Jeden tadeln außer der Hamas – Robert Turner von UNRWA Gaza und der KEINE Erwartungen-Fanatismus

14. September 2012 um 13:49 | Veröffentlicht in Nahost-Konflikt, UNO | Hinterlasse einen Kommentar
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Gidon Ben-Zvi, CiF Watch, 11. September 2012

Robert Turner, Direktor der Einsatzleiter der UNRWA im Gazastreifen, verwandte in seinem Eintrag auf „Comment is Free“ (Gaza: an early warning of disaster, 9. September 2012) rund 650 Worte darauf in großer Breite die vielen angeblichen sozio-ökonomischen Trends zu beschreiben, die – so behauptet er – den Gazastreifen in das nächste Darfur der Welt verwandeln werden.

Turner zitiert die „Erkenntnisse“ des gerade veröffentlichten Bericht „Gaza in 2020: a liveable place?“ (Gaza 2020: ein Ort, an dem man leben kann?) – den Hadar Sela kürzlich auseinander nahm – und gibt den Strippenzieher an den Herzen seiner Leser mit einem anschaulichen Porträt Gazas als am Rande einer humanitären Katastrophe.

Sollte die internationale Gemeinschaft nicht im Namen allen, was gut und richtig ist, in dem Bemühen zusammenkommen, diese drohende Krise zu verhindern?

Nun, zum ersten verrät sich Herr Turner dadurch, dass er den Gazastreifen als „besetztes Palästinensergebiet“ bezeichnet. Und im letzten Abschnitt seines Beitrags verschmilzt Herr Turner die „vermeidbare“ Katastrophe in Gaza mit der israelischen Blockade des Strips; er fordert eine „… Aufhebung der Blockade, die die internationale Gemeinschaft jährlich Hunderte Millionen Dollar kostet.“

Schuld hat die Blockade.

Herrn Turners „Rezept“ für die Rettung der Gaza-Palästinenser gründet auf einem schweren Fall von historischer Kurzsichtigkeit. Denn das einzige Wort, dessen Verwendung Herr Turner in seiner antiisraelischen Tirade unterließ, ist tatsächlich das, was hinter dem sich verschlechternden Zustand des Gazastreifens steckt: Hamas.

Ein selektives Gedächtnis anzuwenden, kann nicht dazu dienen die Tatsache anzufechten, dass Israel im Jahr 2005 in einem bedeutenden politischen Umbruch 8.000 Bürger aus dem Gazastreifen riss, was den Palästinensern dort die Chance geben sollte echte Bemühungen zum Aufbau eines Staates zu beginnen und eine prosperierende Gesellschaft im Gazastreifen aufzubauen, die Seite an Seite in Frieden mit Israel leben konnte.

Darüber hinaus vertrieb Israel nicht nur eigene Staatsbürger, sonder zog im September 2005 komplett aus dem Gazastreifen ab. 2007 übernahm die Hamas die Macht im Gazastreifen – in einem blutigen, brudermörderischen Coup.

Wir wollen auch nicht vergessen, dass vom September 2005 bis Dezember 2008 mehr als 8.000 Raketen ins südliche Israel geschossen wurden. Im Versuch das unaufhörliche Trommelfeuer an Raketen und Mörsern zu stoppen, lösten die Israelischen Verteidigungskräfte (IDF) am 27. Dezember 2008 die Operation Gegossenes Blei gegen das Hamas-Regime im Gazastreifen aus.

Zusätzlich gingen der Seeblockade des Gazastreifens vom Januar 2009 Jahre zuvor zwei stark publik gemachte Vorfälle voraus, in denen Waffenlieferungen per Schiff abgefangen wurden – von beiden wird gesagt, dass sie aus dem Iran kamen, aber eine sei für den Libanon bestimmt gewesen.

Nach Angaben des Berichts, den Herr Turner zitiert, zerfallen Bildungsarbeit, Gesundheits- und Sozialschutz im Gazastreifen, seit die Blockade verhängt wurde. Diese Falschmeldung ist eine Klammer des von pro-palästinensischen Organisationen vermittelten Speiseplans der Halbwahrheiten und offenen Lügen über die israelische Verantwortlichkeit für palästinensisches Missmanagement der Angelegenheiten im Gazastreifen. Fakt ist: Allein im Jahr 2009 gestattete Israel nach der Operation Gegossenes Blei die Lieferung von 703.224t humanitärer Hilfe und 105.600.128 Liter Treibstoff in den Gazastreifen.

Und beginnend im Juni 2010 lockerten Israel und Ägypten die Einschränkungen, die Ergebnis der Blockade waren. Israel kündigte an, es werde alle strikt zivilen Waren in den Gazastreifen hinein lassen, aber bestimmte Waffen nicht und was es als „Dual-Use“-Posten bezeichnet.

Was die Rechtmäßigkeit der Blockade angeht, kam die von Herrn Turner oft zitierte UNO im September 2011 zu dem  Schluss, dass die Seeblockade legal ist. Allerdings schwebt in der Gaza umgebenden Luft immer noch die Frage: Wer ist für das Elend verantwortlich?

Während Herr Turner dem Autoritarismus keine Bedeutung zuschreibt, der im Verlauf der letzten fünf Jahre den Strip in seinem Griff hielt, haben viele Palästinenser im Gazastreifen alles Vertrauen in eine Verwaltung verloren, die dabei versagte ihre Versprechungen sauberen Regierungshandelns zu erfüllen.

Die von der EU, den Vereinigten Staaten und Israel als Terrororganisation identifizierte Hamas aht ihre Zeit an der Macht genutzt, um hochrangige Mitglieder der Bewegung durch Investitionen in das staubige Labyrinth der Schmuggeltunnel unter der Grenze mit Ägypten und Steuern auf importierte Waren zu bereichern. Dieses Geld ist in protzige Autos und Hamas-eigene Geschäfte geleitet worden, an denen nur treue Anhänger beteiligt werden.

Was für einen Unterschied sieben Jahre ausmachen: Als Israel den Gazastreifen damals, 2005, den Gazastreifen verließ, hatten die Palästinenser die Gelegenheit das Küstengebiet in das Singapur der arabischen Welt zu verwandeln. Während Israel, die USA, Kanada und viele andere wohlhabende Länder bereit waren den Palästinensern im Gazastreifen zu helfen, entschieden sich die Palästinenser letztlich den Strip in Labor für islamistischen Extremismus zu verwandeln.

Wenn solche Radikalen an der Macht sind, gibt es keine Hoffnung auf das Aufkommen moderater Kräfte, die die Reformen ermöglichen können, die nötig sind, um ein Zeitalter der Stabilität, des Wohlstands, der Transparenz und – nur vielleicht – des Friedens herbeizuführen.

Herr Turner jedoch entnimmt seine Stichworte offenkundig dem palästinensischen Narrativ. Er sit von den Bildern verfolgter Palästinenser und brutalen Israelis derart begeistert, dass er unfähig erschient den Zustand des Gazastreifens objektiv zu beurteilen. Wie sonst kann man seine Unfähigkeit erklären, nicht nur die Hamas nicht zur Rechenschaft zu ziehen, sondern in seinem Beitrag deren Existenz nicht einmal einzuräumen?

Turner schient am Fanatismus der geringen Erwartungen zu leiden, wenn es um die wahren Herren des Schicksals des Gazastreifens geht: das palästinensische Volk.

Die jüngsten Fotos des als Gazastreifen bekannten “Konzentrationslagers”

26. August 2012 um 10:21 | Veröffentlicht in Nahost-Konflikt, Palästinenser | 1 Kommentar
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Elder of Ziyon, 22. August 2012

Man könnte schwören, es handelt sich um Treblinka, wenn das nicht in Farbe wäre:

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