Hamas: Gebt uns die Westbank, damit wir Israel zerstören können

9. September 2014 um 14:30 | Veröffentlicht in Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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Khaled Abu Toameh, Gatestone Institute, 7. September 2014

Hätte die Westbank nur ein Viertel der Waffen des Gazastreifens, könnte Israel innerhalb eines Tages vernichtet werden. Das sagte Hamas-Führer Mahmoud Zahar Moscheebesuchern am 5. September in einer Predigt. Zahar, der die Militäraktion „Fels in der Brandung“ in einem Versteck verbrachte, sprach während des Freitagsgottesdienstes in der Märtyrer-Abdullah-Azzam-Moschee in Gaza Stadt. Übrigens war Abdullah Azzam ein palästinensischer „Gelehrter“, Lehrer und Mentor von Osama Bin Laden, dem toten Anführer der Al-Qaida. Azzam wurde 1989 in Pakistan getötet.

Zurück zu Zahar und seiner ersten Predigt, seit das von Ägypten vermittelte Waffenstillstandsabkommen zwischen Hamas und Israel Ende August ausgerufen wurde: Er ergriff die Gelegenheit, die Palästinenser und den Rest der Welt an das Ziel seiner Bewegung zu erinnern: Israel zu zerstören. „Wenn das Westjordanland ein Viertel von dem hätte, was dem Gazastreifen an Mitteln des Widerstands zur Verfügung steht, dann wäre das israelische Gebilde in einem Tag am Ende“, erklärte Zahar und wiederholte die Behauptung, dass die Hamas in diesem Krieg einen „großen Sieg“ errungen habe.

Weiter kritisierte der Hamas-Führer diejenigen, die immer noch Zweifel haben, ob Israel zerstört werden könne. „Diejenigen, die Skepsis haben, ob Palästina befreit werden kann, haben keine Zweifel mehr, nachdem der Feind aus dem Gazastreifen getroffen werden konnte”, sagte Zahar. „Könnt ihr euch vorstellen, was passiere würde, wenn der Feind aus dem Westjordanland, das 20% von Palästina ausmacht, angegriffen würde?“ Zahars Wunsch, das Westjordanland mit Raketen, Mörsern und anderen „Mitteln des Widerstands“ überschwemmt zu sehen, wurde nach dem jüngsten Krieg im Gazastreifen von anderen Hamas-Leuten, Anführern und Sprechern des Islamischen Jihad aufgenommen. Von Zahar selber wird die Aussage zitiert, Hamas nächstes Ziel bestehe nun darin, das „Beispiel für Widerstand aus dem Gazastreifen“ ins Westjordanland zu verschieben.

Selbst die Iraner scheinen zu glauben, dass die Zeit gekommen ist das Westjordanland in eine Abschussrampe für Angriffe gegen Israel zu verwandeln. Während des Kriegs im Gazastreifen, kündigte Mohamed Reza Naqdi, hochrangiger iranischer Offizier der Revolutionsgarden, an, Teheran habe vor „die Palästinenser im Westjordanland zu bewaffnen“, um Israel zu zerstören. Naqdi brüstete sich damit, dass die Waffen, die Hamas und andere palästinensische Gruppen im jüngsten Krieg benutzt hatten, vom Iran hergestellt und geliefert worden waren.

Die Drohungen der Hamas und des Iran bezüglich der Westbank zeigen, warum es für Israel (und die Palästinensische Autonomiebehörde) unabdingbar ist, auf der Entwaffnung der Hamas im Gazastreifen als integralem Teil eines langfristigen Waffenstillstandsabkommens zu bestehen. Diese Drohungen unterstreichen auch die Notwendigkeit, das Westjordanland in jedem künftigen Friedensvertrag entmilitarisiert zu halten, insbesondere wenn ein unabhängiger und souveräner Staat Palästina entstehen sollte. Außerdem unterstützen diese Drohungen Israels Bestehen auf permanenter Sicherheitskontrolle der Grenze nach Jordanien. Ohne eine solche Präsenz könnten iranische Waffen leicht in die Westbank gelangen.

Was Hamas und Iran sagen, ist, dass sie, wenn und sobald sich Israel auf die Linien von 1967 zurückzieht, zusammen mit anderen Palästinensern Waffen ins Westbank schaffen würden, um ihr Ziel das „zionistische Gebilde“ auszulöschen zu erreichen. Zahar glaubt nicht einmal, dass eine große Menge Waffen gebraucht würden – nur ein Viertel dessen, was Hamas und Islamischer Jihad schon im Gazastreifen haben, würde ausreichen, um Israel innerhalb eines Tages zu vernichten. In der Folge von „Fels in der Brandung“ ist nicht schwer zu verstehen, warum eine Waffenschwemme in der Westbank eine existenzielle Bedrohung Israels darstellt. Aber das würde auch Verwüstungen bei den Palästinensern im Westjordanland anrichten.

