Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (17.-23.08.2014)

17. August 2014 um 21:24 | Veröffentlicht in EU-Europa, Europa+Nahost, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 17.08.2014:

Die Hamas forderte zur Ausweitung der Terroranschläge in Jerusalem, Judäa und Samaria auf. Damit solle der Krieg des Gazastreifens gegen Israel unterstützt werden.
Weitere Drohung: Der nächste Krieg wird nicht im Gazastreifen stattfinden, sondern in Aschkelon.

Als Geste des Guten Willens hat Israel schon vor einer Waffenstillstandsregelung die Fischerei in einer Dreimeilenzone vor der Küste von Gaza wieder gestattet, die nach Beginn der Kämpfe am 8. Juli untersagt worden war.

24 illegal im Land befindliche PA-Araber wurden verletzt, als sie in ihrem Fahrzeug einem Streifenwagen entkommen wollten und der Fahrer die Kontrolle darüber verlor. Der Fahrer selbst entkam, die Verletzten wurden in eine Krankenhaus gebracht.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Die Hamas will auf dem Bau eines Flughafens und eines Seehafens bestehen.
Für Netanyahu ist die Operation „Fels in der Brandung“ noch nicht vorbei, weil noch keine Regelung gefunden ist, die zu Ruhe führt. Eine klare Antwort auf Israels Sicherheitsbedürfnis ist Grundvoraussetzung für eine Verständigung.
– Die (indirekten) Gespräche in Kairo werden heute Abend wieder aufgenommen.

Montag, 18.08.2014:

Vor dem (anstehenden) Ende der Waffenruhe bereitete sich die IDF auf eine eventuelle Wiederaufnahme der Kämpfe vor.

Die IDF riss die Häuser zweier der Entführer und Mörder der drei israelischen Teenager ab; das Haus des dritten wurde versiegelt.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Die Gespräche in Kairo wurden heute wieder aufgenommen. Nach Aussage eines Hamas-Führers wurden sie bei Null wieder aufgenommen. Dieser behauptete vorab nicht nur, dass Netanyahu den ägyptischen Vorschlag abgelehnt, sondern auch 10 Ergänzungen vorgelegt habe. Als überhaupt kein Hindernis gilt nach ihm dagegen, dass die Terrorgruppen selbst „Ergänzungen“ einreichten. Außerdem habe Netanyahu den Krieg begonnen und ihn verloren. Eine dritte Verlängerung der Waffenruhe werde es nicht geben. (Eine arabische Zeitung berichtet allerdings, die Hamas werde nicht wieder schießen.)
Ägypten und Norwegen versammeln mögliche internationale Spender für den Wiederaufbau des Gazastreifens in Kairo. Die Gelder sollen an Abbas überwiesen werden.
– PA/Hamas-Ergänzungen/Veränderungen am ägyptischen Vorschlag: Bei der Einstellung der Angriffe aus dem Gazastreifen auf Israel wird die Einstellung des Baus von Terrortunneln nicht mehr genannt; zwischen Gaza und „Westbank“ soll unkontrollierter Handel möglich sein; von Israel wird indirekt gefordert die Gehälter der Hamas-Terroristen zu bezahlen, die im öffentlichen Dienst arbeiten; die Pufferzone soll nicht nur abgeschafft, sondern die Grenze auch nicht mehr von PA-Truppen gesichert werden; die freie Zone vor der Küste soll auf 12 Seemeilen ausgedehnt werden; die Einfuhr von Baumaterial in den Gazastreifen soll ohne jede Aufsicht erfolgen (was den Transfer wie die Verwendung angeht); Israel soll alle nach der Entführung der der jüdischen Teenager eingeführten Regelungen in Judäa und Samaria zurücknehmen und alle seitdem Inhaftierten sowie die 4. Gruppe der Häftlinge entlassen, die wegen des Abbruchs der Friedensgespräche nicht frei gelassen wurden. Zudem sollen die Leichen zweier Soldaten erst an Israel zurückgegeben werden, wenn Terror-Häftlinge freigelassen werden.
Eine Seltenheit: Während die EU fordert die Terrorgruppen zu entwaffnen, hat die US-Administration sich zu dieser Forderung immer noch nicht durchringen können, sondern „überlegt“ noch.
Mahmud Abbas flog nach Qatar, um mit Khaled Meschaal und dem Emir von Qatar zu sprechen. (Der Emir von Qatar ist einer der Hauptsponsoren der ISIS und er Hamas.)
– Anders als die Hamas lässt ein PIJ-Vertreter wissen, dass die Waffenruhe wohl fortgesetzt wird, auch wenn es noch keine Einigung gibt.
Ein PA-Unterhändler sagt, er habe die ägyptische Seite in formiert, dass es eine Einigung gibt und man jetzt auf die Entscheidung der israelischen Regierung warte. Es sei ein Rahmen gefunden worden, bei dem die Klärung einiger Fragen auf später verschoben wurde.

Dienstag, 19.08.2014:

Mehrere tausend Menschen fliehen aus dem östlichen Gaza-Stadt aus Angst vor israelischen Angriffen.

In mehreren israelischen Orten wurden die öffentlichen Luftschutzbunker geöffnet und die Notfallmaßnahmen eingeleitet, u.a.: Rishon LeZion, Aschkelon, Kiryat Gat, Rehovot, Ramat Gan, Giv‘atayim; das Heimatfront-Kommando befahl am Abend die Öffnung aller Schutzräume.

Im israelischen Kabinett bestand absoluter Konsens für eine heftige Antwort auf den Raketenterror.

In der offiziellen Zeitung der PA behauptete ein regelmäßiger Kolumnist, Israel habe die Entführung und Ermordung der drei Jugendlichen erfunden, um den Gazastreifen und die „palästinensische Einheit“ angreifen zu können.

Ein ehemaliger israelischer General schlug vor, dass die IDF nicht zurückschießt, sondern dass dem Gazastreifen weder Strom noch Wasser geliefert werden sollte. „Du versorgst niemanden, der auf dich schießt.“

Die Hamas prahlt damit am Abend 5 M75 und Fajr5-Raketen auf Zentralisrael geschossen zu haben.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Am Montagabend bestätigte Israel, dass die Waffenruhe um 24 Stunden verlängert wird.
– Ein israelischer Teilnehmer der Gespräche sagte, die Behauptung der PA zu einem signifikanten Durchbruch sei falsch.
– Ein Vertreter des PIJ sagte, man sei bereit eine Vereinbarung zu unterschreiben, „aber nicht um jeden Preis“.
Angeblich sollen Israel und die USA heimlich eine Lockerung der Gaza-Blockade vereinbart haben. Zudem soll Israel auf die Forderung der Entwaffnung der Terrorgruppen verzichtet haben.
Weil die Terroristen Raketen schießen, gab Netanyahu Anweisung den Gazastreifen anzugreifen und die Unterhändler aus Kairo abzuziehen.
– Die Ägypter sollen nach dem Beginn der Raketenangriffe versucht haben die Gespräche zu retten.
Hamas: Wir wollten eine Vereinbarung, aber es gab keine Fortschritte.
– Ein Regierungsvertreter in Jerusalem sagte, die Gespräche in Kairo brachen infolge des Raketenfeuers zusammen.
– Die israelischen Gesprächsteilnehmer wurden nach Beginn des arabischen Raketenterrors am Nachmittag aus Kairo abgezogen.
– Die PA-Delegation verkündete, dass die Gespräche in Kairo auch ohne den Bruch der Waffenruhe in festgefahren waren.
– Aus dem US-Außenministerium verlautet, dass die Hamas für den Bruch der Waffenruhe verantwortlich ist.
Die Hamas behauptet natürlich Netanyahu sei für den Zusammenbruch der Gespräche in Kairo verantwortlich.
Ein führendes Hamas-Mitglied der Palästinenserdelegation in Kairo ließ am Abend wissen, eine Verlängerung der Waffenruhe sei sinnlos.

Mittwoch, 20.08.2014:

Am Sapir College wurden heute sämtliche Prüfungen abgesagt.

Benjamin Netanyahu erklärte die Hamas-Führer zu Zielen im Kampf im Gazastreifen. Gleichzeitig erklärte er, dass er auf gerne neue Verhandlungen mit der PA aufnehmen würde.

Hamas behauptete wieder, dass Israel die Waffenruhe gebrochen hätte. Es habe ein „verachtenswertes Verbrechen“ begangen.

Hamas-Grande Mohammed Deif wurde nach Angaben der Hamas beim Angriff auf sein Haus weder getötet noch verletzt.

Ankündigung der Hamas an die Fluglinien der Welt: Fliegt ab Donnerstag den Ben Gurion-Flughafen nicht mehr an.

Außdem wurden israelische Fußballfans von der Hamas gewarnt, sie sollten nicht zu den „Toto Cup“-Spielen gehen.

