Der Ursprung des niederländischen Islamo-Nazismus

29. September 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Europa, Europa+Islam | Hinterlasse einen Kommentar
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Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Anfang September wurde – recht plötzlich – klar, dass Islamo-Nazismus in den Niederlanden beträchtlichen Umfang angenommen hat und bereits zu einer halbwegs organisierten Bewegung geworden ist. Rob Bertholee, Leiter des AIVD – des niederländischen Allgemeinen Geheimdienstes – sagte in einem Interview, dass die Jihadisten-Bewegung hunderte Anhänger hat, die Zahl der Sympathisanten des gewalttätigen Jihad in den Niederlanden aber in die Tausende geht.1 Im Juli 2014 veranstalteten Dutzende Unterstützer des Islamischen Staats (IS) in Den Haag eine Demonstration Zu darauf folgenden Gelegenheiten wurden bei antiisraelischen Demonstrationen Flaggen des IS und der Hamas gezeigt. Bis dahin hieß es offiziell, dass es 130 Jihadisten gibt, die die Niederlande verließen; 30 waren aus dem Nahen Osten zurückgekehrt und rund 15 wurden getötet.2

Der Islamo-Nazismus in den Niederlanden hat üble, weit zurückgehende und seltsame Wurzeln. Im vergangenen Jahrhundert, lange bevor das Problem der Islamo-Nazis bestand, waren bereits einige ihrer Parolen beliebte Redewendungen, die in niederländischen Fußballstadien gesungen oder gebrüllt wurden.3 Die Behörden gingen nicht gegen Sprüche wie „Hamas, Hamas, Juden ins Gas“ oder „Tod den Juden“ vor. Sie betrachteten das Stadion vielmehr als extraterritoriales Gelände, in dem das niederländische Recht nicht voll anzuwenden ist.

Ein bizarrer Aspekt dieser Sprüche bestand darin, dass ihre Ziele nicht Juden waren, sondern fanatische Fans des Amsterdamer Fußballclubs Ajax. Aus unerfindlichen Gründen nannten diese sich selbst „Juden“. Radikale Anhänger anderer Fußballvereine wie Feyenoord Rotterdam schrien ihre Hass-Parolen, wenn ihr Verein gegen Ajax spielte. Da die Behörden nicht reagierten, begannen diese antisemitischen Sprüche sich ihren Weg aus den Fußballstadien hinaus zu bahnen. Als Feyenoord 1999 niederländischer Fußballmeister wurde, schrie einer seiner Spieler, Ulrich van Gobbel, vor einer riesigen Menge auf einer von Rotterdams Hauptstraßen achtmal ins Mikrofon: „Wer nicht springt, ist ein Jude.“4

Fußballfans sangen die Hass-Parolen auch in öffentlichen Verkehrsmitteln.5 In der Folge wurden die antisemitischen Sprüche gegen erkennbare Juden verwendet. Oberrabbiner Binyomin Jacobs erinnert sich, dass er einmal zusammen mit einem Kollegen, einem nicht jüdischen Psychologen, in einen Zug stieg. Dieser war mit vielen Fans von Feyenoord vollgepackt, die anfingen zu brüllen: „Hamas, Hamas, Juden ins Gas.“6 Der Fußball-Antisemitismus nahm ab, nachdem 2004 ein Spiel in Den Haag abgebrochen wurde, als die Fans sangen „Hamas, Hamas, der Schiedsrichter ins Gas.“7 Seitdem sind die Behörden von Zeit zu Zeit gegen die Hass-Sprüche vorgegangen.

Einige junge Muslime wurden die Vorläufer der heutigen Islamo-Nazis. 2001 gaben in mehreren niederländischen Schulen muslimische Jugendliche ihrer Freude über den 11. September Ausdruck. Auch wurde starke Bewunderung für Osama bin Laden zur Schau gestellt.8 In Amsterdam spielten 2003 am nationalen Gedenktag während der Feier zu Ehren der Gefallenen des Zweiten Weltkriegs marokkanische und türkische Jugendliche Fußball mit den Kränzen und schrien „Tod den Juden“.

Im April 2004 saß ich während eines Besuchs in Amsterdam in einem Straßenbahnwagen, als vier Jugendliche im Alter von etwa 15 Jahren mit olivfarbener Haut von hinten hereinkamen und sich ein paar Meter hinter mir hinsetzten. Einer von ihnen begann zu singen: „Du musst Juden töten, aber es ist verboten.“ Das richtete sich nicht speziell gegen mich, da ich keine äußeren Zeichen meines Glaubens trug und sie mich nur von hinten sehen konnten. Dieser Vorfall sollte der Anfang meines Buches aus dem Jahr 2010 werden, dessen Titel man mit „Der Niedergang: Juden in den führungslosen Niederlanden“ übersetzen kann.10

Am 4. November 2004 gab es eine radikale Veränderung. An diesem Tag ermordete der Marokkaner Mohamed Bouyeri den niederländischen Filmemacher Theo van Gogh. In einem Brief, den er mit einem Messer auf Van Goghs Leiche befestigte, bedrohte er auch Ayaan Hirsi Ali, damals niederländische Parlamentarierin, mit dem Tod. Sie ist später in die USA gegangen.11 Einige weitere niederländische Muslime, mit denen sich Bouyeri regelmäßig traf, wurden wegen des Vorwurfs versuchten vorsätzlichen Mordes verhaftet. Einige wurden verurteilt und gingen ins Gefängnis.12 Es gab auch einige öffentliche Aufmerksamkeit für die Tatsache, dass zwei niederländische Jihadisten 2002 im Kaschmir getötet wurden.

In den Jahren nach dem Mord an Van Gogh verfiel die Situation und wurde weniger transparent. Der AIVD verkündete 2006, dass die Rekrutierung von Jihadisten in den Untergrund gegangen war.13 Es gab regelmäßig Todesdrohungen gegen den gut geschützten, antiislamischen Politiker Geert Wilders; von Zeit zu Zeit wurden auch andere ins Visier genommen. Einer, der Dutzende Todesdrohungen erhielt, ist Ehsam Jami, der eine Organisation ehemaliger Muslime gegründet hatte. Er wurde auch körperlich angegriffen.14 Es wurde öffentlich bekannt, dass die Amsterdamer El-Tawheed-Moschee ein Buch mit dem Titel „Der Weg des Islam“ verkaufte, das Rat gab, wie man Homosexuelle von hohen Gebäuden stürzt.15

Die Beobachter muslimischer Internetseiten versuchten systematisch, Hassreden und Aufrufe zu Gewalt auszufiltern, aber sie waren nicht immer erfolgreich.16 Gelegentlich besuchten aufhetzerische Imame aus dem Ausland die Niederlande.17 Dieses Jahr gab der stellvertretende Premierminister Lodewijk Asscher zu, dass das Innenministerium Jahre lang die Möglichkeit außer Acht gelassen hatte, ihre Einreise in die Niederlande zu verbieten.18

2006 machte der Rapper Appa ein Video, in dem maskierte Jugendliche Hamas-Flaggen schwenkten. Es wurde mehr als eine Million Mal heruntergeladen.19 Im September 2007 fand in Rotterdam ein propalästinensischer Kongress statt, zu dem Hamas-Führer Ismail Haniyeh eingeladen wurde. Die niederländische Regierung verbot ihm allerdings die Einreise. Daraufhin sprach Haniyeh über Video zum Kongress. Auch der ehemalige niederländische Premierminister Dries van Agt, ein Christdemokrat, sprach dort. Dieser führende niederländische Hetzer gegen Israel sagte auf dem Kongress, dass die Hamas von der Liste der Terrororganisationen gestrichen werden sollte.20 2009 schrien antiisraelische Demonstranten in Amsterdam: „Hamas, Hamas, Juden ins Gas.“ Zwei Parlamentarier der linken Sozialistischen Partei, die an der Demonstration teilnahmen, behaupteten, sie hätten diese Sprüche nicht gehört. Sie gaben zu, dass sie selbst schrien: „Intifada, Intifada, Palästina muss frei sein.“21

Mit dem Bürgerkrieg in Syrien wurde der Islamo-Nazismus in den Niederlanden erwachsen. Er blieb jedoch weithin im Untergrund, denn die Jihadisten, die nach Syrien gingen, wollten nicht die Aufmerksamkeit der Behörden auf sich lenken, da diese ihre Ausreise hätten verhindern können. In diesem Sommer erreichte dann der Jihadismus die Öffentlichkeit Jetzt hat der AVID endlich eingestanden, was dieser Geheimdienst schon lange gewusst haben muss – dass die Zahl der jihadistischen Sympathisanten in den Niederlanden in die Tausende geht.

Dr. Manfred Gerstenfelds kommendes Buch „The War of a Million Cuts“ analysiert, wie Israel und die Juden delegitimiert werden und wie man dagegen kämpfen kann.
Er war von 2000 – 2012 Vorsitzender des Jerusalem Center of Public Affairs.

 

1 Harry Lensink, Jaco Alberts: AIVD-baas Rob Bertholee over ‘het fenomeen’. Vrij Nederland, 3. September 2014. [niederländisch]
2 Politie pakt paspoort 10 leden ‘jihadgezinnen’ af. Volkskrant, 30. August 2014. [Niederländisch]
3 Einen Überblick über den niederländischen Fußball-Antisemitismus finden Sie bei: Manfred Gerstenfeld: Anti-Semitism and the Dutch Soccer Fields. Journal for the Study of Anti-Semitism, Band 3, Ausgabe 2/2011, S. 629-646.
4 Simon Kuper: Ajax, de joden, Nederland. Hard Gras 22 Amsterdam (L.J. Veen) 2000, S. 141. [niederländisch]
5 Manfred Gerstenfeld: Het Verval, Joden in een Stuurloos Nederland. Amsterdam (Van Praag), 2010, S. 23. [niederländisch]
6 ebenda, S. 25
7 Robert Misset: Staking na wangedrag ADO-fans. Volkskrant, 18. Oktober 2004. [niederländisch]
8 Margalith Kleijwegt, Max van Weezel: Het land van haat en nijd. Amsterdam (Balans), 2006, S. 108. [niederländisch]
9 Dodenherdenking in Amsterdam verstoord. In: Trouw, 9. Mai 2003. [niederländisch]
10 Manfred Gerstenfeld: Het Verval.
11 Jean Wanningen: Er is vandaag een Amsterdammer vermoord. Dagelijkse Standaard, 2. November 2013. [niederländisch]
12 Lid Hofstadgroep Jason W. is vrij. In: NOS.nl, 11. May 2013. [niederländisch]
13 Ons ideaal is islamitische maatschappij; ook in Nederland. Telegraaf, 24. Januar 2008. [niederländisch]
14 Stroom telefonische doodsbedreigingen voor Jami. Volkskrant, 9. August 2007. [niederländisch]
15 Omstreden, nooit veroordeeld. NRC Handelsblad, 9. November 2004. [niederländisch]
16 Aantal linkse sites groeit nauwelijks, aantal moslimsites wel. NRC.nl, 25. August 2007. [niederländisch]
17 Speech sjeik Khalid Yasin op YouTube. Volkskrant, 25. Januar 2009. [niederländisch]
18 Harde aanpak haat-imams. NOS.nl, 25. August 2014. [niederländisch]
19 Robbert de Witt: Wilders doet aangifte tegen Marokkaanse rapper. Elsevier, 19. August 2007 [niederländisch]
20 De Hamas-broeder moest achter de muur blijven. NRC Handelsblad, 7. Mai 2007. [niederländisch]
21 Robbert de Wit: Van Bommel: Intifada oproep buitengewoon onhandig. Elsevier,15. Januar 2009. [niederländisch].

 

Wie Deutschland Judenhass finanziert

26. September 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Deutschland, Israel, Nahost, NGOs | 4 Kommentare
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Vijeta Uniyal, FrontPageMag, 23. September 2014 (ursprünglich auf TheCommentator.com)

Eine Woche nachdem Kanzlerin Angela Merkel bei einer bahnbrechenden Demonstration in Berlin die Festlegung ihrer Regierung auf die Bekämpfung des Antisemitismus bestätigte, muss vor Orte noch eine Menge getan werden, um die steigende Welle des Antisemitismus zu stoppen.

Zuhause haben die Gesetzeshüter nicht nur Apathie und Untätigkeit gezeigt, so im Fall des muslimischen Imam in Berlin, der zur Auslöschung der Juden aufforderte oder gegen Demonstranten in vielen deutschen Städten, die antisemitische Parolen brüllen. Die Polizei scheint manchmal zu überschlagen und gestattet Demonstrationen Polizei-Megafone und -Fahrzeuge zu nutzen, um ihren Hass zu verbreiten – so vor kurzem in Frankfurt und Hagen.

International bleibt der deutsche Steuerzahler ein führender Sponsor von NGOs und Gruppen, die Israel und das jüdische Volk ins Visier nehmen. Nach konservativen Schätzungen der Watchdog-Gruppe NGO Monitor zahlte die deutsche Regierung von 2010 bis 2014 mehr als €4 Millionen an Organisation in Israel und die Palästinensergebiete, die aktiv Kampagnen zur Dämonisierung und Delegitimierung des Staates Israel führen.

Allein zwei politische deutsche Stiftungen – die Rosa-Luxemburg-Stiftung und die Heinrich-Böll-Stiftung – könnten mehr als €2 Millionen Steuereinnahmen jährlich an solche Gruppen fließen lassen. Nach Angaben von NGO Monitor haben beide politischen Stiftungen fehlende Transparenz zu ihren Zuweisungspraktiken gezeigt, was es kompliziert macht die tatsächliche Geldmenge zu schätzen, die an diese Gruppen geht. Die wahren Zahlen dürften noch höher liegen.

Es überrascht nicht, dass beide Stiftungen zufälligerweise eine lange Geschichte der Unterstützung antiisraelische Kampagnen in Deutschland haben. Heute führt Kerstin Müller, eine Grünen-Politikerin, die in der antiisraelischen Boykott-Bewegung aktiv war und sich für die Kennzeichnung in die EU eingeführter israelischer Waren einsetzte, leitet jetzt das Büro der Heinrich-Böll-Stiftung in Tel Aviv.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung ist mit der Linksaußen-Partei „Die Linke“ verbunden, Nachfolgerin der ostdeutschen kommunistischen Partei (SED). Die Luxemburg-Stiftung organisiert regelmäßig Veranstaltungen für antiisraelische Aktivisten und veröffentlicht Literatur, die für gegen Israel gerichtete Taktiken der Boykott, De-Investition und Sanktionen (BDS) wirbt.

Die Gesamtzahlen aus Europa und anderen westlichen Ländern sind genauso gigantisch. Von 2011 bis 2014 gaben europäische Regierungen mehr als €25 Millionen an israelische und palästinensische NGOs, die an den Kampagnen zur Delegitimierung und zu antiisraelischen Boykotten beteiligt sind. Weltweit werden NGOs, die aus Europa, Nordamerika und weiteren heraus agieren und antiisraelischen Kampagnen betreiben, jährlich rund €100 Millionen zur Verfügung gestellt.

Viele NGOs, die Geld aus Deutschland erhalten, sind an Lawfare-Kampagnen gegen Israel beteiligt. Unter Nutzung dieser sogenannten Lawfare-Strategie streben diese Aktivisten an juristische Vorschriften im Ausland dazu auszunutzen die israelische Regierung und Beamte mit Zivilklagen und Ermittlungen einzuschüchtern. Der Hauptzweck dieser Übung ist es zu belästigen, mobben und Gerichte als Plattformen für Aktivismus zu benutzen, weniger ein juristisches Ergebnis zu erzielen.

Es ist allerdings mehr als Besorgnis erregend, wenn deutsche Gelder an Gruppen gehen, die unverhohlen antisemitisch sind. Deutsche Gelder, die im Namen von „Entwicklungsprojekten“ zugewiesen werden, enden bei Gruppen, die in ihren Kampagnen regelmäßig antisemitische Themen und Bilder nutzen.

Dieser Finanzstrom aus Deutschland und anderen europäischen Ländern ist Teil einer anhaltenden Kampagne auf Israel Druck auszuüben, es zu zwingen einseitige Kompromisse zu machen. Es ist eine Diplomatie, die von dem kindlichen Glauben getrieben wird, die Konflikte im Nahen Osten würden aufhören zu bestehen, wenn nur Israel bereit sein könnte sich auf eine Größe einzuschrumpfen, die die arabischen Staaten ihm zuzugestehen bereit sind – und das zu einem vorgegebenen Zeitpunkt.

Das geopolitische „Armumdrehen“ und die Dämoniserung Israels haben ihren Preis. Statt das Bildungsniveau zu verbessern oder die Fähigkeiten und Fertigkeiten palästinensischer Jugendlicher zu entwickeln, schüren diese Gruppen weiter die uralten Feindseligkeiten. Und statt beeindruckbaren palästinensischen Jugendlichen zu helfen über die Defizite ihrer eigenen Gesellschaft kritisch zu denken und nach echter Veränderung zu streben, bieten diese Gruppen ihnen leichte Sündenböcke in der Form Israels und des jüdischen Volks.

Wenn heute deutsche Politiker mit dem Problem des steigenden Antisemitismus ringen, wäre das ein guter Anlass für sie von Spenderorganisationen Rechenschaft zu verlangen und einen genaueren Blick auf die Netzwerke zu werfen, die diesen Hass finanzieren.

Die jüngsten antisemitischen Krawalle in Deutschland sein ein eindeutiger Vorbote dessen, was noch kommt. Wenn Migration aus den arabischen Ländern im derzeitigen Tempo weitergeht, könnte ein großes Maß dieses Hasses zurück nach Deutschland importiert werden – und auch das ist ein Thema, das wir nicht ignorieren dürfen.

Alt hergebrachter Antisemitismus für progressiv Denkende

25. September 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Europa+Nahost, Geistesgrößen, Medien+Nahost | Hinterlasse einen Kommentar
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Es gibt eine Gemeinschaft in der Welt, die nach Angaben der britischen Zeitung The Independent vernünftigerweise eine Kinder mordende Gemeinschaft genannt werden kann.

Ben-Dror Yemeni, YNetNews, 22. August 2014

Kritik an Israel ist nicht antisemitisch. Wir haben das tausendmal gesagt und wir sollten es weitere tausend Male sagen. Aber um den Unterschied zwischen legitimer Kritik und Antisemitismus zu verstehen, muss man zu ein wenig zurückgehen, zu einem Artikel von vielen, der gegen Israel veröffentlicht wurde. Es war keine Kritik an Israel. Es war Kritik an einer „Kinder mordenden Gemeinschaft“. Er wurde nicht in einem Magazin der Nazipartei Bayerns veröffentlicht. Diese obszönen Worte wurden in der Zeitung The Independent in Großbritannien geschrieben. Einer Zeitung für aufgeklärte Menschen, für progressiv Denkende.

Wie genau wurde Israel zu einer „Kinder mordenden Gemeinschaft“? Nun, nach Angaben der extremsten – und am stärksten manipulativen – Version, die sich auf Quellen stützt, die unter der Schirmherrschaft der Hamas agieren, wurden während der Operation „Fels in der Brandung“ (Protective Edge) 1.800 Menschen getötet. Wir nehmen mal an, dass dies keine Lüge ist. Von dieser Zahl, wird angegeben, waren 24 Prozent jünger als 18 Jahre. Das ist ein weit höherer Anteil als der Anteil der Minderjährigen in der derzeitigen Bevölkerung, aber sagen wir, dass auch das stimmt. Arbeiten wir mit den Daten der Hamas. Und nach Angaben der von der New York Times veröffentlichten Berechnungen waren 16 Prozent der im Gazastreifen Getöteten jünger als 15 Jahre.

Wie verhielt sich Großbritannien in seinem letzten großen Konflikt? Nun, britische Truppen waren 2003 an der Invasion des Irak beteiligt. Das britische medizinische Magazin „The Lancet“, das für die progressiven britischen Kräfte so genehm ist, behauptet, dieser Krieg – keine Besatzung, die lange Jahre dauerte – verursachte 100.000 Tote. Und nach Angaben derselben Publikation waren 46 Prozent davon jünger als 15 Jahre. Das heißt 46.000 Kinder. Nicht Jugendliche – Kinder.

Mit anderen Worten: Es gab für Kinder eine Sterblichkeitsrate von 46 Prozent durch die Briten, von 16 Prozent durch Israel. Im Fall des Vereinten Königreichs, das Teil der NATO ist, können wir ein wenig weiter zurückgehen und uns daran erinnern, was bei der Bombardierung von Belgrad 1999 während des Kriegs im Kosovo (Operation Allied Force) geschah. Die Ergebnisse sind dieselben. Rund 500 Soldaten wurden getötet, dazu 1.200 bis 1.500 Nichtkombattanten, Hunderte davon Kinder.

Und als Belgrad sich über den schweren Schaden für unschuldige Menschen und Kinder beschwerte, antwortete der kürzlich verstorbene, damalige Außenminister Robin Cook: „Wie können sie es wagen Krokodiltränen wegen in dem Konflikt Getöteten zu vergießen, für die sie selbst verantwortlich sind?“

Weder benutzten die Armeen des Irak noch der Serben Kinder als menschliche Schutzschilde, noch kündigten sie offiziell an, dass sie Kinder als menschliche Schutzschilde benutzen würden, wie es die Hamas tat. Sie gaben auch kein Handbuch heraus, das von Kämpfern forderte Konzentrationen von Zivilisten zu nutzen, wie es die Hamas machte. Trotzdem verursachten die Briten zusammen mit den Amerikanern eine weit höhere Zahl an toten Kindern, sowohl in relativen als auch in absoluten Zahlen.

Die die Zeitung The Independent hat entschieden, dass es eine Gemeinschaft in der Welt gibt, von der es erlaubt ist sie als „Kinder mordende Gemeinschaft“ gebrandmarkt werden darf. Es ist nicht das erste Mal, dass man in Europa damit um sich wirft. Das Lied ist nur allzu bekannt. Kritik an Israel, muss noch einmal gesagt werden, ist kein Antisemitismus. Aber diese progressive britische Zeitung hat klar gezeigt, dass das manchmal – nur manchmal – keine Kritik ist oder auch neuer Antisemitismus. Manchmal ist es der alte Antisemitismus in all seiner Pracht.

Analyse: Gibt es in Deutschland eine Kluft zwischen „Nie wieder Judenhass“ und der Realität?

23. September 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Deutschland | Hinterlasse einen Kommentar
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In Deutschland klafft immer noch eine riesige Lücke zwischen den Reden gegen den Antisemitismus und den Aktionen im Alltag.

Benjamin Weinthal, Jerusalem Post, 15. September 2014 (übersetzt von Cora)

Berlin – Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hielt am Sonntag im Herzen des Regierungsviertels eine charakteristisch hervorragende Rede gegen den Antisemitismus.

Sie stauchte die angebliche Kritik an Israel als „Ausdruck des Judenhasses auf Pro-Palästina Demonstrationen“ zusammen. Ihre Verachtung gegenüber den antijüdischen Aktivisten und ihre Gefühle waren kristallklar. „Es ist unsere nationale und bürgerliche Pflicht, den Antisemitismus zu bekämpfen.“ rief sie aus.

Während Israels Aktion „Protective Edge“ (Schützende Schneide), die das Raketenfeuer der Hamas stoppen sollte, wurde Deutschland von antisemitischer Gewalt überflutet, einschließlich eines Brandanschlages auf ein eSynagoge in Wuppertal und Angriffe auf Kippot tragende Juden.

Angesichts der immer mehr verschwindenden Grenze zwischen Antizionismus und Antisemitismus in Europa, fragen sich einige deutsche Juden, ob es nicht besser gewesen wäre, die Demonstration „Steht auf: Israel Hass – Nie wieder!“ statt „Steh auf: Juden Hass – Nie wieder!“ zu nennen.

Nathan Gelbart, ein bekannter Berliner Rechtsanwalt und Vorsitzender des deutschen Zweiges des Keren Hayessod – Vereint mit Israel, sagte gegenüber der Jerusalem Post, dass ein Banner, auf dem stünde „Israels Recht auf Selbstverteidigung darf nicht geleugnet werden“ mehr Gewicht gehabt hätte.

In Deutschland klafft immer noch eine tiefe Kluft zwischen den Reden gegen den Antisemitismus und den Aktionen im Alltag.

Nehmen wir zum Beispiel die libanesische Terrororganisation Hisbollah. Deutschland hat den militärischen Arm als eine terroristische Einheit bezeichnet, doch es hat den sogenannten politischen Arm dieser Gruppe nicht verboten. Es gibt in Deutschland 950 Menschen, die diesem politischen Arm angehören und diese spielten eine Schlüsselrolle beim Schüren des modernen Antisemitismus während der Demonstration zum Al-Quds-Tag in Berlin, bei der zur Zerstörung Israels aufgerufen wurde.

Nach Aussage des Zentralrats der Juden in Deutschland, der die Demonstration am Sonntag initiiert hatte, riefen die Demonstranten auf der Hisbollah-Demonstration „Juden ins Gas“ und den Nazislogan „Sieg Heil“.

Gelbart sagte, dass Deutschland seit letzter Woche den Islamischen Staat ächte und hier keinen Unterschied zwischen einem angeblich politischen und militärischen Flügel mache. „Die Hisbollah hat die gleiche faschistische Ideologie wie der Islamische Staat“, sagte Gelbart und setzte hinzu, dass Deutschland nicht entschieden genug gegen die Aktivitäten der Hisbollah in Deutschland vorgeht.

Die Anwesenheit der Linkspartei als einer der Unterstützer der Demonstration scheint ein weiterer Widerspruch. Viele Kritiker sehen in der Linkspartei eine der größten Parteien, die auf Israel einschlagen. Im Juni unterstützte ein Zweig der Jugendorganisation der Linken, Solid Ruhr, eine propalästinensische Demonstration, auf der Teilnehmer Flaschen und Steine auf Pro-Israel-Demonstranten warfen und „Brenn, Scheißjude!“ schrien.

Die Polizei nahm am selben Tag 14 Leute fest; sie planten eine Aktion gegen die Synagoge in Essen, wo die Solid Ruhr Anti-Israel Proteste stattfanden.

Letzte Woche veröffentlichte Inge Höger, Bundestagsabgeordnete der Linken, eine Erklärung, in der sie Deutschland dazu aufrief, die Auslieferung der Delfin-U-Boote an Israel zu stoppen.

Dr. Nikolaus Schneider, Oberhaupt der evangelischen Kirche in Deutschland und Kardinal Reinhardt Marx von der römisch-katholischen Kirche sprachen am Sonntag eloquent gegen den Antisemitismus.

Nichtsdestotrotz hat die Friedensbewegung Pax Christi, die zur katholischen Kirche in Deutschland gehört, zu einem Boykott israelischer Produkte aufgerufen.

Protestantische Bildungseinrichtungen haben im Verlauf der letzten Jahre Veranstaltungen mit dem iranischen Regime unterstützt und Vertreter der Hamas zu Anti-Israel Veranstaltungen eingeladen.

Der brennende Lackmustest für die deutsche Zivilgesellschaft und die politische Klasse wird darin bestehen, ob sie die Kluft zwischen den rhetorischen und tatsächlichen Aktionen gegen Antisemitismus verkleinern.

Israel und die Juden: Spiegel für das hässliche Europa

22. September 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in EU-Europa | Hinterlasse einen Kommentar
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Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Es gibt vieles, das in der Europäischen Union grundlegend falsch läuft. Die europäische Haltung gegenüber Israel und den Juden dient als exzellenter „Spiegel“, der ein besseres Beobachten mehrerer wichtiger Aspekte der europäischen Gesellschaft ermöglicht. Ein paar Beispiele veranschaulichen dies.

