Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (17. – 23. September 2017)

Dieser Eintrag wird auf der Seite oben gehalten; die sonstigen Einträge folgen darunter.
Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2017 geführt.

Sonntag, 17.09.2017:

Die PA verkündete, dass Abbas am Mittwoch eine „wichtige Rede“ vor der UNO-Vollversammlung halten werde, die „Charakteristika der nächsten Phase definieren wird“.

Die Hamas hat angekündigt ihre Regierung im Gazastreifen aufzulösen, damit die Regierung in Ramallah ungehindert im Gazastreifen agieren kann. Außerdem soll es allgemeine Wahlen geben, über die jetzt verhandelt wird. Der UNO-Sondergesandte für den Nahost-Friedensprozess heißt den Schritt willkommen.

Montag, 18.09.2017:

Der PA-„Informationsminister“ verkündete, dass es bezüglich des „Rückkehrrechts“ der Palästinenser keine Konzessionen geben wird.

Friedenspartner Fatah: Ein Sprecher der Fatah rief die Hamas auf Israel nicht anzuerkennen; die Fatah werde das auch niemals tun. Der bewaffnete Widerstand (Terror), der Volkswiderstand (Terror) und alles andere seien auch legitim, sagte er.

Mahmud Abbas sagte, ein Treffen mit Trump sei sinnlos, solange der sich nicht der Zweistaaten-Lösung verpflichtet. Lege dieser sich nicht darauf fest, sei das „lächerlich“.

Dienstag, 19.09.2017:

Das PA-Fernsehen strahlte noch einmal eine Lüge von vor einigen Jahren aus – getarnt als „Predigt“ – nach der der ehemalige israelische Premierminister Ariel Sharon sich zum Geburtstag die Ermordung von 10 arabischen Kindern „bis zum Ende des Jahres“ wünschte. Dieser Hassprediger ist letztes Jahr von Mahmud Abbas zum Dekan des Al-Azhar-Instituts ernannt worden, das Schüler auf Studien an der Al-Azhar-Universität in Ägypten vorbereitet.

Shin Bet, Polizei und Grenzpolizei hoben eine Terrorzelle in Silwan aus, deren Mitglieder allesamt in „Ost“-Jerusalem wohnen. Acht Araber wurden festgenommen. Sie nannten sich „Geist von Silwan“.

Mahmud Abbas kündigte in New York an, dass er die Sicherheitskooperation mit Israel nicht wieder aufnehmen wird. Genauso wenig wird er die Zahlungen für die Terror-Häftlinge und ihre Familien einstellen.

Das „Sonderangebot“, illegale Waffen straffrei abgeben zu können, haben nur 3 israelische Araber wahrgenommen. Das Angebot endete heute.

Mittwoch, 20.09.2017:

Drei Araber aus Jericho und Kuseife wurden wegen zahlreicher Diebstähle landwirtschaftlicher Gerätschaften, eines Traktors und einer Viehherde festgenommen.

Was auch sonst: Mahmud Abbas, der Mann, der sich an keinerlei Recht hält, behauptet vor der UNO-Vollversammlung Israel würde sich über das Recht stellen. (Und es lasse keinen Raum für einen Staat Palästina.) Dazu forderte er von der UNO einen „Zeitrahmen“, innerhalb dessen die UNO die „Besatzung“ beenden müsse. Außerdem warnte er Israel davor aus dem Konflikt einen Religionskrieg zu machen – während die PalAraber das längst erledigt haben.
Aber was will man von einem Mann erwarten, der behauptet er habe Friedensinitiativen angenommen, während Israel sie alle abgelehnt habe – während er selbst ständig alles blockierte, was nicht 150% seinen Forderungen entspricht, die er absichtlich ständig höher schraubte?
Israels UNO-Botschafter Danny Danon hatte völlig recht, als er Abbas‘ Rede Lügen nannte.

Advertisements

Wenn Zionismus weißes Herrenmenschentum ist, dann raten Sie mal, wer Rassist ist

Elder of Ziyon, 13. September 2017

Hier haben wir eine Möglichkeit die Absurdität der propalästinensischen, antzionistischen, sogenannten „Progressiven“ zu illustrieren:


Wenn Zionismus weißes Herrenmenschentum ist,
wie manche „Progressive“* behaupten,
dann war der Zionist Martin Luther King Jr. ein…

weißer Herrenmensch!

* Die Behauptung wird von der Jüdischen Stimme für Frieden, Ali Abuminah/Electronic Intifada, Mondoweiss, Ken Roth von Human Rights Watch in einem Zitat von Nada Elia, der BDS-Bewegung (USACBI) aufgestellt.

Es gibt natürlich noch andere, die diesen widerlichen und falschen Vergleich angestellt haben. Und der Grund dafür: Sie lieben es vorzugeben, dass Juden diejenigen sind, die des Rassismus schuldig sind.

Dafür gibt ein Wort…

Menschenrechts-NGOs weigern sich arabischen Opfern von PA-Folter zu helfen

Menschrechts-NGOs lehnten medizinische Hilfe für Araber ab, die die PA verklagen. „Wir helfen nur denen, die Israel schaden.“

Tzvi Lev, Israel National News, 12. September 2017

Im Juli fällte das Jerusalemer Amtsgericht ein noch nie da gewesenes Urteil; darin wurde erklärt, dass die palästinensische Autonomiebehörde (PA) seit den 1990-er Jahren für die unrechtmäßige Inhaftierung und Folter von Israel-Kollaborateuren verantwortlich ist; das machte den Weg für Opfer frei, die gegen die PA klagen wollen.

Allerdings sahen sich Anwälte, die die Kläger vertreten – die allesamt Araber sind – einem Problem gegenüber: Jede Menschenrechtsorganisation, an die sie sich um Unterstützung wandten, um Ärzte zu finden, die die Schäden ermitteln, lehnte es ab ihnen zu helfen. „Jede NGO, an die wir uns wandten, lehnte es ab uns zu helfen. Sie sagten, sie unterstützen nur Menschen, die Israel verklagen“, sagte Rechtsanwalt Barak Kedem gegenüber NRG.

Kedem fügte hinzu, dass die richtige medizinische Unterstützung für die Bemühung, die PA um Schadensersatz infolge von der von seinen Klienten erlittenen Folter, zu verklagen, entscheidend sei. „Das sind Leute, die unter verschiedenen Behinderungen leiden, einschließlich solcher physischer, psychiatrischer und urologischer Art“, sagte er.

Menschenrechtsorganisationen in Israel werden oft wegen ihrer einseitigen Herangehensweise an den Konflikt kritisiert. 2016 wurde dokumentiert, wie Ezra Nawi, der sich als „Menschenrechtsaktivist“ bezeichnet, zugab, dass er Informationen über palästinensische Araber sammelte, die daran interessiert waren Land an Juden zu verkaufen, damit sie PA sie hinrichtete.

Im Februar kündigte Israel an, dass es für Mitarbeiter von Human Rights Watch keine Arbeitsvis mehr ausstellen wird; die Gruppe wird beschuldigt Israel gegenüber „fundamental voreingenommen“ zu sein.

Lektionen aus der fehl geschlagenen Nahost-Politik der Europäischen Union

Prof. Gerald Steinberg, Jerusalem Viewpoints Nr. 510, 1. Januar 2004

  • Die massiven (finanziellen wie politischen) Investitionen der Europäischen Union in die Nahost-Friedensbemühungen der vergangenen drei Jahrzehnte haben keine positiven Ergebnisse gebracht.
  • Beziehungen zwischen Israel und Europa, wie in offiziellen Kanälen und öffentlichen Meinungsumfragen, widerspiegeln beispiellose Feindseligkeit. Aus israelischer Sicht werden europäische politische Offizielle, Nichtregierungs-Organisationen (NGOs), Journalisten und Akademiker als solche wahrgenommen, die zur Verteufelung Israels und der jüdischen Souveränität beitragen.
  • Die dominierenden europäischen intellektuellen und politischen Rahmenwerke spiegeln die simplistischen Bemühungen wider, Europas Erfahrung in der Konfliktlösung dem Nahen Osten aufzudrücken, ohne die fundamentalen Unterschiede der Geschichte und der Rahmenbedingungen zu untersuchen. Die Ergebnisse sind kontraproduktiv.
  • Die Beweise zeigen auf, dass europäische Akademiker, Journalisten und Diplomaten generell die palästinensische Version übernommen haben, nach der man sich auf die Symptome nach 1967 konzentriert, wie z.B: die „Siedlungen“, und den Kern der arabischen Ablehnung der Souveränität Israels ignoriert.
  • Um aus dieser Erfahrung zu lernen und die notwendigen Änderungen hin zu einer realistischeren Politik zu machen, muss Europas akademische und diplomatische Gemeinschaft erst die zu Grunde liegenden Annahmen ihrer Nahost-Politik untersuchen und diskutieren.

Die Politik der Europäischen Union gegenüber Israel, die Nahost-Friedensbemühungen und das weitere Barcelona/Euromed-Rahmenwerk haben in den letzten drei Jahrzehnten, wenn überhaupt, dann sehr wenige Erfolge hervor gebracht. Im Gegenteil, die Belege demonstrieren, dass die Ansätze der EU und ihre Initiativen an mangelnder Glaubwürdigkeit leiden und die Beziehungen zu Israel durch scharfe politische und ideologische Konfrontation und Boykotte gekennzeichnet sind. In einer öffentlichen Meinungsumfrage, die von der EU 2003 durchgeführt wurde, wählten 59 Prozent der Befragten Israel als „Bedrohung des Weltfriedens“, noch vor Syrien, Iran, Libyen und Nordkorea, was Faktoren wider spiegelt, die weit über die Unstimmigkeiten über politische Fragen hinaus gehen.1

Aus einer realistischen Perspektive individueller nationaler oder kollektiver europäischer Interessen betrachtet, bis hin zu ihrer Definition, ist diese Geschichte der Fehlschläge bemerkenswert. Stabilität ist in der Region durch diese Politik nicht voran getrieben worden; europäische Macht und europäischer Einfluss im Nahen Osten und dem Mittelmeerraum bleibt marginal. Wirtschaftliche und soziale Interessen, die Flut der Migration nach Europa aufzuhalten, besonders die aus Nordafrika, indem man wirtschaftliche und politische Reformen an der Südküste des Mittelmeers propagiert, haben ebenfalls in keinen messbaren oder bedeutsamen Erfolg gebracht. Europas Nahost-Politik ist im Wesentlichen fehl geschlagen, was man an der Leichtigkeit erkennt, mit der Politik und öffentliche Diskussion Kernfragen wie die Sicherheit und die Abschreckung aus ihrem Vokabular gestrichen wurden. Europäische Politik-Gestalter und Analysten scheinen das regionale Bedrohungsumfeld – von Libyen und Ägypten über Syrien, den Irak (Saddam Husseins), Saudi Arabien und den Iran – zu ignorieren.

Gleichermaßen zeigt die Geschichte zum Grad, mit dem europäische Außenpolitik idealistische Ziele und erhabene Prinzipien reflektieren – so die Förderung der Menschenrechte und der Demokratie – ebenfalls wenig Erfolg. Massive Unterstützung der Palästinensischen Autonomie hat die Korruption nicht aufgehalten oder einen Übergang vom Konflikt zum Kompromiss ermöglicht, während die besonderen europäischen Beziehungen zu Syrien sich nicht in der Entwicklung von Toleranz oder Demokratie wiederfinden. Im Gegenteil, die Außergewöhnlichkeit israelischer Demokratie und die besonders schwierigen Umstände, in denen sie überlebt, werden weit gehend ignoriert, im Gegensatz zu der bemerkenswerten Haltung der USA. Zusätzlich werden europäische Politiker, Nichtregierungs-Organisationen, Journalisten und Akademiker als solche wahrgenommen, die eine führende Rolle in der Unterstützung palästinensischer Ziele und in der internationalen Kampagne zur Delegitimisierung Israels und seiner jüdischen Souveränität spielen.2

Im Gegensatz zur Politik der Transparenz, die sie anderen predigt, verfehlt es die EU die Finanzen anzuerkennen, dass sie NGOs und andere Aktivitäten finanziert, die direkte Interventionen in die israelische Politik und Gesellschaft darstellen, um die öffentliche Meinung beeinflussen. Ähnlich gibt es trotz der Milliarden von Euros für das Rahmenwerk des EMP (Euro-mediterrane Partnerschaft) wenig, was diese Bemühungen in Begriffen von wirtschaftlichem Fortschritt südlich des Mittelmeers aufzuweisen hat; genauso bezüglich der Entwicklung einer Zivilgesellschaft in Ländern wie Syrien oder Vertrauen fördernde Maßnahmen.

Besonders im Fall Syriens haben die virulent antisemitischen Äußerungen des syrischen Präsidenten Baschar Assad und anderer in dieser Zeit zugenommen, während Assad in Paris und London herzlich empfangen wurde.

Wie in der folgenden Analyse im Einzelnen dargestellt wird, besteht die EU-Außen- und Sicherheitspolitik für den Nahen Osten in erster Linie aus hehren Erklärungen, nicht in Frage gestellten Annahmen, fehlerhaften Analysen und unrealistischer Politik. Die Flut offizieller Erklärungen, die aus Brüssel kommt, wird nicht durch substantielle Handlungen ergänzt. Aus israelischer Perspektive ist der Ton solcher Erklärungen oft als von oben herab, bevormundend und schlecht informiert empfunden worden.

Dieses Versagen wird verschlimmert durch das Ausbleiben ernsthafter europäischer Analyse der eigenen Politik, Grundannahmen und Ergebnisse. Zum Beispiel wurde die erste Analyse dieser Fragen in der Serie der Challiot-Papiere, die vom offiziellen Institut für Sicherheitsstudien der Europäischen Union (früher unter der Ägide der Westeuropäischen Union) nicht vor dem Juli 2003 veröffentlicht und wiederholten viele der Gemeinplätze statt eine unabhängige und tief gehende Prüfung darzustellen.3 Obwohl diese euro-zentristische Monographie (tendenziöse) Analysen der Interessen und innenpolitischen Faktoren der US-Politik einschließt, gibt es keinen Versuch eine ähnliche Analyse der politischen, wirtschaftlichen und ideologischen Einflüsse vorzulegen, die die europäische Politik in der Region beeinflussen.

So lange es wenig oder kein Interesse gibt, eine Überprüfung der Kern-Annahmen, der politischen Ergebnisse und der Konsequenzen der fehl geschlagenen EU-Politik im Nahen Osten vorzunehmen, wird sich nicht viel ändern.

Die nicht gemeinsame EU-Außen- und Sicherheitspolitik

Trotz des kollektiven Rahmens der EU und der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik „spricht Europa weiter mit vielen Stimmen“ über die Nahost-Politik. Mitgliedsstaaten und nationale Führer nehmen unabhängige Positionen bezüglich zentraler Fragen wie z.B. dem Krieg im Irak, der Entwicklung von Massenvernichtungswaffen durch den Iran und der Unterstützung des Terrorismus ein, was es für die „EU“ schwierig macht, sich damit per se auseinanderzusetzen. Angesichts der zentralen Rolle der USA in diesen Fragen, verschärfen die Differenzen innerhalb der EU, die die amerikanische Politik in der Region unterstützen (Großbritannien und Spanien) oder dagegen sind (Frankreich und Deutschland) das Problem.4 Frankreich hat seit 1967 eine beständig starke pro-palästinensische und pro-arabisch Haltung im arabisch-israelischen Konflikt eingenommen, die die angenommenen nationalen Interessen in einer Ausrichtung mit der arabischen Welt widerspiegelt.5 Im Gegensatz dazu zeigt die deutsche (Joschka Fischer) und britische (Tony Blair) Führung ein relativ größeres Verständnis der Antworten Israels auf das Bedrohungsumfeld.

Weiterhin trägt auch die interne Struktur der EU zur Konfusion bei, da die Ämter von Javier Solana (oberster Vertreter) und Außenbeziehungs-Kommissar Chris Patten um Positionen und Kontrolle streiten. Diese Situation verursacht unbeständige Politik und unrealistische Betonung von Zielen, die politisch korrekt sind und allgemeine Auffassungen widerspiegeln, aber unerreichbar sind.

Eines der stärksten Elemente der EU-Politik ist die Rücknahme der Betonung von Sicherheitsaspekten gewesen, während das Potenzial der Diplomatie bei der Verhinderung von Gewalt betont wird. Im Europa nach dem Zweiten Weltkrieg und nach dem Kalten Krieg sind die Rollen der Sicherheit und des Gebrauchs von Gewalt zum Schutz vitaler nationaler Interessen verständlicherweise minimal. Europa sieht sich selbst oft als Kant‘sche Gesellschaft, was bedeutet, dass Konflikte durch nicht gewalttätige Diskussion und Kompromisse gelöst werden, im Gegensatz zum hobbesianischen Rahmen von Anarchie und Gewalt. Die dominant westeuropäische politische Kultur wird aber auf ähnliche Weise auf den Rest der Welt angewandt, einschließlich des hobbesianischen Nahen Ostens, wo allgemein Macht, Aggression und Gewalt eingesetzt werden um politische und ideologische Ziele zu erreichen.

Dieser begrenzte konzeptionelle Rahmen ist der dominante Faktor im Konflikt mit den USA über die Politik im Irak und der Nicht-Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen, einschließlich dem Iran (wo die EU-Politik auf „konstruktivem Dialog“ und Handelsanreizen basiert, die auch fortgeführt wurden, als die iranische Regierung Raketen und Nuklearmaterial erwarb). Gleichermaßen und in heftigem Gegensatz zu den USA erlaubte die EU dem „politischen“ Arm der Hamas und anderen Terrorgruppen, Gelder zu sammeln und andere Aktivitäten auszuüben, während sich diese Gruppe in brutalen Selbstmord-Attentaten erging; es wurde das Argument wiederholt, dass diese Gelder keinen Weg in den „militärischen“ Flügel fänden.6

In Bezug auf Israel gibt der Europäische Blickwinkel im Allgemeinen den starken (und weit gehend nicht hinterfragten) Glauben wieder, dass militärische Antworten auf Anschläge palästinensischer Terrororganisationen und Gruppen wie der Hisbollah unnötig und „kontraproduktiv“ sind. Im Mai 2000, als das israelische Militär sich aus der Sicherheitszone im Südlibanon zurückzog, die in den 1970-er Jahren geschaffen worden war, um die Israelis gegen Terroranschläge zu verteidigen, versprach die EU – unter französischer Präsidentschaft, eine starke und effektive Truppe zu schicken, um die UN-Truppen zu verstärken, die Hisbollah zu entwaffnen und Stabilität sicherzustellen. In Wirklichkeit geschah nichts und die Hisbollah-Angriffe gingen weiter; sie haben das Potenzial, einen voll ausbrechenden regionalen Krieg loszutreten.

Die europäische Einschränkung „harter“ Sicherheitsfaktoren wird in vielen Publikationen europäischer „Think tanks“ unterstrichen, die sich mit Außenpolitik und Diplomatie beschäftigen. Die Aufsätze und Studien von Nahost-Fragen, die vom Institut für Sicherheitsfragen der Europäischen Union erstellt werden, ignorieren generell die Auswirkungen der Terroranschläge auf Israel oder spielen sie stark herunter; genauso die langfristigen Bedrohungen der israelischen Sicherheit und des nationalen Überlebens und die Spannungen im Südlibanon. Weiterhin gehörten die Unfähigkeit der EU, Ernsthaftes zur Etablierung und Aufrechterhaltung der Sicherheit sowie die europäische Ansicht, nach der Frieden, Sicherheit und Abschreckung weit gehend nicht mit einander verbunden sind, zu den Faktoren, die sich im Verhandlungsprozess von Oslo als kontraproduktiv erwiesen.

Europas Geschichtsdarstellung und der Friedensprozess

Seit über zwei Jahrzehnten hat Europa intensive Bemühungen unternommen, aktiv etwas zu den Nahost-Friedensbemühungen beizutragen. Und tatsächlich gehört zusätzlich zur Betonung, die der israelisch-palästinensischen Frage durch Javier Solana und Chris Patten, wie auch deren Stäben gegeben wird, alle sechs Monate ein hochrangiger Besuch der neuen „Präsidentschaft“ der EU in der Region mit Pressefotos und ambitionierten politischen Ankündigungen. Im Gegensatz zu den bekannt gemachten Zielen sind diese Aktivitäten allerdings oft kontraproduktiv, insbesondere dann, wenn der Entscheidungsfindungs-Prozess uninformiert und unrealistisch ist.

Aus israelischer Sicht werden diese Initiativen – wie die EU-Politik im Allgemeinen – weithin so gesehen, dass sie eine stark antiisraelische Neigung ausstrahlen, die auf Mythen von „palästinensischer Aufopferung“ und israelischer Macht („übertriebene Gewaltanwendung“) gründen. Diese Einseitigkeit zeigt sich in Verdrehungen in den Medien, akademischen Boykotten und Israel-Dämonisierungs-Kampagnen durch Regierungen und durch Regierungen finanzierten Nichtregierungs-Organisationen, wie auf der UN-Konferenz gegen Rassismus in Durban 2001.7 Die Leichtigkeit, mit der irre führende und unangemessene Begriffe wie „Apartheid“ und „kolonialistisch“ auf Israel und die israelische Politik angewendet werden, ist eine Spiegelung tiefer europäischer Einseitigkeit und Feindseligkeit. Die große Zunahme von Angriffen auf Juden und jüdische Einrichtungen in Europa nach Durban und die enorm unausgewogenen Medienberichte über den Konflikt im Nahen Osten und die israelischen Verteidigungsmaßnahmen, wie die „Operation Schutzschild“, werden als Transformation des klassischen Antisemitismus in antiisraelische und antizionistische Politik widerspiegelnd betrachtet.8 (Im November 2003 wurde die Veröffentlichung einer Studie zum gegenwärtigen Antisemitismus, von der EU in Auftrag gegeben, plötzlich blockiert, offenbar in Folge der heftigen Erkenntnisse, die sich auf die Verantwortung der europäischen Politik konzentrierte.)

Die EU-Politik wird auch aus ethischen Gründen wegen ihrer „moralischen Gleichsetzung“ heftig kritisiert, mit der die israelischen Aktionen zum Schutz des Lebens der Bürger dem palästinensischem Terror gleich gesetzt werden.9 Im April 2002, unmittelbar nach dem Passah-Mord an Israelis in Netanya und anderen palästinensischen Anschlägen, sprach Chris Patten in sehr feindseligen und brutalen Worten über Israel; er erklärte: „Die israelischen Verteidigungskräfte treten die Genfer Konvention mit Füßen; jede Vorstellung vom internationalen Recht wird in der Luft zerrissen.“10

Ähnlich spiegelte die Erklärung des Europarats vom Dezember 2002 zum Nahen Osten (Anhang III der Erklärung von Kopenhagen) pro-palästinensische Bezugnahmen und antiisraelische Einseitigkeit wider. Die Erklärung wiederholte, was die Standard-Verurteilung Israels für „übertriebenen Einsatz von Gewalt“ und „außergerichtliche Tötungen“ geworden ist und erklärt (ohne Belege dafür anzuführen), dass diese Maßnahmen „der israelischen Bevölkerung keine Sicherheit bringen“. (Der starke Rückgang der Zahl der Opfer von Terror im Laufe der Jahre 2002 und 2003, die als direktes Ergebnis solchen israelischen Handelns gesehen werden kann, werden in diesen ideologischen Bewertungen entweder nicht anerkannt oder herunter gespielt.) Unter Bezugnahme darauf, dass 2001 keine Verhandlungen statt fanden, behauptet das Institut für Sicherheitsstudien der EU, ohne irgendwelche Belege vorzulegen, dass „die beiden Parteien der Meinung sind, dass sie durch Gewalttätigkeiten mehr erreichen würden als durch Verhandlungen und Vereinbarungen.“11

Die Kritiker der europäischen moralischen Unbeständigkeit werden durch die Politik bestärkt, die in „Menschenrechts“-Foren verfolgt wird. Zum Beispiel wurde unter der Führung von Mary Robinson (Irland) die UN-Menschenrechtskommission, bestehend aus 53 Mitgliedstaaten, darunter China, Libyen, Saudi Arabien und Syrien, die führende Quelle der Delegitimierung und Dämonisierung Israels. Am 15. April 2002 verabschiedete diese Körperschaft eine weitere antiisraelische Resolution zur „Frage der Menschenrechtsverletzungen in den besetzten arabischen Gebieten, einschließlich Palästinas“. Zusätzlich zur scharfen Verurteilung Israels bestätigte die Resolution „das legitime Recht des palästinensischen Volks auf Widerstand gegen die israelische Besatzung“. Im Zusammenhang mit den Ereignissen von 2002 lieferte diese Sprache die Rechtfertigung für Selbstmordanschläge gegen israelische Zivilisten. Eine Reihe von europäischen Staaten, darunter Österreich, Belgien und Frankreich, stimmten für diese Resolution (im Gegensatz zur Tschechischen Republik und anderen).

Diese Einseitigkeiten werden in der extremen Dämonisierung Ariel Scharons wider gespiegelt und verstärkt, was sich in einem Gerichtsverfahren zeigt, das in Belgien ablief, in dem seine Anklage wegen falscher „Kriegsverbrechen“-Vorwürfen gewichtet wurde (während Yassir Arafat weiterhin als kulturelle Ikone betrachtet wird). Diese tief sitzende Feindseligkeit spiegelt sich ebenfalls in der führenden Rolle der Mitglieder der europäischen Wirtschafts- und Kultur-Elite wider, bei einer Gretta Duisenberg (Ehefrau des Chefs der Europäischen Zentralbank), in virulent antiisraelsichen politischen Aktivitäten, die in ganz Westeuropa üblich sind. Nach einem Besuch bei Arafat nannte Duisenberg Israels Handlungen öffentlich „schlimmer als die der Nazis“.12 – womit ihr Handeln nicht nur als pro-palästinensisch, sondern auch als antisemitisch angesehen werden. Demosntrationen, die Israel dämonisieren, sind in westeuropäischen Städten seit Jahren Gang und Gäbe und zunehmend mit Anti-Globalisierung und Anti-Amerikanisierung verbunden.13

Diese innewohnende Feindseligkeit gegenüber Israel verstärkt die vorherrschende Ansicht, die von großen Teilen der europäischen intellektuellen und diplomatischen Elite übernommen wurde und die im Allgemeinen besagt, dass der arabisch-israelische Konflikt 1967 begann – womit die Geschichte, der Terror und die Kriege ausradiert werden, die es davor schon gab. Diese Herangehensweise hat zu der nicht in Frage gestellten Annahme geführt, dass die Entfernung der israelischen Siedlungen und eine Ende der „Besatzung“ (also eine Rückkehr zur Lage vor dem Juni 1967) die palästinensische, arabische und islamische Ablehnung und Gewalt gegen Israel beenden würde, obwohl diese schon Jahrzehnte früher begann.14

Der europäische Revisionismus und die Übernahme einer Politik, die sich ausschließlich auf die Siedlungen und die Besetzung konzentriert, entwickelte sich in der Folge des Kriegs von 1973 und, was am wichtigsten ist, dem arabischen Öl-Embargo. Zu dieser Zeit veröffentlichten die Außenminister der Europäischen Gemeinschaft ihre erste Erklärung, in der sie „einen gerechten und dauerhaften Frieden“ forderten, der „auf den legitimen Rechten der Palästinenser basiert“. Henri Simonet (Vizepräsident der damaligen Europäischen Kommission) merkte an, dass diese Erklärung „die Folgerung nahe legte, dass angesichts wirtschaftlicher, sozialer und politischer Folgen eines anhaltenden Öl-Embargos die Neun sich für Appeasement um jeden Preis entschieden hatten.“15 Seit damals sind wenige Europäer so ehrlich gewesen wie Simonet. Obwohl Öl- und andere wirtschaftliche Interessen in den europäischen Überlegungen der Politik genauso dominant sind wie in Japan und anderen Ländern, verstecken europäische Staatsmänner und Intellektuelle unverhohlenes Eigeninteresse hinter der Sprache und den Symbolen von Moral und Menschenrechten.

In der Weiterentwicklung dieser Herangehensweise übernahm die EU von der Erklärung von Venedig (1980) bis zur Erklärung von Berlin (1999) ebenfalls das palästinensische Ziel einer von außen aufgezwungenen „Lösung“ des Konflikts (indem sie Sanktionen oder Machtausübung androhte, um einen israelischen Rückzug zu den Waffenstillstandslinien vor 1967 zu erzielen, ohne eine verhandelte Vereinbarung über die Flüchtlings- und andere Schlüsselfragen). EU-Beamte drängten auch auf andere Mittel, den Konflikt zu „internationalisieren“: in der Form von Friedenstruppen und externen Mächten.

Weil sie erkennen, dass die Internationalisierung stärkere Beteiligung der Amerikaner erfordert, werten die Europäer direkte Verhandlungen zwischen Israel und der PA ab und fordern statt dessen „entschiedenen amerikanischen Druck auf Israel“, einschließlich Beschränkung der Militärhilfe und andere Formen der Einflussnahme. (Im Gegensatz dazu hat Europa, da es praktisch keinerlei Unterstützung für Israel bietet und in vielen Fällen den Export von defensiven Waffen blockiert hat, auch wenig Druckmittel.) Solche Politik verärgert viele Israelis, deren Interessen und Prioritäten, die auf einer direkten, täglichen Erfahrung gründen und sich in einer lebhaften, demokratischen und pluralistischen Gesellschaft ausdrückt, von Europa schlichtweg komplett ignoriert werden.16

Darüber hinaus haben die intensiven europäischen Einmischungen und Initiativen es versäumt, zu regionalem Frieden und Sicherheit beizutragen. Der Sonderbeauftragte der EU, Miguel Angel Moratinos, der der dienstälteste Botschafter in der Region war, bis er sich schließlich 2003 verabschiedete, erreichte durch seine regelmäßigen Besuche bei Arafat und die Diskussionen mit der palästinensischen Führung nichts.

Im Gegensatz zum formalen Koordinationsrahmen, der „Quartett“ bezeichnet wird (die USA, die EU, die UNO und Russland) hat Europa weiter nebenher einen unabhängigen Kurs gefahren. Die demonstrative Sicherung von Arafats Position durch die EU im Jahr 2003 war in erster Linie dazu angelegt, die USA zu brüskieren, aber die Auswirkungen waren komplett negativ und untergruben das Ziel eines palästinensischen Regimewechsels als ersten Schritt des „Road Map“-Prozesses. Als Antwort darauf schlossen die USA die EU vom Aqaba-Gipfel aus und Israel reduzierte die Intensität seiner Kontakte mit der EU, indem es sich weigerte, sich mit EU-Vertretern zu treffen, die Arafat weiterhin besuchten.

Gleichzeitig ist das begrenzte Engagement der EU in der israelischen Gesellschaft, weit gehend gefiltert durch die zerschlagenen Überbleibsel der Friedensbewegung, stark durch Konfrontation geprägt worden. Die offiziellen Institutionen der EU haben eine unverhältnismäßige Abhängigkeit von den Interpretationen und Analysen der säkularen israelischen Linken beibehalten, genau wie Journalisten und Akademiker, die mit diesem Teil der israelischen Gesellschaft eng verbunden sind. Dieser Prozess hat die bestehenden Vorurteile und falschen Wahrnehmungen verstärkt und die Beziehungen zu anderen Gruppen der israelischen Gesellschaft weiter belastet.

Der Bericht des Zentrums für Studien europäischer Politik bietet ein bildhaftes Beispiel europäischer Verdrehungen der Ereignisse und der Übernahme zeitgenössischer palästinensischer Terminologie:

Ariel Scharons Spaziergang auf dem Platz vor der Al-Aksa-Moschee [GMS: bemerkenswert ist die Benutzung dieses Begriffs, nicht „Tempelberg“, nicht einmal „Haram al-Sharif“] am 28. September 2000 gab dem im Sterben liegenden Oslo-Friedensprozess den Todesstoß… Israel hat die Siedlungen entgegen den Oslo-Vereinbarungen [GMS: diese Vereinbarungen erwähnen die Siedlungen nicht, außer um sie als Frage des Endstatus zu bezeichnen] weiter gebaut wie auch die Westbank militärisch wieder besetzt… Die Wiederbesetzung, vernichtender Einsatz von Gewalt, Ausgangssperren, Straßensperren und Menschenrechts- wie rechtliche Verletzungen haben eine rapide steigende Zahl ziviler palästinensischer Opfer zur Folge gehabt. Darüber hinaus ist die Infrastruktur der Palästinensischen Autonomie zunehmend zerstört worden, was eine deutliche Umkehr des Wegs zu einem palästinensischen Staat bedeutet.17

Diese hoch unausgewogene und – in jedem Punkt – nicht belegbare Geschichtsdarstellung wie auch die dem inne liegende einseitige Sprache gibt die palästinensische Darstellung wieder und ignoriert die Auswirkungen des palästinensischen Terrorismus auf die Israelis. Die für diese Analyse zitierten Quellen stammen vom äußersten ideologischen Rand der israelischen Gesellschaft und aus Presseerklärungen der PA.

Die von der EU wie ihrer Mitgliedsstaaten bereit gestellten großen Budgets für die Palästinensische Autonomiebehörde und palästinensische NGO (die im Allgemeinen mit der PLO und Arafat verbunden oder auf einer Linie sind) sind insofern ebenfalls bezüglich der von den Politikern selbst definierten Ziele kontraproduktiv gewesen. Im Gegensatz zum von der EU betonten „Aufbau eines palästinensischen Staates“ benutzt zu werden, wurden diese Gelder von einer korrupten und antidemokratischen Elite ohne weiteres umgeleitet,18 darunter für den Kauf von Waffen und Sprengstoff.19 Von Europa finanzierte Schulbücher wurden Verbreitungsmittel für zunehmende Hetze und die Leugnung der israelischen Legitimität, womit genau die Ziele untergraben wurden, die die EU in Hunderten von Presseerklärungen, E-mail-Berichten und offiziellen Statements verkündete.20 Die Finanzierung palästinensischer Nichtregierungs-Organisationen durch die EU, besonders durch das Euro-Mediterranean Human Rights Network (EMHRN, Europäisch-mediterranes Menschrecht-Netzwerk) bietet ein weiteres Beispiel für Aktivitäten, die den Friedensprozess untergraben. Die EMHRN hat einen Ruf für antiisraelische politische Aktivktäten erworben, darunter die Forderungen zur Aufhebung des EU-Assoziierungs-Abkommens mit Israel.21

Der im Sterben liegende Barcelona-Prozess

Ähnliche Symptome sind in der Herangehensweise an den EMP/Barcelona-Prozess erkennbar, auf den seit 1995 Milliarden von Euro verschwendet wurden. Eine ausführliche Auswertung dieses Prozesses geht über die Grenzen dieser Analyse hinaus, insbesondere in Bezug auf die Konzentration des Programms der MEDA auf Nordafrika und die europäischen Bemühungen, die Masseneinwanderung durch wirtschaftliches Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen zu verhindern. (MEDA ist das Hauptfinanz-Instrument der Europäischen Union für die Umsetzung der euro-mediterranen Partnerschaft.)

In diesen acht Jahren sind mehr als 300 Euromed-Synopsen, Berichte und Kalender (in Englisch wie Französisch) produziert worden.22 Treffen von bis zu 35 Delegationen haben auf unterschiedlichen Ebenen statt gefunden, aber über die Verhandlungen bilateraler Assoziierungs-Vereinbarungen hat diese Aktivität substantiell wenig geschaffen. In der Tat hat die EU auf diesem Gebiet, wie auf anderen, keine messbaren Kriterien entwickelt, über die die Ergebnisse der Politik und ihre Auswirkungen ausgewertet werden können.

Die Abwesenheit eines realistischen und glaubwürdigen Herangehens, besonders an die Sicherheits- und soziokulturellen Dimensionen der EMP, spiegelt sich in verschiedenen großen „Aktionsplänen“ wider, die im einen Jahr vorgestellt werden und im nächsten vergessen sind oder neu geschrieben werden. Die enormen Ressourcen, die in den späten 90-er Jahren auf die Verhandlung einer „Euro-Mediterranen Charta für Frieden und Stabilität“ verwendet wurden, die dafür gedacht waren, „politischen Dialog zwischen Partnern zu institutionalisieren“, haben zu nichts geführt und waren das Ergebnis von Blindheit für die komplexe politische Umgebung in der Region.23Gleicherweise waren Pläne zur Einrichtung von Krisen-Präventions- und Krisen-Management-Abläufen von Anfang an unrealistisch. Trotzdem folgte dem der ambitionierte Valencia-Action-Plan (2002), der durch die Erklärung von Kreta (2003) erheblich abgeändert wurde, die wiederum eine große Anstrengung unter dem Titel „Leitprinzipien des Dialogs der Kulturen und Zivilisationen“ vorstellte. Zusätzlich schlug dieses EMP-Projekt die Einrichtung einer Euro-mediterranen Stiftung für den Dialog der Kulturen vor, dazu Maßnahmen für „die Vertiefung und Sicherheitszusammenarbeit, insbesondere gegen den Terrorismus; die Verbesserung des Respekts für Menschenrechte und Demokratie; usw.“ Am 22. Mai 2003 veröffentlichte die Europäische Kommission eine Erklärung zur „Wiedererstarkung der Handlungen der Europäischen Union zu Menschenrechten und Demokratisierung gemeinsam mit den mediterranen Partnern“, was einmal mehr die noble Rhetorik und die schwierige Wirklichkeit zeigt.

Auf der Grundlage der Ergebnisse der letzen acht Jahre muss die Wahrscheinlichkeit, dass aus diesen noblen Absichten ein substanzielles und positives Ergebnis entsteht, als gering angesehen werden. Die Versprechen von Unterstützung für eine Zivilgesellschaft (unabhängig von Regierung und Manipulation durch die Elite), von Menschenrechten, freiem Handel usw. sind in der Substanz nicht erfüllt worden. Die syrische Mitgliedschaft in der EMP hat keine sichtbaren Auswirkungen auf die Unterstützung der palästinensischen Terrorgruppen gehabt, die von Damaskus aus operieren, oder auf die Unterstützung der Hisbollah oder auf den regelmäßig geäußerten Antisemitismus.

Der negative Einfluss des EMP auf die Beziehungen zwischen der EU und Israel

Die Eingliederung Israels in das Rahmenwerk von Barcelona hat seiner brüchigen Beziehung zur EU ebenfalls ernsthaft geschadet. Im bürokratischen Rahmenwerk des EMP, mit seiner Betonung auf der Reform der zivilen Gesellschaft, wird die israelische Demokratie oft ignoriert, während mit dem EMP und der EU in Verbindung stehende Aktivitäten in Israel oft als inakzeptable Einmischung in den demokratischen Prozess angesehen werden. Aus der israelischen Sicht macht Europa den Fehler, keine Unterscheidung zwischen einer lebhaften Demokratie und den abgeschlossenen und oft totalitären Regimen des Nahen Ostens zu treffen.

Die Frage ist zentral für das Verständnis der Kontroverse bezüglich der EU-Finanzierung (gewöhnlich nicht berichtet und mangelhaft transparent) von Gruppen, die in der israelischen Innenpolitik aktiv sind. Zu den Beispielen gehörten die Economic Cooperation Foundation (ECF, Stiftung Wirtschaftliche Zusammenarbeit), die in enger Verbindung zum früheren Knesset-Abgeordneten Yossi Beilin steht, und Physicians for Human Right-Israel (PHR-I, Ärzte für Menschenrechte – Israel), die bedeutende Summen vom Büro der EU-Kommission in Israel wie auch der finnischen Botschaft erhalten. Neben anderen Aktivitäten benutz PHR-I diese Gelder, um die Pamphlete zu produzieren, die eine extremistische politische Agenda widerspiegeln, was zu der seltenen Entscheidung des israelischen Medienverbandes führte, alle Kooperation einzustellen.24 Auf die Aufforderung zur Erklärung der Entscheidung, (geheime) Gelder für politisch aktive Gruppen gegen das Abreißen von Häusern zur Verfügung zu stellen, deren Behauptungen in allen Einzelheiten widerlegt wurden,25 verweigerten Vertreter der EU-Kommission eine Antwort. Ähnlich finanzieren die EU und die EMHRN radikale Nicht-Regierungs-Organisationen im israelisch-arabischen Sektor, die falsche Anschuldigungen von Diskriminierung und Menschenrechts-Missbrauch durch Israel verbreiten.26

Solche Politik hat dafür gesorgt, dass die Glaubwürdigkeit und der Einfluss der EU-Politik in Israel weiter untergraben wurden. Auch auf diesem Gebiet ist eine genaue Analyse und weitere Durchleuchtung der Annahmen und Politik lange überfällig, die die europäische Herangehensweise an die Region und die Natur des EMP-Rahmenwerks bilden.

Empfehlungen – in Richtung auf einen konstruktiven Dialog und eine positive Rolle der EU

Europa, in Form der EU, der NATO und anderer kollektiver Institutionen, verändert sich, insbesondere mit dem Beitritt der osteuropäischen Länder, deren jüngste Erfahrungen mit der Realtitä des Totalitarismus unter der Sowjetunion zu anderen politischen Blickwinkeln geführt haben. Die früher kommunistischen Staaten und Gesellschaften haben wenig Toleranz für den Missbrauch von Menschenrechts-Prinzipien, um damit nicht verbundene ideologische Ziele zu verfolgen, oder für die antiamerikanische Macht-Annahme, die es bei einigen der wichtigeren EU-Mächte gibt. Weiterhin gibt es größeres Verständnis der israelischen Realitäten und größere Anerkennung der Einzigartigkeit der israelischen Demokratie. Daher ist es wahrscheinlich, dass die Vergrößerung Europas diesbezüglich einige positive Veränderungen bringen wird.

Bei einer umfassenden Überprüfung der Politik ist es für europäische Diplomaten, Akademiker und andere Analysten wichtig, mit einer großen Bandbreite an Israelis zusammenzuarbeiten, statt zu versuchen, bestimmte Perspektiven aufzuzwingen und diese als Grundlage für die Formulierung von Politik zu benutzen.

Die Chance auf Veränderungen hat sich durch die Ernennung eines neuen Sonderbotschafters ergeben (Marc Otte aus Belgien), der Miguel Moratinos ersetzt; das erlaubt einen Neustart in den Beziehungen zu Israel und einen Überblick über die gescheiterten Klischees und Mythen. Im Juni 2003 erklärte der EU-Kommissar für die EU-Vergrößerung, Günter Verheugen, das „die EU der Entwicklung ihrer bilateralen Beziehungen zu Israel große Priorität zumisst“ und erwähnte eine „positive Agenda“ und die Eröffnung von „neuen und interessanten Perspektiven bezüglich der zukünftigen Entwicklung der Beziehungen zwischen der EU und Israel.“27 Ähnlich sprach Botschafter Gincarlo Chevallard, Repräsentant der Europäischen Kommission in Israel, von Israel und der EU als „neuen Nachbarn“, nicht im geographischen Sinn, sondern im politischen, was eine harte Wende weg vom Ton und der Substanz seiner Betonung von „Anti-EU-Gefühlen“ in Israel vor ein paar Monaten darstellt.28 Der Einschluss Israels in die EU-Initiative „erweitertes Europa“ innerhalb des Rahmens der EMP würde die Grundlage für eine starke Verbesserung der Beziehungen bieten.

Die israelische Regierung hat ihrerseits ebenfalls die Bedeutung der Reduzierung der Spannungen und der Wiedereinrichtung eines „konstruktiven Dialogs“ mit der EU erkannt und die Antwort von Javier Solana deutet das Potenzial für Fortschritt an. Premierminister Scharons offizieller und positiver Besuch in Großbritannien und Norwegen (das kein EU-Mitglied ist) im Juli 2003 waren weitere Hinweise auf eine Veränderung der europäischen Einstellung. Ob diese kleinen Schritte in eine realistischere, positivere und stärker von Prinzipien bestimmte Politik gegenüber Israel, dem Terrorismus und Konfliktmanagement-Bemühungen umgesetzt werden können, muss abgewartet werden.

* * * * * * * * * *

Anmerkungen:

  1. „Iraq and Peace in the World“; EOS Gallup Europa auf Wunsch der Europäischen Kommission, Director-General press and Communication, Meinungsumfragen, Presse-übersicht, Europa Direkt, November 2003. Über die Umfrage wurde ausführlich in den israelischen Medien berichtet. S. Aluf Benn: EU Distances Itself from Poll about an ÇAnti-Peaceí Israel. Haíaretz, 4. November 2003; http://europa.eu.int/comm/public_opinion/flash/fl151_iraq_full_report.pdf
  2. Manfred Gerstenfeld: Europeís Moral Attituds Toward the Holocaust in Light of the Current Defamation of Israel. Jerusalem Viewpoints Nr. 475, April 2002, Jerusalem Center for Public Affairs. S. auch: Lessons from a Superficial Poll, Editorial, Haíaretz, 5.11.2003; Douglas Davis: French Envoy to UK: Israel (ëThat Shitty Little Countryí) Threatens World Peace. Jerusalem Post, 20.12.2001.
  3. Martin Ortega (Hg.): The European Union and the Crisis in the Middle East. Challiot Papers Nr. 62, European Union Institute for Security Studies, Juli 2003. Eine kürzere Studie des Barcelona-Prozesses und auf technische Analyse beschränkt, kann man finden bei Dorothee Schmid: Optimiser le processus de Barcelone. Occasional Paper 36, Juli 2002.
  4. Christopher Coker: Empires in Conflict: The Growing Rift Between Europe and the United States. RUSI, Whitehall Paper Nr. 58, 2003; Robert Kagan: Of Paradise and Power: America and Europe in the New World Order. New York (Knopf), 2003.
  5. Für eine Kritik der realistischen Analyse des CFSP, basierend auf konkurrierenden nationalen Interessen innerhalb der EU, s. K. Glarbo: Wide-Awake Diplomacy: Reconstructing the Common Foreign and Security Policy of the European Union. Journal of European Public Policy, 6-4, Sonderausgabe 1999.
  6. Ran Dagoni: The Terrorism Business. Globes, 7.11.2003.
  7. Irwin Colter: Durbanís Troubling Legacy One Year Later: Twisting the Cause of International Human Rights Against the Jewish People. Jerusalem Issue Brief, 2. Jahrgang, Nr. 5, 20.08.2002.
  8. Natan Sharansky: On Hating the Jews. Commentary Magazine, November 2003; http://www.commentarymagazine.com/sharansky.html
  9. Solche ìMoralische Gleichsetzungî spiegelt sich in vielen Erklärungen von Chris Patten. Beispiel: „Während Israel völlig legitime Sicherheitsansprüche hat, haben die Palästinenser völlig legitime politische Ansprüche.“ (02.04.2002; http://europa.eu.int/comm/external_relations/med_mideast/news/ip02_488.htm)
  10. 10. April 2002; http://europa.eu.int/comm/external_relations/news/patten/sp02_146.htm
  11. Ortega: The European Union. S. 9.
  12. http://www.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=/news/2003/01/14/wduis14.xml
  13. Mark Strauss: Antiglobalismís Jewish Problem. Foreign Policy, November/Dezember 2003.
  14. Die Lage im Nahen Osten. Rede von Chris Patten vor dem Europaparlament, 9.4.2002; http://europa.eu.int/comm/external_relations/news/patten/sp02_143.htm
  15. Henri Simonet: Energy and the Future of Europe. Foreign Affairs, 53:3 (April 1975), S. 450-463; zitiert von Bernard Wasserstein in: The European Role in the Israeli-Palestinian Peace Process (Aufsatz für die Konferenz über Europa, die Vereinigten Staaten und der Nahe Osten; Emory University, 13.04.2003).
  16. Lessons from a Superficial Poll, oben zit.; Isi Leibler: Wake Up Europe. Jerusalem Post, 06.07.2003.
  17. Michael Emerson/Nathalie Tocci (Hg.): The Rubik Cube of the Wider Middle East. Centre for European Policy Studies, 2003, S. 23.
  18. Caroline B. Glick: The Peres Center Scandal. Jerusalem Post, 26.04.2002; Herb Keinon: Bínai Brith Charges EU Ignores Palestinian Channel of Aid to Terrorists. Jerusalem Post, 26.12.2002.
  19. Aufrufe von 117 Mitgliedern des Europäischen Parlaments zu einer unabhängigen Untersuchung der Finanzierung der EU stellte sich Chris Patten heftig entgegen; als er gezwungen wurde, die Untersuchung durch eine 13-köpfige Arbeitsgruppe zu akzeptieren, wurde das Rahmenwerk geschlossen, was ein weiteres Beispiel für die anti-transparenten Praktiken der EU gab. Die Bezugspunkte spiegelten ebenfalls eine antiisraelische politische Agenda, die sich auf diejenigen konzentrierte, die die Petition einbrachten, statt die Frage, wie die Hilfe für die Palästinenser benutzt wurde; ebenso auf die „israelische Vernichtung von von der EU finanzierten Projekten“ wie den Flughafen in Gaza, der von der PA benutzt wurde, um für den Terror benutzte Waffen zu schmuggeln. Siehe Herb Keinon: Bínai Brith Charges; EU-Finanzen für die Palästinensische Autonomie: Kommissar Pattens Antwort auf einen Brief von MEP Laschet, Brüssel, 21. Januar 2003 ñ D(2003)61; http://europa.eu.int/comm/external_relations/mepp/eufundspa.htm
  20. Information durch Oberst Miri Eisein, IDF-Geheimdienstoffizier, 23.04.2002. Jerusalem Media Center, israelisches Außenministerium, http://www.imra.org.il/story.php3?id=11596; http://www.pmw.org.il/new/schoolbooks.html
  21. Euro-Mediterranean Human Rights Network (EMHRN) – NGO Monitor Nr. 9, 25.05.2003; http://www.ngo-monitor.org/editions/v1n08/v1n08-1.htm
  22. http://europa.eu.int/comm/external_relations/euromed/publication.htm
  23. Aliboni gibt seinen Fehler zu, aber seine Erklärungen sind nicht auf empirische Analyse der vorhandenen Beweise gestützt. Siehe Roberto Aliboni: The Charter for Peace and Security in the Mediterranean. Seminar über ‚Euro-Mediterranean Political and Security Partnership‘, organisiert vom Deutschen Außenministerium, März 1999.
  24. http://www.ngo-monitor.org/editions/v1n01/v1n01-1.htm
  25. Justus Weiner: Illegal Construction in Jerusalem. Jerusalem Center for Public Affairs, Jerusalem 2003.
  26. Die EMHRN-Internetseiten-‘News Provider’ für Israel ist die Arab Association of Human Rights (HRA). Siehe: Euro-Mediterranean Human Rights Network (EMHRN), http://www.ngo-monitor.org/editions/v1n08/v1n08-1.htm und http://www.ngo-monitor.org/editions/v2n01/v2n01-2.htm
  27. Europe in Israel, Nr. 69, Juli 2003.
  28. „Brief vom Botschafter“, Europe in Israel, Nr. 69, Juli 2003.

Die Gehälter der PA für arabische Terroristen

gefunden auf twitter: PA-Gehälter für Terror-Häftlinge

0 – 3 Jahre: €330/Monat
3 – 5 Jahre: gut €470/Monat
5 – 10 Jahre: €945/Monat
10 – 15 Jahre: €1420/Monat
15 – 20 Jahre: €1.655/Monat
20 – 30 Jahre: €2.336/Monat
mehr als 30 Jahre: €2.338/Monat

pro Ehefrau: €70 mehr/Monat
pro Kind: €11,80 mehr/Monat
Einwohner von Jerusalem: €70 mehr/Monat
wohnt in Israel: €117 mehr/Monat

Zahl der Häftlinge: 6.300
Gesamtsumme der Gehaltszahlungen an Häftlinge 2016: €115 Millionen

Der Irrglaube an die Zweistaaten-Lösung

Die Welt glaubt immer noch, dass die „Zweitstaaten-Lösung“ der Weg zur Lösung des Israel-Palästina-Konflikts ist. Aber als die Palästinenser diese Idee ins Feld führen, meinen sie etwas sehr anderes, das nichts mit Frieden zu tun hat.

Dr. Joel Fishman, MiDA, 12. Februar 2017

Nur eine Phase auf dem Weg zur Vernichtung Israels: Salah Khalaf mit Yassir Arafat

Seit einiger Zeit ist die Parole der sogenannten „Zweistaaten-Lösung“ in den Medien ständig als wünschenswertes Ziel präsent gewesen, eine, die Israel und die Palästinenser im Interesse des Friedens umsetzen sollten. Wann immer diese Idee aufgebracht wird, wird unterstellt, dass Israel große Opfer im Tausch für einen unklaren Nutzen bringen sollte. Während der Obama-Administration beschuldigte Außenminister John Kerry die Regierung Israels bitter, sie engagiere sich nicht in der „Zweistaaten-Lösung“ und selbst letzte Woche erklärte Premierministerin Theresa May in London, dass sie die „Zweistaaten-Lösung“ vorzieht. Sie fragte Premierminister Netanyahu, ob er sich auch dieser Formel verpflichtet habe. Der Premierminister seinerseits antwortete nicht direkt, sondern erklärte, Israel sei dem Frieden verpflichtet.

Dieser Parole fehlt jeglicher Wert. Die PLO führte sie erstmals als List ein, deren wahrer Zweck es gewesen ist ihre wahren Ziele und die ihres Nachfolgers, de palästinensischen Autonomiebehörde, zu verschleiern. Diejenigen, die die Vorstellung der „Zweistaaten-Lösung“ einführten, beabsichtigten, dass sie von den Israelis – ihren potenziellen Opfern – und anderen gutmeinenden Außenseitern, die dem Anschein nach eine faire Lösung für diesen Krieg wollen, anders verstanden wird.

Während des Vietnamkriegs starteten die Nordvietnamesen als erste die Formel der „Zweistaaten-Lösung“, um ihr strategisches Ziel zu verbergen. Die übernahmen eine Phasen-Strategie, nach der sie den Zwischenschritten ihres Kampfs Aufmerksamkeit widmeten, sie aber in die Lage versetzen würde ihr Ziel schrittweise zu erreichen. Ihre wahre Absicht bestand darin, dass Nordvietnam Südvietnam erobern würde, aber sie sprachen von der „Zweistaaten-Lösung“. Am Ende unterwarf und eroberte das kommunistische Nordvietnam Südvietnam und 1975 flohen die letzten Amerikaner per Hubschrauber vom Dach ihrer Botschaft in Saigon. Das war eine wichtige Niederlage sowohl für die Südvietnamesen als auch für die Vereinigten Staaten von Amerika.

Während der frühen 1970-er Jahre führte Salah Khalaf, der als Abu Iyad bekannt war, eine PLO-Delegation nach Hanoi, um von den Nordvietnamesen zu lernen. Dort trafen sie sich mit dem legendären General Vo Nguyen Giap und politischen Beratern, die sie darin unterwiesen, wie sie ihre Sache präsentieren und ihr Image als Terroristen in der öffentlichen Meinung der Welt verändern. Abu Iyad beschrieb diesen wichtigen Besuch in seinem Buch Meine Heimat, mein Land (das er mit Eric Rouleau 1978 veröffentlichte). Abu Iyad erzählte darin, dass die Nordvietnamesen den Palästinensern rieten die Aufmerksamkeit auf die Zwischenziele ihres Weges zu richten und die Notwendigkeit „persönlicher Opfer“ zu akzeptieren.

„Ohne je ausdrücklich auf die Fatah oder die PLO verweisen, gaben die Mitglieder des Politbüros eine lange Denkschrift über die verschiedenen Phasen im Kampf des vietnamesischen Volkes aus; sie erklärten, warum sie sich selbst verschiedenen Zugeständnissen abfinden mussten, manchmal wichtigen wie der Teilung des Landes in zwei separate, unabhängige Staaten.“ Unabhängig davon veröffentlichte Yossef Bodansky, ein Geheimdienstanalyst, 1997 weitere Informationen über dieses Treffen. „Die Vietnamesen schlugen vor, man sollte dem Anschein nach ‚die Teilung des Landes in zwei unabhängige Staaten‘ akzeptieren, ohne zu betonen, dass dies nur eine Zwischenphase sei; das würde die Gegner der PLO im Westen neutralisieren.“

Wir leben in einer hoch technologischen Kultur der Kurzzitate und kurzen Textnachrichten, schneller und einfacher Kommunikation, der Einzeiler; uns solche Gewohnheiten halten die Öffentlichkeit davon ab die Erfahrung der Vergangenheit sorgfältig zu studieren. Um zu begreifen, was hier falsch ist, müssen wir uns der Geschichte dieser Parole erinnern, die von Anfang an als Schwindel konzipiert wurde. Sie begann als Mittel der politischen Kriegsführung und ihr Zweck hat sich nicht geändert. Ihre Wirkungsstärke ist geblieben, weil die Menschen die Vergangenheit nicht kennen oder eingelullt wurden.

Wenn wir den Ursprung des Begriffs zurückverfolgen und dokumentieren, können wir sicher sein, dass er arglistig ist und diejenigen, die ihn vorantreiben dies nicht mit Israels Wohl im Sinn tun können. Aus demselben Grund sollte kein Israeli, der seinem Land Gutes wünscht, jemals für die „Zweistaaten-Lösung“ eintreten. Ihr Programm bedeutet nichts weniger als den Politizid Israels. Die Vorstellung mag während der Oslo-Ära schick in Mode gewesen sein, aber es ist immer noch nötig sorgfältig zuzuhören, was der Feind sagt und was er meint.

Gute Nachrichten aus Israel — Woche bis 17.09.2017

Herzlich willkommen zu den guten Nachrichten aus Israel, Woche bis 17. September 2017!

Shana tova! Wir hoffen, dass wir im neuen Jahr 5778 noch viel bessere Nachrichten bringen können 🙂

Hier geht es zu Michaels englischer Originalversion!

— — —

Wasserstrom für Mexiko
Wir berichteten bereits mehrfach über die Firma Eco Wave Power und ihre Systeme für die Energiegewinnung aus dem Meer. Nun soll Eco Wave Power die erste derartige Anlage Mexikos bauen — eine 4,1-Megawatt-Anlage im Hafen von Manzanillo im Bundesstaat Colima an der südwestlichen Pazifikküste des Landes. „Es ist eine große Ehre für Mexiko, eines der ersten Länder der Welt und das erste auf dem amerikanischen Kontinent zu sein, das Strom aus Meereswellen erzeugt“, so der Geschäftsführer von Eco Wave Power Mexico.
http://www.jpost.com/Business-and-Innovation/Tech/Wave-of-energy-Israeli-firm-harnessing-sea-power-for-Mexico-electricity-497427

Ein Toxin gegen den Maiswurzelbohrer
Das Biotech-Unternehmen Evogene hat positive Ergebnisse seines Saatgutbehandlungsprogramms für die Insektenkontrolle bekanntgegeben und das erste Toxin gegen den Westlichen Maiswurzelbohrer entwickelt.
http://www.evogene.com/press_release/evogene-announces-positive-results-insect-control-seed-trait-program-advancement-phase-first-toxin-western-corn-rootworm/

Britische Konferenz zum Austausch von Cybersicherheitslösungen
Der UK Israel Tech Hub organisierte eine dreitägige TeXchange-Konferenz in London, um Lösungen zur Verhinderung von Cyberangriffen auszutauschen. Zu den teilnehmenden britischen Firmen gehörten der Versicherer Aviva, BT, Goldman Sachs, RBS und Visa. Mindestens ein Dutzend israelische Sicherheits-Startups stellten sich bei der Konferenz vor.
http://www.bicom.org.uk/news/israel-uk-tech-companies-share-cyber-solutions-london/
http://www.ukisraelhub.com/event/texchange-2017/

Technion und Cornell eröffnen New Yorker Campus
Cornell Tech hat offiziell seinen neuen Campus auf Roosevelt Island in New York City eingeweiht, das gestaltgewordene Zuhause einer bedeutenden akademischen Partnerschaft zwischen der Cornell University und dem Technion — Israels Technologie-Institut. An der Einweihung nahmen über 500 Personen teil, darunter Bürgermeister Bill de Blasio und Gouverneur Andrew Cuomo.
https://www.timesofisrael.com/cornell-and-technion-institute-open-high-tech-campus-in-ny/

Modernste Technologie zur Abwehr von Cyberbedrohungen
Der US-Gigant Intel Corp. kooperiert mit den israelischen Cybersecurity-Firmen Team8 und Illusion Networks, um Lösungen für die Abwehr von Cyberangriffen zu entwickeln. Zudem eröffnet Intel auch ein neues Cybersicherheitszentrum, das sowohl in Jerusalem als auch in Haifa aktiv sein wird. Intel ist Israels größter privater Arbeitgeber und ein wichtiger Bestandteil der Hightech-Industrie des Landes. Das 1974 in Haifa gegründete Unternehmen beschäftigt heute rund 10.000 Mitarbeiter, davon 60 Prozent im Bereich Forschung und Entwicklung.
http://www.timesofisrael.com/intel-seeks-israeli-tech-to-foil-hackers-with-deceptive-chips/

Natriumarmes vegetarisches Essen
Die Firma Salt of the Earth hat kürzlich eine Reihe von Versuchen mit pflanzlichen, veganen und vegetarischen Fleischalternativen abgeschlossen und bewies hierbei seine Fähigkeit, schmackhafte Fleischersatzprodukte mit weniger Natrium herzustellen.
http://www.saltoftheearthltd.com/news-events/low-sodium-vegetarian-meat/

Wasserreinigung am Hoover-Staudamm
Wir hatten bereits dreimal über die ultraviolette Hydro-Optik-Technologie der Firma Atlantium berichtet, die verunreinigtes Wasser reinigt. Vor kurzem wurde diese Technologie am Hoover-Staudamm installiert, um eine invasive Muschelart vom Verstopfen der Rohre abzuhalten.
https://www.timesofisrael.com/israeli-tech-chosen-to-kill-off-invasive-mussel-species-at-hoover-dam/

Fotos und Videos in hervorragender Qualität
Hier weitere Informationen über die miniaturisierte Hyperspektraltechnologie, die an der Ben-Gurion-Universität entwickelt wurde. Sie kann nun als Zusatzbauteil für eine Standardkamera eingesetzt werden. Mit Kompressionssampling werden Bilder und Videos in hoher Qualität schneller und kostengünstiger erzeugt als bei den derzeit erhältlichen kommerziellen Geräten. Hyperspektralkameras verarbeiten und analysieren Informationen in unterschiedlichen Lichtwellenlängen und nehmen extrem hochauflösende Bilder auf, die weit über das hinausgehen, was das menschliche Auge ohne weitere Hilfsmittel sehen kann.
https://aabgu.org/new-hyperspectral-technology/

IAF-Trainingssystem jetzt für den Fußball
Hier ein weiterer Artikel über PlaySight und deren SmartCourt-Trainingssystem, das anfangs für die Ausbildung von israelischen Luftwaffenpiloten entwickelt wurde. In der Zwischenzeit wurde es für Tennis und Basketball adaptiert — und nun auch unter dem Namen „SmartPitch“ für den Fußball. SmartPitch zeichnet das Geschehen auf dem Spielfeld auf und lädt es sofort in die Cloud hoch, so dass Trainer den Spielern Sofortwiederholungen ihrer Aktionen vorführen können.
http://www.businesscloud.co.uk/news/the-israeli-air-force-tech-being-used-to-train-footballers
(Videolink)

Carsharing in Tel Aviv
Im Januar hatten wir gesagt, dass Car2Go diesen Sommer seinen Carsharingdienst in Tel Aviv starten würde. Seit Juli sind 170 Fahrzeuge im Einsatz. Abonnenten buchen ein Auto 15 Minuten im Voraus über eine Smartphone-App.
http://nocamels.com/2017/09/tel-aviv-autotel-car-sharing/

— — —

China importiert israelische Technologie — für Labor-Fleisch?
China und Israel haben ein 300 Mio. Dollar schweres Handelsabkommen unterzeichnet, in dessen Rahmen China fortschrittliche Agrartechnologien und intelligente umweltfreundliche Energietechnologien importieren wird. Wir sind uns nicht ganz sicher, warum der britische Independent und andere Medien dies zu einer Story über Veganismus umgemodelt haben, aber zumindest war es eine positive Nachricht.
http://www.jewishpress.com/news/global/china/israel-china-sign-300m-cleantech-deal/2017/09/11/
Israel found an unlikely buyer for its lab-grown meat: China
http://www.independent.co.uk/news/world/asia/china-israel-trade-deal-lab-grown-meat-veganism-vegetarianism-a7950901.html

Unterstützung von Bäuerinnen in Lateinamerika
Frutarom hat Frauen in Peru, Brasilien, Guatemala und anderen lateinamerikanischen Ländern dazu ermutigt, selbständig zu werden und auf ihren Feldern Annatto anzubauen. Frutarom verpflichtet sich, alle frischen Annatto, die aufgrund ihrer natürlichen gelben Inhaltsstoffe geerntet wurden, zu einem fairen Preis zu kaufen.
https://www.naturalproductsinsider.com/news/2017/06/frutarom-helps-to-empower-women-increase-annatto-crop.aspx

Im August ein Touristen-Anstieg um 20%
Im August 2017 besuchten 253.800 Touristen Israel — 20% mehr als im August letzten Jahres. 57.200 kamen aus den USA, ein Plus von 33%. Die Touristenzahlen aus Polen verzeichneten einen Anstieg um 60%. 2,3 Millionen Touristen kamen von Januar bis August 2017 nach Israel, 24% mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Tourismusministerium schätzt, dass der Tourismus in diesem Jahr bisher 3,4 Mrd. Dollar zur Wirtschaft beigetragen hat.
http://www.globes.co.il/en/article-tourist-entries-to-israel-up-20-in-august-1001204807

Delegation auf Iowa begegnet Firmenvertretern im Bereich der Biomedizin
Eine 26 Mann starke Delegation der Wirtschaftsentwicklungsbehörde Iowas, angeführt von Iowa-Gouverneur Kim Reynolds, wohnten Vorträgen von fünf Jerusalemer Biomedizin- und Biotechnologie-Unternehmen bei — Pepticom, Valera Health, Aeon, NIMD und Votis.
http://www.baltimorejewishlife.com/news/news-detail.php?SECTION_ID=37&ARTICLE_ID=92124

Chicagoer Israel-Delegation
Rahm Emanuel, Bürgermeister von Chicago, führt eine Delegation aus mehr als 40 Geschäftsleuten, Investoren, Gesundheitsexperten, Akademikern und Wasserexperten nach Israel, um mit der Startup-Nation in Technologiefragen zusammenzuarbeiten. 2016 belief sich der Handel zwischen Israel und dem Staat Illinois auf insgesamt 814 Mio. US-Dollar.
https://www.timesofisrael.com/windy-city-seeks-deeper-ties-with-startup-nation-on-technology/

Verknüpfung multinationaler Unternehmen mit israelischen Startups
Der Crowdfundingdienst OurCrowd hat OurNetwork ins Leben gerufen, das multinationalen Unternehmen Zugang zu Israels aufregendsten Startups verschafft. 25 Unternehmen haben sich bereits vor der Lancierung angemeldet, darunter Accenture, GE, Google, Honda, Kodak, Nokia, SAP, Shell, UBS und YESBank.
http://blog.ourcrowd.com/ournetwork/
http://ournetwork.ourcrowd.com/

Chinesische Aufträge für Selbstfahr-Technik
Mobileye installiert seine ADAS-Systeme (Advanced Driver Assistance Systems) in den Elektrobussen des größten Busherstellers der Welt, der chinesischen Firma Yutong. Außerdem arbeitet das Unternehmen mit dem chinesischen Elektroautohersteller Nio zusammen, und Verträge mit weiteren chinesischen Unternehmen stehen bereits in der Pipeline.
https://asia.nikkei.com/Business/Companies/Mobileye-expanding-presence-in-China

Niedrigere Gebühren für ausländische Studierende
Die Bar-Ilan-Universität hat die Gebühren für ihr internationales BA-Programm 2017/18 drastisch gesenkt — ausländische Studenten zahlen ab jetzt normale israelische Studiengebühren, wie vom Konzil für Höhere Bildung festgelegt. Dies kommt einer Ermäßigung von zwei Dritteln der laufenden Studiengebühren gleich.
http://www.jpost.com/Breaking-News/Bar-Ilan-University-to-slash-tuition-for-foreign-students-by-up-to-67-percent-497314

Führende deutsche Versicherungsgesellschaft versichert Kunden mit israelischem Exoskelett
Barmer, einer der führenden deutschen Versicherer, hat eine Bestätigung über die Bereitstellung der israelischen ReWalk-Systeme für anspruchsberechtigte Versicherte unterzeichnet. ReWalks Exoskelett ermöglicht Querschnittsgelähmten mit Rückenmarkverletzung das aufrechte Gehen.
http://ir.rewalk.com/phoenix.zhtml?c=253715&p=irol-newsArticle&ID=2300573

— — —

Kostenlose Augenoperationen für Kenianer
Dreimal haben wir bereits über Ärzte der Wohltätigkeitsorganisation Eye From Zion berichtet, die kostenlose Augenoperationen auf der ganzen Welt durchführen. Gerade sind sie aus Kenia zurückgekehrt, wo sie 723 Patienten behandelten, von Säuglingen bis zu Senioren — sie haben grauen Star geheilt und Hornhautverkrümmung korrigiert.
https://www.israel21c.org/eye-from-zion-treats-723-in-kenya-sets-up-new-eye-clinic/

Direktorium der Weltgesundheitsorganisation beruft Israeli
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Israel für seine lebenswichtigen Beiträge für die globale Medizin belohnt. Erstmals seit 21 Jahren hat sie einen Israeli in ihren Exekutivausschuss berufen – Prof. Itamar Grotto, den stellvertretenden Generaldirektor des israelischen Gesundheitsministeriums.
http://www.jpost.com/Breaking-News/First-Israeli-named-to-WHO-executive-committee-in-21-years-505117

Chemotherapie wird wirksamer
Wissenschaftler des Weizmann-Instituts haben herausgefunden, warum Chemotherapie manchmal nicht funktioniert: bestimmte Bakterien im Inneren von Bauchspeicheldrüsentumoren verstoffwechseln Gemcitabin — ein gängiges Mittel bei der Chemotherapie –, um den Tumor resistent zu machen. Nach dem Einsatz von Antibiotika beginnt die Chemo wieder zu wirken.
https://wis-wander.weizmann.ac.il/life-sciences/how-bacteria-hinder-chemotherapy

Stammzellenbehandlungen für Asien
Die Biotech-Firma Pluristem hat in Hongkong zwei neue Patente für ihre Produkte erhalten: mesenchymale Stammzellen zur Behandlung von Beschädigungen bzw. Verletzungen der Skelettmuskulatur und adhärente Zellen zur Behandlung von kritischer Extremitäten-Ischämie sowie zur Regeneration des Bindegewebes. „Die Zulassung dieser Patente stärkt unsere Position in Asien, und wir sind überzeugt, dass unsere PLX-Zellen einen dauerhaft positiven Einfluss auf die Behandlung von Millionen Patienten bei weit verbreiteten Krankheiten haben können“, so Yaky Yanay, Präsident und Co-Geschäftsführer von Pluristem.
https://globenewswire.com/news-release/2017/09/13/1120229/0/en/Pluristem-Strengthens-Its-Position-in-Asia-Awarded-Two-New-Patents-in-Hong-Kong-for-Critical-Limb-Ischemia-and-Muscle-Regeneration.html

So werden Klang und Berührungen zu Sehen
2012 berichteten wir über Dr. Amir Amedi von der Hebräischen Universität Jerusalem, der innovative sensorische Substitutionsgeräte und Technologien entwickelt, um blinden und sehbehinderten Menschen zu helfen. Hier ein Video über seine Arbeit.
https://www.afhu.org/sensorysubstitution/#.WbpkBtFx3IU
(Videolink)

Rehabilitation von Fußballspielern
Der spanische Fußballverein Real Sociedad nutzt BalanceTutor von MediTouch, um seinen Teams zu helfen, Balance und Geschicklichkeit zu verbessern, und zwar insbesondere nach einer Verletzung. Das 4D-Laufband stört das Gleichgewicht des Spielers durch den Einsatz plötzlicher unvorhersehbarer Bewegungen (z. B. Ruckeln zur Seite oder plötzliche Stopps).
https://www.israel21c.org/real-sociedad-using-israeli-4d-treadmill-to-rehab-players/
(Videolink)

Hören Sie sich das an
Udi Doron, Geschäftsführer von Medton, beschrieb bei ILTV News seine innovativen Hörgeräte. Die Geräte werden von Oticon Denmark importiert und dann in Israel adaptiert und montiert. Sie scannen die Umgebung, um den Lärmpegel zu reduzieren, und verbinden sich via Smartphone mit dem Internet der Dinge.
http://www.medton.co.il/sitefiles/1/9634/79515.asp
(Videolink)

Virtueller Zoo für bettlägrige Kinder
Der Ramat-Gan-Zoo hat im Sheba-Krankenhaus in Tel HaShomer Kameras in den Affengehegen mit Livestreams für bettlägrige Kinder installiert. Dies hilft ihnen, mit dem Stress ihrer Krankheit fertig zu werden, und soll auf noch viel mehr Tiere und Krankenhäuser erweitert werden.
http://virtualjerusalem.com/jewish_news.php?Itemid=26837
(Videolink)

Medizinische Behandlung für russische Olympia-Skaterin
Die Russin Yulia Lipnitskaya war erst 15 Jahre alt, als sie bei den Olympischen Spielen 2014 zur Musik von „Schindlers Liste“ lief und damit eine Mannschafts-Goldmedaille gewann. Kurz darauf erkrankte sie an chronischer Magersucht und zog sich vom Skaten zurück. Im Januar kam sie zur Behandlung nach Israel.
https://www.timesofisrael.com/russian-olympic-skating-champion-was-treated-for-anorexia-in-israel/

— — —

„Uns wurde gesagt, sie seien der Feind, aber in Wirklichkeit sind sie Freunde.“
In diesem Artikel gibt es viel Lob für Israel von verwundeten und kranken Syrern, die hier im Land behandelt werden. Sogar die sonst zynische Washington Post lässt diesen „etwas anderen“ Blick auf Israel durch jene Syrer zu, die gerettet oder denen geholfen wurde.
https://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-5014499,00.html
https://www.washingtonpost.com/world/middle_east/israel-is-courting-syrian-hearts-and-minds-to-keep-hezbollah-away/2017/09/11/2108a2c8-9259-11e7-8482-8dc9a7af29f9_story.html

Weitere Hilfen für Katastrophenopfer
Nach den Wirbelstürmen und Erdbeben hat Israel Hilfeteams nach Florida, Texas, Mexiko, Haiti und in die Karibik entsandt, um bei der Rettung von Menschen unterstützende Hilfe zu leisten. „So etwas haben wir noch nie gesehen“, so Mickey Noam-Alon von IsraAID. Und Shachar Zahavi, Gründer der nichtstaatlichen Hilfsorganisation iAID, fügt hinzu: „Es ist wirklich nicht üblich, so viele Katastrophen auf einmal zu haben. Wir bemühen uns, Schritt zu halten.“
https://www.israel21c.org/israel-rushes-significant-aid-overseas-in-week-of-world-disasters/
https://unitedwithisrael.org/israel-aids-quake-stricken-mexico-ahead-of-netanyahus-historic-visit-to-region/
(Videolink)

IDF entwickelt Software für Kinder
Kadetten in der Endphase des IDF-Offizierkurses nahmen an einem 24stündigen Hackathon teil, bei dem Systeme zur Unterstützung benachteiligter Kinder entwickelt werden sollten. Eine der Organisationen, die davon profitierte, ist Aleh Negev, das Kinder mit schweren Behinderungen unterstützt.
https://www.idfblog.com/2017/09/04/idf-teamed-hi-tech-companies-help-disabled-kids/

US-Bürgermeister knüpfen Bande zu Israel
Das American Jewish Committee (AJC) brachte die Bürgermeister von Syracuse, Albuquerque und sechs weiteren US-Städten nach Sderot, Tel Aviv, Jerusalem, Ramallah, Bethlehem, an die syrische Grenze und zum Ziv-Krankenhaus in Safed. Leiter der Delegation war Bürgermeister John Giles aus Mesa/Arizona. „Das war inspirierend!“, so Giles. „Wenn Israel es schafft, können wir es auch! Unsere Herausforderungen sind kleiner — ähnlich, aber kleiner –, also ist es inspirierend, eine Nation zu sehen, die sich auf solch positive Weise den Herausforderungen stellt.“
http://www.jpost.com/American-Politics/American-mayors-bond-with-Israel-despite-gridlock-in-Washington-505125

Achtjährige erlebt die Arbeit ihrer Mutter in Uganda
Emily Yaari ist die Tochter von Sivan Yaari, Gründerin und Geschäftsführerin der israelischen NGO „Innovation: Africa“. Emily reiste nach Afrika, um die Tikkun-Olam-Arbeit von Innovation: Africa zu erleben, und zwar alles im Namen Israels mit israelischen Technologien. Ein ausgesprochen sehenswertes vierminütiges Video. Es hebt die Unterschiede zwischen Kindern hervor, die in Israel aufwachsen, und jenen, die in afrikanischen Dörfern südlich der Sahara leben. Innovation: Africa bringt über 1 Mio. Afrikanern sauberes Wasser, Energie, Gesundheit, Bildung, Nahrungsmittel und mehr.
https://www.israelvideonetwork.com/israeli-8-year-old-girl-travels-to-africa-and-is-shocked-to-see-what-her-mother-has-done/
(Videolink)

Erster Besuch eines amtierenden israelischen Premierministers in Lateinamerika
Benjamin Netanyahus viertägige Reise nach Argentinien, Kolumbien und Mexiko ist der erste Besuch eines amtierenden israelischen Premierministers in Mittel- und Südamerika. Er nahm eine Delegation aus Geschäftsleuten mit, die sich auf die Vertiefung der wirtschaftlichen und diplomatischen Bündnisse konzentrierte. In Kolumbien dankte Präsident Juan Manuel Santos Israel für sein Angebot, das Land bei der Beseitigung von Landminen zu unterstützen. Nach seiner Reise durch Lateinamerika reist Netanyahu nach New York, wo er vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen sprechen und sich mit US-Präsident Donald Trump treffen wird.
https://www.timesofisrael.com/netanyahu-to-embark-on-first-ever-trip-by-an-israeli-pm-to-latin-america/
http://www.jpost.com/Opinion/Latin-American-allies-504738
http://www.jpost.com/Israel-News/Politics-And-Diplomacy/Colombias-president-praises-Israel-for-help-in-massive-landmine-clearing-efforts-505069

— — —

Londons bestes Restaurant ist israelisch
Das Barbary Restaurant in Covent Garden ist die Nummer 1 in der TimeOut-Liste der 100 besten Londoner Restaurants. Chefkoch ist der in Tel Aviv geborene Eyal Jagermann. Der israelfeindliche Guardian schreibt, es sei „aufregend fremdartig“. Der Londoner Standard sagt: „Wenn du Schlange stehen musst, dann steh Schlange.“ (Nicht koscher)
http://www.jpost.com/Israel-News/Culture/Israeli-restaurant-in-London-ranked-no-1-504725
https://www.timeout.com/london/restaurants/the-barbary

Italienisches Radrennen startet in Israel
Der Giro d’Italia wird nächstes Jahr in Israel eröffnet! Es ist das erste Mal in der 101jährigen Geschichte des Rennens, dass es außerhalb Europas beginnt. Mehr als 175 der weltbesten Radsportler werden nach Israel kommen und dort die ersten drei Etappen des Rennens absolvieren.
https://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-5016636,00.html

Atemberaubende Fotos von Jerusalem
Der Fotograf Ezra Landau hat seine Ausstellung „Jerusalem Moments“ im Judenviertel der Altstadt eröffnet. In 50 Drucken (zum 50. Jahrestag der Wiedereroberung Jerusalems) findet Landau Kontraste und Verbindungen zwischen Juden und Arabern, säkularen und religiösen Juden, Touristen und Einwohnern.
http://www.jpost.com/In-Jerusalem/IN-PICTURES-Stunning-exhibition-captures-Jerusalem-moments-504398

Und eine kurze Reise durch Nordisrael
Ein zwei Minuten langer Blick auf Galiläa, Golan, das Hula-Tal, Berge, Wasserfälle und verschiedene Tierarten.
(Videolink)

Jerusalemer Nachtrennen für Frauen
Mehrere Jerusalemer Straßen waren gesperrt, als etwa 2.000 Frauen und Mädchen in der Hauptstadt Strecken über 5 oder 10 km Länge rannten. Darunter waren Mütter und Töchter, Gruppen aus ganz Israel, und einige lasen während des Laufens sogar auf ihren Smartphones in der Torah.
http://www.baltimorejewishlife.com/news/news-detail.php?SECTION_ID=37&ARTICLE_ID=92154

Israelis nehmen an Hütehundwettbewerb teil
Zum ersten Mal gab es israelische Vertreter beim alle drei Jahre stattfindenden Welthütehundwettbewerb in den Niederlanden. Unter den 243 Teilnehmern aus 30 Ländern traten auch Adi Etrog mit ihrem Hund Daisy und Itai Yatzkan mit seinem Hund Munch an. In drei Jahren werden sie es noch einmal versuchen.
http://jewishnews.timesofisrael.com/israels-sheepdogs-are-flock-stars/

Paralympics-Teilnehmerin gewinnt Gold im Tischtennis
Die Israeli Karmit Dor gewann eine Goldmedaille bei den tschechischen offenen Tischtennismeisterschaften. Sie besiegte die Polin Karolina Peck in fünf Sätzen und siegte bei den Damen-Singles in der Leichtinvaliditätsklasse. Dor gewann auch im Doppel gemeinsam mit der Israeli Anat Siara Sagi eine Bronzemedaille.
https://www.israel21c.org/gold-medal-for-israeli-paralympic-table-tennis-player/

— — —

Neue israelische Briefmarken: Liebeslieder
Zu den neuesten Briefmarken der israelischen Post gehören auch 12 Marken mit Liebesliedern. Eine von ihnen, Zemer Nogeh, wurde bei der NASA gespielt, um den israelischen Astronauten Ilan Ramon (z „l) frühmorgens zu wecken.
http://www.history-of-israel.co.il/stamps/index-2017.html
(Videolink)

Geschenk eines kalifornischen Jungen bringt Überlebenden nach Israel
Nachdem der 17jährige Drew Principe die Geschichte des 89jährigen Holocaustüberlebenden Henry Oster gehört hatte, sammelte er 15.000 Dollar, um dem alten Mann die Möglichkeit zu geben, nach Israel zu reisen, wo er seinen letzten lebenden Verwandten treffen und schließlich seine Bar Mitzwa feiern würde.
http://www.israelhayom.com/2017/07/10/california-teen-raises-15000-to-send-holocaust-survivor-to-israel/
https://www.goodnewsnetwork.org/teen-raises-15000-send-holocaust-survivor-israel/

Steuerfreie gewerbliche Honigimporte
Finanzminister Moshe Kachlon versüßte der Geschäftswelt das jüdische Neujahrsfest, indem er diese Woche einen Auftrag zur Genehmigung einer Zollbefreiung für die Einfuhr von 560 Tonnen Honig unterzeichnete.
http://www.jewishpress.com/news/business-economy/israel-to-allow-560-tons-of-tax-free-honey-imports-for-jewish-new-year/2017/09/06/

Kalifornisches Mädchen spendet Geld für Landwirtschaftsschule
Die 13jährige Shira Futornick aus Palo Alto/Kalifornien sammelte 50.000 Dollar für das Arava International Center for Agriculture Training (AICAT) in Israel. Dies war Teil ihres Bat-Mitzwa-Tzedakah-Projekts. Shira hatte AICAT während des Bat-Mitzwa-Tzedakah-Programms ihrer älteren Schwester im Jahr 2015 erlebt.
http://www.timesofisrael.com/this-bat-mitzvah-girl-raised-50000-for-israels-foremost-environmental-school/

Wo sonst auf der Welt sieht man so etwas?
Dieses Foto, das im Rückbereich eines Restaurants in Zentral-Jerusalem aufgenommen wurde, zeigt zwei betende junge Männer — einen Muslim, der sich auf seiner Gebetsmatte verneigen will, und einen Juden mit seinem Tefillin. Religiöse Toleranz und Religionsfreiheit in der heiligsten Stadt der Welt.
https://mizrachi.org/else-world-see/

— — —

Hier der Link zum englischen Original: http://www.verygoodnewsisrael.blogspot.com/
Ursprünglicher Herausgeber: Michael Ordman

Übersetzung: Yvaine de Winter