Das neue Logo der UNRWA

1. August 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in Satire/Humor, UNO | Hinterlasse einen Kommentar
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Israel Matzav, 30. Juli 2014

Angesichts der mehrfahren Raketenfunde in UNRWA-Schulen hat jemand der UNO-Organisation ein neues Logo vorgeschlagen:

UNRWA new logoUno-Raketenlager-Agentur

Die 9 Top-Medienmythen zu Gaza

31. Juli 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost | Hinterlasse einen Kommentar
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CAMERA, 21.Juli 2014

Während die israelische Bodenoffensive jetzt im Gazastreifen im Gang ist – als Reaktion auf pausenlose Angriffe der Hamas – werden die üblichen Medienmythen und -Falschdarstellungen zum Gazastreifen wieder recycelt sowie ein paar neue ins Spiel gebracht. Hier folgen ein paar der Schlüsselmythen, gesammelt aus aktueller Berichterstattung und solcher der Vergangenheit:

Mythos: Es stimmt, das die Palästinenser im Gazastreifen Israel mit wahllosem Raketenfeuer angreifen, aber welche andere Antwort haben sie auf Israels erstickende Blockade?

Israelische Führungspolitiker, angefangen bei Premierminister Netanyahu, glauben, dass der Weg ihre Bürger zu schützen, darin besteht in den Gazastreifen einzudringen und Tunnel zu sprengen – und dass, wenn Zivilisten und Kinder im Gazastreifen sterben, das traurig aber unvermeidbar ist. Und einige Gazaner finden, dass sie sich bereits in einem Freiluftgefängnis befinden, das israelische Embargo sie erstickt und die einzige Möglichkeit das zu ändern, darin besteht Raketen zu schießen – und wenn einige israelische Kinder sterben, dann ist das schade, aber es sterben bereits mehr als hundertmal so viele palästinensische Kinder. (Nicholas Kristof, New York Times, 20, Juli 2014: Who’s Right and Wrong in the Middle East?)

Natürlich gab es keine sterbenden palästinensischen Kinder als Ergebnis der Einschränkungen Israels für den Gazastreifen, da Israel sehr darauf geachtet hat mehr als ausreichend Lebensmittel und Medikamente hineinzulassen. Doch darüber hinaus ist Kristofs Behauptung, der einzige Weg der Palästinenser das „erstickende israelische Embargo“ zu beenden (um seine Worte zu benutzen) bestünde im Schießen von Raketen.

Was Kristof und diejenigen, die ähnlich reden, ignorieren – oder einfach nicht wissen: Bevor es einen Raketenangriff und andere Terroranschläge der den Gazastreifen regierenden Hamas gab, gab es kein „Embargo“, so wie es kein Embargo in der Westbank gibt.

Raketen sind also nicht die Antwort auf das Embargo, sie sind die Ursache für das Embargo.

Die Washington Post berichtete so z.B. am 20. September 2007 über das Embargo:

Jerusalem, 19. September – Israels Sicherheitskabinett erklärte am Mittwoch den Gazastreifen zu „Feindgebiet“ und sagte, es werden anfangen Strom und Treibstofflieferungen für das von der Hamas geleitet Territorium kürzen, im Versuch das fast tägliche Raketenfeuer nach Israel zu stoppen.

Mythos: Durch seine typisch kurzsichtige Politik ermutigte Israel bewusst das Wachsen der Hamas.

Immerhin war es Israel selbst, das half die Hamas und ihre Vorgänger in den 1970-er und 1980-er Jahren zu hegen Der verstorbene Eyad El-Sarraj, en prominente Psychiater in Gaza, warnte Israels Gouverneur, er „spiele mit dem Feuer“, indem er religiöse Militante fördere. Nach Angaben des Buches „Hamas“ von Beverley Milton-Edwards und Stephen Farrell antwortete der Gouverneur: „Machen Sie sich keine Sorgen, wir wissen, wir damit umzugehen haben. Unser Feind heute ist die PLO.“ (Nicholas Kristof, New York Times, 16. Juli 2014)

Fakt: Israel hat die Hamas ihren islamistischen Rivalen Islamischen Jihad niemals gefördert. Israel unterstützte den Bau von Kliniken, Moscheen und Religionsschulen in den Gebieten, weil es dazu nach den Haager Bestimmungen und den Genfer Konventionen verpflichtet war; diese fordern, dass in den Territorien eingesammelte Steuern für deren Nutzen verwendet werden und dass bestehende Gesetze, zu denen die Finanzierung religiöser Institutionen zählt, beibehalten werden. Zu den Gruppen, mit denen die Regierung desbezüglich kooperierte, gehörte die sogenannte Muslimbruderschaft, eine gemeinnützige Organisation, die in Gaza registriert war. Die Muslimbruderschaft lehnte in diesen Tagen zwar die Existenz Israel ab, war aber ausdrücklich nicht gewalttätig und glaubte, dass die islamische Gesellschaft langfristig gestärkt werden müsse, bevor irgendein Konflikt mit Israel initiiert werden konnte. (s. z.B. Ziad Abu-Amr: Islamic Fundamentalism in the West Bank and Gaza)

Im Gegensatz dazu war der Islamische Jihad seit seiner Gründung 1980 ausdrücklich auf Gewalt ausgerichtet und forderte den sofortigen Jihad gegen Israel; er zeigte wenig Interesse am Aufbau sozialer Einrichtungen. Tatsächlich wurde er aus Frust über die nicht gewalttätige Politik er Muslimbruderschaft gegründet. Fathi Shikaki, der Gründer des Islamischen Jihad, wurde 1983 und noch einmal 1986 verhaftet und dann 1988 in den Libanon deportiert (Islamic Fundamentalism, S. 93-94). Klingt das nach Förderung durch die Israelis, die Kristof so töricht wiederholt?

Als die Intifada begann, fürchtete die Muslimbruderschaft Verlust von Einfluss und Popularität an den Islamischen Jihad, der die Bewegung offen wegen ihrer nicht gewalttätigen Haltung verhöhnte. Als Reaktion schuf die Muslimbruderschaft unter Führung von Scheik Ahme Yassin am 9. Dezember 1987 eine Untergruppe, die sich schließlich Hamas nannte und die mit dem Islamischen Jihad bei der Ermordung von Israelis konkurrieren sollte. Das heißt, dass – entgegen Kristof, die Hamas bis 1988 praktisch nicht existierte und Israel nie mit ihr kooperierte.

Mythos: Israel und die Vereinigten Staaten halfen den Krieg in Gaza zu verursachen, indem sie nach der palästinensischen Aussöhnung die Zahlung der Gehälter der öffentlichen Angestellten der Hamas im Gazastreifen ablehnten.

Die unmittelbarste Ursache dieses aktuellen Krieges ist ignorierte worden: Israel und ein Großteil der internationalen Gemeinschaft legten der Anfang Juni gebildeten palästinensischen Regierung des „nationalen Konsens“ untragbare Hindernisse in den Weg.

Israel versuchte sofort die Aussöhnungsvereinbarung zu untergraben, indem es die Hamasführer und die Einwohner des Gazastreifens daran hinderte die beiden wichtigsten Vorteile des Handels zu gewinnen: Die Zahlung der Gehälter an 43.000 Regierungsbedienstete, die für die Hamas-Regierung arbeiteten… (Nathan Thrall, New York Times, 17. Juli 2014)

Fakt: Es war PA-Chef Mahmud Abbas, der gegen die Zahlung der Gehälter an die Hamas-Angestellten war; das zeigen zahlreiche Presseberichte. AP schrieb z.B.:

Anfang dieser Woche deutete Abbas an, dass er keine Eile hat die Hamas-Loyalen zu bezahlen. Er sagte, Hamas solle weiter ihre Gehälter zahlen, „bis wir uns auf eine Lösung einigen“. Er kritisierte zudem die Proteste der Hamas-Loyalen wegen der Gehälterfrage und sagte, das sei „ein schlechtes Zeichen“. (AP, 9. Juni 2014)

Mythos: Weil viel mehr Einwohner des Gazastreifens als Israelis getötet worden sind, ist das israelische Handeln „unverhältnismäßig“.

Sehen Sie, wenn Militante im Gazastreifen Raketen nach Israel schießen, dann hat Israel das Recht zu reagieren, aber im selben Verhältnis. Mehr als 200 Gazaner sind getötet worden, drei Viertel davon Zivilisten, sagen die Vertreter der UNO; ein Israeli wurde getötet. (Nicholas Kristof, New York Times, 16. July 2014)

[Israel] verursacht ein riesiges und unverhältnismäßiges Level ziviler Verluste im Gazastreifen. (Christiane Amanpour CNN, 4. Januar 2009)

Die Beschießung von Zivilisten, ob durch die Hamas oder durch Israel, ist möglicherweise ein Kriegsverbrechen. Jedes menschliche Leben ist wertvoll. Doch die Zahlen sprechen für sich: Fast 700 Palästinenser, die meisten davon Zivilisten, sind seit Ausbruch des Konflikts Ende letzten Jahres getötet worden. Im Gegensatz dazu sind etwa ein Dutzend Israelis getötet worden, viele davon Soldaten. (Rashid Khalidi, What You Don’t Know About Gaza , New York Times Op-Ed, 8. Januar 2009)

Fakt: Erstens waren anders als Khalidi damals schrieb drei Viertel der zu diesem Zeitpunkt getöteten Palästinenser Kombattanten, nicht Zivilisten, darunter 290 Hamas-Kombattanten, die besonders identifiziert worden waren.

Darüber hinaus ist es unmöglich Schlussfolgerungen über Recht oder Unrecht aufgrund der Zahl der Getöteten zu erreichen. Bedenken Sie, dass der japanische Angriff auf Pearl Harbor rund 3.000 Amerikaner tötete. Folgt daraus, dass die USA ihren Gegenangriff gegen die japanischen Streitkräfte hätten beenden sollen, sobald eine gleiche Anzahl Japaner getötet worden war? Da sie das nicht machten: Heißt das, dass die USA unverhältnismäßig, in Verletzung des internationalen Rechts oder gar unmoralisch handelten und dass die Japaner die benachteiligte Seite war? Die Antwort darauf ist ein klares Nein.

Führt man das weiter, dann wurden auf dem pazifischen Kriegsschauplatz im Zweiten Weltkrieg mehr als 2,7 Millionen Japaner getötet, darunter 580.000 Zivilisten, demgegenüber 106.000 Amerikaner, die riesige Mehrheit davon Kombattanten. Folgt dann daraus, dass Japan im Recht war und Amerika im Unrecht? Wieder ist die klare Antwort: Nein. Einfach mehr Tote auf der eigenen Seite zu haben gibt dir nicht Recht.

Verhältnismäßigkeit in dem von Nicolas Kristof und vor ihm von Christiane Amanpour und Rashid Khalidi verwendeten Sinn ist bedeutungslos.

Mythos: Israels Handeln ist illegal, da das internationale Recht Verhältnismäßigkeit fordert.

Das internationale Recht … fordert das Element der Verhältnismäßigkeit. Gibt es einen Konflikt zwischen Nationen oder Staaten, dann gibt es ein Gefühl der Proportionalität. Man kann nicht hingehen und 3000 Palästinenser töten und verletzen, wenn man auf der anderen Seite vier getötete Israelis hat. Das ist unmoralisch, das ist illegal. Und das ist nicht richtig. Und es sollte gestoppt werden. (Dr. Riyad Mansour, Palestinian ambassador to the United Nations, CNN, 3. Januar 2009)

Anwalt Salah Abdul Ati, Direktor der Independent Commission for Human Rights, sgate, die israelische Aggression gegen den Gazastreifen stelle Kriegsverbrechen und massive Verletzungen der Menschenrechte dar, was Strafverfolgung erfordert und dass zur Rechenschaft gezogen wird. (Al Monitor, 11. Juli 2014)

Fakt: Verhältnismäßigkeit im Kriegsrecht hat nichts mit der relativen Zahl der Opfer auf beiden Seiten zu tun. Vielmehr bezieht sie sich auf den militärischen Wert des Ziels (wie viel Folgen würde die Zerstörung des Ziels auf den Ausgang der Schlacht oder des Krieges haben) im Verhältnis zu der erwarteten Bedrohung für das Leben oder Eigentum der Zivilisten. Wenn das Ziel von hohem militärischen Wert ist, kann es auch angegriffen werden, wenn es so scheint, dass es dabei einige zivile Opfer geben wird.

Was „verhältnismäßig“ sein soll (der Begriff wird in den entsprechenden Konventionen nicht einmal verwendet), ist der militärische Wert des Ziels gegenüber dem Risiko für die Zivilisten.

Insbesondere Artikel 51 des Protokolls 1 des Zusatzes zur Genfer Konvention von 1977 verbietet als willkürlich:

5(b) einen Angriff, von dem erwartet werden kann, dass er Nebenverluste an zivilem Leben, verletzte Zivilisten, Schaden an zivilen Objekten oder eine Kombination davon verursacht, die in Bezug auf den konkreten und erwarteten militärischen Vorteil übertrieben ist.

Nach diesem Maßstab schienen Israels Bemühungen Raketen zu zerstören, bevor sie auf israelische Zivilisten geschossen werden können, selbst wenn das palästinensische Zivilisten Risiken aussetzt, dem Kriegsrecht perfekt zu entsprechen. Es gibt keine Anforderung, dass Israel das Leben seiner eigenen Bürger in Gefahr bringt, um das der palästinensischen Zivilisten zu schützen.

Mythos: Die Hamas hat keine andere Wahl als Waffen und Kämpfer in bevölkerten Gebieten zu stationieren, das der Gazastreifen so überfüllt ist, dass es nur dort geht.

[Hamas hat keine andere Wohl Der Gazastreifen ist so groß wie Detroit. Und hier leben 1,5 Millionen, wo es keinen Platz gibt, um sie von woanders zu schießen, als aus der Bevölkerung heraus. (Taghreed El-Khodary, New York Times Gaza reporter, on CNN, 1. Januar 2009)

Fakt: Es gibt sogar jede Menge offenes Gelände im Gazastreifen, einschließlich der leeren Stellen, an denen einst die israelischen Siedlungen standen. Die vom Reporter der Times nachgeplapperte Behauptung der Hamas ist Unsinn.

Darüber hinaus ist die eigenen Zivilisten um oder nahe an ein militärisches Ziel zu stellen, um als „menschliche Schutzschilde“ zu dienen, von der Vierten Genfer Konvention verboten:

Art. 28: Die Anwesenheit einer geschützten Person darf nicht genutzt werden, um bestimmte Punkte oder Gebiete für militärische Operationen immun zu machen.

Artikel 58 des Protokolls 1 des Zusatzes zur Genfer Konvention von 1977 (die die PA anerkannt hat) geht diesbezüglich noch weiter und fordert, dass die Hamas palästinensische Zivilisten aus dem Umfeld ihrer militärischen Einrichtungen entfernt, zu denen jeder Ort gehört, an dem Waffen, Mörsergranaten, Bomben und ähnliches hergestellt, gelagert oder von wo aus diese verschossen werden, ebenso von jeden Ort, an dem Kämpfer trainieren, sich sammeln oder verstecken. Hier ist der Text, der die Konfliktparteien auffordert,

(a) … sich zu bemühen die Zivilbevölkerung, einzelne Zivilisten und zivile Objekte unter ihrer Kontrolle aus der Umgebung militärischer Objekte zu entfernen;

(b) es zu vermeiden militärische Objekte in oder nahe dicht besiedelte Bereiche zu stationieren;

(c) alles weiteren notwendigen Vorkehrungen zu treffen, um die Zivilbevölkerung, Einzelpersonen und zivile Objekte unter ihrer Kontrolle gegen die Gefahren zu schützen, die von militärischen Operationen ausgehen.

Selbst die UNRWA trug ihre Meinung dazu bei, als sie am 17. Juli die „Gruppe oder Gruppen“ verurteilte, die Raketen in einer von der UNO betriebenen Schule in Gaza versteckt hatte.

Die Hamas als defacto-Regierung im Gazastreifen ist für die in zivilen Gebäuden und Bereichen versteckten Raketen und andere Waffen verantwortlich und hat eindeutig alle drei der oben angeführten Bestimmungen verletzt.

Mythos: Israel ist im Unrecht, wie les nicht fair kämpft: Es hat eine Raketenabwehr und Bunker, die Palästinenser aber nicht.

Ben Wedeman, leitender internationaler CNN-Korrespondent: Es wird noch viel schlimmer. Hier im Gazastreifen ist es bereits schlimm, Erin wir haben nach Angaben unserer Quellen derzeit eine Zahl von 113 Toten. Wenn man im Hinterkopf behält, dass die Palästinenser natürlich kein System Eiserne Kuppel haben, das die israelischen Raketen vom Einschlag abhält, gibt es für die Zivilisten hier keine Luftschutzsirenen, die die Leute vor einfliegenden Angriffen warnen. Es gibt keine Bunker. Es gibt Luftschutzräume, es gibt nichts, wo man sich verbergen kann. (CNN, 11. Juli 2014)

Fakt: Warum hat die Hamas keine Bunker für die Zivilisten im Gazastreifen gebaut? Wer hält sie davon ab? Die Hamas hat riesige Mengen Zement importiert, doch dieser wurde dem zivilien Sektor gewaltsam abgezogen und stattdessen für den Bau von Bunkern und Tunneln für Hamasführer und -kämpfer verwendet, ebenso für die Positionen versteckter Raketenabschussrampen und unterirdischen Lagern voller Waffen, einschließlich Langstreckenraketen.

Dass andererseits Israel seit den frühen 1990-er Jahren verlangt, dass alle neuen Häuser einen sicheren, armierten Raum haben und der Bau von (oft rudimentären) Luftschutzräumen in den Gemeinden nahe des Gazastreifens hat geholfen israelische Zivilisten vor Hamas-Angriffe zu schützen, allerdings zu Kosten von mehr als einer Milliarde Dollar.

Es ist schon ironische, dass Israel für erfolgreichen Schutz seiner Zivilisten durch Befolgung des internationalen Rechts kritisiert wird, während man die Hamas als Opfer darstellt, weil sie genau dieses internationale Recht verletzt.

Mythos: Der Gazastreifen ist eines der „am dichtesten besiedelten Gebiete“ der Erde.

Kritiker sagen Israels schwere Bombardierung eines der am dichtesten besiedelten Gebiete der Welt ist an sich der Hauptfaktor dafür, dass die Zivilisten gefährdet sind. Sarit Michaeli von der israelischen Menschenrechtsgruppe B’Tselem sagte, dass zwar menschliche Schutzschilde zu nutzen das internationale Menschenrecht verletzt, dies aber „Israel nicht die Rechtfertigung gibt das internationale Menschenrecht auch zu verletzen“. (AP via Politico, 12. Juli 2014)

Fakt: Der Gazastreifen ist weit davon entfernt das am dichtesten besiedelte Territorium der Welt zu sein – viele Orte der Welt, einige reich und andere sehr arm, sind dichter besiedelt als der Gazastreifen. Nur einige Beispiele:

Bereich Bevölkerungsdichte
(Personen / Quadratmeile)
Gazastreifen 8.666
Washington DC 9.176
Gribraltar 11.990
Singapur 17.751
Hong Kong 17.833
Monaco 41.608
Macau 71.466
Kairo 82.893
Kalkutta 108.005
Manila 113.810
Quellen: Statistical Abstract of the United States, 2004-2005, Tabellen 18 und 1321; Demographia — Population Density: Selected International Urban Areas and Components )

Mythos: Trotz Israels Abzug aus dem Gazastreifen im Jahr 2005 besetzt es diesen noch über seine Kontrolle der Grenzen des Territoriums, der Küstengewässer, des Luftraums und der Stromversorgung.

Trotz Israels Abzug von Siedlungen und Militärbasen im Jahr 2005 bleibt Gaza sowohl in Realität als auch nach dem internationalen Recht besetzt; seine Grenzen, Küstengewässer, Ressourcen, Luftraum und Stromversorgung werden von Israel kontrolliert.

Die Palästinenser des Gazastreifens sind also ein besetztes Volk … (Seumas Milne, The Guardian, 16. Juli 2014)

Fakt: Von den Landgrenzen mit dem Gazastreifen kontrolliert Israel recht natürlich diejenigen, die an Israel stoßen; die Grenze zu Ägypten bei Rafah wird von Ägypten kontrolliert. Darüber hinaus ist unter dem internationalen Recht klar, dass Israel Gaza nicht besetzt. Botschafter Dore Gold formulierte das in einem detaillierten Bericht zum Thema so:

Das tonangebende Dokument zur Definition des Bestehens einer Besatzung ist die Vierte Genfer Konvention von 1949, „über den Schutz von Zivilpersonen in Kriegszeiten“. Artikel 6 der Vierten Genfer Konvention erklärt ausdrücklich: „Die Besatzungsmacht soll für die Dauer der Besatzung in dem Maß gebunden sein, dass diese Macht die Funktionen der Regierung in diesem Territorium ausübt…“ Wenn keine israelische Militärregierung ihre Amtsbefugnis oder eine „der Funktionen einer Regierung“ im Gazastreifen ausübt, dann gibt es keine Besatzung. (Legal Acrobatics: The Palestinian Claim that Gaza is Still “Occupied” Even After Israel Withdraws, Botschafter Dore Gold, JCPA, 26. August 2005)

Doch was ist, wenn wir trotzdem Milnes Behauptung ernst nehmen, dass Israel die Besatzungsmacht und daher rechtlich die souveräne Macht im Gazastreifen ist? In diesem Fall wäre der zuständige Gesetzeskorpus die Haager Landkriegsordnung sein, in der der entsprechende Artikel besagt:

Da die Ausübung der legitimen Macht faktisch in die Hände des Besatzers übergegangen ist, muss letzterer alle in seiner Macht stehenden Maßnahmen anwenden, um die öffentliche Sicherheit und Ordnung wiederherzustellen und – soweit möglich – sicherzustellen, wobei die in Kraft befindlichen Gesetze des Landes, außer das wird absolut verhindert, eingehalten werden. (Artikel 43, Laws and Customs of War on Land (Hague IV); 18. Oktober 1907)

Nach diesem Artikel wäre daher Israels Einmarsch in den Gazastreifen völlig legal als legitime Ausübung der Verantwortung Israels zur Wiederherstellung und Sicherstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in Gaza. Dazu würde auch die Beseitigung der Hamas gehören, die nach Milnes Logik im Gazastreifen eine illegitime Macht ist. Nach dem internationalen Recht – und den Oslo-Vereinbarungen – hat die Hamas keinesfalls das Recht Waffen zu horten und Israel anzugreifen und Israel ist daher berechtigt Maßnahmen zur Entwaffnung der Hamas zu treffen und zu verhindern, dass sie sowohl die israelische Bevölkerung als auch die von Gaza terrorisiert. Das ist die zwangsläufige Logik der Haltung Milnes.

Gaza-Widerstand

29. Juli 2014 um 17:00 | Veröffentlicht in Karika-Tour, Nahost-Konflikt, Palästinenser | 1 Kommentar
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DryBones, 15. Juli 2014

Was wer wo sein kann und darf

28. Juli 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in Israel, Palästinenser | 2 Kommentare
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gefunden auf Facebook und leicht eingedeutscht:

wer-was-sein-kann

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (27.07.-02.08.2014)

27. Juli 2014 um 22:38 | Veröffentlicht in Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO, USA | 1 Kommentar
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Sonntag, 27.07.2014:

Zahlen:
– Es gibt zwei weitere tote Soldaten; sie erlagen Samstag im Krankenhaus ihren Verletzungen. Zum Tageswechsel sind jetzt 43 Israelis getötet worden.
– Von 20 Uhr Samstag bis 9.30 Uhr Sonntag wurden 25 Raketen auf Israel geschossen, 4 davon wurden abgefangen.
– Nach arabischen Angaben wurden inzwischen 1.031 Araber im Gazastreifen getötet (nach unten korrigiert von vorher 1.062)
– Seit Wiederaufnahme der Angriffe bis 20 Uhr hatte die IDF 20 Terrorziele getroffen, darunter Tunnel, Raketenwerfer, Terror-Infrastruktur.

Mittlerweise ist bestätigt, dass die Hamas die Rakete auf die UNO-Schule schoss, bei der so viele Geflüchtete umkamen. Auch eine israelische Mörsergranate traf den Schulhof, die IDF gibt allerdings an, dass dieser zu diesem Zeitpunkt leer war.

Am Freitagabend wurden 2 jugendliche Araber zusammengeschlagen, die Täter sollen Juden sein. Die Polizei sucht nach ihnen.

Der ach so säkulare Mahmud Abbas ruft zum Frieden „Krieg für Allah“ – die „Westbank“ bricht in Gewalt aus. Bisher gibt es 9 Tote (Samstag bis Sonntagnachmittag)

Am Mittag wandte sich die Hamas an einen UNO-Gesandten, um die Waffenruhe verlängern zu lassen. Sie sagte, sie werde einer 24-stündigen humanitären Waffenruhe zustimmen, die um 14 Uhr beginnen sollte. Das Raketenfeuer ging allerdings ungehemmt weiter.

Die ägyptische Armee zerstörte 13 Tunnel zwischen dem Gazastreifen und Ägypten. Sie tötete zudem 11 Terroristen.

Die Volkswiderstandskomitees drohen: Juden, die es ablehnen „Palästina“ zu verlassen, werden geköpft.

Obama an Netanyahu: Israel muss einen bedingungslosen Waffenstillstand eingehen. Und ein langfristiger Deal muss die Demilitarisierung des Gazastreifens beinhalten. (Dürfte beides an den Terroristen scheitern.) Danny Danon schoss zurück: „Wir brauchen einen Feuerpause von Obamas Angriffen.“

IDF Videos:
– Hamas schießt Raketen von einem Schulgelände und von einem Friedhof.
IDF lenkt Rakete um, damit keine Zivilisten getroffen werden.

Montag, 28.07.2014:

Zahlen:
7 Uhr: Während der letzten 24 Stunden griff die IDF 40 Terrorziele und 2 Tunnel an. Seit Beginn der Operation musste 133 Soldaten in israelischen Krankenhäusern behandelt werden.
– Bei den Kämpfen wurden Montag insgesamt 5 israelische Soldaten getötet, einer am Nachmittag im südlichen Gazastreifen, vier weitere an der Grenze (der Mörserangriff auf Echkol).
20:30 Uhr: Die Araber geben an, dass durch die Angriffe der IDF am Montag 18 Personen getötet und 70 verletzt wurden. 5 der Toten soll es in Jabalya gegeben haben.
– Die Hamas soll in den letzten Tagen mehr als 30 „Kollaborateure“ hingerichtet haben.
– Mehr als 200 Raketen der Terroristen schlugen noch im Gazastreifen ein.

Waffenstillstandsvorschläge:
Obama versuchte gestern Netanyahu stark unter Druck zu setzen einer bedingungslosen Waffenruhe zuzustimmen, der dann Gespräche über die Bedingungen der Hamas folgen sollten. Netanyahus Forderung nach Demilitarisierung des Gazastreifens wischte der US-Präsident beiseite, das sei Sache von Endstatusverhandlungen.
Mahmud Abbas gab gegenüber ein saudischen Zeitung an, der ägyptische Vorschlag erfülle alle Forderungen der Palästinenser, einschließlich der Aufhebung der Belagerung und der Öffnung der Grenzübergänge. (Die Hamas hatte den Vorschlag abgelehnt.)
John Kerry: Frieden mit Gaza „muss zur Entwaffnung der Hamas führen“. Wovon träumt der sonst noch?
– Die Hamas ließ wissen, dass sie damit rechnet, dass Ägypten seine Waffenstillstandsforderungen zugunsten der Terroristen abändert.
Mahmud Abbas ist mit einem Team auf dem Sprung nach Kairo, um einen Waffenstillstand auszuhandeln. Zu der Gruppe gehören auch Mitglieder das Hamas.

Eine Umfrage in Israel ergab, das 87% der Bevölkerung dafür sind die Operation im Gazastreifen fortzusetzen. Im WDR2 wurde das heute „kritisch“ gesehen und unterstellt, dass die Israelis keinen Frieden wollen. Das ist Unsinn – sie wollen Frieden, deshalb wollen sie, dass diesmal die Aktion endlich bis zu Ende geführt wird, statt vorzeitig abzubrechen und die Terroristen wieder Kraft gewinnen zu lassen, damit es in die nächste Runde geht!

Hamas-Sprecher Sami Abu Zuhri log, was das Zeug hält: Israel zeige durch seine Angriffe Respektlosigkeit vor den Muslimen und ihrem Ramadan-Abschlussfest, lehne jegliche humanitäre Ruhepause ab und sei alleine verantwortlich für die Eskalation im Gazastreifen. (Und das, nachdem die Araber JEDEN EINZELNEN Waffenstillstand gebrochen haben!) Israel hatte heute lange lediglich weiter Tunnel gesucht, dafür alles andere Feuer eingestellt, soweit Soldaten nicht angegriffen wurden.

Der UNO-Sicherheitsrat verabschiedete eine (nicht bindende) Resolution mit einer Forderung nach einem bedingungslosen Waffenstillstand. Israels UNO-Botschafter kommentierte, das sei ein unglaubliches Dokument, „das nicht ein einziges Mal die Hamas oder Israels Recht auf Selbstverteidigung erwähnt. Die Hamas hat die Millionen Dollar, die Sie ihr gespendet haben, für Waffenkauf und Tunnelbau genutzt und die Welt ist immer noch von dem geschockt, was die Hamas gebaut hat.“
Benjamin Netanyahu kritisierte: Die UNO kümmert sich nur um die Bedürfnisse der Terroristen, nicht um die Israels.
Ban Ki-moon griff „die politischen Führer auf beiden Seiten“ an – sie hätten nicht den Willen die Kämpfe zu beenden. Er fragte, warum dieser Führer „ihr Volk von den jeweils anderen töten lassen“. Das sei nicht verantwortlich, sondern moralisch falsch. (Der Mann vergisst geflissentlich, dass Israel gerne aufhören würde, wenn es denn nicht weiter beschossen würde!)

In Lehavim in Südisrael wurden 8 Autos mit Hakenkreuzen besprüht.

Ägypten verurteilte Israels Einsatz von „übertriebener Gewalt“ im Gazastreifen.

Dienstag, 29.07.2014:

Zahlen:
– Über Nacht beschoss die IDF 150 Terrorziele im Gazastreifen, darunter das Haus von Ismail Haniyeh.
Im Soroka-Krankenhaus in Beer Sheva liegen derzeit 36 Soldaten.
Leichenhallen in Gaza geben an, dass es wieder rund 100 Tote gegeben hat, was die Gesamtzahl der Toten auf 1.190 steigen ließ.
– Innerhalb von 3 Wochen schossen die Terroristen mehr 2.600 Raketen auf israelische Zivilisten.

Die Hamas prahlt wieder: Sie behauptet im Besitz iranischer Zelzal-Raketen zu sein. Diese Raketen der iranischen Revolutionsgarden können einen Sprengkopf von 600kg bis zu 200km weit tragen.

Ein Imam aus Jerusalem hat einen sehr friedensfördernden Vorschlag: Ägypten sollte den Gazastreifen annektieren und dann die arabischen Armeen bei der Vernichtung der Juden anführen.
Und aus dem Gazastreifen klingt es ähnlich: Unsere Doktrin beinhaltet die Auslöschung der Juden.
Die Hamas schickte noch ein nettes Liedchen über den Äther, mit dem die Entführer und Mörder der drei israelischen Jugendlichen gefeiert wurden.

Waffenstillstands-Heckmeck:
John Kerry: Israel selbst hat ägyptischen Waffenstillstand ohne Vorbedingungen akzeptiert.
Die PLO verkündete, Hamas habe einem 24-stündigen einseitigen Waffenstillstand zugestimmt, der auf 72 Stunden ausgedehnt verlängert werden kann. Die Hamas bestreitet das.

Auf die Polizeiwache in Kfar Kassem wurden Montagabend Steine und eine Eisenstange geworfen; Sonntagabend ein Brandsatz

Ismail Haniyeh tönte, Steine zu zerstören (sein Haus) werde die Entschlossenheit der Terroristen nicht brechen.

Die Hamas hofft darauf, dass die Hisbollah am Libanon eine weitere Front gegen Israel eröffnet.

Im Sinai hat das ägyptische Militär 7 Terroristen getötet und 5 festgenommen.

Mittwoch, 30.07.2014:

Zahlen:
– Heute fielen 3 israelische Soldaten in einem mit Sprengfallen versehenen Haus (Gesamtzahl jetzt: 56). Bei der Aktion wurden weitere 15 Soldaten verwundet.
– Über Nacht führte die IDF 206 gezielte Angriffe auf Terrorziele an.
– Seit dem frühen Mittwochmorgen griff die IDF 40 Terror-„Hotspots“ im Gazastreifen an.
Stand nach Angaben aus dem Gazastreifen (17:30): Mittwoch 76 Tote, 1.300 seit Beginn der Operation.

Die IDF gibt an, dass sie das Elektrizitätswerk im Gazastreifen nicht beschossen hat; es kann allerdings möglich sein, dass es versehentlich getroffen wurde, die Sache wird weiter untersucht.

Die Schüsse auf die UNRWA-Schule waren eine Antwort auf einen Mörserangriff.

Israel rief eine humanitäre Waffenruhe aus, die von 15 bis 19 Uhr gelten sollte. (Sie gilt nicht für Bereiche des Gazastreifens, in denen die Soldaten agieren.

Die USA verurteilten Israels Beschuss der UNO-Schule.

Die Hamas hatte eine Heckenschützenposition im 10. Stock des Hauptsitzes des Roten Kreuzes in Gaza eingerichtet.

IDF-Videos von Terroraktivitäten, die Kriegsverbrechen darstellen:
Raketenschüsse aus öffentlichen Gebäuden.
Waffenverstecke in Schulen, Moscheen und Krankenhäusern.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Hamas-Militärchef Mohammed Deif: Kein Waffenstillstand, bevor nicht die Belagerung aufgehoben ist.
– Ein hochrangiger Hamas-Offizieller sagte, die Grenzübergänge seien Sache der Einheitsregierung, die Tunnel stünden aber nicht zur Debatte, sie seien die Waffe des Widerstands und nicht verhandelbar.
– Ein PLO-Vertreter sagte, Hamas und PIJ hätten zugestimmt, sich einer Delegation in Kairo anzuschließen.

Donnerstag, 31.07.2014:

Zahlen:
– Die IDF berichtet, dass in den letzten 24 Stunden (also den gesamten Mittwoch über) 36% der Terror-Raketen noch im Gazastreifen einschlugen: Von 140 auf Israel geschossenen Raketen schlugen 81 Israel ein, 9 wurden abgefangen, 50 fielen im Gazastreifen. (Die IDF griff ca. 80 Terrorstellen an.)
– Die 3 toten Soldaten gestern starben in einer UNRWA-Klinik, die die Terroristen mit Sprengsätzen (insgesamt 80kg Sprengstoff) gespickt hatten und in der sich der Eingang zu einem Terrortunnel befand. (Die Verurteilung solcher Kriegsverbrechen durch die UNO oder die „internationale Gemeinschaft“ fehlt immer noch – die hatten sich gerade mal mühsam dazu aufgerafft beim ersten Raketenfund in einer UNO-Schule etwas zu sagen. Das war’s dann aber auch schon.)
– Donnerstagmorgen: Innerhalb der letzten 24 Stunden traf die IDF 110 Terrororte, darunter 5 Kommandozentren; die Terroristen schossen gestern 140 Raketen nach Israel; 50 weitere schlugen noch im Gazastreifen ein
– Insgesamt schossen die Terroristen in den letzten 3 Wochen 2.825 Raketen nach Israel.
– Weitere 16.000 Reservisten wurden heute einberufen.
– Bei den Mörserangriffen auf den Kreis Eschkol am Abend wurden insgesamt 8 Personen verletzt, 3 davon schwer.
– Die UNRWA gibt an, dass 7 ihrer Leute am Mittwoch getötet wurden; nähere Angaben wurden nicht gemacht (eine ganze Reihe UNRWA-Bediensteter sind Mitglieder von Terrorgruppen und haben sich entsprechend betätigt!).

In Beer Sheva wurde ein Jugendlicher wegen Aufstachelung und Rassismus gegen Araber festgenommen.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Eine israelische Delegation ist zu Waffenstillstandsgesprächen nach Kairo gereist.
Yair Lapid: Die Operation geht weiter, bis alle Terrortunnel zerstört sind.
Netanyahu: Wir sind entschlossen die Tunnel komplett zu zerstören, mit oder ohne Waffenstillstand.
– Al-Jazira berichtet, Kerry und Ban Ki-moon schlagen eine 72-stündige Waffenruhe vor.
– Die Schweiz drängt auf eine internationale Konferenz zum Schutz der Zivilisten im Gazastreifen.
Ein PA-Vertreter sagte, die Waffenstillstandsverhandlungen seien „tot“, weil Israel darauf besteht die Aktionen gegen die Tunnel fortzusetzen.
– Der UNO-Sicherheitsrat forderte erneut einen sofortigen Waffenstillstand.

IDF-Videos:
Hamas feuert Raketen aus zivilen Bereichen. (eine Karte dazu)
Sprengung eines Terrortunnels.
Gang durch eine Moschee: Waffenlager und 2 Tunneleingänge
Terrortunnel unter einer Moschee

Freitag, 01.08.2014: Zahlen:
gestern und über Nacht wurden 120 Terrorziele beschossen; 2 Terroristen festgenommen; 3 schon entdeckte Terrortunnel gesprengt, 2 weitere gefunden;
– Am gestrigen Tag stieg die Zahl der gefallenen Soldaten auf 61.
Am Abend geben die Araber an: 62 Tote, 350 Verletzte.
– Heute haben die Terroristen 61 Raketen aus dem Gazastreifen nach Israel geschossen (21:00)

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Die Hamas beschuldigte Israel die Waffenruhe mit Feuer auf „Gebiete an der Grenze zum Gazastreifen“ gebrochen zu haben. Der Bruch der Waffenruhe sei vorhersehbar gewesen, Israel breche Vereinbarungen immer. (Sagt ein Vertreter derer, die bisher noch jeden Waffenstillstand gebrochen hat…)
Die UNO drängt „die palästinensischen Parteien“ ihre Verpflichtung für eine Waffenruhe zu bestätigen (Meldung von 14:10). Die EU ruft Israel und die Hamas auf das Waffenstillstandsabkommen zu erneuern.
Die Hamas behauptete erst einmal, die behauptete Entführung eines israelischen Soldaten sei ein Versuch der Israelis ihre Verletzung des Waffenstillstands zu rechtfertigen.
John Kerry ist wütend: Die Verletzung der Waffenruhe durch die Hamas sei „empörend“, der entführte Soldat ist sofort freizulassen. (Als wenn die Terroristen darauf etwas geben würden…)
Ban Ki-moon ist „schockiert und enttäuscht“, dass die Hamas den Waffenstillstand gebrochen hat. (Ist das eine Verurteilung?)
– Ein Vertreter des PIJ sagt, die Ägypter hätten die Waffenstillstandsgespräche erst einmal auf unbestimmte Zeit verschoben.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (20.-26.07.2014)

20. Juli 2014 um 22:04 | Veröffentlicht in Araber, EU-Europa, Europa, Europa+Nahost, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, USA | 1 Kommentar
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Sonntag, 20.07.2014:

Zahlen:
Bilanz am Ende des 19.07. (Mitternacht): Während der letzten 12 Tage haben die Terroristen 1.768 Raketen auf Israel geschossen, das ist im Schnitt eine alle zehn Minuten.
– Stand 13:30 Uhr: Die Terroristen schossen während der letzen 13 Tage insgesamt 1.780 Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel.
– Seit dem 8. Juli haben die Terroristen allein aus Shuja’iya mehr als 140 Raketen auf Israel geschossen. (Das ist der Ort/das Viertel, das die IDF seit dem Morgen so massiv beschoss.)
– Seit Beginn der Bodenoffensive hat die IDF 36 Terrortunnel und 450 weitere Terrorziele zerstört. In den Tunneln fanden die Soldaten jede Menge Panzerfäuste, Sprengsätze, Betäubungsmittel, mit Sprengfallen versehene Waffen, Funkgeräte, Minibunker. Dabei wurden mehr als 85 Terroristen getötet, alleine Samstag 20. 23 Soldaten wurden bisher verletzt, 3 davon schwer, 2 mittelschwer, der Rest leicht. 5 Soldaten wurden bisher getötet. 48.000 Soldaten wurden einberufen, weitere 18.000 sollen kommen.
– In Shuja’iya wurden bisher mehr als 30 Soldaten verletzt (ca. 15 Uhr). Die Zahl der seit Donnerstag getöteten Terroristen stieg auf 130 (800 Verletzte Terroristen). Al-Mayadin meldet 40 Tote durch Beschuss von Shuja’ija.
Stand 18 Uhr: Bei den Kämpfen im Gazastreifen wurden seit gestern Abend 13 Soldaten der Golani-Brigade getötet.
– ca. 21:30 Uhr: Die Araber geben an, dass es in den letzten 24 Stunden 100 Tote bei ihnen gab.
– Gesamtbilanz heute: 70 Raketen sind in Israel eingeschlagen; weitere 16 wurden abgefangen. Es wurden 6 Tunnel entdeckt (und zerstört; einer war 1,2km lang, enthielt jede Menge Sprengstoff und hatte einen Ausgang in Israel).
Gesamtbilanz Bodenoffensive (Stand: 23:30 Uhr): mindestens 110 tote Terroristen, 1.320 Terrorziele beschossen.

Die Hamas tönt weiter: Wir werden unsere Jugend mit 250.000 Handgranaten ausrüsten.

Hamas hält Journalisten davon ab den Gazastreifen über den Übergang Erez zu verlassen.

Ein Hamas-Sprecher behauptete Israel habe der Waffenruhe nicht zugestimmt, die Israel seit 13:30 Uhr einhielt.

Die Gas-Pipeline im Sinai wurde erneut (zum insgesamt 7. Mal) von Terroristen gesprengt.

Ägypten verurteilte „die Eskalation im Gazastreifen, besonders den Angriff in Shuja’iya… In diesen schweren Zeiten steht es auf Seiten der Palästinenser.“

Ein Vertreter Qatars sagte, das Emirat werde keinen Druck auf die Hamas ausüben ihre Forderungen herunterzuschrauben oder zu verändern. Man agiere nur als Übermittler. Das Emirat hatte einen auf den Forderungen der Terroristen basierenden Waffenstillstandsvorschlag gemacht, der aber von der Hamas abgelehnt worden war.

Dreimal hat Israel einer Waffenruhe zugestimmt. Dreimal hat die Hamas die Zeit zum Weiterschießen genutzt.

Aus dem Gazastreifen kommen Stimmen, die Israel auffordern den Strip zu erobern, um sie von der Hamas zu befreien.

Montag, 21.07.2014:

Zahlen:
– Bilanz gestern: 13 Tunnel (mit 39 Zugängen) entdeckt; 87 Raketen auf Israel, 70 schlugen in Israel ein; 16 abgefangen; die IDF traf 187 Terrorziele. 20 Soldaten wurden bei den Kämpfen über Nacht verletzt (11 mussten zur Behandlung ins Krankenhaus). Seit Beginn der Bodenoffensive wurden 92 Soldaten verletzt (Stand: 9 Uhr). Bis Mittag belief sich die Zahl der in Krankenhäusern behandelten Soldaten auf 101. Am Montag wurden mindestens 30 Soldaten im Kampf verletzt, 3 davon schwer. Seit gestern Abend fielen insgesamt 7 Soldaten.
Die Araber geben an (während der Nacht), dass die Israelis im Gazastreifen bisher 469 Menschen töteten. Am späten Morgen nennen sie die Zahl von über 500. Bis Mittag steigerten sie sie auf 509.
– Seit Beginn der Luftoffensive wurden insgesamt 1.930 Raketen auf Israel geschossen, von denen 387 abgefangen wurden. Die IDF gibt an 2.800 Terrorziele beschossen zu haben. 18 Tunnel wurden zerstört, 45 weitere gefunden.
Stand 16 Uhr: 62 Raketen schlugen in Israel ein, weitere 14 wurden abgefangen.

Ban Ki-moon hat wieder Kritik nur für Israel, nicht für die Terroristen: Israel handelt unverantwortlich, es schone die Zivilisten nicht, die Menschenrechte würden nicht eingehalten. Eskaliert würde die Lage durch Israel.
Der spanische Außenminister forderte „einen sofortigen Waffenstillstand“. Er fordert von Israel „Verhältnismäßigkeit“ beim Vorgehen im Gazastreifen.
Kuwait appelliert an Ban Ki-moon, er solle die „israelische Aggression“ beenden.

Die Nachricht der Hamas, sie habe einen israelischen Soldaten entführt, führte zu Jubelorgien im Gazastreifen. Die Facebookseite der Fatah zeigte Fotos aus Tulkarm (Samaria), auf denen „Aktivisten“ zur Feier der (angeblichen) Entführung eines Soldaten Süßigkeiten verteilten.

Die IDF veröffentlichte weitere Belege dafür, dass die Hamas Raketen von Wohnhäusern, Spielplätzen und sogar Krankenhäusern aus nach Israel schießt.

Mehr als 3.000 arabische Israelis „protestierten“ Montag in Nazareth gegen die Bodenoffensive im Gazastreifen. Sie bewarfen Polizisten mit Steinen und Flaschen. 10 Personen wurden festgenommen.

Vor zwei Tagen wurde ein Baby von einer Rakete schwer verletzt. Der Zustand des Mädchens hat sich heute deutlich verbessert.

Arabische Israelis haben zu einem Streik wegen der Offensive im Gazastreifen aufgerufen.

Terrorchef Haniyeh betonte in einer aufgezeichneten Fernsehrede erneut: Einen Waffenstillstand wird es nicht geben, wenn Israel nicht vor den Forderungen der Terroristen kapituliert. Und die beinhalten alles, was Israel unternehmen kann, um sich vor den arabischen Mördern zu schützen – im Gegenteil, es soll den Mördern den Job erst ermöglichen und sich als Opfer gefälligst willig zur Verfügung stellen.

Dienstag, 22.07.2014:

Zahlen:
Montag wurden über Tag 2 weitere Soldaten bei den Kämpfen im Gazastreifen getötet.
– Heute schoss die Eiserne Kuppel die 1.000. Rakete vom Himmel. Der erste wurde am 7. April 2011 abgeschossen.
Stand 19 Uhr: 41 Raketen auf Israel geschossen, 28 schlugen ein, 11 wurden abgefangen. 2 fielen noch im Gazastreifen.
– Stand 4 Uhr morgens: 2.040 Terrorraketen auf Israel geschossen – im Durchschnitt mehr als 145 pro Tag.
– Stand 13:30 Uhr: Nach Angaben der Araber wurden von der IDF bisher insgesamt mehr als 600 Menschen im Gazastreifen getötet. Gegen 22:30 Uhr gegen sie 604 Tote an.
– Stand 16 Uhr: Heute wurden (bisher) 14 Terroristen getötet und 187 Terrorziele zerstört.
– Stand 23:30 Uhr: Heute wurden 100 Terrorziele getroffen.
– Stand 18:30 Uhr: Heute wurden 5 verletzte Soldaten ins Krankenhaus Hadassah Ein Kerem gebracht; dort werden derzeit insgesamt 13 Soldaten behandelt.
– Zu den heute angegriffenen Terrorzentren gehörten 3 Moscheen.
– Das Barzilai-Krankenhaus in Aschkelon hat in den letzten 24 Stunden 50 während der Operation Schützende Schneide verletzte Personen aufgenommen; insgesamt wurden/werden dort 479 Opfer behandelt.

Heute Morgen gab es ein Feuergefecht mit Terroristen. 10 wurden getroffen. Andere benutzten einen Krankenwagen zur Flucht. Dieser wurde NICHT BESCHOSSEN.

Soldaten entdeckten einen Raketenwerfer direkt neben einer Schule im Gazastreifen.

Zum 2. Mal innerhalb einer Woche entdeckte die UNRWA Raketen in einer ihrer Schulen. Sie ist „empört“.

Ban Ki-moon fuhr seine „Kritik“ an Israel heute etwas zurück, fordert aber immer noch mehr israelische Zurückhaltung. Die Raketen der Terroristen verurteilte er „strongly“ („stark“), ebenso die Nutzung von zivilen Orten wie Schulen, Krankenhäusern usw. zu militärischen Zwecken. (Die gleichen harschen Worte wie zuletzt für Israel hat er den Terroristen gegenüber aber bisher nicht verwendet.)

Der französische Außenminister Fabius musste wieder was loswerden: Er verurteilte „die Massaker in Gaza“ und forderte einen Waffenstillstand. (Der hat offenbar immer noch nicht begriffen, dass die Terroristen diejenigen sind, die die Waffenruhe ablehnen!)
Der britische Oppositionsführer mag nicht zurückstehen und schäumte, er könne den furchtbaren Tod Hunderter Palästinenser nicht verteidigen. (Labour war aber schon immer antiisraelisch; die schlimmsten aktuellen Antisemiten der britischen Politik stammen aus dieser Partei, auch wenn sie ihr zum Teil nicht mehr angehören, weil sie ihnen noch zu zahm war.)

Ägypten schlug in den Gesprächen mit John Kerry vor, dass die Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen Teil eines Waffenstillstandsvorschlags sein sollten. (Die haben auch den Schuss nicht gehört: Die Hamas hat diese Verhandlungen immer abgelehnt und heftig verurteilt!)

Mittwoch, 23.07.2014:

Zahlen:
Gefallene: Dienstagabend fielen 2 weitere Soldaten; das sind insgesamt 29 Gefallene. Mittwochmorgen fielen 3 weitere Offiziere und Unteroffiziere; insgesamt 32 Gefallene.
ca. 7:30 Uhr: Die IDF beschoss innerhalb der letzten 24 Stunden mehr als 200 Terrorziele, seit Beginn der Operation Schützende Schneide 3.250.
– Heute beschoss die IDF mehr als 100 Terrorziele im Gazastreifen, seit Beginn des Kriegs 3.333. Seit Beginn der Bodenoffensive wurden mehr als 200 Terroristen getötet.
– Raketenterror seit Beginn der Operation (12:45): 2.239 auf Israel geschossen, 442 davon abgefangen, 1.730 fielen in offenem Gelände
– verletzte Soldaten in Krankenhäuser gebracht: 8 ins Hadassah Ein Kerem am Morgen. Am Nachmittag weitere 26, einige davon relativ schwer verletzt.

Die IDF beschoss gestern das Wafa-Krankenhaus beschossen. In den Nachrichten bei uns wurde das groß gebracht. Ausgelassen wurden die Gründe: Seit Tagen wurden die Soldaten aus dem Krankenhausgelände heraus mit leichten und schweren Waffen beschossen; es diente außerdem als militärisches Kommandzentrum. Die IDF hatte die Krankenhaus-Verwaltung, die Hamas-Chefs und jede Menge anderer maßgeblicher Leute gewarnt, dass das aufhören muss. Die Warnungen wurden ignoriert. Schweren Herzens traf die Militärführung die Entscheidung dieses militärische Ziel anzugreifen und die Bedrohung zu eliminieren.

Die UNRWA hatte zum zweiten Mal Raketen in einer Schule entdeckt. Wieder der Umgang damit wie beim letzten Mal: Die „relevanten Seiten“ wurden unterrichtet, damit die Waffen aus der Schule entfernt werden. Heißt: Die Hama darf die Raketen wieder in Betrieb nehmen.

Die IDF fand in einem Tunnel zwischen Gazastreifen und Israel wieder ein mächtiges Waffenlager -diesmal alles IDF- Material.

Mal was Anständiges von der EU: Die 28 Mitgliedstaaten forderten Hamas und den Palästinensischen Islamischer Jihad auf sich zu entwaffnen; das wahllose Raketenfeuer aus dem Gazastreifen sei „kriminell und nicht zu rechtfertigen“. Sie konnten es aber auch wieder nicht unterlassen Israel Unverhältnismäßigkeit zu unterstellen und Proportionalität zu fordern.

Journalist John Reed twitterte heute: “Sah, wie 2 Raketen nahe dem Shifa-Krankenhaus auf israelische geschossen wurden, während weitere Bombenopfer hereingebracht wurden. Es ist noch nicht vorbei.“ Um das klar zu machen: Die Israelis haben das Wafa-Krankenhaus angreifen müssen, weil sie von dort aus beschossen wurden. Am Shifa haben wir jetzt dieselbe Situation! Es soll Aufrufe der IDF gegeben haben das Krankenhaus zu evakuieren. Im Keller dieses Krankenhauses befindet sich übrigens der oberste Kommandobunker der Hamas… (Wer sind die Kriegsverbrecher? Wem werden aber Kriegsverbrechen vorgeworfen?)

Khaled Meschaal streitet heftig ab, dass ein Waffenstillstand vor der Tür steht. „Kompromisse gibt es nicht.“ Nur wenn Israel die Hamas-Forderungen komplett erfüllt („kaputiliert“!), kann es eine Einstellung der Kämpfe geben.

Donnerstag, 24.07.2014:

Zahlen:
– Der gestern getötete Thai ist der 27. Gastarbeiter, der seit 2001 durch die Terroristen umkam.
– Gestern ergaben sich im Gazastreifen 150 Terroristen. Insgesamt wurden seit der Entführung (und Ermordung) der drei Jugendlichen 570 Hamas-Terroristen festgenommen.
– Die Araber melden 718 Tote seit Beginn der Operation.

- Verwundete Soldaten: 4 ins Soroka-Krankenhaus von Beer Sheva gebracht. Dort liegen derzeit 43 Soldaten.
– Mitternacht (Mittwoch auf Donnerstag): insgesamt sind 32 Soldaten gefallen, 1 wird vermisst.

Die IDF reagierte auf Beschuss aus Beit Hanun, wo ein Schutzbereich der UNRWA von den Terroristen zum Schießen von Raketen genutzt wurden; die IDF informierte die UNRWA, sie solle das Gebiet zwischen 10 und 12 Uhr Donnerstag evakuieren. UNRWA und Rotes Kreuz bestätigten den Erhalt der Nachricht. Die Hamas verhinderte, dass die Zivilisten die Gegend verlassen konnten!
Die IDF beschoss schließlich den Ausgangspunkt des weiterhin fortgesetzten Terrorfeuers.
Nach UNRWA-Angaben wurde eine Schule getroffen; dort starben 17 Personen, 200 wurden verletzt. Die IDF untersucht den Vorfall und sagte, ein fehl gegangener israelischer Mörser könne eine der Ursachen sein, weil Terroristen aus der Umgebung der Schule schossen. Es sei aber auch eine Terroristen-Rakete dort eingeschlagen; Chris Gunness von der UNRWA – ein Israelhasser – twitterte, dass fehlgeschossene Terrorraketen in Beit Hanun einschlugen.

Mehrere von der Hamas geschossene Raketen flogen zu kurz und schlugen in Beit Hanun ein.

Die IDF berichtete, dass weiterhin aus dem Bereich des Wafa-Krankenhauses geschossen wurde (einen Panzerfaust); im sich daraus ergebenden Feuergefecht wurden 2 Terroristen getötet.

Der stellvertretende Führer der Islamischen Bewegung (5. Kolonne) in Israel: Gaza wird Israels Nase durch den Schlamm ziehen… Gaza, das im Juli 1260 die Tataren und Mongolen überwand, ist dasselbe Gaza, das im Juli 2014 die Israelis überwinden wird. Die Israelis sind die neue Tataren.“ (Im April sagte derselbe Hetzer, Israel sei „das Land, das seit 1948 besetzt ist“.)

Als Reaktion auf den Raketenterror haben israelische Aktivisten in Sichtweite der Terroristen am Gazastreifen zwei riesige israelische Flaggen gehisst.

Nach Berichten einer russischen Nachrichtenagentur bot Putin Netanyahu an als Vermittler eines Waffenstillstands zu agieren.

Die Hamas verlangte, dass der Übergang Rafah sofort geöffnet wird.

Ein US-Vertreter sagte, ein Waffenstillstand bis zum Wochenende sei unwahrscheinlich.

Freitag, 25.07.2014:

Zahlen:
Gestern stieg die Zahl der entdeckten Tunnel auf 31. Die Terroristen schossen 63 Raketen; 47 schlugen in Israel ein, 15 wurden abgefangen. Die IDF tötete etwa 40 Terroristen. Mehr als 90 Terrorziele wurden getroffen. Insgesamt wurden seit dem 8. Juli 2.429 Terrorziele getroffen.
– Am Morgen fiel ein 36-jähriger Familienvater. Am frühen Nachmittag fiel ein weiterer Soldat im Gazastreifen, als Terroristen nahe einer UNRWA-Schule mit Mörsern und Antipanzer-Raketen auf eine israelische Einheit schossen. Heute wurden 6 Soldaten mittelschwer, 8 leicht verwundet.
– Gegen Mitternacht geben die Terroristen an, dass seit Beginn der israelischen Operation Schützende Schneide im Gazastreifen 800 Araber getötet worden sein sollen.
Die Araber geben am Abend an, dass die Zahl der Toten auf 848 gestiegen ist, darunter sollen sich 208 Kinder, 82 Frauen und 40 alte Menschen befinden. 5700 Personen wurden verletzt.

Am Gazastreifen wurde von Israel ein Feldhospital aufgebaut, in dem seit Sonntagabend Gazaner behandelt werden. Bilder davon wurden nur so veröffentlicht, dass die Araber darauf nicht zu erkennen waren, um ihnen „Probleme“ mit den „regierenden“ Terroristen zu ersparen. Die agieren aber trotzdem und beweisen, wie menschenverachtend egal ihnen menschliches Leben der eigenen Bevölkerung ist: Sie halten Menschen davon ab das Feldhospital aufzusuchen und beschossen es mit Mörsern! Unsere Medien schweigen. Unsere Menschenrechtler halten den Mund. Alle stürzen sich auf angebliche israelische Menschenrechtsverletzungen. Was Israel nicht schadet, ist uninteressant!

Im zentralen Gazastreifen fanden Soldaten in einem Wohnhaus Sprengstoff und geladene Raketenwerfer.

Es gibt Gerüchte, dass in zwei bis drei Tagen ein Waffenstillstand eintreten könnte. Die Hamas tönt dazu, dass ihre Bedingungen stehen und ohne Aufhebung de Belagerung nichts zu machen sei.

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) forderte die Schaffung eines humanitären Korridors, um die Verletzten aus dem Gazastreifen transportieren zu können.

Die Schule in Beit Hanun: Die UNRWA sagt, es geben keine Beweise dafür, dass in der Schule Raketen gelagert wurden. (Das hat auch niemand definitiv behauptet; aus der Schule und der direkt Umgebung heraus wurde aber geschossen.)
Die EU fordert eine schnelle und gründliche Untersuchung des Vorfalls (als wenn die Israelis das nicht machen würden…). Sie fordert „alle Seiten“ auf die Unverletzbarkeit und Integrität von UNO-Einrichtungen zu respektieren und betont die dringende Notwendigkeit eines Waffenstillstands. [„Alle Seiten“ - warum nicht die Terroristen, denn die IDF hält sich daran, wenn die Terroristen es tun. Und wenn die Terroristen es nicht tun, gilt diese Unverletzbarkeit nicht mehr.]

5 tote Araber über Tag in Judäa und Samaria: Bei Huwara bewarf ein arabischer Mob ein israelisches Auto mit Steinen, den Fahrer auch, als der ausstieg; der Mann sah keine andere Möglichkeit als auf die Angreifer zu schießen. Ein 18-jähriger Araber wurde dabei tödlich getroffen. Bei den folgenden Krawallen starb ein weiterer Araber. In Beit Ummar bei Hebron gab es gewalttätige „Zusammenstöße“, bei denen Soldaten sich ebenfalls genötigt sahen scharf zu schießen; die Araber geben an, dass drei von ihnen getötet wurden. Ein arabischer Autofahrer stellte sich, nachdem er im Gusch Etzion mit seinem Auto in eine Menge fuhr und ein 17-jähriges Mädchen verletzte; er sagt, das sei keine Absicht gewesen. (Wenig bis gar nicht glaubwürdig!)

Etwas verwirrende Nachrichten zu Kerrys Waffenstillstandsplan; es ist nicht ganz klar, welche Bedingungen der Hamas er alles aufgenommen hatte, nur die Freilassung von Terroristen war nicht enthalten. Israels Sicherheitskabinett lehnte den Vorschlag, so wie er vorliegt, ab; er sei zu sehr auf der Seite der Terroristen angelegt. Hamas soll ihm angeblich zugestimmt haben, aber auch dazu gibt es widersprüchliche Meldungen, nach denen die Hamas „nicht abgeneigt“ ist, aber noch nicht zugestimmt hat.
Dennoch, heißt es, soll ab 7 Uhr Samstagfrüh eine zwölfstündige Feuerpause eintreten.

Samstag, 26.07.2014: Zahlen:
– In den 24 Stunden vor der Waffenruhe traf die IDF 155 Ziele, das sind 3.670 während der gesamten Operation.
– In diesen 24 Stunden fielen 4 israelische Soldaten, das macht insgesamt 37.
– Aus den Trümmern im Gazastreifen wurden mehr als 100 Leichen geborgen. Das bringt die Zahl der toten Araber auf über 1000.
– Bei den Unruhen in Judäa und Samaria wurden gestern insgesamt 6 Araber getötet.

Soldaten fanden während der Waffenruhe weitere Tunnel.

Mahmud Abbas‘ Sohn Yassir nannte die IDF im PA-Fernsehen eine Nazi-Armee. Zudem gab er an, er wolle eine Einstaatenlösung ohne Juden.

Nach Angaben von Asharq al-Awsat soll die Hamas dazu neigen den Kerry-Vorschlag zu einem Waffenstillstand anzunehmen, wenn die Einzelheiten stimmen, darunter die Garantie der Aufhebung der „Belagerung“.

Im ägyptischen Rafah schlug eine Rakete ein und tötete 2 Kinder. Woher sie kam, muss noch festgestellt werden.
In El-Joura trafen Mörser ein Haus und töteten 4 Kinder; die Mörsergranaten galten anscheinend ägyptischen Soldaten.

Tel Aviv: Demonstration zur sofortigen (einseitigen) Beendigung des Kriegs im Gazastreifen. Es gab auch eine Gegendemonstration.

Die IDF veröffentlichte mehrere Videos, die die Lage im Gazastreifen zeigen – vor allem mit Sprengsätzen verseuchte Häuser, Waffenlager in Privathäusern usw.

Die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden von Friedenspartner Abbas haben Israel in Judäa und Samaria „den offenen Krieg“ erklärt.

Waffenstillstandsbemühungen:
Israelische Medien berichteten, der Kerry-Vorschlag gebe Israel nicht genug Möglichkeiten die Terrortunnel zu vernichten. Die Regierung überlegt bei Verbesserungen gerne neu. Gleichzeitig heißt es, die Hamas habe den Waffenstillstand ebenfalls abgelehnt, weil Israel noch gegen Tunnel vorgehen könne.
Das israelische Kabinett lehnte Kerrys Waffenstillstandsvorschlag am Freitag einstimmig ab, weil der Amerikaner „komplett vor den Forderungen der Hamas kapituliert“ hat. Auch Ägypten ist mit Kerrys Vorgehen „äußert unzufrieden“.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

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