Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (16.-22.12.2012)

22. Dezember 2012 um 23:34 | Veröffentlicht in EU-Europa, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 16.12.2012:

87,7% der palästinensischen Araber unterstützen Terror nach Hamas-Art. In der „moderaten“ „Westbank“ sind es 86,4%.

Scheik Taysir Tamimi aus der PA (er würde gerne „Präsident“ werden) hatte eine Grundsatzbotschaft für die „Palästinenser“: „Wo Hitler versagte, müssen wir erfolgreich sein.“ Sagte er über die Juden.

Salam Fayyad forderte eine „Wirtschafts-Intifada“ – Boykott israelischer Produkte und Waren. Das hat noch nie geklappt.

Montag, 17.12.2012:

Jordanischer Muslimführer: First we take over Damascus, then Tel Aviv. Na, wenn’s sonst nichts ist…

Es gab eine große Explosion im Libanon in der Nähe der Grenze zu Israel. Die Hisbollah hat das Gelände abgeriegelt. Die Explosion soll in einem Hisbollah-Waffendepot stattgefunden haben. Die Libanesen behaupten, die Ursache sei ein israelischer Luftangriff gewesen.

Dienstag, 18.12.2012:

Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Portugal bereiten eine Resolution zur Verurteilung Israels wegen der Baupläne in E-1 und Jerusalem zur Vorlage beim UNO-Sicherheitsrat vor.

Mittwoch, 19.12.2012:

Die übliche UNO-Einseitigkeit: Gleich 9 Resolutionen wurden von der UNO-Vollversammlung am 18. Dezember verabschiedet. ALLE richteten sich gegen Israel, beschäftigten sich mit angeblichen Rechten der „Palästinenser“ und dem Golan. Zum Assad-Massaker an den Arabern im Flüchtlingslager in Damaskus hatten die hochehrenwerten Vertreter der Weltgemeinschaft nichts zu sagen.

Mustafa Barghouti vom PA-„Parlament“ schäumt: Die israelischen Baupläne innerhalb jüdischer Gemeinden in Judäa und Samaria seien eine Kriegserklärung, giftet er und fordert „Volkswiderstand“ (also Terror). Der „moderate“ Araber vergisst offenbar, dass der Bruch sämtlicher Verträge mit Israel durch die PA – nicht zuletzt der Antrag bei der UNO – schon längst eine Kriegserklärung in der umgekehrten Richtung darstellt. Mal ganz abgesehen von der arabischen Hetze gegen den jüdischen Staat.

Jeffrey Feltman, Generalsekretär des UNO-Komitees für politische Angelegenheiten, drängte Israel vor dem Sicherheitsrat sich den internationalen Aufrufen zur Einstellung der Projekte zu fügen.

Donnerstag, 20.12.2012:

Die EU fährt die Agitation gegen israelische Baupläne hoch: Ashton schimpft und im Sicherheitsrat sind sie alle – bis auf die USA – für eine hässliche Resolution, wie sie wieder und wieder verkünden.

Tzipi Livni lässt wieder ein Giftwolke steigen: „Der Staat Israel wird von einer Doktrin der Angst beherrscht… Ein Palästinenserstaat wird die Existenz Israels sicherstellen.“ Klar doch, wenn die Terrorführer ihren Willen bekommen, wird Israel sicher sein!

Die Terrorfürsten machen auch mobil: Wenn Netanyahu wiedergewählt wird, wollen Abu Mazen & Co. Kriegsverbrechen in Den Haag anklagen (lassen) und die Sicherheitskooperation in Judäa und Samaria beenden.

Freitag, 21.12.2012:

Mal was Erfreuliches: Es ist einen Monat her, dass es eine Rakete oder eine Mörsergranate aus dem Gazastreifen gegeben hat.

Jetzt ist laut Mahmud Abbas schon die Wahl Netanyahus ein Kriegsverbrechen: Sollte der Premier wiedergewählt werden, will die PA Israel vor dem Internationalen Kriminalgerichtshof verklagen.

Eine ganze Reihe „christliche“-„palästinensischer“ Organisationen aus dem PA-Bereich nutzen die (Vor-)Weihnachtszeit um auf Israel einzudreschen. Die Feiertagspropaganda reichte von Halbwahrheiten bis zu „krudem Antisemitismus“. Zu den Hasspredigern gehören ein Vertreter der Presbyterianischen Kirche der USA, Organisationen wie Sabeel, Christian Aid, Ireland Palestinian Solidarity Campaign u.a. Das Thema „von Bethlehem ausgehender Terrorismus (gegen Juden und Christen) wurde natürlich von niemandem behandelt.

Heckmeck:
Großbritannien und Frankreich mit der Brechstange: Jetzt sollen Verhandlungen wieder in Gang gebracht werden.

Samstag, 22.12.2012:

Abbas droht wieder mal mit der Auflösung der PA als Reaktion auf Israels Handeln (Baupläne zu beschließen).

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2012“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (29.07.-04.08.2012)

5. August 2012 um 7:44 | Veröffentlicht in Jerusalem, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 29.07.2012:

Eine Jihadistengruppe im Sinai hat ein Video ins Internet gestellt, mit dem sie die Verantwortung für einen grenzüberschreitenden Anschlag auf Israel im Juni übernimmt, bei dem ein Bauarbeiter getötet wurde. Damit verstärken sich die Zweifel, dass Ägypten noch die Kontrolle über die Halbinsel hat.

Salam Fayyad bekannte am Freitag, die Sache der Palästinenser sei im Moment ziemlich irrelevant geworden. Man müsse die Relevanz wieder herstellen, nicht zuletzt, damit die PA-Araber nicht die Geduld mit der PA verlören, weil sie die Israelis immer noch nicht gezwungen habe die Westbank zu verlassen. (Mit anderen Worten: der Terror muss wieder verstärkt werden!)

Weil „Störungen“ befürchtet wurden, sperrte die Polizei für Juden den Zugang auf den Tempelberg – am Tischa B’Av, dem Tag, an dem die Juden der Zerstörung der Tempel gedenken!

Oh, diese bösen Juden – arabische Israels haben einen schlimmen Verdacht (wird als Fakt gehandelt): Die IDF markiert ihre Autos  mit „einer Chemikalie“ besprüht, um sie in Judäa und Samaria identifizieren zu können. Überwachungsstaat! (Die IDF gibt zu dem Blödsinn keinen Kommentar.)

Mittwoch, 01.08.2012:

Bildungszeitschrift des PA-Bildungsministeriums: Israel ist wie ein Oktopus … aus dem zwischen seinen Tentakeln Flammen schießen.

Donnerstag, 02.08.2012:

26 Araber aus dem Gazastreifen und aus Judäa und Samaria nahmen an einem Zollbeamten-Training in Israel teil. Diese Ausbildung ermöglicht es den Zöllnern ihren Dienst für arabische Importeure zu verbessern und die Bürokratie zu erleichtern.

Zur Zeit machen mehrere Hundert Israelis – vorwiegend israelische Araber – Urlaub im Sinai. Die israelischen Geheimdienste rufen alle Israelis auf sofort aus dem Sinai zu verschwinden, weil internationale Terrororganisationen dort Anschläge auf sie verüben wollen. Die Warnung ist diesmal äußerst dringend.

Samstag, 04.08.2012:

Thailand erkennt den nicht existenten Palästinenserstaat an und wertet die diplomatischen Beziehungen mit der PA auf.

Die PA-Terroristen versprechen, dass sie im nächsten Monat den nächsten Versuch unternehmen werden von der UNO als Staat anerkannt zu werden.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2012“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (16.-17.03.12)

17. März 2012 um 22:37 | Veröffentlicht in Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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Freitag, 16.03.2012:

Wer im Westen weiß das: Die Hamas-Internetseite sagt klipp und klar: Jerusalem ist „besetztes Gebiet“.

Beer7s Verdacht hat sich bestätigt: Der Montag bei einer Beerdigung getötete Araberjunge ist durch Querschläger der „Trauerschüsse“ abgebenden Araber getötet worden.
Und dann gleich noch zwei tote Araber, über die sich niemand aufregt, weil sie von den Arabern selbst bei „Trauerschüssen“ auf Beerdigungen das Leben verloren.

Natürlich: Das derzeitige Raketenfeuer auf Israel kommt von „Einzelpersonen“. Was auch sonst, die Terroristen haben ihre Raketen ja in individuell betreuten Unterkünften gelagert und die Betreuer haben sie entwendet. Oder selbst welche besorgt.

Hassan Nasrallah hatte natürlich auch nichts Besseres zu tun als die Terroristen für ihre heldenhafte Gefährdung von Zivilisten über den grünen Klee zu loben. Schuld für die unmäßige Beschießung ist natürlich Israel.

Salam Fayyad war in Jordanien. Dort ließ er sich vom Parlamentspräsidenten versichern, dass „die israelische Arroganz und brutale Belagerung, die die Palästinensergebiete in ein großes Gefängnis verwandelte, die Entschlossenheit und Standhaftigkeit des palästinensischen Volks nicht schwächen wird, sich der Besatzung entgegenzustellen“.

Die PIJ-Terroristen drohen weiter mit Raketen zu schießen, wenn Israel nicht aufhört Terrorführer zu töten. Haben aber vorher behauptet, sie seien der Waffenruhe verpflichtet. Ansonsten prahlen sie damit, dass ihre Raketen Tel Aviv erreichen können.

Samstag, 17.03.2012:

Khaled Meschaal ist in Ankara zu Besuch. Der Mann scheint nicht gewaltbereit genug zu sein, sonst gäbe es den Konflikt mit Ismail Haniyeh nicht. Irgendwie scheint Erdowahn das anders zu sehen, denn er sagte dem „politischen“ Hamas-Chef, die Hamas solle sich im Gazastreifen vom „aggressiven Israel nicht in einen Krieg ziehen lassen“. Dieses schaffe (ungerechtfertigte) Vorwände Gaza anzugreifen; die letzte Runde sei von Israel dazu begonnen worden sein Raketenabwehrsystem zu testen.

Die Terroristen vom Palästinensischen Islamischen Jihad wollen gar keinen Juden morden! Nein, sie wollen nur eine „Balance des Terrors“! Dass letztes Wochenende so viele Juden „in Bunkern verbrachten und vor Angst schlotterten“, reicht den humanitären Vorbildern schon. Denn damit ginge es den Juden so wie dem „palästinensischen Volk“. Natürlich, die sind nie draußen, sind nie am Strand, gehen nie einkaufen, gehen nie zur Schule usw…

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2012“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Vier Fragen für Fayyad

25. November 2011 um 14:13 | Veröffentlicht in Medien+Nahost, Palästinenser | 2 Kommentare
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David Bedein, Israel Resource Review, 18. November 2011

Wenn Fayyad wirklich zurücktritt, wie er „gedroht“ hat, weine nicht um ihn, Israel.

Sallam Fayyad hat angekündigt, er könnte als Chef der PA zurücktreten, wo er sich bei den Medien einen nicht verdienten Ruf als jemand erworben hat, der das palästinensisch-arabische Volk in einer moderatere Richtung führt.

Diesen Ruf erwarb er, weil Reporter Fayyad nie vier grundlegende Fragen zu dem von ihm geführten Regime stellten:

Erstes Thema: Abkehr vom Kriegszustand der PLO mit Israel

Die Fatah-Charta – das beherrschende Element in der PLO und der PA – fordert bis heute die Vernichtung Israels. 1964 geschrieben (bevor Israel die Westbank und den Gazastreifen kontrollierte), benutzt sie den Begriff „Palästina“, der ausschließlich auf Israel innerhalb der Grünen Linie angewandt wird.

Die Charta erklärt: „Palästina zu befreien ist eine nationale Verpflichtung.“ Und: „Bewaffnete öffentliche Revolution ist die zwangsläufige Methode“ das zu tun. Das kann nicht als irrelevanter Anachronismus abgetan werden.

Im August 2009 veranstaltete die Fatah ihren ersten Allgemeinen Kongress in 20 Jahren. Es bestand die Hoffnung, dass die Charta überarbeitet und die Gewalt offiziell aufgegeben würde; doch das geschah nie. Stattdessen fuhr die Fatah fort sich den „bewaffneten Widerstand“ zur Befreiung Palästinas zu eigen zu machen.

Wie könnte Fayyad der Führung eines von der Fatah dominierten Regimes zustimmen, nachdem eine Kriegspolitik der Fatah erneut bekräftigt wurde?

Zweites Thema: Delegitimatierung Israels in PA-Schulbüchern

Das Institute for Monitoring Peace and Tolerance in School Education (IMPACT http://www.impact-se.org) veröffentlichte im Verlauf der letzten zehn Jahre sechs Berichte zu neuen PA-Schulbüchern.

Der Journalist und Wissenschaftler Dr. Arnon Groiss, der diese PA-Schulbücher übersetzte und mehr als zehn Jahre am Institut arbeitete, schloss, dass die neuen PA-Texte

* die Geschichte und religiöse Präsenz der Juden in Palästina bestreiten,

* es verfehlen den Staat Israel anzuerkennen,

* Juden und Israel dämonisieren,

* die Verantwortung für den Konflikt ausschließlich Israel zuschreiben und die Palästinenser völlig freisprechen,

* statt einer friedliche Lösung die Vorstellung eines gewalttätigen Kampfes zur Befreiung betonen.

Es war unaufrichtig von Fayyad, dass er Engagement für Frieden bekundete, während die PA-Lehrpläne unter seiner Führung die Schüler mit solchen Vorstellungen anfüllen. Mit diesen Botschaften ist Frieden unmöglich.

Warum haben Journalisten Fayyad und die PA nicht wegen der neuen PA-Schulbücher zur Rechenschaft gezogen?

Drittes Thema: PA will die Hamas als Koalitionspartner

Während der gesamten Amtszeit Fayyads blieb der Hang der Fatah an einer Regierung teilzuhaben, zu der die Hamas gehört, eine Offensichtlichkeit, zu der die Reporter sich – ziemlich unerklärlich – entschieden sie zu ignorieren.

Die Hamas wird von den USA und dem gesamten Quartett als Terrororganisation anerkannt. Verhandlungen mit Israel und der Hamas zu ein und derselben Zeit nachzugehen, ist inakzeptabel.

Warum wurde Fayyad für die Fortsetzung dieser Verhandlungen nicht zur Rechenschaft gezogen?

Viertes Thema: Das „Rückkehrrecht“

Für das „Rückkehrrecht“ wird seit mehr als 60 Jahren von der UNRWA geworben; die PA hat es sich als nicht verhandelbares Recht zu eigen gemacht. Das bleibt ein Rezept für die starke Schwächung Israels von innen.

Wenn es Fayyad mit dem Frieden ernst gewesen wäre, warum wurde er nicht aufgefordert das Prinzip der permanenten Neuansiedlung der Flüchtlinge anzuerkennen? Nur palästinensisch-arabische Flüchtlinge werden nicht wieder angesiedelt, sondern werden aus rein politischen Gründen gezwungen in einem (Wut auslösenden) Zustand Schwebezustand zu bleiben.

Fayyad erklärte in seinem Masterplan für einen Palästinenserstaat, dass er das „Recht auf Rückkehr“ in die Linien von 1949 unterstützt, nicht die nach außerhalb.

Sollten Reporter nicht Fayyad für eine solche Idee zur Rechenschaft ziehen, die jeglicher Zweistaatenlösung diametral entgegen steht?

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (16.-22.10.11)

22. Oktober 2011 um 21:45 | Veröffentlicht in Araber, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 16.10.2011:

Der Israelische Gefängnisdienst hat auf seiner Internetseite die Namen der Terroristen veröffentlicht, die beim Shalit-Deal entlassen werden sollen. Opfer haben 48 Stunden Zeit gegen die jeweiligen Entlassung Einspruch einzulegen.

Montag, 17.10.2011:

Die Hamas verlangt die Freilassung von 9 weiteren Terroristinnen, damit der Shalit-Deal über die Bühne geht.

Heckmeck:
Das Quartett will sich am 26. Oktober separat mit Israelis und den Terroristen treffen, um die „Friedens“-Gespräche wieder in Gang zu bringen.

Dienstag, 18.10.2011:

Shalit-Austausch:
M
ahmud Abbas behauptet, er habe auch einen Gefangenen-Handel mit Israel erreicht; nach dem Shalit-Deal würden, habe Israel ihm versprochen, weitere 1000 „palästinensische Gefangene“ freigelassen. Natürlich nicht, ohne dass er Massenmörder als „Freiheitskämpfer und Mujaheddin für Gott und Vaterland“ zu preisen. („Gott und Vaterland“ – da kennen wir doch was, oder?)
Die Hamas behauptet, Israel werde im Zuge des Shalit-Deals die Blockade aufheben und die Verhältnisse für die übrigen Gefangenen verbessern.
Zwei Terroristinnen weigerten sich in den Gazastreifen gebracht zu werden. Eine wurde von Ägypten aufgenommen, die andere war dann doch bereit nach Hamastan zu gehen.
Hamassprecher Abu Ubeida betonte, man habe Gilad Shalit „in Übereinstimmung mit unseren religiösen Gesetze behandelt“. Und man werde „weiter kämpfen, bis wir die Gefängnisse schließen und unsere Gefangenen befreien“. Es lebe der Frieden!
Der ägyptische „Botschafter“ bei der PA befindet: „Der Shalit-Deal war nicht der letzte, sondern erst der Anfang.“ Na, Mahlzeit!

Heckmeck:
Der Vollhonk von der Turtle Bay in New York verkündete: „Diese Freilassung wird weit reichende, positive Folgen für den festgefahrenen Nahost-Friedensprozess geben.“ Natürlich, aber nicht die, die der Schwachmat behauptet, denn die Terroristen fühlen sich in ihrem Vorgehen gestärkt, werden also keinen Frieden machen; und der Oberterrorist Mahmud Abbas muss mal wieder gegen die Hamas anstinken und das kann er nur mit Hetze, nicht mit „Frieden“.

Mittwoch, 19.10.2011:

Der stellvertretende Hamas-„Parlaments“-Sprecher Ahmed Bahr in einer Freitagspredigt im Al-Aqsa-TV: Wir werden die Geschwister der Schweine und Affen aus unserem Land fegen.

„Ich hoffe, ihr werdet denselben Weg gehen, den wir gingen und – so Gott will – werden wir einige von euch als Märtyrer sehen“, sagte Wafa al-Biss Dutzenden Kindern, die in ihr Haus im nördlichen Gazastreifen kamen. Nachdem sie sprach, jubelten die Kinder, schwenkten palästinensische Flaggen und skandierten: „Wir werden Seele und Blut geben, um die Gefangenen zu befreien. Wir werden dir Seele und Blut geben, Palästina.“ War das die Chance, von der die Westerwave schwadronierte?

Heckmeck:
Tony Blair verkündete, das Quartett werde Israel und die Palästinenser unter Druck setzen, ihre Vorschläge zu Sicherheitsarrangements und Grenzen für eine Zweistaatenlösung innerhalb von drei Monaten vorzulegen. Na, dann mal viel Glück (mit den Terroristen)!

Donnerstag, 20.10.2011:

Heckmeck:
Salam Fayyad: Die Zeit ist nicht reif für Gespräche zwischen Israelis und Palästinensern. (Aber das wird von den westlichen Friedenshetzern nun überhaupt nicht so gesehen, nicht wahr?)
– Am 11. November soll der Sicherheitsrat über den Aufnahmeantrag der PA in die UNO beraten. Dazu macht die PA mächtig Werbung für sich.

Freitag, 21.10.2011:

Jetzt ist wohl raus, woher Mahmud Abbas‘ Behauptung kommt, Israel habe versprochen nach dem Shalit-Austausch weitere Häftlinge freizulassen: Ehud Olmert soll ihm das damals versprochen haben. Hm, wieso sollte sich Netanyahu an eine solche geheime Absprache halten – so sie denn überhaupt wahr ist?

Die versuchte Ermordung eines Israelis durch einen PA-Araberin an einer Bushaltestelle im Gush Etzion wurde auf Video festgehalten.

Heckmeck:
Saeb Erekat lässt wissen, dass Netanyahu einen Stopp von regierungseigenen Bauvorhaben in den umstrittenen Gebieten anbot – letzten Monat. Mit Unterstützung von Peace Now lässt er auch wissen, dass das abzulehnen ist. Es müssen alle Bautätigkeiten eingestellt werden. Das übliche Bild also: Nicht einmal ein Anfang wird akzeptiert, nur das Maximalziel gilt. (s. auch Lilas Kommentar)

Samstag, 22.10.2011:

Ein führender Hamasnik betonte noch einmal: Ein PA-Staat in der „Westbank“ und dem Gazastreifen ist in Ordnung, so lange er nur ein Zwischenschritt zur vollständigen Vernichtung Israels dient.

Ahmed Jabari vom „militärischen Arm“ der Hamas kündigte Samstag (erneut) an, dass weitere israelische Soldaten entführt werden sollen.

Heckmeck:
Jordaniens König Abdallah drängt Israel und die Palästinenser sich vom Arabischen Frühling inspirieren zu lassen und ihre hängenden Friedensgespräche wieder aufzunehmen. Die Zukunft des Nahen/Mittleren Ostens und darüber hinaus liege bei der „Normalität des Friedens“. Klar doch, der Arabische Frühling, der in Ägypten den Antiisraelismus verstärkt, der in Tunesien und anderen nordafrikanischen Staaten den Antisemitismus zur Blüte bringt – davon soll sich Israel inspirieren lassen. Welcher Frieden soll das sein?
Mahmud Abbas in einem Interview in Ägypten: Auch wenn die Verhandlungen mit Israel wieder aufgenommen werden sollten, wird der Antrag bei der UNO weiter verfolgt.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2011“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Fayyad beruft sich auf das „historische Palästina“

16. Februar 2010 um 20:06 | Veröffentlicht in Geschichte, Nahost-Konflikt, Palästinenser | 2 Kommentare
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Elder of Ziyon, 3. Februar 2010

PA-Permierminister Salam Fayyad hat umstritten an der Herzliya-Konferenz zu Israels Sicherheit teilgenommen. In seiner Rede äußerte er die oft zitierte Position, dass die palästinensischen Araber „nur in würde auf 22% des historischen Palästina leben wollen“.

Wir haben zur Tatsache, dass das „historische Palästina“ auf jeden Fall beträchtliche Teile östlich des Jordan einschließt, mehrfach ausführlich geschrieben. Aber um es Fayyad einfacher zu machen, würde ich ihn gerne fragen, welche Stämme Teil des „historischen Palästina“ waren und welche nicht.

Nach Angaben von Robinson und Smith in ihrem Überblick über Palästina in den 30-er und 40-er Jahren des 19. Jahrhunderts, gehörten damals zu den Stämmen in und um das Jordantal die Ka’abineh, die Raschaideh, die Ta’amirah, die Mas’udy, die ‘Abbad, die Amir, die ‘Abbadin und die Muschalikhah, die ‘Adwan, Ibn Ghiiniim, Beni Hasan, die Baharat, die ‘Ajarimeh, Beni Sukhr und Beni Hamideh. Einige lebten im Osten und einige lebten im Westen. Welche sind „palästinensisch“?

Der Überblick des Palestine Exploration Fund für Ost-Palästina in den 1880-er Jahren erwähnt, dass der Adwan-Stamm der stärkste Stamm östlich des Jordan ist, zusammen mit den Rivalen der Beni Sakhr und den Hameidi (die ihr Getreide in Jerusalem verkaufen sollten).

Von den Adwan wird allerdings in einer vor kurzem verfassten Studie gesagt, sie seien „palästinensisch“. Und die frühere Studie von Robinson/Smith redet von den Adwan als Mitglieder, die in Jericho saßen.

Ein verantwortlicher Mensch würde also den Schluss ziehen, dass die arabischen Stämme von vor gerade mal 150 Jahren oft miteinander kämpften und sich miteinander verbündeten, abhängig von der aktuellen politischen Atmosphäre; dass sie oft Nomaden waren (viele Stämme kame ursprünglich von so weit entfernten Orten wie dem Jemen), betrachteten den Jordan in keiner Weise als politische Grenze und betrachteten sich nicht im geringsten als „palästinensisch“ (die Beni Sakhr gab es vom östlichen Teil des Jordantals bis zum Hauran-Gebiet im heutigen Syrien).

Also, Herr Fayyad, welche Stämme waren „palästinensisch“? Insbesondere: Sind die Adwan Teil Ihres Volkes? Und wenn, warum sagen Sie, das „historische Palästina“ liege strikt westlich des Jordan und benutzen eine Landesgrenze, die bis ins 20. Jahrhundert schlicht nicht existierte?

Auf den Punkt gebracht: Warum ist die Definition von „palästinensischem“ Land seit 1964 immer genau kongruent mit von Juden kontrolliertem Land?

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