Die Wüste zum Blühen bringen

Kay Wilson, Israellycool, 2. April 2021

Tief betroffen vom ihn umgebenden Antisemitismus und zunehmender Armut in seiner Vorkriegsheimat Polen beschloss Simcha Blass, er müsse nach Eretz Yisrael reisen, um seine Zukunft dort zu überprüfen. Sollte er schließlich beschließen sich dort niederzulassen, bräuchte Blass einen Lebensunterhalt. Noch in Warschau erfand er eine Maschine, die Weißen pflanzt und die Ernte von Feldfrüchten um massive 300 Prozent erhöht. Eine reiche Versorgung mit Lebensmitteln bedeutete, Juden würden nicht länger von britischem oder arabischem Wohlwollen abhängig sein. Begeistert wegen des Abenteuers machte er sich auf den Weg, aber leider fand der intellektuelle Blass es in der unbekannten Umgebung von Eretz Yisrael schwierig sein eigenes Produkt zu vermarkten und seine Erfindung scheiterte.

Mit Hitlers Aufstieg zur Macht und den sich in Polen für Juden ausbreitenden Umständen beschloss er und seine Frau aus Bialystok zu holen, damit sie sich ein Leben weit weg von dem sich zusammenbrauenden Sturm aufbauen könnten. Er überlegte, dass selbst wenn es unter den proarabischen Briten war, könnte das Leben in Eretz Yisrael nicht schlimmer sein als in dem zunehmend feindlichen Klima in seiner Heimat Polen, wo die meisten Juden jetzt infolge brutaler Steuern, die einzig ihrer Gemeinschaft auferlegt wurden, von Armut gebeutelt waren.

Blass und seine Frau richteten ihr Zuhause in Deganya Bet ein, einem Kibbuz am idyllischen Ufer des Kinneret. Dort kam er zu dem Schluss, dass das Hauptproblem in der jüdischen Heimat eigentlich nicht ein Mangel an Weizen war, wie er zuerst glaubte, sondern ein Fehlen zugänglichen Wassers.

Mit dem grassierenden politischen Chaos unter der britischen Herrschaft machte sich Smicha Blass daran die erste Pipeline in den Negev zu bauen. Sein Ziel war die Worte des Propheten Jesaja zu erfüllen und die Wüste erblühen zu lassen. Also wollte er jeden Flecken trockenen Landes für jüdische Siedlung geeignet machen. Er landete eines Tages einen Glückstreffer, als er es schaffte einige Wasserrohre zu bekommen, die die Briten während Luftangriffen verwendet hatten, um Brände zu löschen. Die Rohre waren perfekt. Als Ergebnis davon, dass er sie in der Wüste verlegte, entstanden elf jüdische Bauerngemeinschaften auf dem wüsten Land. Die Wüste erblühte entgegen aller Wahrscheinlichkeit und das in einem Ausmaß, dass die Fülle der Feldfrüchte und Blumen später die UNO anstieß den größten Teil des Negev in die Grenzen des jüdischen Staates einzubeziehen.

Blass‘ neugieriger Verstand ruhte nie. Direkt neben seinem Haus befand sich eine Gruppe trockener und durstiger Bäume. Es kam ihm seltsam vor, dass von ihnen nur ein einziger blühte. Als er den Mutterboden aushob, um herauszufinden, warum dem so war, entdeckte er ein Leck in einer mechanischen Verbindung. Unter dem Mutterboden tropfte Wasser in die einsamen Wurzeln. Diese Entdeckung bildete den Anfang einer atemberaubenden landwirtschaftlichen Reform, die eine Welt voller Möglichkeiten eröffnen sollte.

Der Kibbuz Hatzerim wurde die perfekte Umgebung zur Entwicklung des Prototypen dieser Tröpfchenbewässerung. Mit dem stolzen Ziel diese Technologie in ärmere Länder zu exportieren nutzte Blass das reichlich vorhandene Wüstenland, um seine Erfindung zu perfektionieren, die die Welt verändern sollte. Tröpfchenbewässerung verwandelte das Leben von Millionen Bauern in mehr als 150 Ländern, was ermöglichte, dass auf jedem Land höhere Erträge zu produzieren und dabei Wasser, Dünger und Energie einzusparen.

Der polnische Jude veränderte die Welt für immer. Durch seine Brillanz und Hingabe seine Talente zum Wohl der Menschheit zu nutzen, stellte er sicher, dass Millionen Menschen weltweit überleben und gedeihen.

Jüdisch sein ist, was immer du es sein lassen willst – außer jüdischem Nationalbewusstsein

Elder of Ziyon, 8. April 2021

Ich twitterte neulich das hier:

„Ich drücke mein Jüdisch sein über tikkun olam aus!“

„Klasse!“

„Ich drücke meines über alte jiddische Theaterstücke aus.

„Fantastisch!“

„Bei mir Jüdische Küche!“

„Sagenhaft!“

„Meines läuft über Zionismus!“

„Wie kannst du es wagen Zionismus mit Judentum zu verbinden!“

Mein Punkt ist, dass die Anti-Israel-Truppen es lieben von ihrem jüdischen Erbe zu reden, das alles vom Essen von Bagels bis zur Erforschung des Feuers in der Triangle-Shirtwast-Fabrik sein kann. Das ist für sie alles Teil der Darstellung des Judentums.

Aber für Leute, die jüdisches Nationalbewusstsein als integralen Bestandteil ihres Judentums betrachten, hat ihre ausgedehnte Definition dessen, was Jüdisch sein bedeutet, hier seine Grenze.

Sie würden jeden, der irgendeinen Aspekt ihres Jüdisch seins attackiert, als antisemitisch bezeichnen, aber den jüdischen Staat oder jüdisches Nationalbewusstsein angreift, ist nicht antisemitisch – im Gegenteil, sie finden das lobenswert.

So sehr sie versuchen vorzugeben, dass der Zionismus irgendwie nichts mit dem Judentum zu tun hat, können sie scheinbar nicht erklären, was ihre Grenzen dafür sein, was jüdisch ist. Und für Leute, die andere beschuldigen sie als Juden zu auszugrenzen, ist das mehr als ein wenige scheinheilig.

In wichtigem Zug der Liberalisierung erlaubt Saudi-Arabien Frauen Henker zu werden

The MidEast Beast, 6.April 2021

Foto: 17224412 © Francisco Javier Espuny – Dreamstime.com

In einem Schritt, der darauf abzielt das öffentliche Image zu besänftigen und westliche Touristen und Investitionen anzuziehen, wird das Königreich Saudi-Arabien jetzt weiblichen Bürgern erlauben in der aufblühenden Industrie des Folterns und Hinrichtens zu arbeiten.

„Zu viele Jahre lang sind respektable Jobs beim Köpfen von Kriminellen, Drogenkonsumenten, Aktivisten, Journalisten und Homosexuellen die Domäne von Männern und nur von Männern“, sagte Kronprinz Mohammed bin Salman. „Mit der Öffnung dieser Karriere für Frauen und Mädchen zieht das Königreich wahrlich ins 21. Jahrhundert ein.“

Von der Reform wird erwartet, dass sie die Arbeitslosigkeit bei Frauen beendet, weil Millionen hoch bezahlter Jobs über Nacht zur Verfügung stehen werden.

„Die einzigen echten Industrien in Saudi-Arabien sind Enthauptungen und Öl“, sagte Yasmine Farouk, eine Expertin für saudische Außenpolitik am Carnegie Endowment for International Peace, gegenüber dem MidEast Beast. „Das ist eine echte Öffnung der Wirtschaft für die Hälfte der Bevölkerung.“

Der Kampf für das Recht der Frauen als Henker zu arbeiten wurde von der Frauenrechtsaktivistin Fatima al-Hathloul angeführt. Aber in einer ironischen Wendung wird al-Hathloul jetzt die erste Person werden, die von einer Frau hingerichtet wird.

„Es stimmt, dass al-Hathloul recht hatte, was das ganze ‚Frauen sollten Menschen hinrichten dürfen‘-Ding angeht, aber wir müssen ihr trotzdem den Kopf abschlagen“, erklärte Prinz Salman. „Nur weil die Regierung Unrecht hat, heißt das noch nicht, dass man einfach herumgehen und uns widersprechen kann ohne verhaftet und gefoltert zu werden.“

Zitate

Aufgeschnappt:

Melanie Phillips, Israel HaYom, 14.03.21
Universitäten und Gymnasien haben sich von Schmelztiegeln des Wissens und der Vernunft in Propagandazüge verwandelt, die Schüler indoktrinieren und einschüchtern, um Androgynie, apokalyptischen Klimawandel und Hass gegen den Kapitalismus, die Weißen und den Westen zu unterstützen. Und natürlich ist Bigotterie gegen Juden und Israel weit verbreitet.

Alex Feuerherdt, MENA Watch, 04.04.21 über die „Jerusalem-Erklärung“ und warum sie keine Alternative zur IHRA-Definition ist; u.a.:
Die Erklärung, schrieb Jürgen Kaube in der FAZ, wolle zwar urkundenfähig sein, doch viele Unterzeichner seien weder Holocaustforscher noch betrieben sie Jüdische Studien oder Studien zum Nahen Osten. Manche seien Historiker oder Frühneuzeitforscherin, Philosophin oder Schriftstellerin, Mittelalter-Spezialist oder Musikwissenschaftler. Sie hätten unterschrieben, „weil sie die Deklaration befürworten, nicht, weil sie über Antisemitismus, Palästina, den Staat Israel oder das gegenwärtige Judentum forschen“.

Kürzeres:

Wenn ausgerechnet die EU-Staaten auf die Idee verfallen, Israel nacheifern zu wollen, sollte die Regierung in Jerusalem darüber nachdenken, was sie falsch gemacht haben könnte.
tw24, 26.02.21 darüber, dass die EU den digitalen Impfpass einführen will, wie es in Israel vorgesehen ist.

Wenn du glaubst, Araber könnten nicht antisemitisch sein, weil sie Semiten sind, dann bist du antisemitisch.
Kamel Amin Thabet, twitter, 01.04.21

off topic:

Corona ist wie Klima längst zur Religion geworden und deren politische Vertreter zu Sektenführern. Investigativer Journalismus ist zur Hofberichterstattung verkommen, die Kirchen zu Hofschranzen, Wissenschaftler zu willfährigen Vasallen, die Polizei zu Bütteln.
Peter Hahne, Tichys Einblick, 28.02.21

Menschen, die schwanger werden können, sind in der überwiegenden Mehrzahl Frauen.
Bundestagsfraktion Die Linke, zitiert von Henryk M. Broder, 10.03.21; Broder weiter:
Wenn Sie wissen möchten, wie nah das Land inzwischen an den Rand des Wahnsinns gerückt ist, dann lesen Sie sich den sagenhaften Antrag der Links-Fraktion durch, der nicht etwa im nächsten Abfalleimer entsorgt, sondern an „den federführenden Ausschuss für Familie, Frauen, Senioren und Jugend überwiesen“ wurde. Danach halten Sie kurz die Luft an, legen ein Ohr an ihre östliche Zimmer- oder Hauswand und lauschen den Geräuschen auf der anderen Seite. Was sich wie die Tonspur einer Karnevalssitzung anhört, ist das Gelächter der Chinesen in 9.000 Kilometern Entfernung. Sie lachen sich schlapp über ein Land, von dem nur Dr. Oetkers Kochbücher und die Papageien-Jacken von Claudia Roth übrig bleiben werden.

Die SPD ist wie ein altes Sofa, das auf dem Speicher steht. Eigentlich braucht es niemand mehr, aber aus Respekt vor der Uroma wirft man es doch noch nicht weg.
Twitter-User, 10.03.21

Angela Merkel klebt nicht an ihrem Stuhl. Sie hat sich festgetackert.
Carl Christian Jancke, Die Achse des Guten, 12.03.21

Warum Quellen erfinden, wenn man ganz ohne sie auskommt?
Anna Bayern, Journalistin, auf Facebook über den „SPIEGEL“ und dessen faktenfreien Hassartikel gegen BILD-Chef Julian Reichelt, der „komplett im Konjunktiv geschrieben“ ist. Kommentiert von einem weiteren User:
Hinsichtlich Verwendung des Konjuktivs:
„Sagen, was ist!“ Dieser Satz des großen Rudolf Augstein ist eindeutig im Indikativ geschrieben und sozusagen das Grundgesetz des Spiegel. Vielleicht sollte man den einen oder anderen Spiegel-Redakteur mal darauf aufmerksam machen.

Die Universitäten wurden vom Ort intellektuellen Wachstums zur Gefahr für die Freiheit und den intellektuellen Fortschritt.
Dushan Wegner, 15.03.21

Die Grünen wählen, weil die CDU versagt, ist wie in die Hose kacken und dann das Hemd wechseln!
Malca Goldstein-Wolf, twitter, 17.03.21

Um in Deutschland an höhere politische Ämter zu gelangen, muss man doof genug sein, um Merkel nicht gefährlich zu werden – und zugleich gewissenlos genug, um potentiell nützlich zu sein. Genauso sieht dann die Qualität des Corona-Managements auch aus.
Dushan Wegner, 18.03.21

Wie tief muss die einst bewunderte Harvard-Universität gesunken sein, wenn sie der vielfach gescheiterten, ihr Land in den Niedergang steuernden deutschen Kanzlerin Angela Merkel einen Ehrendoktor verlieh (für „Pragmatismus und kluge Entschlossenheit“, insbesondere bei der „Lösung der Flüchtlingskrise“) und ihr Gelegenheit gab, vor einem in political correctness erstarrten akademischen Publikum eine ihrer nichtssagenden, gedankenleeren, sprachlich dürftigen Reden vorzulesen – und das alles aus offenkundig tagespolitischen Motiven, um den damaligen amerikanischen Präsidenten Trump zu ärgern, der diese Frau und ihre europäischen Intrigen hatte abblitzen lassen.
Chaim Noll, Die Achse des Guten, 20.03.21

Wenn man überall Rassismus sieht, könnte es natürlich auch daran liegen, dass nicht die Welt um einen herum hoffnungslos rassistisch ist, sondern man selbst.
Gideon Boess, twitter, 20.03.21

Für das, was die Grünen schick „Gemeinwohl“ nennen, existiert ein alter Name: Kommunismus.
Klaus-Rüdiger Mai, Tichys Einblick, 21.03.21; weiter:
Grüne Regulierungen laufen auf Armut für alle, außer für die grünen Regulierer und für die Funktionäre ihrer Räte und ihrer Subventionswirtschaft hinaus. Alle werden gleich sein, nur einige gleicher.
und:
Die weltanschauliche Neutralität der Schulen, die ohnehin bereits ausgehöhlt ist, wird durch Indoktrination ersetzt: „Antirassismus, Antidiskriminierung und Postkolonialismus wollen wir in Lehrplänen verankern.“ Bedenkt man, dass die weltanschauliche Neutralität der Universitäten, Hochschulen und Schulen Konsequenz aus der Erfahrung der Diktatur war, weiß man, was der Abschied von ihr bedeutet.

Der Rassismusbefund gilt übrigens nur unilateral, versteht sich – wenn Deutsche nicht richtig die Muttersprache ihrer aufgenommenen Neubürger beherrschen; nicht etwa, wenn sich diese – die in Deutschland als Gast aufgenommen wurden und hier doch eigentlich eine neue Heimat gefunden haben sollten – auch nach vielen Jahren Aufenthalt weigern Deutsch zu lernen, oder wenn die Schüler mancher deutscher Schulen zuhause zu 80 Prozent kein Deutsch sprechen. Und Polizisten, die allabendlich von Jungmigranten mit Akzent beleidigt werden, haben ebenfalls keinen Anlass, sich „gekränkt“ zu fühlen. Denn parallelgesellschaftliche Integrationsverweigerung ist dann kein Ausdruck von Rassismus, sondern von kultureller Selbstbehauptung.
Journalistenwatch, 21.03.21 anlässlich einer WDR-Sendung, die kolportierte, wenn Deutsche ausländische Namen nicht richtig aussprechen, sei das schon Rassismus.

Rechtsstaat ist, wenn man damit durchkommt.
Dushan Wegner, 24.03.21; Erklärung:
Ist Deutschland ein Rechtsstaat? Wenn man darunter versteht, dass die Mächtigen mit allem durchkommen (es hilft dabei, dass sie im Zweifel viele Anwälte haben), dann natürlich ja.

Wir leben in einer Tantenrepublik, neuerdings auch mit Mutanten, vor allem aber mit Dilettanten.
Claudio Casula, twitter, 02.04.21

Das Spitzenpersonal sowohl von Links als auch von Grün fällt in wirklich bohrenden Nachfragen durch beständige Ahnungslosigkeit auf, was sich mit „darüber diskutiert die Partei noch“ nur mühsam als basisdemokratischer Prozess tarnen lässt. Denn die Basis dieser hierarchischen Parteien verlässt sich ja gerade auf die „Spitzenkräfte“, von denen sie sich nur zu gern führen lassen will. Man versucht der galoppierenden Dummheit entgegenzusteuern, indem man Doppelspitzen installiert und verdoppelt damit nur die Inkompetenz.
Roger Letzsch, Die Achse des Guten, 02.04.21

Diese weißen Herrenmenschen sind teuflisch clever. Neuerdings haben sie sich als syrisch-muslimische Flüchtlinge, als Schwarze auf Bewährung für das Töten ihrer Mutter und mörderische Farrakhan-Anhänger getarnt.
Don Feder, FrontPage Mag, 06.04.21 über das Märchen von den bösen weißen Männern, die alle Attentate begehen. (Die Anschläge auf Asiaten in den USA werden überwiegend von Farbigen verübt.)

Von einer 1700 Jahre alten Buddha-Statue zu einem 75 Jahre alten Buddhisten: ein kurzer Bericht über islamische Aggression

Krishna Priya, Jihad Watch, 20. März 2021

Wir haben zwar die Gräueltaten ausgiebig diskutiert, die von islamischen Jihadisten gegen Christen und Hindus entfesselt wurde, aber Jihadisten begehen oft dieselben Gräuel an Sikhs, Jains und Buddhisten. Zusammen bilden diese Gruppen Mikro-Minderheiten auf dem indischen Subkontinent.

Obwohl Buddhisten in Myanmar und Sri Lanka stark vertreten sind, bilden sie immer noch eine Minderheit in den riesigen Bevölkerungsgruppen des Subkontinents. Wie stehen also die Chancen dass diejenigen, die die größte religiöse Bevölkerungsgruppe der Region in ihrem Land, die Hindus,  drangsaliert haben, dass sie die Mikro-Minderheiten in Ruhe lassen?

„Du kannst voller Freundlichkeit und Liebe sein, aber du kannst nicht neben einem tollwütigen Hund schlafen“, sagte der 52-jährige buddhistische Mönch Ashin Wirathu aus Myanmar. Er bezog sich auf Muslime. Wir fragen uns, was einen friedfertigen Mönch dazu treiben könnte mit einem derart grausamen Kommentar aufzuwarten.

Im März 2001 sprengte die islamische Jihad-Gruppe Taliban die Buddhas von Bamiyan in Afghanistan. Mit 38 und 55 Metern Höhe waren die Zwillingsstatuen monumentale Wunder der antiken Kunstfertigkeit aus dem sechsten Jahrhundert. Aber sie wurden zerstört, weil sie in all ihrer Erhabenheit von Talibanführer Mullah Mohammad Omar als „Götzen der Ungläubigen“ abgetan wurden.

Sieben Jahre später, als die Tehriek-e-Taliban das Swat-Tal in Pakistan überrannten, wurde die Statue des meditierenden Buddha aus dem siebten Jahrhundert eines ihrer ersten Opfer.

Im Juli 2020 wurde ein 1.700 Jahre altes buddhistisches Götterbild zerstört, das in Pakistan entdeckt worden war und von dem man glaubte, es sei ein Produkt der Gandhara-Zivilisation. Auf Veranlassung eines islamischen Geistlichen brachten Bauarbeiter Vorschlaghämmer zu dem „unislamischen“ antiken Relikt und schlugen es in Stücke.

2013 wurden Haider Ali, Mujibullah, Imtiyaz und Tarique Ansari in Haft genommen, weil sie im Tempelkomplex Bodh Gaya dreizehn Bomben legten. Das ist ein wichtiger buddhistischer Pilgerort in Bihar (Indien) und wird von großen Gruppen Buddhisten von allen Enden der Welt aufgesucht. Obwohl die Sprengsätze vor der Explosion entdeckt wurden, wurden zwei Mönche in dem Chaos verletzt. Mit der Lage in Myanmar als Hintergrundgeschichte zur Rechtfertigung ihrer erwogenen Gewalt gegen die Buddhisten haben die Jihadisten sie oft in Ländern angegriffen, in denen die muslimische Bevölkerung dominiert.

Zu glauben, sie seien für ihre Gewalt auf einen Vorwand angewiesen, wäre jedoch naiv. Die Universität Nalanda in Indien war ein geehrtes Kloster und Epizentrum des Lernens vom fünften bis ins zwölfte Jahrhundert. Unterstützt vom buddhistischen Kaiser war es in seiner Zeit das, was Cambridge oder Oxford heute sind. 1193 brach der türkische Eindringling Muhammad Bakhtiyar Khilji mit seiner Armee aus Plünderern über die Schatzkammer des astronomischen Wissens, der Mathematik, Medizin und Philosophie herein und machte sie dem Erdboden gleich. Die Wohnanlage der Universität beherbergte 2.000 Lehrer und 10.000 Studenten, von denen tausende geköpft und bei lebendigem Leibe verbrannt wurden. Die riesige Sammlung mit 9 Millionen Manuskripten brannte drei Monate lang.

Vorfälle mit Brandschatzung und Plünderung sind durch die Geschichte hindurch aufgezeichnet, sie gehen zurück bis 712/13 n.Chr., als die Stadt Bukhara im heutigen Usbekistan von den Arabern verwüstet wurde. Moscheen traten an die Stelle buddhistische Klöster und buddhistische Heiligtümer wurden überall in zentralasiatischen Gebieten abgerissen, die vom arabischen General von Khorasan, Qutayban ibn Muslim, angegriffen wurden.

In der jüngeren Geschichte erlitt 1985 der Buddhistentempel Borobudur in Magelang auf Zentral-Java schwere Schäden, nachdem 9 von Mohammed Jawas, Abdulkadir Ali Alhabsyi und dem blinden muslimischen Prediger Husein Ali Al Habsyi gelegte Bomben dort explodierten.

Ein weiteres südasiatisches Land, Bangladesch, erhält von internationalen Gremien gewaltige Summen zur Entwicklung seiner Infrastruktur und Lebensbedingungen. Diese Hilfe hat wenig getan, um die Jihadisten Bangladeschs zu bilden, die sich dafür bewaffnet haben seine Minderheiten rund um die Uhr anzugreifen. Wenn es nicht die Hindus sind, sind sie hinter den Buddhisten her.

2012 wurden zwölf buddhistische Tempel und Klöster sowie 50 Häuser von einem 25.000 Personen starken lokalen Mob geplündert. Ein angeblicher Facebook-Eintrag eines Buddhisten, der den Koran kritisierte, hatte die Wut entfacht. Später wurde festgestellt, dass kein Buddhist einen solchen Facebook-Eintrag gemacht hatte.

2016 war ein 75 Jahre alter buddhistischer Mönch zu Tode gehackt worden; seine Leiche barg man aus einem buddhistischen Tempel im Bezirk Bandarban in Bangladesch. Er war nur einer von vielen aus der Minderheitsgemeinschaft, die in dieser Zeit vermutlich von Jihadisten ermordet wruden.

Buddhistische Mönche haben friedliche Kundgebungen organisiert und forderten ein Eingreifen der UNO wegen der unaufhörlichen islamisch-jihadistischen Angriffe auf die Buddhisten Bangladeschs. Wir warten auf Handeln der UNO aufgrund des bescheidenen Appels.

Wir hören weiter so viel über uighurische Muslime, die von der Regierung Chinas misshandelt werden. Dieser Missbrauch ist nicht gerechtfertigt. Aber was uns nicht erzählt wird ist, dass Uighuren ursprünglich Buddhisten im Königreich Qocho und Turfan waren. Sie wurden in einem „heiligen Krieg“, den Chagatai Khizr Khwaja gegen das buddhistische Königreich führte, angegriffen und mit dem Schwert bekehrt. Viele der Bekehrten-Nachkommen behielten keine Erinnerung an ihr buddhistisches Erbe und hegten dieselbe Einstellung gegenüber den „Ungläubigen“ wie jeder normale Jihadist das tut. Aber noch einmal: Ist das nicht so, wie jede Bevölkerung, die zu dieser Ideologie bekehrt wurde, unerbittlich ermahnt wird zu denken, sich zu verhalten und zu funktionieren?