Wer spricht für die arabische Welt über Israel?

Es gibt weiterhin Zeichen der Unterstützung für Koexistenz. Aber das Israel-Bashing bei einer Debatte im UNO-Sicherheitsrat ist eine Erinnerung daran, dass volle Akzeptanz noch nicht vorhanden ist.

Jonathan S. Tobin, Israel HaYom, 14.August 2022

Welches dieser zwei Dinge ist wichtiger, wenn es darum geht die arabische Akzeptanz Israels zu beurteilen? Ist es ein saudischer Social Media-Influencer, der ein virales Video erstellte, das die israelische Nationalhymne „Hatikvah“ auf der Oud spielt? Oder ist es die Rede, die früher diese Woche der ägyptische Botschafter bei den Vereinten Nationen hielt, der den jüdischen Staat verurteilte und sogar noch von palästinensischen „Märtyrern“ sprach, nachdem seine eigene Regierung geholfen hatte einen Waffenstillstand zwischen Jerusalem und der Terrorgruppe Palästinensischer Islamischer Jihad zu vermitteln.

Es wäre nett, glaubte man, das Oud-Video erzähle uns mehr über die künftige Richtung des Nahen Ostens. Aber die Rede des ägyptischen Botschafters Osama Abdel Khalek sollte nicht ignoriert werden. Sie demonstrierte, dass selbst die Militärregierung in Kairo, die Israel als unverzichtbaren Verbündeten in ihrem eigenen Kampf gegen die Muslimbruderschaft und deren Hamas-Verbündeten betrachtet, Angst hat, dass die öffentliche Meinung des bevölkerungsreichsten Landes der Region immer noch viel zu durchnässt vom Judenhass ist, um öffentlich für ihren Nachbarn einstehen.

Die Abraham-Vereinbarungen schienen zu demonstrieren, dass in der arabischen und islamischen Welt eine Zeitenwende im Gang war. Nach einem Jahrhundert puren Hasses, ist der Konsens der Araber und Muslime gebrochen worden, dass Krieg gegen den Zionismus und die Juden ein integrales Element ihrer Identität sei. Ihre Regierungen waren es müde von palästinensischer Uneinsichtigkeit in Geiselhaft genommen zu werden. Die Entscheidung der vier Staaten, die die Beziehungen mit Israel 2020 als Teil der erfolgreichen diplomatischen Initiative der Administration Trump normalisierten – die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Marokko und der Sudan – zeigte, dass der Zugriff, den die Palästinenser seit Generationen auf die Meinung in der Region hatten, nicht länger sicher war.

Erwartungen, dass viele weitere Staaten bald dem Friedenskreis mit Israel beitreten werden, mögen unrealistisch gewesen sein. Dennoch erzeugen Entscheidungen, die noch nicht ganz Normalisierung darstellen, wie Saudi-Arabiens Bereitschaft israelischen Flugzeugen zu erlauben durch seinen Luftraum zu fliegen, Hoffnung. Herzerwärmende Gesten wie der Besuch einer Gruppe Imame in Auschwitz – geleitet von einem ranghohen saudischen Kleriker – im Jahr 2020 und die Wärme, mit der der saudische Social Media-Influencer Israel angenommen hat, zeigen alle, dass Veränderung in der Luft liegt.

Trotzdem muss die Idee, dass israelfeindliche Meinung bei Arabern und Muslimen auf dem Rückzug ist, von mehr als einem Gefühl des Realismus zum Tempo der Veränderungen gedämpft werden.

Palästinensische Terrorbewegungen haben immer noch die Sympathie westlicher „Progressiver“, die durch Ideen intersektionaler Mythen und Kritischer Rassentheorie über Israel und den Juden als Symbole von „weißem Privileg“. Das antizionistische Narrativ ist also immer noch Teil des Katechismus der internationalen „Menschenrechts“-Bewegung und ihrer wichtigen Organe wie Amnesty International, Human Rights Watch und dem UNO-Menschenrechtsrat.

Genauso, wenn nicht beunruhigender, sind die Beweise, dass selbst bei den arabischen Staaten, die Frieden mit Israel geschlossen haben, die Umarmung Israels weit davon entfernt ist rückhaltlos oder wirklich populär zu sein. Die autoritären Regierungen, die die Beziehungen normalisiert haben, mögen den jüdischen Staat als dringend benötigten Verbündeten gegen die größere Bedrohung betrachten, die vom Iran ausgeht, sowie als Handelspartner, der ihren Eintritt in den globalen kommerziellen Markt erleichtern kann. Aber die Tatsache bleibt, dass der Widerwille weiterer Staaten, die Abraham-Vereinbarungen auszuweiten, nicht komplett dem fehlenden Enthusiasmus für das Projekt seitens der Administration Biden, seit diese ins Amt kam, geschuldet ist.

In der Region gab es wenig Sympathie dafür, dass der Palästinensische Islamische Jihad einen kurzen Krieg begann, indem er tausend Raketen und andere Projektive nach Israel schoss. Tatsächlich saß sogar die Hamas – ihr Rivale um die Unterstützung der palästinensischen Islamisten und selbst der Vernichtung des jüdischen Staates verschrieben – die Kämpfe aus.

Doch als die Situation im UNO-Sicherheitsrat diskutiert wurde, wiederholten die beiden Staaten, die als erste Frieden mit Israel schlossen – Ägypten und Jordanien – einiges von der gehässigen Rhetorik, die vom Vertreter der palästinensischen Autonomiebehörde gegen den jüdischen Staat ausgespien wurde.

Jordanien machte einzig Israel und die Tatsache, dass Juden erlaubt wird den Tempelberg zu besuchen für die Gewalt verantwortlich. Die Jordanier werden als Hüter der muslimischen und christlichen heiligen Stätten in Jerusalem betrachtet und sprechen von der jüdischen Präsenz in der Stadt als illegitim. Sie ignorierten den Terrorismus des PIJ und das Raketenfeuer, das die israelische Reaktion auslöste.

Besonders bitter waren die Äußerungen des ägyptischen Botschafters, der von allen in den Zusammenstößen getöteten Gazanern als „Märtyrern“ sprach – womit er sowohl die Mehrheit, die PIJ-Kämpfer meinte, als auch die Zivilisten. Er verurteilte auch Israels Anstrengungen sich gegen Gruppen zu verteidigen, die Ägypten selbst als boshafte Feinde betrachtet. Es gab keinen Hinweis darauf, dass die überwiegende Mehrheit der getöteten und verletzten Nichtkombattanten Opfer von Raketen des PIJ waren, die zu kurz flogen und ihre Ziele in Israel nicht erreichten und damit Palästinenser innerhalb des Gazastreifens trafen.

Selbst die VAE, die ansonsten ein Muster an Kooperation mit Israel und dieses Jahr Mitglied im UNO-Sicherheitsrat sind, nutzten ihre Gelegenheit zu sprechen, um sich der Verurteilung der Dreistigkeit der Juden den heiligsten Ort des Judentums zu besuchen anzuschließen, was als „Einfall in die Höfe der Al-Aqsa-Moschee“ in Jerusalem bezeichnet wurde.

Spielt irgendetwas davon eine Rolle?

Israelische Diplomaten bei den Vereinten Nationen sprechen oft davon, wie ihre arabischen Kollegen über den Konflikt in der Öffentlichkeit auf die eine Weise und im Privaten sehr anders reden. Die UNO kann als bloße Quasselbude ohne Macht abgetan werden. Aber das ignoriert den sehr realen Schaden, den UNO-Organisationen Israel zufügen können und die denen helfen, die es boykottieren und zerstören wollen.

Selbst wenn arabische Äußerungen in der Weltorganisation lediglich eine zynische Show sind, ist die Tatsache, dass sie es für notwendig halten sich so zu benehmen, nicht gerade unbedeutend.

Die öffentliche Meinung in Ägypten und Jordanien ist immer noch stark antisemitisch und hinkt weit hinter den Führern ihres Lands her, wenn es darum geht Israel zu akzeptieren. Die Volkskultur in der arabischen Welt ist Israel und Juden gegenüber ebenfalls immer noch feindlich. Es gibt kein Zeichen einer Grundströmung, die hinter einer Allianz oder engeren Beziehungen steht. Im Gegenteil, selbst Regierungen, die Frieden geschlossen haben, sind auf der Hut nicht zu weit zu gehen, wenn es darum geht den palästinensischen Wunsch nach Israels Vernichtung aufzugeben. Autoritäre Regime in Ägypten, Jordanien und am Golf sind nicht von Genehmigung des Volks abhängig. Aber sie sind sich äußerst bewusst, dass sie, wenn sie Israel zu nahe zu kommen, den Radikalen Munition liefern, die vom Iran unterstützt danach streben sie zu stürzen.

Der modernisierende Herrscher von Saudi-Arabien, Kronprinz Mohammed bin Salman, hat unter der Hand engere Beziehungen zu Israel aufgenommen, obwohl das noch keine Normalisierung darstellt. Aber selbst die Saudis fürchten die Möglichkeit einer störrischen arabischen Straße. Das wird noch durch gerechtfertigte Sorgen wegen eines neuen und sogar schwächeren Atomdeals zwischen dem Westen und dem Iran verschärft, der bald abgeschlossen werden könnte, was den Eindruck verstärkt, dass die Theokraten in Teheran – und nicht die Moderaten in Riyad oder Kairo – das „starke Pferd“ der Region sind. Ein neuer Pakt wird Irans Wirtschaft und Militär stärken und könnte auch helfen die Meinung in denjenigen Staaten zu beeinflussen, die Beziehungen zu Israel haben.

Die Beharrlichkeit der arabischen und muslimischen Feindschaft gegenüber Israel anzuerkennen, negiert nicht die historische Bedeutung der Abraham-Vereinbarungen. Tatsächlich lautet, wie mir Jason Greenblatt, der Nahost-Friedensbotschafter der Administration Trump in einem Interview sagte, die Frage, die zu den Saudis gestellt werden muss, nicht, was sie nicht getan haben, sondern welche Strecke sie von ihrer früheren Haltung der unablässigen Feindschaft sie zurückgelegt haben.

Dennoch ist die optimistische Vorstellung, dass alle Barrieren zwischen Israel und der arabischen sowie muslimischen Welt fallen, bestenfalls verfrüht. Judenhass ist immer noch weit populärer als die Akzeptanz Israels. Solange das stimmt – und die Regierungen, die Frieden schlossen, sind diktatorisch und spiegeln nicht den Volkswillen ihrer Bevölkerung – kann der bisher in Richtung echter Frieden gemachte Fortschritt nicht als unumkehrbar betrachtet werden. Das ist ein ernüchternder Gedanke, der israelische Strategie genauso prägen sollte wie die andernorts, die dem Irrtum erliegen, der Konflikt um sein Existenzrecht sei vorbei.

Der „immerwährende Krieg“ gegen den Westen

Clifford D. May, The Washington Times, 9. August 2022

Vor kaum weniger als einem Jahr stellte Präsident Biden die Frage: „Welches Interesse haben wir zu diesem Zeitpunkt in Afghanistan, wo Al-Qaida weg ist?“

Vor gerade mal einer Woche lieferte er die Antwort. Auf seinen Befehl hin zielten zwei Raketen einer Hellfire-Drohne auf Aymanal-Zawahiri, den 71-jährigen Emir von al-Qaida, der auf dem Balkon eines gut ausgestatteten Hauses in einem exklusiven Viertel seinen Morgentee von Kabul trank.

Al-Zawahiri war sozusagen aus der Kälte hereingekommen. Er hatte sich seit 2011 in entlegenen Gebieten versteckt, nachdem das Seal Team Six Osama bin Laden, den Gründer und ersten Führer der al-Qaida tötete. Trotz der Isolation erreichte er Ziele: Al-Qaida kontrolliert mehr Territorium als jemals zuvor, mit Ablegern im Indo-Pazifik, dem Nahen Osten und Afrika.

Nach dem chaotischen Abzug der US-Streitkräfte aus Afghanistan und der folgenden Übernahme durch die Taliban im letzten Jahr war er offenkundig zu der Überzeugung gelangt, er könne in die Hauptstadt zurückkehren, um gemütlich und sicher zu arbeiten. Das war ein fataler Fehler.

Das Haus, in dem Al-Zawahiri wohnte, gehört Sirajuddin Haqqani, einem von zwei stellvertretenden Taliban-Emiren. Im Februar 2020 räumte ihm die New York Times Raum für ein Op-Ed ein (übrigens ohne dass das den Zorn der Mitarbeiter der Zeitung erregte, wie es der Fall war, als Senator Tom Cotton dasselbe Privileg eingeräumt wurde); darin behauptete er: „Berichte über Auslandsgruppen in Afghanistan sind politisch motivierte Übertreibungen kriegslüsterner Spieler auf allen Seiten des Krieges.“

Taliban-Unterhändler versprachen später, nicht mit Al-Qaida oder anderen Gruppen zu kooperieren, „die die Sicherheit der USA und ihrer Verbündeten bedrohen“. Präsident Trump und Präsident Biden glaubten ihnen offenbar. Auch das war ein fataler Fehler.

Terrorführer zu eliminieren ist nützlich. Aber diejenigen, die das führen, was sie als 1.400 Jahre alten Jihad gegen Ungläubige, Häretiker und vom Glauben Abgefallene betrachten, neigen dazu hartnäckig zu sein. Der Ausdruck „immerwährender Krieg“ entmutigt sie nicht. Er inspiriert sie.

Die Herrscher Chinas und Russlands führen auch eine Art Krieg gegen den Westen. Neo-Isolationisten – sie bevorzugen es „Verzögerer“ genannt zu werden – werden argumentieren, dass man nicht mit allen diesen Bedrohungen gleichzeitig fertig werden kann. Aber um im Dschungel zu überleben, muss man sich nicht nur gegen Löwen verteidigen. Auch Krokodile können dich fressen.

Die Israelis kommen mit dieser Realität klar. Die Herrscher des Iran drohen ihnen mit Völkermord, genauso die Hisbollah, Teherans Stellvertreter im Libanon. Gegen diese und andere Feinde kämpfen Israelis sowohl Kriege als auch „Kriege zwischen den Kriegen“.

Sie haben andere Herangehensweisen ausprobiert. 2005 zogen sie aus dem Gazastreifen ab, den sie im Verteidigungskrieg von 1967 von Ägypten erobert hatten. Sie hofften, dass die Palästinenser das Gebiet in ein Dubai am Mittelmeer verwandeln würden. Stattdessen führte die Hamas einen „Bürgerkrieg“ gegen die palästinensische Autonomiebehörde (PA) und übernahmen 2007 entschlossen die Macht.

Die Hamas lädt PA-Präsident Mahmud Abbas nicht zum Besuch ein. Aber sie toleriert einen weiteren Rivalen: den Palästinensischen Islamischen Jihad (PIJ), der komplett von den Herrschern des Iran finanziert, bewaffnet und geführt wird. (Auch wenn die Hamas ebenfalls Waffen und Geld von Teheran erhält, bleibt ihr etwas mehr Unabhängigkeit.)

Nach elftägigen Kampfhandlungen mit der Hamas im Mai letzten Jahres haben die Israelis versucht den Gazanern das Leben leichter zu machen. Das hat bedeutet bei Bemühungen zu helfen die Infrastruktur wieder aufzubauen und verlässliche Stromversorgung zu bieten. Bis zu 14.000 Gazanern ist erlaubt worden nach Israel zu gehen, um zu höheren Löhnen zu arbeiten, als sie sie zuhause erhalten könnten. Die strategisch denkenden Hamas-Führer sind nicht unkooperativ gewesen.

Der PIJ hingegen kann nicht einmal eine zeitweilige Entspannung aushalten. Israelische Geheimdienste erfuhren, dass die Gruppe nicht nur einen Terroranschlag aus dem Gazastreifen vorbereitete, sondern auch aus der nordwestlichen Westbank, wo PIJ-Kämpfer allmählich die Sicherheitskräfte der PA verdrängten und sich Zusammenstöße mit den Israelischen Verteidigungskräften (IDF) liefert, die auf eine Welle von Terroranschlägen reagiert haben, die seit März das Leben von 19 Israelis gefordert hat. Mit dem Wissen über die Absichten des PIJ beschlossen die Israelis, dass es notwendig war zu tun, was ihnen möglich war, um die Fähigkeiten der Gruppe zu vermindern.

Am Montag verhaftete die IDF den PIJ-Führer in der Westbank, Bassem al-Saadi. Am Freitag führte die IDF einen Präzisions-Luftangriff im Gazastreifen aus, mit dem der PIJ-Kommandeur der nördlichen Gaza-Division Taysir al-Jabari getötet wurde. Am Samstag tötete die IDF den Kommandeur der südlichen Gaza-Division Khaled Mansour und mehrere andere ranghohe PIJ-Vertreter.

Der PIJ schoss mehr als eintausend Raketen auf israelische Städte und Orte. Viele flogen zu kurz und töteten Palästinenser, darunter vier Kinder in Jabalya im südlichen Gazastreifen, so Vertreter Israels. Andere Raketen wurden vom Abwehrsystem Eiserne Kuppel zerstört. Am Montag wurde, wobei Ägypten als Vermittler agierte, ein Waffenstillstand verkündet.

PIJ-Führer Ziyad al-Nakhaleh verbrachte das Wochenende in Teheran und traf sich mit Ibrahim Raisi, dem Präsidenten der Islamischen Republik. Was planen sie als nächstes? Was Sie vermuten ist nicht schlechter als das, was ich vermute, wenn auch vielleicht nicht so gut wie das, wie die Vermutungen des Mossad.

Die Israelis haben heute mehr Frieden mit ihren Nachbarn als jemals zuvor. Obwohl sie immer bereit für „Friedensgespräche“ sind, begreifen sie die reaganeske Doktrin, dass Frieden durch Stärke erreicht wird. Und Stärke muss demonstriert werden – wiederholt und konsequent.

Al-Qaida und der PIJ sind hart getroffen worden. Aber weder die eine noch die andere Organisation werden in naher Zukunft „weg“ sein.

Die Al-Qaida wird bald einen neuen Emir haben. Der Spitzenkandidat scheint Saif al-Adel zu sein, ein 62-jähriger ehemaliger Oberst der ägyptischen Spezialkräfte und langjähriger Al-Qaida-Führer, der als Gast des Regimes im Iran gelebt hat.

Was den PIJ angeht, denke ich, die Herrscher des Iran werden ihren Stellvertreter besser wieder aufbauen. Das wird teuer sein, aber die Administration Biden hat diesen Herrschern hunderte Milliarden Dollar angeboten, mit denen sie alle Terror-/Jihad-Organisationen unterstützen können, die sie wollen. Alles, was im Gegenzug von ihnen verlangt wurde, ist ein Versprechen bei ihrem Atomwaffen-Entwicklungsprogramm langsam zu machen. Einem solchen Versprechen zu glauben, wäre ein fataler Fehler.

Und was hat das gebracht?

Auf twitter begegnete mir diese Aussage:

Bisher hat es NICHTS gegeben, das diese Hilfen in Sachen Verbesserung der Verhältnisse für die Bevölkerung der „Palästinenser“ gebracht hat, es geht ihnen so schlecht oder gut wie schon immer. Die Palästinenser-Führung verbreitet mehr Hass als je zuvor, der Terrorkrieg gegen Israel ist nicht ansatzweise zurückgefahren, Frieden wird von den „Palästinensern“ genauso abgelehnt wie eh und je. Die Bundesrepublik macht sich zum Partner von Mördern und Terroristen. Und findet das auch noch gut?

Die Fotofälschungen im Gazastreifen gehen weiter

Elder of Ziyon, 15. August 2022

Während der Operation Tagesanbruch war der von Israel im Gazastreifen angerichtete Schaden sehr begrenzt. Soweit ich es sagen kann, sahen wir nur in zwei Fällen ein gesamtes Gebäude in einem städtischen Bereich eingeebnet, weil die IDF erfolgreich ranghohe Personen des Islamischen Jihad ins Visier nahm.

Aber Fotografen im Gazastreifen müssen aus diesen Vorfällen das Beste machen. Sie müssen Möglichkeiten finden, ihre Fotos so zu gestalten, dass sie dem Schaden weit verheerender erscheinen lassen als er tatsächlich ist.

Hier können sie den Bereich des Luftangriffs sehen. Obwohl es einigen Schaden an Gebäuden um die Einschlagstelle gibt, handelt es sich größtenteils um das gesamte Gebiet mit großen Trümmermengen.

Der Luftangriff in Rafah, der Khaled Mansour tötete, ist die Lieblingsgegend für Pressefotografen im Gazastreifen geworden, um Szenen zu stellen, von denen sie hoffen, dass sie sie an westliche Agenturen verkaufen können.

Und nichts verkauft sich besser als traurig blickende Kinder

Der Fotograf, Omar Ashtawy, ging auf Nummer sicher – für den Fall, dass niemand die Fotos trauriger Kinder kaufen will, wollte er auch Fotos derselben Kinder inszenieren, die in den Trümmern „spielen“, um zu zeigen, wie unverwüstlich sie sind.

Hey, wenn irgendein Mem nicht funktioniert, dann vielleicht ein anderes.

Derselbe Fotograf hat einige Bilder des Friedhofs, auf dem vier Kinder von einer Rakete des Islamischen Jihad getötet wurden – aber seine Bildbeschreibung besagt, es sei ein israelischer Luftangriff gewesen. Er inszenierte das wieder mit einem Kind. Doch sein Foto zeigt den Schaden, den Gaza-Raketen, bewusst mit Nägeln und scharfen Splittern gefüllt, so geschaffen sind, dass sie Beton-Grabsteine mit Löchern übersäten.

Wie Hitler lobende Palästinenser die Gaza-Berichterstattung verfälschen

Akiva Van Koningsveld, HonestReporting, 11. August 2022

Mit einer seltenen Kritik gegenüber der Hamas beschuldigte die Associated Press (AP) am Dienstag die Herrscher des Gazastreifens des Versuchs in der Küstenenklave arbeitenden Reportern einen Maulkorb zu verpassen. Unter neuen Regeln, die die von den USA als Terrororganisation eingestufte Gruppe für Anträge von Einreisevisa für Auslands-Nachrichtenorganen ausgab, hieß es, Palästinenser, die im Namen ausländischer Medien Einreisevisa beantragen, müssten ihre Kollegen immer begleiten und würden für das, was diese produzieren, zur Verantwortung gezogen.

Zu den Einschränkungen gehört unter anderem, dass die Hamas den Medien befahl nicht über von fehlgeschossenen palästinensischen Raketen getötete Gazaner zu berichten und Israel für die Eskalation mit dem vom Iran gestützten Palästinensischen Islamischen Jihad verantwortlich zu machen.

Nachdem die Auslands-Pressevereinigung die „schwere, inakzeptable und nicht zu rechtfertigende Einschränkung der Pressefreiheit“ verurteilte, behauptete die Hamas, sie habe die vorgeschlagene Veränderung aufgegeben. Doch wie AP berichtete, „hat die Hamas ihre Erwartungen weiter signalisiert, was eine abschreckende Wirkung auf kritische Berichterstattung haben könnte“.

Die Drohung der Hamas ist nur der jüngste Versuch Journalisten einzuschüchtern. Seit sie den Streifen 2007 mit Gewalt eroberte, forderte die Terrororganisation von allen besuchenden Reportern, dass sie einen vom Regime genehmigten lokalen Betreuer haben, der ihre Arbeit beaufsichtigt – in der Regel ein palästinensischer Journalist oder Übersetzer, der von dem Medienorgan angeheuert ist.

Um die Gefahren dieser Einschüchterung zu dokumentieren sah sich HonestReporting einige der „Fixer“ an, die halfen die westliche Berichterstattung über den jüngsten Konflikt zwischen den Israelischen Verteidigungskräften und den islamistischen Terroristen im Gazastreifen zu formen.

Fady Hanona (New York Times) drängt zu Raketenangriffen auf Israel

Von den acht von der New York Times während des vom PIJ initiierten dreitätigen Konflikts produzierten Artikeln werden sechs als von Fady Hanona aus Gaza Stadt beigetragen angegeben (siehe hier, hier, hier, hier, hier und hier).

Hanona ist ein freiberuflicher Produzent und Fixer, der auch von der BBC, dem Guardian und VICE News engagiert worden ist; er scheint dafür zu arbeiten das israelfeindliche Narrativ zu fördern, das von palästinensischen Terrororganisationen propagiert wird und die Vernichtung des einzigen jüdischen Staates der Welt anstrebt.

Zum einen unterstützt er den Erzterroristen Marwan Barghouti, dem er auf Facebook wiederholt den Rücken stärkte (hier, hier und hier). Vor seiner Inhaftierung war Barghouti Mitgründer und Leiter der Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden, einer Organisation, die während der zweiten Intifada (2000 bis 2005) Dutzende Israelis mit Selbstmord-Bombenanschlägen und Schussanschlägen ermordete.

Darüber hinaus verharmloste Hanona die Flucht von Mitgliedern der Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden und des Palästinensischen Islamischen Jihad aus dem Gefängnis im September letzten Jahres (siehe hier and hier). Die meisten der Entkommenen saßen wegen ihrer Rollen bei Anschlägen auf israelische Bürger lebenslange Strafen ab. Ayham Kamamji z.B. wurde wegen der Entführung und Ermordung des Teenagers Eliyahu Asheri verurteilt.

Tatsächlich unternimmt Hanona keinen Versuch seinen Wunsch zu verbergen, dass Israel von der Landkarte entfernt wird; er bezeichnet das souveräne Territorium des Landes als das „Land von 1948“, während er Israel in Anführungszeichen setzt.

Während der Operation Fels in der Brandung 2014 gegen die Hamas im Gazastreifen nutzte der Freiberufler der New York Times die sozialen Medien, um Ghassan Alian, einem israelischen Drusen, der damals die Golani-Brigade der IDF befehligte, mit Ermordung zu drohen.

Dann drängte Hanona den palästinensischen „Widerstand“ am 18. August 2014 – nur wenige Tage, bevor ein Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas in Kraft trat – eine Waffenruhe abzulehnen und seine Raketenangriffe auf Tel Aviv fortzusetzen, die zu diesem Zeitpunkt das Leben von fünf Zivilisten gekostet hatten.

In einem weiteren Online-Post aus demselben Monat ging er so weit den Naziführer Adolf Hitler anzuführen, um seinen Punkt zur Stärke der Kämpfe im Gazastreifen zu stützen. „Wie Hitler sagte, gebt mir einen palästinensischen Soldaten und eine deutsche Waffe und ich werde Europa auf seinen Fingerspitzen kriechen lassen,“ stand in Hanonas Post; er führte damit ein nicht bestätigtes Zitat des Mannes an, der für die Ermordung von sechs Millionen Juden verantwortlich war.

Darüber hinaus teilte der NYT-Fixer auf Facebook ein inzwischen gelöschtes Propaganda-Video von Terrorgruppen in Jenin, mit dem er seinen Followern sagte, die Palästinenser sollten zur „Kultur der Bekämpfung und des Tötens von Israelis“ zurückkehren.

„Ich akzeptiere keinen Juden, Israeli oder Zionisten oder sonst irgendjemanden, der Hebräisch spricht. Ich bin dafür sie zu töten, wo immer sie sind: Kinder, Alte und Soldaten“, versicherte Hanona und fügte hinzu: „Die Juden sind Söhne von Hunden… Ich bin dafür sie zu töten und sie zu verbrennen, wie Hitler es machte. Ich werde richtig glücklich sein.“ Laut seinem twitter-Feed markierten Israels Sicherheitsdienste seinen Namen, als er eine Dauererlaubnis für Reisen nach Jerusalem beantragte.

CNNS Ameera Harouda beklagte die Festnahme palästinensischer Terroristen

Fady Hanona hat natürlich ein Recht auf seine persönlichen Ansichten, so ignorant und geschmacklos sie auch sein mögen. Aber wie HonestReporting früher schon erklärte, können Fixer und Übersetzer mit einer politischen Agenda selektiv sein, was Informationen angeht, die sie den Journalisten weitergeben oder – schlimmstenfalls – die Worte der interviewten Personen falsch übersetzen, was verzerrte Nachrichten zum arabisch-israelischen Konflikt zur Folge hat.

Und Hanona ist im Gazastreifen nicht der einzige Fixer mit fragwürdiger Geschichte, wenn es um journalistische Ethik geht. Nehmen wir zum Beispiel Ameera Harouda, eine Freiberuflerin, die für CNN und das Wall Street Journal gearbeitet hat.

Als israelische Truppen den entflohenen Häftling Zakaria Zubeidi im September wieder einfingen, gab Harouda in einem Facebook-Eintrag ihrem Entsetzen Ausdruck, während sie einen Kommentar likte, der arabische Israelis, die den Terroristen der Polizei meldeten, als „Verräter“ abstempelte. Bemerkenswert ist, dass Zubeidi einen Anschlag der Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden plante, bei dem sechs Israelis getötet wurden.

CNNs Frau in Gaza forderte auch die Freilassung Anhar al-Deeks aus dem Gefängnis, eines Terroristen mit einem versuchten Messeranschlag auf eine israelische Familie.

Recherchen zeigen immer und immer wieder, dass Nachrichtenkonsumenten zu Objektivität einer der wichtigsten Lakmus-Tests für professionellen Journalismus betrachten. Die Fakten zu berichten – ohne Agenden und Einseitigkeiten – wird weithin als  die Hauptaufgabe der Medien verstanden.

Um das Vertrauen der Öffentlichkeit wiederherzustellen müssen die New York Times, CNN und andere Publikationen ihre Verpflichtung zu Objektivität wahren.

Daher rufen wir von HonestReporting unsere Abonnenten auf den Jerusalemer Bürochef der New York Times, Patrick Kingsley, zu kontaktieren und respektvoll, aber nachdrücklich zu fordern, dass die „Newspaper of record“ ihre Beziehung zu Fady Hanona auf der Stelle beendet.

[Nachtrag: Berichten zufolge ist diese Forderung inzwischen anscheinend von der New York Times umgesetzt worden.]

Apartheid-Zahlen

gefunden auf Facebook:

Zahl der Juden in:

Ägypten: 10 (Gesamtbevölkerung: 100 Millionen)

Jordanien: 0 (Gesamtbevölkerung: 10 Millionen)

Saudi-Arabien: 0 (Gesamtbevölkerung: 34 Millionen)

Libanon: 100 (Gesamtbevölkerung: 7 Millionen)

Syrien: 0 (Gesamtbevölkerung: 17 Millionen)

Irak: 4 (Gesamtbevölkerung: 39 Millionen)

Iran: 8.300 (Gesamtbevölkerung: 83 Millionen)

Zahl der Araber in Israel: 1,9 Millionen mit vollen Bürgerrechten (Gesamtbevölkerung: 9 Millionen)

Aber klar, Israel ist der Apartheidstaat.