Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (26. März – 1. April 2017)

Sonntag, 26.03.2017:

Die PA hat die arabischen Schulen in Jerusalem angewiesen einen Tag lang zu streiken. Grund: Israel hat verfügt, dass diese Schulen zu denselben Zeiten Ferien machen wie die übrigen Schulen in Israel. Nach Lesart der PA soll die israelische Anweisung die Bildung in den Schulen untergraben. (Und um gegen Ferien und Unterrichts-„Ausfall“ zu protestieren, wird halt Unterricht ausfallen gelassen…)

Nach dem Mord an dem Hamas-Führer im Gazastreifen sind die israelischen Streit- und Sicherheitskräfte in Alarmbereitschaft versetzt worden. Die Hamas hat Racheaktionen angekündigt.

Der Generalsekretär erzählte einer saudischen Zeitung, dass Mahmud Abbas plant auf dem Arabischen Gipfel einen neuen „Friedensplan“ vorzulegen. Dieser soll „neue Lösungen“ beinhalten.

Montag, 27.03.2017:

Fatahs Botschaft an PA-Studenten: Israel wird ausgelöscht und „Palästina“ werden – und das wird durch Gewalt und Terror erreicht werden.

Dienstag, 28.03.2017:

Ausgerechnet: Mahmud Abbas forderte Israel in Brüssel nach einem Treffen mit der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini auf, die „neuen Gelegenheiten“ für Frieden nicht zu verschwenden.

Die Hama hat eine Kurzstreckenrakete entwickelt, die einen stärkeren Sprengsatz hat.

Hamas-Führer Khaled Meschaal tönt wieder (aus dem sicheren Exil): Wir befinden uns in einem offenen Krieg mit Israel. Unser Wille und unser Glaube sind mächtiger als ihre (Israels) Waffen.

Das deutsche Dilemma

David Solway, The American Thinker, 14. März 2017

Das ist das deutsche Dilemma: die Unfähigkeit oder Nichtbereitschaft zwischen Judentum und Islam zu unterscheiden, den Unterschied zwischen Unterdrückung und Überleben zu entdecken

Wie einer der Charaktere der kanadischen Romanautorin Margaret Atwood in Surfacing sagte: „Die Probleme, das manche Leute damit haben deutsch zu sein, habe ich damit Mensch zu sein.“ Stimmt schon. Aber heutzutage haben die Probleme, die viele Deutsche damit haben Deutsche zu sein, wenig mit den Lastern und Grausamkeiten der kollektiven menschlichen Natur zu tun, aber dafür mit allem, was moderne deutsche Geschichte und ihr Nazi-Erbe angeht. Es ist ein merkwürdiges, sogar paradoxes Problem, weil die weit überwiegende Mehrheit der deutschen nachweislich gegen die Nazis ist und sich der brutalen, faschistischen und antisemitischen Vergangenheit schämt. Sie werden alles tun, um sich von diesem grauenhaften Erbe zu distanzieren und sicherzustellen, dass nichts Derartiges jemals wieder passiert.

Das ist ein wichtiger Grund dafür, dass die offizielle und ein Großteil der öffentlichen Reaktion auf die islamische Invasion, die im Begriff ist das Land in die Zahlungsunfähigkeit zu treiben und einen Feuersturm der Gewalt gegen seine Bürger zu entfesseln – wie sie im Moment dabei ist das zu tun – so zaghaft, lahm und in Verleugnung des Offensichtlichen versunken ist. Wie kann Deutschland zulassen, dass es sich selbst die islamische Horde antut, die heute das Land mit denselben strafenden, unterdrückenden und potenziell tödlichen Maßnahmen zerreißt, die in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts die jüdische Gemeinschaft heimsuchten? Wie kann man sehen, dass eine weitere Wannsee-Konferenz zusammengetrommelt wird, die zu einer Art „Endlösung“ führt, der Zwangsinhaftierung und Vertreibung der Migrationswelle aus Muslimen, die den Staat überflutet?

Das ist das deutsche Dilemma: Die Unfähigkeit oder der Widerwille zwischen Judentum und Islam zu Unterscheiden, den Unterschied zwischen Unterdrückung und Überleben zu entdecken, sich daran zu erinnern, dass es in den 1930-ern keine Terror-Synagogen gab, die Gewalt, die Eroberung des Staates und die Versklavung seiner Bürger predigten, wie es heute terroristische Moscheen gibt, die genau diese Gräueltaten vertreten und propagieren. Das Motiv für Abwehrhandlungen ist gerechtfertigt, aber die klar denkende Entschlossenheit fehlt.

Die Deutschen sind die Gefangenen ihrer eigenen Vergangenheit, nicht in dem Sinne, dass sie wünschen diese zu verlängern, sondern genau in dem Sinne, dass sie sie zu verhindern wünschen. Und das hemmt ihre Fähigkeit wahrzunehmen oder zuzugeben, was vor ihren Augen abläuft. Es erklärt ihre Hilflosigkeit gegenüber der sozialen und wirtschaftlichen Verheerung, die sich tagtäglich im öffentlichen Raum offenbart. Sie treffen Vorbereitungen für die Vergangenheit der Nation, indem sie die Zukunft des Staates opfern, indem sie trügerische und parasitäre muslimische Invasoren des 21. Jahrhunderts so behandeln, wie sie loyale und produktive jüdische Bürger des 20. Jahrhundes hätten behandeln sollen.

So wird jeder muslimische Vergewaltiger und Mörder nicht als offensichtlicher Feind des Staates beurteilt, sondern als armer Mensch, der unter psychologischen Traumata oder psychischen Erkrankungen leidet – eine Ausrede, die zufälligerweise nur auf muslimische Abweichende gilt, die unser Verständnis und sogar unser Mitgefühl verlangen. Beispiele gibt es in Hülle und Fülle, der jüngste Vorfall, berichtet in Diversity macht frei, stammt vom 4. März, als ein junger syrischer Flüchtling eine alte Frau folterte und tötete. Diese Eindringlinge, wissen Sie, sind einfach Unschuldige, die Probleme haben sich in ihr neues Leben einzufinden. Im Ergebnis lädt der Zustrom, wie Michael Walsh aufzeigt, eine „beträchtliche Bevölkerung vormoderner Primitiver ein, die von antichristlichem, antiwestlichem Hass durchdrungen, Jihadismus sind und gestattet ihm zu gären“. Es ist „ein Patzer epischen Ausmaßes“ – aber ein Patzer, der angesichts des kollektiven schlechten Gewissens eines gesamten Landes unausweichlich zu sein scheint.

Manche Deutsche mögen glauben, dass sie in einem Land leben, das es nicht wert es zu erhalten ist. Andere mögen sich als an der Spitze einer neuen globalistischen, mulltikulturellen Ordnung lebend betrachten. Wieder andere mögen sich mit den vergeblichen demografischen Überlegungen trösten – eine sinkende Geburtenrate und Erwerbsbevölkerung wird durch die islamische Welt versorgt. Manche bleiben heimliche Antisemiten, wie der Wuppertaler Richter,[1] der urteilte, dass muslimische Brandstifter, die eine Synagoge in Brand setzen wollten, nicht von Antisemitismus beeinflusst wurden, sondern einen legitimen Groll auf Israel hegten. Doch die meisten, fürchte ich, sind in einer Vergangenheit gefangen, die sie der Erkenntnis für vernünftigen Widerstand beraubt hat, was sie zu Geiseln fehlgeleiteter moralischer Prinzipien macht. Denselben Fehler machen wir nicht noch einmal, so das Denken (oder Gefühl): Sie wollen nicht beschuldigt werden das Nazierbe wiederzubeleben; daher haben sie keine Wahl als eine vernichtende Auflehnung zu gestatten. Die Torah wird dadurch wieder gut gemacht, dass man den Koran ehrt. Die Folge ist eine zweifache: Die Buße für das Abschlachten der Juden ist damit erlangt worden, dass man eine Juden hassenden Kultur willkommen heißt und Gewissensbisse sind durch Selbstaufgabe gesühnt worden.

Faktisch hat Deutschland immer noch ein „Judenproblem“, aber es ist die komplette Antithese dessen, was es sich einst törichterweise und sträflich zu sein einbildete. Heute hat es ein Islamproblem, allerdings eines, das in einer bizarren historischen Ironie unanfechtbar echt ist. Seine Schuld den Juden gegenüber ist an den Muslimen abgetragen worden.

[1] Ich vermute mal, dass dieser Richter – und auch die am nächsten Gericht in Düsseldorf, die die Einschätzung des Wuppertalers bestätigten – keine Antisemiten sind, sondern schlicht blind und dumm, verblendet durch politische Korrektheit und/oder ideologische Ausrichtung. Auf jeden Fall haben sie damit Antisemitismus gestärkt.

Foto: Ein Überlebender

Kay Wilson, Facebook, 2. März 2017

Ich weiß nicht, ob Sie das Buch über einen Holocaust-Überlebenden namens “Der Pianist” gelesen (oder den Film gesehen) haben – aber die Lebensgeschichte von Rubin Katz übertrifft das noch.

Rubin wuchs ein einem Schtetl in Polen auf. Als Kind überlebte er das Elend und die Krankheiten im Ghetto, indem er sich in Bunkern versteckte und der Deportation in den Gaskammern umging. Nach dem Krieg, als er in sein polnisches Dorf zurückkehrte, war er am Boden zerstört zu sehen, dass es keine Juden mehr dort gab und viele aus seiner Familie ermordet worden waren. Elternlos und immer noch ein Kind ging er dann alleine nach England, wo er später eine Familie gründete und den Großteil seines Lebens verbrachte. Der beste Teil ist heute. Im reifen Alter von mehr als 80 Jahren erfüllte er endlich seinen Traum und machte Aliyah nach Israel.  🙂 ❤

Ich traf in meinem Leben eine Menge inspirierender Menschen. Dieser Mann ist nur schwer zu übertreffen. Rubin strotzt vor Leben und Weisheit. Wenn Sie seine Geschichte lesen wollen (er ist ein fantastischer Autor), dann können Sie sein Buch hier erwerben. Zumindest werden Sie bereichert sein, wenn Sie ihm auf Facebook folgen.

Am Israel Chai!

Mohammed Dahlan

Die Nominierung von Mohammed Dahlan als „Innenminister“ im Kabinett Mahmud Abbas hatte zu einem langen Machtkampf zwischen Yassir Arafat und Mahmud Abbas geführt. Scheinbar haben beide etwas nachgegeben und Mohammed Dahlan ist jetzt (2003) als „Sicherheitsminister“ nominiert.

Das ist dann also der Posten, den Dahlan schon innerhalb des Gazastreifens unter Arafat bekleidete. Der Posten, den er dazu nutzte, illegale Waffen herzustellen, einzukaufen, zu lagern, für terroristische Aktivitäten auszuhändigen sowie Terroranschläge zu planen und zu koordinieren. Über ihn berichtet honestreporting.com am 24.04.2003:

Nachdem er 1987 der Fatah bei trat, führte Dahlen später die Sicherheitskräfte der PA im Gazastreifen; 1996 verhaftete er eine Reihe hochrangiger Hamas-Führer in der Folge einer Welle von Hamas-Terroranschlägen. Dieser gefeierte Verhaftungsbefehl zusammen mit einigen Tauben-Sätzen bescherte Dahlen die Einordnung ins Lager der „moderaten“ Palästinenser durch die westlichen Medien. Der Miami Herald z.B. nennt Dahlan ein „viel versprechendes Mitglied der neuen Generation palästinensischer Führer, ein Mann, der von vielen israelischen und US-Vertretern respektiert – sogar gemocht – wird.“ (http://www.miami.com/mld/miamiherald/news/world/3317880.htm – Link ist nicht mehr aktiv)

Viel versprechend ja, aber nicht unbedingt, was die Eindämmung des Terrors anging. Beispiele:

– In der arabischen Presse drückte Dahlan sein persönliches Bedauern über das Vorgehen gegen die Hamas-Führer aus und sagte: „Wir irrten uns mit unserer harten und diskriminierenden Haltung gegenüber der Hamas… die Anwesenheit der Hamas in den Palästinensergebieten ist sehr wichtig für den Aufbau eines palästinensischen Heimatlandes.“

– Im letzten Juni kritisierte der frühere Jerusalemer Bürgermeister Ehud Olmert Dahlan im Wall Street Journal scharf weil der Mohammed Deif persönlich Schutz bot, „einem führenden Hamas-Planer mit dem Blut ungezählter Israelis an seinen Händen.“ Olmert merkte weiter an, dass Dahlan ein Hauptverdächtiger für einen Terroranschlag auf einen israelischen Schulbus in Kfar Darom im November 2000 ist.

Kommentar: Ist es nicht toll, wie Arafats Terror-Riege in unseren Medien auf einmal zu Friedensengeln und Hoffnungsträgern mutiert wird?


Dahlan von der PA: Arafat täuschte die Welt

Itamar Marcus und Barbara Crook, Palestinian Media Watch Bulletin, 26. Juli 2009

Dahlan: „Arafat verurteilte tagsüber [Terror-]Operationen, während er nachts die ehrenhaften Dinge tat.“

Dahlan: „Widerstand [Terror] ist unser Recht, ein juristisches Recht“ der Palästinenser „am richtigen Ort und zur richtigen Zeit.“

Der PA- und Fatah-Parlamentarier Mohammed Dahlan hat öffentlich erklärt, dass Yassir Arafat die Welt täuschte, als er palästinensischen Terror verurteilte. Dahlan machte diese Äußerungen nachdem der das „Recht“ der palästinensischen Autonomiebehörde verteidigte Terror zu nutzen; er zitierte Arafats Verhalten als Beispiel:

„Arafat verurteilte tagsüber [Terror-]Operationen, während er nachts die ehrenhaften Dinge tat.“

Dahlan sagte dies im Zusammenhang mit der Verteidigung des palästinensischen Einsatzes von Terror, den er ein „juristisches Recht“ nannte. Er trat dafür ein, dass dieses „juristische Recht“ sorgfältig angewand werde, „am rechten Ort und zur rechten Zeit“ und nur durch die „Führung“ der PA.

Interessant ist festzustellen, dass die Kräfte, die für den Kampf gegen Israel zur Verfügung stheen werden, wenn und wann die PA-Führung entscheidet, dass die Zeit reif ist, die Soldaten sein werden, die von US-Generalleutnant Dayton ausgebildet wurden.

Die Strategie einen diplomatischen Prozess zu führen, während man weiter Gewalt befürwortet oder plant sie zukünftig zu nutzen, ist ein von PA-Führern allgemein zum Ausdruck gebrachtes Thema. Abbas selbst sagte der jordanischen Zeitung Al-Dustur letztes Jahr, die PA sei nicht an Terror-Operationen beteiligt, weil sie „nicht in der Lage dazu“ sei, fügte aber hinzu, dass „in zukünftigen Stufen die Dinge anders liegen könnten“.

„Zur Zeit sind wir gegen den bewaffneten Konflikt, weil wir ihn nicht führen können. In zukünftigen Stufen könnten die Dinge anders liegen. Ich hatte die Ehre derjenige zu sein, der 1965 die erste Kugel zu schießen [der Fatah-Terror gegen Israel begann 1965] und vielen in der Region und weltweit den Widerstand gelehrt zu haben, ihn zu definieren und wann er Nutzen bringt und nicht… Wir hatten die Ehre den Widerstand zu führen. Wir lehrten jedermann, was Widerstand ist, einschließlich der Hisbollah, die in unseren Lagern [d.h. den PLO-Lagern der 1960-er Jahre] trainierte.
[Al-Dustur, Jordanien, 28. Februar 2008]

Weder Arafat noch der PA-Vorsitzende Mahmud Abbas hat je Terror verurteilt, weil er falsch ist, sondern nur, weil er ineffektiv ist oder palästinensischen Interessen schadet.

Hier ist das Interview mit Dahlan zu sehen.

Es folgt das Transkript des Interviews mit Dahlan:

Mohammed Dahlan, hochrangiger Fatah-Abgeordneter: „Israel, da müssen wir eine logische zeitliche Begrenzung von zwei Jahren setzen, finde ich. Der politische Plan garantiert die Fortsetzung unseres nationalen Kampfes in all seinen Formen, auf eine Weise, die unserer nationalen Ziele innerhalb dieses Zeitraums erfüllen wird.“

PA-TV-Moderator: „Wenn das so ist, gehen [gewalttätiger] Widerstand und der Kampf weiter.“

Mohammed Dahlan: Das ist unser Recht, unser juristisches Recht. Die internationale Gemeinschaft bestätigt uns das. Aber es ist die Verantwortung der Führung, es, wenn sie das will, am rechten Ort und zur rechten Zeit zu nutzen. Wir können es nicht in den Händen der Jugend belassen, die sich selbst ein Urteil bilden. Das ist der Unterschied zwischen dem Gebrauch dieses Rechts durch die PA und allen anderen, die es nutzen. Ich habe Jahre lang mit dem Vorsitzenden Yassir Arafat gelebt. Arafat verurteilte tagsüber [Terror-] Organisationen, während er nachts die ehrenhaften Dinge tat. Ich möchte nichts weiter dazu sagen.“

[PA-TV (Fatah), 22. Juli 2009]

Kein Deal, Donald

Vic Rosenthal, Abu Yehuda, 23. März 2017

Donald Trump mag Deals. Er mag die Vorstellung einen Deal zwischen Israel und den Palästinensern auszuhandeln und glaubt, dass er das schaffen kann. Kann er nicht und hier die Gründe dafür:

Das unüberwindbare Hindernis für einen Deal besteht darin, dass der Kern der Palästinenserbewegung die Ablehnung eines Staates ist, der dem jüdischen Volk gehört (sie stimmen nicht einmal zu, dass wir ein Volk sind), egal auf welchem Teil des Landes zwischen dem Fluss und dem Meer. Die Fragen der Grenzen, Jerusalems, palästinensischer Einheit und der Siedlungen – egal wie schwierig – stehen alle hinter diesem Hauptproblem zurück.

Das ist der Grund, weshalb zum palästinensischen Verständnis einer „Zweistaatenlösung“ das Recht der Nachkommen arabischer Flüchtlinge auf Rückkehr nach Israel gehört und warum es keine Anerkennung Israels als jüdischem Staat oder einen Verzicht auf ihren Anspruch auf das ganze Land beinhaltet. Das ist die Untergrenze der Palästinenser.

Israel ist bereit viele Kompromisse einzugehen (einschließlich einiger, die für unsere Sicherheit extrem dumm und gefährlich sind), aber wir sind nicht bereit unserem Verschwinden zuzustimmen. Das ist die Untergrenze der Israelis.

Keine Seite kann das unterschreiten.

Mahmud Abbas begreift das sehr gut. Das ist der Grund, dass er korrekterweise direkte Verhandlungen mit Israel als Zeitverschwendung betrachtet. Das ist der Grund, dass Premierminister Netanyahu mit diesem Begriff etwas anderes meint. Das ist der Grund, dass er lieber die Europäer und die UNO dazu bringt Israel zu zwingen ihm zu geben, was er haben will. Er weiß, dass viele dieser Elemente tief innen drin (oder auch nicht so tief in sich drin) glauben, es sollte keinen jüdischen Staat geben und glücklich wären ihn verschwinden zu sehen.

Es gibt keine  Hoffnung die Untergrenze von Abbas und der PLO zu verändern. Aber könnte wir nicht an den ganz gewöhnlichen Palästinenser appellieren, den Mann oder (ganz vereinzelt die Frau) auf der Straße? Wollen Sie nicht wie wir alle Erfolg haben, ihre Kinder in Frieden aufziehen, wirtschaftlich und physisch sicher sein?

Nein. Oder sie wollen das, aber anderes ist wichtiger.

Khaled Abu Toameh, ein arabischer Bürger Israels, schreibt oft über die Unterdrückung der palästinensisch-arabischen Journalisten durch die PLO und die Hamas. Er hat über die Korruption und Brutalität der palästinensischen Autonomie und die Einstellungen der palästinensischen „Straße“ geschrieben. Anders als „propalästinensische“ jüdische Autoren wie Gideon Levy versteht er die Sprache und Kultur der palästinensischen Araber und hat Kontakte, die Informationen statt Propaganda zu bieten haben.

Wenn er uns also sagt, dass die PA-Araber den bewaffneten Kampf gegen Israel befürworten, Mahmud Abbas als Kollaborateur Israels und der USA verachten und die Idee einer Friedensvereinbarung ablehnen, sollten wir dem Beachtung schenken. Letzte Woche berichtete er von einer Demonstration gegen Abbas in Ramallah:

Am Vorabend des Besuchs des US-Gesandten Jason Greenblatt in Ramallah letzte Woche demonstrierten hunderte Palästinenser in der Stadt; sie forderten PA-Präsident Abbas zum Rücktritt auf. Die Protestierenden verurteilten zudem die fortgesetzte Sicherheitskooperation zwischen der PA und Israel.

„Höre, hör uns zu, Abbas; sammle deine Hunde ein und lass uns ich Ruhe“, skandierten die palästinensischen Demonstranten während dem, was als die größte Anti-Abbas-Demonstration der letzten Jahre in Ramallah beschrieb worden ist. Sie forderten zudem die Aufhebung der Oslo-Vereinbarungen mit Israel und denunzierten Abbas als „Feigling“ und Agenten der Amerikaner.

Dennoch war das alles andere als ein einfacher Protest gegen Abbas und seine Sicherheitskräfte. Es war auch ein Sammelruf, um mit mehr Elan dem bewaffneten Kampf gegen Israel nachzugehen.

„Nein zu Frieden und Nein zu all dem Unsinn, wir wollen Kugeln und Raketen“, skandierten  einige der Demonstranten. Diese Rufe zugunsten eines bewaffneten Kampfes gegen Israel kamen bemerkenswerterweise aus den Straßen Ramallahs und nicht aus dem von der Hamas beherrschten Gazastreifen.

Die Proteste spiegeln auch die Ablehnung des sogenannten Friedensprozesses mit Israel durch die Palästinenser. Zusätzlich zu den Rücktrittsaufrufen an Abbas forderten die Protestierenden auch, dass die PA-Führung alle Vereinbarungen mit Israel annulliert, vor allen Dingen die Oslo-Vereinbarungen.

Mit anderen Worten, die Palästinenser arbeiten extrem hart daran ihre Botschaft zu vermitteln: Israel ist unser Feind, nicht unser Friedenspartner.

Das ist ist Arafats Intifada Anfang der 2000-er klar gewesen. Umfragen zeigen regelmäßig, dass eine Mehrheit der palästinensischen Araber glaubt „eine bewaffnete Intifada … würde helfen die nationalen Rechte auf Arten zu erreichen, die Verhandlungen nicht schaffen.“

Es ist interessant festzustellen, dass Umfragen zeigen, dass eine Mehrheit der Palästinenser auch sagt, sie zögen eine „Zweistaatenlösung“ vor. Der Grund dafür ist, dass sie sie so definieren wie Abbas: mit einem Rückkehrrecht, keiner Anerkennung, keinem Ende der Forderungen. Das ist der Grund, dass auch sie Verhandlungen als vergeblich betrachten. Wenn sie gefragt werden, sagt eine Mehrheit auch, dass der Zweistaaten-Zustand nur ein vorläufiger Schritt auf dem Weg zur „Einigung ‚Palästinas‘“ ist.

Doch trotz der Tatsache, dass sowohl die Führung als auch die Bevölkerung keinen Deal wollen, glaubt die Trump-Administration immer noch, dass einer möglich ist und diese Woche haben wir davon im Zusammenhang mit einer „regionalen Lösung“ unter Einbezug der Arabischen Liga gehört. Die Theorie scheint zu lauten, dass die PLO Zugeständnisse wir die Anerkennung eines jüdischen Staats oder ihre Forderung nach einem Rückkehrrecht aufzugeben machen wird, wenn die arabischen Staaten ihnen sagen, dass sie das tun sollten. Abu Toameh glaubt, dass dieser Ansatz vermutlich weniger Aussicht auf Erfolg haben wird als direkte Gespräche zwischen Israel und den Palästinensern.

Zu allererst trauen die Palästinenser den arabischen Regimen nicht, die es immer vorgezogen haben darüber zu reden, wie schlimm Israel die Palästinenser behandelt, statt selbst etwas zu tun. Der Libanon, Jordanien und Syrien haben alle Palästinenser unterdrückt und sogar getötet. Palästinenser sind heute in diesen Ländern Einwohner zweiter Klasse (in Syrien sind die meisten tot oder zu Flüchtlingen geworden). Sie bieten der PA auch wenig bis keine finanzielle Hilfe. Was die PLO will, erklärt Abu Toameh, ist, dass die Europäer und die USA Israel zwingen klein beizugeben und ihre Forderungen zu erfüllen. Aber das wird nicht passieren, egal ob die Arabische Liga in die Verhandlungen involviert wird oder nicht.

Zweitens sehen die meisten arabischen Länder in einem Deal nichts Gutes für sich selbst. Jordanien hat Angst, dass es damit enden könnte, dass das Haschemiten-Regime durch ein palästinensisches ersetzt wird; der Libanon sorgt sich darüber, dass er möglicherweise gezwungen wird den palästinensischen Flüchtlingen, die es aktuell wie Dreck behandelt, die Staatsbürgerschaft gewähren muss; und Ägypten hat Angst, es könnte aufgefordert werden einen Teil des Sinai den Gaza-Palästinensern zu geben. Das syrische Regime versinkt derzeit im Chaos, hasst die Palästinenser und die Juden fast gleichermaßen und es ist unwahrscheinlich, dass es ein konstruktiver Partner sein wird.

Schließlich hält Abu Toameh fest:

Israel als jüdischer Staat ist für palästinensische Bestrebungen ein Gräuel. Kein arabischer Führer der Welt kann die Palästinenser überzeugen das “Rückkehrrecht” der palästinensischen Flüchtlinge aufzugeben oder eine Lösung zu akzeptieren, die es Israel erlauben wird die Kontrolle über bestimmte Teile der Westbank und Ostjerusalems zu behalten. Jeder arabische oder palästinensische Führer, der solchen Kompromiss propagiert, riskiert sein Leben. Und die palästinensische Geschichte  wird ihn als „Verräter“ verzeichnen, der sich an die Juden verkaufte und vor amerikanischem und israelischem Druck kapitulierte.

Abbas ist in Sachen Ablehnung von Verhandlungen geradeheraus gewesen. Doch israelische Führungspersönlichkeiten haben so agiert, als hätten sie geglaubt, dass etwas Positives daraus erstehen könnte. Sie haben dies entweder aus Naivität getan oder weil sie die Amerikaner besänftigen wollten, die das verlangten und damit drohten diplomatische oder finanzielle Unterstützung zu verweigern. Israel zahlte einen hohen Preis dafür: Mörder wurden freigelassen, die wieder mordeten und Israels Ehre gegenüber seinen Feinden wurde geschwächt; Israel fror die Bautätigkeit in Judäa und Samaria eine und schwächte seinen Anspruch ein souveräner Staat zu sein. Doch trotzdem änderten die Palästinenser ihre Untergrenze nicht.

Trump sollte durch seine Immobilienerfahrung wissen, dass ein Deal nur möglich ist, wenn beide Seiten glauben, dass sie etwas bekommen, das sie wollen. Doch was die Palästinenser wollen, ist etwas, das Israel nicht verkauft.

Es spielt keine Rolle, wie überzeugend man ist. Es spielt keine Rolle, welche Zuckerstücke man der einen oder der anderen Seite zuwirft. Es spielt keine Rolle, wie hart man puscht oder wie sehr man droht. Manchmal gibt es einfach keinen Deal.

Das ist das, was Netanyahu Trump erklären sollte. Hier gibt es keinen Deal.

EU-finanzierte palästinensische „Menschenrechts“-Gruppe befürwortet Terror und die Ermordung israelischer Zivilisten

Itamar Marcus und Barbara Crook, Palestinian Media Watch Bulletin, 9. September 2005 (Link existiert nicht mehr)

Das Palestinian Centre for Human Rights (PCHR) stellt sich selbst als legitime Menschenrechts-Organisation dar. Sie wird international auch als solche wahrgenommen und erhält Gelder von der Europäischen Kommission, Irland, Dänemark, Norwegen, der Ford Foundation und anderen (Liste folgt unten).

Die Untersuchung von Äußerungen der PCHR durch Palestinian Media Watch zeigt jedoch ein alarmierendes Muster der Verteidigung von Terroristen und ihren Aktivitäten auf. Zwei kürzlich erfolgte Presseerklärungen, eine aus dieser Woche, eine aus dem letzten Monat, tadeln die Terrorgruppen wegen ihrer Nachlässigkeit bei der Umsetzung des Terrors gegen Israel – allerdings nur, weil ihre auf israelische Zivilisten zielenden militärischen Aktivitäten von zivil besiedelten palästinensischen Gebieten ausgeführt wurden, was palästinensische Opfer zur Folge hatte.

Schlimmer noch: PCHR geht über die Unanständigkeit des Ignorierens israelischer Opfer dieser oft tödlichen Terrorangriffe hinaus – durch wurden im letzten Jahr drei israelische Kinder unter vier Jahren und andere Zivilisten getötet. Obwohl diese Angriffe gegen israelische Zivilisten gerichtet sind, unterstützt PCHR ausdrücklich die Vorstellung der Fortsetzung der „militärischen Aktivitäten“, so lange die Terroristen ihre Abschussstellen so wählen, dass palästinensische Opfer vermieden werden.

Letzten Monat starteten palästinensische Terroristen Raketenangriffe gegen Zivilisten in der israelischen Stadt Sderot. Dieser Terrorangriffe schlugen fehl. Eine Rakete traf ein palästinensisches Krankenhaus, eine andere traf ein Haus; sie tötete ein palästinensisches Kind und verletzte neun weitere.

Als Antwort gab die PCHR eine langatmige Presseerklärung, in der sie die Terroristen kritisierte – nicht, weil sie Raketen gegen israelische Zivilisten schoss, sondern wegen ihrer „wiederholten Fehler“; d.h. sie trafen palästinensische Zivilisten statt israelische Zivilisten.

Darüber hinaus ging die selbst ernannte „Menschenrechts“-Organisation so weit ausdrücklich den fortgesetzten Terror gegen Zivilisten fortzusetzen. Im Schluss-Absatz nannten sie, statt diese Angriffe zu verurteilen, durch die israelische Kinder getötet worden sind, Bedingungen für solche Anschläge: Zukünftige Angriffe sollten von akzeptablen Stellen aus geführt werden:

Das PCHR … ruft sie auf [„den Widerstand“] davon Abstand zu nehmen jegliche militärischen Aktivitäten aus oder aus der Nähe von zivilen Gebieten zu starten…“

Die PCHR-Praxis den Terroristen, deren Raketen ausschließlich auf Zivilisten abgeschossen wurden, als „Widerstandskämpfer“ zu bezeichnen, ist genauso unangemessen für eine Gruppe, die „Menschenrechte“ verteidigt.

Diese Woche ging das genauso weiter, als die Explosion eines Waffenlagers der Hamas, das sich in einem Wohngebiet befand, vier palästinensische Zivilisten tötete. Die PCHR-Erklärung endete mit einer weiteren Äußerung, die den Terror befürwortet:

„PCHR erinnert die palästinensischen Widerstandsgruppen an ihre Pflichten bezüglich des Schutzes der Zivilisten und ruft sie auf von jeglicher militärischer Aktivität innerhalb oder in der Nähe von Wohngebieten Abstand zu nehmen…

Die PCHR verurteilt ebenfalls die Anwendung von Gewalt und Waffen, um Wut und Frust auszudrücken.“

Die Gesamtbotschaft der PCHR ist als, dass Terrorangriffe auf israelische Zivilisten akzeptierbarer „Widerstand“ sind – so lange sie von abseits palästinensischer Zivilisten aus erfolgen und so lange durch sie nur Israelis sterben. In Übereinstimmung mit dieser Ideologie drückt keine einzige der Presseerklärungen der PCHR-Internetseite eine Verurteilung für einen Raketenangriff auf, der zivile Ziele getroffen und israelische Zivilisten, einschließlich kleiner Kinder, getötet hat.

Untersuchungen von Palestinian Media Watch haben ebenso festgestellt, dass PCHR Nachrichten fälscht, damit sie in ihre antiisraelische politische Agenda passen.

Ein Beispiel dafür ist die Presseerklärung vom 16. Juli, ausgegeben, nachdem Israel drei palästinensische Terroristen tötete. Während alle drei palästinensischen Tageszeitungen die Toten als Mitglieder der Hamas oder des Islamischen Jihad identifizierten, berichtete das PCHR in seiner Presseerklärung, dass es nur Israel sei, das ihre Mitgliedschaft in den „Widerstandsgruppen“ „behaupte“. „Die IOF [Israeli Occupation Forces] erklären“, dass sie „zum militärischen Flügen der Hamas gehören“.

Die Verdrehung erlaubt dem PCHR die wahre Identität der Terroristen zu unterschlagen und seine irreführende Behauptung zu unterstützen Israel schieße auf „Zivilisten“. Die Überschrift ihrer Presseerklärung betonte diese Lüge: „IOF [Israeli Occupation Forces] eskalieren Angriffe auf zivile Ziele.“

Zusätzlich wirft die Definition des PCHR von Hamas und des Islamischen Jihad – Gruppen, die sich auf Selbstmordterror gegen Zivilisten spezialisieren und die auf den Terrorlisten Amerikas und europäischer Länder stehen – als „Widerstandsgruppen“ weitere Fragen bezüglich des Status des PCHR als legitime „Menschenrechts“-Organisation auf.

Nachrichten zu fälschen, um Israel zu verleumden, ist nicht palästinensisches Menschenrecht, sondern palästinensische Propaganda. Terroristen anzuweisen palästinensische Zivilisten zu schützen, während weiter Raketen abgeschossen und andere Angriffe auf Israelis ausgeführt werden, ist keine Verteidigung der Menschenrechte, sondern Verteidigung von und Werbung für Terror.

Europäische und amerikanische Spender

Ihre Internetseite zeigt auf, dass das PCHR von den folgenden europäischen Institutionen finanziert wird:

  • Die Europäische Kommission
  • Die schwedische Abteilung der International Commission of Jurists
  • Oxfam Niederlander
  • Christian Aid (Großbritannien)
  • Dänische Kirchenhilfe
  • Ireland Aid
  • Die königlich-dänische Vertretung bei der PA
  • Die Vertretung Norwegens bei der PA

Zu den Spendern aus den USA gehören:

  • Die Ford Foundation
  • Der Open Society Fund
  • Grassroots International

Das PCHR hat beim UN-Wirtschafts- und Sozialrat einen „Besonderen Berater-Status“.

Dies scheint ein weiteres Beispiel für die wachsende Zahl dokumentierter Fälle zu sein, bei denen gut meinende westliche Organisationen palästinensische Projekte und Organisationen finanzieren, die entweder direkt oder indirekt Terroristen bewerben, unterstützen oder ehren.

PCHR Presseerklärungen

Die PCHR-Presseerklärung dieser Woche, ausgegeben nach der Explosion des Waffenlagers, kommt zu diesem Schluss:

„PCHR bleibt tief besorgt angesichts der fortgesetzten Lagerung von Sprengstoffen in zivilen Siedlungsgebieten durch die palästinensischen Widerstandsgruppen; dies gefährdet das Leben palästinensischer Zivilisten und verletzt ihr Lebensrecht.“
[PCHR-Presseerklärung, 6. September 2005]

Dem folgt eine Ermahnung an die „Widerstandsgruppen“, keine „militärischen Operationen“ in oder um zivile Gebiete zu unternehmen:

“Das PCHR verurteilt solche Taten scharf und bleibt tief besorgt wegen der wiederholten Fehler beim Abschuss dieser Raketen, dass [palästinensisch] zivile Gebiete getroffen und Zivilisten gefährdet wurden. Das PCHR erinnert die palästinensischen Widerstandsgruppen auch an ihre Verantwortung bezüglich des Schutzes der Zivilisten, dass sie das internationale Recht einhalten; es ruft sie auf von der Ausführung jeglicher militärischer Aktivitäten aus oder aus der Nähe von zivilen Gebieten Abstand zu nehmen.“
[PCHR-Presseerklärung, 3. August 2005]

Schlussfolgerungen

Das westlich finanzierte Palestinian Centre for Human Rights ist an der antiisraelischen Hass-Propaganda beteiligt, fälscht Nachrichten um Israel zu verleumden, weist Terroristen zu akzeptablen Orten an, von denen aus sie israelische Zivilisten ermorden können, und verurteilt palästinensische Raketenangriffe, weil sie ihre israelischen Ziele verfehlten und statt dessen Palästinenser töteten. Die Organisationen, die dieses Zentrum in dem Glauben fördern, sie trügen zur Sache der Menschenrechte bei, finanzieren in Wirklichkeit Terror-Werbung und müssen die Verantwortung für die Folgen teilen.