Was Palästinenser über den Holocaust denken: „Respekt für Hitler“

18. September 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Geschichte, Nahost, Palästinenser | 1 Kommentar
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Kanadischer Dokumentarist offenbart simultane Trends von Bestreiten und Unterstützung des Holocaust in Ramallah.

Ari Soffer, IsraelNationalNews, 1. September 2014

Was denken Palästinenser über den Holocaust?

Das ist eine Frage, die der Filmemacher Corey Gil-Shuster zufällig ausgesuchte Menschen in Ramallah, der politischen Hauptstadt der PA.

Die Ergebnisse waren nicht ermutigend.

Die Befragten gaben typischerweise eine von drei Antworten. Einige wussten gar nicht, was das war oder hatten nur eine vage Vorstellung. Die Mehrheit allerdings brachten die – in arabischen Ländern populäre – Behauptung zum Ausdruck, dass der Nazi-Völkermord von den Juden zum Gewinn politischer Zwecke übertrieben wurde, damit sie dasselbe den Arabern antun könnten; oder sie sagten einfach, dass sie unterstützten, was Hitler getan hatte, denn, wie eine lächelnde Frau mitteilte: „Juden sind bösartig.“

Einer der bemerkenswertesten Aspekte der Befragungen bestand nicht so sehr in denen, die ihrer Unterstützung für den Holocaust Ausdruck gaben („Hitler allen Respekt!“, antwortete einer), sondern in denen, die behaupteten sie würden genau dasselbe Level an Brutalität erfahren wie die Juden unter der Verfolgung durch die Nazis – und das selbst während sie einkauften oder frei rauchend in Cafés saßen. Das ist weit entfernt von den Entbehrungen und der Grausamkeit der europäischen Ghettos und Konzentrationslager.

„Wo sind denn die Konzentrationslager und die Gaskammern?“, fragte ein erstaunter Gil Schuster einen Mann, der sagte, die Palästinenser erlitten etwas, „das nahe am Holocaust“ sie und der einen Stand betrieb, der mit Süßigkeiten und Getränken überlief.

Das Video war Teil einer YouTube-Serie namens „Frage einen Israeli, fragen einen Palästinenser“, in dem zufällig ausgewählte Israelis und Palästinenser nach ihren Meinungen und Gefühlen zu einer weiten Bandbreite an Themen befragt werden.

Der Ökumenische Rat der Hass-Kirchen

17. September 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Christen+Kirchen | 1 Kommentar
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Matan Ascher (direkt vom Autor; eine für das amerikanische Publikum gedachte englische Version findet sich bei Times of Israel blogs)

„Während wir den Tag der palästinensischen Gefangenen begehen, wollen wir unserer Solidarität mit mehr als 5.000 palästinensischen Häftlingen zum Ausdruck bringen, die in israelischen Gefängnissen schmachten.“ So begann im April 2014 der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) seine Äußerung, nachdem Israel die Freilassung von palästinensischen Terroristen abgebrochen hatte.

Viele von uns tendieren dazu zu glauben, dass der globale Antisemitismus eine grundlegende Sache ist, die zur DNA der Feinde Israels gehört. In vielen Fällen ist stimmt das, aber es ist auch wichtig zu verstehen, dass dieser Hass durch mehrere Organisationen für ziemlich lange Zeit verbreitet wurde. Während Israel sich Boykott und Terror entgegen stellt, gibt es kaum jemanden in der Welt, der die Aktionen von dem verfolgt, was möglicherweise als größte anti-israelische religiöse Propaganda-Motor der Welt genannt werden kann – dem ÖRK oder Weltkirchenrat. Wir sprechen von einer Dachorganisation 349 protestantischer, orthodoxer und evangelischer Kirchen in 150 Ländern (zum Beispiel die Evangelische Kirche in Deutschland und die Altkatholische Kirche Österreichs); vom ORK werden insgesamt fast 600 Millionen Christen auf der ganzen Welt repräsentiert. Die Organisation war im Jahr 1948 aus der ökumenischen Bewegung heraus gegründet worden und ist seitdem obsessiv auf den israelisch-palästinensischen Konflikt konzentriert.

