Der Kulturkrieg, in dem wir uns befinden

Daniel Greenfield, Sultan Knish blog, 1. April 2015

Wie werden Kriege gewonnen?

Um einen Krieg zu gewinnen, musst man nicht jeden Soldaten der anderen Seite töten. Was man tun muss, ist die andere Armee als organisierte Kraft zu zerstören. Man vernichtet die Möglichekit der Offiziere zu kommandieren und die Moral der Männer. Man vernichtet ihre Wahrnehmung des Werts auf ihrer Seite und ihr Selbstwertgefühl.

Alle Kriege sind Kulturkriege. Um zu gewinnen, muss man die Werte der anderen Seite zerstören. (Das ist ein Grund, warum wir gegen den Islam verlieren, egal, wie oft wir ihn auf dem Schlachtfeld besiegen.) Man muss ihr Gefühl für ihr Ziel und die ihnen eingeflößten Werte zerstören, um sie als Organisation zu brechen.

Das ist das, was die Linke mit uns gemacht hat.

Dieser Kulturkrieg, in dem wir uns befinden, ist langsam und subtil. Er ist nicht immer so laut und offensichtlich wie es die Gegenkultur war. Die Gegenkultur hatte die Absicht die dominante Kultur zu zerschmettern. War das einmal geschafft, könnte die Kultur langsam nach Belieben filetiert werden, bis die Gegenkultur zur Kultur wurde. Und dann ging es nicht länger um Freiheit oder etwas zu befreien, das waren die störenden Werkzeuge, die genutzt wurden, um die Jugend mit der Fassade der Anarchie zu rekrutieren. Es ging dann um Konformität (Gleichförmigkeit) und Kontrolle. Diese Kultur der Konformität und Kontrolle wird immer noch als „rebellisch“ verkauft, obwohl sie schlicht Establishment ist.

Wir haben keine Kultur mehr. Wir haben eine Gegenkultur, die sich gelegentlich als Kultur ausgibt.

Aber es ist noch nicht vorüber. Ein Kulturkrieg zerstört die Kultur der anderen Seite, denn das sie die Quelle ihrer Werte. Um die andere Seite komplett zu vernichten, müssen ihre Werte als Abstrakt vernichtet werden; ihre Organisation muss zerstört werden, um zu verhindern, dass diese Werte weitergegeben werden; und die Werte des Einzelnen müssen zerstört werden – in dieser Reihenfolge.

Die Werte eines jeden einzelnen Individuums zu zerstören ist der schwierigste Teil des Projekts. Werte als abstrakte Idee zu zerstören ist am einfachsten. Das ist der Grund, dass die Linke hier die größten Fortschritte gemacht hat.

Abstrakte Ideen können eingerissen werden. Das ist nicht schwer. Jeder Erstsemester kann einen Satz Ideen auseinanderreißen, aufrichtig oder unaufrichtig. Tatsächlich ist der Zweck moderner Bildung, seine Studenten auszurüsten, damit sie die Ideen und Werte ihrer Eltern (aber offensichtlich nicht die ihrer Ausbilder) zu zerstören. Was schwierig ist: das zu nutzen, um die Kultur zu zerstören, die auf diesen Ideen gründet.

Das ist keine intellektuelle Diskussion. Menschen werden über ihre Werte definiert. Aus diesen gewinnen sie Stärke und Identität. Um sie zu besiegen, muss man ihr Selbstwertgefühl entwerten. Man muss sie überzeugen, dass das, was sie als wertvoll betrachteten, in Wirklichkeit wertlos sind. Dass wird ihren Widerstand und Individualismus zerstören.

Die Linke griff unsere Kultur an, um unsere Gemeinschaften zu zerstören und uns dann als Individuen den Gnadenstoß zu geben.

Amerikaner glauben, dass sie außergewöhnlich sind, weil ihr Land außergewöhnlich ist. Also drängelt die Linke eifrig danach zu argumentieren, dass Amerika nicht außergewöhnlich ist, vielleicht dass es außergewöhnlich schlecht ist.

Amerikaner glauben, dass Individuen mit harter Arbeit erfolgreich sind. Obama und Elizabeth Warren kreischen: „Das hast nicht du geschaffen!“

Amerikaner glauben an Religion und Familie. Die Linke macht sich daran sie zu zerstören, indem sie beweist, dass diese Institutionen bösartig und unterdrückerisch sind. Religiöse Leiter sind Pädophile. Die Familie sorgt für Missbrauch, die Schwule sich schlecht fühlen lässt. Wenn der Staub sich legt, sind die einige „gute“ Religion und Familie diejenigen, die von der Linken definiert sind. Hat sie das bestehende Organisationssystem zerstört, ersetzt die Linke es mit ihrem eigenen. Das ist das ultimative Ziel eines Kulturkriegs. Nicht nur Vernichtung, sondern absolute Macht.

Der Kulturkrieg beginnt mit dem Angriff abstrakter Ideen. Dann werden Organisationen angegriffen. Dann werden Menschen angegriffen.

Durch den Angriff auf Ideen untergräbt man die Organisationen, die auf ihnen gründen, damit man die Kontrolle über sie übernehmen oder sie vernichten kann. Ist das einmal geschafft, wird ein Sektor der Gesellschaft kontrolliert und man beginn seine Konformitäts-Agenda Individuen aufzuzwingen. Davon ist viel im Gang. Der Krieg bohrt sich gerade auf die Ebene des Individuums vor. Wir nähern uns der Schwelle zur Tyrannei.

Auf der individuellen Ebene besteht das Ziel des Kulturkriegs darin unseren Willen zum Widerstand gegen ihn zu vernichten. Die Linke hat viele Mittel, um das zu tun.

Sie wird euch beschämen. Sie wird euch mobben. Sie wird dafür sorgen, dass ihr verschwindest. Sie wird euch überzeugen, dass eure Sache hoffnungslos ist. Sie euch drängen euch gegeneinander zu wenden. Sie wird eure Kinder gegen euch verwenden. Sie wird euch zeigen, dass das, was ihr glaubt, eine Lüge ist. Sie euch dazu bringen, dass ihr euren Sinn für richtig und falsch infrage stellt.

Das alles wird ihren üblen Zielen dienen.

Das Wichtigste, was man zu dieser Phase des Kulturkriegs begreifen muss: Das Ziel der Linken ist es dich als Individuum zu brechen, dir deine Werte zu nehmen und sie durch ihre zu ersetzen. Wenn sie das nicht tun kann, wird sie dich vernichten und dich sogar als warnendes Beispiel für andere benutzen.

Dieser Krieg mag in sozialen Medien oder Klassenzimmern ausgetragen werden; er mag von Bürokraten mit Füllern und von Filmstars vor Kameras ausgetragen werden; aber er unterscheidet sich nicht sonderlich von einem Eroberer und seiner Armee an Brutalos, die in ein Dorf reiten und ihm ihre eigenen Gesetze aufzwingen. Die Form ist anders, aber die darunterliegende Dynamik ist dieselbe. Wir werden erobert. Und wir leisten weiter Widerstand.

Die Link kämpft dies nicht als Krieg der Ideen. Sie greift die Bereich des geringsten Widerstands mit jedem Slogan oder Argument an, das ihr zu gegebener Zeit am bequemsten erscheint. Diskutieren Sie ihre Ideen nicht. Klagen Sie ihre Scheinheiligkeit an. Sie verhöhnen die Werte anderer, fordern aber, dass das, was ihnen heilig ist, tabu ist. Das ist eine Schwäche. Verteidigt nicht eure Werte. Greift ihre an. Ihr seid nicht das Establishment. Ihr habt verloren. Ihr seid die Rebellen. Seid rebellisch. Sie sind die Eigner. Ruiniert, was sie ohne Rücksicht auf die Kosten gemacht haben.

Die Linke ist eine organische Einheit. Sie ist eine Pyramide an Organisationen und Institutionen. Sie braucht die Unterstützung der Milliarden schweren Unterhaltungs- und Medien-Industrien. Ihre Organisatoren und Agitatoren brauchen Jobs mit 6-stelligen Gehältern. Die Linke zerstört eine Zivilisation, ohne die sie nicht überleben kann. Sie ist ein künstliches Gebilde, das auf Weisen schwach und verletzlich ist, wie die organischen Systeme, denen sie den Krieg erklärt hat – der Familie – es nicht sind.

Die Linke ist nicht human. Sie ist ein System.

Sie ist ein Kontrollsystem. Ein Organisationssystem. Ein Indoktrinationssystem. Zerstört das System und die Linke stirbt. Zerstört den Fluss an Wohlstand und die Kontrolle der Ideen und sie verdorrt.

Wie jedes System versucht die Linke organische menschliche Institutionen zu kontrollieren. Sie bildet sich ein ihnen überlegen zu sein, obwohl sie tatsächlich ein Parasit ist, der auf ihrem Rücken sitzt.

Es gibt nur zwei Möglichkeiten der Zukunft. Entweder zerstört die Linke sich selbst. Oder wir werden sie zerstören.

Die einzige Frage ist die nach den menschlichen Kosten des Kampfs. Wir haben in die Kosten ihrer Tyrannei bereits hineinschnuppern können. Es wird immer noch schlimmer werden. Fragen Sie einen Bürger der Sowjetunion von 1933. Aber bei Widerstand geht es schlicht nicht darum Kämpfe zu gewinnen. Es geht um den Kampf des Geistes und den Kampf der Seele.

Beim Gewinnen geht es nicht immer darum den Feind zu besiegen. Manchmal geht es darum trotzdem zu bleiben, was du bist. Es geht um das Überleben in Gulags und Konzentrationslagern. Es geht um die Weitergabe der eigenen Werte, obwohl der totalitäre Staat um dich herum wächst.

Es ist spiritueller Widerstand. Es ist Widerstand des Geistes.

Wir erreichen den Punkt, an dem der Linken die Republikaner-„Organisationen“ ausgehen, die sie bekämpfen kann. Es gibt keine konservative Organisation in großem Maßstab. Es gibt nur eine hohle Geschäftspartei, ihre kapitalistischen Vetternwirtschafts-Anhängsel und ihre verkümmerten Medien. Die Linke gegen Menschen kämpfen müssen, wenn sie komplett siegen will.

Sie muss alle Opposition ausmerzen müssen, um ihre totalitäre Herrschaft sicherzustellen. Das ist das, was sie gerade tut.

Vor allem anderen müsst ihr in diesem Konflikt eure Werte und den eigenen Sinn des Selbstwertgefühls behalten. Die Linke kann nicht gewinnen, bis sie eure Moral zerstört hat. Um diesen Krieg zu gewinnen muss sie den Job zu Ende bringen die Gesellschaft zu brechen, indem sie alle Quellen des Widerstands vernichtet, die in eine neue Organisation zusammenwachsen könnten.

Das ist der Grund, dass sie von der Tea Party derart bedroh war. Das ist der Grund, dass sie so davon besessen war dezentralisierte religiöse Gruppen zu zerstören und zu kontrollieren. Die Überbleibsel des Establishments sind für sie keine Bedrohung. Die Republikanische Partei und Leiter des Mainstreams wissen nicht einmal, dass ein Krieg im Gang ist. Sie haben schon verloren.

Die Linke hat die Kommandeure der Republikaner ausmanövriert. Sie haben noch jede Menge Truppen, aber keine Initiative. Ihrem Kommando fehlt Flexibilität. Sie wissen nicht, wie sie ihre Kräfte nutzen sollen und spielen immer noch nach überholten Regeln der Ritterlichkeit, die die andere Seite nicht befolgt. Sie sind eine Kavallerieeinheit und die Linke ist der Vietcong. Sie haben schon vor langer Zeit aufgehört für die Linke bedrohlich zu sein.

Was der Linken Sorge macht ist, dass einige der Überbleibsel der Armee, die sie zerschlugen, sich in neuen Organisationen sammeln werden, neue Taktiken anwenden und ihr unter Guerilla-Taktiken Schläge versetzen werden. Sie hat keine Angst vor dem konservativen Establishment. Sie bleibt besorgt wegen einer populistischen Rechten, die sich nicht mehr darum kümmert nett zu sein oder sich an die Regeln zu halten und unvorhersehbar und erbarmungslos auf sie einschlägt.

Sie hatte keine Angst vor John McCain. Sie hatte Angst vor Andrew Breitbart.

Du bist ein Guerilla in einem Krieg, den du nie wolltest. Du bist ein anonymer Soldat, der von seinen Kommandeuren hintergangen wurde. Und du bist eine viel größere Bedrohung als sie es je waren.

Armeen möchten andere Armeen bekämpfen. Armeen sind berechenbar. Eine Republikanische Partei ist ein sich langsam bewegender Elefant. Man kann leicht erkennen, wohin er geht und was er tun wird. Er mag eine Schlacht oder zwei gewinnen, aber er kann nicht weit laufen und er ermüdet rasch. Er hat kleine Ziele und ist damit zufrieden die Stellung zu halten. An Eroberung ist er nicht interessiert.

Niemand mag Guerillas bekämpfen. Sie sind schwer zu finden und man kann nie seine Sorgen ablegen und die Kriegsbeute genießen, wenn sie in der Nähe sind. Und die Linke will ihre Beute genießen.

Um Guerillas zu vernichten muss man sie entweder bis zum letzten zur Strecke bringen oder ihre Werte vernichten, die Dinge, die sie schätzen, die Hoffnung, die sie trägt und die Ziele, die sie erreichen wollen.

Die Linke ist gut darin eine Kultur zu zerstören. Doch ihre Schneise der Zerstörung schafft kulturelle Guerillas, die ihre Kultur mit sich tragen. Männer und Frauen, deren Werte nicht mit Popkultur und Mobs in den sozialen Medien gebrochen werden können. Wenn diese Männer und Frauen Familien und Gemeinschaften bilden, werden sie zur Gegenkultur. Und die Endphase dieses Kulturkriegs wird sich zwischen ihnen und der Linken abspielen.

Entweder sie gewinnen – oder der Westen wird sterben.

Ein Kulturkrieg ist ein Krieg der Werte. Sie Linke versucht euch zu vernichten, indem sie die Dinge würdigen die Dinge herab, die ihr wertschätzt. Sie weiß, dass sie euch als Individuen nicht beherrschen kann, bis ihr die Quelle eurer Stärke aufgebt. Eure Waffen sind diese Stärken. Eure Werte sind euer Widerstand. Selbst wenn ihr euch nicht organisieren könnte, ist auch durchzuhalten ein Akt des Widerstands. An euren Werten festzuhalten ist ein Sieg.

Dieser Kulturkrieg, in dem wir uns befinden, wird nicht morgen gewonnen, aber er kann morgen verloren werden. Kulturen sind früher schon verschwunden und vergessen worden. Die Kultur, die das Flugzeug hervorgebracht hat, die auf dem Mond stand, die die Welt veränderte, hat es nicht verdient unter einer unterwürfig kriechenden Horde Kommissare beerdigt zu werden.

Wir bekommen allerdings nicht, was wir verdienen. Wir bekommen das, um was wir kämpfen.

Kriege werden nicht immer mit Kugeln gewonnen. Armeen sind teuer. Dinge brauchen Dynamik, um sich zu behaupten. Kulturen können Organisationen überdauern. Und es ist eine Organisation, mit der wir uns im Krieg befinden.

Die Linke hat keine authentische Kultur. Ihre Kultur der Gegenkultur ist eine Zerstörungsmaschinerie, eine tapsige, zusammengeklatschte Ansammlung an Mitteln um Menschen aufzuknacken, zu zerstören und über sie zu bestimmen. Eine Sammlung an Lügen und Rechtfertigungen, Verleumdungen und schlechten Manieren, die mit kultureller Besitzergreifung und der Fetischisierung der in der Minderheit befindlichen „anderen“ als einziger Quelle der Spiritualität überzogen wird.

Sie hat keine Tradition. Sie hat kein Erbe. Sie hat keine Kultur. Sie ist ein Virus, kein Organismus. Sie ist vollkommen wertlos und wird – wie ein Virus – die Vernichtung ihres Wirts nicht überleben.

Unsere Aufgabe besteht darin sie zu überdauern, wenn wir sie nicht besiegen können. Unsere Aufgabe besteht darin, unsere Kultur gegen ihre Angriffe zu verteidigen. Und es ist unsere Aufgabe sie als das bloßzustellen, was sie ist: Ein Phantom, das aus einer Million Ausreden für Macht gemacht ist. Ihre Waffe ist es alles zu zerstören, das uns einen Sinn für Wert gibt, weil sie nichts wert ist. Sie hat nichts. Wir haben alles. Ihre Aktivisten sind ein Zombie-Armee, die versucht ihre Bäuche mit etwas zu füllen, indem sie uns zerstört, denn sie haben nichts. Und sie wird immer nur nichts haben.

Die Linke ist nicht stark. Sie ist schwach. Sie hat keine Moral, sondern ist völlig unmoralisch. Sie ersetzt unsere Kultur nicht durch etwas Besseres. Sie ersetzt sie mit einem Motor zur Zerstörung unserer Kultur. Ist das erst einmal gelungen, wird sie so gründlich kollabieren, wie ihre Regime es immer getan haben, denn sie hatten nichts, das sie in Schwung hält.

Sie ist nicht unser Heilmittel. Sie ist unsere Seuche. Sie ist keine Kultur, sie ist eine Antikultur. Sie sind keine Menschen, sie ist kein System. Sie ist eine Organisation und kann daher auseinandergenommen werden.

Wir befinden uns an genau dem Platz, an dem die Linke sich vor einem Jahrhundert befand. Uns fehlt ihre Organisiertheit, aber wir brauchen ihre künstliche Organisation nicht. Unsere Organisationen sind organisch. Um zu gewinnen müssen sie uns mit ihrer Organisation komplett beherrschen. Wenn wir unsere organischen Organisationen beibehalten können, unsere Familien, unsere Gemeinschaften und unsere religiösen und kulturellen Gruppen, unserer Künste und unsere Fertigkeiten, dann werden wir die natürlichen Bausteine für einen Widerstand gegen Links haben. Unser Leben als natürlicher Widerstand.

Indem wir angesichts ihrer Unterdrückung sind, wer wir sind, werden wir kulturelle Guerillas. Nur unsere Fähigkeit unsere organischen Organisationen beizubehalten wird einen fortgesetzten Widerstand ermöglichen.

Es gibt keine Partei. Es gibt keine Bewegung. Wir sind alles, was es gibt. Und wir sollten besser das Beste daraus machen.

Unsere Familie ist unsere Armee. Unsere Religion und unsere Überzeugungen sind unsere Organisation. Unser Geist ist unsere Waffe. Unser Kampf hält diese am Leben. Jede Schlacht, die wir gewinnen, organisiert uns, radikalisiert uns und baut uns in eine Bewegung, einen Widerstand der Überzeugung und eine Organisation der Prinzipien.

Wir sind eine menschliche Bewegung. Unser Widerstand gegen das System definiert uns. Unser Sieg wird ein humaner Sieg sein. Wir werden das System besiegen, indem wir menschlich bleiben, indem wir unsere Familien und unseren Glauben behalten.

Wir werden das System zerstören, indem wir es ablehnen uns von ihm kontrollieren zu lassen. Wir planen keine Revolution. Unsere Leben sind die Revolution.

Wer ist das auf dem Tempelberg?

Yisrael Medad, My Right Word, 30. April 2015

Franz Werfel.

Auf seiner Reise 1925.

Mehr:

Jerusalem im Bereich des Eingangs auf den Tempelberg

 

Jerusalem – Klagemauer

 

Vor seiner Ankunft:

Immer noch auf der Vienna, vermerkte Werfen in seinem „Ägyptischen Tagebuch“, dass die Zionisten bedauerlicherweise den anachronistischen Fehler des Nationalismus wiederholten: Die Juden glaubten, schrieb Werfel, dass sie gezwungen seien beweisen zu müssen, dass ie „dasselbe machen können, was sie in anderen Nationen so sehr verachtet und verspottet haben“.

Nach seinem Aufenthalt:

… Die Reise durch Landschaften des Alten Testaments schockierte Werfel in eine intensive Beschäftigung mit seiner jüdischen Herkunft, die weit über sein zugegebenes Interesse an Israels Religion und Geschichte hinaus ging. In den Monaten nach seiner Rückkehr aus dem Nahen Osten verbrachte er fast jeden Tag damit zur jüdischen Geschichte, Bräuchen und Ritualen zu lesen; er lernte Hebräisch in Schrift und Sprache und studierte deutsche Übersetzungen der Bücher des Alten Testaments und des Talmud…

–   –   –

… Er unternahm tägliche Gänge durch die engen Straßen der Altstadt, kehrte immer und immer wieder an Orte der Anbetung der drei monotheistischen Religionen der Welt zurück. Er traf den Kabbalah-Gelehrten Gershom Scholem, sprach mit Ärzten, Architekten und Philosophen, stritt mit ihnen über das Für und Wider des Ziosnismus und besuchte zahlreiche Landwirtschaftsschulen und Kooperativen im Land um Jerusalem.

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P.S.: Aus dem Tagebuch seiner Ehefrau:

Von Kairo ging es nach Palästina. Unser Zug erreichte gegen Mitternacht die Grenze bei El Cantara; es war eiskalt und ein stürmischer Wind blies den Bahnsteig entlang, als wir zur strengen Pass- und Zollkontrolle ausstiegen. Der russische Jude, der uns helfen sollte, blickte düster drein. Wir fragte ihn, warum. „Nur fünf Juden heute“, erklärte er. „Sie zwei und drei andere.“ Ich sagte, das bedeutete, dass nur vier Juden angekommen waren – weil ich Heidin sei. „Egal“, sagte er ernst. „Sie kommen mit Herrn Werfen her, also sind Sie jüdisch.“ Mein Versuch ihm diesen Chauvinismus auszureden, schlug fehl.

Weiter:

Zurück in Jerusalem brachten uns unsere Spaziergänge zum Ölberg, gekrönt von der prachtvollen orthodoxen Kathedrale. Orgelmusik wehte durch die offenen Türen; wir sehnten uns danach hineinzugehen; wir ignorierten die erstaunten und neugierigen Blicke und gingen auf Zehenspitzen hinein.
Dort was alles Ritual und Vorherbestimmung. Vorne vor dem Altar stand der Priester in weißem und goldenem Messgewand, flankiert von in strahlend blauem Samt gekleideten Ministranten, die blonde Lockenperücken trugen. Wir fanden die griechische Messe weit komplizierter als unsere und viel schöner. Frauen in schwarzen Umhängen und mit geschnürten Schleierschleppen knieten hinter dem Priester und warteten auf die heilige Kommunion. Er machte mit einem langen Kristallstab das Kreuzzeichen über ihren Stirnen und wir waren von der Begleitmusik verzaubert.
Wir verließen die Kathedrale genau in dem Moment, als die Sonne aus dem grellen Gelb über knalliges Rot in das tiefe Violett überging, das Dürer in seiner „Kreuzigung“ erahnen ließ und malte. Wir werden diese Wirkung niemals vergessen. Nirgendwo sonst geht die Sonne so unter wie in Jerusalem. Es ist so, als wäre dort der einzige Ort, wo das geschieht; die Lichtjahre trugen einen zurück, um einmal mehr dem erhabensten Moment der Menschheitsgeschichte beizuwohnen.

Eines Tages nahmen wir Kurs auf einen tschechischen kibbuz im Emek-Tal. Die Sonne brannte heißt vom Himmel; die Straße wurde schlechter und schlechter, bis wir stecken blieben. Wir stiegen aus dem Auto. Ein junger Jude auf einem Pferd sah uns, eilte herbei und hielt so nah an uns an, dass das aufgeregte Tier unsere gesamte Kleidung mit Schaum bespritzte. Seine meisterliche Reitkunst erschreckte uns zunächst, dann verärgerte sie uns, also wendete unser Retter und galoppierte wieder davon.
Wir hätten ihn besser festgehalten, denn das nächste Hilfsangebot – nach einer langen Wartezeit – kam vom Fahrer eines Düngerkarrens, dessen langsames Näherkommen wir schon aus großer Entfernung riechen konnten. Der Karren war gerade erst geleert worden, war innen immer noch feucht und ich lehnte es entschieden ab ihn zu besteigen, obwohl Werfel und Dr. Bergmann mit gutem Beispiel vorangingen. Während meines Protestgeschreis schaffte es unser Fahrer jedoch irgendwie das Auto wieder in Gang zu bringen und die beiden Herren stiegen von ihrem Thron; sie verströmten üble Gerüche.
Staubbedeckt und müde erreichten wir unser Ziel, wo Werfen sofort in einen politischen Streit verwickelt war, der halb auf Tschechisch, halb auf Deutsch geführt wurde. Die Frauen dieser kommunistischen Farm waren ungekämmt und schlampig; alles war sozusagen immer noch en négligé. Tee wurde in rostigen, braunen Näpfen serviert, bevor uns der gesamte Ort gezeigt wurde – die Kinderkrippe, auf die die Siedler ganz besonders stolz waren. Sie war zugig und die dort liegenden, hilflosen Säuglinge waren von Fliegen bedeckt.
Ich sah in nichts davon viel Schönes. Im Hof wurde uns die Stelle gezeigt, an der für uns ein Zelt zum Schlafen errichtet werden würde; dann kehrten wir in den rauchigen, von Diskussionen erfüllten Hauptraum zurück.

Wo es wirkliche Apartheid gibt…

Der heiligste Ort der Juden ist der Tempelberg. Dort tummeln sich Muslime. Dort sind Besucher aus aller Welt zu finden, die nicht von Juden belästigt werden (sondern von Muslimen). Die Westmauer („Klagemauer“) wird von Menschen jeglichen Glaubens besucht, die kommen wollen. Synagogen schließen keinen Nichtjuden von Besuchen aus.

Anders hier:

Apartheid_Mekkanach Mekka: nur für Muslime
abbiegen (nach Jiddah): verpflichten für ale Nichtmuslime

(gefunden auf Facebook)

 

Eine leicht zu widerlegende Lüge der UNO

Elder of Ziyon, 20. Juni 2015

Der UNO-Menschenrechtsrat gab am Freitag (19.06.2015) eine Presseerklärung aus. So fing sie an:

Genf (19. Juni 2015) – Der UNO-Sonderberichterstatter zu Lage der Menschenrechte in den seit 1967 besetzen palästinensischen Gebieten, Makarim Wibisono, drückte heute große Sorge zur Menschenrechtslage der Palästinenser aus, die unter der 48-jährigen israelischen Besatzung leben.

„Berichte zeigen, dass die Besatzungspolitik das Leben der Palästinenser einschränkt und die Palästinenser dazu antreibt ihre Land und ihre Häuser zu verlassen, besonders in der Area C der Westbank und Ostjerusalems“, sagte der Experte nach seiner zweiten Mission in die Region.

Sehen wir uns an, wie effektiv diese angebliche Politik ist.

Hier ist eine Graphik der Bevölkerung Jerusalems – arabisch und jüdisch – im Verlauf der letzten etwa 90 Jahre:

Bevölkerung Jerusalems nach Bevölkerungsgruppen (1922 – 2011)

Es hat nicht nur niemals so viele in Jerusalem lebende Araber gegeben wie heute, sondern das Verhältnis der Araber zu den Juden ist seit 1967 stetig angestiegen, von 26% auf 36%.

Was ist mit Area C? Genaue Zahlen sind kaum zu erhalten, aber wir wollen sehen, wie Amira Hass letztes Jahr in Ha’aretz darüber berichtete:

Rund 300.000 Palästinenser leben in Area C, dem Teil der Westbank, der unter voller israelischer Kontrolle steht, heißt es nach neuen Daten, die Dienstag von einem UNO-Gremium veröffentlicht wurden. Diese Zahl liegt beträchtlich höher als die 150.000 bis 180.000 Palästinenser, die nach einer Schätzung der israelischen NGO Bimkom (Planer für Planungsrechte) in der Gegen leben sollen.

Wieder einmal lügt der UNHRC.

Warum es niemanden kümmert, dass die UNO so mühelos lügt, ist eine völlig andere Frage.

Foto der Woche: Was für ein Heldenmut!

… ist natürlich zynisch gemeint – gefunden auf Facebook:

Jerusalem_arabischeHeldenhaftigkeit

Die Straßenbahn in Jerusalem ist ein beliebtes Ziel der Steinewerfer – kostet sie nichts, nicht mal Mut, weil ja das Ding vorbeifährt. Und es wird schöne Schaden angerichtet, gefreut wird sich besonders, wenn dann noch Fahrgäste verletzt wurden. Alles im Namen … nee, Helden sind was ganz anderes, nicht diese Möchtegernmörder aus dem sicheren Hinterhalt.