Die 9 Top-Medienmythen zu Gaza

31. Juli 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost | Hinterlasse einen Kommentar
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CAMERA, 21.Juli 2014

Während die israelische Bodenoffensive jetzt im Gazastreifen im Gang ist – als Reaktion auf pausenlose Angriffe der Hamas – werden die üblichen Medienmythen und -Falschdarstellungen zum Gazastreifen wieder recycelt sowie ein paar neue ins Spiel gebracht. Hier folgen ein paar der Schlüsselmythen, gesammelt aus aktueller Berichterstattung und solcher der Vergangenheit:

Mythos: Es stimmt, das die Palästinenser im Gazastreifen Israel mit wahllosem Raketenfeuer angreifen, aber welche andere Antwort haben sie auf Israels erstickende Blockade?

Israelische Führungspolitiker, angefangen bei Premierminister Netanyahu, glauben, dass der Weg ihre Bürger zu schützen, darin besteht in den Gazastreifen einzudringen und Tunnel zu sprengen – und dass, wenn Zivilisten und Kinder im Gazastreifen sterben, das traurig aber unvermeidbar ist. Und einige Gazaner finden, dass sie sich bereits in einem Freiluftgefängnis befinden, das israelische Embargo sie erstickt und die einzige Möglichkeit das zu ändern, darin besteht Raketen zu schießen – und wenn einige israelische Kinder sterben, dann ist das schade, aber es sterben bereits mehr als hundertmal so viele palästinensische Kinder. (Nicholas Kristof, New York Times, 20, Juli 2014: Who’s Right and Wrong in the Middle East?)

Natürlich gab es keine sterbenden palästinensischen Kinder als Ergebnis der Einschränkungen Israels für den Gazastreifen, da Israel sehr darauf geachtet hat mehr als ausreichend Lebensmittel und Medikamente hineinzulassen. Doch darüber hinaus ist Kristofs Behauptung, der einzige Weg der Palästinenser das „erstickende israelische Embargo“ zu beenden (um seine Worte zu benutzen) bestünde im Schießen von Raketen.

Was Kristof und diejenigen, die ähnlich reden, ignorieren – oder einfach nicht wissen: Bevor es einen Raketenangriff und andere Terroranschläge der den Gazastreifen regierenden Hamas gab, gab es kein „Embargo“, so wie es kein Embargo in der Westbank gibt.

Raketen sind also nicht die Antwort auf das Embargo, sie sind die Ursache für das Embargo.

Die Washington Post berichtete so z.B. am 20. September 2007 über das Embargo:

Jerusalem, 19. September – Israels Sicherheitskabinett erklärte am Mittwoch den Gazastreifen zu „Feindgebiet“ und sagte, es werden anfangen Strom und Treibstofflieferungen für das von der Hamas geleitet Territorium kürzen, im Versuch das fast tägliche Raketenfeuer nach Israel zu stoppen.

Mythos: Durch seine typisch kurzsichtige Politik ermutigte Israel bewusst das Wachsen der Hamas.

Immerhin war es Israel selbst, das half die Hamas und ihre Vorgänger in den 1970-er und 1980-er Jahren zu hegen Der verstorbene Eyad El-Sarraj, en prominente Psychiater in Gaza, warnte Israels Gouverneur, er „spiele mit dem Feuer“, indem er religiöse Militante fördere. Nach Angaben des Buches „Hamas“ von Beverley Milton-Edwards und Stephen Farrell antwortete der Gouverneur: „Machen Sie sich keine Sorgen, wir wissen, wir damit umzugehen haben. Unser Feind heute ist die PLO.“ (Nicholas Kristof, New York Times, 16. Juli 2014)

Fakt: Israel hat die Hamas ihren islamistischen Rivalen Islamischen Jihad niemals gefördert. Israel unterstützte den Bau von Kliniken, Moscheen und Religionsschulen in den Gebieten, weil es dazu nach den Haager Bestimmungen und den Genfer Konventionen verpflichtet war; diese fordern, dass in den Territorien eingesammelte Steuern für deren Nutzen verwendet werden und dass bestehende Gesetze, zu denen die Finanzierung religiöser Institutionen zählt, beibehalten werden. Zu den Gruppen, mit denen die Regierung desbezüglich kooperierte, gehörte die sogenannte Muslimbruderschaft, eine gemeinnützige Organisation, die in Gaza registriert war. Die Muslimbruderschaft lehnte in diesen Tagen zwar die Existenz Israel ab, war aber ausdrücklich nicht gewalttätig und glaubte, dass die islamische Gesellschaft langfristig gestärkt werden müsse, bevor irgendein Konflikt mit Israel initiiert werden konnte. (s. z.B. Ziad Abu-Amr: Islamic Fundamentalism in the West Bank and Gaza)

Im Gegensatz dazu war der Islamische Jihad seit seiner Gründung 1980 ausdrücklich auf Gewalt ausgerichtet und forderte den sofortigen Jihad gegen Israel; er zeigte wenig Interesse am Aufbau sozialer Einrichtungen. Tatsächlich wurde er aus Frust über die nicht gewalttätige Politik er Muslimbruderschaft gegründet. Fathi Shikaki, der Gründer des Islamischen Jihad, wurde 1983 und noch einmal 1986 verhaftet und dann 1988 in den Libanon deportiert (Islamic Fundamentalism, S. 93-94). Klingt das nach Förderung durch die Israelis, die Kristof so töricht wiederholt?

Als die Intifada begann, fürchtete die Muslimbruderschaft Verlust von Einfluss und Popularität an den Islamischen Jihad, der die Bewegung offen wegen ihrer nicht gewalttätigen Haltung verhöhnte. Als Reaktion schuf die Muslimbruderschaft unter Führung von Scheik Ahme Yassin am 9. Dezember 1987 eine Untergruppe, die sich schließlich Hamas nannte und die mit dem Islamischen Jihad bei der Ermordung von Israelis konkurrieren sollte. Das heißt, dass – entgegen Kristof, die Hamas bis 1988 praktisch nicht existierte und Israel nie mit ihr kooperierte.

Mythos: Israel und die Vereinigten Staaten halfen den Krieg in Gaza zu verursachen, indem sie nach der palästinensischen Aussöhnung die Zahlung der Gehälter der öffentlichen Angestellten der Hamas im Gazastreifen ablehnten.

Die unmittelbarste Ursache dieses aktuellen Krieges ist ignorierte worden: Israel und ein Großteil der internationalen Gemeinschaft legten der Anfang Juni gebildeten palästinensischen Regierung des „nationalen Konsens“ untragbare Hindernisse in den Weg.

