Niederlage in Sderot und die Notwendigkeit strategischen Lernens

2. September 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Geschichte, Israel, Nahost-Konflikt | Hinterlasse einen Kommentar
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Dr. Joel Fishman, Times of Israel (blogs), 27. August 2014

Der verstorbene Ze’ev Schiff (1932 – 2007) war ein herausragender Militärkorrespondent für Ha’aretz. Wir haben das enorme Glück in der Lage zu sein, auf seine analytischen Fähigkeiten zurückzugreifen, um den gegenwärtigen heißen Krieg zu verstehen, mit dem Israel beschäftigt ist.

Die Worte Ze’ev Schiffs klingen nach Aufrichtigkeit und Dringlichkeit, was uns das Gefühl gibt, dass er direkt zu uns spricht. Er veröffentlichte seine Analyse am 8. Juni 2007 unter dem Titel „Eine israelische Niederlage in Sderot“. Als er schrieb, lag hauptsächlich Sderot unter Raketenfeuer. Zur Zeit fallen Hamas-Raketen auf die Städte und Siedlungen im Süden, den Küstenstädten und weit darüber hinaus. Sieben Jahre später hat sich die Lage beträchtlich verschlechtert. Das Ausmaß und die Kraft der Hamas-Aggression hat dramatisch zugenommen.

Hier haben wir einige Auszüge aus Schiffs Artikel. Sie vermitteln einen Sinn für seinen Sprachgebrauch und seine Persönlichkeit. Kurz gesagt schrieb Ze’ev Schiff, dass die Hamas Israel in Sderot besiegte und legte sein Gründe dar:

  • Selbst wenn wir Dutzende Male erklären, dass die Hamas unter Druck steht und einen Waffenstillstand möchte, wird das nicht die Tatsache auslöschen, dass in der Schlacht um Sderot Israel faktisch besiegt wurde.
  • Israel erfährt in Sderot etwas, das es seit dem Unabhängigkeitskrieg nicht erlebt hat, wenn überhaupt: Der Feind hat eine ganze Stadt zum Schweigen gebracht und dort das normale Leben lahmgelegt.
  • Die Regierung war nicht erfolgreich dabei das bombardierte Sderot in ein nationales Verteidigungsprojekt zu wenden. Das verstärkt die Einschätzung, dass diese Regierung nicht in der Lage ist die Nation in einer wichtigen militärischen Konfrontation zu führen.
  • Der Feind, der Sderot besiegte, ist eine Terrororgaisation, die militärisch schwach ist, aber angesichts ihrer Schwäche erfolgreich ein Abschreckung vis-á-vis Israel erreicht hat, wie es auch die Hisbollah schaffte. Die Regierung und das militärische Establishment versuchen die Lage mit Ausreden wie der folgenden wegzuerklären versucht: Das sei eine schwierige Schlacht, in der eine große Zahl Palästinenser getötet und Israel große Verluste erleiden würde. Die IDF würde in einer Zeit im Gazastreifen festsitzen, in der die syrische Front wahrscheinlich in Flammen aufgehen wird; die internationale öffentliche Meinung würde eine harte israelische Reaktion ablehnen. Derweil schießt die IDF, wenn Raketen aus bewohnten Gebieten geschossen werden, nicht einmal auf die Abschussorte zurück.
  • Es zählt das Endergebnis, nicht die Erklärungen. Und das Ergebnis besteht darin, dass es gegenseitige Abschreckung zwischen Israel und dem von der Hamas kontrollierten Gazastreifen gibt. Israel findet sich in einem militärischen Patt mit der Hamas wieder. Das ist ein ernstes nationales Scheitern, das meiner Meinung nach schlimmer ist als das Versagen im Zweiten Libanonkrieg.
  • Israels stragetische Tiefe ist (nicht nur geografisch) gering. Wenn Israel das, was im Gazastreifen geschieht, in der Westbank passieren sollte, wären wir wieder in einer Situation wie der des Unabhängigkeitskriegs und dazu würde die Vertreibung von Terrorhelfern gehören.

Es ist offensichtlich, dass Israel den Feind nicht besiegen kann, indem es dieselben Maßnahmen dupliziert, die im Verlauf der letzten Jahre fehlgeschlagen sind. Es ist nötig einen Prozess des „strategischen Lernens“ zu beginnen, um sich von den Fehlern der Vergangenheit zu lösen. Strategisches Lernen ist ein Prozess, über den ein Land seine strategischen Ziele auf der Grundlage ständiger Evaluation ändern kann. Gleichzeitig sollte man sich erinnern, dass im Geschäftsmanagement die Maßnahme einer soliden Entscheidung darin besteht, dass ein Problem langfristig gelöst wird, was die Notwendigkeit beseitigt Buschbrände zu löschen.

