Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (06.-12.04.2014)

12. April 2014 um 21:39 | Veröffentlicht in Friedensinitiativen, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, USA | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 06.04.2014:

Abbas Zaki von der PA behauptet, US-Sonderbotschafter Martin Indyk sei ein Zionist, der die Interessen Israels schützt. Die USA betrachteten die Lage „durch die Augen des Likud“. Sobald sie ihren Willen nicht voll und ganz bekommen oder sich jemand von ihnen nicht mehr zu 100% verarschen lässt, zeigen die Terroristen ihren vollen Antisemitismus.

Wenn die PA tatsächlich den UNO-Organisationen beitritt, wird die israelische NGO Shurat HaDin sie mit einer Klagewelle überziehen. Für die Klagen gegen PA-Offizielle wegen Brüchen internationalen Rechts, Menschenrechten usw. werden die entsprechenden Papiere vorbereitet. Sollte die PA wirklich dem Internationalen Strafgerichtshof beitreten, will die NGO diesen sofort für die entsprechenden Klagen nutzen.

Saeb Erekat: „Ich verkünde jedem im Namen des Präsidenten Mahmud Abbas und des Exekutivrats, dass die Hamas eine Palästinenserbewegung ist. Sie war keine Terrororganisation und wird keine sein.“ (Wie verschafft man sich selbst Absolution? In dem man die Schlimmeren für harmlos erklärt. Dann wird die Fatah also zur Friedensbewegung…)

Benjamin Netanyahu schießt zurück: Wenn die Palästinenser einseitig handeln, dann werden wir das auch tun. Sie müssen begreifen, dass sie einen eigenen Staat nur über Verhandlungen mit Israel erreichen können. (Das setzt natürlich voraus, dass die Terroristen einen Palästinenserstaat wollen – was bezweifelt werden darf; ihnen geht es nur darum Israel zu vernichten.)

Montag, 07.04.2014:

Der stellvertretende Chef der Islamischen Bewegung in Israel behauptet Israel würde Jerusalem Stück für Stück verjuden. Israel sei „Land, das seit 1948 besetzt ist“.

Heckmeck:
- Wohnungsbauminister Ariel von der Partei „Jüdische Heimat“ kündigte an, seine Partei werde die Koalition verlassen, sollten die Verhandlungen mit der PA wieder aufgenommen werden, ohne dass diese die Beitrittsanträge bei der UNO widerruft.
- Ein PA-Vertreter macht – natürlich – Israel für das Scheitern der Verhandlungen verantwortlich – die Israelis hätten beim letzten Treffen nur gedroht.
- Sowohl Israel als auch die Terroristen haben die USA gebeten ein weiteres Treffen (am heutigen Montag) zu organisieren, um den Zusammenbruch der Gespräche zu verhindern.

Dienstag, 08.04.2014:

Die pal-arabische Journalistin Manal Seif hat einen Preis für ihre Arbeit erhalten – die Auszeichnung palästinensische weibliche Medienpersönlichkeit 2014. Ihre Leistung: Terroristen verherrlichen und Israel verunglimpfen.

War auch zu erwarten: John Kerry macht Israel für die Krise in den „Verhandlungen“ verantwortlich. Zwar hätten beide Seiten negative Schritte unternommen, sagte er im US-Senat, aber Israel habe die vierte Tranche verurteilter Terroristen nicht freigelassen und angekündigt, dass es keinen Baustopp verhängt. (Was die Terroristen machten, spielt für den Mann natürlich keine Rolle.)
Und natürlich behauptet ein Sprecher des US-Außenamtes, die Amerikaner und auch John Kerry würden keine Schuldzuweisungen betreiben!

Und sie werden alles dafür tun, dass es so weit kommt: Ein offizieller Vertreter der PA hat angekündigt, dass ein zweiter Schub Anträge für die UNO zur Unterschrift bereit liegt, sollten die „Friedensgespräche“ diesen Monat scheitern.
Die aktuell eingereichten Anträge wollen die Terroristen jedenfalls auf keinen Fall zurückziehen.

Heckmeck:
- Nach einem weiteren Gespräch verbreiten die Amerikaner weiter Zweckoptimismus: Die Lücken seien weiter vorhanden, hieß es, aber beide Seiten seien entschlossen sie zu verkleinern. (Wer‘s glaubt…)

Mittwoch, 09.04.2014:

Netanyahu macht Ernst: Er hat Israels Regierungsbehörden angewiesen keine Treffen mit Mitglieder der PA wahrzunehmen, außerdem sind zivile und finanzielle Kooperation mit der PA verboten. Die Anweisungen gelten nicht für das Verteidigungsministerium und Gespräche im Rahmen der Friedensverhandlungen.
Dazu ließ Netanyahu einen Sprecher seines Amtes sagen, dass man von John Kerrys Anschuldigungen tief enttäuscht ist; Israel habe z.B. nie einem Baustopp zu gestimmt (den Kerry als einen der „nicht hilfreichen“ Schritte nannte, die die „Verhandlungen“ platzen ließen).

Der März war im Norden Israels der gewalttätigste seit dem Krieg 2006; es gab Schussangriffe, versuchte Bombenanschläge und Raketen entlang der Grenzen zum Libanon und Syrien.

Dass die Arabische Liga Israel alleinverantwortlich für die Probleme der „Friedensgespräche“ macht, versteht sich von selbst…

Donnerstag, 10.04.2014:

Ein hochrangiges Fatah-Mitglied warnte, die israelischen Sanktionen würden zur Auflösung der PA führen. Sie werde einfach zusammenbrechen. Dafür und für die Folgen seien ausschließlich Israel und die USA verantwortlich.
Die Hamas sagte zum selben Thema, dass die Fatah jetzt gefälligst „den Widerstand von der Leine lassen“ sollte.
Abbas allerdings scheint anderer Meinung zu sein; er ließ wissen, die Gespräche könnten über den 29. April hinaus fortgesetzt werden.

Jibril Rajoub von den „Friedenspartnern“ der Fatah verkündete im PA-Fernsehen, Hitler hätte bezüglich Unterdrückung und Vernichtungslagern von Israel lernen können.

Heckmeck:
- Einen Tag nach seiner einseitigen Schuldzuweisung an Israel rudert Kerry zurück. Beim Besuch von Avigdor Liebermanin Washington DC sagte der Amerikaner, Israel sei „nicht allein verantwortlich“ für den Kollaps der Friedensgespräche. Er habe im Kongress schlicht die „Ablauf der Ereignisse beschrieben“. („Nicht allein verantwortlich“ – das heißt aber noch nicht, dass Israel nicht hauptverantwortlich ist!)
- Aus den USA kommt wieder mal, dass die Kluft zwischen Israelis und Palästinensern verringert worden sei.

Freitag, 11.04.2014:

Hamas-Kundgebung in Gaza: In ein paar Jahren wird der Widerstand Israel vernichten.

Saeb Erekat bezeichnet die Einbehaltung von Steuern der PA als „Diebstahl“. (Ich würde sagen, wer seine Strom-, Wasser- und sonstigen Rechnungen nicht bezahlt, begeht Diebstahl.)

Gegen den Bürgermeister einer israelisch-arabischen Stadt im Norden Israel wurde Anzeige erstattet, nachdem in seinem Ort Bilder der Terroristen gesehen wurden, die 1984 einen israelischen Soldaten ermordeten. Die Fotos trugen Sprüche wie „Heute ihr, morgen alle Häftlinge“ und „Ihr kamt als Helden zurück“.

Die PA hat offiziell die Genfer Konventionen unterschrieben, wurde aus der Schweiz bestätigt. (Da wollen wir doch mal sehen, wann sie endlich wegen des Terrors zur Verantwortung gezogen wird.)

Die UNO hat die Anträge der PA akzeptiert. Der PA-„Botschafter“ bei der UNO sagte, „Palästina“ werde am 2. Mai als Staat Mitglied von 13 von 15 Konventionen werden (und sei bereit mehr Anträge zu stellen). Erstaunlich, dass ein Nichtstaat wie ein Staat behandelt wird…

Heckmeck:
- Die PA bestreitet, dass es Fortschritte bei den Gesprächen mit Israel gegeben hat. Wieder eine Ohrfeige für Kerry.
- Der Generalsekretär der Arabischen Liga sagte, er sei zuversichtlich, dass die Israelis und Palästinenser die Friedensbemühungen zu verlängern.

Samstag, 12.04.2014:

Das US-Außenministerium macht Israel wieder Vorschriften: Die Steuern der PA einzubehalten sei „unglücklich“, der wirtschaftliche Austausch zwischen Israel und der PA ist notwendig und nötig für das Wohlergehen der palästinensischen Wirtschaft. (PA-Verhalten wird mal wieder links liegen gelassen.)

Heckmeck:
- Nachdem John Kerry erst Israel praktisch allein für den Stillstand in den Verhandlungen verantwortlich machte, dann ein wenig Ansatz von Zurückrudern zeigte, als er den Staat nicht mehr als „allein verantwortlich“ bezeichnete, kommt jetzt die Antwort aus Israel: Für die Krise ist Kerry verantwortlich. Schließlich hat er Abbas gegenüber falsche Versprechungen gemacht hat, die mit Israel nicht abgemacht waren und weil er Monate verstreichen ließ, in denen Diskrepanzen zur Häftlingsfreilassung hätten ausgeräumt werden können.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (23.-29.03.2014)

29. März 2014 um 22:45 | Veröffentlicht in EU-Europa, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO, USA | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 23.03.2014:

Mehrere Zehntausend Gaza-Araber versammelten sich in Gaza, um des toten Hamas-Gründers Ahmed Yassin zu gedenken, den Israel 2004 eliminierte. (Yassin beaufsichtigte 425 Terroranschläge, bei denen 377 Israelis ermordet und 2.076 verletzt wurden.)

Hamas-Führer Ismail Haniyeh droht Israel, es würde einen hohen Preis für weitere „Aggressionen“ (sprich: Verteidigung gegen Terror) zahlen.

Die Außenminister der Arabischen Liga trafen sich in Kuwait; sie forderten die arabischen Staaten auf den Palästinensern $100 Millionen monatliche Finanzhilfen zur Verfügung zu stellen und lehnten die Anerkennung Israels als jüdischer Staat ab.

Das Gaza NGO Safety Office (GANSO) versucht die auf Israel geschossenen Raketen zu zählen, ist aber anscheinend nicht so ganz erfolgreich. Dennoch sind die Zahlen interessant. In den zwei Wochen vom 6. bis 19. März sollen es 61 Raketen und 14 Mörsergranaten sein. Von den 61 Raketen fielen 23 noch im Gazastreifen oder explodierten auf der Abschussrampe. Das ist eine Fehlerquote von 38%. Dabei starben mindestens 6 Personen (4 davon Terroristen, 1 ein zweijähriges Kind).

Montag, 24.03.2014:

Der Hamas-Innenminister gab zu, dass die Terrorbande die anderen Terrorbanden im Gazastreifen in ihrem terroristischen Tun unterstützt.

Umfragen in Israel zeigen, dass die Israelis nicht für einen Abzug aus Judäa und Samaria sind. Abbas‘ können sie nicht als Friedenspartner sehen.

Die PA finanziert weiter Terroristen und ermutigt zu Terrorismus. Rami Hamdallah wies $74 Millionen aus dem PA-Haushalt den Familien von „Märtyrern“ zu. (Die PA ist praktisch pleite, aber dafür haben sie Geld!)

Ein Abbas-Handlanger behauptete mal wieder Israel behandle seine arabischen Staatsbürger als „Bürger dritter Klasse“; so werde es keinen Frieden geben.

Ein Hamas-„Parlamentarier“: Wir müssen Juden massakrieren und den Rest dazu bringen die Jizya zu zahlen.

Heckmeck:
- Der EU-Botschafter hat vorgeschlagen, dass die EU Palästinenser bezahlt, die das „Rückkehrrecht“ der „Flüchtlinge“ „aufgeben“. Bei einem Friedenshandel würde die EU so „Palästina“ „stabilisieren“ und verhindern, dass es als „failed state“ Israel mit Raketen beschießt. (Die EU hat immer noch nicht begriffen, worum es im Nahost-Konflikt geht und wer die „Palästinenser“ sind…)
- Eine Umfrage stellte fest, dass 65% der „Palästinenser“ bereit sind die „Friedensgespräche“ fortzusetzen, sollten weitere Terroristen über die vereinbarten 104 hinaus freigelassen werden.
- Obamas Regierung befürchtet einen Zusammenbruch der „Friedensgespräche“. So weit richtig. Die Schlussfolgerung ist falsch: Israel soll unter Druck gesetzt werden wieder neue Zugeständnisse z.B. in Form der Freilassung weiterer Terroristen zu machen, statt die PA unter Druck zu setzen endlich ihren Friedenswillen zu beweisen.

Dienstag, 25.03.2014:

Hamas-Premier Haniyeh forderte bei einer Demonstration in Gaza Israels Vernichtung und „Trefft, trefft Tel Aviv!“.

Mahmud Abbas hat keinen Bock Israel anzuerkennen; stattdessen tönt er, Israel wolle den Tempelberg zwischen Muslimen und Juden aufteilen, wie derzeit die Patriarchenhöhle in Hebron geteilt wird.

Navi Pillay, UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, legte wieder los: Die Raketen der Hamas seien zwar zu verurteilen, aber Israels Reaktion darauf sowieso übertrieben und die Blockade des Gazastreifens muss aufgehoben werden. Außerdem ist der Siedlungsbau die schlimmste Menschenrechtsverletzung überhaupt, er beraubt die Palästinenser aller grundlegenden sozialen, kulturellen, bürgerlichen und politischen Rechte. Und die Gewalttätigkeit der Siedler geht nun schonmal gar nicht.

Eine aktuelle Umfrage unter den „Palästinensern“ zeigt, dass sie zu mehr als drei Vierteln glauben Mahmud Abbas blufft, was die Zurückweisung des Kerry-Rahmenplans angeht, sich aber wünschen, dass er ihn tatsächlich ablehnt.

Heckmeck:
- Hamas-Scheik Hassan Yussef (aus der „Westbank“) sagt, die Hamas würde eine Vereinbarung mit Israel unterstützen, sollte sie in einem Volksentscheid bestätigt werden. (Er macht das im vollen Bewusstsein, dass die „Palästinenser“ einem Vertrag nie zustimmen werden, nie aushandeln werden, den Israel akzeptieren kann und der nicht darauf ausgerichtet ist Israel zu vernichten – was ja Abbas auch so hält. Bei uns werden sie aber wieder zu blöde sein, das auch nur für möglich zu halten.)
- Mahmud Abbas trifft Mittwoch mal wieder auf John Kerry. Dem wird er – hat er betont – erneut sagen, dass ein „jüdischer Staat“ schlichtweg nicht zur Debatte steht.

Mittwoch, 26.03.2014:

Heuchelei pur: Die USA fordern von Israel, dass es verurteilte terroristische Mörder freilässt. Allerdings keine, die Amerikaner ermordeten, sondern nur solche, die Israelis abschlachteten!

Heckmeck:
- Der PA-„Außenminister“ Al-Maliki ließ auf dem Gipfel der Arabischen Liga wissen, dass ein Abkommen zwischen Israel und den Terroristen nicht bindend sein würde. Frieden!

Donnerstag, 27.03.2014:

Ein hochrangiger Fatah-Vertreter forderte in einer im Fernsehen übertragenen Rede die „Wiederaufnahme“ des Terrors gegen Israelis.

Freitag, 28.03.2014:

Arbeitsunfall? Ein 20-jähriger Jihadist der Hamas starb im Gazastreifen beim Reinigen seiner Waffe.

Zwei offizielle PA-Vertreter gaben ein religiöses Gutachten ab: Juden ist es verboten am Kotel (Westmauer, „Klagemauer“) zu beten, weil diese integraler Bestandteil des Al-Aqsa-Geländes ist und daher alleine den Muslimen gehört.

Der vierte Trupp erzterroristischer arabischer Mörder wird von Israel (jedenfalls vorerst) nicht freigelassen, weil Abbas die Friedensgespräche scheitern lässt und einer Verlängerung nicht zustimmt. Die Entscheidung wurde getroffen, nachdem Saeb Erekat zugab, dass die PA nur mit den Gesprächen weiter macht, um diese Terroristen freizubekommen.
Die Terror-PA schäumt – das zeige, dass Israel es mit Frieden nicht ernst meint, sich an Abmachungen nicht hält und dafür zahlen wird.

Heckmeck:
- Trotz der lauten und drohenden Äußerungen der Terror-PA lassen Kerry und sein Außenministerium wissen, dass die Gespräche überhaupt noch nicht gescheitert seien.
- Leicht anders Robert Serry von der UNO: Wenn es keine Lösung gibt (sprich: Israel die Mörder doch noch freilässt), brechen die Verhandlungen zusammen.
- 76% der PA-Araber glauben, dass die Gespräche mit Israel über den 29. April hinaus fortgesetzt werden. Dabei sind 55% der Befragten gegen eine Fortsetzung, 42% dafür.
- Mahmud Abbas sagte der Arabischen Liga noch einmal, dass er es ablehnt über eine Anerkennung Israels als jüdischer Staat überhaupt nur zu diskutieren. Israel erfinde ständig neue Bedingungen, um den Frieden zu torpedieren. (Da schließt er wieder von sich auf andere…)

Samstag, 29.03.2014:

Hassan Nasrallah prahlte wieder mit den Waffen der Terrororganisation und ihren militärischen Fähigkeiten. Aber sie wollen angeblich keinen Krieg mit Israel.

Heckmeck:
- 73,9% der PalAraber befinden, dass die Freilassung der vierten. Gruppe der mörderischen Terroristen zentrale Frage für jeglichen zukünftigen Fortschritt bei den Verhandlungen ist.
- PalArabische Quellen behaupten Israel habe angeboten 400 weitere Häftlinge freizulassen, um den Stillstand bei den Gesprächen zu überwinden.
- Das widerspricht einem Bericht der Al-Hayat (London), Kerry habe Abbas gesagt, Netanyahu hätte behauptet seine Regierung würde auseinanderfallen, sollte die vierte Runde der Freilassung stattfinden, da zu dieser Gruppe 14 israelische Araber gehören.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (22.-28.12.2013)

29. Dezember 2013 um 10:54 | Veröffentlicht in Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, USA | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 22.12.2013:

Mahmud Abbas hat nicht drei, sondern vier „Nein“: 1) Keine Anerkennung Israels als jüdischer Staat. 2) Kein demilitarisierter Palästinenserstaat. 3) Keine israelischen Streitkräfte wo auch immer nach 36 Monaten. 4) Keine jüdische Souveränität über das jüdische Viertel der Altstadt von Jerusalem.

Heckmeck:
- Die Hamas bekräftigte wieder einmal, dass sie die Verhandlungen der PA mit Israel ablehnt.
- Die USA zielen auf eine Rahmenvereinbarung bis Ende Dezember. Die Außenminister der Arabischen Liga erklärten ihre Opposition zu jeglicher Anwesenheit israelischer Truppen im Jordantal.

Montag, 23.12.2013:

Die „Friedensgespräche“ haben eine Folge, die man leider erwarten durfte: Der Terror nimmt gewaltig zu: Juli, August jeweils 99 Terroranschläge; September: 133; Oktober: 139; November: 167.

Heckmeck:
- Saeb Erekat „enthüllt“, dass die Verhandlungen mit Israel feststecken und Gespräche nur über die Amerikaner laufen.
- „Kluger“ Rat von Tzipi Livni: Ignoriert den Terror und macht mit den Gesprächen weiter. (Sprich: Scheiß drauf, dass das Theater dazu angelegt ist uns zu vernichten, spielt die Scharade weiter mit.)
- Nach Angaben einer ägyptischen Zeitung will John Kerry innerhalb von zwei Monaten den Vorschlag für einen Rahmenvereinbarung vorlegen.
- Anders als von Erekat neulich noch behauptet, schließen die Terrorfürsten Verhandlungen über den Termin im April hinaus aus.

Dienstag, 24.12.2013:

Es gibt Gerüchte, dass Netanyahu dem internationalen Druck gegenüber einknickt und einen Baustopp in Judäa und Samaria verhängen wird.

Der Polizist, den gestern ein Terrorist zu erstechen versuchte, hat eine Niere verloren.

An der Kreuzung des Messer-Anschlags von gestern protestierten Israelis gegen die zurückgefahrenen Sicherheitsvorkehrungen.

Das war’s dann endgültig mit der Beschränkung der Hamas auf Terror und Judenmord in „Palästina“: Hamas-Minister Fathi Hammad posaunte, dass die Befreiung von „ganz Palästina“ nur das Vorspiel für ein zukünftiges Kalifat sei. Dann werden alle Juden umgebracht.

Nach dem Mord von heute bereitet sich die IDF darauf vor, dass die Terroristen die Lage am Gazastreifen weiter eskalieren.

Herr Ban meldete sich – natürlich erst, nachdem Israel zurückschoss. Er warnte vor „neuem Blutvergießen“ und rief beide Seiten zu Ruhe auf. Könnte der Typ das nicht wenigstens EINMAL nur an die Palästinenser gerichtet machen? (Nachdem die wieder Terror verübten z.B.)

Heckmeck:
- John Kerrys „kreative Lösung“ für einen Friedensvertrag und das Sicherheitsproblem Jordantal: Erst eine kurze Zeit israelische Truppen, dann gemeinsame Kontrolle mit der PA, dann volle Übergabe der Kontrolle an die PA; Israel kann dann mit Drohnen weiter überwachen. Israels Regierung hat das als problematisch, aber eine Verhandlungsgrundlage bezeichnet – Abbas hat es rundheraus abgelehnt.
- Nicht nur das: Die Terroristen drohen offen damit im Jordantal stationierte US-Truppen anzugreifen.

Mittwoch, 25.12.2013:

Saeb Erekat hat kein kritisches Wort für den Hamas-Terror übrig – aber wegen Israels Gegenschlägen wirft der „Friedenspartner“ mit Vorwürfen von Kriegslüsternheit um sich.

Trotz der Terrorwelle will Netanyahu das dritte Los der Terroristen freilassen.

Die PA warf 4 israelische Journalisten aus Bethlehem, die von den Weihnachtsfeierlichkeiten berichten wollten. Die Entscheidung wurde auf Veranlassung der palästinensischen Journalisten-Vereinigung, die die PA-Polizei natürlich für ihr diskriminierendes Handeln in den höchsten Tönen lobte.

Die Volkswiderstandskomitees haben die Verantwortung für den feigen Mord von gestern übernommen. Sie sagen, das sei eine Reaktion auf Israels „Besatzungsverbrechen“ in der Westbank und dem Gazastreifen.

Den Gerüchten eines Baustopps wurden heute vom Verteidigungsminister bestritten – Netanyahu soll nächste Woche bis zu 2.000 neue Wohneinheiten ankündigen.

Der stellvertretende Generalsekretär der Arabischen Liga lässt wissen: Es kann keinen Frieden geben, ohne dass Israel vernichtet wird.

Die Fatah plant dreitägige Feiern des Terrors, um die nächste Häftlingsentlassung zu begehen.

Donnerstag, 26.12.2013:

Wegen der jüngsten Eskalation des Terrors hat Israel nicht nur in Sderot, sondern auch bei Beer Sheva eine Batterie „Eiserne Kuppel“ stationiert.

Anfang Dezember nahmen israelische Sicherheitskräfte einen besonderen Terroristen fest: Der Scharfschütze Mohammed Tzaba Mohammed Abu Amsha von den Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden im Gazastreifen bereitete aktuell Hinterhalte gegen israelische Zivilisten und Soldaten vor, bekam aber Probleme mit einem Auge, so dass er sein „Hobby“ als Heckenschütze nicht ausüben konnte. Er beantragte eine Einreisegenehmigung nach Israel, um dort sein Auge behandeln zu lassen. (Das ist schon dreist – er will von denen, die er ermorden will, erst noch gesund gemacht werden, damit er sie ermorden kann!)

Yediot Aharonoth hat aus mehreren verlässlichen Quellen erfahren, dass Netanyahu und Abbas einen geheimen Kanal zum Informationsaustausch durch zwei Stellvertreter eingerichtet haben. Die Terroristen bestreiten das – es gebe keine geheimen Gespräche.

Das dürfte eigentlich Eulen nach Athen tragen sein: Experten warnen, dass die „Ruhe“ am Gazastreifen kein Zeichen für Ruhe ist, sondern eines dafür, dass die Hamas sich auf die nächste Schlacht vorbereitet. Dazu haben sie fortschrittlichere Raketen entwickelt.

Heckmeck:
- Die Terroristen der „Westbank“ kreischen wieder: Dass Wohnungen in „Siedlungen“ gebaut werden sollen, sie (wieder mal) der Beweis, dass Israel den Friedensprozess „tötet“. Dass es keinen Friedensprozess gibt, wenn die Araber ständig hetzen, gilt natürlich nicht, denn Frieden ist nur, wenn die Juden unter die Erde gebracht sind.

Freitag, 27.12.2013:

Die EU droht Israel wieder wegen der Bautätigkeiten in Judäa und Samaria sowie Jerusalem. Israel soll mit einer „heftigen Reaktion“ der EU rechnen. Schließlich wollten die Juden in Gebieten bauen, über die verhandelt wird.

Saeb Erekat droht wieder mit Den Haag: Dort wollen die Terroristen klagen, wenn Israel tatsächlich Baugenehmigungen in Judäa, Samaria und Jerusalem ankündigt. Außerdem werde die PA Mitgliedschaft in 63 internationalen Organisationen beantragen.

Die Juden sind schuld: Die Ägypter haben den Hamasniks den Schmuggeltreibstoff für das Elektrizitätswerk abgedreht. Aber die Terroristen machen Israel dafür verantwortlich, dass sie das Werk schon wieder abschalten mussten.

Heckmeck:
- Die USA versuchen israelische Generäle unter Druck zu setzen dem Abzug der Israelis aus dem Jordantal zuzustimmen. Sonderbotschafter Martin Indyk drängte die Generäle öffentlich Stellung pro Abzug zu nehmen, um die israelische Öffentlichkeit zu überzeugen.
- Mahmud Abbas hat die USA aufgefordert Israel von den Bauplänen abzuhalten.

Samstag, 28.12.2013:

Heckmeck:
- John Kerry kommt Anfang Januar wieder zur Fortführung der Gespräche in den Nahen Osten.
- Nabi Sha’at forderte seine Mittterroristen zu „intelligentem Widerstand“ auf – dem Anschluss an UNO-Organisationen und die Aussöhnung mit der Hamas. (Was besonders am zweiten Teil intelligent sein soll, bleibt sein Geheimnis, denn die Hamas vertritt einzig den gewaltsamen „Widerstand“.)
- Die Verantwortlichen in Israel gehen davon aus, dass die PA Kerrys Friedensvorschläge ablehnen wird.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2013“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (05.-11.05.2013)

11. Mai 2013 um 21:29 | Veröffentlicht in Araber, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 05.05.2013:

Der letzte israelische Luftangriff auf Hisbollah-Waffennachschub wird von Syrien als „Kriegserklärung“ bezeichnet. Was soll das heißen, wenn das Land sich noch nie in etwas anderem als einem Kriegszustand mit Israel befunden hat? Außerdem soll der Angriff beweisen, dass Israel mit den Rebellen unter einer Decke stecke.
Auch die Arabische Liga wird auf einmal in Sachen Syrien aktiv: Die UNO soll die „israelische Aggression“ stoppen. Und Ägypten legt noch nach: Der israelische Angriff bedroht die Sicherheit und Stabilität in der Region. (Die Aufrüstung der Hisbollah nicht????)

Schaut mal, wer noch „den Angriff“ Israels verurteilt: die „Rebellen“! Das würde die Aufmerksamkeit von Massakern der Regierungstruppen ablenken.

Syrien soll wegen des Angriffs jetzt Raketen auf Israel ausgerichtet haben. (Ist das neu?)

Die israelischen Botschaften sind weltweit in Alarmbereitschaft gegangen, weil Racheakte der Hisbollah befürchtet werden.

Ein Jugendlicher (Israeli) verteilte an der Tapuach-Kreuzung Flugblätter – dort, wo letzte Woche ein fünffacher Vater ermordet wurde. Er wurde verhaftet. Hm…

Heckmeck:
- Khaled Meschaal hat schonmal angekündigt, dass die neuesten Friedensversuche der USA fehlschlagen werden.

Montag, 06.05.2013:

Der Iran droht Israel wegen Syrien: Die Aggression wird nicht unbeantwortet bleiben und Tel Aviv eine vernichtende Antwort erhalten.

Wegen der Spannungen – vor allem in Sachen Syrien – wird Israel ein Großmanöver im Norden des Landes deutlich kleiner ausfallen lassen.

Die PalAraber haben es vorgemacht, die Hisbollah und der Libanon haben es nachgemacht, jetzt machen die Syrer es natürlich auch: Sie behaupten, Israel haben Uran-Munition eingesetzt. Macht die Lüge nicht wahrer, aber die Israelhasser haben wieder Propagandamunition.

Dienstag, 07.05.2013:

Eine Bilanz der Terroristen: Vom 23. bis 30. April: 119 Fälle von Angriffen mit Steinen, 18 Vorfälle mit Brandbomben, neben reichlich Verletzten auch ein ermordeter Israeli.

Ein Aktivist des Likud wurde von der Polizei wegen seines T-Shirts befragt, auf dem „Feiglin“ stand (ein Knessteabgeordneter, dem verboten wird den Tempelberg zu betreten). Die Polizei forderte den Mann auf das T-Shirt auf links gedreht zu tragen „um Provokationen zu vermeiden“. Er fragt im Gegenzug: „Wie können sie dann diese muslimischen Antiisrael-Banner tolerieren, die überall auf dem Tempelberg zu sehen sind?“ Als wenn das keine Provokation ist. Aber anscheinend dürfen nur die Juden nicht provozieren.

Es heißt, Netanyahu habe den Wohnungsbauminister angewiesen bis Juni alle Bauprojekte in Judäa und Samaria einzufrieren.

Heckmeck:
- Abbas ist im Land. Netanyahu ist auf Staatsbesuch. Da wollen die Chinesen jetzt auch mal die Friedensengel geben. Und so haben sie Abbas einen „Friedensplan“ gezeigt: „Grenzen von 1967“ (mit „Jerusalem“ als Palästinenser-Hauptstadt), Israels Existenzrecht und Verhandlungen sind Grundlage für einen dauerhaften Frieden zwischen den beiden Völkern. Ende der Siedlungsaktivitäten, der Gewalt gegen (arabische) Zivilisten, der Blockade des Gazastreifens; auf eine „Lösung“ für die arabischen Gefangenen wird gedrängt – alles „notwendige Bedingungen für die Wiederaufnahme von Friedensgesprächen“. Mit anderen Worten: Die Israelis haben Vorleistungen zu bringen, das Ergebnis wird vorweggenommen und die Terroristen bekommen ihren Willen.

Mittwoch, 08.05.2013:

Hochrangiger PA-Vertreter: Wir ehren den heldenhaften Kämpfer,… der den Siedler tötete. Segen den Brüsten, die ihn nährten.“ [Über den Mörder von Evyatar Borovsky an einer Bushaltestelle.]
Jibril Rajoub: „Ich schwöre, hätten wir eine Atombombe, wir hätten sie heute Morgen eingesetzt.“

Jibril Rajoub findet übrigens weitere klare Worte: „Israel ist der Hauptfeind der Araber und Muslime, Widerstand in allen Formen weiterhin die Strategie“ seiner Organisation – der Fatah. Friedenspartner eben.

Friedensvertragspartner: Das Parlament von Jordanien verlangte in einer Abstimmung die Vertreibung des israelischen Botschafters aus Amman und die sofortige Abberufung des jordanischen Botschafters in Israel. Als Begründung wird „Israels Handeln an den heiligen Stätten des Islam und des Christentums in Jerusalem“ angeführt. Es passt den Herrschaften also nicht, dass Israel diese heiligen Stätten schützt und allen zugänglich macht?

Die Hamas feiert den 10. Jahrestag eines Selbstmord-Bombenanschlags in Rishon LeZion, bei dem 16 Menschen ermordet und 55 verletzt wurden (10 davon schwebten in Lebensgefahr). Frau Roth sollte sich bitte mal umsehen, wo die „moderaten Elemente“ der Hamas sind, die das nicht gut finden.

Donnerstag, 09.05.2013:

Der ägyptische Hassprediger Yusuf al-Qaradawi ist im Gazastreifen und hetzt: Israel hat kein Recht zu existieren. Es gab nie einen jüdischen Staat auf diesem Land.

Jordanische Sicherheitskräfte mussten „Demonstranten“ davon abhalten gewaltsam in die israelische Botschaft in Amman einzudringen.

Für Beit El wurde der Neubau von 296 Wohneinheiten genehmigt. Die PA geifert, das würde den Friedensprozess vernichten. (Welchen Friedensprozess?)

Hassan Nasrallah schwört, dass sein Terrortruppe „den besetzten syrischen Golan befreien“ wird.

Heckmeck:
- Der chinesische Premierminister hat Netanyahu aufgefordert die Hindernisse für den Wiederbeginn der Friedensgespräche mit den Palästinensern beiseite zu räumen. (Es ist nicht bekannt, dass Mahmud Abbas ähnlich angegangen wurde.)

Samstag, 11.05.2013:

Oh ja, es gibt nichts Wichtigeres: Baroness Ashton ist schwer besorgt, dass Israel Wohnungen baut. Sich zur Ermordung von Evyatar Borovsky und der Erhebung seines Mörders zum Helden durch Mahmud Abbas hat sie bisher unterlassen.

Die Muslimbruderschaft in Ägypten veranstaltete eine Anti-Israel-Demonstration: „Das Volk will die Vernichtung Israels“.

Umfrage bei den „Palästinensern“: 45% glauben, Terror sei der beste Weg zum eigenen Staat. Das sind dreimal so viele, wie glauben, dass Verhandlungen am besten zum eigenen Staat führen. 22% sind für eine Kombination aus Terror und Verhandlungen. Das macht zwei Drittel der Araber in Judäa und Samaria sowie dem Gazastreifen zu Terror-Befürwortern. Aber der Frieden steht vor der Tür, sobald Israel den Forderungen der Terroristen nachgibt!

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2013“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (28.04.-04.05.2013)

4. Mai 2013 um 22:00 | Veröffentlicht in Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 28.04.2013:

Auf eine Synagoge und eine Schule in Bat Yam wurden Nazi-Sprüche gesprüht.

Ein hochrangiger General der iranischen Revolutionsgarden gab an, dass die Grenzen des Iran jetzt bis ans Mittelmeer reichen. Und die Hisbollah wird Israel in einem Krieg „auslöschen“.

Dienstag, 29.04.2013:

Heckmeck:
- Die Arabische Liga begrüßte Montag einen Nahost-Friedensplan, der kleine Landtausch-Verschiebungen an den „Grenzen“ von 1967 erlauben würde. Tzipi Livni ist total begeistert.

Mittwoch, 30.04.2013:

Die Jugendlichen des Gazastreifens haben ein neues Pflichtfach in der Schule: Ausbildung an der Waffe (Kalaschnikows, weitere). Das wird durch freiwillige Lager in der schulfreien Zeit ergänzt, in denen die Jungs auch den Umgang mit Sprengstoff lernen. Nächstes Jahr sollen auch die Mädchen diesen Bildungsgang bekommen, das steht aber noch nicht ganz fest. (Hm – hat sich irgendetwas tatsächlich geändert bei dem 1964 erfundenen Volk?)

Herr Abbas will Israels Friedensbereitschaft daran festmachen, dass es alle Terroristen entlässt, die massenhaft israelische Zivilisten ermordeten. „Palästinenser, die Juden töten, dürfen nicht dafür bestraft werden.“ Seine Botschaft auf einer „Konferenz für Freiheit und Würde“ in Ramallah. (Dass der solchen Müll von sich gibt, kennen wir; schlimmer ist, dass westliche Führungspolitiker dabei sind und gut heißen – so Isabelle Durant, Vizepräsidentin des Europa-Parlaments, die im Namen von Parlamentspräsident Martin  Schulz (SPD, dem Berlusconi einmal vorhielt, er würde einen guten Kapo abgeben) eine Rede hielt, mit der dieser Israel fortgesetzte Menschenrechtsverletzungen vorwarf, weil es Palästinenser inhaftiert, die Juden ermorden oder das versuchen. Merke: Nach Meinung des Präsidiums des EU-Parlaments ist Judenmord (so lange er nicht im Dritten Reich stattfand) ein Menschenrecht!
Ach ja: Jimmy Carter schickte auch eine Grußbotschaft; darin betonte er, die Freilassung der mörderischen Terroristen sei eine notwendige Bedingung für Frieden. Jawoll, Judenmord muss sich endlich wieder lohnen!

Die UNIFIL berichtet, dass die Hisbollah strategische Positionen entlang der Grenze zu Israel besetzt hat. Der Daily Star aus Beirut berichtet, dass das libanesische Militär nach wiederholten „Zusammenstößen“ mit den Terroristen ihre Grenzposten der Hisbollah überlassen hat. Diese hat Straßensperren und Beobachtungsposten an der Grenze eingerichtet.

Nach dem angeblichen Aufweichen des „Friedensplan“ der Arabischen Liga sind die Terroristen der „Israel sofort vernichten“-Fraktion sauer. Schon Verhandlungen sind für die Hamas kriminell und ein Verrat an den Arabern. Der Vorschlag zu einvernehmlichem Landtausch sei eine „arabische Balfour-Erklärung“. Die Arabische Liga habe übrigens keinerlei Recht Land an Israel abzutreten. Das ganze Land (also einschließlich ganz Israel) gehöre ihnen.

Die Abschreckung aus der Operation Amut Anan scheint nachzulassen. Kam im Februar noch nur eine Rakete nach Israel, waren es im März schon 4 (wobei der Shin Bet sagt, dass insgesamt 14 geschossen wurden), im April waren es jetzt schon 11 plus Mörsergranaten.

Donnerstag, 02.05.2013:

Überraschung? 40% der PalAraber unterstützen immer noch Selbstmord-Bombenanschläge gegen israelische Zivilisten. Friedenspartner!

Der Vater des Mörders von Evyatar Borovsky lässt wissen: Was er tat ist für alle Palästinenser Pflicht. Wo bleibt der Widerspruch der „Palästinenser“ für den Frieden? (Gibt es die?)

Heckmeck:
- Khaled Meschaal lehnt einen Landtausch mit Israel ab. Jedes Zugeständnis an Israel würde der palästinensischen Sache schaden. Darüber hinaus ist er sicher, dass innerhalb von vier Jahren alle Terroristen von Israel freigelassen sein werden.

Freitag, 03.05.2013:

Polizei und Grenzpolizei nahmen in einem Hotel in Eilat 250 illegal im Land befindlicher „Palästinenser“ fest; diese waren dem Hotel als Mitarbeiter einer israelischen Firma präsentiert worden, gehören aber einer Firma in Ramallah an.

Heckmeck:
- China bietet sich als Vermittler für Friedensgespräche zwischen Netanyahu und Abbas an.
- John Kerry war ganz außer sich, auch Tzipi Livni hüpfte begeistert herum: Die Arabische Liga (na ja, sieben ihrer Vertreter) deuteten an, dass es „kleineren Landtausch“ zwischen den Terroristen und Israel geben könne – auf gegenseitigem Einverständnis, selbstverständlich. Was dann eventuell auch zu etwas mehr führen könnte. Nicht „wird“. Die Begeisterung bekam sofort eine kalte Dusche (aber das wollen sie ja alle nicht wissen), als Saeb Erekat, Chef-Verhandlungslügner von Mahmud Abbas, gab zu wissen, dass die „Palästinenser“ nicht einmal daran denken an den Verhandlungstisch zurückzukehren, sollte Israel dem von ihnen bestimmten Ergebnis nicht schon vorab zustimmen.

Samstag, 04.05.2013:

Es gibt zwar mehr, die das nicht finden, aber mit 40% Befürwortung von Selbstmord-Bombenanschlägen gegen Zivilisten stehen die „Palästinenser“ einsam an der Spitze der Muslime, die das völlig in Ordnung finden.

Aus Israel wird offiziell bestätigt, dass die Luftwaffe eine Ladung Raketen beschossen hat, die auf dem Weg über Syrien an die Hisbollah im Libanon gehen sollte. (In US-Medien hatte es Spekulationen über einen israelischen Luftangriff in Syrien gegeben.)

Heckmeck:
- Mal ein wenig Verstand von Tzipi Livni: Die Grenzen eines Palästinenserstaates müssen über Verhandlungen festgelegt werden, nicht durch Vorab-Vorschriften der Araber.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2013“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (27.01.-02.02.2013)

2. Februar 2013 um 23:27 | Veröffentlicht in Israel, Jerusalem, Nahost-Konflikt | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 27.01.2013:

Warnung aus Israel: Sollten die syrischen Rebellen oder die Hisbollah in den Besitz chemischer Waffen kommen, wird Israel das als casus belli betrachten und darauf reagieren. (Heißt wohl: Präventivangriffe durchführen.)

Montag, 28.01.2013:

Heckmeck:
- Der jordanische König  verkündete auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos, die Hamas würde moderater werden: Sie ist offener als je zuvor für einen Dialog mit Israel. Die Hamas dementierte schneller, als man hingucken konnte: „Die einzige Beziehung mit diesem Feind ist der Widerstand.“ (Was Frau Roth und andere wohl nicht abhalten wird, weitere Zeichen zu sehen, dass mit der Hamas zu reden ist oder es „pragmatische Teile“ in ihr gibt, mit denen geredet werden muss.)

Mittwoch, 30.01.2013:

Alle jüdischen Bauanträge für das Jerusalemer Viertel Shimon HaTzaddik werden derzeit abgelehnt.

Nach Berichten aus dem Libanon sollen israelische Kampfflugzeuge im Grenzgebiet zwischen Syrien und dem Zedernstaat unter Verletzung des libanesischen Luftraums mehrere Ziele beschossen haben, darunter einen Konvoi, der sich schon auf libanesischem Gebiet befand und Waffen mitführte. (Der Libanon selbst streitet einen solchen Angriff ab. Die syrischen Medien berichten nichts von einem israelischen Luftangriff.)
Ein Experte sagt, dass Israel keinen Konvoi mit Chemiewaffen beschossen habe, das hätte zu viele Umweltschäden verursacht (???) und wäre nicht unentdeckt geblieben.
Syrien bestätigt am Abend, jemand habe eine „wissenschaftliche Forschungseinrichtung“ nahe Damaskus angegriffen, aber weder, dass es Israel war noch dass ein Konvoi beschossen wurde – das bestritten sie in Damaskus ausdrücklich. (Ulrich Sahm)

Heckmeck:
- Die Arabische Liga  will den USA bald einen Friedensvorschlag vorlegen, heißt es. Er soll „neue Ideen“ zur Lösung des israelisch-arabischen Konflikts enthalten, darunter Vorschläge für einen israelischen Abzug aus der „Westbank“, die Gründung eines Palästinenserstaats und Sicherheitsgarantien für beide Seiten. (Was ist daran neu?)

Donnerstag, 31.01.2013:

Hamas redet gegenüber Ma’an Tacheles: Eine Zweistaatenlösung wird niemals akzeptiert, Gerüchte, die Hamas wäre dazu bereit, entbehren jeder Grundlage. Die Hamas wird ihre Haltung nicht ändern.

Die PA hat gerade einen totalen Boykott aller israelischen Waren  verkündet. Wer noch geglaubt hatte, dass der Boykott sich gegen „Siedler-Produkte“ richtete, sollte wenigstens nach dieser Ankündigung der Wahrheit ins Auge sehen. (Aber Boykotteure sind ja eh dafür, alles Israelische zu boykottieren.)

Freitag, 01.02.2013:

Die Fatah ehrt auf ihrer Internetseite Wafa Idris als eine der ehrenwertesten „Märtyrer-Anstreberin“, die die „israelischen Sicherheitsüberlegungen auf den Kopf stellte“ und immer noch die Juden in Angst versetzt – ein leuchtendes Vorbild für die Jugend der „Palästinenser“. Hurra, der Frieden ist greifbar!

Auch aus Syrien nur Friedensbotschaften: Der Armeechef ließ wissen, dass der Krieg gegen Israel nie enden wird.

Solche Töne kommen immer dann, wenn Israel sich wehrt, nie, wenn Israel angegriffen wird: Ban Ki-moon gab „tiefer Sorge“ Ausdruck, weil Israel in Syrien einen Luftangriff geflogen haben soll. Er forderte, dass „alle Seiten“ sich strikt an das internationale Recht halten, besonders bezüglich der territorialen Integrität und Souveränität aller Länder in der Region.

Heckmeck:
- Die Fatah nimmt einen verlogenen Bericht für den UNO-Menschenrechtsrat zum Anlass, Friedensverhandlungen mit Israel weiter abzulehnen.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2013“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

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