Eisdiele im Gazastreifen – großartig aussehende Leckereien, Sperren zwischen Frauen und Männern

Elder of Ziyon, 11. Juli 2019

Palestine Today hat ein Foto-Essay einer Eisdiele im Gazastreifen, das in der Sommerhitze jede Menge Umsatz hat.

Auf den ersten Blick sieht es wie in jeder westlichen Eisdiele aus – und überhaupt nicht wie der Gazastreifen, den Sie in den Medien sehen. Männer und Frauen genießen ihre Leckereien.

Die Speisen sehen köstlich aus.

Aber auf allen Bildern befinden sich Frauen im Hintergrund und Männer vorne.

Und es gibt tatsächlich eine Barriere zwischen ihnen!

Ich habe gesehen, wie die saudische Polizei dort solche Regeln durchsetzt. Zumindest Teile des Gazastreifens sind offensichtlich genauso schlimm.

Der Unterschied ist, dass es für die Linke in Mode ist Saudi-Arabien (zurecht) wegen seiner Diskriminierung von Frauen zu kritisieren, aber Gazas ähnliche Einstellungen werden überspielt, weil es andere politische Gründe dafür gibt vorzugeben Gaza zu lieben.

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Aus dem KZ/Freiluftgefängnis Gazazstreifen – bisschen Luxus gefällig?

Letzten Monat eröffnete in Gaza ein neuer Brautmodenladen, der beweist, dass Israel aus dem Gazatreifen ein KZ gemacht hat (twitter-Video):

Wer will Geschichte ausradieren? Jordanische Touristen-Landkarte von Jerusalem im Jahr 1960 löscht alle jüdischen Stätten?

Elder of Ziyon, 2. Juli 2019

Ende 2017 sagte Jordaniens König Abdallah: „Versuche Jerusalem zu judaisieren und seine Identität zu verändern werden weitere Gewalt und Extremismus bringen.“

Jordanier und Palästinenserführer beschuldigen Israel regelmäßig Versuche zu unternehmen christliche und muslimische Geschichte in Jerusalem auszuradieren; sie sagen sie würden die heiligen Stätten beider Religionen gegen israelische Versuche zu „verteidigen“ sie – mutmaßlich – zu zerstören oder auszuradieren.

Wie es so oft mit arabischen Anschuldigungen gegen Israel der Fall ist, ist dies Projektion dessen, was sie selbst getan haben und tun würden, nicht das, was Israel tut.

Hier ist eine jordanische Touristen-Landkarte der Altstadt von Jerusalem aus dem Jahr 1960.

Die Kotel (Westmauer/„Klagemauer“) – weg.
Der Tempelberg ist durch „Haram Esh-Scharif“ ersetzt, obwohl christliche Touristen am Berg interessiert sein würden.
Das jüdische Viertel – ausradiert. Zusammen mit seinen Straßennamen.

Wir haben eine Bilanz davon, wie Araber agieren, wenn sie Jerusalem und andere uralte jüdische Städte kontrollieren. Und sie all dessen schuldig, was sie fälschlich Israel als dessen Tun vorwerfen.

Jedes einzelne Mal.

Die hebräische Sprache und der Staat Israel

Margo Dickstein, HonestReporting.com, 14. Juli 2019

(Foto: CC BY-NC Howard Lifshitz

Geht man durch die Straßen Israels, ist einer der einzigartigsten Aspekte des Landes und der Menschen die hebräische Sprache. Israel ist das einzige Land der Welt, in der Hebräisch die Nationalsprache ist. Die hebräische Sprache von heute unterscheidet sich sehr von dem Hebräisch der Thora. Sie hat eine lange Reise hinter sich.

Selbst heute verändert sich das Hebräische, nicht nur in der Sprache selbst, sondern auch in darin, wie sie wahrgenommen wird und was sie repräsentiert.

Die hebräische Sprache in der Geschichte

  • biblisches Hebräisch
  • mischnaisches Hebräisch
  • mittelalterliches Hebräisch
  • Rennaissance-Hebräisch
  • modernes Hebräisch

Gemäß jüdischer Tradition war Hebräisch die Sprache, mit der Gott die Welt schuf. Sie war auch die Sprache der Welt, bis zum Turm von Babel, als die Menschheit zerstreut wurde, geteilt in 70 Sprachen. Archäologische Beweise der hebräischen Sprache können bis ins 10. Jahrhundert v.Chr. zurückverfolgt werden. Es wird weithin angenommen, dass Hebräisch die hauptsächlich gesprochene und geschriebene Sprache des israelitischen Volks war, nachdem es sich im Land Israel niederließ; und so blieb es, bis zur Zerstörung des ersten Tempels und dem Fall von Jerusalem 587 v.Chr.

Während der Gebrauch des Hebräischen im Alltagsleben schwand, wurde es weiter als liturgische und literarische Sprache verwendet und zudem weiter entwickelt. Aramäisch wurde während der babylonischen Gefangenschaft zur geläufigen Sprache. Beweise dafür sind heute noch im jüdsichen Talmud zu finden, der in Aramäisch geschrieben ist, ebenso wie Gebete und Lieder, die heute noch auf Aramäisch aufgesagt werden, so das Trauer-Kaddisch, ein Gebet für die Toten.

Juden der Diaspora sprachen andere jüdische Dialekte, die bekanntesten davon sind Jiddisch und Ladino. Diese wurden mit hebräischer Schrift geschrieben, waren aber stark von den lokalen Sprachen beeinflusst – Deutsch und Spanisch.

So wie Hebräisch sich weiter entwickelte, beinhaltete die mittelalterliche Phase des Hebräischen das Auftreten des ersten hebräischen Wörterbuchs und die Veröffentlichung hebräischer Poesie, die Ausweitung des Hebräischen über die Grenzen der traditionellen Liturgie hinaus.

In der Renaissance-Periode des Hebräischen im 15. und 16. Jahrhundert trug Technologie weiter zur hebräischen Sprache bei. Die erste hebräische Druckerpresse im Land Israel erschien1577 in Safed, was mehr hebräische Literatur verfügbar machte.

Die modere Ära das Hebräischen war die bei weitem am stärksten umgestaltende Periode; in einem relativ kurzen historischen Zeitabschnitt wurde es zu einer modernen gesprochenen Sprache. Das begann mit dem, was als die Haskalah bekannt ist, die jüdische Aufklärungszeit im 18. Jahrhundert in Deutschland. Während dieser Periode gab es eine Bewegung zur Verschiebung auf säkularere Studien und den Versuch sich stärker in die Gesellschaft zu integrieren, während gleichzeitig die jüdische Identität bewahrt werden sollte. Aktivisten der Haskalah-Bewegung wurden Maskilim genannt.

Viele Aspekte des jüdischen Nationalismus verfolgen ihre Wurzeln zu dieser Bewegung zurück. Die Haskalah führte zur Wiederbelebung des Hebräischen, insbesondere des Bibel-Hebräisch.

Die hebräische Sprache und der moderne Zionismus

Eliezer Ben Yehuda

Die hebräische Sprache ist eines der großen Fundamente des Erfolgs des modernen Zionismus.

Eliezer Ben-Yehuda ist las Vater des modernen Hebräisch bekannt. Geboren 1858 als Eliezer Perelman in Luschki, Litauen, wuchs er auf die traditionelle Weise in einer örtlichen Jeschiwa (einer Schule für religiöse Studien) lernend auf. Dort wurde er vom Leiter der Jeschiwa heimlich in die Ideen der Haskalah eingeführt, der ein heimlicher Maskil war.

Ben-Yehuda wechselte schließlich an eine säkulare russische Schule und wurde besessen von moderner hebräischer Literatur, insbesondere Literatur zu jüdischem Nationalismus. Ben-Yehuda kam zu dem Schluss, dass die hebräische Sprache im Land Israel wiederzubeleben die Juden weltweit einen würde. Er erreichte Jerusalem 1881 und begann den Prozess der Wiedererweckung des Hebräischen als moderner Sprache.

Dieser Prozess begann Zuhause. Er verhinderte, dass sein Sohn von Erwachsenen und Kindern andere Sprachen als das Hebräische gesprochen zu hören, womit er den ersten hebräischen Muttersprachler der Moderne schuf.

Tatsächlich verbreitete sich Hebräisch unter den Immigranten der ersten und zweiten Welle der Aliyah ins osmanische Palästina. Es wurde zur Alltagssprache und im ganzen Land wurden hebräische Schulen gegründet.

Der riesige Erfolg der Wiederbelebung der hebräischen Sprache wurde uneingeschränkt deutlich, als das britische Mandat begann. Artikel 22 des Britischen Mandats für Palästina erklärt (Hervorhebung hinzugefügt):

Englisch, Arabisch und Hebräisch werden die offiziellen Sprachen Palästinas sein. Jede Aussage oder Inschrift auf Arabisch auf Briefmarken oder Geldnoten in Palästina soll auf Hebräisch wiederholt werden und jede Äußerung oder Inschrift auf Hebräisch soll auf Arabisch wiederholt werden.

Das war das erste Mal in mehr als 2.000 Jahren, dass Hebräisch offizielle Sprache in einem Territorium war, ganz zu schweigen von dem Ort, wo Hebräisch und das Judentum geboren waren. Nach Angaben von Joschua Blum, dem ehemaligen Präsidenten der Academy of the Hebrew language, ist Hebräisch bis heute die einzige Sprache der Welt, die „von den Toten“ zurückgeholt worden ist.

Immigranten lernen 1955 in einem Ulpan Hebräisch (Foto via Wikimedia Commons)

Die hebräische Sprache heute

Heute wird Hebräisch von mehr als acht Millionen Einwohnern in Israel gesprochen, dazu von mehr als einer Million weiterer Menschen in aller Welt.

Vor kurzem war die hebräische Sprache wieder in den Nachrichten. Die Knesset beschloss ein Gesetz, das als Das Nationalstaatsgesetz bekannt ist; darin wird sie mit einem verfassungsähnlichen Status in Israels Grundlagengesetzen verankert. Da Israel keine Verfassung hat, sind Grundlagengesetze Gesetze, die im israelischen Recht einen Verfassungsstatus haben.

Das Gesetz beinhaltet vier Bestimmungen zur Identität des Landes, die die Idee zementieren, dass Israel ein jüdisch-demokratisches Land ist. In dem Gesetz gibt es auch einen Abschnitt zur Sprache des Staates Israel:

  1. Sprache

(a) Hebräisch ist die Staatssprache.

(b) Die arabische Sprache hat im Staat einen Sonderstatus; Maßnahmen zur Verwendung des Arabischen in staatlichen Institutionen oder ihnen gegenüber werden per Gesetz geregelt.

(c) Nichts in diesem Artikel darf den Status beeinflussen, der der arabischen Sprache gegeben wurde, bevor dieses Gesetz in Kraft tritt.

Straßenschilder sind heute auf Hebräisch, Arabisch und Englisch

Kritiker des Gesetzes sagen, dass der arabischen Sprache ihren offiziellen Status zu nehmen dazu dienen soll die arabisch-israelische Identität und Geschichte auszulöschen. Sie sagen auch, es gebe israelischen Arabern einen wirtschaftlichen Nachteil, weil Hebräisch in israelisch-arabischen Gemeinschaften oft nicht so gut gelehrt wird.

Befürworter des Gesetzes sagen, es verankere Israels jüdischen Charakter in den Grundlagen der Gesetzgebung in Israel, zwinge die Mitglieder der Knesset und Richter jüdische Identität zu beachten, wenn sie Gesetze machen und Recht sprechen. Bezüglich der Sprache sagen die Befürworter des Gesetzes, dass der modifizierte Status von Hebräisch und Arabisch lediglich symbolisch ist und dass sich im täglichen Leben nichts ändert.

Jeder Staat hat einen Anspruch darauf sich auf einzigartige Weise zu artikulieren.

Israel als jüdischer Staat verwendet jüdische Symbolik, um sich zu definieren und die einzigartige Identität zu schaffen, die Israel besitzt. Jüdische Ausdrucksform kann für viele unterschiedliche Menschen vieles bedeuten. Ob es das Einhalten des Sabbat ist, Ereignisse des Lebenszyklus auf traditionelle Weise zu begehen oder einfach Hebräisch zu sprechen, all das sind kleine Handlungen das Judentum in der historischen jüdischen Heimat zum Ausdruck zu bringen.

Israel ist der einzige jüdische Staat der Welt und das einzige Land mit Hebräisch als Amtssprache. Hebräisch ist und wird immer eine unzerbrechliche Säule des jüdischen Staates sein.

Nennt es Evanglikalenphobie

Jonathan S. Tobin, Israel HaYom, 13. Juli 2019

Linke Juden beschweren sich weiter über die CUFI, aber in einer Zeit zunehmenden Antisemitismus verdienen diese Freunde Dank, nicht in Vorurteil wurzelnde Verachtung.

Es spielt nicht wirklich eine Rolle, wie sehr eine Gruppe wie die Christians United for Israel versucht mit Juden und der organisierten jüdischen Welt in Kontakt zu treten. Trotz ihrer stärksten Bemühungen zu zeigen, dass ihre Unterstützung für den jüdischen Staat echt ist und obwohl ihre Opposition gegen Antisemitismus echt ist, werden sie amerikanische Juden niemals in Massen davon überzeugen, dass sie wirklich nicht der Feind sind.

Warum? Die Antwort gründet weniger in Skepsis oder durch Fakten begründete Angst sondern in Vorurteilen.

Das ist ein trauriger Zustand, es hat aber die CUFI, die diese Woche ihre Jahreskonferenz in Washington abhielt, nicht abgeschreckt weiter für sie einzutreten. Der allerwichtigste Punkt, der hierzu angeführt werden muss, sind nicht so sehr die veralteten und diskreditierten Argumente, mit denen manche Linke evangelikale Unterstützung für Israel zu etwas herunterspielen oder verdrehen wollen, das Juden fürchten müssen. Er lautet, dass in einer Zeit von zunehmendem Antisemitismus, zunehmender Unterstützung für die BDS-Bewegung und zunehmender jüdischer Entfremdung von Israel Gruppen wie CUFI nicht nur gute Verbündete sind, sie sind absolut notwendig geworden.

Jahrzehnte lang haben viele Linke argumentiert, dass Unterstützung Israels durch konservative Christen im Wesentlichen wertlos oder eine Kehrseite, kontraproduktiv und sogar gefährlich ist.

Dieses Argument behauptet, dass Evangelikale, die Israel lieben, sich gar nicht um den Staat oder sein Volk sorgen, sondern nur den guten Kampf führen, weil sie glauben, dass ihre Bemühungen zu einem Endzeit-Szenario führen, das in einem vernichtenden Krieg endet, dem die Rückkehr Jesu und die Massenbekehrung der Juden folgen.

Dass wenige Christen und fast niemand, der tatsächlich aktiv für Israel ist, für diese Art von eschatologischem Narrativ eintritt, bedeutet Juden nichts, die es einfach ablehnen zu glauben, dass konservative Christen aufrichtige Freunde sind. Es ist auch wert zu wiederholen, dass nicht klar ist, warum Juden aller Denominationen und poltischen Meinungen, die nicht glauben, dass Jesus wiederkommt, sich Sorgen über das machen sollten, was geschieht, sollte er zurückkehren.

Man sollte meinen, dass nach so vielen Jahren, in denen christliche Gruppen wie CUFI ihre treue Unterstützung für den jüdischen Staat und Opposition zu Antisemitismus demonstriert haben, diese falschen Behauptungen verscheucht sein würden. Aber obwohl jüdische Mainstream-Gruppen, einschließlich vieler, die in ihrer Politik liberal sind, begriffen haben, dass Evangelikale unser Vertrauen sowie unsere Dankbarkeit verdienen, wird diese Art von Ansichten in der jüdischen Gemeinschaft und in linken Journalen weiter geäußert, sowohl hier in den USA als auch in Israel.

Im Kern dieses Misstrauens befindet sich  etwas, das wenige Juden gerne eingestehen: religiöses Vorurteil.

Tatsache ist, dass die meisten in der weitgehend urbanen und liberalen [= linken -heplev] jüdischen Gemeinschaft eigentlich keinerlei Evangelikale kennen. Aber sie haben auf Grundlage der Zustände des Europas des 19. Jahrhunderts an der Vorstellung festgehalten, dass, je religiöser ein Christ ist, es desto wahrscheinlicher ist, dass er die Juden hassen wird. Wenn das in den USA jemals so war, dann ist es eindeutig nicht länger der Fall. In der Tat sind es die weniger leidenschaftlich religiösen, liberalen, großen protestantischen Kirchen, die heutzutage eher antisemitische Ideen speien oder offen gegen die Existenz eines jüdischen Staates opponieren. Trotzdem tendieren an der Ost- und Westküste aufeinander kauernde Juden dazu, von konservativen Christen im Überflug-Land [zwischen den Küsten – hepev] als ignorante Heumäher zu denken, die alle nicht sonderlich geheimlich gehaltene Wünsche nach Judenmord hegen, obwohl es für diese Überzeugung keine Faktenbasis gibt.

Es stimmt ebenfalls, dass das anti-evangelikale Argument sich in den letzten Jahren etwas verändert hat. Es basiert inzwischen nicht mehr ausschließlich auf dem, was ich Evangelikalenphobie nenne, da es dieses in der Politik des 21. Jahrhunderts sowohl in der amerikanischen als auch der israelischen Variante gibt.

Jüdisches Misstrauen gegenüber Evangelikalen im Jahr 2019 hat viel mehr mit Unterschieden zwischen den beiden Gemeinschaften bei Themen zu tun, die nichts mit Israel zu tun haben – Abtreibung, Schwulenehe oder die persönliche Meinung zu Donald Trump. In einer Zeit verstärkter Parteinahme verachten viele Juden einfach konservative Christen, weil sie Pro-Trump-Republikaner sind, so wie sie es mit jedem anderen tun, der in Amerika in Republikaner-Land wohnt.

So, wie die meisten anderen Amerikaner unfähig zu sein scheinen sich über ihre parteiischen Instinkte zu erheben, so betrachten auch liberale Juden Konservative aller Couleur als Mitglieder eines feindlichen fremden Stammes, statt als potenzielle Verbündete oder gar Freunde und Nachbarn. Die Vorstellung, dass man sich bei einigen Themen einigen kann uneins zu sein, während man bei denen zusammenkommt, wo es Gemeinsamkeiten gibt, ist der Kern aller jüdischen gemeinschaftlichen Beziehungen. Aber das geht inmitten der politischen Kriege verloren, die jede andere Anstrengung übertönt die Parteienkluft zu überbrücken.

Was die beiden Gemeinschaften ebenfalls auseinander treibt, sind Meinungen zu Israel. Die CUFI und andere Evangelikale unterstützen Israel, egal, wer die Regierung stellt. Sie haben eine besondere Affinität zum nationalen Lager im jüdischen Staat. Aber ihre Bereitschaft Premierminister Benjamin Netanyahu und seine Regierung zu unterstützen, zusammen mit Verständnis der Tatsache, dass das wahre Hindernis für Frieden im Nahen Osten die palästinensische Unnachgiebigkeit ist, geht liberalen Juden gegen den Strich. Diejenigen in der jüdischen Linken, die wollen, dass die amerikanische Regierung „Israel vor sich selbst rettet“ und es unter Druck setzt Zugeständnisse zu machen, die von der Mehrheit der Israelis nicht gewollt werden, mögen die christliche Rechte nicht, weil die als Hindernis für diese Hoffnungen angesehen wird.

Das ist der Grund, warum es kaum überrascht, dass zu den lautesten Gegnern der CUFI antizionistische Gruppen wie die Jüdische Stimme für Frieden und IfNotNow gehören, die beide anstreben alle pro-israelische Interessenvertretung, jüdische wie christliche, zu torpedieren. Die von ihnen vorgebrachte Vorstellung, dass Israel „bessere Verbündete“ verdient als Evangelikale, ist arglistig, denn was sie wirklich wollen, ist, dass Israel überhaupt keine Verbündeten hat – oder Rechte und Sicherheit.

Aber in einer Zeit zunehmenden Antisemitismus und antisemitischer BDS-Aktivitäten – und in der viele linke Juden gemeinsame Sache mit Israels Feinden machen, sowie anstreben pro-israelische Verteidigung zu sabotieren – ist die CUFI wichtiger als je zuvor.

Es spielt keine Rolle, was Sie von evangelikalen religiösen Überzeugungen oder ihrer Politik halten. Wenn Ihnen Israel wichtig ist, dann verdienen sie unsere Dankbarkeit. Punkt.

Die Wahrheit zu Jerusalems Davidstadt – Die Lügen über Silwan

Nachschon Zenton, einer der Direktoren der Straße der Ausgrabungn, halt ein Katapultgeschoss, das offenbar im Kampf während der großen Revolte verwendet wurde (Shai Halawi, Antiquitäten-Behörde)

Nadav Shragai, Jerusalem Center for Public Affairs, Institute for Contemporary Affairs Nr. 624, Juli 2019

  • Die antike Pilgerstraße in der Davidstadt ist eine der sensationellsten archäologischen Entdeckungen, die seit Israels Gründung in Jerusalem gemacht wurden. Auf dieser Straße, die unter der Asche der römischen Zerstörung bemerkenswert gut erhalten geblieben ist, gingen viele tausend Juden in der Zeit des Zweiten Tempels nach einem rituellen Bad im Teich Siloah rund 700 Meter den Hügel auf den Tempelberg hinauf.
  • Die Stelle wurde erstmals von französischen, britischen und amerikanischen Archäologen vor einhundert Jahren ausgegraben, zu einer Zeit, in der der Staat Israel nicht existierte und Jerusalem unter muslimischer Herrschaft stand.
  • Die Davidstadt, die archäologisch untersucht wird, deckt rund 60.700 Quadratmeter Fläche – oder rund 6 Prozent des arabischen Viertels Silwan – ab. Der israelische Oberste Gerichtshof hat Behauptungen zurückgewiesen, die Grabungen würden die Häuser von Einwohnern Silwans gefährden und klargestellt, dass sie unter strenger technischer Aufsicht und in Übereinstimmung mit professionellen Standards durchgeführt werden.
  • Hunderte arabische Einwohner von Silwan sind bei den Grabungen unter den Häusern des Dorfes beschäftigt worden – derart viele, dass die Hamas und die palästinensische Autonomie sie bedrohte und zwang ihre Arbeit zu verlassen.
  • Die Ausgrabungen erfolgen in der Nähe des Tempelbergs und nicht darunter. Das stimmt für alle von Israel durchgeführten Grabungen im Verlauf der Jahre in anderen Teilen der Altstadt und der Umgebung des Tempelbergs. Die Al-Aqsa ist nicht in Gefahr; gefährdet ist die Freiheit wissenschaftlich-archäologischer Forschung in diesem Bereich.
US-Botschafter David Friedman und der Gesandte Jason Greenblatt schwingen einen Vorschlaghammer und nehmen an der Einweihungszeremonie für die Jerusalemer Pilgerstraße teil. (Screenshot)

Aus dem Film über die Pilgerstraße in der Davidstadt, südlich des Tempelbergs.[1]

Am 1. Juli 2019 wurde ein Foto des US-Botschafters in Israel David Friedman und des US-Gesandten Jason Greenblatt, wie sie mit einem Vorschlaghammer auf eine dünne und symbolische Mauer einschlagen, zur Schlagzeile des gesamten Ereignisses.

Das ist eine der sensationellsten archäologischen Entdeckungen, die in Jerusalem seit der Gründung Israels gemacht wurden. Auf dieser Straße, die unter der Asche der römischen Zerstörung bemerkenswert gut erhalten blieb, gingen – gemäß den historischen Beschreibungen viele tausende Juden in der Zeit des zweiten Tempels nach einem rituellen Bad im Teich Siloah rund 700 Meter zum Tempelberg.

Ein Fragment einer Tafel, in die kolorierte Steine eingelassen sind. (Kobi Herati, Davidstadt)

Im Verlauf der letzten fünf Jahre haben israelische Archäologen 350 Meter dieser Straße freigelegt, darunter zahlreiche Artefakte, die die letzte Schlacht in Jerusalem vor rund 2.000 Jahren zwischen den jüdischen Rebellen und den Römern wieder zum Leben erwecken.

Friedman nahm an der Einweihungsfeier nicht nur Teil, um Anerkennung der Souveränität Israels über den Bereich der Davidstadt zum Ausdruck zu bringen, sondern auch um ein großartiges archäologisches Unternehmen der israelischen Antikenbehörde zu bewundern, das voller Entdeckungen und Funde steckt. Obwohl dieses Unternehmen von Israel am 30. Juni eingeweiht wurde, begann es vor mehr als hundert Jahren an einer Stelle, die von nicht israelischen Archäologen ausgegraben wurde, zu einer Zeit, in der der Staat Israel nicht existierte und Jerusalem unter muslimischer Herrschaft stand.

Archäologen der israelischen Antikenbehörde haben unter strenger Überwachung durch Sicherheitsingenieure (in Übereinstimmung mit den striktesten Standards der Welt) nach der Pilgerstraße – fälschlich als Herodianische Straße bekannt – erst seit den 2000-ern gesucht bzw. diese ausgegraben. Aber sie und die Antikebehörde sind nicht die ersten, die nach dieser Straße suchen oder sie ausgruben. Ihnen ging in der Zeit der jordanischen Herrschaft die britische Archäologin Kathleen Kanyon voarus, die die nördlicheren Teile der Pilgerstraße aufdeckte und auch warnte, dass die Davidstadt solle schnell ausgegraben werden, bevor die Jordanier dort eine Straße pflasterten – was in der Tat das ist, was sie schließlich machten. Kenyon ging eine archäologische Forschungsdelegation in der Zeit des britischen Mandats voraus. Und dieser Delegation gingen Ende des 19. Jahrhunderts, unter osmanischer Herrschaft, die Archäologen Jones Bliss und Archibald Dickie voraus.

Die Arbeit an der Straße (Kobi Herati, Davidstadt)

Vor der Diskussion der vielen Entdeckungen aus den neuen Ausgrabungen müssen wir zuerst die Anschuldigungen widerlegen, dass sie die Häuser der Einwohner des arabischen Viertels Silwan gefährden.

Lokale Araber nahmen an den Grabungen teil, bis sie bedroht wurden

Im Verlauf der Jahre nahmen hunderte Einwohner von Silwan an den archäologischen Grabungen der Antikenbehörde teil, die von der NGO „Elad“ (der Name ist ein Akronym für „Zur Davidstadt“) finanziert werden. Mehr als einmal fanden die Grabungen unter den Häusern genau dieser arabischen Arbeiter statt. Sie hätten dort bis heute weiter gearbeitet, wäre ihnen nicht von Abgesandten der Hamas und der PA in Ostjerusalem Gewalt angedroht worden. Diese Drohungen zwangen sie ihre Arbeit aufzugeben.

Politische Gegner der archäologischen Grabungen in der Davidstadt, die seit fast 50 Jahren durchgeführt werden, versuchen alle paar Jahre die Arbeit der Antikenbehörde zu behindern, wobei oft auf juristische Verfahren zurückgegriffen wird. Ein- oder zweimal haben sie es sogar vor den Obersten Gerichtshof geschafft, dessen Richter dafür bekannt sind, dass sie den Behauptungen der Verletzungen der Menschenrechte gegenüber sehr sensibel sind. Die Kläger behaupteten, dass die Grabungen die Einwohner von Silwan gefährden und der Oberste Gerichtshof sah sich ihre Vorwürfe an und wiesen sie ab.

Die ehemalige Richterin am Obersten Gerichtshof Edna Arbel erklärte in Anwort auf eine Eingabe (Oberster Gerichtshof, Akte 9252/080), die gegen die Grabungen am Parkplatz Givati (Teil der Davidstadt) eingereicht wurde, dass „viele der von den Klägern erhobenen Behauptungen leere Worte waren, ohne Grundlage für diese Behauptungen“. Nachdem israelischen Profis ihr eine Reihe Maßnahmen beschrieben, die unternommen wurden, um die Stabilität der Wohnhäuser in dem Bereich sicherzustellen, sagte sie: „Die Kläger legten keinerlei Beweise vor, die eine Verbindung zwischen den Ausgrabungen und den Schäden untermauern, die angeblich an ihren Häusern verursacht wurden.“

Richterin Arbel fuhr fort:

Es scheint keine Meinungsverschiedenheit darüber zu geben, dass der Parkplatz sich innerhalb des Gebiets eines Nationalparks befindet und dass die darin durchgeführten Ausgrabungen bisher einen beeindruckenden archäologischen Schatz hervorgebracht haben, der von großer wissenschaftlicher und historischer Bedeutung ist, die über Israels Grenzen hinausgeht. … Israels reiche hisorische Vergangenheit wird Schicht um Schicht in seinem Boden aufgedeckt. Die historischen Annalen des Landes, der Menschen, die darin gelebt haben, es durchzogen und in die Seiten der Geschichte eingingen. Im Verlauf der Jahre wurden diese Annalen im Land begraben und wurden zu seinen Geheimnissen.

„Israel“, zitierte die Richterin aus einem anderen Urteil, „ist in der Tat ein junges Land, aber seine Wurzeln gehen tief in die menschliche Geschichte und sein Land ist in Länge und Breite mit antiken Überresten einer uralten menschlichen Zivilisation angefüllt, die in dieser Region tausende Jahre lang lebte und gestaltete. Dies gilt umso mehr bezüglich dem als Davidstadt bekannten Schauplatz. Die Reste der Davidstadt erzählen die Geschichte Jerusalems über tausende Jahre hinweg, wie man immr noch aus der hebräischen Bibel (s. z.B. 2. Samuel 4,8, 9,11; 1. Chronik 15,1; und der Ort selbst wird natürlich sogar früher erwähnt, in der Geschichte der Opferung Isaaks) und anderen Quellen erfahren kann.

Die nationale wie internationale Bedeutung der Geheimnisse der Davidstadt ist nicht einzigartig für das jüdische Volk, sondern ist für jeden von Bedeutung, der in die Geschichte dieser Region eintauchen will, die die Wiege der monotheistischen Religionen ist. Die Bedeutung der archäologischen Forschung liegt nicht nur im Verständnis der Vergangenheit des Landes und in der Möglichkeit den Wahrheitsgehalt der uns aus anderen Quellen bekannten Details zu verifiziren, sondern auch in der Tatsache, dass sie [die Forschung] ein Licht auf die Entwicklung der menschlichen Kultur wirft. Als solche geht seine Bedeutung Völker und Grenzen hinaus.

„Es musste klargestellt werden“, vermerkte Arbel, „dass die Grabungsarbeiten auf dem Parkplatz unter der Aufsicht und Begleitung von Profis durchgeführt wurden.“

Siegel, Paläste und eine goldene Glocke

Und in der Tat lieferte der Givati-Parkplatz einige Jahre später einen reichen Schatz aufschlussreicher archäologischer Funde. Der Hauptfund ist ein beeindruckendes Gebäude aus dem Ende der Zeit des zweiten Tempels, das nach Ansicht einiger Archäologen Königin Helena vom Königreich Aidabene in Assyrien vor rund 2.000 Jahren diente. Helena konvertierte zum Judentum und baute in der Davidstadt prachtvolle Paläste. (Die Paläste des Königs von Adiabene werden in den Schriften des Josephus erwähnt und sie wurden im Israel Museum in Jerusalem-Modell vom Ende der Zeit des zweiten Tempels nachgebaut.)

Ebenfalls am Givati-Parkplatz wurden Reste aus der Zeit des ersten Tempels gefunden: eine sechs Meter breite byzantinische Sraße, von der 30 Meter freigelegt wurden; ein Gebäude eines Gutsbesitzers aus der Römerzeit mit einem Hofraum, Garten und einer Mikwe [einem rituellen Bad]; und Rest aus der uralten Muslimzeit. Ein besonders interessanter Fund war ein Stempelsiegel, auf dem in antiker hebräischer Schrift die Worte zu sehen sind: „Für Natanmelech Eved Hamelech“ [Sklave des Königs]. Der Name Natanmelech erscheint in 2. König und die Forscher sagen, der archäologische Fund datiert aus derselben Zeit wie der Bericht in der Bibel –der zweiten Hälfte des siebten Jahrhunderts v.Chr.

Nach Angaben der Forscher ist der Givati-Parkplatz offenbar also der Ort der antiken Festung Acra, die von König Antiocus Ephiphanes 167 v.Chr. in der Zeit der Herrschaft der Seleukiden über das Land gebaut wurde. Die Festung blieb während der Revolte der Makkabäer ein Bollwerk der Seleukiden und ihrer helleniziden Anhänger.

Ein Fragment eines reich verzierten Tisches. (Kobi Herati, Davidstadt)

Ein weiteres Urteil von Arbel behandelte den herodianischen Entwässerungstunnel, der direkt unter dem Verlauf der Pilgerstraße liegt (die auch als „Herodesstraße“ bekannt ist). Der Entwässerungstunnel wurde vor ein paar Jahren durch die Archäologen Ronny Reich und Eli Shukrun entdeckt und heute kann man durch ihn aus der Nähe des Teichs Siloah bis zu den Fundamenten der Westmauer (nahe des Davidson Center) gehen.

In diesem Entwässerungstunnel wurden so aufregende Funde gemacht wie Kochtöpfe und Küchenutensilien mit denen die Rebellen ihre letzten Mahlziten einnahmen, bevor die Römer sie entdeckten und mehr als 2.000 von ihnen töteten (Angaben von Josephus). Ebenfalls im Entwässerungstunnel gefunden wurde ein Schwert, das einem römischen Legionär gehörte, noch in der Lederscheide, sowie ein Bild der Tempel-Menorah, die von einem anonymen Individuum auf die Rückseite einer zerbrochenen Tonscherbe gekratzt wurde, der die echte Mnorah offenbar mit eigenen Augen gesehen hatte.

Zusätzlich wurde ein faszinirendes, einzigartiges Artefakt in dem Entwässerungstunnel gefunden: eine goldene Schelle mit einer Lasche am Rand. Diese Schelle war auf den Saum des Gewandes eines angesehenen Mannes aus Jerusalem genäht gewesen, möglicherweise sogar des Hohepriesters selbst. [Exodus/2. Mose 39,24-26]

Das im Entwässerungstunnel gefundene Goldglöckchen – war es vom Gewand des Hohepriesters? (Davidstadt)

Auf dem Boden des Tunnels wurde die Abdeckung einer Zisterne aus der Zeit des ersten Tempels gefunden. Die Zisterne liegt zur Hälfte unter dem Entwässerungstunnel und zur  Hälfte (dieser Teil ist blockiert und nicht zugänglich) auf dem Tempelberg. Auch hier wurden Küchenutensilien gefunden und jüdische Rebellen gegen die Römer könnten hier auch ihre letzten Augenblicke versteckt in der Zisterne verbracht haben.

Intarsienring aus einem wertvollen Ring (Kobi Herati, Davidstadt)

„Die Verletzung der Eigentumsrechte – soweit sie existieren – ist geringfügig“

Es wurde vor dem Obersten Gerichtshof zum Entwässerungstunnel zudem behauptet (Akte 1308/08), dass die Arbeit darin die Einwohner von Silwan direkt darüber gefährdet. Auch hier erkärte Richterin Arbel in einem weiteren und gesonderten Urteil:

Erstens wurde trotz der Behauptungen der Kläger erklärt, dass die Arbeit unter professioneller Ingnieursaufsicht erledigt wird und Teil eines genehmigten Bauplans ist. Und nicht nur das. Wie aus den Äußerungen der Beklagten deutlich wird, sind die meisten Tätigkeiten, die die Antikenbehörde im Tunnel ausführt, nicht wirklich Ausgrabungsarbeiten, sondern beinhalten Beseitigung von Müll, der sich im Kanal über zweitausend Jahr hinweg angesammelt hat.

Die Richterin erwähnte die Verstärkungsarbieten, die unternommen werden, um Schaden zu verhindern und fügte hinzu:

Man könnte daher sagen, dass die Arbeit mit der Begleitung und Aufsicht durch Profis ausgeführt wird, nicht wie die Kläger behaupten; und es ist klar, dass diese Profis sich nicht nur wegen der Fertigstellung der Arbeit im Entwässerungstunnel Sorgen machen, sondern sich auch ihrer Verpflichtungen bewusst sind sicherzustellen, dass die Arbeit auf eine Weise erledigt wird, die die Kläger, ihre Familien und ihr Eigentum nicht schädigen.

Was das Recht der Kläger auf Eigentum des Grundes unter ihren Häusern angeht, erklärte die Richterin:

In dem Ausmaß, in dem es solche Rechtsverstöße gibt, sind sie geringfügig… Den Verstößen steht ein beträchtliches öffentliches Interesse bei der Ausführung der Arbeit entgegen. Stattdessen ist die Enthüllung der Geheimnisse der Vergangenheit, die hunderte und tausende von Jahren in den Eingeweiden der Vergangenheit lagen, ein zentraler Aspekt archäologischer Forschung. Die Leistungen dieser Forschung sind ein facettenreiches öffentliches Interesse, ob wegen dem, was zum Verstehen der Geschichte des Landes und der Geschichte des jüdischen Volkes beigetragen wird, oder egen der Beiträge, die sie für das Vrständnis historischer Ereignisse, die nicht nur für das jüdische Volk und seine Geschichte wichtig sind.

Der Givati-Parkplatz und der Entwässerungstunnel sind nur zwei Beispiele der Stätten in der Davidstadt, die uns in den letzten Jahren ihre Geheimnisse preisgegeben haben. Es gibt andere wichtige Beispiele: 2005 entdeckte die Archäologin Dr. Eilat Mazar Reste eines großen Steingebäudes, die sie geneigt ist als Palast von König David zu identifizieren.

In den 1970-er und 1980-er Jahren entdeckte der Archäologe Dr. Yigal Shiloh das Bullen-Haus und das Ahiel-Haus innerhalb des Bereichs der Ausgrabungen in der Davidstadt, die Area G genannt wird. Auf den Bullen im Grabungsbereich hatten Namen wie Schiftiyahu Ben Tsafen und Beniyahu Ben Hoschijo überlebt, ebenso die Namn Yirmeyahu Ben Schafan (ein königlicher Schreiber) und Azaryahu Ben Hilkiyahu (ein Priester der Zeit des ersten Tempels). 45 der im Bullen-Haus gefundenen 51 Bullen trugen Inschriften in antiker hebräischer Schrift und beinhalteten den Namen des Eigentümrs des Siegels zusammen mit dem Namen seines Vaters.

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Nachschon Zenton, einer der Direktoren der Straßen-Ausgrabung, hält ein Katapult-Geschoss, das offenbar im Kampf während der Großen Revolte verwendet wurde. (Schai Halawi, Antiquitätenbehörde)

Als die 2000-er Jahre anstanden, wurden in der Davidstadt Wehranlagen für eine Quelle und einen kanaanitischen Teich entdeckt. Als großer, in natürlichen Fels geschlagener Teich war er ein Atandbein des Wassersystems, aus dem die Kanaaniter ihr Wasser bezogen. Dieser Teich wurde im 18. Jahrhundert v.Chr. geschlagen, ging aber im achten Jahrhundert v.Chr. komplett außer Betrieb, möglicherweise wegen der Ausgrabung des berühmten Hesekia-Aquädukt.

Die Pilgerstraße

Und jetzt ist die Pilgerstraße entdeckt worden. Nur rund 350 der 700 Mer der Straße sind bisher freigelegt worden. Obwohl die vorherrschende Meinung lautete, dass Herodes die Straße baute, stellte sich heraus, dass sie in der Zeit der römischen Statthalter gebaut wurde, die nach ihm kamen, insbesondere in den Tagen des römischen Statthalters Pontius Pilatus.

Die Archäologen, die die Pilgerstraße im Verlauf von fünf Jahren ausgegraben haben – Dr. Joe Uziel, Ari Levi, Nachschon Zenton und Moran Hajibi – haben eine weitere Mutmaßung zunichte gemacht: Es waren nicht arme Leute, die entlang der Pilgerstraße im Breich der „Unterstadt“ lebten, sondern tatsächlich eine reiche Bevölkerung. Zu den Verwüstungen der Zerstörungen, die entlang der Straße freigelegt wurden, sind Luxusgüter gefunden worden, darunter Steintische mit Intarsienarbeiten, Schmuck verschiedener Art und Parfümflaschen. Zusammen mit diesen gibt es viele andere Funde: Münzen, Kochtöpfe, komplette Stein- und Tonwerkzeuge, seltene Glasgegenstände, ein prächtiges Podium (für öffentlichen Ankündigungen) und Teile von Pfeilen und Katapulten – Zeugen der letzten Schlacht um den „Osthügel“ während der Großen Revolte der Juden gegen die Römer, die mit der Zerstörung des zweiten Tempels endete.

Von Warrn zu Kenyon: Die Archäologen, die die Davidstadt ausgruben

Die vielen Entdeckungen in der Davidstadt während der Zeit der israelischen Herrschaft treffen auf Dutzende Ausgrabungen und Grabende, die in der Davidstadt gegraben haben, die die am meisten archäologisch ausgegrabne und erforschte Stelle in Jerusalem während der Jahre der modernen Forschung ist. Hier ist für die, die von Israel als „politische Ausgrabungen“ betreibend reden, eine Liste der Grabungsleiter in der Davidstadt, die mit ihrer Arbeit zeitlich vor Israel gearbeitet haben:[2]

In der Zeit der osmanischen Herrschaft gruben Charles Warren vom Palestine Exploration Fund ausgiebig in Jerusalem und entdeckte das Wassersystem, das man als Warrens Schacht kennt (1867).

Warrens Expeditionsteam in Jerusalem (1867, Palestine Exploration Fund)
Gemälde von Charles Warren bei der Erkundung unter Robinsons Bogen entlang der Westmauer (Palestine Exploration Fund)

1880 machten zwei Teenagerjungs den deutschen Architekten Conrad Schick auf die Existenz einer antiken Inschrift aufmerksam, die neben dem südlichen Ausgang des Wassertunnels in der Davidstadt eingraviert war. Diese Entdeckung der Shiloah/Siloam-Inschrift gehört zu den wichtigsten dort. [Das Original hängt heute in einem türkischen Museum.]

Die Siloam/Schiloah-Inschrift kennzeichnete die Vollendung des Wasserwerks von Hönig Hesekia von der Gihon-Quelle zum Teich von Siloam im achten Jahrhundert v.Chr.

1881 entdeckte der deutsche Archäologe Hermann Gutte den byzantinischen Teich Siloah als Mauerteile aus unterschiedlichen Zeiträumen. Wie vermerkt entdeckten Bliss und Dickie vor mehr als hundert Jahren Teile der Pilgerstraße. Und Vater Louis-Hugues Vincent trug mehrere seiner einigen Entdeckungen zum Verständnis der Davidstadt bei.

Unter britischer Herrschaft nach dem Ersten Weltkrieg wurde ein internationales Projekt durchgeführt, um den Hügel der Davidstadt unter der Schirmherrschaft der britischen Mandatsregierung zu erforschen. R.A.S. Macalister grub an der Stellel für den britischen Palestine Exploration Fund und R. Weill für die Franzosen. Unter jordanischer Herrschaft wurde, wie vermerkt, nur eine Ausgrabung in der Davidstadt unter der Führung der Archäologin Kathleen Kenyon durchgeführt, die persönlich die Genehmigung dort zu graben von König Hussein erhielt.

Schlussfolgerung

Wenn palästinensische Medien aufschreien, dass Silwan in Gefahr ist, lügen sie zweimal: Einmal, weil die israelischen Ausgrabenden und Behörden sich in der Davidstadt nichts ohne die Genehmigung der Sicherheitsingenieure tun, zudem befolgen sie die striktesten Standards; zweitens weil die Davidstadt, die etwa 60.700 Quadratmeter abdeckt, rund 6 Prozent des Territoriums von Silwan darstellt.

Wenn Palästinenserführer und -kleriker aufschreien, dass die Ausgrabungen in der Davidstadt die Al-Aqsa gefährden, dann lügen sie wissentlich. Die Ausgrabungen erstrecken sich nicht über die Mauer in das Tempelberggelände hinein. Jahre lang hat Israel sichergestellt um den Berg herum zu graben und nicht darunter. Das war bei der Westmauer und entlang der Südmauer des Tempelbergs so und dasselbe gilt bezüglich der Davidstadt. Selbst wenn die Ausgrabungen der Mauer des Berges vom Süden her nahe kommen, gehen sie nie darüber hinaus. Die Besucher, die über die Pilgerstraße oder durch den „herodianischen Entwässerungstunnel“ gehen, steigen zum Davidson Center hinauf, das am Fuß der Mauern des Berges liegt und nicht darin.

Daher erscheint es so, wie im Fall des Tempelberggeländes, dass die Schärfe und die Verleumdung bezüglich der Davidstadt zum Teil der Unfähigkeit der Hetzer entstammen mit der jüdischen Vergangenheit des Ortes klarzukommn, die an das Herz Jerusalems grenzen – den Tempelberg.

Zu der Zeit, in der die Palästinenser die Geschichte Jerusalems umschreiben – sowohl die jüdische als auch die muslimische Geschichte – und versuchen zu beweisen, dass sie vor den Juden in der Stadt waren (trotz dem, was moderne Forscher uns erzählen), ist die Davidstadt für sie ein weiterer Gegenstand ihres großen Gefüges der Leugnung vieler jüdischer Verbindungen zu Jerusalem, seinen Stätten und seinen heilgen Orten.[3]

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Fußnoten:

[1] Video der Pilgerstraße, https://www.youtube.com/watch?v=FL6s9oJ3suI

[2] Entnommen einer Umfrage von Ronny Reich und Eli Shukrun, das 2008 im Zuge der Neunten Konferenz zu Untersuchungen der Davidstadt und des antiken Jerusalem, S. 14-41.

[3] Für mehr zu diesem Thema siehe: Nadav Shragai: Alilat Al-Aksa b’Sakana: Diyukano shel Sheker (Die Verleumdung Al-Aksa ist in Gefahr: Die Geschichte einer Lüge). Jerusalem (Jerusalm Center for Public Affairs/Sifriyat Maariv) 2012, S. 45 – 64.