Katharinenkloster auf Sinai soll zerstört werden

15. April 2014 um 21:44 | Veröffentlicht in Araber | 1 Kommentar
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von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 15. April 2014 (direkt vom Autor)

Das Katharinenkloster im Sinai, zu Füßen des Berges, wo Moses die 10 Gebote empfangen hat und neben dem Tal, wo das Volk Israel um das Goldene Kalb getanzt hat, soll abgerissen werden. Das hat der ägyptische General Ahmed Ragai Attiya gefordert, nachdem die griechisch-orthodoxen Mönche das Kloster in einen „Hort für Ausländer“ verwandelt hätten. Wie die wichtigste ägyptische Zeitung Al Ahram berichtet, habe der General a.D. vor Gericht Klage eingereicht, das von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärte Kloster aus dem 6. Jahrhundert dem Erdboden gleich zu machen und die Mönche zu deportieren, weil sie eine „Gefahr für die nationale Sicherheit Ägyptens“ darstellen.

In einem Fernsehinterview habe Attiya den 37 überwiegend aus Griechenland stammenden Mönchen vorgeworfen, nicht nur eine geheime Wasserquelle, die „Quelle des Moses“, versteckt zu haben, sondern über dem Kloster auch noch die griechische Flagge gehisst zu haben. So hätten sie den geschichtsträchtigen Ort in eine „von Ausländern okkupierte Stätte verwandelt, was einem Verstoß gegen die nationale Sicherheit und die ägyptische Souveränität gleich komme.“

Der Anwalt des Klosters, Ihab Ramzy, habe alle Vorwürfe des Generals zurückgewesen. St. Katharina ist eines der ältesten ständig bewohnten christlichen Klöster der Welt und werde von den Mönchen nur gehütet. Es stehe zudem unter strenger Überwachung des Ministeriums für Altertümer. „Die Mönche dürfen nicht einmal eine Wand ohne Genehmigung neu tünchen.“

Der Prozess ist laut Al Ahram bis Juni 2014 vertagt worden, um beiden Parteien zu ermöglichen, Beweise für ihre Behauptungen beizubringen.

Das St. Katharina Kloster wurde zwischen 548 und 565 an der Stelle des „brennenden Busches“ des Moses errichtet. Den Namen erhielt das Kloster von einer christlichen Märtyrerin namens Katharina, die gemäß der Legende von Engeln zu dem Kloster gebracht worden sei. Die Mönche hätten sie begraben, nachdem sie um das Jahr 800 geköpft worden sei.

Das Katharinenkloster ist die wichtigste Touristenattraktion im Süden des Sinai. Viele Touristen aus Israel und aus der Welt besuchen das Kloster, trotz der unsicheren Lage auf der Halbinsel.

Warum die Medien jihadistische Anschläge auf Nahost-Christen nicht berichten

27. März 2014 um 14:35 | Veröffentlicht in die Welt+Islam, Islam+Islamismus, Islamstaaten, Medien + Islam, Muslime, Propaganda | 3 Kommentare
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Raymond Ibrahim, The Torch, Winter 2014

Denn sie schlagen jetzt den Sohn Gottes noch einmal ans Kreuz und machen ihn zum Gespött. (Hebräer 6,6)

Die Vereinten Nationen, westliche Regierungen, Medien, Universitäten und Fernsehsprecher überall bestehen darauf, dass die Palästinenser immens unter Missbrauch durch den Staat Israel leiden. Umgekehrt wird die größte humanitäre Tragödie unserer Zeit – Christenverfolgung durch radikale Muslime, einschließlich in von den Palästinensern kontrollierten Gebieten – ergeben ignoriert.

Die Fakten sprechen für sich. Verlässliche Schätzungen deuten darauf hin, dass jedes Jahr irgendwo zwischen 100 und 200 Millionen Christen verfolgt werden; alle fünf Minuten wird ein Christ zum Märtyrer. Ungefähr 85% dieser Verfolgung erfolgt in mehrheitlich muslimischen Staaten. Im Jahr 1900 war der Nahe Osten zu 20% christlich. Heute sind es weniger als 2%.

In nur einer Woche setzte in Ägypten – aus dem meine Familie auswanderte – die Muslimbruderschaft eine Kristallnacht in Gang – sie führte Anschläge durch, zerstörte und/oder verbrannte 82 christliche Kirchen (von denen einige im 5. Jahrhundert gebaut wurden, als Ägypten noch ein mehrheitlich christliches Land war, vor den islamischen Eroberungen). Die schwarze Flagge der Al-Qaida ist auf Kirchen gehisst worden. Christen – einschließlich Priestern, Frauen und Kindern – sind angegriffen, enthauptet und getötet worden.

Die Verfolgung von Christen ist auch nicht auf Ägypten beschränkt. Von Marokko im Westen bis Indonesien im Osten und von Zentralasien im Norden bis ins Subsahara-Afrika im Süden, über tausende von Meilen Land, bewohnt von Völkern, die weder Rasse, Sprache, Kultur noch sozio-ökonomische Zustände teilen werden Millionen Christen verfolgt – nach den genau selben Mustern.

Muslimische Konvertiten zum Christentum und christliche Evangelisten werden angegriffen, inhaftiert und manchmal enthauptet; zahllose Kirchen überall in der islamischen Welt werden verboten oder mit Bomben angegriffen; christliche Frauen und Kinder werden entführt, versklavt, vergewaltigt und/oder gezwungen ihrem Glauben abzuschwören.

Weit davon entfernt diesen christlichen Opfern zu helfen, verschlimmert die US-Politik sogar ihre Leiden. Ob in Tunesien, Libyen, Ägypten oder Syrien und unter dem Mantel des von den USA unterstützten „Arabischen Frühlings“ sind die Dinge für Christen dramatisch schlechter geworden. In der Tat wurde gerade während einer Anhörung im Kongress offenbart, dass Tausende traumatisierter syrischer Christen – die, wie die irakischen Christen vor ihnen einen Massenexodus aus ihrem Heimatland durchmachen – fragten: „Warum befindet sich Amerika mit uns im Krieg?“

Die Antwort ist: Sehr wenige Amerikaner haben eine Ahnung, was mit ihren Glaubensgeschwistern geschieht.

Wenige Mainstream-Medien sprechen von der furchtbaren Verfolgung, die Millionen Menschen einfach deshalb erleben, weil sie in Frieden Christus anbeten wollen.

Es gibt natürlich einen sehr wichtigen Grund, dass die Mainstream-Medien die radikal-muslimische Christenverfolgung ignorieren: Wenn das volle Ausmaß dieses Phänomens jemals bekannt würde, würde viele Grundpfeiler der Mainstream-Medien – deren prominentester ist, dass Israel die Palästinenser unterdrückt – sofort zerbröseln. Warum? Weil radikal-muslimische Christenverfolgung dem ansonsten gut geölten Narrativ in die Parade fahren würde, das besagt, dass „radikal-mulimische Gewalt ein Produkt muslimischer Kränkungen ist“.

Überlegen Sie mal so: Weil der jüdische Staat stärker ist als die muslimischen Nachbarn, können die Medien islamische Terroristen leicht als frustrierte „Benachteiligt“ darstellen, die tun, was immer sie können, um „Gerechtigkeit“ zu erlangen. Egal, wie viele Raketen von der Hamas und der Hisbollah nach Tel Aviv geschossen werden und egal, wie antiisraelischer Blutdurst in radikalislamischen Begriffen zum Ausdruck gebracht wird, die Medien werden solche Feindschaft als eisernen Belegt dafür, dass die Palästinenser unter Israel derart unterdrückt werden, dass sie keine andere Wahl haben als sich auf Terrorismus zu verlegen.

Wenn aber radikale Muslime einen Freifahrtschein bekommen, wenn ihre Gewalt sich gegen diejenigen richtet, die stärker als sie sind, wie kann man dann ihre Gewalt vernünftig begründen, die sich gegen die richtet, die schwächer als sie sind – in diesem Fall Millionen einheimischer Christen?

Die Medien nicht einfach radikal-muslimische Christenverfolgung – die im Wesentlichen und in ihrer Form auf nicht provozierte Pogrome hinausläuft – als „Streit um Land“ oder ein Produkt von „Beschwerden“ darstellen (wenn überhaupt, dann sind es die geächteten und verfolgten christlichen Minderheiten, die Groll hegen sollten). Und weil die Medien radikalislamische Anschläge gegen Christen nicht durch das „Beschwerde“-Paradigma artikulieren können, das bei der Erklärung des arabisch-israelischen Konflikts so gut funktioniert, ist ihre wichtigste Zuflucht überhaupt nicht darüber zu berichten.

Kurz gesagt: Christenverfolgung ist die klarste Reflexion des radikalislamischen Vorherrschaftsdenkens. Die zahlenmäßig gewaltig unterlegenen und politisch marginalisierten Christen wollen in Frieden beten können und dennoch werden sie immer noch gejagt und angegriffen, ihre Kirchen niedergebrannt und zerstört, ihre Frauen und Kinder versklavt und vergewaltigt. Diese Christen sind in Rasse, Ethnie, nationaler Identität, Kultur und Sprache identisch zu ihren muslimischen Mitbürgern; es gibt keinen politischen Disput, keinen Streit um Land.

Das einzige Problem ist, dass sie Christen sind und deshalb, glauben Islamisten entsprechend ihrer Schriftauslegung, unterjocht werden müssen.

Würden die Mainstream-Medien ehrlich über die Christenverfolgung durch die radikalen Islamisten berichten, würden derart viele Grundpfeiler der den politischen Diskurs derzeit bestimmenden linken Darstellung zerbröseln, vor allem die Vorstellung, dass radikalislamische Intoleranz ein Produkt von „Beschwerden“ und dass Israel für allen jihadistischen Terror gegen sich selbst verantwortlich ist.

