Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (29.06.-05.07.2014)

5. Juli 2014 um 22:00 | Veröffentlicht in Europa+Nahost, Israel, Jerusalem, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Sonntag, 29.06.2014:

Terrorbilanz am Vormittag: 50 Raketen wurden allein in den zwei vergangenen Wochen aus dem Gazastreifen nach Israel geschossen. 12 davon nur an diesem Wochenende.

Die am Freitag von Israel getöteten Terroristen gehörten der ISIS an.

Netanyahu drohte mit einer Ausweitung der Aktionen gegen die Terroristen im Gazastreifen.

Montag, 30.06.2014:

Die Suche ist vorbei. Die drei Jungen wurden gefunden – d.h. ihre Leichen. Einfach auf einem Feld abgeladen, offenbar schon kurz nach der Entführung, halbwegs in einer flachen Mulde verscharrt. Gefesselt.

Die Terrorgruppe Palästinensischer Islamischer Jihad jammert bei Ägypten, es solle helfen die „israelische Aggression“ zu stoppen.
Die Terrorgruppe Hamas wendet sich mit derselben Aufforderung an die Türkei.
(Dabei wäre es so einfach: Hört mit dem Terror auf, dann habt ihr keine Probleme! Aber das wäre dann zu viel verlangt…)

Die Hamas droht wieder: Eine israelische Offensive würde „die Tore der Hölle öffnen“. Ja, für die Terroristen!

Die Volkswiderstandskomitees haben die Verantwortung für Raketen vom Sonntag für sich reklamiert. Und feiert einen feigen Terrormord von 2006.

Dienstag, 01.07.2014:

Die Jammerlappen von der PA jaulen wieder auf: „Kollektivbestrafung!“ Es gibt jedoch keine Verurteilung der Morde an den drei Jugendlichen. Dafür wird der Mord nur in der englischen Meldung der PA-Nachrichtenagentur gemeldet, die arabische Version lässt ihn komplett außen vor.

Abgesehen davon behauptet die Fatah weiter, die Jungs seien „Soldaten“ gewesen.

Der „moderate“ Mustafa Barghouti rechtfertigt den Mord an den drei Jungen.

Der „palästinensische“ „Botschafter“ in Lissabon fordert Terrorismus gegen Israel.

Bisherige Bilanz der Operation „Bruders Hüter“: 1,2 Millionen Schekel Terrorgelder konfisziert, 422 Terroristen festgenommen.

Mittwoch, 02.07.2014:

Der Iran zu den Aktionen wegen der ermordeten Jugendlichen: Empörung wegen der israelischen Invasion gegen friedliche Palästinenser. Allerdings schreibt IRNA auch über die Jungen auch, dass sie entführte und getötet wurden.

Anders die Die PA-Nachrichtenagentur WAFA: der angebliche Mord an israelischen Siedlern, die angeblich verschwunden waren.

Es gibt einzelne Israelis, die – in den sozialen Medien – „Vergeltung“ fordern, darunter auch Soldaten. Diese werden von der IDF verurteilt; Kommandeure sind angewiesen solche Leute herauszugreifen und zu bestrafen.

Die Familie Fraenkel (Verwandte eines der ermordeten Jungen) redet Klartext: Sollte der junge Araber aus Rache oder aus nationalistischen Gründen ermordet worden sein, so ist das nicht besser als der Mord an den drei Juden.

Mahmud Abbas jammert bei Ägypten, es solle (mit anderen Ländern) dafür sorgen, dass Israel nicht militärisch gegen den Gazastreifen vorgeht.

Die USA und Großbritannien nahmen die arabischen Mordversuche bei den Krawallen zum Anlass Israel zu Zurückhaltung aufzurufen. Das US-Außenministerium glaubt den arabischen Gerüchten eines Rachemords.

