Völkermord – was ist nötig?

30. April 2009 um 21:50 | Veröffentlicht in Geschichte, Lesen!, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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Itamar Marcus von Palestinian Media Watch hat reichlich Erfahrung mit antijüdischer Hetze, da er sie seit Jahren in den palästinensischen Medien beobachtet und offen legt. Er hat eine kleine Analyse über allgemeingültige Probleme bei der Durchführung eines Völkermords geschrieben, die es nicht nur für den an Juden gibt. Von diesen greift er auf den Antisemitismus zurück, der nicht nur von der „extremistischen“ Hamas, sondern auch von der „moderaten“ Fatah/PA ausgeht.

Die deutsche Übersetzung des Textes von Itamar ist auf den Nahost-Infos zu lesen.

Die Arabische Liga stützt den Völkermord in Darfur

11. April 2009 um 12:20 | Veröffentlicht in Araber, USA | Hinterlasse einen Kommentar
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Robert Spencer, Human Events, 8. April 2009

Völkermord in Darfur? Entspannt euch! Auf dem Gipfel letzte Woch ein Qatar wies die Arabische Liga die Anklage des sudanesischen Präsidenten Omar al-Baschir wegen Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen entschieden zurück. „Wir betonen unsere Solidarität mit dem Sudan und unsere Ablehnung und Zurückweisung der vom internationalen Gerichtshof ausgestellten Entscheidung“, besagte das Kommuniqué der Arabischen Liga.

Es lohnt zu untersuchen, mit wem genau die Arabische Liga da ihre Solidarität bekundet. Al-Baschir hat den völkermörderische Feldzug der von der Regierung gestützten Janjawid-Milizen in der Region Darfur im westlichen Sudan beaufsichtigt, bei dem 400,000 Menschen getötet und mehr als 2.500.000 obdachlos gemacht wurden. 2004 sagte der humanitäre UN-Koordinator für den Sudan, die Lage in Darfur sei „die größte humanitäre Krise der Welt“.

Drei Jahre später berichtete eine Mission des UN-Menschenrechtsrats „grobe Verletzungen von Menschenrechten und schwer wiegende Brüche des Menschenrechts in der Region“ und rief die sudanesische Regierung auf „ihren Verpflichtungen unter den internationalen Menschenrechten und dem humanitären Recht zu entsprechen“. Ein Bericht der UN-Hochkommissarin für Menschenrechte aus dem Jahr 2008 besagte: „Das Ausmaß der Zerstörung legt nahe, dass der Schaden absichtlich verursacht wurde und integraler Bestandteil der Militärstrategie ist.“ ICC-Ankläger Luis Moreno-Ocampo sagte, Al-Baschir habe die Regierungstruppen angewiesen „keine Verwundeten oder Gefangenen zu machen. Er wollte Völkermord begehen.“

Aber statt den Völkermord in Darfur zu verurteilen und Al-Baschir zur Verantwortung zu ziehen, wie man es von den Anhängern der gepriesenen Religion des Friedens erwarten sollte, hat die Arabische Liga die Reihen um ihn geschlossen. Und nicht nur die Arabische Liga: Der syrische Außenminister Walid al-Moallem erklärte: „Von uns allen wird verlangt, dass wir uns hinter unsere Brüder im Sudan ihre Führung stellen, um die Gefahren abzuwehren, die Auswirkungen auf unsere kollektive Sicherheit haben.“ Wessen kollektive Sicherheit? Die der islamischen Welt: Die 57 Regierungen umfassende Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) nannte den Haftbefehl des ICC „ungerechtfertigt und inakzeptabel“. Der Sprecher des iranischen Parlaments, Ali Larijani, sagte, der Haftbefehl sei nichts als eine „Verschwörung gegen den Islam“. Als Schlag gegen Obama fügte er hinzu: „Wir betrachten den Haftbefehl als politische Beleidigung der Muslime. Was wir von den Veränderungen in der US-Administration erwarteten, war, dass wir nicht mehr Zeugen solcher Haltungen sein würden.“

Al-Baschir selbst würde zustimmen. Schon 2004 behauptete er: „Die internationale Besorgnis um die Darfur-Frage zielt gegen den Status des Islam im Sudan.“

Es ist beunruhigend genug, dass die Arabische Liga und ihre muslimischen Verbündeten die islamische Solidarität höher zu schätzen scheinen als einen Kriminellen der Gerechtigkeit zuzuführen; aber die Behauptung, dass gegen den Völkermord in Darfur zu sein ein Angriff auf den Islam sei, sollte der Obama-Administration zu denken geben. Während seiner Reise in die Türkei in dieser Woche wiederholte Obama, dass die USA „breites Engagement“ mit der islamische Welt anstrebten, „das sich auf gegenseitigen Interessen und gegenseitigem Respekt gründet“.

Es wäre wichtig, er würde die Frage überdenken, was in diesem Zusammenhang „Respekt“ heißt, wenn sich gegen Massenmord auszusprechen als Akt der Respektlosigkeit betrachtet wird. Al-Baschir hat wiederholt den Westen kritisiert; 2007 sagte er: „Westliche Nationen haben keine Ethik und Moral und wir werden sie zu ihnen exportieren.“ Er manifestierte einmal mehr seine Vorliebe für die Auslöschung von Völkern, als er hinzufügte: „Diese Länder sind politisch, militärisch und wirtschaftlich stark. Wir sind stark durch unsere Werte und wir warten auf Allahs Versprechen sie Auszulöschen.“

Statt sich auf Respekt zu konzentrieren, würde Obama den zu Opfern gemachten Muslimen in Darfur einen besseren Dienst leisten, wenn er sich auf Gerechtigkeit konzentrierte. Er hat in der Türkei erklärt: „Die USA sind nicht und werden nie mit dem Islam im Krieg liegen.“ Aber wenn große muslimische Organisationen es so sehen, dass die Verteidigung der grundlegenden Menschenrechte einen Krieg gegen den Islam darstellt, was wird Obama sagen?

Bisher hat er nichts dazu gesagt. Aber der Unwille der Arabischen Liga Al-Baschir entgegenzutreten und gegen den Völkermord im Darfur zu sein kann nichts Gutes bringen, nicht nur für die Völker in Darfur, sondern auch für die immense Wette, die Obama eingegangen ist – seine Hoffnung, dass er dadurch, dass er der islamischen Welt mit Respekt entgegentritt, dieser Respekt erwidert wird. Die Vielen, die weiterhin in Darfur abgeschlachtet werden, deren Tod von muslimischen Führern im Namen der islamische Solidarität unbemerkt und unbetrauert bleibt, geben Zeugnis, wie hohl und naiv diese Hoffnung ist.

Sorry, aber die alten Wochenrekorde sind noch gültig

6. März 2008 um 21:47 | Veröffentlicht in Araber, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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Elder of Ziyon, 4. März 2008

Arab News hat ihrem nie enden wollenden Trachten danach, die meistmöglichen Unwahrheiten in ihren antiisraelischen Kommentaren unterbringen zu wollen, heute eine weitere aufgebracht:

Einmal mehr brechen das palästinensische Leiden und die Todesopfer in den von Israel seit 1967 besetzten Gebieten Rekorde.

Es scheint so, dass Arab News die rund 110 getöteten palästinensischen Araber seit dem letzten Mittwoch als einer Art Rekord an Toten innerhalb einer Woche betrachten.

Natürlich wollen sie sich nicht daran erinnern, dass dieser besondere Rekord den palästinensischen Arabern selbst gehört, die es in den sieben Tagen vom 10. bis 16. Juni 2007 schafften 148 von ihren eigenen Leuten zu töten.

Wenn also Israels Tun ein „Holocaust“ ist – das Wort, das derzeit in arabischen Medien universell benutzt wird, um die Ereignisse der vergangenen Woche zu beschreiben – dann müssen Hamas und Fatah des Völkerselbstmordes schuldig sein.

Selbst Arab News weiß genug, um die Vorstellung des pal-arabischen Leidens auf „in den Gebieten“ zu beschränken, was ihnen erlaubt die derzeitigen israelischen Handlungen nicht mit, sagen wir, dem Schwarzen September von 1970 zu vergleichen, als 3400 palästinensische Araber von Jordaniern innerhalb von elf Tagen getötet wurden. Oder gar dem 18. Januar 1976, als libanesische Christen 1.000 libanesische und palästinensische Muslime an einem einzigen Tag töteten.

Ist der Tod von etwa 75 Terroristen und 35 Zivilisten im Verlauf von sieben Tagen (meine auf der Listung der Todesumstände von PCHR basierende Schätzung) schlimmer als die Ausweisung von 400.000 palästinensischen Arabern aus Kuwait 1991ebenfalls innerhalb einer einzigen Woche? Immerhin: Wenn Ausweisung als „ethnische Säuberung“ und gleich bedeutend mit Völkermord angesehenw ird – was die arabische Definition ist, die auf Israel angewendet wird – dann müsste Kuwait den Preis gewinnen.

Es ist hart einen Vergleich anzustellen, was die schlimmste Woche der palästinensisch-arabischen Geschichte gewesen ist, aber eins dürfte klar sein: Wie immer man sie dreht und wendet, kommt die letzte Woche dem nicht einmal nahe.

Was die arabischen Medien niemals zugeben würden.

Eine richtig langsame ethnische Säuberung

3. Februar 2008 um 10:48 | Veröffentlicht in Araber, die Welt+Nahost, Israel, Medien+Nahost, Palästinenser | 1 Kommentar
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Elder of Ziyon, 30. Januar 2008

Eines der Mantras der arabischen Welt und ihrer linken nützlichen Idioten ist: Israel unternimmt „ethnische Säuberungen“ palästinensischer Araber oder Araber überhaupt. Der Gazastreifen wird immer als bestes Beispiel für israelischen Völkermord/ethnische Säuberungen herausgekramt.

Ein beständiges Thema dieser Propagandisten und Debilen ist ihre entschiedene Überzeugung, dass Israel den gesamten Grenzdurchbruch in Rafah plante, um Hunderttausende Gazaner dazu zu bringen den Streifen zu verlassen – und dann wollte Israel die Mauer wieder schließen und sie in Ägypten ausgesperrt bleiben lassen. Ein Beispiel der linksextremen Pacific Free Press von letzter Woche:

So gingen die fliehende Palästinenser einfach in eine Falle. Aus freiem Willen sind sie jetzt nach Ägypten verbannt. Wir müssen abwarten und sehen, wie vielen von ihnen die Rückkehr erlaubt wird.

Genauso steht ein Kolumnist der Palestine Press heute vor einem Rätsel: warum genau Israel seinen schändlichen – und soooo offensichtlichen – Plan nicht durchführte.

Aber selbst ohne diesen rauchenden Colt gibt es keinen Mangel an mentalen Zwergen, die Gefallen an ihrem neuesten Mode-Slogan haben: „Zeitlupen-Völkermord“ im Gazastreifen. Ein paar brandfrische Beispiele:

Uruknet: „Es gibt keinen Zweifel, dass Israel einen Zeitlupen-Völkermord im Gazastreifen herbeiführt.“
Al-Ahram: „Samira Al-halayka, ein Hamas-Mitglied des palästinensischen Legislativrats (eine von zwei Hamas-Abgeordneten – beides Frauen – die noch nicht von Israel festgenommen wurden) forderte die Araber und Muslime in der ganzen Welt auf offensiv gegen den ‚Zeitlupen-Völkermord’ im Gazastreifen zu vorzugehen.“
Dissident Voice: „Der Zionismus ist unwiderlegbar rassistisch. Der Beweis ist die Enteignung und der Zeitlupen-Völkermord, den Israel gegen die Palästinenser im Nahen Osten führt.“

Schauen wir uns die Zahlen an!

Nach Angaben des CIA Factbook gibt es im Gazastreifen 1.482.405 Menschen. Die Sterberate beträgt 3,74 Tote auf 1.000 Einwohner; die Geburtenrate beträgt 38,9 Geburten pro 1.000 Einwohner.

Das bedeutet, dass man für dieses Jahr erwarten kann, dass etwa 5.500 Gazaner sterben und mehr als 57.000 geboren werden.

Im Ergebnis würden sogar dann, wenn dieses Jahr 50.000 zusätzliche Menschen des Gazastreifens sterben würden – das Zehnfache der normalen Rate – seine Bevölkerungszahl nächstes Jahr immer noch höher wäre.

Um so viele Araber zu töten müsste Israel Methoden anwenden, wie wir sie von anderen kennen: Syrien oder Saddams Irak oder Jordanien oder dem Iran oder Ägypten (mit dem netten Chemiewaffen-Touch im Jemen) oder…

Nee, wenn es darum geht Araber zu töten, spielt Israel in einer viel niedrigeren Liga.

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