Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (13.-19.04.2014)

19. April 2014 um 21:15 | Veröffentlicht in Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 13.04.2014:

Die PA hat einen Park nach einem Terroristen benannt – nach Abu Jihad aka Khalil Al-Wazir, einem der Gründer der Fatah, der für viele tote Juden verantwortlich ist.

Heckmeck:
- Saeb Erekat und Tzipi Livni trafen sich heute zu einem „letzten“ Versuch die Gespräche fortzusetzen, hieß es von einem PA-Vertreter; das Treffen sollte ohne Amerikaner stattfinden.

Montag, 14.04.2014:

Der stellvertretende Verteidigungsminister Danny Danon sagte, der vierte Teil der Freilassung von Terroristen könnte nach Pessah eventuell doch noch stattfinden. In diesem Fall würde er von seinem Ministerposten zurücktreten.

Tzipi Livni giftet wieder: Die „Hardliner“ um Netanyahu würden ihre Bemühungen bei den Verhandlungen untergraben; dabei ist doch so optimistisch, was die „Friedens“-Gespräche angeht, dass die doch noch zurück in die Spur kommen werden.

Dienstag, 15.04.2014:

Ein Trupp linker Knessetabgeordnete will sich Mittwoch mit Mahmud Abbas treffen und Möglichkeiten zukünftiger Verhandlungen vorlegen.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Hamas-Premier Ismail Haniyeh pries erneut den Mord von gestern. Dieser habe „den Widerstand wiederbelebt“.
Derweil beschwert sich Mahmud Abbas über die Nachrichtenagentur WAFA, dass bei Hebron ein Dorf abgeriegelt wurde. Natürlich fällt kein Wort dazu, warum das gemacht wurde: Der Mörder von gestern scheint sich dort aufzuhalten.

Heckmeck:
- Ban Ki-moon hat mit Netanyahu und Abbas jeweils einzeln gesprochen und „beide Seiten stark ermutigt die Verhandlungen konstruktiv fortzusetzen“. Die Unterhändler sollen Mittwoch wieder zusammenkommen.

Mittwoch, 16.04.2014:

Den eigenen Leuten gegenüber tönen die PA-Führer, arabische Judenmörder (in israelischen Gefängnissen) seien keine Kriminellen, hätten kein Verbrechen begangen. Der Welt gegenüber lassen sie so eine Art „Verurteilung“ des Mordes von Montagabend wissen – aber nicht ohne auf Israel einzudreschen: Man „erwartet, nach dem Tod eines Palästinensers von der israelischen Seite eine Verurteilung zu hören, aber das wird nicht passieren“, hieß es von den Terrorchefs.

Nach dem Krawall von heute Morgen sagten Polizisten, sie müssten wahrscheinlich den Tempelberg stürmen, weil die Araber dort Steine zum Angriff auf Juden einlagern.

Heckmeck:
- Mahmud Abbas will die Sicherheitskooperation mit Israel unabhängig davon fortsetzen, ob die Friedensgespräche über den 29. April hinaus fortgesetzt werden oder nicht. Das sagte er bei einem Treffen mit linken Knesset-Abgeordneten.
- Das für heute geplante Treffen der beiderseitigen Unterhändler wurde von Israel infolge des Terrormordes von Montagabend abgesagt, wobei nach Angaben der Regierung nicht der Mord an sich die Ursache für die Absage ist, sondern dass Netanyahu für den Anschlag die Hetze von PA-Führern verantwortlich macht.

Donnerstag, 17.04.2014:

Trotz des Terrors von Montag fuhren heute wieder tausende Israelis nach Hebron zu den dortigen heiligen und Touristenstätten.

Heckmeck:
- Martin Indyk wurde heute wieder in Nahost erwartet; er sollte sich mit den Unterhändlern Israels und der PalAraber treffen. Aus dem US-Außenministerium hieß es, beide Seiten seien an einer Verlängerung der Gespräche interessiert.
- Eine PA-Quelle bezeichnete die Gespräche als „sehr schwierig“.

Freitag, 18.04.2014:

Mahmud Abbas hatte nach Angaben der linken Abgeordneten, die ihn besuchten, den Terroranschlag von Montagabend ja so etwas wie verurteilt. Sein Büro bestreitet das allerdings inzwischen vehement. Abu Rudeineh sagte, Abbas habe nur allgemein von sich gegeben: „Wir sind gegen Gewalt und eine Rückkehr zu Gewalt.“ Den Anschlag von Montag habe er nicht erwähnt.

Mahmud Khalifa von der PA behauptete einmal mehr, Israel als Staat des jüdischen Volks sei eine „Fantasie“ und außerdem versuche Israel Massaker an palästinensischen Arabern zu vertuschen.

Heckmeck:
- Die Unterhändler Israels und der PA sollen sich heute zu getrennten Gesprächen mit dem US-Sondergesandten Martin Indyk getroffen haben. Um 8 Uhr hatte Indyk einen Termin mit Saeb Erekat in Jericho. Das Treffen scheint aber erst mittags stattgefunden zu haben. Für ein Treffen mit der israelischen Seite gibt es keine Bestätigung.

Samstag, 19.04.2014:

Ein PA-Minister hatte letzte Woche anscheinend wirklich den Terrormord am Sederabend bei Hebron so etwas wie verurteilt. Der steht jetzt unter Feuer – sein Rücktritt bzw. seine Entlassung wird verlangt.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (23.-29.03.2014)

29. März 2014 um 22:45 | Veröffentlicht in EU-Europa, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO, USA | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 23.03.2014:

Mehrere Zehntausend Gaza-Araber versammelten sich in Gaza, um des toten Hamas-Gründers Ahmed Yassin zu gedenken, den Israel 2004 eliminierte. (Yassin beaufsichtigte 425 Terroranschläge, bei denen 377 Israelis ermordet und 2.076 verletzt wurden.)

Hamas-Führer Ismail Haniyeh droht Israel, es würde einen hohen Preis für weitere „Aggressionen“ (sprich: Verteidigung gegen Terror) zahlen.

Die Außenminister der Arabischen Liga trafen sich in Kuwait; sie forderten die arabischen Staaten auf den Palästinensern $100 Millionen monatliche Finanzhilfen zur Verfügung zu stellen und lehnten die Anerkennung Israels als jüdischer Staat ab.

Das Gaza NGO Safety Office (GANSO) versucht die auf Israel geschossenen Raketen zu zählen, ist aber anscheinend nicht so ganz erfolgreich. Dennoch sind die Zahlen interessant. In den zwei Wochen vom 6. bis 19. März sollen es 61 Raketen und 14 Mörsergranaten sein. Von den 61 Raketen fielen 23 noch im Gazastreifen oder explodierten auf der Abschussrampe. Das ist eine Fehlerquote von 38%. Dabei starben mindestens 6 Personen (4 davon Terroristen, 1 ein zweijähriges Kind).

Montag, 24.03.2014:

Der Hamas-Innenminister gab zu, dass die Terrorbande die anderen Terrorbanden im Gazastreifen in ihrem terroristischen Tun unterstützt.

Umfragen in Israel zeigen, dass die Israelis nicht für einen Abzug aus Judäa und Samaria sind. Abbas‘ können sie nicht als Friedenspartner sehen.

Die PA finanziert weiter Terroristen und ermutigt zu Terrorismus. Rami Hamdallah wies $74 Millionen aus dem PA-Haushalt den Familien von „Märtyrern“ zu. (Die PA ist praktisch pleite, aber dafür haben sie Geld!)

Ein Abbas-Handlanger behauptete mal wieder Israel behandle seine arabischen Staatsbürger als „Bürger dritter Klasse“; so werde es keinen Frieden geben.

Ein Hamas-„Parlamentarier“: Wir müssen Juden massakrieren und den Rest dazu bringen die Jizya zu zahlen.

Heckmeck:
- Der EU-Botschafter hat vorgeschlagen, dass die EU Palästinenser bezahlt, die das „Rückkehrrecht“ der „Flüchtlinge“ „aufgeben“. Bei einem Friedenshandel würde die EU so „Palästina“ „stabilisieren“ und verhindern, dass es als „failed state“ Israel mit Raketen beschießt. (Die EU hat immer noch nicht begriffen, worum es im Nahost-Konflikt geht und wer die „Palästinenser“ sind…)
- Eine Umfrage stellte fest, dass 65% der „Palästinenser“ bereit sind die „Friedensgespräche“ fortzusetzen, sollten weitere Terroristen über die vereinbarten 104 hinaus freigelassen werden.
- Obamas Regierung befürchtet einen Zusammenbruch der „Friedensgespräche“. So weit richtig. Die Schlussfolgerung ist falsch: Israel soll unter Druck gesetzt werden wieder neue Zugeständnisse z.B. in Form der Freilassung weiterer Terroristen zu machen, statt die PA unter Druck zu setzen endlich ihren Friedenswillen zu beweisen.

Dienstag, 25.03.2014:

Hamas-Premier Haniyeh forderte bei einer Demonstration in Gaza Israels Vernichtung und „Trefft, trefft Tel Aviv!“.

Mahmud Abbas hat keinen Bock Israel anzuerkennen; stattdessen tönt er, Israel wolle den Tempelberg zwischen Muslimen und Juden aufteilen, wie derzeit die Patriarchenhöhle in Hebron geteilt wird.

Navi Pillay, UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, legte wieder los: Die Raketen der Hamas seien zwar zu verurteilen, aber Israels Reaktion darauf sowieso übertrieben und die Blockade des Gazastreifens muss aufgehoben werden. Außerdem ist der Siedlungsbau die schlimmste Menschenrechtsverletzung überhaupt, er beraubt die Palästinenser aller grundlegenden sozialen, kulturellen, bürgerlichen und politischen Rechte. Und die Gewalttätigkeit der Siedler geht nun schonmal gar nicht.

Eine aktuelle Umfrage unter den „Palästinensern“ zeigt, dass sie zu mehr als drei Vierteln glauben Mahmud Abbas blufft, was die Zurückweisung des Kerry-Rahmenplans angeht, sich aber wünschen, dass er ihn tatsächlich ablehnt.

Heckmeck:
- Hamas-Scheik Hassan Yussef (aus der „Westbank“) sagt, die Hamas würde eine Vereinbarung mit Israel unterstützen, sollte sie in einem Volksentscheid bestätigt werden. (Er macht das im vollen Bewusstsein, dass die „Palästinenser“ einem Vertrag nie zustimmen werden, nie aushandeln werden, den Israel akzeptieren kann und der nicht darauf ausgerichtet ist Israel zu vernichten – was ja Abbas auch so hält. Bei uns werden sie aber wieder zu blöde sein, das auch nur für möglich zu halten.)
- Mahmud Abbas trifft Mittwoch mal wieder auf John Kerry. Dem wird er – hat er betont – erneut sagen, dass ein „jüdischer Staat“ schlichtweg nicht zur Debatte steht.

Mittwoch, 26.03.2014:

Heuchelei pur: Die USA fordern von Israel, dass es verurteilte terroristische Mörder freilässt. Allerdings keine, die Amerikaner ermordeten, sondern nur solche, die Israelis abschlachteten!

Heckmeck:
- Der PA-„Außenminister“ Al-Maliki ließ auf dem Gipfel der Arabischen Liga wissen, dass ein Abkommen zwischen Israel und den Terroristen nicht bindend sein würde. Frieden!

Donnerstag, 27.03.2014:

Ein hochrangiger Fatah-Vertreter forderte in einer im Fernsehen übertragenen Rede die „Wiederaufnahme“ des Terrors gegen Israelis.

Freitag, 28.03.2014:

Arbeitsunfall? Ein 20-jähriger Jihadist der Hamas starb im Gazastreifen beim Reinigen seiner Waffe.

Zwei offizielle PA-Vertreter gaben ein religiöses Gutachten ab: Juden ist es verboten am Kotel (Westmauer, „Klagemauer“) zu beten, weil diese integraler Bestandteil des Al-Aqsa-Geländes ist und daher alleine den Muslimen gehört.

Der vierte Trupp erzterroristischer arabischer Mörder wird von Israel (jedenfalls vorerst) nicht freigelassen, weil Abbas die Friedensgespräche scheitern lässt und einer Verlängerung nicht zustimmt. Die Entscheidung wurde getroffen, nachdem Saeb Erekat zugab, dass die PA nur mit den Gesprächen weiter macht, um diese Terroristen freizubekommen.
Die Terror-PA schäumt – das zeige, dass Israel es mit Frieden nicht ernst meint, sich an Abmachungen nicht hält und dafür zahlen wird.

Heckmeck:
- Trotz der lauten und drohenden Äußerungen der Terror-PA lassen Kerry und sein Außenministerium wissen, dass die Gespräche überhaupt noch nicht gescheitert seien.
- Leicht anders Robert Serry von der UNO: Wenn es keine Lösung gibt (sprich: Israel die Mörder doch noch freilässt), brechen die Verhandlungen zusammen.
- 76% der PA-Araber glauben, dass die Gespräche mit Israel über den 29. April hinaus fortgesetzt werden. Dabei sind 55% der Befragten gegen eine Fortsetzung, 42% dafür.
- Mahmud Abbas sagte der Arabischen Liga noch einmal, dass er es ablehnt über eine Anerkennung Israels als jüdischer Staat überhaupt nur zu diskutieren. Israel erfinde ständig neue Bedingungen, um den Frieden zu torpedieren. (Da schließt er wieder von sich auf andere…)

Samstag, 29.03.2014:

Hassan Nasrallah prahlte wieder mit den Waffen der Terrororganisation und ihren militärischen Fähigkeiten. Aber sie wollen angeblich keinen Krieg mit Israel.

Heckmeck:
- 73,9% der PalAraber befinden, dass die Freilassung der vierten. Gruppe der mörderischen Terroristen zentrale Frage für jeglichen zukünftigen Fortschritt bei den Verhandlungen ist.
- PalArabische Quellen behaupten Israel habe angeboten 400 weitere Häftlinge freizulassen, um den Stillstand bei den Gesprächen zu überwinden.
- Das widerspricht einem Bericht der Al-Hayat (London), Kerry habe Abbas gesagt, Netanyahu hätte behauptet seine Regierung würde auseinanderfallen, sollte die vierte Runde der Freilassung stattfinden, da zu dieser Gruppe 14 israelische Araber gehören.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

8 Jahre, 8 Zitate von Hamasführer Ismail Haniyeh

5. März 2014 um 14:48 | Veröffentlicht in Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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IDF-Blog, 19. Februar 2014

Vor acht Jahren wurde Ismail Haniyeh Hamas-Premierminister. Er ist prima in die Fußstapfen der früheren Hamas-Führer getreten – er hält stark an der Hingabe zu Gewalt, Radikalismus und von Hass erfülltem Reden fest. Um Haniyehs achtes Jahr an der Macht zu begehen, bringen wir Ihnen acht Zitate, die seine Zeit als Premierminister charakterisieren

Am 8. Dezember 2006, mehrere Monate bevor er der Führer der Hamas wurde, sprach Haniyeh zu Tausenden Anhängern an der Universität Teheran im Iran; er forderte die nächste Intifada gegen Israel.

(1) „Wir werden die Usurpator zionistische Regierung niemals anerkennen und werden unsere jihadartige Bewegung bis zur Befreiung Jerusalems fortsetzten.“

Am 18. September 2011, im Zuge des palästinensischen Versuchs in den Vereinten Nationen anerkannt zu werden, bestätigte Haniyeh einmal mehr seine Ablehnung der Anerkennung des jüdischen Staates.

(2) „Wir wiederholen heute, dass wir mit der Gründung eines Palästinenserstaats auf jedem Stück befreiten Teils palästinensischen Landes einverstanden sind, dem das palästinensische Volk zustimmt, ohne Israel anzuerkennen oder auch nur einen Zentimeter des historischen Palästinas abzugeben.“

Am 14. Dezember 2010 sprach Haniyeh auf einer Demonstration zur Feier des 23. Jahrestags der Gründung der Terrorgruppe Hamas.

(3) „Palästina verläuft vom Meer bis zum Fluss, von Rosh HaNikra bis Rafah. Die Belagerung wird unseren Glauben nicht ändern, Kriege werden die Menschen nicht dazu bringen den Widerstand und die Widerstandsführer aufzugeben. Wir werden nicht anerkennen! Wir werden nicht anerkennen! Wir werden Israel nicht anerkennen!“

Genau ein Jahr später, am 14. Dezember 2011, sprach Haniyeh vor mehr als 100.000 in der al-Katiba von Gaza Stadt versammelten Hamas-Anhängern, wo der 24. Jahrestag der Gründung der Hamas gefeiert wurde. Dies war seine Botschaft der Gewalt an das Publikum:

(4) „Die Hamas-Bewegung wird Intifada nach Intifada anführen, bis wir Palästina befreien – ganz Palästina, so Allah will.“

Am 12. Februar 2012 lud der iranische Präsident Mahmud Ahmadineschad Haniyeh in sein Land ein, gerade rechtzeitig zum 33. Jahrestag der islamischen Revolution von 1979. Während einer Rede an seine iranischen Unterstützer forderte Haniyeh einmal mehr eine gewalttätige Konfrontation Israels.

(5) Der Widerstand wird weitergehen, bis alles palästinensische Land, einschließlich Al-Quds (Jerusalem) befreit worden ist und alle Flüchtlinge zurückgekehrt sind.

Ein weiteres Zitat aus derselben Rede:

(6) „Die Schusswaffe ist unsere einzige Antwort an das zionistische Regime. Mit der Zeit haben wir gelernt, dass wir unsere Ziele nur durch Kampf und bewaffneten Widerstand erreichen können und dass kein Kompromiss dem Feind gegenüber eingegangen werden darf.“

Am 19. Oktober 2013 forderte Haniyeh ein Ende der Friedensverhandlungen mit Israel; er warnte, dass Hamas-Kämpfer sich auf einen Befreiungsfeldzug gegen Israel vorbereiten.

(7) „Tausende Kämpfer über der Erdoberfläche und tausende Kämpfer darunter haben sich in Stille auf den Feldzug zur Befreiung Palästinas vorbereitet.“

Am 13. Januar 2014 feierte die Hamas-Regierung 13.000 Absolventen der paramilitärischen Jugendlager der Hamas, die die Gaza-Teenager ermutigen „den Spuren der Selbstmord-Märtyrer zu folgeln“. Haniyeh gratulierte den Teilnehmern bei der Abschlussfeier.

Haniyeh (Mitte) bei der Feier des Militärlagers

(8) Dies ist eine Generation, die keine Angst kennt. Es ist die Generation der Rakete, des Tunnels und der Selbstmordoperationen.“

Haniyeh ist in seiner Radikalität und seinem aufwiegelnden Reden seit der Übernahme der Macht vor acht Jahren – 2006 – beständig geblieben. Diese acht Zitate sind nur ein Tropfen im Meer des Fanatismus, der von der Hamas-Führung ausströmt.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (13.-19.10.2013)

19. Oktober 2013 um 21:30 | Veröffentlicht in Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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Dienstag, 15.10.2013:

Bildungsfernsehen a la PA: Jaffa, Akko, Haifa, Ramle, Safed, Tiberias, Nazareth, Beit Schean, Be’er Sheva – sind alles „palästinensische“ Städte.

Heckmeck:
- Die PA hat den USA eine Liste mit 80 Häftlingen übergeben, deren Freilassung sie fordert.

Donnerstag, 17.10.2013:

Hilarion Capucci ist ein in Syrien geborener Erzbischof der katholischen Kirche. Er bekam von Mahmud Abbas eine Ehrenmedaille der PA – weil er in seinem Dienstwagen Waffen zu den Terroristen schmuggelte. Das nächste Beispiel für den „Friedenswillen“ der Terroristen.

Samstag, 19.10.2013:

Eine libanesische Nachrichten-Website berichtete, israelische Kampfflugzeuge seien übe Beirut und Umgebung zu hören gewesen. Eine weitere schreibt, die Jets seien niedrig über Beirut kreisend gesehen worden.

Hamas-„Premier“ Ismail Haniyeh hat eine besondere Botschaft zum zweiten Jahrestag des Austauschs von Gilad Shalit – er fordert einen „Volksaufstand“ und preist die jüngsten Terroranschläge.

Wieder einmal haben PA-Araber in Beit Umar (zwischen dem Gush Etzion und Hebron) eine Nazi-Flagge gut sichtbar für vorbeifahrende Israelis gehisst.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2013“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (09.-15.06.2013)

15. Juni 2013 um 21:45 | Veröffentlicht in Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO, USA | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 09.06.2013:

Wie sehen „palästinensische“ Klassenzimmer aus? So zum Beispiel (Facebook): An der Wand über der Tafel die Vorbilder, denen die Schüler nacheifern sollen – Selbsmord-Bomber.

Die UNO: „Israel droht syrische Panzer an der Grenze anzugreifen“ – nett formuliert, nicht wahr? Dass Israel sagt, es werde diese Panzerverbände nur angreifen, wenn sie auf Israel schießen – geschenkt. Dass diese Panzer illegal und nur unter massiver Verletzung des Waffenstillstandsabkommens von 1974 dort stationiert wurden, erfährt man auch nur aus pro-israelischen Quellen.

Aus der Fünften Kolonne: Ein arabischer Knessetabgeordneter droht arabisch-israelischen jungen Frauen, die Nationalen Dienst ableisten (eine Art Zivildienst), sie würden geächtet, sondern sie würden auch schlechte Chance auf einen Ehemann haben, weil die israelisch-arabischen Männer sie nicht wollten. Dasselbe gelte auch umgekehrt.

Jibril Rajoub hat’s übertrieben. Wegen seiner Ausfälle und Hetze gegen Israel wurde ihm das Betreten des israelischen Staatsgebiets untersagt. Der Terrorfürst sollte auf einer Veranstaltung der Meretz-Partei heute in Tel Aviv eine Schlüsselrede halten.

Montag, 10.06.2013:

Das PA-Fernsehen strahlte wieder einmal mehrfach ein Lied aus, mit dem israelische Städte wie Tiberias, Akko, Ramle, Haifa, Beit Shean usw. als „palästinensisch“ deklariert wurden.

Gaza-„Premier“ Ismail Haniyeh am Sonntag: Israel hat keine Zukunft auf palästinensischem Land – also im Nahen Osten. Denn er bezog sich auf das „ganze Palästina“.

Jibril Rajoub wird von der Meretz-Partei ja als Friedenspartner beworben. Die kennen anscheinend das hier nicht (oder halten es für Friedensschwüre): „Das ganze Palästina, vom Fluss bis zum Meer, ist besetzt.“ Das verkündete er in einem Interview nur drei Tage, nachdem die Meretz-Chefin das Verteidigungsministerium heftig angriff, weil es dem Terrorfürsten die Einreise nach Israel nicht gestattete.

Seit Beginn des Jahres 2013 ist in „Ost“-Jerusalem keine Wohnung mehr neu vermarktet worden – es gibt einen de-facto-Baustopp. In den „Siedlungen“ in Judäa und Samaria wurden allerdings etwa dreimal so viele Häuser angefangen wie im selben Zeitraum des letzten Jahres.

Ah, so „ernst“ ist es dem Terrorfürsten mit dem Frieden: Netanyahu bot Abbas vor einem Jahr an 50 Terroristen freizulassen, die seit vor 1993 in Haft sitzen, nur wenn der zu einem Treffen der beiden kommt. Abbas lehnte ab. Es müssten schon alle 107 dieser Terroristen freigelassen werden. Wie üblich: Wann immer ihm ein Angebot gemacht wird, schraubt er die Forderungen höher.

Heckmeck:
- Jetzt kommt Kerry doch noch nicht diese Woche in den Nahen Osten. Er will Mahmud Abbas Zeit geben; der soll sich entscheiden, ob er die Vorbedingungen für Gespräche mit Israel nicht doch fallen lässt.
- Benjamin Netanyahu legte fest, dass jede zukünftige Vereinbarung mit den PA-Arabern entweder von der Knesset ratifiziert oder durch eine Volksabstimmung angenommen werden muss.

Dienstag, 11.06.2013:

Während des letzten Jahres wurden 5 Selbstmord-Bombenanschläge und 30 Entführungen vereitelt.

Heckmeck:
- Saeb Erekat greift ein – das Ergebnis muss vorher schon feststehen: Eine Zweistaatenlösung nicht innerhalb der „Grenzen von 1967“ ist bedeutungslos.
- Hanan Ashrawi tönt auch wieder: Gegenüber einem schwedischen Minister gab sie zu Protokoll, dass „unzweifelhaft das Ende der Zweistaatenlösung und der palästinensischen Institution und Bau der Nation“ erlebt werden. Sie betonte die Wichtigkeit des gewaltfreien Widerstands und der fortgesetzten palästinensisch-europäischen Koordination und Kooperation vor den von den USA vermittelten Friedensgespräche. Das ist klar – die EUropäer verlangen von den Terroristen so gut wie nichts, machen lieber Israel für alles Mögliche verantwortlich, die Amerikanern (selbst die Obamanisten) verlangen von den Terroristen, dass auch sie einlenken. Schmiert man den Friedenshetzern Honig ums Maul.

Mittwoch, 12.06.2013:

Heckmeck:
- Die USA wünschen von der EU, dass sie den Amerikanern die alleinige Verantwortung für die Vermittlung von Frieden zwischen Israel und den Terroristen überlässt. Kerry erwartet israelische Zugeständnisse und keine Vorbedingungen der Terroristen. (Traumtänzer)

Donnerstag, 13.06.2013:

Die Hamas feierte vorgestern auf ihrer Internetseite den zehnten Jahrestag eines „erfolgreichen“ Anschlags auf einen Linienbus. Bei diesem Anschlag gaben sie nicht vor militärische Ziele zu haben, sondern ganz gezielt Zivilisten ermordeten.

Heckmeck:
- Benjamin Netanyahu sprach beim Staatsbesuch in Polen die Friedenbemühungen an: Es ist an der Zeit, dass die PA an den Verhandlungstisch kommt, statt über Verhandlungen zu verhandeln.
- Ophir Akunis wird da deutlicher: Die PA ist in keiner Weise annähernd bereit für einen eigenen Staat, nicht einmal für eine erweiterte Autonomie. Systematisch werden alle Verhandlungsvorschläge abgelehnt, indem inakzeptable Vorbedingungen gestellt werden.
- Die Lügenbarone behaupteten in Gestalt von Religionsminister Mahmud Al-Habash daraufhin gegenüber israelischen Journalisten, die einzige Vorbedingung sei, dass die Verhandlungen auf der Grundlage der „Grenzen von 1967“ stattfinden würden. Würden die Gespräche diesmal scheitern, würde es keine Gespräche mehr geben. Im Übrigen seien die von Israel geplanten Veränderungen auf dem Tempelberg inakzeptabel (welche Veränderungen, bitte?).
- Dazu lassen sie Nabil Sha’at referieren, sie würden alles tun, um einen weiteren gewaltsamen Aufstand („Intifada“) zu verhindern. Man würde an den Verhandlungstisch zurückkehren, wenn die Bautätigkeit in Judäa und Samaria (und Jerusalem) komplett eingestellt und alle Gefangenen freigelassen werden würden. (Ah, das sind ja keine Vorbedingungen!)

Freitag, 14.06.2013:

Der Palästinensische Islamische Jihad veranstaltet auch dieses Jahr wieder Sommerlager für Schüler. Was man dort lernt? Na, das Wichtigste, das man sich als ambitionierte Araberjunge vorstellen kann: Israelische Soldaten entführen und scharf schießen.

Der „Friedenspartner“ PA ehrt mal wieder Terroristen, diesmal drei an der Zahl, die zusammen 166-mal Lebenslänglich bekommen haben.

Die USA konzentrieren sich mal wieder auf ein Detail, statt auf das Kernproblem: Der Bau von 1.000 Wohneinheiten in Itamar und Bruchin sei „nicht hilfreich“. UNO-Generalsekretär Ban stimmt natürlich ganz schnell mit ein.

Wieder einmal gab es eine Landwirtschaftskonferenz in Tel Aviv, an der (diesmal 70) Landwirte aus dem Gazastreifen teilnahmen.

Samstag, 15.06.2013:

John Kerry glaubt weiter, es gebe eine Möglichkeit für Frieden (die EU auch). Realistisch? Omar Barghouti gibt die Merkel (Stichwort „alternativlos“): „Die einzige Alternative ist Gewalt.“ Gewalt als einzige Lösung des Nahost-Konflikts also. Barghouti ist der Chef der BDS-Bewegung, die Israel-Boykott fordert. Er hat in Tel Aviv studiert und seinen Abschluss gemacht. Er will nicht woanders leben… (Letzten Endes fordert er noch mehr Vorbedingungen als Mahmud Abbas – und das will schon was heißen. Aber der kann ansonsten friedensreden, was er will, denn die Drecksarbeit zur Verhinderung von Frieden machen andere zur Genüge.)

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2013“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (24.-30.03.2013)

31. März 2013 um 0:05 | Veröffentlicht in Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, USA | 1 Kommentar
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Sonntag, 24.03.2013:

Saeb Erekat: Israels Bautätigkeit in der „Westbank“ zuzustimmen würde bedeuten zwei Verbrechen zu begehen – Illegals zu legalisieren und ein politisches Diktat der Israelis zu akzeptieren. Und deshalb lehnen die Fatah-Granden einen teilweisen Siedlungsbaustopp ab.

Montag, 25.03.2013:

Ismail Haniyeh „predigte“ in der Al-Alami-Moschee im Gazastreifen und sagte, die Befreiung „Palästinas“ stehe jetzt unmittelbar bevor. Man befinde sich in einer neuen Phase des Konflikts.