Donnerstag, 03.07.2014:

Bis auf weiteres wird die Straßenbahn in Jerusalem nur noch bis zum Viertel French Hill fahren; die Strecke von dort bis nach Pisgat Zeev bleibt vorläufig eingestellt. (In diesem Abschnitt hatte es die Krawalle mit Zerstörung der Haltestellen gegeben. Die Schäden an der Bahnstrecke zu reparieren, wird vermutlich einige Wochen bis Monate dauern.)

Die Eltern des ermordeten arabischen Jugendlichen haben widersprüchliche Angaben gemacht. Der Vater sagte u.a., dass ein jüngerer Sohn vor kurzem beinahe von Arabern entführt worden wäre, während die Mutter sagte, dieser Versuch sei von „Siedlern“ unternommen worden; außerdem hatte es am selben Tag von der Familie einen falschen Notruf gegeben. Die Polizei geht immer stärker von einer rein kriminellen Tat aus.

Die IDF hat Verfahren zur Bestrafung von rassistischer Online-Aufhetzung und Rache-Aufrufen durch israelische Soldaten im Zuge der Ermordung der drei israelischen Jugendlichen eingeleitet. Ein Soldat wurde deswegen festgenommen.

Auch der UNO-Sicherheitsrat weiß schon jetzt, dass der Mord an dem arabischen Jugendlichen „offensichtlich“ ein jüdischer Racheakt war und verurteiltes das mit einer Erklärung, die praktisch dieselbe war, wie sie zur Ermordung der drei Israelis ausgegeben wurde.

Die IDF hat ihre Truppen am Gazastreifen sicherheitshalber verstärkt.

Freitag, 04.07.2014:

Der ermordete arabische Junge: Wie sehen die Beweise für eine Täterschaft israelischer Siedler aus? So: Ein Junge wurde in einem Auto entführt. Trugen die Täter Kippa? Nein. Hatten sie Bärte, trugen sie Tzitzit? Nein. Warum Siedler? Sie flohen nach Jerusalem, dann sind sie Siedler.
Fazit: 1. In Jerusalem wohnen keine Araber. 2. Juden in Jerusalem sind „Siedler“.

Nach Tagen Raketenterror und Gegenschlägen hat, berichtet die BBC, die Hamas einer von Ägypten vermittelten Waffenruhe zugestimmt. Allerdings wurden nur wenige Stunden später wieder 2 Mörsergranaten nach Israel geschossen, die in offenem Gelände im Kreis Eschkol einschlugen.

Der US-„Vermittler“ Martin Indyk bezeichnet den „Friedensprozess“ als tot. Er macht „den Siedlungsbau“ dafür verantwortlich. Jahre lang im Geschäft, aber zu blind und dumm, um die Fakten zu sehen…

Die Mutter des ermordeten arabischen Jungen fordert Terror gegen Israel; das sei „palästinensisches Recht“.

Eine (neue?) PA-Gruppe, die sich „Koalition der Intifada-Jugend“ nennt, ruft zu Gewalt gegen in Judäa und Samaria lebende „Siedler“ auf. Die Ankündigung ist mit „Wir werden den Zionisten mit einem Felsen jagen“ und die Jugend wird aufgefordert „das Land zu verbrennen und es zur Hölle unter den Füßen der Eindringlinge zu machen“.

Der ermordete arabische Junge wurde heute beerdigt. Die „Trauernden“ schossen in die Luft und schworen Judenmord. Polizei wurde mit Steinen beworfen und weitere Zusammenstöße provoziert.

Von den Palästinenserführern – auch den „Moderaten“ gibt es Null Aufforderung zu „Zurückhaltung“ an die Araber.

Samstag, 05.07.2014:

Der Palästinensische Islamischer Jihad etikettiert jüdische Zivilisten in Judäa und Samaria als „legitime Ziele“.

Norwegens Außenminister warnt vor einer Eskalation der Lage und sagt, Israel habe die Verantwortung Zurückhaltung zu zeigen. (Ähm: Was tut es denn sonst? Solche „Proteste“ hätten in jedem anderen Land bereits Tote zur Folge. Und warum wird diese Verantwortung nur bei Israel angemahnt, nicht bei den Arabern???)

