Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (17.-23.03.2013)

23. März 2013 um 23:16 | Veröffentlicht in Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 17.03.2013:

Mahmud Abbas hat je selbst so seine Probleme mit der Hamas. Trotzdem fordert er die EU auf, die Extremisten-Terrorgruppe von der Terrorliste zu nehmen. Grund: Die Hamas (die weiterhin der Vernichtung Israels verpflichtet ist) übe „friedlichen Widerstand“. Bruhahahahahaha! (Die würden gerne, aber im Moment haben sie die Hosen voll, dass die Israelis wieder zurückschlagen – und der Nachschub aus Ägypten fehlt.) Was allerdings nur für den Gazastreifen gilt, in der „Westbanksind sie terroristisch reichlich aktiv.

Die Türkei wies eine Anfrage der USA zurück die Beziehungen mit Israel wieder in Ordnung zu bringen. Israel behindere die Wiederherstellung der Beziehungen zur Türkei. (Das nennt man dann wohl Projektion: Wie verweigern uns, aber ihr seid schuld.)

Montag, 18.03.2013:

Die UNO fordert von Israel (mal wieder?) die Einstellung aller Bautätigkeiten in Judäa und Samaria sowie „Ost“-Jerusalem. Die Forderung entstammt – wie sollte es anders sein? – aus einem Bericht des „Menschenrechts“-Rats. In dem Bericht wurde auch gefordert, dass Israel seine Staatsbürger aus Judäa und Samaria abzuziehen beginnt.

Danny Danon, neuer stellvertretender Verteidigungsminister, befand: Israel hat keinen Friedenspartner.

Aus dem Libanon kommen wieder Meldungen, dass israelische Kampfflugzeuge den Luftraum verletzt haben. Sie sollen vor der Küste nahe der Stadt Naqoura (der südlichsten Stadt des Libanon) Leuchtkugeln abgeschossen haben. Die libanesische Armee bestätigte die Berichte nicht. (Bei den „Leuchtkugeln“ dürfte es sich um Täuschkörper gegen Luftabwehr-Flugkörper gehandelt haben.)

Dienstag, 19.03.2013:

„Nett“: Jordaniens König befindet, Israel müsse „zwischen Apartheid oder Demokratie“ wählen – und das aus einem Apartheidstaat (Juden verboten), der nun überhaupt keine Demokratie ist!

Die PA drängt die Welt, ihr mehr Geld zu schicken und Israel unter Druck zu setzen, dass es in Fatahstan mehr wirtschaftliche Entwicklung gibt. Hm, vielleicht sollten die mal ihre Rechnungen begleichen und weniger in Terrorismus und Hetze stecken, damit die Menschen sich darauf konzentrieren können ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Nachdem die Hamas eine riesige Beerdigung für „Umm Nidal“ Maryam Farhat schmiss, wollte sich Mahmud Abbas natürlich auch nicht lumpen lassen und sang ein Loblied auf die Terror-Mutter und verlieh ihr posthum den höchsten Orden des Terror-Fatahstan, den „Opfer-Orden“. Der Friedenspartner hat wieder sein wahres Gesicht gezeigt, das sie im Westen immer ignorieren.

Mittwoch, 20.03.2013:

Die moderaten Elemente der Hamas: Vermummte Soldatinnen schießen auf Fotos israelischer Führungspersönlichkeiten. Aufschrei? Fehlanzeige. Aber sollte irgendein seltsamer Israeli, der nicht für den Staat steht, auf ein Foto von Haniyeh schießen…

Donnerstag, 21.03.2013:

„Nettes“ aus Terrormullahstan: „Wir werden Tel Aviv und Haifa auslöschen“, ließ das „geistliche Oberhaupt“ des Irans, Ali Chamenei, wissen.

Analyse aus Gaza durch Ismail Haniyeh: Der Besuch Obamas verewigt die Besatzung.

Samstag, 23.03.2013:

Erdoğan kann schon mal Netanyahus Entschuldigung feiern, bei seinen Kumpeln von der Hamas hat das richtig was ausgelöst – die applaudieren ihm für den Sieg über Israel.

Passt doch alles gut zusammen und bringt uns den Frieden:
- Obama sagt: Die Israelis haben in Abbas einen wahren Partner für den Frieden.
- Abbas: Wir haben dieselbe Politik wie die Hamas.
- Hamas: Juden töten ist Anbetung, die uns Allah näher bringt.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2013“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Wieder ein Bericht wie der von Goldstone

6. Februar 2013 um 16:06 | Veröffentlicht in UNO | 1 Kommentar
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Dror Eydar, Israel HaYom, 1. Februar 2013

Fangen wir beim Ende des neuesten Berichts des UNO-Menschenrechtsrats an, der eine Zeitleiste der „israelischen Siedlungen in besetztem palästinensischem Territorium“ bietet. Nun, alles fing 1948 an, als wir unseren Staat auf palästinensischem Land in Verletzung britischer Politik gründeten, wie sie im „Weißbuch“ umrissen wurde, das nur 75.000 Juden die Einreise nach Palästina gestattete. Darüber hinaus hing die Einreise von der Zustimmung der Araber ab. Seit damals annektierten wir Land, siedelten, schänden usw. Das Weißbuch als Ausgangspunkt. Nett, nicht wahr?

Nun, die internationale Definition ist „besetzte Gebiete“ (nicht „besetzte palästinensische Gebiete“), was bedeutet, dass der Besitz des Landes juristisch umstritten ist. Wir argumentieren, dass das land uns gehört, als Teil des historischen Landes Israel, aufgrund dessen, dass es nie zu einem anderen Staat gehörte. Schon in den 1970-er Jahren bewiesen Rechtsexperten, dass wir keine „Besatzer“ sind, weil wir nie Land eroberten, das einem anderen Staat gehörte. Die letzte souveräne Instanz in diesem Land war die britische Mandatsmacht. Die jordanische Besatzung wurde nie offiziell anerkannt und selbst Jordanien gab die Besitzansprüche auf dieses Territorium gegen Ende der 1980-er Jahre auf.

Außerdem sollte die Zeitleiste vor mehr als 3.000 Jahren beginne. Doch selbst, wenn wir 18 Jahrhunderte zurückgehen, stellen wir fest, dass die römischen Herrscher dem Land Israel – oder Judäa – den Namen „Palästina“ in dem Bemühen gaben die Verbindung zwischen den Juden und ihrer Heimat zu durchtrennen. Im siebten Jahrhundert vertrieben muslimische Eroberer einen großen Teil der jüdischen Bevölkerung aus dem Gebiet und konvertierten sie zwangsweise zum Islam. Seit damals war das Land weitgehend öde, bis Ende des 19. Jahrhunderts – der Rückkehr der jüdischen Nation nach Zion. Das Land hatte auf seine wirklichen Söhne und Töchter gewartet und sollte nur unter ihnen aufblühen.

Der UNO-Bericht wird im Mülleimer der Geschichte landen, genauso wie der Goldstone-Bericht. Beide wurden vom Menschenrechtsrat ausgegeben, der seit seiner Gründung bewiesen hat, dass jeder Mensch auf dieser Erde Rechte hat – außer den Juden.

Auf seinem Weg in den Mülleimer wird der Bericht Israel Schaden zufügen, den Terror gegen uns legitimieren und der diplomatischen Lügenkultur eine weitere Schicht hinzufügen.

Genauso wie im Fall Goldstone waren diejenigen, die darin hauptsächlich zu Israels Delegitimierung beitragen, von europäischen Regierungen finanzierte israelische Organisationen, die zu einem großen Teil auch vom New Israel Fund finanziert werden. Der Bericht nutzte umstrittene Daten, die von Organisation wie B’Tselem, Yesh Din, Adalah und natürlich Peace Now zur Verfügung gestellt wurden, um Dutzende Punkte zu belegen. Die Ermittler, die den Bericht zusammenstellten, verließen sich außerdem auf Leitartikel und Kommentare aus einer einzigen journalistischen Quelle. Sie vermuten richtig: Ha’aretz. Ein großartiges Werk empirisch-wissenschaftlicher Forschung.

Israel widersetzt sich dem UNO-„Menschenrechts“-Rat

6. Februar 2013 um 15:26 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Israel, UNO | Hinterlasse einen Kommentar
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Israel hat sich dagegen entschieden eine Überprüfung eines Rats zu erleiden, der Syrien lobt und dessen südlichen Nachbarn dämonisiert.

Anne Bayefsky, Eye on the UN, 29. Januar 2013 (Jerusalem Post)

Nur Tage, nachdem die UNO eine Show zum Holocaust-Gedenktag ablieferte, ist wieder der gewöhnliche Alltag eingekehrt, was die Dämonisierung und der Juden der Gegenwart und die Ermutigung zum Hass gegen sie angeht. In Genf führte das höchste Menschenrechtsgremium der UNO, der Menschenrechtsrat, seine so genannte „Universal Periodic Review“ (UPR, allgemeine regelmäßige Überprüfung) durch und Israel sollte sich am 29. Januar vor das Exekutionskommando begeben, um zuzuhören, wie der Iran die Versäumnisse des „zionistischen Gebildes“ einzeln aufführt. Die größere Tragödie des modernen Antisemitismus ist allerdings, dass die Vereinigten Staaten und fast jede weitere westliche Regierung Israel unter Druck setze dabei mitzumachen – um des Rufs der UNO und des Anscheins der Universalität wegen. Diese Ziele wurde als das übergeordnete Wohl betrachtet.

In der Welt der internationalen Menschenrechte ist der Standartenträger die universale Anwendung der Prinzipien der Menschenrechte. „Wir, die Völker der Vereinten Nationen“, heißt es in der UN-Charta, „beteuern Glauben … an die gleichen Rechte … großer wie kleiner Staaten.“ Daher schuf der UNO-Menschenrechts-„Rat“, in dem verzweifelten Bemühen die menschenrechtliche Glaubwürdigkeit der UNO zu reparieren nachdem Libyen zum Vorsitzenden der Menschenrechts-„Kommission“ gewählt wurde, die stark hinausposaunte UPR. Alle 193 UNO-Mitglieder werden derselben Prozedur unterzogen – Staaten wie Syrien und die USA zum Beispiel.

Während der UPR tauchen Repräsentanten des Landes in Genf auf, während Diplomaten anderer Staaten sich daran begeben die Menschenrechtsbilanz des Landes zu kommentieren und Empfehlungen abzugeben. Da ein Land diese Empfehlungen „annehmen“ oder „zurückweisen“ kann, liegt es in seinem Interesse freundlich gesinnte Teilnehmer zu organisieren – eine unredliche Rolle, die nur von Schurkenstaaten bereitwillig übernommen wird. Am Ende dankt der Rat dem betreffenden Land, unabhängig von den von seinen Repräsentanten gemachten Äußerungen, den zurückgewiesenen Empfehlungen oder der tatsächlichen Menschenrechtsbilanz.

Hier daher, wie die UPR-Radierer die Straße der Verbrechen gegen die Menschheit in Syrien traf. Am 7. Oktober 2011 nahmen der stellvertretende syrische Minister für äußere Angelegenheiten und seine Entourage ihre Plätze in der Ratskammer ein. Und dann sagten die Kubaner: „Die syrische Regierung arbeitet für die Menschenrechte seiner Bürger.“ Die Nordkoreaner sagten: „Wir loben Syrien für seine Bemühungen die Sicherheit und Stabilität zu erhalten.“ Die Iraner sagten: „Wir würdigen die Bemühungen der Regierung Syriens die Menschenrechte zu fördern und zu schützen.“ Ditto vom Sudan, Nicaragua, Venezuela, Algerien, den Libanon, China, Simbabwe, Burma/Myanmar uswl.

Vier Tage später berichtete Mexiko im Auftrag der drei Länder, die mit der Zusammenstellung der Empfehlungen beauftragt war, an den Rat: „Syrien erhielt insgesamt 179 Empfehlungen… Es ist mit ein Vergnügen Sie zu informieren, dass 98 Empfehlungen angenommen und 26 in Erwägung gezogen wurden.“ Zu den Empfehlungen, die „nicht die Unterstützung“ durch Syrien „genossen“, waren „sofortige Beendigung der Angriffe auf friedliche Demonstranten und die Gewalttäter zur Rechenschaft ziehen“, „die geheimen Arreste beenden“ und „Journalisten freie Ausübung ihres Berufs erlauben“. Am Ende dieser Veranstaltung der UPR wandte sich der Vorsitzende des Rats Syrien zu und unterschrieb mit: „Ich danke Ihnen und Ihrer Delegation für Ihre Teilnahme an der UPR.“

Damals gab es 2.600 Tote syrische Bürger durch die Hand der eigenen Regierung. Und Assad verstand die Botschaft zu den lauteren Absichten der UNO.

Der nächste und letzte Abschnitt der UPR fand am 15. März 2012 in Genf statt – zu einer Zeit, zu der es schon 11.000 Tote gab. Bei dieser Gelegenheit verabschiedete der Rat formell das so genannte „Ergebnis“ der UPR – ein Bericht, der keine Erkenntnisse und keine Entscheidung zu Handeln enthält. Es wurde ohne Kommentar durch den Vorsitzenden mit diesen Worten durchgewunken: „Darf ich nun vorschlagen, dass der Rat die Entscheidung zum Ausgang der Universal Periodic Review für Syrien übernimmt? Ich sehe keine Gegenstimme.“

Inzwischen gibt es in Syrien mehr als 60.000 Tote.

Dennoch ist unglaublicherweise jetzt der enorme Druck, der auf Israel niedergeht, nach diesen Regeln zu spielen, für die Glaubwürdigkeit der UPR aufgewandt worden. Es ist der jüdische Staat, der für das Kartenhaus der UNO eine Bedrohung darstellt.

Das ist es, worum es beim modernen Antisemitismus in dieser Welt der internationalen Angelegenheit in Wirklichkeit geht. Israels Bereitschaft den Mangel an universaler Anwendung von Standards offenzulegen, seine Weigerung mit einem vorsortierten Stapel Karten zu spielen, sein stures Bestehen darauf, dass es nicht still in diese gute Nacht geht, ist an sich schon ein Affront – eine Verletzung der Regeln eines Clubs, von dem die Juden die ganze Geschichte hindurch ausgeschlossen worden sind.

Die Diskriminierung Israels durch das UNO-Menschenrechtssystem ist nicht schwer festzustellen. Der UNO-Menschenrechtsrat hat eine permanente Agenda von 10 Punkten, von denen einer für die Verurteilung Israels und einer für Überlegungen für alle anderen 192 UNO-Mitglieder reserviert ist. Fast 40 Prozent aller Resolutionen des Rats, mit denen bestimmte Länder verurteilt werden, haben sich ausschließlich gegen Israel gerichtet. Es hat mehr Sondersitzungen zu Israel gegeben als zu jedem anderen Land. Israel ist der einzige UNO-Staat, der von voller Mitgliedschaft in einer der Regionalgruppen der UNO ausgeschlossen ist, in denen Schlüsselverhandlungen und Informationsaustausch stattfinden.

Das offizielle UNO-Dokument mit dem Titel „summary of stakeholder submisseions“ (Zusammenfassung der Eingaben der Mitglieder), das Israels UPR antreiben sollte, enthält Vorwürfe von NGOs, die gegen „den jüdischen Charakter des Staates“ Einspruch erheben und fordern, dassa „fünf Millionen Palästinenser“ nach Israel „zurückkehren“ sollten, um den Deal abzuschließen.

Und dann sind da all die fabrizierten, von Hass erfüllten Untersuchungen und Berichte des Rats, die regelmäßig nach jedem Versuch Israels sich zu verteidigen produziert werden, vom berüchtigten „Goldstone-Bericht“ – der später von seinem Namensgeber widerrufen wurde – bis hin zu Flottillen-Berichten, die behaupten türkische Terroristen seien Menschenfreunde.

Nachdem letztes Jahr eine weitere Untersuchung zu Siedlungen vom Rat initiiert wurde, sagte Israel „es reicht“; es würde nicht weiter mit dem Rat kooperieren, was zur Folge hatte, dass es an der aktuellen UPR-Sitzung nicht teilnahm. Seine Abwesenheit dort am Dienstag ist das erste Mal, dass jemand sich nicht darum schert, dass die Aufhetzung in Abwesenheit seines Landes stattfinden könnte. Die machen sich jetzt sorgen? Jemand könnte bemerken, dass es im UNO-Menschenrechtsrat nicht wirklich um die universale Anwendung der Menschenrechte geht?

Wenn es Präsident Obama und seiner neuen Administration wirklich ernst wäre mit Führung, dann hätten sie einfach ihren Kollegen im Rat sagen können, sie sollten die Regeln ändern, denn wahre Gleichberechtigung kann nicht auf der Ungleichbehandlung einiger weniger hergestellt werden. Weil die Diskriminierung und Dämonisierung des jüdischen Staates kein isolierbarer Fehler ist, sondern die Grundlage der Menschenrechte und der Vereinten Nationen zersetzt. Weil die Straße zur Hölle mit den Schreien der Bedeutungslosen, der Randständigen und der Belanglosen gepflastert ist. Stattdessen flehten amerikanische Diplomaten über ihre UNO-Botschafterin in Genf, Eileen Donahoe, Israel letzte Woche öffentlich an schön mitzuspielen.

Da nach den israelischen Wahlen immer noch die Entscheidungsträger geklärt werden müssen und die westlichen Länder wegen der anstehenden Entkleidung des Kaisers zum Schlaganfall neigen, ist jetzt kurzfristig ein Aufschub eingetreten. Langfristig wird es jedoch keinen Mittelweg geben.

Israel wird zweifelsohne weiterhin von der US-Administration drangsaliert werden, doch es gibt eine Antwort. Auch Israel ist für Allgemeingültigkeit. Also können diejenigen, denen es mit den Grundlagen ernst ist, zwei prozedurale, eindeutig diskriminierende Regeln ändern. Der Menschenrechtsrat kann seine Agenda so ändern, dass es einen Punkt für alle 193 UNO-Mitglieder gibt und die westliche Regionalgruppe kann Israel als Vollmitglied zu seinen Ratstreffen in Genf zulassen. Alternativ kann der „Menschenrechts“-Rat weiter machen wie bisher und jedes Mitglied wird aufgefordert seine Unterstützung für diesen Vertreter des modernen Antisemitismus zu rechtfertigen.

Deutschland verspricht Diktaturen “keine Konfrontation”, um in den UNHRC zu kommen

12. November 2012 um 15:27 | Veröffentlicht in Deutschland, UNO | Hinterlasse einen Kommentar
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Hillel Neuer, UN Watch, 11. November 2012

Wie absurd ist das denn? Es scheint so, als wären unsere Demokratien, damit Deutschland, Schweden, Irland, Griechenland und die USA einen von drei dem Westen zugeteilten Sitzen im UN-Menschenrechtsrat bekommen, dazu verpflichtet vor den schlimmsten Diktaturen der Welt auf die Knie zu fallen.

Jeder Kandidat braucht mindestens 97 Ja-Stimmen bei der morgigen Abstimmung der UNO-Vollversammlung; die drei mit den meisten Stimmen gewinnen. (Die Einzelheiten stehen in den UN Watch-Nachrichten.)

Weil es so viele Nicht-Demokratien und Tyranneien unter den 193 abstimmenden Ländern gibt, versprechen Kandidaten wie Deutschland den widerlichen Rechtsverletzern praktisch einen Freifahrtschein, verewigen die gestörte Funktion des Rats als zahnlose Quatschbude und proklamieren, dass westliche Demokratien nicht besser sind als alle anderen auch.

Hier das erfahren wir von AFP:

Die neue Bedeutung des in Genf ansässigen Rats war anhand des verstärkten Werbens um Sitze zu sehen. Deutschland schickte diese Woche Außenminister Guido Westerwelle nach New York, um den Anspruch seines Landes anzumelden.

„Die Menschenrechte sind für uns eine echtes Schlüsselthema“, sagte Westerwelle beim einem Empfang für UNO-Botschafter. Insbesondere versprach er den Abstimmenden:

Der Menschenrechtsrat sollte kein Schauplatz für „dramatische Anschuldigungen“ sein, fügte der Minister an.

Wer hat denn behauptet, er sei ein solcher? Im Gegenteil, abgesehen von seiner Besessenheit von Israel besteht das wahre Problem des Rats darin, dass er nicht auch nur ein einziges Wort gegen so unappetitliche Rechtsübertreter wie China, Kuba, Russland, Saudi-Arabien, Simbabwe von sich gibt – alles Länder, die niemals auch nur einer einzigen Resolution unterzogen wurden. Das Problem ist damit das Fehlen jeglicher Vorwürfe, nicht eines von „dramatischen Anschuldigungen“.

Westerwelle fuhr fort:

Entwickelte Länder haben kein Monopol darauf die Menschenrechte zu schützen.

Übersetzung: Wir im Westen sind genauso Unterdrücker wie alle anderen auch. Also noch einmal: Macht euch keine Sorgen. Eine Stimme für Deutschland im Rat ist eine Stimme zur Abschirmung eures Regimes.

Da einer der Konkurrenten Deutschlands die USA sind – ein führendes Land in dem Versuch die Missbraucher (wenn auch nur eine Hand voll davon) öffentlich anzuprangern – könnte das ein Weg sein Berlin von Washington zu unterschieden, um in den Augen der zahlreichen Abstimmenden aus der sich entwickelnden Welt Gunst zu erlangen.

Und schließlich, sollte es nicht klar geworden sein, erklärt Außenminister Westerwelle Deutschlands Politik:

„Wir wollen als Brückenbauer agieren. Zusammenarbeit, nicht Konfrontation ist das Motto, das unser Handeln leitet.“

Ah, ein „Brückenbauer“. In Genf ein Begriff, der das Appeasement von Diktatoren bedeutet. Mit genau derselben Logik rechtfertigte die EU, dass Libyen zum Vorsitzenden der alten, diskreditierten Menschenrechtskommission gewählt wurde. Wie 2003 berichtet, wollte Europa „Afrika und die anderen Entwicklungsländer nicht verprellen“ und „die Arbeit der Kommission untergraben“. Gaddafis Sprecher dankte den Helfern Libyens gebührend, einschließlich den „europäischen Staaten und besonders Frankreich, Italien und Großbritannien“.

So viel zu jeglicher Hoffnung, dass die Europäische Union auch nur versuchen wird eine ernsthafte Reform des höchsten Menschenrechtsgremiums der UNO zu unternehmen oder zu versuchen es dazu zu bringen systematisch die schlimmsten Menschenrechtsverletzer der Welt zu thematisieren.

Die Deutsche Welle hilft Westerwelle. In diesem Bericht [Deutsch hier], unterscheidet sich von den englischen Formulierungen!] zitiert Deutschlands staatlich finanzierter Radiosender das staatlich finanzierte Deutsche Institut für Menschenrechte über den Vorschlag, warum Deutschland für einen Sitz qualifiziert ist.

Schön. Aber beachten Sie, was dort betont wird:

Deutschland hat sich für Grundrechte stark gemacht, darunter das Recht auf Wohnen und das Recht auf Wasser und Sanitärversorgung.“ Diese Erfolgsgeschichte, glaubt [Direktorin] Beate Rudolf, ist ein gutes Argument für Deutschlands Wahl in den UNO-Menschenrechtsrat.

Wohnung und Wasser sind für Millionen echte Probleme. Doch es gibt Dutzende andere UNO-Organisationen, die dafür verantwortlich sind und die Budgets dafür, daran zu arbeiten.

Doch außer dem Menschenrechtsrat hat die UNO keine speziellen Organisationen, die das Mandat haben die individuellen Freiheiten auf Rede, Presse, Religion, Versammlung usw. hochhalten.

Die Diktatoren wollen die Diskussion darüber einschränken, dass der Westen ihren Kleptokratien weiter Millionen an Hilfen schicken muss.

Und um gewählt zu werden, scheint es so, dass Deutschland – und Schweden, Irland, Griechenland und die USA? – bereit ist mitzuspielen.

UNO-Reaktionen zum Terroranschlag auf israelische Touristen in Bulgarien

19. Juli 2012 um 10:07 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Europa+Nahost, Terroranschläge, Terrorismus, UNO | 6 Kommentare
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UN Watch, 18. Juli 2012

Ein Bus mit israelischen Touristen explodierte heute am bulgarischen Flughafen Burgas; sieben Personen wurden getötet, mindestens 30 weitere verletzt.

Ein UNO-Sprecher sagte, Generalsekretär Ban Ki-moon verurteilte den Anschlag „mit den stärkstmöglichen Worten“. Fakt ist aber, dass die Wortwahl im Vergleich zu seinen Äußerungen zu Bombenanschlägen auf Kirchen in Kenia vor zwei Wochen schwach war. In diesem Fall sprach Herr Ban richtigerweise von „Terror“-Anschlägen, „verwerflich und kriminell“; er sagte, die Täter „müssen zur Rechenschaft gezogen werden“. Heute jedoch sprach er nur von dem tödlichen „Bombenanschlag“ auf Israelis – unter deutlicher Vermeidung ich als Terrorismus zu beschreiben – und er rief nicht dazu auf die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. UN Watch drängte Herrn Ban seine Haltung klarzustellen und tatsächlich die stärkstmöglichen Worte zur Verurteilung des heutigen Terroranschlags zu benutzen.

Die UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay schweigt weiter zum heutigen Anschlag. Im Gegensatz dazu gab Pillay nur Stunden nach dem Vorfall mit der Gaza-Flottille ihrer Empörung Ausdruck und verurteilte Israel. In der Top-Story auf der Internetseite ihres Büros werden stattdessen westliche Staaten dafür kritisiert, wie sie Terrorismus bekämpfen; Amerika wird beschuldigt „gefährliche“ Gesetze zu haben, die angemessene Verfahren verletzen. Unterstützt von einer Facebook-Kampagne, die großen Zulauf hat, forderte UN Watch die Hochkommissarin auf im Namen von Terroropfern den Mund aufzumachen, die grausamen Morde von heute in Bulgarien zu verurteilen und ihre Mitarbeiter anzuweisen die Täter zu ermitteln und sie für die Verbrechen in vollem Umfang zur Verantwortung zu ziehen.

Der aus 47 Nationen bestehende Menschenrechtsrat der UNO schweigt ebenfalls. Im Gegensatz dazu verlor er 2004 keine Zeit und berief eine Dringlichkeitssitzung ein, um den Hamas-Terrorführer Scheik Ahmed Yassin zu preisen und Israel zu verurteilen. Derzeit ist der Rat mit einer weiteren „Fact finding-Mission“ zu angeblichen israelischen Menschenrechtsverletzungen beschäftigt. Der Rat hat nie eine Ermittlung zu Terrorismus oder Raketenangriffen gegen Israelis in Auftrag gegeben.

Gaza erhält Besuch aus dem Jemen und vom UNO-Menschenrechtsrat

18. Juli 2012 um 15:33 | Veröffentlicht in Palästinenser, UNO | Hinterlasse einen Kommentar
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Elder of Ziyon, 16. Juli 2012

Von der Internetseite der Al-Qassam-Brigaden:

Gaza-Premier Ismail Haniyeh hat bestätigt, dass die israelische Besatzung an Kraft verliert und ihre Strategie im Gazastreifen fehlgeschlagen ist.

Haniyeh sprach am Sonntag zu einer jemenitischen Volksdelegation, die zu Besuch kam; er sagte, das palästinensische Volk sei entschlossener denn je sein Land wiederherzustellen und die Flüchtlinge in ihre Heimat zurückzubringen.

Er sagte, Israel würde nicht in der Lage sein mehr Land zu besetzen, sondern stattdessen weiter seinem verhängnisvollen Ende entgegen sinken; er betonte, es gäbe keine Zukunft für Besatzung auf dem Land Palästina.

Der Premier bejubelte die jemenitische Delegation, indem er sagte, deren Besuch beweise, dass das palästinensische Volk im Feld der Konfrontation der Belagerung nicht alleine sei.

Der Leiter der jemenitischen Delegation seinerseits bestätigte, dass sein Land nicht mit den eigenen Problemen weit entfernt von Palästina beschäftigt sein würde; man werde die palästinensische Sache weiter unterstützen.

Der Artikel macht recht deutlich, dass die Hamas „Besatzung“ als „ganz Israel“ definiert.

Aber nehmen Sie zur Kenntnis, dass die jemenitische Delegation – die aus einem Land kommt, das gegen die Al-Qaida um sein Leben kämpft und sich einer riesigen humanitären Krise gegenüber sieht, da Hundertausende Kids buchstäblich zu Tode verhungern – weiter sagt, den Hamas-Terrorgruppen zu helfen sei für sie Priorität.

Denn was ist wichtiger – verhungernden Kindern im eigenen Land zu helfen oder diesen „verhungernden“ Gazanern am Strand zu helfen?

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Doch das waren gestern nicht die einzigen Besucher in Gaza.

Die großartige Organisation UNO schickte Vertreter ihres „Menschenrechtsrats“ nach Gaza:

Eine Delegation des Büros der UNO-Menschenrechtkommissarin traf am Samstagabend im Gazastreifen an; sie reiste über den ägyptischen Rafah-Übergang ein, hieß es in ägyptischen Medien.

Die elfköpfige Delegation wird Israels Verletzung der Menschenrechte in der Küstenenklave diskutieren, gab die ägyptische Middle East News Agency an.

Es gibt im Gazastreifen nicht wenige Menschen, die der UNO eifrig über Israel berichten wollen – gestern verbrachte das Al-Mezan Center Stunden damit Hunderte angeblicher israelischer Verbrechen in allen Einzelheiten zu schildern – aber man wird niemanden finden, der ein Wort gegen die Terrororganisation zu sagen bereit ist, die den Gazastreifen tatsächlich besetzt.

Der UNHRC schickte keine Delegationen nach Jordanien oder Ägypten oder in den Libanon und schon gar nicht nach Syrien. Den für beide Delegationen ist es verdammt viel einfacher Israel wegen aller Probleme der Welt zu beschuldigen, als tatsächlich zu versuchen sie zu lösen.

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