Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (14.-20.09.2014)

14. September 2014 um 21:06 | Veröffentlicht in Israel, Jerusalem, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 14.09.2014:

Eine Nettigkeit der PA-Zeitung Al-Hayat al-Jadida vom 10. September 2014 (gesehen hier):

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Waffenstillstand? Die Terroristen vom Palästinensischen Islamischen Jihad sind längst wieder kräftig dabei neue Terrortunnel zu graben.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Khaled Meschaal: Israel versteht nur Gewalt. (Indirekt) zu verhandeln ohne weiter „Widerstand“ zu üben, sei wie um Almosen zu betteln.

Montag, 15.09.2014:

Wieder zu erwarten: Die verzweifelten PA-Terrorgranden sehen nicht genug Aufmerksamkeit für sich und müssen daher irgendwie die Ursache für alles Grauen wieder Israel zuschieben: Es gäbe keinen ISIS, wenn es die „Besatzung“ „Palästinas“ durch die Juden nicht gäbe, behauptete Nabil Abu Rudeineh. Klar doch.

Dienstag, 16.09.2014:

Friedenspartner? Der PA-„Außenminister“ setzte „die Besatzung“ mit dem Terrorismus des Islamischen Staat gleich.

Ein Imam im Gazastreifen: „Waffen sind unser einziges Mittel zur Gründung des Kalifats.“

Der arabische Terror in Jerusalem wird von vielen Israelis „stille Intifada“ genannt, weil die Behörden so wenig gegen die Randalierer und Terroristen unternehmen. In diese Krawalle sind zunehmend kleine Kinder im Alter bis hinunter zu 9 Jahren verstrickt.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Der UNO-Gesandte Robert Serry sagte, die Parteien hätten eine Vereinbarung erzielt, die sicherstellt, dass die Hamas kein Baumaterial für Terrorismus abzweigen kann.

Mittwoch, 17.09.2014:

Es scheint so, dass die Hamas die Raketenschießer von gestern Abend festgenommen hat.

Soldaten schützten rund 700 Besucher, die während der Nacht das Josefsgrab in Schechem (Nablus) besuchten, um dort zu beten.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Trotz des Feuers gestern Abend soll der Waffenstillstand aufrecht erhalten bleiben.
Israel stimmt einem Vorschlag der UNO für einen Mechanismus zum Wiederaufbau des Gazastreifens zu. Die Aufsicht wird die UNO haben; einerseits soll der Wiederaufbau vorangetrieben werden, andererseits sollen Israels Sicherheitsinteressen gewahrt werden.
Tony Blair im Auftrag des Nahost-Quartetts: Eine Verzögerung beim Wiederaufbau des Gazastreifens wird die Waffenruhe gefährden. Es muss also alles wieder ganz schnell gehen (übers Knie gebrochen werden) – der Gazastreifen muss über bloße Reparatur hinaus gehen und substantielle, dauerhafte Veränderungen erhalten, mit der Westbank vereinigt und für die Welt wieder geöffnet werden.

Donnerstag, 18.09.2014:

Friedensförderndes aus dem PA-Fernsehen: Juden sind „die bösartigsten aller Kreaturen“, „barbarische Affen, erbärmliche Schweine“.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Die Hamas lässt wissen, dass die indirekten Gespräche mit Israel noch vor am 24. September wieder beginnen werden.

Freitag, 19.09.2014:

Nach Angaben aus dem Libanon verstärkt die IDF die Befestigungen an der Nordgrenze. Bei Metulla wurden Zemetblöcke und eine Mauer zwischen der Grenze und der Stadt aufgestellt und ließ Panzer und Schützenpanzer auffahren. Die Araber behaupten natürlich, das werde nicht zum Schutz gemacht, sondern um Militärbewegungen zu verbergen.

Friedens-Heckmeck:
François Hollande findet, dass die Verhandlungen zu lange dauern. Beide Seiten müssten eine „dauerhafte Friedensvereinbarung“ treffen. Eine Resolution zur „Lösung für den Konflikt“ werde dem UNO-Sicherheitsrat vorgelegt werden, in der sehr klar gesagt werden würde, was man von beiden Seiten erwartet.

Samstag, 20.09.2014:

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Ein Hamas-Vertreter behauptete Ägypten habe es abgelehnt, weiterhin Gastgeber der (indirekten) Gespräche mit Israel zu sein; die Fatah habe das der Hamas mitgeteilt. Ägypten und die Fatah bestreiten dies.
– Weil Mittwochabend das jüdische Neujahrsfest (Rosh HaShanah) beginnt, hat Israel gebeten, dass die für Mittwoch geplante Wiederaufnahme der Gespräche in Kairo vorgezogen wird. Ein israelischer Diplomat bestätigte später, dass die Gespräche bereits am Dienstag aufgenommen werden sollen.

Die UNO bestätigt die Unterstützung für ihre UNDOF-Truppe auf dem Golan. Diese werde weder abgezogen noch aufgelöst. Die Erfüllung ihres Auftrags sei „unverzichtbar für Frieden und Sicherheit im Nahen Osten“.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (07.-13.09.2014)

7. September 2014 um 22:12 | Veröffentlicht in Araber, Israel, Jerusalem, Nahost-Konflikt, Palästinenser | 1 Kommentar
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Sonntag, 07.09.2014:

Letzte Woche beteten wieder viele Juden unter Schutz der IDF eine Nacht im Josefsgrab in Schechem/Nablus. Die PA ließ ihre Medien verkünden, dass „Siedler“ die Stätte „stürmten“ und „Zusammenstöße“ mit Palästinensern auslösten. Letztere wurden dann – natürlich völlig ohne Grund – mit Tränengas und anderen Mitteln beschossen.

Mahmud Abbas in Kairo: Er kann der Hamas nicht trauen. Die Zahl der toten Hamas-Leute im Gazakrieg betrug 850 (ohne die Toten weiterer Terrorgruppen; bestätigt israelische Zahlen!)

Arabischer Steinwurf-Terror gegen die Jerusalemer Straßenbahn hat dafür gesorgt, dass von den 23 Zügen nur 16 einsatzbereit sind.

Nach Angaben eines israelischen Diplomaten hat die Hamas begonnen neue Terrortunnel zu graben. Auch die Herstellung von Raketen und der Schmuggel aus Ägypten wurden wieder aufgenommen. Sicherheitskreise streiten den Bau von Terrortunneln ab.

Waffenstillstands- und Friedensprozess-Heckmeck:
– Die Arabische Liga ließ wissen, dass Mahmud Abbas offen für neue Verhandlungen mit Israel sei.
– Eigentlich geheime Dokumente des israelischen Außenministeriums legen Pläne für einen Vorschlag offen, dass eine internationale Truppe den Wiederauf und die Entmilitarisierung des Gazastreifens überwachen soll.

Montag, 08.09.2014:

Was ist ein Freundschaftsspiel zwischen palästinensischen und israelischen Kindern? Laut PA-Sportfunktionären „ein Verbrechen gegen die Menschheit“, „eine von kranken Seelen ersonnene Tat“, „ein Verbrechen und ein unpatriotischer und unmoralischer Akt“. Wie Friedenspartner das halt so sehen müssen…

Waffenstillstands- und Friedensprozess-Heckmeck:
– Die Hamas lehnt internationale Truppen im Gazastreifen vehement ab.
Mahmud Abbas streitet auf einmal ab, dass die Ägypter angeboten haben die „Flüchtlinge“ des Gazastreifens in einem extra dafür angebotenen Gebiet auf dem Sinai anzusiedeln.

Dienstag, 09.09.2014:

Der Schabak berichtet, dass die Zahl der Terroranschläge in Jerusalem in den letzten Monaten „exponentiell gestiegen sind“: 3 im März sowie im April, 7 im Mai; im Juni waren es 22, im Juli und August (zusammen?) 152.

Es gibt Gerüchte, dass die Hamas angekündigt habe sie wolle am 25. September die Raketenangriffe auf Israel wieder aufnehmen. Die Hamas bestreitet das.

Mittwoch, 10.09.2014:

Die IDF leitet Untersuchungen wegen zweier Vorfälle während des letzten Gaza-Kriegs ein. Am 16. Juli kamen vier Kinder ums Leben und am 24. Juli eine UNRWA-Schule getroffen.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Die Hamas besteht darauf, dass bis zum 25. September die Gespräche in Kairo wieder aufgenommen werden müssen. Die Ägypten müssten aber immer noch einen Termin nennen.

Donnerstag, 11.09.2014:

Der letzte im Gaza-Krieg verletzte Israeli ist außer Lebensgefahr. Er war nur wenige Minuten vor Eintritt des Waffenstillstands durch eine Rakete verletzt und konnte jetzt von der Intensivstation des Barzilai-Krankenhauses auf eine normale Station verlegt werden.

Der nationale Planungs- und Bauausschuss legte einen Plan auf Eis, einen Nationalpark auf den Hängen des Skopusbergs in Jerusalem zu schaffen. Örtliche Araber legten Beschwerde ein, weil der Nationalpark die Erweiterung ihrer Viertel „ersticken“ würde.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Der Hamas-Grande Mussa Abu Marzuk sagte, seine Bewegung werde eventuell doch direkt mit Israel verhandeln; der islamische Glaube verbiete solche Kontakte nicht. Grund für diese Kehrtwende ist, dass die Mehrheit der Bevölkerung des Gazastreifens das verlangt, sagte er.

Freitag, 12.09.2014:

Antwort auf den Raketenterror: An 1.000 Einschlagsorten von Terrorraketen sollen in den dadurch hinterlassenen „Löchern“ bis Rosh HaShanah 100.000 Obstbäume gepflanzt werden.

Mahmud Abbas verkündet, dass eine Wirtschaftsvereinbarung zwischen Israel und der PA erzielt wurde; dieses gestattet unbegrenzte Ein- und Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen aus und in die Gebiete.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Und schon ist die schöne Illusion wieder vorbei: Die Hamas hat noch gestern die Ankündigung ihres einen Narrenführers, man könne evtl. direkt mit Israel verhandeln, zurückgewiesen. Das würde nicht einmal überlegt.

Samstag, 13.09.2014:

War wohl nur eine Frage der Zeit, bis die Fünfte Kolonne das nachplappert: Ein hochrangiger israelisch-arabischer Führer behauptet jetzt auch, die USA und Israel hätten den Islamischen Staat geschaffen, in der arabischen Welt Uneinigkeit zu säen.

Haniyeh bekräftigt noch einmal: Die Hamas wird ihre Waffen „niemals aufgeben“. Der Wiederaufbau des Gazastreifens wird nicht zu Ungunsten der „militärischen Fähigkeiten“ der Terrorgruppe erfolgen.

Ein Imam im Gazastreifen predigte. Der Mann war im Zuge des Shalit-Deals freigelassen worden. In seiner Predigt hantierte er mit einem Sturmgewehr. Seine Botschaft: „Waffen werden uns helfen einen islamischen Staat aufzubauen.“

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (24.-30.08.2014)

24. August 2014 um 21:20 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Europa+Nahost, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 24.08.2014: Zahlen:
Stand 15:30 Uhr: In den letzten 5 Tagen schossen die Terroristen mehr als 570 Raketen auf Israel.
Stand 18 Uhr: Seit Mitternacht hat die IDF 50 Terrorziele getroffen, darunter Abschussrampen, Waffenhersteller und Terror-Kommandostellen.
Stand 19:30 Uhr: Seit Mitternacht schossen die Terroristen 117 Raketen auf Israel.

Die libanesische Armee gibt an den Raketenwerfer gefunden zu haben, mit dem gestern Abend eine Rakete nach Galiläa geschossen wurde. Eine Delegation der UNIFIL besichtigte das gestern durch die Rakete getroffene Haus. Die IDF sagte, dass sie beim nächsten Mal zurückschießen wird.

Zu den gezielt getöteten Terroristen gehörte heute Hamas-Führer Mohammed al-Ghoul, der für Geldverteilung zuständig und „Justizminister“ war.

Die am Erez-Übergang durch Mörserbeschuss der Terroristen verletzten israelischen Araber fuhren verletzte Araber aus dem Gazastreifen zur Behandlung in israelische Krankenhäuser!

Montag, 25.08.2014:

Zahlen:
Mitternacht: 135 Terrorraketen innerhalb von 24 Stunden.
Stand 7 Uhr: Über Nacht griff die IDF insgesamt 35 Terrorziele im Gazastreifen an.
Stand 19:00 Uhr: Seit Mitternacht schlugen in Israel mehr als 70 Raketen ein.

Khaled Meschaal schwor, dass die Hamas Israel nicht nur aus dem Gazastreifen heraus angreifen wird, sondern auch aus Judäa und Samaria. Außerdem verglich er Netanyahu mit Hitler und forderte von Obama den „Holocaust“ an den Palästinensern zu stoppen.

Die Hamas verhaftete weitere 150 Personen, die der Kollaboration mit Israel verdächtigt werden.

Bei Hebron wurde gestern ein Autofahrer durch Steinwürfe verletzt. Sein Zustand hat sich heute stark verschlechtert.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Der Palästinensische Islamische Jihad soll in der Nacht der ägyptischen Initiative zu einem unbegrenzten Waffenstillstand zugestimmt haben.
Die Hamas gibt an, dass die diplomatischen Bemühungen um einen Waffenstillstand intensiviert wurden.
Ein Vertreter der „Palästinenser“ sagt, dass eine Vereinbarung immer noch nicht erreicht wurde, eine Waffenruhe aber kurz bevor stehe.
Aus der israelischen Delegation verlautet, dass alles „noch unklar“ sei.
– Eine ägyptische Quelle: Wir kommen der Verkündung einer Waffenruhe später am Abend näher.
Das Kabinett überlegt, wie es mit einem Waffenstillstands-Vorschlag der Ägypter umgehen soll.

Dienstag, 26.08.2014:

Zahlen:
– Montag wurden insgesamt 130 Raketen aus dem Gazastreifen geschossen. 16 wurden abgefangen.
Stand 15:00 Uhr: 21 Raketen im Kreis Eschkol seit 14:30 Uhr.
Stand 16:00 Uhr: 100 Raketen seit Mitternacht, 14 davon abgefangen.
Stand 19:30 Uhr: Seit 17 Uhr wurden 60 Raketen und Mörsergranaten auf Israel geschossen.
Stand 22 Uhr: 4.564 Raketen auf Israel geschossen, 5.263 Ziele von der IDF getroffen.

Friedensbotschaft der Hamas in einer Freitagspredigt: „Wir haben die Zionisten von allen Enden des Globus zusammengeholt, damit wir sie besser abschlachten und töten können.“

Hamas: Unseren Krieg führen wir um Jerusalem, nicht zur Aufhebung der Blockade.

Der Leiter des Kreisrats von Eschkol befindet, dass Israel eine schwache Regierung hat und empfiehlt den Einwohnern, noch nicht nach Hause zu kommen.

Nach Beginn der Waffenruhe erklärte Ismail Haniyeh die Terroristen zum Sieger.

Netanyahu bekommt Feuer (Kritik) aus dem Kabinett – von rechts wie von Links. Bennett und Livni sind nicht zufrieden mit dem Waffenstillstand.

Hochrangige Hamasniks kommen aus ihren Bunkern gekrochen und verkünden (u.a.): Wir werden den Ben-Gurion-Flughafen angreifen. Gaza wird See- und Flughäfen eröffnen. Wir werden uns wieder bewaffnen. Der Waffenstillstand dient dazu den nächsten Krieg mit Israel zu planen.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Hamas: Die Gespräche sind beendet, wir haben eine Einigung erzielt.
Abbas‘ Büro: Abbas soll einen dauerhaften Waffenstillstand verkünden.
Hamas: Der Übergang Rafah wird wieder geöffnet, die Sicherheit soll von PA-Kräften übernommen werden.
Ägypten: Waffenruhe soll um 20 Uhr verkündet werden.
Abbas: Die Waffenruhe soll um 19 Uhr in Kraft treten. Israel bestätigt das später.
Israel: Zur Waffenruhe gehört kein Seehafen, keine Freilassung von Häftlingen.
Ägypten: Israel stimmt humanitärer Hilfe und Baumaterial für den Gazastreifen zu.
Ägypten: Gespräche zwischen Israel und den Palästinensern beginnen innerhalb eines Monats nach Inkrafttreten der Waffenruhe. Außerdem wird der Übergang Rafah geöffnet.
– Die USA begrüßt den Waffenstillstand.
Ein israelischer Offizieller: USA werden sicherstellen, dass in den Sicherheitsentscheidungen die Demilitarisierung enthalten ist. (Aber wie soll das denn laufen???)

Mittwoch, 27.08.2014:

Nur 15 der 23 Straßenbahnen in Jerusalem sind noch in Betrieb, weil die übrigen durch (arabische) Gewalt beschädigt sind.

Die Führungspolitiker im Umkreis des Gazastreifens betrachten den Waffenstillstand als Kapitulation: „Wir wollten die Hamas gesiegt und um ihr Leben betteln sehen, stattdessen sehen wir, dass Israel an den Verhandlungstisch rennt.“

Ein hochrangiger Hamas-Terrorgrande krakeelt von „zionistischer Aggression gegen unsere Lebensgrundlage“, Kriegsverbrechen und dass „die Nation zusammenhält und den Widerstand umarmt“.

Vor etwa 18 Monaten wurde die damals knapp dreijährige Adelle Biton durch Steinwürfe auf das Auto ihrer Eltern schwer am Kopf verletzt. Jetzt wird sie nach mehreren Operationen und intensiver medizinischer Betreuung endlich nach Hause zurückkehren können.

Ein führender PA-Grande sprach sich gegen den Beitritt der PA zum Internationalen Strafgerichtshof aus. Es würde juristische Probleme geben, wenn die PA Israel angreift. Dann fügte er hinzu: „Es gibt keine unschuldigen Israelis.“

Die Hamas setzt 15 weitere „Kollaborateure“ fest. (Sie reden gar nicht erst von Leuten, die der Kollaboration verdächtigt werden…)

Waffenstillstands-Heckmeck:
John Kerry: Ein Deal ist eine Möglichkeit, keine Gewissheit. Ban Ki-moon drängt auf einen Friedens-Deal.
Tony Blair begrüßte den Waffenstillstand und drängt auf einen langfristigen Plan. Jetzt sei die Zeit für den Wiederaufbau des Gazastreifens.
Die PA-Führung betont, wie wichtig ein „Ende der Besatzung“ sei.
Der Iran applaudiert dem „Sieg der PA“ in Gaza.
Qatar schreibt den Waffenstillstand dem „palästinensischen Widerstand“ gut.
– Benjamin Netanyahu erklärte, dass die Hamas für den Waffenstillstand nichts von dem erhielt, was sie gefordert hatte. Israel werde härter als je zuvor reagieren, wenn die Hamas das Feuer erneut eröffnen sollte.

Donnerstag, 28.08.2014:

Der israelische Golan wird von Mörsern getroffen. Der UNO fällt natürlich nichts anderes ein als „Zurückhaltung“ zu fordern.

Nicht alle Terrorgranden finden, dass die Hamas den Krieg gewonnen hat. Khaled Meschaal z.B. ist total enttäuscht und redet von einem Versagen der Hamas. Andererseits tönte er dann auf einer Pressekonferenz in Doha (Qatar): „Nachdem die Belagerung und die Blockade fehlschlugen, versuchten sie uns zu vernichten. [Das war erklärtermaßen nicht das Ziel Israels!] … Gaza hat die Welt mit seinem Sieg überwältigt.“
Noch eine Nettigkeit: „Der Feind [Israel] beging einen Holocaust, der doppelt so groß war wie der von Hitler.“ (Damit sind im Holocaust nur etwas über 1000 Juden umgekommen…)
Und natürlich (was bei uns nicht berichtet wird): Der gerade beendete Krieg war nicht die letzte Runde, sondern nur ein „Meilenstein auf dem Weg zum Erreichen unserer Ziele“.

Der „militärische Arm“ der Hisbollah informierte übrigens ebenfalls, dass weiter Tunnel gegraben werden und die Wiederbewaffnung vorgenommen wird, um eine „vernichtende Schlacht der Befreiung“ zu führen.

Es gibt noch keine näheren Informationen, aber es durfte veröffentlicht werden, dass eine Reihe israelischer Araber unter Führung einer Hisbollah-Gruppe einen Terroranschlag in Israel planten.

Umfrage im Gazastreifen: 89% befürworten und unterstützen willkürliches Raketenfeuer auf israelische Zivilisten. Ganze 2,4% sind dagegen.

Die PA will von der UNO einen Ablaufplan mit Zeitvorgaben für einen israelischen Abzug aus Judäa und Samaria fordern. Sollte der Sicherheitsrat sich nicht darauf einlassen, will Abbas sich an den Internationalen Strafgerichtshof wenden und dort fordern, dass israelische Offiziere wegen der Schäden im Gazastreifen als Kriegsverbrecher angeklagt werden.

Der „gemäßigte“ Palästinenserführer und „Friedenshoffnung“ Marwan Barghouti (5x lebenslänglich wegen Mord) forderte von der Fatah, dass sie die Verhandlungen mit Israel aufgibt und zu gewalttätigen „Widerstand“ gegen Israel „zurückkehrt“. „So wie die Fatah die Ehre hatte die erste Kugel gegen den zionistischen Feind abzugeben, werden die Hände der Fatah-Mitglieder … die letzte Kugel gegen diese Besatzung abgeben.“

Françpois Holland will, dass Europa nicht mehr nur „von der Fensterbank aus“ im Nahost-Konflikt zusieht, sondern eine größere Rolle bei der Lösung spielt.

Freitag, 29.08.2014:

Der Iran prahlt damit den Terroristen in Judäa und Samaria Waffen zu schicken, um „die Auslöschung des zionistischen Regimes“ sicherzustellen.

Heute erlag ein Soldat seinen im Gaza-Krieg erhaltenen Verletzungen. Er ist damit der 65. Soldat und der 71. Israeli, der durch diesen Krieg starb.

Demonstration des Palästinensischer Islamischer Jihad in Gaza: Sie zeigten ihre Waffen, paradierten und der Redner gelobte, sie würden alles unternehmen, um sich wieder zu bewaffnen. Israel könne nicht gewinnen, es sei bereit zur Auslöschung.

Ismail Haniyeh nutzt die sozialen Medien, um damit zu prahlen, dass er die israelischen Luftangriffe überlebt hat.

Wegen der gespannten Lage in Syrien und der Kämpfe nahe der Grenze ist die IDF auf dem Golan in Alarmbereitschaft.

Khaled Meschaal wieder: Wir werden uns nie entwaffnen lassen. Und wenn Israel unsere Forderungen nicht erfüllt, dann wird wieder gekämpft. Sprich: Terror ausgeübt.

Der Palästinensische Islamische Jihad beansprucht für sich während der Operation „Fels in der Brandung“ 3.200 Raketen und Flugkörper auf Israel geschossen zu haben. 121 seiner Kämpfer seien getötet worden.

Heckmeck:
– Mahmud Abbas stellt wieder Behauptungen auf: 1) Netanyahu habe zugestimmt einen Palästinenserstaat entlang der „Grenzen“ von 1967 zu gründen. (Büro des Premierminister: Das stimmt nicht). 2) Nein, es war nicht Netanyahu, es waren die Amerikaner.

Samstag, 30.08.2014:

Während des Monats August nahmen Sicherheitskräfte in Judäa und Samaria sowie Jerusalem fast 600 Verdächtige fest, fast ausschließlich bei Krawallen zur Unterstützung der Hamas und weiterer Terrorgruppen im Gazastreifen. Das bringt die Zahl der in israelischen Gefängnissen einsitzenden PA-Araber auf mehr als 7.000, sagte der palästinensische Häftlingsverein.

Heckmeck:
Die Hamas sagt, dass noch kein Datum für die indirekten Gespräche mit Israel festgelegt wurde.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Geld für den Gazastreifen

16. August 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Klartext | Hinterlasse einen Kommentar
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DryBones, 13. August 2014

Keiner weiß, was aus dem Waffenstillstand wird – aber es wird schonmal fleißig Geld gesammelt, das wieder in den Gazastreifen gepumpt werden soll…

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (10.-16.08.2014)

10. August 2014 um 21:43 | Veröffentlicht in Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | 1 Kommentar
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Sonntag, 10.08.2014: Zahlen:
Von Mitternacht bis 8 Uhr traf die Luftwaffe 20 Terrorziele im Gazastreifen.
Heute traf die Luftwaffe 36 Terrorziele im Gazastreifen; seit Ende der Waffenruhe sind es 160.

Selbst weit links verlieren sie jetzt die Geduld mit der Hamas: Der führende Avoda-Politiker Eitan Cabel forderte, wenn das Raketenfeuer noch zwei Tage weiter geht, solle in den Gazastreifen einmarschiert und die Hamas vernichtet werden.

Hamas droht damit tausende Israelis zu töten, wenn ihre Forderungen nicht erfüllt werden.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Es wird berichtet, dass die Araber und Israel einer neuen Waffenruhe von 72 Stunden zustimmten.
Khaled Meschaal: Jede langfristige Waffenruhe muss die Aufhebung der Blockade beinhalten.
Die Ägypter sagen, der Waffenstillstand tritt um 1 Uhr in Kraft. Andere Quellen sagen Mitternacht.

Montag, 11.08.2014:

Zahlen:
– Sonntag beschoss die Luftwaffe 11 Terroristen-Grüppchen, die teilweise unmittelbar vor dem Schuss von Raketen auf Israel waren.

Fatah prahlt auf ihrer offiziellen Facebook-Seite: Wir haben 11.000 Israelis getötet; wir haben 170.000 Märtyrer geopfert.

Die Israel Electric Company reparierte letzte Woche (während der Waffenruhe) die Stromleitungen in den Gazastreifen, die von Terrorraketen zerstört wurden. Die IDF schützt die Arbeiter. (Die Schulden der Palästinenser bei der IEC liegen derzeit bei 1,5 Milliarden Schekel, das sind gut 320 Millionen Euro.)

Während der letzten Wochen hat die Hamas offenbar Dutzende Tunnelgräber hingerichtet, aus Angst, diese könnten den Israelis Dinge verraten, von denen die Hamas nicht will, dass die Israelis sie erfahren.

Die Zahl der gewalttätigen Vorfälle gegen Juden in „Ost“-Jerusalem hat sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 360 fast verdoppelt. In den meisten Fällen wurden Steine um Molotowcocktails geworfen.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Israelische Unterhändler kamen am Morgen in Kairo an.
Ismail Radwan von der Hamas behauptete, israelische Sturheit habe die Verhandlungen in Kairo zum Scheitern gebracht (das sehen sogar die Ägypter anders!)
Ban Ki-moon drängt „beide Seiten“ „jegliche Schritte zu unterlassen, die zu einer Rückkehr zur Gewalt führen würden“.

Dienstag, 12.08.2014:

Zahlen:
Terrorraketen während des aktuellen Gazakriegs (Operation „Fels in der Brandung“): 3.712 geschossen, 59% schlugen in offenem Gelände in Israel ein, 3% trafen bewohntes Gebiet in Israel, 10% wurden von der Eisernen Kuppel abgefangen, 10% wurden auf IDF-Truppen im Gazastreifen geschossen, 15% schlugen unabsichtlich im Gazastreifen ein.

Hamas-Sprecher Fawzi Barhoum fordert Terroranschläge in Israel und der Westbank.

Noch ein Liebesgruß der Hamas: Osama Hamdan verkündet, während der Operation Fels in der Brandung seien 486 Kinder getötet (unglaubwürdig), aber 4.500 geboren worden.
Zudem skandiert: „Wir werden Israel nicht anerkennen!“
Ansonsten lügt er wie gedruckt und die Typen glauben das vermutlich alles: Israelische Soldaten hätten in ihren Panzern gesessen und geheult, die Kommandeure der Elite-Einheiten seien vom Schlachtfeld geflohen und die Terroristen hätten – auch noch nach Angaben der israelische Presse! – 300 Soldaten getötet (und das ist nur der Anfang). „Wir“ (also die Terroristen) hätten gesagt, der Feind werde nicht nach Gaza kommen und in der Tat wurde die Besatzung am Rand von Gaza besiegt. Beim nächsten Krieg werden die Terroristen auf das Land des Feindes vordringen. Im Publikum wird skandiert: „Millionen Märtyrer marschieren nach Jerusalem!“

Friedensgrüße aus dem PA-Fernsehen: Die senden ein neues Lied; darin wird gefordert, dass Israel durch einen Palästinenserstaat ersetzt wird.

Friedenspartner Fatah: Die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden drohen mit „qualitativ hochwertigen Angriffen“ auf Israel – u.a. Terroranschläge und die Entführung von Soldaten. Dazu haben sie ein Video veröffentlicht, in dem sich Terroristen in einem Lagerhaus befinden, indem Dutzende Raketen gelagert werden.

Die Hamas macht klar, dass sie keineswegs ihr Ziel der Vernichtung Israels aufgibt. Sie muss sich lediglich entscheiden, ob sie sofort weiter macht oder einfach nur den nächsten Krieg noch vorbereitet. Der Waffenstillstand wird aber auf keinen Fall Frieden bringen.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Von der PA-Delegation heißt es, dass die Israelis eine Verlängerung der Waffenruhe anstrebten, die Montag begann. Die ägyptischen Unterhändler wollten aber so schnell wie möglich ein Ergebnis erzielen. Israel hat Erleichterungen an zweien der Grenzübergänge angeboten; was mit Rafah ist, soll Sache der Ägypter und der Palästinenser sein (die Ägypter sagen, darüber werden sie erst reden, wenn der Waffenstillstand stabil ist). Seitens der Israelis hieß es mittags, dass es keinerlei Fortschritte gibt. Die Hamas droht weiter damit den Terror wieder aufzunehmen, wenn ihre Bedingungen nicht erfüllt werden. Von ihr heißt es, dass dieser „zweite“ der letzte Waffenstillstand ist.

Mittwoch, 13.08.2014:

Liebesankündigung des Friedenspartners: Der PA-„Botschafter“ in Teheran erzählte Kumpanen in Teheran gestern, dass „die Auslöschung Israels begonnen hat und die neue Generation im Iran mit Sicherheit unseres Sieg über Israel erleben“ wird.

Einen Tag zuvor sagte ein Hamas-Gesandter auf derselben Konferenz: „Er einzige Mechanismus zur Befreiung Palästinas ist Widerstand und wir haben keine andere Wahl als den Widerstand zu unterstüzten… Hamas wird nicht mit denen reden, die zu Kompromissen bereit sind und mit Israel verhandeln.“ (Das ist einmal eine Kampfansage an die Fatah und dann die Offenbarung, dass Frieden, selbst Waffenstillstand[!] ein Wunschtraum ist, ein Wolkenkuckucksheim, völlig losgelöst von der Realität.)

5 Personen, darunter ein italienischer Fotojournalist und sein arabischer „Fixer“, wurden getötet, als ein israelischer Blindgänger entschärft werden sollte. Mehrere Personen wurden (zum Teil schwer) verletzt. Während der italienische Außenminister beklagte, dass „einmal mehr ein Reporter den Preis für einen Krieg zahlen musste, der schon viel zu viele Jahre andauert“, müsste man eher fragen, wieso der Journalist nicht ausreichend Abstand hielt; entweder war er selbst zu unvorsichtig oder die Terroristen haben einmal mehr ihre Missachtung menschlichen Lebens offenbart, weil sie nicht dafür sorgten, dass Unbeteiligte in sicherer Entfernung blieben.

In Rosh Pina wurden 8 illegal im Land befindliche PA-Araber festgenommen.

Herr Ban wieder: Israel unterscheide nicht zwischen Militanten und Zivilisten, behauptete er. Es verursache unverhältnismäßige Verwüstung. Sollten die grundlegenden Probleme des Konflikts nicht angegangen werden, sei die nächste Runde der Kämpfe nur eine Frage der Zeit. (Mit dem letzten Satz hat er recht, aber wohl nicht so, wie er glaubt, denn die grundlegenden Probleme sind die Terroristen.)

Waffenstillstands-Heckmeck:
Die Hamas traut den ägyptischen Vermittlern nicht. Die Israelis sollen ihre Antworten auf die Forderungen der Terroristen auf Hebräisch aufschreiben und von den Ägyptern weitergeben lassen, damit diese nicht irgendwas dazu erfinden.
PA: Ägypten hat einen Waffenstillstands-Vorschlag vorgelegt. Dieser sieht vor, dass Israel die Seeblockade lockert. Weitere heikle Themen werden für spätere Verhandlungen ausgespart. Israel soll die Luftangriffe beenden und die 500m-Pufferzone am Grenzzaun soll sukzessiver verringert werden. Was Israel bzw. die Terroristen dazu sagen, wurde nicht berichtet.
Die Hamas sagte, die USA hätten einen Vorschlag für einen Hafen im Gazastreifen gemacht; danach sollten die Schiffe erst in Zypern inspiziert werden, bevor sie den Hafen in Gaza anlaufen.
Hamas und Fatah lehnten es ab die Leichen zweier Soldaten an Israel zu übergeben; sie lehnen es sogar ab die Sache überhaupt nur zu diskutieren und fordern die Freilassung von Terroristen. (Avigdor Lieberman tönt: Sollte die Hamas die Leichen(teile) der zwei Soldaten nicht zurückgeben, würden Ismail Haniyeh und Mohammed Deif der Gruppe in Leichensäcken geliefert werden.)
Ismail Haniyeh: Der einzige Weg zu einem dauerhaften Waffenstillstand ist die Aufhebung der Blockade.

Donnerstag, 14.08.2014:

1000 Israelis haben eine Petition an Ban Ki-moon unterschreiben, mit der gefordert wird, dass beim UN-Menschenrechtsrat gegen die Führer der Hamas und von Qatar ermittelt wird.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Die Hamas gibt an, die Verlängerung der Waffenruhe sei einem Durchbruch in den Verhandlungen zu verdanken, der anzeige, dass die Forderungen der Terroristen erfüllt werden.
– Ein PA-Vertreter sagte allerdings einem libanesischen Sender, dass überhaupt keine Fortschritte gemacht wurden.

Freitag, 15.08.2014:

Im Verlauf der letzten Monate wurden insgesamt 600 Araber festgenommen, weil sie an Krawallen in „Ost“-Jerusalem beteiligt waren. Die Verdächtigen haben Polizisten z.B. mit Molotowcocktails angegriffen.

Nasrallah tönt: Der Krieg in Syrien hat uns für den nächsten Krieg mit Israel vorbereitet.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Ein hochrangiger Vertreter des Palästinensischen Islamischen Jihad sagte, der Krieg mit Israel „liegt hinter uns“. Man stehe kurz vor einer Waffenstillstandsvereinbarung. Die großen Zerstörungen verpflichte zum Ende der Kämpfe. Am Ende der aktuellen Waffenruhe würde eine Vereinbarung unterschrieben (also am Montag).
– Eine ägyptische Zeitung berichtete den Inhalt des ägyptischen Waffenstillstandsplans: (1) Israel stellt allen Beschuss des Gazastreifens ein und schickt auch keine Bodentruppen hinein; (2) Alle Fraktionen im Gazastreifen hören mit allen Angriffen auf Israel auf; (3) Menschen und Waren für den Wiederaufbau des Gazastreifens dürfen die Grenze passieren, ebenso alles, was zwischen Gaza und Judäa und Samaria gehandelt wird; (4) Alles, was mit dem Wiederaufbau und Finanzen zu tun hat, wird von Israel mit der PA koordiniert; (5) Die Pufferzone am Grenzzaun wird am 1. Januar 2015 abgeschafft; (6) Die Fischereizone wird auf 6 Seemeilen ausgedehnt und Stück für Stück auf 12 Meilen erweitert; (7/8) Israel hilft der PA beim Wiederaufbau des Gazastreifens; (9) Ägypten drängt die internationale Gemeinschaft dringend benötigte humanitäre Güter zu finanzieren; (10) Nachdem die Waffenruhe sich stabilisiert hat, werden beide Seiten innerhalb eines Monats ab Unterschrift zu weiteren indirekten Gesprächen in Kairo eintreffen; (11) Es werden Möglichkeiten des Baus eines See- und eines Flughafens diskutiert werden.
– Außerdem wird berichtet, das die „Organisationen im Gazastreifen“ (sprich: die Terroristen) alle Arbeiten an Tunneln einstellen sollen.
– Premierminister David Cameron (Großbritannien) plattitüdiert mal wieder: „Beide Seiten müssen schwierige Schritte tun…“
Die EU hat angeboten die Aufsicht über die Grenzübergänge des Gazastreifens zu übernehmen.

Samstag, 16.08.2014:

Die Friedenspartner von der Fatah: Der „bewaffnete Arm“ der Fatah hat angekündigt seine Terroraktivitäten gegen israelische Staatsbürger weiter zu verstärken. Dazu wurde ein Video veröffentlicht, in dem stolz das Waffenarsenal präsentiert wird: Raketenabschussvorrichtungen, Panzerbekämpfungswaffen, Sturmgewehre und tragbare Kommunikationsmittel. Dazu erklärt einer der Terroristen, dass das Gewehr die einzige Option zur Befreiung des besetzten Landes bleibe und die Fatah nie den Pfad des gewalttätigen Terrorismus verlassen hat.

Nachdem weitere Menschen ihren Verletzungen aus dem Krieg erlegen sind und weitere Leichen aus Trümmern geborgen wurden, soll die offizielle Zahl der toten Araber auf 1.980 gestiegen sein.

Am Samstagabend versammelten sich auf dem Rabin-Platz in Tel Aviv mehrere Tausend Linke und demonstrierten „für Frieden und Demokratie“; sie skandierten „Ja zu einer politischen Lösung“. Netanyahu wurde aufgefordert wegen Versagens zurückzutreten.

Die Hamas kündigte (erneut) einen Abnutzungskrieg an, wenn ihre Bedingungen für eine Waffenruhe nicht erfüllt werden. Damit lehnen die Gaza-Terroristen ab, was Ägypten vermittelte und die Fatah-Terroristen (angeblich) als „alternativlos“ ansehen.

Zudem paradierten sie für das libanesischen Fernsehen ihre Terrortunnel und Raketen und prahlen damit, wie sie sich auf die nächste Runde Krieg mit Israel vorbereiten.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Ägypten hat angekündigt, dass der aktuelle Waffenstillstand der letzte ist, der von Kairo vorgeschlagen wurde. Das Team der Terroristen gibt sich optimistisch (die Waffenruhe läuft Montagabend aus). Ein israelischer Offizieller meint, dass die Chancen auf einen dauerhaften Waffenstillstand und eine Verhandlungslösung sehr schwach sind.
– Eine Quelle in Jerusalem gab weiter, dass Israel bisher keinem der Vorschläge in Kairo zugestimmt hat.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Geld für den Gazastreifen?

9. August 2014 um 10:00 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, EU-Europa, Europa, Europa+Nahost, USA | 1 Kommentar
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Der Krieg war noch nicht einmal ansatzweise in einem Waffenstillstand, da übeschlugen sich schon die USA und EUropa mit Ankündigungen, was der Gazastreifen an Geldern bekommen soll. Kommentar: (gefunden auf Facebook und eingedeutscht:)

MillionenDollarGaza

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