Heute – 2014 – kämpfen wir denselben Krieg, den Schiff 2007 beschrieb. Das beweist, dass Ariel Sharon und Ehud Olmert in ihrer Entscheidungsfindung erfolglos waren. Daher können wir die aktuelle Regierung nicht völlig für die jetzige Situation und falsche Doktrin verantwortlich machen, die sie geerbt hat. Das akzeptierte Denken des israelischen Verteidigungsestablishments hat darin bestanden, die Situation im Süden Israels sei im Wesentlichen handhabbar. Es würde zyklische Kämpfe mit der Hamas geben, doch in den ruhigen Intervallen dazwischen würden beide Seiten die Gelegenheit nutzen sich auf die nächste Runde der Gewalt vorzubereiten.

Israel entwickelte die Eiserne Kuppel und die Hamas grub Tunnel. Das ist keine Lösung und wenn die aktuelle Regierung wirklich eine Verbesserung anstrebt, muss sie sich von der Falle des fehlgeleiteten Denkens, der geerbten „Conceptsia“ lösen.

Was zählt, ist das Endergebnis, nicht die Erklärungen. Wir müssen in einen Prozess des strategischen Lernens eintreten, der langfristige politische und militärische Lösungen zum Ergebnis haben wird. Für die israelische Öffentlichkeit ist es offensichtlich geworden, dass Improvisation gescheitert ist. Es ist an der Zeit, dass etwas klares Denken einsetzt.

(Zuerst auf der hebräischssprachigen Internetseite Mid’a, 26. August 2014, veröffentlicht.)

Schon wieder?

1. September 2014 um 14:30 | Veröffentlicht in Israel, Karika-Tour, Nahost-Konflikt | Hinterlasse einen Kommentar
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DryBones, 29. August 2014

Sag’ nicht, es sei nicht so!

UNO-Landkarten zu Zerstörungen in Gaza

27. August 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Nahost-Konflikt, UNO | Hinterlasse einen Kommentar
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von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 19. August 2014 (direkt vom Autor)

Mit großem Aufwand hat die UNO-Unterorganisation „OCHA“ (Büro für die Koordination humanitärer Angelegenheiten) Landkarten vom Gazastreifen geschaffen, auf denen jedes zerstörte Haus, jeder Bomben- oder Raketenkrater als roter Punkt eingetragen ist. Die Fleißarbeit wurde aufgrund eines Vergleichs von Satellitenaufnahmen geleistet, die am 6. Juli, vor Beginn der israelischen Operation, und Aufnahmen aus der Zeit zwischen dem 1. und 14. August aufgenommen worden sind.

Der „Gaza-Krisen-Atlas“ kann im Internet eingesehen werden. Er teilt die 360 Quadratkilometer des Gazastreifens in 108 Rasterquadrate auf. Auf Satellitenaufnahmen von „davor“ und „danach“ sind Schulen, Krankenhäuser, Moscheen, Hotels und andere öffentliche Gebäude mit Namen gekennzeichnet.

Auf Anfrage im Hauptquartier von OCHA im „okkupierten palästinensischen Ostjerusalem“ hieß es, diese Landkarten sollten Hilfsorganisationen ermöglichen, den bestehenden Schaden zu ermessen und Wiederaufbaumaßnahmen einzuleiten.

Unklar bleibt, unter welchen Umständen die Gebäude zerstört wurden, deren Trümmer auf den „danach“ Bildern gut zu erkennen sind. Neben israelischen Bomben wären als Ursache für die Zerstörung auch Nachexplosionen palästinensischer Munitionslager oder frühzeitig explodierte Raketen der Hamas denkbar. Dazu OCHA: „Es gehörte nicht zu unserem Mandat, festzustellen, wer den Schaden angerichtet hat, Israelis oder Palästinenser.“

Die israelischen Siedlungen, die nach dem Rückzug Israels 2005 zerstört wurden, sind zwar auch Trümmerfelder. Doch an den Stellen sind die Landkarten der UNO so unscharf, dass die Siedlungen lediglich anhand der Straßen erkennbar sind – und das auch nur, wenn man deren Lage kennt.

Da die UNO nur Schäden registriert hat, ohne deren Ursachen zu ermitteln, lässt sich nur erahnen, wo Raketenabschussrampen der Hamas von der israelischen Luftwaffe gezielt ausgeschaltet worden sein könnten. Einzelne Gewächshäuser wurden offensichtlich zu Zielen, weil dort Abschussrampen versteckt waren. Auffällig sind dichte Trefferquoten auf Dünen oder Feldern, die sich nur erklären lassen, wenn es dort Hamas-Stellungen gegeben hat. Die OCHA-Sprecherin erklärte, dass auch Bäume und die Landwirtschaft Schaden erlitten hätten, insgesamt angeblich 450 Millionen US-Dollar. Auch dafür sollten Geberländer aufkommen.

Das Flüchtlingslager Rafah am Südende des Gazastreifens scheint so gut wie keinen Treffer erhalten zu haben. Direkt daneben entlang der Grenze zu Ägypten ist der Landstreifen aber mit roten Punkten dicht gespickt. Offensichtlich hat die Luftwaffe Israels dort unterirdische Schmugglertunnel angegriffen. Etwas nördlich von Rafah, nahe Khan Younis, kann man einige Felder ohne Wohnhäuser sehen, die ebenfalls viele Treffer erhalten haben, während angrenzende Gebiete unberührt sind.

Die Behauptung, dass es in dem kleinen und angeblich so dicht besiedelten Gazastreifen keine „sicheren Orte“ gebe, wird durch diese Landkarten visuell widerlegt. Je mehr man sich der israelischen Grenze nähert, umso dichter ist die Kennzeichnung von Schäden.

An manchen Stellen sind in gerader Linie zerstörte Straßenzüge erkennbar. Das könnten Häuser über den sogenannten Angriffstunnels der Hamas sein, die von den Israelis nach ihrer Entdeckung mit Sprengstoff gefüllt und gesprengt wurden. In so einem Fall wurden natürlich auch die darüber liegenden Häuser zerstört. Allerdings dürften bei diesen Aktionen kaum oder keine Palästinenser ums Leben gekommen sein, da sie rechtzeitig gewarnt wurden. Manche dieser Häuser waren zudem vermint, als Sprengfalle für israelische Soldaten.

Auffällig ist, dass es in dicht bewohnten Gebieten der meisten Städte wie Gaza, Rafah oder Khan Younis nur wenige, offensichtlich gezielte Bombardierungen gegeben hat. Spuren von Flächenbombardements, etwa vergleichbar mit dem deutscher Städte gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, sind auf den Landkarten nicht zu entdecken. Offensichtlich werden in den Medien nur die Bilder der Trümmer verbreitet, nicht aber die der unberührten Wohnviertel.

Nur wenige Krater oder zerstörte Häuser sieht man in der Muwassi-Gegend im Süden, wo Beduinen von der Landwirtschaft leben. Die Luftaufnahmen des Gazaflusses oder des Flughafens von Dahanijah sind auf den UNO-Karten nicht als Luftaufnahme im Original belassen, sondern wurden aus unerfindlichen Gründen übermalt. Die OCHA-Sprecherin hatte dafür keine Erklärung.

Kurios sind einige rote Punkte im Mittelmeer, die Explosionen bezeugen, durch die schlimmstenfalls ein paar Fische Schaden genommen haben. Den palästinensischen Fischern war während des Krieges untersagt, aufs Meer hinaus zu fahren.

Die Organisation „OCHA“ ist als „Büro für die Koordination humanitärer Angelegenheiten“ dem Sekretariat der Vereinten Nationen unterstellt und mit 2000 Angestellten in 30 Ländern tätig. Die „okkupierten palästinensischen Gebiete“ sind offenbar ein Schwerpunkt ihrer Arbeit. So hat die Organisation bislang keine vergleichbaren Landkarten zu den unermesslichen und mit dem Gazastreifen kaum vergleichbaren Zerstörungen in Libyen, Syrien oder dem Irak veröffentlicht.

(C) Ulrich W. Sahm

Jubel und Tote

26. August 2014 um 20:34 | Veröffentlicht in Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | 4 Kommentare
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Ulrich W. Sahm, 26. August 2014 (direkt vom Autor)

Der Gaza-Krieg ist vorbei. „Wir haben gesiegt“, sagte Sami Barhoum, einer von vier Hamas-Sprechern bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Gaza. Die Straßen füllten sich. Jubelnde Menschen. Wie beim Kölner Karneval wurden Bonbons und „Kamelle“ in die Luft geworden. „Das nächste Mal werden wir Jerusalem erobern und den Boden von ganz Palästina erobern“, versprach Barhoum.

Doch die überschwängliche Freude über den großen militärischen wie moralischen Sieg der Hamas war nicht ungetrübt. Bei den fröhlichen Feiern gab es noch einen Toten und Dutzende Verletzte durch Freudenschüsse in die Luft.

Die Hamas spielte ihr Spiel bis zum letzten Augenblick. Allein im Kibbuz Nirim nahe dem Gazastreifen explodierten im Laufe des letzten Kriegstages über 100 Mörsergranaten und Kurzstreckenraketen. Dabei wurde ein 52 Jahre alter Israeli getötet. Einer wurde tödlich verletzt und weitere sechs Israelis wurden unter Dauerbeschuss nach Beer Schewa ins Soroka-Hospital evakuiert.

Im Laufe des Tages verzeichnete die Hamas auch noch weitere Erfolge, darunter einen Direkttreffer auf ein Haus in Aschkelon. Ebenso wurde in der Stadt ein Spielplatz mit Splittern durchlöchert. Die Rakete Nr. 277 landete in Aschkelon zielgenau im Sandkasten.

Gerüchte über einen bevorstehenden Waffenstillstand kamen schon in den Mittagsstunden auf. Es hieß, dass der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas am Abend eine „Überraschung“ verkünden wolle. Und nachdem er in Ramallah einen von Ägypten ausgehandelten, zeitlich unbegrenzten Waffenstillstand verkündet hatte, gab es keine weitere Bestätigung aus anderer Quelle. Die israelische Regierung hielt sich bedeckt und ließ erst am Abend durchblicken, dass die Feuerpause „akzeptiert“ worden sei, aber ohne Bedingungen. Auch die Ägypter boten zunächst keine weitere Aufklärung. Vor allem aber fehlte eine Stellungnahme von Khaled Meschaal, dem Auslandschef der Hamas mit Sitz in Qatar, der bisher alle Feuerpausen durch Raketenbeschuss Israels platzen ließ.

Unklar war vor allem, ab wann die Feuerpause zu gelten habe. 19:00 Uhr Ortszeit ist verstrichen, ohne das es ruhig geworden wäre in den finsteren, grenznahen israelischen Ortschaften, wo über 100 Raketen die Stromleitungen gekappt haben. Ob 20:00 Uhr oder Mitternacht nun das echte Kriegsende bedeutet, konnte keiner der israelischen oder palästinensischen Reporter sagen, die in Israel und im Gazastreifen an den strategischen Punkten verteilt standen. Auf der israelischen Seite trugen sie schusssichere Jacken.

Die Hamas behauptet, diesen Krieg gewonnen zu haben. Zwar sind nur sechs israelische Zivilisten ums Leben gekommen und immerhin 64 Soldaten. Das gilt kaum als „Erfolg“ angesichts der weit über 2.000 palästinensischen Todesopfer. Doch die Hamas hat „heldenhaft“ Stand gehalten bei einem der längsten Kriege in der Geschichte Israels. 50 Tage lang hat sie Israel mit Raketen beschossen, Tel Aviv und sogar Haifa im Norden angegriffen und eine zeitlang den Ben Gurion Flughafen teilweise lahmgelegt. Die Hamas hat der israelischen Tourismusindustrie einen nachhaltigen Schaden beigefügt. „Nach dem Gazakrieg von 2009 hat es anderthalb Jahre gebraucht, bis sich unsere Geschäfte wieder normalisiert haben. Diesmal werden wir noch länger warten müssen, bis die Touristen wieder nach Israel kommen“, jammerte ein Jerusalemer Taxifahrer. Tatsächlich häufen sich die Anrufe aus Deutschland, ob eine Rundreise im September oder ein Besuch zu Weihnachten überhaupt in Betracht gezogen werden könne. „Wegen des Krieges“ häufen sich die Stornierungen für das Jahr 2015, sagte eine Reiseagentin.

Vor allem ist es der Hamas gelungen, den Staat Israel mit Erfolg zu terrorisieren. Heftig diskutieren Bürgermeister von Beer Scheva bis zum Süden von Tel Aviv den Beginn des Schuljahres am 1. September. Die Schulen mögen mit Betonbalken gegen anfliegende Raketen geschützt sein, aber niemand will die Verantwortung für die Schulbusse übernahmen, die morgens die Kinder zur Schule fahren.

Die wirtschaftlichen Schäden sind unermesslich. Nicht nur die Kompensation für zerstörte Häuser und von Panzerketten umgepflügte Felder, lassen sich kaum schätzen. Niemand wird wohl die Unternehmer entschädigen, die während des Krieges ihre Fabriken schließen mussten. Offen ist, ob den Israelis neue Steuern auferlegt werden oder ob die Budgets aller Ministerien gekürzt werden, was die sozial Schwachen, Patienten und Autofahrer trifft, sowie die Regierung sparen muss.

Auch politisch hat die Hamas gesiegt, obgleich Einzelheiten des Waffenstillstandsabkommens von keiner Seite veröffentlicht worden sind. Angeblich wird Israel die in den letzten Tagen noch kräftig von der Hamas beschossenen Grenzübergänge in Kerem Schalom und Erez für Warenverkehr und für Patienten aus Gaza weiter als bisher öffnen. Israel wird wohl auch Zement für den „Wiederaufbau“ einlassen. Unklar ist, wer über die Zementsäcke wachen soll, damit die nicht für die Befestigung von Angriffstunnels und Raketen-Abschussrampen zweckentfremdet werden.

Das beste Anzeichen für ein Kriegsende kam mit Live-Bildern am Abend gegen 20:30 Uhr aus dem Gazastreifen. Nach zwei Monaten unter der Erde, im Befehlsbunker unter dem Schifa-Hospital, tauchte Mahmoud Abu Sahar auf, eine der führend Figuren der Hamas. Aufrecht stehend fuhr er in einem Auto mit offenem Sonnendach durch Gaza. Offenbar fürchtete er keinen gezielten Drohnenangriff der Israelis mehr. In der letzten Kriegswoche hatte Israel mehrere militärische Befehlshaber der Hamas dank exakter Informationen gezielt „ausgeschaltet“. So ist inzwischen bekannt geworden, dass drei getötete „Generale“ des militärischen Arms der Hamas sich nur für 15 Minuten für eine Absprache treffen wollten. Die Israelis wussten davon. Die bereit stehenden Kampfflugzeuge beendeten das Treffen nach nur 4:30 Minuten.

(C) Ulrich W. Sahm

Hamas lässt Katze aus dem Sack

25. August 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 23. August 2014 (direkt vom Autor)

Die Hamas-Organisation hat sich innerhalb weniger Tagen selber ins Abseits gestellt. Mit öffentlichen Hinrichtungen von mehr als 20 Palästinensern nach dem Freitagsgebet an der Außenmauer einer Moschee haben sich die in schwarz gekleideten und vermummten Männer auf eine Stufe mit den IS-Terroristen gestellt, die mit einem Messer den amerikanischen Journalisten James Foley geköpft haben.

Sogar Amnesty International hat die Hamas wegen dieser Exekutionen verurteilt, obgleich sie sonst eher Israel der schlimmsten Verbrechen bezichtigt. Auf einem Zettel über den gefesselten und mit einem Sack über dem Kopf verhüllten Todeskandidaten stand, dass „Kollaborateure“ im Felde entledigt würden, weil keine Zeit für Gerichtsverfahren bleibe. Damit gestand die Hamas einen Verstoß gegen die eigenen Gesetze ein. Denn bei den Palästinensern steht zwar auf „Kollaboration mit Israel“ die Todesstrafe. Aber nur nach einem ordentlichen Prozess. Die Todesurteile müssen per Unterschrift vom Präsidenten bestätigt werden, also Mahmoud Abbas. Die Namen der Ermordeten wurden bisher nicht veröffentlicht. Doch einige dürften Angehörige der Fatah-Partei sein. Die Hamas hat zu Beginn des Gazakriegs Dutzende Fatah-Leute unter Hausarrest gestellt. Wer sich nicht daran hielt, dem schossen Hamas-Leute in die Knie oder brachen ihnen Beine und Arme. Kein Wunder, dass die innerpalästinensischen Erzfeinde der Hamas nach Rache sinnen und den Israelis als Spitzel dienen.

Die Israelis gestehen offen, mit „menschlicher Aufklärung“ versorgt zu werden, wenn sie vor der „gezielten Tötung“ von Hamas-Spitzen sicher sein wollen, dass sich die gesuchten Männer in einem bestimmten Haus aufhalten, im Auto, auf einem Motorrad oder Eselskarren sitzen. Die militärischen Führer der Hamas sind völkerrechtlich ein legitimes Ziel. Die Israelis haben wiederholt eine erstaunliche Fähigkeit bewiesen, mit extremer Genauigkeit jene zu treffen, die sie im Visier hatten. Neben Spitzeln setzen die Israelis auch elektronische Mittel ein. So haben sie laut libanesischen Medien den seit 20 Jahren gesuchten Top-Terroristen Muhammad Deif ausgemacht, als der leichtfertig ein Telefongespräch des Auslandschefs Khaled Maschaal aus Doha angenommen hat.

Maschaal hat so nicht nur zur Tötung seiner besten militärischen Befehlshaber beigetragen. In einem Interview mit Yahoo-News hat er erstmals eingestanden, dass tatsächlich die Hamas die drei israelischen Talmudschüler im Juni entführt und ermordet habe. Obgleich zwei von ihnen 16 Jahre alte Minderjährige waren, rechtfertigte Maschaal die Aktion als „legitimen Widerstand gegen die illegale israelische Besatzung“.

„Wir waren uns der Aktion durch eine Gruppe von Hamas-Mitgliedern nicht bewusst. Wir haben von den Geständnissen durch die israelischen Ermittlungen erfahren.“ Offenbar hat der ahnungslose „politische Arm“ der Hamas dem israelischen Premierminister geglaubt, als der behauptete, dass Hamas hinter der Entführung stand. Deutsche Medien, darunter der Spiegel, dpa und andere stellten das in Frage, da Netanjahu „keine Beweise“ geliefert habe.

Maschaal gewährte das gefilmte Interview einen Tag nach Gesprächen des Präsidenten Abbas mit dem Herrscher von Qatar. Während Abbas den Ehrenplatz neben dem Emir Tamim bin Hamad al-Thani erhielt, wurde Maschaal nur verspätet eingelassen und musste sich auf der Seite, zwischen die „Berater“ setzen. Das war eine beabsichtigte Herabwürdigung des Hamas-Chefs, dem angeblich sogar die Ausweisung aus Qatar droht.

Ein delikates Thema bei den Gesprächen in Doha waren die Bemühungen der PLO, vom internationalen Gerichtshof in den Haag als Partei anerkannt zu werden, um Israel wegen Kriegsverbrechen zu verklagen. Doch Abbas bestand auf einer schriftlichen Zustimmung der Hamas. Denn sowie die PLO Mitglied beim IGH ist, der eigentlich nur Staaten aufnimmt, könnte Israel genauso die Hamas wegen des Kriegsverbrechens, Raketen auf Städte, also zivile Ziele, geschossen zu haben verklagen.

Ob Qatar, neben der Türkei und dem Iran der einzige verbliebene Verbündete der Hamas, jetzt eine Kehrtwende macht, um sich einem von Ägypten vermittelten Waffenstillstand anzuschließen, ist unklar. Bisher war es vor allem Maschaal, der mit Bedingungen der Hamas einen Durchbruch der Gespräche in Kairo und so eine Fortsetzung des Waffenstillstands verhinderte. Druck wegen der öffentlichen Hinrichtungen, die Tötung der halben Militärspitze und der israelische Anschlag auf Mohammed Deif bedeuten eine deutliche Schwächung der Hamas.

Hinzu kommt noch die Aufdeckung eines Umsturzkomplotts gegen die PLO und Präsident Abbas im Westjordanland. Die Israelis hatten wohl infolge ihrer intensiven Suche nach den Entführern der drei Talmudschüler eine organisierte Verschwörung der Hamas aufgedeckt und über 90 Hamas-Aktivisten festgenommen.

Für Abbas bestätigt sich jetzt, wovor er wenige Tage nach der „Versöhnung“ mit der Hamas, der Errichtung einer „Einheitsregierung“ und der Entführung der drei Talmudschüler in Saudi Arabien gewarnt hatte: Sollte sich bestätigen, dass die Hamas hinter der Entführung der Talmudschüler steckt, wäre das ein „Dolchstoß in den Rücken der Einheitsregierung“. Genau diese Bestätigung hat er jetzt als gefilmtes Interview aus dem Munde von Khaled Maschaal erhalten.

(C) Ulrich W. Sahm

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (24.-30.08.2014)

24. August 2014 um 21:20 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Europa+Nahost, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 24.08.2014: Zahlen:
Stand 15:30 Uhr: In den letzten 5 Tagen schossen die Terroristen mehr als 570 Raketen auf Israel.
Stand 18 Uhr: Seit Mitternacht hat die IDF 50 Terrorziele getroffen, darunter Abschussrampen, Waffenhersteller und Terror-Kommandostellen.
Stand 19:30 Uhr: Seit Mitternacht schossen die Terroristen 117 Raketen auf Israel.

Die libanesische Armee gibt an den Raketenwerfer gefunden zu haben, mit dem gestern Abend eine Rakete nach Galiläa geschossen wurde. Eine Delegation der UNIFIL besichtigte das gestern durch die Rakete getroffene Haus. Die IDF sagte, dass sie beim nächsten Mal zurückschießen wird.

Zu den gezielt getöteten Terroristen gehörte heute Hamas-Führer Mohammed al-Ghoul, der für Geldverteilung zuständig und „Justizminister“ war.

Die am Erez-Übergang durch Mörserbeschuss der Terroristen verletzten israelischen Araber fuhren verletzte Araber aus dem Gazastreifen zur Behandlung in israelische Krankenhäuser!

Montag, 25.08.2014:

Zahlen:
Mitternacht: 135 Terrorraketen innerhalb von 24 Stunden.
Stand 7 Uhr: Über Nacht griff die IDF insgesamt 35 Terrorziele im Gazastreifen an.
Stand 19:00 Uhr: Seit Mitternacht schlugen in Israel mehr als 70 Raketen ein.

Khaled Meschaal schwor, dass die Hamas Israel nicht nur aus dem Gazastreifen heraus angreifen wird, sondern auch aus Judäa und Samaria. Außerdem verglich er Netanyahu mit Hitler und forderte von Obama den „Holocaust“ an den Palästinensern zu stoppen.

Die Hamas verhaftete weitere 150 Personen, die der Kollaboration mit Israel verdächtigt werden.

Bei Hebron wurde gestern ein Autofahrer durch Steinwürfe verletzt. Sein Zustand hat sich heute stark verschlechtert.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Der Palästinensische Islamische Jihad soll in der Nacht der ägyptischen Initiative zu einem unbegrenzten Waffenstillstand zugestimmt haben.
Die Hamas gibt an, dass die diplomatischen Bemühungen um einen Waffenstillstand intensiviert wurden.
Ein Vertreter der „Palästinenser“ sagt, dass eine Vereinbarung immer noch nicht erreicht wurde, eine Waffenruhe aber kurz bevor stehe.
Aus der israelischen Delegation verlautet, dass alles „noch unklar“ sei.
– Eine ägyptische Quelle: Wir kommen der Verkündung einer Waffenruhe später am Abend näher.
Das Kabinett überlegt, wie es mit einem Waffenstillstands-Vorschlag der Ägypter umgehen soll.

Dienstag, 26.08.2014:

Zahlen:
– Montag wurden insgesamt 130 Raketen aus dem Gazastreifen geschossen. 16 wurden abgefangen.
Stand 15:00 Uhr: 21 Raketen im Kreis Eschkol seit 14:30 Uhr.
Stand 16:00 Uhr: 100 Raketen seit Mitternacht, 14 davon abgefangen.
Stand 19:30 Uhr: Seit 17 Uhr wurden 60 Raketen und Mörsergranaten auf Israel geschossen.
Stand 22 Uhr: 4.564 Raketen auf Israel geschossen, 5.263 Ziele von der IDF getroffen.

Friedensbotschaft der Hamas in einer Freitagspredigt: „Wir haben die Zionisten von allen Enden des Globus zusammengeholt, damit wir sie besser abschlachten und töten können.“

Hamas: Unseren Krieg führen wir um Jerusalem, nicht zur Aufhebung der Blockade.

Der Leiter des Kreisrats von Eschkol befindet, dass Israel eine schwache Regierung hat und empfiehlt den Einwohnern, noch nicht nach Hause zu kommen.

Nach Beginn der Waffenruhe erklärte Ismail Haniyeh die Terroristen zum Sieger.

Netanyahu bekommt Feuer (Kritik) aus dem Kabinett – von rechts wie von Links. Bennett und Livni sind nicht zufrieden mit dem Waffenstillstand.

Hochrangige Hamasniks kommen aus ihren Bunkern gekrochen und verkünden (u.a.): Wir werden den Ben-Gurion-Flughafen angreifen. Gaza wird See- und Flughäfen eröffnen. Wir werden uns wieder bewaffnen. Der Waffenstillstand dient dazu den nächsten Krieg mit Israel zu planen.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Hamas: Die Gespräche sind beendet, wir haben eine Einigung erzielt.
Abbas‘ Büro: Abbas soll einen dauerhaften Waffenstillstand verkünden.
Hamas: Der Übergang Rafah wird wieder geöffnet, die Sicherheit soll von PA-Kräften übernommen werden.
Ägypten: Waffenruhe soll um 20 Uhr verkündet werden.
Abbas: Die Waffenruhe soll um 19 Uhr in Kraft treten. Israel bestätigt das später.
Israel: Zur Waffenruhe gehört kein Seehafen, keine Freilassung von Häftlingen.
Ägypten: Israel stimmt humanitärer Hilfe und Baumaterial für den Gazastreifen zu.
Ägypten: Gespräche zwischen Israel und den Palästinensern beginnen innerhalb eines Monats nach Inkrafttreten der Waffenruhe. Außerdem wird der Übergang Rafah geöffnet.
– Die USA begrüßt den Waffenstillstand.
Ein israelischer Offizieller: USA werden sicherstellen, dass in den Sicherheitsentscheidungen die Demilitarisierung enthalten ist. (Aber wie soll das denn laufen???)

Mittwoch, 27.08.2014:

Nur 15 der 23 Straßenbahnen in Jerusalem sind noch in Betrieb, weil die übrigen durch (arabische) Gewalt beschädigt sind.

Die Führungspolitiker im Umkreis des Gazastreifens betrachten den Waffenstillstand als Kapitulation: „Wir wollten die Hamas gesiegt und um ihr Leben betteln sehen, stattdessen sehen wir, dass Israel an den Verhandlungstisch rennt.“

Ein hochrangiger Hamas-Terrorgrande krakeelt von „zionistischer Aggression gegen unsere Lebensgrundlage“, Kriegsverbrechen und dass „die Nation zusammenhält und den Widerstand umarmt“.

Vor etwa 18 Monaten wurde die damals knapp dreijährige Adelle Biton durch Steinwürfe auf das Auto ihrer Eltern schwer am Kopf verletzt. Jetzt wird sie nach mehreren Operationen und intensiver medizinischer Betreuung endlich nach Hause zurückkehren können.

Ein führender PA-Grande sprach sich gegen den Beitritt der PA zum Internationalen Strafgerichtshof aus. Es würde juristische Probleme geben, wenn die PA Israel angreift. Dann fügte er hinzu: „Es gibt keine unschuldigen Israelis.“

Die Hamas setzt 15 weitere „Kollaborateure“ fest. (Sie reden gar nicht erst von Leuten, die der Kollaboration verdächtigt werden…)

Waffenstillstands-Heckmeck:
John Kerry: Ein Deal ist eine Möglichkeit, keine Gewissheit. Ban Ki-moon drängt auf einen Friedens-Deal.
Tony Blair begrüßte den Waffenstillstand und drängt auf einen langfristigen Plan. Jetzt sei die Zeit für den Wiederaufbau des Gazastreifens.
Die PA-Führung betont, wie wichtig ein „Ende der Besatzung“ sei.
Der Iran applaudiert dem „Sieg der PA“ in Gaza.
Qatar schreibt den Waffenstillstand dem „palästinensischen Widerstand“ gut.
– Benjamin Netanyahu erklärte, dass die Hamas für den Waffenstillstand nichts von dem erhielt, was sie gefordert hatte. Israel werde härter als je zuvor reagieren, wenn die Hamas das Feuer erneut eröffnen sollte.

Donnerstag, 28.08.2014:

Der israelische Golan wird von Mörsern getroffen. Der UNO fällt natürlich nichts anderes ein als „Zurückhaltung“ zu fordern.

Nicht alle Terrorgranden finden, dass die Hamas den Krieg gewonnen hat. Khaled Meschaal z.B. ist total enttäuscht und redet von einem Versagen der Hamas. Andererseits tönte er dann auf einer Pressekonferenz in Doha (Qatar): „Nachdem die Belagerung und die Blockade fehlschlugen, versuchten sie uns zu vernichten. [Das war erklärtermaßen nicht das Ziel Israels!] … Gaza hat die Welt mit seinem Sieg überwältigt.“
Noch eine Nettigkeit: „Der Feind [Israel] beging einen Holocaust, der doppelt so groß war wie der von Hitler.“ (Damit sind im Holocaust nur etwas über 1000 Juden umgekommen…)
Und natürlich (was bei uns nicht berichtet wird): Der gerade beendete Krieg war nicht die letzte Runde, sondern nur ein „Meilenstein auf dem Weg zum Erreichen unserer Ziele“.

Der „militärische Arm“ der Hisbollah informierte übrigens ebenfalls, dass weiter Tunnel gegraben werden und die Wiederbewaffnung vorgenommen wird, um eine „vernichtende Schlacht der Befreiung“ zu führen.

Es gibt noch keine näheren Informationen, aber es durfte veröffentlicht werden, dass eine Reihe israelischer Araber unter Führung einer Hisbollah-Gruppe einen Terroranschlag in Israel planten.

Umfrage im Gazastreifen: 89% befürworten und unterstützen willkürliches Raketenfeuer auf israelische Zivilisten. Ganze 2,4% sind dagegen.

Die PA will von der UNO einen Ablaufplan mit Zeitvorgaben für einen israelischen Abzug aus Judäa und Samaria fordern. Sollte der Sicherheitsrat sich nicht darauf einlassen, will Abbas sich an den Internationalen Strafgerichtshof wenden und dort fordern, dass israelische Offiziere wegen der Schäden im Gazastreifen als Kriegsverbrecher angeklagt werden.

Der „gemäßigte“ Palästinenserführer und „Friedenshoffnung“ Marwan Barghouti (5x lebenslänglich wegen Mord) forderte von der Fatah, dass sie die Verhandlungen mit Israel aufgibt und zu gewalttätigen „Widerstand“ gegen Israel „zurückkehrt“. „So wie die Fatah die Ehre hatte die erste Kugel gegen den zionistischen Feind abzugeben, werden die Hände der Fatah-Mitglieder … die letzte Kugel gegen diese Besatzung abgeben.“

Françpois Holland will, dass Europa nicht mehr nur „von der Fensterbank aus“ im Nahost-Konflikt zusieht, sondern eine größere Rolle bei der Lösung spielt.

Freitag, 29.08.2014:

Der Iran prahlt damit den Terroristen in Judäa und Samaria Waffen zu schicken, um „die Auslöschung des zionistischen Regimes“ sicherzustellen.

Heute erlag ein Soldat seinen im Gaza-Krieg erhaltenen Verletzungen. Er ist damit der 65. Soldat und der 71. Israeli, der durch diesen Krieg starb.

Demonstration des Palästinensischer Islamischer Jihad in Gaza: Sie zeigten ihre Waffen, paradierten und der Redner gelobte, sie würden alles unternehmen, um sich wieder zu bewaffnen. Israel könne nicht gewinnen, es sei bereit zur Auslöschung.

Ismail Haniyeh nutzt die sozialen Medien, um damit zu prahlen, dass er die israelischen Luftangriffe überlebt hat.

Wegen der gespannten Lage in Syrien und der Kämpfe nahe der Grenze ist die IDF auf dem Golan in Alarmbereitschaft.

Khaled Meschaal wieder: Wir werden uns nie entwaffnen lassen. Und wenn Israel unsere Forderungen nicht erfüllt, dann wird wieder gekämpft. Sprich: Terror ausgeübt.

Der Palästinensische Islamische Jihad beansprucht für sich während der Operation „Fels in der Brandung“ 3.200 Raketen und Flugkörper auf Israel geschossen zu haben. 121 seiner Kämpfer seien getötet worden.

Heckmeck:
– Mahmud Abbas stellt wieder Behauptungen auf: 1) Netanyahu habe zugestimmt einen Palästinenserstaat entlang der „Grenzen“ von 1967 zu gründen. (Büro des Premierminister: Das stimmt nicht). 2) Nein, es war nicht Netanyahu, es waren die Amerikaner.

Samstag, 30.08.2014:

Während des Monats August nahmen Sicherheitskräfte in Judäa und Samaria sowie Jerusalem fast 600 Verdächtige fest, fast ausschließlich bei Krawallen zur Unterstützung der Hamas und weiterer Terrorgruppen im Gazastreifen. Das bringt die Zahl der in israelischen Gefängnissen einsitzenden PA-Araber auf mehr als 7.000, sagte der palästinensische Häftlingsverein.

Heckmeck:
Die Hamas sagt, dass noch kein Datum für die indirekten Gespräche mit Israel festgelegt wurde.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

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