Einer dieser Aspekte betrifft die Einwanderung. Im Verlauf der letzten Jahrzehnte haben die Länder Europas fast unterschiedslos viele Millionen Muslime ins Land gelassen. Diese Einwanderer kamen aus nicht demokratischen Staaten, in denen Antisemitismus – sowohl in seiner klassischen Form als auch in einer antiisraelischen Dimension – grassiert. Viele dieser Menschen sind oft höchst intolerant gegenüber jeglicher Kritik ihrer eigenen Religion und/oder Kultur.

So viele Menschen aus solch diktatorischen, von Hass erfüllten und diskriminierenden Umfeldern ins Land zu lassen hat bei der Zunahme des europäischen Antisemitismus eine wichtige Rolle gespielt; dieser fand seinen (bisherigen) Höhepunkt im Sommer 2014. Der Anstieg des Antisemitismus zeigte zudem die Existenz des Alter Ego der EU, das man das Hässliche Europa (Ugly Europe/UE) nennen könnte. Synagogen wurden mutwillig beschädigt. Juden wurden physisch und verbal angegriffen. Es gab Aufrufe Juden zu töten und Demonstrationen, die an die 1930-er Jahre erinnern.

Medienbericht zeigen, dass Nachkommen muslimischer Einwanderer ein unverhältnismäßig großes Maß an Verantwortung für die derzeitigen antisemitischen Vorfälle tragen. Das gilt insbesondere für die meisten der gewalttätigen Vorfälle. Jede verfügbare Statistik bestätigt diese Tatsache.1 Das höchst negative Ergebnis dieser europäischen Einwanderungspolitik ist eine neue Form des staatlich ermöglichten Antisemitismus.

Europas zweierlei Maß ist aus dem Vergleich der Art und der Zahl der Verurteilungen Israels mit denen anderer Länder ersichtlich. Die EU legt regelmäßig zweierlei Maß in Sachen Israel an, was nach der Antisemitismus-Definition der Europäischen Grundrechte-Agentur (FRA) antisemitisches Handeln ist.2 Die Aufhebung dieser Definition durch die FRA im Jahr 2013 kann als zusätzlicher europäischer Schritt zur die Begünstigung von Antisemitismus angesehen werden.3

Der zweifelhafte Charakter der höchst überbewerteten Disziplin des internationalen Rechts kann ebenfalls über seine Anwendung auf Israel durch die EU aufgezeigt werden. Die EU behauptet, israelische Siedlungen seien illegal. Mehr als eintausend Juristen – darunter ehemalige Justizminister und viele andere Prominente aus einer Vielzahl von Ländern – unterzeichneten ein Dokument, das erklärte, dass die Siedlungen legal sind. Nicht nur all diese Rechtsexperten glauben, dass israelische Siedlungen legal sind, auch die US-Reagan-Administration tat das.4 Dieses Dokument wurde mehreren hochrangigen Offiziellen der EU zugestellt. Die einzige Antwort, die kam, war die Bestätigung eines nachrangigen EU-Offiziellen, dass man das Dokument erhalten hatte.5

Wenn die EU geglaubt hat, ihre Interpretation des internationalen Rechts sei stichhaltig, dann hätte sie eine überzeugende Antwort auf das Dokument gegeben. Alternativ hätte sie bereitwillig eine Konferenz organisiert, um ihre Sicht vorzutragen.

Israel mag als sprichwörtlicher Spiegel dafür genutzt werden, um eine andere Facette dessen genau zu beobachten, was in der Europäischen Union grundlegend falsch läuft. Die EU hat rund 400 Millionen Bürger im Alter ab 16 Jahren. Mehr als 40% von ihnen begrüßen eine dämonische Sicht Israels. Das wurde unter anderem durch eine Studie der Universität Bielefeld gezeigt, die im Auftrag der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung durchgeführt und 2011 veröffentlicht wurde.6 Eine gestellte Frage war, ob man mit der Aussage übereinstimmt, dass Israel einen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser führt. Es ist leicht zu verstehen, dass diese von großen Teilen der EU-Bevölkerung vertretenen Meinungen auf extremer Verleumdung beruhen.

Wenn Menschen andere fälschlich beschuldigen Massenmörder und völkermörderisch zu sein, dann spiegelt das die kriminelle Denkweise der Anklagenden. Diese von Hass erfüllten Meinungen zu Israel geben die Mentalität eines starken Minderheitsteils der EU-Bevölkerung wieder. Sie haben nicht nur eine perverse Denkweise, sondern sind auch zu einem großen Teil irrational. Man könnte argumentieren, dass sie in ihrem Denken sogar noch irrationaler – oder zurückgebliebener – sind als ihre antisemitischen Vorfahren des Mittelalters. Mittelalterliche Europäer hatten kein Mittel, um zu untersuchen, ob die Anschuldigungen der Brunnenvergiftung gegen die Juden wahr oder falsch waren. Zeitgenössische Europäer können leicht überprüfen, dass das, was sie sich zu glauben entscheiden – dass Israel einen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser führt – absolut unwahr ist.

