Dem Tod ins Gesicht lachen

4. Oktober 2014 um 6:00 | Veröffentlicht in Israel, Nahost-Konflikt | Hinterlasse einen Kommentar
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Thomas Wictor, 10. Juli 2014 (Übersetzung: Yvaine de Winter)

Israel und die Terrororganisation Hamas – Teil der palästinensischen Regierung – sind wieder dabei. Hamas feuert Geschosse, Mörser und Raketen auf israelische Bevölkerungszentren, was Israel dazu brachte, die Eiserne Kuppel, ein Raketenabwehrsystem, zu bauen. Das ist echtes Science-Fiction-Material, das vor ein paar Jahren noch als unmöglich galt. Während die Geschosse vom Himmel regnen, lachen die Israelis dem Tod ins Gesicht. Schaut mal, wie die Eiserne Kuppel heranfliegende Raketen abfängt:

Übersetzung (durch Joe Schmoe):

00:09 – Schaut!

00:19 – Wie viele!!!

00:20 – Rami! Rami! (Name einer Person)

00:27 – Gott, lass mich morgen aufwachen! Gott, lass mich morgen aufwachen! Gott!

00:39 – Ich mache keine Witze, hier wird bald Schrapnell herunterfallen, wir müssen weg!

00:52 – Gott!

00:56 – [Grad-Rakete trifft]

01:04 – Es ist ein Bodentreffer, Bodentreffer.

01:10 – BLEIBT UNTEN! BLEIBT UNTEN!

Hamas schießt Grad-Raketen auf Israel. Hier sieht man die Rakete und den Raketenwerfer.

Die Grad ist eine ungelenkte Rakete. Was Hamas tut, ist, mit einer ganzen Reihe von ihnen auf bestimmte Gebiete zu zielen und sie dann loszuschießen. Iran versorgt Hamas mit seinen Grads. Tatsächlich versorgt Iran die Hamas mit der Grad, der WS-1e und der Fajr 5. Syrien gibt Hamas die Khaibar M-302. Hamas verfügt über ein Arsenal von ungefähr 10.000 Raketen und Geschossen.

Sowohl die USA als auch Israel haben Technologien entwickelt, die Projektile in der Luft abfangen können. Die USA haben das C-RAM (Counter Rocket, Artillery, and Mortar), eine computergesteuerte Gatling-Kanone.

Weitere Science-fiction, die nun Realität geworden ist. Iran wird niemals gleichwertige Technologie entwickeln können. Die Iraner lieben es, so zu tun, als ob; beispielsweise verkündeten sie, sie würden ein Stealth-Kampfflugzeug bauen, die Qaher 313.

Das ist ein Plastikspielzeug. Luftfahrtexperten waren einstimmig der Meinung, dass es unmöglich fliegen könne, aber man muss ihnen nicht glauben. Benutzt einfach eure eigenen Augen: Schaut, wie das Schutzdach die iranische Flagge im Hintergrund verzerrt. Ein Pilot im Cockpitsitz würde nichts sehen, wenn er versuchen würde, mit diesem Schwindelspielzeug loszufliegen.

Das ist ein Grund, warum die Israelis lachen, wenn Geschosse auf sie niedergehen. Israel bekämpft Menschen, die in einer Fantasiewelt leben. Man lacht, wenn seine Feinde verrückt sind.

Ein weiterer Grund für das Lachen der Israelis ist, dass die Hamas glaubt, Gott würde ihr helfen, alle Juden zu töten. So steht es in Artikel 7 der Charta der Hamas.

…so strebt die Hamas doch danach, Allahs Versprechen wahrzumachen, ganz gleich, wie lange dies dauern mag. Der Prophet – Allah segne ihn und schenke ihm Heil -, sprach: „Die Stunde wird kommen, da die Muslime gegen die Juden solange kämpfen und sie töten, bis sich die Juden hinter Steinen und Bäumen verstecken. Doch die Bäume und Steine werden sprechen: „Oh Muslim, oh Diener Allahs, hier ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt. Komm und töte ihn!“ Nur der Gharkad-Baum wird dies nicht tun, denn er ist ein Baum der Juden.“

Wusstet ihr, dass Bäume einer Religion angehören können? Hamas glaubt das. Was kann man da anderes tun als lachen?

Auch ein Trauma kann dazu führen, dass man dem Tod ins Gesicht lacht. Nachdem dir genug angetan wurde, legt sich im Kopf ein Schalter um, und du findest es plötzlich lustig. Es ist Galgenhumor, aber das ist die beste Art von Humor. Hier ein Witz, der mir von einem Juden erzählt wurde:

Zwei Juden müssen in einen Hof marschieren, wo sie von einem Erschießungskommando exekutiert werden sollen.

„Scheiß drauf“, sagt der eine. „Ich werde eine letzte Zigarette verlangen.“

„Lass das!“ sagt der andere. „Du bringst uns nur in Schwierigkeiten!“

[Im restlichen Blogeintrag geht es nicht mehr um Israel.]

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (28.09.-04.10.2014)

28. September 2014 um 21:17 | Veröffentlicht in Israel, Jerusalem, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 28.09.2014:

Abbas vor der UNO: Israel betreibt einen „neuen Völkermord-Krieg“ gegen die Palästinenser.

Der Terrorgrande, Holocaustleugner und illegale „Präsident“ der PA hatte angekündigt, er werde der UNO einen Zeitplan für einen israelischen Abzug aus Judäa und Samaria vorlegen. Das hat er zumindest in seiner Rede vor der Vollversammlung nicht gemacht; angekündigt war auch, dass das direkt nach Abbas‘ Rede erfolgen sollte – nichts. Jetzt heißt es von der PA, der Plan werde „bald“ vorgelegt. Konkreter hieß es später: innerhalb der nächsten zwei Wochen.

Die Fünfte Kolonne: Der arabische Knesset-Abgeordnete Barakeh setzte im PA-Fernsehen die Regierung Israels mit dem ISIS gleich.

Der Block der islamischen Länder bei der UNO beschwatzt die Palästinenser dem ICC beizutreten, damit sie Israel wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschheit verklagen können.

Montag, 29.09.2014:

Mahmud Abbas droht weiter: Wenn Israel seinen Forderungen aus der UNO-Rede nicht nachgekommen wird, wird er einen „politischen Krieg“ führen.

Saeb Erekat kann nicht anders, er lügt wieder wie gedruckt. Heute behauptete er, 96% der arabischen Toten des Gazakriegs vom Juli/August seien Zivilisten gewesen. (Ironie: Sein Chef, Abbas, hatte Anfang des Monats noch gesagt, dass „861 Märtyrer der Fatah fielen“ – da sind die übrigen Terroristen noch nicht eingerechnet. 861 von ca. 2.100 sind nicht nur 4%.) Bei seinem Lügen-Interview sprach er auch davon, dass Israel 12.000 Gazaner getötet hätte (was aber vermutlich nur ein Versprecher war, weil er von 12.000 Getöteten und 12.000 Verwundeten sprach).

Um den Gazastreifen wird ein neuer Zaun gebaut, ein elektronischer Zaun, der Infiltrationsversuche an IDF und den Regionalrat meldet.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Der ägyptische Außenminister ließ wissen, dass eine Demilitarisierung des Gazastreifens derzeit nicht zur Diskussion stehe.

Dienstag, 30.09.2014:

Hamas behauptet, die von Netanyahu bei der UNO gezeigten Bilder seien Fälschungen. Die Quelle allen Bösen und des Terrors in der Welt sei Israel.

Saeb Erekat mag nicht nachstehen: Er setzt Netanyahu mit Führer („Kalifen“) des IS gleich.

Eine Analyse der Zahlen des palästinensischen Gesundheitsministeriums ergab, dass 49% der Toten im Gazakrieg diesen Jahres Terroristen waren.

Trotz der dort vorherrschenden arabischen Gewalttaten gegen Juden zogen weitere 11 jüdische Familien nach Shiloah (Silwan) in Jerusalem.

Die beim Festnahmeversuch getöteten Entführer und Mörder der drei israelischen Jugendlichen wurden von der PA bei ihrer Beerdigung in den Status der Märtyrer erhoben und in den höchsten Tönen gelobt. Das sei eine „Exekution“ gewesen.

PA-Sprecher Nabil Abu Rudeineh: Eine Lösung des Konflikts mit Israel muss auf internationalen Resolutionen und der arabischen Friedensinitiative (von 2002) fußen; jegliche Vereinbarung muss zur Gründung eines Palästinenserstaats mit Jerusalem als Hauptstadt führen. Voraussetzung ist der sofortige Baustopp in Judäa und Samaria, die Aufhebung der Belagerung des Gazastreifens und die „Einstellung allen Tuns von Extremisten“ in den heiligen Stätten.

Mittwoch, 01.10.2014:

Hamas hat die Eigenproduktion von Raketen wieder aufgenommen und gestern 5 Testschüsse aufs Meer unternommen.

Ein offizieller Vertreter der Fatah – Jibril Rajoub – auf einer Pressekonferenz sagte, die Hamas müsse ihre Waffen verstecken, dürfe sie nicht offen tragen – aber sie sei nicht verpflichtet ihre „Widerstandswaffen“ abzugeben. Die unterschriebenen Vereinbarungen zwischen der PA und Israel besagen aber ausdrücklich, dass schon das Vorhandensein von Raketen und einer Reihe weiterer Waffen verboten ist.

Abbas droht: Sollte Israel die von ihm (Abbas) initiierten diplomatischen Vorgänge nicht mitmachen und Fortschritte bringen, wird die Sicherheitskooperation zwischen PA und Israel behindert.

Die PA setzt einen Termin: Israel muss bis November 2016 aus „allen seit 1967 besetzten Palästinensergebieten, einschließlich Ostjerusalem“ abgezogen sein. Soll der UNO-Sicherheitsrat beschließen.

Heckmeck:
Obama im Gespräch mit Netanyahu: Der Status quo zwischen Israel und den Palästinensern muss sich ändern. Es sei wichtig „Möglichkeiten zu finden, um für den Frieden mit den Palästinensern zu werben“. (Der hat immer noch nicht begriffen, dass er das den Arabern sagen muss, nicht Israel.)
Netanyahu bekräftigte, im selben Gespräch, dass er weiterhin der Zweistaatenlösung verpflichtet ist. (Ministerin Hotovely sagte gestern, mit seiner Rede vor der UNO-Vollversammlung habe Netanyahu die Zweistaatenlösung beerdigt.“

Donnerstag, 02.10.2014:

Am Mittwochabend ermöglichte die IDF die Fahrt von 12 Bussen zum Josefgrab in Schechem/Nablus; die Fahrgäste nutzten dort die Nacht zum Gebet.

Seit Mahmud Abbas vor einigen Monaten die „Rückkehr zum Terror“ verkündete, haben die Schussangriffe in Jerusalem, Judäa und Samaria stark zugenommen. Die Terroristen schießen allerdings nicht nur auf Juden, sondern auch auf einander. Besonders Fatah-Mitglieder scheinen immer häufiger beschossen zu werden, wobei oft nicht klar ist, ob sie von anderen Terrorgruppen angegriffen werden oder von Rivalen in den eigenen Reihen.

Zum ersten Mal in 30 Jahren liegen Yom Kippur und das islamische Zuckerfest auf demselben Wochenende. Die israelischen Sicherheitskräfte stehen in erhöhter Alarmbereitschaft, um möglichen Zusammenstößen entgegenzuwirken.

Freitag, 03.10.2014:

Hamas prahlt: Die IDF hat nicht alle Tunnel zerstört. Sie bleibt dem bewaffneten Konflikt verschrieben, trotz der Waffenstillstandsgespräche in Kairo.

Der arabisch-israelische Knessetabgeordnete Ibrahim Sarsur behauptet, Israel und die USA seien „grausamer als ISIS“; er forderte ein globales Kalifatssystem.

Samstag, 04.10.2014:

Versprechen der Hamas (natürlich ein einer „Predigt“ zum Feiertag): Wir werden weiter die Waffen des Widerstands entwickeln und bauen.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Niederlage in Sderot und die Notwendigkeit strategischen Lernens

2. September 2014 um 13:00 | Veröffentlicht in Geschichte, Israel, Nahost-Konflikt | 1 Kommentar
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Dr. Joel Fishman, Times of Israel (blogs), 27. August 2014

Der verstorbene Ze’ev Schiff (1932 – 2007) war ein herausragender Militärkorrespondent für Ha’aretz. Wir haben das enorme Glück in der Lage zu sein, auf seine analytischen Fähigkeiten zurückzugreifen, um den gegenwärtigen heißen Krieg zu verstehen, mit dem Israel beschäftigt ist.

Die Worte Ze’ev Schiffs klingen nach Aufrichtigkeit und Dringlichkeit, was uns das Gefühl gibt, dass er direkt zu uns spricht. Er veröffentlichte seine Analyse am 8. Juni 2007 unter dem Titel „Eine israelische Niederlage in Sderot“. Als er schrieb, lag hauptsächlich Sderot unter Raketenfeuer. Zur Zeit fallen Hamas-Raketen auf die Städte und Siedlungen im Süden, den Küstenstädten und weit darüber hinaus. Sieben Jahre später hat sich die Lage beträchtlich verschlechtert. Das Ausmaß und die Kraft der Hamas-Aggression hat dramatisch zugenommen.

Hier haben wir einige Auszüge aus Schiffs Artikel. Sie vermitteln einen Sinn für seinen Sprachgebrauch und seine Persönlichkeit. Kurz gesagt schrieb Ze’ev Schiff, dass die Hamas Israel in Sderot besiegte und legte sein Gründe dar:

  • Selbst wenn wir Dutzende Male erklären, dass die Hamas unter Druck steht und einen Waffenstillstand möchte, wird das nicht die Tatsache auslöschen, dass in der Schlacht um Sderot Israel faktisch besiegt wurde.
  • Israel erfährt in Sderot etwas, das es seit dem Unabhängigkeitskrieg nicht erlebt hat, wenn überhaupt: Der Feind hat eine ganze Stadt zum Schweigen gebracht und dort das normale Leben lahmgelegt.
  • Die Regierung war nicht erfolgreich dabei das bombardierte Sderot in ein nationales Verteidigungsprojekt zu wenden. Das verstärkt die Einschätzung, dass diese Regierung nicht in der Lage ist die Nation in einer wichtigen militärischen Konfrontation zu führen.
  • Der Feind, der Sderot besiegte, ist eine Terrororgaisation, die militärisch schwach ist, aber angesichts ihrer Schwäche erfolgreich ein Abschreckung vis-á-vis Israel erreicht hat, wie es auch die Hisbollah schaffte. Die Regierung und das militärische Establishment versuchen die Lage mit Ausreden wie der folgenden wegzuerklären versucht: Das sei eine schwierige Schlacht, in der eine große Zahl Palästinenser getötet und Israel große Verluste erleiden würde. Die IDF würde in einer Zeit im Gazastreifen festsitzen, in der die syrische Front wahrscheinlich in Flammen aufgehen wird; die internationale öffentliche Meinung würde eine harte israelische Reaktion ablehnen. Derweil schießt die IDF, wenn Raketen aus bewohnten Gebieten geschossen werden, nicht einmal auf die Abschussorte zurück.
  • Es zählt das Endergebnis, nicht die Erklärungen. Und das Ergebnis besteht darin, dass es gegenseitige Abschreckung zwischen Israel und dem von der Hamas kontrollierten Gazastreifen gibt. Israel findet sich in einem militärischen Patt mit der Hamas wieder. Das ist ein ernstes nationales Scheitern, das meiner Meinung nach schlimmer ist als das Versagen im Zweiten Libanonkrieg.
  • Israels stragetische Tiefe ist (nicht nur geografisch) gering. Wenn Israel das, was im Gazastreifen geschieht, in der Westbank passieren sollte, wären wir wieder in einer Situation wie der des Unabhängigkeitskriegs und dazu würde die Vertreibung von Terrorhelfern gehören.

Es ist offensichtlich, dass Israel den Feind nicht besiegen kann, indem es dieselben Maßnahmen dupliziert, die im Verlauf der letzten Jahre fehlgeschlagen sind. Es ist nötig einen Prozess des „strategischen Lernens“ zu beginnen, um sich von den Fehlern der Vergangenheit zu lösen. Strategisches Lernen ist ein Prozess, über den ein Land seine strategischen Ziele auf der Grundlage ständiger Evaluation ändern kann. Gleichzeitig sollte man sich erinnern, dass im Geschäftsmanagement die Maßnahme einer soliden Entscheidung darin besteht, dass ein Problem langfristig gelöst wird, was die Notwendigkeit beseitigt Buschbrände zu löschen.

Heute – 2014 – kämpfen wir denselben Krieg, den Schiff 2007 beschrieb. Das beweist, dass Ariel Sharon und Ehud Olmert in ihrer Entscheidungsfindung erfolglos waren. Daher können wir die aktuelle Regierung nicht völlig für die jetzige Situation und falsche Doktrin verantwortlich machen, die sie geerbt hat. Das akzeptierte Denken des israelischen Verteidigungsestablishments hat darin bestanden, die Situation im Süden Israels sei im Wesentlichen handhabbar. Es würde zyklische Kämpfe mit der Hamas geben, doch in den ruhigen Intervallen dazwischen würden beide Seiten die Gelegenheit nutzen sich auf die nächste Runde der Gewalt vorzubereiten.

Israel entwickelte die Eiserne Kuppel und die Hamas grub Tunnel. Das ist keine Lösung und wenn die aktuelle Regierung wirklich eine Verbesserung anstrebt, muss sie sich von der Falle des fehlgeleiteten Denkens, der geerbten „Conceptsia“ lösen.

Was zählt, ist das Endergebnis, nicht die Erklärungen. Wir müssen in einen Prozess des strategischen Lernens eintreten, der langfristige politische und militärische Lösungen zum Ergebnis haben wird. Für die israelische Öffentlichkeit ist es offensichtlich geworden, dass Improvisation gescheitert ist. Es ist an der Zeit, dass etwas klares Denken einsetzt.

(Zuerst auf der hebräischssprachigen Internetseite Mid’a, 26. August 2014, veröffentlicht.)

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (24.-30.08.2014)

24. August 2014 um 21:20 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Europa+Nahost, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 24.08.2014: Zahlen:
Stand 15:30 Uhr: In den letzten 5 Tagen schossen die Terroristen mehr als 570 Raketen auf Israel.
Stand 18 Uhr: Seit Mitternacht hat die IDF 50 Terrorziele getroffen, darunter Abschussrampen, Waffenhersteller und Terror-Kommandostellen.
Stand 19:30 Uhr: Seit Mitternacht schossen die Terroristen 117 Raketen auf Israel.

Die libanesische Armee gibt an den Raketenwerfer gefunden zu haben, mit dem gestern Abend eine Rakete nach Galiläa geschossen wurde. Eine Delegation der UNIFIL besichtigte das gestern durch die Rakete getroffene Haus. Die IDF sagte, dass sie beim nächsten Mal zurückschießen wird.

Zu den gezielt getöteten Terroristen gehörte heute Hamas-Führer Mohammed al-Ghoul, der für Geldverteilung zuständig und „Justizminister“ war.

Die am Erez-Übergang durch Mörserbeschuss der Terroristen verletzten israelischen Araber fuhren verletzte Araber aus dem Gazastreifen zur Behandlung in israelische Krankenhäuser!

Montag, 25.08.2014:

Zahlen:
Mitternacht: 135 Terrorraketen innerhalb von 24 Stunden.
Stand 7 Uhr: Über Nacht griff die IDF insgesamt 35 Terrorziele im Gazastreifen an.
Stand 19:00 Uhr: Seit Mitternacht schlugen in Israel mehr als 70 Raketen ein.

Khaled Meschaal schwor, dass die Hamas Israel nicht nur aus dem Gazastreifen heraus angreifen wird, sondern auch aus Judäa und Samaria. Außerdem verglich er Netanyahu mit Hitler und forderte von Obama den „Holocaust“ an den Palästinensern zu stoppen.

Die Hamas verhaftete weitere 150 Personen, die der Kollaboration mit Israel verdächtigt werden.

Bei Hebron wurde gestern ein Autofahrer durch Steinwürfe verletzt. Sein Zustand hat sich heute stark verschlechtert.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Der Palästinensische Islamische Jihad soll in der Nacht der ägyptischen Initiative zu einem unbegrenzten Waffenstillstand zugestimmt haben.
Die Hamas gibt an, dass die diplomatischen Bemühungen um einen Waffenstillstand intensiviert wurden.
Ein Vertreter der „Palästinenser“ sagt, dass eine Vereinbarung immer noch nicht erreicht wurde, eine Waffenruhe aber kurz bevor stehe.
Aus der israelischen Delegation verlautet, dass alles „noch unklar“ sei.
– Eine ägyptische Quelle: Wir kommen der Verkündung einer Waffenruhe später am Abend näher.
Das Kabinett überlegt, wie es mit einem Waffenstillstands-Vorschlag der Ägypter umgehen soll.

Dienstag, 26.08.2014:

Zahlen:
– Montag wurden insgesamt 130 Raketen aus dem Gazastreifen geschossen. 16 wurden abgefangen.
Stand 15:00 Uhr: 21 Raketen im Kreis Eschkol seit 14:30 Uhr.
Stand 16:00 Uhr: 100 Raketen seit Mitternacht, 14 davon abgefangen.
Stand 19:30 Uhr: Seit 17 Uhr wurden 60 Raketen und Mörsergranaten auf Israel geschossen.
Stand 22 Uhr: 4.564 Raketen auf Israel geschossen, 5.263 Ziele von der IDF getroffen.

Friedensbotschaft der Hamas in einer Freitagspredigt: „Wir haben die Zionisten von allen Enden des Globus zusammengeholt, damit wir sie besser abschlachten und töten können.“

Hamas: Unseren Krieg führen wir um Jerusalem, nicht zur Aufhebung der Blockade.

Der Leiter des Kreisrats von Eschkol befindet, dass Israel eine schwache Regierung hat und empfiehlt den Einwohnern, noch nicht nach Hause zu kommen.

Nach Beginn der Waffenruhe erklärte Ismail Haniyeh die Terroristen zum Sieger.

Netanyahu bekommt Feuer (Kritik) aus dem Kabinett – von rechts wie von Links. Bennett und Livni sind nicht zufrieden mit dem Waffenstillstand.

Hochrangige Hamasniks kommen aus ihren Bunkern gekrochen und verkünden (u.a.): Wir werden den Ben-Gurion-Flughafen angreifen. Gaza wird See- und Flughäfen eröffnen. Wir werden uns wieder bewaffnen. Der Waffenstillstand dient dazu den nächsten Krieg mit Israel zu planen.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Hamas: Die Gespräche sind beendet, wir haben eine Einigung erzielt.
Abbas‘ Büro: Abbas soll einen dauerhaften Waffenstillstand verkünden.
Hamas: Der Übergang Rafah wird wieder geöffnet, die Sicherheit soll von PA-Kräften übernommen werden.
Ägypten: Waffenruhe soll um 20 Uhr verkündet werden.
Abbas: Die Waffenruhe soll um 19 Uhr in Kraft treten. Israel bestätigt das später.
Israel: Zur Waffenruhe gehört kein Seehafen, keine Freilassung von Häftlingen.
Ägypten: Israel stimmt humanitärer Hilfe und Baumaterial für den Gazastreifen zu.
Ägypten: Gespräche zwischen Israel und den Palästinensern beginnen innerhalb eines Monats nach Inkrafttreten der Waffenruhe. Außerdem wird der Übergang Rafah geöffnet.
– Die USA begrüßt den Waffenstillstand.
Ein israelischer Offizieller: USA werden sicherstellen, dass in den Sicherheitsentscheidungen die Demilitarisierung enthalten ist. (Aber wie soll das denn laufen???)

Mittwoch, 27.08.2014:

Nur 15 der 23 Straßenbahnen in Jerusalem sind noch in Betrieb, weil die übrigen durch (arabische) Gewalt beschädigt sind.

Die Führungspolitiker im Umkreis des Gazastreifens betrachten den Waffenstillstand als Kapitulation: „Wir wollten die Hamas gesiegt und um ihr Leben betteln sehen, stattdessen sehen wir, dass Israel an den Verhandlungstisch rennt.“

Ein hochrangiger Hamas-Terrorgrande krakeelt von „zionistischer Aggression gegen unsere Lebensgrundlage“, Kriegsverbrechen und dass „die Nation zusammenhält und den Widerstand umarmt“.

Vor etwa 18 Monaten wurde die damals knapp dreijährige Adelle Biton durch Steinwürfe auf das Auto ihrer Eltern schwer am Kopf verletzt. Jetzt wird sie nach mehreren Operationen und intensiver medizinischer Betreuung endlich nach Hause zurückkehren können.

Ein führender PA-Grande sprach sich gegen den Beitritt der PA zum Internationalen Strafgerichtshof aus. Es würde juristische Probleme geben, wenn die PA Israel angreift. Dann fügte er hinzu: „Es gibt keine unschuldigen Israelis.“

Die Hamas setzt 15 weitere „Kollaborateure“ fest. (Sie reden gar nicht erst von Leuten, die der Kollaboration verdächtigt werden…)

Waffenstillstands-Heckmeck:
John Kerry: Ein Deal ist eine Möglichkeit, keine Gewissheit. Ban Ki-moon drängt auf einen Friedens-Deal.
Tony Blair begrüßte den Waffenstillstand und drängt auf einen langfristigen Plan. Jetzt sei die Zeit für den Wiederaufbau des Gazastreifens.
Die PA-Führung betont, wie wichtig ein „Ende der Besatzung“ sei.
Der Iran applaudiert dem „Sieg der PA“ in Gaza.
Qatar schreibt den Waffenstillstand dem „palästinensischen Widerstand“ gut.
– Benjamin Netanyahu erklärte, dass die Hamas für den Waffenstillstand nichts von dem erhielt, was sie gefordert hatte. Israel werde härter als je zuvor reagieren, wenn die Hamas das Feuer erneut eröffnen sollte.

Donnerstag, 28.08.2014:

Der israelische Golan wird von Mörsern getroffen. Der UNO fällt natürlich nichts anderes ein als „Zurückhaltung“ zu fordern.

Nicht alle Terrorgranden finden, dass die Hamas den Krieg gewonnen hat. Khaled Meschaal z.B. ist total enttäuscht und redet von einem Versagen der Hamas. Andererseits tönte er dann auf einer Pressekonferenz in Doha (Qatar): „Nachdem die Belagerung und die Blockade fehlschlugen, versuchten sie uns zu vernichten. [Das war erklärtermaßen nicht das Ziel Israels!] … Gaza hat die Welt mit seinem Sieg überwältigt.“
Noch eine Nettigkeit: „Der Feind [Israel] beging einen Holocaust, der doppelt so groß war wie der von Hitler.“ (Damit sind im Holocaust nur etwas über 1000 Juden umgekommen…)
Und natürlich (was bei uns nicht berichtet wird): Der gerade beendete Krieg war nicht die letzte Runde, sondern nur ein „Meilenstein auf dem Weg zum Erreichen unserer Ziele“.

Der „militärische Arm“ der Hisbollah informierte übrigens ebenfalls, dass weiter Tunnel gegraben werden und die Wiederbewaffnung vorgenommen wird, um eine „vernichtende Schlacht der Befreiung“ zu führen.

Es gibt noch keine näheren Informationen, aber es durfte veröffentlicht werden, dass eine Reihe israelischer Araber unter Führung einer Hisbollah-Gruppe einen Terroranschlag in Israel planten.

Umfrage im Gazastreifen: 89% befürworten und unterstützen willkürliches Raketenfeuer auf israelische Zivilisten. Ganze 2,4% sind dagegen.

Die PA will von der UNO einen Ablaufplan mit Zeitvorgaben für einen israelischen Abzug aus Judäa und Samaria fordern. Sollte der Sicherheitsrat sich nicht darauf einlassen, will Abbas sich an den Internationalen Strafgerichtshof wenden und dort fordern, dass israelische Offiziere wegen der Schäden im Gazastreifen als Kriegsverbrecher angeklagt werden.

Der „gemäßigte“ Palästinenserführer und „Friedenshoffnung“ Marwan Barghouti (5x lebenslänglich wegen Mord) forderte von der Fatah, dass sie die Verhandlungen mit Israel aufgibt und zu gewalttätigen „Widerstand“ gegen Israel „zurückkehrt“. „So wie die Fatah die Ehre hatte die erste Kugel gegen den zionistischen Feind abzugeben, werden die Hände der Fatah-Mitglieder … die letzte Kugel gegen diese Besatzung abgeben.“

Françpois Holland will, dass Europa nicht mehr nur „von der Fensterbank aus“ im Nahost-Konflikt zusieht, sondern eine größere Rolle bei der Lösung spielt.

Freitag, 29.08.2014:

Der Iran prahlt damit den Terroristen in Judäa und Samaria Waffen zu schicken, um „die Auslöschung des zionistischen Regimes“ sicherzustellen.

Heute erlag ein Soldat seinen im Gaza-Krieg erhaltenen Verletzungen. Er ist damit der 65. Soldat und der 71. Israeli, der durch diesen Krieg starb.

Demonstration des Palästinensischer Islamischer Jihad in Gaza: Sie zeigten ihre Waffen, paradierten und der Redner gelobte, sie würden alles unternehmen, um sich wieder zu bewaffnen. Israel könne nicht gewinnen, es sei bereit zur Auslöschung.

Ismail Haniyeh nutzt die sozialen Medien, um damit zu prahlen, dass er die israelischen Luftangriffe überlebt hat.

Wegen der gespannten Lage in Syrien und der Kämpfe nahe der Grenze ist die IDF auf dem Golan in Alarmbereitschaft.

Khaled Meschaal wieder: Wir werden uns nie entwaffnen lassen. Und wenn Israel unsere Forderungen nicht erfüllt, dann wird wieder gekämpft. Sprich: Terror ausgeübt.

Der Palästinensische Islamische Jihad beansprucht für sich während der Operation „Fels in der Brandung“ 3.200 Raketen und Flugkörper auf Israel geschossen zu haben. 121 seiner Kämpfer seien getötet worden.

Heckmeck:
– Mahmud Abbas stellt wieder Behauptungen auf: 1) Netanyahu habe zugestimmt einen Palästinenserstaat entlang der „Grenzen“ von 1967 zu gründen. (Büro des Premierminister: Das stimmt nicht). 2) Nein, es war nicht Netanyahu, es waren die Amerikaner.

Samstag, 30.08.2014:

Während des Monats August nahmen Sicherheitskräfte in Judäa und Samaria sowie Jerusalem fast 600 Verdächtige fest, fast ausschließlich bei Krawallen zur Unterstützung der Hamas und weiterer Terrorgruppen im Gazastreifen. Das bringt die Zahl der in israelischen Gefängnissen einsitzenden PA-Araber auf mehr als 7.000, sagte der palästinensische Häftlingsverein.

Heckmeck:
Die Hamas sagt, dass noch kein Datum für die indirekten Gespräche mit Israel festgelegt wurde.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Hamas-Raketen zweckentfremdet

21. August 2014 um 15:45 | Veröffentlicht in Israel, Nahost-Konflikt | 6 Kommentare
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JewsNews, 15. August 2014

Hamas schießt mit Raketen auf Israel. Kein Problem, wir machen daraus eine Menorah für Hanukka:

Rockets-to-Menorah

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (17.-23.08.2014)

17. August 2014 um 21:24 | Veröffentlicht in EU-Europa, Europa+Nahost, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 17.08.2014:

Die Hamas forderte zur Ausweitung der Terroranschläge in Jerusalem, Judäa und Samaria auf. Damit solle der Krieg des Gazastreifens gegen Israel unterstützt werden.
Weitere Drohung: Der nächste Krieg wird nicht im Gazastreifen stattfinden, sondern in Aschkelon.

Als Geste des Guten Willens hat Israel schon vor einer Waffenstillstandsregelung die Fischerei in einer Dreimeilenzone vor der Küste von Gaza wieder gestattet, die nach Beginn der Kämpfe am 8. Juli untersagt worden war.

24 illegal im Land befindliche PA-Araber wurden verletzt, als sie in ihrem Fahrzeug einem Streifenwagen entkommen wollten und der Fahrer die Kontrolle darüber verlor. Der Fahrer selbst entkam, die Verletzten wurden in eine Krankenhaus gebracht.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Die Hamas will auf dem Bau eines Flughafens und eines Seehafens bestehen.
Für Netanyahu ist die Operation „Fels in der Brandung“ noch nicht vorbei, weil noch keine Regelung gefunden ist, die zu Ruhe führt. Eine klare Antwort auf Israels Sicherheitsbedürfnis ist Grundvoraussetzung für eine Verständigung.
– Die (indirekten) Gespräche in Kairo werden heute Abend wieder aufgenommen.

Montag, 18.08.2014:

Vor dem (anstehenden) Ende der Waffenruhe bereitete sich die IDF auf eine eventuelle Wiederaufnahme der Kämpfe vor.

Die IDF riss die Häuser zweier der Entführer und Mörder der drei israelischen Teenager ab; das Haus des dritten wurde versiegelt.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Die Gespräche in Kairo wurden heute wieder aufgenommen. Nach Aussage eines Hamas-Führers wurden sie bei Null wieder aufgenommen. Dieser behauptete vorab nicht nur, dass Netanyahu den ägyptischen Vorschlag abgelehnt, sondern auch 10 Ergänzungen vorgelegt habe. Als überhaupt kein Hindernis gilt nach ihm dagegen, dass die Terrorgruppen selbst „Ergänzungen“ einreichten. Außerdem habe Netanyahu den Krieg begonnen und ihn verloren. Eine dritte Verlängerung der Waffenruhe werde es nicht geben. (Eine arabische Zeitung berichtet allerdings, die Hamas werde nicht wieder schießen.)
Ägypten und Norwegen versammeln mögliche internationale Spender für den Wiederaufbau des Gazastreifens in Kairo. Die Gelder sollen an Abbas überwiesen werden.
– PA/Hamas-Ergänzungen/Veränderungen am ägyptischen Vorschlag: Bei der Einstellung der Angriffe aus dem Gazastreifen auf Israel wird die Einstellung des Baus von Terrortunneln nicht mehr genannt; zwischen Gaza und „Westbank“ soll unkontrollierter Handel möglich sein; von Israel wird indirekt gefordert die Gehälter der Hamas-Terroristen zu bezahlen, die im öffentlichen Dienst arbeiten; die Pufferzone soll nicht nur abgeschafft, sondern die Grenze auch nicht mehr von PA-Truppen gesichert werden; die freie Zone vor der Küste soll auf 12 Seemeilen ausgedehnt werden; die Einfuhr von Baumaterial in den Gazastreifen soll ohne jede Aufsicht erfolgen (was den Transfer wie die Verwendung angeht); Israel soll alle nach der Entführung der der jüdischen Teenager eingeführten Regelungen in Judäa und Samaria zurücknehmen und alle seitdem Inhaftierten sowie die 4. Gruppe der Häftlinge entlassen, die wegen des Abbruchs der Friedensgespräche nicht frei gelassen wurden. Zudem sollen die Leichen zweier Soldaten erst an Israel zurückgegeben werden, wenn Terror-Häftlinge freigelassen werden.
Eine Seltenheit: Während die EU fordert die Terrorgruppen zu entwaffnen, hat die US-Administration sich zu dieser Forderung immer noch nicht durchringen können, sondern „überlegt“ noch.
Mahmud Abbas flog nach Qatar, um mit Khaled Meschaal und dem Emir von Qatar zu sprechen. (Der Emir von Qatar ist einer der Hauptsponsoren der ISIS und er Hamas.)
– Anders als die Hamas lässt ein PIJ-Vertreter wissen, dass die Waffenruhe wohl fortgesetzt wird, auch wenn es noch keine Einigung gibt.
Ein PA-Unterhändler sagt, er habe die ägyptische Seite in formiert, dass es eine Einigung gibt und man jetzt auf die Entscheidung der israelischen Regierung warte. Es sei ein Rahmen gefunden worden, bei dem die Klärung einiger Fragen auf später verschoben wurde.

Dienstag, 19.08.2014:

Mehrere tausend Menschen fliehen aus dem östlichen Gaza-Stadt aus Angst vor israelischen Angriffen.

In mehreren israelischen Orten wurden die öffentlichen Luftschutzbunker geöffnet und die Notfallmaßnahmen eingeleitet, u.a.: Rishon LeZion, Aschkelon, Kiryat Gat, Rehovot, Ramat Gan, Giv‘atayim; das Heimatfront-Kommando befahl am Abend die Öffnung aller Schutzräume.

Im israelischen Kabinett bestand absoluter Konsens für eine heftige Antwort auf den Raketenterror.

In der offiziellen Zeitung der PA behauptete ein regelmäßiger Kolumnist, Israel habe die Entführung und Ermordung der drei Jugendlichen erfunden, um den Gazastreifen und die „palästinensische Einheit“ angreifen zu können.

Ein ehemaliger israelischer General schlug vor, dass die IDF nicht zurückschießt, sondern dass dem Gazastreifen weder Strom noch Wasser geliefert werden sollte. „Du versorgst niemanden, der auf dich schießt.“

Die Hamas prahlt damit am Abend 5 M75 und Fajr5-Raketen auf Zentralisrael geschossen zu haben.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Am Montagabend bestätigte Israel, dass die Waffenruhe um 24 Stunden verlängert wird.
– Ein israelischer Teilnehmer der Gespräche sagte, die Behauptung der PA zu einem signifikanten Durchbruch sei falsch.
– Ein Vertreter des PIJ sagte, man sei bereit eine Vereinbarung zu unterschreiben, „aber nicht um jeden Preis“.
Angeblich sollen Israel und die USA heimlich eine Lockerung der Gaza-Blockade vereinbart haben. Zudem soll Israel auf die Forderung der Entwaffnung der Terrorgruppen verzichtet haben.
Weil die Terroristen Raketen schießen, gab Netanyahu Anweisung den Gazastreifen anzugreifen und die Unterhändler aus Kairo abzuziehen.
– Die Ägypter sollen nach dem Beginn der Raketenangriffe versucht haben die Gespräche zu retten.
Hamas: Wir wollten eine Vereinbarung, aber es gab keine Fortschritte.
– Ein Regierungsvertreter in Jerusalem sagte, die Gespräche in Kairo brachen infolge des Raketenfeuers zusammen.
– Die israelischen Gesprächsteilnehmer wurden nach Beginn des arabischen Raketenterrors am Nachmittag aus Kairo abgezogen.
– Die PA-Delegation verkündete, dass die Gespräche in Kairo auch ohne den Bruch der Waffenruhe in festgefahren waren.
– Aus dem US-Außenministerium verlautet, dass die Hamas für den Bruch der Waffenruhe verantwortlich ist.
Die Hamas behauptet natürlich Netanyahu sei für den Zusammenbruch der Gespräche in Kairo verantwortlich.
Ein führendes Hamas-Mitglied der Palästinenserdelegation in Kairo ließ am Abend wissen, eine Verlängerung der Waffenruhe sei sinnlos.

Mittwoch, 20.08.2014:

Am Sapir College wurden heute sämtliche Prüfungen abgesagt.

Benjamin Netanyahu erklärte die Hamas-Führer zu Zielen im Kampf im Gazastreifen. Gleichzeitig erklärte er, dass er auf gerne neue Verhandlungen mit der PA aufnehmen würde.

Hamas behauptete wieder, dass Israel die Waffenruhe gebrochen hätte. Es habe ein „verachtenswertes Verbrechen“ begangen.

Hamas-Grande Mohammed Deif wurde nach Angaben der Hamas beim Angriff auf sein Haus weder getötet noch verletzt.

Ankündigung der Hamas an die Fluglinien der Welt: Fliegt ab Donnerstag den Ben Gurion-Flughafen nicht mehr an.

Außdem wurden israelische Fußballfans von der Hamas gewarnt, sie sollten nicht zu den „Toto Cup“-Spielen gehen.

Bei der Durchsuchung des Hauses eines Arabers in Galiläa wurde ca. 1.000 Schuss Munition und weitere Militärausrüstung gefunden.

An einem Checkpoint in Samaria wurde im Auto eines PA-Arabers ein Messer gefunden.

Die Terroristen feuerten erneut auf den Übergang Kerem Shalom, über den Israel Versorgungsgüter in den Gazastreifen liefert. Heute folgten weitere Raketen.

Der „moderate“ „Friedenspartner“: Mustafa Barghouti von der Fatah behauptete, es habe keine Raketen aus dem Gazastreifen gegeben; Israel habe das erfunden, um Hamas-Führer ermorden zu können.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Es sieht so aus, als habe Qatar Khaled Meschaal gedroht ihn des Landes zu verweisen, sollte die Hamas einen Waffenstillstand akzeptieren.
Ban Ki-moon ist „tief enttäuscht“ vom Zusammenbruch der Waffenruhe.
Ägypten gibt an, dass eine fünfköpfige israelische Delegation für Waffenstillstandsgespräche in Kairo angekommen ist.
Hamas: Die Gespräche sind tot, die Terroristen-Unterhändler sollten Kairo verlassen.
– Die Arabische Liga macht Israel für die neuen Kämpfe verantwortlich.

Donnerstag, 21.08.2014: Zahlen:
Stand 7 Uhr: Über Nacht beschoss die Luftwaffe 20 Terrorziele; allein Mittwoch waren es 110.
Stand 9 Uhr: 142 Raketen auf Israel seit Mitternacht.
Stand 13 Uhr: Die Terroristen geben an, dass seit Zusammenbruch der Waffenruhe 54 PalAraber getötet wurden.
Stand 16 Uhr: Über Nacht wurden 58 Raketen auf Israel gefeuert, die IDF beschoss 40 Terrorziele im Gazastreifen.
Stand 17 Uhr: 28 Raketen trafen seit Mitternacht den Kreis Echkol.

Die Hamas gibt an, die zirkulierte Sterbeurkunde von Mohammed Deif sei eine Fälschung.

Hamas-Terrorführer Mohammed Deif ist doch tot. Das Shifa-Krankenhaus hat einen Totenschein ausgestellt, auf der steht, dass er tot ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Diese wurde zwar von der Hamas konfisziert, aber jemand hat sie vorher fotografiert und inzwischen ins Internet gestellt.

Die Hamas nahm 7 Männer unter Verdacht der Kollaboration mit Israel fest. 3 davon wurden in einem Schnellverfahren zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Die Fatah hat eine „politische Entscheidung“ getroffen: Mit dem „Feind Israel“ werden alle Verbindungen abgebrochen und es wird niemand abgehalten, der „eine Siedlung abschlachten will“.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Der UNO-Sicherheitsrat ist „schwer besorgt“ wegen der Wiederaufnahme der Feindseligkeiten im Gazastreifen und fordert die Verhandlungen wieder aufzunehmen.
– Deutschland, Frankreich und Großbritannien diskutieren einen Resolutionsvorschlag für den UNO-Sicherheitsrat mit der Forderung nach einem dauerhaften Waffenstillstand im Gazastreifen und einer internationalen Monitoring-Mission für die Umsetzung.

Freitag, 22.08.2014:

Zahlen:
Stand 9 Uhr: Innerhalb der letzten 24 Stunden traf die Luftwaffe 50 Terrorziele.
Stand 12:30 Uhr: 30 dem Morgen wurden 30 Raketen auf Israel geschossen.
Stand 19:30 Uhr: Seit Mitternacht beschoss das Militär 35 Terrorziele.
– Derzeit werden noch 63 verwundete israelische Soldaten in Krankenhäusern behandelt.

Die Hamas ermordete in zwei Hinrichtungen insgesamt 18 Araber (einmal 7, einmal 11), die der Kollaboration mit Israel verdächtigt wurden.

Nach einem Bericht von Reuters soll die Hamas immer noch 500 Tunnel nach Ägypten haben.

Sicherheitskreise berichten, dass die tödlichen Mörserschüsse auf den Kreis Sha’ar HaNegev aus einer UNRWA-Schule heraus abgegeben wurden.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Ein Sprecher des Palästinensischen Islamischen Jihad ließ wissen, dass eine UNO-Waffenruhe keine Auswirkungen auf das Tun dieser Gruppe haben wird.
Ismail Haniyeh: Wir werden weiter den „Neonazi-Feind“ bekämpfen.
– Die Hama lässt wissen, dass sie jegliche Waffenstillstände ablehnt, bis Israel ihre Forderung erfüllt. Allerdings gibt es auch einen Bericht, dass Khaled Meschaal auf Druck von Abbas sagt, er sei zu weiteren indirekten Gesprächen mit Israel bereit.
– Ein Waffenstillstandsvorschlag der EU würde die PA die Kontrolle über den Gazastreifen übernehmen lassen (als wenn die Hamas da mitmachen würde!) und Israel an den Verhandlungstisch drängen – mit schon vorab festgelegten Grenzen. (Erstaunlich? Die Israelis bekamen den Entwurf NICHT – sie haben ihn über andere Kanäle erhalten!)
Diplomatische Quellen geben an Israel sei zu einer Waffenruhe bereit, um Ägypten zu stärken.

Samstag, 23.08.2014: Zahlen:
Über Nacht traf die Luftwaffe insgesamt 30 Terrorziele, darunter auch Moscheen.
– In den 46 Tage der Operation „Fels in der Brandung“ hat der Rote Davidstern 714 Zivilisten behandelt. 4 Personen wurden durch Raketen-Splitter getötet, 24 weitere verletzt. 12 Personen wurden durch Glassplitter verletzt, 18 wegen durch Verkehrsunfälle nach Raketenalarm, 140 auf dem Weg in Schutzräume, 507 wegen psychologischer Traumata.
Stand 13:30: Die Luftwaffe traf am Morgen/Vormittag 17 Terrorziele im Gazastreifen.
Stand 19:30: Seit Mitternacht schossen die Terroristen 82 Raketen auf Israel; 9 wurden abgefangen, 62 fielen in offenem Gelände.
Stand 22:00: Heute wurden mehr als 90 Raketen auf das südliche Israel geschossen
Stand 22:30: Rund 100 Raketen auf Israel geschossen.

Die IDF korrigiert: Der Mörserbeschuss, der gestern den israelischen Jungen tötete, wurde NICHT aus einer UNRWA-Schule abgegeben; die Terroristen befanden sich in der Nähe der Schule.

Die Hamas hat 4 weitere angebliche „Kollaborateure“ exekutiert. (Donnerstag und Freitag hatte es schon 21 Hinrichtungen gegeben.)

Die Hamas schoss heute weiter Raketen gewollt auf den Kibbutz, in dem gestern der kleine Junge tödlich getroffen wurde. Eine schlug im Speisesaal ein.

Viele Einwohner von Orten um den Gazastreifen verlassen ihre Häuser und suchen Schutz und Ruhe woanders. Besonders betroffen sind Nahal Oz, Ein HaSchloscha und weitere Kibbutzim.

Ein Araber aus dem Flüchtlingslager Schuafat schoss Freitag und Samstag auf Häuser in Pisgat Ze’ev (Jerusalem). Als Grenzpolizisten ihn stellen wollten, beschoss er auch diese; er wurde beim Gegenfeuer schwer verletzt.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Khaled Meschaal und Mahmud Abbas drängen die UNO, sie sollen einen „Zeitplan zur Beendigung der israelischen Besatzung“ erstellen.
Ägypten rief zu einem unbefristeten Waffenstillstand auf. Davor hatte Mahmud Abbas zur Wiederaufnahme der Gespräche in Kairo aufgerufen.
Ein Hamassprecher ließ wissen, dass sie weiter kämpfen wird, bis Israel ihre Forderungen erfüllt. Außerdem werde kein Waffenstillstand mit offenem Ende akzeptiert.
Aus Ägypten heißt es, dass die Israelis am Sonntag zu weiteren Gesprächen nach Kairo eingeladen werden.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

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