Jenseits der Entschuldigungen: Die Ritualmord-Karikatur
5. Februar 2013 um 14:36 | Veröffentlicht in Europa+Nahost, Medien+Nahost | 1 KommentarSchlagwörter: Antisemitismus, Großbritannien
Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)
Die von der britischen Wochenzeitung The Sunday Times angebotene Entschuldigung für eine antisemitische Karikatur, die am internationalen Holocaust-Gedenktag veröffentlicht wurde, thematisierte nur einen, wenn auch wichtigen Aspekt der Problems. Die Zeitung erklärte, die Veröffentlichung der Zeichnung „war ein Fehler und überschritt eine rote Linie“. Sie gab zu, dass Gerald Scarfes Karikatur „historische Ikonografie spiegelte, die verfolgend und antisemitisch ist“.1 Die Zeichnung zeigte den israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu beim Bau einer Mauer, wozu er als Zement benutzte, was das Blut von Palästinenser zu sein schien. Die Beschreibung lautete: „Wird die Zementierung des Friedens fortgesetzt?“
Die allgemeine Bedeutung von Entschuldigungen besteht darin, dass sowohl der Täter als auch das Opfer übereinstimmen, das das, was geschah, falsch war. In diesem Fall aber unterstreicht die Entschuldigung auch die Notwendigkeit, dass einige Zusatzfragen gestellt werden. Nicht angesprochen wurde, dass die Karikatur die Wahrheit auf den Kopf stellte, statt sie zu übertreiben. Scarfe legt nahe, dass das, was hauptsächlich ein Sicherheitszaun ist – hier als Mauer dargestellt – dazu dienen soll Palästinenser zu töten. Er wurde jedoch gebaut, um palästinensische Mörder daran zu hindern nach Israel einzudringen und jüdische Zivilisten zu töten.
Darüber hinaus spiegelt die Zeichnung ein wichtiges antisemitisches Motiv, das seinen Ursprung in Großbritannien hat – den Ritualmord-Vorwurf. Er wurde im zwölften Jahrhundert in Norwich erfunden. Damals wurde fälschlich behauptet, dass Juden einen zwölfjährigen christlichen Jungen namens William für rituelle Zwecke töteten. Die Geschichte zog immer weitere Kreise. Ein paar Jahrzehnte später wurden in Norwich – wie an vielen anderen Orten in England – alle Juden ermordet. Von Britannien aus verbreitete sich der Ritualmord-Vorwurf gegen die Juden in andere christliche Länder.
Eine weitere wichtige Frage: Wo sind die Entschuldigungen für andere Karikaturen, die Inkonografie nutzen, die den Ritualmord-Vorwurf in Erinnerung rufen, in Großbritannien wie andernorts? Die vielleicht bekannteste Karikatur dieses Genres wurde von der britischen Tageszeitung The Independent veröffentlicht. Dave Brown zeichnete den damaligen israelischen Premierminister Ariel Sharon als Kinderfresser. Für diese antisemitische Darstellung durch diese Zeitung gab es nie eine Entschuldigung.
In Reaktion auf Proteste sprach die Pressebeschwerdestelle des Königreichs Browns Karikatur von den Vorwürfen frei. Sie wurde weiter „normalisiert“, nachdem sie den britischen Preis „Politische Karikatur des Jahres 2003“ der Political Cartoon Society gewann. Der Preis wurde Brown im November 2003 in den Büros der prestigeträchtigen Wochenzeitung Economist von Clare Short, der Labour-Abgeordneten und ehemaligen Ministerin für Auslandshilfe, übergeben.2
Damals war Zvi Shtauber israelischer Botschafter in Großbritannien. Er sagte mir später: „Simon Kelner, der Herausgeber des Independent, ist Jude. Ich fragte Kelner, ob der Independent jemals eine ähnliche Karikatur einer öffentlichen Person veröffentlicht hatte. Er musste achtzehn Jahre zurückgehen, um eine ähnliche zu finden. Tim Benson, der Vorsitzende der Political Cartoon Society … fand nichts Falsches an der rassistischen Karikatur, die den Preis gewann.“3
Der Independent war nicht die einzige „progressive“ Zeitung, die Ritualmord-Karikaturen abdruckte. Mitte des letzten Jahrzehnts war Michael Howard – ein Jude – Parteichef der Konservativen, die sich damals in der Opposition befanden. Im April 2005 veröffentlichte der Guardian eine Karikatur von Steve Bell, die Howard mit Vampirzähnen darstellte; von einem dieser Zähne tropfte Blut und er hielt ein Glas mit Blut in der Hand. Die Beschreibung lautete: „Trinkst du, was wir trinken? Wähle konservativ.“4 Um das Ganze noch schlimmer zu machen, pries ihn Annabel Crabb von der Australian Broadcasting Corporation für die Karikatur in einem Fernsehinterview.5 Bell hat Howard auch bei anderen Gelegenheiten mit Vampirzähnen gezeichnet.6
Der belgische Politikwissenschaftler Joël Kotek hat eine Sammlung tausender antiisraelischer und antijüdischer Hass-Karikaturen aus arabischen und westlichen Medien angelegt. Eine Auswahl davon hat er in seinem Buch Cartoons and Extremism (Karikaturen und Extremismus) veröffentlicht. Man muss nur die oben erwähnten britischen Karikaturen mit dieser breit angelegten, hauptsächlich aus der arabischen Welt und einigen aus der Nazizeit stammenden Sammlung vergleichen, um zu erkennen, dass ihre Ikonografie perfekt zu einander passt.7
Eine Studie der Universität Bielefeld für die sozialdemokratische Friedrich-Ebert-Stiftung in Deutschland stellte 2011 fest, dass 42% der Briten – ein Prozentsatz, der dem in einigen anderen europäischen Ländern ähnelt – glauben, dass Israel einen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser führt.8 Eine wichtige Frage sollte gestellt werden: Wer hat diese extrem antisemitische Weltsicht in die Hirne der Briten eingepflanzt? Die Karikaturen sind daher nur die Spitze des Eisbergs eines weit größeren Problems, das die britischen Behörden und die Bevölkerung als Ganzes betrifft.
Die Entschuldigung der Zeitung macht es mit der Erklärung richtig: „Das Bild, das wir von Benjamin Netanyahu veröffentlichten … zeigte ihn, wie er im Blut der Palästinenser schwelgt.“ Jetzt muss gefragt werden: Welche britischen Politiker, Medien, NGOs, Akademiker, prominente Christen und Gewerkschaften haben beständig geholfen das völkermörderische Bild zu stärken, das so viele Briten von Israel haben? Diese Weltsicht zu schaffen, war mehr als ein Fehler. Es war ein Verbrechen. Hier sind die Grenzen in einem unendlich größeren Ausmaß überschritten, als bei einer am internationalen Holocaust-Gedenktag veröffentlichten antisemitischen Karikatur.
Dr. Manfred Gerstenfeld ist Mitglied des Aufsichtsrats des
Jerusalem Center of Public Affairs, dessen Vorsitzender er 12 Jahre lang war.
1 „Sunday Times apologizes for Netanyahu cartoon“. 3. Februar 2013.
2 http://www.politicalcartoon.co.uk/html/exhibition.html.
3 Manfred Gerstenfeld: Interview mit Zvi Shtauber: Britische Einstellungen gegenüber Israel und den Juden. Europe: An Expanding Abyss? (Jerusalem Center for Public Affairs and Konrad-Adenauer-Stiftung, 2005) S. 188.
4 http://guardian.co.uk/cartoons/stevebell/0,,1454141,00.html
5 http://www.abc.net.au/insiders/content/2005/s1357217.htm
6 http://www.guardian.co.uk/cartoons/stevebell/0,,1319967,00.html
7 Joël Kotek: Cartoons and Extremism (Middlesex: Vallentine Mitchell, 2009).
8 library.fes.de/pdf-files/do/07908-20110311.pdf
Die Sunday Times aus London begeht den Holocaust-Gedenktag mit einer widerwärtig antisemitischen Karikatur
27. Januar 2013 um 17:18 | Veröffentlicht in Europa, Medien+Nahost | 3 KommentareSchlagwörter: Antisemitismus, Großbritannien, Sunday Times
Israel Matzav, 26. Januar 2013
Sonntag, 27. Januar – heute – ist der jährliche Holocaust-Gedenktag der Vereinten Nationen, der in der gesamten Welt begangen wird, besonders aber in Europa.
Die Karikatur in diesem Eintrag wurde von der Sunday Times of London (die neben dem Telegraph einst eine der weniger antisemitischen Zeitungen Londons war) als angemessen bewertet für den Anlass bewertet und veröffentlicht wurde. „Wird die Zementierung des Friedens weiter gehen?“ Raheem Kassam vom Commentator schreibt dazu:
Letzte Woche war es MP David Ward, dessen Fall ein Schlaglicht auf ein ständig wachsendes Kontingent an antiisraelischen Stimmungen innerhalb der britischen Regierung setzt. Das sind die Pappnasen, die Sie glauben machen wollen, dass Israels Sicherheitswall zu 100 Prozent aus Beton besteht, 30 Meter hoch ist und mit dem Blut von Palästinensern gebaut wurde.
Und wer könnte sie möglicherweise dafür verantwortlich machen, dass sie diese vor schlechter Information strotzende Vorstellung haben, wenn ihre Kollegen im Parlament sie zu einseitigen Schritten in der Westbank einladen, während sie gleichzeitig die Hamas und die Hisbollah als „Freunde“ bezeichnen?
Wichtiger ist aber: Wer kann ihnen Vorwürfe machen, wenn einige der klügsten Medien des Landes Israel und seine Führer in genau dieses Licht stellen: den großnasigen Juden, der über einer Mauer kauert, mit dem Blut von Palästinensern baut, während die sich darin unter Schmerzen winden?
Denn genau das hat die Sunday Times heute gemacht; sie hat sich nicht nur auf der dünnen Linie zwischen Kritik und Ritualmord-Lüge bewegt, sondern sie spuckend überschritten, sie als Dreck hinterlassen und volles Tempo voraus nach Antisemitismusstadt hinein galoppiert.
„Wird das Zementieren des Friedens weiter gehen?“, heißt die Bildunterschrift unter dem Bild eines quasimodoartigen Netanyahu. Als würde dieser halbherzige Versuch eines Wortspiels helfen könnte den offenkundigen Rassismus dieses Bildes zu maskieren. Nein.
Im Gespräch mit einem Freund wurde ich unlängst gefragt: “Glaubst du, dass die Menschen nach 200 Jahren den Holocaust vergessen haben werden oder glauben, dass er ein Märchen ist?“ Meine naive Antwort lautete: „Nein. Ich glaube, es gibt genug gute Menschen in der Welt, die sicher stellen, dass das nicht geschieht.“ Damals hätte ich niemals gedacht, dass die Redakteure der Sunday Times zu denen in der Welt gehören würden, die wahrer Stürmer-Manier den Holocaust-Gedenktag nutzen würden, um eine Ritualmord-Lüge zu veröffentlichen und wissentlich die Erinnerung an einen der größten Völkermorde überhaupt untergraben.
Ich nehme an, in diesem Punkt lag ich falsch. Ich hoffe wirklich, dass ich bei dem andren nicht falsch liegen werde.
Ist irgendjemand wirklich überrascht? Großbritannien unternahm mehr als jedes andere Land der Welt, um die Gründung des jüdischen Staates zu verhindern. Es unternahm mehr als jedes andere Land außerhalb Deutschlands, dass der Holocaust durchgeführt wurde, indem es die Juden an der Emigration in ihre jüdische Heimat verhinderte. Das einzige, das sich in den letzten 65 Jahren geändert hat, ist: Der Islam ist nach Großbritannien gekommen, wo er weithin von der multikulturellen Schwatztruppen begrüßt wurde, die ihn exotisch finden…
Sie dürfen erwarten, dass Großbritannien in nicht allzu ferner Zukunft den Weg Somalias einschlagen wird. Ich hoffe nur, dass seine Juden rechtzeitig aufwachen und es verlassen.
Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (23.-29.12.2012)
29. Dezember 2012 um 23:22 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Israel, Nahost-Konflikt | Hinterlasse einen KommentarSchlagwörter: Arabische Liga, Friedensbereitschaft, Friedfertigkeit, Großbritannien, Hamas, Ismail Haniyeh, katholische Kirche, Mahmud Abbas, Siedlungen, Waffestillstand
Sonntag, 23.12.2012:
Ein Hamas-Offizieller verkündete auf der Al-Qassam-Website (wen wundert das?), „Fakten und Geschichte würden beweisen, dass die „Klagemauer“ nicht jüdisch ist. Wunderbar, das war bestimmt einer aus den „moderaten Elementen der Hamas“ von Frau Roth…
Montag, 24.12.2012:
Eine internationale Parlamentariergruppe besucht den Gazastreifen, die „Westbank“ und Israel. Knessetpräsident Reuven Rivlin kritisierte die Abgeordneten wegen ihres Besuchs im Gazastreifen, weil das die international als Terrorgruppe gebrandmarkte Hamas aufwertet. In der Knesset werden die Parlamentarier nicht empfangen werden; Einzeltreffen mit israelischen Abgeordneten werden untersagt. Die internationalen Abgeordneten – zu denen z.B. auch der offene Israelhasser (-„kritiker“) Lord Frank Judd gehört – behaupten, sie müssten sich mit Parlamentariern aus beiden Regionen der PA treffen und es gäbe keine formellen Treffen mit der Hamas. (Das stellt die Terroristen natürlich ins Abseits, vor allem wenn Hamas-Abgeordnete an den Treffen teilnehmen, nicht wahr?)
Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Fuad Twal, feierte in seiner Vorweihnachtspredigt die „Geburt Palästinas“.
Dienstag, 25.12.2012:
Aus dem Streichelzoo von Anatot in der Region Binyamin („Westbank“) werden immer wieder Ziegen gestohlen; Freitag waren es 11, Montag 6. Dazu müssen die Diebe den Zaun der Gemeinde zerstören.
Mahmud Abbas bei der Christmette in Bethlehem (was hat der da verloren???): Israel und die Palästinenser müssen sich an das internationale Recht halten (Israel tut das, warum er nicht?) und dafür müsse Israel mit der Bautätigkeit in Jerusalem aufhören. (Israel bietet seit Jahren Gespräche ohne Vorbedingungen an, die von Abbas abgelehnt werden.)
Mittwoch, 26.12.2012:
Bildungskonferenz im Gazastreifen, Ismail Haniyeh: „Israel ist ein Krebsgeschwür, das entfernt werden muss.“ Die Lehrer des Gazastreifens forderte er auf, „eine Generation aufzuziehen, die kämpfen und die Palästinenser von der Besatzung befreien wird“.
Ein anderer Hamas-Offizieller forderte die Araber zu bewaffnetem Widerstand auf: der Bau des Dritten Tempels solle (mit Terror) verhindert werden. Hm, die Baupläne sehen Wohnungen vor – und keine davon auf dem Tempelberg…)
Marwan Barghouti konnte wieder einmal aus dem Gefängnis getönt: Er wird einmal Palästinenserpräsident und das „Rückkehrrecht“ ist heilig.
Donnerstag, 27.12.2012:
Als Reaktion auf die UNO-Entscheidung vom November hat Israel den VIP-Status für eine ganze Reihe PA-arabischer Wichtigtuer zurückgezogen. Das heißt, dass z.B. Nabil Sha’ath demnächst in der Schlange anstellen muss, wenn er nach Israel will.
Der britische Minister für den Nahen Osten, Alistair Burt, bewies, dass er keine Ahnung von den Genfer Konventionen hat und giftete gegen Israel. Dafür pries er den Terrorfürsten Mahmud Abbas für dessen „gemäßigte Reaktion auf israelische Provokationen“.
Samstag, 29.12.2012:
Nabil al-Arabi, Chef der Arabischen Liga, war in Ramallah, um mit Mahmud Abbas zu konferieren. Er befand, die Gleichung in den Verhandlungen mit Israel müsse geändert werden. „Wir können nicht dieselben Schritte immer wieder tun, die wir seit 20 Jahren tun. Diese Schritte verschwenden Zeit und führen zur weiteren Expansion Israels.“ Welche Expansion, müsste er noch sagen, aber heißt es bei uns nicht immer, die Zeit sei gegen Israel?
Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2012“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).
Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (16.-22.12.2012)
22. Dezember 2012 um 23:34 | Veröffentlicht in EU-Europa, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO | Hinterlasse einen KommentarSchlagwörter: Christen in Nahost, Frankreich, Friedensbereitschaft, Friedfertigkeit, Gaza-Krieg, Großbritannien, Hisbollah, Islamisten, Jordanien, Lady Ashton, Libanon, Mahmud Abbas, Salam Fayyad, Tzipi Livni, UN-Sicherheitsrat, Waffenstillstand
Sonntag, 16.12.2012:
87,7% der palästinensischen Araber unterstützen Terror nach Hamas-Art. In der „moderaten“ „Westbank“ sind es 86,4%.
Scheik Taysir Tamimi aus der PA (er würde gerne „Präsident“ werden) hatte eine Grundsatzbotschaft für die „Palästinenser“: „Wo Hitler versagte, müssen wir erfolgreich sein.“ Sagte er über die Juden.
Salam Fayyad forderte eine „Wirtschafts-Intifada“ – Boykott israelischer Produkte und Waren. Das hat noch nie geklappt.
Montag, 17.12.2012:
Jordanischer Muslimführer: First we take over Damascus, then Tel Aviv. Na, wenn’s sonst nichts ist…
Es gab eine große Explosion im Libanon in der Nähe der Grenze zu Israel. Die Hisbollah hat das Gelände abgeriegelt. Die Explosion soll in einem Hisbollah-Waffendepot stattgefunden haben. Die Libanesen behaupten, die Ursache sei ein israelischer Luftangriff gewesen.
Dienstag, 18.12.2012:
Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Portugal bereiten eine Resolution zur Verurteilung Israels wegen der Baupläne in E-1 und Jerusalem zur Vorlage beim UNO-Sicherheitsrat vor.
Mittwoch, 19.12.2012:
Die übliche UNO-Einseitigkeit: Gleich 9 Resolutionen wurden von der UNO-Vollversammlung am 18. Dezember verabschiedet. ALLE richteten sich gegen Israel, beschäftigten sich mit angeblichen Rechten der „Palästinenser“ und dem Golan. Zum Assad-Massaker an den Arabern im Flüchtlingslager in Damaskus hatten die hochehrenwerten Vertreter der Weltgemeinschaft nichts zu sagen.
Mustafa Barghouti vom PA-„Parlament“ schäumt: Die israelischen Baupläne innerhalb jüdischer Gemeinden in Judäa und Samaria seien eine Kriegserklärung, giftet er und fordert „Volkswiderstand“ (also Terror). Der „moderate“ Araber vergisst offenbar, dass der Bruch sämtlicher Verträge mit Israel durch die PA – nicht zuletzt der Antrag bei der UNO – schon längst eine Kriegserklärung in der umgekehrten Richtung darstellt. Mal ganz abgesehen von der arabischen Hetze gegen den jüdischen Staat.
Jeffrey Feltman, Generalsekretär des UNO-Komitees für politische Angelegenheiten, drängte Israel vor dem Sicherheitsrat sich den internationalen Aufrufen zur Einstellung der Projekte zu fügen.
Donnerstag, 20.12.2012:
Die EU fährt die Agitation gegen israelische Baupläne hoch: Ashton schimpft und im Sicherheitsrat sind sie alle – bis auf die USA – für eine hässliche Resolution, wie sie wieder und wieder verkünden.
Tzipi Livni lässt wieder ein Giftwolke steigen: „Der Staat Israel wird von einer Doktrin der Angst beherrscht… Ein Palästinenserstaat wird die Existenz Israels sicherstellen.“ Klar doch, wenn die Terrorführer ihren Willen bekommen, wird Israel sicher sein!
Die Terrorfürsten machen auch mobil: Wenn Netanyahu wiedergewählt wird, wollen Abu Mazen & Co. Kriegsverbrechen in Den Haag anklagen (lassen) und die Sicherheitskooperation in Judäa und Samaria beenden.
Freitag, 21.12.2012:
Mal was Erfreuliches: Es ist einen Monat her, dass es eine Rakete oder eine Mörsergranate aus dem Gazastreifen gegeben hat.
Jetzt ist laut Mahmud Abbas schon die Wahl Netanyahus ein Kriegsverbrechen: Sollte der Premier wiedergewählt werden, will die PA Israel vor dem Internationalen Kriminalgerichtshof verklagen.
Eine ganze Reihe „christliche“-„palästinensischer“ Organisationen aus dem PA-Bereich nutzen die (Vor-)Weihnachtszeit um auf Israel einzudreschen. Die Feiertagspropaganda reichte von Halbwahrheiten bis zu „krudem Antisemitismus“. Zu den Hasspredigern gehören ein Vertreter der Presbyterianischen Kirche der USA, Organisationen wie Sabeel, Christian Aid, Ireland Palestinian Solidarity Campaign u.a. Das Thema „von Bethlehem ausgehender Terrorismus (gegen Juden und Christen) wurde natürlich von niemandem behandelt.
Heckmeck:
- Großbritannien und Frankreich mit der Brechstange: Jetzt sollen Verhandlungen wieder in Gang gebracht werden.
Samstag, 22.12.2012:
Abbas droht wieder mal mit der Auflösung der PA als Reaktion auf Israels Handeln (Baupläne zu beschließen).
Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2012“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).
Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (02.-09.12.2012)
8. Dezember 2012 um 23:06 | Veröffentlicht in Deutschland, EU-Europa, Europa, Israel, Palästinenser, USA | Hinterlasse einen KommentarSchlagwörter: Australien, Brasilien, Frankreich, Friedensbemühungen, Friedensbereitschaft, Friedfertigkeit, Großbritannien, Islamisten, Italien, Khaled Meschaal, Mahmud Abbas, Nabil Sha'ath, PLO, Russland, Schweden, Spanien, Waffenstillstand
Sonntag, 02.12.2012:
Als Reaktion auf die Aufwertung der PA bei der UNO wird Israel 450 Millionen Schekel an Steuereinnahmen nicht auszahlen, die es eingesammelt hat. „Die Provokation ist eine palästinensische, das Bemühen die Gründung eines Palästinenserstaats voranzutreiben, ohne Israel anzuerkennen und ohne angemessen Sicherheitsarrangements.“ Die Summe soll diesen Monat nicht überwiesen, sondern dazu verwendet werden Schulden der PA zu bezahlen.
Das Kabinett erhielt einen Bericht zur Hetze der PA. Die Hauptbotschaft der PA ist, dass ganz Israel „Palästina“ ist und den Arabern gehört; die zweite wichtige Botschaft ist, dass Israel eines Tages „Palästina“ wird; die dritte, dass Juden und besonders die in Siedlungen eine Bedrohung sind und Terror gegen sie legitim ist.
Mahmud Abbas: „Die Leistung bei der UNO ist unseren Märtyrern und heldenhaften Gefangenen gewidmet.“ Also Terroristen, die feige Zivilisten morden/mordeten. „Jerusalem ist die Hauptstadt Palästinas.“ Nicht „Ost-Jerusalem“, nein „Jerusalem“ – als Ganzes! „Der nächste wichtige Schritt ist das Erreichen der innerpalästinensischen Aussöhnung.“ Mit den Terroristen der Hamas, des PIJ usw. Alles wieder auf einen Nennen bringen: Judenmord ohne Ende.
Die PA lässt zum Welt-Aids-Tag wissen: Über „politische Erpressung“ durch Israel werden Araber, die in Israel arbeiten AIDS ausgesetzt. Was „politische Erpressung“ sein soll, wurde nicht gesagt.
Montag, 03.12.2012:
Heckmeck:
- Nach Frankreich und Großbritannien bestellte auch Schweden den israelischen Botschafter ein, um sich über die 3000 Baugenehmigungen auszulassen.
- Die Russen schimpfen ebenfalls.
- Deutschland drängt auf Rücknahme der Baugenehmigungen.
- Auch Spanien bestellte den israelischen Botschafter ein.
- Saeb Erekat ist beglückt angesichts der massiven Kritik.
- Das US-Außenministerium schimpft auch.
Dienstag, 04.12.2012:
Nabil Shaath droht Israel vor den Internationalen Kriminalgerichtshof zu zerren. „Viele Länder“ hätten die Palästinenser gedrängt das zu tun.
Die Hamas feierte „25 Jahre Widerstand“. Dazu ließ sie eine Torte anfertigen, die natürlich oben drauf „Palästina“ zeigte – das „ganze Palästina“, ohne Israel, dafür aber mit einer Rakete großer Reichweite, von der sie prahlen, dass sie sie selbst herstellen. Dabei prahlten sie, dass europäische Länder die Bereitschaft zeigen die Hamas von der Terrorliste zu nehmen, sollte sie zu indirekten Verhandlungen mit Israel bereit sein.
Heckmeck:
- Australien hat auch den israelischen Botschafter einbestellt, um über die Baugenehmigungen zu schimpfen.
- Der israelische Botschafter in Brasilia wurde einbestellt, damit die Regierung über die Baugenehmigungen schimpfen kann.
- Die Terroristen schimpfen, die Zweistaaten-Lösung wäre vom Tisch, wenn die Siedlungen ausgebaut werden. Hm, ist sie das nicht schon lange – seit die PLO 1974 ihren Stufenplan beschloss und konsequent danach handelte? Seit „Oslo“ als Sprungbrett für mehr benutzt wurde? Seit Abbas jegliche Verhandlungen verweigert? Und spätestens, seit auch Oslo mit dem UNO-Antrag der PA endgültig gekippt worden ist? Von den „Palästinensern“ gekippt wurde!
Mittwoch, 05.12.2012:
Wie angekündigt: Der angebliche „Staat“ „Palästina“ legt direkt los – Abbas hat einen Brief an den UNO-Generalsekretär geschickt: Israel ist ein Schurkenstaat, gegen den muss wegen seiner „Kriegsverbrechen“ ermittelt werden und die Terroristen (nennt er natürlich nicht so) müssen Vorrang vor allem anderen haben (Syrien, Sudan, …)
Ein PLO-Führer im Libanon: Die UNO-Abstimmung ist ein Schritt für die Araber, um den Negev, Jerusalem, Haifa, Jaffa, Akko, Nazareth und Safed wiederzugewinnen – sprich: Israel auszuradieren.
Die Hamas spielt den Gastgeber für Laila Kader, eine berüchtigte Terroristin, die um 1970 an mehreren Flugzeugentführungen beteiligt war und seitdem immer gerne zum Judenmord aufgerufen hatte.
Heckmeck:
- Jetzt hat auch die EU den israelischen Botschafter zu „Kritik“ einbestellt.
- Und Italien zog nach.
Donnerstag, 06.12.2012:
Bei den „Siegesfeiern“ zum erfolgreichen UNO-Antrag gab Abbas in Ramallah die nächste Parole aus: „Eines Tages wird ein junger Palästinenser die palästinensische Flagge über Jerusalem hissen, der ewigen Hauptstadt des palästinensischen Staates.“ Nicht „Ost-Jerusalem“ oder sonst irgendeine Einschränkung – „Jerusalem“, ganz Jerusalem.
Scheik Hafez Salameh aus Ägypten ist zu Besuch in Gaza. Haniyeh: „Wir werden keinen Zentimeter von Palästina aufgeben.“ Und Palästina wird durch „Widerstand“ und Standhaftigkeit befreit werden. Der Scheik: Die nächste Schlacht wird um Jerusalem und alle 1948 besetzten Gebiete geführt werden. Er verurteilte alle, die eine Zweistaatenlösung befürworten.
„Der Geruch von Stolz und Würde“ heißt M75 – nach der weitreichendsten Rakete, die die Terroristen aus dem Gazastreifen verschossen haben. Stolz und Würde – stinken nach Judenmord.
Heckmeck:
- Südafrika hat auch noch den israelischen Botschafter einbestellt um zu schimpfen.
Freitag, 07.12.2012:
Kahled Meschaal ist im Gazastreifen. Die friedfertige Botschaft: „Heute Gaza. Morgen Ramallah. Und dann Jerusalem.“ (Hm, war nicht mal was? „Heute gehört und Deutschland…“?)
Samstag, 08.12.2012:
Khaled Meschaal im Gazastreifen verspricht die Vernichtung Israels: „Palästina gehört uns, vom Fluss bis zum Meer und vom Süden bis zum Norden. Es wird keine Zugeständnisse geben, nicht einen einzigen Zentimeter des Landes.“
Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2012“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).
Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (25.11.-01.12.2012)
1. Dezember 2012 um 23:15 | Veröffentlicht in EU-Europa, Europa+Nahost, Israel, UNO | Hinterlasse einen KommentarSchlagwörter: Ägypten, Ban Ki-m, Frankreich, Gazastreifen, Großbritannien, Hamas, Hassan Nasrallah, Hillary Clinton, Iran, israelische Araber, Judäa+Samaria, Mahmud Abbas, muslimischer Antisemitismus
Sonntag, 25.11.2012:
Die Hamas hat (vorläufig) Polizisten am Grenzzaun stationiert, damit Durchbruchversuche wie gestern nicht weiter vorkommen.
Es sieht so aus, dass der Iran die Versorgung der Hamas mit neuen Raketen verstärkt betreibt. Ein Frachter soll bereits unterwegs sein. Zusätzlich sollen Langstreckenraketen im Sudan stationiert werden. Die Beladung des Frachters wurde per Satellit beobachtet. Israel soll angekündigt haben dieses Schiff anzugreifen.
Mahmud Abbas tönte mal wieder, die Anerkennung durch die UNO sei die letzte Chance für Frieden zwischen der arabischen Welt und Israel. Das ist interessant – zum einen behauptet er also für die arabische Welt als Ganzes zu sprechen; zum anderen widerspricht er damit dem, was er letzte Woche erst getönt hatte: Dass diese Anerkennung endlich die Möglichkeit gibt, Israel endgültig den Garaus machen zu können. Wir dürfen erwarten, dass die Westen „die letzte Chance“ nachgeplappert wird.
Hassan Nasrallah kündigt Raketenterror gegen ganz Israel an, „von Kiryat Shmona bis Eilat“.
Mahmud Al-Zahar von der Hamas legte gegenüber eine saudischen Zeitung dar, wie Israel „besiegt“ wurde, die Hamas unterschätzte und beim nächsten Mal mit mehr rechnen muss.
Montag, 26.11.2012:
Einen Tag nach Beginn des Waffenstillstands sendete die Hamas die absolute Friedensbotschaft in einem Musikvideo: „Zerstört den Thron Zions, das Haus des absolut Bösen. Hisst das Banner des Sieges, sei wie das Feuer eines Vulkans. Wiederholt im Namen unseres Jihad: Tod Israel! Mit Blut und Feuer widersteht bis zur Freiheit. Besiegt die Soldaten der Aggression des Feindes der Menschheit.“ (Und denen soll Israel nachgeben????)
Das israelische Botschaftspersonal ist zurück in Kairo.
Antiisraelische bis antisemitische Graffiti tauchen überall in Hebron auf. Sie werden anscheinend von internationalen Anarchisten vor allem auf jüdische Häuser geschmiert.
Aktuell die beliebtesten Namen von neu geborenen Jungen im Gazastreifen: Fajr und Ahmed Jabari.
Dienstag, 27.11.2012:
Anscheinend hat ein Beduine im Negev während der Operation Amud Anan der Hamas Koordinaten von Raketeneinschlägen übermittelt, damit die Terroristen ihre Raketen genauer schießen können. Dazu drang er in militärisches Sperrgebiet ein.
Die neuen Regeln am Gaza-Zaun bringen die Gemeinden in Grenznähe sowie die Soldaten in Gefahr. Da die Soldaten erst gegen die Araber vorgehen dürfen, wenn diese sich auf israelisches Territorium begeben (nicht einmal Warnschüsse sind erlaubt), können diese ohne Vorwarnung und auf gefährliche Weise die Grenze übertreten oder aus nächster Nähe Mordversuche unternehmen.
Hamas (grundsätzlich): Juden töten ist eine Form der Anbetung, die die Muslime näher zu Allah bringt.
Seltsame Wende: Plötzlich heißt es aus Israel, der Antrag der PA bei der UNO werde nicht mit der Aufkündigung aller Oslo-Abkommen beantwortet werden, sondern durch andere „Strafmaßnahmen“. Die Gründe dafür bleiben im Dunkeln.
Heckmeck:
- Frankreich sagt, es wird die PalAraber bei ihrem UNO-Antrag unterstützen.
- Die Briten sagen, sie haben sich noch nicht entschieden.
Mittwoch, 28.11.2012:
Die PA gibt sich wieder „friedlich“ – Arafats Kadaver ist noch gar nicht untersucht, aber schon wird gesagt, was der erste Schritt des „Staates“ sein wird, wenn die UNO ihn anerkennt: Israel wird wegen der Ermordung Arafats verklagt. Aber die wollen Frieden und Israel nicht, nicht wahr? Klar doch, denn: „Wir werden nach unserer Anerkennung nichtnotwendigerweise den schnellsten Weg zum Internationalen Kriminalgerichtshof in Den Haag nehmen“, sagte der UNO-Botschafter der PA.
Die Antwort aus Israel: Was die können, können wir auch: Verklagt die PA Israel, dann wird Israel die Hamas und weitere arabische Terrorfürsten verklagen.
Nabil Sha’ath („moderater“ Ex-Unterhändler der PLO) ist auch für Frieden. Deshalb sang er gerade ein Loblied auf Terrorfürst Ahmed Jabari und den bewaffneten Widerstand – auf einer Hamas-Demonstration in Gaza.
Heckmeck:
- Während die Briten sich offenbar doch auf die Seite der Terroristen stellen werden, wollen die Australier ihnen den Erfolg über eine Enthaltung ermöglichen.
- Die Briten wollen ihre Zustimmung davon abhängig machen, dass die PA „zusichert“, sich dann wieder an den Verhandlungstisch zu begeben und Israel nicht vor dem Internationalen Kriminalgerichtshof verklagen wird. (Auf solche Zusicherungen kann man sich ja ganz toll verlassen!) Sollten die Terroristen das nicht zusichern, wollen die Briten sich enthalten (was auf dasselbe wie eine Zustimmung hinausläuft).
- Dänemark will den Antrag der Terroristen unterstützen.
- Spanien will den Antrag der Terroristen unterstützen.
- Auch die Schweiz und Norwegen werden die Terroristen unterstützen.
- Deutschland wird den Antrag der Terroristen NICHT unterstützen.
- Ist sowieso klar: Die Russen sind für die Terroristen.
- Die USA bestätigten noch einmal, dass sie gegen den Antrag der PA stimmen werden.
- Finnland unterstützt den Antrag der Terroristen.
Donnerstag, 29.11.2012:
Heckmeck:
- Jetzt wissen wir, was Deutschlands „Antrag der PA nicht unterstützen“ bedeutet: Enthaltung. Also nichts dagegen unternehmen. Also doch Unterstützung der Terroristen! (ZDF heute, 14 Uhr)
- Island stimmt bei der UNO für die Terroristen.
- Das war eigentlich auch nicht anders zu erwarten: Der korrupte Ehud Olmert spricht sich für eine Unterstützung des PA-Antrags bei der UNO aus. Er ist und bleibt ein charakterloser Opportunist und Egozentriker, der das ausschließlich tut, um Netanyahu usw. ans Bein zu pinkeln.
- Baroness Ashton geht natürlich schon weiter und schwatzt von der Anerkennung des Staates Palästina und ihrer Hoffnung, dass dieser UNO-Mitglied wird.
- Italien unterstützt die Terroristen.
- Lettland, Litauen und Estland werden sich enthalten.
- Ban Ki-moon forderte Israel und die PA auf „wieder neues Leben“ in den Friedensprozess zu pusten, der sich auf der Intensivstation befinde. Hm, ich wüsste da was…
- 250 Durchgeknallte (Linke und „Friedens“-Gruppen) demonstrierten in Tel Aviv für den PA-Antrag bei der UNO.
- Die Tschechische Republik wird gegen den Terroristen-Antrag stimmen.
Das hier ist Ahmed Jabaris (von Israel am 17.11. getöteter Terrorfürst, was angeblich die Eskalation war, die den jüngsten Raketenhagel von Hamas et.al. auslöste) jüngster Sohn – sieht nicht wie ein Spielzeuggewehr aus:
Freitag, 30.11.2012:
„Arbeitsunfall“ – ein Hamas-Terrorkommandant starb bei einer Explosion in einer „militärischen Einrichtung“, angeblich durch israelische Munition, die von der letzten Auseinandersetzung übrig geblieben sein sollte. Acht weitere wurden verletzt. Angeblich israelische nicht explodierte Munition in einem Militärlager der Terroristen? Wo es zweifellos überhaupt keine Hamas-Munition gibt, nicht wahr?
Ein Staatssekretär und Großscheik in Ägypten hat zum „Jihad zur Befreiung Jerusalems“ aufgerufen.
Heckmeck:
- Der Vatikan begrüßt das Abstimmungsergebnis der UNO-Vollversammlung zur Erteilung des Beobachterstatus als Staat für die PA.
- Abbas vor der UNO: Israel betreibt ethnische Säuberungen, betriebt Barbarismus im Gazastreifen usw. – nur die Terroristen sind an Frieden interessiert (deshalb verweigern sie sich ja auch seit Jahren jeglichen Verhandlungen).
- Monsieur Hollande forderte unmittelbar nach der Ermächtigungsabstimmung in New York die Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern – „sofort und ohne Bedingungen“. „Direkte Verhandlungen sind der einzige Weg eine dauerhafte Lösung zu finden…“ (Warum dann die Ermächtigung der Terroristen? Der Leute, die sich allen direkten Verhandlungen verweigern?)
- Kanada hat seine Botschafter aus Israel, der PA und bei der UNO zu Konsultationen abberufen; die Beziehungen zur PA sollen überdacht werden.
Samstag, 01.12.2012:
Die Hamas beschwert sich bei den Ägyptern wegen israelischer Verletzungen des Waffenstillstands: dass es Verletzte Araber gab, als diese versuchten den Grenzzaun einzureißen; dass arabische Fischer festgenommen wurden, als sie über die Fischereizone hinaus schipperten. Man erkennt, dass die Herrschaften jetzt feststellen lassen wollen, dass sie absolut freie Hand haben und Regeln für sie nicht mehr gelten.
Umfrage: 51% der Israelis halten Frieden mit den Palästinensern für unwahrscheinlich.
Heckmeck:
- Wieder was neues Altbekanntes: Mahmud Abbas erklärt sich zur Wiederaufnahme der Gespräche mit Israel bereit – unter der Voraussetzung (hätte mich auch gewundert, wenn nicht!), dass diese ausschließlich auf der Grundlage von UNO-Resolutionen stattfinden, die die „Siedlungen“ als illegal brandmarken. (Ach ja: Sein Berater Nimr Hammad schiebt hinterher, dass die PA-Leute überlegen Israel vor den ICC zu zerren.)
- Was Frau Clinton alles nicht davon abhält die Baugenehmigungen weiter zu verdammen und an daran arbeiten zu wollen die beiden Seiten an den Verhandlungstisch zu holen. Dazu ist die heuchlerische Aussage, Israel sei den „Palästinensern“ gegenüber nicht empathisch, besonders hilfreich. Hat sie etwas in dieser Richtung mal über die Terroristen gesagt?
- Großbritannien und Frankreich sind auch ganz heiß darauf, dass Israel die Entscheidung zu den Baugenehmigungen rückgängig macht.
- Über Hanan Ashrawi droht die PLO dann doch wieder: Wir gehen zum Internationalen Kriminalgerichtshof und verklagen die Juden da.
Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2012“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).
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