Diese falschen Überzeugungen zu Israel bieten einen Ausblick auf große Anteile der europäischen Bevölkerung. Israel kann kaum das einzige Thema sein, zu dem so viele Europäer völlig irrational sind und radikal falsch liegen. Es muss viele weitere geben.

Nimmt man andere Spiegel zusätzlich zu denen von Israel und den Juden, so erhöht sich die Effektivität dieser Analyse des Hässlichen Europa. Ein Beispiel dafür sind die Einstellungen gegenüber der Hamas. Diese kann man dazu nutzen die Äußerungen verschiedener europäischer Politiker, Organisationen und Einzelpersonen zu analysieren, die sich zum palästinensisch-israelischen Konflikt äußern. Viele verurteilen Israel, schweigen aber zur völkermörderischen Agenda der Hamas bezüglich aller Juden. Diese Europäer können als indirekte Helfer der islamo-nazistischen Planer von Massenmord entlarvt werden.

Dr. Manfred Gerstenfelds kommendes Buch „The War of a Million Cuts“ analysiert, wie Israel und die Juden delegitimiert werden und wie sie dagegen kämpfen.
Er war von 2000 – 2012 Vorsitzender des Jerusalem Center of Public Affairs.

 

1 Manfred Gerstenfeld: Muslim Anti-Semitism in Europe. Journal for the Study of Anti-Semitism, Band 5/1, 2013, S. 195-229.
2 Arbeitsdefinition Antisemitismus des Koordinationsforums für die Bekämpfung von Antisemitismus (CFCA).
3 JTA: EU drops its working definition of anti-Semitism. Times of Israel, 5. Dezember 2013.
4 Erich Rozenman: Israeli settlements are more than legal. Los Angeles Times, 11. Dezember 2009.
5 Manfred Gerstenfeld, Interview mit Alan Baker: The Dirty Hands of the European Union. Israel National News, 23. Oktober 2013
6 library.fes.de/pdf-files/do/07908-20110311.pdf.

Was Palästinenser über den Holocaust denken: „Respekt für Hitler“

18. September 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Geschichte, Nahost, Palästinenser | 1 Kommentar
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Kanadischer Dokumentarist offenbart simultane Trends von Bestreiten und Unterstützung des Holocaust in Ramallah.

Ari Soffer, IsraelNationalNews, 1. September 2014

Was denken Palästinenser über den Holocaust?

Das ist eine Frage, die der Filmemacher Corey Gil-Shuster zufällig ausgesuchte Menschen in Ramallah, der politischen Hauptstadt der PA.

Die Ergebnisse waren nicht ermutigend.

Die Befragten gaben typischerweise eine von drei Antworten. Einige wussten gar nicht, was das war oder hatten nur eine vage Vorstellung. Die Mehrheit allerdings brachten die – in arabischen Ländern populäre – Behauptung zum Ausdruck, dass der Nazi-Völkermord von den Juden zum Gewinn politischer Zwecke übertrieben wurde, damit sie dasselbe den Arabern antun könnten; oder sie sagten einfach, dass sie unterstützten, was Hitler getan hatte, denn, wie eine lächelnde Frau mitteilte: „Juden sind bösartig.“

Einer der bemerkenswertesten Aspekte der Befragungen bestand nicht so sehr in denen, die ihrer Unterstützung für den Holocaust Ausdruck gaben („Hitler allen Respekt!“, antwortete einer), sondern in denen, die behaupteten sie würden genau dasselbe Level an Brutalität erfahren wie die Juden unter der Verfolgung durch die Nazis – und das selbst während sie einkauften oder frei rauchend in Cafés saßen. Das ist weit entfernt von den Entbehrungen und der Grausamkeit der europäischen Ghettos und Konzentrationslager.

„Wo sind denn die Konzentrationslager und die Gaskammern?“, fragte ein erstaunter Gil Schuster einen Mann, der sagte, die Palästinenser erlitten etwas, „das nahe am Holocaust“ sie und der einen Stand betrieb, der mit Süßigkeiten und Getränken überlief.

Das Video war Teil einer YouTube-Serie namens „Frage einen Israeli, fragen einen Palästinenser“, in dem zufällig ausgewählte Israelis und Palästinenser nach ihren Meinungen und Gefühlen zu einer weiten Bandbreite an Themen befragt werden.

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