Aktuelle antisemitische Karikaturen in arabischen Medien

14. März 2014 um 15:04 | Veröffentlicht in Araber, Medien+Nahost | Hinterlasse einen Kommentar
Schlagwörter: , ,

Elder of Ziyon, 9. März 2014

Yisrael Medad fand diese Karikaturen in Al-Quds-al-Arabi, einer panarabischen Zeitung mit Sitz in Großbritannien, die von palästinensisch-arabischen Auslandsbürgern betrieben wird:

Aber bezeichnen Sie sie nicht als antisemitisch! Sie sind wirklich nur antiisraelisch! Wirklich! Sie bestehen darauf, dass man das klar versteht!

Sie haben kein Problem mit Juden!

Das heißt, solange die Juden nicht wirklich Rechte verlangen.

Ramadan: Feiertagsunterhaltung für Judenhasser

23. Juli 2013 um 14:43 | Veröffentlicht in Araber, Islam+Islamismus, Islamstaaten, Muslime | 5 Kommentare
Schlagwörter: , , , ,

Petra Marquardt-Bigman, Warped Mirror (Jerusalem Post Blog), 13. Juli 2013

Stellen Sie sich einen Moment lang vor, dass irgendein großer Hollywood-Produzent für die Feiertage zwischen Weihnachten und Neujahr mit einer besonderen Geschichte ankäme, die sich der Darstellung der Muslime als verlogene, blutrünstige und völlig bösartige Kreaturen widmet, die völlig zurecht von Christen eines vergangenen Zeitalters bekämpft und getötet werden. Während der Herstellung der Sendung würden die daran beteiligten Leute – wie der Drehbuchautor und die Schauspieler – von den Medien interviewt; sie beschrieben das Projekt mit glühenden Worten und betonten, wie aktuell ihre Geschichtsshow sei, weil die aktuellen Ereignisse bewiesen, dass die Muslime unserer Zeit genauso bösartig seien wie die in der Sendung gezeigten…

Dankenswerterweise ist das ein fast nicht vorstellbares Szenario, doch man muss keine Fantasie haben, um zu wissen, wie jedes auch nur annähernd vergleichbare Projekt in Empfang genommen würde: Vor weniger als einem Jahr, im September 2012, resultierten gewalttätige Reaktionen auf den amateurhaften YouTube-Climp „Die Unschuld der Muslime“ in rund 50 Toten, Hunderten Verletzten und umfangreichen Schäden durch Brandstiftung und Krawalle. Da viele muslimische Randalierer gegen US-Botschaften und -Konsulate vorgingen, sprach sogar Präsident Obama diesen Tumult in seiner Rede vor der UNO-Vollversammlung an und verurteilte das „krude und ekelhafte Video, das Empörung in der gesamten muslimischen Welt entfacht“. Als Echo weit verbreiteter Stimmungen beschrieb ein Blogger beim Guardian den 15-minütigen Clip als „ein engstirniges Stück Gift, das die Entzündung der muslimischen Welt einkalkuliert“ und argumentierte, es biete „eine dunkle Demonstration der Macht des Films“.

Doch was geschähe, wenn es ein „engstirniges Stück Gift“ gäbe, das „einkalkuliert, die muslimische Welt“ gegen die Juden zu „entflammen“? Nun, dazu muss man nicht die Fantasie bemühen: Für den diesjährigen Ramadan, der vor ein paar Tagen begann, wird ein besonderes Programm geboten, das die Bemühungen der frühen Muslime verherrlicht die Arabische Halbinsel „judenrein“ zu machen; angeboten wird es „auf zahlreichen Sendern, darunter Dubai TV, Dream TV (Ägypten), Al-Iraqiyya TV (Irak), dem Algerischen Kanal 3, Atlas TV (Algerien), Qatar TV und UAE TV“.

Wie ein umfassender Bericht von MEMRI dokumentiert, deuten arabische Medien an, dass jeder an der Produktion von „Khaybar“ Beteiligte stolz auf die Sendung ist:

Schauspieler Ahmad Abd Al-Halim sagte: „Ich spiele eine der jüdischen Rolen, die das Verhalten der jüdischen Menschen demonstriert. Alles, woran er denkt, ist Geld anzuhäufen.“ Schauspieler Ahmad Maher sagte: „Die Geschichte hat gezeigt, dass die Juden ein Volk ohne moralische Werte sind, die ihre Vereinbarungen nicht einhalten.“ Nach seinen Angaben schuf Drehbuchautor Yusri Al-Gindi „ein historisches Dokument, das zeigt, dass diese Menschen Unterdrücker sind, die ihre Abkommen nicht einhalten. Die Geschichte zeigt, dass sie ein Volk sind, das Allah widerspricht. Sie sind die Schlächter der Propheten.“

Nach Angaben eines MEMRI-Berichts gab der Drehbuchautor der Sendung, Yusri Al-Gini „regelmäßig Interviews zur Sendung, dem Drehbuch und seiner Bedeutung“. Offenbar hält Al-Gindi sich für einen Juden-Experten und behauptet „Forschung“ betrieben zu haben, was ihn zu der Einsicht führte, dass „seit den Tagen Mose, dem Propheten Allahs, bis heute das zionistische Gebilde seine Methode nicht geändert hat“. Al-Gindi erklärte auch:

„Die Juden sind die Juden. Sie handeln immer noch entsprechend ihrer Natur, trotz der vergangenen Generationen. Sie korrumpieren jede Gesellschaft, in der sie leben und daher kann kein Regime sie durch einen Vertrag oder eine Vereinbarung welcher Art auch immer schützen. Die Krise in der arabischen Welt bietet die besten Beweise dafür und das ist der Grund, dass die Sendung ihre derzeitige Bedeutung erhält.“

Diese armselige Sendung hat wohl in der Tat „derzeitige Bedeutung“ für die „Krise in der arabischen Welt“ – weil eine „Welt“, in der primitiver Fanatismus fröhlich als aufklärende Ferienunterhaltung beworben wird, sich klar in einer tiefen Krise befindet. So vermerkte Walter Russell Mead wiederholt:

„Länder, in denen bösartiger Antisemitismus weit verbreitet ist, wind fast immer rückständig und arm […] wegen der Unfähigkeit die Welt klar zu sehen und Ursache-und-Wirkungs-Beziehungen in komplexen sozialen Umfeldern zu unterscheiden an viel weiteres Versagen im wirtschaftlichen und politischen Leben gebunden ist. Antisemitismus ist nicht nur der Sozialismus der Dummen; er ist die Soziologie der Benebelten. Der Antisemit versagt darin zu begreifen, wie die Welt funktioniert und dieses Versagen verurteilt ihn zu endloser Frustration.“

Herr Al-Gindi ist in der Tat ein gutes Beispiel für völliges Benebeltsein: Er bewirbt eine Produktion, die angeblich den unveränderlich verschlagenen Charakter der Juden beweist, ist aber nicht in der Lage zu erkennen, dass er die Argumente dafür liefert, dass unveränderbarer Judenhass eine stolze arabische und muslimische Tradition ist.

Screenshot des MEMRI-Clips von „Khaybar“

Bisher kommt Kritik an der Sendung hauptsächlich von jüdischen Stimmen, die gegen die Dämonisierung der Juden Einspruch erheben. Nach Angaben eines Berichts in The Algemeiner ist die Sendung von der ADL und dem Simon-Wiesenthal-Zentrum kritisiert worden, während der Blogger Elder of Ziyon nicht nur ausführlich über „Khaybar“ geschrieben hat, sondern auch eine Petition und eine Facebook-Seite organisierte, die die antijüdische Hetze verurteilen.

Inzwischen hat es auch einige Berichte und Kommentare in den Medien gegeben, doch wenige scheinen bereit zu sein den springenden Punkt hervorzuheben, den Rabbi Kenneth L. Cohen in der Huffington Post anspricht:

Antisemitische Fernseh-Miniserien sind in der muslimischen Welt eine Hausindustrie geworfen. […] Juden-als-Bösewicht-Themen finden sich in den lokalen Pendants von „Dallas“, „Hardball“ und „The 700 Club“. Sie erscheinen sogar in Gegenstücken zur Sesamstraße […] Talkshows sind durchtränkt von antisemitischen Tiraden und Verschwörungstheorien. Holocaust-Leugnung ist die Norm, Freitagspredigten, die die Abschlachtung aller Juden überall fordern, sind nicht ungewöhnlich. Die Beschreibung des bösartigen, blutrünstigen Juden, der plant die Welt zu kontrollieren – extremistisches Zeugs, das nur in anrüchigen Rändern der Gesellschaft des Westens existieren – wird Hunderten Millionen Menschen gezeigt. […]

Diese krude und widerliche Hetze trotzt journalistischen und Medienstandards, die andernorts zu finden sind. Sie schadet Juden, untergräbt aber auch das Ansehen der Muslime und dem Image des Islam.

Und das ist in der Tat ein Punkt, der nur allzu selten betont wird: Wenn eine Sendung wie „Khaybar“ als Ramadan-Ferienunterhaltung produziert werden kann, dann ist der Schluss nicht „islamophob“, dass viele Muslime antijüdischen Fanatismus als integralen Teil ihrer Weltsicht betrachten.

Die Kunst des politisch korrekten Holocaust-Gedenkens in Deutschland

3. Juli 2013 um 15:15 | Veröffentlicht in Araber, Deutschland, Geschichte | Hinterlasse einen Kommentar
Schlagwörter: , ,

Petra Marquardt-Bigman, The Warped Mirro (Jerusalem Post blogs), 29. Juni 2013

Letzten Freitag hatten die Menschen in Köln die Chance an einer einzigartigen „Performance“ teilzunehmen, die vom „Impulse Theater Biennale 2013“ gesponsert wurde: In Nachahmung der israelischen Gepflogenheit zum Yom HaShoah (Holocaust-Gedenktag) waren die Menschen in Köln eingeladen „Zwei Minuten Stillstand“ zu einzuhalten, um „anzuhalten, über die Geschichte nachzudenken und über unsere Zukunft. Was bedeutet es heute, deutsch zu sein, als Einwanderer in Deutschland zu leben, welche Konsequenzen haben der Holocaust ebenso wie seine Instrumentalisierung noch immer?“

Diese „Performance“ war die Idee der preisgekrönten, in Israel geborenen Künstlerin Yael Bartana, deren Arbeit „das nationale Bewusstsein herausfordert … das von ihren Heimatland Israel propagiert wird“.

Doch nicht jeder ist von Bartanas Akte als Künstlerin und ihren Preisen beeindruckt. In der WELT stellt Alan Posener sarkastisch fest: Wer als israelischer Künstler nach einem Businessplan sucht, bei dem es nicht auf die Begabung ankommt, sollte das Israel-Bashing in Betracht ziehen. Was Posener besonders ärgert, war Bartanas völlig vorhersehbarer Versuch alle Arten abgenutzter Parolen und Klischees anzuwenden, um ihr Projekt mit einer angeblich tieferen Bedeutung auszustatten.

Und so erklärte Baratana in der offiziellen Ankündigung ihres Projekts für das Event in Köln:

Denn „Drittes Reich“ und Holocaust sind nicht nur historische Ereignisse – sie erzeugten auch langfristige globale Kettenreaktionen bis in unsere Gegenwart hinein: nicht nur die Gründung des Staates Israel aufgrund eines Beschlusses der UN ist eine Konsequenz daraus, sondern auch die palästinensische Nakba in 1948. Ebenso wie Flucht und Vertreibung in Europa und im Nahen Osten [bis hin zu den NSU-Morden, deren Täter sich klar und eindeutig in der Tradition des Nationalsozialismus begreifen und deren Verbrechen das Ziel haben, alles „Fremde” aus der deutschen Gesellschaft zu verbannen.] Diese Geschichte ist geschrieben, aber die Zukunft hängt von unserem Handeln ab.

Und so ist „Zwei Minuten Stillstand“ nicht nur Gedenken und Performance, sondern auch und vor allem eine Aufforderung, die Gegenwart zu verändern. Ein Angebot für eine breite Debatte in Köln und darüber hinaus, wie aktives Erinnern heute und zukünftig aussehen sollte. [Welchen Einfluss Geschichte auf die Gegenwart haben kann, was wir tun können, um unsere Zukunft aktiv zu gestalten.] Ein Tag des Aufbegehrens gegen Gewalt und Ungerechtigkeit heute und morgen.

Bartana hob wiederholt die Morde und andere Verbrechen heraus, die von einer kleinen, sich „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) nennenden Terrorgruppe begangen wurden. Die Gruppe mag eine Handvoll Unterstützer haben, doch sie bestand aus nur drei bekannten Mitgliedern und scheint zwischen 2000 und 2011 aktiv gewesen zu sein, als zwei der Terroristen sich selbst töteten, weil sie von der Polizei nach einem Bankraub in die Enge getrieben wurden. Das einzige überlebende Mitglied der Gruppe stellte sich selbst und erwartet ihren Prozess.

Bartana bestrachtet die NSU offensichtlich als einen Teil der „vom Zweiten Weltkrieg erzeugten Kettenreaktion“. In einem Interview gefragt, ob es „die Gefahr der Wiederbelebung der von Deutschland während des NS-Regimes begangenen Verbrechen und Schrecken gibt, wenn Sie sie auf diese Weise mit anderen Ereignissen wie den NSU-Morden verbinden“, antwortete Bartana:

Es scheint, dass es für einige Menschen in Deutschland als politisch inkorrekt gilt, eine Linie zwischen dem Nationalsozialismus und dem NSU zu ziehen. Genauso wie es unmöglich scheint, Juden, Roma und Homosexuellen als Opfern des Nationalsozialismus gemeinsam zu gedenken. Vielleicht ist das richtig und jeder braucht sein eigenes Gedenken. Und natürlich wird das eine wichtige Diskussion bleiben: Wie gedenkt man ohne zu relativieren? Aber eben auch ohne andere auszuschließen. Schließlich: Es geht nicht um Zahlen. Und der NSU ist eine aktive faschistische Bewegung im heutigen Deutschland. Wir reden also von einer Ideologie, die noch am Leben ist.

Natürlich muss man argumentieren, dass „es nicht um Zahlen geht“, wenn man behaupten will, dass eine aus drei Personen und vielleicht ein paar Dutzend Sympathisanten bestehende Terrorgruppe „eine aktive faschistische Bewegung im heutigen Deutschland“ darstellt und „eine Ideologie (repräsentiert), die noch am Leben ist“ – selbst wenn zwei der Terroristen tot sind und die dritte im Gewahrsam auf ihren Prozess wartet. Selbstverständlich stellt die Tatsache, dass das Terrortrio Jahre lang agieren und eine Reihe von Morden, zumeist an Einwanderern, begehen konnte, ein spektakuläres Versagen der deutschen Rechtsschützer und Sicherheitsbehörden dar. Doch die Existenz einer so kleinen Gruppe in einem Land von rund 80 Millionen Menschen weist nicht darauf hin, dass der Nationalsozialismus und Faschismus in Deutschland „am Leben“ ist.

Es gibt aber andere Gründe sich wegen des Erbes des Nationalsozialismus in Deutschland zu sorgen – was natürlich von jemandem wie Bartana praktischerweise ignoriert werden kann, der sich nicht für Zahlen interessiert. Bedenken Sie zum Beispiel die Ergebnisse von Studien, die zeigen, dass mindestens 20 Prozent der Deutschen antisemitische Einstellungen hegen und dass mehr als 40 Prozent der Deutschen antisemitischer „Kritik“ an Israel beipflichten – so den Vergleich israelischen Umgangs mit Palästinenser damit, wie die Nazis mit den Juden umgingen.

Doch jeder, der sich wirklich wegen von den Nazis inspiriertem Hass Sorgen macht, der heute „noch lebt“, müsste den vorherrschenden Judenhass im Nahen Osten erwähnen. Der gefeierte Experte Robert Wistrich hat argumentiert:

Islamischer Antisemitismus ist bei weitem die dynamischste und bedrohlichste Form des Antisemitismus, der heute in der zeitgenössischen Welt existiert. Sie kombinierte die Geißel des islamistischen Terrorismus, die Verbreitung des Jihad, den Hass gegen den Westen, Holocaust-Leugnung und den völkermörderischen „Antizionismus“, der im Iran staatlich zugelassen ist. Der dramatische Triumph der Muslimbruderschaft in Ägypten und das alarmierende Erstarken militant salafistischer Bewegungen überall im arabischen Nahen Osten haben das Niveau der weltweiten Bedrohung enorm erhöht.

Als Kommentar zu der historischen Verbindung zwischen europäischem Faschismus und dem Islamismus hat Wistrich betont:

Die 1928 von Hassan al-Banna in Ägypten gegründete Muslimbruderschaft hat eine radikal totalitäre Vision gesellschaftlicher Verwandlung, einen Führerkult und tief sitzenden Hass gegen Juden, der sich nicht wirklich von dem des Faschismus und Nationalsozialismus unterscheidet. Darüber hinas war der charismatischer Gründer der palästinensisch-arabischen Nationalbewegung, Hadsch Amin al-Husseini ein fanatisch völkermörderischer Antisemit, der während des Zweiten Weltkriegs aktiv mit Adolf Hitler kollaborierte. Diese „Vernichtungs“-Tradition des Judenhasses hat sich bis heute in der palästinensischen Hamas-Bewegung fortgesetzt (einen Ableger der Muslimbruderschaft). Ihr heiliger Bund ist einer der unverhülltesten antijüdischen Texte der gesamten Nach-Holocaust-Ära.

Es wurde zwar schon viel über Husseinis Zusammenarbeit mit den Nazis geschrieben, doch ein neues Buch von Barry Rubin und Wolfgang G. Schwanitz, „Nazis, Islamists, and the Making of the Modern Middle East”, wird Anfang nächsten Jahres zur Verfügung stehen; es bietet „neue Einsichten in die miteinander verflochtene Entwicklung des Nationalsozialismus und des Islamismus und ihren Einfluss auf den modernen Nahen Osten“.

Zugegeben, es wäre kein guter Karriereschritt für Yael Bartana, dieses wichtige Thema in irgendeines ihrer zukünftigen Projekte in Deutschland einzuarbeiten. Es ist so viel leichter einen oberflächlichen „Holocaust für alle“ zu bieten, der – wie ein kritischer Artikel in der taz es formuliert – den Nazi-Völkermord in ein „europäisches Wohlfühlprojekt“ verwandelt.

Doch Bartanas „Performance“ in Köln wohnten auch ein paar wenige Personen bei, die kein gutes Gefühl dabei hatten. Wie vom Blogger „Tapfer in Nirgendwo“ inszeniert, sagen sie die Hatikva und einige hielten israelische Flaggen – was einige Oberstufenschüler, die von ihren Lehrern zur Teilnahme an der „Performance“ geschickt worden waren, darauf mit Gebrüll „Viva Palästina!“ zu reagieren.

Hätte ich mich „Tapfer im Nirgendwo“ anschließen können hätte ich die berühmte Aufnahme von Überlebenden des KZ Bergen-Belsen abgespielt, wie sie kurz nach der Befreiung des Lagers im April 1945 Hatikva sangen.

Ritualmordlüge – in der muslimischen Welt wohlauf

29. März 2013 um 16:00 | Veröffentlicht in Araber, Islam+Islamismus, Islamstaaten, Muslime | 1 Kommentar
Schlagwörter: , ,

Unglücklicherweise ist die „Matzen-Ritualmordlüge“ gesund und munter, sagt Prof. Moshe Sharon von der Hebräischen Universität

David Lev, IsraelNationalNews.com, March 25, 2013

In der heutigen Zeit mag es halluzinogen sein, doch unglücklicherweise ist die „Matzen-Ritualmordlüge“ wohlauf. In einer Diskussion mit Arutz Sheva sagte Professor Moshe Sharon von der Hebräischen Universität, dass es immer noch viele Fälle falscher Beschuldigungen von Juden gibt, die angeblich das Blut von Nichtjuden benutzen, um Matzen zu backen, doch dass diese Anschuldigungen heute in der muslimischen Welt erhoben werden, nicht in der christlichen, in der die Mordlüge 1144 mit der fingierten Geschichte des William in Norwich (England) ins Leben gerufen wurde.

Die Beschuldigung, Juden würden das Blut von Christen oder muslimisches Blut nutzen, ist in der islamischen Literatur recht geläufig. Von der Hisbollah, der Hamas oder anderen Terrorgruppen gedrucktes Material, zusammen mit Büchern, die in der gesamten arabischen Welt verkauft werden, behandeln angebliche Fälle jüdischer Nutzung von Blut zum Backen von Matzen, sagte Sharon. „Historische“ Ermittlungen von Fällen der Nutzung von Blut durch Juden sind alltägliches Futter für akademische Dissertationen; zum Beispiel schrieb der syrische Kriegsminister Mustafa Talas seine Dissertation über den Ritualmordvorwurf von Damaskus des Jahres 1840.

Auch israelische Araber sind von diesen Überzeugungen beeinflusst, sagte Sharon. Er diskutierte den Fall eines seiner Studenten an der Hebräischen Universität, der ihn einmal fragte, wo Juden das christliche Blut finden, das sie für das Backen der Matzen brauchen. „Das zeigt, dass die Tradition des Ritualmordvorwurfs immer noch tief verwurzelt ist“, sagte er. Ein Bestseller in Kuwait beinhaltet eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Prozess der Herstellung von Blut zum Backen von Matzen, einschließlich der schrecklichen, fingierten Beschreibung eines besonderen Fasses mit scharfen Stacheln, in das das christliche Kind geschnallt und wie das Fass über den Boden gerollt wird, so dass die Stacheln es stechen und sein Blut laufen lassen, das in einem besonderen Gefäß im Fass gesammelt wird.

Fragt man, wie die arabische Öffentlichkeit so naiv sein kann, solch mythische Geschichten zu glauben, sagte Sharon, die Tatsache, dass solche Geschichten in Büchern abgedruckt werden, mache sie in den Augen vieler einfachen wie auch gebildeten Araber amtlich. „Der Hass gegen Juden ist derart stark, dass alles, was sie schlecht aussehen lässt, in der muslimischen Welt rasch angenommen wird“, fügte er hinzu.

Einer der Gründe, dass die Araber damit davonkommen, ist der, dass Israel es ihnen erlaubt, sagte Sharon. „Wären wir ein Land, das für das Thema Ehre sensibel wäre, wie es die muslimischen Staaten sind, würden wir eine Entschuldigung für solche Propaganda“ als Voraussetzung für jegliche Verhandlungen fordern. „Wenn die Palästinenser davon reden, dass die IDF arabische Kinder tötet, dann ist das das Thema des Ritualmordvorwurfs, das sie im Sinn haben und das ist das Bild, das sie Europa vermitteln wollen“, fügte er an. „Die Tatsache, dass es keine Pogrome wegen Ritualmord-Vorwürfen in der muslimischen Welt gegeben hat, ist der militärischen Stärke Israels geschuldet. Würde Israel nicht als eindrucksvolle macht im Nahen Osten angesehen, würden sich solche Pogrome wie Buschfeuer ausbreiten“, sagte er.

Die Ironie der lügnerischen Ritualmord-Vorwürfe besteht darin, dass die Thora Juden ausdrücklich den Konsum von Blut in jeglicher Form verbieten, wohingegen heidnische Religionen es als Teil ihrer Rituale machten.

Muslimischer Antisemitismus in Frankreich

3. Dezember 2012 um 16:03 | Veröffentlicht in EU-Europa | 1 Kommentar
Schlagwörter: , , , , ,

Manfred Gerstenfeld interviewt Richard Prasquier (direkt vom Autor)

Seit Beginn dieses Jahrhunderts ist der muslimische Antisemitismus die extremste Form des Judenhasses in Frankreich geworden. Die Ermordung eines jüdischen Lehrers und dreier Kinder an der Otzar HaTorah-Schule in Toulouse im März 2012 unterstrich dies. Der Mörder, Mohamed Merah, behauptete aus Solidarität mit den Palästinensern zu handeln. Aus seinem Hass gegen Frankreich heraus tötete er außerdem drei französische Soldaten.

Merahs älterer Bruder Abdelghani sagte mir, seine Mutter erfüllte alle ihre Kinder mit stark antisemitischer Gesinnung. Er wiederholte diese Behauptung in einem Buch, das er veröffentlichte. Seine Schwester erklärte im französischen Fernsehen, wie stolz sie auf ihren Bruder Mohamed ist. Als der vorige Präsident Nicolas Sarkozy eine Schweigeminute für die Opfer in den Schulen vorschlug, waren muslimische Schüler in einigen Schulen nicht bereit dem nachzukommen.

Seit 2007 ist Dr. Richard Prasquier Vorsitzender der CRIF, der Dachgesellschaft der französischen jüdischen Organisationen. Er ist von Beruf Kardiologe.

Wir sagten den Führern repräsentativer muslimischer Gremien, dass sie die Merah-Morde verurteilen sollten. Sie verurteilten sie zwar, aber hauptsächlich um zu beweisen, dass auch Muslime die Opfer von Mohamed Merah sind, weil seine Taten Islamophie schüren. Die meisten offiziellen Muslim-Organisationen sind schwach und genießen in der muslimischen Gemeinschaft geringe Unterstützung. Die Radikalen haben erfolgreich viele der muslimischen Moderaten zum Schweigen gebracht. Wir sehen auch, dass unter den französischen Muslimen der Einfluss aus arabischen Ländern zunimmt. Das gilt besonders für Qatar, das auch im französischen Sport Einfluss hat. Es gibt allerdings auch gute Nachrichten. Achtzehn französische Imame reisten gerade nach Israel. Ihre Bereitschaft zu diesem Besuch war mutig, da viele von ihnen starker Kritik durch andere Muslime unterworfen sind.

Die Merah-Morde hatten in Frankreich unterschiedliche Auswirkungen. Einige Medien beginnen zu begreifen, dass radikale Muslime die republikanischen Ideale gefährden, die das Wesen der französischen Werte verkörpern. In einem Op-Ed in Le Monde erklärte ich, dass der radikale Islam gemeinsame Züge mit dem Nationalsozialismus hat.

Der Antisemitismus in Frankreich ist traditionell als aus der extremen Rechten kommend identifiziert worden. Das stimmt zwar, nimmt aber ab. Es gibt zudem beträchtlichen Antisemitismus bei den Linken. Das drückt sich in erster Linie als Antizionismus aus. Man mag gegen die Idee des Zionismus sein, doch wenn Menschen unter den Ideologien den Zionismus herausstellen, dann werden sie damit zu Antisemiten.

Linker Antisemitismus hat uralte Wurzeln. Im 19. Jahrhundert gab es starken Antisemitismus bei den Vorläufern des Sozialismus. Heute vergleichen linke Antisemiten fälschlich die israelische Haltung gegenüber den Palästinensern zu der Frankreichs in seinen früheren Kolonien. Sie betrachten die Palästinenser als Opfer eines nicht existenten israelischen „Kolonialismus“ und projizieren ihre eigenen Schuldgefühle auf die Israelis.

Die Lage ist sogar noch schlimmer, da die meisten französischen Medien antiisraelisch sind. CRIF lud vor kurzem eine Gruppe von 66 Journalisten in Ausbildung nach Israel ein. Sie kamen aus der prestigeträchtigsten Journalistenschule des Landes in Lille. Wir wissen aus internen Umfragen, dass sie bei den letzten Präsidentschaftswahlen überwiegend gegen Nicolas Sarkozy stimmten und dass eine beträchtliche Zahl von ihnen eher linksextreme Kandidaten unterstützten.

Der französische Antisemitismus ist ein komplexes Phänomen. Nicht lange vor den Wahlen war der führende Kandidat der Sozialisten Dominique Strauss-Kahn, der sich öffentlich als jüdisch bezeichnet. Sein Jüdisch sein wurde nur auf  rechtsextremen Blogs thematisiert. Doch Sarkozy war überzeugt, dass ein Großteil der Opposition gegen ihn dem Antisemitismus geschuldet war, da er fälschlich als jüdisch wahrgenommen wurde, weil sein Großvater mütterlicherseits jüdischer Herkunft war.

Bevor er Präsident wurde, hatte Hollande nicht viele Beziehungen zu jüdischen Organisationen. Er wurde allerdings immer als stark gegen Antisemitismus eingestellt angesehen. Seit seiner Wahl hat Hollande Wert darauf gelegt starke Unterstützung für das französische Judentum zu zeigen. Er brachte das im Juli in Paris bei einer jährlichen Gedenkfeier für deportierte Juden zum Ausdruck und machte es erneut im September bei der Einweihung eines Gedenkzentrums in Drancy. Die meisten verhafteten französischen Juden wurden von diesem Transitlager aus in den Tod deportiert. Hollande begleitete außerdem Benjamin Netanyahu nach Toulouse und erklärte, dass der israelische Premierminister Recht hatte Interesse am französischen Antisemitismus zu zeigen.

Der sozialistische Innenminister Manuel Valls hatte sich ebenfalls eindringlich gegen Antisemitismus ausgesprochen. Viele jetzt an der Macht befindliche Sozialisten haben Sympathie für Israel. In der jungen Generation ist das allerdings weit weniger der Fall.

Prasquier schließt: Einerseits hat das französische Judentum Sorge um die eigene Zukunft. Es findet einige jüdische Emigration statt, von der nur eine Minderheit das Land Richtung Israel verlässt. Andererseits bleiben wir nach internationalen Standards eine große jüdische Gemeinschaft. Es gibt Hoffnungszeichen, da mehr Franzosen die aus radikalmuslimischen Kreisen kommenden Gefahren erkennen. Juden sollten keine ungesunden Allianzen mit der populistischen extremen Rechten eingehen, die versucht auf Grundlage der gemeinsamen Angst vor dem Islamismus auf sie einzugehen. Es muss betont werden, dass sie wegen der Gefahren handeln, die die radikalen Muslime für das republikanische Wesen Frankreichs darstellen. Sie sollten nicht betonen, dass ihr Hauptmotiv die Gefahren sind, die radikale Muslime besonders für Juden darstellen.

Dr. Manfred Gerstenfeld ist Mitglied des Aufsichtsrats des
Jerusalem Center of Public Affairs, dessen Vorsitzender er 12 Jahre lang war.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (25.11.-01.12.2012)

1. Dezember 2012 um 23:15 | Veröffentlicht in EU-Europa, Europa+Nahost, Israel, UNO | Hinterlasse einen Kommentar
Schlagwörter: , , , , , , , , , , , ,

Sonntag, 25.11.2012:

Die Hamas hat (vorläufig) Polizisten am Grenzzaun stationiert, damit Durchbruchversuche wie gestern nicht weiter vorkommen.

Es sieht so aus, dass der Iran die Versorgung der Hamas mit neuen Raketen verstärkt betreibt. Ein Frachter soll bereits unterwegs sein. Zusätzlich sollen Langstreckenraketen im Sudan stationiert werden. Die Beladung des Frachters wurde per Satellit beobachtet. Israel soll angekündigt haben dieses Schiff anzugreifen.

Mahmud Abbas tönte mal wieder, die Anerkennung durch die UNO sei die letzte Chance für Frieden zwischen der arabischen Welt und Israel. Das ist interessant – zum einen behauptet er also für die arabische Welt als Ganzes zu sprechen; zum anderen widerspricht er damit dem, was er letzte Woche erst getönt hatte: Dass diese Anerkennung endlich die Möglichkeit gibt, Israel endgültig den Garaus machen zu können. Wir dürfen erwarten, dass die Westen „die letzte Chance“ nachgeplappert wird.

Hassan Nasrallah kündigt Raketenterror gegen ganz Israel an, „von Kiryat Shmona bis Eilat“.

Mahmud Al-Zahar von der Hamas  legte gegenüber eine saudischen Zeitung dar, wie Israel „besiegt“ wurde, die Hamas unterschätzte und beim nächsten Mal mit mehr rechnen muss.

Montag, 26.11.2012:

Einen Tag nach Beginn des Waffenstillstands sendete die Hamas die absolute Friedensbotschaft in einem Musikvideo: „Zerstört den Thron Zions, das Haus des absolut Bösen. Hisst das Banner des Sieges, sei wie das Feuer eines Vulkans. Wiederholt im Namen unseres Jihad: Tod Israel! Mit Blut und Feuer widersteht bis zur Freiheit. Besiegt die Soldaten der Aggression des Feindes der Menschheit.“ (Und denen soll Israel nachgeben????)

Das israelische Botschaftspersonal ist zurück in Kairo.

Antiisraelische bis antisemitische Graffiti tauchen überall in Hebron auf. Sie werden anscheinend von internationalen Anarchisten vor allem auf jüdische Häuser geschmiert.

Aktuell die beliebtesten Namen von neu geborenen Jungen im Gazastreifen: Fajr und Ahmed Jabari.

Dienstag, 27.11.2012:

Anscheinend hat ein Beduine im Negev während der Operation Amud Anan der Hamas Koordinaten von Raketeneinschlägen übermittelt, damit die Terroristen ihre Raketen genauer schießen können. Dazu drang er in militärisches Sperrgebiet ein.

Die neuen Regeln am Gaza-Zaun bringen die Gemeinden in Grenznähe sowie die Soldaten in Gefahr. Da die Soldaten erst gegen die Araber vorgehen dürfen, wenn diese sich auf israelisches Territorium begeben (nicht einmal Warnschüsse sind erlaubt), können diese ohne Vorwarnung und auf gefährliche Weise die Grenze übertreten oder aus nächster Nähe Mordversuche unternehmen.

Hamas (grundsätzlich): Juden töten ist eine Form der Anbetung, die die Muslime näher zu Allah bringt.

Seltsame Wende: Plötzlich heißt es aus Israel, der Antrag der PA bei der UNO werde nicht mit der Aufkündigung aller Oslo-Abkommen beantwortet werden, sondern durch andere „Strafmaßnahmen“. Die Gründe dafür bleiben im Dunkeln.

Heckmeck:
- Frankreich sagt, es wird die PalAraber bei ihrem UNO-Antrag unterstützen.
- Die Briten sagen, sie haben sich noch nicht entschieden.

Mittwoch, 28.11.2012:

Die PA gibt sich wieder „friedlich“ – Arafats Kadaver ist noch gar nicht untersucht, aber schon wird gesagt, was der erste Schritt des „Staates“ sein wird, wenn die UNO ihn anerkennt: Israel wird wegen der Ermordung Arafats verklagt. Aber die wollen Frieden und Israel nicht, nicht wahr? Klar doch, denn: „Wir werden nach unserer Anerkennung nichtnotwendigerweise den schnellsten Weg zum Internationalen Kriminalgerichtshof in Den Haag nehmen“, sagte der UNO-Botschafter der PA.

Die Antwort aus Israel: Was die können, können wir auch: Verklagt die PA Israel, dann wird Israel die Hamas und weitere arabische Terrorfürsten verklagen.

Nabil Sha’ath („moderater“ Ex-Unterhändler der PLO) ist auch für Frieden. Deshalb sang er gerade ein Loblied auf Terrorfürst Ahmed Jabari und den bewaffneten Widerstand – auf einer Hamas-Demonstration in Gaza.

Heckmeck:
- Während die Briten sich offenbar doch auf die Seite der Terroristen stellen werden, wollen die Australier ihnen den Erfolg über eine Enthaltung ermöglichen.
- Die Briten wollen ihre Zustimmung davon abhängig machen, dass die PA „zusichert“, sich dann wieder an den Verhandlungstisch zu begeben und Israel nicht vor dem Internationalen Kriminalgerichtshof verklagen wird. (Auf solche Zusicherungen kann man sich ja ganz toll verlassen!) Sollten die Terroristen das nicht zusichern, wollen die Briten sich enthalten (was auf dasselbe wie eine Zustimmung hinausläuft).
- Dänemark will den Antrag der Terroristen unterstützen.
- Spanien will den Antrag der Terroristen unterstützen.
- Auch die Schweiz und Norwegen werden die Terroristen unterstützen.
- Deutschland wird den Antrag der Terroristen NICHT unterstützen.
- Ist sowieso klar: Die Russen sind für die Terroristen.
- Die USA bestätigten noch einmal, dass sie gegen den Antrag der PA stimmen werden.
- Finnland unterstützt den Antrag der Terroristen.

Donnerstag, 29.11.2012:

Heckmeck:
- Jetzt wissen wir, was Deutschlands „Antrag der PA nicht unterstützen“ bedeutet: Enthaltung. Also nichts dagegen unternehmen. Also doch Unterstützung der Terroristen! (ZDF heute, 14 Uhr)
- Island stimmt bei der UNO für die Terroristen.
- Das war eigentlich auch nicht anders zu erwarten: Der korrupte Ehud Olmert spricht sich für eine Unterstützung des PA-Antrags bei der UNO aus. Er ist und bleibt ein charakterloser Opportunist und Egozentriker, der das ausschließlich tut, um Netanyahu usw. ans Bein zu pinkeln.
- Baroness Ashton geht natürlich schon weiter und schwatzt von der Anerkennung des Staates Palästina und ihrer Hoffnung, dass dieser UNO-Mitglied wird.
- Italien unterstützt die Terroristen.
- Lettland, Litauen und Estland werden sich enthalten.
- Ban Ki-moon forderte Israel und die PA auf „wieder neues Leben“ in den Friedensprozess zu pusten, der sich auf der Intensivstation befinde. Hm, ich wüsste da was…
- 250 Durchgeknallte (Linke und „Friedens“-Gruppen) demonstrierten in Tel Aviv für den PA-Antrag bei der UNO.
- Die Tschechische Republik wird gegen den Terroristen-Antrag stimmen.

Das hier ist Ahmed Jabaris (von Israel am 17.11. getöteter Terrorfürst, was angeblich die Eskalation war, die den jüngsten Raketenhagel von Hamas et.al. auslöste) jüngster Sohn – sieht nicht wie ein Spielzeuggewehr aus:

Freitag, 30.11.2012:

„Arbeitsunfall“ – ein Hamas-Terrorkommandant starb bei einer Explosion in einer „militärischen Einrichtung“, angeblich durch israelische Munition, die von der letzten Auseinandersetzung übrig geblieben sein sollte. Acht weitere wurden verletzt. Angeblich israelische nicht explodierte Munition in einem Militärlager der Terroristen? Wo es zweifellos überhaupt keine Hamas-Munition gibt, nicht wahr?

Ein Staatssekretär und Großscheik in Ägypten hat zum „Jihad zur Befreiung Jerusalems“ aufgerufen.

Heckmeck:
- Der Vatikan begrüßt das Abstimmungsergebnis der UNO-Vollversammlung zur Erteilung des Beobachterstatus als Staat für die PA.
- Abbas vor der UNO: Israel betreibt ethnische Säuberungen, betriebt Barbarismus im Gazastreifen usw. – nur die Terroristen sind an Frieden interessiert (deshalb verweigern sie sich ja auch seit Jahren jeglichen Verhandlungen).
- Monsieur Hollande forderte unmittelbar nach der Ermächtigungsabstimmung in New York die Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern – „sofort und ohne Bedingungen“. „Direkte Verhandlungen sind der einzige Weg eine dauerhafte Lösung zu finden…“ (Warum dann die Ermächtigung der Terroristen? Der Leute, die sich allen direkten Verhandlungen verweigern?)
- Kanada hat seine Botschafter aus Israel, der PA und bei der UNO zu Konsultationen abberufen; die Beziehungen zur PA sollen überdacht werden.

Samstag, 01.12.2012:

Die Hamas beschwert sich bei den Ägyptern wegen israelischer Verletzungen des Waffenstillstands: dass es Verletzte Araber gab, als diese versuchten den Grenzzaun einzureißen; dass arabische Fischer festgenommen wurden, als sie über die Fischereizone hinaus schipperten. Man erkennt, dass die Herrschaften jetzt feststellen lassen wollen, dass sie absolut freie Hand haben und Regeln für sie nicht mehr gelten.

Umfrage: 51% der Israelis halten Frieden mit den Palästinensern für unwahrscheinlich.

Heckmeck:
- Wieder was neues Altbekanntes: Mahmud Abbas erklärt sich zur Wiederaufnahme der Gespräche mit Israel bereit – unter der Voraussetzung (hätte mich auch gewundert, wenn nicht!), dass diese ausschließlich auf der Grundlage von UNO-Resolutionen stattfinden, die die „Siedlungen“ als illegal brandmarken. (Ach ja: Sein Berater Nimr Hammad schiebt hinterher, dass die PA-Leute überlegen Israel vor den ICC zu zerren.)
- Was Frau Clinton alles nicht davon abhält die Baugenehmigungen weiter zu verdammen und an daran arbeiten zu wollen die beiden Seiten an den Verhandlungstisch zu holen. Dazu ist die heuchlerische Aussage, Israel sei den „Palästinensern“ gegenüber nicht empathisch, besonders hilfreich. Hat sie etwas in dieser Richtung mal über die Terroristen gesagt?
- Großbritannien und Frankreich sind auch ganz heiß darauf, dass Israel die Entscheidung zu den Baugenehmigungen rückgängig macht.
- Über Hanan Ashrawi droht die PLO dann doch wieder: Wir gehen zum Internationalen Kriminalgerichtshof und verklagen die Juden da.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2012“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Nächste Seite »

Bloggen Sie auf WordPress.com. | The Pool Theme.
Einträge und Kommentare feeds.

Follow

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 419 Followern an

%d Bloggern gefällt das: