Die schlimmen Hütten der verarmten Einwohner des KZ/Freiluftgefängnisses Gazastreifens

gefunden auf twitter – eines der neuen Viertel in Gaza:

4 Stopps im Schomron

The Real Jerusalem Streets, 11. Dezember 2019

Zuerst sagte ich nein.

Ich war früher schon auf Ausflügen in den Schomron und nach Barkan.

Allerdings war ich am Sonntagmorgen, als der Jerusalemer Himmel grau wurde

im Bus auf dem Weg aus der Stadt hinaus, bevor der Regen zu fallen begann…

und das lange und schwer auf die sehr trockenen Straßen Jerusalems.

Als wir aus Jerusalem hinausfuhren, war der Himmel blau und klar.

Wolken sammelten sich, als wir uns dem Industriegebiet Barkan im  Schomron näherten.

Der Blick von der Straße auf Barkan vom Industriegebiet Ariel war so beeindruckend wie immer. Die Entwicklung und das Wachstum der einst öden Hügel ist verblüffend.

Zum Stopp Nr. 1 im Barkan gehörten Grüße von Vertretern des Schomron-Rats an die internationalen Parlamentarier der Israel Allies. Diese Unterstützer Israels waren aus der gesmaten Welt gekommen.

Ich habe ein ganzes Album an Selfies. Das von Dr. Thomas Coker aus Sierra Leone, wie er ein Foto mit Alan Clemmons aus South Carolina machte, muss ein neues Lieblingsfoto sein.

Volle Offenlegung: Einer der Hauptgründe, dass ich mitfuhr, war meinen Facebook-Freund, den Abgeordneten Alan Clemmons zu treffen, der in South Carolina das erste Anti-BDS-Gesetz initiierte. Mehr als die Hälfte der US-Bundesstaaten haben heute ähnliche Gesetze gegen Israel-Boykotte.

„Nie wieder werden Nationen bei Boykotten gegen das jüdische Volk still daneben stehen“, hieß es auf dieser Erklärung, unterzeichnet von der internationalen Gruppe aus 25 Ministern und Parlamentariern.

MK Miki Zohar hielt ein Foto von Kim Levengrond Yehezkel (sel.A.) und Ziv Hajbi (sel.A.) hoch, als er zur Delegation sprach. Die Unterzeichnung und die Reden erfolgten auf dem Parkplatz der Tweitplast-Fabrik.

Im Oktober letzten Jahres wurde dieser Arbeitsplatz der Koexistenz, über den ich mehr als einmal geschrieben hatte, zum schockierenden Szenerie des Terrors, als zwei junge Eltern ermordet wurden.

Zivs Mutter sprach ebenso wie Kims Vater (sitzend, Mitte). Beide baten die internationalen Abgeordneten, sich an ihre Regierungen zu wenden um die Finanzierung des Terrors zu beenden. Dahinter sthet IDF-Präsident Josh Reinstein; direkt neben dem Podium saß Yossi Dagan vom Schomron-Rat.

Keine Reise zum Barkan ist komplett ohne Mosche Lev Ran, der in der Twitoplast-Fabrik zu den internationalen Besuchern sprach.

Moches Lächlen und die Botschaft waren nicht neu.

Wie ich in der Vergangenheit schon mtiteilte, beschäftigen diese Fabriken im Schomron tausende arabische Arbeiter. Die Arbeit in diesen jüdischen Unternehmen bedeuten höhere Löhne und Zusatzleistungen als unter der PA. Wenn ein israelisches Unternehmen von EU-Etikettierungsrestriktionen und Boykott gezwungen wird zu schließen, schadet das am meisten den Familien der arabischen Beschäftigten.

Jedes Mal, wenn ich in die Fabrik gehe, scheint es mehr Produkte zu geben.

Israel Twito, das kreative Genie hinter Twitoplast, hat mehr als 100 Patente.

Diese Grafik macht die Gebiete A, B, C, deutlicher als wenn ich versuchen würde die komplexe Situation des Regeirens in Yehudah (Judäa) und dem Schomron zu erklären.

Die Straßen in Gebiet „A“ des Schomron haben rote Schilder, die es Israelis verbieten dort hineinzufahren.

Wie Sie sehen können hatte das Wetter sich geändert, als wir Barkan verließen.

Die Mahnmale für Terroropfer befinden sich entlang der Straße in der Nähe von Kreuzungen.

Die Dörfer im Tal liegen in der Hügellandschaft entlang der Straße.

Neue  Häuser auf den  Hügelkuppeln werden bei jedem Besuch immer eindrucksvoller.

Der Stopp Nr. 2 war ebenfalls ein Wiederholung und wie erwartet war das Mittagessen in der Winzerei Kabir ausgezeichnet.

Der zweite Grund, dass ich mich entschloss mitzufahren, war der, dass Leah Goldin, die Mutter von Hadar Goldin (sel.A.) nach dem Mittagessen sprechen sollte. Fünf Jahre und 4 Monate lang hat sie versucht die Gebeine ihres Sohnes, der von der Hmaas im Gazastreifen festgehalten werden, zur Beerdigung nach Israel zurückzuholen.

Ich war in einem Bus, der 2014 nach dem angeblichen Waffenstillstand nach Jerusalem vom Soroka-Krankenhaus in Beer Sheva zurückkehrte. Es wurde immer noch Raketen gefeurt und wir konnten die Eiserne Kuppel in Aktion sehen.