Israel versuchte sofort die Aussöhnungsvereinbarung zu untergraben, indem es die Hamasführer und die Einwohner des Gazastreifens daran hinderte die beiden wichtigsten Vorteile des Handels zu gewinnen: Die Zahlung der Gehälter an 43.000 Regierungsbedienstete, die für die Hamas-Regierung arbeiteten… (Nathan Thrall, New York Times, 17. Juli 2014)

Fakt: Es war PA-Chef Mahmud Abbas, der gegen die Zahlung der Gehälter an die Hamas-Angestellten war; das zeigen zahlreiche Presseberichte. AP schrieb z.B.:

Anfang dieser Woche deutete Abbas an, dass er keine Eile hat die Hamas-Loyalen zu bezahlen. Er sagte, Hamas solle weiter ihre Gehälter zahlen, „bis wir uns auf eine Lösung einigen“. Er kritisierte zudem die Proteste der Hamas-Loyalen wegen der Gehälterfrage und sagte, das sei „ein schlechtes Zeichen“. (AP, 9. Juni 2014)

Mythos: Weil viel mehr Einwohner des Gazastreifens als Israelis getötet worden sind, ist das israelische Handeln „unverhältnismäßig“.

Sehen Sie, wenn Militante im Gazastreifen Raketen nach Israel schießen, dann hat Israel das Recht zu reagieren, aber im selben Verhältnis. Mehr als 200 Gazaner sind getötet worden, drei Viertel davon Zivilisten, sagen die Vertreter der UNO; ein Israeli wurde getötet. (Nicholas Kristof, New York Times, 16. July 2014)

[Israel] verursacht ein riesiges und unverhältnismäßiges Level ziviler Verluste im Gazastreifen. (Christiane Amanpour CNN, 4. Januar 2009)

Die Beschießung von Zivilisten, ob durch die Hamas oder durch Israel, ist möglicherweise ein Kriegsverbrechen. Jedes menschliche Leben ist wertvoll. Doch die Zahlen sprechen für sich: Fast 700 Palästinenser, die meisten davon Zivilisten, sind seit Ausbruch des Konflikts Ende letzten Jahres getötet worden. Im Gegensatz dazu sind etwa ein Dutzend Israelis getötet worden, viele davon Soldaten. (Rashid Khalidi, What You Don’t Know About Gaza , New York Times Op-Ed, 8. Januar 2009)

Fakt: Erstens waren anders als Khalidi damals schrieb drei Viertel der zu diesem Zeitpunkt getöteten Palästinenser Kombattanten, nicht Zivilisten, darunter 290 Hamas-Kombattanten, die besonders identifiziert worden waren.

Darüber hinaus ist es unmöglich Schlussfolgerungen über Recht oder Unrecht aufgrund der Zahl der Getöteten zu erreichen. Bedenken Sie, dass der japanische Angriff auf Pearl Harbor rund 3.000 Amerikaner tötete. Folgt daraus, dass die USA ihren Gegenangriff gegen die japanischen Streitkräfte hätten beenden sollen, sobald eine gleiche Anzahl Japaner getötet worden war? Da sie das nicht machten: Heißt das, dass die USA unverhältnismäßig, in Verletzung des internationalen Rechts oder gar unmoralisch handelten und dass die Japaner die benachteiligte Seite war? Die Antwort darauf ist ein klares Nein.

Führt man das weiter, dann wurden auf dem pazifischen Kriegsschauplatz im Zweiten Weltkrieg mehr als 2,7 Millionen Japaner getötet, darunter 580.000 Zivilisten, demgegenüber 106.000 Amerikaner, die riesige Mehrheit davon Kombattanten. Folgt dann daraus, dass Japan im Recht war und Amerika im Unrecht? Wieder ist die klare Antwort: Nein. Einfach mehr Tote auf der eigenen Seite zu haben gibt dir nicht Recht.

Verhältnismäßigkeit in dem von Nicolas Kristof und vor ihm von Christiane Amanpour und Rashid Khalidi verwendeten Sinn ist bedeutungslos.

Mythos: Israels Handeln ist illegal, da das internationale Recht Verhältnismäßigkeit fordert.

Das internationale Recht … fordert das Element der Verhältnismäßigkeit. Gibt es einen Konflikt zwischen Nationen oder Staaten, dann gibt es ein Gefühl der Proportionalität. Man kann nicht hingehen und 3000 Palästinenser töten und verletzen, wenn man auf der anderen Seite vier getötete Israelis hat. Das ist unmoralisch, das ist illegal. Und das ist nicht richtig. Und es sollte gestoppt werden. (Dr. Riyad Mansour, Palestinian ambassador to the United Nations, CNN, 3. Januar 2009)

Anwalt Salah Abdul Ati, Direktor der Independent Commission for Human Rights, sgate, die israelische Aggression gegen den Gazastreifen stelle Kriegsverbrechen und massive Verletzungen der Menschenrechte dar, was Strafverfolgung erfordert und dass zur Rechenschaft gezogen wird. (Al Monitor, 11. Juli 2014)

Fakt: Verhältnismäßigkeit im Kriegsrecht hat nichts mit der relativen Zahl der Opfer auf beiden Seiten zu tun. Vielmehr bezieht sie sich auf den militärischen Wert des Ziels (wie viel Folgen würde die Zerstörung des Ziels auf den Ausgang der Schlacht oder des Krieges haben) im Verhältnis zu der erwarteten Bedrohung für das Leben oder Eigentum der Zivilisten. Wenn das Ziel von hohem militärischen Wert ist, kann es auch angegriffen werden, wenn es so scheint, dass es dabei einige zivile Opfer geben wird.

Was „verhältnismäßig“ sein soll (der Begriff wird in den entsprechenden Konventionen nicht einmal verwendet), ist der militärische Wert des Ziels gegenüber dem Risiko für die Zivilisten.

Insbesondere Artikel 51 des Protokolls 1 des Zusatzes zur Genfer Konvention von 1977 verbietet als willkürlich:

5(b) einen Angriff, von dem erwartet werden kann, dass er Nebenverluste an zivilem Leben, verletzte Zivilisten, Schaden an zivilen Objekten oder eine Kombination davon verursacht, die in Bezug auf den konkreten und erwarteten militärischen Vorteil übertrieben ist.

Nach diesem Maßstab schienen Israels Bemühungen Raketen zu zerstören, bevor sie auf israelische Zivilisten geschossen werden können, selbst wenn das palästinensische Zivilisten Risiken aussetzt, dem Kriegsrecht perfekt zu entsprechen. Es gibt keine Anforderung, dass Israel das Leben seiner eigenen Bürger in Gefahr bringt, um das der palästinensischen Zivilisten zu schützen.

Mythos: Die Hamas hat keine andere Wahl als Waffen und Kämpfer in bevölkerten Gebieten zu stationieren, das der Gazastreifen so überfüllt ist, dass es nur dort geht.

[Hamas hat keine andere Wohl Der Gazastreifen ist so groß wie Detroit. Und hier leben 1,5 Millionen, wo es keinen Platz gibt, um sie von woanders zu schießen, als aus der Bevölkerung heraus. (Taghreed El-Khodary, New York Times Gaza reporter, on CNN, 1. Januar 2009)

Fakt: Es gibt sogar jede Menge offenes Gelände im Gazastreifen, einschließlich der leeren Stellen, an denen einst die israelischen Siedlungen standen. Die vom Reporter der Times nachgeplapperte Behauptung der Hamas ist Unsinn.

Darüber hinaus ist die eigenen Zivilisten um oder nahe an ein militärisches Ziel zu stellen, um als „menschliche Schutzschilde“ zu dienen, von der Vierten Genfer Konvention verboten:

Art. 28: Die Anwesenheit einer geschützten Person darf nicht genutzt werden, um bestimmte Punkte oder Gebiete für militärische Operationen immun zu machen.

Artikel 58 des Protokolls 1 des Zusatzes zur Genfer Konvention von 1977 (die die PA anerkannt hat) geht diesbezüglich noch weiter und fordert, dass die Hamas palästinensische Zivilisten aus dem Umfeld ihrer militärischen Einrichtungen entfernt, zu denen jeder Ort gehört, an dem Waffen, Mörsergranaten, Bomben und ähnliches hergestellt, gelagert oder von wo aus diese verschossen werden, ebenso von jeden Ort, an dem Kämpfer trainieren, sich sammeln oder verstecken. Hier ist der Text, der die Konfliktparteien auffordert,

(a) … sich zu bemühen die Zivilbevölkerung, einzelne Zivilisten und zivile Objekte unter ihrer Kontrolle aus der Umgebung militärischer Objekte zu entfernen;

(b) es zu vermeiden militärische Objekte in oder nahe dicht besiedelte Bereiche zu stationieren;

(c) alles weiteren notwendigen Vorkehrungen zu treffen, um die Zivilbevölkerung, Einzelpersonen und zivile Objekte unter ihrer Kontrolle gegen die Gefahren zu schützen, die von militärischen Operationen ausgehen.

Selbst die UNRWA trug ihre Meinung dazu bei, als sie am 17. Juli die „Gruppe oder Gruppen“ verurteilte, die Raketen in einer von der UNO betriebenen Schule in Gaza versteckt hatte.

Die Hamas als defacto-Regierung im Gazastreifen ist für die in zivilen Gebäuden und Bereichen versteckten Raketen und andere Waffen verantwortlich und hat eindeutig alle drei der oben angeführten Bestimmungen verletzt.

Mythos: Israel ist im Unrecht, wie les nicht fair kämpft: Es hat eine Raketenabwehr und Bunker, die Palästinenser aber nicht.

Ben Wedeman, leitender internationaler CNN-Korrespondent: Es wird noch viel schlimmer. Hier im Gazastreifen ist es bereits schlimm, Erin wir haben nach Angaben unserer Quellen derzeit eine Zahl von 113 Toten. Wenn man im Hinterkopf behält, dass die Palästinenser natürlich kein System Eiserne Kuppel haben, das die israelischen Raketen vom Einschlag abhält, gibt es für die Zivilisten hier keine Luftschutzsirenen, die die Leute vor einfliegenden Angriffen warnen. Es gibt keine Bunker. Es gibt Luftschutzräume, es gibt nichts, wo man sich verbergen kann. (CNN, 11. Juli 2014)

Fakt: Warum hat die Hamas keine Bunker für die Zivilisten im Gazastreifen gebaut? Wer hält sie davon ab? Die Hamas hat riesige Mengen Zement importiert, doch dieser wurde dem zivilien Sektor gewaltsam abgezogen und stattdessen für den Bau von Bunkern und Tunneln für Hamasführer und -kämpfer verwendet, ebenso für die Positionen versteckter Raketenabschussrampen und unterirdischen Lagern voller Waffen, einschließlich Langstreckenraketen.

Dass andererseits Israel seit den frühen 1990-er Jahren verlangt, dass alle neuen Häuser einen sicheren, armierten Raum haben und der Bau von (oft rudimentären) Luftschutzräumen in den Gemeinden nahe des Gazastreifens hat geholfen israelische Zivilisten vor Hamas-Angriffe zu schützen, allerdings zu Kosten von mehr als einer Milliarde Dollar.

Es ist schon ironische, dass Israel für erfolgreichen Schutz seiner Zivilisten durch Befolgung des internationalen Rechts kritisiert wird, während man die Hamas als Opfer darstellt, weil sie genau dieses internationale Recht verletzt.

Mythos: Der Gazastreifen ist eines der „am dichtesten besiedelten Gebiete“ der Erde.

Kritiker sagen Israels schwere Bombardierung eines der am dichtesten besiedelten Gebiete der Welt ist an sich der Hauptfaktor dafür, dass die Zivilisten gefährdet sind. Sarit Michaeli von der israelischen Menschenrechtsgruppe B’Tselem sagte, dass zwar menschliche Schutzschilde zu nutzen das internationale Menschenrecht verletzt, dies aber „Israel nicht die Rechtfertigung gibt das internationale Menschenrecht auch zu verletzen“. (AP via Politico, 12. Juli 2014)

Fakt: Der Gazastreifen ist weit davon entfernt das am dichtesten besiedelte Territorium der Welt zu sein – viele Orte der Welt, einige reich und andere sehr arm, sind dichter besiedelt als der Gazastreifen. Nur einige Beispiele:

Bereich Bevölkerungsdichte
(Personen / Quadratmeile)
Gazastreifen 8.666
Washington DC 9.176
Gribraltar 11.990
Singapur 17.751
Hong Kong 17.833
Monaco 41.608
Macau 71.466
Kairo 82.893
Kalkutta 108.005
Manila 113.810
Quellen: Statistical Abstract of the United States, 2004-2005, Tabellen 18 und 1321; Demographia — Population Density: Selected International Urban Areas and Components )

Mythos: Trotz Israels Abzug aus dem Gazastreifen im Jahr 2005 besetzt es diesen noch über seine Kontrolle der Grenzen des Territoriums, der Küstengewässer, des Luftraums und der Stromversorgung.