Zum Glück sind sich Mahmoud Abbas und seine Palästinensischen Autonomiebehörde voll bewusst, wie Iran und Hamas versuchen, die Westbank in eine Basis für Terror und Jihad zu verwandeln. Dank Israel sind sie sich auch bewusst, dass Hamas die Palästinensische Autonomiebehörde stürzen und durch eine islamistische Herrschaft ersetzen wollte. Im vergangenen Monat hat Israel die Festnahme von mehr als 90 Hamas-Mitgliedern in der Westbank gemeldet, die einen Putsch gegen Abbas planten und die Terrorangriffe auf Israel wieder beginnen wollten. Ohne Israels Eingreifen, wären Abbas und seine hohen Funktionäre von Hamas getötet oder ins Gefängnis gesteckt worden.

Diese Episode erklärt, warum Abbas nun eine massive Razzia gegen Hamas-Mitglieder und -Unterstützer im Westjordanland durchführen lässt. Während des Kriegs im Gazastreifen hielt er sich mit solchen Maßnahmen zurück, damit in seine Konkurrenten von der Hamas ihn nicht der „Kollaboration“ mit Israel beschuldigen konnten.

Mahmud Abbas (rechts) trifft sich mit Khaled Meschaal, dem Chef des Politbüros der Hamas, am 20. Juli 2014 in Qatar. (Bildquelle: Handout des PA-Präsdidentenbüros/Thaer Ghanem)

Seit die Waffenruhe in Kraft trat, haben Abbas’ Sicherheitsleute in der Westbank mehr als 80 Hamas-Leute festgenommen. Sie haben auch der Hamas nahe stehende Prediger daran gehindert während der Freitagsgebete Predigten zu halten.

Abbas wird die Hamas im Westjordanland nur dann zügeln können, wenn er in Sachen Sicherheit mit Israel kooperiert. Aber es wäre unrealistich von Abbas oder einer anderen palästinensischen Regierung zu erwarten die Hamas und ihre Verbündeten im Gazastreifen zu entwaffnen. Abbas und die Palästinensische Autonomiebehörde könnten auch in der Westbank ohne die Präsenz der IDF keinen Tag überleben, besonders angesichts der steigenden Popularität der Hamas in der Folge des Krieges.

Letzte Woche schickte Abbas mit Saeb Erekat und Majed Faraj zwei hohe Funktionäre nach Washington, um dort Außenminister John Kerry seine „neue Friedensinitiative“ vorzustellen. Abbas’ Initiative sieht die Gründung eines Palästinenserstaates innerhalb von drei Jahren vor, entweder durch Verhandlungen oder indem der UNO-Sicherheitsrat Israel eine Lösung aufzwingt. Die Drohung von Hamas und Iran, die Westbank als Angriffsbasis zur Vernichtung Israels zu nutzen, wird in Abbas’ Initiative ignoriert. Ebenfalls übergangen wird, dass die Hamas leicht die Kontrolle im künftigen Staat Palästina übernehmen könnte, entweder mit Gewalt oder durch die versprochenen freien, demokratischen Wahlen, wie die jüngste Umfrage zur öffentlichen Meinung des Palestinian Center for Policy and Survey Research in Ramallah belegt.

Abbas verlangt einen vollständigen israelischen Rückzug auf die Linien von vor 1967 (einschließlich der Grenze zu Jordanien). Aber er kann keine Garantien bieten, dass die Hamas und der Iran diese Grenze nicht dazu benutzen werden, Waffen in die Westbank zu schmuggeln. Tatsächlich verlangt Abbas von den Israelis und Amerikanern etwas, was seinen eigenen Untergang herbeiführen würde. Seine einzige Option besteht darin an der Macht im Westjordanland festzuhalten und weiterhin mit Israel gegen den gemeinsamen Feind – Hamas – zu kooperieren. An dem Tag, an dem die Hamas die Waffen niederlegt und ihren Traum von der Zerstörung Israels aufgibt, kann er dann zu den USA und dem Sicherheitsrat gehen und einen unabhängigen Staat neben Israel fordern.

ISIS-Krise im Weißen Haus…

4. September 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in Karika-Tour, USA | Hinterlasse einen Kommentar
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DryBones, 1. September 2014

Heute ist fast alles möglich.

Facebook-Kommentar:
Großartig. Wir können in 5 Minuten eine B-2-Bomber über dem Land haben. Wie viele wollen sie?

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (29.06.-05.07.2014)

5. Juli 2014 um 22:00 | Veröffentlicht in Europa+Nahost, Israel, Jerusalem, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 29.06.2014:

Terrorbilanz am Vormittag: 50 Raketen wurden allein in den zwei vergangenen Wochen aus dem Gazastreifen nach Israel geschossen. 12 davon nur an diesem Wochenende.

Die am Freitag von Israel getöteten Terroristen gehörten der ISIS an.

Netanyahu drohte mit einer Ausweitung der Aktionen gegen die Terroristen im Gazastreifen.

Montag, 30.06.2014:

Die Suche ist vorbei. Die drei Jungen wurden gefunden – d.h. ihre Leichen. Einfach auf einem Feld abgeladen, offenbar schon kurz nach der Entführung, halbwegs in einer flachen Mulde verscharrt. Gefesselt.

Die Terrorgruppe Palästinensischer Islamischer Jihad jammert bei Ägypten, es solle helfen die „israelische Aggression“ zu stoppen.
Die Terrorgruppe Hamas wendet sich mit derselben Aufforderung an die Türkei.
(Dabei wäre es so einfach: Hört mit dem Terror auf, dann habt ihr keine Probleme! Aber das wäre dann zu viel verlangt…)

Die Hamas droht wieder: Eine israelische Offensive würde „die Tore der Hölle öffnen“. Ja, für die Terroristen!

Die Volkswiderstandskomitees haben die Verantwortung für Raketen vom Sonntag für sich reklamiert. Und feiert einen feigen Terrormord von 2006.

Dienstag, 01.07.2014:

Die Jammerlappen von der PA jaulen wieder auf: „Kollektivbestrafung!“ Es gibt jedoch keine Verurteilung der Morde an den drei Jugendlichen. Dafür wird der Mord nur in der englischen Meldung der PA-Nachrichtenagentur gemeldet, die arabische Version lässt ihn komplett außen vor.

Abgesehen davon behauptet die Fatah weiter, die Jungs seien „Soldaten“ gewesen.

Der „moderate“ Mustafa Barghouti rechtfertigt den Mord an den drei Jungen.

Der „palästinensische“ „Botschafter“ in Lissabon fordert Terrorismus gegen Israel.

Bisherige Bilanz der Operation „Bruders Hüter“: 1,2 Millionen Schekel Terrorgelder konfisziert, 422 Terroristen festgenommen.

Mittwoch, 02.07.2014:

Der Iran zu den Aktionen wegen der ermordeten Jugendlichen: Empörung wegen der israelischen Invasion gegen friedliche Palästinenser. Allerdings schreibt IRNA auch über die Jungen auch, dass sie entführte und getötet wurden.

Anders die Die PA-Nachrichtenagentur WAFA: der angebliche Mord an israelischen Siedlern, die angeblich verschwunden waren.

Es gibt einzelne Israelis, die – in den sozialen Medien – „Vergeltung“ fordern, darunter auch Soldaten. Diese werden von der IDF verurteilt; Kommandeure sind angewiesen solche Leute herauszugreifen und zu bestrafen.

Die Familie Fraenkel (Verwandte eines der ermordeten Jungen) redet Klartext: Sollte der junge Araber aus Rache oder aus nationalistischen Gründen ermordet worden sein, so ist das nicht besser als der Mord an den drei Juden.

Mahmud Abbas jammert bei Ägypten, es solle (mit anderen Ländern) dafür sorgen, dass Israel nicht militärisch gegen den Gazastreifen vorgeht.

Die USA und Großbritannien nahmen die arabischen Mordversuche bei den Krawallen zum Anlass Israel zu Zurückhaltung aufzurufen. Das US-Außenministerium glaubt den arabischen Gerüchten eines Rachemords.

Donnerstag, 03.07.2014:

Bis auf weiteres wird die Straßenbahn in Jerusalem nur noch bis zum Viertel French Hill fahren; die Strecke von dort bis nach Pisgat Zeev bleibt vorläufig eingestellt. (In diesem Abschnitt hatte es die Krawalle mit Zerstörung der Haltestellen gegeben. Die Schäden an der Bahnstrecke zu reparieren, wird vermutlich einige Wochen bis Monate dauern.)

Die Eltern des ermordeten arabischen Jugendlichen haben widersprüchliche Angaben gemacht. Der Vater sagte u.a., dass ein jüngerer Sohn vor kurzem beinahe von Arabern entführt worden wäre, während die Mutter sagte, dieser Versuch sei von „Siedlern“ unternommen worden; außerdem hatte es am selben Tag von der Familie einen falschen Notruf gegeben. Die Polizei geht immer stärker von einer rein kriminellen Tat aus.

Die IDF hat Verfahren zur Bestrafung von rassistischer Online-Aufhetzung und Rache-Aufrufen durch israelische Soldaten im Zuge der Ermordung der drei israelischen Jugendlichen eingeleitet. Ein Soldat wurde deswegen festgenommen.

Auch der UNO-Sicherheitsrat weiß schon jetzt, dass der Mord an dem arabischen Jugendlichen „offensichtlich“ ein jüdischer Racheakt war und verurteiltes das mit einer Erklärung, die praktisch dieselbe war, wie sie zur Ermordung der drei Israelis ausgegeben wurde.

Die IDF hat ihre Truppen am Gazastreifen sicherheitshalber verstärkt.

Freitag, 04.07.2014:

Der ermordete arabische Junge: Wie sehen die Beweise für eine Täterschaft israelischer Siedler aus? So: Ein Junge wurde in einem Auto entführt. Trugen die Täter Kippa? Nein. Hatten sie Bärte, trugen sie Tzitzit? Nein. Warum Siedler? Sie flohen nach Jerusalem, dann sind sie Siedler.
Fazit: 1. In Jerusalem wohnen keine Araber. 2. Juden in Jerusalem sind „Siedler“.

Nach Tagen Raketenterror und Gegenschlägen hat, berichtet die BBC, die Hamas einer von Ägypten vermittelten Waffenruhe zugestimmt. Allerdings wurden nur wenige Stunden später wieder 2 Mörsergranaten nach Israel geschossen, die in offenem Gelände im Kreis Eschkol einschlugen.

Der US-„Vermittler“ Martin Indyk bezeichnet den „Friedensprozess“ als tot. Er macht „den Siedlungsbau“ dafür verantwortlich. Jahre lang im Geschäft, aber zu blind und dumm, um die Fakten zu sehen…

Die Mutter des ermordeten arabischen Jungen fordert Terror gegen Israel; das sei „palästinensisches Recht“.

Eine (neue?) PA-Gruppe, die sich „Koalition der Intifada-Jugend“ nennt, ruft zu Gewalt gegen in Judäa und Samaria lebende „Siedler“ auf. Die Ankündigung ist mit „Wir werden den Zionisten mit einem Felsen jagen“ und die Jugend wird aufgefordert „das Land zu verbrennen und es zur Hölle unter den Füßen der Eindringlinge zu machen“.

Der ermordete arabische Junge wurde heute beerdigt. Die „Trauernden“ schossen in die Luft und schworen Judenmord. Polizei wurde mit Steinen beworfen und weitere Zusammenstöße provoziert.

Von den Palästinenserführern – auch den „Moderaten“ gibt es Null Aufforderung zu „Zurückhaltung“ an die Araber.

Samstag, 05.07.2014:

Der Palästinensische Islamischer Jihad etikettiert jüdische Zivilisten in Judäa und Samaria als „legitime Ziele“.

Norwegens Außenminister warnt vor einer Eskalation der Lage und sagt, Israel habe die Verantwortung Zurückhaltung zu zeigen. (Ähm: Was tut es denn sonst? Solche „Proteste“ hätten in jedem anderen Land bereits Tote zur Folge. Und warum wird diese Verantwortung nur bei Israel angemahnt, nicht bei den Arabern???)

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (04.-10.05.2014)

10. Mai 2014 um 22:00 | Veröffentlicht in Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, USA | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 04.05.2014:

Die Hamas hat einmal mehr bekräftigt, dass sie Israel niemals anerkennen wird; außerdem wird sie keinerlei Bedingungen des „Nahost-Quartetts“ anerkennen, auch nicht unter einer Einheitsregierung.

Ein Top-Berater des obersten iranischen Revolutionsführers verkündete, man habe in Syrien gewonnen und die „Front verläuft jetzt an der Grenze im südlichen Libanon“ (also der Grenze zu Israel). „Unsere strategische Tiefe hat das Mittelmeer erreicht.“ Das Ganze natürlich begleitet von hämischen Bemerkungen über den Westen und die Zionisten, die angeblich Assads Gegner führen.

Umfrage bei den israelischen Arabern: 24% von ihnen feierten den Unabhängigkeitstag. 58% von ihnen würden Budgetkürzungen für Institutionen befürworten, die die „Nakba“ begehen.

Obamas Außenministerium: „Wir brauchen eine dritte Intifada“ um Israel zu Friedensverhandlungen zu zwingen. Nett…

Montag, 05.05.2014:

Selbst auf dem Höhepunkt der „Friedens“-Gespräche im Dezember 2013 gab der offizielle Fatah-Vertreter Tawfiq Tirawi von sich, dass die Palästinenser sich nicht auf Gewaltverzicht verpflichten würden. Letzte Woche ließ Tirawi wissen, dass „die Zweistaatenlösung nicht existiert“. Er forderte Israels Vernichtung: „Palästina ist Gaza… die Westbank… und Haifa, Jaffa, Akko“ – also ganz Israel ist „Palästina“. Schlüssel für den zukünftigen Erfolg der „Palästinenser“ ist Gewalt, Töten: „Kein Zentimeter Jerusalems wird befreit werden, wenn nicht jedes Korn palästinensischen Bodens mit dem Blut seines mutigen Volkes getränkt wurde.“ Verhandlungen würden Jerusalem nicht „zurück“ bringen.

Hamas und Fatah ehren Sbarro-Selbstmord-Mörder: Die Leiche (bzw. Überreste) des Sbarro-Mörders wurde von der PA unter „militärischen Ehren“ bestattet. Er gehörte den Issedin al-Qassam-Brigaden an.

Arabische und jüdische Jugendliche haben im Norden Israels gemeinsam eine Synagoge renoviert. Sie wollten damit ein Zeichen für Koexistenz setzen.

Hamas-Bildungsfernsehen: In der Kindersendung „Pioniere von morgen“ wurde ein Mädchen im Gespräch geführt und lernte, wenn sie Polizistin wird (ihr Berufswunsch), dann werde sie (endlich) die Möglichkeit haben „alle Juden zu erschießen“.

Nach den fehlgeschlagenen Verhandlungen will der US-Gesandte Martin Indyk seinen Posten aufgeben. Doch erst einmal machte er Israel noch zum Hauptverantwortlichen für das Scheitern.

Muslimische Studenten störten die Gedenkveranstaltung eines Studentenwohnheims der Hebräischen Universität am Tag der Gefallenen und der Terroropfer. Sie brüllten „Allahu Akbar“ und spielten laute arabische Musik. Die wütenden Kommentare einiger jüdischer Studenten auf der Facebookseite des Wohnheims beantworteten arabische Studenten mit boshaften Gegenkommentaren.

Dienstag, 06.05.2014:

Am heutigen Unabhängigkeitstag war die Polizei auf dem Tempelberg freundlicher als sonst. Mehrere Zehntausend Juden besuchten das Plateau; sie wurden gewarnt, dort nicht zu beten, machten es aber trotzdem. Nur 3 Tore auf den Tempelberg waren heute für Muslime geöffnet (sonst sind es 7) und auch das nur über 50-jährige.

Araber hielten in Tiberias (wie jedes Jahr seit 1998) einen „Gegenmarsch“ zum Unabhängigkeitstag, der der „Nakba“ gewidmet ist. Die Polizei musste sicherstellen, dass sie nicht mit den jüdischen Feiernden aneinander gerieten.

Gestern überwies Israel nach Angaben aus Ramallah ca. $100 Millionen an die PA; das sind etwa zwei Drittel des PA-Budgets. Israelische Kontakte konnten für Kommentare nicht erreicht werden – die Regierung hatte angekündigt die Überweisungen zu stoppen.

Mittwoch, 07.05.2014:

Das „Geschenk“ der Hamas zum israelischen Unabhängigkeitstag: ein Video, das zum Völkermord an den Israelis auffordert. (Inzwischen ist das Video mit englischen Untertiteln versehen worden.)

Heute kam eine US-Delegation, angeführt von Obamas nationaler Sicherheitsberaterin Susan Rice, nach Israel; sie soll die strategischen Gespräche zwischen Israel und der PA voran bringen. (Hatte es in Washington nicht gerade erst geheißen, eine „Pause“ sei angebracht?)

Die israelische Regierung hat dem Weißen Haus einen Protestbrief in Sachen Verantwortung für das Ende der Gespräche übergeben. Darin wird dokumentiert, wie Mahmud Abbas schon Wochen vor der israelischen Entscheidung das vierte und letzte Los inhaftierter Terroristen nicht freizulassen, plante die Gespräche zu beenden und die „internationale Gemeinschaft“ gegen Israel zu benutzen.

Der Rabbiner der Westmauer beklagt, dass zwar israelische Führungspersönlichkeiten Schändungen muslimischer Stätten (bzw. Schändungen von Stätten aller anderen heiligen Stätten) verurteilen, muslimische Führungspersönlichkeiten sich nicht dazu aufraffen, das umgekehrt auch zu tun.

Eine Umfrage ergab, dass 68% der israelischen Juden die Beendigung der Gespräche mit den Terroristen befürworten. 57,5% sind der Meinung, dass der Hamas-Fatah-Deal für Israel gefährlich ist. 56% finden, dass Barack Obama falsch liegt, wenn er die Schuld bei Israel sucht.

Die Hamas hat im Gazastreifen zwei angebliche Kollaborateure mit Israel hingerichtet.

Donnerstag, 08.05.2014:

Der griechisch-orthodoxe Priester Vater Gabriel Nadaf ist ein pro-israelischer Mann und tritt dafür ein, dass auch Christen in der IDF dienen können. Das hat seinen Oberen offenbar nicht gefallen und sie haben ihn jetzt – ohne Anhörung – von seinem Posten in Nazareth entlassen.

Die Fünfte Kolonne: Der arabische Knesset-Abgeordnete Taleb Abu Arar an die Juden: Ihr habt keinen Anspruch auf die Kotel oder den Tempelberg. „Egal, wie sehr die Zionisten versuchen die Geschichte zu fälschen, sie werden keinen Erfolg haben. Die Juden haben keinerlei Recht an der Al-Aqsa-Moschee oder der Al-Buraq-Mauer und es gibt hierzu kein Statut, das Grenzen setzt.“

Heckmeck:
Nabil Sha’at von der PLO (und Vertrauter von Mahmud Abbas) behauptet, man sei an der Erneuerung der Gespräche mit Israel interessiert. Dabei gibt er als Vorbedingungen an: Die Palästinenser können ihre Grenzen bestimmen und die „Flüchtlinge“ müssen nach Israel „zurück“.
Auch Abbas lässt seine Bedingungen für eine Rückkehr zu den Gesprächen wissen: Freilassung des vierten Loses der inhaftierten Terroristen und kompletter Baustopp in den Siedlungen innerhalb von drei Monaten. Er selbst habe nicht vor die PA aufzulösen, aber Israel könne das gerne tun.
Saeb Erekat kann sich da nicht lumpen lassen und muss auch seinen Senf dazu geben: Israels „Apartheid“ sei schlimmer als die Südafrikas und Netanyahu habe verhindert, dass Peres ein Friedensabkommen mit den Terroristen arrangieren kann.

Freitag, 09.05.2014:

Martin Indyk drischt weiter auf Israel ein. Er sagt zwar, dass „beide Seiten“ seien bösen Willens schuldig und „nicht ernsthaft“, was den Frieden angeht. Aber: „Israel torpedierte die Gespräche gezielt.“ Mit den Siedlungen. Ansonsten findet er aber, dass der „Friedensprozess“ nicht „tot“ sei. (Warum gibt er dann auf?)

Wundert sich jemand, dass Tzipi Livni Indyk nachplappert, dass die Siedlungsaktivitäten für die Verhandlungen schädlich sind?

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Noch was zur Verhältnismäßigkeit

6. April 2014 um 12:40 | Veröffentlicht in die Welt+Islam, Europa+Islam, Islamstaaten | Hinterlasse einen Kommentar
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Aus dem Kommentar der einstellenden Nutzerin:

Vom Westen die Freiheit fordern, Uran anreichern zu dürfen (wohlgemerkt für “friedliche” Zwecke wie Atomwaffen). Aber selber jedes noch so kleine “Vergehen gegen den Koran” auf’s Härteste bestrafen!

Iran-insultsEine britische Frau ist im Iran wegen „Beleidigung des Islam“ festgenommen worden…
Ist es nicht an der Zeit, dass wir in Britannien dasselbe mit Muslimen machen, die uns beleidigen?

Iranische Raketen in Syrien

28. Februar 2014 um 11:41 | Veröffentlicht in Karika-Tour, Medien+Nahost, Nahost | Hinterlasse einen Kommentar
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DryBones, 27. Februar 2014

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