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Bibi und die Presbyterianische Kirche der USA

5. Juli 2014 um 14:30 | Veröffentlicht in Christen+Kirchen | Hinterlasse einen Kommentar
Schlagwörter: , , ,

Die PCUSA (Presbyteriansiche Kirche der USA) hat neulich beschlossen Investitionen aus Firmen abzuziehen, die Geschäftsbeziehungen zu Israel pflegen (trotzdem behauptet der Oberboss der Kirche, man sei gegen BDS). Benjamin Netanyahu hat einen Vorschlag (gefunden auf Facebook und eingedeutscht):

Bibi+die-Presbyterianer

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (25.-31.05.2014)

31. Mai 2014 um 22:00 | Veröffentlicht in Christen+Kirchen, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, USA | Hinterlasse einen Kommentar
Schlagwörter: , , , , , , , , , , , ,

Sonntag, 25.05.2014:

Benjamin Netanyahu protestierte gegen Material auf der offiziellen Internetseite der PA-Sicherheitskräfte zum palästinensischen „Rückkehrrecht“, insbesondere gegen eine (als antisemitisch einzustufende) Karikatur. Die PA/PLO meckert, das sei Hetze.

Der Papst ist da. Erstmal war er bei Mahmud Abbas und nannte die PA einen „Staat“ und forderte die Zweistaatenlösung und ein Ende des „inakzeptablen“ Konflikts. Der PA-Vorsitzende gab im Gegenzug „Kritik“ von sich: Israel „verjudet Jerusalem“. Dazu verbeugte sich der Papst dann an der Mauer vor einem antiisraelischen Graffiti.

Hurrah, der Frieden ist näher gerückt: Die Hamas verkündet offen, dass sie die Einheit mit der Fatah dazu nutzen wird den Terrorismus in die Westbank zu verschieben.

Montag, 26.05.2014:

Hamas und Fatah lehren Kinder exakt dasselbe: Es gibt kein Israel; Haifa, Jaffa, Akko sind besetzt; usw.

Zwei Terroristen wurden beerdigt, die von israelischen Soldaten getötet wurden. Die Veranstaltung wuchs sich zu einer Demonstration für die Hamas aus, auf der Gewalt und Terror gegen Israel geschworen wurde.

Dienstag, 27.05.2014:

Die PA romantisiert die letzten Stunden Selbstmord-Bombenmörder Raed Barghouti und seine letzen Stunden, bevor er sich 2001 zwischen Juden sprengte.

Wegen des „Verbrechens“ positive Beziehungen zu den benachbarten Arabern zu unterhalten, wurde der Bürgermeister der jüdischen Ortschaft Beit Aryeh in Samaria zum Tod „verurteilt“. Ach ja: Nicht von den Israelis, sondern von arabischen Terrorgruppen – darunter auch der Fatah, die ja der offizielle „Friedenspartner“ Israels ist. (Dem Mann sind übrigens die Drohungen egal, er wird weiter machen.)

Die Fünfte Kolonne: Der arabische Knesset-Abgeordnete Masud Ganaim appellierte an die PA um Hilfe gegen einen Gesetzesvorschlag, der Israel (endgültig) als Nationalstaat des jüdischen Volks festlegt. Das Gesetz würde nichtjüdische Bürger Israels rechtlos zurücklassen, behauptet der Lügenbaron.

Mittwoch, 28.05.2014, Jerusalem-Tag:

Friedenslob des Terrorismus – ein Abbas-Repräsentant verkündete: „Unsere Märtyrer und Häftlinge werden die Leuchttürme unserer prachtvollen Herrlichkeit bleiben, bis der Traum von Yassir Arafat [und Hamsa-Führer] Ahmed Yassin … mit der Gründung unseres Palästinenserstaates vollendet ist.“

Benjamin Netanyahu versprach aus Anlass des Jerusalem-Tages, die Stadt sei „das Herz der Nation“ und werde für immer vereinigt bleiben. Die PA schäumt.

