Werden Fakten jemals antiisraelische Fiktion ersetzen?

23. September 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Europa+Nahost, Geistesgrößen, Geschichte, Israel, Nahost, Nahost-Konflikt | Hinterlasse einen Kommentar
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Denis MacEoin, Gatestone Institute, 5. September 2014

Ich empfinde gerade etwas Scham Ire zu sein. Obwohl unsere Musik, unser Tanzes und Nobelpreise gewinnende Literatur uns geholfen haben im Ring der internationalen Kultur oberhalb unserer Liga zu spielen, ist unsere Politik nie Modell für irgendjemanden gewesen – und wird schlechter.

2011 z.B. erklärte Israels Außenminister, dass Irland zweifellos das israelfeindlichste Land der Europäischen Union geworfen war, das „alle Länder Europas zu einer radikalen und kompromisslosen Haltung drängt“.

Seltsamerweise hat Irland auch einen Ruf als Land, das relativ frei von Antisemitismus ist. Nach Angaben von John Gallen sind antijüdische Vorfälle in den USA zwei Drittel wahrscheinlicher als im Poblacht na hÉireann. Einer der Gründe dafür, dass es in Irland fast keine antisemitischen Vorfälle gibt, dass es in der Irischen Republik überhaupt sehr wenige Juden gibt: weniger als 2.000 (0,04% der Bevölkerung).

Diese Information gründet auf Daten des European Jewish Congress und des Stephen Roth Institute for the Studies of Contemporary Antisemitism and Racism an der Universität Tel Aviv; doch ich bleibe skeptisch.

Antiisraelische Rhetorik ist in Irland alltäglich und die Presse druckt regelmäßig Tiraden gegen den jüdischen Staat. Ein besonders ärgerliches Beispiel dafür ereignete sich, als der Irish Examiner, eine Zeitung mit langer Geschichte und einer behaupteten täglichen Leserschaft von 189.000 (bei einer Auflage von rund 37.000), veröffentlichte am 31. Juli das Op-Ed einer wenig bekannten Journalistin, Victoria White, der Ehefrau von Eamonn Ryan, dem Chef der Grünen Partei im irischen Parlament, dem Dáil.

Unter dem Titel We are washing our hands of the ethnic cleansing of Palestinians (Wir waschen unsere Hände von der ethnischen Säuberung der Palästinenser rein) war der Text eine kompromisslose Tirade, ein von Speichel befleckter Angriff auf Israel, in dem die üblichen Falschbehauptungen „ethnischer Säuberung“ während des israelischen Unabhängigkeitskriegs 1947/48 herausgeholt wurden.

Frau White scheint entweder über ein berüchtigtes und diskreditiertes Buch gestolpert zu sein oder es bekommen zu haben, das ein antiisraelischer israelischer „Historiker“ namens Ilan Pappé geschrieben hat. The Ethnic Cleansing of Palestine (2006) ist schon lange als Nicht-Geschichte gegeißelt worden, in der Fakten verzerrt, wichtige Informationen außer Acht gelassen und nur eine Seite der Geschichte erzählt wird. Es gibt hier nicht den Platz eine Rezension von Pappés Fiktion zu schreien, aber es handelt sich um die Sorte Buch wie die gleichermaßen diskreditierten, völlig verlogenen „Protokolle der Weisen von Zion“, an dem sich schwach gebildete pro-palästinensische Aktivisten ergötzen, ohne dass sie ihre Augen auf andere Geschichtswerke richten, die von weit besseren Historikern als Ilan Pappé geschrieben sind.

Es ist offensichtlich, dass White nichts davon gelesen hat. Sie zitiert nicht ein einziges Mal eine der wichtigen historischen Studien dieser entscheidenden Periode, z.B. Efraim Karshs durch intensive Forschung entstandenes Palestine Betrayed (2010) oder Benny Morris‘ auf Archivarbeit gründende Neubewertung 1948: The First Arab-Israeli War. White glaubt, sie kenne alle Antworten. Tut sie nicht.

Nun mag ein Op-Ed wie das von White in einer kleinen irischen Zeitung an sich ein Klacks sein, doch es ist wichtig zu kommentieren, wofür das steht. White könnte repräsentativ für die riesige Brut Antiisrael-Autoren, Journalisten und Schmierfinken sein, die ein verzerrtes Narrativ aus ein oder zwei Büchern und ein paar Flugblättern der Palästina-Solidaritätskampagne zusammenschustern, während sie fröhlich professionelle Historiker ausblenden, die mit Archivmaterial aus einem Berg an Quellen arbeiten.

Die Dämonisierung Israels durch falsche oder grob vereinfachende Bilder des Kampfs um Israels Unabhängigkeit ist direkt ins Herz der propalästinensischen Seele eingedrungen. Wie die meisten Amateure prüft White nie ihre Quellen nach oder führt eine Gegenprüfung durch. Sie ergreift Partei ohne jegliche Beherrschung der Fakten und macht aus dem palästinensischen Opfertum einen Fetisch, als sei das der Goldstandard, an dem alle moralischen Fragen gemessen werden müssen. Ihre Tirade verdient also eine rationale, historische Widerlegung.

Wo könnte man besser anfangen als am Beginn, in der fünften Zeile in ihrem Text, wo sie sagt: In Ilan Pappés Buch „las ich vom Feldzug zur ethnischen Säuberung der den Palästinensern gehörenden Stadt Haifa“. „Na klar“, dachte ich, „nicht Haifa.“ Sie hätte kein schlechteres Beispiel aussuchen können, ob sie nun Jahre lang studiert oder einfach eine Nadel in eine Karte gesteckt hätte.

Es gab in Haifa keine „ethnische Säuberung“. Was geschah wurde von arabischen, israelischen, britischen und sogar amerikanischen Beobachtern genau dokumentiert wurde und die Efraim Karsh in Palestine Betrayed als Quellen zitiert. Im Kapitel „Fleeing Haifa“ (Flucht aus Haifa) zeichnen sie ein Bild, das in vollkommenem Widerspruch zu Pappés Dichtung steht. White begreift hier offensichtlich den korrekten Kontext nicht, nämlich dass nach der UNO-Entscheidung das Mandat Palästina (zu der Zeit unter britischer Kontrolle) zu teilen die Juden bereitwillig ihren stark verkleinerten Teil des Gebiets akzeptierten. Die Araber machten das nicht und begannen stattdessen einen Bürgerkrieg. Als die Juden schließlich ihren Staat gründeten, als die Briten in die Heimat abzogen, drangen sieben Armeen aus verschiedenen arabischen Staaten nach Israel ein und provozierten einen Krieg, der bis zur Unterzeichnung einer Waffenstillstandsvereinbarung am 20. Juli 1949 dauerte und einem erstaunlichen israelischen Sieg und viel Leid folgte und der für die Araber, die sich aufmachten die Juden in einem Religionskrieg auszulöschen immer noch weiter geht.[1]

Damals war Haifa die zweitgrößte Stadt im Mandatsgebiet und ein Schlüsselhafen. Sie war fast zu gleichen Geilen von Juden und Arabern bewohnt, deren Beziehungen zumeist freundlich waren. Nach dem Krieg entstand ein arabischer Mythos zu Haifa und beherrschte die Wahrnehmung der Welt von der „Vertreibung“ der Araber aus der Stadt. Wir haben inzwischen jedoch verlässliche Dokumente, die die Geschichte anders erzählen.

Wir wissen heute, dass die Araber schon vor dem Teilungsplan von 1947 begannen aus Haifa zu fliehen, als reiche Araber im Wissen, dass Krieg unausweichlich war – da sie ihn anzufangen planten – an Orte zu zeihen begannen, die sie als sicher ansahen. Im Oktober 1947 legte ein britisches Geheimdienst-Briefing: „Führende arabische Persönlichkeiten handeln unter der Annahme, dass Störungen bevorstehen und haben bereits ihre Familien in die benachbarten arabischen Länder evakuiert.“[2]

Bis November flohen mehr, obwohl keine Juden sie bedroht hatten. Die Dinge verschlechterten sich bis Dezember des Jahres, als 15.000 bis 20.000 Araber von einer Bevölkerung von fast 71.000 bereits geflohen waren.

Zu dieser Zeit warne syrische, libanesische und irakische Freiwillige nach Haifa gekommen; ihr Ziel war es die Juden zu vertreiben. Es gab allgemeines Durcheinander und wachsende Angst – eine Angst, die von der Panik verbreitenden Propaganda der arabischen Radios und Presse enorm verstärkt wurde. Im Januar begann das Nationalkomitee – Haifas führende arabische Vereinigung – die Massenflucht zu empfehlen. Dem ließen sie im März den Befehl folgen, Frauen und Kinder aus der Stadt zu bringen. Anfang April war die Bevölkerung auf die Hälfte ihrer ursprünglichen Zahl gesunken.

Am 21./22. April waren die Truppen der Hagana gezwungen eine Schlacht gegen bewaffnete arabische Irreguläre zu führe. Der jüdische Zonen-Kommandeur gab eine Garantie aus, dass Araber, die sich entschieden zu bleiben, Gleichheit und Frieden genießen würden. Der jüdische Bürgermeister der Stadt, der betagte Shabtai Levy, bettelte die arabische Führung an seine arabischen Bürger bleiben zu lassen, doch sie wiesen ihn ab. Dieselben arabischen Führer wurden aufgefordert eine extrem faire Waffenruhe zu unterschreiben, aber sie antworteten mit der Erklärung: „Wir werden nicht unterschreiben. Es ist bereits alles verloren und es spielt keine Rolle, ob alle getötet werden, solange wir das Schriftstück nicht unterzeichnen.“ Innerhalb weniger Tage verblieben nur 3.000 Araber in der Stadt.

Am 27. April verteilten die jüdischen Streitkräfte ein Flugblatt, das die fliehenden Araber drängte zurückzukehren. „In der Stadt herrschen uneingeschränkt Frieden und Ordnung und jeder Einwohner kann zu seinem freien Leben zurückkehren und seine normale Arbeit in Frieden und Sicherheit wieder aufnehmen.“[13] Es gab diesbezüglich Radiosendungen, in denen den Arabern Zusicherungen gegeben wurden. Das war, nachdem die Hagana die Stadt besetzt hatte. Das Verhalten der Hagana war genau das Gegenteil einer „ethnischen Säuberung“. Als die Ordnung erst einmal wiederhergestellt war, wurden Araber in Schlüsselpositionen ernannt und ein Teil des Nachschubs, der ursprünglich für die jüdischen Einwohner vorgesehen war, wurde großzügig den Arabern gegeben.

