Wo bleibt die Berichterstattung: Viele Staaten haben eine Staatsreligion … Israel nicht

11. Juni 2014 um 13:50 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Israel | 1 Kommentar
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CAMERA Snapshots, 5. Juni 2014

Mitglieder der israelischen Regierungskoalition werben derzeit für ein neues „Grundgesetz: Israel als Nationalstaat des jüdischen Volks“. YNet News berichtet:

Es wird erwartet, dass der Gesetzesvorschlag dem Ministerrat für Legislatur am Sonntag vorgelegt, aber nicht darüber abgestimmt wird. Stattdessen wird ein Sonderkomitee aus Repräsentanten der Koalition daran arbeiten eine gemeinsame Formulierung für den umstrittenen Vorschlag zu finden und ihn bis zum Ende der Sommersitzungsperiode im Juli durch den Genehmigungsprozess zu bringen.

Dieser Gesetzesvorschlag besagt in Teilen:

Der Staat Israel ist die nationale Heimat des jüdischen Volkes; in diesem erfüllt das jüdische Volk seine Sehnsucht nach Selbstbestimmung in Übereinstimmung mit seinem historischen und kulturellen Erbe.

Das vorgeschlagene Gesetz legt zwar nationale Symbole und Feiertage fest, es schafft aber keine Staatsreligion. Es strebt lediglich danach im grundlegenden Recht den Status Israels als Nationalstaat des jüdischen Volkes festzulegen. Dennoch hat das für jede Menge Kontroverse und sogar Kritik innerhalb Israels wie auch im Ausland gesorgt, bei den Feinden Israels und innerhalb der jüdischen Gemeinschaft in der Diaspora. Die Ablehnung Israels als jüdischen Staat durch die Palästinenserführung ist als einer der großen Stolpersteine der gerade beendeten Verhandlungen bezeichnet worden.

Die Jerusalem Post hat Premierminister Netanyahus Reaktion auf die Kritik berichtet:

Netanyahu sagte, es sei für ihn „erstaunlich“, dass es überhaupt Opposition zur Anerkennung Israels als jüdischem Staat gibt.

„Man kann nicht die Gründung eines palästinensischen Nationalstaates befürworten, um den jüdischen Charakter des Staates Israel zu erhalten und gleichzeitig dagegen sein den Staat Israel als den Nationalstaat des jüdischen Volkes anzuerkennen“, sagte er. „Die Gründung eines palästinensischen Nationalstaats und gegen die Anerkennung des jüdischen Nationalstaats zu sein untergräbt – langfristig – das Recht Israels zu existieren.“

Es fällt auf, dass eine Mehrheit der israelischen Araber Israels recht als jüdischer und demokratischer Staat zu existieren akzeptiert. Dennoch glauben viele Kritiker, dass Israel einfach kein jüdischer und demokratischer Staat kann; vielleicht glauben sie, dass demokratische Staaten sich auf gar keine Religion beziehen. Das ist schlicht eine uninformierte Sichtweise. Israel hat keine geschriebene Verfassung, aber dem Basisrecht ist dieser Status von den Gerichten verliehen worden. Doch viele andere Staaten erkennen in ihren Verfassungen verschiedene Religionen an oder unterstützen diese sogar. Und bei ihnen gibt es nun gar keine Kritik daran.

Die Präambel der Verfassung Irlands beginnt zum Beispiel:

Im Namen der Heiligsten Dreieinigkeit, von der alle Autorität ausgeht und auf die alles Handeln sowohl des Menschen als auch des Staates letzten Endes veweisen muss,

erkennen wir, das Volk von Eire, demütig all unsere Verpflichtungen unserem göttlichen Herrn, Jesus Christus gegenüber, der unsere Väter durch Jahrhunderte der Prüfung erhielt…

Artikel 3 der Verfassung Griechenlands erklärt:

Die in Griechenland vorherrschende Religion ist die der Östlichen Orthodoxen Kirche Christi. Die Orthodoxe Kirche Griechenlands, die unseren Herrn Jesus Christus als ihren Leiter anerkennt, ist in der Doktrin untrennbar mit der Großen Kirche Christi in Konstantinopel und mit jeder anderen Kirche Christi mit derselben Doktrin vereint; sie beachtet unbeirrbar den heiligen apostolischen und synodalen Kanon und die heiligen Traditionen.

Abschnitt 2 der Verfassung Norwegens bestätigt:

Die evangelisch-lutherische Religion soll die offizielle Religion des Staates sein. Die sich dazu bekennenden Einwohner sind verpflichtet ihre Kinder in dieser aufzuziehen.

Malaysias Verfassung stellt fest:

Der Islam ist die Religion der Föderation.

Abschnitt 2 der Verfassung Argentiniens erklärt:

Die Bundesregierung unterstützt die römisch-katholisch-apostolische Religion.

In der Schweiz heißt es in Artikel 72, Absatz 3 der Verfassung sogar:

Der Bau von Minaretten ist verboten.

Argumentiert selbst mit diesem Übergriff der Verfassung gegen eine bestimmte Religion – in diesem Fall den Islam – irgendjemand, dass die Schweiz keine Demokratie ist? Oder Irland, Norwegen oder Griechenland? Und es gibt viele weitere Staaten mit einer staatlich genehmigten oder vom Staat unterstützten Religion oder einer Staatskirche. In Amerikas großem Verbündeten Großbritannien gilt nach Angaben des US-Außenministeriums:

Es gibt eine Staatskirche, die Kirche von England und eine nationale Kirche, die Kirche von Schottland. Schottland, Wales und Nordirland haben keine „offizielle“ Religion. Die Gesetzgebung setzt die Kirche von Schottland als Schottlands nationale Kirche fest.

Und natürlich gibt es viele Staaten, die nominell Demokratien sind, aber religiöse und ethnische sowie andere Minderheiten verfolgen, so die Islamische Republik Pakistan, deren Verfassung erklärt:

Der Islam soll die Staatsreligion Pakistans sein.

Und in der Islamischen Republik Afghanistan heißt es in der Verfassung:

Die Religion des Staates der Islamischen Republik Afghanistan ist die heilige Religion des Islam.

Anhänger anderer Religionen sind frei innerhalb der Grenzen der Bestimmungen des Rechts ihren Glauben auszuüben und ihre religiösen Riten auszuführen. (Hervorhebung hinzugefügt)

In Afghanistan darf kein Gesetz gegen die Überzeugungen und Bestimmungen der heiligen Religion des Islam sein.

Und natürlich gibt es viele Staaten, die klar undemokratisch sind und keineswegs vorgeben keine Staatsreligion zu haben, so Saudi-Arabien und die Islamische Republik Iran.

Doch selbst diese zeihen nicht die prüfenden Blicke und Kritik an, die Israel auf Universitäts-Campussen, bei den Vereinten Nationen und natürlich in den Medien erhält. Anders als Israel haben viele Staaten eine offizielle Staatsreligion und doch … wo bleibt die Berichterstattung?


„Ich bin ein sunnitischer Muslim.
Ich betrachte mich als untrennbaren Teil Israels,
als einen israelischen Staatsbürger,
der den Staat verteidigt,
damit er jüdisch und demokratisch bleibt,
ein Staat, der die Rechte aller Minderheiten sicherstellt.“
Falach Hayib
arabisch-muslimischer Oberst in den israelischen Verteidigungskräften

Die antiisraelische Einseitigkeit der New York Times

26. Mai 2014 um 13:52 | Veröffentlicht in Medien+Nahost, USA | Hinterlasse einen Kommentar
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Manfred Gerstenfeld interviewt Rikki Hollander und Gilead Ini (direkt vom Autor)

Die New York Times (NAT) ist der Interessenvertretung durch Journalisten (statt Objektivität) schuldig. Sowohl ihre Leitartikel als auch ihre Nachrichten neigen stark zu einer antiisraelischen Perspektive. Das ist ein offener Widerspruch zu ihrer Richtlinie für Journalisten im von ihr veröffentlichten Handbuch für ethischen Journalismus: „Die Nachrichten so unparteiisch wie möglich zu berichten“ und „unseren Lesern die vollständige, unverblümte Wahrheit zu sagen, so gut wir sie in Erfahrung bringen können“.

Ohne die Art kruder Hetze gegen Israel zu verwenden, wie sie in der palästinensischen Gesellschaft grassiert, vergiftet die NYT den Geist der Öffentlichkeit gegen Israel, indem sie die Wahrnehmung des jüdischen Staates als verantwortlich für viele, wenn nicht die meisten der Missstände der Region formt. Dies tut sie mit zweierlei Maß in der Berichterstattung über Israel im Vergleich zu seinen Feinden und indem sie nur die halbe Geschichte erzählt. Sie wäscht die Rolle der Gegner Israels, einschließlich der Terrororganisationen, rein und klagt Israel auf Schritt und Tritt an.

Rikki Hollander

Rikki Hollander

Gilead Ini

Gilead Ini

Ricki Hollander und Gilead Ini sind Senior Analysts bei CAMERA, wo sie gemeinsam die Langzeit-Studie Indicting Israel: New York Times Coverage of the Palestinian-Israeli Conflict (Anklage gegen Israel: Die Berichterstattung der New York Times zum palästinensisch-israelischen Konflikt) schrieben.

Zusätzlich zur Berichterstattung betrachtete CAMERAs Studie 2011/12 über einen Zeitraum von 9 Monaten die Kommentarseiten der Zeitung. NYT-Editorials werden von einem Journalisten-Gremium geschrieben, das in seinen Kolumnen über Israel einer erkennbaren Formel folgt. Zuerst geben sie Lippenbekenntnisse zu Israels Recht auf Selbstverteidigung ab. Dann, nach dem „aber“, widmen sie den Großteil der Kolumne der Verurteilung jeglichen Handelns Israels zu seinem Schutz. Sie ignorieren Fakten, Statistiken und alles andere, das den Lesern ein tiefer gehendes Verständnis oder gar Mitgefühl für das Handeln Israels bieten würde.

Wir stellten fest, dass 6 von 7 NYT-Editorials zum arabisch-israelischen Konflikt Israel gegenüber negativ ausfielen; positive gab es keine. Meinungstexte von NYT-Mitarbeitern folgen demselben Muster der Verurteilung Israels: 5 von 6 waren Israel gegenüber negativ, keiner war positiv. Was Op-Ed-Texte von Gastautoren zum Thema angeht, waren 15 von 20 Israel gegenüber negativ, nur einer war positiv.

Eine frühere, 19 Monate umfassende CAMERA-Studie wurde 2006/2007 durchgeführt; sie stellte ebenfalls ein Übergewicht an israelkritischen Kolumnen fest, von denen viele von arabischen Führungspersönlichkeiten und sogar durch einen Repräsentanten der Hamas geschrieben wurden. Im Gegensatz dazu gab es keine Kolumnen durch führende Israelis.

In der Vergangenheit gab es Kolumnisten, die Positives zu Israel schrieben, namentlich William Safire und Abe Rosenthal. Doch seit ihrer Pensionierung und Ableben gibt es niemanden, der die weithin negative Meinung zu Israel in den Kommentarseiten der Zeitung ausgleicht.

Im globalen Zusammenhang sieht sich Israel Diskriminierung durch die unverhältnismäßige Überprüfung seines Konflikt durch die NYT ausgesetzt. Autor Virgil Hawkins zeigt in seinem Buch Stealth Conflicts (Tarnkappen-Konflikte), dass die Konzentration der Medien auf Israel auf Kosten der Berichterstattung über Konflikte mit bis zu tausendmal mehr Toten als dem zwischen Israel und seinen Nachbarn erfolgt.

Der unverhältnismäßige Fokus der Zeitung spiegelt sich auch in ihren Schlagzeilen. Unsere Studie ermittelte 12 Schlagzeilen, die Israel des Tötens von Arabern anklagten. Keine klagte Araber an, obwohl im selben Zeitraum 14 Israelis von Arabern getötet wurden.

Eines von vielen Beispielen des zweierlei Maßes der NYT ist in ihrer Ungleichbehandlung gewalttätiger Angriffe zu finden. Als 2012 mehrere jüdische Teenager einen arabischen Teenager in Jerusalem schlugen, was Verletzungen zur Folge hatte, die eine stationäre Behandlung im Krankenhaus nötig machten, berichtete die Zeitung das auf dem oberen Teil ihrer Titelseite. Der Angriff wurde als negativer Spiegel der israelischen Gesellschaft als Ganzes formuliert. Ein zweiter Bericht auf der Titelseite informierte den Leser, dass der Angriff „schwärende Wunden bezüglich Rasse, Gewalt und Extremismus offenbarte“. Hat es je Prügel für Teenager durch Schläger irgendwo anders auf der Welt gegeben, die es gleich zweimal auf die Titelseite der NYT geschafft hat?

Vergleichen Sie das mit dem Umgang der Zeitung mit einem grausigen Massaker, das 2011 durch palästinensischen Teenager in der israelischen Stadt Itamar verübten. Die NYT vergrub die Nachricht von diesem Mord an einem jüdischen Ehepaar und dreien seiner jungen Kinder, darunter ein drei Monate altes Mädchen, tief im Innern der Zeitung. Es publizierte auch keinen Artikel über den Anschlag darauf, was er über die Moralvorstellungen und den Rassismus der palästinensischen Gesellschaft erkennen lässt.

