Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (13.-19.07.2014)

13. Juli 2014 um 22:18 | Veröffentlicht in Araber, die Welt+Nahost, EU-Europa, Europa+Nahost, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, USA | 3 Kommentare
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(Die einzelnen Vorkommnisse sind hier.)

Sonntag, 13.07.2014:

Seit Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien haben die Terroristen mehr als 1.000 Raketen auf Israel geschossen.

Die Raketeneinschläge bei Hebron von gestern wurden von Arabern dort frenetisch gefeiert. Und auch in Israel gab es Araber, die die Sirenen ignorierten und hupend-feiernd durch die Gegend fuhren, als hätten sie gerade die Fußballweltmeisterschaft gewonnen. (Arutz-7 berichtet, dass viele Einwohner von Hebron auf die Dächer stiegen, um die Raketen zu sehen, dann aber enttäuscht waren, dass es in Tel Aviv nicht knallte.)

Die Fatah (Friedenspartner!) veröffentlicht gerne mal Videos, mit denen sie sich als Terrororganisation offenbart. Gerade fordert eines „Tel Aviv niederzubrennen).

Unter Vermittlung Ägyptens bot Israel letzte Woche der Hamas eine 40-stündige Waffenruhe „zum Abkühlen der Lage“ an. Die Hamas lehnte ab. (Dennoch wird Israel beschuldigt, keinen Waffenstillstand zu wollen – von der PA wie der Hamas!)

Die Einwohner des nördlichen Gazastreifens folgen den israelischen Warnungen und verlassen die Gegend. Die UNRWA hat Schulen geöffnet, die als Notunterkünfte dienen. Etwa 850 Palästinenser mit anderen Staatsbürgerschaften reisen über den Übergang Erez aus dem Gazastreifen aus. Die Hamas versucht die Menschen zum Bleiben zu animieren und behauptet, Israel betreibe lediglich psychologische Kriegsführung, ein Angriff sei nicht zu erwarten, man werde die Leute rechtzeitig warnen, sollte doch einer kommen.

Montag, 14.07.2014:

Stand 13:30 Uhr: Seit dem 8. Juli sind 38 im Gazastreifen abgeschossene und für Israel gedachte Raketen noch innerhalb des Strips eingeschlagen und haben die eigene Bevölkerung gefährdet (oder sogar geschädigt).
Innerhalb der letzten 6 Tage schossen die Terroristen mehr als 971 Raketen auf Israel – das sind mehr als 161 pro Tag.
Gestern waren es 130 Raketen – etwa ein alle 10 Minuten.
Die IDF griff 204 Terrorziele an; 12 Terroristen wurden getroffen.

Bilanz 17:30 Uhr: Die IDF hat bisher heute mehr als 100 Terrorziele beschossen; seit Beginn der Kampfhandlungen wurden somit 1.535 Ziele eliminiert. Zu den Zielen heute gehörten 33 Abschussrampen, 8 Raketenwerkstätten, 4 als Kommandoposten genutzte Privathäuser und 7 Terrortunnel. Darüber hinaus beschoss die Marine mehrere Abschussorte für Mittelstreckenraketen.
Die Terroristen schossen in der Zeit seit letzten Montag mehr als 1000 Projektive Richtung Israel; von diesen wurden 201 vom Abwehrsystem abgefangen, 745 schlugen auf israelischem Boden ein. (das bedeutet, das eine ganze Reihe noch im Gazastreifen explodierten und man nicht weiß, welchen Schaden sie dort anrichteten.)

Der Chef des Palästinensischen Islamischen Jihad, nach eigenen Worten in ständigem Kontakt mit Ismail Haniyeh, lehnte eine Waffenruhe zu Israels Bedingungen ab. Israel müsse die Blockade aufheben und die Übergänge öffnen.

Die Hamas ließ wissen, dass sie an einem Waffenstillstand nicht interessiert sei, außer Israel erfüllt alle ihre Forderungen (sprich: kapituliert).

Arbeiter der Israeli Electric Company in Schutzkleidung wurden bei Reparaturen nahe des Gazastreifens gesehen. Die IEC gibt aber an, dass nur die Stromversorgung für Israelis wiederhergestellt wird, nicht für den Gazastreifen.

Steinmeier ist in Jordanien. Er hatte der Hamas etwas zu sagen, während sein jordanischer Kollege darauf konzentrierte Israel zu verurteilen. Dem trat Steinmeier nicht entgegen, redete dafür – eigentlich zusammenhanglos, weil für die aktuellen Kämpfe irrelevant – das alte Mantra der Zweistaatenlösung vor sich her.

Hoffentlich bekommt er keinen Ärger: Der Mukhtar (religiöse Führer) des Jerusalemer Stadtteils Sur Baher pries Israel dafür, dass es seine arabische Bevölkerung und die Al-Aqsa-Moschee so gut gegen die Raketen der Hamas verteidigt.

Aus den USA kam die Warnung, Israel solle nicht in den Gazastreifen einmarschieren; das würde zu viele Zivilisten gefährden.

François Hollande großzügig: Israel kann sich verteidigen, wenn es angegriffen wird. Und dann wird sofort eingeschränkt – es soll gefälligst Zurückhaltung üben.

Dienstag, 15.07.2014:

Die IDF installierte Montagabend die insgesamt neunte Batterie Eiserne Kuppel.

Raketenzähler: Innerhalb von einer Woche haben die Terroristen 1.088 Raketen auf Israel geschossen (stand Montagabend). Seit 2001 sind es 15.200 alleine aus dem Gazastreifen. In der letzten Woche fing die Eiserne Kuppel 191 Raketen ab. Heute waren es seit 9 Uhr 76 Raketen, von denen 9 abgefangen wurden (Stand 17:30 Uhr).
Gegen 19:30 Uhr waren es 125 Raketen, die die Terroristen heute nach Israel schossen. Die Eiserne Kuppel fing 20 ab. Rund 100 schlugen in Israel ein.

Bilanz ca. 17:30 Uhr: Angriffe der IDF auf Hamas-Tunnel, 20 versteckte Raketenabschussrampen, Waffenlager und weitere operationale Infrastruktur. Die Gesamtzahl der am Nachmittag beschossenen Ziele beträgt 30.

Die Ägypter hatten zwar gesagt, sie würden nicht vermitteln; aber trotzdem hatten sie jetzt eine Waffenruhe vorgeschlagen, die ab 9 Uhr heute Morgen gelten sollte. Das israelische Kabinett hat den Vorschlag angenommen. Die Hamas nicht.
Die Fatah legte übrigens so viel Wert darauf, dass sie sich auch nicht an die Waffenruhe gehalten hat, dass sie eine Bekennerschreiben zu Raketenangriffen innerhalb dieser 6 Stunden herausgab – sie hatte u.a. auf den Übergang Erez geschossen, bei dem ein Israeli starb.

Geheimdienstinformationen zeigen, dass die Hamas Waffenlager und Terrorzentren in Moscheen versteckt bzw. lagert und von dort aus verteilt und schießt.

Die Hamas feiert ihren feigen Terroranschlag auf einen israelischen Schulbus am Gazastreifen, bei dem ein 16-jähriger getötet wurde. Der Gruß: „Wir werden Feiglinge wie dich jagen.“ Dazu sangen dann Schulmädchen in Gaza: „O geliebter Qassam-Kämpfer, schlag, schlag Tel Aviv.“

Mittwoch, 16.07.2014:

Raketenbilanz (ca.21 Uhr): 74 Raketen aus dem Gazastreifen schlugen in Israel ein, weitere 29 wurden von der Eisernen Kuppel abgefangen. Bis 22 Uhr stieg die Tageszahl auf 94 Raketen, von denen 7 in Aschdod und 19 in Aschkelon einschlugen.
Stand 9 Uhr: Seit dem 8. Juli haben die Terroristen 1,248 Raketen auf Israel geschossen – mehr als 145 pro Tag.
Während der letzten 9 Tage schlugen mindestens 100 Raketen der Terroristen noch im Gazastreifen ein.
Angriffsbilanz (ca. 17 Uhr): ca. 50 Angriffe vor allem im nördlichen Gazastreifen, wo die Menschen vor den Angriffen gewarnt worden waren. (Die Hamas hatte den Menschen wieder gesagt, sie sollten die Warnungen ignorieren.)
Die Araber meldeten bis zum Morgen insgesamt 204 Tote seit Beginn der Operation.

Die Hamas macht einen Waffenstillstandsvorschlag: Freilassung aller erneut verhafteten Terroristen, die gegen Gilad Shalit ausgetauscht worden waren; Öffnung aller Grenzübergänge; Israel darf keinerlei Aktivitäten der „Einheitsregierung“ stören. Ein Hamas-Vertreter reiste nach Kairo, um die Liste der Forderungen vorzulegen.

Während Israel den Arabern Warnungen schickt, damit die sich in Sicherheit bringen können, schickt die Hamas Israelis Drohungen. In den SMS-Botschaften wird behauptet, Israel sei „rechtlich verpflichtet“ die Hamas-Raketen zu tolerieren, bis es den Waffenstillstandsforderungen der Terroristen nachgibt.

Netanyahu hat den stellvertretenden Verteidigungsminister Danny Danon gefeuert, die Meinungsverschiedenheiten waren zu groß und Danon war kriegerischer als Netanyahu ertragen konnte. Die Hamas erklärt die Entlassung zu einem Sieg für sie.

Bashar al-Assad beschimpfte die arabischen Staaten, weil sie keine Kampftruppen in den Gazastreifen schicken, um die Terroristen zu unterstützen.

Donnerstag, 17.07.2014:

Raketenzähler:
- Stand 10:00 Uhr: Seit dem 8. Juli schossen die Terroristen 1.381 Raketen nach Israel – durchschnittlich mehr als 145 pro Tag.
- ca. 20:00 Uhr: Seit Ende der offiziellen Waffenruhe schossen die Terroristen mehr als 100 Raketen auf Israel.
abgefangene Terrorraketen:
- ca. 19 Uhr: Seit Ende der offiziellen Waffenruhe wurden 13 Terrorraketen abgefangen.
IDF-Bilanz (ca. 7:00 Uhr): 190 Angriffe auf Terrorziele innerhalb der letzten 24 Stunden; 2.200 während der gesamten Operation, davon (Stand 20:30 Uhr) 30 nach der offiziellen Waffenruhe.
- Stand 21:25 Uhr: insgesamt wurden heute 28 Raketen abgefangen.

Die UNRWA fand versteckte 20 Raketen in einer ihrer Schulen. Diese „wurden entfernt und die entsprechenden Parteien informiert“.

5. Kolonne: Die arabische Knesset-Abgeordnete Hanin Zoabi ist gegen den Waffenstillstand am Gazastreifen. Sie fordert eine „Belagerung Israels“ statt Verhandlungen und „Widerstand“ (= Terror) statt Sicherheitskoordination.

Die EU-Führung ließ wissen, dass sie nicht nur die Raketen auf Israel verurteilt. „Die Europäische Union verurteilt die Ermordung unschuldiger Zivilisten in Gaza während israelischer Militäroperationen.“ (Dass die Hamas ihre Bevölkerung als menschliche Schutzschilde missbraucht, bleibt völlig unerwähnt.)

Der Libanon reichte bei der UNO Beschwerde gegen Israel ein, weil die IDF nach Raketenbeschuss aus dem Land „zwischen dem 11. und 14. Juli 102 Granaten in den Libanon“ schoss.

„Beim nächsten Mal“, tönt die Hamas, „werden wir nach Israel einmarschieren“ und das „befreite Land erweitern“. Dann werde man auch „einige Überraschungen“ für Israel haben.

Die Jerusalemer Straßenbahn wird jetzt von einer Drohne aus beobachtet. Sollten sich wieder Täter an ihr zu schaffen machen, können sie sofort angegangen werden.

Freitag, 18.07.2014:

Zahlen:
- ca. 7 Uhr: 14 Terroristen wurden „neutralisiert“, 30 Raketenwerfer zerstört, 9 Tunnel beschossen; insgesamt wurden 103 Terrorziele getroffen.
- Seit Beginn der Operation in der Nacht wurden 17 Terroristen im Kampf getötet; weitere 13 andere ergaben sich.
- ca. 13 Uhr: bisher wurden durch die Bodenaktionen im Gazastreifen 21 Raketenwerfer und 4 Tunnel beschossen.
- ca. 20:00 Uhr: Seit Mitternacht schossen die Terroristen 105 Raketen auf Israel; 73 schlugen ein (3 davon in bewohnten Gegenden), 29 abgefangen.

Israel gab bekannt, dass das Ziel der Offensive die Wiederherstellung der Ruhe sei, nicht der Sturz der Hamas.

Die Hamas-Regierung im Gazastreifen hat Anweisungen an die Aktivisten in den sozialen Medien gegeben: Nennt die Toten immer „unschuldige Zivilisten“; stellt keine Fotos von aus zivilen Bevölkerungszentren geschossenen Raketen ein. Hm, warum wohl?

Der Friedenspartner: Fatahs „militärischer Zweig“, die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden, prahlen damit, dass sie aus dem Gazastreifen Raketen nach Israel schossen – und das weiter tun werden.

Die IDF hat einige Fotos von Tunneln veröffentlicht, die sie im südlichen Gazastreifen entdeckt hat.

Der Dummschwätzer von der Turtle Bay: Ban Ki-moon forderte Israel auf mehr zu tun, um (pal-arabische) Zivilisten zu schützen.
Die US-Regierung will da nicht zurückstehen: Die Israelis würden nicht genug tun, um zivile Tote zu vermeiden, gab Außenamtssprecherin Psaki zu Protokoll. Kerry schob nach, dass die Aktionen auf die Zerstörung der Terrortunnel beschränkt werden sollten.

Sami Abu-Zuhri von der Hamas geht wohl der A… auf Grundeis; er nannte Netanyahu „zu feige einen richtigen Bodenkrieg zu führen und Gaza wird ein Friedhof für die Invasoren“. Darüber hinaus beschwerte er sich, die arabischen Regierungen würden „uns im Stich lassen“.

Ultralinke Israelis und Araber kamen mit einem „Friedensbus“ nach Sderot. Dort wurden sie von erbosten Einwohnern verbal so heftig empfangen („Ihr lauft durch unser Blut, geht nach Gaza“), dass sie auf dem Fuß umdrehten und die Stadt wieder verließen.

Das Militär hat beobachtet, dass Hamas-Terroristen Krankenwagen als Transportmittel nutzen, in denen sie zusammen mit Kindern fahren (Stichwort: menschliche Schutzschilde).

Klar doch, was sonst: Die PA behauptet jetzt, der „Islamische Staat“ (die Terror-Islamisten, die große Bereiche Syriens und des Irak erobert haben) werden von „jüdischem Extremismus geführt“ und von den USA als Mittel genutzt einen „innerpalästinensischen Bürgerkrieg zu schüren“.

Samstag, 19.07.2014:

Zahlen:
- Freitag, 18.07.2014: 240 Terrorziele beschossen, 10 Tunnel entdeckt, 137 Raketen aus dem Gazastreifen abgefeuert, 87 Raketen trafen Israel, 40 wurden abgefangen
- Die Araber geben seit dem 8. Juli bis heute Morgen 290 Tote im Gazastreifen an, allei Freitag 55; 1 Soldat wurde direkt durch Terroristen getötet, ein weiterer offenbar durch fehlgeleitetes eigenes Panzerfeuer. In Israel starben bisher 2 Menschen an Herzinfarkt während Raketenalarm
- Stand 14:30 Uhr: Soldaten deckten heute bisher 3 Tunneleingänge auf.
- Stand 17:30 Uhr: den Tag über schlugen 57 Raketen in Israel ein, 9 weitere wurden abgefangen.
- ca. 19:30 Uhr: Die Zahl der Toten im Gazastreifen wird inzwischen mit 342 angegeben.
- ca. 19:45 Uhr: innerhalb der letzten 24 Stunden wurden insgesamt 12 Soldaten verletzt.
- ca. 20:00 Uhr: Heute wurden insgesamt bisher 20 Terror-Tunnel entdeckt.
- Die IDF gibt am Abend an, dass seit Beginn der Bodenoffensive 70 Hamas-Terroristen getötet wurden.

Qatar hat einen Waffenstillstandsvorschlag vorgelegt, der die meisten Forderungen der Hamas übernimmt. Er wurde offenbar vor der Bodenoffensive erarbeitet und wird weithin abgelehnt.

Ägypten ist nicht bereit seinen Waffenstillstandsvorschlag zu ergänzen; dieser erfülle die Bedürfnisse aller Seiten (die Hamas hatte ihn vehement abgelehnt).

Baroness Ashton forderte wieder: „beide Seiten“ sollten sofort einem Waffenstillstand zustimmen. (Hm, ist sie da nicht etwas ungenau? Wer lehnt denn einen Vorschlag nach dem anderen ab?)

Ein „Humanitärer Offizieller“ behauptet, Israel habe bei der Bodenoffensive im Gazastreifen Saringas eingesetzt.

Klar, wer schuld ist, oder? Der französische Außenminister Fabius hatte ein Gespräch mit Netanyahu. Hinterher sagte er, die Versuche einen Waffenstillstand zu erreichen, seien gescheitert. (Müsste er da nicht auch mit den Terroristen reden?)

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (06.-12.07.2014)

12. Juli 2014 um 22:00 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, EU-Europa, Europa+Nahost, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO, USA | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 06.07.2014:

Hamas: Den Raketenbeschuss auf Israel zu stoppen liegt in der Verantwortung der PA, nicht der Hamas.

Mehr als 150 Raketen und Mörser haben Israel innerhalb von weniger als einem Monat getroffen.

Mahmud Abbas bettelte die Hamas an, sie möge den Raketenbeschuss beenden, „um Israel keinen Grund für eine Operation im Gazastreifen zu geben“.

3 Israelis wurden wegen ihrer Internet-Aufrufe zu Gewalt zur Befragung festgenommen.

Ein israelischer Araber log, er sei von „Siedlern“ angegriffen worden; er gab später zu die Lüge erzählt zu haben, um die Lage anzuheizen.

Die Hamas droht wieder: Alle israelischen Städte liegen in Reichweite ihrer Raketen.

Montag, 07.07.2014:

Gesamtzahl der Raketen auf Israel aus dem Gazastreifen für den letzten Monat: 200, allein 50 davon seit Mitternacht.
Stand 7. Juli, 22:30 Uhr: Mehr als 220 Raketen (und Mörsergranaten) wurden in weniger als einem Monat auf Israel geschossen.

Die Hamas droht mit Rache; 6 ihrer Terroristen wurden bei den Luftangriffen getötet.

Nach wiederholten Versuchen von Arabern das Josefsgrab in Brand zu setzen, hat die PA Sicherheitskräfte dort stationiert, die das verhindern sollen.

3 der Verdächtigen beim Mord an dem arabischen Jungen haben die Tat gestanden.

Die 5. Kolonne: MK Ahmed Tibi besteht darauf, dass die Mörder der drei jüdischen Jugendlichen Terroristen keine Terroristen seien. Die Mörder des arabischen Jungen aber seien sehr wohl Terroristen.

Die IDF zieht am Gazastreifen weiter Truppen zusammen. 1.500 Reservisten wurden einberufen.

Die Hamas lässt über Kanäle wissen, sie sei zu einer Waffenruhe bereit, wenn Israel die arabischen Terroristen freilässt und nicht mehr schießt. (Israel hatte der Hamas 24 Stunden Zeit gegeben mit dem Raketenterror aufzuhören, was aber keine Wirkung hatte.)

Den Tag über gab es mehrere falsche Berichte/Anzeigen wegen Entführungen durch Araber.

Die Regierung hat der IDF grünes Licht für härtere Aktionen gegen die Hamas und den Gazastreifen gegeben; eine Eskalation soll aber möglichst vermieden werden.

Die Polizei hat bisher 220 israelische Araber wegen der Krawalle der letzten fünf Tage festgenommen.

Die Hamas begleitet ihren Raketenterror mit dem Versuch psychologischer Kriegsführung. Sie „warnt“ die „Siedler“ in Beer Sheva: „Haut ab, bevor es zu spät ist.“ (Beer7 bestätigt das aus erster Hand!)

Wegen des anhaltenden Raketenbeschusses haben die Kreise im Süden den Notstand ausgerufen.

Friedensgrüße von der Fatah: Bereitet die Leichensäcke vor, „Wir wollen, dass [euer] Blut zu Flüssen wird“.

Die Ben-Gurion-Universität in Beer Sheva hat wegen des Raketenbeschusses die für morgen angesetzten Prüfungen verschoben. In Aschkelon wurden die Sommerlager für Dienstag abgesagt, weil sie in Schutzräumen stattfinden, die wegen des Raketenhagels ggf. benötigt werden.

Dienstag, 08.07.2014:

Am Montag schossen die Terroristen 80 Raketen nach Israel. Seit Beginn des Jahres waren es mehr als 450.

Die Obama-Administration sagte, sie unterstütze Israels Recht auf Selbstverteidigung – forderte aber (mal wieder) Zurückhaltung von den Israelis.

Die Hamas sagt, sie habe mit 35 Raketen auf Militärbasen an Israel Vergeltung geübt – „Nitifot (Netivot), Ofokeem (Ofakim), Ashdod (Aschdod) & Asqalan (Aschkelon)“. Hm…
Außerdem schwört sie den Raketenterror fortzusetzen. Israel müsse die Eiserne Kuppel „auf jedes einzelne israelische Haus setzen“. Der Raketenbeschuss werde nicht aufhören, bis Israel die Belagerung beende, sagte der Hamas-Grande Ismail Al-Shakar. Zudem hieß es von der Hamas, man werde Soldaten entführen, sollte die IDF es wagen in den Gazastreifen einzumarschieren. (Als wenn das neu wäre – und nicht sowieso versucht würde.)

Nachdem der Versuch menschliche Schutzschilde zu benutzen im Tod von – so geben sie an – 15 Personen und 80 Verletzten endete (nach einer Angriffswarnung begaben sich haufenweise Araber an den Ort, der beschossen wurde), schwört die Hamas Rache.

Mahmud Abbas fordert ein Ende der „Eskalation“ seitens Israels, wie er die Luftangriffe auf Terrorziele nennt. Den Raketenterror zu verurteilen oder gar sein Ende zu fordern fällt ihm nicht ein.

In einigen Städten in der weiteren Umgebung des Gazastreifens fielen heute wegen des Raketenterrors die Prüfungen aus.
Viele Sommerlager im Süden fanden nicht statt.

Israel hat die Einberufung von 40.000 Reservisten genehmigt. 15.000 Reservisten sind bereits einberufen und sollen die derzeit am Gazastreifen stationierten Soldaten ablösen.

Stand 18 Uhr: Innerhalb von weniger 24 Stunden haben die Terroristen mehr als 130 Raketen auf Israel geschossen. Israel hat im Gegenzug 150 Terrorziele beschossen.

Jüdische 5. Kolonne: Die Parteichefin der Meretz-Partei schimpfte, die Regierung und die IDF seien Kriegstreiber, was Israel „einen hohen Preis abverlangen“ werde. Den Raketenterror erwähnte sie nicht.
Auf der „Friedenskonferenz“ der Ha’aretz wurde Naftali Bennett als „Faschist“ und „Mörder“ bezeichnet. Seine Rede wurde ständig unterbrochen. Hinterher sagte Ha’aretz-Herausgaber Amos Schocken vom Podium aus: „Hier gibt es Leute, die glaubten, man müsse mit Yassir Arafat reden. Es kann nicht sein, dass sie nicht wollen, dass Bennett angehört wird.“ (Da hat er wohl seine linken Meinungsterroristen überschätzt.)

Durch die Raketeneinschläge im Bereich von Aschdod wurden 9 Personen (leicht) verletzt.

Die Arabische Liga und die Organisation der Islamischen Kooperation fordern von den Vereinten Nationen die Operationen der Israelis gegen die Terroristen im Gazastreifen zu stoppen. Dazu wollen sie eine Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats haben.

Endlich: Der EU-Botschafter in Israel erklärte seine „bedingungslose Solidarität mit den Einwohnern des südlichen Israel“ unter dem Raketenterror. „Wahlloser Raketenbeschuss unschuldiger Zivilisten kann niemals eine legitime Antwort sein“, sagte er. Worauf die Raketen eine Antwort sein sollen, sagte er nicht.
Der britische Außenminister Hague verurteilte das Raketenfeuer rundheraus, konnte sich aber nicht dazu aufraffen die Täter Terroristen zu nennen.
Frankreich ruft „beide Seiten zur Zurückhaltung auf“. Hm… Der Französische Botschafter besuchte Sderot und verkündete, er hoffe darauf, dass beide Seiten einen Kompromiss erzielen würden.

Mittwoch, 09.07.2014:

Tagesbilanz: Heute schlugen 82 Raketen in Israel ein, weitere 29 wurden vom Abwehrsystem vernichtet.

Netanyahu zum Unterschied zwischen Israel und den Opfer spielenden Hätschelkindern des Westens:

Bibi-zum-Unterschied

Die IDF zerstörte seit Beginn der Operation 11 Häuser von Hamas-Kommandeuren, beschoss 550 Terrorziele der Hamas (darunter 31 Tunnel und 60 Raketenwerfer).

Heute wurden 7 Menschen wegen Verletzungen behandelt, die sie sich beim Lauf Schutzbunker zuzogen. Insgesamt musste der Magen David Adom (Roter Davidstern) 58 Menschen behandeln, seit die Operation schützende Schneide begann.

EU-Verurteilung: Mal die Hamas zu verurteilen ohne Israel auch eins überzubraten (und das auch noch mit falschen Angaben) geht bei der EU nicht.

Der stellvertretende Premierminister Danny Danon forderte, dass Israel die Lieferung von Treibstoff und Strom an den Gazastreifen einstellt.

Der Dummbatz im Weißen Haus drängte „beide Seiten“ des eskalierenden Konflikts Zurückhaltung zu üben und nicht im Geist der Rache zu handeln. (Hm, ob das hilft? Wo doch die Terroristen immer und ausschließlich Rache fordern?) „In diesem Moment der Gefahr müssen alle Beteiligten die Unschuldigen schützen, mit Vernunft und Maß agieren, nicht mit Rache und Vergeltung“, ließ er schreiben. Als wenn Israel das nicht versucht – anders als die Terroristen. Dann wieder das Gelaber von „beiden Seiten müssen gewillt sein für den Frieden Risiken in Kauf zu nehmen“. Und die einzige Möglichkeit ist die Gründung eines Palästinenserstaates. Was auch sonst? Sch… drauf, ob die überhaupt einen wollen und wozu…

Abbas wieder: Israel verübt im Gazastreifen „Völkermord“.

Die Hamas behauptet wieder Israel sei der Aggressor und betont, dass jetzt „alle Israelis Ziele sind“.

Und sie riskiert wieder die dicke Lippe schlechthin – Nachricht an die Israelis in Hebräisch: „Wartet, es kommen Selbstmordanschläge in jedem Bus, in jedem Café und auf jeder Straße. Fangt an die Särge zu zählen, die ihr brauchen werdet.“ Da bleibt eigentlich nur eins: Konsequent und ohne Skrupel ausschalten!

Die Fatah will mithalten: „Der Tod wird euch vom Süden bis zum Norden erreichen… die KN-103-Rakete ist auf dem Weg zu euch.“ Sie „wollen zusammen mit der Hamas Israel bekämpfen“. Und deshalb verkünden sie: „Ein Gott, eine Heimat, ein Feind, ein Ziel.“
Ein Abbas-Sprecher bezeichnet die Terror-Rakaten aus dem Gazastreifen als „defensiv eingesetzte Waffen“!

Wegen des Raketenbeschusses auf die Stadt sagte Herzliya eine Veranstaltung für 160 Kinder (aus Sderot) ab. Für so große Menschenmengen ist es zu gefährlich.

Die PA beschwert sich, dass die IDF Ziele nahe des Europa-Krankenhauses in Gaza beschoss. (Vielleicht sollten sie sich bei den Terroristen beschweren, die von dort aus Raketen schießen.)

Donnerstag, 10.07.2014:

Während der letzten 3 Tage sind in Israel insgesamt 384 Raketen eingeschlagen. Außerdem hat das Abwehrsystem weitere 88 Raketen zerstört.

Ein Hamassprecher forderte die Araber mal wieder auf menschliche Schutzschilde zu spielen.

Auf Druck der USA forderte die PA die Hamas auf das Raketenfeuer zu beenden. Vergeblich.

Wer ist hauptsächlich für tote arabische Zivilisten im Gazastreifen verantwortlich? Die Hamas fordert die Bevölkerung auf die Warnungen der IDF zu ignorieren und dort zu bleiben, wo der Beschuss stattfindet.

Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats: Ban Ki-moon sagt, eine Bodenoffensive „samt kompletter Eskalation“ könne nur verhindert werden, wenn die Hamas den Raketenbeschuss stoppt. Alle Beteiligten, auch die bewaffneten palästinensischen Gruppen, müssten das internationale Recht respektieren.

Durch einen israelischen Luftangriff kamen Dienstag 8 Mitglieder der Familie eines Hamas-Kommandeurs um. Sie waren telefonisch gewarnt worden, eine unbewaffnete Rakete „klopfte an“ und dann kam die scharfe. Augenzeugen berichten, dass einige Familienmitglieder das Haus verließen, während andere auf das Dach stiegen. Die IDF versuchte noch die Rakete umzulenken, was aber nicht mehr gelang.

Blödsinn von François Hollande: Er lobte Mahmud Abbas für dessen „Verantwortungssinn“ und seine Bemühungen „die Lage zu entspannen“. Wo bitte hat der Terrorchef das gemacht?

Freitag, 11.07.2014:

Bilanz von Montag bis Freitagmorgen 7 Uhr: 407 Raketen und Mörsergranaten schlugen in Israel ein, weitere 118 wurden von der Eisernen Kuppel vernichtet. Die IDF beschoss 1.100 Terrorziele im Gazastreifen. Nach Angaben aus dem Gazastreifen wurden dort bisher 100 Menschen getötet.
Tagesbilanz gegen 16:30 Uhr: Seit dem frühen Morgen sind 70 Raketen in Israel eingeschlagen.
Gesamtbilanz gegen 22:30 Uhr: Die Terroristen haben seit Montag mehr als 500 Raketen und Mörser nach Israel geschossen.

Die Hamas prahlt und behauptet, sie hoffe, die IDF werde eine Bodenoffensive starten. Sie habe bisher kaum etwas von ihrem Arsenal verbraucht. Sie hätten keine Angst vor den israelischen Drohungen und könnten noch Monate weiter machen.

Außerdem forderte die Hamas die internationalen Fluglinien auf ihre Flüge nach Tel Aviv einzustellen; diese seien zu gefährlich geworden, da der Flughafen beschossen werde.

Der Friedensvertragspartner Ägypten geißelte Israels Verteidigungsmaßnahmen gegen die Terroristen im Gazastreifen als „unterdrückerische Operation der Massenbestrafung“.

Barack Hussein Obama hat Netanyahu angerufen. Er unterstützte Israels Verteidigungsrecht, ist wegen der Eskalation besorgt und bot seine Vermittlungsdienste für einen Waffenstillstand an.

Samstag, 12.07.2014:

Stand 8:30 Uhr: Innerhalb von 4 Tagen haben die Gaza-Terroristen mehr als 689 Raketen geschossen. Das ist durchschnittlich alle zehn Minuten eine. Am gestrigen Freitag waren es 140 Raketen. Seit dem 8 Juli schlugen mindestens 27 Terror-Raketen noch im Gazastreifen ein. Im Gazastreifen wurden seit Beginn der Operation (Nacht von Montag auf Dienstag) 1.160 Terrorziele beschossen, Freitag waren es 235.

Die Hamas forderte die Bevölkerung des Gazastreifens auf keine Bilder vom Verschuss von Raketen auf Israel ins Internet zu stellen. Warum, dürfte klar sein: Sie beweisen, dass die Hamas Kriegsverbrechen begeht, indem sie aus dicht besiedeltem Gebiet heraus schießt und somit die eigenen Bevölkerung gefährdet.

Mahmud Abbas wurde von der Hamas beschimpft. Er sei ein Krimineller, der dem Feind helfe und ein Likud-Mitglied.

Beim Angriff auf ein Haus (der Schwester von Ismail Haniyeh) sollen zwei Neffen des Hamas-Granden getötet worden sein. Die Terroristen machen weder Angaben zum Alter der Toten noch zur Funktion des Hauses. Die Jerusalem Post hat ein Bild eines der Neffen – ein Erwachsener, was aus den Meldungen der Terroristen nicht hervorgeht; „Neffe“ klingt nach Kind und soll es wohl auch.

König Abdallah von Jordanien macht sich Sorgen. Die Angriffe auf den Gazastreifen schaden einer Zweistaaten-Lösung; sie sind eine Eskalation, die das Leiden der Palästinenser verstärkt und die Chancen der Rückkehr zum Verhandlungstisch verringern. (Der Raketenterror nicht?)

Die der Al-Qaida nahe stehende und im Sinai aktive Terrorgruppe Ansar Bait al-Maqdis will mitmischen und gibt bekannt, dass sie in den letzten Tagen 5 107mm-Raketen nach Israel geschossen hat.

Stolze Bilanz der Hamas: „Wir haben seit Beginn der Operation [schützende Schneide] 571 Raketen gegen Israel geschossen. Darin sind die Raketen von Samstag noch nicht eingeschlossen.“

Der britische Außenminister William Hague ließ offiziell wissen, dass ihm der Verlust an Leben im Gazastreifen extrem Sorge bereitet. (Mehr als 120 Tote bei den Terroristen, das geht ja wohl nicht, wenn es in Israel nicht so tödlich zugeht, oder?)
Außerdem will er am Rande der Atomgespräche in Wien mit den Kollegen aus USA, Deutschland und Frankreich die Lage diskutieren. Ein Waffenstillstand wie 2012sei ganz dringend notwendig.

Das Gesundheitsministerium in Gaza gibt bekannt (ca. 17:00 Uhr), dass seit Beginn der israelischen Operation 126 Menschen im Gazastreifen bei den Einsätzen getötet wurden.

Der UNO-Sicherheitsrat forderte eine Einstellung des Feuers und gab seiner großen Sorge um das Wohlergehen und den Schutz der Zivilisten auf beiden Seiten Ausdruck. Beide Seiten sollten das internationale Menschenrecht respektieren und den Waffenstillstand von 2012 wieder herstellen. Israelis und Palästinenser sollen wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren, um einen umfassenden Frieden auf Grundlage der Zweistaaten-Lösung zu erzielen.

Die PA um Mahmud Abbas hat einen UNO-Resolution vorbereitet, mit der auf einen Waffenstillstand am Gazastreifen gedrängt werden soll. Die Resolution erwähnt den Raketenterror nicht einmal.

Demonstrationen gegen Israel wegen der Operation Schützende Schneide fanden in mehreren Städten in Europa statt. In Oslo trafen sich die Israelhasser vor dem Parlament, in Paris vor dem Außenministerium. In London gingen sie auf die Kensington Street und skandierten etwas von einem palästinensischen Holocaust; zudem gab es Transparente, auf denen Netanyahu als „tollwütiger, übler Massenmörder“ und ein „Klon Hitlers“ bezeichnet wurde.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

„Nakba-Leugnung“?

4. Juni 2014 um 14:00 | Veröffentlicht in Geschichte | 1 Kommentar
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Steven Plaut, FrontPageMag, 27. Mai 2014

Die radikale Linke in Israel hat ein neues Unsinn-Wort erfunden, um den Kern ihrer Agenda und Ideologie einzufangen. Der Begriff lautet „Nakba-Leugnung“. Es ist kein Zufall, dass er dem Begriff „Holocaust-Leugnung“ so ähnlich ist, denn die radikal antiisraelischen Linken wollen eine klare moralische Parallele zwischen dem Holocaust und der „Nakba“ ziehen. Der Begriff Nakba bedeutet natürlich auf Arabisch Katastrophe und wird von der radikalen Linken geschwenkt, um auf die „Katastrophe“ der Gründung Israels und seines Sieges über die völkermörderischen arabischen Faschisten zu verweisen, die 1948/49 versuchten Israel zu vernichten.

Die Linke besteht darauf, Nakba-Leugnung beweise, dass nicht Linke die Wahrheit nicht wahr haben wollen und den „Leiden“ von Arabern gegenüber herzlos gleichgültig sind, wenn sie auf der Verliererseite ihres Krieges der völkermörderischen Aggression gegen die Juden 1948/49 standen.

Da sie diesen neuen unsinnigen Begriff geprägt und in ihre Fahne verwandelt haben, glaubten wir, wir könnten den nicht Linken einmal eine Reihe neuer Begriffe vorschlagen, die in den politischen Diskurs eingeführt werden sollten, um von denen genutzt zu werden, die NICHT die Auslöschung Israels oder einen zweiten Holocaust an den Juden anstreben, um die wahre Agenda der Feinde Israels zu beschreiben.

Der erste davon ist „Verrats-Leugnung“. Das ist der Begriff, der auf viele derer anzuwenden ist, die darauf bestehen, dass radikale Linke in Israel Menschenrechte und Frieden wollen. Es ist auch der Begriff, der zur Beschreibung derer anzuwenden ist, die winzige, aus dem Ausland finanzierte antiisraelische Propaganda-NGOs als „Menschenrechtsgruppen“ und „Friedensgruppen“ bezeichnen.

Dann sollten wir ebenfalls die Verwendung des Begriffs „Linksfaschismus-Leugnung“ anregen. Das ist der Begriff, der diejenigen beschreibt, die es ablehnen anzuerkennen, dass die radikale Linke in Israel (und sonstwo) fundamental gegen die freie Meinungsäußerung nicht Linker sind, ebenso gegen nicht linke Demokratie. Der Begriff sollte zudem auf alle diejenigen angewandt werden, die allen Kritikern der radikalen Linken vorwerfen sie seien „McCartyhisten“ und „Faschisten“.

Der Begriff „Stalinismus-Leugnung“ sollte auf alle angewandt werden, die vorgeben, sie seien sich der Tatsache nicht bewusst, dass einige der prominentesten Mitglieder der linken Lehrstuhlinhaber in Israel lebenslange Hardcore-Stalinisten sind. Eine Reihe Universitäts-Lehrkräfte, die auf der Chatliste der gesellschaftswissenschaftlichen Seiten Israels Beiträge posten, sind eingeschriebene Mitglieder der (stalinistischen) israelischen kommunistischen Partei, aber jeder Versuch diese Tatsache zu erwähnen wird von den Administratoren dieser Liste zensiert.

Doch natürlich ist der allerwichtigste einzuführende Begriff der der „Antisemitismus-Leugnung“. Dieser Begriff muss auf all die verweisen, die darauf bestehen, dass Mitglieder der BDS-Bewegung (Boykott, De-Investition, Sanktionen) und ähnliche antiisraelische Initiativen und Bewegungen von irgendetwas anderem als schmutzigen Antisemitismus motiviert sind. Das ist der korrekte Begriff, der auf alle anzuwenden ist, die proklamieren, sie hassen und sind gegen Israel, aber nicht gegen Juden an sich. Und schließlich ist es auch der Begriff, der notwendig ist, um alle zu beschreiben, die mit dem Begriff „Nakba-Leugnung“ um sich werfen.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (30.03.-05.04.2014)

5. April 2014 um 21:30 | Veröffentlicht in Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 30.03.2014:

War zu erwarten: Naftali Bennett sagt, dass die PA mit der Behauptung lügt, Israel habe angeboten 400 Araber freizulassen, wenn die PA die Gespräche über den 29. April hinaus weiterführt.

Derweil verkündet Abbas, das „Angebot“ Israels 400 Araber freizulassen, sei zu niedrig – für die Fortsetzung der Gespräche müsse Israel 1000 Gefangene freilassen.

Aus Anlass des „Tag des Landes“ hatten israelische Araber für heute zu einem Streik aufgerufen. Alle Bildungseinrichtungen, Geschäfte, öffentlichen Einrichtungen und medizinischen Zentren sind davon betroffen. (Die schaden sich also wieder am liebsten selbst – und machen dann wieder die Juden dafür verantwortlich…)
Am Nachmittag gab es Demonstrationen in Galiläa und dem Negev.

Mahmud Abbas fordert Israel auf mit der vierten Gruppe Terroristen auch Marwan Barghouti freizulassen, der wegen fünf Morden an Israelis einsitzt. (Er hat viel mehr Juden auf dem Gewissen.)

Montag, 31.03.2014:

Heckmeck:
- Ein Abbas-Sprecher kündigte an, die Gespräche mit Israel würden bis zum 29. April weitergeführt.

Dienstag, 01.04.2014:

Im März gab es einen beträchtlichen Anstieg der Terroranschläge an den verschiedenen israelischen Fronten.

Fatah-Sprecher Ahmed Assaf hat eine Erklärung abgegeben, dass die PA einzig an den „Friedensgesprächen“ teilnimmt, um Israel zur Freilassung inhaftierter Terroristen zu erpressen.

Die Terroristentruppe von Ramallah sagt, sie will Israel aus der FIFA ausschließen lassen, sollten die Reisebeschränkungen in Judäa und Samaria nicht aufgehoben werden.

Heckmeck:
- PA an Kerry: Du hast 24 Stunden Israel dazu zu bringen die Häftlinge freizulassen, danach werden wir internationale Anerkennung beantragen. Die Terroristen nennend das eine „diplomatische Attacke“.
- John Kerry verließ Israel heute ohne sich mit PA-Chef Abbas getroffen zu haben. Er traf sich nur kurz mit Erekat. Mittwoch will er wieder da sein.
- Shimon Peres forderte eine Rückkehr zu geheimen Verhandlungen. Der Frieden stehe vor der Tür.
- Es gibt Gerüchte: Im Tausch für die Freilassung von Jonathan Pollard durch die USA soll Israel 400 Mörder (darunter Marwan Barghouti) freilassen, den Bau öffentlicher Einrichtungen in den „Siedlungen“ stoppen, keine neuen Baugenehmigungen dort erteilen. Beide Seiten müssen dafür die Gespräche bis 2015 fortsetzen.
- Mahmud Abbas hat die Gespräche mit Israel praktisch offiziell beendet, indem er die Anträge zur Aufnahme in 15 UNO-Gremien offiziell unterschrieb.

Mittwoch, 02.04.2014:

Wer wundert sich? Die PA-Führungsetage klagt: John Kerrys „jüdische Berater“ sind für den Stillstand in den Friedensgesprächen verantwortlich. Alle Mitglieder der US-Delegation bei den Gesprächen (mit Ausnahme von Kerry)seien Juden, behauptet ein ehemaliger PA-Minister und strebten danach Israels Ziele durchzusetzen. Klar doch… (Wie nennt man das? Ach ja: Antisemitismus.)

Und Mahmud Abbas höchst persönlich klagt: Krieg ist im Interesse der „Palästinenser“, aber die arabischen Führer sind nicht darauf vorbereitet. Juhu, der Frieden bricht aus und Israel ist Kriegstreiber, nicht wahr?

Sechs Anwälte, Einwohner Jerusalems, wurden unter dem Verdacht festgenommen Geld und Botschaften der Hamas und des Palästinensischen Islamischen Jihad an Häftlinge vermittelt zu haben.

Heckmeck:
- John Kerry weiß es ganz genau: Keines der gestern von Mahmud Abbas unterzeichneten Dokumente (Anträge auf Aufnahme in UNO-Gremien) war für die UNO. Abbas habe ihm sein Wort gegeben die Gespräche bis zum Ende ihrer Deadline im April weiterzuführen. Der hat die Liste der 15 Organisationen, bei denen Abbas die Mitgliedschaft beantragte, nicht mitbekommen oder will sie nicht sehen..
- Trotz der boshaften Ausfälle von Abbas gegen Kerrys Mannschaft und der Aufkündigung der Gespräche mit Israel durch die Anträge bei UNO-Organisationen hat der Terrorchef die Hoffnung geäußert, dass der Amerikaner „in den kommenden Tagen die Bemühungen erneuern wird“. Mit anderen Worten: Wir machen was wir wollen, aber ihr habt trotzdem so zu tun, als hätten wir nichts gemacht, was uns diskreditiert.
- John Kerry telefonierte mit Mahmud Abbas und bat ihn „die Tür für Verhandlungen offen zu halten“. (Schon wieder sollen keine Konsequenzen für das Verhalten folgen…)

Donnerstag, 03.04.2014:

Der UNO-Nahost-Sondergesandte berichtete, dass er die PA-Anträge zur Aufnahme in 13 UNO-Gremien und -Konventionen erhalten hat.

Der PA-„Botschafter“ bei der UNO sagte, die PA sei berechtigt 550 internationalen Konventionen und Verträgen beizutreten, darunter auch dem internationalen Kriminalgerichtshof.

Eine linke israelische Truppe will in Tel Aviv Menschen mit Geld (Schecks über $1.175) „überreden“ für „Frieden“ mit den Terroristen einzutreten. Die Bekloppten behaupten, die „Besatzung“ von Judäa, Samaria und „Ost“-Jerusalem koste jeden israelischen Steuerzahler jährlich $1.175.

Heckmeck:
- Der Terrorchef in Ramallah behauptete in einem Telefongespräch mit John Kerry, er sei weiterhin „internationalen Resolutionen verpflichtet, um einen gerechten Frieden mit Israel zu erreichen“. (Hat er ja mit seiner Verletzung praktisch aller Vereinbarungen bewiesen…)
- Tzipi Livni bezeichnet die UNO-Anträge der PA als „Fehler“, der aber die Fortsetzung der Gespräche nicht verhindern dürfe. Er ist von Israel und der PA „enttäuscht“, befindet das Verhalten für „nicht hilfreich“ und betont, dass die USA immer noch an den diplomatischen Prozess glauben.
- John Kerry forderte Israel und die PalAraber auf sich endgültig zu entscheiden, ob sie Frieden schließen wollen oder nicht. Beide müssten „fundamentale Entscheidungen zu Kompromissen treffen“; andernfalls gibt es nicht viel, für das man sorgen könne.
- Livni soll Erekat mit Sanktionen gegen die PA gedroht haben; dieser soll im Gegenzug gesagt haben, wenn Israel die Lage weiter verschärfe, werde die PA Israel vor dem internationalen Kriminalgerichtshof wegen Kriegsverbrechen verklagen.
- Israel hat die Entlassung der vierten Tranche der Häftlinge offiziell abgesagt.
- Die PA hat neue Forderungen gestellt: Für die Fortsetzung der Gespräche soll Israel sich zu einem Palästinenserstaat in den „Grenzen“ von 1967 (vor dem Krieg) mit Jerusalem als Hauptstadt verpflichten, 1.200 Häftlinge freilassen (darunter die Erzterroristen Marwan Barghouti und Ahmed Saadat), Blockaden gegen den Gazastreifen aufheben, jüdische Bautätigkeit in Ostjerusalem beenden und PA-Institutionen dort erlauben, die Rückkehr der Terroristen der Geburtskirche gestatten und 15.000 PA-Einwohnern die israelische Staatsbürgerschaft verleihen (Stichwort „Familienzusammenführung“). Die Verhaftung von Terroristen und andere Sicherheitsmaßnahmen in Judäa und Samaria müssen aufhören und die Area C-Gebiete der Kontrolle der PA übergeben werden. (Worüber soll dann eigentlich noch verhandelt werden?????)

Freitag, 04.04.2014:

Bilanz März: rund 123 Raketen- und Mörserschüsse aus dem Gazastreifen Richtung Israel, 77 davon schlugen in Israel ein.

Yassir Abed-Rabbo behauptet Israel habe die Gewohnheit Vereinbarungen und Konventionen zu umgehen, die es unterschrieben hat. (Ausgerechnet – da schließt wieder einer von sich auf andere!)

Samstag, 05.04.2014:

Erst stellen die Terroristen neue und mehr als unverschämte Bedingungen für die Fortsetzung der Gespräche, von denen sie wissen, dass Israel sie nicht einmal ansatzweise in die Überlegungen einbeziehen kann. Und dann behauptet Saeb Erekat, diese Liste sei nicht von ihm oder seinen Mitarbeitern – womit der Eindruck erweckt werden soll, dass es die Liste und die Forderungen gar nicht geben würde.

Der PA-Außenminister erwartet übrigens, dass es seitens der USA „keinerlei Konsequenzen“ (gegenüber den Terroristen) wegen der eingereichten UNO-Anträge geben wird.

Freitagspredigten im Gazastreifen (die ohnehin schon antisemitische Jihad-Veranstaltungen sind) werden noch etwas heftiger. Demnächst werden Hamas-„Kämpfer“ freitags in den Moscheen „predigen“ – dreimal darf geraten werden, was sie dort predigen werden.

Ein Hamas-Kleriker rühmt die „palästinensischen Frauen“ für die Ermordung von Israelis und bei diesem Tun getötet zu werden.

Heckmeck:
- Ma’an berichtet von den „Verhandlungen“: Erekat habe erklärt, nicht für die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) zu verhandeln, die letzten Endes von Israel kontrolliert werde, sondern für den „Staat Palästina“. Das ist ja interessant. Ach ja: Erekat hat nach diesem Bericht die Forderungen der PA vorgelegt…
- Baroness Ashton findet, dass die sich in einer kritischen Phase befinden. Schlauli sagte auch, die Bemühungen von Kerry würden „voll unterstützt“ und dass „die Radikalen auf beiden Seiten“ die Gespräche übernehmen. (Als hätte es auf der arabischen Seite jemals andere als Radikale gegeben. Und Netanyahu gilt ja sowieso als radikal.)
- Tzipi Livni tönt, dass die Gespräche unbedingt fortgesetzt werden müssen. Netanyahu und Abbas müssten direkt miteinander reden. (Ich weiß, wer dazu bereit wäre und wer nicht…)

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Rabin war “kurz davor Oslo zu beenden”

22. Oktober 2013 um 12:57 | Veröffentlicht in Geschichte, Israel, Nahost-Konflikt | Hinterlasse einen Kommentar
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David M. Weinberg, Israel HaYom, 18. Oktober 2013

Der 18. Jahrestag der tragischen Ermordung von Premierminister Yitzhak Rabin wurde diese Woche mit dem üblichen Händeschütteln und Lobgesängen auf den diplomatischen Oslo-Prozess, den Rabin in Angriff genommen hatte. Oslo-Vaterfigur Präsident Shimon Peres nutzte die Gelegenheit dazu zu proklamieren, dass „der einzige Weg zum Frieden die Zweistaaten-Lösung ist. Das ist Yitzhaks zwangsläufiges und ultimatives Erbe.“

Ich frage mich aber, ob das stimmt.

Wie die Mehrheit der Israelis heute und damals war Rabin bereit Risiken einzugehen und dem Friedensprozess eine Chance zu geben. Doch er gegenüber seinen palästinensischen Partnern argwöhnisch, skeptisch was den Ausgang anging, sehr misstrauisch gegenüber einem vollwertigen Palästinenserstaat und bestand darauf für Israel Grenzen zu erhalten, die es verteidigen kann.

Fakt ist: Rabin dürfte kurz davor gestanden haben den Oslo-Prozess zu widerrufen, gibt seine Tochter Dalia an. Vor drei Jahren sage sie der israelischen Zeitung Yediot Ahronoth (1. Oktober 2010, auf Englisch zusammengefasst am 14. Oktober 2010): „Viele Menschen, die meinem Vater nahe standen, sagten mir, dass er am Vorabend seiner Ermordung darüber nachdachte den Oslo-Prozess zu beenden – wegen des Terrors, der auf den Straßen um sich griff und weil der das Gefühl hatte, dass Yassir Arafat seine Versprechen nicht erfüllte. Vater war immerhin kein Blinder, der ohne nachzudenken vorwärts rennt. Ich schließe die Möglichkeit nicht aus, dass er über eine Kehrtwende nachdachte, unsererseits das ganze umzudrehen. Immerhin war er jemand, für den die nationale Sicherheit des Staates sakrosankt war und über allem stand.“

In seinem Buch „The Long Short Way“ (Der lange kurze Weg, Yediot Ahronoth Press 2008 auf Hebräisch) schrieb der heutige Verteidigungsminister Mosche Ya’alon (damals Chef des Militärgeheimdienstes), dass Rabin ihm ein paar Wochen vor seiner Ermordung sagte, nach den nächsten Wahlen werde er (Rabin) „die Dinge mit dem Oslo-Prozess reinen Tisch machen, weil Arafat nicht länger vertraut werden konnte“. Und das war vor der mörderischen zweiten palästinensischen Intifada.

Professor Efraim Inbar, Direktor des Begin-Sadat Center for Strategic Studies, vermutete so ziemlich dasselbe in seinem preisgekrönten Buch „Yitzhak Rabin und Israels nationale Sicherheit“ (Washington, Woodrow Wilson Center Press und Johns Hopkins University Press, 1999, S. 149-165): „Ende 1994 war Rabin sehr pessimistisch, was Arafats Leistungen anging … Er sagte der Knesset am 3. Oktober 1994, dass (Arafats) ‚Ergebnisse bisher weit entfernt von zufriedenstellend waren – um eine Untertreibung zu benutzen‘ … Rabins Enttäuschung mit der Politik, die nicht von ihm initiiert wurde, für die er aber letztlich verantwortlich war, wurden im Lauf der Zeit immer offensichtlicher und spiegelten die argwöhnische Stimmung der Öffentlichkeit gegenüber dem Friedensprozess… Er schloss die Möglichkeit nicht aus, dass die Oslo-Vereinbarungen nicht zu einer Aussöhnung führen könnten. Er war nicht sicher, dass eine Vereinbarung zu Endstatus-Fragen mit den Palästinensern nicht erreicht werden könnte …. Doch er war in der Dynamik eines Prozesses gefangen, den er nicht länger voll unter Kontrolle hatte … Rabin schrieb 1979: ‚Es gibt in mir keinerlei Zweifel, dass die Risiken eines Friedens bei weitem den düsteren Gewissheiten vorzuziehen sind, die jede Nation im Krieg erwarten.‘ Doch selbst wenn viele in seiner Umgebung ihn feierten und vor Optimismus platzten, blieb er der ewige Skeptiker und Pessimist. Nur selten vermittelte er Enthusiasmus und Hochgefühl zu seinem politischen Weg.“

„In der Mehrzahl der Fälle“, fährt Inbar fort, „gab Rabin seinen Zweifeln Ausdruck, seinen Bedenken zu einer ungewissen Zukunft. Er nahm eine verbesserte strategische Umgebung wahr, die weniger Aussichten auf existenzielle Gefahren beinhaltete, aber er wusste, dass solche militärischen Herausforderungen weiter existierten. Er war im seinem Glauben ungerührt, dass ein bewaffneter Friede das Beste war, auf das sich Israel in der nahen Zukunft Hoffnung machen konnte.“

In einem Interview in der Jerusalem Post vom 24. September 1995 – eineinhalb Monate vor seiner Ermordung – sagte Rabin, dass Israel für mindestens die nächsten 30 Jahre seine militärische Stärke beibehalten müsste und das Verteidigungsbudget nicht kürzen dürfe.

Inbar erinnert sich, dass Rabin einmal sagte ein Palästinenserstaat würde ein „Krebsgeschwür“ im Nahen Osten sein und dass Rabin oft Jordanien als dem verantwortlicheren Partner für die langfristige Sicherung der östlichen Grenze Israels den Vorzug gab.

In seiner berühmten letzten Rede vor der Knesset (am 5. Oktober 1995), einen Monat vor seiner Ermordung, distanzierte sich Rabin ausdrücklich von palästinensischer Eigenstaatlichkeit. „Wir betrachten eine permanente Lösung als eine palästinensische Einheit, die weniger ist als ein Staat“, sagte Rabin demonstrativ.

Rabin wies dann die Vorstellung eines Rückzugs auf alles, was den Linien von 1967 nahe kam und verwarf jeden Gedanken Jerusalem zu teilen: „Wir werden nicht zu den Linien vom 4. Juni 1967 zurückkehren. Die Sicherheitsgrenze des Staates Israel wird sich im Jordantal befinden, in der weitesten Bedeutung dieses Begriffs.“ (Rabin wollte die östlichen Abhänge der Westbank-Hügel, einem 400m hohen topografischen Barriere-Kamm.)

„Die Verantwortung für die äußere Sicherheit entlang der Grenzen mit Ägypten und Jordanien sowie die Kontrolle über den Luftraum über allen Gebieten und der maritimen Zone des Gazastreifens wird in unserer Hand bleiben“, betonte er.

Rabin schloss auch aus Siedlungen zu beseitigen, bevor eine komplette Friedensvereinbarung mit den Palästinensern erreicht wird: „Wir haben uns vor der Knesset verpflichtet keine einzige Siedlung im Rahmen der Interimsvereinbarung zu entfernen und den Bau für natürliches Wachstum nicht zu verhindern … Und in erster Linie betreffen unsere Anliegen ein vereintes Jerusalem als Hauptstadt Israels, unter israelischer Souveränität.“

Es ist also durchaus möglich, dass der fortgesetzte Drang einen Palästinenserstaat in den heute von der internationalen Gemeinschaft und der israelischen Linken vorgestellten bombastischen Konturen mit den boshaften palästinensischen Führern, die wir heute haben, überhaupt nicht Rabins wahres Erbe ist. Fakt ist: Der Gebrauch von Rabins Namen zur Unterstützung voran galoppierenden Pro-Palästinenserstaat-Friedensprozesses ist linker historischer Revisionismus.

Es ist eher wahrscheinlich, dass Rabins wahres Erbe die Entschlossenheit ist, für Frieden innerhalb sicherer, zu verteidigender und historisch gerechter Grenzen für Israel ist, ohne Illusionen.

Es ist diese weniger abstruse und dafür gewissenhaftere Anerkennung des Erbes Yitzhak Rabins, an das diese Woche erinnert und das geehrt werden sollte.

Und es sollte sicherlich vermerkt werden – vielleicht mit einem Schuss Ironie – dass der heutige Benjamin Netanyahu eine ganze Menge nach dem Yitzhak Rabin der frühen 1990-er Jahre klingt. Der Shimon Peres von heute, der fröhlich der palästinensischen Eigenstaatlichkeit Applaus spendet, als habe Oslo keinen bitteren Nachgeschmack, hört sich jedenfalls nicht so an.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (18.-24.08.2013)

24. August 2013 um 21:40 | Veröffentlicht in Israel, Jerusalem, Nahost-Konflikt, Palästinenser, USA | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 18.08.2013:

Jetzt (!) beschweren sie sich, die Obama-Amis: Unter den freigelassenen 26 Terroristen befindet sich einer, der 1989 in Ariel einen US-Staatsbürger und ehemaligen Marine ermordete. Diesen einen hätten die Israelis ja nun gar nicht freilassen dürfen! (Ermordete israelische Juden sind offenbar weniger wert!)

Die PA ehrt und lobt einen Araber. Der wurde im Libanon geboren, zog dann nach Syrien und danach nach Jerusalem. Da er auch noch 1948 dort lebte, gilt er als „palästinensischer Flüchtling“, obwohl er erst nach Amman zog und die illegale Annexion der „Westbank“ durch Jordanien unterstützte und 1959 wieder in seinen Geburtsort im Libanon übersiedelte. Der Mann übersetzte „Die Protokolle der Weisen von Zion“ ins Arabische, ließ sie aber anscheinend nicht unkommentiert – sondern ergänzte sie mit weiterer antisemitischer Hetze.

Montag, 19.08.2013:

Radiosendung der PA: „Eines Tages“ wird es kein Israel mehr geben, „Palästina wird wieder Palästina sein“. Jaffa, Haifa, Tiberias, Akko und Nazareth sind derzeit „besetztes Palästina“. Der Friede steht vor der Tür, Mahmud Abbas ist ein Friedensengel…

Friedensgrüße aus dem Libanon: Nabil Qaouk von der Hisbollah drohte: Israels Städte werden feststellen, dass zehntausende Raketen darauf warten auf sie abgeschossen zu werden.

Heckmeck:
- Die „Palästinenser“ drohen wegen der angekündigten Baupläne innerhalb von „Siedlungen“ die Gespräche zu verlassen. Kerry sagte, Abu Mazen wusste genauso wie er selbst, dass die Ankündigung kommt. Wir können also davon ausgehen, dass hier wieder mal ein Riesentheater gespielt wird, damit die Araber möglichst schnell die Verhandlungen scheitern lassen und Israel als Schuldigen hinstellen können.

Dienstag, 20.08.2013:

Es gibt massive Beschwerden von jüdischen Frauen aus Samaria, die in Bussen von Arabern sexuell belästigt werden.

Heckmeck:
- Die Friedenshetzer von Yesh Atid („Es gibt eine Zukunft“ – die Typen werden sie aber vernichten…) lassen die Öffentlichkeit wissen, dass „Ost“-Jerusalem unbedingt den Terroristen überlassen werden muss.
- PA-Vertreter sagten, dass heute das nächste geheime Verhandlungstreffen stattfand. Einzelheiten wurden (verabredungsgemäß) nicht bekannt gegeben.
- Ah, der Herr Erekat: (1) Die Amerikaner haben den Terroristen ihre Vorbedingungen schriftlich garantiert. Sonst wären sie nicht an den Verhandlungstisch gekommen. (2) Die verschärften EU-Richtlinien waren Teil eines Deals mit der EU, damit die Terroristen an den Verhandlungstisch kommen.

Mittwoch, 21.08.2013:

Aus dem Libanon kommen wieder Meldungen, dass israelische Hubschrauber über dem südlichen Landesteil kreisen sollen. Außerdem hätten Soldaten den elektronischen Zaun überquert. Weitere hätten Positionen östlich des Flusses Wazzani eingenommen.

Heckmeck:
- Die PA drohte damit Israel wegen der Baupläne zu verklagen, von denen sie vor der Wiederaufnahme der Verhandlungen bereits wusste. Außerdem drohen sie die Verhandlungen zu beenden, sollte die Bautätigkeit in den „Siedlungen“ nicht eingestellt werden.
- Die PA meckert, dass Martin Indyk bei den Verhandlungsrunden in Israel nicht dabei war, obwohl er sich in Israel aufhält. (Wenn man sich ansieht, was Indyk bisher machte, als er anwesend war, dann ist er völlig unnötig. Und wenn die Araber nicht mit den Israelis reden wollen, was soll dann Indyk? Und wie soll Frieden möglich sein?)

Donnerstag, 22.08.2013:

Am westlichen Bereich der Al-Aqsa-Moschee ist der Boden eingebrochen (das zweite Mal innerhalb von fünf Jahren, dass es einen solchen Vorfall gibt). Die Al-Aqsa-Stiftung macht natürlich Israel verantwortlich, das angeblich „durch den Bau von Siedlungen und das Graben von Dutzenden von Tunneln die Zerstörung der Moschee vorbereitet“.
Elder of Ziyon zeigt, dass es sich offenbar um pure Propaganda handelt, da arabischsprachige Medien nicht darüber berichten und es keine Fotos gibt; später wurden auf der Internetseite der Al-Aqsa-Stiftung Fotos eingestellt, die aber nicht auf dem Tempelberg aufgenommen sein können; es wird angegeben, dass das Loch in einem Haus (angeblich ca. 20m vom Berg entfernt) aufgenommen wurde.

Der Frieden bricht aus – die Fatah lässt auf ihrer Internetseite wissen: „Ohne Blut wird Palästina nicht zurückkehren.“ (Hm, wie kann etwas zurückkehren, was es nie gegeben hat?) Kinder sollen „bewaffneten Widerstand“ leisten; Selbstmord-Bomberinnen sind „Sterne, die am Himmel funkeln“.

Heckmeck:
- Yassir Abed Rabbo meckert, die USA würden nicht an den Treffen zwischen Israel und den Terroristen teilnehmen. Er macht Israel dafür verantwortlich, es halte die Amerikaner aus den Treffen heraus.

Freitag, 23.08.2013:
Wer verhandelt denn da mit Israel über Frieden? Dr. Mohammad Stayyeh, der „Palästina“ nun gar nicht mit Zweistaatenlösung in Verbindung bringt, sondern Israel auslöscht (etwas runterscrollen). Und ein anderer ist für die Zweistaatenlösung – weil Israel dann zusammenbricht und beseitigt werden kann.

Heckmeck:
- Mahmud Abbas traf sich mit Meretz-Mitgliedern und log ihnen vor, was sie hören wollten: Würde ein Friedensabkommen erzielt, dann würde sein Volk keine Forderungen mehr an den jüdischen Staat stellen. Eine Rückkehr von „Palästinensern“ nach Yaffa, Akko und Safed würde nicht mehr gefordert werden.
- Im Gazastreifen protestierten mehrere Hundert Menschen gegen die Friedensgespräche zwischen Israel und der PA (die Hamas und der Islamische Jihad hatten die Demonstration organisiert).

Samstag, 24.08.2013:

Ägypten hat den Grenzübergang Rafah in den Gazastreifen bedingt wieder geöffnet.

Heckmeck:
- Die Terroristen verkünden, dass sie „ernste Zweifel“ zu Israels Friedenswillen haben. Deswegen hätten sie auch „keine hohen Erwartungen“ an die Verhandlungen.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2013“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

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