Freitag, 30.05.2014:

Die PA tönt, die USA hätten die Einheitsregierung der Terroristen anerkannt. Allerdings hat die Times of Israel Material erhalten, das zeigt, dass der von der PA als Beweis vorgelegt Brief gefälscht ist.

Heckmeck:
- Mal wieder raus aus die Kartoffeln: John Kerry lässt wissen, dass Israels „wait and see“-Haltung in Sachen Einheitsregierung der Terroristen genau richtig ist. Die USA würden ebenfalls abwarten, was diese Einheitsregierung bringen wird.

Samstag, 31.05.2014:

Die Hamas schwört die Sicherheitskooperation mit Israel in der Westbank zu beenden.

Die Randale auf dem Tempelberg ist anscheinend weitgehend von der Hamas inszeniert, die junge Muslime dafür bezahlt dort Juden zu belästigen.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (27.04.-03.05.2014)

3. Mai 2014 um 21:45 | Veröffentlicht in EU-Europa, Geschichte, Israel, Palästinenser, USA | Hinterlasse einen Kommentar
Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , ,

Sonntag, 27.04.2014:

Die offizielle PA-Zeitung Al-Hayat al-Jadida: Israel „imitiert enthusiastisch alles, was die Nazis den Juden getan haben“, Zionismus basiert auf Rassismus, Arroganz, Ghetto-Mentalität und dem „Massada-Komplex“. Dazu wird Jibril Rajoub zitiert. So strebt man Frieden an…

Die PA hat einen Antrag ausgearbeitet Interpol beizutreten.

Saeb Erekat wieder: Die Hamas ist keine Terrortruppe, der wahre Terror ist die „Besatzung“.

Netanyahu ließ wissen, dass Israel die „Einheitsregierung“ der Terroristen nicht anerkennen wird, wenn die Israel nicht als Staat des jüdischen Volks anerkennen.

Der Washington Post gegenüber soll ein Berater von Ismail Haniyeh gesagt haben, die Hamas überlege, ob sie Israel anerkennen werde. Im Moment konzentriere man sich bei den Versöhnungsgesprächen mit der Fatah aber auf innere Angelegenheiten.
Die Hamas kündigte daraufhin an, sie überlegt die Washington Post wegen der Veröffentlichung zu verklagen – Israel werde von ihr niemals anerkannt werden.
Saeb Erekat übrigens verkündete, dass die Hamas natürlich nicht verpflichtet ist Israel anzuerkennen, um der Einheitsregierung beizutreten. Sie habe das Recht Israel nicht anzuerkennen. Israel mische sich in innerpalästinensischen Angelegenheiten ein.

Mahmud Abbas hat den Holocaust mit selten klaren Worten verurteilt. Netanyahu bezeichnet das als „Schadenskontrolle“. (Nicht verwunderlich, wenn Abbas die Worte nur als Anhängsel für Klagen über die Besatzung benutzt, die damit praktisch Israel des Holocaust an den PalArabern beschuldigt…)

Heckmeck:
- Die EU in Person von Baroness Ashton drängte Israel und die Terroristen, trotz des Zusammenschlusses der Terrorgruppen wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren, damit die Bemühungen der USA nicht verkümmern. (Fruchtloses Gerede fortsetzen? Das passt zur EU, dass das als erstrebenswert angesehen wird…)

Montag, 28.04.2014:

Die PLO lässt wissen, dass sie Israel voll verantwortlich macht für die Sabotage der Bemühungen der USA und anderer, mit denen eine umfassende politische Lösung des Konflikts erreicht werden sollte. Sagt die Truppe, die gleichzeitig wissen lässt, Zugeständnisse seitens der „Palästinenser“ nicht infrage kommen – kein Landtausch, aber Baustopp in Jerusalem und eine „Rückkehr“ der „Flüchtlinge“.

Darüber hinaus hat die PLO einen Plan genehmigt 60 UNO-Organisationen beitreten zu wollen. Und sie fordert die UNO-Vollversammlung auf Firmen zu boykottieren, die „Siedlungen“ helfen und Jerusalem „verjuden“.

John Kerry arschlöchert wieder: Wenn Israel nicht bald Frieden mit den Terroristen schließt, könnte es „ein Apartheid-Staat wie Südafrika werden“. (Im November drohte er Israel mit einer „dritten Intifada“, im Februar mit Boykott, jetzt das mit der Apartheid – wann droht er mal den Terroristen?)

Dienstag, 29.04.2014:

Israel hat begonnen die Sanktionen gegen die PA umzusetzen, die wegen der Verletzung von Abkommen mit Israel und der eingeleiteten Einheitsregierung mit der Hamsa eingeführt wurden. Zum Beispiel fing der Staat an Schulden der PA von den für diese eingesammelten Steuergeldern abzuziehen.

Premierminister Netanyahu hat Verteidigungsminister Ya’alon angewiesen eine Anhörung zu Bauplänen in Judäa und Samaria abzusagen; auf dieser hätte über Bauvorhaben entschieden werden können. Die Bürgermeister jüdischer Gemeinden in Judäa und Samaria werfen dem Premier vor, er führe auf diese Weise einen Baustopp ein, mit dem er vor US-Druck einknickt.

Saeb Ereakt wieder: Israel will Annexion der „Westbank“, um die „Apartheid“ zu konsolidieren. Die internationale Gemeinschaft soll gefälligst Druck auf Israel ausüben, damit es Zugeständnisse macht.

Heckmeck:
- Mahmud Abbas wiederholte in einer Ansprache seine Forderungen für „Frieden“: Verlängerung der Gespräche nur, wenn Terroristen freigelassen werden, ein Baustopp in Judäa und Samaria (und Jerusalem) verhängt wird und Festlegung der Staatsgrenzen innerhalb von drei Monaten.

Mittwoch, 30.04.2014:

Der Shin Bet und die IDF nahmen eine Hamas-Terrorzelle fest, die in Jerusalem aktiv werden wollte und dazu bereits Sprengsätze hergestellt hatte. Einer der Terroristen nutzte seine israelische Staatsbürgerschaft, um die Gruppe mit dem Material für die Sprengsätze zu versorgen.

Eine weitere Terrorzelle wurde ausgehoben, die schon Terroranschläge – besonders im Jerusalemer Viertel French Hill – verübt hatte.

Mehr als 1.000 PalAraber versammelten sich in Ramallah zum Begräbnis von 4 Terroristen, deren Leichen Israel der PA übergab, darunter der Sbarro- und ein weiterer Selbstmordbomber. Die Menge schwenkte Hamas-Fahnen und skandierten antiisraelische Sprüche; sie forderten „Rache“ für die Toten und dass Tel Aviv bombardiert wird. (Arutz-7 hat Fotos.)

Heckmeck:
- US-Außenamtssprecherin Jen Psaki sagte gestern Abend, die USA glauben eine Pause in den Verhandlungen zwischen Israel und den Terroristen sei angebracht. In dieser sollten beiden Seiten sich entscheiden, was sie tun wollen.
- Tawfiq Tirawi vom Zentralkomitee der Fatah tönte auf einer Veranstaltung dass „Palästina“ vom Jordan bis zum Meer reicht und komplett befreit werden muss. Die Zweistaaten-Lösung sei tot und es sei Zeit für den „bewaffneten Konflikt“, die „historische Lösung“. (Nach solchen Äußerungen sollte niemand mehr daran zweifeln, dass die Fatah dieselben Ziele hat wie die Hamas und die beiden sich lediglich über den Weg nicht einig sind!)

Donnerstag, 01.05.2014:

Seit 1948 sind 2.495 Israelis bei Terroranschlägen getötet worden. Seit dem Jahr 2000 sind es 996. Durch die Anschläge wurden 2.853 Israelis zu Waisen, 99 von ihnen verloren dabei beide Eltern. 978 Frauen wurden zu Witwen und es leben heute 800 Eltern, die ein Kind durch einen Terroranschlag verloren.

Ein Kind hat im PA-Fernsehen ein Gedicht vorgetragen, das „Krieg“ gegen Israelis fordert, um „die Unterdrückung zu zerschlagen und die Seele der Zionisten zu vernichten“.

Ein PA-Vertreter drohte, wenn Israel die Sanktionen gegen die Terroristen nicht einstellt, dann würde die PA alle Kontakte zu Israel einstellen. Dadurch würde die PA zusammenbrechen und alle Verantwortung für Judäa und Samaria an Israel fallen.

Heckmeck:
- Israel hatte vorgeschlagen, dass die Rechte auf Selbstbestimmung für das jüdische Volk wie für das palästinensische Volk in genau den gleichen Begrifflichkeiten beschrieben werden sollten – die Terroristen lehnten das ab.

Freitag, 02.05.2014:

Die PA trat formell fünf internationalen Verträgen bei: Verbot von Folter und Rassendiskriminierung, Schutz der Rechte von Frauen, Kinder und Behinderten.

Der Imam der Al-Aqsa-Moschee besuchte in Italien eine islamische Konferenz in Mailand. Dort forderte er die arabischen Armeen – einschließlich derer von Ägypten und Jordanien – auf „Palästina“ zu „befreien“ – Jaffa, Haifa und andere Städte innerhalb der Grünen Linie.

Heckmeck:
- Ban Ki-moon forderte von „beiden Seiten“, „einseitige Schritte zu vermeiden“.

Samstag, 03.05.2014:

Am Rahelgrab wurde eine ferngesteuerte Wasserkanone installiert, mit der Mobs „kontrolliert“ (sprich: in die Flucht getrieben) werden können sollen.

Der treueste und beste Freund Israels aller Zeiten (Obama-Amerika) hat (nach Aussage eines Vertreters des US-Außenministeriums) absolute Sympathie für Abbas, macht Netanyahu mies und lässt wissen, dass die „Palästinenser“ einen Staat kriegen werden, ob es Israel nun gefällt oder nicht, ob durch Gewalt oder internationale Organisationen.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Angebote

15. April 2014 um 16:02 | Veröffentlicht in Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
Schlagwörter: , , , , ,

auf Facebook gefunden und eingedeutscht:

hinter-den-kulissen

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (06.-12.04.2014)

12. April 2014 um 21:39 | Veröffentlicht in Friedensinitiativen, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, USA | Hinterlasse einen Kommentar
Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , ,

Sonntag, 06.04.2014:

Abbas Zaki von der PA behauptet, US-Sonderbotschafter Martin Indyk sei ein Zionist, der die Interessen Israels schützt. Die USA betrachteten die Lage „durch die Augen des Likud“. Sobald sie ihren Willen nicht voll und ganz bekommen oder sich jemand von ihnen nicht mehr zu 100% verarschen lässt, zeigen die Terroristen ihren vollen Antisemitismus.

Wenn die PA tatsächlich den UNO-Organisationen beitritt, wird die israelische NGO Shurat HaDin sie mit einer Klagewelle überziehen. Für die Klagen gegen PA-Offizielle wegen Brüchen internationalen Rechts, Menschenrechten usw. werden die entsprechenden Papiere vorbereitet. Sollte die PA wirklich dem Internationalen Strafgerichtshof beitreten, will die NGO diesen sofort für die entsprechenden Klagen nutzen.

Saeb Erekat: „Ich verkünde jedem im Namen des Präsidenten Mahmud Abbas und des Exekutivrats, dass die Hamas eine Palästinenserbewegung ist. Sie war keine Terrororganisation und wird keine sein.“ (Wie verschafft man sich selbst Absolution? In dem man die Schlimmeren für harmlos erklärt. Dann wird die Fatah also zur Friedensbewegung…)

Benjamin Netanyahu schießt zurück: Wenn die Palästinenser einseitig handeln, dann werden wir das auch tun. Sie müssen begreifen, dass sie einen eigenen Staat nur über Verhandlungen mit Israel erreichen können. (Das setzt natürlich voraus, dass die Terroristen einen Palästinenserstaat wollen – was bezweifelt werden darf; ihnen geht es nur darum Israel zu vernichten.)

Montag, 07.04.2014:

Der stellvertretende Chef der Islamischen Bewegung in Israel behauptet Israel würde Jerusalem Stück für Stück verjuden. Israel sei „Land, das seit 1948 besetzt ist“.

Heckmeck:
- Wohnungsbauminister Ariel von der Partei „Jüdische Heimat“ kündigte an, seine Partei werde die Koalition verlassen, sollten die Verhandlungen mit der PA wieder aufgenommen werden, ohne dass diese die Beitrittsanträge bei der UNO widerruft.
- Ein PA-Vertreter macht – natürlich – Israel für das Scheitern der Verhandlungen verantwortlich – die Israelis hätten beim letzten Treffen nur gedroht.
- Sowohl Israel als auch die Terroristen haben die USA gebeten ein weiteres Treffen (am heutigen Montag) zu organisieren, um den Zusammenbruch der Gespräche zu verhindern.

Dienstag, 08.04.2014:

Die pal-arabische Journalistin Manal Seif hat einen Preis für ihre Arbeit erhalten – die Auszeichnung palästinensische weibliche Medienpersönlichkeit 2014. Ihre Leistung: Terroristen verherrlichen und Israel verunglimpfen.

War auch zu erwarten: John Kerry macht Israel für die Krise in den „Verhandlungen“ verantwortlich. Zwar hätten beide Seiten negative Schritte unternommen, sagte er im US-Senat, aber Israel habe die vierte Tranche verurteilter Terroristen nicht freigelassen und angekündigt, dass es keinen Baustopp verhängt. (Was die Terroristen machten, spielt für den Mann natürlich keine Rolle.)
Und natürlich behauptet ein Sprecher des US-Außenamtes, die Amerikaner und auch John Kerry würden keine Schuldzuweisungen betreiben!

Und sie werden alles dafür tun, dass es so weit kommt: Ein offizieller Vertreter der PA hat angekündigt, dass ein zweiter Schub Anträge für die UNO zur Unterschrift bereit liegt, sollten die „Friedensgespräche“ diesen Monat scheitern.
Die aktuell eingereichten Anträge wollen die Terroristen jedenfalls auf keinen Fall zurückziehen.

Heckmeck:
- Nach einem weiteren Gespräch verbreiten die Amerikaner weiter Zweckoptimismus: Die Lücken seien weiter vorhanden, hieß es, aber beide Seiten seien entschlossen sie zu verkleinern. (Wer‘s glaubt…)

Mittwoch, 09.04.2014:

Netanyahu macht Ernst: Er hat Israels Regierungsbehörden angewiesen keine Treffen mit Mitglieder der PA wahrzunehmen, außerdem sind zivile und finanzielle Kooperation mit der PA verboten. Die Anweisungen gelten nicht für das Verteidigungsministerium und Gespräche im Rahmen der Friedensverhandlungen.
Dazu ließ Netanyahu einen Sprecher seines Amtes sagen, dass man von John Kerrys Anschuldigungen tief enttäuscht ist; Israel habe z.B. nie einem Baustopp zu gestimmt (den Kerry als einen der „nicht hilfreichen“ Schritte nannte, die die „Verhandlungen“ platzen ließen).

Der März war im Norden Israels der gewalttätigste seit dem Krieg 2006; es gab Schussangriffe, versuchte Bombenanschläge und Raketen entlang der Grenzen zum Libanon und Syrien.

Dass die Arabische Liga Israel alleinverantwortlich für die Probleme der „Friedensgespräche“ macht, versteht sich von selbst…

Donnerstag, 10.04.2014:

Ein hochrangiges Fatah-Mitglied warnte, die israelischen Sanktionen würden zur Auflösung der PA führen. Sie werde einfach zusammenbrechen. Dafür und für die Folgen seien ausschließlich Israel und die USA verantwortlich.
Die Hamas sagte zum selben Thema, dass die Fatah jetzt gefälligst „den Widerstand von der Leine lassen“ sollte.
Abbas allerdings scheint anderer Meinung zu sein; er ließ wissen, die Gespräche könnten über den 29. April hinaus fortgesetzt werden.

Jibril Rajoub von den „Friedenspartnern“ der Fatah verkündete im PA-Fernsehen, Hitler hätte bezüglich Unterdrückung und Vernichtungslagern von Israel lernen können.

Heckmeck:
- Einen Tag nach seiner einseitigen Schuldzuweisung an Israel rudert Kerry zurück. Beim Besuch von Avigdor Liebermanin Washington DC sagte der Amerikaner, Israel sei „nicht allein verantwortlich“ für den Kollaps der Friedensgespräche. Er habe im Kongress schlicht die „Ablauf der Ereignisse beschrieben“. („Nicht allein verantwortlich“ – das heißt aber noch nicht, dass Israel nicht hauptverantwortlich ist!)
- Aus den USA kommt wieder mal, dass die Kluft zwischen Israelis und Palästinensern verringert worden sei.

Freitag, 11.04.2014:

Hamas-Kundgebung in Gaza: In ein paar Jahren wird der Widerstand Israel vernichten.

Saeb Erekat bezeichnet die Einbehaltung von Steuern der PA als „Diebstahl“. (Ich würde sagen, wer seine Strom-, Wasser- und sonstigen Rechnungen nicht bezahlt, begeht Diebstahl.)

Gegen den Bürgermeister einer israelisch-arabischen Stadt im Norden Israel wurde Anzeige erstattet, nachdem in seinem Ort Bilder der Terroristen gesehen wurden, die 1984 einen israelischen Soldaten ermordeten. Die Fotos trugen Sprüche wie „Heute ihr, morgen alle Häftlinge“ und „Ihr kamt als Helden zurück“.

Die PA hat offiziell die Genfer Konventionen unterschrieben, wurde aus der Schweiz bestätigt. (Da wollen wir doch mal sehen, wann sie endlich wegen des Terrors zur Verantwortung gezogen wird.)

Die UNO hat die Anträge der PA akzeptiert. Der PA-„Botschafter“ bei der UNO sagte, „Palästina“ werde am 2. Mai als Staat Mitglied von 13 von 15 Konventionen werden (und sei bereit mehr Anträge zu stellen). Erstaunlich, dass ein Nichtstaat wie ein Staat behandelt wird…

Heckmeck:
- Die PA bestreitet, dass es Fortschritte bei den Gesprächen mit Israel gegeben hat. Wieder eine Ohrfeige für Kerry.
- Der Generalsekretär der Arabischen Liga sagte, er sei zuversichtlich, dass die Israelis und Palästinenser die Friedensbemühungen zu verlängern.

Samstag, 12.04.2014:

Das US-Außenministerium macht Israel wieder Vorschriften: Die Steuern der PA einzubehalten sei „unglücklich“, der wirtschaftliche Austausch zwischen Israel und der PA ist notwendig und nötig für das Wohlergehen der palästinensischen Wirtschaft. (PA-Verhalten wird mal wieder links liegen gelassen.)

Heckmeck:
- Nachdem John Kerry erst Israel praktisch allein für den Stillstand in den Verhandlungen verantwortlich machte, dann ein wenig Ansatz von Zurückrudern zeigte, als er den Staat nicht mehr als „allein verantwortlich“ bezeichnete, kommt jetzt die Antwort aus Israel: Für die Krise ist Kerry verantwortlich. Schließlich hat er Abbas gegenüber falsche Versprechungen gemacht hat, die mit Israel nicht abgemacht waren und weil er Monate verstreichen ließ, in denen Diskrepanzen zur Häftlingsfreilassung hätten ausgeräumt werden können.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Nächste Seite »

Bloggen Sie auf WordPress.com. | The Pool Theme.
Entries und Kommentare feeds.

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 473 Followern an

%d Bloggern gefällt das: