Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (23.-29.12.2012)

29. Dezember 2012 um 23:22 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Israel, Nahost-Konflikt | Hinterlasse einen Kommentar
Schlagwörter: , , , , , , , , ,

Sonntag, 23.12.2012:

Ein Hamas-Offizieller verkündete auf der Al-Qassam-Website (wen wundert das?), „Fakten und Geschichte würden beweisen, dass die „Klagemauer“ nicht jüdisch ist. Wunderbar, das war bestimmt einer aus den „moderaten Elementen der Hamas“ von Frau Roth…

Montag, 24.12.2012:

Eine internationale Parlamentariergruppe besucht den Gazastreifen, die „Westbank“ und Israel. Knessetpräsident Reuven Rivlin kritisierte die Abgeordneten wegen ihres Besuchs im Gazastreifen, weil das die international als Terrorgruppe gebrandmarkte Hamas aufwertet. In der Knesset werden die Parlamentarier nicht empfangen werden; Einzeltreffen mit israelischen Abgeordneten werden untersagt. Die internationalen Abgeordneten – zu denen z.B. auch der offene Israelhasser (-„kritiker“) Lord Frank Judd gehört – behaupten, sie müssten sich mit Parlamentariern aus beiden Regionen der PA treffen und es gäbe keine formellen Treffen mit der Hamas. (Das stellt die Terroristen natürlich ins Abseits, vor allem wenn Hamas-Abgeordnete an den Treffen teilnehmen, nicht wahr?)

Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Fuad Twal, feierte in seiner Vorweihnachtspredigt die „Geburt Palästinas“.

Dienstag, 25.12.2012:

Aus dem Streichelzoo von Anatot in der Region Binyamin („Westbank“) werden immer wieder Ziegen gestohlen; Freitag waren es 11, Montag 6. Dazu müssen die Diebe den Zaun der Gemeinde zerstören.

Mahmud Abbas bei der Christmette in Bethlehem  (was hat der da verloren???): Israel und die Palästinenser müssen sich an das internationale Recht halten (Israel tut das, warum er nicht?) und dafür müsse Israel mit der Bautätigkeit in Jerusalem aufhören. (Israel bietet seit Jahren Gespräche ohne Vorbedingungen an, die von Abbas abgelehnt werden.)

Mittwoch, 26.12.2012:

Bildungskonferenz im Gazastreifen, Ismail Haniyeh: „Israel ist ein Krebsgeschwür, das entfernt werden muss.“ Die Lehrer des Gazastreifens forderte er auf, „eine Generation aufzuziehen, die kämpfen und die Palästinenser von der Besatzung befreien wird“.

Ein anderer Hamas-Offizieller forderte die Araber zu bewaffnetem Widerstand auf: der Bau des Dritten Tempels solle (mit Terror) verhindert werden. Hm, die Baupläne sehen Wohnungen vor – und keine davon auf dem Tempelberg…)

Marwan Barghouti konnte wieder einmal aus dem Gefängnis getönt: Er wird einmal Palästinenserpräsident und das „Rückkehrrecht“ ist heilig.

Donnerstag, 27.12.2012:

Als Reaktion auf die UNO-Entscheidung vom November hat Israel den VIP-Status für eine ganze Reihe PA-arabischer Wichtigtuer zurückgezogen. Das heißt, dass z.B. Nabil Sha’ath demnächst in der Schlange anstellen muss, wenn er nach Israel will.

Der britische Minister für den Nahen Osten, Alistair Burt, bewies, dass er keine Ahnung von den Genfer Konventionen hat und giftete gegen Israel. Dafür pries er den Terrorfürsten Mahmud Abbas für dessen „gemäßigte Reaktion auf israelische Provokationen“.

Samstag, 29.12.2012:

Nabil al-Arabi, Chef der Arabischen Liga, war in Ramallah, um mit Mahmud Abbas zu konferieren. Er befand, die Gleichung in den Verhandlungen mit Israel müsse geändert werden. „Wir können nicht dieselben Schritte immer wieder tun, die wir seit 20 Jahren tun. Diese Schritte verschwenden Zeit und führen zur weiteren Expansion Israels.“ Welche Expansion, müsste er noch sagen, aber heißt es bei uns nicht immer, die Zeit sei gegen Israel?

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2012“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Waffenstillstand? (11.-14.2.)

14. Februar 2009 um 22:51 | Veröffentlicht in kurz notiert, Nahost-Konflikt | 1 Kommentar
Schlagwörter: , , ,

Mittwochnachmittag schlägt eine Mörsergranate in der Region Eshkol ein.

In den letzten Tagen hat es mehrere Angriffe der Terroristen gegeben. Die IDF hat einmal zurückgeschlagen. Das ist etwas unverhältnismäßig. Weil aber ein Terrorist dabei seinen 72 Jungfrauen zugeführt wurde, finden die Terroristen-Groupies wohl wieder, dass die Unverhältnismäßigkeit zugunsten der Terroristen gesehen werden und Israel mal wieder verleumdet werden muss.

Donnerstag antwortet die IDF auf die Mörsergranate von gestern: Die Gegenschläge wurden abgebrochen. Diese Antwort stellt die IDF in ihrem Blog dar – aber irgendwie kann ich mich, wie Aussie Dave auch, des Eindrucks nicht erwehren, dass sich das ziemlich lächerlich liest.

Der Freitag beginnt wieder mit einer Qassam. Der folgen dann zwei weitere, die bei Sderot einschlagen. Für letztere zeichnen „Hisbollah-Brigaden in Palästina“ verantwortlich – und versprechen, dass mehr kommen wird.
Die Luftwaffe hat ein Ziel bombardiert, die Palästinenser berichten über Opfer. Es waren aber nur zwei, allerdings schwerst verletzte Terroristen. Einer von ihnen befindet sich inzwischen bei 72 Jungfrauen (ICEJ-Newsletter). Nach Angaben der IDF wurden außerdem zwei Waffen-Werkstätten im Flüchtlingslager Jebalya sowie sechs Schmuggeltunnel von der Luftwaffe beschossen. Ha’aretz berichtet von vier Tunneln, bei denen es Sekundärexplosionen gab – offensichtlich wurden dort Waffen und Sprengstoff transportiert.

Mahmud „moderater Friedenspartner“ Abbas drängt die Welt den Likud genauso zu isolieren wie die Hamas. Wahrscheinlich hat er Angst, dass er mit Netanyahu gezwungen wäre tatsächlich einen Frieden abzuschließen, statt das bisherige Spielchen immer weiter treiben zu können…

Die bösen Zionisten schicken Medikamente und medizinisches Material in den Gazastreifen und was die Hamas klaut das Zeug – um aus Pillendosen, Medikamentenfläschchen und Spritzen Bomben und Handgranaten zu basteln. So geschehen während des Hanukka-Krieges. Elder of Ziyon befindet: Keine Psychopharmaka, in welcher Höhe auch immer, können diese Krankheit heilen. (Hoffentlich haben die Terroristen die Gefäße wenigstens nur recycelt und nicht die Medikamente beseitigt.)

Ban Ki-Moon hat klein beigegeben: Statt wie angekündigt abzuwarten, bis israelische Untersuchungsergebnisse vorliegen, will er jetzt doch eine „eigene“, „unparteiische“ Untersuchungskommission in den Gazastreifen schicken – angeführt von Ian Martin, ehemaligem Führer von Amnesty International (was leider schon alles über die Neutralität sagt). Mal sehen, was jetzt wieder alles ausgegraben wird, das schon widerlegt wurde. In Sachen Untersuchung der Kriegsverbrechen von Hamas und anderen Terroristen gibt es nur Schweigen. Hier gibt es eine Petition Take-A-Pen, die die UNO auffordert, die Kriegsverbrecher der Hamas vor Gericht zu stellen. Das wird so zwar kaum geschehen, aber es wäre gut, wenn die Sesselpupser in New York erleben, dass es aufrechte Menschen gibt, die der Propaganda und den Antisemitismus der UNO und ihrer terroristischen Hätschelkinder nicht erliegen.

Maan berichtet, die Hamas habe behauptet, dass innerhalb der nächste 48 Stunden (also bis Sonntag) ein Waffenruhe-Abkommen mit Dauer von 18 Monaten unterzeichnet werden könne. Voraussetzung ist die Ausräumung von einigen Hindernissen – die natürlich alle in Forderungen an Israel bestehen.

Die offiziellen israelischen Zahlen über die Verluste bei den Hamastan-PalArabern sind veröffentlicht: 1.134 Tote hat es dort gegeben, davon waren 673 Mitglieder der Hamas und „anderer Gruppen“. „Nur“ 288 Tote waren unschuldige Zivilisten. Über die Differenz sagt der Bericht in Ha’aretz allerdings nicht. Und Elder of Ziyon weist zurecht darauf hin, dass die IDF ihre Zahlen belegen müsste und sei es nur, um den Zahlen von PCHR etwas Konkretes entgegensetzen zu können.

Der Premierminister lässt durch sein Büro verkünden: „Kein Shalit, kein Waffenstillstand.“ Saeb „Massaker“ Erekat hingegen findet, die Verknüpfung von Shalit und einem Waffenstillstand sei Erpressung – das klingt, als sei er auf der Seite der Entführer…

Der Samstag ist nicht ruhig geblieben. Am Nachmittag verfehlte eine Bombe nur knapp eine Armee-Patrouille an der Grenze zum Gazastreifen. Der Sabbat brachte ansonsten noch zwei Qassams und einen Mörser gegen Sderot und eine Grad, die haarscharf den Kibbutz Yavneh verfehlte.

Von etwas anderem Kaliber ist ein Fund in Elad: eine scharfe LAW-Rakete (Anti-Panzer-Rakete). Bisher ist nichts Genaueres bekannt.

Erstelle eine kostenlose Website oder einen kostenlosen Blog – auf WordPress.com!. | The Pool Theme.
Entries und Kommentare feeds.

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 518 Followern an

%d Bloggern gefällt das: