Perfektes Pallywood-Bild: Erfolgsfoto von brüllendem Mann ist nicht das, was es zu sein scheint

18. Oktober 2014 um 10:06 | Veröffentlicht in Israel, Jerusalem, Medien+Nahost, NGOs, Palästinenser | 5 Kommentare
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Aussie Dave, Israellycool, 15. Oktober 2014

Das folgende Foto ist in den sozialen Medien rundgegangen, verbreitet vom antiisraelischen und antisemitischen Abschaum im Internet:

(twitter-Eintrag: israelische religiöse Fanatiker halten Palästinenser davon ab in der Al-Aqasa-Moschee in Jerusalem zu beten)

(twitter-Eintrag: israelische religiöse Fanatiker halten Palästinenser davon ab in der Al-Aqasa-Moschee in Jerusalem zu beten)

Das ist der feuchte Traum eines jeden Israelhassers und/oder Judenhassers: Ein israelischer Mann brüllt eine arme, wehrlose Palästinenserin an, hält sie vom Beten an ihrem heiligen Ort ab.

Oder ist das nicht so?

Wenn man sich die Hand der Frau genauer ansieht, dann zeigt das, dass sie ein jüdisches Pslamen-Gebetbuch hält!

Was will eine arabische Frau mit einem Psalmenbuch? Man könnte annehmen, dass sie es dem Juden stahl, was sein wütendes Auftreten erklären könnte.

Wir Glücklichen müssen uns nicht auf Vermutungen verlassen. Sehen Sie sich dieses Video des Geschehens an. Nach rund 6 Sekunden können Sie sehen, wie sie dem abgebildeten Mann etwas entreißt:

Hier ist ein deutlicheres Video, das das Maß der Provokation hier genau zeigt:

Nicht nur das, sondern Sie können auf dem Video auch sehen, dass es die Araber sind, die die Juden vom Beten abhalten. NICHT umgekehrt. Das Video hat tatsächlich den Titel „Sehen Sie israelische Siedler, die in die Al-Aqsa-Moschee einbrechen“, was Codesprach für „Juden gehen zu ihrem heiligsten Ort, dem Tempelberg“ ist.

Wieder einmal kann ein Foto tausend Worte sprechen – und alle sind gelogen.

Denken Sie daran: Hinterfragen Sie immer Ihre Quellen, besonders wenn es die Israel und die Juden hassende Brigade betrifft.

UPDATE: Ein weiteres Foto dieser Szene zeigt denselben Mann, wie er von einer anderen Araberin körperlich angegriffen wird. Achten sie auf die Bildbeschreibung; sie ist so zu übersetzen, dass sie der Behauptung, der Mann habe irgendjemanden von Beten abgehalten, diametral entgegen steht.

UPDATE: Ein weiteres Foto der Szene bestärkt, wer versucht wen am Beten zu hindern (hat tip: Elder of Ziyon).

Was wir hier haben, ist also ein weiteres Beispiel von „turnspeak“*, der palästinensischen Propagandatechnik, über die Joan Peters in ihrem Buch „From Time Immemorial“ geschrieben hat:

Der Begriff wurde erstmals von Journalisten genutzt, um deutsche Propaganda zu beschreiben, nachdem dieses im März 1939 in die Tschechoslowakei einmarschiert war. Um Verständnis für die Invasion zu bekommen praktizierten die Deutschen das, was als „turnspeak“ bekannt geworden ist. Sie kehrten die Schuld um und wiesen sie den Tschechen zu, weil die angeblich versuchten einen offenen Krieg in der Region herbeizuführen. Mit anderen Worten: Die Tschechen seien durch ihren Versuch an ihrem Land festzuhalten bereit ganz Europa in einen Krieg zu stürzen.

Wie reagierte der Rest Europas auf diese Lüge? Sie glaubten sie. Die Führer der Welt entschieden, dass etwas getan werden musste, um den Frieden um jeden Preis zu erhalten.

Der Schriftsteller William Shirer, der damals als Reporter in Europa unterwegs war, fasste die Wahrheit einfach zusammen, als er schrieb: „Also war das Notlage der deutschen Minderheit in der Tschechoslowakei nur ein Vorwand… um in einem Land, das er [Hitler] haben wollte, einen neuen Eintopf zu kochen, es zu untergraben, seine Freunde zu verwirren und in die Irre zu führen und seine wahren Absichten zu verheimlichen… den tschechoslowakischen Staat zu zerstören und sich seine Territorien zu greifen…“

UPDATE: Nach Angaben von Yisrael in den Kommentaren (bei Israellycool) ist der angegriffene Jude Shear-Yashuv Klamanovitz, Sohn des Jerusalemer Stadtverordneten Dov Kalmanovitz.

Weitere palästinensische Fälschungen

4. Oktober 2014 um 11:47 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Medien+Nahost, Nahost-Konflikt | Hinterlasse einen Kommentar
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Thomas Wictor, 23. Juli 2014 (Übersetzung: Yvaine de Winter)

Am 21. Juli 2014 schrieb ich einen Beitrag namens „Ein gefälschtes Schreckensvideo aus Gaza“. Mehrere Leute kontaktierten mich, wobei sie entweder versuchten, mich zu überzeugen, dass ich falsch lag, oder dass dieses Video eine höhere Wahrheit repräsentiert, auch wenn es falsch ist. „Falsch, aber akkurat“ ist die Formulierung aus den gefälschten 2004er Memos der Texas Air National Guard, die George W. Bush in einem unvorteilhaften Licht darstellten. Eine Frau sandte mir ein Bild eines blutüberströmten jungen Mannes. Das war kein Argument gegen meinen Beitrag, und wie sich zeigen sollte, ist das Bild einfach eine weitere palästinensische Fälschung.

Hier das Foto, das mir zugeschickt wurde.

Laut der Bildbeschreibung wurde der blutüberströmte Mann bei einem israelischen Luftangriff in Khan Younis im Südteil des Gazastreifens verwundet. Ich suchte per Google Images nach dem Foto, aber diese Version ist die einzige verfügbare.

Aber…

Reuters hat ein ähnliches Bild auf ihrem Blog „Editor’s Choice“ veröffentlicht, der ihre besten Bilder der letzten 24 Stunden zeigt.

Dieselben beiden Männer, aber nun ist der weinende Mann mit dem Blut seines Vaters bedeckt, vergossen während eines israelischen Artillerieangriffs.

Also haben wir widersprechende Informationen von der Associated Press und von Reuters. Im Reuters-Foto sind Gesicht und Hände des Mannes völlig sauber. Schaut auf sein Haar; es ist locker und trocken. Im Foto, das mir Frau Farzana Arab geschickt hat, ist das Haar blutverklebt.

Denken wir eine Sekunde darüber nach. Kam er rein und sah so aus wie auf dem linken Bild und wurde ihm das Blut aus Gesicht und Händen gewaschen, würden sie ihm dann sein Haar trockenfönen? Natürlich nicht. Das linke Foto wurde also offensichtlich nach dem rechten Foto geschossen, was beweist, dass die Szene gefälscht ist. Er machte Blut auf Gesicht und Hände, nachdem er ins Krankenhaus kam. Und es gibt noch mehr Punkte, anhand derer ich sagen kann, dass diese Szene gefälscht ist.

Im rechten Foto sieht man, dass er Latexhandschuhe getragen hat. Das Blut an seinen Armen hört in perfekt gerader Linie an seinen Handgelenken auf.

Und es gibt keine Tränen auf den Bildern. Im rechten Foto schaut er so aus, als würde er eine Oper singen, nicht wahr?

Hier sind Palästinenser, die gegen Netanyahu protestieren.

Nun, wo habe ich diese Farbe vorher schon gesehen?

Versteht mich nicht falsch: Es gibt heftige Kämpfe in Khan Younis. Ihr müsst nur die täglichen Meldungen der IDF lesen. Am 23. Juli – dem Tag, an dem diese gefälschte Tragödie aufgeführt wurde – bombardierten die Israelis das Haus von Hamas-Kommandant Mohammed Deif in Khan Younis. Außerdem nahmen sie die Kommandanten des Palästinensischen Islamischen Jihad (PIJ) ins Visier.

Acram Salah Mahmmar Sh’ar – Ein ranghoher PIJ-Kämpfer. Verantwortlich für die militanten Aktivitäten der PIJ im Gebiet Khan Younis. War verantwortlich für die Ausführung von Angriffen gegen IDF-Streitkräfte an der Grenze von Gaza und für Raketen, die aus dem Gebiet von Khan Younis auf israelische Gemeinden abgefeuert wurden.

Achtet auf die Vergangenheitsform. Ich wette, Sh’ar ist bereits Vergangenheit.

Was den Hamas-Kommandanten Mohammed Deif betrifft, so sitzt dieser im Rollstuhl, da er bei einem israelischen Luftangriff 2006 beide Arme und Beine verlor. Hamas liebt Führer in Rollstühlen. Ahmed Yassin war Mitbegründer der Hamas. Er war Quadriplegiker.

Trotz seines Erscheinungsbilds war er ein sehr gefährlicher Mann, der Selbstmordanschläge auf Israel befahl. Deshalb töteten ihn die Israelis am 22. März 2004 mit einem Hellfire-Geschoss. Ich poste das nicht, aber es gibt Fotos von Palästinensern, die mit einer Bahre zu einem Krankenhaus eilen. Auf der Bahre ist… Yassins Kopf. Surreal in jeglicher Hinsicht. Legte ein Arzt im Krankenhaus ein Stethoskop an den Kopf und erklärte ihn zu einem Ex-Terroristen?

Während Palästinenser ihre Fotos verletzter Zivilisten fälschen, betreibt die Hamas echte Attacken. Sie übernahmen das al-Wafa-Rehabilitationskrankenhaus und nutzten es als Einsatzzentrale und Munitionsdepot. Von dieser Stellung aus feuerten sie auf israelische Soldaten. Die IDF rief die Palästinenser zweimal an und warnte sie vor dem, was passieren würde.

Die sekundären Explosionen sind ein Beweis für die gelagerte Munition.

In der Zwischenzeit errichteten die Israelis ein Feldhospital für verwundete palästinensische Zivilisten. Hier die Reaktion der Hamas:

Sie beschossen palästinensische Zivilisten ganz bewusst mit Mörsern. Warum? Um Israel zu beschuldigen.

In diesem Konflikt – wie in allen anderen – nutzt Hamas Krankenwagen, um Terroristen und Waffen zu transportieren. Aus irgendeinem Grund kratzt das die Weltgemeinschaft nicht. Hamas weiß das und versucht nicht mal, ihre völlige Ablehnung internationaler Gesetze zu verstecken. Es wurde viele Male auf Film festgehalten.

Wird die Palästinenserbehörde mit steinewerfenden Hamas-Unterstützern konfrontiert, geschieht das:

Wo bleibt der internationale Aufschrei? Die Israelis benutzen Gummigeschosse, und die Welt macht vor lauter Zorn und Wut ihre kollektiven Windeln voll. Die Palästinenserbehörde benutzt SCHARFE MUNITION gegen ihre eigenen Leute, und die Welt gähnt.

Die Welt ist verrückt. Israel hat recht, wenn es den internationalen Druck ignoriert.

Als ich nach einem Foto von Hamasmitbegründer Ahmed Yassin suchte, dessen Kopf später vom Körper getrennt wurde, fand ich einen Blogeintrag, der seines Todes gedachte. Er ist mit folgendem Foto verziert:

Ich gab das Bild bei Google Images ein, und das Resultat verschaffte mir einen Lachanfall. Das Foto stammt von der kanadischen Fotografin Dina GOLDSTEIN! Es ist aus ihrer Serie Fallen Princesses und basiert auf Disney-Charakteren. Es ist Jasmin.

Es ist der perfekte Kommentar zur kindischen Geistesgestörtheit Pallywoods. Ein Mahnmal. Ein virulent antiisraelischer, frauenfeindlicher, wahabitischer Terrorist nutzt das vollbusige Kunstwerk einer in Tel Aviv geborenen Jüdin.

Hier ist ein Auszug aus dem irren Gerede eines typischen stumpfsinnigen, fernsehvernebelten Clowns, der sich auf YouTube mit mir anlegte:

Dies ist jemand, der absolut niemals liest. Ich fragte diesen Witzbold, wer seiner Meinung nach die Hamas bewaffnet und trainiert, und er sagte, er wisse es nicht, aber es sei irrelevant. Nun, eigentlich ist es durchaus wichtig, denn die Hamas wird von Irans Quds-Streitkräften bewaffnet und trainiert. Hamas ist so weit von einer „zusammengewürfelten Bürgerwehr“ entfernt wie nur irgend möglich. Die IDF geht von Haus zu Haus und sucht nach den Tunneleingängen. Sie überleben Angriff nach Angriff nach Angriff, nicht weil die Hamas eine „zusammengewürfelte Bürgerwehr“ ist, sondern weil die IDF absolut spektakuläre Kämpfer sind.

Der Idiot, dessen Gebrabbel ich soeben gepostet habe, übersieht auch ganz bequem die Tatsache, dass die Hamas den ganzen Rummel beginnt. Was er niemals zugeben würde, ist, dass er ein Rassist ist, der Araber als weniger wert ansieht. Für ihn sind das harmlose kleine Teppichhändler. Die IDF weiß es besser. Jeder mit einem funktionierenden Gehirn weiß es besser.

Die Besten sind des Zweifels voll, die Ärgsten

sind von der Kraft der Leidenschaft erfüllt.

- William Butler-Yeats

Ich überlasse Dina Goldstein das letzte Wort über die Hamas, deren Speichellecker und die judenhassenden, israelhassenden Durchgeknallten, die in einer totalen Fantasiewelt leben, die keinerlei Ähnlichkeit mit meinem Planeten aufweist.

Update

Klickt hier für den gescheiterten Versuch, diesen Artikel zu widerlegen [Link: Lag der Sohn auf seinem Vater? Warum?]. Alle Journalisten hatten Hamas-Pistolen am Kopf. Man kann ihnen nicht trauen.

Klickt hier für den Grund, warum die Hamas den vorgetäuschten Fall des weinenden Mannes und seines nichtexistenten toten Vaters schuf [Link: Nächstes Mal seid vorsichtiger].

Ein gefälschtes Schreckensvideo aus Gaza

4. Oktober 2014 um 9:30 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Propaganda | 1 Kommentar
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Thomas Wictor, 21. Juli 2014 (Übersetzung: Yvaine de Winter)

Hurra Pallywood! Wer diesen Begriff nicht kennt: Pallywood nennt man die betrügerischen Videos, die Palästinenser und ihre Unterstützer veröffentlichen, um die Welt zu überzeugen, Israel sei das neue Dritte Reich. Heute veröffentlichte das International Solidarity Movement das unverfrorenste erfundene Videomaterial, das ich je gesehen habe. Ein Kind könnte dieses gefälschte Schreckensvideo auseinandernehmen.

Erst die Pallywood-Produktion. Seht sie euch in ganzer Länge an. Ich versichere euch, NIEMAND IST GESTORBEN.

Ok, zeigen wir nun also, was für Lügner diese Widerlinge sind. Erst einmal gehen die „Retter“ an einem Krankenwagen vorbei. Auf der Website des International Solidarity Movement steht hierzu:

Das israelische [sic] Militär hat auch Krankenwagen vom Roten Halbmond beschossen, während diese versuchten, Verletzte im Stadtteil Shajiya im Osten von Gaza City zu retten.

Sie haben auch die Fotos dazu.

Dieser Krankenwagen wurde nicht vom Militär beschossen. Es gibt kein Glas auf dem Boden, da die Palästinenser Vorschlaghämmer benutzt haben, um die Fenster in das Fahrzeug zu schlagen und die Windschutzscheibe einzubeulen. Dann beschossen sie den armen Toyota mit einer AK-47. Der Schaden ist absolut inkonsistent mit hochexplosiven Artilleriegeschossen, welche alles schreddern. Das hier ist tatsächlicher Schrapnellschaden.

Ironischerweise wurde er von einer Hamas-Rakete verursacht, die in ein Wohngebiet in Haifa, Israel, geschossen wurde.

Das International Solidarity Movement hat keine Ahnung von Ballistik, wie sie mit ihrem zweiten Foto eines zerstörten Krankenwagens beweisen.

Alle gezackten Kanten der Löcher sind nach außen gebogen, was bedeutet, dass das Fahrzeug von innen heraus explodierte. Entweder hat die Hamas das Fahrzeug selbst in die Luft gejagt, oder es wurde zum Transport von Munition benutzt und wurde beschossen, was eine zweite Explosion verursachte.

Beide Fotos sind also Lügen. Zurück zum Video.

Dies hier hat das International Solidarity Movement über den „getöteten“ jungen Mann zu sagen.

Im Video jedoch sehen wir ihn zuerst bei 0:24, wo er einen unverletzten Mann auf einer Bahre… irgendwo hinbrachte. Er bewegt sich in die den „Rettern“ entgegengesetzte Richtung.

Als er erkennt, dass er gefilmt wird, dreht er sich von der Kamera weg. Aus irgendeinem Grund hat er sein auffälliges T-Shirt nicht gewechselt, als er seine nächste Rolle spielte. Und er trägt einen Bart ohne Schnurrbart, was ihn als Hamas-Kämpfer kennzeichnet.

Nun zur Substanz des Videos. Bei 0:59 gibt es ein Knacken. Es ist ein Knallfrosch, ein elektrisch gezündeter Knallkörper. Ich gehe später noch darauf ein. Sie lassen ihn hochgehen, um die Leute glauben zu lassen, sie würden beschossen. Dann bei 1:30 sagen die Untertitel: „Ich weiß nicht. Wir sind von Panzern umstellt.“

Hört ihr irgendwelche Panzer? Hier ein Video, wie es sich im Inneren eines israelischen Merkava-Kampfpanzers (MBT) anhört, abgedämpft durch Schichten von Stahl, Kohlefaser und Keramik.

Ein MBT ist unglaublich LAUT. Motor, Geschütz, Gleisketten, Antriebskettenräder und die Federung hören sich an, als würde ein Haus abgerissen. Der Schauspieler, der im gefälschten Video zu telefonieren vorgibt, sagt, sie wären von israelischen Panzern umstellt. Warum hören wir dann keine? Warum gibt es dort nichts als ABSOLUTE STILLE?

Bei 2:01 im Video des International Solidarity Movement gibt es einen weiteren Fehler. Das Grünhemd gibt zu: „Es gibt hier keine Verletzungen.“ Das liegt daran, weil die IDF Zivilisten warnt, das Gebiet zu verlassen, bevor sie angreifen. Aber trotzdem sollen dieselben Leute mit Scharfschützengewehren auf Zivilisten schießen?

Bei 2:23 trifft der erste „Scharfschützenschuss“ das Grünhemd. Und plötzlich steht er nicht mehr neben dem Kameramann, sondern liegt im einzigen offenen Bereich des Schutts.

Bei 2:28 FILMEN IHN DIE VOLLTROTTEL DABEI, WIE ER SICH KUNSTBLUT AUF SEINE LINKE HAND SCHMIERT. Ihr könnt die Plastiktube deutlich in seiner rechten Hand sehen.

Das ist die Art kommerziell kaufbares Produkt, das von ihm benutzt wurde.

Um Fragen zu beantworten, stelle ich hier eine größere Ansicht des Blutbehälters rein. Es ist kein Handy, da es oben dick und unten zusammengepresst ist. Und schaut euch an, wie er es hält. Rollt ihr euren Ringfinger und kleinen Finger unter dem Handy zusammen, wenn ihr eure Facebookseite besucht, um alle wissen zu lassen, dass ihr von einem Scharfschützen beschossen werdet? Ihr könnt sehen, dass er bereits „Blut“ auf seiner linken Hand hat, bevor er seine „Wunde“ berührt. Achtet auf die Zeit und seht es euch selbst an.

Aus einem Winkel heraus sieht es wie ein Smartphone aus, aber die weiße Düse an der Seite ist klar sichtbar. Smartphones haben keine großen weißen Nippel.

Ich habe mir den Spaß gemacht und bei Google Images auf Arabisch nach „Tube Kunstblut“ gesucht.

Ganz viele breite, nach Smartphone aussehende Tuben, aber keine dünnen, runden Versionen. Eigenartig, nicht wahr?

Nachdem Grünhemd auf seiner linken Hand Blut verteilt, schmiert er es auf seinen Hintern. Die Frau sagt: „In der Hand!“ Grünhemd winkt gehorsam, aber matt, damit wir das Blut sehen können.

Bei 2:38 geht ein weiterer Knallfrosch hoch: „Knack!“

Bei 2:48 rattert die wirklich grausam schlechte Schauspielerin des International Solidarity Movement lustlos ihre Zeilen herunter: „Sie sollen aufhören. Sie sollen aufhören.“ Keinerlei Not in ihrer Stimme.

Bei 2:54 geht ein weiterer Knallfrosch hoch. Man kann den Rauch sehen und hört gleichzeitig den Knall.

Das ist der absolute, 100% unwiderlegbare Beweis, dass kein Scharfschütze auf ihn feuert. Man hört den Schuss und  den Einschlag des Geschosses nicht gleichzeitig, außer die Mündung des Gewehrs wird auf die eigene Stirn gedrückt. Zudem nutzen israelische Scharfschützen das Scharfschützensystem (SWS) .338 Lapua Magnum.

Hier ein Video, wie es sich anhört und welchen Schaden es verursacht. Keine Angst: Nur Porenbetonsteine wurden verletzt, und das sind sowieso alles Halunken. Scheiß auf sie.

Hört euch den lauten und schlagenden verzögerten Widerhall der Waffe an, nachdem die Steine getroffen wurden. Erinnert dieses POAM! auch nur entfernt an den hochtönenden Knall im gefälschten Schreckensvideo?

Laut dem International Solidarity Movement wurde das Kind dreimal getroffen, davon zweimal, als er schon am Boden lag. Er wurde von rechts beschossen, aus einer Allee heraus. Hier sieht man die Geschossbahn.

Ihr habt gerade gesehen, wie Lapua die Betonsteine zum Teufel gejagt hat. Wo sind die Wunden dieses Kindes? Liegt der israelische Scharfschützt direkt neben ihm und schießt nach oben?

Ich könnte Fotos posten, wie Leute aussehen, nachdem sie von Hochleistungs-Scharfschützenkugeln getroffen wurden. Doch da dieses wertlose Propagandavideo so amateurhaft ist, ist es nicht nötig, euch Bilder geschundener Leichen aufzubürden. Hier ist Grünhemd von der anderen Seite.

Keine Wunden auf seinem Körper, nirgendwo. Das „Blut“ auf seinem Handgelenk hat keine Quelle. Hätte eine .338-Kugel sein Handgelenk getroffen, würde er nur mit einem zerfetzten Stumpen in die Kamera winken. Und lächelt die Frau im Hintergrund?

Nachdem Grünhemd „tot“ war, öffnete er die Augen.

Hoppla! Bemerkt ihr, wie ruhig alle sind? Das liegt daran, weil es innerhalb ein paar Kilometern um den Ort, wo sie ihr Clownvideo aufnahmen, keine Israelis gab. Und wisst ihr, warum das International Solidarity Movement uns niemals den Namen des Kindes verriet? Der Grund ist, dass die Israelis Aufzeichnungen über jeden Palästinenser unterhalten, der in den Kriegen mit Gaza stirbt. Würde Grünhemds Name veröffentlicht, hätten die Israelis uns informiert, dass er gar nicht tot ist und dass er ein Hamas-Kämpfer ist.

Aber das wissen wir bereits von seinem Bart, den nicht beschossenen Krankenwägen, den Knallfröschen, der grottenschlechten Schauspielerei, dem Fehlen von Einschusswunden und der Tube mit Kunstblut.

Wenn man lügt, weiß man, dass man die falsche Seite vertritt. Und was alle anderen betrifft: Glaubt nicht, was ihr im Internet seht und hört. Ihr mögt glauben, etwas müsse wahr sein, aber es kann trotzdem gefälscht sein.

Update

Das International Solidarity Movement hat einen Namen für die lebende Leiche veröffentlicht. Sie sagen, es habe zwei Tage gedauert, dieses Kind, mit dem sie einige Stunden verbracht haben, zu identifizieren. Da das International Solidarity Movement nach Gaza ging, um den Palästinensern zu „helfen“, wäre das erste gewesen, was Grünhemd getan hätte, sich vorzustellen. Die arabische Kultur erfordert extreme Gastfreundlichkeit gegenüber Fremden, insbesondere gegenüber jenen, die sagen, sie würden dir helfen. Sich nicht vorzustellen wäre respektlos. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie seinen Namen nicht kannten, ist null.

Sie brauchten zwei Tage, um einen Namen zu finden, der auf keiner israelischen Liste bekannter Hamas-Kämpfer ist.

Hier ist ihr Artikel, geschmückt mit einem Bildschirmfoto des Toten, der seinen Kopf über dem unbequemen Schutt hochhält.

Uns wird gesagt, es handele sich um Salem Khalil Salem Shammaly, 23 Jahre alt. Seine Schwester hat seinen unverletzten Körper erkannt – mit Kunstblut auf seinem Hintern –, einfach indem sie das Video auf YouTube sah. Die Fiktion geht weiter.

Dr. Mohammed Abu Arab hat beinahe keine Internetpräsenz. Trotzdem fand ich endlich einen Artikel auf Dänisch, der auf ihn Bezug nimmt. Er ist ein dänisch-palästinensischer Anästhesist, der während Operation Gegossenes Blei (27. Dezember 2008 bis 18. Januar 2009) nach Gaza ging. Dr. Arab sprach von dem Konflikt: „Es ist ein Massaker.“

Mohammed Abu Arab zögert nicht, die Verantwortung für die Toten und Verwundeten Israel zuzuschreiben. Die Tatsache, dass auch die Hamas Raketen auf israelische Zivilisten schießt, rechtfertigt seiner Meinung nach keine so gewaltsame Reaktion Israels.

„Es ist grausam, absolut schrecklich. Gewöhnliche Leute werden bombardiert. Frauen, Kinder, alte Menschen. Viele von ihnen in dieser Situation haben fast acht Stunden gebraucht, um ins Krankenhaus gebracht zu werden, und haben viel Blut verloren. Einige sterben unterwegs. Ich sehe es als Krieg. Es ist ein Massaker“, so der Anästhesist.

Israel muss aufhören

Mohammed Abu Arab befürchtet, dass die Zahl der Toten und Verletzten noch weiter zunimmt, wenn der Krieg weitergeht. Obwohl vor kurzem neue Vorräte in Gaza angekommen sind, braucht das Krankenhaus dringend einen Waffenstillstand.

„Wir brauchen Medikamente und haben noch immer mit vielen Stromausfällen zu kämpfen. Israel muss jetzt aufhören“, so Mohammed Abu Arab.

Nur damit ihr es wisst: Nach der Operation Gegossenes Blei veröffentlichten die Israelis die Namen aller getöteten Palästinenser. Es gab 1166 Tote, von denen 709 Hamas-Terroristen waren, 162 waren Männer ohne Verbindung zu einer Terrororganisation, und 295 waren Zivilisten.

Wie Dr. Arab sagte, es ist ein Krieg. Wenn Terroristen menschliche Schutzschilde verwenden, sich zivil kleiden, die Uniform des Feindes tragen, ihre Waffen unter Zivilisten aufstellen und während „humanitären“ Waffenstillständen Hinterhalte legen, ist das unausweichliche Ergebnis, dass Nichtkämpfer sterben.

Aber das Video des International Solidarity Movement ist trotzdem ein Schwindel von A bis Z. Es hätte besser folgende URL gehabt:

Update 2

Klickt hier für weitere definitive Beweise, dass Salem Khalil Salem Shammaly nicht getötet wurde. Er befand sich außerhalb des Schussfelds von der Allee aus, und die Sektion des Videos, die ihn auf dem Boden liegend zeigt, wurde zu einer anderen Tageszeit aufgenommen.

Update 3

Das endgültige Urteil über dieses gefälschte Video.

Koffeinentzug macht dumm

4. Oktober 2014 um 7:00 | Veröffentlicht in Araber, die Welt+Nahost, Medien+Nahost, Palästinenser, Schule + Bildung | Hinterlasse einen Kommentar
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Thomas Wictor, 14. Juli 2014 (Übersetzung: Yvaine de Winter)

[Der Anfang des Blogeintrags dreht sich nicht um Israel]

Der ganze Nahe Osten geht in Flammen auf. Die sichtbar falsche Propaganda ist hierbei nicht hilfreich.

Der „Soldat“ hat eine AK-47. Die IDF benutzt diese Waffe nicht. Eine schnelle Suche mit Google Images zeigt, dass dieses Foto 2009 in Bahrain aufgenommen wurde.

Hier eine interessante Frage: Wenn die Menschen das, was du ihnen vorwirfst, absolut nicht tun, solltest du deinen Standpunkt dann nicht überdenken?

Nein, ich mache nur Spaß. Ich weiß, dass fast niemand jemals seinen Standpunkt überdenkt. Sie beharren auf ihrer Sicht, ungeachtet jeglicher Fakten. Würden sie ihren Standpunkt überdenken, geschähe dies mit ihren Köpfen:

Als ich nach der Quelle des Propagandafotos suchte, stieß ich auf einen Tweet von Doc Ladies Call Me H. Er sagte, Zionismus würde bald ausgelöscht werden. Also stellte ich ihm eine Frage.

Doc Ladies Call Me H beantwortete meine Frage nicht wirklich. Statt dessen begann er seine Antwort mit „gähn“ – was so originell ist, dass ich mit fünftausend Umdrehungen zu rotieren begann -, und dann blockierte er mich, weil er Angst hat, ich könnte ihm weitere Fragen stellen, auf die er keine Antwort hat. Aber er musste mir sagen, dass er mich blockiert hat, als ob es eine riesige Enttäuschung für mich sei, dass ich nicht länger mit ihm reden kann.

„OH BITTE BLOCKIERE MICH NICHT, DOC! ICH BITTE DICH!“

[Der Rest des Blogeintrags dreht sich nicht um Israel]

Werden Fakten jemals antiisraelische Fiktion ersetzen?

23. September 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Europa+Nahost, Geistesgrößen, Geschichte, Israel, Nahost, Nahost-Konflikt | Hinterlasse einen Kommentar
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Denis MacEoin, Gatestone Institute, 5. September 2014

Ich empfinde gerade etwas Scham Ire zu sein. Obwohl unsere Musik, unser Tanzes und Nobelpreise gewinnende Literatur uns geholfen haben im Ring der internationalen Kultur oberhalb unserer Liga zu spielen, ist unsere Politik nie Modell für irgendjemanden gewesen – und wird schlechter.

2011 z.B. erklärte Israels Außenminister, dass Irland zweifellos das israelfeindlichste Land der Europäischen Union geworfen war, das „alle Länder Europas zu einer radikalen und kompromisslosen Haltung drängt“.

Seltsamerweise hat Irland auch einen Ruf als Land, das relativ frei von Antisemitismus ist. Nach Angaben von John Gallen sind antijüdische Vorfälle in den USA zwei Drittel wahrscheinlicher als im Poblacht na hÉireann. Einer der Gründe dafür, dass es in Irland fast keine antisemitischen Vorfälle gibt, dass es in der Irischen Republik überhaupt sehr wenige Juden gibt: weniger als 2.000 (0,04% der Bevölkerung).

Diese Information gründet auf Daten des European Jewish Congress und des Stephen Roth Institute for the Studies of Contemporary Antisemitism and Racism an der Universität Tel Aviv; doch ich bleibe skeptisch.

Antiisraelische Rhetorik ist in Irland alltäglich und die Presse druckt regelmäßig Tiraden gegen den jüdischen Staat. Ein besonders ärgerliches Beispiel dafür ereignete sich, als der Irish Examiner, eine Zeitung mit langer Geschichte und einer behaupteten täglichen Leserschaft von 189.000 (bei einer Auflage von rund 37.000), veröffentlichte am 31. Juli das Op-Ed einer wenig bekannten Journalistin, Victoria White, der Ehefrau von Eamonn Ryan, dem Chef der Grünen Partei im irischen Parlament, dem Dáil.

Unter dem Titel We are washing our hands of the ethnic cleansing of Palestinians (Wir waschen unsere Hände von der ethnischen Säuberung der Palästinenser rein) war der Text eine kompromisslose Tirade, ein von Speichel befleckter Angriff auf Israel, in dem die üblichen Falschbehauptungen „ethnischer Säuberung“ während des israelischen Unabhängigkeitskriegs 1947/48 herausgeholt wurden.

Frau White scheint entweder über ein berüchtigtes und diskreditiertes Buch gestolpert zu sein oder es bekommen zu haben, das ein antiisraelischer israelischer „Historiker“ namens Ilan Pappé geschrieben hat. The Ethnic Cleansing of Palestine (2006) ist schon lange als Nicht-Geschichte gegeißelt worden, in der Fakten verzerrt, wichtige Informationen außer Acht gelassen und nur eine Seite der Geschichte erzählt wird. Es gibt hier nicht den Platz eine Rezension von Pappés Fiktion zu schreien, aber es handelt sich um die Sorte Buch wie die gleichermaßen diskreditierten, völlig verlogenen „Protokolle der Weisen von Zion“, an dem sich schwach gebildete pro-palästinensische Aktivisten ergötzen, ohne dass sie ihre Augen auf andere Geschichtswerke richten, die von weit besseren Historikern als Ilan Pappé geschrieben sind.

Es ist offensichtlich, dass White nichts davon gelesen hat. Sie zitiert nicht ein einziges Mal eine der wichtigen historischen Studien dieser entscheidenden Periode, z.B. Efraim Karshs durch intensive Forschung entstandenes Palestine Betrayed (2010) oder Benny Morris‘ auf Archivarbeit gründende Neubewertung 1948: The First Arab-Israeli War. White glaubt, sie kenne alle Antworten. Tut sie nicht.

Nun mag ein Op-Ed wie das von White in einer kleinen irischen Zeitung an sich ein Klacks sein, doch es ist wichtig zu kommentieren, wofür das steht. White könnte repräsentativ für die riesige Brut Antiisrael-Autoren, Journalisten und Schmierfinken sein, die ein verzerrtes Narrativ aus ein oder zwei Büchern und ein paar Flugblättern der Palästina-Solidaritätskampagne zusammenschustern, während sie fröhlich professionelle Historiker ausblenden, die mit Archivmaterial aus einem Berg an Quellen arbeiten.

Die Dämonisierung Israels durch falsche oder grob vereinfachende Bilder des Kampfs um Israels Unabhängigkeit ist direkt ins Herz der propalästinensischen Seele eingedrungen. Wie die meisten Amateure prüft White nie ihre Quellen nach oder führt eine Gegenprüfung durch. Sie ergreift Partei ohne jegliche Beherrschung der Fakten und macht aus dem palästinensischen Opfertum einen Fetisch, als sei das der Goldstandard, an dem alle moralischen Fragen gemessen werden müssen. Ihre Tirade verdient also eine rationale, historische Widerlegung.

Wo könnte man besser anfangen als am Beginn, in der fünften Zeile in ihrem Text, wo sie sagt: In Ilan Pappés Buch „las ich vom Feldzug zur ethnischen Säuberung der den Palästinensern gehörenden Stadt Haifa“. „Na klar“, dachte ich, „nicht Haifa.“ Sie hätte kein schlechteres Beispiel aussuchen können, ob sie nun Jahre lang studiert oder einfach eine Nadel in eine Karte gesteckt hätte.

Es gab in Haifa keine „ethnische Säuberung“. Was geschah wurde von arabischen, israelischen, britischen und sogar amerikanischen Beobachtern genau dokumentiert wurde und die Efraim Karsh in Palestine Betrayed als Quellen zitiert. Im Kapitel „Fleeing Haifa“ (Flucht aus Haifa) zeichnen sie ein Bild, das in vollkommenem Widerspruch zu Pappés Dichtung steht. White begreift hier offensichtlich den korrekten Kontext nicht, nämlich dass nach der UNO-Entscheidung das Mandat Palästina (zu der Zeit unter britischer Kontrolle) zu teilen die Juden bereitwillig ihren stark verkleinerten Teil des Gebiets akzeptierten. Die Araber machten das nicht und begannen stattdessen einen Bürgerkrieg. Als die Juden schließlich ihren Staat gründeten, als die Briten in die Heimat abzogen, drangen sieben Armeen aus verschiedenen arabischen Staaten nach Israel ein und provozierten einen Krieg, der bis zur Unterzeichnung einer Waffenstillstandsvereinbarung am 20. Juli 1949 dauerte und einem erstaunlichen israelischen Sieg und viel Leid folgte und der für die Araber, die sich aufmachten die Juden in einem Religionskrieg auszulöschen immer noch weiter geht.[1]

Damals war Haifa die zweitgrößte Stadt im Mandatsgebiet und ein Schlüsselhafen. Sie war fast zu gleichen Geilen von Juden und Arabern bewohnt, deren Beziehungen zumeist freundlich waren. Nach dem Krieg entstand ein arabischer Mythos zu Haifa und beherrschte die Wahrnehmung der Welt von der „Vertreibung“ der Araber aus der Stadt. Wir haben inzwischen jedoch verlässliche Dokumente, die die Geschichte anders erzählen.

Wir wissen heute, dass die Araber schon vor dem Teilungsplan von 1947 begannen aus Haifa zu fliehen, als reiche Araber im Wissen, dass Krieg unausweichlich war – da sie ihn anzufangen planten – an Orte zu zeihen begannen, die sie als sicher ansahen. Im Oktober 1947 legte ein britisches Geheimdienst-Briefing: „Führende arabische Persönlichkeiten handeln unter der Annahme, dass Störungen bevorstehen und haben bereits ihre Familien in die benachbarten arabischen Länder evakuiert.“[2]

Bis November flohen mehr, obwohl keine Juden sie bedroht hatten. Die Dinge verschlechterten sich bis Dezember des Jahres, als 15.000 bis 20.000 Araber von einer Bevölkerung von fast 71.000 bereits geflohen waren.

Zu dieser Zeit warne syrische, libanesische und irakische Freiwillige nach Haifa gekommen; ihr Ziel war es die Juden zu vertreiben. Es gab allgemeines Durcheinander und wachsende Angst – eine Angst, die von der Panik verbreitenden Propaganda der arabischen Radios und Presse enorm verstärkt wurde. Im Januar begann das Nationalkomitee – Haifas führende arabische Vereinigung – die Massenflucht zu empfehlen. Dem ließen sie im März den Befehl folgen, Frauen und Kinder aus der Stadt zu bringen. Anfang April war die Bevölkerung auf die Hälfte ihrer ursprünglichen Zahl gesunken.

Am 21./22. April waren die Truppen der Hagana gezwungen eine Schlacht gegen bewaffnete arabische Irreguläre zu führe. Der jüdische Zonen-Kommandeur gab eine Garantie aus, dass Araber, die sich entschieden zu bleiben, Gleichheit und Frieden genießen würden. Der jüdische Bürgermeister der Stadt, der betagte Shabtai Levy, bettelte die arabische Führung an seine arabischen Bürger bleiben zu lassen, doch sie wiesen ihn ab. Dieselben arabischen Führer wurden aufgefordert eine extrem faire Waffenruhe zu unterschreiben, aber sie antworteten mit der Erklärung: „Wir werden nicht unterschreiben. Es ist bereits alles verloren und es spielt keine Rolle, ob alle getötet werden, solange wir das Schriftstück nicht unterzeichnen.“ Innerhalb weniger Tage verblieben nur 3.000 Araber in der Stadt.

Am 27. April verteilten die jüdischen Streitkräfte ein Flugblatt, das die fliehenden Araber drängte zurückzukehren. „In der Stadt herrschen uneingeschränkt Frieden und Ordnung und jeder Einwohner kann zu seinem freien Leben zurückkehren und seine normale Arbeit in Frieden und Sicherheit wieder aufnehmen.“[13] Es gab diesbezüglich Radiosendungen, in denen den Arabern Zusicherungen gegeben wurden. Das war, nachdem die Hagana die Stadt besetzt hatte. Das Verhalten der Hagana war genau das Gegenteil einer „ethnischen Säuberung“. Als die Ordnung erst einmal wiederhergestellt war, wurden Araber in Schlüsselpositionen ernannt und ein Teil des Nachschubs, der ursprünglich für die jüdischen Einwohner vorgesehen war, wurde großzügig den Arabern gegeben.

Ist das zionistische Propaganda? Nun, die Dokumente sind vorhanden und der amerikanische Vizekonsul Aubrey Lipincott erklärte damals zusammen mit britischen Offizieren und dem britischen Hochkommissar Sir Alan Cunningham, dass die Araber zur Flucht ermutigt wurden, während die Juden alles in ihrer Macht stehende unternahmen das zu verhindern. Am 25. April kabelte Lippincott nach Washington: „Die Juden hoffen, Armut wird [die] Arbeiter veranlassen nach Haifa zurückzukehren, da was viele bereits tun, trotz arabischer Versuche sie zu überzeugen wegzubleiben.“[4] Am folgenden Tag vermerkte der britisch Distrikt-Inspektor: „Von den Juden wird alles unternommen, um die arabische Bevölkerung zu überzeugen zu bleiben und ihr normales Leben weiterzuführen, ihre Geschäfte und Läden zu öffnen und sicher sein zu können, dass ihr Leben und ihrer Interessen sicher sind.“

Am 28. April schickte der US-Konsul ein weiteres Telegramm: „Es wird berichtet, das der Hohe Arabische Rat allen Arabern befiehlt [die Stadt zu] verlassen.“ Am selben Tag berichtete Cunningham: „Britische Behörden in Haifa haben den Eindruck bekommen, dass die totale Evakuierung den Haifa-Arabern von höheren arabischen Stellen aufgedrängt wird und die Stadtbewohner selbst dagegen sind.“[5]

Karsh fasst die Situation am Ende eines eigenen Artikels zusammen: „In Haifa, einem der größten und dramatischsten Orte des palästinensischen Exodus, war nicht nur die Hälfte der arabischen Gemeinschaft aus der Stadt geflohen, bevor die letzte Schlacht geschlagen wurde, sondern weitere 5.000 bis 15.000 verließen sie offenbar freiwillig während der Kämpfe, während der Rest – rund 15.000 bis 25.000 – gegen ihren Willen durch Befehl oder Schikane zum Gehen veranlasst wurden, fast mit Gewissheit durch die Anweisungen des Hohen Arabischen Rats. Das Verbrechen war ausschließlich durch die Araber geschaffen. Es gab keinen großen jüdischen Plan diesen arabischen Weggang zu erzwingen, ebenso wenig gab es einen psychologischen ‚Blitzkrieg‘. Im Gegenteil: Sowohl die jüdische Führung von Haifa als auch die Hagana unternahmen alles, um die Araber zu Bleiben zu bewegen.

Was in Haifa geschah, spielte die breitere jüdische Haltung in Palästina. Alle Überlegungen der jüdischen Führung zum Übergang in die Eigenstaatlichkeit beruhten auf der Annahme, dass die Araber Palästinas im der aus der Beendigung des britischen Mandats entstehenden jüdischen Staat als gleichberechtigte Bürger verbleiben würden.“[6]

Vielleicht reicht das, um überzeugend zu zeigen, dass die wiederholte Behauptung der „ethnischen Säuberung“ 1947/48 eine klare Lüge ist. Zahllose weitere Dokumente und öffentlichen Archive erzählen dieselbe Geschichte. Es ist eine Sache der Geschichte und nicht von Spekulationen wenig sachkundiger Journalisten, die damit fröhlich um sich werfen.

Jewish fighters during the Battle of Haifa. (Image source: Wikimedia Commons)

Die Geschichte des nicht Vorhandenseins ethnischer Säuberung in Haifa ist nur ein Teil der viel breiteren Geschichte des Krieges als Ganzem, während dem arabische Führer und militärische Kommandeure den palästinensischen Arabern befahlen wegzugehen, um der Arabischen Befreiungsarmee, der Arabischen Liga und anderen arabischen Armeen zu erlauben durchzukommen, um so die Juden einfacher abzuschlachten. An anderen Orten flohen, wie in Haifa, arabische Einwohner, wurde aber nur in einem Fall vertrieben und das nach intensiven Kämpfen zwischen israelischen Truppen und eindringenden Auslandstruppen, die von örtlichen Einwohnern ergänzt waren. Das geschah in den verbundenen Städten Lydda (heute Lod) und Ramle, die im Juli 1948 von israelischen Truppen erobert wurden. „Das“, schreibt Karsh, „war der erste, in der Tat der einzige Fall im Krieg, bei dem eine beträchtliche Stadtbevölkerung von jüdischen oder israelischen Kräften vertrieben wurde.“[7]

An allen Orte, wo arabische Einwohner es ablehnten gegen israelische Kräfte zu kämpfen, blieb jeder vor Ort und fasste nach dem Krieg als respektierter arabischer Bürger Israels Fuß. Es gab keine ethnische Säuberung und keine Vertreibung aus Shafa Amr, Bu’eina, Uzayr, Ilut, Kafr Kanna, Kafr Manda, Rummana, ‘Ayn Mahil, Tur’an, Iksal, Dabburiyya, Reina, Sakhnin, Hurfaysh, Fasuta, Dayr Asad, Dayr Hanna, Sajur, Rama, Nahf, Jish, Majd Kurum. Und selbst Siedlungen, in denen es schwerer Kämpfe gegeben hatte, wurden intakt gelassen. Heute strömen Israelis und Touristen wegen der arabischen Restaurants dort nach Abu Ghosch, die weiter von israelischen Arabern betrieben werden, die seit Jahrhunderten Besuchern bei Jerusalem willkommene Gastfreundschaft bieten.

Als im Juni israelische Truppen Nazareth eroberten, wurde strenge Befehle gegeben, dass keine heiligen Stätten auch nur im Geringsten entweiht werden durften. David Ben-Gurion, Israels erster Premierminister, gab einen noch unverblümteren Befehl: „Aus Nazareth wird niemand entfernt.“[8]

Lassen wir Benny Morris das letzte Wort haben: „Weder Ben-Gurion noch die zionistische Bewegung ‚planten‘ die Vertreibung der etwas mehr als 700.000 Araber, die 1948 aus ihren Häusern auszogen oder entfernt wurden. Es gab keinen solchen Plan oder umfassende Politik. Umsiedlung wurde von der zionistischen Bewegung niemals als Teil ihres Programms übernommen; im Gegenteil: die Bewegung akzeptierte immer, dass der entstehende jüdische Staat eine beträchtliche arabische Minderheit haben würde.“[9]

Victoria White stützt wie so viele Israel-Hasser wilde Behauptungen auf falsche Informationen. Sie verweist auf Vorfälle israelischer Massaker in Deir Yassin und Sasa. Es gibt keine Zweifel, dass israelische Kräfte sich in beiden Vorfällen schlimm verhielten, aber das geschah in Kriegszeiten und angesichts erbitterter Kämpfe seitens der Araber. Die Geschichte eines großen Massakers in Deir Yassin wurde von arabischen Propagandisten völlig unverhältnismäßig aufgeblasen. Zwischen 100 und 120 Dorfbewohner starben (viele, vielleicht die meisten von ihnen Kombattanten). Diese Zahlen wurden sofort von fest jedem auf 254 aufgebläht. Vor den dortigen Kämpfen war den Etzel- und Lehi-Truppen ausdrücklich befohlen worden keine Frauen, Kinder oder Kriegsgefangene zu töten.[10]

In Sasa starben nur 60. White erwähnt außerdem ein Massaker an 230 Arabern in Tantura. Die einzige Quelle dafür ist ihr alter Freund Ilan Pappé. Fakt ist, dass knapp über 70 Dorfbewohner getötet wurden, nicht in einem „Massaker“, sondern als sie israelischen Truppen in einem uneingeschränkten Krieg um das Überleben ihres Landes heftigen Widerstand leisteten.

Die Wahrheit ist: Angebliche israelische „Kriegsverbrechen“ von 1948 verblassen im Vergleich mit alliierten Verbrechen und Massakern während des Zweiten Weltkriegs, wozu viele Tötungen deutscher und italienischer Kriegsgefangener gehörten. Solche Verbrechen, so abscheulich sie auch sind, waren ein direktes Ergebnis der Bekämpfung eines Feindes, dessen jede Tat ein Verbrechen war. In diesen Kontext gesetzt verliert die Zahl von israelischen Soldaten begangener Exzesse und die winzige Zahl an Vergewaltigungen – rund ein Dutzend sind verzeichnet – nicht ihre moralische Kritik, gewinnen aber einen sehr anderen Kontext. Schlimmer ist, dass White fröhlich den Wiederverkauf von Geschichten israelischen Fehlverhaltens betreibt, aber völlig jeglichen Verweis auf kaltblütig von arabischen Soldaten begangene Massaker meidet: Die Kämpfe vom 12. bis 15. Mai im Etzion-Block, wo jüdische Verteidiger sich ergaben und 240 Männer und Frauen abgeschlachtet wurden; das Massaker in Hebron 1929, wo 67 Juden ermordet wurden; oder der berüchtigte Überfall auf einen Konvoi mit Dozenten, Studenten, Krankenschwestern und Ärzten, der zum Hadassah-Krankenhaus in Jerusalem fuhr und bei dem 78 Juden ermordet, die meisten davon lebendig geröstet wurden. Nicht der Erwähnung wert? Was das kein Kriegsverbrechen? Habe ich das Gefühl, dass durch das Fehlen von Ausgewogenheit bei Pappé und White nur Juden Furchtbares begehen, selbst wenn sie das nicht tun?

Antiisraelische Propaganda ist von Anfang an von Lügen, Verdrehungen und massivem Umschreiben der Geschichte getrieben gewesen. Die Schuld an allem wird auf die Juden gehäuft, während die Verbrechen der Araber, einschließlich derer der Palästinenser, für Freispruch sorgen. Israel war und ist ein legal gegründeter Staat und der Krieg von 1947/48 wurde von Arabern als Jihad in dem Versuch initiiert, getragen und ausgekämpft so viele Juden wie möglich zu töten, zwei Jahre nach dem Ende des Holocaust.

Die Vorwürfe an Israel – genauso wie die heute zu Gaza erhobenen – müssen einer nach dem anderen durch überlegten Gebrauch genauer historischer Fakten, eine Betonung der Moral des Überlebenskampfs Israels, eine gleiche Betonung der Unmoral derer, die anstreben die winzige Nation auszulöschen und eine standhafte Widerlegung der von den Ignoranten und Gutgläubigen vorgebrachten Anschuldigungen entkräftet werden.

[1] Zum religiösen Charakter des Krieges von 1948/49 s. Morris: 1948, S. 393-394 und im Index unter „Jihad“. S. auch: Benny Morris: The 1948 War Was an Islamic Holy War. Middle East Quarterly, Sommer 2010, S. 63-69.
[2] 6. Luftlande-Division: Weekly Intelligence Summary No. 61, basierend auf am 23. Oktober 1947 erhaltenen Informationen. WO 275/120, S. 3; Fortnightly Intelligence Newsletter No. 54, ausgegeben vom Hauptquartier der britischen Truppen in Palästina, 8. Nov. 1947, WO 275/64, S. 2. Zitiert wird Karsh: Palestine Betrayed, S. 124.
[3] Zitiert wird Karsh: Palestine, S. 138.
[4] ebenda, S. 139.
[5] ebenda, S. 141-142.
[6] Efraim Karsh: Were the Palestinians expelled? Commentary Magazin, 1. Juli 2000.
[7] zitiert wird Karsh: Palestine, S. 216.
[8] Benny Morris: The Birth of the Palestinian Refugee Problem Revisited. Cambridge 2004, S. 419-420.
[9] Morris, unveröffentlichter Brief an den Independent, wiedergegeben in: Tom Gross: Benny Morris responds to ‘numerous historical errors’ in The Independent. Mideast Dipatch Archive, 6. Dez. 2006.
[10] Morris: 1948, S. 126-27.

Arabischer Autor behauptet: „Zion“ ist arabisch

20. September 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Araber, Jerusalem | 1 Kommentar
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Elder of Ziyon, 26. August 2014

Salah al-Sayer schreibt in Al-Arabiya und sagt, „Zionismus“ bezieht sich auf die Juden, die den Berg Zion haben wollen, diesen althergebrachten arabischen Berg.

Er sagt, es gäbe arabische Familien mit dem Namen „Zion“, die ursprünglich auf dem Berg lebten.

Also recherchierte ich weiter und fand einen Artikel, den anscheinend ein Mitglied dieser Familie schrieb; er bestand darauf, dass es sich um einen uralten arabischen Namen handelt und dass es auch eine „Zion“-Burg an der syrischen Küste gibt. Die Juden usurpierten unter dem Namen der Weisen von Zion, diese ehrenvollen arabischen Namen Zion.

Es gibt in der Tat eine Burg in Syrien, die heute als Zitadelle Saladins bekannt ist, ursprünglich aber Sahyun genannt wurde, was das arabische Äquivalent zu Zion ist. Es wurde offenbar von den Byzantinern auf einer alten phönizischen Festung gebaut und von den Kreuzfahrern deutlich vergrößert; ich kann nicht feststellen, wer sie Sahyun nannte oder wann.

Wikipeida hält fest, dass zwar der Berg Zion offensichtlich diesen Namen trug, bevor er in 2. Samuel 5,7 erstmals erwähnt wurde, es aber ziemlich klar ist, dass die Muslime gut tausend Jahre später den Namen von den Juden übernahmen und nicht von den Jebusiten.

Fakt ist: Mohammed verwies auf die Kaaba in Mekka als „Zion“, um Jerusalem als „das neue Zion“ zu verdrängen.

Es ist immer amüsant Muslime – deren Religion stärker auf dem Judentum als auf irgendetwas sonst gründet – zu sehen, die behaupten das Judentum habe sie bestohlen.

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