Die 9 Top-Medienmythen zu Gaza

31. Juli 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost | Hinterlasse einen Kommentar
Schlagwörter: , , , , , , , ,

CAMERA, 21.Juli 2014

Während die israelische Bodenoffensive jetzt im Gazastreifen im Gang ist – als Reaktion auf pausenlose Angriffe der Hamas – werden die üblichen Medienmythen und -Falschdarstellungen zum Gazastreifen wieder recycelt sowie ein paar neue ins Spiel gebracht. Hier folgen ein paar der Schlüsselmythen, gesammelt aus aktueller Berichterstattung und solcher der Vergangenheit:

Mythos: Es stimmt, das die Palästinenser im Gazastreifen Israel mit wahllosem Raketenfeuer angreifen, aber welche andere Antwort haben sie auf Israels erstickende Blockade?

Israelische Führungspolitiker, angefangen bei Premierminister Netanyahu, glauben, dass der Weg ihre Bürger zu schützen, darin besteht in den Gazastreifen einzudringen und Tunnel zu sprengen – und dass, wenn Zivilisten und Kinder im Gazastreifen sterben, das traurig aber unvermeidbar ist. Und einige Gazaner finden, dass sie sich bereits in einem Freiluftgefängnis befinden, das israelische Embargo sie erstickt und die einzige Möglichkeit das zu ändern, darin besteht Raketen zu schießen – und wenn einige israelische Kinder sterben, dann ist das schade, aber es sterben bereits mehr als hundertmal so viele palästinensische Kinder. (Nicholas Kristof, New York Times, 20, Juli 2014: Who’s Right and Wrong in the Middle East?)

Natürlich gab es keine sterbenden palästinensischen Kinder als Ergebnis der Einschränkungen Israels für den Gazastreifen, da Israel sehr darauf geachtet hat mehr als ausreichend Lebensmittel und Medikamente hineinzulassen. Doch darüber hinaus ist Kristofs Behauptung, der einzige Weg der Palästinenser das „erstickende israelische Embargo“ zu beenden (um seine Worte zu benutzen) bestünde im Schießen von Raketen.

Was Kristof und diejenigen, die ähnlich reden, ignorieren – oder einfach nicht wissen: Bevor es einen Raketenangriff und andere Terroranschläge der den Gazastreifen regierenden Hamas gab, gab es kein „Embargo“, so wie es kein Embargo in der Westbank gibt.

Raketen sind also nicht die Antwort auf das Embargo, sie sind die Ursache für das Embargo.

Die Washington Post berichtete so z.B. am 20. September 2007 über das Embargo:

Jerusalem, 19. September – Israels Sicherheitskabinett erklärte am Mittwoch den Gazastreifen zu „Feindgebiet“ und sagte, es werden anfangen Strom und Treibstofflieferungen für das von der Hamas geleitet Territorium kürzen, im Versuch das fast tägliche Raketenfeuer nach Israel zu stoppen.

Mythos: Durch seine typisch kurzsichtige Politik ermutigte Israel bewusst das Wachsen der Hamas.

Immerhin war es Israel selbst, das half die Hamas und ihre Vorgänger in den 1970-er und 1980-er Jahren zu hegen Der verstorbene Eyad El-Sarraj, en prominente Psychiater in Gaza, warnte Israels Gouverneur, er „spiele mit dem Feuer“, indem er religiöse Militante fördere. Nach Angaben des Buches „Hamas“ von Beverley Milton-Edwards und Stephen Farrell antwortete der Gouverneur: „Machen Sie sich keine Sorgen, wir wissen, wir damit umzugehen haben. Unser Feind heute ist die PLO.“ (Nicholas Kristof, New York Times, 16. Juli 2014)

Fakt: Israel hat die Hamas ihren islamistischen Rivalen Islamischen Jihad niemals gefördert. Israel unterstützte den Bau von Kliniken, Moscheen und Religionsschulen in den Gebieten, weil es dazu nach den Haager Bestimmungen und den Genfer Konventionen verpflichtet war; diese fordern, dass in den Territorien eingesammelte Steuern für deren Nutzen verwendet werden und dass bestehende Gesetze, zu denen die Finanzierung religiöser Institutionen zählt, beibehalten werden. Zu den Gruppen, mit denen die Regierung desbezüglich kooperierte, gehörte die sogenannte Muslimbruderschaft, eine gemeinnützige Organisation, die in Gaza registriert war. Die Muslimbruderschaft lehnte in diesen Tagen zwar die Existenz Israel ab, war aber ausdrücklich nicht gewalttätig und glaubte, dass die islamische Gesellschaft langfristig gestärkt werden müsse, bevor irgendein Konflikt mit Israel initiiert werden konnte. (s. z.B. Ziad Abu-Amr: Islamic Fundamentalism in the West Bank and Gaza)

Im Gegensatz dazu war der Islamische Jihad seit seiner Gründung 1980 ausdrücklich auf Gewalt ausgerichtet und forderte den sofortigen Jihad gegen Israel; er zeigte wenig Interesse am Aufbau sozialer Einrichtungen. Tatsächlich wurde er aus Frust über die nicht gewalttätige Politik er Muslimbruderschaft gegründet. Fathi Shikaki, der Gründer des Islamischen Jihad, wurde 1983 und noch einmal 1986 verhaftet und dann 1988 in den Libanon deportiert (Islamic Fundamentalism, S. 93-94). Klingt das nach Förderung durch die Israelis, die Kristof so töricht wiederholt?

Als die Intifada begann, fürchtete die Muslimbruderschaft Verlust von Einfluss und Popularität an den Islamischen Jihad, der die Bewegung offen wegen ihrer nicht gewalttätigen Haltung verhöhnte. Als Reaktion schuf die Muslimbruderschaft unter Führung von Scheik Ahme Yassin am 9. Dezember 1987 eine Untergruppe, die sich schließlich Hamas nannte und die mit dem Islamischen Jihad bei der Ermordung von Israelis konkurrieren sollte. Das heißt, dass – entgegen Kristof, die Hamas bis 1988 praktisch nicht existierte und Israel nie mit ihr kooperierte.

Mythos: Israel und die Vereinigten Staaten halfen den Krieg in Gaza zu verursachen, indem sie nach der palästinensischen Aussöhnung die Zahlung der Gehälter der öffentlichen Angestellten der Hamas im Gazastreifen ablehnten.

Die unmittelbarste Ursache dieses aktuellen Krieges ist ignorierte worden: Israel und ein Großteil der internationalen Gemeinschaft legten der Anfang Juni gebildeten palästinensischen Regierung des „nationalen Konsens“ untragbare Hindernisse in den Weg.

Israel versuchte sofort die Aussöhnungsvereinbarung zu untergraben, indem es die Hamasführer und die Einwohner des Gazastreifens daran hinderte die beiden wichtigsten Vorteile des Handels zu gewinnen: Die Zahlung der Gehälter an 43.000 Regierungsbedienstete, die für die Hamas-Regierung arbeiteten… (Nathan Thrall, New York Times, 17. Juli 2014)

Fakt: Es war PA-Chef Mahmud Abbas, der gegen die Zahlung der Gehälter an die Hamas-Angestellten war; das zeigen zahlreiche Presseberichte. AP schrieb z.B.:

Anfang dieser Woche deutete Abbas an, dass er keine Eile hat die Hamas-Loyalen zu bezahlen. Er sagte, Hamas solle weiter ihre Gehälter zahlen, „bis wir uns auf eine Lösung einigen“. Er kritisierte zudem die Proteste der Hamas-Loyalen wegen der Gehälterfrage und sagte, das sei „ein schlechtes Zeichen“. (AP, 9. Juni 2014)

Mythos: Weil viel mehr Einwohner des Gazastreifens als Israelis getötet worden sind, ist das israelische Handeln „unverhältnismäßig“.

Sehen Sie, wenn Militante im Gazastreifen Raketen nach Israel schießen, dann hat Israel das Recht zu reagieren, aber im selben Verhältnis. Mehr als 200 Gazaner sind getötet worden, drei Viertel davon Zivilisten, sagen die Vertreter der UNO; ein Israeli wurde getötet. (Nicholas Kristof, New York Times, 16. July 2014)

[Israel] verursacht ein riesiges und unverhältnismäßiges Level ziviler Verluste im Gazastreifen. (Christiane Amanpour CNN, 4. Januar 2009)

Die Beschießung von Zivilisten, ob durch die Hamas oder durch Israel, ist möglicherweise ein Kriegsverbrechen. Jedes menschliche Leben ist wertvoll. Doch die Zahlen sprechen für sich: Fast 700 Palästinenser, die meisten davon Zivilisten, sind seit Ausbruch des Konflikts Ende letzten Jahres getötet worden. Im Gegensatz dazu sind etwa ein Dutzend Israelis getötet worden, viele davon Soldaten. (Rashid Khalidi, What You Don’t Know About Gaza , New York Times Op-Ed, 8. Januar 2009)

Fakt: Erstens waren anders als Khalidi damals schrieb drei Viertel der zu diesem Zeitpunkt getöteten Palästinenser Kombattanten, nicht Zivilisten, darunter 290 Hamas-Kombattanten, die besonders identifiziert worden waren.

Darüber hinaus ist es unmöglich Schlussfolgerungen über Recht oder Unrecht aufgrund der Zahl der Getöteten zu erreichen. Bedenken Sie, dass der japanische Angriff auf Pearl Harbor rund 3.000 Amerikaner tötete. Folgt daraus, dass die USA ihren Gegenangriff gegen die japanischen Streitkräfte hätten beenden sollen, sobald eine gleiche Anzahl Japaner getötet worden war? Da sie das nicht machten: Heißt das, dass die USA unverhältnismäßig, in Verletzung des internationalen Rechts oder gar unmoralisch handelten und dass die Japaner die benachteiligte Seite war? Die Antwort darauf ist ein klares Nein.

Führt man das weiter, dann wurden auf dem pazifischen Kriegsschauplatz im Zweiten Weltkrieg mehr als 2,7 Millionen Japaner getötet, darunter 580.000 Zivilisten, demgegenüber 106.000 Amerikaner, die riesige Mehrheit davon Kombattanten. Folgt dann daraus, dass Japan im Recht war und Amerika im Unrecht? Wieder ist die klare Antwort: Nein. Einfach mehr Tote auf der eigenen Seite zu haben gibt dir nicht Recht.

