Von Ruppi lernen heißt die Muslimbrüder zu verstehen

16. August 2013 um 18:15 | Veröffentlicht in Deutschland, Geistesgrößen | 3 Kommentare
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Was hat der gute Mann eine Mühe, den Michel zu lehren, was man von den extremistischen Anhängern der Religion des mörderischen Propheten mit der kleinen Ehefrau zu halten hat:

Polenz-MB-vielfalt

Ah, der Herr Polenz weiß besser, was in Ägypten los ist, als der Ägypter Hamad. Er kennt auch die Muslimbrüder besser als der Ägypter Hamad. Der Ägypter Hamad hat keine Ahnung, aber Ruppi sehr wohl. Besser als jeder Ägypter.

Nun, Polenz weiß es auf jeden Fall besser, er hat die Ahnung schlechthin. Wissen wir, er differenziert immer und keiner darf ihm da was anderes erzählen. Nicht mal ein Ägypter, wenn es um die Ägypter geht, der hat auf jeden Fall Unrecht und keine Ahnung. Nein, der hetzt. Gegen die Muslimbrüder – oh, Entschuldigung: gegen die vielen Varianten der Muslimbrüder – und gegen die vielen Formen des Islam und gegen die vielen Variationen der Muslime.

Nun, wie könnte denn die Vielfalt der Muslimbrüder aussehen? Vielleicht so:

- Okay, Brüder, ihr geht hin und krakeelt was von friedlichem Protest in die Kameras der Kaffir.

- So, und ihr nehmt die AK-47 mit und schießt auf die Sicherheitskräfte.

- Ihr da, ihr geht die Kirchen anzünden.

- Ihr bringt mal ein paar Kopten um .

- So, und ihr schmeißt den Kopten die Brandsätze in die Läden.

- Hallo, ihr seid jetzt die Gruppe XY und geht im Sinai Polizisten sprengen.

- Ihr da drüben, ihr macht mal ein paar Gaza-Leute klar, die Raketen ins zionistische Gebilde schießen. Solltet ihr keine finden, dann macht ihr das selbst.

- Abgesehen davon brauchen wir noch ein paar, die uns ein paar Morsi-Feinde umbringen gehen.

- Und dann müssen wir noch eine Gruppe haben, die sich zu „Hintergrundgesprächen“ mit westlichen Journalisten treffen, um denen in aller Ruhe zu erklären, dass wir nur friedlich demonstrieren, alle anderen gewalttätig sind und wir unsere demokratischen Rechte einfordern. Und wehe, ihr erzählt denen, dass wir die Demokratie Scheiße finden und in dem Moment, wenn wir die Macht wieder haben, sofort wieder anfangen alles Demokratische zu beseitigen.

- Oh, noch etwas: Alle, also wirklich ALLE drohen damit, dass wir die gewalttätigen Elemente in unseren Reihen, die es natürlich gar nicht gibt, nicht kontrollieren können.

- Und sollte noch jemand unterbeschäftigt sein, könnt ihr euch ja ein paar Journalistinnen oder sonstige Westlerinnen und säkulare Ägypterinnen vornehmen und versuchen ihnen gegen ihren Willen Kinder zu machen.

Ja, Herr Polenz, es gibt eine riesige Vielfalt an Muslimbrüdern. Die haben nur dummerweise alle dasselbe Ziel und sind organisiert, egal, wie vielfältig sie sind. Es gibt Kommandostrukturen. So sehr Herr Polenz davor auch die Augen verschließen will und weiter bei Extremisten gemäßigte Elemente sucht. Wie verzweifelt ist der Mann eigentlich, dass er solchen Humbug von sich gibt?

Ruprecht Polenz klärt wieder auf: Nicht alle Islamisten in einen Topf!

27. Dezember 2012 um 20:25 | Veröffentlicht in Geistesgrößen | 5 Kommentare
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Auf dem Ruppi seiner Pinnwand (27.12.2012, gegen 18 Uhr):

Ruprecht Polenz hat einen Link geteilt.
vor etwa einer Stunde
“Der Inhalt der Verfassung weist nicht automatisch den Weg zum Gottesstaat. Gesetze müssten dazu jetzt erst einmal umgeschrieben, viele der sehr vagen Formulierungen interpretiert werden. Und da kommt es auf das Kräfteverhältnis an. Den Parlamentswahlen, die jetzt innerhalb von 60 Tagen stattfinden müssen, kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Dabei geht es für beide Seiten vor allem darum, die fast 70 Prozent der Wahlberechtigten zu mobilisieren, die bei dem Referendum nicht zur Urne gegangen sind.” – Ein guter Kommentar
http://www.taz.de/!108038/

Hamed Abdel-Samad: Herr Ruprecht Polenz, Karim El-Gawhary gehört, wie Sie auch, zu denjenigen, die die Islamisten immer verharmlost hatten. Es reicht wirklich!!!!!! Herr Mursi kommt Ende Januar nach Deutschland und Frau Merkel will ihm mit einem ruhigen Gewissen die Hand reichen, stimmt??

Ruprecht Polenz: @ Hamad Abdel-Samad: Wen meinen Sie mit “Islamisten”? – Al Quaida, die Taliban, die Salafisten, Hamas, die Moslembrüder, Ennahda, die türkische AKP…? Ich bin nicht dafür, alle in einen “Islamisten-Topf” zu werfen.

Ah ja, jetzt gibt der Claudia Roth und sucht nach dem pragmatischen Teil der Islamisten, dazu dem moderaten Teil der Islamisten und nach den harmlosesten der Islamisten, damit er leugnen kann, dass Islamisten gefährlich sind – bis auf eine winzig kleine, zu vernachlässigende Minderheit, die gar nicht zählt.

Reaktionen auf Ruppis Blödschwätz:

Holger Rösler: Ich hab ja nicht so viel Ahnung von Ägypten. Aber wenn Hamed Abdel-Samad sich Sorgen um Ägytpen macht, dann würde ich mir auch Sorgen um Ägyten machen. Und Hamed scheint nahe der Panik zu sein. Man kann nur hoffen, das Ägypten einen gewaltlosen Weg findet. Nicht das ich bei Hamed was poste und Hamed wird eingesperrt…

Elvira U. Groezinger: Was kann man schon mit “Islamisten” meinen, Herr Polenz? Das ist wie man von Schattierungen eines Teints prechen würde. Mit Verlaub, etwas irritierend, diese Frage an Hamad Abdel-Samad.

Hamed Abdel-Samad: Differenzieren Sie ruhig bis zur Unkenntlichkeit weiter! Es gibt keine moderaten Islamisten, Herr Ruprecht Polenz, das ist eine Illusion! Sie sind nur solange moderat, bis sie die Macht ergreifen!!!

Bei manchen Kommentaren frag man sich, ob das Satire/Ironie/Zynismus ist oder nicht:

Hans-Joachim Ruth: Hamed Abdel-Samad, als urdeutscher Mittelschichtabkömmling mit angelesenem akademischen Schmalspurwissen über Kultur und Religion des Orients sollten sie nicht die Stirn haben, sich ernsthaft mit dem praxiserprobten und in Personalunion mit Kara Ben Nemsi agierenden Lawrence of Münster messen zu wollen.

Natürlich dürfen die Voll-Astlöcher nicht fehlen, die bei Ruppi IMMER ungehindert toben können:

Sezer Kaya: Über den Islam selbst kann man in der Tat geteilter Meinung sein. Entscheidend ist aber, daß die jetzige anti-islamische Ideologie von Zionisten geschaffen wurde, um die Muslime, die sich schon seit Jahrzehnten im Abendland vermehren und stabilen Einfluß erreicht haben, gezielt gegen die? europäischen Völker aufzuhetzen! Mohammed-Karikaturen und Ähnliches nutzen nichts bei der Klärung der Multikultifrage, hetzen aber die Muslime gegen uns Europäer!

So weit aus dem Unterirdischen des Internet. Ein paar weitere Dinger aus dem Eintrag hat sich meine Quelle gespart.

Zu viel der Ehre durch ein Großhirn

23. November 2012 um 16:50 | Veröffentlicht in Geistesgrößen | 2 Kommentare
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Über einen Freund werden meine Blog-Einträge auch auf Facebook verlinkt. Der hatte sich auch mal bei einem bei Antisemiten aller Couleur äußerst beliebten „Israelfreund“ und MdB von der CDU angemeldet, der bei mir hauptsächlich in der Rubrik „hofierte Hetzer“ auftaucht und den Vornamen mit dem schwarzen Gesellen des heiligen Nikolaus teilt. Der Herr gibt Schoten von sich wie „Das alte Gesetz ‚Auge um Auge‘ hinterlässt auf beiden Seiten Blinde.“ Auch wenn laut Knecht Ruprecht Martin Luther das gesagt haben soll, wird es nicht wahrer, zeigt aber, dass der MdB besagtes Prinzip nicht begriffen hat (und wohl auch nicht verstehen wollen würde). Es zeigt aber sehr wohl, dass Ruppi sich nicht unbedingt mit den intelligentesten Aussagen bedeutender Personen schmückt – eher im Gegenteil. Das passt zu seiner Art des Denkens und Nichtbegreifens, das sich immer wieder manifestiert, so auch am Montag, 18. November in einem Eintrag, den er über diesen Blog von sich zu geben geruhte.

Wer nicht versteht, weshalb manche fb-Kommentatoren jegliche Kritik an Israel oder der israelischen Regierung als antisemitische Hetze bezeichnen und den Kritiker sofort wüst persönlich beschimpfen, sollte sich mal den Blog heplev.wordpress.com anschauen, der sich als Solidaritätsblog mit Israel versteht. Da werden Namenslisten von sog. “organisierten Hetzern” oder “hofierten Hetzern” veröffentlicht. Zu letzteren zählt zB Lady Ashton, Thomas Avenarius (Süddeutsche Zeitung), Prof. Wolfgang Benz, der schwedische Außenminister Carl Bildt, Erich Follath (Spiegel), Jörg Lau (Die Zeit), die außenpolitischen Sprecherin der Grünen Kerstin Müller und der Sprecher der SPD Rolf Mützenich, Michael Thumann (Die Zeit) – alles “hofierte Hetzer” laut heplev. Ich gehöre mit einer großen Menge von Einträgen auch dazu und kann wohl von Glück reden, dass ich nicht in “Die Kloake” eingruppiert wurde.

Weil solche Blogs wohl keine Einzelfälle sind, habe ich mal darauf aufmerksam gemacht. Nicht dass unbefangene Fb-User noch meinen, auf fb sei alles ungeplant und spontan.

Ja, der tapfere Kämpfer für die Meinungsfreiheit der Antisemiten hat sich diffamiert gefühlt, weil es bei mir Listen gibt – nicht, weil er „wüste Beschimpfungen“ oder „jegliche Kritik als…“ belegen könnte. Und beweist dabei, dass er schlicht zu oberflächlich ist, als dass er die Kategorien dieses Blogs begreifen würde. Lesen kann er offenbar nicht, denn sonst hätte er gesehen, dass die erste von ihm angeführte Kategorie „organisierte Hetze“, nicht „organisierte Hetzer“ lautet und gegen Israel hetzende Gruppen (NGOs, Medien usw.) auflistet. Und wenn er sich tatsächlich angesehen hätte, was „die Kloake“ ist, dann hätte er nicht so dümmlich schwafeln können, er hätte Glück gehabt, nicht dort gelandet zu sein. Seien Sie beruhigt, Herr Polenz, dort können Sie nicht landen, denn die Rubrik ist denen vorbehalten, die als Oberarschlöcher, aber nicht so platt wie der MdB, auf meinem Blog zu kommentieren versuchen. Er hat noch nie bei mir zu kommentieren versucht, also kann er definitionsgemäß nicht in der Kloake auftauchen. Und ich befürchte, selbst wenn er es versuchte, wäre er nicht in der Lage das so zu tun, dass er dort landet.

Ach, Herr Polenz, Sie machen es einem aber auch wirklich zu einfach. In den Hetzerlisten sind die Interneteinträge verlinkt, die belegen, warum diese Leute allesamt dazu gehören. Das zu lesen, gelingt Ihnen natürlich nicht, Sie würden es vermutlich nicht einmal versuchen. Aber dann sollten Sie sich auch nicht darüber mokieren, dass diese Leute dort eingetragen sind, denn Sie können nicht mitreden. Sämtliche von Ihnen angeführten Hetzer haben die Aufnahme verdient – aber natürlich stehen sie bei Ihnen hoch im Kurs; was wiederum zeigt, dass Sie genauso dorthin gehören, da Sie nicht anerkennen, dass diese Leute Israel-Hetze betreiben, sondern sie als Vorbilder und ganz tolle Typen hinstellen und in dasselbe Horn tuten. Sind Sie mit Frau Wachendorff nicht genügend auf die Schnauze gefallen?

Der Mann, der von in Bulgarien ermordeten „israelischen Terroristen“ redete und dann behauptete, das nicht gesagt zu haben, spielt sich als wissend auf und beweist doch immer wieder nur seinen unmöglichen Charakter samt erschreckender Flachdenke. Er sperrt Leute, deren Meinung er nicht verkraftet, weil sie ihn kritisieren, aber um der Meinungsfreiheit willen dürfen sich wüste Antisemiten im Kommentarbereich seiner Facebook-Einträge tummeln, ohne in die Schranken gewiesen zu werden (obwohl er protzt, er würde solche Leute blockieren). So handelt ein echter Israel-„Freund“. Vom Noch-MdB geblockt zu werden, ist eine Ehre, denn damit darf man sich zum anständigen Teil der Internetnutzer zählen; dafür, von ihm als böser Blog „vorgestellt“ zu werden, gilt das Gleiche. Denn das setzt die Geblockten und Geschmähten von solchen Leuten ab, die bei Ruppi ungestört bleiben (drei aus dem besagten Thread, der sich nicht verlinken lässt – allesamt von der absolut harmlosen Sorte):

- auch Israel muss merken, dass es nicht der Herrscher der Welt ist! (Ah, Israel will die Welt beherrschen – ist natürlich nicht antisemitisch, weil ja auch israelische Araber die Welt beherrschen wollen, nicht wahr?

- Obwohl ich selber eine semitin bin, ich kann ehrlich gesagt das wort antisemistmus nicht mehr hoeren. Semitismus bezieht sich nicht nur auf judentum. Und “anitsemitismus” darf nicht eine entschuldigung fuer mord werden. (Angeblich nicht begreifen [wollen?], was Antisemitismus ist, ist ein Kennzeichen von Leuten, die Juden den Garaus machen wollen.)

- Deren Israelliebe ist pure abartige und verlogene Heuchelei, denn diese wird mit 100%iger Sicherheit enden, wenn dort mal ein POlitiker an die Macht kommmt, der dieselbe POlitik vertreten wird wie Yitzak Rabin! Dieser wurde OPfer eines Mordes durch einen zionistischen Juden! (Der hat auch keine Ahnung, welche Positionen Rabin vertrat. Und keine Ahnung, wie ich denke und fühle. Mehr als Vorurteile haben solche Leute nicht zur Verfügung.)

Hier sind Plattheiten Programm, Dummheit Gebot und Unwissen Intelligenz. Herrn Polenz als boshaft hinstellen? Bitte, ich danke. Zu viel der Ehre, so verlogen prominenter gemacht zu werden. Aber eben typisch.

Ruprecht Polenz: „diese friedlichen israelischen Terroristen“

19. Juli 2012 um 11:32 | Veröffentlicht in Deutschland, Geistesgrößen | 11 Kommentare
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Telefon-Interview des Deutschlandfunks/DRadio mit Ruprecht Polenz zu den „Vorgängen in Damaskus“ (heißt: den Bombenanschlag, dem einige aus der Führungsetage des Regimes zum Opfer fielen).
Transkript des Endes des Interview, kurz vor 7 Uhr am 19.07.2012.

Moderatorin Klein:
Herr Polenz, schauen wir noch kurz auf ein anderes Attentat gestern. Es gab einen Bombenanschlag gegen israelische Touristen in Bulgarien mit mindestens sieben Todesopfern, vielen, vielen Verletzten und ich würde deswegen gerne mit Ihnen darüber sprechen, weil in Israel inzwischen der Iran dahinter vermutet wird. Gibt es auch aus Ihrer Sicht Anhaltspunkte dafür?

RPolenz:
Nein, ich habe ja bisher nur das lesen können, und selbst diese Nachrichten waren ja noch nicht vollständig, über die Zahl der Opfer und sicher scheint mir eins zu sein: Diese friedlichen israelischen Terroristen wurden von diesem Anschlag getroffen, weil sie Israelis sind und das zeigt schon auf eine politische Dimension dieses Anschlags hin, der gegen Israel – auch – gerichtet ist und darüber und wer dahinter steckt, das muss aufgeklärt werden. Ich habe Aufklärungsergebnisse aus Bulgarien gehört.

Moderatorin Klein:
Aber birgt dieser Anschlag und die Interpretation, die wir aus Israel schon gehört haben, das Potenzial für eine Eskalation, was den Iran angeht oder gilt nach wie vor die Analyse, vor den Wahlen in den USA passiert ohnehin nichts, jedenfalls keine Militäraktion?

RPolenz:
Ich glaube, dass die Lage gegenüber dem Iran aus vielerlei Gründen außerordentlich angespannt ist. Da trägt vor allen Dingen dazu bei, dass die Nuklearverhandlungen bisher nicht richtig vom Fleck kommen. Und auch der Truppenaufmarsch im Golf deutet ja darauf hin, dass wir es mit einer wachsenden Spannung zu tun haben, mit einer solchen Lage sind Anschläge wie der in Bulgarien, dessen Hintermänner aus meiner Sicht noch unklar sind, natürlich ein weiteres Element, um diese Spannungen zu erhöhen. Ich denke, es ist trotz alledem vor allen Dingen Besonnenheit gefragt, denn ohne eine klare Aufklärung dieses Falles sollte man mit Verdächtigungen auch zurückhaltend sein. Man wird sie schon belegen müssen.

„Diese friedlichen israelischen Terroristen“  – das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Wie kann einem Ruprecht Polenz so etwas passieren?
Noch „netter“ seine Behauptung, dieser Anschläge richtete sich „auch“ gegen Israel. Als wären die ermordeten Juden nur ein nettes, erhofftes, aber nicht vorwiegend gewolltes Beiwerk! Das war eindeutig ein Anschlag, der sich in erster Linie gegen Israel richtete; und weil die Terroristen es nicht schaffen, das in Israel durchzuführen, suchen sie sich andere Stellen aus, wo sie Judenmord begehen können. Wenn also ein „auch“ angebracht ist, dann müsste es heißen  „auch gegen Bulgarien“. Herr Polenz geht hier völlig fehl.

Auf seiner Facebook-Pinwand hatte Herr Polenz einen Kommentar bekommen, der ihm wegen dieser Bezeichnung „israelische Terroristen“ heftige Vorwürfe macht. Der Kommentierende meinte, Polenz‘ Unterbewusstsein habe gesprochen. (Finde ich auch; kann passieren.) Polenz typische Reaktion: Der Mensch wird gesperrt. Anders kann der Mann mit Kritik nicht umgehen:

Polenz: Nein. Ich habe ja bisher nur das lesen können – und selbst diese Nachrichten waren ja noch nicht vollständig – über die Zahl der Opfer. Und sicher scheint mir eines zu sein: Diese friedlichen israelischen Touristen wurden von diesem Anschlag getroffen, weil sie Israelis sind, und das zeigt schon auf eine politische Dimension dieses Anschlags hin, der gegen Israel auch gerichtet ist, und darüber und wer dahinter steckt, das muss aufgeklärt werden. Ich habe noch keine Aufklärungsergebnisse aus Bulgarien gehört.” – Das ist meine Aussage in dem Interview. Wegen der beleidigenden Unterstellungen habe ich Tobi Or-Not Tobi blockiert.

Er hat definitiv „Terroristen“ gesagt. Das kann sich jeder anhören. Wenn Herr Polenz das leugnet, dann ist der Wicht noch feiger als man bisher annehmen sollte. Er hätte wenigstens sagen können, dass ihm da ein böser Lapsus unterlaufen ist, weil es in dem Gespräch um Terrorismus und Terroristen ging – aber selbst dazu ist er nicht in der Lage! Ehre hat der Typ also keine im Leib. (Gut, wussten wir schon, aber er hat es jetzt noch einmal für alle bewiesen.)

Phrasendrescherei ohne Antworten

28. Juli 2009 um 12:33 | Veröffentlicht in Deutschland, Geistesgrößen, Nahost-Konflikt | 4 Kommentare
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Ruprecht Polenz, Kurzzeit-Generalsekretär der CDU und derzeit Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, hat anscheinend viele Schreiben bekommen, die sich mit seiner Haltung zum Nahost-Konflikt und insbesondere die zur „Siedlungsfrage“ beschäftigten. Neben einer Empfehlung seiner Bundestagsrede „Die Zeit arbeitet nicht für, sondern gegen eine Zweistaaten-Lösung“ behauptet er in diesem Brief:

Zweitens kann Israel nur in den Grenzen von 1967 ein demokratischer, jüdischer Staat bleiben, da sich bei einer weiteren Einverleibung der Westbank die demographischen Verhältnisse zu Gunsten der palästinensischen Bevölkerung verschieben und damit der gewollte jüdische Charakter Israels nicht mehr beibehalten werden kann.

Nette Unterstellung: Abgesehen davon, dass in Israel die Zweistaaten-Lösung auch hoch im Kurs steht: Wieso könnte Israel, wenn es sich die „Westbank“ „einverleibt“ (großartige Wortwahl, so uneinseitig!) kein demokratischer Staat bleiben? Die Antwort bleibt nicht nur Polenz ständig schuldig.

Seine Rede vom März beinhaltet weitere Fragwürdigkeiten, die immer gerne angeführt, aber nie erläutert oder gar begründet bzw. bewiesen werden. Das fängt mit seiner Behauptung an, die auf der Fraktionsseite als Titel geführt wird:

Trotzdem gibt es zwei Entwicklungen, die Hoffnungen machen, und einen Grundtrend, der Handeln notwendig macht. Der Grundtrend: Die Zeit arbeitet nicht für, sondern gegen eine Zwei-Staaten-Lösung – je länger man wartet, desto schwieriger wird sie zu erreichen sein.

Verstehe ich das richtig, dass Herr Polenz diesen angeblichen Grundtrend zur Eile als positiv empfindet – schließlich setzt er Hoffnung darauf!?

Ich kenne in der Geschichte keine Diplomatie, die Eile etwas positiv Dauerhaftes geschaffen hat, aber vielleicht klärt mich jemand auf, wo mit diplomatischer Eile Gewalttäter etwas bekommen haben und das gut ausging.

Und wieso arbeitet die Zeit gegen eine Zweistaaten-Lösung?

Nach 42 Jahren „Besatzung“ (vorher gab es ja keinen antiisraelischen Terror…) muss jetzt auf Teufel komm raus eine schnelle Lösung her?

Polenz führt als Kronzeugen für seine Behauptung den korrupten Ehud Olmert an, der ein „window of opportunity, einen kurzen Augenblick“ erkannt haben wollte, weil es danach „außerordentlich gefährlich“ würde. Beides, das „window“ wie auch die Gefahr, werden nicht weiter ausgeführt. Aber wenn Olmert das sagt, dann reicht das wohl.

Dabei sind die eifrig und schnell betriebenen Lösungen nicht einmal auch nur ansatzweise erfolgreich gewesen, was gerade bei Olmert deutlich sein sollte. Er hat Mahmud Abbas ähnlich weit gehende – wenn nicht weiter gehende – Angebote gemacht, wie Ehud Barak sie 2000/2001 machte und fiel damit auf die Schnauze: Abbas lehnte rundheraus ab. Genauso wie Arafat & Co. 2000 in Camp David und 2001 (kurz vor den Wahlen mit dem Regierungswechsel zu Sharon) in Taba. Wann immer Lösungen mit Tempo vorangetrieben werden sollten, ging es auf ein und dieselbe Art aus: Die palästinensischen Araber lehnten ab.

Das ignoriert Herr Polenz offensichtlich nach dem Motto: Was nie geklappt hat, muss weiter gemacht werden.

Zugegebenermaßen spricht Ruprecht Polenz in seiner März-Rede die Knackpunkte der Findung einer Friedenslösung im Nahen Osten an: Der Vernichtungswille der Hamas, ihr Terror (was ist mit dem der Fatah – und der anderen Gruppen???), dass es keine handlungsfähige Palästinenserregierung gibt, der fehlende Aufbau von Wirtschaft, öffentlichen Diensten und einer funktionierenden Infrastruktur. Außerdem eine durch Wahlen legitimierte Regierung, die als demokratisch legitimierter Partner zur Verfügung steht.

Wenn der CDU-Experte diese Dinge so genau benennen kann, dann bleibt zu fragen, warum er so viel Druck auf Israel ausüben will, während gleich geartete Äußerungen an die palästinensischen Araber auf sich warten lassen. Polenz führt an, sagt aber weder der Fatah noch Abbas oder sonst wem: „Jetzt macht gefälligst das und das und das.“ Er erliegt der alten Krankheit zwar zu wissen, wo es hakt, aber nur Israel die Leviten zu lesen. Dass er mit dieser einseitigen Schelte und der Feststellung einer Dringlichkeit den sich zurücklehnenden Palästinenserführern in die Karten spielt, scheint ihm nicht ansatzweise in den Sinn zu kommen.

Ich hätte da einen Gegenvorschlag für all die Nahost-„Experten“ und ihre Dringlichkeit: Angesichts der permanenten Verweigerungshaltung der palästinensischen Araber, der Tatsache, dass sie ihre Forderungen bei jeder Gelegenheit weiter hoch schrauben und dass sie sich schlicht zurücklehnen und nichts tun, statt aktiv an einer Friedenslösung zu beteiligen, sollte für diese Leute ein „window of opportunity“ gelten, das sich schließt:

Jeder Tag, der vergeht, ohne dass ihr konstruktiv an einer Friedenslösung mitarbeitet, hat weitere israelische Bautätigkeiten zur Folge – und diese werden wir als Fakten vor Ort bewerten, die nicht rückgängig gemacht werden können. Vielleicht finden sich dann dazu bereit, statt auf Terror und Abwarten zu setzen, sich um die Grundlagen eines eigenstaatlichen Aufbaus zu kümmern; statt ihre Kinder, Moschee-Besucher, Radio-Hörer und Fernseh-Zuschauer mit Hass zu füttern, die Menschen zu einem produktiven Leben zu ermutigen und ihnen Förderung dafür zu bieten.

DANN hätten wir Fortschritte zu verzeichnen und Israel müsste nicht weiter Sorge haben, dass Zugeständnisse an die palästinensischen Araber nur wieder neue Terrorwellen und Vernichtungskrieg gegen die Juden nach sich ziehen.

Nichts dazu lernen – Voraussetzung für Nahost-Experten?

28. Juli 2009 um 10:10 | Veröffentlicht in Deutschland, Geistesgrößen, Nahost-Konflikt | 1 Kommentar
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Ruprecht Polenz, Kurzzeit-Generalsekretär der CDU und derzeit Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, hat anscheinend viele Schreiben bekommen, die sich mit seiner Haltung zum Nahost-Konflikt und insbesondere die zur „Siedlungsfrage“ beschäftigten. Polenz ist ein ausgesprochener Obama-Jünger: Siedlungen einfrieren, egal wo und überhaupt und besonders auch in „Ostjerusalem“. Und so schrieb er:

Sehr geehrte Damen und Herren,

für Ihre zahlreichen zustimmenden wie auch kritischen Zuschriften zu meinen Äußerungen bezüglich der israelischen Siedlungspolitik in Ostjerusalem im Interview mit der Rheinischen Post vom 20. Juli danke ich Ihnen ganz herzlich.

Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um noch auf zwei Punkte hinzuweisen:

Erstens ist das unverrückbare Ziel einer Zweistaatenlösung zur Lösung des israelisch-palästinensischen Konfliktes und der dazu notwendige Stopp jeglicher israelischer Siedlungstätigkeit nicht nur meine persönliche Meinung, sondern auch breiter, überparteilicher Konsens im Deutschen Bundestag sowie Politik der deutschen Bundesregierung, der Europäischen Union, der US-Regierung und der Vereinten Nationen.

Zweitens kann Israel nur in den Grenzen von 1967 ein demokratischer, jüdischer Staat bleiben, da sich bei einer weiteren Einverleibung der Westbank die demographischen Verhältnisse zu Gunsten der palästinensischen Bevölkerung verschieben und damit der gewollte jüdische Charakter Israels nicht mehr beibehalten werden kann.

In der Anlage übersende ich Ihnen darüber hinaus meine Bundestagsrede vom 5. März 2009, der Sie meine Position zu diesem Themenkomplex in ausführlicher Form entnehmen können.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Ruprecht Polenz

Dass er damit zumindest bei einer Person nicht einmal ansatzweise auf das ihm zugegangene Schreiben eingeht, dürfte wohl auch klar sein. Aber darum geht es offenbar auch nicht, wie der einzelne Satz des zweiten Absatzes anzeigt.

In seinem „Erstens“-Punkt geht er in Deckung: Ich bin’s ja nicht alleine, guckt mal, die anderen sind auch alle derselben Meinung. Das spricht nun nicht gerade für unabhängiges Denken, ist aber auch nicht nur in diesen Kreisen üblich. (Es gibt z.B. Journalisten, die Wikipedia anführen um zu zeigen, dass sie „nicht ganz gaga“ sind.) Masse macht also auch Klasse, das ist eindeutig. (Wie war das noch mit den Apple-Nutzern? Ach ja, die befanden über Microsoft: Millionen können nicht irren. Macht es wie die Fliegen, fresst Scheiße.)

Darüber hinaus vermittelt Herr Polenz mit seinen zwei Punkten, dass Israel eine Zweistaaten-Lösung verweigert. Wie kommt er dazu? Nun, er empfiehlt, man solle seine Bundestagsrede vom 5. März 2009 lesen, die er angehängt hatte. Nun habe ich das Anhängsel nicht vorliegen, aber man kann es sich ja auf allerhand Internseiten ausgeben lassen, so auch auf der der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Und da wird man schlauer gemacht: „Die Aussichten, wieder zu einem Friedensprozess zu kommen, sind also im Augenblick auf palästinensischer Seite nicht gerade günstig. Das gilt leider auch nach dem Wahlergebnis für Israel. Der von Präsident Peres mit der Regierungsbildung beauftragte Likud-Führer Netanjahu lehnt bisher eine Zwei-Staaten-Lösung ab. Die sich für ihn abzeichnenden Koalitionspartner scheinen ihn in der Heftigkeit der Ablehnung noch zu übertreffen.

So die damals schon nicht stimmige Erkenntnis „aller“, der auch Herr Polenz huldigt. Und wenn er Ende Juli 2009 – fast fünf Monate nach seinem heroischen Eintreten für die Zweistaaten-Lösung vor dem Deutschen Bundestag – diese Rede weiterhin als Leitlinie und Beweismittel empfiehlt, dann scheint eine Netanyahu-Rege am 14. Juni nie gegeben zu haben.

Mit anderen Worten: Herr Polenz pflegt seine Vorurteile und seine Feindbilder. Unabhängig davon, was diese tun oder sagen. Dazugelernt hat er hier nun überhaupt nichts. Offenbar willentlich. Es gibt anscheinend wichtigeres: Urteile, die gefälligst nicht geändert werden sollten. Da fiele ja ein Weltbild auseinander und das geht nicht.

Außerdem wäre es schön, wenn Herr Polenz mal zur Kenntnis nehmen würde, dass auch Israel-Freunde wohl mehrheitlich für eine Zweistaaten-Lösung sind. Allerdings nicht für eine, die eilig und mit heißer Nadel gestrickt aufgezwungen wird. Auch nicht für eine, die ohne Klärung von grundsätzlichen Problemen durchgedrückt wird. Um die palästinensischen Araber einen Staat gründen zu lassen, müssen einige Dinge vorab geklärt werden: Um was für einen Staat handelt es sich? In welcher Form wird er bestehen? Und vor allem: Wird dieser Staat mit Israel in Frieden leben wollen?

Wer das nicht vorab sicherstellt, der ist dafür, dass die palästinensischen Araber ihren Vernichtungskrieg gegen Israel weiterführen können.

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