Dies spiegelt sich auch in der fast völligen Missachtung für die Ermordung von Christen durch Muslime im Nahen Osten. So wird der ÖRK die Hamas nicht als Terrororganisation bezeichnen; erst im Hinblick auf die Intensivierung des islamischen Staats (früher bekannt als ISIS), hat man dort begonnen sich mit dem Thema des radikalen Islam auseinanderzusetzen.

Während der Militäroperation „Protective Edge“, hat der Rat Israel häufig hart verurteilt und Hamas nur selten erwähnt. ÖRK-Generalsekretär Olav Fykse Tveit sagte: „Wir verurteilen die unterschiedslosen Angriffe des israelischen Militärs auf die Zivilbevölkerung in Gaza, wie wir das absurde und unmoralische Abfeuern von Raketen durch Militante aus dem Gazastreifen auf bewohnte Gebieten in Israel verurteilen.“ Wer sind denn diese Militanten? Doch der vielleicht nervigste Teil ist die Aussage: „Wir müssen die Situation im Gazastreifen angesichts der Besetzung der palästinensischen Gebiete untersuchen.“ Was hat das nun überhaupt mit den Raketen der Hamas zu tun?

Der ÖRK ist zudem eine der wichtigsten Organisationen, die an der BDS-Kampagne gegen Israel beteiligt sind. Im Jahr 2005 hat die Vollversammlung die Entscheidung der Presbyterianischen Kirche der USA (PCUSA) sich von Israel zu trennen unterstützt und sagte, diese Aktion sei „lobenswert“. Während „Protective Edge“ wurde diese Entscheidung bestätigt.

Der Rat arbeitet auf mehreren Ebenen: Die primäre ist die Bereitstellung von Meldungen und Aussagen, die durch ihre Kirchen wieder an mehr als eine halbe Milliarde Gläubigen geht. Seltamerweise wiederholt der ÖRK angesichts eines brennenden Nahen Ostens oft die Behauptung, dass „die israelische Besatzung der palästinensischen Gebiete das Hauptproblem ist, das Instabilität und Unruhe in der Region verursacht“. Eine weitere originelle Methode ist die Verurteilung der christlichen Unterstützer Israels, wenn gesagt wird, dass diese Unterstützer „das Wort Gottes verfälschen“.

In den letzten Jahren hat der ÖRK eine einzigartige Kombination aus Organisationen geschaffen, die in Israel operieren. Eine davon ist das PIEF – das Ökumenische Forum Palästina Israel. Gegründet 2007, setzt sich das PIEF aus palästinensischen christlichen Kirchenführern zusammen, die den religiösen und spirituellen Hintergrund zum Angriff auf Israel liefern. Ihre bekannteste Aktivität ist das im Jahr 2009 veröffentlichte Kairos-Dokument. Darin hieß es unter anderem, dass die Palästinenser auf das Recht auf Rückkehr warten (der die Zerstörung des jüdischen Staates bedeutet) und dass Israel den legitimen palästinensischen Widerstand nutzt, um ihn als Terrorismus zu bezeichnen. Das von der BDS-Bewegung unterstützte Dokument wurde in viele Sprachen übersetzt und in ÖRK-Kirchen auf der ganzen Welt verteilt.

Der ÖRK hat auch versucht, aus dem Inneren des Kongresses heraus gegen Israel zu agieren, indem angesehene Kirchenführer des ÖRK-Gremiums für die Vereinigten Staaten, des 45 Millionen Gläubige vertretenden NCC, im Jahr 2012 einen Brief geschickt bekamen, in dem die Mitglieder des Kongresses forderten die militärische Hilfe für Israel zu reduzieren.

Wie können wir mit ihren Aktivitäten umzugehen? Zuerst sollten wir sie eingestehen und genau beobachten. Wir müssen die örtlichen Kirchen für die Aktionen des Rates zur Verantwortung ziehen. Obwohl der Rat behauptet nicht antisemitisch zu sein, können wir eindeutig sagen, dass seine Worte Beweise für Hass auf Juden liefern. Abschließend denke ich, dass es für diejenigen, die Israel in der Auseinandersetzung mit dem globalen Terrorismus unterstützen, sehr wichtig ist sich zu bemühen und Israel im Umgang mit Einrichtungen wie dem ÖRK (die versuchen Israel schwach zu machen) zu helfen.

Matan Emmanuel Ascher ist Israeli und studiert Jura und Politikwissenschaft an der Bar-Ilan-Universität. Er ist Praktikant am Jerusalem Zentrum für Public Affairs (JCPA) und Leiter des Yuvalim-Projekts der Zionistischen Weltorganisation (WZO) an der BIU.
https://www.facebook.com/matan.asher
auf Twitter: @matanasher

Palästinensischer Islamo-Nazismus von Mohammed Amin al-Husseini bis zur Hamas

15. September 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Geschichte | Hinterlasse einen Kommentar
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Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Während der deutschen Besetzung Europas war der Führer der palästinensischen Araber der Mufti von Jerusalem, Mohammed Amin al-Husseini. Er sah große Parallelen zwischen dem Islam und dem Nationalsozialismus. In einem Vortrag vor den Mitgliedern der SS-Division der bosnischen Muslime, die aufzustellen er geholfen hatte, identifizierte al-Husseini sieben wichtige Gemeinsamkeiten zwischen beiden.1

Der deutsche Forscher Matthias Küntzel erwähnt die gemeinsamen Ziele des Islam und des Nationalsozialismus in seinem Buch „Dschihad und Judenhass“:

  • Monotheismus, Einheit der Führung, Führerprinzip.
  • Sinn für Gehorsam und Disziplin.
  • Der Kampf um die Ehre, im Kampf zu fallen.
  • Die Gemeinschaft nach dem Motto: Gemeinnutz geht vor Eigennutz.
  • Hochschätzung der Mutterschaft und Verbot der Abtreibung.
  • Verhältnis zu den Juden – „In der Bekämpfung des Judentums nähern sich de rIslam und der N.S. einander sehr.“
  • Verherrlichung der Arbeit und des Schaffens: „Der Islam schützt und würdigt die Arbeit, welche sie auch sein mag.“2

Während des Zweiten Weltkriegs plante al-Husseini – sobald die Deutschen Palästina erst einmal erobert hätten – die Einrichtung eines Vernichtungslager-Komplexes mit Krematorium wie in Auschwitz. Dieser wäre gebaut worden, um die Juden Palästinas und der arabischen Länder zu vergasen.3

Lange Zeit war der Führer der palästinensisch-arabischen „Moderaten“, Ragheb Bey el-Nashashibi, Bürgermeister von Jerusalem. Auch er sprach sich für den Massenmord an den Juden aus. Nach den Krawallen von 1929 im Mandats-Palästina fragte der nichtjüdische französische Schriftsteller Albert Londres el-Nashashibi, warum die Araber die alten, frommen Juden in Hebron und Safed ermordet hatten, mit denen es keinen Streit gab. Der Bürgermeister antwortete: „Im Krieg verhält man sich wie im Krieg. Man tötet nicht, wen man töten will. Man tötet, wen man findet. Das nächste Mal werden sie alle getötet, Junge und Alte.“ Später sprach Londres erneut mit dem Bürgermeister und prüfte ihn ironisch, indem er sagte: „Ihr könnt nicht alle Juden töten. Es gibt 150.000 von ihnen.“ Nashashibi antwortete „mit sanfter Stimme“: „Oh nein, das wird zwei Tage dauern.“4

Al-Husseini kann als Vorgänger der Hamas angesehen werden. Zu den Grundlagen der Völkermord-Absichten sind einige Beispiele direkt in deren Parteiprogramm zu finden, der Hamas-Charta. Artikel 7 dieses Dokuments legt die Basis für ihre massenmörderische Ideologie, wenn es dort heißt, dass die Hamas „die Verwirklichung der Verheißung Allahs anstrebt, egal wie lange das dauern sollte. Der Prophet, Allah segne ihn und gewähre ihm Erlösung, sagte dies:

Der Tag des Gerichts wird nicht kommen, bis die Muslime die Juden bekämpfen (= töten); dann werden sich die Juden hinter Steinen und Bäumen verstecken. Die Steine und Bäume werden sagen: Oh Muslim, Oh Abdalla, da ist ein Jude hinter mir, komm und töte ihn. Nur der Gharkad-Baum … wird das nicht tun, denn er ist einer der Bäume der Juden.“5

Wer immer sich entscheidet den weniger weit zurückliegenden Völkermord-Äußerungen der Hamas zu folgen, sollte am besten die Internetseite von Palestinian Media Watch (PMW) besuchen. Ein jüngeres Beispiel der islamo-nazionalsozialistischen Aktivitäten der Hamas ist eine aufgezeichnete Erklärung des Hamas-Stabschefs Mohammed Deif, der während des Gaza-Kriegs ankündigte: „Heute kämpft ihr [die Israelis] gegen heilige Soldaten, die den Tod für Allah lieben, wie ihr das Leben liebt und die untereinander um Märtyrertum wetteifern, wie ihr vor dem Tod flieht.“

PMW erwähnt außerdem Hamas-TV, das regelmäßig Äußerungen des Hamasführers und ehemaligen Premierministers Ismail Haniyeh ausstrahlt. Er sagte unlängst: „Wir lieben den Tod wie unsere Feinde das Leben lieben! Wir lieben das Märtyrertum, so wie die [Hamas-] Führer starben.“ Hamas-TV strahlte vor kurzem auch eine Predigt aus, mit der die Hamas-Ideologie wiederholt wurde, die behauptet, nach dem Islam ist es die Bestimmung der Muslime die Juden auszulöschen. PMW zitiert viele ähnliche Äußerungen, die zum Mord an Israelis und Juden aufrufen.6

Die Hamas hält kein Monopol dafür dem Völkermord an den Juden nachzujagen. Die Aufrufe zur Massenermordung der Juden ist – wenn auch in geringerer Zahl – ebenso in anderen palästinensischen Medien zu finden. Ein Beispiel dafür gab es im Jahr 2000, als Dr. Ahmed Abu Halabiyah, der Rektor der Fortgeschrittenen-Studien an der Islamischen Universität von Gaza, im PA-TV sprach, dem offiziellen Fernsehsender der palästinensischen Autonomiebehörde (PA). Er hielt eine Freitagspredigt und sein Aufruf war damit Teil der Wirkungsbereiche von Regierung, akademischer und religiöser Welt der PA und der palästinensischen Gesellschaft.

Halabiyah sagte: „Die Juden sind die Juden… Sie haben keine Moderaten oder solche, die für Frieden eintreten. Sie sind allesamt Lügner. Sie müssen abgeschlachtet und getötet werden… Die Juden sind wie eine Feder – solange du mit dem Fuß darauf trittst, bewegt sie sich nicht. Aber wenn du den Fuß von der Feder nimmst, verletzt sie dich und bestraft dich… Es ist verboten irgendwo und in irgendeinem Land Mitleid für Juden im Herzen zu haben. Führe überall Krieg gegen sie, wo immer du bist. Jeder Ort, an dem du sie triffst, töte sie.“7

Es gibt unbegrenzt Beispiele für die Völkermord-Ambitionen der Palästinenser. Viele in Europa, einschließlich politischer Parteien, Medien und wichtiger Handelnder der Zivilgesellschaft, die behaupten Israel gegenüber kritisch zu sein, schweigen zu diesen Aufrufen zu Massenmord durch die palästinensischen Islamo-Nazis. Ihr Schweigen macht sie zu indirekten Helfern dieser Prediger des Massermords.

Dr. Manfred Gerstenfelds kommendes Buch „The War of a Million Cuts“ analysiert, wie Israel und die Juden delegitimiert werden und wie sie dagegen kämpfen.
Er war von 2000 – 2012 Vorsitzender des Jerusalem Center of Public Affairs.

 

1 Matthias Küntzel: Dschihad und Judenhass. Freiburg, ça-ira-Verlag 2003, S. 39.
2 ebenda
3 Manfred Gerstenfeld im Interview mit Nadav Shragai: „Libel: Israel Intends to Destroy the Al-Aksa Mosque“. IsraelNationalNews, 16. Oktober 2013.
4 Albert Londres: Le Juif Errant Est Arrivé. Paris, Arléa, 1997, S. 209 [in Französisch]
5 http://avalon.law.yale.edu/20th_century/hamas.asp
6 http://www.palwatch.org/
7 Itamar Marcus/Barbara Crook: „Kill a Jew – Got to Heaven: The Perception of the Jew in Palestinian Society”. Jewish Political Studies Review, Band 17, Nr. 3 und 4 (Herbst 2005), S. 127.

Parolen-Code

14. September 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost | 4 Kommentare
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gefunden auf Facebook und eingedeutscht:

Code-for-Kill-Jews

Die neuen Nazis?

7. September 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in die Welt+Islam, die Welt+Nahost, Karika-Tour | Hinterlasse einen Kommentar
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gefunden bei Israellycool und (größtenteils) eingedeutscht:

Juden-sind-die-neuen-Nazis

Die neue „Normalität“

5. September 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Europa+Islam, Europa+Nahost | Hinterlasse einen Kommentar
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Naomi Ragen, 30. August 2014

Ich erinnere mich, dass ich damals, in den 1970-ern, einen Fernsehbericht über den Bürgerkrieg im Libanon sah. In mein Gedächtnis hat sich ein Interview mit einer namenlosen Frau eingeätzt, die beschrieb, wie sie lebte, als ihre Straße von Heckenschätzen beschossen wurde, die aus Spaß gewöhnliche Bürger herauspickten. Ihre Worte lauteten in etwa: Wir gehen früh am Morgen raus, weil die Heckenschützen zu dieser Zeit noch schlafen. Und dann in der größten Hitze des Tages, weil sie dann müde sind, sagte sachlich. Ihre Worte trafen mich mit Schrecken, nicht so sehr wegen dem, was sie sagte, denn was solle die arme Frau auch machen; sie musste manchmal raus, um für ihre Familie Lebensmittel einzukaufen. Nein, was es mir kalt den Rücken herunterlaufen ließ, war, dass dies alles für sie normal geworden war. Sie hatte die Situation akzeptiert und es war zur Lebensweise geworden, ohne Rückbesinnung auf irgendeine andere Art zu leben.

Dies ist mehr als alles andere die wahre Gefahr des aktuellen Konflikts zwischen Israel und den brutalen Terroristen an seinen Grenzen. Mein Sohn sagte mir gegenüber neulich zum Versorgen meiner Enkel während des Sommers, als ständig im ganzen Land Raketenangriffe kamen und Sirenen heulten: „Wir haben uns irgendwie daran gewöhnt.“

Lassen Sie mich das, was ich als nächstes sagen werde, damit einleiten, das ich es in den folgenden Kontext stelle: Ich glaube, dass die Israelis – einschließlich meines Sohnes – die mutigsten, erfindungsreichsten und intelligentesten Menschen der Erde sind. Ich glaube, dass sie ein großzügiges, einfallsreiches, kreatives, gütiges, humanes, das Leben liebendes Volk sind, die den Hass welcher Nation der Erde auch immer am wenigsten verdienen.

Aber ich kann mir eigentlich viele andere auf unserem kleinen Planeten vorstellen, die es verdienen verunglimpft, beleidigt werden, gegen die marschiert wird, die boykottiert, gehasst und gemieden werden.

Leute, die mit menschlichen Köpfen Fußball spielen (ich habe meinen Augen nicht getraut). Leute, die andere köpfen und das auf YouTube zeigen. Leute, die Kinder mit Puppen lehren Köpfe abzuschneiden und dann stolz die Videos der kleinen Schätzchen mit ihren Sägemessern und kopflosen Puppen bei der Arbeit hochladen. Leute, die ihre zwölfjährigen Töchter an jihadistische Vergewaltiger verleihen. Leute, die Frauen Säure ins Gesicht schütten, weil sie ihre Avancen ablehnen. Leute, die andere von der Straße holen und sie hinrichten.

Sie verstehen. Ich kann beim besten Willen nicht begreifen, warum nicht sie von den Gutmenschen und den wütenden Linken ins Visier genommen werden. Ich begreife nicht, warum es für Journalisten nur dann Nachrichten sind, wenn es Juden tun.

Mitten in einem persönlichen leichten Durchdrehen nach einer Menge Beerdigungen der attraktivsten, liebenswürdigsten, wunderbarsten jungen Männer der Welt, unserer IDF-Soldaten, machte ich einen lange geplanten Urlaub, eine Ostsee-Kreuzfahrt, die in Kopenhagen begann und bei der wir in Helsinki, Stockholm, St. Petersburg und einigen weiteren Haltepunkte anlegten, die ich bereits wieder vergessen habe.

Durch die Straßen einer friedlichen europäischen Stadt zu gehen war anfangs ein kleiner Schock. Es war, als müsse man sich erst wieder an Vernunft gewöhnen. All diese Blonden auf Fahrrädern in Dänemark, den Wind im Haar, hinreißende kleine Babys in Wagen an Fahrrädern. Menschen in Straßencafés, auf Bootstouren, die an einem Sommertag durchs Grüne, durch blühende Gärten schlendern. Im Kopf versuchte ich – nur für einen Moment – mir vorzustellen, wie die Sirenen ertönen und alle in Deckung hasten.

Doch das war unmöglich.

Ahh, das ist es also, was einst, vor nicht wirklich langer Zeit, Normalität genannt wurde.

Ich dachte an den Beginn des Zweiten Weltkriegs, als Haile Selassie 1935 seine Stimme erhob, als Italien barbarisch in sein kleines Land einfiel. „… Es gibt keinen Präzedenzfall dafür, dass ein Volk Opfer einer solchen Ungerechtigkeit wird und derzeit dadurch bedroht wird, dass man es seinem Aggressor überlässt.“ Zur ewigen Schande der Welt fiel dieses ergreifende Flehen auf taube Ohren, während die Welt weiter dem Geschäft nachging zu versuchen sich mit Hitler zu vertragen, um ihr eigenes, ruhiges Leben fortzusetzen.

Die Geschichte bekräftigt, wie gut diese Strategie funktionierte.

Was ich am beängstigendsten und unverständlichsten finde ist, wie wenige Menschen sich daran erinnern. Ist es echte Ignoranz oder gewollte Ignoranz? Dazu habe ich noch keine Entscheidung gefunden. Junge Leute scheinen sich der Menschheitsgeschichte gegenüber so wenig bewusst. Sie können dir sagen, wie oft Selena Gomez sich von Justin Bieber getrennt hat, aber ich bezweifle ernsthaft, dass sie einem irgendetwas selbst der Geschichte der letzten zehn Jahre sagten können, geschweige denn von den letzten hundert Jahren des Planeten Erde.

Es ist eine bequeme Vergesslichkeit, die zweifelsohne durch den Marsch neuer Kräfte der Barbarei verursacht wurde, die unter dem Deckmantel der Einwanderung in die freie Welt eingefallen sind. Die gewalttätigen Demonstrationen überall in Europa zur Unterstützung der schlachtenden Horden vergewaltigender Entführer und völkermörderische, rassistischer Irrer, die unter der neu geprägten Version des Islam die reizenden Straßen von Paris übernommen haben, die Gehwege der Londoner High Street und anderer europäischer Hauptstraßen sind zu zahlreich, als dass man sie zählen könnte. Ihre abstoßenden, antisemitischen Parolen verschmutzen die Mauern der einst zivilisierten Welt. Wer es nicht mit eigenen Augen gesehen hat, wird es noch zu sehen bekommen. Wo immer ihr lebt, sie werden bald auf einer Straße in eurer Nähe sein.

Juden haben aus offensichtlichen Gründen nicht den Luxus unsere Geschichte zu vergessen. Von allen Völkern der Welt sind wir diejenigen, die am wenigsten bereit sind sie zu wiederholen – aus offensichtlichen Gründen.

Ich war von der Geschichte der Juden an allen Orten der Welt, die ich besuchte, fasziniert. Ohne Ausnahme folgte die jüdische Präsenz überall in Europa demselben Muster. Juden wurden vertrieben. Dann wurden Juden aus bestimmten Gründen vorübergehend „erlaubt“ sich in bestimmten Städten eine bestimmte Zeit lang niederzulassen, um den besonderen Bedürfnissen der derzeitigen Herrschaftsklassen zu dienen. Dann wurden sie wieder hinausgeworfen. Und dann tröpfelten sie wieder zurück, bis sie erneut hinausgeworfen wurden.

