Gedankenverlorenes Territorium: Deutschland erklärt V-E Day zum „Nakba-Tag“ – „Das macht man halt so nach einen Völkermordversuch an Juden.“

PreOccupied Territory, Elder of Ziyon, 23. Juni 2022

Berlin – Deutsche Regierungsvertreter kündigten heute an, dass das Land von nun an den 9. Mai als Höhepunkt der Vertreibung und des Leides der Deutschen begehen wird, die in der Folge der deutschen Kapitulation vor den Alliierten im Zweiten Weltkrieg und des Holocaust stattfanden; das folgt dem palästinensischen Modell eines nationalen Tags der Trauer und Rachsucht am Tag nach dem Jahrestag der Erklärung der Eigenstaatlichkeit Israels 1948, der ebenfalls in massiver Vertreibung inmitten einer regionalen Anstrengung zur Auslöschung der Juden resultierte.

Bundesinnenminister Jammerschläger berief eine Pressekonferenz ein, um Journalisten und Öffentlichkeit über den deutschen Nakba-Tag zu informieren. „Wir haben es für angemessen erachtet die Reaktion anderer nachzuahmen, die eine ähnliche Erfahrung durchgemacht haben“, erklärte er. „Andere haben Unheil über sich gebracht, in dem sie versuchten das Judentum auszulöschen, auch wenn diese anderen nicht den Erfolg hatten, die Auswirkungen zu schaffen, die das Dritte Reich diesbezüglich erzielte. Die palästinensischen Araber, mit denen Nazideutschland während des Krieges verbündet war, und deren andere arabischen Verbündete enge Beziehungen und Training mit dem Nazi-Militärapparat genossen, machten die Erfahrung durch, die bei uns als Tätern eines solches Völkermords Nachhall finden; die Reaktion der palästinensischen Araber hat uns inspiriert mit unserem Erbe des Leides auf ähnliche Weise umzugehen.“

„Die Palästinenserführer nahmen den 15. Mai als ihren Nakba-Tag“, furh er fort, „weil dieser direkt dem Datum der Gründung des jüdischen Staates folgt und sie ihr Leid mit diesem Ereignis verbinden, Leiden, das wegen der fehlgeschlagenen arabischen Völkermordversuche an den Juden zustande kam. Auch wir begehen Deutschlands Kapitulation am 8. Mai 1945, herbeigeführt durch einen Ideologie, die den Völkermord an Juden forderte und dem folgenden deutschen Leid, das aus diesem Völkermord entwuchs und erklären den 9. Mail zum ‚Deutschen Nakba-Tag‘.“

Historiker hielten fest, dass in beiden Fällen die Flucht und dauerhafte Vertreibung von Palästinenser und Deutschen deutlich vor dem symbolischen Datum der Feierlichkeiten begannen. „Ethnische Deutsche begannen von dort zu fliehen, wo sie außerhalb Deutschlands lebten, sowie die Rote Armee 1944/45 vorrückte“, erklärte der Weltkiegs-Historiker David Glanz. „Die Vertreibung ging auch mehrere Jahre danach weiter, was letztlich dutzende Millionen Deutsche betraf. Was die Palästinenser angeht, so begannen viele von ihnen lange vor dme 14. Mai 1948 den Rat der arabischen Führer zu beherzigen, der augenscheinlichen arabischen Militärmoloch aus dem Weg zu gehen, der ‚Südsyrien‘ von den Juden reinigen würde. Der 9. Mai und der 15. Mai sind  etwas symbolisches, nichts Buchstäbliches.“ Glanz hielt auch die Parallelen zu den vertriebenen Palästinensern  fest, die hofften Anspruch auf Landbesitz ethnisch gesäuberter Juden in Palästina erheben zu können und eventuellen deutschen Flüchtlingen, die sich auf ethnisch gesäubertem Land in Polen niedergelassen hatten.

Minister Jammerschläger brachte auch die Idee einer UNO-Organisation ins Spiel, die die Nachkommen der Kriegsflüchtlinge staatenlos halten sollte, bis sie die verlorenen Orte wiedergewinnen, an denen sie früher lebten, wie es bei den Palästinensern der Fall ist.

Die Wahrheit hinter der israelfeindlichen „Apartheid“-Verleumdung

David Collier, Beyond the Great Divide, 27. Juni 2022

Der UNO-Menschenrechtsrat (UNHRC) hat gerade seine jüngsten Schritte dahingehend unternommen, die Apartheid-Verleumdung zu nutzen, um Israel zu delegitimieren.

Jeder mit einem Funken Verstand weiß, dass es in Israel keine Apartheid gibt. Und das schließt natürlich diejenigen ein, die mehrere Definitionen zerfleischen und vermischen, um langatmige Berichte zu schreiben, die das Gegenteil behaupten. Zwei Minuten zu Fuß durch Israels diverse Städte ist alles, was man braucht, um jeden Zweifel zu zerstreuen. Warum also argumentieren die größten Menschenrechts-NGOs der Welt, linke Politiker, Akademiker, zahlreiche Aktivisten – und vermutlich bald der UNHRC – anders? Lesen sie weiter, um die beschämende Wahrheit hinter dieser vorsätzlichen Verleumdung zu verstehen:

Die Grundlagen

Die zugrundeliegende Wahrheit, die die Grundlage für jede Diskussion über Israel bilden sollte, bleibt diese:

Die Araber (ein pan-arabischer Block, zu dem diejenigen gehörten, die sich heute als Palästinenser identifizieren) lehnten es ab zu akzeptieren, dass Juden überhaupt einen Staat haben sollen; egal in welchen Grenzen; egal, wie klein. Die Araber lehnten eine jüdische Zuwanderung und dann den UNO-Teilungsplan gewalttätig ab. Als all dies – und sogar ein Bürgerkrieg – das Unvermeidbare nicht aufhalten konnte, marschierten die benachbarten arabischen Staaten am Tag ihrer Geburt in die jüdische Enklave ein –  mit der Absicht sie auszuradieren.

Hätten sie das nicht getan – hätten die Araber sich stattdessen entschieden einen Kompromiss einzugehen – hätte es nicht einen einzigen Tag Krieg und keinen einzigen arabischen Flüchtling gegeben. Wären die Araber fähig gewesen Seite an Seite mit den Juden zu leben, wäre vor 74 Jahren ein Palästinenserstaat geschaffen worden.

Nichts zu entschuldigen

Diese einfache Wahrheit sollte nie vergessen werden. Auch sollte sich Israel nicht dafür entschuldigen einen völkermörderischen Krieg überlebt zu haben, mit dem es vernichtet werden sollte. Jede Trennung, die auftrat, entwickelte sich aus der Notwendigkeit, dass die Juden sich gegen die verteidigen, die sie umbringen wollten. Die Palästinenser von haute sind die Überbleibsel des Scheiterns des Versuchs der arabischen Welt Israel auszuradieren.

Diese Landkarte stammt aus der London Evening News vom Mai 1967, nur ein paar Wochen vor dem Sechstage-Krieg. Sie wird dafür sorgen, dass viele israelfeindliche Aktivisten sich am Kopf kratzen. Sie zeigt, die politische Welt, wie sie damals aussah. Eine Welt ohne Palästina.

Seit dem ursprünglichen Konflikt 1948 kämpften die Araber wieder und wieder – in militärischem und politischem Konflikt – im Versuch Israel auszulöschen – und scheiterten immer wieder. Nach einer vernichtenden Niederlage 1967 und zunehmender Erkenntnis in den 1970-er Jahren, dass sie Israel militärisch nicht besiegen konnten, begannen einige arabische Staaten Frieden zu schließen. Die Extremisten, die es immer noch ablehnen jegliche jüdische Selbstherrschaft zu akzeptieren, legten den Fokus dann auf eine intensive diplomatische „Delegitimierungs“-Kampagne.

Die „Araber Palästinas“

Unter Aussparung Jordaniens (das zwar wichtig ist, aber hier eine unnötig Komplikation wäre) fielen die Araber, die in dem Bereich lebten (oder dorthin zogen), der (vom Völkerbund) den Briten zur Schaffung einer jüdischen Heimstatt zugewiesen war, größtenteils in drei Kategorien:

  • Israelische Araber – Beduinen, Drusen, Muslime und Christen, die 1948 nicht aus dem Kriegsgebiet flohen. Sie sind volle israelische Staatsbürger und sind die einzigen Araber der gesamten MENA-Region, die wahre demokratische Freiheit erleben.
  • Die „palästinensischen Araber“. Diese Araber befanden sich in den von Jordanien und Ägypten „besetzten“ Territorien, über die Israel im Sechstage-Krieg die Kontrolle übernahm.
  • Die palästinensischen Flüchtlinge. Araber, die zumeist während des israelischen Unabhängigkeitskrieges 1948/49 flohen. Statt von den arabischen Staaten absorbiert zu werden, ließ man sie in Flüchtlingslagern verrotten. Dann wurde, aus dem einzigen Grund den Konflikt zu perpetuieren, den „palästinensischen Flüchtlingen“ Erbestatus gegeben. Sie leben größtenteils in Jordanien, Syrien und dem Libanon. Es gibt viele Absurditäten, so den Versuch nahezulegen, dass ein in Gaza oder Jenin geborener Palästinenser ein Flüchtling ist (befindet er sich etwa nicht in seinem Heimatland?). Einige wurden sogar in Großbritannien, den USA und anderen Ländern rund um die Welt geboren – Staatsbürger der größten Demokratien der Welt, die sich perverserweise immer noch als Flüchtlinge bezeichnen.

Es ist wichtig diese drei unterschiedlichen Gruppen zu verstehen – und sie zu unterscheiden – weil es das Ziel israelfeindlicher Aktivisten ist diese Linien zu verwischen.

Die drei erklärten Ziele der Boykottbewegung – BDS

Die drei Ziele der BDS werden ausdrücklich und wissentlich geschaffen, um diese drei Kategorien alle zu erfassen.

  • Ziel 1 behandelt das 1967 eroberte Land – und deckt daher die „palästinensischen Araber“ ab.
  • Ziel 2 fordert die volle Gleichheit für in Israel lebende „Palästinenser“ – und eignet sich auf unverschämte Weise die arabischen Bürger Israels an.
  • Ziel 3 deckt das Rückkehrrecht der Flüchtlinge ab – und beschäftigt sich daher mit den Arabern, die die Nachkommen der Araber sind, die vor dem Krieg von 1948 flohen.

Das ist wichtig und kein Zufall. Die Erschaffung der BDS-Strategie, um israelische Araber einzuschließen, delegitimiert Israels Souveränität auf jedem Zentimeter Land, den Israel kontrolliert.

Das bedeutet, dass BDS weiter angreifen wird – selbst wenn ein Kompromiss mit den Palästinensern erzielt werden sollte – sogar wenn die Flüchtlingsfrage geregelt wird. Diese Extremisten werden weiter angreifen, bis Israel komplett ausgelöscht sein wird. BDS ist die Belagerungsmaschine der radikal-islamischen Terrorgruppen.

Das Scheitern von BDS

Das Problem war, dass BDS gescheitert ist – und zwar gründlich.

Erstens ist Israels Wirtschaftswachstum seit dem Beginn der BDS-Bewegung 2005 herausragend gewesen. Selbst vom weltweiten Crash von 2008 war es kaum betroffen. Aber darüber hinaus ist Israel zu einem globalen Player in technologischer und medizinischer Innovation geworden und hat vor Kurzem begonnen Gas zu exportieren. Sicher, BDS mag manche in Boston oder Sheffield dazu verleiten keine israelische Avocados zu kaufen – aber sie kann die Milliarden-Dollar-Investitionen in israelische Innovationen nicht aufhalten.

Zweitens wurde sie durchschaut. Ich bin der erste, der zugibt, dass BDS, wenn sie sich selbst nur auf die Kernfrage eines Palästinenserstaates auf Grundlage einer Zweistaatenlösung beschränkt hätte, viel besser dastehen würde. Das würde ihr nicht recht geben – aber es würde zumindest aufrichtig aussehen. Doch die BDS-Bewegung strebt die Vernichtung einer Demokratie an. Sie ist vage, rassistisch, inkonsequent, demokratiefeindlich, hinterlistig und gründet auf Heuchelei. Wenn Sie kein Narr oder Antisemit sind, werden Sie kein Teil davon sein wollen. Die BDS-Kampagne hatte selten Erfolg aus ihrer eigenen, extremistischen Blase auszubrechen.

Das Schlüsselproblem der Extremisten hinter BDS ist einfach. Israel ist die einzige Demokratie in der gesamten MENA-Region. Es ist die einzige Nation in der Gegend, in der alle Bürger frei sind. Darüber hinaus hat das jüdische Volk ein Recht auf Selbstbestimmung in seiner historischen Heimat. BDS und ihre extremistischen Helfer müssen diese Kernwahrheiten ungeschehen machen. Sie müssen die Realität auf den Kopf stellen.

Das ist die Grundursache der Apartheid-Verleumdung.

Auftritt der NGOs

Früher puschte nur die sowjetische/arabische Propagandamaschine die Apartheid-Verleumdung. Im Lauf der Zeit, besonders seit dem Fall der Berliner Mauer und dem sich ändernden demografischen Angesicht der westlichen Demokratien, gelangte die Terminologie in den Westen. Da die radikalen Islamisten und die Linksextremen begannen im Westen zusammenzuarbeiten, verbreiteten die Samen sich in akademischen und politisch linken Kreisen. Die Übernahme und Politisierung der NGOs durch die extreme Linke war Teil dieses Kampfes.

Timing ist alles. Die zweite Intifada fand gleichzeitig mit der globalen Verbreitung des Internets, der Geburt der sozialen Medien, Massenmigration in den Westen und Universitäten, die ihre Türen öffneten, statt. Als Hamas-Bomber Busse, Cafés und Einkaufszentren in die Luft jagten, nutzten die Terroristen-Netzwerke ihren „diplomatischen“ Arm, um Israel mit Hilfe viraler Online-Verbreitung von Desinformation anzugreifen.

In der realen Welt zogen Sympathisanten von „Hamas“, „PFLP“ und „Muslimbruderschaft“ über Stipendienprogramme in die westlichen Universitäten ein. Von dort aus konnten sie die lokale Umwelt von innen heraus korrumpieren. Viele gingen nicht einmal mehr weg. Sie machten ihre Doktorentitel und wurden selbst Akademiker. Die heutige Campus-Atmosphäre ist ein direktes Ergebnis davon. Einige der Extremisten verließen den Campus, um andernorts für Probleme zu sorgen – sie wurden z.B. „Menschenrechtsaktivisten“ in wichtigen NGOs.

Die „Apartheidmauer“ und der Gazastreifen

Die früheste Mainstream-Verwendung des Begriffs „Apartheid“ kam, als Israel begann eine defensive Barriere zu bauen, um die unablässigen und tödlichen Terroranschläge während der zweiten Intifada zu stoppen.

Das war einfach eine Mauer, die zu errichten Israel gezwungen war, weil radikalislamische Terroristen in israelische Städte kamen und Bürger niedermetzelten. Aber israelfeindliche Aktivisten ergriffen die Gelegenheit. Beachten Sie an dieser Stelle, dass es keinen Versuch gibt diese Apartheid-Behauptung in den Mainstream zu drücken, der über die falsche Behauptung hinaus ging, der Verlauf der defensiven Barriere Israels sei problematisch.

Dasselbe gilt für den Gazastreifen. Die Leute haben hier die Wahrheit komplett vergessen. Die Palästinenser feierten Israels vollständigen Abzug aus dem Gazastreifen.

„Heute ist ein Tag der Freude und des Glücks, die unserem Volk im letzten Jahrhundert geraubt wurden“, sagte Palästinenserführe Mahmud Abbas am 10. September 2005.

Es ist nicht Israels Fehler, dass die Palästinenser sich erneut eine weitere Gelegenheit verweigerten, die radikalislamische Terrororganisation Hamas wählten und den Gazastreifen in eine Raketenfabrik verwandelten. Aber dieser Abzug bot den Extremisten eine weitere Gelegenheit die Apartheid-Verleumdung gegen Israel zu nutzen – diesmal, weil sie den Palästinensern eine Chance gab sich selbst zu regieren.

Die Apartheid-Verleumdung wurde „nur“ gegen einige der politischen Handlungen Israels und „nur“ in Bezug auf die Bereiche von 1967 erhoben. Die Antiisrael-Industrie wusste, nichts anderes würde hängenbleiben. Sie haben seitdem zwanzig Jahre gehabt, um die Desinformationskampagne durch das Verwischen aller Linien zu normalisieren.

Die Apartheid-Verleumdung – es wird nachgelegt

Es stimmt, dass die meisten Menschen nichts über den Konflikt wissen. Den meisten ist nicht bewusst, wie der Konflikt begann oder dass Israel Heimat von fast 2 Millionen Arabern ist. Diese allgemeine Ignoranz bietet fruchtbaren Boden für eine erfolgreiche Desinformationskampagne.

Israels Herz musste attackiert werden. Um eine Illusion der Diskriminierung der in Israel lebenden Araber zu schaffen. Nicht der Palästinenser – nicht der Flüchtlinge – sonder der Araber Israels selbst. Damit konnte die Antiisrael-Industrie Israels bloße Existenz delegitimieren.

In den frühen 2000-er Jahren begann die NGO Adalah eine Liste dessen zu bewerben, von dem sie behauptete, es seien israelische Gesetze zur Diskriminierung nichtjüdischer Bürger. Adalah verwandelte sich schließlich in eine Datenbank für israelfeindliche Aktivisten. Nur dass die Liste selbst Unsinn ist – einschließlich solcher Posten wie der israelischen Flagge, jüdischer Feiertage und so weiter.

Die Wahrheit spielt hier keine Rolle. Niemand kümmerte sich je darum sie zu lesen. Es ging einzig darum Informationen zu verbreiten, die israelfeindliche Aktivisten nutzen können – sie wiederholen und herumerzählen. Immer und immer wieder. Die „Israel Apartheid-Woche“ wurde zu einem regelmäßigen, jährlich stattfinden Ereignis an Universitäten des Westens. Sie lief jedes Jahr eine Woche, dann zwei Wochen, dann drei. Heute kann die „Israel Apartheid-Woche“ einen ganzen Monat dauern.

All das bedeutet, dass Aktivisten, wenn sie von israelischer Apartheid reden, anfangen könnten die Dinge zu vermengen – und wenn sich das an eine ignorante Öffentlichkeit richtet, werden die Linien zunehmend verwischt.

Der Internationale Strafgerichtshof

Mehrere Jahre lang nahm die Verwendung der Apartheid-Verleumdung in Aktivistenkreisen zu. Die NGOs wie Amnesty International verwendeten ihre Einrichtungen offen dazu, diese Zunahme zu fördern. Der Verfall der NGOs ist ein entscheidender Teil dieser Geschichte. Amnesty zerstörte sich selbst durch Verwendung der Extremisten als Rekrutierungspool.

Zwei kleine Beispiele:

  • Saleh Hijazi ist eine der Schlüsselfiguren für Amnestys Israel-Strategie. Er ist Palästinenser, der früher Profile von Terroristen auf seiner Facebook-Seite eingestellt hatte.
  • Ali Jarrar war bei Code Pink. Sie engagierte sich in der Extremistengruppe Codepink aktiv für den Boykott von Airbnb. Amnesty stellte sie ein. Kurz danach begann Amnesty eine eigen Airbnb-Kampagne.

Hier bezeichnete sie vor elf Jahren Israel als Apartheidstaat:

Bring „den Leidenden Hoffnung“ – boykottiere Apartheid-Israel

In allen Bereichen, in den NGOs, der akademischen Welt und den Medien, korrumpierten diese Extremisten von innen heraus. Wenn man unablässig einseitige Extremisten beschäftigt, wird man selbst einseitig und extremistisch.

Aber die Lage außerhalb arbeitete weiter gegen sie. Die zunehmende Bedrohung durch den Iran, die zunehmende wirtschaftliche Stärke Israels und ein zunehmender Überdruss gegenüber den Palästinensern in arabischen politischen Kreisen begann eine tickende Zeitbombe unter ihren Füßen zu schaffen.

Israel wurde im Nahen Osten immer weiter normalisiert. Mit dem Zusammenbruch sowohl Syriens als auch des Irak hatten die Extremisten nichts außer den Terrorgruppen mehr hinter sich. Die VAE und Bahrain begannen Friedensgeräusche zu machen – und selbst Saudi-Arabien wurde weicher. Es wurde unumgänglich das Argument auf die nächste Ebene zu heben – also zogen die Palästinenser mit ihrer Sache vor den IStGH.

Choreographie im zwielichtigen Bereich

Was folgte, bewies, dass alles, was Sie über Wahrheit und Gerechtigkeit wissen, beiseite gestellt werden kann. Was wir erleben, ist ein inszenierter Versuch von Extremisten die Fundamente Israels zu untergraben. Der IStGH hat zwar keine Zuständigkeit in Israel, behauptet aber plötzlich, er habe sie. Der IStGH beschloss auch für die Palästinenser Partei zu ergreifen – obwohl er damit seine eigenen Regeln bricht. Genauso, wie wir es mit den NGOs erleben, ist der IStGH von innen heraus korrumpiert worden.

Die IStGH-Entscheidung schuf einen Schneeballeffekt und die NGOs mussten ihren Beitrag leisten. Es wurde wichtig den Vorwurf der Apartheid in die Liste der Verbrechen Israels aufzunehmen. So produzierten B’Tselem, HRW und Amnesty ihre Berichte.

Die schlichte Wahrheit

Vor kurzem sah ich das hier auf Twitter und es entlarvt die Apartheid-Lüge besser als 10.000 Worte es tun könnten. Es handelt sich um eine Landkarte der MENA-Region.

Im grünen Bereich gab es einmal fast eine Million Juden, bis sie vor starker islamischer Verfolgung flohen. In diesem massiven Bereich sind nur ein paar tausend Juden übrig geblieben. Die Christen und andere Minderheiten werden ebenfalls aus dem grünen Bereich gedrängt. Jeder, der bleibt, lebt unter islamisch-herrenmenschlicher Herrschaft – als Bürger zweiter Klasse. In vielen Staaten gibt es Gesetze, die diese diskriminierende Herrschaft durchsetzen. Während in dem winzigen, rot markierten Bereich Israels zwei Millionen Nichtjuden leben. Sie sind die einzigen freien nichtjüdischen Bürger in der gesamten MENA-Region. Dennoch wollen Amnesty und HRW Sie ernsthaft glauben machen, dass Israel der Apartheidstaat ist.

Es handelt sich um eine einfache Tatsache: Die einzigen freien Muslime, Christen, Juden, Drusen und Beduinen in der gesamten MENA-Region leben allesamt in Israel.

Die Apartheid-Verleumdung begreifen

An der Apartheid-Verleumdung ist absolut nichts logisch oder redlich. Sie ist eine vorsätzliche und rachsüchtige Lüge. Machen Sie keinen Fehler: Amnesty und HRW wissen, dass sie alle hinters Licht führen.

Es begann mit der der Dämonisierung der Versuche Israels seine Bürger gegen Terroranschläge zu verteidigen. Ab da – um den erfolgreichen Boykott Südafrikas zu wiederholen – begann die antiisraelische Propagandamaschine eine Pyramide aus Lügen zu bauen. Um die Grenzen zu verwischen, bis Israels bloße Existenz infrage gestellt wurde.

Diese Leute verraten alle Werte, an die sie angeblich glauben. Sie eignen sich die Identität von Minderheitsgruppen an, brechen die Regeln des IStGH, schlachten die Definition, wer Flüchtling ist. Sie haben den Menschenrechtsaktivismus von innen heraus zerstört.

Die Bewegung der Apartheid-Verleumdung ist gegen Frieden. Sie ist auf die Abraham-Vereinbarungen wütend. Sie betrachtet die PA selbst als Verrat (wie sie Israel anerkannte). Diese Leute sind gegen eine Zweistaaten-Lösung. Das ist keine freundliche Bewegung, die in linken Kreisen willkommen geheißen werden sollte, sondern eine Terror unterstützende Gruppe von Extremisten, die für die Vernichtung der einzigen Demokratie in MENA werben.

Lächerliche israelfeindliche Propaganda des Tags: Der kleine Astronom

David Lange, Israellycool, 27. Juni 2022

Oxfam ist für dieses neue Propagandastück verantwortlich:

Ahmed wurde 2008 geboren, 1 Jahr, nachdem die von Israel verhängte Blockade des Gazastreifens in Kraft trat.
„Ich habe eine Leidenschaft für Astronomie, ich möchte gerne studieren, aber ich kann online keine Bücher oder ein Teleskop kaufen; selbst wenn ich das könnte, würden sie wahrscheinlich nie ankommen.“

Ich verstehe, dass Ahmed es schwer finden könnte ein Teleskop zu bekommen; sie werden als „Dual Use-Posten“ definiert, die Sondergenehmigungen Israels benötigen, um in den Gazastreifen gebracht zu werden, denn während sie zwar zivil genutzt werden können, können sie auch für militärische  Zwecke genutzt werden. Aber er könnte das Zentrum für Astronomie und Raumfahrtforschung der Al-Aqsa-Universität bitten das ihre zu benutzen. Oder einen den anderen Astronomie-Enthusiasten des Gazastreifens fragen. Warum tat er das nicht? Ich weiß es nicht (eigentlich habe ich eine ganz gute Vorstellung, warum!)

Was die Astronomiebücher angeht, so bezeichne ich das als Mist – die Leute können Bücher online bestellen und sie nach Gaza schicken lassen. Und Gaza hat seine eigenen Buchläden und Bibliotheken.

Auf Grundlage der schauspielerischen Fähigkeiten des jungen Ahmed würde ich sagen, er hat eine bessere Chance die Sterne  zu erreichen als einer zu werden. Wer glaubt ihm wirklich, wenn er aufschreit: „Warum? Ich weiß es nicht?“

Sprechen wir auch über den Elefanten im Raum. Ahmeds Haus sieht sehr nett aus, ebenso sein hochmoderner Computer. Also danke, Oxfam, dass ihr weiter zeigt, dass die Vorstellung eines „Konzentrationslagers“ Gazastreifen eine böswillige Lüge ist.

Zeit, UNRWA auslaufen zu lassen

Der Untergang der United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees ist lange überfällig. Hoffen wir, dass der Generalbevollmächtigte Lazzarini zurecht besorgt ist.

Ruthi Blum, Israel HaYom, 27. Juni 2022

Obwohl er es am Donnerstag schaffte in New York bei einer Geberkonferenz des Ad Hoc-Komitees der UNO-Vollversammlung $160 Millionen aufzubringen, war der Leiter der United Nations Works Relief Agency for Palestine Refugees (UNRWA) nicht zufrieden.

Im Versuch für den unverdienten Glücksfall dankbar zu klingen, prahlte der UNWRA-Generalbevollmächtigte Philippe Lazzarini gleichzeitig vom „festen Engagement“ der internationalen Gemeinschaft für die Organisation und beklagte, dass die zugesagten Gelder bei weitem nicht ausreichen den Ort über das Ende des Jahres hinaus zu betreiben.

Der Presse gegenüber sagte Lazzarini am Freitag, dass die UNRWA selbst mit den zugesagten Geldern ein Defizit von $100 Millionen hat. Er fügte hinzu, wenn sie es nicht schafft „in den nächsten Monaten die Geldlücke zu schließen“, werden Millionen Palästinensern Gesundheitsversorgung fehlen und ihren Kindern Bildung geraubt.

„Wir haben eine Gefahrenzone betreten“, erklärte er und wurde zu all den wunderbar „unerlässlichen“ Diensten poetisch, die die UNRWA den palästinensischen Flüchtlingen mit einem Minibudget geboten hat; UNRWA, betonte er, sei im Leben der Palästina-Flüchtling“  nicht weniger als unverzichtbar und trägt in gewissem Sinne zu „Stabilität“ bei.

Sie bekommen das Bild. Das Problem ist, dass das falsch ist.

Erstens ist das Wort „Flüchtling“ in Bezug auf die Palästinenser eine Täuschung. Genauer gesagt passen die so bezeichneten Palästinenser nicht in die vom UNO-Hochkommissar für Flüchtlinge (UNHCR) so dargelegte Definition.

Laut UNHRCR „sind Flüchtlinge Menschen, die vor Krieg, Gewalt, Konflikt oder Verfolgung geflohen sind und eine internationale Grenze überquerten, um in einem anderen Land Sicherheit zu finden… Die Flüchtlingskonvention von 1951 ist ein juristisches Schlüsseldokument und definiert Flüchtlinge als ‚jemanden, der aus der begründeten Furcht vor Verfolgung wegen seiner Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen seiner politischen Überzeugung sich außerhalb des Landes befindet‘.“

Die Aufgabe des UNHCR besteht darin „bei der freiwilligen Rückführung [solcher Leute] in die Heimat, der lokalen Integration oder der Wiederansiedlung in einem Drittland zu helfen“.

Im Gegensatz dazu hat UNRWA den Führern in Gaza, Ramallah, Damaskus und Beirut aus politischen Gründen geholfen am Leben zu erhalten, was sie die palästinensische „Flüchtlingskrise“ nennen.

Zweitens ist UNRWA – die im Dezember 1949 eingerichtet wurde, um Arabern zu helfen, die 1948 als Ergebnis des arabischen Angriffs auf den jüdischen Staat, der Israels Unabhängigkeitskrieg war, obdachlos wurden – weit entfernt davon eine „humanitäre“ Organisation zu sein. Sie ist eher eine eigennützige NGO, die das Opfertum und den Radikalismus seiner angeblich aus ihren Umständen zu holenden Leute verstärkt.

Tatsächlich hetzt die Organisation, deren Türen und Kassen vor Jahrzehnten hätten zugenagelt werden sollen, auf mehrere Arten. Eine beseht darin Fatah, Hamas und dem Palästinensischen Islamischen Jihad zu ermöglichen Waffen unter und in Schulen zu verstecken.

Das ist ein perfektes menschliches Schutzschild-Doppelangebot: Judenkillern werden Raketenlager und Abschussplatz zur Verfügung gestellt; und man kann Israel beschuldigen Kinder ins Visier zu nehmen, wenn es auf die Quelle der tödlichen Projektile schießt.

Eine weitere erfolgt über die antisemitischen Inhalte der Schulbücher in diesen Schulen, zu deren Lehrern palästinensische Aktivisten gehören, die offen zu Gewalt gegen Israelis aufrufen. Solch illustre Erzieher verbreiten regelmäßig in sozialen Medien Lügen über den jüdischen Staat. Zu ihren vielen und vielfältigen Ritualmord-Beschuldigungen gehört die Behauptung, dass Israel Kinder absichtlich mit COVID-19 infiziert.

Wiederholte Zusagen von UNRWA, es werde diese Lehrer „untersuchen“ und sich mit ihnen „beschäftigen“, führten zu nichts. Was auch sonst?

Diese und andere ungeheuerlichen Methoden trieben den früheren US-Präsidenten Donald Trump an, der UNRWA das Geld zu entziehen, er bezeichnete sie als eine „hoffnungslos fehlerhaften Betrieb“.

Leider stimmt sein Nachfolger dem nicht zu.

Terrorismus zu bestärken ist allerdings nicht der einzige von der UNRWA begangene Verstoß gegen ihren Auftrag. Nein, ihre Zweckentfremdung von Millionen amerikanischer und europäischer Steuerdollars und -euros dehnt sich auf weniger erhabene Ideale aus als Israel anzugreifen.

Ein im Juli 2019 von Al-Jazira und AFP aufgedeckter, vernichtender interner Bericht offenbarte, dass der damalige UNRWA-Generalkommissar Pierre Krähenbühl und andere offizielle Vertreter der Agentur „sexuelles Fehlverhalten, Vetternwirtschaft, Vergeltung, Diskriminierung und andere Machtmissbräuche für persönlichen Vorteil betrieb, um legitimen Widerspruch zu unterdrücken und auf weitere Weise persönliche Ziele zu erreichen.

Ironischerweise kam die unschöne Sache ans Licht, als man entdeckte, dass Krähenbühl sich auf eine private Spendenkampagne begeben hatte, für die er die arme, klamme UNRWA als Mittel nutzte. Aber in Wirklichkeit er sammelte er Geld, um Businessclass-Reisen mit seiner Geliebten zu bezahlen, die er im Schnellverfahren in eine Rolle gebracht hatte, die er 2015 für sie erfand – die seiner „Senior-Beraterin“ – damit sie ihn stilvoll begleiten konnte. Es ist nicht klar, was seine Frau dazu zu sagen hatte, aber die UNRWA-Beschäftigten, die gedrängt wurden den Gürtel enger zu schnallen, waren nicht gerade glücklich.

Ein paar Monate, nachdem der Bericht öffentlich gemacht wurde, trat Krähenbühl mit dem Hinweis auf „schmutzige Politik“ zurück. Und die interne Ermittlung durch die UNO, dieser aufrechten Organisation, kam in der Folge zum Schluss, dass die Vorwürfe gegen ihn unfair gewesen seien.

Na ja. Zumindest haben sie jetzt Lazzarini um für sie zu betteln.

Apropos: Während der am Donnerstag auf dem Podium der Vollversammlung stand, veröffentlichte die NGO UN Watch einen Bericht, in dem der aktuelle Antisemitismus und die Unterstützung für Terrorismus gegen Israelis detailliert beschrieben wird. Und das trotz der Proklamation von „Null Toleranz“ gegenüber Hetze.

Laut UN Watchs Exekutivdirektor Hillel Neuer sollte wegen der Tatsache, dass keine einzige der fraglichen Lehrkräfte entlassen worden ist, die UNRWA „als mitschuldig angesehen werden“. Da hat er recht. Aber das sollten dann auch die Länder tun, die weiter die Gelder für das erbärmliche Gremium berappen.

Die gute Nachricht lautet: Wenn Lazzarinis düstere Voraussage korrekt ist und die Organisation zerfällt, dann wird die Welt ein besserer Ort sein. Der Untergang der UNRWA ist lange überfällig. Lassen Sie uns für ihre Beerdigung beten.

Warum soll die UNO es als ihre Pflicht betrachten den Islam vor Kritik in Schutz zu nehmen?

Ibn Warraq, Jihad Watch, 4. Mai 2022

Vortrag bei der siebten Inarah-Konferenz in Trier, Deutschland, 4. Mai 2022:

Guten Tag, willkommen bei der siebten Inarah-Konferenz. Mein Name ist Ibn Warraq. Ich spielte, wie Dr. Markus Gross angab, einen bescheidenen Teil dabei das Inarah-Institut und der begleitenden Inarah-Konferenzen zu gründen. Ich füchte, einige von Ihnen dürften jetzt einen unwiderstehlichen Drang verspüren dem Ausgang zuzueilen, weil es, um es mit den Worten von Lady Caroline Lamb gegenüber Lord Byron zu sagen, „verrückt, böse und gefährlich ist mich zu kennen“.

Der 15. März wurde von der UNO als der offizielle Tag zur Bekämpfung der sogenannten Islamophobie festgelegt. Obwohl Christen in Nordkorea, Afghanistan, Somalia, Libyen, Pakistan, Eritrea, dem Jemen, dem Iran, Nigeria und Indien verfolgt werden, gibt es keinen solchen Tag zur Bekämpfung von Christenphobie. Tatsächlich gibt es das Wort „Christenphobie“ überhaupt nicht, während „Islamophobie“ in alle Wörterbüchern europäischer Sprachen Einzug gehalten hat. Laut Vatican News[1] „werden jeden Tag 13 Christen wegen ihres Glaubens getötet. Ich möchte nicht mit Zahlen handeln, Zahlen, die natürlich verifiziert werden sollten und immer offen für Disput und Überarbetiung sind; das ist nicht mein Hauptpunkt. Was ich infrage stellen möchte: Warum sollte die UNO es als ihre Pflicht betrachten den Islam vor Kritik und Muslime vor physischer Gewalt zu schützen, aber keine andere Religionsgruppe?

Wir sind Zeugen eines außergewöhnlichen Augenblicks in der Geschichte der islamischen Ländereien. Ein historischer Moment, in dem ich versuchte mein neuestes Buch, Leaving the Allah Delusion Behind. Atheism and Freethought in Islam [Die Täuschung Allah hinter sich lassen: Atheismus und freies Denken im Islam], zu schreiben.

Wir können es uns nicht leisten die tiefgehenden Folgen des Aufstiegs des Atheismus in der islamischen Welt zu ignorieren. Diese weitgehend, wenn auch nicht ausschließlich jungen Atheisten können nicht als eine Art randständige Fanatiker ungebildeter Rebellen abgetan werden. Die Mitglieder atheistischen Facebook-Gruppen in fast allen islamischen Ländern sind alle internetversiert und kennen sich in den islamischen Wissenschaften (Korna, Sira, Hadithe, Tafsir usw.) gut aus, ausgebildet mit einem Wissen in Naturwissenschaften der Physik, Chemie, Geologie und Biologie. Sie sind sich der breiteren Folgen der Evolutionstheorie und der materialistischen Konsequenzen der kosmologischen Theorien der Ursprünge des Universums durchaus bewusst. Sie sind damit gut platziert, um die Dogmen der Religion kritisch zu untersuchen, mit der sie in einem extrem jungen Alter zwangsgefüttert wurden. Ihre Selbstbefreiung ist eine Leistung, die daher umso bemerkenswerter ist, weil sie nicht nur einen aufmerksamen Geist erfordert, sondern extremen Mut, weil Atheismus in vielen islamischen Ländern immer noch mit dem Tod bestraft wird. Ihre kritischen, fragenden Köpfe bewundern die wissenschaftlichen Leistungen des Westens. Als Ganzes haben sie keinen ideologischen Grund den Westen zu hassen, anders als die Terroristen und die Islamische Republik Iran. Die ideologische Grundlage des Konflikts im Nahen Osten wird oft heruntergespielt, uns stattdessen gesagt, es ginge nur „um Öl“ oder „Armut“ oder „amerikanischen Imperialismus“. Es sind der Islam und seine Ideologie, die für islamischen Terrorismus verantwortlich sind. Damit sollten Ex-Muslime als Verbündete gesehen werden, die es zu pflegen gilt, sie nicht als „Islamophobe“ abgetan werden.

Anfang 2019 versuchte in Großbritannien eine parlamentarische Allparteien-Gruppe (APPG) britischer Muslime, eine überparteiliche Formation von rund zwei Dutzend Abgeordneten des britischen Unterhauses, die Definition für Islamophobie in rassischen statt religiösen Begriffen zu institutionalisieren. Die APPG schlug in einem Bericht vom November 2018 mit dem Titel „Islamophobia Defined“ den folgenden Satz als Definition für Islamophobie vor: „Islamophobie wurzelt in Rassismus und ist eine Form des Rassismus, der sich gegen Bekundungen des Muslim seins oder wahrgenommenen Muslim seins richtet.“ Der Definition, das Ergebnis von sechs Monaten Konsultationen, wurde von hunderten muslimischen Organisationen, vom Londoner Bürgermeister Sadiq Khan sowie mehreren politischen Parteien beigepflichtet, darunter Labour, die Liberaldemokraten und die schottischen Konservativen. Das britische Magazin Spectator schrieb: „Es gibt breite öffentliche Unterstützung für freie Meinungsäußerung und sie wird wahrscheinlich nicht durch einen Parlamentsakt beendet, aber sie kann Stückchen für Stückchen abgegraben werden. Die APPG-Definition für Islamophobie offiziell anzuerkennen wird ein gigantische Schritt hin zu einem Willkür-Polizeistaat sein.“ Es handelt sich für Millionen Es-Muslime aus unterschiedlichen ethnischen Gemeinschaften eine Beleidigung, die einen Reihe von Überzeugungen, Ritualen und Riten ablehnen und eine Ideologie anzweifeln. Wie können sie des Rassismus beschuldigt werden? Der Islam ist keine Rasse.

Das Oxford English Dictionary definiert „phobia“ [Phobie] als „Angst, Grauen oder Ekel, besonders krankhaften Charakters. In der Psychologie eine abnormale und irrationale Angst oder Furcht, die von einem bestimmten Objekt oder Umstand verursacht ist.“ Es scheint mir jedoch eine perfekt rational, gesund und normal zu sein Angst vor einer Ideologie zu haben, die wahrscheinlich meine Freiheiten einschränkt oder abschafft, wenn sie vorherrscht. Wäre ich schwul, lesbisch, transgender oder Nichtgläubiger oder einfach nur eine Frau, sollte ich mehr als alarmiert sein. Ich müsste Angst vor dem Gedanken haben, dass der Islam zur Religion des Staates wird, in dem ich lebe. Ich würde den Islam mit aller Macht bekämpfen. Als Satz an Ideen, als Ideologie ist der Islam vogelfrei; man ist moralisch verpflichtet seine Überzeugungen und Prinzipien zu kritisieren. Wir gehen nicht gegen Individuen vor, gegen individuelle Muslime; Fakt ist, die meisten Ex-Muslime haben enge Verwandte  und Familienmitglieder, die muslimisch bleiben. Weit davon entfernt für Fanatismus einzutreten, unterscheiden wir klar zwischen Muslimen und Islam. Der Islam ist wie jede andere Religionen vogelfrei gegenüber Kritik, Verspottung usw. Es wäre schlüssiger einen neuen Begriff zu prägen, vielleicht MISOISLAMISCH, „hassen, was islamisch ist“. Das Oxford English Dictionary gibt „misokatholisch“ und „hassen, was (römisch-) katholisch ist“ an. Das Präfix „miso“ kommt vom griechischen Wort für Hass und ist zum Beispiel in misantropisch, Misogamie, Misogynie, Misologie zu finden. In der Geschichte des Westens werden die, die verschiedene Aspekte des Christentums kritisiert haben, bewundert, als Kulturhelden verehrt und als Philosophen bejubelt, die für die Säkularisierung des Westens verantwortlich sind – von Spinoza bis Camus. Sie werden nicht als „christenphobisch“ etikettiert oder abgetan.

Kurz nach dem 11. Septembe 2021 veröffentlichte das britische Zweiwochenblatt The New Statesman einen Artikel von Martin Bright, der provokativ mit „Der große Betrugstrick des Islam“ überschrieben war. Bright zählte die vertrauten Theorien der Revisionisten auf, die sich auf die Arbeit von John Wansbrough von der School of African and Oriental Studies (SOAS) und die von ihm beeinflussten Forscher wie Patricia Rone, Michael Cool, Andrew Rippin und Gerald Hawting konzentrieren. Der Artikel hatte viele Leserbriefe zur Folge und sechs davon wurden in der Folgewoche [17. Dezember 2001] veröffentlicht. Der längste kam von Patricia Cone; sie schrieb: „Moderne Historiker sind nicht an der Wahrheit und Falschheit der Religion interessiert, die sie studieren. Sie studieren Religionen als historische Faktoren, die von ihrem Umfeld geformt wurden und auf die sie zurückwirken, ganz so, wie Wissenschaftler die Bildung von Staubwolken oder die Evolution von Pflanzen studieren. Religiöse Überzeugungen formen die Welt, mit der sie interagieren, ob die sie studierende Person sie nun zufällig teil oder nicht; alles Wichtige ist, was sie damals bedeuteten, nicht was sie heute bedeuten.“ Etwas weiter fährt Crone fort: „Historiker haben kein Interesse daran das muslimische Haus zum Einsturz zu bringen, das könnten sie auch nicht, selbst wenn sie es versuchen würden. Religion gehört nicht in den Bereich, der von Forschung und Wissenschaft bewiesen oder widerlegt werden kann.“

Michael Cook, Crones einmaliger Kollege und Coautor von Hagarism, schrieb auch an das Magazin. Hier ist der volle Text seines Briefs: „Es stimmt absolut, dass einige der verschiedenen akademischen Theorien zu den Ursprüngen des Islam radikal sind. Aber es wäre falsch nahezulegen, dass sie den traditionellen islamischen Bericht zu den Anfängen der Religion als falsch ‚beweisen‘. Das tun sie nicht. Genauso beweisen meines Wissens die im Jemen gefundenen frühen koranischen Fragmente nichts Derartiges. Sie sind für Experten spannend, sie streuen ein paar Äpfel über das Pflaster, aber sie bringen den Apfelkarren nicht durcheinander. Auf jeden Fall ist es schwer zu erkennen, warum akademische Theorien zu den Ursprüngen des Islam irgendwie ‚verheerender‘ sein sollen als Theorien über Jesus es für die Christenheit gewesen sind. Akademische Arbeiten beleben gelegentlich die Hallen des Lernens, richten aber Weltreligionen nicht zugrunde. Sie spielen nicht in derselben Liga.“

Die Anmerkungen von Cook und Crone sind gelinde gesagt irreführend. Erstens scheint Crone zu impliziseren, dass alle Historiker nur historische Religionssoziologie betreiben, erforschen, was sie für Muslime bedeutete und wie Muslime ihre eigenen Religion betrachteten und erfuhren und dass sie nicht an der Wahrheit und Unwahrheit der untersuchten Religion interessiert sind. Das beschreibt nicht nur die Arbeit aller Historiker nicht, sondern es beschreibt nicht einmal ihre eigene. In Hagarism [1977], das von Michel Cook mit geschrieben wurde, in den mit Martin Hinds geschriebenen Slaves on Horses [1980] und God’s Caliph [1986], in Roman Provincial and Islamic Law [1987], Meccan Trade and the Rise of Islam [1987] zweifelte Crone die akzeptierten Ansichten zum frühen Islam an. Mit Hagarism z.B. sprengten Cook und Crone den „akademischen Konsens und zerstörten die Rücksicht  auf die muslimische Sicht der Dinge, womit sie es ermöglichten radikale Alternativhypothesen zu den Ursprüngen des Islam vorzuschlagen“; mit anderen Worten: alternative Darstellungen dessen, was tatsächlich geschah. Cook und Crone lehnten die islamische Tradition eindeutig ab.

Zweitens implizieren Cook und Crone, dass akademische Forschung keine Folgen für die Religion oder den Gläubigen hat, aber sie selbst sahen deutlich die Folgen ihrer eigenen wissenschaftlichen Arbeit, denn sie geben im Vorwort zu Hagarism zu, dass „uns“ ohne „dem skeptischen Ansatz von Dr. John Wansbrough zu der Historizität der islamischen Tradition“ ausgesetzt zu sein „… die in diesem Buch dargelegte Theorie der Ursprünge des Islam niemals in den Sinn gekommen wäre“ (S. viii) und dass diese Herangehensweise sie zu einer Theorie brachte, die „keine ist, die irgendein Muslim akzeptieren kann: Nicht, weil es irgendwie die historische Rolle Mohammeds herabsetzt, sondern weil es ihn in einer Rolle repräsentiert, die sich sehr von der unterscheidet, die er in der islamischen Tradition eingenommen hat. Es handelt sich um ein Buch, das von Ungläubigen für Ungläubige geschrieben wurde und auf dem gründet, was aus jeglicher muslimischer Perspektive eine übermäßige Aufmerksamkeit für die Zeugenaussagen ungläubiger Quellen erscheinen muss“ (S. vi-viii). Warum die Zuflucht in „ungläubige Quellen“, heißt die nichtmuslimischen Historiker der Zeit der islamischen Eroberungen? Ihre Antwort: „Praktisch alle Berichte aus der frühen Entwicklung des Islam nehmen es als axiomiatisch, dass es möglich ist, mindestens die Umrisse des Prozesses islamischer Quellen zu entnehmen. Es ist jedoch durchaus bekannt, dass diese Quellen nachweislich nicht früh sind. Es gibt keine eindeutigen Beweise für die Existenz des Korans in welcher Form auch immer vor dem letzten Jahrzehnt des siebten Jahrhunderts gibt und die Tradition, die diese eher unverständliche Tradition in ihrerm historischen Kontext nicht vor Mitte des achten Jahrhunderts stattfand. Die Geschichtlichkeit der islamischen Tradition ist damit zu einem gewissen Grad problematisch: Während es keine stichhaltigen internen Grundlagen für eine Ablehnung gibt, gibt es genauso wenig überzeugende externe Grundlagen dafür sie anzuerkennen. Unter diesen Umständen ist es nicht unangemessen in der üblichen Art fortzufahren, eine vernünftig bearbeitete Version der Tradition als historische Tatsache vorzulegen. … Die einzige Möglichkeit aus diesem Dilemma herauszukommen besteht daher darin, sich komplett außerhalb der islamischen Tradition zu stellen und neu anzufangen“ (S. 3).

Was für ein außergewöhnliches Bekenntnis: Eine Geschichte, „die von Ungläubigen für Ungläubige geschrieben ist“. Was um Himmels willen heißt das? Meinen sie, Muslime sollten das nicht lesen? Warum? Weil der Bericht in Hagarism nicht wahr ist? Oder einfacher gesagt: Sie glauben, er ist wahr, aber es handelt sich um einen Bericht, den kein Muslim akzeptabel finden wird? Sind Muslime nicht in der Lage die Wahrheit zu akzeptieren? Müssen Muslime immer vor der Wahrheit geschützt werden? Warum ist ihr Zartgefühl wichter als, sagen wir, das von Christen oder Juden? Was ist mit Clio, die in der griechischen Mythologie eine der neun Musen und die Patronin der Geschichte war? Was ist mit objektiver Wahrheit?

Ohne Cook und Crone zu nahe treten zu wollen, sind diese Konsequenzen in der Tat „vernichtend“. Jede Forschung, die Zweifel auf die traditionelle muslimische Darstellung des Korans, den Aufstieg des Islam und das Leben Mohammeds wirft, ist für Muslime komplett inakzeptabel. Die beiden letzten Briefe offenbaren die enorme Kluft zwischen den Einstellungen der Erforschung von Islam und Christenheit. Der vorletzte Briefschreiber, Robin Oakley-Hill, merkte an: „Es ist kaum fair westliche Koranforschung als neokolonial zu bezeichnen, da westliche Akademiker das Christentum weit rigoroserer, regelmäßig destruktiver Prüfung unterzogen wird … Vielleicht könnte der Islam einen [Papst] Johannes XXII. und etwas Befreiungstheologie gebrauchen.“

Oakley-Hills Argument wurde von John Wansbrough höchstselbst mehr als 30 Jahre früher vorgetragen:

„Der Koran ist als für Analyse durch die Instrumente und Techniken der Bibelkritik anfälliges Dokument praktisch unbekannt. Die dogmatischen Hindernisse, die traditionell solche Untersuchungen behindert haben, sind andererseits bestens bekannt. Nicht nur Dogmen wie diejenigen, die heilige Schriften als von Gott geschaffenes Wort zu definieren und seine formelle und stichhaltige Einzigartigkeit zuzugeben, sondern auch der gesamte Korpus islamischer Historiografie bieten einen mehr oder weniger einheitlichen und plausiblen Bericht zu den Umständen der Offenbarung des Korans und haben vor der Untersuchung des Dokuments als repräsentativ für einen traditionellen Typ von Literatur abgeschreckt.“

Der letze Leserbrief des New Statesman kam von einem christlichen Geistlichen und offenbart eindeutig, dass die Christenheit nicht nur die Lektion aus der Aufklärung, sondern auch die Bibelkritik gelernt hat. Reverend Richard Craig schrieb: „Trotz der riesigen Fortschritte in der Bibelforschung kann Ann Widdicombe [ein konservatives Mitglied des britischen Parlaments] immer in ihrer Rezentsion [des Buchs] Mary: The Unauthorized Biography [Maria: Die nicht autorisierte Biografie] behaupten, dass das Evangelium des Johannes ein Augenzeugenbericht des Lebens Christi ist. Die meisten Forscher lehnen eine solche Sicht ab. Martin Brights Bericht ist willkommener Beleg, dass akademische Untersuchung der Ursprünge des Islam den langen und schmerzlichen Weg beginnt, den die Erforschung unserer heiligen Texte durch christliche Theologen beschritten hat. Widdicombes Anerkennung der schriftgläubigen Sicht der Evangelien ist bei von vielen in Kirchenbänken Sitzenden weit verbreitet, obwohl die Geistlichen seit mehr als 50 Jahren anderes gelehrt wird.“

Cook behauptet in seinem Brief auch, dass die Koranfragmente aus dem Jemen nicht viel „beweisen“. Das tun sie aber. Wie Gerd Puin gegenüber Toby lester sagte: „So viele Muslime haben diese Überzeugung, dass alles zwischen den beiden Buchdeckeln des Korans einfach Gottes unverändertes Wort ist. Sie zitieren gerne den Wortlaut, der zeigt, dass die Bibel eine Geschichte hat und nicht einfach vom Himmel fiel, aber der Koran ist bis heute aus dieser Diskussion ausgenommen. Die einzige Möglichkeit diese Mauer zu durchbrechen besteht darin zu beweisen, dass auch der Koran eine Geschichte hat. Die Fragmente von Sana’a werden uns helfen das zu tun.“

Wenn das, was Puin sagt, korrekt ist, dann sind die Konsequenzen wiederum „verheerend“, eine Tatsache, die von R. Stephen Humphreys anerkannt wird, einem Professor für Islamstudien an der University of California Santa Barbara; er argumentiert: „Den Koran zu historisieren würde praktisch die gesamte historische Erfahrung der muslimischen Gemeinschaft delegitimieren.“

Kurz gesagt, ohne Cook und Crone zu nahe treten zu wollen, versuchen Historiker zu begründen, was tatsächlich geschah und ihre Forschung hat tiefgehende Folgen für den Gläubigen und die traditionelle Sicht der Religion auf sich selbst. Die drei abrahamitischen Religionen Judentum, Christentum und Islam sind besonders anfälig für die Geschichtswissenschaften, weil die Gültigkeit ihrer jeweiligen Dogmen eng mit mutmaßlich historischen Ereginissen begründet oder darin verankert sind und das auf eine Weise, wie der Buddhismus es zum Beispiel nicht ist. Der historische Buddha, wenn er tatsächlich eine historische Persönlichkeit ist, sagte nur: „Folgt meiner Argumentation“ und wenn sein Leben sich als fromme Legende erwies, dann würde sein Argument immer noch bleiben und der „Buddhismus“ würde nicht in seinen Fundamenten erschüttert werden. So sagte Van Harvey [1923-2021], Professor für Religionsstudien an der Stanford University, der vor kurzem im Alter von 95 starb, in seinem Klassiker The Historian and the Believer [Der Historiker und der Gläubige], die Dentologie, wie der Franzose sagen würde, des Historikers, soll heißen, die moralische Verpflichtung des Historkers als Historiker und daher die kritische historische Methode hat „die tiefgehendsten Folgen für religiösen Glauben im Allgemeinen und den christlichen Glauben im Besonderen“.

R. G. Collingwood, die eine britische Philosophin und Historiker war, schrieb: „Die Geschichte hat mit jeder anderen Wissenschaft gemein, dass den Historikern nicht erlaubt wird irgendeine Einzelerkenntnis zu beanspruchen, außer da, wo er seine Behauptung rechtfertigen kann, indem er erstens sich selbst und  zweitens jedem anderen, der in der Lage und bereit ist seiner Demonstration zu folgen, die Gründe dafür darzulegen, auf denen sie basiert.“

Dieses Prinzip schließt auf der Stelle den genetischen Irrtum aus, durch den die kontingenten Charakteristika des Historikers oft dafür verwendet werden seine Argumente oder Schlussfolgerungen von vorneherein auszuschließen. Muslime neigen dazu Korankritik, wenn sie von Europäern kommt, als Neokolonialismus abzutun; die Arbeit israelischer oder christlicher Forscher wird gewollt als parteiisch missachtet. Nur ein Muslim, so wird argumentiert, kann den Islam kritisieren; er muss von innen heraus hinterfragt werden. Dieses Argument führt zu der absurden Schlussfolgerung, dass nur ein Marxist den Marxismus kritisieren darf, ein Stalinist den Stalinismus und ein Faschist den Faschismus; aber natürlich nutzen Muslime selbst fröhlich jede Gelegenheit das Christentum zu kritisieren. Zweifellos sind Historiker nicht anders, nicht besser oder schlimmer als der Rest der menschlichen Rasse; sie weisen alle Arten von Befangenheiten und Vorurteilen auf, die wir verwerflich finden. Diese sind aber in unserer Bewertung ihrer Arbeit als Historiker, als Islamologen irrelevant. Lawrence Conrad hat zum Beipsiel gezeigt, dass Theodor Nöldeke ein Antisemit war, „dessen Veröffentlichungen und private Korrespondenz Fanatismus und Voruteil auf einem Niveau zur Schau stellen, das höchst anstößig war“. Ich muss kaum die Bedeutung Nöldekes für die Islamstudien darlegen. Die Herkunft eines Arguments ist nicht relevant, solange es rigoroser Untersuchung unterzogen wird. Der Brief von Reverend Richard Craig unterstreicht den von Van Harvey angeführten Punkt entscheidend, nämlich dass „der Kampf um die Unabhängigkeit  des Bibelhistorikers  weitgehend gewonnen wurde“. Leider ist das bei Koranforschern nicht der Fall. Die von Ernest Renan und anderen europäischen Wissenschaftlern des 19. Jahrhunderts eingeführten Rechte die Grundlagen des Islam – ob des Koran oder des Lebens des Propheten – kritisch und wissenschaftlich zu untersuchen sind, in einer Unzahl ökumenischer Empfindsamkeiten in einer deplatzierten Sorgen um die Empfindlichkeiten von Muslimen verschleudert wurden. Zum Beispiel brachte Professor Josef van Ess gerade erst in einem Aufsatz mit dem Titel „Verbal Inspiration? Language and Revelation in Classical Islamic Theology“ [Verbal inspiriert? Sprache und Offenbarung in klassisher islamischer Theologie] seine Sorge um die empflindlichen Anfälligkeiten von Muslimen zum Ausdruck, indem er, selber nicht Muslim, seine kritische Analyse aus Respekt für die Art, wie der sunnitische Islam die Denkgeschichte so gut wie abbrach! Mohammed Arkoun antwortete sehr vernünftig, dass eine solche Haltung wissenschaftlich inakzeptabel sei, weil historische Wahrheit die Rechte des menschlichen Geistes die Grenzen des menschlichen Wissens zu erweitern betrifft; islamisches Denken kann, wie alle anderen Denktraditionen, von einer solchen erkenntnistheoretischen Haltung nur profitieren. Außerdem, führt Arkoun fort, weiß Professor van Ess nur allzu genau, dass Muslime heute unter der Politik der Unterdrückung freien Denkens leiden, besonders im religiösen Bereich. Oder anders ausgedrückt: Wir tun dem Islam keinen Gefallen, wenn wir ihn vor Werten der Aufklärung abschirmen.

Mancher westliche Forscher ist schlicht und einfach von Objektivität zur Verteidigung des Islam gewechselt; ein Trend, über den 1968 von Maxime Rodinson angemerkt wurde: „Auf diese Weise geht die antikolonialistische Linke, christlich oder nicht, oft so weit den Islam und die zeitgenössischen Ideologien der muslimischen Welt von Sünde freizusprechen. … Ein Historiker namens Norman Daniel ist so weit gegangen, jegliche Kritik an den moralischen Einstellungen des Propheten zu den Vorstellungen zu zählen, die von Mittelalterum oder Imperialismus durchdrungen sind und jede Darstellung des Islam und seiner Eigenschaften durch Mittel der normalen Mechanismen der Menschheitsgeschichte ähnlicher Tendenzen zu bezichtigen.“

„Respekt für den Glauben ernster Gläubiger kann nicht erlaubt weden die Untersuchungen des Historikers zu blockieren oder abzuleiten. … Man muss die Rechte elementarer historischer Methodik verteidigen.“

Es ist natürlich beschämend, dass das, was Karl Binswanger die „dogmatische Islamophobie“ der modernen islamistischen Forscher nennt, Gunter Lung hilft eine faire Anhörung zu verweigern und seine akademische Karriere zu zerstören. Deutsche Islamisten sollen den Arabisten Götz Schregle zitieren, der „in ihrem Geist spirituell einen Turban trägt“, eher „Islamforschung“ als Forschung über den Islam praktiziert. Genauso rügenswert ist die Unterstellung verschiedener „suspekter“ Motive für die Arbeit von Wansbrough und den von ihnen Beeinflussten gewesen. Westliche Forscher müssen entschlossen und unerschrocken ihr Recht den Islam zu untersuchen verteidigen, um den Aufstieg und Fall des Islam mit den normalen Mechanismen der menschlichen Geschichte entsprechend den objektiven Standards historischer Methodik zu erklären (die auf Annahmen und Widerlegung, kritischem Denken, rationale Argumente, Vorlegung von Beweisen und so weiter bauen). Die Tugend der desinteresseirten historischen Recherche würde auf fatale Weise untergraben, wenn wir den muslimischen oder christlichen Glauben hineinbringen würden. Wernn wir subjektiven religiösen Glauben mit seinen dogmatischen Gewissheiten in den „historischen Annäherungsprozess einbringen, untergräbt es unausweichlich das, was von R. G. Collingwood argumentierte, als grundlegende Eigenschaft des kritischen Historikers angeführt wird, nämlich die Skepsis gegenüber Aussagen über die Vergangenheit.“

Sir Isaiah Berlin beschrieb einmal einen Ideologen als jemanden, der bereit ist das zu unterdrücken, von dem er den Verdacht hat, dass es wahr ist. Sir Isaiah schloss aus dieser Einstellung die Wahrheit zu unterdrücken, dass ein Großteil des Bösen dieses und anderer Jahrhunderte geflossen ist. Die erste Pflicht eines Intellektuellen besteht darin die Wahrheit zu erzählen. Mit der Unterdrückung der Wahrheit, so ehrenhaft das Motiv auch sein mag, gefährden wir nur ein noch größeres Übel.

Wir sind allen Historikern verpflichtet uns zu helfen Ereignisse der Vergangenheit klarer und ehrlicher zu sehen, die solch einen wichtigen Einfluss auf die aktuellen Mühsale haben. Mit den Worten Albert Schweizers: „Die Wahrheit hat eine eigene besondere Zeit. Ihre Stunden sind jetzt, immer und ist in der Tat dann am wahrsten, wenn sie den aktuellen Umständen am unpassendsten erscheint.“


[1] https://www.vaticannews.va/en/chruch/news/2021-01/report-open-doors-christians-persecuted.html

Palästinenser-Fernsehen sagt, alle verachtenswerten Ideen kommen von Juden

Elder of Ziyon, 27. Juni 2022

Palestinian Media Watch beobachtet die Dinge, die Palästinenser im Fernsehen und in ihren Medien sagen; und die schiere Masse an Dingen, die sie finden, ist beinahe beträubend. Aber es ist wichtig zu sehen, dass ihr Hass und ihr Antisemitismus ein konstanter Strom sind, tagein, tagaus, der selten in die Mainstream-Medien kommt.

Heute fanden sie dies [s. Bild oben]:

Der „Israel-Experte“ des offiziellen PA-Fernsehens, Fayez Abbas: „Wir wissen, dass der jüdische Geist immer etwas erfindet. Es ist um so widerwärtiger, wenn es eine Erfindung des jüdischen Geistes.“

Die Wald-und-Wiesen-Variante des Judenhasses, zur besten Sendezeit. Und die Welt unterstütz das.