Katharinenkloster auf Sinai soll zerstört werden

15. April 2014 um 21:44 | Veröffentlicht in Araber | Hinterlasse einen Kommentar
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von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 15. April 2014 (direkt vom Autor)

Das Katharinenkloster im Sinai, zu Füßen des Berges, wo Moses die 10 Gebote empfangen hat und neben dem Tal, wo das Volk Israel um das Goldene Kalb getanzt hat, soll abgerissen werden. Das hat der ägyptische General Ahmed Ragai Attiya gefordert, nachdem die griechisch-orthodoxen Mönche das Kloster in einen „Hort für Ausländer“ verwandelt hätten. Wie die wichtigste ägyptische Zeitung Al Ahram berichtet, habe der General a.D. vor Gericht Klage eingereicht, das von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärte Kloster aus dem 6. Jahrhundert dem Erdboden gleich zu machen und die Mönche zu deportieren, weil sie eine „Gefahr für die nationale Sicherheit Ägyptens“ darstellen.

In einem Fernsehinterview habe Attiya den 37 überwiegend aus Griechenland stammenden Mönchen vorgeworfen, nicht nur eine geheime Wasserquelle, die „Quelle des Moses“, versteckt zu haben, sondern über dem Kloster auch noch die griechische Flagge gehisst zu haben. So hätten sie den geschichtsträchtigen Ort in eine „von Ausländern okkupierte Stätte verwandelt, was einem Verstoß gegen die nationale Sicherheit und die ägyptische Souveränität gleich komme.“

Der Anwalt des Klosters, Ihab Ramzy, habe alle Vorwürfe des Generals zurückgewesen. St. Katharina ist eines der ältesten ständig bewohnten christlichen Klöster der Welt und werde von den Mönchen nur gehütet. Es stehe zudem unter strenger Überwachung des Ministeriums für Altertümer. „Die Mönche dürfen nicht einmal eine Wand ohne Genehmigung neu tünchen.“

Der Prozess ist laut Al Ahram bis Juni 2014 vertagt worden, um beiden Parteien zu ermöglichen, Beweise für ihre Behauptungen beizubringen.

Das St. Katharina Kloster wurde zwischen 548 und 565 an der Stelle des „brennenden Busches“ des Moses errichtet. Den Namen erhielt das Kloster von einer christlichen Märtyrerin namens Katharina, die gemäß der Legende von Engeln zu dem Kloster gebracht worden sei. Die Mönche hätten sie begraben, nachdem sie um das Jahr 800 geköpft worden sei.

Das Katharinenkloster ist die wichtigste Touristenattraktion im Süden des Sinai. Viele Touristen aus Israel und aus der Welt besuchen das Kloster, trotz der unsicheren Lage auf der Halbinsel.

Christus am Checkpoint-Konferenz: Werbung für Delegitimisierung, nicht für Versöhnung

19. März 2014 um 14:29 | Veröffentlicht in Christen+Kirchen, Nahost-Konflikt | Hinterlasse einen Kommentar
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Dan Calic, The American Thinker, 15. März 2014

Vom 10. bis 14. März wurde die dritte „Christ at the Checkpoint“-Konferenz in Bethelehm begangen. 2010 initiiert, ist dies eine Zusammenkunft Hunderter christlicher Leiter aus aller Welt. Viel wurde über die Konferenz diskutiert, was ihre Ausgewogenheit oder sollten wir sagen: deren Fehlen angeht. In der Tat legt schon der Name der Konferenz nahe, dass Jesus, würde er heute leben, Verhören durch israelische Sicherheitskräfte unterzogen würde. Er legt auch nahe, dass Jesus kein Jude, sondern „Palästinenser“ sei. Während sein Status für viele zur Debatte steht, gibt es keinerlei Beweise, die nahe legen, er sei „palästinensisch“. Das ist Teil eines fortgesetzten Versuchs der Organisatoren die Geschichte umzuschreiben.

Ungeachtet hochtrabender Worte wie „Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung“, die zum Teil für die Beschreibung ihrer Ziele benutzt werde, ignoriert die Konferenz Israels Recht auf Selbstverteidigung gegen Terrorismus und konzentriert sich einzig auf das „leidende palästinensische Volk“.

Eine weitere Bemühung die Geschichte umzuschreiben ist ihre Förderung der „palästinensischen Kirche“ und der „uralten Nation des palästinensischen Volks“. Theologen müssen nur einen Blick in die Bibel werfen, der zu folgen sie behaupten, um zu wissen, dass es keine solche „Kirche“ oder „uralte Nation“ gibt. Die „Palästinenser“ sind Araber, die Yassir Arafat 1967 als solche umbenannte, um ein einzigartiges ethnisches und kulturelles Erbe zu erfinden.

Das Manifest der Konferenz beinhaltet mehrere Punkte, die einer genaueren Untersuchung bedürfen. Zum Beispiel:

5. „Jeder Exklusivanspruch auf das Land der Bibel im Namen Gottes stimmt nicht mit der Lehre der Schrift überein.“ Mit anderen Worten: Es ist inakzeptabel die Bibel für die Bestätigung zu nutzen, wem das Land gegeben wurde. Was nehmen Christen als Grundlage ihrer Lehre? Die Bibel. Doch diese Konferenz sagt, sie kann nicht genutzt werden, wenn sie die Rechtmäßigkeit des Besitzes des Landes bestätigt. Warum? Man muss zu dem Schluss kommen, dass sie wissen, dass die Bibel bestätigt, das Gott das Land den Juden gab. Damit wird die Bibel zu einer unbequemen Wahrheit. Mit einem Wort: Das ist heuchlerisch.

9. „Für palästinensische Christen ist die ‚Besatzung‘ das Kernproblem des Konflikts.“ Diese Äußerung ignoriert die „Kern“-Frage, die aus Zweierlei besteht: Die Weigerung der arabischen Welt Israels Existenzrecht anzuerkennen und die Notwendigkeit, dass Israel sich vor Terror und den Versuchen es zu vernichten schützt. In der Tat wurden so viele Terroranschläge gegen unschuldige israelische Zivilisten lanciert, dass eine Mauer errichtet werden musste, um sich gegen die ständigen Anschläge zu schützen. Seit 1948 sind mehr als 3.900 Zivilisten von arabischen Terroristen getötet worden. Doch statt diese Realität anzuerkennen, ziehen es die Organisatoren der Konferenz vor die Mauer als [Rassen]- „Trennung“ oder „Apartheidmauer“ zu bezeichnen, ein offensichtlicher Versuch Israel als eifernd und rassistisch zu brandmarken. Eine ehrliche Äußerung würde auf Israels Bedarf an Sicherheit verweisen.

12. „Christen müssen den globalen Zusammenhang des Aufstiegs des extremistischen Islam verstehen.“ Mit anderen Worten: Die christlichen Organisatoren und Teilnehmer sollten einfühlsam dafür sein, warum der fundamentale Islam angeschwollen ist? Das Ziel des fundamentalen Islam ist die Vernichtung der Juden und der Christen. Warum sollte eine Konferenz von „Christen“ Empathie für ein solches Ziel vorschlagen?

Teil des Grundes ist, dass den meisten Menschen, besonders außerhalb der Region, nicht bewusst ist, dass viele der arabischen palästinensischen Christen arabische Muslime als ihre „Brüder“ im Kampf um „bewaffneten Widerstand“ gegen Israel betrachten. Das legt nahe, dass ihre materiellen Ziele wichtiger sind als ihr Glaube, der einer fundamentalen christlichen Lehre widerspricht.

In der Tat ist einer der Organisatoren und Redner der Konferenz, Sami Awad, Gründer des Holy Land Trust, damit zitiert worden, dass er sagte, nicht gewalttätige Demonstrationen seien „kein Ersatz für den bewaffneten Kampf“. Außerdem ignorieren sie bequemerweise die Tatsache, dass Schikanen durch arabische Muslime die Hauptursache des enormen Bevölkerungsrückgangs der arabischen Christen in Bethlehem, Nazareth usw. ist. Sie sollen Sie Glauben machen, dass es Israels Fehler ist, während die bekannte Tatsache so aussieht, dass Muslime im gesamten Nahen Osten und darüber hinaus Christen verfolgen.

Ein weiterer Versuch die Geschichte umzuschreiben, fand auf der Konferenz von 2012 statt. Nur, dass in diesem Fall das Opfer der Neuschreibung der Geschichte die Bibel war. Jack Sara, Präsident des Bethlehem Bible College und Gastgeber der Konferenz, änderte Hesekiel 37 ab. Dabei handelt es sich um eine gut bekannte Stelle der jüdischen Bibel, die sich auf das Haus Israel bezieht. Hier ist das, was Sara sagte (S. 43):

Die Hand des Herrn legte sich auf mich und der Herr brachte mich im Geist hinaus und versetzte mich mitten in die [Westbank - Bethlehem, Jenin und Salvit und Nablus und Ramallah.]**
Sie war voll von Gebeinen… Er fragte mich: Menschensohn, können diese Gebeine wieder lebendig werden? [Kann das palästinensische Volk leben?]**
Da sagte er zu mir: Sprich als Prophet über diese Gebeine und sag zu ihnen: Ihr ausgetrockneten Gebeine, hört das Wort des Herrn!…

(** Die Worte in den eckigen Klammer wurden von Sara hinzugefügt und stehen nicht in der Bibel.)

Ein Blick auf die Redner der Konferenz ist ebenfalls verräterisch. Die Organisatoren sagten, alle Gesichtspunkte seien eingeschlossen. Doch die Liste der 34 vorgesehenen Redner und ihre Aufzeichnungen bestätigen die eklatante Unausgewogenheit der Konferenz. 32 der Redner sind als Kritiker Israels und Anhänger der Ersetzungstheologie bekannt. Wenn die Organisatoren Ausgewogenheit der Meinungen behaupten wollen, müssen sie auch glauben der Mond sei aus Käse gemacht.

Auch ein vor kurzem veröffentlichter NGO-Bericht bestätigt, dass die Regierungen der USA, Großbritanniens und der Niederland der Konferenz und Sami Awads Holy Land Trust Geldmittel gespendet haben. Dass die US-Regierung antiisraelischen theologischen Bemühungen Gelder spendet, wird den Konflikt nur weiter anheizen statt ihn zu lösen.

Wenn die Organisatoren der Konferenz wirklich Verständnis fördern wollen, könne sie damit beginnen, dass sie ihr einen etwas weniger hetzerischen Namen geben, aufhören ihre Bibel zu verbieten, wenn die ihnen ungelegen kommt und bezüglich Israels Bedürfnis nach Sicherheit ehrlich sind. Vielleicht gibt es dann eine Chance für echte „Frieden, Gerechtigkeit und Aussöhnung“.

Empörender antiisraelischer Artikel im Independent

23. Dezember 2013 um 14:54 | Veröffentlicht in Medien+Nahost | 2 Kommentare
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Elder of Ziyon, 20. Dezember 2013

Eine unglaubliche Kolumne von Mira Bar Hillel im Independent:

Der Prince of Wales hat oft davon gesprochen, dass er anstrebt, wenn er König ist, nicht als Verteidiger des (anglikanischen) Glaubens bekannt sein möchte, sondern als „Verteidiger der Glauben“. Seine offene Haltung gegenüber anderen Religionen ist lange genug bewiesen, dass er sich keine Sorgen machen muss der Islamophobie beschuldigt zu werden.

Die jüngste Ereignisse im Nahen Osten haben ihn zu einer Intervention gezwungen, die er nur allzu gerne vermieden hätte.

„Das Christentum wurde buchstäblich im Nahen Osten geboren und wir dürfen unsere nahöstlichen Brüder und Schwestern in Christi nicht vergessen“, sagte er bei einer interreligiösen Versammlung im Clarence House. Und er drängte Christen, Muslime und Juden sich in „Empörung“ zu vereinigen, als er vor der Eliminierung der Christenheit in großen Teilen der Region warnte, in der es sich entwickelte.

Das Problem wird in Syrien und dem Irak besonders akut, wo der Westen machtlos zu sein scheint den belagerten Christen zu helfen. Aber ist der Prinz sich bewusst, was an den eigentlichen Orten, wo Christus geboren wurde und aufwuchs geschieht und wo internationaler Druck sehr effektiv sein könnte?

Au Backe – und hier geht’s los:

Als ich vor einem Mahr in Israel war gab es Gerede über die Verabschiedung einer dringenden Verordnung gab, die das Aufstellen von irgendetwas, das einem Weihnachtsbaum ähnlich sieht, in der Nähe eines Restaurants oder Vergnügungsortes kriminalisiert hätte. Das geschah zwar dann nicht, aber es ist typisch für die Haltung des jüdischen Staates gegenüber Christen.

Jemand schlug eine Verordnung vor, sie wurde abgeschmettert und das ist Beleg jüdischen Hassas gegen Christen!

Doch dann muss Mira das wissenschaftlich klingen lassen:

2012 gab es 125.000 palästinensische Christen in Israel und dem besetzten Ostjerusalem (ohne die Westbank und den Gazastreifen); das sind 2 Prozent der Bevölkerung Israels und weniger als die 8 Prozent, die es 1946 waren, kurz vor dem Ende des britischen Mandats 1947.

Erkennen Sie ihren Taschenspielertrick? Sie vergleicht die christliche Bevölkerung als Teil des britischen Mandatsgebiets – 8% im Jahr 1946 – mit dem Anteil der Christen innerhalb der Grünen Linie heute! Das lässt es so klingen, als habe Israel seine christliche Bevölkerung um 75% dezimiert!

Die Wahrheit ist, dass die christliche Bevölkerung Israels immer im Bereich der 2%-Marke gewesen ist. Das ist die schlimmste Art des Missbrauchs von Statistiken.

In dem Jahr stellten die Christen 85 Prozent der Bevölkerung Bethlehems, aber bis 1998 ist diese Zahl auf 40 Prozent zurückgegangen. Die meisten gingen wegen fehlender wirtschaftlicher und Bildungschancen, verschärft durch drakonische israelische Reiseeinschränkungen; und der Exodus geht weiter.

Die Mehrheit der Christen hat Bethlehem verlassen, während es unter arabischer Herrschaft stand, sowohl jordanischer als auch palästinensischer. Doch Bar Hillel beschuldigt einzig Israel, als ob es mit den palästinensischen Christen anders umgeht als mit den palästinensischen Muslimen.

Bar Hillel fährt damit fort, dass sie sagt, Israel bedrohe die Christen von Nazareth; dafür führt sie bizarre Belege an. Hier ist die Wahrheit:

Ein hochrangiger römisch-katholischer Kleriker im Heiligen Land sagt, die christliche Gemeinschaft befinde sich in der Gefahr in Nazareth auszusterben, einer israelisch-arabischen Stadt, von der die Christen glauben, dass Jesus seine Jugend hier verbrachte. Bischof Giacinto-Boulos Marcuzo sagte, viele der Minderheit der Christen begann vor mehr als einem Jahrzehnt auszuwandern, größtenteils wegen der Spannungen mit den örtlichen Islamisten, die versuchten eine Moschee direkt vor der größten Kirche der Stadt zu bauen. …

Der Bischof sagte, der wichtigste Grund für diese Emigration ist eine Kampagne von Islamisten, um ihre politische Macht in Nazareth auf Kosten der Christen und moderaten Muslime zu stärken.

Dann spricht Bar Hillel über illegale afrikanische Einwanderer und impliziert, dass Israel sie verfolgt, weil so viele von ihnen Christen sind!

In einer zurechnungsfähigen Welt würde eine solche Kolumne lachend aus dem Redaktionsbüro geworfen. Doch wir leben in einer Welt, in es die Überprüfung von grundlegenden Fakten nicht gibt, wenn die Juden diejenigen sind, die man wie Rassisten aussehen lassen kann.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (16.-22.12.2012)

22. Dezember 2012 um 23:34 | Veröffentlicht in EU-Europa, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 16.12.2012:

87,7% der palästinensischen Araber unterstützen Terror nach Hamas-Art. In der „moderaten“ „Westbank“ sind es 86,4%.

Scheik Taysir Tamimi aus der PA (er würde gerne „Präsident“ werden) hatte eine Grundsatzbotschaft für die „Palästinenser“: „Wo Hitler versagte, müssen wir erfolgreich sein.“ Sagte er über die Juden.

Salam Fayyad forderte eine „Wirtschafts-Intifada“ – Boykott israelischer Produkte und Waren. Das hat noch nie geklappt.

Montag, 17.12.2012:

Jordanischer Muslimführer: First we take over Damascus, then Tel Aviv. Na, wenn’s sonst nichts ist…

Es gab eine große Explosion im Libanon in der Nähe der Grenze zu Israel. Die Hisbollah hat das Gelände abgeriegelt. Die Explosion soll in einem Hisbollah-Waffendepot stattgefunden haben. Die Libanesen behaupten, die Ursache sei ein israelischer Luftangriff gewesen.

Dienstag, 18.12.2012:

Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Portugal bereiten eine Resolution zur Verurteilung Israels wegen der Baupläne in E-1 und Jerusalem zur Vorlage beim UNO-Sicherheitsrat vor.

Mittwoch, 19.12.2012:

Die übliche UNO-Einseitigkeit: Gleich 9 Resolutionen wurden von der UNO-Vollversammlung am 18. Dezember verabschiedet. ALLE richteten sich gegen Israel, beschäftigten sich mit angeblichen Rechten der „Palästinenser“ und dem Golan. Zum Assad-Massaker an den Arabern im Flüchtlingslager in Damaskus hatten die hochehrenwerten Vertreter der Weltgemeinschaft nichts zu sagen.

Mustafa Barghouti vom PA-„Parlament“ schäumt: Die israelischen Baupläne innerhalb jüdischer Gemeinden in Judäa und Samaria seien eine Kriegserklärung, giftet er und fordert „Volkswiderstand“ (also Terror). Der „moderate“ Araber vergisst offenbar, dass der Bruch sämtlicher Verträge mit Israel durch die PA – nicht zuletzt der Antrag bei der UNO – schon längst eine Kriegserklärung in der umgekehrten Richtung darstellt. Mal ganz abgesehen von der arabischen Hetze gegen den jüdischen Staat.

Jeffrey Feltman, Generalsekretär des UNO-Komitees für politische Angelegenheiten, drängte Israel vor dem Sicherheitsrat sich den internationalen Aufrufen zur Einstellung der Projekte zu fügen.

Donnerstag, 20.12.2012:

Die EU fährt die Agitation gegen israelische Baupläne hoch: Ashton schimpft und im Sicherheitsrat sind sie alle – bis auf die USA – für eine hässliche Resolution, wie sie wieder und wieder verkünden.

Tzipi Livni lässt wieder ein Giftwolke steigen: „Der Staat Israel wird von einer Doktrin der Angst beherrscht… Ein Palästinenserstaat wird die Existenz Israels sicherstellen.“ Klar doch, wenn die Terrorführer ihren Willen bekommen, wird Israel sicher sein!

Die Terrorfürsten machen auch mobil: Wenn Netanyahu wiedergewählt wird, wollen Abu Mazen & Co. Kriegsverbrechen in Den Haag anklagen (lassen) und die Sicherheitskooperation in Judäa und Samaria beenden.

Freitag, 21.12.2012:

Mal was Erfreuliches: Es ist einen Monat her, dass es eine Rakete oder eine Mörsergranate aus dem Gazastreifen gegeben hat.

Jetzt ist laut Mahmud Abbas schon die Wahl Netanyahus ein Kriegsverbrechen: Sollte der Premier wiedergewählt werden, will die PA Israel vor dem Internationalen Kriminalgerichtshof verklagen.

Eine ganze Reihe „christliche“-„palästinensischer“ Organisationen aus dem PA-Bereich nutzen die (Vor-)Weihnachtszeit um auf Israel einzudreschen. Die Feiertagspropaganda reichte von Halbwahrheiten bis zu „krudem Antisemitismus“. Zu den Hasspredigern gehören ein Vertreter der Presbyterianischen Kirche der USA, Organisationen wie Sabeel, Christian Aid, Ireland Palestinian Solidarity Campaign u.a. Das Thema „von Bethlehem ausgehender Terrorismus (gegen Juden und Christen) wurde natürlich von niemandem behandelt.

Heckmeck:
- Großbritannien und Frankreich mit der Brechstange: Jetzt sollen Verhandlungen wieder in Gang gebracht werden.

Samstag, 22.12.2012:

Abbas droht wieder mal mit der Auflösung der PA als Reaktion auf Israels Handeln (Baupläne zu beschließen).

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2012“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Protestanten und Israel – die Diskussion um das Kairos-Dokument

17. Dezember 2012 um 16:06 | Veröffentlicht in Christen+Kirchen | 3 Kommentare
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Manfred Gerstenfeld interviewt Hans Jansen (direkt vom Autor)

Die protestantische Welt ist bezüglich Israels stark geteilt. Einerseits gibt es hier viel Unterstützung des Hasses gegen Israel, andererseits gibt es viele Unterstützer Israels, insbesondere unter Evangelikalen und orthodoxen Protestanten.

Ein wichtiges Ereignis, bei dem man beide erleben konnte, war die Debatte zu einem Text, der als Kairos-Dokument bekannt wurde. Es wurde 2009 von palästinensischen Christen veröffentlicht. Der offizielle Titel lautet „Stunde der Wahrheit: Ein Wort des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe aus der Mitte des Leidens der Palästinenser und Palästinenserinnen“.

Prof. Hans Jansen

Prof. Hans Jansen

Prof. Hans Jansen ist Autor eines wichtigen und regelmäßig neu aufgelegten Werks in Niederländisch mit dem Titel „Christliche Theologie nach Auschwitz“.1 Der Untertitel seines ersten Bandes lautet „Die Geschichte von 2000 Jahren kirchlichem Antisemitismus“. Der zweite Band – in zwei Büchern – trägt den Untertitel „Die Wurzeln des Antisemitismus im Neuen Testament“. Der niederländische Protestant Jansen lehrte Geschichte an der Flämischen Freien Universität in Brüssel (1990 – 2000); seit 2002 lehrt er am Simon Wiesenthal-Institut derselben Stadt.

Das zentrale Argument des Kairos-Dokuments lautet, dass allein Israel für die Probleme der Region verantwortlich ist. Das Dokument fordert, die israelische Besatzungspolitik als „Sünde“ anzusehen. Das Hauptziel des Dokuments ist die Forderung eines internationalen Wirtschaftsboykotts gegen Israel.

Später wurde bekannt, dass das Kairos-Dokument in verschiedenen Ländern als Erklärung der prominentesten palästinensisch-christlichen Führer wie den Griechisch-Orthodoxen, den Römisch-Katholischen, den Lutheranern, den Anglikanern und den Baptisten beworben wurde. Das war völlig falsch – nicht ein einziger Leiter dieser Kirchen unterzeichnete es.

Das Dokument wurde nur von einem einzigen Kirchenleiter unterschrieben: Monib Younan, dem Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und dem Heiligen Land. Diese Kirche hat in den Gebieten unter der Autorität des Bischofs ein paar Hundert Mitglieder und wurde 1959 von deutschen lutherischen Missionaren gegründet. Ihre Mitgliederzahl ist im Vergleich zu  den 400.000 in diesen Gebieten lebenden Christen unbedeutend. Später zog Younan seine Unterschrift zurück.

Ein weiterer Initiator des Dokuments ist Yusef Dahan, örtlicher Repräsentant des Ökumenischen Rats der Kirchen (Weltkirchenrat). Alle anderen Unterzeichner sind örtliche Pastoren, Laien oder religiöse Funktionäre, die nur sich selbst repräsentieren. Einer von ihnen ist der römisch-katholische Patriarch von Jerusalem a.D. Michel Sabbah. Sein Nachfolger, der jetzige Patriarch, unterschrieb nicht. Ein weiterer Unterzeichner ist der griechisch-orthodoxe Funktionär Atallah Hanah, der sich mit dem Patriarchen seiner Kirche überworfen hat.

In vielen Ländern haben die Medien die Bedeutung der Unterzeichner in hohem Maße übertrieben. Sie haben außerdem die Bedeutung der wichtigen Opposition gegen das Dokument heruntergespielt.

Ich habe besonders die Debatte in den Niederlanden verfolgt. Das Kairos-Dokument wurde von verschiedenen wichtigen christlichen Organisationen kritisiert. Ein paar Tage nachdem es den Leitern der niederländischen Kirchen im Dezember 2009 vorgestellt wurde, griffen zwölf prominente Theologen das Dokument heftig an. Die niederländischen Medien vermittelten jedoch den falschen Eindruck, dass die Kirchen dadurch, dass sie das Dokument entgegen nahmen, seinem Inhalt zustimmten. Das war unwahr, denn wie kann man einem Dokument von 70 Seiten zustimmen, das man nicht einmal gelesen hat? Es entgegenzunehmen bedeutete lediglich, dass man bereit war dem zuzuhören, was hilfsbedürftige Christen zu sagen hatten. Bereits beim Treffen zur Entgegennahme gab es Kritik vom Sekretär der bei weitem größten protestantischen Gemeinschaft, den Protestantischen Kirchen der Niederlande.

Die Kritik der Theologen, die trotz ihres Ansehens wenig Berichterstattung seitens der Presse erfuhr, war sehr breit angelegt. Sie nannten das Dokument „Die Stunde der Irreführung“ und schrieben, das Kairos-Dokument erwähne die Verheißungen nicht, die Gott Israel als Volk in der hebräischen Bibel gegeben hatte. Dem Dokument fehle völlig die biblische Vision Israels als Volk. Sie kritisierten die Unterzeichner heftig, weil diese die Bibel benutzten, um ihre politisch präferierten Ziele und Visionen zu legitimieren. Die Theologen sagten, dass dieses Herangehen die Religion in eine „Menschenideologie“ verwandelt. Sie merkten weiterhin an: „Das Kairos-Dokument von so genannten Neuen Historikern des Nahen Ostens inspiriert, die seit mehreren Jahren die Geschichte der Ereigniss von 1948 zugunsten der Palästinenser umschreiben. Diese Theologen bezeichneten das Dokument als „schamlose Brutalität“.

Jansen merkt an: Weiterhin gründet das Kairos-Dokument auf der so genannten „Ersetzungstheologie“, die lehrte, dass Gottes Verheißung an die Juden auf die Christen übergegangen ist. Diese Theologie hat zu wiederholter Verfolgung der Juden im Verlauf der Jahrhunderte geführt. Es gibt immer noch viele Kirchen, besonders im Nahen Osten, die diese üble Theologie unterstützen.

Jansen schließt: Aus einer historischen Perspektive ist es wichtig, dass die Kairos-Debatte beweist, dass heute von Christen propagierter Judenhass auch eine christliche Opposition hat. Wer immer die lange Geschichte dieses Hasses studiert, stellt fest, dass starke Reaktionen dagegen in christlichen Kreisen selten waren. Aus dieser Sicht ist die Lage heute viel ermutigender.

Dr. Manfred Gerstenfeld ist Mitglied des Aufsichtsrats des
Jerusalem Center of Public Affairs, dessen Vorsitzender er 12 Jahre lang war.

1 Hans Jansen: Christelijke theologie na Auschwitz: Theologische en kerkelijke wortels van het antisemitisme. Band 1, 6. Auflage, Amsterdam (Blaak) 1999 (in Niederländisch).

Zum Thema:
Kairos Palästina: Vom Geflunker zum Größenwahn

Aus dem Vatikan zu Gaza: Israel ist ein Baby-Killer

27. November 2012 um 15:51 | Veröffentlicht in Christen+Kirchen | 1 Kommentar
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Nicht ein Wort war in all den Jahren vom Vatikan zu hören, als Babys in Sderot in tödlicher Gefahr waren. Die Gewalt begannen sie dort erst letzte Woche wahrzunehmen.

Guilio Meotti, Arutz-7, 21. November 2012

Kardinal Gianfranco Ravasi, Präsident des Vatikanischen Kulturrats, kommentierte den Krieg zwischen Israel und Hamas; dabei lieferte er eine heftige Attacke auf das jüdische Volk: „Ich denke an das ‚Massaker an den Unschuldigen‘. In Gaza sterben Kinder, die Schreie ihre Mütter sind ein Dauerschrei, ein universaler Schrei.“

Der hohe Vertreter der katholischen Kirche setzte Israels Operation im Gazastreifen gegen die Terrorgruppen mit der neutestamentlichen Geschichte der Abschlachtung der jüdischen Kinder durch Herodes gleich, als dieser sich bemühte Jesus zu töten.

Ravasi ist einer der beliebtesten katholischen Kardinäle und Direktor der Kirchenpolitik für Kultur; er bezeichnete Israel in einer schamlosen Form von Antisemitismus als Baby-Killer; damit beschuldigt er den jüdischen Staat subtil des Mordversuchs am neuen Jesus, symbolisiert durch das palästinensische Volk.

Die Ritualmord-Lüge des Vertreters des Vatikans wurde während einer Präsentation des neuen Buchs über das Leben Jesu von Papst Benedikt abgeliefert. Ravisis Thema jedoch – die Juden als Herodes, der die unschuldigen Babys tötete, weil sein Herz darauf aus war Jesus zu töten – wurde von mittelalterlichen Organisatoren von Pogromen heiß geliebt.

William Shomali, Generalvertreter des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem, sagte in Radio Vatikan: „Was jetzt im Gazastreifen abläuft, ist eine grausame Gewaltspirale.“ Der Weihbischof erklärte dann: „Es ist schwierig zu wissen, wer das begann.“ Wie schwierig?

Vor ein paar Wochen behauptete Shomali in einem Interview mit dem katholischen Magazin Famiglia Cristiana, dass „Hass auf Christen“ der Talmud selbst sei. „Der Talmud, das von den Ultraorthodoxen studierte heilige Buch, das noch mehr verehrt wird als die Bibel selbst, lädt religiösen Hass ein, spricht übel von Jesus und noch schlimmer von Maria und – im Allgemeinen – von Christen“, sagte der Bischof. Er fügte an: „In israelischen Schulen wird nicht die Liebe zum anderen gelehrt, sondern die Vernichtung des anderen.“

Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur des Vatikan sagte Michel Sabbah, Patriarch emeritus von Jerusalem, der Gazastreifen habe seit vielen Jahren „unter der Last eines absurden Embargos gelebt, das das Alltagsleben von eineinhalb Millionen Menschen unmenschlich macht“.

Sabbah unterzeichnete gerade einen Appell von mehr als 100 christlichen Leitern, die die internationale Gemeinschaft aufforderten die Anerkennung des palästinensischen Staates als volles UNO-Mitglied zu unterstützen. Zu den Unterzeichnern gehört auch der griechisch-orthodoxe Erzbischof Atallah Hanna, ein selbsterklärter Antisemit, der die Selbstmordanschläge gegen israelische Zivilisten segnete.

Dennoch ist vom Papst keine Verurteilung des Trommelfeuers der Terrorgruppen auf die Städte des südlichen Israels vor der Operation Wolkensäule gekommen. Die Kirchenautoritäten und Benedikt XVI. selbst erhoben ihre Stimmen zur Verurteilung der Gewalt, die im Gazastreifen ausbrach, erst nachdem Israel begann die Einrichtungen der Terrorbewegungen in diesem Gebiet zu bombardieren. Vorher war nicht ein Wort zu hören.

Während der Operation Gegossenes Blei 2009 bezeichneten offizielle Vertreter des Vatikan den Gazastreifen als „Konzentrationslager“. Nachdem der Nazi-Vergleich seine Arbeit tat, ist jetzt das Motiv des Jesus-Mörders in die katholische Kirche zurückgekehrt.
Kommentar von Carl in Jerusalem:
In Wirklichkeit kann man keine Absätze im Talmud finden, die von Jesus sprechen, denn sie sind vo den von der Kirche inspirierten Regierungen seit Jahrhunderten herauszensiert worden. Ich verfüge über ein kleines Pamphlet, in dem alle zensierten Worte aufgeführt werden und in den letzten Jahren haben neue Bände, auf der Grundlage handschriftlicher Texte, die zensierten Worte an den Rändern hinzugefügt. Fakt ist: Zahllose jüdische Bücher wurden zensiert, um zu vermeiden die Empfindlichkeiten der Kirche zu verletzen.
Was den vorliegenden Fall angeht, zeigen Ravasis Kommentare, dass er die Benutzung „palästinensischer“ Kinder als menschliche Schutzschilde durch die Terrororganisationen völlig ignoriert. Wir Juden haben kein Prinzip des „die andere Wange hinhalten“. Wir werden gelehrt: Wenn jemand kommt, um dich zu töten, dann musst du ihn vorher töten. Und ja, das schließt die „palästinensischen“ Terroristen ein.

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