Trotz Israels Abzug von Siedlungen und Militärbasen im Jahr 2005 bleibt Gaza sowohl in Realität als auch nach dem internationalen Recht besetzt; seine Grenzen, Küstengewässer, Ressourcen, Luftraum und Stromversorgung werden von Israel kontrolliert.

Die Palästinenser des Gazastreifens sind also ein besetztes Volk … (Seumas Milne, The Guardian, 16. Juli 2014)

Fakt: Von den Landgrenzen mit dem Gazastreifen kontrolliert Israel recht natürlich diejenigen, die an Israel stoßen; die Grenze zu Ägypten bei Rafah wird von Ägypten kontrolliert. Darüber hinaus ist unter dem internationalen Recht klar, dass Israel Gaza nicht besetzt. Botschafter Dore Gold formulierte das in einem detaillierten Bericht zum Thema so:

Das tonangebende Dokument zur Definition des Bestehens einer Besatzung ist die Vierte Genfer Konvention von 1949, „über den Schutz von Zivilpersonen in Kriegszeiten“. Artikel 6 der Vierten Genfer Konvention erklärt ausdrücklich: „Die Besatzungsmacht soll für die Dauer der Besatzung in dem Maß gebunden sein, dass diese Macht die Funktionen der Regierung in diesem Territorium ausübt…“ Wenn keine israelische Militärregierung ihre Amtsbefugnis oder eine „der Funktionen einer Regierung“ im Gazastreifen ausübt, dann gibt es keine Besatzung. (Legal Acrobatics: The Palestinian Claim that Gaza is Still “Occupied” Even After Israel Withdraws, Botschafter Dore Gold, JCPA, 26. August 2005)

Doch was ist, wenn wir trotzdem Milnes Behauptung ernst nehmen, dass Israel die Besatzungsmacht und daher rechtlich die souveräne Macht im Gazastreifen ist? In diesem Fall wäre der zuständige Gesetzeskorpus die Haager Landkriegsordnung sein, in der der entsprechende Artikel besagt:

Da die Ausübung der legitimen Macht faktisch in die Hände des Besatzers übergegangen ist, muss letzterer alle in seiner Macht stehenden Maßnahmen anwenden, um die öffentliche Sicherheit und Ordnung wiederherzustellen und – soweit möglich – sicherzustellen, wobei die in Kraft befindlichen Gesetze des Landes, außer das wird absolut verhindert, eingehalten werden. (Artikel 43, Laws and Customs of War on Land (Hague IV); 18. Oktober 1907)

Nach diesem Artikel wäre daher Israels Einmarsch in den Gazastreifen völlig legal als legitime Ausübung der Verantwortung Israels zur Wiederherstellung und Sicherstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in Gaza. Dazu würde auch die Beseitigung der Hamas gehören, die nach Milnes Logik im Gazastreifen eine illegitime Macht ist. Nach dem internationalen Recht – und den Oslo-Vereinbarungen – hat die Hamas keinesfalls das Recht Waffen zu horten und Israel anzugreifen und Israel ist daher berechtigt Maßnahmen zur Entwaffnung der Hamas zu treffen und zu verhindern, dass sie sowohl die israelische Bevölkerung als auch die von Gaza terrorisiert. Das ist die zwangsläufige Logik der Haltung Milnes.

Die Foto-Lüge eines „Pro-Palästinensers“

30. Juli 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Palästinenser | 2 Kommentare
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Wieder mal ein Beispiel für die Dreistigkeit der angeblichen „Pro-Palästinenser“, die in Wahrheit einfach nur Antisemiten sind – Eldad Beck fand das hier auf Instragram:

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Dieser Sham Idrees kenn keine Scham. Er nimmt ein Bild von Haifa und stellt eines von bombardierten Ruinen darunter, um zu behaupten das oben sei eine wunderbare Palästinenserstadt (Gaza), die ohne jeden Grund zerbombt worden sei.

Jeder, der sich ein wenig auskennt und/oder mal in Israel war, dürfte Haifa erkennen. Im Vordergrund befindet sich der Garten des Bahai-Tempels. Den würden die Hamasniks und andere Islamistentruppen ganz schnell platt machen, bekämen sie die Stadt in die Finger. Dann sähe es zumindest am Hang des Carmel-Gebirges so aus, wie auf dem unteren Bild.

Wir kennen das inzwischen: Bilder aus Syrien (von Assad und/oder ISIS ermordete Kinder) werden als Opfer der Israelis herumgereicht; ebenso Bilder aus früheren Kämpfen/Kriegen. Die Hetzer haben sogar Bilder der von arabischen Terroristen ermordeten jüdischen Familie Fogel schon als arabische Opfer Israels ausgegeben. Und hier bei uns glauben sie den Müll, geben ihn weiter – und wenn man ihnen nachweist, dass das Lügen sind, dann haben sie kein Problem das entweder zu bestreiten oder für unwichtig zu erklären.

Eine Kriegsgeschichte: Die Kassiererin bei Yeinot Bittan

30. Juli 2014 um 8:51 | Veröffentlicht in Israel | 1 Kommentar
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Dr. Aaron Lerner, IMRA, 25. Juli 2014

Der riesige Yeinot Bittan-Lebensmitteldiscounter in Raanana hat eine gemischte Belegschaft aus Arabern, religiösen Sefardim, Russen und äthiopischen Juden. Zu den Kunden gehören EBENFALLS Juden wie Araber, aber darum geht es hier nicht.

Ich kaufte unter anderem drei Secherpacks Eden-Wasser und als der Wachmann am Ausgang meinen Kassenzettel überprüfte, stellte sich heraus, dass die Kassiererin mir nur eines berechnet hatte.

„Das ist seltsam“, meinte ich. „Ich könnte es verstehen, wenn die Kassiererin eine der Araberinnen wäre, schließlich fasten die den ganzen Tag. Aber sie ist Russin.“

„Oh nein“, antwortete der Wachmann, „alle Russen sind aus Aschkelon. Und sie sind ausgelaugt. Sie können wegen der Raketenangriffe nachts zuhause nicht schlafen und wenn sie an der Kasse in Raanana arbeiten, denken sie den ganzen Tag an ihre Kinder in Aschkelon.“

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (27.07.-02.08.2014)

27. Juli 2014 um 22:38 | Veröffentlicht in Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO, USA | 1 Kommentar
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Sonntag, 27.07.2014:

Zahlen:
– Es gibt zwei weitere tote Soldaten; sie erlagen Samstag im Krankenhaus ihren Verletzungen. Zum Tageswechsel sind jetzt 43 Israelis getötet worden.
– Von 20 Uhr Samstag bis 9.30 Uhr Sonntag wurden 25 Raketen auf Israel geschossen, 4 davon wurden abgefangen.
– Nach arabischen Angaben wurden inzwischen 1.031 Araber im Gazastreifen getötet (nach unten korrigiert von vorher 1.062)
– Seit Wiederaufnahme der Angriffe bis 20 Uhr hatte die IDF 20 Terrorziele getroffen, darunter Tunnel, Raketenwerfer, Terror-Infrastruktur.

Mittlerweise ist bestätigt, dass die Hamas die Rakete auf die UNO-Schule schoss, bei der so viele Geflüchtete umkamen. Auch eine israelische Mörsergranate traf den Schulhof, die IDF gibt allerdings an, dass dieser zu diesem Zeitpunkt leer war.

Am Freitagabend wurden 2 jugendliche Araber zusammengeschlagen, die Täter sollen Juden sein. Die Polizei sucht nach ihnen.

Der ach so säkulare Mahmud Abbas ruft zum Frieden „Krieg für Allah“ – die „Westbank“ bricht in Gewalt aus. Bisher gibt es 9 Tote (Samstag bis Sonntagnachmittag)

Am Mittag wandte sich die Hamas an einen UNO-Gesandten, um die Waffenruhe verlängern zu lassen. Sie sagte, sie werde einer 24-stündigen humanitären Waffenruhe zustimmen, die um 14 Uhr beginnen sollte. Das Raketenfeuer ging allerdings ungehemmt weiter.

Die ägyptische Armee zerstörte 13 Tunnel zwischen dem Gazastreifen und Ägypten. Sie tötete zudem 11 Terroristen.

Die Volkswiderstandskomitees drohen: Juden, die es ablehnen „Palästina“ zu verlassen, werden geköpft.

Obama an Netanyahu: Israel muss einen bedingungslosen Waffenstillstand eingehen. Und ein langfristiger Deal muss die Demilitarisierung des Gazastreifens beinhalten. (Dürfte beides an den Terroristen scheitern.) Danny Danon schoss zurück: „Wir brauchen einen Feuerpause von Obamas Angriffen.“

IDF Videos:
– Hamas schießt Raketen von einem Schulgelände und von einem Friedhof.
IDF lenkt Rakete um, damit keine Zivilisten getroffen werden.

Montag, 28.07.2014:

Zahlen:
7 Uhr: Während der letzten 24 Stunden griff die IDF 40 Terrorziele und 2 Tunnel an. Seit Beginn der Operation musste 133 Soldaten in israelischen Krankenhäusern behandelt werden.
– Bei den Kämpfen wurden Montag insgesamt 5 israelische Soldaten getötet, einer am Nachmittag im südlichen Gazastreifen, vier weitere an der Grenze (der Mörserangriff auf Echkol).
20:30 Uhr: Die Araber geben an, dass durch die Angriffe der IDF am Montag 18 Personen getötet und 70 verletzt wurden. 5 der Toten soll es in Jabalya gegeben haben.
– Die Hamas soll in den letzten Tagen mehr als 30 „Kollaborateure“ hingerichtet haben.
– Mehr als 200 Raketen der Terroristen schlugen noch im Gazastreifen ein.

Waffenstillstandsvorschläge:
Obama versuchte gestern Netanyahu stark unter Druck zu setzen einer bedingungslosen Waffenruhe zuzustimmen, der dann Gespräche über die Bedingungen der Hamas folgen sollten. Netanyahus Forderung nach Demilitarisierung des Gazastreifens wischte der US-Präsident beiseite, das sei Sache von Endstatusverhandlungen.
Mahmud Abbas gab gegenüber ein saudischen Zeitung an, der ägyptische Vorschlag erfülle alle Forderungen der Palästinenser, einschließlich der Aufhebung der Belagerung und der Öffnung der Grenzübergänge. (Die Hamas hatte den Vorschlag abgelehnt.)
John Kerry: Frieden mit Gaza „muss zur Entwaffnung der Hamas führen“. Wovon träumt der sonst noch?
– Die Hamas ließ wissen, dass sie damit rechnet, dass Ägypten seine Waffenstillstandsforderungen zugunsten der Terroristen abändert.
Mahmud Abbas ist mit einem Team auf dem Sprung nach Kairo, um einen Waffenstillstand auszuhandeln. Zu der Gruppe gehören auch Mitglieder das Hamas.

Eine Umfrage in Israel ergab, das 87% der Bevölkerung dafür sind die Operation im Gazastreifen fortzusetzen. Im WDR2 wurde das heute „kritisch“ gesehen und unterstellt, dass die Israelis keinen Frieden wollen. Das ist Unsinn – sie wollen Frieden, deshalb wollen sie, dass diesmal die Aktion endlich bis zu Ende geführt wird, statt vorzeitig abzubrechen und die Terroristen wieder Kraft gewinnen zu lassen, damit es in die nächste Runde geht!

Hamas-Sprecher Sami Abu Zuhri log, was das Zeug hält: Israel zeige durch seine Angriffe Respektlosigkeit vor den Muslimen und ihrem Ramadan-Abschlussfest, lehne jegliche humanitäre Ruhepause ab und sei alleine verantwortlich für die Eskalation im Gazastreifen. (Und das, nachdem die Araber JEDEN EINZELNEN Waffenstillstand gebrochen haben!) Israel hatte heute lange lediglich weiter Tunnel gesucht, dafür alles andere Feuer eingestellt, soweit Soldaten nicht angegriffen wurden.

Der UNO-Sicherheitsrat verabschiedete eine (nicht bindende) Resolution mit einer Forderung nach einem bedingungslosen Waffenstillstand. Israels UNO-Botschafter kommentierte, das sei ein unglaubliches Dokument, „das nicht ein einziges Mal die Hamas oder Israels Recht auf Selbstverteidigung erwähnt. Die Hamas hat die Millionen Dollar, die Sie ihr gespendet haben, für Waffenkauf und Tunnelbau genutzt und die Welt ist immer noch von dem geschockt, was die Hamas gebaut hat.“
Benjamin Netanyahu kritisierte: Die UNO kümmert sich nur um die Bedürfnisse der Terroristen, nicht um die Israels.
Ban Ki-moon griff „die politischen Führer auf beiden Seiten“ an – sie hätten nicht den Willen die Kämpfe zu beenden. Er fragte, warum dieser Führer „ihr Volk von den jeweils anderen töten lassen“. Das sei nicht verantwortlich, sondern moralisch falsch. (Der Mann vergisst geflissentlich, dass Israel gerne aufhören würde, wenn es denn nicht weiter beschossen würde!)

In Lehavim in Südisrael wurden 8 Autos mit Hakenkreuzen besprüht.

Ägypten verurteilte Israels Einsatz von „übertriebener Gewalt“ im Gazastreifen.

Dienstag, 29.07.2014:

Zahlen:
– Über Nacht beschoss die IDF 150 Terrorziele im Gazastreifen, darunter das Haus von Ismail Haniyeh.
Im Soroka-Krankenhaus in Beer Sheva liegen derzeit 36 Soldaten.
Leichenhallen in Gaza geben an, dass es wieder rund 100 Tote gegeben hat, was die Gesamtzahl der Toten auf 1.190 steigen ließ.
– Innerhalb von 3 Wochen schossen die Terroristen mehr 2.600 Raketen auf israelische Zivilisten.

Die Hamas prahlt wieder: Sie behauptet im Besitz iranischer Zelzal-Raketen zu sein. Diese Raketen der iranischen Revolutionsgarden können einen Sprengkopf von 600kg bis zu 200km weit tragen.

Ein Imam aus Jerusalem hat einen sehr friedensfördernden Vorschlag: Ägypten sollte den Gazastreifen annektieren und dann die arabischen Armeen bei der Vernichtung der Juden anführen.
Und aus dem Gazastreifen klingt es ähnlich: Unsere Doktrin beinhaltet die Auslöschung der Juden.
Die Hamas schickte noch ein nettes Liedchen über den Äther, mit dem die Entführer und Mörder der drei israelischen Jugendlichen gefeiert wurden.

Waffenstillstands-Heckmeck:
John Kerry: Israel selbst hat ägyptischen Waffenstillstand ohne Vorbedingungen akzeptiert.
Die PLO verkündete, Hamas habe einem 24-stündigen einseitigen Waffenstillstand zugestimmt, der auf 72 Stunden ausgedehnt verlängert werden kann. Die Hamas bestreitet das.

Auf die Polizeiwache in Kfar Kassem wurden Montagabend Steine und eine Eisenstange geworfen; Sonntagabend ein Brandsatz

Ismail Haniyeh tönte, Steine zu zerstören (sein Haus) werde die Entschlossenheit der Terroristen nicht brechen.

Die Hamas hofft darauf, dass die Hisbollah am Libanon eine weitere Front gegen Israel eröffnet.

Im Sinai hat das ägyptische Militär 7 Terroristen getötet und 5 festgenommen.

Mittwoch, 30.07.2014:

Zahlen:
– Heute fielen 3 israelische Soldaten in einem mit Sprengfallen versehenen Haus (Gesamtzahl jetzt: 56). Bei der Aktion wurden weitere 15 Soldaten verwundet.
– Über Nacht führte die IDF 206 gezielte Angriffe auf Terrorziele an.
– Seit dem frühen Mittwochmorgen griff die IDF 40 Terror-„Hotspots“ im Gazastreifen an.
Stand nach Angaben aus dem Gazastreifen (17:30): Mittwoch 76 Tote, 1.300 seit Beginn der Operation.

Die IDF gibt an, dass sie das Elektrizitätswerk im Gazastreifen nicht beschossen hat; es kann allerdings möglich sein, dass es versehentlich getroffen wurde, die Sache wird weiter untersucht.

Die Schüsse auf die UNRWA-Schule waren eine Antwort auf einen Mörserangriff.

Israel rief eine humanitäre Waffenruhe aus, die von 15 bis 19 Uhr gelten sollte. (Sie gilt nicht für Bereiche des Gazastreifens, in denen die Soldaten agieren.

Die USA verurteilten Israels Beschuss der UNO-Schule.

Die Hamas hatte eine Heckenschützenposition im 10. Stock des Hauptsitzes des Roten Kreuzes in Gaza eingerichtet.

IDF-Videos von Terroraktivitäten, die Kriegsverbrechen darstellen:
Raketenschüsse aus öffentlichen Gebäuden.
Waffenverstecke in Schulen, Moscheen und Krankenhäusern.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Hamas-Militärchef Mohammed Deif: Kein Waffenstillstand, bevor nicht die Belagerung aufgehoben ist.
– Ein hochrangiger Hamas-Offizieller sagte, die Grenzübergänge seien Sache der Einheitsregierung, die Tunnel stünden aber nicht zur Debatte, sie seien die Waffe des Widerstands und nicht verhandelbar.
– Ein PLO-Vertreter sagte, Hamas und PIJ hätten zugestimmt, sich einer Delegation in Kairo anzuschließen.

Der arme Yassin Al-Kilani. Hamas sagt, er wurde dreimal getötet.

26. Juli 2014 um 6:00 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Medien+Nahost, Palästinenser | 1 Kommentar
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Elder of Ziyon, 24. Juli 2014

87studien

Gestern machte Israellycool die interessante Entdeckung, dass viele der Namen auf Al-Jaziras Liste der Opfer im Gazastreifen (die Namen bekamen sie vom von der Hamas geführten Gaza-Gesundheitsministerium) mehr als einmal aufgeführt waren. Bei weniger als 500 aufgeführten bekannten Namen zählte er 33, die zweimal vorkamen.

Ich habe mir die Liste selbst angesehen und zähle noch mehr – etwa 42 Namen von 592 werden mehr als einmal aufgelistet. Sie werden in der Regel unterschiedlich buchstabiert, aber es ist klar, dass es sich um dieselben Namen handelt. Und es kommt noch besser: Zwei Personen werden dreimal als getötet geführt! Und durch puren Zufall sind beides Kinder!

Der 8 oder 9 Jahre alte Yassin Ibrahim Dib al-Kilani wurde auch als Yasssin Ibrahim Dieb Alkilani und Yasser Ibrahim Dib al-Kilani eingetragen.

Der 13 oder 14 Jahre alte Hiba Hamed Mohammed Alshiekh Khalil/Hiba Hamid Asheik Khalil wurde ebenfalls dreimal eingetragen, zweimal so, wie er im zweiten Fall geschrieben wurde und in der Liste als doppelt notiert, aber trotzdem ist er noch da und wurde separat gezählt.

Das bedeutet, das 7% der Namen, die den Weltmedien feierlich angeboten werden, doppelt oder dreifach gezählt wurden.

Im Gegensatz dazu zähle in der PCHR-Liste der über 1400 nach Gegossenes Blei aufgeführten Namen nur 5 doppelt.

Natürlich führt diese Liste die übrigen Lügen nicht auf – Menschen, die von Hamas-Raketen getötet wurden; Menschen, die als „Kollaborateure“ hingerichtet wurden (davon wurden 9 gemeldet); und diejenigen, die vielleicht natürlicher Tode gestorben sind und als Opfer gezählt werden. Die Hamas hat nicht gerade eine Bilanz ehrliche Angaben zu machen.

Meine einzige Frage an die vielen Reporter, die immer noch die Hamas-Zahlen nutzen: Wenn einmal bewiesen ist, dass eine Quelle lügt, ist es dann Standard ihr weiter zu vertrauen?

Wissen Sie, ich bin kein professioneller Journalist, nur ein einfacher Blogger. Vielleicht verstehe ich die Regeln nicht so gut wie die Typen, die dafür bezahlt werden. Ich bin bereit zu lernen. Immerhin: Wenn ich anfange meine Standards zu lockern, wird das Bloggen der Nachrichten eine ganze Menge einfacher werden.

Raketen, Grenzen und Verhältnismäßigkeit

25. Juli 2014 um 13:30 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Israel, Nahost-Konflikt, Terroranschläge, Terrorismus | Hinterlasse einen Kommentar
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Jerrold L Sobel, The American Thinker, 22. Juli 2014

Im Januar griffen Terroristen einen Zug an, entführten 18 unschuldige Zivilisten und ermordeten sie skrupellos und kaltblütig. Mehrere Wochen darauf verletzten 1500 Terroristen wieder die Grenze und inszenierten einen weiteren brutalen Angriff; sie plünderten eine Stadt und hinterließen weitere 19 Tote auf den Straßen.

Die Regierung, die zahlreiche Angriffe hatte hinnehmen müssen, reagierte schließlich damit, dass sie selbst 6.000 Soldaten über die Grenze schickte, um so viele Terroristen wie möglich zu töten oder gefangen zu nehmen, insbesondere den barbarischen Führer der Gruppe.

So bekannt dieses Szenario klingt – die Vorgänge spielten sich in Wirklichkeit im Januar 1916 ab. Der Führer dessen, was heute Terroraktivität genannt werden würde, war nicht Ismail Haniyeh von der Hamas, sondern Pancho Villa. Die Regierung war die der Vereinigten Staaten von Amerika, das Massaker fand in Columbus (New Mexico) statt. Und das Kontingent der von General John Pershing befehligten 6.000 Soldaten wurde auf Befehl von Präsident Woodrow Wilson nach Mexiko geschickt. In der falschen Annahme, dass die Amerikaner vom mexikanischen Volk willkommen geheißen würden, weil sie ihnen halfen sich von dem korrupten Diktator Venustiano Carranza zu befreien, wurde Wilson zu seinem Schrecken diffamiert und Pershings Truppen wurden unter ständigen Angriffen gezwungen sich in die USA zurückzuziehen, nachdem es ihnen nicht gelang Villa zu fangen.

Doch von einem amerikanischen Sicherheitsstandpunkt aus wurde der Auftrag der Sicherung der Grenze erreicht. Obwohl er lange genug lebte, um 1923 ermordet zu werden, verletzte Villa nie wieder US-Territorium.

Die Meinung Europas war vernichtend: „Zum ersten Man ist dem Vorwand der Schleier entzogen worden, hinter dem sich die Pläne des amerikanischen Imperialismus versteckt hielten.“ Das schrieb des Paris Journal… „Die Eroberung Mexikos durch die USA hat begonnen.“

Die Bodenoffensive Israels im Gazastreifen von dieser Woche ist ebenfalls eine Reaktion auf ständige Übergriffe, Terroranschläge und Raketenfeuer durch einen weit entschlosseneren Feind als es die Mexikaner waren. Wie Wilson wird Premierminister Netanyahu für die Invasion des Gazastreifens hart kritisiert, mit dem der erbarmungslose Terror niedergeschlagen werden soll, dem seine Bürger seit dem Verlassen dieser Enklave vor neun Jahren ausgesetzt sind.

Anders als Wilson sieht sich Netanyahu einem Feind mit Erlösererwartung gegenüber, der sein Land weiterhin unvermindert angreifen wird, wenn er nicht kampfunfähig gemacht wird. Wie sie es mit Wilson machten, werden die Franzosen und andere brüllen und protestieren, die UNO ebenso, aber Netanyahu hat in Erkenntnis der untauglichen Führungen sowohl in Washington als auch Europas die einseitigen Schritte unternommen, die er als notwendig erachtet, um die langfristige Ruhe für seine Bürger zu garantieren.

Wie die politische Landkarte aussehen wird, nachdem die Waffen schweigen, kann noch nicht gesagt werden, aber indem er zwei Waffenruhen akzeptierte, die von der Hamas schnell gebrochen wurden, kaufte Netanyahu auf brillante Weise die politische Deckung, die er brauchte, um die Verfolgung seiner Ziele mit vergleichsweise minimalem Rückschlag aus der Weltgemeinschaft fortzusetzen.

Mit der Zeit wird mancher zurücksehen und die Schuld für diesen jüngsten Konflikt der Entführung und Ermordung der drei jüdischen Teenager zuschreiben. Das wäre nicht korrekt. Zählt man das ständige Raketenfeuer und die Entführungsversuche seit dem Waffenstillstand von 2012 nicht mit, dann hat die Hamas allein 2014 180 Raketen gegen Israel geschickt. Das schließt die Hunderte noch nicht ein, die seit Beginn der intensiven Feindseligkeiten seit Anfang dieses Monats geschossen wurden. Die Ermordung von Eyal Yifrah, Gilad Shaar und Naftali Frenkel waren sicherlich ein Auslöser, aber nicht die Ursache dieses Krieges.

Im Rückblick werden Israels Kritiker der widerwärtigen Nutzung der menschlichen Schutzschilde durch die Hamas zur Sicherung ihrer feigen Führer und ihrer Infrastruktur sicher wenig Aufmerksamkeit schenken, sondern sich stattdessen auf die Aufrufe an die IDF konzentrieren „verhältnismäßig“ zu agieren, obwohl niemand genau definieren kann, was das heißt.

Wie alle Kriege wird auch dieser Opfer bringen. Doch der Aufschrei aus Frankreich und den üblichen Verdächtigen ist ihrer Stimme den täglichen Massentötungen in Syrien und dem Irak gegenüber unverhältnismäßig, ebenso wie gegenüber dem Abschuss des Malaysian Airlines Flug MH17 und dem Tod von 298 Menschen vom Mittwoch. Es scheint zu Israel einfach etwas zu geben, dass die Weltgemeinschaft, wenn es sich verteidigt, in Wut versetzt.

Am Freitag wurde auf Veranlassung Jordaniens und des neuen Terrorhelden Premierminister Recep Erdoğan aus der Türkei der Sicherheitsrat zu einer Sitzung einberufen – nicht um die ungeminderten Raketenangriffe der Hamas zu verurteilen, auch nicht deren verkommene Nutzung menschlicher Schutzschilde, schon gar nicht um den Iran zu tadeln, weil er die Hamas mit Raketen versorgt, die Ziele überall in Israel erreichen können. Er wurde versammelt, um gegen die Grausamkeit der Reaktion Israels zu protestieren, das auf die erbarmungslose Beschießung und die Versuche von Terroristen, sich nach Israel zu graben, um Kibbutzniks zu massakrieren, wie es letzte Woche geschah. Ohne irgendetwas davon zu erwähnen, gab UNO-Staatssekretär Jeffrey Feltman den folgenden Tweet ab: „Die Lösung für Gaza besteht in der Beendigung des Waffenschmuggels, der Öffnung der Grenzen und den Gazastreifen zurück unter die Kontrolle der PA zu bringen.“

Leider verfehlte es Feltman zu erwähnen, wie er den Waffenschmuggel stoppen will, wenn die Grenzen offen sind und dass die PA bereits einmal kurzerhand aus dem Gazastreifen hinausgeworfen wurde.

Präsident Obama seinerseits blieb seiner Gewohnheit des Zitterns und Einschränkens treu; er verteidigte zwar Israel recht auf Selbstverteidigung, redete aber zweideutig davon, dass „die Offensive mit israelischen Bodentruppen ausweiten den Blutzoll erhöhen und jede Hoffnung auf einen Friedensprozess mit den Palästinensern aushöhlen könnte“. Moment mal – das klingt ganz schön bekannt.

Das hier hatte er am 18. November 2012 während eines Besuchs in Thailand zu sagen, mitten in dem Flächenbrand zwischen Hamas und Israel in diesem Jahr: Israel hat „jedes Recht“ sich gegen Raketenangriffe durch Militante im Gazastreifen zu verteidigen, warnte aber auch, dass die Offensive mit Bodentruppen auszuweiten jede Hoffnung auf einen Friedensprozess mit den Palästinensern aushöhlen könnte. Er muss eine Kopie seiner alten Rede behalten haben.

Angesichts des Fehlschlags des Waffenstillstands von 2012 hätte jemand anderes davor zurückschrecken können dieselbe Politik ein zweites Mal zu fordern. Nicht so Obama. Wie seine Gegenüber in Europa legt er nach, strebt denselben Waffenstillstand an, den die Hamas ständig gebrochen hat, was zu diesem intensiveren Konflikt geführt hat. Sein Außenministerium pflichtete bei.

Als sie beide Seiten belehrte, entdeckte Jen Psaki vom Außenministerium eine Gleichwertigkeit zwischen Israel und der Hamas, die es nicht gibt. „Wir drängen weiterhin alle Seiten alles in ihrem Vermögen zu tun, um Zivilisten zu schützen.“ Als wenn es eine moralische Gleichsetzung zwischen Terroristen gäbe, die die barbarische Praxis betreiben Raketen aus privaten Wohnhäusern heraus zu verschießen, Waffen in Krankenhäusern und Moscheen zu lagern und Menschen als menschliche Schutzschilde auf Dächer zu zwingen, mit Israels Warnungen an die Gazaner vor einem Angriff auf eine Stufe stellt.

„Wir drängen weiterhin alle Seiten alles ihnen Mögliche zu tun, um Zivilisten zu schützen“, sagte sie Reportern. „Wir sind untröstlich angesichts der hohen Zahl ziviler Toter im Gazastreifen.“ Das ist natürlich ein unredlicher Schlag ins Gesicht Israels. Ein Reporter würde gut daran tun die Frage zu stellen, ob sie eine andere Armee kennt, die jemals Flugblätter abgeworfen, Telefonanrufe getätigt und medizinische Hilfe geleistet hat, um feindliche Zivilisten zu retten.

Psakie zitierte ein Gespräch zwischen ihrem zunehmend frustrierten Chef John Kerry und Premierminister Netanyahu, um zu mahnen: „Israel kann mehr tun, um zivile Opfer zu vermeiden und es muss seine Anstrengungen verdoppeln“. Was Israel im Nebel des Krieges gegen einen Feind tun könnte, der sich in die Zivilbevölkerung verflochten hat, dazu äußerten sich weder sie, noch Kerry oder Obama.

Dieselbe Botschaft wurde Freitag von der zunehmend irrelevanten EU mit ihren 28 Mitgliedern nachgeplappert. Sie gaben Lippenbekenntnisse zu den Raketenschüssen der Hamas nach Israel ab, forderten dann aber eine Untersuchung der bis Freitag getöteten 307 Zivilisten: „Wir verurteilen die fortgesetzte Schießen von Raketen aus dem Gazastreifen durch die Hamas und weitere militante Gruppen und das wahllose Beschießen von Zivilisten.“ Die Hamas hat seit 2005 nichts anderes getan als wahllos Zivilisten zu beschießen, aber die EU ermittelt gegen Israel.

Sie schloss: „Beide Seiten müssen die Lage deeskalieren und die Gewalt und das Leid ihrer jeweiligen Bevölkerung beenden.“ Als hätte dieses ganze Fiasko nicht abrupt in dem Moment beendet werden können, in dem die Terrorraketen nicht mehr auf Israel fallen.

Wie Präsident Wilson 1916 hat Premierminister Netanyahu die Verpflichtung seine Grenzen zu sichern und dem Volk, das zu beschützen er gewählt wurde, Sicherheit zu bieten. Wenn er das tut, könnte ein der Sturz der Hamas ein Nebenprodukt sein, durch das das Volk von Gaza auch etwas Frieden finden könnte.

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