Wo bleibt die Berichterstattung? Israel ist das einzige Freie Land im Nahen Osten
29. Januar 2013 um 17:05 | Veröffentlicht in Medien+Nahost | 13 KommentareSchlagwörter: CAMERA
Vielleicht sind sie ja zu beschäftigt damit über die Demokratie des Staates Israel zu lamentieren, um tatsächlich zu berichten, aber die Mainstream-Medien haben einen Bericht von Freedom House komplett ignoriert; Freedom House ist eine unabhängige Watchdog-Gruppe, die sich der Ausbreitung der Freiheit in aller Welt verschrieben hat. Sie bewertete Israel als das einzige freie Land im Nahen Osten.
In der Ausgabe ihres jährlichen Berichts „Freedom in the World“ für 2013 schrieb die Organisation:
Israel bleibt das einzige freie Land der Region. In den vergangenen Jahren haben Kontroversen Gesetzesvorschläge umgeben, die die freie Meinungsäußerung und das Recht von Organisationen bürgerlicher Gesellschaften bedrohten. In den meisten Fällen sind diese Maßnahmen aber entweder von der Regierung bzw. dem Parlament verworfen oder vom Obersten Gerichtshof niedergeschlagen worden.
Mit anderen Worten: Israels Demokratie funktioniert. Im Gegensatz dazu wurden Sowohl der Gazastreifen unter der Hamas als auch die Westbank unter der palästinensischen Autonomiebehörde als „Nicht Frei“ eingestuft, genauso wie Jordanien. Der Libanon und Ägypten zählten nur als „Teilweise Frei“.
In einem Abschnitt namens „Worst of the Worst“ (Die Schlimmsten der Schlimmen) zitiert Freedom House drei „Nachbarn“ Israels: den Sudan, der „von einer Führung regiert wird, die Elemente sowohl des radikalen Islam als auch einer traditionellen Militärjunta hat“; Saudi-Arabien, „einen absolute Monarchie mit erheblichen sozialen Kontrollen“; und Syrien, „eine Diktatur inmiten eines blutigen Bürgerkriegs“.
Um einen Blick auf eine Landkarte der Freiheit in der Welt zu werfen, klicken Sie bitte auf diesen Link. Sie werden sie etwas vergrößern müssen, um den Splitter grüner Freiheit zu sehen der Israel ist, inmitten eines Meeres aus Gelb („teiweise frei“) und lila („nicht frei“), das der Nahe Osten und Nordafrika ist.
Angesichts der Hyper-Konzentration der Presse auf Israel könnte man erwarten, dass Nachrichtenmedien diese positive Bewertung des jüdischen Staates zumindest erwähnen. Doch obwohl israelische und jüdische Medien die Studie von Freedom House berichteten, konnte CAMERA nirgendwo in den Mainstream-Medien etwas finden, das dies behandelt. Noch beschämender ist, dass die ägyptische Daily News schrieb:
Ägypten ist jetzt eines von sechs Ländern des Nahen Ostens, das von Freedom House als „teilweise frei“ eingestuft wird. Elf werden als „nicht frei“ bewertet, während Israel das einzige „freie“ Land der Region ist.
Eine Zeitung in einem Land, das erst vor kurzem auf „teilweise frei“ aufgewertet wurde, berichtet Israels Klassifizierung als „freies“ Land, aber Nachrichtenmedien in „freien“ Ländern tun das nicht. Man muss fragen: Warum dieses Zögern etwas Positives über Israels Demokratie zu berichten? Und natürlich wie sonst auch … Wo bleibt die Berichterstattung?
CAMERA: Bekämpfung der verzerrten Medienberichterstattung zu Israel
23. April 2012 um 15:57 | Veröffentlicht in Medien+Nahost, NGOs | Hinterlasse einen KommentarSchlagwörter: CAMERA, Manfred Gerstenfeld
Manfred Gerstenfeld interviewt Andrea Levin (direkt vom Autor)
Pro-israelische Medienbeobachtung in den USA ist im Verlauf der letzten 20 Jahre rapide angewachsen. Die explosive Expansion des Internets ermöglicht Medienbeboachtungs-Organisationen, ihre Befunde rasch per E-Mail an viele Leser zu übermitteln oder sie ohne große Kosten auf Internetseiten zu veröffentlichen.
Die Berichterstattung der Medien zum Nahen Osten ist oft deformiert. Es gibt keinen durchsetzbaren Verhaltenskodex, der auf die Medien angewandt werden kann. Man kann daher Veränderung nur auf zweierlei Weise erreichen. Zum einen geht das über private Appelle um Genauigkeit, Balance und Fair Play, zum anderen durch öffentliche Aufdeckung journalistischer Verfehlungen.
Andrea Levin ist seit 1990 Vorstandsvorsitzende des in Boston ansässigen Committee for Accurcay in Middle East Reporting in America (CAMERA). Diese Organisation ist sowohl Pionier als auch führend im Bereich der pro-israelischen Medienbeobachtung. Davor war Levin Mitherausgeberin einer politischen Zeitschrift an der Kennedy School of Government an der Universität Havard.
Levin sagt: Wir verfolgen alle wichtigen Print- und elektronischen Medien in den Vereinigten Staaten, ebenso alle professionellen Zeitschriften, Internetseiten, Enzyklopädien, Reiseführer und so weiter. Erfolg bei der Medienbeobachtung manifestiert sich in verbesserter Genauigkeit und Herstellung von Zusammenhängen in den kritisierten Medien. Einige der Erfolgsgeschichten von CAMERA betreffen die New York Times, Reuters und den Public Broadcasting Service (PBS).
Wir konzentrieren uns hauptsächlich auf die Kontaktaufnahme mit den Medien und dass sie ihre Fehler berichtigen. Dazu gehören tägliche Interaktionen zwischen unseren fest angestellten Mitarbeitern und Medienorganen; CAMERA ruft auch regelmäßig sein Netzwerk an Aktivisten auf, unausgewogene Bericht anzufechten. Darüber hinaus stellen CAMERAs Mitarbeiter laufend Kritiken auf der CAMERA-Internetseite und Blog ein und schreiben und Op-Eds, Briefe und Artikel zu, die in Zeitungen, Zeitschriften und auf Internetseiten erscheinen und die Dinge richtigstellen. Zusätzlich veröffentlichen wir den CAMERA Media Report, unser Magazin und Aushängeschild, das an Journalisten, CAMERA-Mitglieder, Bibliotheken, Synagogen und den Kongress geschickt wird.
Wir haben Monografien und Sonderberichte veröffentlicht; Themen waren zum Beispiel die Voreingenommenheit von National Public Radio, arabische Bautätigkeit in Jerusalem, Jimmy Carters voreingenommenes Apartheid-Buch, der israelischen Gaza-Kampagne Gegossenes Blei und das Phänomen von Juden, die Israel verleumden. Sie werden an Tausende Menschen verteilt, dazu an gewählte Offizielle. Wir veranstalten auch in vielen amerikanischen Städten Medien-Konferenzen und schalten ganzseitige Anzeigen zu Schlüsselthemen wie antiisraelische Hetze und verzerrte Berichterstattung zu Terrorismus. In der Vergangenheit haben wir Anzeigen im Boston Globe, der Washington Post, der New York Times, der Los Angeles Times, bei NPR, CNN, PBS und weiteren geschaltet.
CAMERA hat 65.000 zahlende Mitglieder, Büros in sechs Städten und tausende aktiver Briefeschreiber. Wir haben regelmäßig Kontakt mit einer großen Vielfalt an Experten, wenn wir Fakten überprüfen müssen. Außerdem haben wir ein Programm, das wir CAMERA Fellows nennen; dieses bietet Studenten intensives Training in effektivem Pro-Israel-Aktivismus.
Ein besonderes Anliegen ist die New York Times gewesen, die weiterhin besonders als Trendsetter andere Medienorgane beeinflusst, die ein Spiegel ihrer Artikelauswahl und Schwerpunktsetzung sind. Wie in der Vergangenheit tendiert die Zeitung dazu die Probleme der Palästinenser und das Fehlens von Frieden schwerpunktmäßig Israel aufzubürden. Die Rolle der Palästinenser bei der Anheizung des Konflikts wird vernachlässigt. Zudem hat The Times angesichts des zunehmenden globalen Antisemitismus weitgehend geschwiegen, hat fast nichts getan, um die einseitige Feindseligkeit gegenüber Israel offenzulegen. Von den Nachrichten- über die Kommentar und sogar bis hin in die Kulturseiten hat die Times eine nicht zu leugnende Schräglage gegen Israel. Viele andere Mainstream-Medien bieten einseitige Darstellungen Israels, so das Magazin The New Yorker, der Economist und der Guardian.
Das Internet hat die Dynamik offensichtlich verändert, indem dem Diskurs zahllose neue Stimmen hinzugefügt wurden – einige zum Besseren, andere zum Schlimmeren.
Verdrehungen entgegenzuwirken und Informationen zu Israel zu verbessern ist ein Prozess, der viel abverlangt. Zu den Beobachtungsaktivitäten gehört, dass CAMERA-Mitarbeiter die Print- und elektronischen Medien so gründlich wie möglich verfolgen und dieses Material sichten, um auf die wichtigsten Probleme zu reagieren. Die Mitarbeiter kontaktieren Redakteure und die Reporter vor Ort. Ziel ist es, alle Fehler anzugehen, sowohl in den Nachrichten- wie in den Kommentarseiten und Korrekturen in die Blätter zu bekommen.
Eine Art, den Erfolg dieser Arbeit zu messen, besteht in der Beobachtung bestimmter Storys und Themen, über die ungenau berichtet wird und wann wir die Berichtigung abgedruckt bekommen, um zu sehen, ob die Medienorgane zu demselben Thema in der Zukunft korrekt berichten. Viele Male haben wir langfristigen Einfluss und verbesserte Akkuratesse gesehen. Ein weiterer Aspekt für Erfolg ist das klare Gespür, dass es nach unserer Intervention spürbar mehr Sorgfalt bei einigen Zeitungen und Sendern gibt, mehr Aufmerksamkeit für Zusammenhänge, Ausgewogenheit und Genauigkeit.
Die große Herausforderung besteht im Ausmaß der Berichterstattung und im Internet, fehlenden Standards und Verantwortlichkeit. 2007 startete CAMERA auch ein Projekt in spanischer Sprache, 2009 eine hebräischsprachige Internetseite namens Presspectiva, die sich darauf konzentriert israelischer Leser bezüglich der Wichtigkeit zu bilden ihre eignen Medien zur Verantwortung zu ziehen.
Levin schließt: Entscheidend ist, die Fakten auf die Reihe zu bekommen. Das ist der Grund, warum die Korrektur falscher Äußerungen so wichtig ist. Diese Korrekturen haben einen internen Einfluss bei dem Medienorgan und oft nachhaltige Auswirkungen mit Veränderung der Berichterstattung zum Besseren.
Dr. Manfred Gerstenfeld ist Vorsitzender des Aufsichtsrats des
Jerusalem Center of Public Affairs.
Recherche ist doch unnötig
12. März 2008 um 22:57 | Veröffentlicht in Medien+Nahost | 1 KommentarSchlagwörter: Associated Press, BBC, CAMERA, mdr
Medien-Watchdog CAMERA hat die BBC beim Lügen erwischt: Die „große alte Dame“ – bekannt für ihre antiisraelische „Berichterstattung“ – hat am 7. März eine gefilmte Aktion ausgestrahlt, bei der angeblich das Haus der Familie des Yeschiva-Massenmörders von Bulldozern (und Baggern) platt gemacht wurde.
Seltsamerweise steht das Haus auch heute noch. Pal-arabische Trauergäste kommen weiterhin ins daneben errichtete Trauerzelt und beglückwünschen weiterhin die Familie zu ihrem Helden und heiligen Märtyrer. Lediglich die Fahnen von Hamas, Palästinensischem Islamischem Jihad und Hisbollah wehen nicht mehr, nachdem die Polizei dafür gesorgt hatte, dass die Feiernden sie abnahmen.
Das ist wirklich „herrlich“. Herrlicher noch als die AP-Fotounterschriften, in denen immer steht, sie zeigen „Verwandte von Alaa Abu Dheim, dessen Familienmitglieder sagen, er habe acht Yeschiva-Schüler getötet“. „Von dem …sagen… er habe…“ Als wenn das immer noch nicht feststehen würde und die Israelis wie seine Verwandten darüber spekulieren, ob der es tatsächlich war! Habt ihr Deppen keine echten Informationen? Sind das alles nur Gerüchte? Ihr seid doch sonst nicht so vorsichtig – schon gar nicht, wenn es darum geht, was Israelis nach pal-arabischen Angaben alles getan haben sollen! Zu den fünf von CAMERA angeführten Fotos gibt nur eine Unterschrift an, dass der Mörder das tatsächlich getan hat. Die vier anderen haben die „von dem … er habe…“-Beschreibung. Ach ja: die Mutter muss getröstet werden, dass der Sohnemann tot ist. Die Trauer der armen Terroristenfamilie wird herausgestellt. Ihr Hass und ihre Boshaftigkeit sind kein Thema.
Aber zurück zur Beep: Der von der BBC ausgestrahlte Videomitschnitt hat nach Recherche von CAMERA eine bemerkenswerte Ähnlichkeit mit Bildern, die von der pal-arabischen Propaganda Nachrichten-Agentur Ma’an zur Zerstörung des Hauses von Jihad-Führer Mohammed Schihada in Bethlehem, ebenfalls am 7. März, verbreitet wurden. Das könnte das Problem der Briten sein: Sie haben die beiden Sachen verwechselt. So weit man das verwechseln kann, denn dann haben sie schlicht Mist gebaut, nicht recherchiert, nicht überprüft, sondern schlicht ihren eigenen Vorurteilen und ihrem Hass auf den Judenstaat freien Lauf ließen. Es ist ja immer so schön einfach, wenn man mit ein paar (unüberprüften) Annahmen Stimmung machen kann.
Nachtrag: Die Beep ist nicht alleine in ihrer Ignoranz – oder der mdr hat dort einfach nur abgekupfert. Was es nicht besser macht.
Im Übrigen überlegt das Militär tatsächlich, das Haus der Familie abzureißen. Das Anliegen muss allerdings durch einige juristische Instanzen gehen. Bis es so weit ist, dauert es eine Weile.
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