Die Nachrichtenseiten der NYT sind manchmal nicht von ihren Kommentarseiten zu unterscheiden. In einem Monat nutzte die NYT die folgenden subjektiven und feindseligen Adjektive für Israels Führungspolitiker in der Berichterstattung: „schrill“, „lautstark“, „stur“, „aggressiv“ und „zynisch“. Ein Reporter fragte, „ob Israel ‚hoffnungsloser Heuchelei‘ schuldig“ sei, weil das Land gegen die Urananreicherung im Iran ist, einem Land, das sich der Vernichtung Israels verschrieben hat.

Unglücklicherweise ist es keine Lösung, sich an die Ombudsmänner der NYT zu wenden. Ihre Kolumnen tendieren zu allgemeinen Plattitüden darüber, dass der Konflikt ein zentraler Streitpunkt ist, der Kritik „von beiden Seiten“ generiert; sie setzen sorgfältige, auf Belegen gründende Beschwerden mit denen gleich, die von Israels bösartigsten und am meisten von Hass erfüllten Feinden kommen, für die nichts antiisraelisch genug ist.

Um Passanten über die extreme Einseitigkeit der NYT zu informieren, hat CAMERA eine große Werbetafel an einem Gebäude gegenüber den Redaktionsbüros der Zeitung in Manhattan aufgehängt.

Dr. Manfred Gerstenfeld ist Mitglied des Aufsichtsrats des
Jerusalem Center of Public Affairs, dessen Vorsitzender er 12 Jahre lang war.

Wo ist die Berichterstattung: Abbas’ Nazi-Vokabular

7. August 2013 um 17:03 | Veröffentlicht in Medien+Nahost, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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CAMERA, 1. August 2013

Als diese Woche die Vorverhandlungen zwischen Israel und palästinensischen Arabern in Washington auf den Weg gebracht wurden, legte PA-Präsident Mahmud Abbas auf der anderen Seite des Globus seine Vision für das Endergebnis vor:

In einer finalen Lösung würden wir die Anwesenheit keines einzigen Israelis – Zivilist oder Soldat – auf unserem Land sehen“, sagte Abbas in einem Briefing für zumeist ägyptische Journalisten.

Das wurde von Reuters und UPI berichtet und fand seinen Weg in die Chicago Tribune, Los Angeles Times und andere Medienorgane. So weit, so gut.

Doch was ist mit der Bedeutung einer solchen Äußerung? Die Erklärung – und die dahinter stehende Idee – ist so unverhohlen rassistisch, dass man kaum glauben kann, dass nur ein paar wenige die wahre Bedeutung erwähnten. Giulio Meotti schreibt in Arutz Sheva:

Das ist nicht „Frieden“, sondern purer Nationalsozialismus; er ist ethnische Säuberung. Und statt des Ausdrucks „finale Lösung“ hätte Abbas sagen sollen, was er wirklich meint: „Endlösung“.*

In einer Ansprache während einer Sitzung der Arabischen Liga in Doha (Qatar) erklärte Abbas 2011: „Wenn ein unabhängiger Palästinenserstaat mit Jerusalem als Hauptstadt gegründet wird, werden wir darin keinem Israeli die Anwesenheit gestatten.“

Ein palästinensisch-arabischer Staat im westlichen Eretz Israel würde „judenrein“ sein – von Juden gereinigt. Ein auf der ethnischen Säuberung von jedem einzelnen jüdischen Mann, Frau und Kind gegründeter Staat.

Niemand sollte von Abbas‘ Gesinnung überrascht sein. CAMERA hat über Abbas‘ Nazi-Sympathien berichtet und der Medienanalyst Tom Gross schrieb vor zehn Jahren über dieses Thema:

Wenn man mit Abu Mazen [ein anderer Name für Mahmud Abbas] verhandelt, dann sollte die Politiker sich fragen, welche Art Mann sich entscheiden würde seine gesamte Doktorarbeit (am Orient-Kolleg in Moskau) über das Thema zu schreiben und dem 1983 ein Buch folgen zu lassen (Titel: Die andere Seite: Die geheime Beziehung zwischen Nationalsozialismus und der zionistischen Bewegung), mit der geleugnet wird, dass der Holocaust stattfand. Abu Mazen hat sich von seinem Buch nie eigens distanziert, das behautpet „die fantastische Lüge, dass sechs Millionen Juden im Holocaust getötet wurden“ zu widerlegen.