Es erscheint mir so, dass Europas derzeitige Haltung gegenüber dem jüdischen Staat mit einem wahnhaften Wunsch nach Rückeroberung dieser historischen Fähigkeit befleckt, Juden vorzuschreiben, wo sie leben dürfen und wo nicht; was sie tun dürfen und was nicht. Vielleicht ist das der Grund, dass sie über die Europäische Union weiter Edikte und Warnungen und Forderungen ausgeben und üble Blutschuld-Vorwürfe erfinden, es ablehnen anzuerkennen, dass die Geschichte weitergezogen ist und dass die Juden nicht länger die Genehmigung Europas brauchen, um sich anzusiedeln und zu wachsen und zu gedeihen und zu kreieren und ihren eigenen Bedürfnisse nachzukommen, ohne Rücksicht darauf wie Europa bedient werden will.

In den 70-er Jahren des 18. Jahrhunderts wurden Juden in Schweden nur zugelassen, wenn sie zum Christentum übertraten, bis ein Siegelmacher aus Deutschland namens Aron Isak diese Forderung zurückwies: „Ich würde meine Religion nicht für alles Gold der Welt ändern.“ Das beeindruckte den Oberbürgermeister von Stockholm dermaßen, dass er Herrn Isak empfahl mit König Gustav III. zu sprechen, der ihm nicht nur das Recht gewährte Schwedens erster jüdischer Staatsbürger zu werden, sondern auch zehn weitere Familien mitzubringen, damit er ein Minyan bilden konnte.

Aus einem ruhigen Leben in einer toleranten und liberalen Bevölkerung ist das jüdische Leben in Schweden und dem größten Teil Europas zu einem Albtraum geworden, weil muslimische Einwanderer aus der gesamten islamischen Welt das Land überfluteten und auf einen Bevölkerungsanteil von vier Prozent anwuchsen.

Seit dem jüngsten Krieg im Gazastreifen ist das Leben für die schwedischen Juden noch unerträglicher geworden. „Wir haben immer gewusst, dass es in Schweden solche gibt, die uns hassen, aber diesmal kam das noch mächtiger zum Ausdruck, denn es gab so viele antisemitische Äußerungen und Angriffe durch Antisemiten, dass es unmöglich war sie alle zu verfolgen. Selbst unter Prominenten, Politikern und Journalisten – das war keine Kritik an der Operation im Gazastreifen, sondern wirklich Hass auf Juden“, erzählte der 22-jährige schwedisch-jüdische Student Victor Boslöv-Reichmann NRG.

Die Ironie, dass Europa historisch seine Türen den Juden verschloss, nur um sie den Muslimen weit zu öffnen, ist kaum zu ignorieren. In Schweden hat das zumindest keinen Segen gebracht. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2013 berichteten mehr als 1.000 schwedische Frauen in der Hauptstadt Stockholm von muslimischen Einwanderern vergewaltigt worden zu sein, ein großer Teil von ihnen noch nicht einmal Teenager.

Unser Schiff legte in Stockholm an. Jede Menge hübscher Häuser. Jede Menge dunkelhaariger Männer, die blonde Schwedinnen beäugten. Und viele Schilder, die das „Abschlachten“ von Palästinensern im Gazastreifen verdammten.

Ich flog nach Israel nach Hause. Am ersten Abend nach der Rückkehr gab es in Jerusalem Roten Alarm.

Leider fühlte es sich normal an.

Dennoch war das besser als in Schweden zu sein – oder an irgendeinem anderen Ort im Ausland, wo die örtliche Ruhe durch unmoralische Ignoranz erkauft ist. Wenn es aber stimmt, dass George Santayana recht hatte, als er schrieb: „Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen“, dann wird es an keinem dieser Orte noch allzu lange ruhig bleiben.

Dieser Artikel wurde zuerst in der Jerusalem Post vom 29. August 2014 veröffentlicht.

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