Jede Menge muslimische Militante – wo sind die Kirchen-Militanten?

23. Januar 2014 um 14:41 | Veröffentlicht in Christen+Kirchen, die Welt+Islam, die Welt+Nahost, Europa+Islam, Islamstaaten | 2 Kommentare
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Robin Mitchinson, The Commentator, 17. Januar 2014

Die Hölle würde losbrechen, wenn irgendjemand den Muslimen weltweit antun würde, was muslimische Extremisten Christen antun. Doch unsere Regierungen und die Kirche verschließen weitgehend die Augen.

Stellen Sie sich den Tumult vor, wenn nicht muslimische Länder Muslime mit dem Abfackeln von Moscheen, der Zerstörung heiliger Bücher und Reliquien, Entführungen und Morden verfolgen würden. Die Hölle würde ausbrechen. Botschaften würden in die Luft gejagt, Diplomaten ermordet und es gäbe allgemeines Chaos.

Es gäbe Massendemonstrationen in London, Bradford und anderen Orten mit großer muslimischer Konzentrierung. Es gäbe Empörung unter Politikern und Religiösen. Es gäbe wütende Verurteilungen der UNO und Resolutionen des Sicherheitsrats.

All dies geschieht in islamischen Ländern; Verfolgung von Christen grassiert. Es wird geschätzt, dass jedes Jahr über die letzten zehn Jahre 100.000 Christen vorwiegend in islamischen Ländern getötet worden sind.

Und wie sah die Reaktion in der christlichen Welt aus?

Es gab sie kaum; ein gleichgültiges Schulterzucken. Der Erzbischof von Canterbury hatte ein paar Worte über Christenverfolgung zu sagen. Das wurde weitgehend nicht berichtet – in einem Augenblick wurde die ganze Sache fallen gelassen. Ernsthafte Berichterstattung durch die Medien ist fast Null gewesen, abgesehen von den verheerenden Enthüllungen im The Commentator (Terror of Christian Coptic kids abducted in Egypt)

Die Church of England ist lediglich auf ihren Standardmodus der Konzentration auf modische Fragen zurückgefallen, die das liberal-linke Establishment wie homosexuelle Vikare und Bischöfinnen zufriedenstellt. Sie sollten selbst entscheiden, was Sie von solchen Dingen halten. Aber Mitchristen werden verstümmelt, getötet und entführt. Wie würden Ihre Prioritäten aussehen?

Die Kirchen geben den Palästinensern unbeschränkten und nicht hinterfragte Unterstützung, selbst wenn diese Bomben nach Israel schicken; und sie frönen in bösartiger Verurteilung Israels wegen dessen legitimer Selbstverteidigung.

Saudi-Arabien führt die Liste der [Christen] verfolgenden Länder an, obwohl das weitgehend als Unterdrückung sichtbar wird, die von der Drohung mit der Todesstrafe für Konvertiten und vom Glauben Abgefallene untermauert wird. Den Saudis folgen Afghanistan, der Irak, Somalia und die Malediven.

Der Arabische Frühling brachte den Christen keine Freude. Sie haben Ägypten in Scharen verlassen. Kirchen aus dem 5.Jahrhundert sind zerstört worden. Eine Hochzeitsgesellschaft in Kairo wurde bombardiert, was viele Tote verursachte. Es hat mehr als 500 Entführungen in einem einzigen Bezirk gegeben. Christen werden regelmäßig verprügelt und ihre Häuser zerstört.

Die neueste empörende Entwicklung ist die Entführung von Kinder zur Erpressung von Lösegeld geworden (s. Link oben). Dieses beläuft sich oft auf mehr als £100.000 und wenn es nicht gezahlt wird, findet man das Kind mit durchschnittener Kehle auf. Viele junge Christliche Frauen sind entführt, zum Übertritt [zum Islam] gezwungen und in Ehen verkauft worden.

Unter Sadam Hussein und Assad waren Christen allgemein sicher, jedenfalls vor religiöser Verfolgung. Der Golfkrieg und der syrische Aufstand hat dem ein Ende gesetzt. Der Westen ließ islamische Fundamentalisten los, weil den entsetzlichen Konsequenzen kein Gedanke geschenkt worden war, als sei 2003 bereits für alle offensichtlich sein konnten. Er hat auch keine Vorschläge für ein Syrien nach Assad oder viel zur Ermordung oder Zwangskonvertierung von Christen durch die Rebellen zu sagen, die Assad ablösen wollen.

Ich kann keinen substanziellen Hinweis auf einen führenden westlichen Politiker finden, der Pakistan wegen der Verurteilung von Asa Bibi zum Tode verurteilt, weil die es wagte aus einem Brunnen zu trinken und damit – als Christin – diesen für die wahren Gläubigen verunreinigte. Achtzig Christen wurden bei einem Gottesdienst in Peschawar mit einer einzelnen Bombe getötet. Mord, Vergewaltigung und Brandstiftung werden allgemein gegen pakistanische Christen unter Mitwisserschaft der Behörden eingesetzt. Auslandshilfen fließen weiterhin.

Riesige Anzahlen Christen sind seit dem Beginn des Bürgerkriegs in der ersten Hälfte der 1980-er Jahre getötet worden Boko Haram schwört das gesamte nördliche Nigeria von „Ungläubigen“ zu säubern.

Wo sind also die UNO-Resolutionen? Die Protestmärsche? Die Handelssanktionen? Die touristischen Boykotte?

Nur ein Narr würde das, was ich sage, als Aufruf an Christen interpretieren das Verhalten ihrer Verfolger nachzuahmen. Doch im Sinne einer energischen Kampagne, um den furchtbar dringend Unterstützung benötigenden Christen zu helfen, muss man fragen: Wo ist die Kämpfende Kirche?

Ausnutzung der Verfolgung von Christen zur Dämonisierung Israels

14. November 2013 um 14:30 | Veröffentlicht in die Welt+Islam, die Welt+Nahost, Geistesgrößen | Hinterlasse einen Kommentar
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Raymond Ibrahim, The American Thinker, 10. November 2013

Was ist schlimmer als das Schweigen der westlichen Christen zur muslimischen Verfolgung ihrer Glaubensgeschwister in der islamischen Welt? Die Antwort: Zynisch diese Verfolgung für eine politische Agenda auszunutzen – im Fall eines kürzlich veröffentlichten Artikels des Daily Beast, um am Staat Israel und seinen Unterstützern kein gutes Haar zu lassen.

Der Titel lautete „Why Won’t the West Defend Middle Eastern Christians?“ (Warum will der Westen die Christen des Nahen Ostens nicht verteidigen?) und wurde von Diarmaid MacCulloch geschrieben, einem Fellow am St. Cross College; der Artikel streift die Verfolgung von Christen, aber in erster Linie als Sprungbrett, um die Unterstützung Israels durch amerikanische Christen anzugreifen. Beachten Sie den folgenden Auszug:

… eines der Schweigen, die ich am frustrierendsten finde, ist genau der fehlende Lärm westlicher Christen zum Schicksal uralter Christenheiten im Nahen Osten. Im Kern des Problems im Nahen Osten befinden sich sieben Jahrzehnte ungelösten Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern[.]

Ja, westliches Schweigen zum Leid nahöstlicher Christen ist so real wie frustrierend. Aber wie genau ist MacCulloch in der Lage zu der Schlussfolgerung zu springen, dass der arabisch-israelische Konflikt „der Kern“ des Problems ist?

Was ist mit all den gut dokumentierten islamischen Doktrinen, die die Unterdrückung und Verfolgung von Christen und andern Nichtmuslimen kodifizieren?

Was ist mit der dokumentierten Tatsache, dass Christen unter dem Islam mehr als 1.300 Jahren vor der Existenz des Staates Israel verfolgt wurden – in völliger Übereinstimmung mit besagten Doktrinen?

Was ist mit der Tatsache, dass Christen derzeit in jeder Ecke der islamischen Welt verfolgt werden, wie es meine monatliche Serie „Muslim Persecution of Christians“ dokumentiert – darunter in so unterschiedlichen Ländern wie Pakistan, Indonesien, Kasachstan, den Philippinen und jeder Ecke Afrikas – und nicht nur im Nahen Osten?

Sicherlich ist dies – und nicht der winzige und relativ neue Staat Israel – der wahre „Kern des Problems“.

Natürlich kommen alle oben angeführten Punkte zur islamischen Feindschaft gegenüber Christen für Denker wie MacCulloch nicht in Betracht, denn sie porträtieren den Islam in einem negativen Licht und müssen deshalb falsch sein (für ausgiebige andere Dokumentation s. Crucified Again: Exposing Islam’s New War on Christians).

Stattdessen bietet MacCulloch politisch korrekte Textbaustein-Äußerungen wie „Christen sind die Sündenböcke für den Glauben einer extremistisch militanten Minderheit der Muslime, die ihre eigene Religion durch Intoleranz verraten und andere Muslime sich wegen dessen, was geschieht, beschämt sein lassen.“

Tatsächlich ist es MacCulloch, der sich selbst betrügt, indem er den Islam als „toleranten“ Glauben bezeichnet, wenn jedes mäßig objektive Lesen der Doktrin und Geschichte  – die sich in täglichen Schlagzeilen offenkundig gemacht – ohne Ausnahme das Gegenteil beweist.

Gleichermaßen kritisiert MacCulloch, statt nach dem Kern zu graben und die Wahrheit offenzulegen, die protestantische Eschatologie und die US-Unterstützung für Israel, deren Konsequenzen „für die traditionellen Christenheiten des Nahen Ostens besonders schlimm gewesen sind“.

Es wäre nützlicher und aufrichtiger gewesen, wenn er offenkundigere Fragen angesprochen hätte, zum Beispiel:

  • Als die Muslimbruderschaft und ihre Unterstützer in Ägypten rund 80 christliche Kirchen niederbrannte und Christen, einschließlich Kindern ermordete – ganz zu schweigen von all den anderen antichristlichen Gräueltaten, die sie davor beging und seitdem beging – war das wegen Israel oder wegen etwas Persönlicherem?
  • Wenn islamische Rebellen in Syrien Christen terrorisieren, ihre Priester und Pastoren enthaupten, christliche Kreuze zerbrechen und Ikonen zerschlagen – alles unter dem Skandieren islamischer Losungen – ist das wegen Israel oder wegen etwas Angeborenerem?
  • Wenn Muslime in Indonesien illegal Kirchen absperren, Christen dazu zwingen Weihnachten auf der Straße zu feiern – nur, damit sie mit Kuhmist und -Urin beworfen werden – ist das wegen Israel oder etwas tiefer Verwurzeltem?
  • Wenn die nigerianische islamische Gruppe Boko Haram hunderte Kirchen zerstört und tausende Christen abschlachtet und wenn an der anderen Seite Afrikas die somalische islamische Gruppe Al-Schabaab Konvertiten zum Christentum terrorisiert und enthauptet – geschieht das wegen Israel oder wegen etwas Dogmatischerem?
  • Wenn christliche Minderheiten im von der Hamas geführten Gazastreifen entführt und zum Übertritt zum Islam gezwungen werden, geschieht das wirklich wegen Israel oder wegen des Offensichtlichen?

MacCulloch hat mit einer Sache Recht: Viele Muslime hassen Israel. Aber dieser Hass ist – weit davon entfernt die Verfolgung von Christen auszulösen – genau genommen ein Nebenprodukt derselben Feindseligkeit, die das islamische Herrenmenschentum für alle Nichtmuslime hervorruft. Der Grund, dass sie für Israel viraler ist, ist, dass der jüdische Staat sich in einer einzigartigen Position der Autorität über Muslime befindet, anders als bei den verletzbaren christlichen Minderheiten (und vollständig erklärt in diesem Arikel).

Das Thema des Schweigens durchzieht MacCullochs Artikel im Daily BEast - insbesondere, dass westliche Christen zum Leiden ihrer verfolgten Geschwister schweigen. Dieses Schweigen ist wahr und Besorgnis erregend – und gewiss machen sich viele amerikanische protestantische Großkirchen-Denominationen hier schuldig.

Statt jedoch das Leiden der christlichen Minderheiten einfach auszunutzen, um Israel zum Sündenbock zu machen – ironischerweise einen Staat, der sich in einem existenziellen Kampf gegen genau dieselbe Ideologie und Kräfte befindet, die die Christen verfolgt – wäre es für MacCulloch selbst besser gewesen er hätte geschwiegen.

Abschaffung der christlichen Wertekultur

24. Oktober 2013 um 8:15 | Veröffentlicht in Deutschland, Gesellschaftspolitik | 22 Kommentare
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Ulrich Sahm, 23. Oktober 2013 (direkt vom Autor)

Weihnachtliche Kinderbilder, aber bitte ohne „Christliches“.

Eine große Stadt in Deutschland hat dieser Tage Pflegeltern offiziell aufgefordert, „weltanschaulich neutrale“ Weihnachts- Kinderbilder für eine öffentliche Präsentation beizusteuern. Gleiche Regeln gelten auch in Schweizer Schulen, wie der Tagesanzeiger schon 2009 berichtete.

An dem Treffen teilnehmende Pflegeeltern rätselten, wie dieser „kultursensible“ Auftrag ausgeführt werden könne. Das Jesuskind in der Krippe, Maria und Josef, der Weihnachtsstern von Bethlehem und sogar eine Kerze seien nicht akzeptabel, weil deutlich christliche Symbole. Die Idee der Darstellung eines jüdischen Hanukka-Leuchters, dessen 8 Kerzen in der Weihnachtszeit im Rahmen des jüdischen Lichterfestes angezündet werden, wurde auch verworfen, weil ebenfalls weltanschaulich nicht neutral. Ein Teilnehmer kam schließlich auf die Idee, die Kinder einen Coca Cola Lastwagen malen zu lassen. Schließlich war die Farbe des Weihnachtsmann-Mantels ursprünglich und bis heute ein Markenzeichen des amerikanischen Getränkeherstellers.

Die Idee, schon Kinder im Rahmen der öffentliche Bildung „weltanschaulich neutral“ zu erziehen und ein eindeutig religiöses Fest auf Bildern, aber ohne seine Symbole darzustellen, ist recht originell, offenbar aus Rücksicht auf muslimische Kinder.

Eine Tagesmutter erzählt: „Jeden Donnerstag singe ich mit einer Kita-Gruppe. 20 Kinder aus 9 Nationen. Freche Lieder- ernste Lieder, deutsch, englisch, französisch, senegalesisch- was halt gerade passt und Spaß macht. Nun will die Kita Martini vorbereiten. Ich sortiere also meine Liederschätze für Herbst und Winter und erfahre: Nichts Religiöses… bitte ausschließlich Laternenlieder und für den Advent bitte ohne Jesus, Maria und Josef. In der nächsten Singstunde zeigt mir ein kleines chinesisches Mädchen, dass es auch anders geht. Es sagt, dass es ein Lied kenne, was wir noch nicht gesungen hätten…und fängt ganz leise an: “Weist du wie viel Sternlein stehen…” in dem Moment ist mir alles egal- ich pfeif auf Political Correctness und singe mit dem Kind zusammen weiter: ” Gott der Herr hat sie gezählet, dass ihm auch nicht eines fehlet…” Die Anderen hören zu… Die Kindergärtnerin fragt leise: “Hast du das von deiner Mutter?” – „Nein“ antwortet die Kleine, „meine Mutter kann doch kein Deutsch…“

Der Tagesanzeiger veröffentlichte Beispiele für Lieder, die von Jesus handeln und deshalb die religiöse Freiheit nicht-christlicher Kinder tangieren könnten:

- Alle Jahre wieder
- Der Heiland ist geboren
- Es ist ein Ros entsprungen
- Ihr Kinderlein kommet
- O du selige Nacht
- Stille Nacht, heilige Nacht

Weniger unumstritten sind Lieder ohne Jesus, beispielsweise „O Tannenbaum“.

Die Regeln sind in der Neufassung des Schulgesetzes von Bremen vom 28. Juni 2005 im Paragrafen 59b Abs. 4 festgeschrieben. Da steht: „Die öffentlichen Schulen haben religiöse und weltanschauliche Neutralität zu wahren. Dieser Verpflichtung muss das Verhalten der Lehr- und Betreuungskräfte in der Schule gerecht werden. Die Lehrkräfte und das betreuende Personal müssen in jedem Fach auf die religiösen und weltanschaulichen Empfindungen aller Schülerinnen und Schüler sowie auf das Recht der Erziehungsberechtigten Rücksicht nehmen, ihren Kindern in Glaubens- und Weltanschauungsfragen Überzeugungen zu vermitteln. Diese Pflichten der Lehrkräfte und des betreuenden Personals erstrecken sich auf die Art und Weise einer Kundgabe des eigenen Bekenntnisses. Auch das äußere Erscheinungsbild der Lehrkräfte und des betreuenden Personals darf in der Schule nicht dazu geeignet sein, die religiösen und weltanschaulichen Empfindungen der Schülerinnen und Schüler und der Erziehungsberechtigten zu stören oder Spannungen, die den Schulfrieden durch Verletzung der religiösen und weltanschaulichen Neutralität gefährden, in die Schule zu tragen.“

Es bleibt ein Trost: Wenn irgendwann kein deutsches Kind mehr christliche Lieder singen kann und niemand mehr weiß, warum wir Weihnachten feiern, können wir ja immer noch die Chinesen fragen.

(c) Ulrich W. Sahm

Ist Israel zu dämonisieren wichtiger als verfolgte Christen zu verteidigen?

16. Oktober 2013 um 13:29 | Veröffentlicht in Christen+Kirchen, Nahost | 2 Kommentare
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Michael Curtis, The American Thinker, 7. Oktober 2013

Es ist weiter eine Quelle der Verwunderung, dass die großen christlichen Kirchen im Westen und im Nahen Osten dem Leid der Christen und der Vernichtung ihrer Kirchen in arabischen und muslimischen Ländern so wenig – wenn überhaupt – Aufmerksam schenken. Sie ziehen es derart vollständig vor sich auf die „Unterdrückung der Palästinenser“ zu konzentrieren, dass sie für die wirklichen Tragödien blind sind. Dieses kurzsichtige Fehlen des Wahrnehmungsvermögens ist für einen beträchtlichen Teil der Anglikanischen Kirche typisch gewesen; ebenso für die Presbyterianische Kirche in den USA, den National Council of Churches, die Holy Land Christian Ecumenical Foundation, den Ökumenischen Rat der Kirchen (Weltkirchenrat) und einige christliche NGOs, deren Kurzsichtigkeit sich auf De-Investitionen von Israel oder die Verurteilung des Staates beschränkt.

Das jüngste Beispiel dieser Feindseligkeit wurde im August 2013 zur Schau gestellt, auf dem Greenbelt Christian Festival, das am Cheltenham Racecourse in England stattfand. Dieses Fest der „Künste, des Glaubens und der Gerechtigkeit“ wird jährlich seit 1974 veranstaltet und ist praktisch ein Sommerlager für junge Christen. Allerdings ist es mit dem Anspruch für Christen und Muslime zu sprechen, die einen Glauben an die „tief verwurzelte Geschichte“ und die „natürlichen Rechte“ der Palästinenser am Land Palästina teilen, zu einem weiteren Forum für antiisraelische Botschaften geworden. Dieses Jahr startete das Fest „Kairos Britain“, eine pro-palästinensische christliche Bewegung, die ihre Motivation aus dem 2009 veröffentlichten Dokument Kairos Palestine Document: a Moment of Truth der ökumenischen Bewegung Sabeel aus Patriarchen und Kirchenleitern in Jerusalem zieht; das Kairos-Dokument fordert Israel zu boykottieren, Investitionen abzuziehen und Sanktionen zu verhängen (BDS) und hat Israel als Apartheidstaat dargestellt.

Einige extremistische katholische Leiter sind denselben Weg der Feindschaft gegenüber Israel und totaler Gleichgültigkeit gegenüber muslimischer Aggression gegen Christen gegangen. Ein bemerkenswertes Beispiel war die Erklärung von acht Bischöfen aus Nordamerika und Europa vom Januar 2011, die den Gazastreifen besuchten. Die frappierendsten Kommentare machten der französische Erzbischof Michael Dubost und William Kenney, Auxiliary Bishop in Birmingham (England). Dubost sagte der Bevölkerung des Gazastreifens: „Ich bat die Häftlinge im größten Gefängnis in Europa [in seiner Stadt, Evry] für euch zu beten.“ Das implizierte, dass Israel ein noch schlimmeres Gefängnis sei. Kenney informierte seine Gemeinde: „Ich bin gerade von einem Besuch des größten Freiluftgefängnisses der Welt zurückgekommen, Bethlehem und dem Gazastreifen.“

Das Desinteresse an den Realitäten des Umgangs mit Mitchristen, während man sich auf die Kritik an Israel konzentriert, trifft gleichermaßen auf arabisch-christliche Leiter im Nahen Osten zu, die wegen dieser Übergriffe spürbar beklommen sein müssten, aber wenig Eifer zeigen, den diese erleidenden Christen zu helfen.

Die Tatsachen der Christenverfolgung im Nahen Osten wie auch in Nigeria, Uganda und Pakistan könnten nicht klare sein. Mutige christliche Leiter wie Naim Khoury haben wegen Kritik an muslimischem Verhalten gelitten. Auf seine Kirche gab es 14 Bombenanschläge durch, wie er es nennt, „extremistische Hamas-Fundamentalisten“. Seit die Hamas 2007 die Macht im Gazastreifen an sich riss, ist die christliche Bevölkerung auf rund 1.500 geschrumpft, weniger als die Hälfte der Anzahl von vor einem Jahrzehnt. Eine noch gewissenloseres Verhalten ist die Nutzung christlicher Häuser durch palästinensische Terroristen gewesen, deren Heckenschützen von dort aus auf den Jerusalemer Vorort Gilo schossen.

Im Irak sind mehr als eine Million Christen, deren Familien seit Jahrhunderten in der Gegend leben, vom islamischen Terrorismus gezwungen worden aus ihren Häusern zu fliehen. Eine einst 1,4 Millionen zählende christliche Bevölkerung ist inzwischen auf weniger als 400.000 geschrumpft. Beim Anschlag vom Oktober 2010 auf die Kirche in Bagdad wurden mehr als 50 Betende getötet und viele mehr verletzt. In Ägypten sind wohl bis zu 100.000 christliche Kopten geflohen, seit Präsident Mubarak im Juni 2012 stürzte und daraufhin im Land Gewalt einsetzte. Rund 100 Kirchen sind in Ägypten geplündert oder abgebrannt worden; Christen haben Anschläge nicht nur auf Kirchen und Klöster erlitten, sondern auch auf ihre Geschäfte, Schulen und Vereine.

Der vielleicht aufschlussreichste Kommentar zum Schicksal der Christen ist ihr Verschwinden aus Bethlehem. Die Stadt steht seit 1995 unter palästinensischer Zivilkontrolle; diese hat die Bevölkerungsstruktur durch Veränderung der Stadtgrenzen modifiziert und zur derzeitigen Bevölkerung gehören 20.000 Christen, ein Drittel der Gesamtbevölkerung. Vor zwei Jahrzehnten betrug der Anteil der Christen 75%. In der Westbank als Ganzem gibt es nur 50.000 Christen, weniger als 3 Prozent der Gesamtbevölkerung – ein Rückgang, der teilweise der niedrigen Geburtenrate geschuldet ist, aber hauptsächlich der Emigration der Christen aus der Gegend.

Die vorrangige Ironie besteht darin, dass Israel das einzige Land im Nahen Osten ist, in dem Menschen aller Religionen ihren Glauben frei praktizieren können; und es ist das einzige Land, in dem die Zahl der Christen zugenommen hat. Während Bethlehem seine Christen verliert, nimmt die christliche Bevölkerung der israelische-arabischen Stadt Nazareth zu.

Statt dass die christlichen Leiter, die arabischen wie die westlichen, Empörung über Verfolgung zum Ausdruck bringen, gibt es Funkstille – außer für die Behauptung, dass Israel für die Notlage der Palästinenser verantwortlich ist. Prominente palästinensische Christen wie Naim Ateek, Mitri Raheb, Michel Sabbah und Fuad Twai drücken auf ähnliche Weise das Argument aus, Israel für das Leiden im Nahen Osten verantwortlich und dass der jüdische Staat für die Abnahme der Christenheit verantwortlich sei.

Naim Ateek, ein arabischer Staatsbürger Israels, ist der Domherr der St. George-Kathedrale in Jerusalem und leitet jetzt das Sabeel Ecumenical Liberation Theology Center in Jerusalem, das sich der Befreiung der Palästinenser verschrieben hat. Einige seiner Äußerungen bieten aufgrund ihrer übertriebenen Sprache interessanten Lesestoff. In einer Weihnachtsbotschaft des Jahres 2000 – ironischerweise zu einem Zeitpunkt, als Yassir Arafat die Gewalt der zweiten Intifada gegen Israel anzettelte, sagte er seiner Gemeinde: „Der Staat Israel hat brutal Hunderte Menschen niedergeschossen und Tausende verletzt, deren einziges Verbrechen ihr Wünsch nach einem Leben in Freiheit und die Unabhängigkeit ihres Landes von der unterdrückerischen Besatzung ist… Die Besatzung ist bösartig und gewalttätig. Das ist Apartheid in ihrer übelsten Form.“

Jeder objektive Beobachter muss Ateeks extreme Rhetorik schockierend und erschreckend finden. In einer Osterbotschaft vom April 2001 merkte Ateek an: „In dieser Jahreszeit, der Fastenzeit, scheint es vielen von uns, dass Jesus wieder am Kreuz hängt, zusammen mit Tausenden gekreuzigten Palästinenser uns ich her… Das Kreuzigungssystem der israelischen Regierung arbeitet tagtäglich.“

Ateeks jüngere Äußerungen führen diese Feindseligkeit weiter. Auf der 8. Internationalen Sabeel-Konferenz im Februar 2011 in Bethlehem erklärte er: „Die Gründung Israels war ein Rückfall in die primitivsten Konzepte eines exklusiven Stammesgottes.“ Ateek hat von der Notwendigkeit gesprochen die Schlacht in Washington zu gewinnen. In einer Äußerung aus dem Jahr 2011, die Präsident Obama vielleicht verwirren wird, sagte er, die Israel-Lobby habe „die amerikanische Außenpolitik beschlagnahmt“.

Ateeks Sabeel Center veranstaltet jährliche internationale Konferenzen. Zu den bisherigen gehörten bekannte Kritiker Israels: Erzbischof Desmond Tutu, Edward Said und Rashid Khalidi (jetzt an der Columbia University). Man sollte nicht erwarten, dass von der nächsten Sabeel-Konferenz – sie findet am 20. November 2013 in Jerusalem statt – Weisheitsperlen oder auch nur Versöhnliches ausgehen; der erste Tagesordnungspunkt lautet „Die Besatzung der Bibel und Palästinas“.

Eine zweite Person, die den bedauerlichen Antagonoismus gegenüber Israel illustrieren kann, sit Fuad Twai, der jordanische Erzbischof der katholischen Kirche; seit 2008 ist er der lateinische Patriarch von Jerusalem und außerdem der Repräsentant des Vatikan in Israel. In einem Interview mit Die Tagespost vom 20. März 2012 sagte er: „Israels Existenz als solche hat nichts mit der Bibel zu tun… Das Konzept des verheißenen Landes kann nicht als Grundlage zur Rechtfertigung der Rückkehr der Juden nach Israel und die Vertreibung der Palästinenser verwendet werden.“ Ein anderes Mal verurteilte er „die Judaisierung Jerusalems“.

Man kann ermessen, dass Christen im Nahen Osten vor muslimischen Einstellungen ihnen gegenüber Angst haben und glauben, dass Schweigen die weiseste Option ist. Das entschuldigt aber nicht den Widerwillen und das Versagen der Kirchenleiter dort und im Westen die Probleme der islamistischen Gewalt gegen Christen anzusprechen. Es ist höchste Zeit, dass diese Leiter ihre Ansichten zum Leiden der Christen in arabischen und muslimischen Ländern offen äußern.

 

Inhaltlich passend:
- Kairos Palästina: Vom Geflunker zum Größenwahn
- Protestanten und Israel – die Diskussion um das Kairos-Dokument
- Sabeel: eine einflussreiche christliche, antizionistische Organisation

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