Ist das zionistische Propaganda? Nun, die Dokumente sind vorhanden und der amerikanische Vizekonsul Aubrey Lipincott erklärte damals zusammen mit britischen Offizieren und dem britischen Hochkommissar Sir Alan Cunningham, dass die Araber zur Flucht ermutigt wurden, während die Juden alles in ihrer Macht stehende unternahmen das zu verhindern. Am 25. April kabelte Lippincott nach Washington: „Die Juden hoffen, Armut wird [die] Arbeiter veranlassen nach Haifa zurückzukehren, da was viele bereits tun, trotz arabischer Versuche sie zu überzeugen wegzubleiben.“[4] Am folgenden Tag vermerkte der britisch Distrikt-Inspektor: „Von den Juden wird alles unternommen, um die arabische Bevölkerung zu überzeugen zu bleiben und ihr normales Leben weiterzuführen, ihre Geschäfte und Läden zu öffnen und sicher sein zu können, dass ihr Leben und ihrer Interessen sicher sind.“

Am 28. April schickte der US-Konsul ein weiteres Telegramm: „Es wird berichtet, das der Hohe Arabische Rat allen Arabern befiehlt [die Stadt zu] verlassen.“ Am selben Tag berichtete Cunningham: „Britische Behörden in Haifa haben den Eindruck bekommen, dass die totale Evakuierung den Haifa-Arabern von höheren arabischen Stellen aufgedrängt wird und die Stadtbewohner selbst dagegen sind.“[5]

Karsh fasst die Situation am Ende eines eigenen Artikels zusammen: „In Haifa, einem der größten und dramatischsten Orte des palästinensischen Exodus, war nicht nur die Hälfte der arabischen Gemeinschaft aus der Stadt geflohen, bevor die letzte Schlacht geschlagen wurde, sondern weitere 5.000 bis 15.000 verließen sie offenbar freiwillig während der Kämpfe, während der Rest – rund 15.000 bis 25.000 – gegen ihren Willen durch Befehl oder Schikane zum Gehen veranlasst wurden, fast mit Gewissheit durch die Anweisungen des Hohen Arabischen Rats. Das Verbrechen war ausschließlich durch die Araber geschaffen. Es gab keinen großen jüdischen Plan diesen arabischen Weggang zu erzwingen, ebenso wenig gab es einen psychologischen ‚Blitzkrieg‘. Im Gegenteil: Sowohl die jüdische Führung von Haifa als auch die Hagana unternahmen alles, um die Araber zu Bleiben zu bewegen.

Was in Haifa geschah, spielte die breitere jüdische Haltung in Palästina. Alle Überlegungen der jüdischen Führung zum Übergang in die Eigenstaatlichkeit beruhten auf der Annahme, dass die Araber Palästinas im der aus der Beendigung des britischen Mandats entstehenden jüdischen Staat als gleichberechtigte Bürger verbleiben würden.“[6]

Vielleicht reicht das, um überzeugend zu zeigen, dass die wiederholte Behauptung der „ethnischen Säuberung“ 1947/48 eine klare Lüge ist. Zahllose weitere Dokumente und öffentlichen Archive erzählen dieselbe Geschichte. Es ist eine Sache der Geschichte und nicht von Spekulationen wenig sachkundiger Journalisten, die damit fröhlich um sich werfen.

Jewish fighters during the Battle of Haifa. (Image source: Wikimedia Commons)

Die Geschichte des nicht Vorhandenseins ethnischer Säuberung in Haifa ist nur ein Teil der viel breiteren Geschichte des Krieges als Ganzem, während dem arabische Führer und militärische Kommandeure den palästinensischen Arabern befahlen wegzugehen, um der Arabischen Befreiungsarmee, der Arabischen Liga und anderen arabischen Armeen zu erlauben durchzukommen, um so die Juden einfacher abzuschlachten. An anderen Orten flohen, wie in Haifa, arabische Einwohner, wurde aber nur in einem Fall vertrieben und das nach intensiven Kämpfen zwischen israelischen Truppen und eindringenden Auslandstruppen, die von örtlichen Einwohnern ergänzt waren. Das geschah in den verbundenen Städten Lydda (heute Lod) und Ramle, die im Juli 1948 von israelischen Truppen erobert wurden. „Das“, schreibt Karsh, „war der erste, in der Tat der einzige Fall im Krieg, bei dem eine beträchtliche Stadtbevölkerung von jüdischen oder israelischen Kräften vertrieben wurde.“[7]

An allen Orte, wo arabische Einwohner es ablehnten gegen israelische Kräfte zu kämpfen, blieb jeder vor Ort und fasste nach dem Krieg als respektierter arabischer Bürger Israels Fuß. Es gab keine ethnische Säuberung und keine Vertreibung aus Shafa Amr, Bu’eina, Uzayr, Ilut, Kafr Kanna, Kafr Manda, Rummana, ‘Ayn Mahil, Tur’an, Iksal, Dabburiyya, Reina, Sakhnin, Hurfaysh, Fasuta, Dayr Asad, Dayr Hanna, Sajur, Rama, Nahf, Jish, Majd Kurum. Und selbst Siedlungen, in denen es schwerer Kämpfe gegeben hatte, wurden intakt gelassen. Heute strömen Israelis und Touristen wegen der arabischen Restaurants dort nach Abu Ghosch, die weiter von israelischen Arabern betrieben werden, die seit Jahrhunderten Besuchern bei Jerusalem willkommene Gastfreundschaft bieten.

Als im Juni israelische Truppen Nazareth eroberten, wurde strenge Befehle gegeben, dass keine heiligen Stätten auch nur im Geringsten entweiht werden durften. David Ben-Gurion, Israels erster Premierminister, gab einen noch unverblümteren Befehl: „Aus Nazareth wird niemand entfernt.“[8]

Lassen wir Benny Morris das letzte Wort haben: „Weder Ben-Gurion noch die zionistische Bewegung ‚planten‘ die Vertreibung der etwas mehr als 700.000 Araber, die 1948 aus ihren Häusern auszogen oder entfernt wurden. Es gab keinen solchen Plan oder umfassende Politik. Umsiedlung wurde von der zionistischen Bewegung niemals als Teil ihres Programms übernommen; im Gegenteil: die Bewegung akzeptierte immer, dass der entstehende jüdische Staat eine beträchtliche arabische Minderheit haben würde.“[9]

Victoria White stützt wie so viele Israel-Hasser wilde Behauptungen auf falsche Informationen. Sie verweist auf Vorfälle israelischer Massaker in Deir Yassin und Sasa. Es gibt keine Zweifel, dass israelische Kräfte sich in beiden Vorfällen schlimm verhielten, aber das geschah in Kriegszeiten und angesichts erbitterter Kämpfe seitens der Araber. Die Geschichte eines großen Massakers in Deir Yassin wurde von arabischen Propagandisten völlig unverhältnismäßig aufgeblasen. Zwischen 100 und 120 Dorfbewohner starben (viele, vielleicht die meisten von ihnen Kombattanten). Diese Zahlen wurden sofort von fest jedem auf 254 aufgebläht. Vor den dortigen Kämpfen war den Etzel- und Lehi-Truppen ausdrücklich befohlen worden keine Frauen, Kinder oder Kriegsgefangene zu töten.[10]

In Sasa starben nur 60. White erwähnt außerdem ein Massaker an 230 Arabern in Tantura. Die einzige Quelle dafür ist ihr alter Freund Ilan Pappé. Fakt ist, dass knapp über 70 Dorfbewohner getötet wurden, nicht in einem „Massaker“, sondern als sie israelischen Truppen in einem uneingeschränkten Krieg um das Überleben ihres Landes heftigen Widerstand leisteten.

Die Wahrheit ist: Angebliche israelische „Kriegsverbrechen“ von 1948 verblassen im Vergleich mit alliierten Verbrechen und Massakern während des Zweiten Weltkriegs, wozu viele Tötungen deutscher und italienischer Kriegsgefangener gehörten. Solche Verbrechen, so abscheulich sie auch sind, waren ein direktes Ergebnis der Bekämpfung eines Feindes, dessen jede Tat ein Verbrechen war. In diesen Kontext gesetzt verliert die Zahl von israelischen Soldaten begangener Exzesse und die winzige Zahl an Vergewaltigungen – rund ein Dutzend sind verzeichnet – nicht ihre moralische Kritik, gewinnen aber einen sehr anderen Kontext. Schlimmer ist, dass White fröhlich den Wiederverkauf von Geschichten israelischen Fehlverhaltens betreibt, aber völlig jeglichen Verweis auf kaltblütig von arabischen Soldaten begangene Massaker meidet: Die Kämpfe vom 12. bis 15. Mai im Etzion-Block, wo jüdische Verteidiger sich ergaben und 240 Männer und Frauen abgeschlachtet wurden; das Massaker in Hebron 1929, wo 67 Juden ermordet wurden; oder der berüchtigte Überfall auf einen Konvoi mit Dozenten, Studenten, Krankenschwestern und Ärzten, der zum Hadassah-Krankenhaus in Jerusalem fuhr und bei dem 78 Juden ermordet, die meisten davon lebendig geröstet wurden. Nicht der Erwähnung wert? Was das kein Kriegsverbrechen? Habe ich das Gefühl, dass durch das Fehlen von Ausgewogenheit bei Pappé und White nur Juden Furchtbares begehen, selbst wenn sie das nicht tun?

Antiisraelische Propaganda ist von Anfang an von Lügen, Verdrehungen und massivem Umschreiben der Geschichte getrieben gewesen. Die Schuld an allem wird auf die Juden gehäuft, während die Verbrechen der Araber, einschließlich derer der Palästinenser, für Freispruch sorgen. Israel war und ist ein legal gegründeter Staat und der Krieg von 1947/48 wurde von Arabern als Jihad in dem Versuch initiiert, getragen und ausgekämpft so viele Juden wie möglich zu töten, zwei Jahre nach dem Ende des Holocaust.

Die Vorwürfe an Israel – genauso wie die heute zu Gaza erhobenen – müssen einer nach dem anderen durch überlegten Gebrauch genauer historischer Fakten, eine Betonung der Moral des Überlebenskampfs Israels, eine gleiche Betonung der Unmoral derer, die anstreben die winzige Nation auszulöschen und eine standhafte Widerlegung der von den Ignoranten und Gutgläubigen vorgebrachten Anschuldigungen entkräftet werden.

[1] Zum religiösen Charakter des Krieges von 1948/49 s. Morris: 1948, S. 393-394 und im Index unter „Jihad“. S. auch: Benny Morris: The 1948 War Was an Islamic Holy War. Middle East Quarterly, Sommer 2010, S. 63-69.
[2] 6. Luftlande-Division: Weekly Intelligence Summary No. 61, basierend auf am 23. Oktober 1947 erhaltenen Informationen. WO 275/120, S. 3; Fortnightly Intelligence Newsletter No. 54, ausgegeben vom Hauptquartier der britischen Truppen in Palästina, 8. Nov. 1947, WO 275/64, S. 2. Zitiert wird Karsh: Palestine Betrayed, S. 124.
[3] Zitiert wird Karsh: Palestine, S. 138.
[4] ebenda, S. 139.
[5] ebenda, S. 141-142.
[6] Efraim Karsh: Were the Palestinians expelled? Commentary Magazin, 1. Juli 2000.
[7] zitiert wird Karsh: Palestine, S. 216.
[8] Benny Morris: The Birth of the Palestinian Refugee Problem Revisited. Cambridge 2004, S. 419-420.
[9] Morris, unveröffentlichter Brief an den Independent, wiedergegeben in: Tom Gross: Benny Morris responds to ‘numerous historical errors’ in The Independent. Mideast Dipatch Archive, 6. Dez. 2006.
[10] Morris: 1948, S. 126-27.

Arabischer Autor behauptet: „Zion“ ist arabisch

20. September 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Araber, Jerusalem | 1 Kommentar
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Elder of Ziyon, 26. August 2014

Salah al-Sayer schreibt in Al-Arabiya und sagt, „Zionismus“ bezieht sich auf die Juden, die den Berg Zion haben wollen, diesen althergebrachten arabischen Berg.

Er sagt, es gäbe arabische Familien mit dem Namen „Zion“, die ursprünglich auf dem Berg lebten.

Also recherchierte ich weiter und fand einen Artikel, den anscheinend ein Mitglied dieser Familie schrieb; er bestand darauf, dass es sich um einen uralten arabischen Namen handelt und dass es auch eine „Zion“-Burg an der syrischen Küste gibt. Die Juden usurpierten unter dem Namen der Weisen von Zion, diese ehrenvollen arabischen Namen Zion.

Es gibt in der Tat eine Burg in Syrien, die heute als Zitadelle Saladins bekannt ist, ursprünglich aber Sahyun genannt wurde, was das arabische Äquivalent zu Zion ist. Es wurde offenbar von den Byzantinern auf einer alten phönizischen Festung gebaut und von den Kreuzfahrern deutlich vergrößert; ich kann nicht feststellen, wer sie Sahyun nannte oder wann.

Wikipeida hält fest, dass zwar der Berg Zion offensichtlich diesen Namen trug, bevor er in 2. Samuel 5,7 erstmals erwähnt wurde, es aber ziemlich klar ist, dass die Muslime gut tausend Jahre später den Namen von den Juden übernahmen und nicht von den Jebusiten.

Fakt ist: Mohammed verwies auf die Kaaba in Mekka als „Zion“, um Jerusalem als „das neue Zion“ zu verdrängen.

Es ist immer amüsant Muslime – deren Religion stärker auf dem Judentum als auf irgendetwas sonst gründet – zu sehen, die behaupten das Judentum habe sie bestohlen.

Auf dem Tempelberg fällt ein Baum um, wer ist verantwortlich zu machen?

13. September 2014 um 11:00 | Veröffentlicht in Jerusalem, Nahost-Konflikt | Hinterlasse einen Kommentar
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Elder of Ziyon, 12. September 2014

Die Al-Aqsa-Stiftung schmerzt ein Bericht, dass eine Zypresse auf dem Tempelberg umfiel. Sie hbaen 11 Fotos und ein Video dieses tragischen Ereignisses

Natürlich machen sie die eingebildeten israelischen Grabungen unter dem Bereich dafür verantwortlich und auch für andere Bäume, die früher schon umkippten.

Die muslimische Behörden fordern Experten auf zu kommen und den Baum auf Beweisspuren zu untersuchen. Vielleicht fällten ja ferngesteuerte Judenstrahlen den Baum.

Die Fotos und das Video zeigen, dass sie einen Bagger auf dem Berg haben, den ich sah, als ich dort war. Stellen Sie sich vor, dass Leuten an der wichtigsten archäologischen Stelle des Planeten gestattet ist schwere Erdbewegungs-Ausrüstung zu nutzen wann immer sie wollen, in Bereichen, in denen Archäologin nicht einmal eine Zahnbürste einsetzen.

Die Geburt eines neuen gefälschten Zitats

12. September 2014 um 15:00 | Veröffentlicht in Araber, Medien+Nahost | Hinterlasse einen Kommentar
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Elder of Ziyon, 8. September 2014

Es gibt Tonnen gefälschter Zitate, die im Verlauf der Jahrzehnte führenden Zionisten zugeschrieben wurden. Aber es geschieht nicht oft, dass wir die Geburt einer neuen Lüge erleben.

Bisher haben drei arabische Zeitungen – die Arab Times, Al-Majd und Al-Watan Voice – Naftali Bennett damit zitiert, er habe am 1. September gesagt: „Das Töten von Palästinensern bringt den Juden Leben.“

Natürlich hat Bennett niemals etwas derartiges gesagt, er würde das auch nie tun. Was er hauptsächlich am 1. September äußerte, lautete: „Was wir gestern machten, war eine Zurschaustellung des Zionismus. Zu bauen ist unsere Antwort auf Mord.“

Allerdings gibt es eine Menge Menschen, für die der vorläufige Papierkram, der möglicherweise in zwei Jahrzehnten als Ergebnis des jüdischen Hausbaus als schlimmer betrachtet werden wird, als – sagen wir mal – ein Araber, der 10 Juden in die Luft jagt. Doch selbst, wenn man eine solch pervertierte Sicht der Moral haben sollte, ist das Zitat immer noch völlig erlogen.

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Die Palästinenser: das erfundene Volk

14. August 2014 um 11:00 | Veröffentlicht in Geschichte, Palästinenser | 6 Kommentare
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Y.K. Cherson, Cherson and Molschky, 9. Januar 2014

“Die Geschichte des palästinensischen Volks geht so weit zurück wie“… Das ist die Stelle, wo „Historiker“ sich nicht einigen können. Einige sagen, das „palästinensische Volk“ hat eine stolze Geschichte von 4000 Jahren; andere sagte 10.000 Jahre, 30.000 Jahre und sogar – bitte nicht lachen – 200.000 Jahre, was die Neanderthaler im Vergleich zu dem mysteriösen „palästinensischen Volk“ zu ziemlich jungen Leute macht. Doch obwohl die arabischen Historiker sich nicht auf die „unbedeutenden „ Details wie das Alter des „palästinensischen Volks“ einigen können, stimmen sie darin überein, dass dieses Volk unglaublich älter ist, weit älter als die Juden, Römer oder Griechen.

In der glorreichen Geschichte des „palästinensischen Volks“ gibt es nur ein „kleines“ Problem: Niemand in der Geschichte hat sie je gesehen.

721 v.Chr. eroberte Assyrien das Königreich Israel. Das ist eine historische Tatsache, die niemand bestreitet. Natürlich kämpfte das „palästinensische Volk“ heldenhaft gegen die Aggressoren und fügte ihnen schwere Verluste zu, oder? Nun, nicht ganz. Nicht eine einzige assyrische Chronik, nicht einmal eine einzige Tontafel erwähnt dieses edle Volk. Könnte es sein, das hunderttausende „Palästinenser“ heldenhaft gegen assyrische Eindringlinge kämpften – und diese Eindringlinge das nicht einmal bemerkten? Zur gleichen Zeit sind assyrische Chroniken voller Berichte über die Schlachten mit den Israelis. Die Assyrer fanden also durchaus Israelis vor, bemerkten aber keine „Palästinenser“?

Auch keine “Palästinenser” in den Chroniken der Babylonier (Foto: http://www.bible-history.com/)

Nun, die Assyrer bemerkten also kein „palästinensisches Volk“. Höchstwahrscheinlich, weil König Sargon II. Zionist war. Und was ist mit den Babyloniern? Dasselbe Rätsel erwartet uns, wenn wir anfangen die babylonischen Chroniken über die Eroberung des Königreichs Judah zwischen 597 und 582 v.Chr. zu lesen. Juden gibt es dort auf jeder zweiten Seite. Und „Palästinenser“? Es gibt nicht ein einziges Wort über sie. Die Babylonier fanden sie auch nicht.

Doch gewiss fanden die Perser „Palästinenser“ und hinterließen uns eine detaillierte Beschreibung dieses wunderbaren Volks, seiner reichhaltigen Kultur, interessanten Gewohnheiten, Sprache…? Leider nein. Die persischen Chroniken erzählen uns von Juden, davon, wie Kyros ihnen die Erlaubnis erteilte nach Jerusalem zurückzukehren, wie die persischen Satrapen Judah und Israel regierten… aber über die „Palästinenser“ – nicht ein einziges Wort.

Was die „Suche nach den Palästinensern“ noch unterhaltsamer macht: Alexander der Große marschierte 332 [v.Chr.] die gesamte Küste Palästinas von Tyrus bis Gaza ab – aber er fand nicht einen einzigen „Palästinenser“, nur Juden.

Wo zum Henker versteckten sich die „Palästinenser“?

Nun gut, Assyrer, Babylonier, Perser, selbst Alexander der Große: Das ist total lange her! Aber was ist mit den gewissenhaften und methodischen Römern? Genau dasselbe.

Die Römer erklärten sehr ausführlich, wie sie Jerusalem belagerten; sie informieren uns penibel darüber, wie verzweifelt die Juden es verteidigten. Sie beschreiben die jüdischen Revolten und wie sie sie niederschlugen und liefern Informationen dazu, wie die Juden gegen sie in Massada kämpften, darüber, wie die Römer Judah teilten und in Palästina umbenannten, wie sie Jerusalem in Aelia Capitolina umbenannten… Sie erzählen uns eine Menge Dinge – aber sie sagen nicht ein einziges Wort über „Palästinenser“.

Darüber hinaus benannten sie das Land zwar in „Palästina“ um, aber sie nannten die Einwohner weiterhin so, wie sie seit tausenden Jahren genannt wurden: Juden. „Palästina“ wurde der offizielle Name des Landes, aber seine Einwohner blieben Juden.

Moment mal: Und wo waren die „Palästinenser“, als die Araber kamen?

Das ist die Millionen-Dollar-Frage. Moderne Araber sagen sie seien „Palästinenser“. Und was sagten dazu die Araber des 7. Jahrhunderts – die, die Palästina eroberten?

Kennen sie irgendein in der Zeit der arabischen Herrschaft in Palästina geschriebenes Dokument, das auch nur ein Wort über ein „Palästina“ sagte? Ich nicht. Und niemand kennt eins, denn ein solches Dokument existiert nicht.

Die Situation wird langsam amüsant! Heute schäumen Araber darüber, ihre Vorfahren hätten seit undenkbaren Zeiten in Palästina gelebt und ihre Vorfahren hatten keinerlei Ahnung von ihrer ruhmreichen und uralten Vergangenheit dort.

Nun, immerhin dauerte die arabische Herrschaft über Palästina nicht lange. Nur 300 Jahre nach der arabischen Eroberung warfen Türken – erst die Mamlelucken, dann die Ottomanen – sie raus. Unter verschiedenen namen – Seldschuken, Mamelucken, Ottomanen – herrschten die Türken 600 Jahre über Palästina. Reichlich Zeit, um eine zahlreiche und ruhmreiche ethnische Gruppe wie das „palästinensische Volk“ zu finden. Fanden die Türken sie? Ach! Die offiziellen Statistiken der Türken führen akkurat die Juden, Araber, Tscherkessen und Bosnier in Palästina auf, sie liefern detaillierte Informationen über die Zahl der Muslime, Christen und Juden – aber sie erwähnen nirgendwo ein „palästinensisches Volk“.

Selbst die Römer, die das Land in “Palästina” umbenannten, fanden keine “Palästinenser”.

Gut. Assyrer, Babylonier, Griechen, Römer, Perser und Araber bemerkten überhaupt kein „palästinensisches Volk“. Die Türken fanden sie in den 600 Jahren, in denen sie in Palästina herrschten, auch nicht. Und wo versteckte sich dieses unglaublich alte und ungläubige, heldenhafte Volk nach 1917? Die zahlreichen Kommissionen des Völkerbunds (später UNO-Kommissionen) fanden es nicht; alle Dokumente des Völkerbunds aus dieser Zeit sprechen nur von Juden und Arabern, aber es gibt nicht ein einziges Wort über irgendwelche „Palästinenser“ als eigenes Volk. Vielleicht sprachen die Politiker der westlichen Staaten damals von „Palästinensern“? Nein, machten sie nicht. Delegiert aus 11 Staaten reisten in die Region und stellten fest, was lange offensichtlich war: zwei widerstreitende Gruppen, Araber und Juden, deren nationale Ansprüche sich nicht versöhnen ließen. „Palästinenser“? Wer sind die?

Aber die Politiker der arabischen Länder natürlich … Ach, die Politiker der arabischen Länder waren in dieser Sache sehr deutlich:

„Wir betrachten Palästina als Teil des arabischen Syrien, da es von diesem niemals getrennt war. Wir sind damit durch nationale, religiöse, linguistische, natürliche, wirtschaftliche und geografische Bande verbunden.“ (Erster Kongress muslimisch-christlicher Vereinigungen, Februar 1919)

Der Repräsentant des Hohen Arabischen Rats bei den Vereinten Nationen legte im Mai 1947 der Vollversammlung eine Erklärung vor, in der es hieß: „“Palästina war Teil der Provinz Syrien“ und: „Politisch waren die Araber Palästinas nicht unabhängig in dem Sinn, dass sie eine eigene politische Einheit bildeten.“

1937 sagte ein örtlicher arabische Anführer, Auni Bey Abdul-Hadi, der Peel-Kommission, die letztlich die Teilung Palästinas vorschlug: „Ein Land Palästina gibt es nicht! ‚Palästina‘ ist ein Begriff, den die Zionisten erfanden! Es gibt in der Bibel kein Palästina. Unser Land war Jahrhunderte lang Teil von Syrien.“

„Palästina und Transjordanien sind eins.“ König Abdallah, Treffen der Arabischen Liga in Kairo, 12. April 1948

Die Araber bemerkten also in den 1940-er Jahren kein „Palästina“. Darüber hinaus „bemerkten“ sie auch keinerlei „Palästinenser“!

Gut, in den 1940-ern fanden die arabischen Politiker keinerlei „palästinensisches Volk“. Das überrascht nicht; niemand konnte sie finden.

Aber vielleicht „fanden“ sie dieses mysteriöse „palästinensische Volk“ später? Fanden sie nicht.

Der syrische Präsident Hafez Assad erklärte dem Palästinenserführer, dem Vorsitzenden der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), Präsident der Palästinensischen Nationalen Behörde (PNA) und „Vater des palästinensischen Volks“, Yassir Arafat:

„Du repräsentierst Palästina nicht mehr als wir. Vergiss niemals dies: So etwas wie ein palästinensisches Volk gibt es nicht, es gibt keine palästinensische Einheit, es gibt nur Syrien. Ihr sei integraler Bestandteil des syrischen Volks, Palästina ist integraler Teil von Syrien. Deshalb sind wir es, die syrischen Autoritäten, die die wahren Repräsentanten des palästinensischen Volks sind.“

Natürlich wies der Palästinenserführer, „Vater des palästinensischen Volks“ und so weiter diese Unterstellungen entrüstet zurück und … Machte er tatsächlich nicht.

“Unsere Nation ist die arabische Nation, die vom Atlantischen Ozean bis zum Roten Meer und darüber hinaus reicht… ” – Yassir Arafat (Foto: http://www.familysecuritymatters.org/)

Vielmehr gab Arafat selbst eine entschiedene und unmissverständliche Äußerung in der gleichen Art ab, noch 1993, als er erklärte: „Die Frage der Grenzen interessiert uns nicht… Vom arabischen Standpunkt aus dürfen wir nicht über Grenzen reden. Palästina ist nichts als ein Tropfen in einem gewaltigen Ozeans. Unsere Nation ist die arabische Nation, die vom Atlantischen Ozean bis zum Roten Meer und darüber hinaus reicht… Die PLO bekämpft Israel im Namen des Pan-Arabismus. Was ihr ‚Jordanien‘ nennt, ist nichts anderes als Palästina.“

Vor nicht allzu langer Zeit sagte Azmi Bishara (Ex-Knesset-Abgeordneter, der aus Israel ins Exil ging, weil er der Hisbollah während des Zweiten Libanonkriegs sensible Informationen zukommen ließ), der alles andere als Israels Freund ist, dasselbe: Es gibt kein palästinensisches Volk. Seine Worte können Sie selbst hören und sich den Mann ansehen, hier ist der Link.

„Die Wahrheit ist: Jordanien ist Palästina und Palästina ist Jordanien“. König Hussein von Jordanien, 1981

„Palästina ist Jordanien und Jordanien ist Palästina; es gibt nur ein Land, mit einer Geschichte und ein und demselben Schicksal“, wurde Prinz Hassan von der jordanischen Nationalversammlung zitiert; er hatte das am 2. Februar 1970 gesagt.

Abdul Hamid Sharif, Premierminister von Jordanien, erklärte 1980: „Die Palästinenser und Jordanier gehören nicht verschiedenen Nationalitäten an. Sie haben dieselben jordanischen Reisepässe, sind Araber und haben dieselbe jordanische Kultur.“

Doch die Araber, die in Palästina, wie sie uns versichern, seit unvorstellbaren Zeiten lebten, ließen sich natürlich von syrischen und jordanischen Diktatoren ihrer stolzen palästinensischen Vergangenheit berauben, oder? Sie werden überrascht sein, aber sie ließen. Und sie hatten dafür sehr ernste Gründe.

Wussten Sie, dass die Jerusalem Post bis 1950 PALESTINE POST hieß?
Dass das Magazin der Zionist Organization of America das NEW PALESTINE war?
Dass der ursprüngliche Name der Bank Leumi ANGLO-PALESTINE BANK war?
Dass der ursprüngliche Name der Israel Electric Company PALESTINE ELECTRIC COMPANY war?
Dass es den PALESTINE FOUNDATION FUND und das PALESTINE PHILHARMONIC (Orchestra) gab?
Und dass all diese JÜDISCHE ORGANISATIONEN waren, organisiert und betrieben von JUDEN?
In Amerika sang die zionistische Jugend ihre Hymne „PALESTINE, MY PALESTINE“ (Palästina, mein Palästina), den „PALESTINE SCOUT SONG“ (Palästina-Pfadfinder-Lieg) und den „PALESTINE SPRING SONG“ (Palästain-Frühlingslied).

Bis in die späten 1960-er wäre einen Araber als „Palästinenser“ zu bezeichnen für ihn eine Beleidigung gewesen, denn bis Ende der 1960-er wurde das Wort „Palästinenser“ allgemein und einmütig in aller Welt mit Juden in Verbindung gebracht und alle wussten: Palästina ist nur ein anderes Wort für Israel und Judah, wie z.B. Kemet nur ein anderer alter Name für Ägypten war. In Palästina lebende Araber identifizierten sich selbst als Araber und waren beleidigt, wenn jemand sie „Palästinenser“ nannte: „Wir sind keine Juden, wir sind Araber“, pflegten sie zu antworten.

Stellen wir richtig

Es gibt ein Land im Fernen Osten. Dort leben Leute (und haben seit vielen Jahrhunderten in diesem Land gelebt), die dieses poetisch „Land der aufgehenden Sonne“ nannten. Dann kamen westliche Reisende und Geografen in dieses Land und gaben ihm einen anderen Namen. Warum? Vielleicht waren sie keine Poeten oder vielleicht kamen sie bei Sonnenuntergang dort an oder vielleicht konnten sie den ursprünglichen Namen in der Originalsprache nicht aussprechen… Veränderten sich die dort lebenden Menschen, weil westliche Reisende und dann Politiker und Journalisten anfingen ihr Land bei einem anderen Namen zu nennen? Nein. Sie waren dieselben Menschen und sie nannten ihr Land weiter „Land der aufgehenden Sonne“.

Und der Westen nennt es Japan.

Es gibt ein Land im Nahen Osten. Die dort seit vielen Jahrhunderten lebenden Menschen nannten es „Eretz Israel“ – das Land Israel. Dann kamen Leute aus dem Westen und gaben ihm einen anderen Namen. Veränderten sich die dort lebenden Menschen? Nein. Sie waren dieselben Menschen und sie nannten ihr Land weiter „Das Land Israel“.

Und der Westen nennt es Palästina.

Pallywood-Lüge für Doofe

2. August 2014 um 12:02 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Nahost-Konflikt, Palästinenser, Propaganda | 1 Kommentar
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Eintrag auf twitter (1./2. August 2014):

Nicht explodierte Bombe, auf Deir el-Balah geworfen, offenbart das Ausmaß der von Israel verwendeten Munition.

Nicht explodierte Bombe, auf Deir el-Balah geworfen, offenbart das Ausmaß der von Israel verwendeten Munition.

Der Spanisch sprechende User darüber – von dem das Foto übernommen wurde – behauptete, das Teil sei von einer F-16 abgeworfen worden.

Der zweite Kommentar stellt den Poster richtig:

Netter Versuch. Das kommt von einem Marinegeschütz, ist keine vom Flugzeug geworfene Bombe. Wahrscheinlich aus dem Zweiten Weltkrieg. Ägypten ist voll von dem Mist.

Alleine die Form zeigt, dass kein Flugzeug diese Granate jemals transportieren würde. Aber es wird genügend Volltrottel geben, die dem Propagandalügner glauben, dass das eine israelische Bombe ist.

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