Verhältnismäßigkeit in dem von Nicolas Kristof und vor ihm von Christiane Amanpour und Rashid Khalidi verwendeten Sinn ist bedeutungslos.

Mythos: Israels Handeln ist illegal, da das internationale Recht Verhältnismäßigkeit fordert.

Das internationale Recht … fordert das Element der Verhältnismäßigkeit. Gibt es einen Konflikt zwischen Nationen oder Staaten, dann gibt es ein Gefühl der Proportionalität. Man kann nicht hingehen und 3000 Palästinenser töten und verletzen, wenn man auf der anderen Seite vier getötete Israelis hat. Das ist unmoralisch, das ist illegal. Und das ist nicht richtig. Und es sollte gestoppt werden. (Dr. Riyad Mansour, Palestinian ambassador to the United Nations, CNN, 3. Januar 2009)

Anwalt Salah Abdul Ati, Direktor der Independent Commission for Human Rights, sgate, die israelische Aggression gegen den Gazastreifen stelle Kriegsverbrechen und massive Verletzungen der Menschenrechte dar, was Strafverfolgung erfordert und dass zur Rechenschaft gezogen wird. (Al Monitor, 11. Juli 2014)

Fakt: Verhältnismäßigkeit im Kriegsrecht hat nichts mit der relativen Zahl der Opfer auf beiden Seiten zu tun. Vielmehr bezieht sie sich auf den militärischen Wert des Ziels (wie viel Folgen würde die Zerstörung des Ziels auf den Ausgang der Schlacht oder des Krieges haben) im Verhältnis zu der erwarteten Bedrohung für das Leben oder Eigentum der Zivilisten. Wenn das Ziel von hohem militärischen Wert ist, kann es auch angegriffen werden, wenn es so scheint, dass es dabei einige zivile Opfer geben wird.

Was „verhältnismäßig“ sein soll (der Begriff wird in den entsprechenden Konventionen nicht einmal verwendet), ist der militärische Wert des Ziels gegenüber dem Risiko für die Zivilisten.

Insbesondere Artikel 51 des Protokolls 1 des Zusatzes zur Genfer Konvention von 1977 verbietet als willkürlich:

5(b) einen Angriff, von dem erwartet werden kann, dass er Nebenverluste an zivilem Leben, verletzte Zivilisten, Schaden an zivilen Objekten oder eine Kombination davon verursacht, die in Bezug auf den konkreten und erwarteten militärischen Vorteil übertrieben ist.

Nach diesem Maßstab schienen Israels Bemühungen Raketen zu zerstören, bevor sie auf israelische Zivilisten geschossen werden können, selbst wenn das palästinensische Zivilisten Risiken aussetzt, dem Kriegsrecht perfekt zu entsprechen. Es gibt keine Anforderung, dass Israel das Leben seiner eigenen Bürger in Gefahr bringt, um das der palästinensischen Zivilisten zu schützen.

Mythos: Die Hamas hat keine andere Wahl als Waffen und Kämpfer in bevölkerten Gebieten zu stationieren, das der Gazastreifen so überfüllt ist, dass es nur dort geht.

[Hamas hat keine andere Wohl Der Gazastreifen ist so groß wie Detroit. Und hier leben 1,5 Millionen, wo es keinen Platz gibt, um sie von woanders zu schießen, als aus der Bevölkerung heraus. (Taghreed El-Khodary, New York Times Gaza reporter, on CNN, 1. Januar 2009)

Fakt: Es gibt sogar jede Menge offenes Gelände im Gazastreifen, einschließlich der leeren Stellen, an denen einst die israelischen Siedlungen standen. Die vom Reporter der Times nachgeplapperte Behauptung der Hamas ist Unsinn.

Darüber hinaus ist die eigenen Zivilisten um oder nahe an ein militärisches Ziel zu stellen, um als „menschliche Schutzschilde“ zu dienen, von der Vierten Genfer Konvention verboten:

Art. 28: Die Anwesenheit einer geschützten Person darf nicht genutzt werden, um bestimmte Punkte oder Gebiete für militärische Operationen immun zu machen.

Artikel 58 des Protokolls 1 des Zusatzes zur Genfer Konvention von 1977 (die die PA anerkannt hat) geht diesbezüglich noch weiter und fordert, dass die Hamas palästinensische Zivilisten aus dem Umfeld ihrer militärischen Einrichtungen entfernt, zu denen jeder Ort gehört, an dem Waffen, Mörsergranaten, Bomben und ähnliches hergestellt, gelagert oder von wo aus diese verschossen werden, ebenso von jeden Ort, an dem Kämpfer trainieren, sich sammeln oder verstecken. Hier ist der Text, der die Konfliktparteien auffordert,

(a) … sich zu bemühen die Zivilbevölkerung, einzelne Zivilisten und zivile Objekte unter ihrer Kontrolle aus der Umgebung militärischer Objekte zu entfernen;

(b) es zu vermeiden militärische Objekte in oder nahe dicht besiedelte Bereiche zu stationieren;

(c) alles weiteren notwendigen Vorkehrungen zu treffen, um die Zivilbevölkerung, Einzelpersonen und zivile Objekte unter ihrer Kontrolle gegen die Gefahren zu schützen, die von militärischen Operationen ausgehen.

