Saeb Erekats Tochter zeigt versehentlich, dass ihr Vater ein schamloser Lügner ist

David Lange, Israellycool, 22. Oktober 2020

Saeb Erekat im Juni 2017 vor der UNO in New York:

Ein Auszug aus den Lügen:
– Die Besatzung begann vor 69 Jahren (1948).
– Die PA ist gegen Terrorismus.
– Die PA hat das Existenzrecht Israels anerkannt.
– Die PA will mit Israel in Frieden und Sicherheit leben.
– Wir haben in Israel keinen Friedenspartner.
– Netanyahu will einen Apartheidstaat.

Saeb Erekats Tochter, Dr. Salam Erekat, im Oktober 2020 im Hadassah-Krankenhaus in Jerusalem:

Ein palästinensischer Araber wurde in einem israelischen Krankenhaus behandelt … in dem palästinensisch-arabische Ärzte arbeiten.

Wenn es dafür ein Wort gibt, dann zur Hölle auf keinen Fall Apartheid.

Übrigens: Wenn man nach ihrem Linkedin-Profil geht, sieht es aus, als ob auch Salam Nutznießerin des „Apartheid“-Israel ist,


sie erklärt, ein palästinensischer Arzt aus Jerualem würde ihren Vater behandeln

obwohl es aussieht, als habe sie versucht das unter ihrem Job an einem anderen Krankenhaus in Ostjerusalem zu „vergraben“, statt es als eigenständigen Job im Hadassah anzugeben.

Es scheint: Wie der Vater, so die Tochter.

Antisemitismus im heutigen Europa

Wenn Judenhass auf der Straße normal wird

Joseph Puder, FrontPage Magazine, 22. Oktober 2020

Das Erbe des Antisemitismus in Europa ist langes und schmerzhaftes. Es hatte seinen Höhepunkt im Holocaust. Während Europas demokratische Regierungen heute behaupten Antisemitismus bekämpfen zu wollen, hat der Zustrom von Millionen muslimischer Migranten aus dem Nahen Osten den verbleibenden Antisemitismus ins Unterbewusstsein vieler Europäer eingebettet. Die in Europa geborenen Muslime wurden zusammen mit den neu angekommenen Migranten dank der Indoktrination in Medien und Moscheen in ihren Heimatländern auf Judenhass feingeschliffen. Die muslimischen Migranten aus dem Nahen Osten haben außerdem einen tiefen Hass auf Israel mitgebracht. Im heutigen Europa ist Antisemitismus auf der Straße, wenn nicht gar in Regierungsbüros normal gemacht worden. Europäische Regierungen machen sich nun Sorge, dass ihre einheimischen Juden als Ergebnis des höheren Niveaus des Antisemitismus aus dem Kontinent fliehen könnten, besonders da COVID-19 Europa plagt und Juden zunehmend griffbereite Sündenböcke geworden sind. Besonders die Regierungen der Europäischen Union (EU) haben die Sorge, es könnte sich zeigen, sollte jüdisches Leben in Europa zu Ende gehen, dass Europa die Lektionen aus dem Holocaust nicht gelernt hat.

Eine Umfrage in der EU unter europäischen Juden aus ganz Europa, die im Januar 2019 veröffentlicht wurde, zeigte, dass 89% der Befragten sagten, der Antisemitismus habe in den letzten fünf Jahren beträchtlich zugenommen. Bei der Umfrage der EU wurden 16.395 Juden in 12 EU-Ländern befragt. In einer separaten EU-Umfrage unter der Grundrechte-Agentur der EU kam man allerdings zu dem Schluss, dass Juden „einem anhaltenden Strom an Übergriffen ausgesetzt“ wurden. 38% der Befragten sagten, sie würden über Auswanderung aus Europa nachdenken, weil der Kontinent für Juden nicht mehr sicher sei. Im letzten Jahrzehnt zogen tausende französischer und britischer Juden nach Israel.

Die jüdische Zukunft in Europa ist düster. Eine aktuelle Umfrage des Thinktanks Henry Jackson aus London stellte fest, das 44% der britischen Muslime an antisemitische Verschwörungstheorien glauben. Die Umfrage deutete auch an, dass siebenundvierzig Prozent der Muslime mit einem Collegeabschluss die Falschmeldung der „gespaltenen Loyalität“ gegen britische Juden stützen. Noch ernster sind jedoch die zunehmenden Vorfälle physischer und verbaler Übergriffe von Muslimen auf identifizierbare Juden. Tatsächlich hat das Vereinte Königreich in jedem der letzten drei Jahre die höchste Zahl der jemals aufgezeichneten antisemitischen Vorfälle registriert.

In Frankreich wird die Polizei von vielen Muslimen als „dreckige Juden“ betrachtet. Nach Angaben von Sammy Ghozlan, dem Gründer von Frankreichs Nationalbüro für Wachsamkeit gegenüber Antisemitismus, ist „die antisemitische Gleichsetzung von Polizisten und Juden eine neue Entwicklung, die Verschwörungstheorien entstammt, was inzwischen zu Gewalt und Blutvergießen anstachelt. Das ist nicht nur für Juden gefährlich, sondern auch für das Rechtsstaatsprinzip in Frankreich.“ In diesem Land, das die drittgrößte jüdische Bevölkerung der Welt hat, haben Regierungsunterlagen von 2017 bis 2018 eine Steigerung von 74% bei antisemitischen Taten gezeigt.

Eine Meinungsumfrage der Anti-Defamation League von 2019 stellte fest, dass einer von vier Europäern negative Einstellungen gegenüber Juden hegt. Antisemitische Sprachbilder wie, dass Juden Geschäfte und Finanzen kontrollieren und dass Juden Israel gegenüber loyaler sind als ihren Heimatländern, sind in allgemeiner Verwendung. Europäische Befragte haben sich auch beschwert, dass „Juden immer noch zu viel darüber reden, was ihnen im Holocaust geschah“.

Die EU-Vertreter hätten von den Ergebnissen der Umfrage nicht überrascht oder schockiert sein sollen. Deutschlands Wiedervereinigung des ehemals kommunistischen Ostdeutschland mit der Bundesrepublik Westdeutschland 1989/90 öffnete den Weg für die Missgunst der ärmeren Ostdeutschen. Sie wurden mit kommunistischer Propaganda gefüttert, die ihnen das Ausmaß jüdischen Leidens und den vollen Umfang des Holocaust verschwieg. Während des Zweiten Weltkriegs waren es nach Angaben des marxistisch-leninistischen Regimes in Ostberlin die Faschisten, die für die Verbrechen des Krieges verantwortlich waren; Juden wurden mit allen anderen als „Opfer des Faschismus“ zusammengeworfen. In den 1960-er Jahren brachte groß angelegte Einwanderung nach Europa (muslimische Türken nach Deutschland, muslimische Araber aus Nordafrika nach Frankreich, Indonesier nach Holland, Pakistanis und Jamaikaner nach Britannien) weiße Rassistengruppen in ganz Europa hervor. Aber Hass war kein ausschließlicher Bereich der Rechten. Linksradikale Terrorgruppen wie die deutsche Baader-Meinhof-Bande, von einigen als „Hitlers Kinder“ bezeichnet, beteiligten sich mit palästinensischen Terroristen (Schwarzer September) 1976 an der Entführung des Air France-Flugs von Israel nach Paris. Sie nahmen mehr als 100 israelische Juden als Geiseln, nachdem sie eine Selektion wie die Nazis vorgenommen hatten. Es gab bei den Linksextremen jede Menge gewalttätiger Israel-Basher und Judenhasser.

In den letzen Jahren kamen 1,5 Millionen Migranten nach Europa, zumeist Muslime aus dem Nahen Osten. Von ihren diktatorischen arabischen Regimen indoktriniert, hegen diese Migranten starke Feindschaft gegenüber Israel und Juden. Die Eliten der EU unterließen es scharfe Maßnahmen gegen die gewalttätigen Elemente ihrer muslimischen Bevölkerung zu ergreifen, um gegen die Zunahme des Antisemitismus anzukämpfen. Sie wurden von ihrer neuen „Religion“ des Multikulturalismus und der politischen Korrektheit davon abgehalten. Allerdings gingen sie hart gegen einheimische rechte Gruppen vor. Derweil hat das Internet es möglich gemacht ungehindert judenfeindlichen Hass zu verbreiten.

EU-Führer beschreiben den Kampf gegen den Antisemitismus als einen, den zu verlieren sie sich nicht leisten können. Einige gehen sogar so weit zusagen, dass er den Kampf um Europas Seele verkörpert. Der französische Präsident Emmanuel Macron sagte im Februar 2019 nach einem Besuch auf einem geschändeten jüdischen Friedhof, auf dem etwa 80 Gräber mit Hakenkreuzen beschmiert wurden: „Der Antisemitismus ist eine Verneinung dessen, was Frankreich ausmacht.“ Dennoch schweigen Macron und offizielle Vertreter Frankreichs zu radikalen muslimischen Klerikern, die Judenhass fördern. Zusätzlich spielte er mit seiner Stützung der Weigerung der palästinensischen Autonomiebehörde Trumps Friedensplan auch nur zu diskutieren, dem Narrativ der Ablehnung Israels (und der Juden) in die Hände. Macrons Worte an die Juden können beschwichtigen, aber sein Handeln ist weniger konsequent.

Frankreich hat in den letzten Jahren drei judenfeindliche Massenmorde mit Schusswaffen erlebt, die alle von muslimischen Terroristen begangen wurden, die in Europa geboren und aufgezogen wurden. (Einer ereignete sich allerdings in Belgien, begangen von einem französischen Muslim.) 2012 wurden in Toulouse ein Rabbiner und drei Kinder an einer jüdischen Schule ermordet. 2014 wurden im jüdischen Museum in Brüssel vier Menschen getötet. Dem folge die Tötung von vier Menschen in einem Pariser Supermarkt. Im Fall von Sarah Halimi wurde die Ungerechtigkeit französischer Gerichtsbarkeit zur Schau gestellt; sie wurde von einem Muslim namens Kobili Traore ermordet und dieser wurde freigesprochen, weil er für sein Tun „strafrechtlich nicht verantwortlich“ war. Hunderte Juden und ihre Unterstützer demonstrierten am 5. Januar 2019 in Paris, wo sie das Urteil des Gerichts verurteilten.

Antisemitismus ist heute auf den Straßen vieler europäischer Hauptstädte in Mode gekommen. Die junge Generation auf dem gesamten Kontinent hat keine Ahnung vom Holocaust. Israel wird von der EU regelmäßig für Strafmaßnahmen wie den Boykott von Produkten aus Judäa und Samaria ausgesondert. Europäische Politiker richten sich zunehmend an der wachsenden muslimischen Wählerschaft aus und das bedeutet, dass sie von Muslimen begangene antisemitische Tate übersehen. Es treibt zudem die israelfeindlichen Entscheidungen von Parlamentariern in der EU an. Christliche Werte scheinen zunehmend passé zu sein, was bedeutet, dass die Bibel und die Kirchen immer weniger als moralische Anleitung dienen. Es gibt einen Fokus auf „lebe für heute und zur Hölle mit Morgen“. Für die Juden in den meisten Teilen Europas ist die Zukunft jedoch mit Angst verbunden.

Schaschlik

Saeb Erekat starb nach arabischen Berichten (allerdings ausschließlich bei Al-Arabiya) am Montag an den Folgen seiner Coronavirus-Infektion – was sich als Falschmeldung erwies.
Das PA-Fernsehen bestritt sofort ausdrücklich, dass Erekat gestorben sei. Al-Sharq al-Awsat löschte seine Tweets mit den Meldungen von Erekats Tod. (Dienstag kamen weiter Nachrichten, dass Erekats Zustand stabil sei.)
David Lange von Israellycool erinnert das an die Zeit, als Yassir Arafat 2004 wegen seiner Krankheit nach Paris ausgeflogen wurde und geht davon aus, dass Erekat todkrank ist und sein Tod Israel in die Schuhe geschoben werden soll.
Erekats Tochter kann sich übrigens nicht dazu durchringen den israelischen Ärzten, die ihren Vater behandeln, für ihre Hilfe zu danken oder sie lobend zu erwähnen. Sie tut so, als befände er sich nicht einmal in einem israelischen Krankenhaus – obwohl im Hintergrund lauter Spenden-Gedenktafeln auf Hebräisch erkennbar sind, dankt sie ausschließlich „den arabischen Ärzten“ (von denen sie einige namentlich erwähnt).

Die ganze Heuchelei derer, die alles Mögliche an echtem und vermeintlichem rechten Terror kritisieren und verurteilen, aber keinesfalls islamischen Terror (jedenfalls nennen sie ihn nicht beim Namen) – offengelegt in einem Kommentar in der BILD.

Das des Hesekiel-Grab und die angrenzende Synagoge südlich von Bagdad wird sein Jahren umgebaut – in eine riesige schiitische Moschee.

Die antiisraelische NGO Adalah beschwert sich, dass das israelische Bildungsministerium Beduinen in illegal errichteten Orten keine Computer sowie „grundlegende Infrastruktur“ (Strom, Internetzugang) zur Verfügung stellt.

Die BDS-Bewegung behauptet Israel behauptet, Israel betreibe „Corona-Rassismus“ – während israelische Ärzte um das Leben von Saeb Erekat kämpfen…

Die EU kann sich häufig – oft aufgrund des Widerstands ehemaliger Ostblockstaaten – nicht auf Beschlüsse zur Verurteilung einigen; daher haben sich Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien zu einer neuen Gruppierung zusammengeschlossen: Quint. Diese Gruppe hat gerade ihre beiden ersten Stellungnahmen veröffentlicht – beide gegen Israel. (Weil es ja noch nicht genug Gremien gegen den Judenstaat gibt…)

Der Sudan und Israel sollen sich auf eine Vereinbarung zur Normalisierung der Beziehungen geeinigt haben.
Mahmud Abbas tobte natürlich dagegen: Das sei eine „politische Sünde“, die Palästinenser wie Sudanesen Schaden zufügt.
Im Gegensatz dazu begrüßt Ägyptens Präsident Sisi die Friedensvereinbarung.

Präsident Trump verkündete, dass 5 weitere arabische Staaten Interesse daran haben ihre Beziehungen zu Israel zu normalisieren.

Ein prominenter Vertreter der VAE macht Israel Komplimente – also fangen die Israelhasser an Gerüchte über ihn zu verbreiten, er hätte Mohammed beleidigt.

Die PA fordert von der EU Sanktionen gegen Israel wegen der geplanten Bautätigkeit in den Siedlungen in Judäa und Samaria.

Zum ersten Mal ist die „Kleine Westmauer“ (Kotel HaKatan) in der Altstadt von Jerusalem gründlich gereinigt.

PA-Araber haben bei einem Gericht der PA Klage gegen Großbritannien eingereicht. Die britische Regierung soll wegen der Balfour-Erklärung von 1917 verklagt werden – das „Leiden des palästinensischen Volks“ entstamme diesem Dokument.

PA-Führungshetzer Jibril Rajoub ist ein Charakterschwein, wie es im Buche steht. Hat er gerade wieder bewiesen: „Im Vergleich zu Netanyahu war Mussolini ein Kindergarten“, ließ der Terror-Grande wissen.

Die Union muslimischer Gelehrter behauptete auf ihrer Internetseite, die Ermordung des französischen Lehrers sei von den französischen Behörden inszeniert gewesen; der Eintrag wurde dann später zusammen mit anderen Artikeln gelöscht, die gegen Präsident Macron hetzten.

War auch wieder klar: Al-Jazira, der arabische Hetzkanal aus Qatar, hat angesichts des Terrormords in Frankreich nur eines, weshalb man sich Sorgen machen muss – Angst vor zunehmender „Islamophobie“.

Weil sich die Stimmung zwischen der Türkei und Saudi-Arabien weiter aufheizt, gibt es jetzt in Saudi-Arabien Aufrufe türkische Waren zu boykottieren. Der Boykott scheint erfolgreich zu sein und die Türkei spürt das, ziemlich heftig.

Der Nächste bitte: Trump verkündete, dass auch der Sudan und Israel jetzt einen Friedensdeal haben.

Die französische Regierung will stärker gegen muslimischen Terror vorgehen – und Erdoğan bewertet das als Notwendigkeit, dass Macron auf seinen Geisteszustand hin untersucht werden müsse. Daraufhin zog Frankreich seinen Botschafter aus Ankara ab.

Auch die Hamas verurteilt Frankreichs Haltung, besonders die Veröffentlichung von Bildern, die Mohammed darstellen. Hamas behauptet, das sei von freier Meinungsäußerung nicht gedeckt, sondern stärke die Kultur des Hasses. Ja klar, Bilder sind böse und die, die sie zeigen zu ermorden, ist Freiheit, nicht wahr?