Abu Mazen hat geschrieben, dass die deutschen Gaskammern niemals zum Töten von Juden benutzt wurden, sondern nur um die zu desinfizieren und die Leichen anderer zu verbrennen, um die Ausbreitung von Seuchen zu verhindern (wozu er die entsprechende „wissenschaftliche Studie“ des französischen Holocaust-Leugners Robert Faurisson zitiert) und zum Maß, in dem Juden im Zweiten Weltkrieg (Abu Mazen zitiert die Zahl 890.000) starben, sagt er, dies sei ein gemeinsames Werk der jüdischen Führer und der Nazis gewesen. Abu Mazen behauptete, Hitler entschloss sich nicht die Juden zu töten, bis David Ben-Gurion ihn dazu provoziert, als er [Ben-Gurion] 1942 „den Nazis den Krieg erklärte“. Das waren keine so dahin gesagten Zeilen, sondern das Ergebnis von drei Jahren, die er mit dem Studium einer pseudo-akademischen Szene verbrachte. (Nur für den Fall, dass irgendjemand auf dieser Liste erinnert werden müssen: diese Behauptungen sind völliger Unsinn.) In Bezug auf jemanden, der derart leicht und heftig lügt, müssen wir etwas vorsichtig sein, was seine Fähigkeit angeht ihm zu vertrauen und die Wahrheit zu sagen.

Zusätzlich berichtete erst im Januar diesen Jahres Arutz Sheva:

PA-Chef Mahmud Abbas sprach letzten Freitag glühend vom „Vermächtnis“ des berüchtigten Haddsch Amin al-Husseini, der ein Kollaborateur der Nazis und bereit war, im Fall einer Nazi-Invasion den Massenmord an den Juden des Landes Israel durchzuführen. Der Mufti, sagte Abbas, war ein großer Mann, dessen Gepflogenheiten von allen PA-Arabern nachgeahmt werden sollten und großes Lob wert.

Weit davon entfernt – wie die populäre Presse ihn oft nennt – „moderat“ zu sein, gibt Abbas Ansichten zum Ausdruck, die weit außerhalb des Mainstreams liegen. Stellen Sie sich eine Minute vor, was geschähe, sollte Premierminister Benjamin Netanyahu etwas sagen wie: „Als Teil der endgültigen Lösung stellen wir uns vor, dass nicht ein einziger Araber in Israel lebt“. Das stünde auf der Titelseite der New York Times, auf der oberen Hälfte. Garantiert.

Doch der Vorsitzende der palästinensischen Autonomiebehörde leugnet den Holocaust, preist einen notorischen Nazi-Kollaborateur und gibt frei seinem Wunsch Ausdruck den Staat, den er sich vorstellt, judenrein zu machen – nicht nur einmal, sondern bei mehreren Gelegenheiten. Und die Medien gähnen. Wo ist die Schande? Wo ist die Verurteilung? Oder wenigstens – wo ist die Berichterstattung?

Grand Mufti of Jerusalem Haj Amin al-Husseini meets with Adolf Hitler

* Im Englischen steht hier „final resolution“ und „final solution“, wobei der zweite Begriff die nazistische „Endlösung“ bezeichnet.

Wo bleibt die Berichterstattung? Israel ist das einzige Freie Land im Nahen Osten

29. Januar 2013 um 17:05 | Veröffentlicht in Medien+Nahost | 13 Kommentare
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CAMERA, 23. Januar 2013

Vielleicht sind sie ja zu beschäftigt damit über die Demokratie des Staates Israel zu lamentieren, um tatsächlich zu berichten, aber die Mainstream-Medien haben einen Bericht von Freedom House komplett ignoriert; Freedom House ist eine unabhängige Watchdog-Gruppe, die sich der Ausbreitung der Freiheit in aller Welt verschrieben hat. Sie bewertete Israel als das einzige freie Land im Nahen Osten.

In der Ausgabe ihres jährlichen Berichts „Freedom in the World“ für 2013 schrieb die Organisation:

Israel bleibt das einzige freie Land der Region. In den vergangenen Jahren haben Kontroversen Gesetzesvorschläge umgeben, die die freie Meinungsäußerung und das Recht von Organisationen bürgerlicher Gesellschaften bedrohten. In den meisten Fällen sind diese Maßnahmen aber entweder von der Regierung bzw. dem Parlament verworfen oder vom Obersten Gerichtshof niedergeschlagen worden.

Mit anderen Worten: Israels Demokratie funktioniert. Im Gegensatz dazu wurden Sowohl der Gazastreifen unter der Hamas als auch die Westbank unter der palästinensischen Autonomiebehörde als „Nicht Frei“ eingestuft, genauso wie Jordanien. Der Libanon und Ägypten zählten nur als „Teilweise Frei“.

In einem Abschnitt namens „Worst of the Worst“ (Die Schlimmsten der Schlimmen) zitiert Freedom House drei „Nachbarn“ Israels: den Sudan, der „von einer Führung regiert wird, die Elemente sowohl des radikalen Islam als auch einer traditionellen Militärjunta hat“; Saudi-Arabien, „einen absolute Monarchie mit erheblichen sozialen Kontrollen“; und Syrien, „eine Diktatur inmiten eines blutigen Bürgerkriegs“.

Um einen Blick auf eine Landkarte der Freiheit in der Welt zu werfen, klicken Sie bitte auf diesen Link. Sie werden sie etwas vergrößern müssen, um den Splitter grüner Freiheit zu sehen der Israel ist, inmitten eines Meeres aus Gelb („teiweise frei“) und lila („nicht frei“), das der Nahe Osten und Nordafrika ist.

Angesichts der Hyper-Konzentration der Presse auf Israel könnte man erwarten, dass Nachrichtenmedien diese positive Bewertung des jüdischen Staates zumindest erwähnen. Doch obwohl israelische und jüdische Medien die Studie von Freedom House berichteten, konnte CAMERA nirgendwo in den Mainstream-Medien etwas finden, das dies behandelt. Noch beschämender ist, dass die ägyptische Daily News schrieb:

Ägypten ist jetzt eines von sechs Ländern des Nahen Ostens, das von Freedom House als „teilweise frei“ eingestuft wird. Elf werden als „nicht frei“ bewertet, während Israel das einzige „freie“ Land der Region ist.

Eine Zeitung in einem Land, das erst vor kurzem auf „teilweise frei“ aufgewertet wurde, berichtet Israels Klassifizierung als „freies“ Land, aber Nachrichtenmedien in „freien“ Ländern tun das nicht. Man muss fragen: Warum dieses Zögern etwas Positives über Israels Demokratie zu berichten? Und natürlich wie sonst auch … Wo bleibt die Berichterstattung?

CAMERA: Bekämpfung der verzerrten Medienberichterstattung zu Israel

23. April 2012 um 15:57 | Veröffentlicht in Medien+Nahost, NGOs | Hinterlasse einen Kommentar
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Manfred Gerstenfeld interviewt Andrea Levin (direkt vom Autor)

Pro-israelische Medienbeobachtung in den USA ist im Verlauf der letzten 20 Jahre rapide angewachsen. Die explosive Expansion des Internets ermöglicht Medienbeboachtungs-Organisationen, ihre Befunde rasch per E-Mail an viele Leser zu übermitteln oder sie ohne große Kosten auf Internetseiten zu veröffentlichen.

Die Berichterstattung der Medien zum Nahen Osten ist oft deformiert. Es gibt keinen durchsetzbaren Verhaltenskodex, der auf die Medien angewandt werden kann. Man kann daher Veränderung nur auf zweierlei Weise erreichen. Zum einen geht das über private Appelle um Genauigkeit, Balance und Fair Play, zum anderen durch öffentliche Aufdeckung journalistischer Verfehlungen.

Andrea Levin

Andrea Levin

Andrea Levin ist seit 1990 Vorstandsvorsitzende des in Boston ansässigen Committee for Accurcay in Middle East Reporting in America (CAMERA). Diese Organisation ist sowohl Pionier als auch führend im Bereich der pro-israelischen Medienbeobachtung. Davor war Levin Mitherausgeberin einer politischen Zeitschrift an der Kennedy School of Government an der Universität Havard.

Levin sagt: Wir verfolgen alle wichtigen Print- und elektronischen Medien in den Vereinigten Staaten, ebenso alle professionellen Zeitschriften, Internetseiten, Enzyklopädien, Reiseführer und so weiter. Erfolg bei der Medienbeobachtung manifestiert sich in verbesserter Genauigkeit und Herstellung von Zusammenhängen in den kritisierten Medien. Einige der Erfolgsgeschichten von CAMERA betreffen die New York Times, Reuters und den Public Broadcasting Service (PBS).

Wir konzentrieren uns hauptsächlich auf die Kontaktaufnahme mit den Medien und dass sie ihre Fehler berichtigen. Dazu gehören tägliche Interaktionen zwischen unseren fest angestellten Mitarbeitern und Medienorganen; CAMERA ruft auch regelmäßig sein Netzwerk an Aktivisten auf, unausgewogene Bericht anzufechten. Darüber hinaus stellen CAMERAs Mitarbeiter laufend Kritiken auf der CAMERA-Internetseite und Blog ein und schreiben und Op-Eds, Briefe und Artikel zu, die in Zeitungen, Zeitschriften und auf Internetseiten erscheinen und die Dinge richtigstellen. Zusätzlich veröffentlichen wir den CAMERA Media Report, unser Magazin und Aushängeschild, das an Journalisten, CAMERA-Mitglieder, Bibliotheken, Synagogen und den Kongress geschickt wird.

Wir haben Monografien und Sonderberichte veröffentlicht; Themen waren zum Beispiel die Voreingenommenheit von National Public Radio, arabische Bautätigkeit in Jerusalem, Jimmy Carters voreingenommenes Apartheid-Buch, der israelischen Gaza-Kampagne Gegossenes Blei und das Phänomen von Juden, die Israel verleumden. Sie werden an Tausende Menschen verteilt, dazu an gewählte Offizielle. Wir veranstalten auch in vielen amerikanischen Städten Medien-Konferenzen und schalten ganzseitige Anzeigen zu Schlüsselthemen wie antiisraelische Hetze und verzerrte Berichterstattung zu Terrorismus. In der Vergangenheit haben wir Anzeigen im Boston Globe, der Washington Post, der New York Times, der Los Angeles Times, bei NPR, CNN, PBS und weiteren geschaltet.

CAMERA hat 65.000 zahlende Mitglieder, Büros in sechs Städten und tausende aktiver Briefeschreiber. Wir haben regelmäßig Kontakt mit einer großen Vielfalt an Experten, wenn wir Fakten überprüfen müssen. Außerdem haben wir ein Programm, das wir CAMERA Fellows nennen; dieses bietet Studenten intensives Training in effektivem Pro-Israel-Aktivismus.

Ein besonderes Anliegen ist die New York Times gewesen, die weiterhin besonders als Trendsetter andere Medienorgane beeinflusst, die ein Spiegel ihrer Artikelauswahl und Schwerpunktsetzung sind. Wie in der Vergangenheit tendiert die Zeitung dazu die Probleme der Palästinenser und das Fehlens von Frieden schwerpunktmäßig Israel aufzubürden. Die Rolle der Palästinenser bei der Anheizung des Konflikts wird vernachlässigt. Zudem hat The Times angesichts des zunehmenden globalen Antisemitismus weitgehend geschwiegen, hat fast nichts getan, um die einseitige Feindseligkeit gegenüber Israel offenzulegen. Von den Nachrichten- über die Kommentar und sogar bis hin in die Kulturseiten hat die Times eine nicht zu leugnende Schräglage gegen Israel. Viele andere Mainstream-Medien bieten einseitige Darstellungen Israels, so das Magazin The New Yorker, der Economist und der Guardian.

Das Internet hat die Dynamik offensichtlich verändert, indem dem Diskurs zahllose neue Stimmen hinzugefügt wurden – einige zum Besseren, andere zum Schlimmeren.

Verdrehungen entgegenzuwirken und Informationen zu Israel zu verbessern ist ein Prozess, der viel abverlangt. Zu den Beobachtungsaktivitäten gehört, dass CAMERA-Mitarbeiter die Print- und elektronischen Medien so gründlich wie möglich verfolgen und dieses Material sichten, um auf die wichtigsten Probleme zu reagieren. Die Mitarbeiter kontaktieren Redakteure und die Reporter vor Ort. Ziel ist es, alle Fehler anzugehen, sowohl in den Nachrichten- wie in den Kommentarseiten und Korrekturen in die Blätter zu bekommen.

Eine Art, den Erfolg dieser Arbeit zu messen, besteht in der Beobachtung bestimmter Storys und Themen, über die ungenau berichtet wird und wann wir die Berichtigung abgedruckt bekommen, um zu sehen, ob die Medienorgane zu demselben Thema in der Zukunft korrekt berichten. Viele Male haben wir langfristigen Einfluss und verbesserte Akkuratesse gesehen. Ein weiterer Aspekt für Erfolg ist das klare Gespür, dass es nach unserer Intervention spürbar mehr Sorgfalt bei einigen Zeitungen und Sendern gibt, mehr Aufmerksamkeit für Zusammenhänge, Ausgewogenheit und Genauigkeit.

Die große Herausforderung besteht im Ausmaß der Berichterstattung und im Internet, fehlenden Standards und Verantwortlichkeit. 2007 startete CAMERA auch ein Projekt in spanischer Sprache, 2009 eine hebräischsprachige Internetseite namens Presspectiva, die sich darauf konzentriert israelischer Leser bezüglich der Wichtigkeit zu bilden ihre eignen Medien zur Verantwortung zu ziehen.

Levin schließt: Entscheidend ist, die Fakten auf die Reihe zu bekommen. Das ist der Grund, warum die Korrektur falscher Äußerungen so wichtig ist. Diese Korrekturen haben einen internen Einfluss bei dem Medienorgan und oft nachhaltige Auswirkungen mit Veränderung der Berichterstattung zum Besseren.

Dr. Manfred Gerstenfeld ist Vorsitzender des Aufsichtsrats des
Jerusalem Center of Public Affairs.

Recherche ist doch unnötig

12. März 2008 um 22:57 | Veröffentlicht in Medien+Nahost | 1 Kommentar
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Medien-Watchdog CAMERA hat die BBC beim Lügen erwischt: Die „große alte Dame“ – bekannt für ihre antiisraelische „Berichterstattung“ – hat am 7. März eine gefilmte Aktion ausgestrahlt, bei der angeblich das Haus der Familie des Yeschiva-Massenmörders von Bulldozern (und Baggern) platt gemacht wurde.

Seltsamerweise steht das Haus auch heute noch. Pal-arabische Trauergäste kommen weiterhin ins daneben errichtete Trauerzelt und beglückwünschen weiterhin die Familie zu ihrem Helden und heiligen Märtyrer. Lediglich die Fahnen von Hamas, Palästinensischem Islamischem Jihad und Hisbollah wehen nicht mehr, nachdem die Polizei dafür gesorgt hatte, dass die Feiernden sie abnahmen.

Das ist wirklich „herrlich“. Herrlicher noch als die AP-Fotounterschriften, in denen immer steht, sie zeigen „Verwandte von Alaa Abu Dheim, dessen Familienmitglieder sagen, er habe acht Yeschiva-Schüler getötet“. „Von dem …sagen… er habe…“ Als wenn das immer noch nicht feststehen würde und die Israelis wie seine Verwandten darüber spekulieren, ob der es tatsächlich war! Habt ihr Deppen keine echten Informationen? Sind das alles nur Gerüchte? Ihr seid doch sonst nicht so vorsichtig – schon gar nicht, wenn es darum geht, was Israelis nach pal-arabischen Angaben alles getan haben sollen! Zu den fünf von CAMERA angeführten Fotos gibt nur eine Unterschrift an, dass der Mörder das tatsächlich getan hat. Die vier anderen haben die „von dem … er habe…“-Beschreibung. Ach ja: die Mutter muss getröstet werden, dass der Sohnemann tot ist. Die Trauer der armen Terroristenfamilie wird herausgestellt. Ihr Hass und ihre Boshaftigkeit sind kein Thema.

Aber zurück zur Beep: Der von der BBC ausgestrahlte Videomitschnitt hat nach Recherche von CAMERA eine bemerkenswerte Ähnlichkeit mit Bildern, die von der pal-arabischen Propaganda Nachrichten-Agentur Ma’an zur Zerstörung des Hauses von Jihad-Führer Mohammed Schihada in Bethlehem, ebenfalls am 7. März, verbreitet wurden. Das könnte das Problem der Briten sein: Sie haben die beiden Sachen verwechselt. So weit man das verwechseln kann, denn dann haben sie schlicht Mist gebaut, nicht recherchiert, nicht überprüft, sondern schlicht ihren eigenen Vorurteilen und ihrem Hass auf den Judenstaat freien Lauf ließen. Es ist ja immer so schön einfach, wenn man mit ein paar (unüberprüften) Annahmen Stimmung machen kann.

Nachtrag: Die Beep ist nicht alleine in ihrer Ignoranz – oder der mdr hat dort einfach nur abgekupfert. Was es nicht besser macht.
Im Übrigen überlegt das Militär tatsächlich, das Haus der Familie abzureißen. Das Anliegen muss allerdings durch einige juristische Instanzen gehen. Bis es so weit ist, dauert es eine Weile.

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