Selbst die UNRWA trug ihre Meinung dazu bei, als sie am 17. Juli die „Gruppe oder Gruppen“ verurteilte, die Raketen in einer von der UNO betriebenen Schule in Gaza versteckt hatte.

Die Hamas als defacto-Regierung im Gazastreifen ist für die in zivilen Gebäuden und Bereichen versteckten Raketen und andere Waffen verantwortlich und hat eindeutig alle drei der oben angeführten Bestimmungen verletzt.

Mythos: Israel ist im Unrecht, wie les nicht fair kämpft: Es hat eine Raketenabwehr und Bunker, die Palästinenser aber nicht.

Ben Wedeman, leitender internationaler CNN-Korrespondent: Es wird noch viel schlimmer. Hier im Gazastreifen ist es bereits schlimm, Erin wir haben nach Angaben unserer Quellen derzeit eine Zahl von 113 Toten. Wenn man im Hinterkopf behält, dass die Palästinenser natürlich kein System Eiserne Kuppel haben, das die israelischen Raketen vom Einschlag abhält, gibt es für die Zivilisten hier keine Luftschutzsirenen, die die Leute vor einfliegenden Angriffen warnen. Es gibt keine Bunker. Es gibt Luftschutzräume, es gibt nichts, wo man sich verbergen kann. (CNN, 11. Juli 2014)

Fakt: Warum hat die Hamas keine Bunker für die Zivilisten im Gazastreifen gebaut? Wer hält sie davon ab? Die Hamas hat riesige Mengen Zement importiert, doch dieser wurde dem zivilien Sektor gewaltsam abgezogen und stattdessen für den Bau von Bunkern und Tunneln für Hamasführer und -kämpfer verwendet, ebenso für die Positionen versteckter Raketenabschussrampen und unterirdischen Lagern voller Waffen, einschließlich Langstreckenraketen.

Dass andererseits Israel seit den frühen 1990-er Jahren verlangt, dass alle neuen Häuser einen sicheren, armierten Raum haben und der Bau von (oft rudimentären) Luftschutzräumen in den Gemeinden nahe des Gazastreifens hat geholfen israelische Zivilisten vor Hamas-Angriffe zu schützen, allerdings zu Kosten von mehr als einer Milliarde Dollar.

Es ist schon ironische, dass Israel für erfolgreichen Schutz seiner Zivilisten durch Befolgung des internationalen Rechts kritisiert wird, während man die Hamas als Opfer darstellt, weil sie genau dieses internationale Recht verletzt.

Mythos: Der Gazastreifen ist eines der „am dichtesten besiedelten Gebiete“ der Erde.

Kritiker sagen Israels schwere Bombardierung eines der am dichtesten besiedelten Gebiete der Welt ist an sich der Hauptfaktor dafür, dass die Zivilisten gefährdet sind. Sarit Michaeli von der israelischen Menschenrechtsgruppe B’Tselem sagte, dass zwar menschliche Schutzschilde zu nutzen das internationale Menschenrecht verletzt, dies aber „Israel nicht die Rechtfertigung gibt das internationale Menschenrecht auch zu verletzen“. (AP via Politico, 12. Juli 2014)

Fakt: Der Gazastreifen ist weit davon entfernt das am dichtesten besiedelte Territorium der Welt zu sein – viele Orte der Welt, einige reich und andere sehr arm, sind dichter besiedelt als der Gazastreifen. Nur einige Beispiele:

Bereich Bevölkerungsdichte
(Personen / Quadratmeile)
Gazastreifen 8.666
Washington DC 9.176
Gribraltar 11.990
Singapur 17.751
Hong Kong 17.833
Monaco 41.608
Macau 71.466
Kairo 82.893
Kalkutta 108.005
Manila 113.810
Quellen: Statistical Abstract of the United States, 2004-2005, Tabellen 18 und 1321; Demographia — Population Density: Selected International Urban Areas and Components )

Mythos: Trotz Israels Abzug aus dem Gazastreifen im Jahr 2005 besetzt es diesen noch über seine Kontrolle der Grenzen des Territoriums, der Küstengewässer, des Luftraums und der Stromversorgung.

Trotz Israels Abzug von Siedlungen und Militärbasen im Jahr 2005 bleibt Gaza sowohl in Realität als auch nach dem internationalen Recht besetzt; seine Grenzen, Küstengewässer, Ressourcen, Luftraum und Stromversorgung werden von Israel kontrolliert.

Die Palästinenser des Gazastreifens sind also ein besetztes Volk … (Seumas Milne, The Guardian, 16. Juli 2014)

Fakt: Von den Landgrenzen mit dem Gazastreifen kontrolliert Israel recht natürlich diejenigen, die an Israel stoßen; die Grenze zu Ägypten bei Rafah wird von Ägypten kontrolliert. Darüber hinaus ist unter dem internationalen Recht klar, dass Israel Gaza nicht besetzt. Botschafter Dore Gold formulierte das in einem detaillierten Bericht zum Thema so:

Das tonangebende Dokument zur Definition des Bestehens einer Besatzung ist die Vierte Genfer Konvention von 1949, „über den Schutz von Zivilpersonen in Kriegszeiten“. Artikel 6 der Vierten Genfer Konvention erklärt ausdrücklich: „Die Besatzungsmacht soll für die Dauer der Besatzung in dem Maß gebunden sein, dass diese Macht die Funktionen der Regierung in diesem Territorium ausübt…“ Wenn keine israelische Militärregierung ihre Amtsbefugnis oder eine „der Funktionen einer Regierung“ im Gazastreifen ausübt, dann gibt es keine Besatzung. (Legal Acrobatics: The Palestinian Claim that Gaza is Still “Occupied” Even After Israel Withdraws, Botschafter Dore Gold, JCPA, 26. August 2005)

Doch was ist, wenn wir trotzdem Milnes Behauptung ernst nehmen, dass Israel die Besatzungsmacht und daher rechtlich die souveräne Macht im Gazastreifen ist? In diesem Fall wäre der zuständige Gesetzeskorpus die Haager Landkriegsordnung sein, in der der entsprechende Artikel besagt:

Da die Ausübung der legitimen Macht faktisch in die Hände des Besatzers übergegangen ist, muss letzterer alle in seiner Macht stehenden Maßnahmen anwenden, um die öffentliche Sicherheit und Ordnung wiederherzustellen und – soweit möglich – sicherzustellen, wobei die in Kraft befindlichen Gesetze des Landes, außer das wird absolut verhindert, eingehalten werden. (Artikel 43, Laws and Customs of War on Land (Hague IV); 18. Oktober 1907)

Nach diesem Artikel wäre daher Israels Einmarsch in den Gazastreifen völlig legal als legitime Ausübung der Verantwortung Israels zur Wiederherstellung und Sicherstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in Gaza. Dazu würde auch die Beseitigung der Hamas gehören, die nach Milnes Logik im Gazastreifen eine illegitime Macht ist. Nach dem internationalen Recht – und den Oslo-Vereinbarungen – hat die Hamas keinesfalls das Recht Waffen zu horten und Israel anzugreifen und Israel ist daher berechtigt Maßnahmen zur Entwaffnung der Hamas zu treffen und zu verhindern, dass sie sowohl die israelische Bevölkerung als auch die von Gaza terrorisiert. Das ist die zwangsläufige Logik der Haltung Milnes.

Die Foto-Lüge eines „Pro-Palästinensers“

30. Juli 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Palästinenser | 2 Kommentare
Schlagwörter: , , ,

Wieder mal ein Beispiel für die Dreistigkeit der angeblichen „Pro-Palästinenser“, die in Wahrheit einfach nur Antisemiten sind – Eldad Beck fand das hier auf Instragram:

Haifa-is-bombed[qm]

Dieser Sham Idrees kenn keine Scham. Er nimmt ein Bild von Haifa und stellt eines von bombardierten Ruinen darunter, um zu behaupten das oben sei eine wunderbare Palästinenserstadt (Gaza), die ohne jeden Grund zerbombt worden sei.

Jeder, der sich ein wenig auskennt und/oder mal in Israel war, dürfte Haifa erkennen. Im Vordergrund befindet sich der Garten des Bahai-Tempels. Den würden die Hamasniks und andere Islamistentruppen ganz schnell platt machen, bekämen sie die Stadt in die Finger. Dann sähe es zumindest am Hang des Carmel-Gebirges so aus, wie auf dem unteren Bild.

Wir kennen das inzwischen: Bilder aus Syrien (von Assad und/oder ISIS ermordete Kinder) werden als Opfer der Israelis herumgereicht; ebenso Bilder aus früheren Kämpfen/Kriegen. Die Hetzer haben sogar Bilder der von arabischen Terroristen ermordeten jüdischen Familie Fogel schon als arabische Opfer Israels ausgegeben. Und hier bei uns glauben sie den Müll, geben ihn weiter – und wenn man ihnen nachweist, dass das Lügen sind, dann haben sie kein Problem das entweder zu bestreiten oder für unwichtig zu erklären.

Der arme Yassin Al-Kilani. Hamas sagt, er wurde dreimal getötet.

26. Juli 2014 um 6:00 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Medien+Nahost, Palästinenser | 1 Kommentar
Schlagwörter: ,

Elder of Ziyon, 24. Juli 2014

87studien

Gestern machte Israellycool die interessante Entdeckung, dass viele der Namen auf Al-Jaziras Liste der Opfer im Gazastreifen (die Namen bekamen sie vom von der Hamas geführten Gaza-Gesundheitsministerium) mehr als einmal aufgeführt waren. Bei weniger als 500 aufgeführten bekannten Namen zählte er 33, die zweimal vorkamen.

Ich habe mir die Liste selbst angesehen und zähle noch mehr – etwa 42 Namen von 592 werden mehr als einmal aufgelistet. Sie werden in der Regel unterschiedlich buchstabiert, aber es ist klar, dass es sich um dieselben Namen handelt. Und es kommt noch besser: Zwei Personen werden dreimal als getötet geführt! Und durch puren Zufall sind beides Kinder!

Der 8 oder 9 Jahre alte Yassin Ibrahim Dib al-Kilani wurde auch als Yasssin Ibrahim Dieb Alkilani und Yasser Ibrahim Dib al-Kilani eingetragen.

Der 13 oder 14 Jahre alte Hiba Hamed Mohammed Alshiekh Khalil/Hiba Hamid Asheik Khalil wurde ebenfalls dreimal eingetragen, zweimal so, wie er im zweiten Fall geschrieben wurde und in der Liste als doppelt notiert, aber trotzdem ist er noch da und wurde separat gezählt.

Das bedeutet, das 7% der Namen, die den Weltmedien feierlich angeboten werden, doppelt oder dreifach gezählt wurden.

Im Gegensatz dazu zähle in der PCHR-Liste der über 1400 nach Gegossenes Blei aufgeführten Namen nur 5 doppelt.

Natürlich führt diese Liste die übrigen Lügen nicht auf – Menschen, die von Hamas-Raketen getötet wurden; Menschen, die als „Kollaborateure“ hingerichtet wurden (davon wurden 9 gemeldet); und diejenigen, die vielleicht natürlicher Tode gestorben sind und als Opfer gezählt werden. Die Hamas hat nicht gerade eine Bilanz ehrliche Angaben zu machen.

Meine einzige Frage an die vielen Reporter, die immer noch die Hamas-Zahlen nutzen: Wenn einmal bewiesen ist, dass eine Quelle lügt, ist es dann Standard ihr weiter zu vertrauen?

Wissen Sie, ich bin kein professioneller Journalist, nur ein einfacher Blogger. Vielleicht verstehe ich die Regeln nicht so gut wie die Typen, die dafür bezahlt werden. Ich bin bereit zu lernen. Immerhin: Wenn ich anfange meine Standards zu lockern, wird das Bloggen der Nachrichten eine ganze Menge einfacher werden.

Angriff auf Israel mit der Großen Lüge: Völkermord

17. Juli 2014 um 13:14 | Veröffentlicht in Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, Propaganda | 1 Kommentar
Schlagwörter: , , , ,

Jonah Goldberg, Los Angeles Times, 15. Julil 2015

„Der Unterschied zwischen uns sieht so aus“, erklärte der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu auf Fox Nes Sunday: „Wir nutzen Raketen zum Schutz unserer Zivilisten, während sie ihre Zivilisten nutzen, um ihre Raketen zu schützen.“

Das ist ein klassisches Thema. Es ist auch objektiv wahr und diese Wahrheit ist für Israels Kritiker sehr frustrierend.

Man muss lediglich in den Dreck auf Twitter eintauchen und die Timelines für Hashtags wie #GazaUnderAttack und #GenocideInGaza lesen: „Sie töten die Frauen und Kinder, um sicherzustellen, dass es in Palästina keine neue Generation gibt.“ „Ein Holocaust kann NIEMALS einen anderen rechtfertigen.“

Und da reden wir noch nicht von dem weltweit trendigen Hashag #HitlerWasRight (Hitler hatte recht).

Natürlich findet sich das nicht nur auf Twitter. Mahmud Abbas, der Chef der nichtsnutzigen Palästinensischen Autonomiebehörde, verurteilte Israel neulich, weil es im Gazastreifen „Völkermord“ begehe. Seit Jahrzehnten haben politische Karikaturisten und karikaturhafte Politiker von sich gegeben Israel trage jetzt die SS-Uniform.

Auch das ist ein grundlegendes Thema – und ein sehr altes. Allerdings ist es einfach nur gelogen.

Wären die Israelis an Völkermord interessiert oder wären sie es je gewesen, dann wären sie darin äußerst inkompetent. Wie die Verleumdungen laufen, ist es schon fast lustig, wie die alte, paranoide Einbildung, dass George W. Bush gleichzeitig ein Depp und ein kriminelles Superhirn sei.

Einerseits soll das israelische Militär skrupellos kompetent und entschlossen sein die Palästinenser auszulöschen. Andererseits hat die palästinensische Bevölkerung seit 1970 um 100% zugenommen. Die Bevölkerung des Gazastreifens hat sich seit 1990 fast verdreifacht. Die Palästinenser selbst erwarten, dass die Bevölkerung sich in den nächsten 20 Jahren verdoppelt. „Völkermord“ ist ein vollgepackter Begriff, doch sollten nach jeder noch so entfernt vernünftigen Definition die Zahlen nicht in die andere Richtung gehen?

Es ist nur eine Ahnung, aber wenn die Israelis so viele Palästinenser wie möglich auslöschen wollten, ganz zu schweigen von Völkermord, würden sie vermutlich den Menschen im Gazastreifen keine Warnungen (über Telefon und Flugblätter) zukommen lassen, damit sie sich in Sicherheit bringen. Sie würden auch keine Hunderte LKW-Ladungen an Lebensmitteln und medizinischen Gütern in den Gazastreifen lassen, währen Hunderte Raketen diesen verlassen.

Und wenn die Hamas in erster Linie mit dem Schutz des Lebens der Palästinenser beschäftigt wäre, unabhängig vom Völkermord, dann würden sie nicht die Gazaner beschwören in ihren Häusern zu bleiben – um als menschliche Schutzschilde zu dienen und die Opferzahlen als Propagandamittel zur Verstärkung des internationalen Drucks auf Israel zu inflationieren.

Eine perverse Beschwerde, die oft subtil in den Mainstreammedien nachgeplappert wird, besteht darin, es sei irgendwie unfair, dass – bisher – keine Israelis durch Raketenangriffe aus dem Gazastreifen sterben. Die Israelis haben das Verteidiungssystem „Eiserne Kuppel“, das auf Zivilisten gerichtete Raketen abfängt. Sie haben auch Bunker; die Palästinenser haben das nicht. Sie haben diese Dinge, wie Netanyahu sagte, weil Israelis daran interessiert sind ihre Bürger zu schützen.

Jonathan Tobin vom Commentary Magazine stellt fest, dass niemand fragt, warum die Palästinenser keine Bunker haben. Sie Annahme ist, dass die Gazaner nicht die Mittel haben sie zu bauen. Das stimmt nicht, denn sie haben Bunker – sie behalten sie nur den Hamasführern und –Kämpfern vor. Fakt ist, dass die Hamas Tausende Tunnel unter dem Gazastreifen gebaut hat, weitgehend damit sie mehr Raketen darin schmuggeln und lagern kann, um sie auf Israel schießen zu können. Bessere wäre es, diese Tunnel würden als Schutzräume für Zivilisten genutzt, doch das würde bedeuten sie nicht für das übergeordnete „Wohl“ sterben zu lassen.

Natürlich ist nicht so schlimm wie die Nazis zu sei eine sehr niedrig liegende Latte. Und die Tatsache, dass Israel sie si einfach überquert, wie ein Stabhochspringer, der über einen Ziegelstein springt, ist nicht dasselbe wie zu sagen, Israel sei fehlerlos. Doch Israels Unzulänglichkeiten entstammen weitgehend der Tatsache, dass es versucht mit „Friedenspartnern“ zurechtzukommen, die offen desinteressiert an dauerhaftem Frieden sind. Dieses Problem zu lösen ist schwierig. So schwierig, dass mancher Juden lieber „Nazi!“ zuruft.

Es ist ein moralischer Skandal, dass es überhaupt nötig ist diese unangenehme Wahrheit aufbringen zu müssen. Es ist aber notwendig, weil selbst von denen, die niemals sagen würden „Hitler hatte recht“ nichtsdestotrotz eine Menge eine ander Lektion der Nazis verinnerlicht haben. Es war Joseph Goebbels, der (sinngemäß) sagte: „Eine Lüge muss nur groß genug sein und immer wieder wiederholt werden, dann werden die Leute sie irgendwann glauben.“*

—–

Anmerkung heplev:
entsprechende Zitate werden sowohl Goebbels als auch Hitler zugeschrieben:
– Je größer die Lüge desto mehr laufen hinterher. (Josef Goebbels)
– Je größer die Lüge, desto mehr Menschen folgen ihr. (Adolf Hitler)
– Die Menschen werden jede Lüge glauben, vorausgesetzt sie ist groß genug. (Adolf Hitler)
– Die meisten Menschen werden leichter Opfer einer großen Lüge als einer kleinen. (Adolf Hitler: Mein Kampf)

Pallywood von Middle East Monitor

19. Juni 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
Schlagwörter: , ,

gefunden auf Facebook und eingedeutscht:

MEMonitorPallywood

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (08.-14.06.2014)

14. Juni 2014 um 22:00 | Veröffentlicht in Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO, USA | Hinterlasse einen Kommentar
Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , ,

Sonntag, 08.06.2014:

Hamas und Palästinensischer Islamischer Jihad geloben den Terror fortzusetzen, komme was da wolle. Haniyeh in Gaza: „Die Hamas-Bewegung wird ihre Rolle nicht aufgeben und wird nicht entwaffnet.“

In Ramallah waren heute die Geschäfte geschlossen, es wurden schwarz-weiße Fahnen und Sprüche wie „Freiheit für Gefangene“ oder „Ketten müssen gebrochen werden“ aufgehängt, um damit 300 hungerstreikende Terroristen zu unterstützen.

Der UNO-Gesandte Robert Serry war im Gazastreifen und traf sich mit vier Ministern der neuen Einheitsregierung, um ihnen die Unterstützung der UNO zuzusichern. Er versprach mehr Entwicklungshilfe und forderte die Aufhebung der Blockade durch Israel.

Montag, 09.06.2014:

Die Terrorstatistik für den Monat Mai weist einen leichten Anstieg der Zahl der Anschläge auf: 116 gegenüber 114 im April. In Judäa und Samaria waren es 96 (vorher 80), 17 im Raum Jerusalem (April: 13); in Jerusalem selbst 11 (April: 7). Nur vom Gazastreifen ging weniger aus als im Vormonat (9 gegenüber 23).

Die Fünfte Kolonne: Raed Saleh, Kopf der extremistischen Islamischen Bewegung in Israel, schrieb einen bösen Brief an den Papst. Saleh schimpft, weil der Papst bei seinem Besuch in Israel die Westmauer besuchte. Diese sei eine rein islamische Stätte und Papst Franz habe damit für die Besatzung Propaganda gemacht.

Die PA lässt seit der vergangenen Woche keine israelischen Wassermelonen mehr in die Palästinensergebiete importieren lassen; gleichzeitig werden aber arabische Agrarprodukte weiter nach Israel geliefert. Der israelische Gemüsebauernverband spricht von einem nicht offiziell ausgerufenen Boykott durch die PA.

Dienstag, 10.06.2014:

Was macht Abbas? Er lügt in der Öffentlichkeit, um die Amerikaner zu täuschen und auszutricksen. Das gab ein Hamas-Vertreter jetzt in einer „privaten“ Unterhaltung weiter. Abbas hatte das den Gaza-Terroristen gesagt, um ihnen klar zu machen, was er mit seinen „palästinenserfeindlichen“ Äußerungen dem Westen gegenüber erreichen will. (Wann glaubt man im Westen endlich dem, was die Terrortruppen auf Arabisch von sich geben?)

Die Hamas ruft die PalAraber auf israelische Soldaten zu verletzen und jüdische Gemeinden anzugreifen. Der Grund diesmal: Es wurde ein Gesetz beschlossen, das hungerstreikende Terror-Häftlinge zwangsernährt werden. Das geht ja nun gar nicht, dass man Selbstmördern das Sterben verbietet!

Die offizielle Zeitung der PA lässt wissen, dass „Israel durch Handeln lebt, das es von den Nazis übernommen hat“.

Mittwoch, 11.06.2014:

Die IDF fasst den Mai 2014 zusammen: 173 Vorfälle mit Steinwürfen, 99 mit Brandsätzen/Molotowcocktails.

Mahmud Abbas jammerte über die Rakete vom Morgen – aber nicht, weil der Terror irgendetwas Unmoralisches ist, sondern weil er „die politische Stabilität“ und die Einheit von Fatah und Hamas bedroht.

Umfrage: 56% der PalAraber sind gegen eine Wiederaufnahme der Gespräche mit Israel; weniger als ein Drittel finden, diese sollten wieder aufgenommen werden.

Donnerstag, 12.06.2014:

Raketen-Bilanz 2014 bisher: Mehr als 200 Raketen/Flugkörper wurden aus dem Gazastreifen nach Israel geschossen. (Im Vergleichzeitraum des Vorjahres waren es 100.)

Die Fatah feiert mal wieder Massaker an Israelis und die „Helden“, die Zivilisten ermordeten.

Arabische Studenten an der Hebräischen Universität in Jerusalem haben eine Bewegung „Watan“ (Heimatland) gegründet; sie will ein „kulturelles Trojanisches Pferd“ (nicht nur) innerhalb dieser israelischen Institution sein.

Der Friedenspartner-Partner: Ein offizieller Hamas-Typ forderte die Fatah auf sich dem Jihad der Hamas anzuschließen. „Kugeln und Bomben sind Musik in unseren Ohren“, ließ er zudem wissen.

Die PA will sich bei weiteren UNO-Gremien um Mitgliedschaft als „Staat Palästina“ bewerben.

Die USA drängen Mahmud Abbas gegen das Raketenfeuer aus dem Gazastreifen vorzugehen. Fragt sich nur: Wie? Das sagen sie ihm nicht.
Sie nehmen es auch nicht zum Anlass die Zusammenarbeit mit der Terroristen-„Regierung“ aufzukündigen.

Klar, was sonst? Wer sonst? Nicht die Terror-Raketen aus dem Gazastreifen, nicht die Terror-Steinwürfe im Judäa und Samaria, nicht… sind das, was „die Region in Gewalt stürzen“, sondern wenn Israel einen Top-Terroristen ausschaltet. Sagt jedenfalls Mahmud Abbas (der die arabischen Terroraktivitäten mehr oder weniger für nichtexistent erklärt). Fragt sich nur noch, wann man im Westen wieder in dasselbe Horn tutet.

Freitag, 13.06.2014:

Drei israelische Teenager werden im Gush Etzion vermisst. Es wird vermutet, dass Terroristen sie entführt haben.

Projektion: Ein ehemaliger PA-Religionsminister behauptet „jüdische Extremisten“ würden eine Drohne bauen, die sie mit Sprengstoff gefüllt in die Al-Aqsa-Moschee fliegen wollten, um diese in die Luft zu jagen. Dabei sagte er nicht durchgängig „jüdische Extremisten“, sondern gerne auch „Israel“ (aber das ist für die Terroristen ja ohnehin dasselbe).

Samstag, 14.06.2014:

Die Hamas feiert die „Operation von Hebron“; dort sind 3 israelische Jugendliche (Jeschiwa-Schüler) verschwunden und es wird davon ausgegangen, dass Terroristen sie entführt haben. Mahmud Abbas hat heuchlerisch Hilfe bei der Suche versprochen. Die Hamas „kritisiert“ das heftig.
Inzwischen haben zwei Terrorgruppen (eine davon bisher unbekannt) für sich reklamiert die Jungen entführt zu haben.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Nächste Seite »

Bloggen Sie auf WordPress.com. | The Pool Theme.
Entries und Kommentare feeds.

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 484 Followern an

%d Bloggern gefällt das: