Die europäische Linke kehrt dem Friedensprozess den Rücken

23. Oktober 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Europa+Islam | Hinterlasse einen Kommentar
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Michael Curtis, The American Thinker, 16. Oktober 2014

Alle gutmeinenden Leute hoffen, dass der Konflikt zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn friedlich gelöst werden kann, wenn er nicht gar in einem Paradies innerer Ruhe endet. Bedauerlicherweise schaden linke politische Gruppen in Europa dieser Hoffnung auf zweierlei Weise. Sie ignorieren die kriegslüsternen Äußerungen sowie die Taten der Palästinenser. Zusätzlich lehnen sie durch die Unterstützung einseitigen Handelns der Palästinenser formelle internationale Vereinbarungen, die im Verlauf der Jahre getroffen wurden und ein Ende des israelisch-arabischen Konflikts über Verhandlungen fordern. Dem Friedensprozess wird durch Bruch internationaler Übereinkünfte nicht geholfen.

Das britische Unterhaus – das am 10. Oktober 2014 einen nicht bindenden Beschluss fast, der von linken Mitgliedern der Labour-Partei im Parlament eingebracht wurde; damit forderte man die Anerkennung eines Staats Palästinas, was mit 274 gegen 12 Stimmen beschlossen wurde, obwohl die meisten Mitglieder der Konservativen Partei sich der Stimme enthielten – oder das nicht zu begreifen schienen. Sie empfanden sich selbst als Leute, die einen kleinen, symbolischen Schritt und eine Geste für alltägliche Menschlichkeit unternahmen, aber faktisch ignorierten sie die Tatsache, dass beträchtliche Teile der Palästinenser den Staat Israel nicht anerkennen und diesem Staat nicht zu existieren gestatten würden, wenn sie die Macht dazu hätten.

Es bleibt ein Rätsel, warum Linke eindeutige palästinensische Äußerungen ignorieren. Eine wurde vor kurzem in Al-Quds berichtet, am 3. Oktober 2014; sie stammt von Jibril Rajoub, dem stellvertretenden Sekretär des Zentralkomitees der Fatah. Rajoub betonte, dass die Palästinenserführung entschieden habe das Thema der bilateralen Beziehungen zum Besatzer (Israel) zu kappen. Weitere Beziehungen zu Israel würden als solche zwischen Feinden bestehen.

Die britische Linke scheint die kriegslüsterne Stimme von Palästinenserpräsident Abbas vor den Vereinten Nationen am 26 September 2014 zu vergessen – oder vielleicht willkommen heißen; dort sprach er vom palästinensischen Volk als „Terrorismus durch die rassistische Besatzungsmacht“ unterworfen.

Die britische Linke scheint sich der Drohungen gegen Israel und die Juden nicht bewusst zu sein. Europäische Länder sind sich dieser Drohungen bewusst geworden. In Frankreich beschloss Lille, die viertgrößte Stadt des Landes, seine Beziehungen zu Safed – einer der heiligsten Städte des Judentums, dem Zentrum der Kabbalah und ein wichtiges Kunstzentrum – auszusetzen. Der vordergründige und unglaubhafte Grund für die Entscheidung war eine Reaktion auf Israels Handeln, als es sich im September 2014 während der Operation „Fels in der Brandung“ gegen Hamas-Raketenangriffe wehrte. Der Stadtrat erklärte, seine Entscheidung sei dazu gedacht auf die israelische Regierung Druck auszuüben und damit die Lösung des Konflikts zu forcieren.

Zwei weitere Faktoren untergraben allerdings diese fadenscheinige „Erklärung“. Einer ist die nicht erwähnte Tatsache, dass 4 der 11 Mitglieder des Rats Muslime sind – in einer Stadt, die aktuell zu 27 Prozent muslimisch ist. Die wachsende muslimische Präsenz spiegelt sich auf mindestens zwei Weisen. Ein Indikator ist, dass 2013 dort dreizehn Moscheen gebaut wurden, es aber nur neun Kirchen gibt. Ein weiterer ist, dass eine muslimische Oberschule – die erste in Frankreich – vor kurzem als Alternative zum säkularen öffentlichen Bildungssystem eröffnet wurde.

Der zweite Faktor ist, dass Bürger von Lille sich bewusst sind und vielleicht Angst haben, dass von Israels Feinden Ärger droht. Sie erinnern sich an die unangenehme Episode vom Juni 2014 beim Fußballspiel zwischen OSC Lille und dem israelischem Maccabi Haifa, das in Österreich stattfand. Palästinensische Protestierende unterbrachen das Spiel, indem sie auf das Spielfeld liefen um israelische Spiele zu attackieren.

Die Palästinenserfrage ist komplizierter geworden, weil sie mit dem islamistischen Terrorismus verbunden worden ist. Frankreich steht vor dem Problem, dass mehr als 100 französische Frauen das Land verlassen haben, um sich dem terroristischen Islamischen Staat (IS) im Irak und Syrien anzuschließen. Wie immer ihre Gründe sein mögen, eine Identitätskrise oder der Wunsch Märtyrer zu werden, ihr Schicksal ist absehbar. Sie sollen entweder die Ehefrauen oder die Konkubinen der Terroristen werden.

Großbritannien hat ebenfalls Hunderte Bürger erlebt, die das Königreich verlassen, um für den IS zu kämpfen. Statt sich auf dieses zunehmende Problem zu konzentrieren, hat die politische Linke – die Labour Party (LP) – des Landes sich mit der Frage eines Palästinenserstaats befasst. Die britische Liberaldemokratische Partei zeigte ihren Schwachpunkt oder politische Taubheit damit, dass sie ihre Jahreskonferenz am Yom Kippur abhielt, dem Versöhnungstag.

Obwohl die Meinungen zu Nahost-Fragen innerhalb der Labour Party verschieden sind, unterstützte die Partei 2011 und 2012 den palästinensischen Antrag den Palästinenserstatus bei der UNO aufzuwerten. Sie machte das, als die UNO mit 139 zu 9 Stimmen die Resolution genehmigte, Palästina als Nichtmitgliedstaat mit Beobachterstatus aufzunehmen. Die konservative britische Regierung war eines der 41 Länder, die sich der Stimme enthielten.

Ein beträchtlicher Teil der Labour Party, wenn nicht auch ihre Führung, hat eine kritischere Hlatung zu Israel übernommen und eifert Schweden nach. Am 3. Oktober gab der neue schwedische Premierminister, der eine Koalitionsregierung führende Linke Stefan Lofven, am ersten Tag im Amt im Parlament eine Äußerung ab. Er verkündete, als Teil seiner allgemeinen Äußerung zur Regierungspolitik, dass Schweden den Staat Palästina anerkennen würde. Er erklärte auf recht unlogische Art, dass eine Zweistaaten-Lösung gegenseitige Anerkennung und den Willen friedlicher Koexistenz verlange. Daher würde Schweden den Staat Palästina anerkennen. Es ist der erste EU-Staat, der das tut. Andere europäische Länder – Ungarn, Polen und die Slowakei – machten das, bevor sie EU-Mitglieder wurden.

Diese unüberlegte und kontraproduktive Äußerung des Premierminister folgte verstörenden Aussagen andere linker Politiker in Malmö, einer Stadt, deren Bevölkerung zu rund einem Drittel aus Muslimen besteht. Schwedens linke Sozialdemokraten schaden dem Ruf des Landes als rational und objektiv. Der ehemalige Bürgermeister Malmös, Ilmar Reepalu, war berüchtigt für seine Äußerung der Zionismus sei rassistisch, für Äußerungen, die hart an der Grenze zu Antisemitismus waren und für seine Weigerung sich mit muslimischer Aggression gegen Juden auf den Straßen Malmös zu befassen.

Adrian Kaba, ein weiterer linker Politiker, Mitglied des Stadtrats von Malmö, produzierte eine neue Version der Geschichte. 2012 warnte er vor „der jüdisch-europäischen, extrem rechten Verschwörung“. Im Oktober 2014 verkündete er in seiner neuen Version, der israelische Mossad habe den Islamischen Staat im Irak und Syrien ausgebildet. Diese bizarre Zusammenstellung von Beschuldigungen lässt es so aussehen, als würden die schwedischen Medien keine Informationen zu den jüngsten Ereignisse übertrage – und zwar die Enthauptung unschuldiger Journalisten und Massenmorde durch den IS. Stattdessen informiert Kaba uns: „Muslime führen keinen Krieg; sie werden als Bauern im Spiel anderer Völker benutzt.“

Die britischen Linken sind nicht auf diese aberwitzige und paranoide linke Sicht der Schweden auf die Israelis als allmächtig übergegangen. Obwohl die Führer der Labour Party fanden, das sei unklug, schlug eine Gruppe linker Mitglieder des Unterhauses am 13. Oktober 2014 vor, die britische Regierung solle den Staat Palästina an der Seite des Staates Israel anerkennen. Der Initiator des Antrags war ein Hinterbänkler namens Grahame Morris, der seit Dezember 2013 der Vorsitzende der Labour Friends of Palestine and the Middle East ist. Er sprach vom Freiheitskampf des palästinensischen Volks und gegen ihre ungerechte Behandlung, vergaß dabei aber zu erwähnen, dass die Hamas weitgehend dafür verantwortlich ist. Seine wahren Ansichten offenbarte er in einer früheren Rede, als er erwähnte, die Gleichsetzung von Israel mit dem Südafrika der Apartheid sei „stichhaltig“.

Unterstützer der Palästinenser mögen zufrieden mit dem sein, was sie als symbolische Gesten und Propagandacoups betrachten, denen die europäischen Länder Aufmerksamkeit schenken. Doch symbolische Gesten verändern die Außenpolitik nicht und einseitiges Handeln bringen den Frieden nicht voran. Die genauen Konturen eines Palästinenserstaats werden nur durch Verhandlungen bestimmt. Dass einseitiges Handeln für die Gründung eines Palästinenserstaats gefordert wird, macht die Linken praktisch zu Reaktionären; es verhindert Dialog und pervertiert die internationalen Vereinbarungen, die forderten, dass ein Endstatus durch Verhandlungen festgelegt wird.

Das Krebsgeschwür des Jihadismus gedeiht in London

19. September 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in die Welt+Islam, Europa+Islam | Hinterlasse einen Kommentar
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Uns wurde erzählt, wenn wir für Wohlstand, Bildung und ein leichteres Leben sorgten, würde der Sumpf des Hasses durch den islamistischen Terror austrocknen, doch wie man in London sieht, scheint das nicht zu stimmen.

Ben Caspit, Jerusalem Post, 25. August 2014 (übersetzt von Cora)

An den britischen Außenminister Philipp Hammond: Ich habe gelesen, was sie schrieben, nachdem sie erfahren haben, dass es sich bei „Jihadi John“, der den amerikanischen Journalisten köpfte, um den in London geborenen, britischen Staatsbürger Majd Abed el-Bary handelt.

Gemäß Ihren Worten, Herr Außenminister, „werden sie früher oder später versuchen, uns in unserem Land anzugreifen“ und sie beschuldigen diese Art von Jihadisten „eines absoluten Verrats an allem, wofür das britische Volk steht“. Und Sie setzen hinzu: „Es ist furchtbar daran zu denken, dass der Täter dieses Verbrechens in Britannien groß geworden ist.“

Sagen Sie mir, Herr Außenminister, leben Sie in Britannien? Und wenn dem so ist, sind Sie taub, blind und dumm? Denn wenn nicht, dann frage ich mich, was Sie so erstaunt und erschreckt. Wenn Sie im Vereinigten Königreich heimisch sind, dann gehen Sie doch mal durch Ihre Nachbarschaft und Viertel, die in den letzten Jahren von den Islamisten übernommen wurden und versuchen Sie zu verstehen, was in diesen Gemeinden in den Moscheen, die dort wie Pilze aus dem Boden schießen, gepredigt wird. Sie wären keineswegs mehr überrascht. Nebenbei, Herr Hammond, versuchen Sie das mal als orthodoxer Juden gekleidet zu tun.

Ich frage mich, ob Sie das überleben würden, und wenn ja, in welchem Zustand.

Ich möchte weder Sie, Herr Außenminister, noch Britannien verspotten. Hier in Israel haben wir großen Respekt vor Britannien, weil seine Führung immer noch zwischen Gut und Böse unterscheiden kann und ich bin mir sicher, dass in einer anonymen Abstimmung David Cameron und Sie beide beim Krieg gegen die Hamas für Israel stimmen würden. Es müsste anonym sein, denn sonst müssten Sie bei ihrer Wählerschaft einen hohen Preis dafür bezahlen.

Wir alle können zählen und kennen die Anzahl der muslimischen Bürger, die es heute im Vereinigten Königreich gibt und wir wissen, wie einflussreich sie sind. Hier in Israel gibt es ganze Reihe standhafte Bewunderer Britanniens, mich eingeschlossen. Wir zählen euch zu den aufgeklärtesten Nationen der Welt. Ihr wart nicht nur ein militärisches und politisches Weltreich, sondern seid nach wie vor für die meisten Kulturschätze, Musik, Theater, Kunst, Innovationen, Humor und Kreativität verantwortlich, die die Menschheit kennt.

Erst vor 2 Monaten traten die Rolling Stones in Tel Aviv auf (es scheint fast 20 Jahre her zu sein) und schafften es, trotz der irrsinnig hohen Eintrittspreise, 50.000 begeisterte Fans in den Yarkon-Park zu holen.

Aber das Vereinigte Königreich hat nicht nur kulturelle Helden, sondern auch ganz normale Helden zu bieten, Herr Außenminister.

Wir werden nie vergessen, dass Britannien das erste und einzige Land war, das aufstand und Hitler in die Augen schaute ohne sich abzuwenden und Hitler, allen Widerständen zum Trotz, bekämpfte und besiegte.

Damals hattet ihr Winston Churchill, einen Anführer der bis heute hoch verehrt wird, vielleicht war er einer eurer besten Anführer. Britannien kannte Stärke, Entschlusskraft, und die Kunst des Überlebens.

Ich frage mich, ob auch Sie diese Charakterzüge haben, Herr Hammond. Ich meine vor allem die Überlebensfähigkeit. Da bin ich mir nicht sicher.

Medizinisch gesprochen gibt es noch Lebenszeichen. Doch wie stehen eure Chancen den islamischen Tsunami zu überleben, eure Kultur, euren Charakter, eure Persönlichkeit zu bewahren? Ich weiß es nicht.

Euer Geist lebt hier und da noch auf. Ein Beispiel: Vor einigen Wochen bedrohten Hamas-Terroristen unseren internationalen Flughafen und verursachten damit derart Panik, dass viele Fluglinien (angeführt von den USA, seltsam genug) ihre Flüge von und nach Israel stornierten. Es dauerte eineinhalb Tage, bis jeder begriffen hatte, dass der Ben Gurion Flughafen der sicherste in der Welt ist.

In dieser Zeit hat sich British Airways dafür entschieden, ihre alte Linie strikt durchzuhalten und weiter zu fliegen; kein Flug kam verspätet oder wurde gar abgesagt. Wir begrüßten das sehr.

Wir besuchen häufig London, Herr Hammond. Nichts schlägt britischen Fußball, nichts gleicht britischer Musik, Theater, Kunst, Humor oder dem britischen Geist.

Doch diese Besuche werden zunehmend unangenehmer. Eure Straßen haben sich verändert. Man muss kein großer Forscher sein, um zu wissen, wie gefährlich das Eindringen des radikalen Islams in die europäischen Hauptstädte ist, wie tyrannisch der Islam sein kann, wie fremd ihm Toleranz, Akzeptanz gegenüber anderen ist oder wie schwer er sich in eine vorhandene Kultur integriert.

Dreißig Minuten im Internet, Herr Außenminister, werden Ihnen die schreckliche Welt aufzeigen, die in Ihren Hinterhöfen gedeiht.

Sie werden religiöse Prediger finden, die vom Hass auf den Westen, auf alles jüdische, alles christliche, auf alles, mit dem sie sich nicht identifizieren, durchdrungen sind.