Der alltägliche Antisemitismus: (eine umfassende Sammlung gibt es auf The New Antisemit; auf twitter gibt es für den deutschsprachigen Raum die „RIAS“ (Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus):
Muslime im Westen:
Florida: Ein Imam verkündete: Juden stecken hinter aller Korruption auf der Erde.
Deutschland:
– Berlin: An einer Berliner Hochschule fand eine mit Steuergeldern finanzierte Veranstaltungsreihe statt, in der Zionismus verlernt werden soll. Diese „Schule“ weist Verbindungen zur antisemitischen BDS-Bewegung auf – ein Versuch, Sympathien für Boykott gegen Israel oder gar für Terrorismus beizubringen? Es fügt sich in ein Muster. (Mehr bei audiatur online.)
Balkan:
Griechenland: Nach dem Verbot der Neonazi-Partei Goldene Morgenröte und der Festnahme ihrer Führer wurden mehrere jüdische Friedhöfe und ein Holocaust-Mahnmal geschändet.
USA:
– Vor einer Synagoge in Ann Arbor (Michigan) stehen immer zu Gottesdiensten Leute, die gegen „jüdische Macht“ und Israel demonstrieren.
– Die New York Times brachte das Op-Ed einer Frau, die den Antisemitismus von Louis Farakhan reinwäscht.
– Jüdische Studenten an der University of Illinois in Urbana-Champaign beschweren sich über eine Flut an Hakenkreuzen und verbalen Feindseligkeiten.

Die Religion des Friedens, der Liebe, der Rücksichtnahme, der Frauenrechte und Wissenschaften:
Tunesien: Ein Parlamentsabgeordneter glorifiziert die Enthauptung des französischen Lehrers wegen des Zeigens einer Mohammed-Karikatur.
– Viele Muslime bejubeln die Enthauptung des Lehrers, der Mohammed-Karikaturen zeigte, als „Warnung für alle Kritiker des Islam“.
– Ein islamischer Gelehrter: Das Hauptverbrechen war nicht die Enthauptung des Lehrers, sondern die Beleidigung Mohammeds und „wir gewinnen an dieser Front“.

Jihad:
Nigeria: Muslime (Boko Haram) ermordeten weitere 14 Bauern – in den letzten 10 Jahren haben sie in der Region ca. 30.000 Menschen im Namen Allahs ermordet.
– Der Islamische Staat rief seine Kämpfer auf Westler in Saudi-Arabien anzugreifen.
Der Islamische Staat fordert Muslime auf Jihad gegen Indien zu führen und nutzt „Islamophobie“ als rhetorisches Mittel die Menschen aufzustacheln.
Frankreich: Eine „Allahu Akbar“ brüllende Muslima drohte mit einem Jihad-Bombenanschlag auf einen Bahnhof.
Frankreich: Sieben Muslime aus Großbritannien versuchten an der israelischen Botschaft einen Polizisten zu ermorden.
USA: Das FBI sagt, hinter den Drohungen gegen Wähler der Demokraten, die den „Proud Boys“ zugeschrieben wurden, steckten der Iran.
Frankreich: Eine Moschee entschuldigte sich dafür ein Video geteilt zu haben, mit dem zu Handeln gegen den Lehrer aufgerufen worden war.

Muslimisches Herrenmenschentum, Dhimmitum, Anspruchsdenken, Islamisierung im Westen:
Frankreich: Ein muslimischer Häftling (Migrant) brüllte andere Häftlinge mit „Allahu Akbar“ an und drohte damit Wärter zu töten.
Frankreich: Ein linker Politiker hebt hervor, der Terrorist, der letzte Woche den Lehrer köpfte, „besudele die Religion des Islam“.
Großbritannien: Ein muslimischer Autor verurteilte die „Brutalität der französischen Polizei“, die den Enthaupter des Lehrers erschoss; das sei ein sinnloser, brutaler Mord an dem Terroristen gewesen.
– Das Video von muslimischen Eltern über den ermordeten Lehrer wurde in einer Moschee gezeigt, wo damit zum Jihad-Mord aufgerufen wurde.
Schweden: Muslimische Migrantenbanden terrorisieren auf den Straßen mit einem heftigen Anstieg von Bombenanschlägen und Morden.
Schweden: Ein muslimischer Migrant, der zum „Schweden des Jahres“ erkoren wurde, hatte online Jahre lang Juden und Schwule belästigt.
– Frankreich: Eine Lehrerin wurde von einem muslimischen Schüler mit einem Messer bedroht, weil sie einen Kurs über den Islam hielt: „Ich werde dir den IS auf den Hals schicken!“
USA, Washington DC: Aseris (Aserbaidschaner) demonstrierten FÜR Krieg in Berg-Karabach: „Jihad, Jihad, Jihad!“, zeigten das Handzeichen der Grauen Wölfe.
– Ein prominenter Imam traf den Papst. Er rechtfertigte die Enthauptung des Lehrers in Frankreich wegen „krimineller Beleidigung Mohammeds“.
Frankreich: Muslimische Studenten bejubeln die Verbrennung französischer Flaggen als Reaktion auf Mohammed-Karikaturen.
Schweden: Ein muslimischer Migrant und Politiker erklärt, Kritik am Islam sei ein „dreckiges Verbrechen“ und „verdient Bestrafung“.
Großbritannien: Der Herausgeber einer britischen muslimischen Internetseite erklärt: Charlie Hebdo muss auf der Stelle geschlossen werden.
Deutschland: Die Polizeistatistiken zeigen, dass die meisten Fälle von Mord und Totschlag von Asylsuchenden begangen werden.
– Ein katholischer Wissenschaftler behauptet fälschlich, Mohammed habe gewaltfrei auf die reagiert, die ihn verspotteten.
– Die Union muslimischer Gelehrter behauptet: „Wir haben Angst um Gesellschaften, die andere Religionen und Heiligtümer zu Zielen machen.“ („andere Religionen“ kann wieder nur den Islam meinen, denn Muslime gehen nur allzu gerne auf andere Religionen und ihre Heiligtümer los.)
Frankreich: Ein „Anti-Islamophbie“-Vorkämpfer gab eine Todes-Fatwa gegen den Lehrer aus, der im Unterricht Mohammed-Karikaturen gezeigt haben soll.
Frankreich: Ein „Allahu Abkar“ brüllender Muslim drohte Polizisten zu ermorden.
Großbritannien: Der Priester der Kirche, deren Kreuz von einem Muslim niedergerissen wurde, sagte, er habe Mitgefühl für den Täter.

Christenverfolgung/Verfolgung von Nichtmuslimen:
– Der Erzbischof von Mossul beklagt das Schweigen der EU zu verfolgten Christen; deswegen hat er „um Europa mehr Angst als um den Irak“. (So weit ist es also schon.)
Chile: Bei „Protesten“ von Linken im Zuge einer Volksabstimmung über eine neue Verfassung werden vor allem Kirchen geschändet und in Brand gesetzt.
– Großbritannien: Ein muslimischer Jugendlicher zerstörte (ungehindert) das Kreuz auf einer Kirche in Romford, einem Vorort von London. Zeugen beschreiben ihn als „Algerier oder Marokkaner“.
Stettin: LGBT-Extremisten schändeten eine Kirche.
Pakistan: Ein 13-jähriges christliches Mädchen wurde entführt, zum Islam zwangskonvertiert und gezwungen ihren Entführer zu heiraten.
– Der Erzbischof von Armenien erklärt zu dem aktuellen Konflikt in Nagorni-Karabach, dass die Türkei hier einen dritten Völkermord an den Armeniern begeht.
– Der Erzbischof von Albanien erklärt, dass die Umwidmung der Hagia Sophie in eine Moschee ein „Kultur-Jihad“ sei.
Nigeria: Einmal mehr überfielen Muslime Christen und hackten einen von ihnen mit Macheten tot.
Pakistan: Eine Christin wurde von einem Muslim verprügelt, weil sie nach ihrem Nachbarn rief und dabei seinen christlichen Vornamen benutzte.

Obama Watch:
– Die Regeln für die nächste Debatte zwischen Trump und Biden wurden schon wieder geändert. Sie sollen nur 2 Minuten lang reden können, dann werden ihre Mikrofone abgeschaltet. Außerdem wurden die Themen geändert, um Trumps außenpolitische Erfolge nicht erwähnen zu müssen.
– An einer Highschool in Kalifornien tauchten Sticker auf: „Freunde lassen Freunde nicht Republikaner wählen“. Den hatte ein Lehrer mitgebracht, um seine Schüler zu „bilden“; er bezeichnete Trump zudem im Unterricht als „Faschistenschwein“. Eltern an dieser Highschool sind besorgt wegen der linken Indoktrination, die an dieser Schule stattfindet und die sie während der Zeit des virtuellen Klassenzimmers erleben konnten.

Obamanisten:
– Die (demokratische) Gouverneurin von Michigan gab ein Interview; in Hintergrund waren symbolische Dinge zu sehen, die als „Kill Trump“ interpretierbar sind. Inzwischen ist relativ sicher, dass sie die Sachen gezielt dort platzierte.
– Es wird ja gerne behauptet, der inzwischen berühmte Laptop sei nicht der von Hunter Biden (obwohl dessen Anwalt ihn inzwischen auch schriftlich zurückverlangte). Der Computerladen, der das Gerät zur Reparatur annahm, kann aber auf dem Auftrag Hunter Bidens Unterschrift nachweisen.
Es sieht so aus, als wolle die Kommission, die für die Inhalte der Debatte Trump/Biden zuständig ist, alles verbieten, was mit Bidens Sohn Hunter und dessen kriminellen Machenschaften zu tun hat.
– Ein Biden-Sprecher behauptet, die Attacken Trumps auf die kriminellen Machenschaften Bidens seien nur ein Versuch von den Russland-Desinformationen abzulenken.
– Der demokratische Bürgermeister von Linden (New Jersey) ließ Lebensmittel-Pakete, die das Landwirtschaftsministerium an Bedürftige verteilen lässt, öffnen und ersetzte einen Brief des Präsidenten (als oberstem Chef dieser Maßnahme) durch einen eigenen, um den Leuten vorzugaukeln, er sei der edle Spender.

Obamedien:
Facebook sperrte den Account eines Users, nachdem dieser ein Video von hunderten schwarzer Trump-Anhänger postete, die „We love Trump“ skandierten.
– Project Veritas hat erneut aufgedeckt, wie Medien in die Wahl eingreift: In einem Undercover-Video erklärt ein Google-Manager, wie für Biden agiert wird: Bei der Such-Routine werden zu Trump nur negative, bei Biden nur positive Treffer oben angezeigt. Darüber hinaus erklärte er, wenn Trump gewinnt, werde es Krawalle geben.
– Die Washington Post veröffentlichte ein Op-Ed eines ehemaligen Werbemanagers für Twitter und Google, der darin fordert, die Plattformen der sozialen Medien müssten für Trump gesperrt werden.
– Die Administration Trump eröffnete das erste Zentrum überhaupt gegen Menschenhandel – es gibt kaum Journalisten und die haben „natürlich“ keinerlei Fragen. Berichterstattung? Zilch…
– In unseren Medien hieß es, Biden habe laut Umfragen in den USA die Debatte dieser Woche gegen Trump gewonnen. Im Internet erhalte ich Umfragen aus den USA, die besagen, dass die Amerikaner mit überwältigender Mehrheit der Meinung sind, dass Trump besser war.

Wahlbetrug:
– Der Chefrichter des Obersten Gerichtshofs schlägt sich auf die Seite der Linken und entscheidet, dass in Pennsylvania nicht frankierte Briefwahl-Unterlagen noch 3 Tage nach der Wahl angenommen werden dürfen.
– Mehr als 100 Briefwahlunterlagen wurden beschädigt, als ein dafür aufgestellter Briefkasten im Los Angeles County in Brand gesteckt wurde.
– Das Oberste Gericht von Pennsylvania hat verboten Briefwahlbögen für ungültig zu erklären, wenn die Unterschriften darauf von denen abweichen, die bei der Wählerregistrierung geleistet wurden.
Wahlhelfer in Detroit werden darin geschult, wie sie Wahlbeobachter aus dem Wahllokal werfen oder so auf Abstand gehalten werden sollen, dass sie die Zählung nicht wirklich überprüfen können.

Senil und dement oder ehrlich? Joe Biden: „Wir haben – und die Obamaregierung hat das früher schon gemacht – die umfangreichste und inklusivste Wahlbetrugsorganisation in der Geschichte der Vereinigten Staaten aufgebaut.“

Weitere Wahlprobleme:
– Ein Gericht in North Carolina urteilte, dass Wahlbriefunterlagen noch bis zum 12. November eintreffen und gezählt werden dürfen.
– Eine mysteriöse Internetseite „Donald Trump Watch“, die ihre Büros in China hat, verrät Adressen von Trump-Spendern, damit die Antifa und BLM-Terorristen dort zuschlagen können.
Aus Oregon und Kalifornien kommen zahlreiche Berichte, dass Wähler mehrfach Briefwahlunterlagen zugeschickt bekommen haben; dass Wählerregistrierungen nicht stimmten; dass Wähler angerufen und ihre Daten abgefragt wurden, weil angeblich etwas mit ihren Daten nicht funktioniert hat, …

Wer beleidigt, attackiert, gefährdet, mordet wen?
In Maryland wurde ein Trump-Anhänger samt seinem Sohn von einem Biden-Anhängern beschossen, als er an dem Grundstück des Biden-Anhängers vorbeifuhr und hupte.
– In Rowland wurde ein Polizist angegriffen und so schwer verletzt, dass er im Krankenhaus behandelt werden musste. Der Täter streamte sein Tun live über Facebook (11 Minuten lang). Der Polizist bettelte Umstehende um Hilfe; diese verspotteten ihn und lachten.
– Bei einer Demonstration für freie Meinungsäußerung in San Francisco wurden die Demonstranten von (linken) „Gegendemonstranten“ angegriffen; einem Organisator wurde ein Zahn ausgeschlagen.
Einige Teilnehmer an einer riesigen Trump-Veranstaltung in New Hampshire erhielten „Post“ – Briefe, in denen ihnen angedroht wurde, ihre Häuser würden niedergebrannt, sollte Trump die Wahl nicht aufgeben. Ihre Namen und Adressen seien in Listen vermerkt worden.
Linke wollen mit gefälschten E-Mail beweisen, dass die „Proud Boys“ Wähler bedrohen.
Seattle: Ein Antifa-BLM-Schläger griff einen Polizisten mit einem brennenden Speer an.
New York: Etwa tausend Autos fuhren in einem Konvoi „Juden für Trump“ durch die Straßen der Stadt – und viele wurden mit Eiern, Steinen und Pfefferspray attackiert.

Ach so ja: Im Kapitalismus bzw. auf dem freien Markt sagt der Preis einiges über die Nachfrage (sprich: Beliebtheit) aus:

Die Kinder von 1973 schreiben über den Yom Kippur-Krieg

Briefe, die israelische Kinder während des Kriegs 1973 schrieben, offenbaren, wie sie eine der herausforderndsten Zeiten des Staates erlebten.

Nationalbibliothek Israels, 14. September 2020

Foto von Eli Landua, Sammlung Dan Hadani, Pritzker Family National Photography Collection in der Nationalbibliothek Israels

47 Jahre nach dem Yom Kippur-Krieg sind sie mitten in ihren 50-ern und 60-ern. Damals, im Herbst 1973, waren sie nur Schulkinder, Jungs und Mädchen. Um herauszufinden, an was von der damaligen Zeit sie sich erinnern, können wir sie einfach fragen, die meisten leben noch. Um zu wissen, was sie in der Zeit fühlten und dachten, als die Ereignisse tatsächlich stattfanden, müssen wir ihre Briefe lesen.

Der Krieg überraschte nicht nur die israelische Armee und Regierung, sondern auch die Presse des Landes. Dazu gehörte eine Reihe von Zeitungen und Magazinen, die für Kinder gedacht waren. Zwei Tage nach Ausbruch des Krieges, am 8. Oktober, veröffentlichte Davar Leyeladim (eine Wochenbeilage der Tageszeitung Davar) seine Feiertagsausgabe für Sukkot. Die einzige Erwähnung des Krieges war ein kurzer Text oben auf der ersten Seite. Er begann mit den Worten: „Mit Redaktionsschluss dieser Ausgabe, am Vorabend des Yom Kippur, brach ein vierter Krieg zwischen Israel und seinen Nachbarn aus: Die syrische Armee überschritt die Grenze auf den Golanhöhen und die ägyptische Armee überquerte den Suezkanal. Zu Land, zu See und in der Luft finden heftige Kämpfe statt.“

Es war ein klarer Versuch die jungen Leser zu beruhigen und Israel so darzustellen, dass es die Lage unter Kontrolle hat – noch bevor sich der Nebel des Krieges hob: „Die israelische Heimatfront ist aufgerufen worden und jeder ist losgezogen um seine Pflicht zu tun. Während dies geschrieben wird, blockiert die IDF mit größtem Heldenmut das Vorrücken des Feindes und die syrische wie die ägyptische Armee erleiden schwere Verluste. Die Nachrichten von der Front sind immer noch vage [und es scheint ein Zitat von Verteidigungsminister Mosche Dayan zu geben, der voraussagt: ‚Es gibt keinen Zweifel, dass der Krieg zu unseren Gunsten endet!‘]“

Der Einband der Ausgabe der Kinderbeilage Davar Leyeladim vom 8. Oktober, erwähnte den Krieg nicht…

Die Kinderausgabe der Ha’aretz vom 8. Oktober schaffte es ihre Leser weiter zu auf dem aktuellen Stand zu halten, aber selbst dort füllten die Neuigkeiten nur eine einzige Seite. Darin erfuhren die Leser von den „kleinen und unbedeutenden“ Erfolgen der arabischen Armeen „bedenkt man, dass der Feind den ersten Schlag führte“.

„Bedenkt man die Tatsache, dass der Feind den ersten Schlag führte, sind ihre Erfolge klein und unbedeutend“ – In der Ha’aretz-Kinderausgabe vom 8. Oktober war eine Seite war dem Krieg gewidmet.

Folgeausgaben stellten ein kompletteres Bild der Kriegsereignisse, mehr Details dar – mit Betonung auf den Soldaten und ihren Geschichten. Dennoch behielten die meisten Ausgaben ihr Format und die regulären Sektionen bei, einschließlich Serienromanen, Kinderliedern und sogar Witzen. Der für unsere Diskussion relevante Abschnitt ist „Ha’aretz Schelanu-Leser schreiben“, veröffentlicht in Ha’retz Schelanu („Unser Land“), eine Kinderwochenzeitung. Dort erfahren wir, dass trotz der  Absicht, selbst während der schwierigsten Momente des Landes eine Routine beizubehalten, der  Krieg eindeutig die Gedanken der Kinder der Nation verzehrte.

Das erste Mal hören wir diese Kinderstimmen in der dritten Woche des Krieges, in der Ausgabe von Ha’aretz Schelanu vom 22. Oktober. In den Briefen der Leser hören wir die von den Kämpfen verursachte lähmende Angst. Anat Gavrieli aus Tel Aviv schrieb: „Liebe Reaktion, ich weiß, dass Krieg ist. Die Ägypter überraschten uns und griffen uns an. Ich fühle mich unwohl. Es gibt echte Sirenenalarme [nicht nur Übungen]. Statt in den Bunker hinunterzugehen, bleibe ich Zuhause, von Angst ergriffen. Im Radio und im Fernsehen – ständig ist da Krieg … Ich kleben vor dem Radio fest wie eine Schnecke in ihrem Haus. Ich hoffe und bete, dass es Frieden geben wird und dass der Krieg in Frieden enden wird.“

Neben der Sehnsucht nach Frieden finden wir etwas Wut wegen des Überraschungsangriffs: „Liebe Redaktion, die Araber sind Feiglinge! Wir sind es nicht! Unsere Feinde glaubten uns während des Fasten- und Gebetstags besiegen zu können, aber sie erfuhren bald, dass wir trotz der Fast bereit waren für unser Recht in Frieden zu fasten und zu beten zu kämpfen. Unser Sieg ist sicher, weil unser Kampf einer um unser Leben ist“, schrieb die zehnjährige Liora Binyamin aus Haifa.

„… sofort ertönte eine Sirene. Ich legte meine Schwester Maya in den Wagen und ging die Treppen hinab. Ich spielte mit ihr im Bunker… Viele Gedanken gingen mir durch den Kopf. Als Entwarnung gegeben wurde, fragten sie mich: ‚Warum immer deine Tagträume?‘ Ich antwortete nicht… Hagit Kanev, Tchernichovsky Street 55, Haifa.“

Angst, Sehnsucht nach Frieden sowie Wut tauchen auch in späteren Ausgaben auf, neben den einfachen Fragen und Gedanken der Kinder. Wenn die Sirenen ertönten, gingen Hagit Nakav und ihrer Schwester in den Bunker ihres Apartmenthauses in Haifa hinab. Um sich die Zeit zu vertreiben spielten die beiden und „plötzlich dachte ich: Da im Norden kämpfen sie und hier sitze ich und spiele“. Mitten im Chaos des Krieges und in der quälenden Sorge um ihre Brüder und Väter, die um ihr Leben kämpften, schickte Meirav Bieber (10) aus Raanana eine Frage: „Was passiert im Krieg, wie jetzt, mit den Tieren im Zoo? Werden sie in Schutzräume gebracht oder in Käfigen gelassen? Und wenn sie dort gelassen werden, was passiert, wenn eine Bombe auf sie fällt? Das ist Misshandlung von Tieren!“

Vergleiche zwischen Israel und seinen Feinden im Krieg konzentrierten sich auf die Frage der Heiligkeit des Lebens. Die Kinder, die an die Zeitungen schrieben, schrieben entschlossen, wie Anat Kasavi aus Nahariya es formulierte: „Sie, die Araber, kümmern sich überhaupt nicht um ihr Volk! Wenn einer fällt, ersetzen ihn zehn. Das ist bei uns nicht der Fall! 658 Tote nach einer Woche der Kämpfe, von unseren besten! Ich will nicht, dass unsere Leute sterben und ich will nicht, dass unsere Feinde sterben!“

„Ich will nicht, dass unsere Leute sterben und ich will nicht, dass unsere Feinde sterben! … Anat Kasavi, Herzl-Straße 45, Nahariya

Viele der jungen Briefeschreiber schrieben von ihrem Leben an der Heimatfront im Schatten des Krieges. Ella Tamar aus Tel Aviv schrieb über die stille, übersehene Heldin des Krieges – die trauernde Mutter. Die zwölfjährige Ella beschloss die Figur der trauernden Mutter mit Geschichten aus der Bibel zu verbinden und setzte das Heldentum des Patriarchen Abraham mit dem der trauernden Mütter gleich; sie fügt hinzu: „Wenn der Bauer seine Felder aussät, weiß er, dass er bald die Ernte einfahren wird. Aber diese Mütter werden die ihre nicht einfahren; sie werden ihre Söhne nicht aufwachsen sehen und die Früchte ihrer Arbeit erleben. Der Krieg hat das verhindert.“

„Wenn der Bauer seine Felder aussät, weiß er, dass er bald die Ernte einfahren wird. Aber diese Mütter werden ihre nicht einfahren; sie werden ihr Söhne nicht aufwachsen sehen und die Früchte ihrer Arbeit erleben…“ Ella Tamar, 12 Jahre, Frishman Street 47, Tel Aviv

Mit der Verkündung des Waffenstillstands gaben die Kinder des Landes wieder stärker ihrer Friedenssehnsucht Ausdruck. Gadi Marcus aus Tel Haschomer schrieb: „In meinem Herzen denke ich, wie schrecklich Krieg ist. Abgesehen von den vielen Opfern fehlen Arbeitskräfte an der Heimatfront. Für Frieden muss alles getan werden.“

Nach dem Ende der Kämpfe waren die jungen Schreiber in der Lage darüber nachzudenken, was ihre Feinde bewog in den Krieg zu ziehen. Talia Nur (12) aus Bat Yam glaubte, der Überraschungsangriff der Ägypter und Syrer entstamme einem Gefühl des Verlustes der Zuversicht nach Israels entscheidendem Sieg im Sechstage-Krieg von 1967 und gab an, dass die „Arroganz und Geringschätzung“, die die israelische Haltung vor dem Yom Kippur-Krieg kennzeichnete, „nicht die richtige Art war die Araber einzuschätzen“. Die elfjährige Ronit Hagai aus Ramat Gan wunderte sich: „Vielleicht wollten die meisten Araber gar nicht kämpfen und es waren nur die Führer, die sie aufhetzten?“

„Arroganz und Geringschätzung ist nicht die richtige Art die Araber einzuschätzen“… Talia Nol, 12 Jahre alt, Rabbi-Kook-Straße 22, Bat Yam.

Einige der Schreiber antworteten auf die Briefe anderer Kinder, so auch der Siebtklässler Galil Ben-Dror aus Gvat: „Auch wenn die Araber zum Rückzug gezwungen waren, waren sie nicht gebrochen. Liora, glaube nicht, dass wir mutiger sind als die Araber.“

„Auch wenn die Araber zum Rückzug gezwungen waren, waren sie nicht gebrochen. Liora, glaube nicht, dass wir mutiger sind als die Araber.“

Die Beiträge der israelischen Jugend selbst zu den Kriegsanstrengungen wurden ebenfalls gelegentlich erwähnt, so wie in diesem Brief, der in der Ausgabe vom 26. November veröffentlicht wurde:

„Wir arbeiteten in den Gärten,wuschen Autos und mehr und sammelten 1210 israelische Lire. Wir hofften, solche Taten würden uns helfen diesen schwierigen Krieg zu gewinnen. .. Shari Herzberg und Yonah Davidovitch, 8. Klasse, Brandeis-Schule, Herzliya.

Mit dem Ende des Krieges und dem Aufkommen öffentlicher Diskussionen zu dem, was sofort „Das Fiasko“ genannt wurde, stellte die Jugend ein eindrucksvolles Engagement der aktuellen Angelegenheiten. War es Dayans Fehler? Sollte die gesamte Regierung Verantwortung übernehmen? Sollte die herrschende Partei die Verantwortung erhalten? Die Persönlichkeit Motti Aschkenazi kam bald in den Vordergrund. Aschkenazi war ein Reserveoffizier, dessen persönliche Kampagne gegen die Defekte der israelischen Führung rund um den Krieg zu einer öffentlichen Protestbewegung wurde. Wer hatte recht – Dayan oder Aschkenazi? Wie sahen die Grenzen der legitimen Kritik aus? Diese Fragen erregten die Aufmerksamkeit von Kindern, die erst zehn oder zwölf Jahre alt waren. Selbst wenn ihre Worte die ihrer Eltern und anderer Erwachsener um sie herum widerspiegeln, scheint ihre Beschäftigung damit und wie sie die Themen artikulierten heute sehr erwachsen. Hier einige Auszüge:

Motti Aschkenazi ist nichts als ein plappernder Papagei, der brüllt und schreibt, während er in der Knesset herummarschiert. Und es ist eine Schande für den Staat Israel, dass ein Mann, der so viel Unsinn redet, nicht aufgehalten wird! … Ilana Zohar, Beer Sheva

„Es ist möglich, dass Mosche Dayan für das Geschehene schuldig ist, aber tatsächlich sind wir alle aus Fleisch und Blut, jeder kann einen Fehler machen, aber er machte es gewiss nicht absichtlich. Daher müssen wir ihn verstehen und auf die korrekte Weise logisch über sein Handeln nachdenken…“ Melli Herbst, Uziel-Straße 30, Ramat Gan.

„Ruthi, du hast selbst geschrieben, dass Israel eine Demokratie ist und dazu gehört freie Meinungsäußerung. Warum also sollte Motti Aschkenazi sich nicht öffentlich äußern?…“ Varda Harif, Tirza-Straße 22,Ramat Gan.

„Die Leute wählten Mosche Dayan vor 6 Jahren und heute, wegen des Fiaskos des Krieges, hat die Unterstützung für Mosche Dayan nachgelassen. Motti Aschkenazi fordert Dayans Rücktritt und das zurecht. Mosche Dayan muss als für die Staatssicherheit verantwortlicher Minister die Konsequenzen tragen…“ Noam Ben-Ozer, 10 Jahre, Kibbutz Gan-Schmuel.

Grundlage dieses Artikels ist ein früherer Artikel von Joram Melcer.

Trump, Biden und „the fu*****g Germans“

Die enge Bindung der USA zu Berlin wird in Frage gestellt, egal, wer die Präsidentenwahl gewinnt.

Matthew Karnitschnig, Politico, 20.Oktober 2020

Deutschland mag vielleicht bereit sein Donald Trump von hinten zu sehen ein Präsident Joe Biden könnte dennoch wichtige politische Meinungsverschiedenheiten bedeuten. (Foto: Peter Nicholls/AFP via Getty Images)

John McCain war in einer wehmütigen Stimmung.

Es war der Frühling 2017 und ich besuchte ihn zum, wie sich herausstellte, letzten Mal in seinem Senatsbüro auf dem Capitol Hill.

Nachdem er mich zu unserem Heimatstaat Arizona auf den neuesten Stand gebracht hatte, wandte sich McCain einer weiteren seiner Leidenschaften zu: Europa. Der Senator war gerade von einer schnellen Tour durch den Balkan zurückgekehrt (hatte u.a. Zeit in einer der Jagdhütten von Tito verbracht) und er machte sich Sorgen, dass weder Washington noch die Europäer der Sicherheitslage dort und in der weiteren Region genug Aufmerksamkeit widmeten, besonders der Gefahr, die Russland darstellt. Was ist mit den Deutschen, fragte ich im Wissen, wie frustriert McCain mit Berlins Haltung zu Russland im Verlauf der Jahre gewesen war. (2015 sagte McCain, erbost wegen Berlins Weigerung zu helfen die Ukraine zu bewaffnen, Angela Merkels Kurs erinnere ihn an „die Politik der 1930-er Jahre“, ein Verweis auf die unglückselige Appeasement-Strategie Großbritanniens gegenüber Hitler.)

McCain, der den Jargon seiner Pilotentage nie aufgab, lächelte schelmisch.

„Die verdammte Deutschen“, lachte er. „Was soll man sagen?“

Wäre er noch am Leben, würde McCain zweifellos jede Menge über den außenpolitischen Weg der Regierung Merkel in den letzten Jahren zu sagen haben.

Seit McCains Tod 2018 hat Deutschland sich an so ziemlich jeder wichtigen außenpolitischen Front geweigert die USA zu unterstützen, ob es nun um China, Russland, den Iran, Israel oder den gesamten Nahen Osten ging.

Derweil bleibt Berlin weiter hinter den NATO-Verteidigungsausgabezielen zurück und die Beschaffungspraktiken des Ministeriums – in den letzten Tagen musste es Pläne zur Bestellung eines neuen Standard-Sturmgewehrs fallen lassen – bleiben ein schlechter Witz.

Es ist verlockend diese neue transatlantische Spaltung Donald Trump, seiner Infragestellung des Sinns der NATO und seiner bizarren Hass-Liebe-Besessenheit mit Merkel wie mit Deutschland zuzuschreiben, dem Land seiner Vorfahren.

McCain, der kein Fan Trumps war, würde sich zweifelsohne diesem Refrain anschließen. Aber er würde wahrscheinlich auch aufzeigen, dass die darunter liegenden Spaltungen in die Zeit vor Trump zurückreichen und zu einer fundamentaleren Frage führen: Auf wessen Seite steht Deutschland überhaupt?

Niemand auf beiden Seiten des Atlantiks versucht noch die tiefen Differenzen in der Beziehung zu übertünchen. Vor kurzem fragte ich Christian Linder, Parteichef der Freien Demokraten, einer vordergründig proamerikanischen Partei, wie die Erwartungen an die deutsch-amerikanische Partnerschaft aussehen. Seine Antwort: „Auf welche transatlantische Beziehung meinen Sie?“

Da die deutsch-amerikanischen Beziehungen auf dem tiefsten Punkt seit dem Zweiten Weltkrieg angelangt sind, bietet McCains Frust angesichts der deutschen Politik eine Erinnerung daran, dass die Verzweiflung des amerikanischen transatlantischen Establishments in Beziehung zu Deutschland tief geht und parteiübergreifend ist. Trumps unfassbare Pöbeleien haben viele Deutsche veranlasst zu vergessen, dass auch Barack Obama Berlin unter Druck setzte mehr für die Verteidigung auszugeben. Tatsächlich war Obama der erste Präsident, der die Europäer als „Trittbrettfahrer“ kritisierte.

Diese Geschichte legt nahe, dass Hoffnungen vieler in Berlin, die Beziehungen zwischen den USA und Deutschland würden irgendwie wieder zur früheren Norm zurückkehren, wenn Joe Biden (ein enger Freund McCains über Jahrzehnte hinweg) die Präsidentschaft gewinnt, nicht nur überzogen sind – sie sind Fantasie.

Kein Zurück

Ein starker Grund, dass es kein Zurück gibt, ist Washingtons Fokus auf China, einer der wenigen Bereiche beiderseitigen Konsenses über die amerikanische politische Kluft hinweg.

„So wie die US-Außenpolitik sich zunehmend auf den strategischen Wettstreit mit China konzentriert und Beziehungen zu langjährigen Verbündeten dieser vorrangigen Priorität unterordnet, wird Europa vor schwierige Entscheidungen gestellt – egal, wer Präsident ist“, stellte Hans Kundnani von Chatham House vor kurzem fest.

Es gibt jedoch eine prosaischere Erklärung dafür, dass es kein Zurückstellen der transatlantischen Uhr gibt: Dreißig Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges ist es zunehmend schwierig geworden den Amerikanern zu erklären, warum das Land überhaupt in Europa sein muss.

Das gilt besonders für die amerikanische Militärpräsenz in Deutschland, wo die USA ihr europäisches Engagement seit Jahrzehnten verankert hat. Trumps Attacken auf Berlins bescheidene Militärausgaben könnten in Deutschland Wut auslösen, aber in den USA werden sie als seine weniger umstrittenen Ausbrüche betrachtet.

Der Grund könnte sein, dass er, wie Obama vor ihm, nicht ganz Unrecht hat. Warum sollten die USA weiterhin die finanzielle Hauptlast dafür tragen Europas reichstes Land zu beschützen? Diese Frage ist noch schwerer zu beantworten, wenn man Deutschlands fortgesetzte Bindung an Russland – wie über die Gaspipeline Nordstream 2 – trotz lauter Proteste der USA und anderer Verbündeter bedenkt.

Letzten Monat warnte Wolfgang Ischinger, ein ehemaliger deutscher Botschafter in den USA, der heute der Vorsitzende der Münchener Sicherheitskonferenz ist, der jährlichen Versammlung des transatlantischen Bündnisses, vor einer Stornierung von Nordstream 2, nachdem Russland im Verdacht steht den Oppositionsführer Alexei Nawalny mit einem Nervengas vergiftet zu haben. Das Projekt zu stoppen würde „ein triumphierendes Jaulen in der Administration Trump auslösen“, sagte Ischinger zur besten Sendezeit im deutschen Fernsehen.

Mit anderen Worten: Es war wichtiger Deutschlands Wort gegenüber Russland zu halten, als Trump den Anschein zu geben er habe gewonnen, besonders nachdem Washington Monate lang drohte jeden mit Sanktionen zu belegen, der mit dem Projekt in Zusammenhang steht. Egal, dass die USA angeblich Berlins engster Verbündeter sind, mit in Deutschland stationierten Truppen und Atomwaffen, um es – ausgerechnet – vor Russland zu schützen.

Bislang ist die deutsche Regierung Ischingers Rat gefolgt und hat wenig Neigung gezeigt die Pipeline aufzugeben, ein Schritt, der, so die Sorge Berlins, Wladimir Putin weiter provozieren würde.

Teil der deutschen Rechnung im Widerstand gegen US-Druck ist die Überzeugung, dass die USA Deutschland fast genauso sehr brauchen wie Deutschland die USA.

Trumps „Ansatz kommt mit schadenden Folgen, für die USA mehr als für Deutschland“, sagte mir Norbert Röttgen, der Vorsitzende des Außenausschusses des Bundestags und konservativer Kandidat für die Nachfolge Merkels, vor kurzem in Bezug auf Trumps Entscheidung die Zahl der US-Truppen im Land um ein Drittel zu kürzen. „Es ist schwierig mit dieser Art von Irrationalität zu arbeiten.“

Fragwürdiges Kalkül

Doch der Kern des Streits – dass die USA ihre Präsenz in Deutschland benötige, um „Macht zu projizieren“ und im Nahen Osten endlose Kriege zu führen – wurzelt stärker in der Wirklichkeit der Administration George W. Bush als dem, wie US-Strategie wahrscheinlich in den kommenden Jahren aussehen wird, während Washington seinen Fokus und Ressourcen auf den indo-pazifischen Raum umlenkt.

Trotz dieser strategischen Verschiebung und den großen Spannungen in der deutsch-amerikanischen Beziehung ist „Auf Wiedersehen“ zu sagen weit entfernt davon geradeheraus zu sein. Die transatlantische Lobby – eine Buchstabensuppe deutscher und amerikanischer Thinktanks, die sich aus einer Sammlung aus Akademikern, pensionierten Generälen und Botschaftern zusammensetzt, von denen einige auf der Gehaltsliste des „militärisch-industriellen Komplexes“ stehen – hat die Absicht die Beziehung zu erhalten, komme, was da wolle. Dasselbe gilt für viele im Kongress, einschließlich Republikanern.

Einige Beobachter glauben, der beste Weg vorwärts sei es die NATO „neu zu definieren“, indem man einen größeren Teil der Last auf Europa verschiebt. Während Washington in den letzten Jahren an dieser Front ein paar Fortschritte dabei gemacht hat andere Mitglieder dazu zu veranlassen mehr Ressourcen in ihr Militär zu stecken, stellen die USA immer noch rund 70 Prozent der gesamten Verteidigungsausgaben der NATO-Mitglieder aus.

„Man muss die Mentalität verlassen, dass dies eine Art Protektoratsbeziehung ist … sie ist für beide Seiten zerstörerisch“, sagte Dan Hamilton, eine prominente amerikanische Stimme zu transatlantischen Angelegenheiten, der Jahrzehnte damit verbracht hat zwischen Universitäten und Diplomatie auf beiden Seiten des Atlantiks zu wechseln. „Sie gibt den Amerikanern diese Art Schirmherren-Haltung gegenüber den Europäern und bedeutet, dass die Europäer nicht viel tun müssen.“

Obwohl viele Europäer diese Art von Partnerschaft zweifellos begrüßen würden, ist alles andere als klar, dass die Deutschen das tun würden. Deutschland bleibt, obwohl es in letzter Zeit mehr ausgegeben hat, in Sachen Verteidigung ein Zauderer. Tatsächlich ist das Militär des Landes nach Jahren der Vernachlässigung derart von Funktionsstörungen befallen, dass nirgendwo am  Horizont eine fundamentale Verbesserung zu sehen ist. Weniger als die Hälfte der Deutschen glaubt, dass die Militärausgaben gesteigert werden sollten, so eine aktuelle Studie der Münchener Sicherheitskonferenz.

Die öffentliche Wahrnehmung der USA in Deutschland ist selten schlimmer gewesen. Nur 26 Prozent der Deutschen haben nach Angaben einer von Pew im letzten Monat veröffentlichten Studie ein „positives“ Bild der USA – die niedrigste Rate aller Länder außer Belgien. Das bildet einen Gegensatz zu wohlwollenden Einschätzungen für die USA zwischen 40 und 45 Prozent in Spanien, Italien und Großbritannien.

Ein ähnlich niedriger Wert der Deutschen (27 Prozent) betrachtet die USA als den wichtigsten militärischen Verbündeten des Landes, stellte die Studie der Münchener Sicherheitskonferenz fest. Rund die Hälfte der Deutschen sagte, Frankreich sei der wichtigste Verbündete.

Auf einer rein objektiven Grundlage sind die Ergebnisse heftig. Ob es den Deutschen gefällt oder nicht: Die Abhängigkeit des Landes von den USA in Sachen Sicherheit ist in jeder Hinsicht total.

Selbst wenn die USA ihren Truppenabzug durchziehen, wird das Land mehr Soldaten in Deutschland haben als in fast jedem anderen Land der Welt. Ihre Anwesenheit – ob ihr Hauptzweck darin besteht Deutschland direkt zu schützen oder nicht – trägt zum Sicherheitsschirm bei, der auch von Amerikas Atomarsenal garantiert wird.

Obwohl Deutschlands wirtschaftliche Abhängigkeit von den USA mit dem Aufstieg Chinas etwas nachgelassen hat, bleibt Amerika Deutschlands größter Exportmarkt und ein Schlüssel-Produktionsstandort für Unternehmen wie BMW und Siemens.

Die meisten Kommentatoren schreiben Deutschlands triste Meinung über die USA ihrer tief sitzenden Abneigung gegenüber Trump zu. Aber das ist nur ein Teil der Geschichte. Amerikaner, die glauben, dass die meisten Deutschen das Gefühl haben, sie schulden den USA Dankbarkeit, weil sie das Land nach dem Zweiten Weltkrieg wieder hergestellt und den Weg für die Wiedervereinigung geebnet haben, machen sich selbst etwas vor. Sogar die Eliten des Landes betrachten Amerika bestenfalls als „Frenemy“ [Freundfeind]. Die jüngsten sozialen Turbulenzen in den USA haben selbst gebildete Deutsche davon überzeugt, dass das Land, zu dem sie einst aufblickten, alles andere als ein Vorbild sind, besonders wenn es um demokratische Normen geht.

„Es ist ein sehr ungerechtes und auf manche Weise undemokratisches System“, folgerte Michael Butter, ein deutscher Professor für amerikanische Literatur, vor kurzem in einer Diskussion mit mir im deutschen Radio über den US-Wahlkampf.

Deutschlands Medienlandschaft ist zu einer Echokammer der Vorstellung geworden, dass Amerika ein höchst defizitärer, rassistischer, halbdemokratischer Staat bewaffneter religiöser Fanatiker ist. Im Augenblick stehe das Land am Rande des Zusammenbruchs und/oder eines Bürgerkriegs. Die darunter liegende Botschaft: Trump ist nur ein Symptom der viel tiefer gehenden Funktionsstörung.

Dieses Narrativ hat sich zwar auch in anderen Ländern (einschließlich den USA selbst) breit gemacht, aber es wird selten mit so viel Inbrunst oder fehlender Nuancierung wie in Deutschland erzählt.

Für einen Amerikaner kann es manchmal so scheinen, als würden Deutsche fast wünschen, Trump würde wieder gewählt, einfach wegen des „hab ich doch gesagt“-Faktors. Ob diese Schadenfreude in dem andauernden Gefühl des Landes, es sei kulturell überlegen oder an der durch die USA in zwei Weltkriegen erlittenen Demütigung oder einer Kombination davon wurzelt, ist reine Vermutung.

„Unsere Freundschaft mit Amerika kam nie von Herzen“, vertraute mir ein prominentes, proamerikanisches Mitglied von Merkels Christdemokraten vor kurzem bei einem Bier an. xxx

Durchgeknallt und katastrophal

Ein heißer, neuer deutscher Bestseller, der den Erfolg hat die aktuelle Stimmung zu kanalisieren, trägt den Titel „Im Wahn: Die amerikanische Katastrophe“. Das Buch (und eine Dokumentation desselben Namens, die diese Woche noch erscheinen soll) argumentiert, dass die USA sich in „eine wütende Nation, die durch nichts als Hass geeint ist“ entwickelt hat. Klaus Brinkbäumer, einer der beiden Autoren, ist ein ehemaliger SPIEGEL-Redakteur und war für die berühmte Titelseite des Magazins im Jahr 2017 mit einer Zeichnung Trumps verantwortlich, wie er die Freiheitsstatue nach Art von ISIS köpfte. „Im Wahn“ ist die Fortsetzung seines Werks „Nachruf auf Amerika“. (Brinkbäumer war auch der Vorgesetzte des einstigen SPIEGEL-Starreporters Claas Relotius, der die Leser Jahre lang mit abstrusen Geschichten fesselte, die deutsche Klischees über amerikanisches Leben fütterten, bis er als journalistischer Hochstapler enttarnt wurde – seine Geschichte waren vollkommen erfunden.)

Bei einer steten Kost antiamerikanischer Medienberichterstattung überrascht es kaum, dass viele Deutsche wegen Trumps Entscheidung zeigen amerikanische Truppen abzuziehen mehr Erleichterung statt Alarm. Fast die Hälfte der Deutschen begrüßen den Schritt gemäß einer Meinungsumfrage von YouGov im August. Während ein Viertel der Deutschen sehen will, dass die USA alle Truppen abziehen, unterstützt weniger als ein Drittel die Beibehaltung der aktuellen Truppenstärke von etwa 36.000.

Der deutsche Antiamerikanismus hat zwar eine lange Geschichte an Höhen und Tiefen, aber die aktuelle Stimmung gründet in tiefen politischen Meinungsverschiedenheiten, die schwer zu ignorieren sein werden, egal, wer im Weißen Haus sitzt.

Ähnlich wie bei seinem weichen Herangehen an Russland hat Berlin auch gezögert irgendwelche Schritte zu unternehmen, die seine wirtschaftliche Beziehung zu China zu gefährden, das ein Schlüssel-Handelspartner ist.

Selbst wenn Biden gewinnt – wofür die meisten Deutschen beten – gibt es keinen Grund zu erwarten, dass Deutschlands Haltung zu China sich ändern wird, bedenkt man die auf dem Spiel stehenden wirtschaftlichen Realitäten. Und obwohl Bidens außenpolitische Berater, von denen die meisten schon in der Administration Obama dienten, dafür bekannt sind Merkel zu bewundern, wird sie nicht viel länger da sein. Die Kanzlerin hat gesagt, dass sie am Ende ihrer derzeitigen Amtszeit im nächsten Herbst zurücktreten wird.

Der einzige Kandidat im Rennen um ihre Nachfolge, der vermutlich von ihrem außenpolitischen Kurs abweichen wird – Röttgen – gilt als unbekannte Größe.

Eine weitere Frage, die über der Beziehung hängt, lautet, was passiert, nachdem Biden weg ist, besonders wenn er von einem Republikaner ersetzt wird. Deutschlands politisches Establishment hat sich faktisch mit der demokratischen Partei verbündet. Die Tatsache wird den Republikanern nicht entgangen sein, wann immer sie an die Macht zurückkehren.

Strategen in Berlin macht zudem Sorge, dass Deutschland praktisch keine Vorbereitungen dafür getroffen hat, was zu tun ist, wenn Trump alle überrascht und es schafft wiedergewählt zu werden.

Jeder weiß, dass Deutschland entlarvt werden würde, die Zukunft der NATO in Zweifel stünde.

Maximilian Terhalle, ein deutscher Strategie-Analyst und Wissenschaftler, sagt, Deutschlands Reflex werde darin bestehen sich Paris zuzuwenden, sich Frankreichs Vision von Europa als „strategischer Autonomie“ und einer Sicherheitsarchitektur „die sich von Lissabon bis zum Ural erstreckt“ zu eigen machen.

Das würde auch weitere Annäherung (sprich: Zugeständnisse) gegenüber Russland zur Folge haben, etwas, dem Polen und die baltischen Staaten mit Zähnen und Klauen Widerstand leisten würden. Europa wäre wegen Sicherheit geteilt, da einige Länder sich beeilen sich werden bilaterale Vereinbarungen zu den USA zu sichern.

Aber es wird einen klaren Gewinner geben.

„Putins Mantra, dass das Ende des Kalten Krieges nicht das endgültige Urteil der Geschichte sei, könnte letztlich bestätigt werden“, sagte Terhalle.

Mit anderen Worten: Es könnte sein, dass McCain, der sich immer wünschte zu Deutschland falsch zu liegen, doch recht hatte.

Al-Qaida verklagt die Antifa wegen Copyright-Verletzung

The Mideast Beast, 16. Oktober 2020

Bild aus National Review: Gangs of Berkeley (http://bit.ly/2vz6bjh)

Al-Qaida sagt, die radikal linke Gruppe habe sowohl ihr Aussehen als auch die politischen Ansitzen ohne Genehmigung nachgeahmt; deshalb wurde angekündigt eine Klage gegen die amerikanische Organisation „Antifa“ einzureichen.

„Hört zu, wir machen das ganze ‚schwarz anziehen, Gesicht verhüllten und rumrennen, dass wir Amerika hassen‘ schon seit 20 Jahren“, sagte Al-Qaida-Führer Ayman al-Zawahiri gegenüber dem Mideast Beast. „Dann kommen aus dem Nichts diese Antifa-Deppen mit genau denselben Abläufen und tun so, als hätten sie das erfunden.“

Zawahiri fügte an: „Hört zu, ich glaube, es ist großartig, dass sie unseren Umhang nehmen und unschuldige Journalisten und Zivilisten angreifen, weil die an freie Meinungsäußerung glauben. Aber sie sollten uns Lizenzgebühren zahlen!“

Zur Zeit der Drucklegung sah sich die Antifa Berichten zufolge mit weiteren Klagen vor Gericht konfrontiert, da die Taliban die Gruppe beschuldigte ihre Idee der Zerstörung antiker Statuen gestohlen zu haben.