Die humanitäre Heuchelei der christlichen Linken
8. November 2012 um 15:50 | Veröffentlicht in Christen+Kirchen | 2 KommentareSchlagwörter: Christenverfolgung, USA
Raymond Ibrahim, 5. November 2012
Das zweierlei Maß der Welt dazu, welche Völker sich als unterdrückt und Hilfe verdienend qualifizieren, ist schwindelerregend.
Zuerst offenbart ein Bericht – in den Worten der Türkischen Koalition von Amerika – das „weiterhin bestehenden Interesse der Türkei an der Ausweitung von geschäftlichen und kulturellen Verbindungen mit der amerikanisch-indianischen Gemeinschaft“ und „dem Interesse der Türkei am Brückenbau zu ‚Native American‘-Gemeinschaften überall in den USA“. Der Abgeordnete Tom Cole (Republikaner aus Oklahoma) reichte sogar eine Gesetzesvorlage ein, die den Türken Sonderrechte und -privilegien in Stammesgebieten der amerikanischen Ureinwohner; dazu argumentierte er: „In diesem Gesetz geht es darum amerikanischen Indianern zu helfen“, es gehe darum „den ursprünglichen Einwohnern der Neuen Welt zu helfen, was genau das ist, das dieses Gesetz tun würde“.
Schon die Vorstellung, dass die islamistische türkische Regierung daran interessiert ist „amerikanischen Indianern zu helfen“, ist grotesk, sowohl von einem historischen wie aus einem zeitgenössischen Blickwinkel. Im 15. Jahrhundert, als die christlichen Europäer die Amerikas entdeckten, eroberten und töteten muslimische Türken Christen in Europa (was natürlich der Grund ist, dass die Europäer überhaupt anfingen Richtung Westen zu segeln). Während frühe europäische Siedler Ureinwohner bekämpften und töteten, beging die Türkei erst vor kurzem einen massiven Völkermord an armenischen Christen. Und während die USA ihren Ureinwohnern viele Entschädigungen zahlten, leugnet die Türkei nicht nur den armenischen Holocaust, sondern missbraucht und verfolgt seine einheimischen Christen immer noch.
Kurz gesagt: Wenn die Türkei den Randgruppen und Unterdrückten helfen will, sollte sie im eigenen Haus anfangen.
Natürlich will die Türkei nur sich selbst helfen; die amerikanischen Indianer sind reine Infiltrationswerkzeuge. Man muss sich nicht lange über die Gefahren auslassen, die mit Tausenden muslimischen Türken verbunden sind, die sich in halbautonomen Gebieten in Amerika niederlassen und eng mit einer Minderheitengruppe zusammenarbeitet, die einen Groll gegen die USA hegen.
Wenn wir aber die Machenschaften der Türkei begreifen, was soll man dann mit einem weiteren gerade erstellen Bericht anfangen? Fünfzehn Leiter von christlichen US-Kirchen – zumeist protestantisch, einschließlich der Lutheraner, Methodisten und UCC-Kirchen – fordern den Kongress auf die US-Militärhilfe für Israel neu zu bewerten, da „militärische Hilfe nur dazu dienen wird den Status quo und Israels militärische Besatzung der Palästinensergebiete aufrechtzuerhalten“. Das sind dieselben Kirchenführer, die nie ein Wort hervorbringen, wenn es um die ungezügelte Verfolgung von Millionen Christen zwischen dem einen Ende des muslimischen Welt und dem anderen geht – eine Verfolgung, die die Lage der Palästinenser vergleichsweise unbedeutend macht.
Wenn Muslime auf israelischem Land untertan gemacht werden, dann kann man wenigstens sagen, dass die Juden historisch die Ersten waren – Jahrtausende vor der Eroberung Jerusalems durch Muslime im 7. Jahrhundert. Andererseits leiden Millionen Christen – mindestens zehn Millionen alleine in Ägypten, die einheimischen Kopten – seit 14 Jahrhunderten in ihrer eigenen Heimat; seit der Islam mit dem Schwert einfiel.
Das beschränkt sich auch nicht auf die Vergangenheit: Von Nigeria im Westen bis Pakistan im Osten werden Christen genau jetzt wegen Glaubensabfall und Blasphemie inhaftiert; ihre Kirchen werden mit Bomben beworfen und niedergebrannt; ihre Frauen und Kinder werden entführt, versklavt und vergewaltigt. Um eine Vorstellung zu bekommen, lesen Sie bitte meine monatliche Serie Muslim Persecution of Christians, in der ich Dutzende Geschichten der Verfolgung zusammenstelle – von denen jede, sollten Palästinenser sie durchmachen, in der gesamten Welt Schlagzeilen machen würde; doch es sind nur „unmodische“ Christen, die diese Gräuel erleben, also werden die übersehen.
Auch die palästinensischen Christen sind diesem Phänomen gegenüber nicht immun: Ein Pastor vermerkte gerade, dass die „Animosität gegen die christliche Minderheit in von der PA kontrollierten Gebieten weiterhin zunehmend schlimmer wird. Die Menschen sagen [den Christen] immer: Tretet zum Islam über. Tretet zum Islam über.“
In der Tat hatte das American Jewish Committee, das „wegen der Forderung der christlichen Führer empört“ war, recht, wenn es sagt: „Zu einer Zeit, in der die Religionsfreiheit und Sicherheit der Christen im gesamten Nahen otsen durch die Verfolgungen des Arabischen Frühlings bedroht sind, haben sich diese christlichen Führer entscheiden eine Polemik gegen Israel zu initiieren – gegen ein Land, das religiöse Freiheit und Ausdrucksformen für Christen, Muslime und andere schützt.“
Nach jedem objektiven Maßstab sind die Gräuel, die gegenwärtig an Christen in der gesamten muslimischen Welt begangen werden, weit empörender und verdienen weit mehr Aufmerksamkeit und Abhilfe, als die so genannte „Palästinenserfrage“. Zufälligerweise basiert der Umgang Israels mit den Palästinensern – von denen einige, wie die Hamas, offen ihre Absicht erklären den jüdischen Staat zu beseitigen – weitgehend auf dem eben Erwähnten: Israel kennt die dem Islam angeborene Feindseligkeit gegenüber Nichtmuslimen und wünscht sich, nicht am falschen Ende zu sein, daher die Maßnahmen für die eigene Existenz.
Es gibt einen letzten wichtigen Punkt der Ironie bezüglich der Unterschiede zwischen den Muslimen der Türkei und Amerikas linken Christen: Erstere betreiben Heuchelei um den Islam mächtiger zu machen; Letztere betreiben Heuchelei, um das Christentum zu entmachten, wenn auch unwissentlich. So wie linke Amerikaner danach streben sich von ihrem europäischen Erbe zu distanzieren – das als Wurzel allen Bösen betrachtet wird, wobei sich eifernd für die Rechte der nicht Weißen wie der Indianer eingesetzt wird – streben linke amerikanische Christen danach, sich von ihrem christlichen Erbe zu distanzieren, wobei sie eifrig für die Rechte aller anderen außer ihren Glaubensbrüdern eintreten; daher ihre Sorge um die muslimischen Palästinenser.
Und die ganze Zeit, in der die eine wahrhaftig verfolgte Religionsgruppe von einem Ende der islamischen Welt bis zur Andern verfolgt wird – die Christen – wird sie von den Menschenrechts-Heuchlern inständig ignoriert.
Zusammenprall der Kulturen, Krawalle, Juden und Israel
27. September 2012 um 16:25 | Veröffentlicht in die Welt+Islam, Europa+Islam, Islam+Islamismus, Muslime, USA | 1 KommentarSchlagwörter: Christenverfolgung, Muslime im Westen
Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)
Es ist irrig den Mord an amerikanischen Diplomaten in Libyen und die antiwestlichen Krawalle in der arabischen Welt nur als ausschließlich aktuelle Ereignisse zu analysieren. Aus strategischer Perspektive sind sie Teil eines riesigen Zusammenpralls der Kulturen zwischen dem Westen und großen Teilen der islamischen Welt. Es ist unwahrscheinlich, dass die derzeitigen antiamerikanischen Unruhen in Zukunft ein wichtiges Element geschichtlicher Aufzeichnungen dieses Konflikts sein werden.
Gewalttätige Komponenten dieser Konfrontation sind in der Welt der Periode nach dem Zweiten Weltkrieg seit mehr als 30 Jahren vorhanden. Man könnte ihren „offiziellen“ Beginn 1979 ansetzen, als die Iraner die Beschäftigten der amerikanischen Botschaft in Teheran als Geiseln nahmen. Dem folgten das Abbrennen amerikanischer Botschaften in Pakistan1 und Libyen.2
Die Entwicklung dieses kulturellen Zusammenpralls ist schwierig zu analysieren, weil viele Komponenten mit anderen Themen verwoben sind. Der Krieg der Alliierten in Afghanistan ist hauptsächlich einer gegen radikale Elemente in der islamischen Welt. Der Krieg im Irak war das weit weniger. Während des ersten Golfkriegs kam die amerikanische Armee, um die muslimischen Länder vor dem Angriff des Irak zu retten. Die Vielzahl zwischenmuslimischer Tötungen ist kein Teil dieses Zusammenpralls der Kulturen.
Andere gewalttätige Komponenten der Konfrontation der Kulturen sind Angriffe auf westliche Ziele durch muslimische Terroristen. Sie sind weniger todbringend als Kriege, aber in ihrem Wesen eindeutig. Die Terroristen des 9/11 wie auch die Täter der Bombenanschläge von Madrid (2004) und London (2005) handelten aus ihrer Vision des Islam heraus. Auch wenn ihre Weltanschauung die einer Minderheit ist, ist sie weit davon entfernt marginal zu sein. Es gibt mindestens einhundert Millionen Muslime in der Welt, die die gewalttätige Vision des Islam der Al-Qaida teilen3, wenn auch nur eine begrenzte Zahl davon bereit sind selbst die Morde zu begehen. Darüber hinaus gibt es viele andere, die glauben, der Islam solle die Welt beherrschen.