Sie werden wilden Zorn in den Straßen sehen, Gewalt gegen jeden, der die Freiheit einfordert, so leben zu können, wie er es wünscht. Ich empfehle Ihnen das Video eines angeblich moderaten Muslims, der sein Glaubensbekenntnis einer anscheinend moderaten muslimischen Gemeinde predigt und nachdem sie alle damit fertig waren, sich als „moderate“ Muslime“ zu bezeichnen, fragt er, wer von ihnen das islamische Recht der Bestrafung – in welchem Frauen für Untreue gesteinigt werden – unterstütze, der solle den Arm heben. Alle die hunderte Männer hoben ihren Arm wie ein Mann. Und das sind die Moderaten!

Seit Jahrzehnten erzählt man uns, der islamische Terror wäre das Ergebnis von Unwissenheit und Armut. Gebt ihnen Sozialhilfe, Bildung und eine leichteres Leben und der Sumpf des Hasses wird austrocknen. Doch das stimmt nicht. Die Al-Qaida-Terroristen, die vor 13 Jahren Amerika angriffen, waren Einwanderer, die ein sehr bequemes Leben in der amerikanischen Demokratie hatten. Und ihr britischer Staatsbürger, Herr Hammond, der den amerikanischen Journalisten köpfte, kam aus dem eleganten Maida Vale House und einem Leben mit allem Komfort.

Es ist Hass, Philipp, nichts anderes. Erziehung zum Hass, zum Hass gegen den anderen, zu Intoleranz, zu Blutdurst und Mord. Und hier kommen wir zu unserenm gemeinsamen Interesse, Herr Außenminister.

Sie werden bald – im Guten oder Schlechten – verstehen, dass Israel keine Last für den Westen ist. Israel ist nicht der Knochen im Hals der Muslime. Das Verschwinden Israels würde nichts lösen. Ich denke, das haben Sie längst verstanden. Sie müssen nur dem radikalen Islam zuhören. Er spricht mitunter auch auf Englisch. Er ist genau und deutlich.

Er verkündet und wiederholt sein tatsächliches Ziel: Den Westen auszulöschen. Die Ungläubigen auszulöschen.

Nicht nur in Syrien, Irak oder dem Mittleren Osten, sondern überall.

Man muss keine Landkarte des Extremismus erstellen oder beispielsweise zwischen Hamas und dem Islamischen Staat unterscheiden. Sie sind Arme desselben Kraken. Seit 14 Jahren schießt die Hamas Raketen auf Frauen und Kinder, selbst als sich Israel einseitig aus dem letzten Zentimeter des Gazastreifens zurückgezogen hatte. Warum? Weil sie uns von dort ganz und gar vertreiben wollen. Woher ich das weiß? Sie sagen das tagtäglich und immer wieder ,ausdrücklich.

Warum schweigt die Welt? Eine gute Frage, Herr Hammond.

Sie wissen, dass Ihre eigenen Jihadisten eines Tages zurückkommen werden, nicht wahr? Und dass es an der Zeit ist etwas zu unternehmen, nicht wahr? Etwas zu sagen. Vielleicht wird, wenn das nächste Mal der aufgehetzte Mob in Londons Straßen demonstriert und zum „Tod Israels“ aufgerufen wird, ein mutiger britischer Politiker aufstehen und diesen Leuten die Wahrheit sagen, mit seiner Stimme, in seiner Sprache.

Oder, alternativ, stellen Sie sich vor, Herr Hammond, was passiert wäre, wäre die nächste Generation von Hitlers Mordmaschinerie in ihrem Land aufgewachsen, in Ihrem London?

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (03.-09.08.2014)

3. August 2014 um 21:50 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Europa, Europa+Nahost, Israel, Jerusalem, Medien+Nahost, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO, USA | 2 Kommentare
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Sonntag, 03.08.2014: Zahlen:
Samstag wurden 84 Raketen auf Israel geschossen. Die IDF beschoss 153 Terrorziele im Gazastreifen.
Bis Sonnenuntergang schossen die Terroristen 70 Raketen und Mörsergranaten auf Israel.
– Derzeit befinden sich 115 verletzte IDF-Soldaten in israelischen Krankenhäusern.
– Während der gesamten Operation wurden mehr als 1.800 Araber, 64 israelische Soldaten und 3 Zivilisten getötet.
– Heute (Sonntag) schossen die Terroristen 119 Raketen auf Israel (das sind 119 versuchte Morde an israelischen Zivilisten).

Kleine Anmerkung zu gestern: Die Terroristen schossen 11 Mörsergranaten aus der direkten Umgebung einer UNO-Schulein Zeitun im Gazastreifen.

Der britische Außenminister Philip Hammond bezeichnet die Lage im Gazastreifen als intolerabel. Sie werde zu mehr antisemitischen Angriffen auf britische Juden führen.

Die Hamas schwor am Samstag den Kampf gegen Israel fortzusetzen, bis sie ihre Ziel erreicht hat. (Anmerkung: In ihrer Charta hat sie ihre Ziele beschrieben – Vernichtung Israels und die Ermordung seiner Juden.)

Die Stadtverwaltung von Jerusalem veranstaltet einen Straßenverkauf von Waren von Einwohnern und Geschäftsleuten aus dem Süden.

Ban Ki-moon nannte die Schüsse auf eine Schule in Rafah „moralisch empörend und kriminell“. (Hat er über Raketen und Mörser auf israelische Zivilisten noch nicht so formuliert.)
Empört äußerten sich auch die USA, Großbritannien. (Die EU auch.)
Die IDF gab an, sie habe 3 Terroristen des PIJ in der Nähe der Schule beschossen.

Liebesgrüße der Fatah: Wir werden „Tel Aviv in einen Feuerball verwandeln“.

Offene Lüge der Hamas: „Wir haben niemals Raketen auf Zivilisten geschossen.“

Waffenstillstands-Heckmeck:
Der chinesische Außenminister forderte von Israel eine Ende der Offensive und die Aufhebung der Abriegelung des Gazastreifens.
Eine Delegation von Hamas und dem Palästinensischen Islamischen Jihad kam in Kairo an, um über eine Waffenstillstand zu sprechen.
EU: Waffenstillstand sofort. Außerdem muss Israel „proportional“ agieren. (Was immer das heißen soll.)

Montag, 04.08.2014:

Zahlen:
Am Sonntag schossen die Terroristen 119 Raketen und Mörsergranaten nach Israel. 8 Raketen wurden abgefangen. Die IDF traf 100 Terrorziele und zerstörte 2 Tunnel.
– bis 17 Uhr wurden von den Terroristen 31 Raketen auf Israel geschossen.
Montag schossen die Terroriten 86 Raketen nach Israel.

Die Hamas nannte den Terroranschlag in Jerusalem eine „willkommene lokale Initiative“.

Fatah-Terroristen prahlen damit, dass sie am Sonntag in Neve Tzuf eingedrungen sind. Die Bewohner des Hauses hatten sich gewehrt und die Angreifer vertrieben; die Terroristen behaupten dagegen, sie hätten „3 zionistische Siedler“ getötet und seien sicher zurückgekehrt.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Khaled Meschaal bekräftigte noch einmal: Es gibt keinen Waffenstillstand, solange die Forderungen der Hamas nicht erfüllt werden.
Großbritannien forderte von Israel einen bedingungslosen, sofortigen Waffenstillstand.
– Der Palästinensische Islamischer Jihad behauptet, innerhalb der kommenden Stunden werde vermutlich ein Waffenstillstand verkündet.
– Der spanische Außenminister: Die EU kann und muss sich mehr anstrengen, um einen Waffenstillstand im Gazastreifen zu erreichen.
– Ein Mitglied der PA-Delegation in Kairo: Es besteht die Möglichkeit, dass bald eine vorläufige Waffenruhe ausgerufen wird, die als Einleitung zu Verhandlungen für eine dauerhafte Lösung dient. Es sei auch möglich, dass eine israelische Delegation nach Kairo komme.
PA-Quellen sagen, Ägypten versprach, dass es weiter darauf hin arbeitet die Blockade des Gazastreifens zu beenden.
Ägypten legte Israel am Montag die Forderungen der Palästinenser für eine Waffenruhe vor (Abzug der Israelis aus dem Gazastreifen, Ende der Blockade, Entlassung von Häftlingen, Beginn eines Wiederaufbauprozesses).
Netanyahu forderte, dass die Wiederherstellung des Gazastreifens an dessen Entmilitarisierung gebunden wird.
– Der französische Außenminister fordert, dass die Welt im Nahen Osten eine Lösung erzwingt. Darüber hinaus wählte Mr. Fabius heftige Sprache gegen Israel („Gemetzel“, „Massaker“ usw.)
Al-Arabiya berichtete, Israel habe gesagt Israel, es sei zum Abzug aus dem Gazastreifen bereit, wenn es einen Waffenstillstand gibt.
Die PA lässt wissen, dass Ägypten am Dienstagmorgen (8 Uhr) einen Waffenstillstand verkünden wird. Es bestehe die hohe Wahrscheinlichkeit, dass eine 72-stündige Waffenruhe ausgerufen werde.
Das Weiße Haus: Wir drängen auf einen Waffenstillstand im Gazastreifen.
Die Hamas behauptet, sie würde einer dreitägigen Waffenruhe zustimmen; gleichzeitig forderte sie die Araber in Judäa und Samaria auf zu 3 Tagen Krawallen auf.
– Die Hamas bestätigte das Vorliegen eines Waffenstillstandsvorschlags; die Gruppe habe aber noch nicht darüber entschieden.
– Der ägyptische Außenminister hofft, dass der Waffenstillstand ein dauerhafter wird und die Stabilität wiederherstellt.
Regierungsquellen in Jerusalem sagte, man sei der Waffenruhe gegenüber positiv eingestellt. Etwas später wurde die Zustimmung Israels bekanntgegeben. Er soll um 8 Uhr Dienstagmorgen beginnen.
Die PA sagt, die (von Israel geforderte) Entmilitarisierung werde erst kommen, wenn die Besatzung endet. (Der Gazastreifen ist seit 2005 nicht mehr besetzt!)

Dienstag, 05.08.2014: Zahlen:
97 israelische Soldaten (Arutz-7: 109) werden stationär in Krankenhäusern behandelt.
– Während der Operation „Fels in der Brandung“ wurden 3.356 Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel geschossen; die IDF traf 4.762 Ziele.
Die IDF gibt an, dass sie 900 Kombattanten getötet und 32 Tunnel zerstört hat.

Der Anführer beim Mord an den drei israelischen Teenagern wurde festgenommen; er hatte versucht mit falschen Papieren nach Jordanien zu fliehen. Im Verhör gab er zu, dass er der Kopf der Tat war und Geld dafür von der Hamas bekommen hatte.

Ein Hamassprecher wurde Samstagabend am Schifa-Krankenhaus von Einwohnern der Stadt geprügelt. Er musste von „Sicherheitskräften“ in Sicherheit gebracht werden, die die wütenden Araber verhafteten.

Ein indisches Fernsehteam beobachtete den Aufbau von Raketen zum Abschuss nach Israel in einem dicht besiedelten Gebiet, samt Abschuss kurz vor Beginn des Waffenstillstands.

Haniyeh: „Der Feind hat seine Ziele nicht erreicht. Was er militärisch nicht erreicht hat, wird er auch über die Verhandlungen nicht erreichen.“ Tolle Aussichten!

Ein französischer Reporter „entdeckte“ Raketenwerfer der Hamas – einen direkt neben einem Wohnhaus, einen weiteren neben einem UNO-Gebäude.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Ein hochrangiger Hamas-Vertreter ließ wissen, dass heute Abend indirekte Verhandlungen mit Israel beginnen sollen.
US-UNO-Botschafterin Susan Rice: Es ist wichtig, dass der 72-stündige Waffenstillstand genutzt wird, um mit der Lösung der Krise zu beginnen. Beide Seiten müssen dem verpflichtet bleiben und die Gelegenheit nutzen, um Verhandlungen zu beginnen.
– Warme (nutzlose) Worte der EU zum Waffenstillstand: „begrüßen“, „alle Seiten müssen…“, blablabla.
Ägyptische Unterhändler sagten den Delegierten der Hamas, der Bau eines Flughafens und eines Seehafens stehe nicht zur Debatte.

Mittwoch, 06.08.2014:

Zahlen:
Israel gibt an, dass die IDF zwischen 750 und 1.000 „Militante“ getötet und 4.762 Terrorziele zerstört hat. Die Terroristen haben 3.356 Raketen Richtung Israel geschossen und besitzen vermutlich noch ca. 3.000. 32 Tunnel wurden zerstört.

Den Tag über gab es mehrere Fehlalarme des Raketenwarnsystems.

Die IDF veröffentlichte weiteres Videomaterial, das Kriegsverbrechen der Hamas zeigt (Raketen aus Wohngebieten geschossen).

Ein Fatahvertreter drohte auf einer „Demonstration“ palästinensischen Geschäftsleuten: Sie haben zwei Wochen Zeit alle israelischen Waren aus ihren Geschäften zu entfernen, sonst würden diese „zerschlagen“. Außerdem drohte er Israelis, sie würden es nicht überleben in Palästinensergebiete zu fahren.

Die Issedin-al-Qassam-Brigaden der Hamas schworen, dass sie die Raketenschüsse am Freitagmorgen um 8 Uhr wieder aufnehmen werden; dann läuft der derzeitige Waffenstillstand offiziell aus.

Immer mehr Journalisten offenbaren (vor Ort oder nach Verlassen des Gazstreifens), wie die Hamas aus zivilen Gebieten heraus ihre Raketen verschoss.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Ägypten schlug angesichts von Fortschritten bei den aktuellen Gesprächen vor den Waffenstillstand von 72 auf 120 Stunden zu verlängern.
Jordanien ließ eine revidierte Version der bereits vorgeschlagenen UNO-Resolution zirkulieren, mit der aufgerufen wird „alle Gewalt und Feindseligkeiten gegen Zivilisten einzustellen“.
Die USA „erwarten“, dass sie an den Waffenstillstandsverhandlungen zwischen Israel und der PA teilnehmen werden.
– Zu Beginn der Gespräche in Kairo schwor die Hamas, es werde niemals eine Entwaffnung mit ihr geben und jeder, der das versucht, werde getötet.
– Die IDF hat 30.000 Reservisten aus dem Dienst nach Hause entlassen. 55.000 bleiben am Gazastreifen.
– Während Israel in Kairo wissen ließ, dass es einer Verlängerung der Waffenruhe zustimmen würde, lehnte die Hamas das ab.

Donnerstag, 07.08.2014:

Zahlen:
Während der Operation Schützende Schneide wurden von den Terroristen 3.360 Raketen geschossen; 2.303 schlugen in Israel ein, 475 im Gazastreifen. 584 Raketen wurden von der Eisernen Kuppel abgefangen. 260 Raketen wurden aus Schulen geschossen, 50 aus Krankenhäusern, 127 von Friedhöfen aus, 160 von Moscheen.
– 32 Tunnel wurden zerstört, 4.762 Terrorziele, 191 Waffeneinrichtungen und 977 Kommandozentralen getroffen. Mehr als 750 Terroristen wurden getötet.
– Der Gazakrieg vom Juli/August hat Israels Wirtschaft $1,44 Milliarden gekostet.
– Der Krieg brachte gut 700 zusätzliche Reporter nach Israel und in den Gazastreifen.
– Die (antiisraelische) Reporterin Jodi Rudoren von der New York Times hat vom Gesundheitsministerium der Hamas Opferzahlen bekommen. Diese bestätigten die israelischen Angaben zu den Toten im Gazastreifen. Von „wahllosem Schießen auf Zivilisten“ kann damit nicht mehr die Rede sein (was die Hetzer aber nicht davon abhalten wird…).

Friedensgrüße der Fatah-Friedenspartner: „Vertreibt die Besatzer von allem dem reinen Land zwischen Fluss und Meer.“

Ein Hamasnik, der ungenannt bleiben wollte, bestätigte, dass die Terrorgruppe während des Krieges mehrere Dutzend der Kollaboration Verdächtigte tötete; sie sollen den „Widerstand“ behindert oder Israel mit Informationen versorgt haben. (Kriegsverbrechen – wo ist die Empörung?)

Aus den Ruinen von Schuja’iya wurde die Leiche des hochrangigen Hamas-Mitglieds Eyman Taha geborgen. Palästinensische Quellen berichten, dass er nicht durch israelisches Feuer umkam, sondern hingerichtet wurde, weil ihm Spionage für Ägypten vorgeworfen wurde.

Der griechisch-orthodoxe Erzbischof von Gaza berichtet, dass das Grundstück seiner Kirche, auf dem Hunderte Palästinenser Zuflucht gesucht hatten, von der Hamas genutzt wurde, um Raketen nach Israel zu schießen.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Hamas: Wir werden Israels Forderungen nach Entwaffnung nicht einmal zuhören.
Ein deutscher Diplomat sagte, Deutschland, Frankreich und Großbritannien wollten dabei helfen den Übergang Rafah zu öffnen.
– Ismail Haniyeh betonte erneut, dass die Waffenruhe nicht verlängert wird.
Ägypten: Israel hat der Freilassung von Häftlingen zugestimmt, besteht aber auf der Demilitarisierung.
Hamas-Sprecher Mushir al-Masri sagte auf einer Kundgebung: „Der Krieg ist nicht vorbei.“
Ägypten: Der PA-Vertreter droht mit Rückzug aus den Gesprächen, sollte die Hamas keine „Flexibilität“ zeigen.
Avigdor Lieberman drängt die EU, sie solle Inspektoren an die Grenze zwischen Gaza und Ägypten schicken. („Keine Soldaten oder Polizisten, sondern Inspektoren.“)

Die Israelis warten im Moment eher ab, was kommt:

Freitag, 08.08.2014:

Zahlen:
Seit dem Morgen flog die Luftwaffe Angriffe auf 47 Terrorziele (19:45 Uhr).
Stand 20 Uhr: Seit 8 Uhr morgens schossen die Terroristen 57 Raketen auf Israel. Mindestens 2 Raketen fielen noch im Gazastreifen. Die IDF beschoss 51 Terrorziele, außerdem 3 Terroristen direkt.

Tawfiq Tirawi, Mitglied des Zentralkomitees der Fatah (Friedenspartner!), rief dazu auf die Juden ins Meer zu treiben

Hamas und Al-Jazira sagen, die Terror-Tunnel seien noch intakt.

Ban Ki-moon ist enttäuscht, dass die beiden Seiten sich nicht auf eine Verlängerung der Waffenruhe einigen konnten. Er verurteilte das erneute Raketenfeuer auf Israel.

Ein Sprecher des Palästinensischen Islamischen Jihad droht: „Israel wird die Folgen zu tragen haben, wenn unsere Forderungen nicht erfüllt werden.“

Waffenstillstands-Heckmeck:
Hamas und PIJ kündigten an die Waffenruhe nicht zu verlängern, weil Israel ihre Forderungen nicht erfüllt hat.
Am frühen Morgen hieß es von arabischen Offiziellen noch, die Ruhe werde ohne Vereinbarung fortgesetzt, obwohl Israel und die Hamas keine Einigung erzielten.
– Kairo verlangte eine Verlängerung der Waffenruhe um 72 Stunden auch ohne Vereinbarung.
– Die israelische Delegation hat nach der Erneuerung des Raketenterrors die Gespräche in Kairo verlassen und ist abgereist.
Die USA drängen „die Seiten“ darauf eine Waffenruhe zu vereinbaren.

Samstag, 09.08.2014:

Zahlen:
11 Uhr: Seit 7 Uhr schlugen 10 Raketen in Israel ein.
Stand 20:30 Uhr: 50 israelische Luftangriffe, 5 arabische Tote (davon 2 Terroristen auf einem Motorrad, gezielt angegriffen), 23 Raketen schlugen in Israel ein.

Chris Gunness von der UNRWA: Die Blockade des Gazastreifens muss enden, damit der Wiederaufbau beginnen kann und eine politische Lösung des Konflikts muss her. (Der macht die Rechnung ohne die Terroristen – oder spielt dasselbe üble Spiel wie die Terroristen.)

Ägyptische Quellen sagen, Israel habe die Freilassung von 25 Häftlingen im Tausch für die Leichen(teile) zweier Soldaten angeboten.

Hamas droht mit einem Abnutzungskrieg und bezeichnet Israel als unversöhnlich.

Waffenstillstand:
– Das US-Außenministerium gibt sich voller Hoffnung, dass „die Seiten“ in den kommenden Stunden einen Waffenstillstand erzielen (Meldung von Mitternacht)
Hamas-Sprecher Fawzi Barhoum warnte, es werde „keine Zugeständnisse an Israel“ geben. Die „Unnachgiebigkeit des Aggressors“ wird diesem nichts bringen.
Eine französische Quelle berichtete, die palästinensische Delegation in Kairo habe zugestimmt die Frage eines Seehafens im Gazastreifen zu vertagen und die Kontrolle des Übergangs Rafah der PA zu übergeben. (Fragt sich, ob Hamas/PIJ da wirklich mitgerechnet werden können.)
– Sonntag soll eine israelische Delegation in Kairo eintreffen. Verhandlungen soll es aber nur geben, wenn das Raketenfeuer aufhört.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (06.-12.07.2014)

12. Juli 2014 um 22:00 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, EU-Europa, Europa+Nahost, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO, USA | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 06.07.2014:

Hamas: Den Raketenbeschuss auf Israel zu stoppen liegt in der Verantwortung der PA, nicht der Hamas.

Mehr als 150 Raketen und Mörser haben Israel innerhalb von weniger als einem Monat getroffen.

Mahmud Abbas bettelte die Hamas an, sie möge den Raketenbeschuss beenden, „um Israel keinen Grund für eine Operation im Gazastreifen zu geben“.

3 Israelis wurden wegen ihrer Internet-Aufrufe zu Gewalt zur Befragung festgenommen.

Ein israelischer Araber log, er sei von „Siedlern“ angegriffen worden; er gab später zu die Lüge erzählt zu haben, um die Lage anzuheizen.

Die Hamas droht wieder: Alle israelischen Städte liegen in Reichweite ihrer Raketen.

Montag, 07.07.2014:

Gesamtzahl der Raketen auf Israel aus dem Gazastreifen für den letzten Monat: 200, allein 50 davon seit Mitternacht.
Stand 7. Juli, 22:30 Uhr: Mehr als 220 Raketen (und Mörsergranaten) wurden in weniger als einem Monat auf Israel geschossen.

Die Hamas droht mit Rache; 6 ihrer Terroristen wurden bei den Luftangriffen getötet.

Nach wiederholten Versuchen von Arabern das Josefsgrab in Brand zu setzen, hat die PA Sicherheitskräfte dort stationiert, die das verhindern sollen.

3 der Verdächtigen beim Mord an dem arabischen Jungen haben die Tat gestanden.

Die 5. Kolonne: MK Ahmed Tibi besteht darauf, dass die Mörder der drei jüdischen Jugendlichen Terroristen keine Terroristen seien. Die Mörder des arabischen Jungen aber seien sehr wohl Terroristen.

Die IDF zieht am Gazastreifen weiter Truppen zusammen. 1.500 Reservisten wurden einberufen.

Die Hamas lässt über Kanäle wissen, sie sei zu einer Waffenruhe bereit, wenn Israel die arabischen Terroristen freilässt und nicht mehr schießt. (Israel hatte der Hamas 24 Stunden Zeit gegeben mit dem Raketenterror aufzuhören, was aber keine Wirkung hatte.)

Den Tag über gab es mehrere falsche Berichte/Anzeigen wegen Entführungen durch Araber.

Die Regierung hat der IDF grünes Licht für härtere Aktionen gegen die Hamas und den Gazastreifen gegeben; eine Eskalation soll aber möglichst vermieden werden.

Die Polizei hat bisher 220 israelische Araber wegen der Krawalle der letzten fünf Tage festgenommen.

Die Hamas begleitet ihren Raketenterror mit dem Versuch psychologischer Kriegsführung. Sie „warnt“ die „Siedler“ in Beer Sheva: „Haut ab, bevor es zu spät ist.“ (Beer7 bestätigt das aus erster Hand!)

Wegen des anhaltenden Raketenbeschusses haben die Kreise im Süden den Notstand ausgerufen.

Friedensgrüße von der Fatah: Bereitet die Leichensäcke vor, „Wir wollen, dass [euer] Blut zu Flüssen wird“.

Die Ben-Gurion-Universität in Beer Sheva hat wegen des Raketenbeschusses die für morgen angesetzten Prüfungen verschoben. In Aschkelon wurden die Sommerlager für Dienstag abgesagt, weil sie in Schutzräumen stattfinden, die wegen des Raketenhagels ggf. benötigt werden.

Dienstag, 08.07.2014:

Am Montag schossen die Terroristen 80 Raketen nach Israel. Seit Beginn des Jahres waren es mehr als 450.

Die Obama-Administration sagte, sie unterstütze Israels Recht auf Selbstverteidigung – forderte aber (mal wieder) Zurückhaltung von den Israelis.

Die Hamas sagt, sie habe mit 35 Raketen auf Militärbasen an Israel Vergeltung geübt – „Nitifot (Netivot), Ofokeem (Ofakim), Ashdod (Aschdod) & Asqalan (Aschkelon)“. Hm…
Außerdem schwört sie den Raketenterror fortzusetzen. Israel müsse die Eiserne Kuppel „auf jedes einzelne israelische Haus setzen“. Der Raketenbeschuss werde nicht aufhören, bis Israel die Belagerung beende, sagte der Hamas-Grande Ismail Al-Shakar. Zudem hieß es von der Hamas, man werde Soldaten entführen, sollte die IDF es wagen in den Gazastreifen einzumarschieren. (Als wenn das neu wäre – und nicht sowieso versucht würde.)

Nachdem der Versuch menschliche Schutzschilde zu benutzen im Tod von – so geben sie an – 15 Personen und 80 Verletzten endete (nach einer Angriffswarnung begaben sich haufenweise Araber an den Ort, der beschossen wurde), schwört die Hamas Rache.

Mahmud Abbas fordert ein Ende der „Eskalation“ seitens Israels, wie er die Luftangriffe auf Terrorziele nennt. Den Raketenterror zu verurteilen oder gar sein Ende zu fordern fällt ihm nicht ein.

In einigen Städten in der weiteren Umgebung des Gazastreifens fielen heute wegen des Raketenterrors die Prüfungen aus.
Viele Sommerlager im Süden fanden nicht statt.

Israel hat die Einberufung von 40.000 Reservisten genehmigt. 15.000 Reservisten sind bereits einberufen und sollen die derzeit am Gazastreifen stationierten Soldaten ablösen.

Stand 18 Uhr: Innerhalb von weniger 24 Stunden haben die Terroristen mehr als 130 Raketen auf Israel geschossen. Israel hat im Gegenzug 150 Terrorziele beschossen.

Jüdische 5. Kolonne: Die Parteichefin der Meretz-Partei schimpfte, die Regierung und die IDF seien Kriegstreiber, was Israel „einen hohen Preis abverlangen“ werde. Den Raketenterror erwähnte sie nicht.
Auf der „Friedenskonferenz“ der Ha’aretz wurde Naftali Bennett als „Faschist“ und „Mörder“ bezeichnet. Seine Rede wurde ständig unterbrochen. Hinterher sagte Ha’aretz-Herausgaber Amos Schocken vom Podium aus: „Hier gibt es Leute, die glaubten, man müsse mit Yassir Arafat reden. Es kann nicht sein, dass sie nicht wollen, dass Bennett angehört wird.“ (Da hat er wohl seine linken Meinungsterroristen überschätzt.)

Durch die Raketeneinschläge im Bereich von Aschdod wurden 9 Personen (leicht) verletzt.

Die Arabische Liga und die Organisation der Islamischen Kooperation fordern von den Vereinten Nationen die Operationen der Israelis gegen die Terroristen im Gazastreifen zu stoppen. Dazu wollen sie eine Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats haben.

Endlich: Der EU-Botschafter in Israel erklärte seine „bedingungslose Solidarität mit den Einwohnern des südlichen Israel“ unter dem Raketenterror. „Wahlloser Raketenbeschuss unschuldiger Zivilisten kann niemals eine legitime Antwort sein“, sagte er. Worauf die Raketen eine Antwort sein sollen, sagte er nicht.
Der britische Außenminister Hague verurteilte das Raketenfeuer rundheraus, konnte sich aber nicht dazu aufraffen die Täter Terroristen zu nennen.
Frankreich ruft „beide Seiten zur Zurückhaltung auf“. Hm… Der Französische Botschafter besuchte Sderot und verkündete, er hoffe darauf, dass beide Seiten einen Kompromiss erzielen würden.

Mittwoch, 09.07.2014:

Tagesbilanz: Heute schlugen 82 Raketen in Israel ein, weitere 29 wurden vom Abwehrsystem vernichtet.

Netanyahu zum Unterschied zwischen Israel und den Opfer spielenden Hätschelkindern des Westens:

Bibi-zum-Unterschied

Die IDF zerstörte seit Beginn der Operation 11 Häuser von Hamas-Kommandeuren, beschoss 550 Terrorziele der Hamas (darunter 31 Tunnel und 60 Raketenwerfer).

Heute wurden 7 Menschen wegen Verletzungen behandelt, die sie sich beim Lauf Schutzbunker zuzogen. Insgesamt musste der Magen David Adom (Roter Davidstern) 58 Menschen behandeln, seit die Operation schützende Schneide begann.

EU-Verurteilung: Mal die Hamas zu verurteilen ohne Israel auch eins überzubraten (und das auch noch mit falschen Angaben) geht bei der EU nicht.

Der stellvertretende Premierminister Danny Danon forderte, dass Israel die Lieferung von Treibstoff und Strom an den Gazastreifen einstellt.

Der Dummbatz im Weißen Haus drängte „beide Seiten“ des eskalierenden Konflikts Zurückhaltung zu üben und nicht im Geist der Rache zu handeln. (Hm, ob das hilft? Wo doch die Terroristen immer und ausschließlich Rache fordern?) „In diesem Moment der Gefahr müssen alle Beteiligten die Unschuldigen schützen, mit Vernunft und Maß agieren, nicht mit Rache und Vergeltung“, ließ er schreiben. Als wenn Israel das nicht versucht – anders als die Terroristen. Dann wieder das Gelaber von „beiden Seiten müssen gewillt sein für den Frieden Risiken in Kauf zu nehmen“. Und die einzige Möglichkeit ist die Gründung eines Palästinenserstaates. Was auch sonst? Sch… drauf, ob die überhaupt einen wollen und wozu…

Abbas wieder: Israel verübt im Gazastreifen „Völkermord“.

Die Hamas behauptet wieder Israel sei der Aggressor und betont, dass jetzt „alle Israelis Ziele sind“.

Und sie riskiert wieder die dicke Lippe schlechthin – Nachricht an die Israelis in Hebräisch: „Wartet, es kommen Selbstmordanschläge in jedem Bus, in jedem Café und auf jeder Straße. Fangt an die Särge zu zählen, die ihr brauchen werdet.“ Da bleibt eigentlich nur eins: Konsequent und ohne Skrupel ausschalten!

Die Fatah will mithalten: „Der Tod wird euch vom Süden bis zum Norden erreichen… die KN-103-Rakete ist auf dem Weg zu euch.“ Sie „wollen zusammen mit der Hamas Israel bekämpfen“. Und deshalb verkünden sie: „Ein Gott, eine Heimat, ein Feind, ein Ziel.“
Ein Abbas-Sprecher bezeichnet die Terror-Rakaten aus dem Gazastreifen als „defensiv eingesetzte Waffen“!