Traditionell wird „Chametz“ vor Pessah gesammelt und verbrannt. Die „Siedler“ von Ofra lassen das – sie verteilen das Brot (das in Supermärkten der Siedlungen Eli, Shilo und Ofra weggeworfen worden wäre) in der Umgebung an bedürftige Araber. Das dritte Jahr in Folge. Zwischen 500 und 700 Laibe.

Heckmeck:
- John Kerry, neuer US-Außenminister lässt wissen, dass die Bühne jetzt bereitet ist für neue Friedensgespräche. Die Terroristen lassen wissen, dass die USA dafür einen „Aktionsplan“ vorbereitet haben.

Dienstag, 26.03.2013:

Auf einem Treffen der Arabischen Liga in Qatar beschuldigte „der Friedenspartner“ Mahmud Abbas einmal mehr Israel Jerusalem zu „judaisieren“, es wolle die „palästinensischen“ Einwohner vertreiben und die islamischen und christlichen heiligen Stätten „angreifen“. (Komisch, dass es erst seit 1967 für alle Religionen möglich ist ungehinderten Zugang zu ihren heiligen Stätten zu haben.)
Ach ja: Er betonte seinen arabischen Brüdern gegenüber, dass Siedlungsbaustopp und die Freilassung „palästinensischer“ Häftlinge keine „palästinensischen“ Vorbedingungen für Verhandlungen seien, sondern Verpflichtungen Israels in Übereinstimmung mit unterschriebenen Vereinbarungen und der Road Map. Problem: Das steht in keiner der Vereinbarung und in der Road Map müssen die Terroristen ein paar Dinge erfüllen, bis es an Siedlungen und Häftlinge geht.

Mittwoch, 27.03.2013:

Der Knessetabgeordnete Mosche Feiglin (Likud) wollte den Tempelberg besuchen. Die Polizei verbot ihm das. Ein muslimischer Mob versammelte sich, um gegen ihn zu protestieren. Der Besuch, so die Polizei, hätte „die öffentliche Gesundheit und sein Leben gefährdet“. Die regelmäßigen Besuche Feiglins auf dem Tempelberg-Plateau werden von den Terroristen ständig als „Schändung der heiligen Stätte“ bezeichnet.

Terrorchef Mahmud Abbas droht schon wieder Israel vor den Internationalen Gerichtshof in Den Haag zu zerren, weil Juden in Judäa und Samaria bauen.

Der stellvertretende Verteidigungsminister Danny Danon sagte bei eine Zeremonie auf den Ruinen der 2005 geräumten „Siedlung“ Homesch in Samaria: „Wir verließen den Gazastreifen und bekamen ‚Hamastan‘. Wir können es uns nicht leisten solche Fehler in Judäa und Samaria zu wiederholen.“

Die Hamas „warnte die Besatzungsführer“ vor Folgen der „Schändung der Al-Aqsa Moschee“ und ihres Geländes und forderte die „Palästinenser“ auf sich den „Verbrechen der Besatzung“ zu widersetzen.

Donnerstag, 28.03.2013:

Mahmud al-Zahar von der Hamas beschuldigt Israel die Waffenstillstandsvereinbarung von der Operation Wolkensäule gebrochen zu haben – weil Israel nach den Raketenschüssen von letzter Woche Donnerstag die Fischerei-Gebiete für die Gaza-Fischer verkleinerte. Raketen auf Israel sind keiner Ursache für Maßnahmen und schon gar kein Bruch des Waffenstillstands, nicht wahr?

Freitag, 29.03.2013:

Offizielle in Ägypten sagen, sie hätten in den letzten Tagen 10 Anschläge im Sinai verhindert. Außerdem seien 230 Tunnel zum Gazastreifen zerstört worden.

Mehrere Hundert israelische Araber nahmen an einer „Prozession“ in Taybe zum „Tag des Landes“ teil, der erst am Samstag stattfindet und dessen Hauptveranstaltung dann in Sakhnin stattfindet. Zu den Teilnehmern von heute gehörten auch zwei arabische Knesset-Abgeordnete.

Samstag, 30.03.2013:

Frieden! Mahmud Abbas bezeichnet „Siedlungen“ als „Minen, die die gesamte Region bedrohen“.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2013“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

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