Die gegenwärtigen Krawalle haben viel mit denen von den dänischen Mohammed-Karikaturen inspirierten Unruhen des Jahres 2006 gemein. Auch damals fand eine weit verbreitete Reaktion in der islamischen Welt gegen die Tat eines unwichtigen Akteurs an einem Ort der westlichen Welt statt. Schätzungsweise 200 Menschen wurden bei den Karikaturen-Krawallen getötet. Die meisten Toten waren allerdings Muslime. Bei den anderen handelte es sich um Christen, von denen keiner Westler war.4
Die Verfolgung und Ermordung von Christen in muslimischen Ländern gehört ebenfalls in einen größeren Rahmen des Konflikts der Kulturen. Es handelt sich um einen Kampf gegen diese führende Religion des Westens, selbst wenn die Angegriffenen keine Westler sind.
Es gibt außerdem viele nicht gewalttätige Elemente des Zusammenpralls der Kulturen. Eine Minorität muslimischer Einwanderer in westlichen Ländern untergräbt die Demokratie und hetzt dagegen. Andere streben danach eine lokale Kultur ihrer Gemeinschaft zu schaffen, die in wichtigen Teilen im Widerspruch zur Demokratie stehen. Die Einschüchterung und der Missbrauch vieler muslimischer Frauen sind dafür eindeutige Beispiele. Man kann das z.B. besonders gut in muslimischen Gettos in Frankreich und Schweden sehen. Die aktuelle Dokumentation „Allah-Islam“ auf Israels Kanal 10 veranschaulicht das gut.5
Die Perspektive auf den Konflikt der Kulturen wird durch politische Einstellungen im Westen weiter getrübt. Die vielfältigen Unwahrheiten in Präsident Obamas Rede an die muslimische Welt in Kairo im Jahr 2009 sind Beispiele dafür.6 Wichtiger ist der Multikulturalismus. Er verwirrt die westlichen Visionen der gegenwärtigen Kultur der Welt des Islam strukturell. Zu suggerieren, dass alle Kulturen gleich sind, bedeutet bedeutende Kriminalität in der muslimischen Welt außer Acht zu lassen, darunter diverse nationale Revolten, die als „der arabische Herbst“ oder „Winter“ bezeichnet werden könnten.
Darauf hinzuweisen, dass die westliche Kultur zwar problematisch, die gegenwärtige islamische Kultur ihr aber unterlegen ist, ist politisch höchst inkorrekt. Doch besonders westliche Muslime sollten daran interessiert sein, dass diese Wahrheit gesagt wird. Wären die zwei Kulturen gleich, könnte der Westen theoretisch gegenüber den Muslimen in ihren Ländern so handeln, wie sich viele muslimische Länder in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg ihren Juden gegenüber verhalten haben. Würde der Westen auf ähnliche Weise handeln, könnte er für sie die Bürgerrechte einschränken, die Pässe und das Eigentum der Muslime konfiszieren. Danach könnte er sie vertreiben. Würde der Westen dem Handeln der Libyer gegenüber Juden von 1967 folgen, könnte er sogar einige töten.7
Wie passen Israel und die Juden in all das hinein? Der Kampf der muslimischen Welt gegen sie ist zum Teil von diesem Zusammenprall der Kulturen zu trennen und gehört zum Teil dazu. Ein Beispiel für das Letztere ereignete sich dieses Jahr in Frankreich, als Mohammed Merah, ein Muslim algerischer Herkunft, sowohl französische Soldaten als auch Juden tötete.8 Die Einschüchterung der Juden im Westen hauptsächlich durch junge Muslime, führt dazu, dass Juden in vielen europäischen Städten in der Öffentlichkeit ihre Identität verbergen, indem sie zum Beispiel keine Kippa tragen.
Dieser Zusammenprall wird nicht notwendigerweise eine große Explosion zur Folge haben. Er mag weithin zu zunehmendem Chaos führen, ohne eine komplette Konfrontation zwischen den westlichen und den islamischen Welten. Der andauernde Zusammenprall der Kulturen erhält viel zu wenig Aufmerksamkeit. Das bedeutet auch, dass Veränderungen in den beiden Welten oft analysiert werden, ohne sie mit dieser Konfrontation in Verbindung zu bringen. Das ist in der Tat ein großer Fehler.
Dr. Manfred Gerstenfeld ist Mitglied des Aufsichtsrats des
Jerusalem Center of Public Affairs, dessen Vorsitzender er 12 Jahre lang war.
Fußnoten:
1 http://news.bbc.co.uk/onthisday/hi/dates/stories/november/21/newsid_4187000/4187184.stm
2 http://libya.usembassy.gov/about.html
3 Juliana Menasce Horowitz: Declining Support for bin Laden and Suicide Bombing. PewResearchCenter Publications, 10. September 2009.
4 http://www.jcpa.org/phas/phas-043-gerstenfeld.htm
5 Vier Dokumentationen: „Allah-Islam: The Spread of Islam in Europe“, ausgestrahlt von Israels Kanal 10 im September 2012.
6 http://www.nytimes.com/2009/06/04/us/politics/04obama.text.html?pagewanted=all
7 http://jcpa.org/article/the-final-exodus-of-the-libyan-jews-in-1967/
8 Manfred Gerstenfeld: „The Toulouse Murders“. Journal for the Study of Anti-Semitism, Ausgabe 4/1. 2012.
Ramadan: Der islamische „heilige Monat“ der Unterdrückung von Christen
29. August 2012 um 13:47 | Veröffentlicht in Islam+Islamismus, Islamstaaten | Hinterlasse einen KommentarSchlagwörter: Christenverfolgung, Ramadan
Raymond Ibrahim, Investigative Project on Terrorism, 24. August 2012
Der Monat Ramadan, der vorige Woche zu Ende ging, erwies sich als ein Monat einerseits erneuert als muslimischer Frömmigkeit und andererseits erneuerter Unterdrückung nicht muslimischer Minderheiten. In Nigeria zum Beispiel wurden islamische Militante den Erwartungen gerecht, dass der „Ramadan ein Monat des Jihad und Todes für Allah ist“, womit bewiesen wurde, dass Christen zu töten sich nicht nur auf christliche Feiertage – wie Weihnachten und Ostern, wenn Militante Bombenanschläge auf Kirchen verüben und Dutzende töten – beschränkt, sondern während des islamischen Ramadan besonders anzuwenden ist.
Gewöhnlich hat jedoch die mit dem Ramadan verbundene Unterdrückung mit der muslimischen Wahrnehmung zu tun, dass Christen „ihren Platz nicht kennen“ – entweder, weil sie offen Dinge tun, die Muslimen im Ramadan verboten sind oder weil sie es wagen dem Widerspruch zu leisten, was Muslime während ihres heiligen Monats tun.
Wenn es um diese Aspekte des Dhimmitums geht, bietet Ägypten in der Vergangenheit wie der Gegenwart zahllose Beispiele und zwar einfach deshalb, weil dort die größte christliche Minderheit zu Hause ist, die Kopten; das bietet mehr Gelegenheiten dafür, dass das intolerante Gesicht des Ramadan sich offenbart. Hier folgen zwei Beispiele:
Erstens: Nach Angaben koptischer Internetseiten fuhr am 27. Juli ein Diabetiker in Ägypten in seinem Auto in Maadi, einem Vorort im südlichen Kairo, als er enorm Durst bekam, „den er nicht ertragen konnte“ (ein Nebeneffekt von Diabetes, der von Ägyptens Juliwetter noch verschärft wurde). Er hielt an einem öffentlichen Wasserspender und begann Wasser zu trinken. Bald gingen drei Vorbeigehende auf ihn zu, um sich zu erkundigen, warum er Wasser trinkt (eines der vielen Dinge, die Muslimen bei Tageslicht im Ramadan verboten sind). Der Diabetiker antwortete: „Weil ich Christ und krank bin“, woraufhin sie ausriefen: „Du bist auch noch Christ!“, und in gnadenlos zu schlagen. Andere Vorbeigehende begannen sich um zu versammeln, um zu sehen, was los war, aber niemand griff zugunsten des nicht muslimischen Diabetikers ein, bis es ihm gelang zu seinem geparkten Auto zu stürzen und zu fliehen.
Obwohl ihm nicht verboten ist Wasser zu trinken, verletzte dieser ungläubige Christ ein Prinzip des islamischen Ramadan, was als großer Affront gilt und entsprechend bestraft wird. Diese Vorstellung, dass Nichtmuslime Respekt für islamische Bräuche zeigen müssen, ist weit verbreitet. Um dieselbe Zeit, zu der diese Geschichte stattfand, wurde ein christlich-libanesische Sängerin zur Polizei gebracht, weil sie in Algerien in der Öffentlichkeit rauchte und „den Muslimen keinen angemessenen Respekt entgegen brachte“. Sie wurde entlassen, nachdem die Polizei warnte, „ihr sei nicht erlaubt im muslimischen Algerien in der Öffentlichkeit zu rauchen, auch wenn sie Christin ist“.
Bei der zweiten Geschichte aus Ägypten geht es um einen jungen christlichen Arzt, maher Rizkalla Ghali, auf den von randalierenden Muslimen – darunter leicht zu identifizierende Salafisten – geschossen wurde, was den Verlust eines Auges und den wahrscheinlichen Verlust des anderen zur Folge hat. Nach Angaben von Watan Voice leben die Täter eine Etage tiefer und schossen regelmäßig in die Luft, wenn sie während sahur (der Zeit vor der Morgendämmerung, wenn es Muslimen erlaubt ist die Dinge zu tun, die ihnen bei Tageslicht verboten sind, darunter Essen, Trinken und Sex) feierten. Eines nachts war der Lärm derart unerträglich, dass der Kopte sie aus seinem Fenster heraus ansprach und ihnen sagte, ihr Tun sei für die Kinder und Alten störend.
Ihre Reaktion war „seine Religion zu beleidigen“ und das Feuer auf ihn zu eröffnen, wodurch er schwer entstellt wurde. Die Muslime versuchten dann die Tür aufzubrechen, um den christlichen Haushalt anzugreifen und zu plündern. Obwohl die Familie Anzeige bei der Polizei stellte, „haben die Sicherheitskräfte absolut nichts gegen die Täter unternommen“. Gleichermaßen lehnten mehrere Krankenhäuser es ab den geblendeten Christen aufzunehmen; das Kasr-Krankenhaus nahm ihn schließlich an.
Diese Geschichte ist fast mit dem identisch, was einer Familie in der Türkei um dieselbe Zeit widerfuhr. Nach Angaben von Hurriyet Daily News wurde das Haus einer alewitischen Familie „von einem wütenden Mob mit Steinen beworfen und ihre Ställe abgebrannt“, weil sie „einem Ramadan-Trommler sagten, er möge sie nicht zum sahur wecken, der Mahlzeit vor dem Sonnenaufgang“; das führte zu einer Auseinandersetzung. Nachdem örtliche Muslime die Frechheit der Familie herausfanden, sammelte sich „ein Mob von rund 60 Personen“ um das Haus ein, warf mit Steinen, setzte den Stall in Brand und skandierte islamische Sprüche, darunter „Allahu akbar“. „Sie kamen, um uns zu lynchen“, erklärte ein Familienmitglied und „sagten uns, wir sollten abhauen und drohten uns zu töten, wenn wir das nicht tun“.
Die Anekdoten oben demonstrieren den krassen Gegensatz zwischen dem Westen und der muslimischen Welt bezüglich der Auffassung, religiösen Minderheiten gegenüber während der Feiertage der dominierenden Religion „sensibel“ zu sein: Während fast jedes Jahr Geschichten kommen, dass im Westen Weihnachten unterdrückt wird, um muslimischen Empfindlichkeiten entgegen zu kommen, werden in der muslimischen Welt Christen selbst unterdrückt, um muslimischen Empfindlichkeiten entgegen zu kommen.
PA-Muslime greifen christliches Dorf an und niemand berichtet darüber
29. Mai 2012 um 15:38 | Veröffentlicht in Medien+Nahost, Palästinenser | 2 KommentareSchlagwörter: Christenverfolgung, Fatahstan, Westbank
Hisham Jarallah, Gatestone Institute, 25. Mai 2012
Vor ein paar Wochen berichtete CBS-Korrespondentenveteran Bob Simon über das Leid der Christen des Heiligen Landes, die die Region seit Jahren verlassen. Im Großen und Ganzen machte Simon Israel für den christlichen Exodus verantwortlich.
Aber hätte Simon das christliche Dorf Taybeh in der Westbank besucht, dann hätte er „die andere Seite der Geschichte“ zu hören bekommen.
Es ist ein Dorf, dessen Bevölkerung zu 100% aus Christen besteht. Es wird von einer Reihe muslimischer Dörfer umringt, von denen einige extrem feindselig sind.
Die Zahl der in Taybeh lebenden Christen wird auf weniger als 2.000 geschätzt. Die Einwohner sagen, dass weitere 15.000 Dorfbewohner in den USA, Kanada und Europa sowie in Südamerika leben.
Im Verlauf der letzten Jahre lebten die christlichen Einwohner von Taybeh unter der ständigen Angst von ihren muslimischen Nachbarn angegriffen zu werden. Solche Angriffe, sagen sie, seien nicht ungewöhnlich. Sie machen sich mehr Sorgen wegen Einschüchterung und Gewalt von Muslimen als durch Israels Sicherheitsbarriere oder einen Checkpoint. Und der Grund, dass viele von ihnen wegziehen, ist, dass sie sich nicht länger in einem Dorf sicher fühlen, das von Tausenden feindseliger Muslime eingekreist ist, die Christen als Ungläubige und Verräter identifizieren.
Erst letzte Woche griff eine Menge muslimischer Männer aus den umgebenden Dörfern, einige von ihnen mit Pistolen und Knüppeln bewaffnet, Taybeh an. Glücklicherweise wurde niemand verletzt und es wurde kein Schaden an Grund- und Immobilieneigentum verursacht.
PA-Polizisten, die schnell in Dorf kamen, mussten in die Luft schießen, um die muslimischen Angreifer zurückzutreiben und ein Gemetzel zu verhindern.
Die Einwohner sagen, dass der Angriff kam, nachdem ein muslimischer Mann versuchte sich Zugang zur Schuljahres-Abschlussfeier einer Mädchenschule in Taybeh zu erzwingen. Der Mann war nicht zu der Feier eingeladen worden; er beschwerte sich, dass Christen ihn angegriffen hätten. Später am Tag stürmten er und Dutzende weiterer Muslime das Dorf und wollten Rache für die „Demütigung“ nehmen. Ohne das schnelle Eingreifen der palästinensischen Sicherheitskräfte hätten die Angreifer eine Reihe Häuser und Fahrzeuge in Brand gesetzt und vermutlich einige Christen getötet oder verwundet.
Die Palästinenserregierung und politische Offizielle verlangten später, dass die Christen eine Delegation in die nahe gelegenen Dörfer schicken, um sich für die „Beleidigung“ des muslimischen Mannes zu entschuldigen. Um eine weitere Eskalation zu vermeiden, kamen die Führenden von Taybeh der Forderung nach.
Ebenfalls auf Aufforderung der Palästinenserregierung wurde von allen Einwohnern des Dorfes verlangt, nicht mit den Medien über den Vorfall zu reden. Selbst einige der Führungspersönlichkeiten der christlichen Gemeinde der Westbank drängten die Einwohner von Taybeh nicht viel Aufhebens wegen des Vorfalls zu machen.
Das war nicht das erste Mal, dass Taybeh angegriffen wurde. Im September 2005 wüteten Hunderte muslimische Männer im Dorf, setzten Häuser und Autos in Brand und zerstörten eine Statue der Jungfrau Maria, nachdem sie erfuhren, dass eine muslimische Frau eine romantische Beziehung mit einem christlichen Geschäftsmann aus dem Dorf gehabt hatte.
Die dreißigjährige Frau war von ihrer Familie getötet worden.
Westliche Journalisten in Jerusalem und Tel Aviv haben es abgelehnt über den jüngsten Angriff auf Taybeh zu berichten; am wahrscheinlichsten ist, dass die Story über keine „anti-israelische Perspektive“ verfügt. Wie Bob Simon ziehen es die meisten westlichen Journalisten vor nur eine Seite der Geschichte zu sehen. Alles, was sie wollen, ist Storys zu finden, die ein negatives Licht auf Israel werfen.
Simon hat übrigens noch nie etwas von Taybeh gehört.
Das nächste Mal, wenn jemand etwas über die wahren Probleme erfahren will, denen sich die Christen im Heiligen Land gegenüber sehen, sollte er oder sie sich nach Taybeh aufmachen und vertrauliche und private Interviews mit den Dorfbewohnern führen.
Hisham Jarallah ist Journalist mit Sitz in der Westbank
Wer tatsächlich Christen verfolgt
22. Mai 2012 um 16:07 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost | 2 KommentareSchlagwörter: Christenverfolgung, Friedenshetzer
Jonathan S. Tobin, Commentary Magazine, 18. Mai 2012
Letzten Monat verdiente sich die CBS-Sendung „60 Minutes“ einige Kritik wegen eines einseitigen Berichts über den Umgang Israels mit palästinensischen Christen. Alana stellte damals richtig fest, dass die Prämisse des Stücks – dass Routine-Sicherheitsvorkehrungen seitens der israelischen Streitkräfte zu einer Abnahme der christlichen Bevölkerung in der Westbank führte – absurd war. Warum sollten israelische Maßnahmen die Abnahme der Zahl der Christen verursachen, aber nicht die rapide wachsende muslimische Bevölkerung? Nur eine Entscheidung Israel für alles verantwortlich zu machen, konnte das Team von „60 Minutes“ dazu geführt haben die offensichtlichen Erklärungen zu meiden: den Aufstieg des militanten Islam in traditionell christlichen Hochburgen, der viele Christen allmählich dazu gezwungen hat aus dem Land zu fliehen. Israel bleibt das einzige Land im Nahen Osten, in dem die Rechte der – wachsenden – christlichen Minderheit respektiert werden.
Doch der Gegendruck gegen diesen Rufmord verlangt mehr Hintergrund als nur ein Faktencheck zur Westbank. Das Gatestone Institute hat einen wichtigen monatlichen Online-Bericht über die muslimische Verfolgung von Christen in ganz Asien und Afrika veröffentlicht – und den zu lesen ist erschreckend. Selbst eine kurze Zusammenfassung der Litanei des Schreckens, die die Muslime den Christen bringt, relativieren die lächerlichen Anschuldigungen gegen Israel.
* Es gab Anschläge auf Kirchen in Aserbaidschan, Indonesien, Kenia, Nigeria, dem Sudan und Tunesien.
* Christen wurden wegen „Blasphemie“ und Abfall vom Glauben in Algerien, Bangladesch, Ägypten, dem Iran und Pakistan mit dem Tod bedroht. Gleichzeitig haben muslimische Terroristen christliche Pastoren auf den Philippinen bedroht.
* In einer gesonderten Kategorie namens „Dhimmitum“ diskutiert der Bericht den „allgemeinen Missbrauch, die Erniedrigung und Unterdrückung von Nichtmuslimen als geduldete Bürger“. Solche Vorfälle wurden in Ägypten, Indien, dem Iran, Pakistan, Syrien, Tunesien und der Türkei festgehalten.
Das weit verbreitete Ausmaß von Vorfällen der Verfolgung in der gesamten muslimischen Welt sollte die Christen im Westen alarmieren. Aber aus irgendwelchen Gründen tut es das nicht. Die Palästinenser, deren Ziel die Auslöschung des einzigen jüdischen Staates in der Welt ist, scheinen in Europa und Amerika mehr Mitgefühl zu generieren, als die bedrängten Christen der Dritten Welt.
All das geschah alleine im April diesen Jahres.
Diejenigen, die behaupten sich um die Menschenrechte Sorgen zu machen, untergraben ihre bereits wackelige Glaubwürdigkeit, wenn sie die weit größeren Vorfälle der Misshandlung von Christen durch Araber und Muslime ignorieren, während sie die Delegitimierung der einzigen Demokratie des Nahen Ostens sowie des einzigen Landes der Region, das Christen beschützt, unterstützen.
Bethlehems letzte Christen?
1. Mai 2012 um 11:13 | Veröffentlicht in Christen+Kirchen | 3 KommentareSchlagwörter: arabische Christen, Christen in Nahost, Christenverfolgung
Op-ed: Welt, Kirchen schweigen angesichts islamischer Verfolgung palästinensischer Christen
Giulio Meotti, YNet, 28. April 2012
Der Nachrichtensprecher-Veteran Bob Simon von CBS News berichtete gerade von den palästinensischen Christen; er klagte Israels „Besatzung“ als verantwortlich für ihr dramatisches Verschwinden an. Die Story von 60 Minutes verursachte Israel enormen PR-Schaden.
Doch von den westlichen Medien weitgehend ignoriert findet in den Palästinensergebieten eine systematische muslimische Kampagne der Verfolgung der Christen statt. Es ist ein Feldzug zur religiösen und ethnischen Säuberung, der von Weltkirchen totgeschwiegen wird.
Christen sind lange die Vorreiter des arabischen Nationalismus gewesen. Der prominenteste palästinensische Intellektuelle war ein Christ, Edward Said. Der Propagandabegriff „Nakba“ stammt aus der Feder eines Christen, Constantin Zureiq. Der Terrorist George Habasch war ein Christ, ebenso Yassir Arafats Ehefrau. Azmi Bishara, der arabische Knesset-Abgeordnete, der Geheiminformationen an die Hisbollah durchsickern ließ, kommt aus einer christlichen Mittelstandsfamilie in Nazareth.
Seit der ersten Intifada schufen palästinensische Christen eine muslimisch-christliche Einheit, um Israel als den Aggressor, Kolonisator und Eindringling darzustellen. Sie glaubten, dass die islamisch-christliche Front gegen den Zionismus helfen würde, ihre Position in der arabischen Welt zu sichern. In der Tat sind arabische Christen und besonders ihr judeophobischer Klerus Teil der Avantgarde im Kampf zur Vernichtung Israels gewesen. Es handelte sich um eine politische Operation, die auch dazu diente, die von der PLO und den islamischen Gruppen an Christen verübten Verbrechen zu verdecken: Zwangsehen, Übertritte zum Islam, Prügel, Landraub, Brandanschläge, Wirtschaftsboykott, Folter, Entführungen, sexuelle Belästigung und Erpressung.
Das jüngste Opfer ist die Baptistische Kirche in Bethlehem, die von der PA gerade für illegitim erklärt wurde, weil die Versöhnungsbotschaft der US-Kirche der von Hass erfüllten Propaganda komplett widerspricht, die die palästinensische Gesellschaft durchzieht. Arabische Christen werden verpflichtet dauernd Kompromisse zu machen, Angst davor zu haben das eigene Leiden zu erwähnen, weil sie Furcht haben die muslimischen Autoritäten zu erzürnen. Bald darauf wurde das Thema sogar im Westen zum Tabu.
Als Ayaan Hirsi Ali die Newsweek-Coverstory zur Verfolgung von Christen unter dem Islam schrieb, erwähnte sie die Palästinensergebiete nicht, wo der Anteil der Christen von 15% der Bevölkerung im Jahr 1950 auf heute gerade einmal 2% fiel. Da die PA es ablehnt genaue Zahlen zu liefern, ist das wahre Ausmaß der christlichen Auswanderung nicht bekannt.
Brandanschläge auf christliche Geschäfte
Wie der CBS-Bericht zeigt, sind palästinensische Christen heute gezwungen ihre Stimme gegen die „israelische Besatzung“ zu erheben, weil ihr Schweigen, wenn sie das nicht tun, von den Muslimen als pro-israelisch empfunden wird. Christliche Leiter erwähnen die Tatsache nicht, dass sie am meisten durch die mafiaartige Herrschaft der Kleptokratie Yassir Arafats gelitten haben, dass Parolen wie „Der Islam wird siegen“ und „Zuerst die Samstags-Leute, dann die Sonntags-Leute“ auf ihre Kirchen gemalt und dass PLO-Flaggen über Kreuzen drapiert wurden.
Nach dem Krieg von 1948 litten die christlichen Gemeinden in der Westbank am stärksten, nicht unter „Israels Besatzung“, sondern weil muslimische Flüchtlinge von der arabischen Führung zynisch mitten unter ihnen angesiedelt wurden. Ramallah war vor dem Krieg zu 90% christlich, Bethlehem zu 80%. Bis 1967 war mehr als die Hälfte der Einwohner Bethlehems muslimisch, Ramallah ist heute ein große muslimische Stadt.
Über einen Prozess der „Libanisierung“ veränderte Arafat Bethlehems Demografie, indem er Tausende Muslime aus Flüchtlingslagern dorthin brachte. Arafat verwandelte die Stadt dann in eine sichere Zuflucht für Selbstmordbomber und wandelte das griechisch-orthodoxe Kloster direkt neben der Geburtskirche in seine persönliche Residenz um. Christliche Friedhöfe und Abteien wurden geschändet und Christen wurden die menschlichen Schutzschilde der PLO.
Im ersten Jahr der zweiten Intifada, als Arafats Terroristen christliche Städte mit Gewehrfeuer und Mörsern heimsuchten, verließen 1.640 Christen Bethlehem, weitere 880 verließen Ramallah.
2007, ein Jahr nach der Machtübernahme der Hamas im Gazastreifen, wurde der Inhaber des einzigen christlichen Buchladens im Gazastreifen ermordet. Auf christliche Geschäfte und Schulen wurden Brandanschläge verübt. Ahmad El-Achwal ist nur einer der vielen Palästinenser, die zum christlichen Glauben übertraten und von islamischen Militanten getötet wurden.
Frappierendes Schweigen
Das Schweigen des Vatikan und des Ökumenischen Rats der Kirchen [„Weltkirchenrat“] ist frappierend gewesen. Nur ein paar wenige christliche Leiter waren mutig genug, das, was vor Ort geschieht, zu verurteilen. Mit harten und unerwarteten Worten sagte 2005 der Hüter des Heiligen Landes, Pierbattista Pizzaballa, einer italienischen Zeitung gegenüber: „Fast jeden Tag – ich wiederhole: fast jeden Tag – werden unsere Gemeinden von islamischen Extremisten drangsaliert.“
Als palästinensische Christen sich an ihre Organisationen wandten und beschwerten, dass Terroristen christliche Häuser benutzten um auf Gilo zu schießen, stellte die internationale christliche Solidarität sich der Herausforderung nicht.
Vor ein paar Tagen drängte der Kopf der Römisch-katholischen Kirche in England, Erzbischof Vincent Nichols, den britischen Außenminister William Hague, die „tragische Situation“ zu thematisieren, der sich die Palästinenser gegenüber sehen – nicht wegen der islamistischen Drohungen, sondern weil Araber von der israelischen Barriere in Beit Jala „vertrieben“ würden – trotz der Tatsache, dass durch den Bau der Sicherheitssperre von Israel kein Land annektiert wurde, keine Häuser abgerissen wurden und niemand sein Haus verlassen musste.
Fakt ist: Die von der westliche Presse und den Kirchen ignorierte große Wahrheit ist, dass Israels Barriere half die Ruhe und Sicherheit nicht nur in Israel wiederherzustellen, sondern ebenfalls in Bethlehem. Die Geburtskirche, die palästinensische Terroristen 2002 entweihten, um der israelischen Armee zu entkommen, ist jetzt wieder mit Touristen aus aller Welt gefüllt.
Die katholische wie die orthodoxen Kirchen forderten die israelischen Behörden auch regelmäßig auf den Verlauf des Zauns zu ändern. Sie wollten schlicht nicht unter der palästinensischen Autokratie leben. Daher wurde z.B. die Schule der Rosenkranz-Schwestern in Bachyat El-Barid nördlich von Jerusalem auf mehrfaches Ersuchen der Mutter Oberin des Ordens in die israelische Seite des Zauns einbezogen.
Heute leben die palästinensischen Christen mit dem Risiko desselben Schicksals ihrer Brüder im Libanon. Jeder erinnert sich an die Gräueltaten der Phalangisten in Sabra und Shatila. Aber nur sehr wenige wissen, dass die erste ethnisch gesäuberte Gemeinde des Bürgerkriegs eine christliche Stadt war. Im November 1978 kamen palästinensische Kräfte nach Damour und sprengten Häuser und Kirchen, massakrierten ganze Familien. Sie exhumierten die Toten der christlichen Friedhöfe und verstreuten die Skelette im Schutt. Rund 500 Christen starben an diesem Tag. Wird Bethlehem ein zweites Damour werden?
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