Wegen des Raketenbeschusses auf die Stadt sagte Herzliya eine Veranstaltung für 160 Kinder (aus Sderot) ab. Für so große Menschenmengen ist es zu gefährlich.

Die PA beschwert sich, dass die IDF Ziele nahe des Europa-Krankenhauses in Gaza beschoss. (Vielleicht sollten sie sich bei den Terroristen beschweren, die von dort aus Raketen schießen.)

Donnerstag, 10.07.2014:

Während der letzten 3 Tage sind in Israel insgesamt 384 Raketen eingeschlagen. Außerdem hat das Abwehrsystem weitere 88 Raketen zerstört.

Ein Hamassprecher forderte die Araber mal wieder auf menschliche Schutzschilde zu spielen.

Auf Druck der USA forderte die PA die Hamas auf das Raketenfeuer zu beenden. Vergeblich.

Wer ist hauptsächlich für tote arabische Zivilisten im Gazastreifen verantwortlich? Die Hamas fordert die Bevölkerung auf die Warnungen der IDF zu ignorieren und dort zu bleiben, wo der Beschuss stattfindet.

Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats: Ban Ki-moon sagt, eine Bodenoffensive „samt kompletter Eskalation“ könne nur verhindert werden, wenn die Hamas den Raketenbeschuss stoppt. Alle Beteiligten, auch die bewaffneten palästinensischen Gruppen, müssten das internationale Recht respektieren.

Durch einen israelischen Luftangriff kamen Dienstag 8 Mitglieder der Familie eines Hamas-Kommandeurs um. Sie waren telefonisch gewarnt worden, eine unbewaffnete Rakete „klopfte an“ und dann kam die scharfe. Augenzeugen berichten, dass einige Familienmitglieder das Haus verließen, während andere auf das Dach stiegen. Die IDF versuchte noch die Rakete umzulenken, was aber nicht mehr gelang.

Blödsinn von François Hollande: Er lobte Mahmud Abbas für dessen „Verantwortungssinn“ und seine Bemühungen „die Lage zu entspannen“. Wo bitte hat der Terrorchef das gemacht?

Freitag, 11.07.2014:

Bilanz von Montag bis Freitagmorgen 7 Uhr: 407 Raketen und Mörsergranaten schlugen in Israel ein, weitere 118 wurden von der Eisernen Kuppel vernichtet. Die IDF beschoss 1.100 Terrorziele im Gazastreifen. Nach Angaben aus dem Gazastreifen wurden dort bisher 100 Menschen getötet.
Tagesbilanz gegen 16:30 Uhr: Seit dem frühen Morgen sind 70 Raketen in Israel eingeschlagen.
Gesamtbilanz gegen 22:30 Uhr: Die Terroristen haben seit Montag mehr als 500 Raketen und Mörser nach Israel geschossen.

Die Hamas prahlt und behauptet, sie hoffe, die IDF werde eine Bodenoffensive starten. Sie habe bisher kaum etwas von ihrem Arsenal verbraucht. Sie hätten keine Angst vor den israelischen Drohungen und könnten noch Monate weiter machen.

Außerdem forderte die Hamas die internationalen Fluglinien auf ihre Flüge nach Tel Aviv einzustellen; diese seien zu gefährlich geworden, da der Flughafen beschossen werde.

Der Friedensvertragspartner Ägypten geißelte Israels Verteidigungsmaßnahmen gegen die Terroristen im Gazastreifen als „unterdrückerische Operation der Massenbestrafung“.

Barack Hussein Obama hat Netanyahu angerufen. Er unterstützte Israels Verteidigungsrecht, ist wegen der Eskalation besorgt und bot seine Vermittlungsdienste für einen Waffenstillstand an.

Samstag, 12.07.2014:

Stand 8:30 Uhr: Innerhalb von 4 Tagen haben die Gaza-Terroristen mehr als 689 Raketen geschossen. Das ist durchschnittlich alle zehn Minuten eine. Am gestrigen Freitag waren es 140 Raketen. Seit dem 8 Juli schlugen mindestens 27 Terror-Raketen noch im Gazastreifen ein. Im Gazastreifen wurden seit Beginn der Operation (Nacht von Montag auf Dienstag) 1.160 Terrorziele beschossen, Freitag waren es 235.

Die Hamas forderte die Bevölkerung des Gazastreifens auf keine Bilder vom Verschuss von Raketen auf Israel ins Internet zu stellen. Warum, dürfte klar sein: Sie beweisen, dass die Hamas Kriegsverbrechen begeht, indem sie aus dicht besiedeltem Gebiet heraus schießt und somit die eigenen Bevölkerung gefährdet.

Mahmud Abbas wurde von der Hamas beschimpft. Er sei ein Krimineller, der dem Feind helfe und ein Likud-Mitglied.

Beim Angriff auf ein Haus (der Schwester von Ismail Haniyeh) sollen zwei Neffen des Hamas-Granden getötet worden sein. Die Terroristen machen weder Angaben zum Alter der Toten noch zur Funktion des Hauses. Die Jerusalem Post hat ein Bild eines der Neffen – ein Erwachsener, was aus den Meldungen der Terroristen nicht hervorgeht; „Neffe“ klingt nach Kind und soll es wohl auch.

König Abdallah von Jordanien macht sich Sorgen. Die Angriffe auf den Gazastreifen schaden einer Zweistaaten-Lösung; sie sind eine Eskalation, die das Leiden der Palästinenser verstärkt und die Chancen der Rückkehr zum Verhandlungstisch verringern. (Der Raketenterror nicht?)

Die der Al-Qaida nahe stehende und im Sinai aktive Terrorgruppe Ansar Bait al-Maqdis will mitmischen und gibt bekannt, dass sie in den letzten Tagen 5 107mm-Raketen nach Israel geschossen hat.

Stolze Bilanz der Hamas: „Wir haben seit Beginn der Operation [schützende Schneide] 571 Raketen gegen Israel geschossen. Darin sind die Raketen von Samstag noch nicht eingeschlossen.“

Der britische Außenminister William Hague ließ offiziell wissen, dass ihm der Verlust an Leben im Gazastreifen extrem Sorge bereitet. (Mehr als 120 Tote bei den Terroristen, das geht ja wohl nicht, wenn es in Israel nicht so tödlich zugeht, oder?)
Außerdem will er am Rande der Atomgespräche in Wien mit den Kollegen aus USA, Deutschland und Frankreich die Lage diskutieren. Ein Waffenstillstand wie 2012sei ganz dringend notwendig.

Das Gesundheitsministerium in Gaza gibt bekannt (ca. 17:00 Uhr), dass seit Beginn der israelischen Operation 126 Menschen im Gazastreifen bei den Einsätzen getötet wurden.

Der UNO-Sicherheitsrat forderte eine Einstellung des Feuers und gab seiner großen Sorge um das Wohlergehen und den Schutz der Zivilisten auf beiden Seiten Ausdruck. Beide Seiten sollten das internationale Menschenrecht respektieren und den Waffenstillstand von 2012 wieder herstellen. Israelis und Palästinenser sollen wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren, um einen umfassenden Frieden auf Grundlage der Zweistaaten-Lösung zu erzielen.

Die PA um Mahmud Abbas hat einen UNO-Resolution vorbereitet, mit der auf einen Waffenstillstand am Gazastreifen gedrängt werden soll. Die Resolution erwähnt den Raketenterror nicht einmal.

Demonstrationen gegen Israel wegen der Operation Schützende Schneide fanden in mehreren Städten in Europa statt. In Oslo trafen sich die Israelhasser vor dem Parlament, in Paris vor dem Außenministerium. In London gingen sie auf die Kensington Street und skandierten etwas von einem palästinensischen Holocaust; zudem gab es Transparente, auf denen Netanyahu als „tollwütiger, übler Massenmörder“ und ein „Klon Hitlers“ bezeichnet wurde.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Wer steht für was

11. Juni 2014 um 15:35 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Europa+Nahost | Hinterlasse einen Kommentar
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Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (09.-15.03.2014)

15. März 2014 um 22:30 | Veröffentlicht in EU-Europa, Europa+Nahost, Friedensinitiativen, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 09.03.2014:

Auf dem aufgebrachten Schmuggelschiff fanden die Israelis 40 Raketen (Typ M-302, Reichweite 160km), 180 Mörsergranaten und rund 400.000 Kugeln Kaliber 7,62mm.

Heckmeck:
Mahmud Abbas stellte wieder klar: keine „Siedlungsblöcke“, kein jüdischer Staat. Und die „Rückkehr“ von mehr als 5 Millionen „Palästinensern“ nach Israel. Frieden! (Friedhofsfrieden durch Vernichtung Israels und seiner Juden.)
Nabil Al-Araby, Generalsekretär der Arabischen Liga, forderte alle arabischen Staaten auf sich der Forderung nach Anerkennung Israels als jüdischem Staat zu widersetzen. Die Forderung sei ein Versuch die diplomatischen Verhandlungen zwischen den beiden Seiten zu untergraben.
Premierminister Netanyahu sagte erstmals selbst, dass er eine Zwangsräumung der „Siedlungen“ in der „Westbank“ ausschließt. Was mit Israelis in Gemeinden geschieht, die jenseits der zu ziehenden Grenzen zwischen Israel und „Palästina“ liegen, müsse abgewartet und verhandelt werden.
Die PA-Zeitung Al-Quds behauptet eine US-Außenamtssprecherin habe gesagt, die israelische Forderung nach Anerkennung als jüdischer Staat sei nicht entscheidend für die Friedensgespräche; die Berichte der Sprecher des Außenministeriums zeigen allerdings keinerlei derartige Äußerung.

Montag, 10.03.2014:

Die Hamas enthüllte in Gaza eine Raketen-Statue und kündigte an in einer nächsten kriegerischen Auseinandersetzung auch den israelischen Norden zu beschießen.

Dienstag, 11.03.2014:

Der Revolutionsrat der Fatah begrüßte (enthusiastisch) die Weigerung von Mahmud Abbas Israel als jüdischen Staat anzuerkennen.

Bei einer Explosion bei Beit Hanun im nördlichen Gazastreifen wurden mehrere Menschen getötet; der Grund für die Explosion ist unklar, Quellen sagen aber, es handelte sich nicht um einen IDF-Angriff.

Mittwoch, 12.03.2014:

Seit Beginn des Jahres 2014 schossen Terroristen 70 Raketen aus dem Gazastreifen nach Israel. Seit 2001 waren es mehr als 12.800 Raketen! Im Schnitt ist im Verlauf des letzten Jahrzehnts alle 7 Stunden eine Rakete in Israel eingeschlagen.

Al-Arabiya behauptet, dass heute mindestens 130 Raketen auf Israel geschossen wurden.

Ein Video aus dem Gazastreifen zeigt, dass die heutigen Raketen aus zivilen Gegenden geschossen wurden.

Blödsinn: David Cameron ist in Israel zu Besuch und gab als erstes schonmal von sich, dass die Erzielung eines Friedenshandels mit den Palästinensern für die Welt „aboslut lebensnotwendig“ sei.

Die EU droht wieder: Israel soll die Blockade des Gazastreifens lockern oder „ernste Konsequenzen“ zu spüren bekommen. Israel sei hauptverantwortlich für die humanitäre Lage im Gazastreifen. (Also auch für die von Ägypten zerstörten Schmuggeltunnel, das wird ausdrücklich erwähnt!)

Nach dem massiven Raketenterror von heute sagte Netanyahu, dass es im Gazastreifen „eine Menge Lärm“ geben wird, sollte es keine Ruhe für den Süden Israels geben; die Hamas verspricht „Widerstand“ (also Terror).

Die Hamas ließ der Agence France Presse gegenüber wissen, dass Israel im nächsten Krieg mit fortschrittlichen Raketen „zugedeckt“ würde.

Heckmeck:
John Kerry gibt zu, dass das Misstrauen zwischen Israelis und Palästinensern enorm ist; dennoch ist er zuversichtlich, dass „irgendeine Vereinbarung“ erreicht werden kann.
Mahmud Abbas: Im Fall einer Einigung mit Israel wird es eine Volksabstimmung geben – aber nicht unter den PalArabern vor Ort, sondern weltweit. Außerdem bekräftigte er wieder mal sein Nein zu einem jüdischen Staat.

Donnerstag, 13.03.2014:

Von Mahmud Abbas kommt natürlich, dass Israel die „Situation im Süden eskaliert hat“ – die Terrorraketen ignoriert er geflissentlich. Später – gegenüber David Cameron – „verurteilte“ er dann „alle militärische Eskalation, einschließlich Raketen“.
Von der Hamas kommt natürlich derselbe Müll – „alle Gaza-Fraktionen“ hätten einer Waffenruhe zugestimmt, die „das zionistische Gebilde“ aber verletzt habe. (Der übliche Schwachsinn: Wir schießen, dann sagen wir „Waffenruhe“ – und wenn Israel die nicht einhält, dann ist das die Eskalation.)
Die Terroristen vom Palästinensischen Islamischen Jihad behaupteten auch, Ägypten habe eine Waffenruhe vermittelt, die um 14 Uhr Ortszeit in Kraft treten sollte. Israel bestreitet dies: „Ruhe wird mit Ruhe beantwortet.“ (Nach Beginn der „Waffenruhe“ gab es direkt wieder 2 Raketen…) Zudem geben sie Fotos einer Explosion in New York als Werk ihrer Raketen aus.

Der Palästinensische Islamische Jihad forderte Israel auf „aus unserem Land zu verschwinden“ – womit ganz Israel gemeint ist.

Ein offizieller Vertreter der PA nannte Israelis im offiziellen PA-Fernsehen „ein hochentwickeltes Instrument des Bösen ohne Glauben, ohne Prinzipien“. „Allah wird sie sammeln, damit wir sie töten können.“

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon verurteilte die Raketenangriffe auf Israel, forderte dieses aber besonders zu „Zurückhaltung“ auf (dann forderte er diese „von beiden Seiten“).

Ein Politik-Professor in Gaza verkündete, dass „beide Seiten Botschaften schicken, dass sie keine unbeschränkte Konfrontation suchen“. Die Hamas wolle lediglich Aufmerksamkeit. Beweis: Die Raketen schlugen größtenteils in offenem Gelände ein und die israelischen Gegenschläge trafen Terrorlager, nachdem diese geräumt wurden.

David Cameron, selbsterklärter Freund Israels: Eine Vereinbarung zwischen Israel und den Palästinensern ist möglich; die humanitäre Lage im Gazastreifen ist eine Katastrophe; israelische Führungspolitiker sollten „unpopuläre Maßnahmen“ treffen.

Die IDF stationierte zwei Batterien Eiserne Kuppel bei Beer Sheva und Aschdod; außerdem wurden Luftwaffen-Reservisten einberufen.

Die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden (Fatah, Abbas‘ Truppe!) beansprucht in einer Veröffentlichung 4 der gestrigen Raketen für sich. Dabei bezeichnen sie Zionisten/Juden als „Söhne von Affen und Schweinen“.

Heckmeck:
Mahmud Abbas „wartet immer noch“ auf eine Ausgabe des Kerry-Rahmenplans.
– Die Raketen im Süden werden die „Friedensgespräche“ wohl nicht scheitern lassen.

Freitag, 14.03.2014:

Heckmeck:
Mahmud Abbas lässt wissen, dass er bisher noch keine Anfrage zur Verlängerung der Gespräche mit Israel bekommen hat. Auf einmal behauptet er aber, dass er das nicht ablehnt, sondern eine Anfrage gründlich überdenken würde.
John Kerry findet auf einmal, es sei ein Fehler, dass Israel die Anerkennung als jüdischer Staat durch die Palästinenser verlangt. (Im Januar gab er das noch als Pflichtpunkt an.)

Samstag, 15.03.2014:

Terroristen aus dem Sinai gaben bekannt, dass ein Terrorist starb, der für einen Anschlag auf Israelis mit 8 Toten in Eilat im Jahr 2011 verantwortlich war; er wurde mit seinem Auto in einen Unfall verwickelt wurde, bei dem der von ihm transportierte Sprengstoff explodierte.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

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