Bei der Durchsuchung des Hauses eines Arabers in Galiläa wurde ca. 1.000 Schuss Munition und weitere Militärausrüstung gefunden.

An einem Checkpoint in Samaria wurde im Auto eines PA-Arabers ein Messer gefunden.

Die Terroristen feuerten erneut auf den Übergang Kerem Shalom, über den Israel Versorgungsgüter in den Gazastreifen liefert. Heute folgten weitere Raketen.

Der „moderate“ „Friedenspartner“: Mustafa Barghouti von der Fatah behauptete, es habe keine Raketen aus dem Gazastreifen gegeben; Israel habe das erfunden, um Hamas-Führer ermorden zu können.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Es sieht so aus, als habe Qatar Khaled Meschaal gedroht ihn des Landes zu verweisen, sollte die Hamas einen Waffenstillstand akzeptieren.
Ban Ki-moon ist „tief enttäuscht“ vom Zusammenbruch der Waffenruhe.
Ägypten gibt an, dass eine fünfköpfige israelische Delegation für Waffenstillstandsgespräche in Kairo angekommen ist.
Hamas: Die Gespräche sind tot, die Terroristen-Unterhändler sollten Kairo verlassen.
– Die Arabische Liga macht Israel für die neuen Kämpfe verantwortlich.

Donnerstag, 21.08.2014: Zahlen:
Stand 7 Uhr: Über Nacht beschoss die Luftwaffe 20 Terrorziele; allein Mittwoch waren es 110.
Stand 9 Uhr: 142 Raketen auf Israel seit Mitternacht.
Stand 13 Uhr: Die Terroristen geben an, dass seit Zusammenbruch der Waffenruhe 54 PalAraber getötet wurden.
Stand 16 Uhr: Über Nacht wurden 58 Raketen auf Israel gefeuert, die IDF beschoss 40 Terrorziele im Gazastreifen.
Stand 17 Uhr: 28 Raketen trafen seit Mitternacht den Kreis Echkol.

Die Hamas gibt an, die zirkulierte Sterbeurkunde von Mohammed Deif sei eine Fälschung.

Hamas-Terrorführer Mohammed Deif ist doch tot. Das Shifa-Krankenhaus hat einen Totenschein ausgestellt, auf der steht, dass er tot ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Diese wurde zwar von der Hamas konfisziert, aber jemand hat sie vorher fotografiert und inzwischen ins Internet gestellt.

Die Hamas nahm 7 Männer unter Verdacht der Kollaboration mit Israel fest. 3 davon wurden in einem Schnellverfahren zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Die Fatah hat eine „politische Entscheidung“ getroffen: Mit dem „Feind Israel“ werden alle Verbindungen abgebrochen und es wird niemand abgehalten, der „eine Siedlung abschlachten will“.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Der UNO-Sicherheitsrat ist „schwer besorgt“ wegen der Wiederaufnahme der Feindseligkeiten im Gazastreifen und fordert die Verhandlungen wieder aufzunehmen.
– Deutschland, Frankreich und Großbritannien diskutieren einen Resolutionsvorschlag für den UNO-Sicherheitsrat mit der Forderung nach einem dauerhaften Waffenstillstand im Gazastreifen und einer internationalen Monitoring-Mission für die Umsetzung.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (10.-16.08.2014)

10. August 2014 um 21:43 | Veröffentlicht in Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | 1 Kommentar
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Sonntag, 10.08.2014: Zahlen:
Von Mitternacht bis 8 Uhr traf die Luftwaffe 20 Terrorziele im Gazastreifen.
Heute traf die Luftwaffe 36 Terrorziele im Gazastreifen; seit Ende der Waffenruhe sind es 160.

Selbst weit links verlieren sie jetzt die Geduld mit der Hamas: Der führende Avoda-Politiker Eitan Cabel forderte, wenn das Raketenfeuer noch zwei Tage weiter geht, solle in den Gazastreifen einmarschiert und die Hamas vernichtet werden.

Hamas droht damit tausende Israelis zu töten, wenn ihre Forderungen nicht erfüllt werden.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Es wird berichtet, dass die Araber und Israel einer neuen Waffenruhe von 72 Stunden zustimmten.
Khaled Meschaal: Jede langfristige Waffenruhe muss die Aufhebung der Blockade beinhalten.
Die Ägypter sagen, der Waffenstillstand tritt um 1 Uhr in Kraft. Andere Quellen sagen Mitternacht.

Montag, 11.08.2014:

Zahlen:
– Sonntag beschoss die Luftwaffe 11 Terroristen-Grüppchen, die teilweise unmittelbar vor dem Schuss von Raketen auf Israel waren.

Fatah prahlt auf ihrer offiziellen Facebook-Seite: Wir haben 11.000 Israelis getötet; wir haben 170.000 Märtyrer geopfert.

Die Israel Electric Company reparierte letzte Woche (während der Waffenruhe) die Stromleitungen in den Gazastreifen, die von Terrorraketen zerstört wurden. Die IDF schützt die Arbeiter. (Die Schulden der Palästinenser bei der IEC liegen derzeit bei 1,5 Milliarden Schekel, das sind gut 320 Millionen Euro.)

Während der letzten Wochen hat die Hamas offenbar Dutzende Tunnelgräber hingerichtet, aus Angst, diese könnten den Israelis Dinge verraten, von denen die Hamas nicht will, dass die Israelis sie erfahren.

Die Zahl der gewalttätigen Vorfälle gegen Juden in „Ost“-Jerusalem hat sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 360 fast verdoppelt. In den meisten Fällen wurden Steine um Molotowcocktails geworfen.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Israelische Unterhändler kamen am Morgen in Kairo an.
Ismail Radwan von der Hamas behauptete, israelische Sturheit habe die Verhandlungen in Kairo zum Scheitern gebracht (das sehen sogar die Ägypter anders!)
Ban Ki-moon drängt „beide Seiten“ „jegliche Schritte zu unterlassen, die zu einer Rückkehr zur Gewalt führen würden“.

Dienstag, 12.08.2014:

Zahlen:
Terrorraketen während des aktuellen Gazakriegs (Operation „Fels in der Brandung“): 3.712 geschossen, 59% schlugen in offenem Gelände in Israel ein, 3% trafen bewohntes Gebiet in Israel, 10% wurden von der Eisernen Kuppel abgefangen, 10% wurden auf IDF-Truppen im Gazastreifen geschossen, 15% schlugen unabsichtlich im Gazastreifen ein.

Hamas-Sprecher Fawzi Barhoum fordert Terroranschläge in Israel und der Westbank.

Noch ein Liebesgruß der Hamas: Osama Hamdan verkündet, während der Operation Fels in der Brandung seien 486 Kinder getötet (unglaubwürdig), aber 4.500 geboren worden.
Zudem skandiert: „Wir werden Israel nicht anerkennen!“
Ansonsten lügt er wie gedruckt und die Typen glauben das vermutlich alles: Israelische Soldaten hätten in ihren Panzern gesessen und geheult, die Kommandeure der Elite-Einheiten seien vom Schlachtfeld geflohen und die Terroristen hätten – auch noch nach Angaben der israelische Presse! – 300 Soldaten getötet (und das ist nur der Anfang). „Wir“ (also die Terroristen) hätten gesagt, der Feind werde nicht nach Gaza kommen und in der Tat wurde die Besatzung am Rand von Gaza besiegt. Beim nächsten Krieg werden die Terroristen auf das Land des Feindes vordringen. Im Publikum wird skandiert: „Millionen Märtyrer marschieren nach Jerusalem!“

Friedensgrüße aus dem PA-Fernsehen: Die senden ein neues Lied; darin wird gefordert, dass Israel durch einen Palästinenserstaat ersetzt wird.

Friedenspartner Fatah: Die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden drohen mit „qualitativ hochwertigen Angriffen“ auf Israel – u.a. Terroranschläge und die Entführung von Soldaten. Dazu haben sie ein Video veröffentlicht, in dem sich Terroristen in einem Lagerhaus befinden, indem Dutzende Raketen gelagert werden.

Die Hamas macht klar, dass sie keineswegs ihr Ziel der Vernichtung Israels aufgibt. Sie muss sich lediglich entscheiden, ob sie sofort weiter macht oder einfach nur den nächsten Krieg noch vorbereitet. Der Waffenstillstand wird aber auf keinen Fall Frieden bringen.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Von der PA-Delegation heißt es, dass die Israelis eine Verlängerung der Waffenruhe anstrebten, die Montag begann. Die ägyptischen Unterhändler wollten aber so schnell wie möglich ein Ergebnis erzielen. Israel hat Erleichterungen an zweien der Grenzübergänge angeboten; was mit Rafah ist, soll Sache der Ägypter und der Palästinenser sein (die Ägypter sagen, darüber werden sie erst reden, wenn der Waffenstillstand stabil ist). Seitens der Israelis hieß es mittags, dass es keinerlei Fortschritte gibt. Die Hamas droht weiter damit den Terror wieder aufzunehmen, wenn ihre Bedingungen nicht erfüllt werden. Von ihr heißt es, dass dieser „zweite“ der letzte Waffenstillstand ist.

Mittwoch, 13.08.2014:

Liebesankündigung des Friedenspartners: Der PA-„Botschafter“ in Teheran erzählte Kumpanen in Teheran gestern, dass „die Auslöschung Israels begonnen hat und die neue Generation im Iran mit Sicherheit unseres Sieg über Israel erleben“ wird.

Einen Tag zuvor sagte ein Hamas-Gesandter auf derselben Konferenz: „Er einzige Mechanismus zur Befreiung Palästinas ist Widerstand und wir haben keine andere Wahl als den Widerstand zu unterstüzten… Hamas wird nicht mit denen reden, die zu Kompromissen bereit sind und mit Israel verhandeln.“ (Das ist einmal eine Kampfansage an die Fatah und dann die Offenbarung, dass Frieden, selbst Waffenstillstand[!] ein Wunschtraum ist, ein Wolkenkuckucksheim, völlig losgelöst von der Realität.)

5 Personen, darunter ein italienischer Fotojournalist und sein arabischer „Fixer“, wurden getötet, als ein israelischer Blindgänger entschärft werden sollte. Mehrere Personen wurden (zum Teil schwer) verletzt. Während der italienische Außenminister beklagte, dass „einmal mehr ein Reporter den Preis für einen Krieg zahlen musste, der schon viel zu viele Jahre andauert“, müsste man eher fragen, wieso der Journalist nicht ausreichend Abstand hielt; entweder war er selbst zu unvorsichtig oder die Terroristen haben einmal mehr ihre Missachtung menschlichen Lebens offenbart, weil sie nicht dafür sorgten, dass Unbeteiligte in sicherer Entfernung blieben.

In Rosh Pina wurden 8 illegal im Land befindliche PA-Araber festgenommen.

Herr Ban wieder: Israel unterscheide nicht zwischen Militanten und Zivilisten, behauptete er. Es verursache unverhältnismäßige Verwüstung. Sollten die grundlegenden Probleme des Konflikts nicht angegangen werden, sei die nächste Runde der Kämpfe nur eine Frage der Zeit. (Mit dem letzten Satz hat er recht, aber wohl nicht so, wie er glaubt, denn die grundlegenden Probleme sind die Terroristen.)

Waffenstillstands-Heckmeck:
Die Hamas traut den ägyptischen Vermittlern nicht. Die Israelis sollen ihre Antworten auf die Forderungen der Terroristen auf Hebräisch aufschreiben und von den Ägyptern weitergeben lassen, damit diese nicht irgendwas dazu erfinden.
PA: Ägypten hat einen Waffenstillstands-Vorschlag vorgelegt. Dieser sieht vor, dass Israel die Seeblockade lockert. Weitere heikle Themen werden für spätere Verhandlungen ausgespart. Israel soll die Luftangriffe beenden und die 500m-Pufferzone am Grenzzaun soll sukzessiver verringert werden. Was Israel bzw. die Terroristen dazu sagen, wurde nicht berichtet.
Die Hamas sagte, die USA hätten einen Vorschlag für einen Hafen im Gazastreifen gemacht; danach sollten die Schiffe erst in Zypern inspiziert werden, bevor sie den Hafen in Gaza anlaufen.
Hamas und Fatah lehnten es ab die Leichen zweier Soldaten an Israel zu übergeben; sie lehnen es sogar ab die Sache überhaupt nur zu diskutieren und fordern die Freilassung von Terroristen. (Avigdor Lieberman tönt: Sollte die Hamas die Leichen(teile) der zwei Soldaten nicht zurückgeben, würden Ismail Haniyeh und Mohammed Deif der Gruppe in Leichensäcken geliefert werden.)
Ismail Haniyeh: Der einzige Weg zu einem dauerhaften Waffenstillstand ist die Aufhebung der Blockade.

Donnerstag, 14.08.2014:

1000 Israelis haben eine Petition an Ban Ki-moon unterschreiben, mit der gefordert wird, dass beim UN-Menschenrechtsrat gegen die Führer der Hamas und von Qatar ermittelt wird.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Die Hamas gibt an, die Verlängerung der Waffenruhe sei einem Durchbruch in den Verhandlungen zu verdanken, der anzeige, dass die Forderungen der Terroristen erfüllt werden.
– Ein PA-Vertreter sagte allerdings einem libanesischen Sender, dass überhaupt keine Fortschritte gemacht wurden.

Freitag, 15.08.2014:

Im Verlauf der letzten Monate wurden insgesamt 600 Araber festgenommen, weil sie an Krawallen in „Ost“-Jerusalem beteiligt waren. Die Verdächtigen haben Polizisten z.B. mit Molotowcocktails angegriffen.

Nasrallah tönt: Der Krieg in Syrien hat uns für den nächsten Krieg mit Israel vorbereitet.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Ein hochrangiger Vertreter des Palästinensischen Islamischen Jihad sagte, der Krieg mit Israel „liegt hinter uns“. Man stehe kurz vor einer Waffenstillstandsvereinbarung. Die großen Zerstörungen verpflichte zum Ende der Kämpfe. Am Ende der aktuellen Waffenruhe würde eine Vereinbarung unterschrieben (also am Montag).
– Eine ägyptische Zeitung berichtete den Inhalt des ägyptischen Waffenstillstandsplans: (1) Israel stellt allen Beschuss des Gazastreifens ein und schickt auch keine Bodentruppen hinein; (2) Alle Fraktionen im Gazastreifen hören mit allen Angriffen auf Israel auf; (3) Menschen und Waren für den Wiederaufbau des Gazastreifens dürfen die Grenze passieren, ebenso alles, was zwischen Gaza und Judäa und Samaria gehandelt wird; (4) Alles, was mit dem Wiederaufbau und Finanzen zu tun hat, wird von Israel mit der PA koordiniert; (5) Die Pufferzone am Grenzzaun wird am 1. Januar 2015 abgeschafft; (6) Die Fischereizone wird auf 6 Seemeilen ausgedehnt und Stück für Stück auf 12 Meilen erweitert; (7/8) Israel hilft der PA beim Wiederaufbau des Gazastreifens; (9) Ägypten drängt die internationale Gemeinschaft dringend benötigte humanitäre Güter zu finanzieren; (10) Nachdem die Waffenruhe sich stabilisiert hat, werden beide Seiten innerhalb eines Monats ab Unterschrift zu weiteren indirekten Gesprächen in Kairo eintreffen; (11) Es werden Möglichkeiten des Baus eines See- und eines Flughafens diskutiert werden.
– Außerdem wird berichtet, das die „Organisationen im Gazastreifen“ (sprich: die Terroristen) alle Arbeiten an Tunneln einstellen sollen.
– Premierminister David Cameron (Großbritannien) plattitüdiert mal wieder: „Beide Seiten müssen schwierige Schritte tun…“
Die EU hat angeboten die Aufsicht über die Grenzübergänge des Gazastreifens zu übernehmen.

Samstag, 16.08.2014:

Die Friedenspartner von der Fatah: Der „bewaffnete Arm“ der Fatah hat angekündigt seine Terroraktivitäten gegen israelische Staatsbürger weiter zu verstärken. Dazu wurde ein Video veröffentlicht, in dem stolz das Waffenarsenal präsentiert wird: Raketenabschussvorrichtungen, Panzerbekämpfungswaffen, Sturmgewehre und tragbare Kommunikationsmittel. Dazu erklärt einer der Terroristen, dass das Gewehr die einzige Option zur Befreiung des besetzten Landes bleibe und die Fatah nie den Pfad des gewalttätigen Terrorismus verlassen hat.

Nachdem weitere Menschen ihren Verletzungen aus dem Krieg erlegen sind und weitere Leichen aus Trümmern geborgen wurden, soll die offizielle Zahl der toten Araber auf 1.980 gestiegen sein.

Am Samstagabend versammelten sich auf dem Rabin-Platz in Tel Aviv mehrere Tausend Linke und demonstrierten „für Frieden und Demokratie“; sie skandierten „Ja zu einer politischen Lösung“. Netanyahu wurde aufgefordert wegen Versagens zurückzutreten.

Die Hamas kündigte (erneut) einen Abnutzungskrieg an, wenn ihre Bedingungen für eine Waffenruhe nicht erfüllt werden. Damit lehnen die Gaza-Terroristen ab, was Ägypten vermittelte und die Fatah-Terroristen (angeblich) als „alternativlos“ ansehen.

Zudem paradierten sie für das libanesischen Fernsehen ihre Terrortunnel und Raketen und prahlen damit, wie sie sich auf die nächste Runde Krieg mit Israel vorbereiten.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Ägypten hat angekündigt, dass der aktuelle Waffenstillstand der letzte ist, der von Kairo vorgeschlagen wurde. Das Team der Terroristen gibt sich optimistisch (die Waffenruhe läuft Montagabend aus). Ein israelischer Offizieller meint, dass die Chancen auf einen dauerhaften Waffenstillstand und eine Verhandlungslösung sehr schwach sind.
– Eine Quelle in Jerusalem gab weiter, dass Israel bisher keinem der Vorschläge in Kairo zugestimmt hat.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Khaled Meschaal sorgt sich um palästinensische Kinder

5. August 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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gefunden auf twitter:

Meshaal-cares

Beweis: Er ließ seine Kinder samt Leibwächtern nach Qatar umziehen.

Vernichten allein reicht ihnen nicht

1. August 2014 um 11:30 | Veröffentlicht in Nahost-Konflikt, Palästinenser | 5 Kommentare
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gefunden auf Facebook und eingedeutscht:

KMeschaal-zu-Israel

(Es kann sein, dass ich das schonmal hatte, sehe es aber nicht…)

Der Friedenspartner-Partner (05)

7. Juli 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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gefunden auf Facebook und eingedeutscht:

Friedenspartner-Partner05

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (22.-28.06.2014)

28. Juni 2014 um 22:00 | Veröffentlicht in Araber, EU-Europa, Europa+Nahost, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, Terroranschläge | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 22.06.2014:

Die Entführung:
Mahmud Abbas tönt weiter, es gebe keine Beweise dafür, dass die Hamas hinter der Entführung steckt. Niemand wisse, wer dafür verantwortlich ist.
Der PA-„Außenminister“ betonte wieder, dass die Entführung wahrscheinlich nur eine israelische List ist, um negative Aufmerksamkeit oder nur von einer kriminellen Tat abzulenken.Die PA jammert bei der UNO, Israel würde die „eine gefangen gehaltene Bevölkerung terrorisieren“, weil nach den entführten Jungen gesucht wird. Der Westen solle dafür sorgen, dass das aufhört.
UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon telefonierte mit Benjamin Netanyahu. Dabei brachte er seine „Sorge“ wegen der vielen Festnahmen von Terroristen zum Ausdruck. Er forderte „von allen Seiten Zurückhaltung und Respekt für die Menschenrechte und das internationale Recht“. (Wenn er das so vehement doch den Terroristen sagen würde…)

Seit Freitag schossen die Terroristen insgesamt 8 Raketen Richtung Israel. Die Luftwaffe flog Angriffe gegen 4 Terrororte.

Die Hamas droht weiter mit „Selbstverteidigung“ gegen die Suche nach den entführten Jungen. Israel werde leiden, heißt es.

Shimon Peres verkündet, dass Mahmud Abbas „der beste Partner ist, den wir je hatten“. Sagt eigentlich alles über beide aus – über Peres, der Abbas damit lobt und über Abbas, der eben kein Partner ist und wenn die „Palästinenser“ nichts besseres zu bieten haben, dann ist das traurig, zeigt aber, dass es derzeit absolut sinnlos ist mit ihnen zu reden.

Montag, 23.06.2014:

Die Entführung:
Khaled Meschaal stritt ab, dass die Hamas Informationen über den Verbleib der drei Jugendlichen hat. Aber er pries die Aktion der Entführung von drei „Siedler-Soldaten“.

Mittwoch, 25.06.2014:

Ein syrischer Minister befand, sein Land befinde sich jetzt – wegen israelischer Luftangriffe nach syrischem Mord an einem arabischen Jungen auf dem Golan – „in einer offenen Konfrontation“ mit Israel. Die Regierung seines Landes haben entschieden auf die „israelische Aggression“ zu antworten; Art und Zeitpunkt sie in die Hände des Militärs gegeben worden. (Die syrische Opposition ist ebenfalls „unzufrieden“ mit Israel – das sei bei weitem nicht genug, was die Luftwaffe da gemacht hat.)

Umfrage unter den PalArabern: weniger als 30% sind für eine Zweistaaten-Lösung; Ziel eines Fünfjahres-Plans soll die „Zurückgewinnung des gesamten historischen Palästina vom Fluss zum Meer“ sein.

Nach der UNO rief auch der weithin als Israelfreund gehandelte Quartett-Beauftragte Tony Blair Israel zur „Zurückhaltung“ auf. Er sei „zutiefst beunruhigt von den Ereignissen in Israel und den palästinensischen Gebieten, den getöteten palästinensischen Zivilisten und den vielen Verhaftungen“.

Der Hamas-Grande Mahmud Al-Zahar prahlte, seine Truppe könne Raketen auf jede Stadt in Israel schießen.

Der Hamas-Chef im Gazastreifen, Ismail Haniyeh, hat die Dritte Intifada für begonnen erklärt.

Donnerstag, 26.06.2014:

Vorbeugend schwört die Hamas schonmal Rache, sollte Israel eine „Offensive“ gegen den Gazastreifen starten.

Friedensbotschaft der Fatah: „Haltet an und überlegt, Söhne Zions, dass (euer) Tod nahe ist. Alles, was ihr von uns bekommen werdet, ist Tod.“

Die Fünfte Kolonne: Arabische Knesset-Abgeordnete erklären den Tempelberg zur ausschließlich für Muslime bestimmte Zone. Sie rechtfertigen die Entführung der 3 Jugendlichen und attackieren die IDF wegen „Verbrechen gegen die Menschheit“. Außerdem priesen sie die Freipressung von Terroristen.

Bei den massiven Feuern, die sehr plötzlich innerhalb von zwei Tagen in und um Jerusalem aufflammten, besteht der Verdacht einer Welle von Brandstiftungen.

Die Entführung:
– Die IDF hat die Namen zweier Hamas-Mitglieder zur Veröffentlichung freigegeben; diese sollend die drei Jugendlichen entführt haben.

Heckmeck:
Putin an Abbas: Ich würde gerne sehen, dass der Friedensprozess wiederbelebt wird.
– Was soll man von diesem Mann noch halten? Shimon Peres ist in Washington und spricht vor dem Kongress: „Friedenspartner“ Mahmud Abbas wird von ihm mächtig gelobt, die Araber sind keine Feinde Israels. Realitätsverlust ist da wohl noch eine milde Bewertung.
Eine bisher unbekannte Gruppe, die sich „Hisbollah-Brigaden“ (YNet: Hisbollah-Regimenter) nennt, will die 3 Jugendlichen als Rache für den angeblich von Israel 2008 ermordeten Ismail Mughniyeh entführt haben. Das wäre dann die dritte Gruppe, die die Jugendlichen entführt zu haben beansprucht.

Freitag, 27.06.2014:

Die Hamas hat Raketenschützen verhaftet, die Israel beschossen – nicht, weil die Raketen falsch wären, sondern weil sie zu einem ungünstigen Zeitpunkt geschossen wurden und von einer Gruppe, die sich von der Hamas abgespalten hat, weil diese nicht radikal genug seien.

Der EU-Botschafter in Israel warnte (erneut), „Europa“ verliere wegen des Siedlungsbaus die Geduld mit Israel.

Israelische Kinderärzte retteten 5 palästinensischen Herzpatienten das Leben. „Kinder sollten nicht Teil des Konflikts sein“, heißt es dazu.

Heckmeck:
Mahmud Abbas behauptet gegenüber Israel: Wenn ihr Terroristen freilasst, nehmen wir die Gespräche wieder auf. (Die Gespräche darüber, wie Israel sich dem Selbstmord hingeben kann…)

Samstag, 28.06.2014:

So sind sie, die Friedenspartner auf der anderen Seite der Grenze: Der jordanische Politik-Analyst Bassam Badaren klärt zu den entführten israelischen Jugendlichen auf, dass es in Israel keine Kinder gibt, sondern nur Soldaten.

Arabische Medien zeigen ein Video, das die Eliminierung der zwei Terroristen am Freitag zeigen soll. Es beweist zumindest, dass die Luftwaffe sehr präzise und ohne Kollateralschäden gearbeitet hat.

Der stellvertretende Hamas-Führer Mussa Abu-Marzouk offenbarte, dass trotz der „Einheits“-Regierung die Hamas weiter im Gazastreifen fest im Sattel sitzt und den Raketenterroristen freie Hand lässt. Er erklärte außerdem, dass der von Ägypten vermittelte Waffenstillstand mit Israel von 2012 eine strategische Leistung war und zum Ausbau der (militärischen) Stärke genutzt wurde.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

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