung.

Das EUMC veröffentlichte die Studie nicht, sondern bestand darauf, dass der in der ZfA-Untersuchung abgedeckte Zeitraum von einem Monat zu kurz war. Es behauptete außerdem, dass der Bericht niemals zur Veröffentlichung vorgesehen gewesen sei. Die Forscher des ZfA kommentierten, dass ihre Konzentration auf muslimische Täter von antisemitischen und antizionistischen Angriffen das EUMC irritierte. Sie erklärten, diese EU-Organisation hätte sie wiederholt aufgefordert ihre „polarisierenden“ Erkenntnisse abzuändern. Nachdem die Forscher diesen Revisionismus ablehnten, legte das EUMC ihren Bericht im November 2003 ad acta.

Das ZfA legten offen, dass das EUMC den Bericht unterdrückte, was zu einem Skandal führte, mit dem die EU-Organisation nach Angaben des Direktors des Zentrums ihre „größte Herausforderung“ gestellt bekam. Das ZfA litt ebenfalls, da das EUMC seine Forschungsarbeit – für die das EUMC selbst die Parameter erstellt hatte – als „methodisch unsolide“ charakterisierte.

Im November 2003 führte ein Artikel der Financial Times zur Unterdrückung des Berichts durch die EUMC zu einem öffentlichen Aufschrei. Mehrere europäische Parlamentarier forderten die sofortige Veröffentlichung des Dokuments. Im Dezember veröffentlichte der World Jewish Congress den Berichtsentwurf des ZfA im Internet und legte damit die Manipulation des EUMC offen.

Im April 2004 veröffentlichte das EUMC eine endgültige, umfangreichere Studie. Dieses Dokument wiederholte und erläuterte noch einmal die Hauptpunkte des ZfA-Berichts, allerdings so oft, das es schwierig wurde all die Unterschiede genau zu bestimmen. Dennoch war der klarste und wichtigste Unterschied, dass der Abschlussbericht des EUMC wenige bis keine allgemeinen Angaben dazu machte, wer die antisemitischen Taten beging.

Diese Zurückhaltung wurde besonders betont, wenn Antisemitismus Begehende nicht aus dem Bereich des Rechtsextremismus kamen. Der ZfA-Berichtsentwurf beinhaltete z.B. eine Schilderung aus Schweden von einer öffentlichen Versammlung von 100 Personen in Stockholm gegen Antisemitismus und antimuslimische Vorurteile. Nach Angaben des Entwurfs wurde die Versammlung von 100 bis 150 Demonstranten gestört, die „Tötet die Juden!“ und „Wir werden euch in die Luft jagen!“ brüllten. Der ZfA-Bericht besagte, dass viele der zumeist angriffslustigen Gegendemonstranten linksextreme Jugendliche waren. Der Abschlussbericht des EUMC löschte diese Beobachtung.

Durch das Löschen von Belegen der Rolle der extremen Linken beim Schüren von Antisemitismus konnte der Abschlussbericht der EUMC unterstellen, dass allein Gegnerschaft gegenüber der extremen Rechten eine ausreichende Antwort auf Antisemitismus ist. Das ZfA legte nahe, dass das nicht stimmt, denn einige der größten Bedrohungen von Juden kommt aus der Linken und deren sich vertiefende Bündnisse mit radikalen Islamisten und anderen extremen Antisemiten im gesamten politischen Spektrum.

Heutzutage scheint auch der Nachfolger des EUMC, die European Agency for Fundamental Rights (FRA – Europäische Agentur für Grundrechte) unwillig zu sein Antisemitismus zu identifizieren und die Täter klassifizieren. 2013 distanzierte sich die FRA von der Arbeitsdefinition für Antisemitismus ihres Vorgängers, Monate vor Veröffentlichung ihres eigenen Antisemitismus-Berichts. Zusätzlich fehlen verdächtigerweise in einem Merkblatt mit der Zusammenfassung der Methodik und der Schlüsselerkenntnisse des Berichts von 2013 („Die Erfahrung von Juden mit Diskriminierung und Hassverbrechen in Mitgliedsstaaten der Europäischen Union“) Daten, zu den erkannten Tätern.

Der Bericht bietet außerdem keine Differenzierung dieser Täter nach Staaten, wie er das für andere Daten wie die zu Opfern, ihrer Sorgen und Erfahrungen tut. Durch Zurückhaltung dieser Daten behindert das FRA Informationen zu den Täter von Antisemitismus, die helfen könnten Antisemitismus abzuschwächen. Dieses Verhalten entspricht dem wiederholten Verweis auf die „Wahrnehmungen und Erfahrungen des jüdischen Volks“ zu Antisemitismus und nicht Antisemitismus als Tatsache.

Dr. Manfred Gerstenfeld ist der ehemalige Vorsitzende des Jerusalem Center for Public Affairs.

1 University of Nebraska Press, 2015

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (29.06.-05.07.2014)

5. Juli 2014 um 22:00 | Veröffentlicht in Europa+Nahost, Israel, Jerusalem, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 29.06.2014:

Terrorbilanz am Vormittag: 50 Raketen wurden allein in den zwei vergangenen Wochen aus dem Gazastreifen nach Israel geschossen. 12 davon nur an diesem Wochenende.

Die am Freitag von Israel getöteten Terroristen gehörten der ISIS an.

Netanyahu drohte mit einer Ausweitung der Aktionen gegen die Terroristen im Gazastreifen.

Montag, 30.06.2014:

Die Suche ist vorbei. Die drei Jungen wurden gefunden – d.h. ihre Leichen. Einfach auf einem Feld abgeladen, offenbar schon kurz nach der Entführung, halbwegs in einer flachen Mulde verscharrt. Gefesselt.

Die Terrorgruppe Palästinensischer Islamischer Jihad jammert bei Ägypten, es solle helfen die „israelische Aggression“ zu stoppen.
Die Terrorgruppe Hamas wendet sich mit derselben Aufforderung an die Türkei.
(Dabei wäre es so einfach: Hört mit dem Terror auf, dann habt ihr keine Probleme! Aber das wäre dann zu viel verlangt…)

Die Hamas droht wieder: Eine israelische Offensive würde „die Tore der Hölle öffnen“. Ja, für die Terroristen!

Die Volkswiderstandskomitees haben die Verantwortung für Raketen vom Sonntag für sich reklamiert. Und feiert einen feigen Terrormord von 2006.

Dienstag, 01.07.2014:

Die Jammerlappen von der PA jaulen wieder auf: „Kollektivbestrafung!“ Es gibt jedoch keine Verurteilung der Morde an den drei Jugendlichen. Dafür wird der Mord nur in der englischen Meldung der PA-Nachrichtenagentur gemeldet, die arabische Version lässt ihn komplett außen vor.

Abgesehen davon behauptet die Fatah weiter, die Jungs seien „Soldaten“ gewesen.

Der „moderate“ Mustafa Barghouti rechtfertigt den Mord an den drei Jungen.

Der „palästinensische“ „Botschafter“ in Lissabon fordert Terrorismus gegen Israel.

Bisherige Bilanz der Operation „Bruders Hüter“: 1,2 Millionen Schekel Terrorgelder konfisziert, 422 Terroristen festgenommen.

Mittwoch, 02.07.2014:

Der Iran zu den Aktionen wegen der ermordeten Jugendlichen: Empörung wegen der israelischen Invasion gegen friedliche Palästinenser. Allerdings schreibt IRNA auch über die Jungen auch, dass sie entführte und getötet wurden.

Anders die Die PA-Nachrichtenagentur WAFA: der angebliche Mord an israelischen Siedlern, die angeblich verschwunden waren.

Es gibt einzelne Israelis, die – in den sozialen Medien – „Vergeltung“ fordern, darunter auch Soldaten. Diese werden von der IDF verurteilt; Kommandeure sind angewiesen solche Leute herauszugreifen und zu bestrafen.

Die Familie Fraenkel (Verwandte eines der ermordeten Jungen) redet Klartext: Sollte der junge Araber aus Rache oder aus nationalistischen Gründen ermordet worden sein, so ist das nicht besser als der Mord an den drei Juden.

Mahmud Abbas jammert bei Ägypten, es solle (mit anderen Ländern) dafür sorgen, dass Israel nicht militärisch gegen den Gazastreifen vorgeht.

Die USA und Großbritannien nahmen die arabischen Mordversuche bei den Krawallen zum Anlass Israel zu Zurückhaltung aufzurufen. Das US-Außenministerium glaubt den arabischen Gerüchten eines Rachemords.

Donnerstag, 03.07.2014:

Bis auf weiteres wird die Straßenbahn in Jerusalem nur noch bis zum Viertel French Hill fahren; die Strecke von dort bis nach Pisgat Zeev bleibt vorläufig eingestellt. (In diesem Abschnitt hatte es die Krawalle mit Zerstörung der Haltestellen gegeben. Die Schäden an der Bahnstrecke zu reparieren, wird vermutlich einige Wochen bis Monate dauern.)

Die Eltern des ermordeten arabischen Jugendlichen haben widersprüchliche Angaben gemacht. Der Vater sagte u.a., dass ein jüngerer Sohn vor kurzem beinahe von Arabern entführt worden wäre, während die Mutter sagte, dieser Versuch sei von „Siedlern“ unternommen worden; außerdem hatte es am selben Tag von der Familie einen falschen Notruf gegeben. Die Polizei geht immer stärker von einer rein kriminellen Tat aus.

Die IDF hat Verfahren zur Bestrafung von rassistischer Online-Aufhetzung und Rache-Aufrufen durch israelische Soldaten im Zuge der Ermordung der drei israelischen Jugendlichen eingeleitet. Ein Soldat wurde deswegen festgenommen.

Auch der UNO-Sicherheitsrat weiß schon jetzt, dass der Mord an dem arabischen Jugendlichen „offensichtlich“ ein jüdischer Racheakt war und verurteiltes das mit einer Erklärung, die praktisch dieselbe war, wie sie zur Ermordung der drei Israelis ausgegeben wurde.

Die IDF hat ihre Truppen am Gazastreifen sicherheitshalber verstärkt.

Freitag, 04.07.2014:

Der ermordete arabische Junge: Wie sehen die Beweise für eine Täterschaft israelischer Siedler aus? So: Ein Junge wurde in einem Auto entführt. Trugen die Täter Kippa? Nein. Hatten sie Bärte, trugen sie Tzitzit? Nein. Warum Siedler? Sie flohen nach Jerusalem, dann sind sie Siedler.
Fazit: 1. In Jerusalem wohnen keine Araber. 2. Juden in Jerusalem sind „Siedler“.

Nach Tagen Raketenterror und Gegenschlägen hat, berichtet die BBC, die Hamas einer von Ägypten vermittelten Waffenruhe zugestimmt. Allerdings wurden nur wenige Stunden später wieder 2 Mörsergranaten nach Israel geschossen, die in offenem Gelände im Kreis Eschkol einschlugen.

Der US-„Vermittler“ Martin Indyk bezeichnet den „Friedensprozess“ als tot. Er macht „den Siedlungsbau“ dafür verantwortlich. Jahre lang im Geschäft, aber zu blind und dumm, um die Fakten zu sehen…

Die Mutter des ermordeten arabischen Jungen fordert Terror gegen Israel; das sei „palästinensisches Recht“.

Eine (neue?) PA-Gruppe, die sich „Koalition der Intifada-Jugend“ nennt, ruft zu Gewalt gegen in Judäa und Samaria lebende „Siedler“ auf. Die Ankündigung ist mit „Wir werden den Zionisten mit einem Felsen jagen“ und die Jugend wird aufgefordert „das Land zu verbrennen und es zur Hölle unter den Füßen der Eindringlinge zu machen“.

Der ermordete arabische Junge wurde heute beerdigt. Die „Trauernden“ schossen in die Luft und schworen Judenmord. Polizei wurde mit Steinen beworfen und weitere Zusammenstöße provoziert.

Von den Palästinenserführern – auch den „Moderaten“ gibt es Null Aufforderung zu „Zurückhaltung“ an die Araber.

Samstag, 05.07.2014:

Der Palästinensische Islamischer Jihad etikettiert jüdische Zivilisten in Judäa und Samaria als „legitime Ziele“.

Norwegens Außenminister warnt vor einer Eskalation der Lage und sagt, Israel habe die Verantwortung Zurückhaltung zu zeigen. (Ähm: Was tut es denn sonst? Solche „Proteste“ hätten in jedem anderen Land bereits Tote zur Folge. Und warum wird diese Verantwortung nur bei Israel angemahnt, nicht bei den Arabern???)

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Jordanischer Politik-Analyst Bassam Badareen zu den entführten israelischen Teenagern: Es gibt in Israel keine Kinder, alle sind Soldaten

2. Juli 2014 um 13:13 | Veröffentlicht in Araber, Medien+Nahost, Nahost-Konflikt | Hinterlasse einen Kommentar
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MEMRI TV, 22. Juni 2014

Während einer Talkshow im jordanischen Sender Roya TV mit einer Diskussion über die aktuelle Entführung dreier israelischer Jugendlicher sagte der Politik-Analyst Bassam Badareen: „Ich glaube, dass es in Israel keine Kinder gibt… Ich glaube, dass sie prinzipiell Soldaten sind, nicht Kinder.“ Badareen ist ehemaliger Leiter des jordanischen Büros der Londoner Zeitung Al-Quds; er sagte weiter, die israelische Armee und Siedler „sind Experten beim Schmuggel von Waffen und Drogen, der Verbreitung von Prostitution und des Sähens von Korruption unter den Palästinensern“.

Es folgen Auszüge aus der Talkshow, die am 22. Juni 2014 ins Internet gestellt wurde:

Moderator: Manche sagen, die entführten [drei Israelis] seien Kinder. Ihre Identität ist nicht klar. Einige sagen, sie seien Teenager, andere sagen, sie seien Soldaten. Inwieweit ist der Zeitpunkt dieser Operation wichtig?

Bassam Badareen: Ich glaube, dass es in Israel keine Kinder gibt. Ich sage das als Sache des Prinzips. Dieses rassistische, kolonialistische, expansionistische Land…“

Moderator: Sie kennen die Bedeutung des Wortes „Kinder“ nicht…

Bassam Badareen: Würden sie sie kennen, würden sie die Palästinenser nicht so behandeln, wie sie es tun. Sie trainieren ihre Kinder im Umgang mit Waffen ab dem Alter von 7 Jahren. Wir wissen, tatsächlich alle Israelis Soldaten sind.
Um dem die Spitze aufzusetzen, sind [die drei Entführten] Siedler. Ich glaube, dass sie prinzipiell Soldaten sind, keine Kinder.

Wir sehen ständig Bilder von Kindern, insbesondere Siedlern, die Waffen abfeuern. Dutzende verletzte Palästinenser wie auch Märtyrer wurden von [israelische] schießenden Kindern getroffen.

Entsprechend einem Szenario, das von der israelischen Presse und vielen anderen Quellen diskutiert wurde, waren Drogenschmuggel-Banden beteiligt. Es gibt viele weitere Szenarien. In der Gegen, in der sie entführt wurden, grassieren kriminelle Aktivitäten. Die israelische Besatzungsarmee, die Siedlerbanden und die Siedlerjugend sind Experten des Schmuggels von Waffen und Drogen, in der Verbreitung von Prostitution und beim Säen von Korruption unter den Palästinensern, in Jerusalem, in Hebron und andernorts und sie haben palästinensische Komplizen.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (15.-21.06.2014)

21. Juni 2014 um 22:00 | Veröffentlicht in Israel, Jerusalem, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 15.06.2014:

Die Hamas tönt, die (wahrscheinlich) entführten Jungs seien israelische Soldaten!

Und wie sieht Abu Mazens großspurig angekündigte „Unterstützung“ bei der Suche nach den drei Jugendlichen aus? So:

AbuMazen-hilft-suchenDer Text beschreibt die Aufforderung an die Geschäftsleute und Hausbesitzer in Hebron die Aufzeichnungen ihrer Sicherheitskameras zu löschen, damit sie den Israelis nichts nutzen, sollten sie konfisziert werden, um bei der Identifizierung der (möglichen) Entführer der Jungen zu helfen.

Ganz abgesehen davon feiert nicht nur die Hamas im Gazastreifen die Entführung. Auch die offizielle PA-Zeitung bringt eine triumphierende Zeichnung, in dem das Logo der Fußball-WM 2014 in Brasilien abgewandelt wird. Die Fatah brachte auf ihrer offiziellen Facebook-Seite ein triumphierendes Victory-Zeichen (mit 3 statt normalerweise 4 Fingern, für jeden Entführten einer). Das übelste Machwerk dürfte aber eine Karikatur sein, bei der die drei Entführten auf der Facebook-Seite der Fatah als jüdische Nagetiere dargestellt sind, die an einer Angel hängen (sie haben Köder geschluckt).

Der PLO-„Botschafter“ in London streitet kategorisch ab, dass die Palästinenserführung Israel als jüdischen Staat anerkennen wird.

Die Hamas-Terroristen haben sich verkrochen und verstecken sich aus Angst vor der IDF, die die Gegend um Hebron nach den vermissten Jugendlichen durchkämmt.

Nach den gestrigen Raketenangriffen und der Bombardierung von Terrorzielen hat die IDF bei Aschkelon eine Batterie der „Eisernen Kuppel“ stationiert.

Montag, 16.06.2014:

Bilanz 2014: Bisher wurden dieses Jahr von Arabern mehr als 500 Brandbomben auf israelische Soldaten und Zivilisten geworfen; das ist ein Durchschnitt von 3 pro Tag.

Wie sollte es anders sein: Mahmud Abbas beschuldigt Netanyahu die Entführung der drei Jugendlichen als Vorwand zu nutzen seine eigenen Verbrechen zu vertuschen. Er warf Israel „rassistisches Handeln“ vor – womit die Suche nach den Entführten gemeint ist.

Die Hamas droht Israel mit „schweren Konsequenzen“ wegen der Festnahme von Hamas-Leuten in Judäa und einer befürchteten Ausweisung.

Dienstag, 17.06.2014:

Die Entführung:
- Die offizielle PLO-Nachrichtenagentur WAFA bezeichnet die Suche der IDF nach den entführten Jugendlichen als „Aggression“.
- Ägyptens Außenminister fordert Israel auf Zurückhaltung zu üben und die Situation mit den Palästinensern nicht zu eskalieren.
- Tony Blair (offizieller Quartett-Repräsentant) versucht „vernünftig“ mit der Hamas zu reden – ohne zu begreifen, dass eine Terrororganisation halt eine Terrororganisation ist, keine politische Partei.
- Eine Soldatin rief die Notfallnummer an und behauptete entführt worden zu sein. Das war ein „Scherz“.
- Auch das gibt es: Am Ort der Entführung trafen Juden und Muslime und beteten gemeinsam für die Freilassung der Jugendlichen.

Natürlich – aber was will man von Leuten erwarten, die Projektion betreiben (= das eigene Handeln – auch wenn sie es leugnen – bei anderen unterstellen): Die offizielle PA-Tageszeitung al-Hayat al-Jadidah behauptet Israel kehre sich nicht um die Entführten, sondern wolle die Lage für eigene Interessen ausnutzen.

Hamas und Palästinensischer Islamischer Jihad „kritisieren“ Mahmud Abbas wegen fortgesetzter Sicherheitskooperation mit Israel. Sie drängen ihn den Jihad gegen die „Zionisten“ zu erklären.

Mohammed Zoabi ist ein 17-jähriger israelischer Araber, der sich öffentlich für die Freilassung der drei Jugendlichen einsetzt. Deswegen erhielt er Morddrohungen, u.a. von Familienangehörigen. Drei der Möchtegernmörder konnten von der Polizei festgenommen werden.

Auf dem Tempelberg wurde ein 16-jähriger Jude festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, er habe sich betend verbeugt.

Mittwoch, 18.06.2014:

Entführung:
- Wenn Mahmud Abbas und seine PA die Entführung verurteilen, warum schreibt ihre offizielle „Nachrichtenagentur“ dann, das sei eine „behauptete Entführung“?
- Alle Terrorgruppen im Gazastreifen, einschließlich des „Friedenspartners“ Fatah, giften wegen der israelischen Anstrengungen zur Befreiung der entführten Jungen. Israel erweise sich wieder als rassistischer Besatzer, der nur Gewalt verstehe. (Projektion wie sie im Buche steht…)
- Der Sprecher von UNO-Generalsekretär Ban betonte, dass man nicht wisse, ob die Jungs entführt wurden oder nicht. Es gebe keine unabhängige Quelle, die das bestätigen würde.
- Der PA-„Außenminister“ jammert etwas von Kollektivbestrafung und die Welt solle die „palästinensische“ „Nation“ retten.
- Mahmud Abbas wieder: Er „verurteilt“ die Entführung – aber nur, weil sie den „Palästinensern“ schadet!
- Ein weiterer arabisch-israelischer Jugendlicher erhält Morddrohungen, nachdem er ein Bild von sich mit „#BringBackOurBoys“ postete.
- Ein Hamasnik aus dem „politischen Büro“ der Terroristen überhäufte die Entführer mit Lob; deren Aktion sei „ein Meilenstein im palästinensischen Kampf“.
- Warnung aus Washington: Israel soll bei der Suche nach den Entführten Zurückhaltung üben, um die Lage in Judäa und Samaria „nicht zu destabilisieren“! (Hallo? Die Suche destabilisiert? Was ist mit der Entführung? Mit der Hetze gegen Israel????)

Ein PA-Sprecher behauptet Israel habe versprochen den Übergang Kerem Shalom in den Gazastreifen wieder zu öffnen.

Die Fünfte Kolonne: Hanin Zoabi, arabisch-israelische Knesset-Abgeordnete, die nie mit von Hass triefenden Äußerungen gegen Juden hinter dem Berg hält und zur Freude der Hamas die Stirn hat zu behaupten die Entführung sei kein Terror, hat wieder einmal ihr Demokratieverständnis demonstriert: Unterstützung für die Hamas sei das Herz der Demokratie, behauptete sie. Klar, die Vernichter der Demokratie zu fördern, fördert die Demokratie oder so…

Die Menschen im Gazastreifen bereiten sich auf einen Krieg vor. Sie gehen davon aus, dass die IDF in den Küstenstreifen einmarschieren wird.

Donnerstag, 19.06.2014:

Die Entführung:
- Mahmud Abbas nun wieder: Einerseits wirft er den Entführern vor, sie würden der PA schaden; andererseits rechtfertigt er sie. Und natürlich geht der Hauptvorwurf an Israel – es sorge für Verwüstung und Zerstörung. (PMW) Derweil mutmaßt die offizielle PA-Zeitung: Isral steckt selbst hinter der Entführung.
- Hamas-Sprecher Sami Abu Zuhri stritt ab, dass – wie aus Israel berichtet wurde – Kahled Meschaal letzten Monat zu Entführungen von Israelis aufrief.
- Die Fatah jammert etwas von „kollektiver Bestrafung“ der „Palästinenser“, während einer ihrer offiziellen Vertreter sagte, die Entführungen seien das einzige Mittel die Freilassung der Häftlinge zu erreichen und die einzige Sprache, die Israel versteht. (Kollektive Bestrafung? Sollte man die kollektiven Freudenausbrüche wirklich nicht beantworten – und zwar mal mit tatsächlichen „Kollektivstrafen“?)

Der israelische Botschafter in Rom wirft der EU ihre Unterstützung für die Einheitsregierung der PA vor; damit wird nicht nur der Hamas-Terror gestützt, sondern auch die Entführung der drei Jugendlichen.

Verteidigungsminister Ya’alon hat einen Erlass unterschrieben, mit der die Organisation Islamic Relief Worldwide (eine Hamas-Spendensammeltruppe mit Sitz in Großbritannien) für illegal erklärt wurde.

Die Hamas erklärte, sie werde ihre Aktionen gegen Israel eskalieren. (Hm, werden unsere Medien wieder anders sehen…) Man werde die Feuer der Hölle loslassen. Und die Entführung der israelischen Kids sei ein „legitimes Recht“.

Zwei Hamas-Institutionen in Jerusalem wurden auf Anweisung des Polizeichefs geschlossen.

Freitag, 20.06.2014:

Die Entführung:
- PA-„Außenminister“ al-Malki beschuldigte Israel nicht nur eine „übertriebene“ und „politische“ Suche nach den drei entführten Jungen zu betreiben, sondern auch diese Entführung erfunden zu haben. Außerdem sei die Reaktion der Israels völlig übertrieben.
- Die IDF verstärkt die Truppen in Hebron, die die 3 Jungen suchen.
- Die UNO nun wieder: Israel solle sich bei der Suche zurückhalten und „die Lebensgrundlage, die Würde und das Leben der Palästinenser respektieren“, mahnt Robert Serry. (Auch nur ansatzweise ähnliche Worte finden sich an die Adresse der Araber nie…)

Rudert er in seiner „Kritik“ an der Hamas zurück? Abu Mazen sagte seinem Premierminister, er solle Wahlen vorbereiten und dass er die „Einheitsregierung“ unterstützt.

Der „Premierminister“ der „Einheitsregierung“ traf den chinesischen Gesandten und forderte die Volksrepublik auf zugunsten der Terroristen einzugreifen und Druck auf Israel auszuüben. China solle die Rettungsversuche der Armee verurteilen und Israel drängen Häftlinge freizulassen.

Samstag, 21.06.2014:

Hamas-Ankündigung: Wir werden weiter Tunnel bauen, Raketen herstellen.

Weitere Hamas-Ankündigung: „Rache“ für die Suche nach den Entführten Jungs in Judäa.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

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Deutschland wird Studie zu Antisemitismus, Antizionismus durchführen

19. Juni 2014 um 11:30 | Veröffentlicht in EU-Europa, Europa, Europa+Islam, Terrorismus | Hinterlasse einen Kommentar
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Studie: Mehr als die Hälfte der Deutschen stimmt: „Israel verhält sich gegenüber den Palästinenser wie sich die Nazis gegenüber den Juden verhielten.“

Sam Sokol, Jerusalem Post, 13. Juni 2014

Das deutsche Innenministerium wird eine Studie zu Antisemitismus und Antizionismus durchführen, sagte ein hochrangiger Berater von Präsident Joachim Gauck dem Simon Wiesenthal Center in einem Brief, der der Jerusalem Post vorliegt. Der Brief von Botschafter Heinz-Peter Behr, Gaucks diplomatischem und außenpolitschem Berater, kam als Antwort auf eine letzten Monat vom Dekan des Simon Wiesenthal Centers, Rabbi Abraham Cooper, eingeschickten Anfrage; dieser hatte solche Studien in Korrespondenz mit verschiedenen europäischen Führungspolitikern gefordert.

In seiner Anfrage an Gauck zitierte Cooper eine Studie der deutschen Friedrich-Ebert-Stiftung, die feststellte, dass fast die Hälfte der Deutschen und 40 Prozent der Europäer insgesamt glauben, dass „Israel einen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser führt“. Eine weitere, von der Universität Bielefeld durchgeführte Studie stellte fest, dass mehr als die Hälfte der befragten Deutschen der Aussage zustimmten, dass „Israel sich den Palästinenser gegenüber so verhält wie die Nazis gegenüber den Juden“, fügte er hinzu.

Der erste Schritt, der zur Bekämpfung des Antisemitismus und der Delegitimierung Israels unternommen wird, sollte darin bestehen, dass die nationalen Regierungen „herausfinden, wie ein derart total falsches und hinterhältiges Bild Israels geschaffen wurde.“ „Zumindest sollten diejenigen, die eine ungerechtfertigte und extrem kriminelle Sichtweise zu anderen konzipieren und dafür eintreten, entlarvt und im Gericht der öffentlichen Meinung zur Verantwortung gezogen werden“, sagte er. „Wir alle wissen nur allzu gut aus den 1930-er Jahren in Deutschland, was passieren kann, wenn die Delegitimierung und Dämonisierung eines Imperiums nicht infrage gestellt wird.“

Behr sagte in seiner Antwort, worauf die neue Studie sich konzentrieren wird: „nicht nur auf Antisemitismus, sondern auch auf deutsche Kritik am Staat Israel und seiner Politik. Dokumente wie diese werden zur notwendigen Diskussion der Probleme des Antisemitismus und der Dämonisierung Israels beitragen.“ Behr machte mit Gaucks Äußerung, dass für Israel einzutreten „zur Selbstdefinition der deutschen Politik gehört“ geltend, dass es inakzeptabel ist Antisemitismus zu verbreiten und „das Existenzrecht des Staates Israel zu bezweifeln. Deutschland wird sowohl für sich als auch innerhalb der europäische Strukturen weiterhin für solche Haltungen kämpfen.“

Das Thema antisemitischer Gewalt ist für die europäischen Juden ein drängendes; ein Drittel der letztes Jahr in einer von der Grundrechte-Agentur der Europäischen Union durchgeführten Studie befragten Juden erklärten, dass sie es aus Angst unterlassen religiöse Kleidung oder jüdische Symbole zu tragen, während weitere 23% die Teilnahme an jüdischen Veranstaltungen oder den Besuch jüdischer Orte meiden. In mehreren Ländern erklärte bis zu einem Drittel der Juden, dass sie über Auswanderung nachdenken.

Schüsse im jüdischen Museum von Brüssel im letzten Monat und zwei folgende Angriffe auf Juden in Frankreich sind nur die jüngsten in einer Serie von gewalttätigen Vorfällen, bei denen es gegen Juden ging. Rabbi Meir Hier, Dekan und Gründer des Simon Wiesenthal Centers, traf sich am Dienstag mit Frankreichs Präsident François Hollande in Paris und lenkte dessen Aufmerksamkeit auf mehr als 1.000 französische Staatsbürger, die entweder am syrischen Bürgerkrieg teilgenommen haben oder derzeit teilnehmen, als Gefahrenquelle für die jüdische Gemeinschaft. Mehdi Nemmouche, der bei dem Anschlag im Brüsseler Museum vier Menschen tötete, war letztes Jahr in Syrien.

„Die jüdische Gemeinschaft und Frankreichs demokratischen Werte befinden sich unter nie da gewesenen Angriffen durch die Kräfte des Extremismus, sowohl von der extremen Rechten als von extrem islamistischen Lieferanten von religiöser Intoleranz, Gewalt und Mord“, sagte Hier. „Herr Präsident, in unserer Zeit wurden diese in Frankreich geborenen Terroristen – wie andere Terroristen – nicht mit Hass in ihren Herzen geboren“, sagte er Hollande. „In Anwesenheit der heute hier versammelten jüdischen Führungskräfte aus Frankreich, Amerika, Kanada und Großbritannien erkläre ich mit Gewissheit: Sollte, was Gott verhüten möge, ein Terroranschlag von einem Juden gegen unschuldige Zivilisten verübt werden, dann würde es aus der gesamten Bandbreite der jüdischen Leiter der gesamten Welt dessen öffentliche Verurteilung geben. Nicht weniger sollte von den Leitern der größten muslimischen Bevölkerungsgruppe in Europa erwartet werden“.

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