Die Hamas tötete und entführte Hadar zwie Stunden nach dem Beginn des „Waffenstillstands“ – ein Kriegsverbrechen und gegen die humanitären Verhaltensregeln. Goldin wollte den Abgeordneten das bewusst machen und drängte sie, von ihren Heimatländern aus zu helfen.

Stopp Nr. 3 war in Schiloh

Das war schnell gemacht, weil die Sonne unterging.

Minuten später fing es an zu regnen.

Die Gruppe posierte sehr schnell für ein Foto neben der neuen Schaufeld für die zwölf Stämme.

Ich hatte den Tag mit einem Schirm und Plastiktüten auf den Tag vorbereitet begonnen, die befanden sich allerdings im Bus.

Wir gingen im Dunkeln und im Regen den Hügel hinauf und fanden Schutz in der Hologramm-Show von Schiloh, die das antike Schiloh in einem Film mit Schauspielern nachspielt.

369 Jahre lang war das antike Schiloh der Ort der Bundeslade, bevor König Salomo seinen Tempel in Jerusalem baute. Sie müssen hinfahren und das selbst sehen, denn ein regnerischer Abend bietet nicht die besten Bedingungen zum Fotografieren.

Stopp Nr. 4 war die Winzerei Psagot.

Eine weitere Fahrt eine kurvenreiche, enge Straße hinauf auf eine Bergkuppe, in die Wärme eines ausgezeichneten Restaurants.

Und Wein. Guter Wein. Die Eigner von Psagot zogen vor den Internationalen Gerichtshof und versuchten die Etikettierung der EU gegen jüdische Unternehmen im Schomron rückgängig zu machen. Sie verloren den Prozess, aber sie planen es weiter zu versuchen. Mit 200 umstrittenen Gebieten weltweit, fragten sie, warum müssen nur die jüdischen Israelis für Sonderetikettierung herausgehoben werden?

Ich war schon im Schomron, aber es war gut, das Alte und das Neue zu sehen und zu hören.

Auf den Straßen Jerusalems passierte viel, trotz des starken Regens.

Eine Führung von Botschaftern bei der UNO, geführt von Israelis UNO-Botschafter Danny Danon, war im Beit Hanasi, dem Haus des israelischen Präsidenten.

Für die meisten internationalen Diplomaten war es ihre erste Reise nach Israel.

Als sie sich privat mit Präsident Rivlin unterhielten, war auf der anderen Straßenseite eine Gruppe arabischer Schüler auf dem Weg ins Islamische Museum.

Mehr von dem, was Leah Goldin zu humanitären und Rechtsfragen sagte.

Mehr Facebook-Fotos der Fahrt sind HIER.

Mehr von dem, was in Jerusalem in Israel geschieht, beim nächsten Mal.

Ein neuer christlicher Antisemitismus

Die Aufgabe der Theologie erforderte eine Bewertung nicht nur der Bibel, sonder der Realität um uns herum.

Pesach Wolicki, Jerusalem Post, 28. November 2019

Eine indonesische Christin trägt ein Kreuz, während sie am Karfreitag, 6. April 2012 die Via Dolorosa in Jerusalems Altstadt entlang geht. Christliche Gläubige gehen die Route nach, die Jesus zu seiner Kreuzigung entlang der Via Dolorosa in die Grabeskirche ging. (Foto: Darren Whiteside/Reuters)

„Lasst sie in das Land und nach Jerusalem gehen, den Tempel bauen, das Priestertum, das Fürstentum und Moses mit seinem Gesetz errichten, so dass sie wieder Juden werden und das Land besitzen können. Wenn das geschieht, sollten sie uns bald auf ihren Fersen haben und auch Juden werden.“ – Martin Luther (aus Heiko Obermans Wurzeln des Antisemitismus. Christenangst und Judenplage im Zeitalter von Humanismus und Reformation [aus dem Englischen zurück übersetzt – heplev])

Lässt man die sarkastische Natur dieses Zitats Luthers beiseite, wirft es die Frage auf, die für das komplizierte Unternehmen zunehmend relevant ist, das man als jüdisch-christliche Beziehungen kennt. Nämlich: Wie würde Luthers Theologie zu den Juden ausgesehen haben, hätte der aktuelle Staat Israel in seiner Zeit existiert, wohlhabend und bevölkert von Millionen Juden, die von den vier Enden der Erde gesammelt wurden. Ich lege nicht nahe, dass Luther sein Versprechen erfüllt hätte zum Judentum überzutreten. Aber hätte er diese Äußerung auf diese Weise gemacht? Gewiss nicht.

Luther und vor ihm Augustinus betrachteten den Zustand des jüdischen Volks – zerstreut, machtlos und in einem scheinbar ewigen Exil – und zogen ihre theologischen Schlüsse auf Grundlage dessen, was sie sahen und wie sie die Bibel verstanden. Sie und viele andere christliche Theologen vor und nach ihnen lehrten, dass die Kirche Israel als zukünftigen Empfänger der Bundesverheißungen der Bibel ersetzt hat.

Vor ein paar Monaten wurde ich von einer presbyterianischen Pastorin aus den Vereinigten Staaten eingeladen in ihrer Kirche zu sprechen, nachdem sie mich bei einem Besuch in Israel getroffen hatte. Als angesehenes Mitglied der Presbyterianischen Kirche der USA (PCUSA) erbat sie die Erlaubnis des General Presbyter (Kirchenvorstehers) ihres Staates für die Veranstaltung. Die Antwort des GP war lauwarm. Wenig überraschend war er wegen ihrer Anfrage nicht glücklich.

Die PCUSA hegt seit mehreren Jahrzehnten eine obsessive Feindseligkeit gegenüber Israel. Zum Beispiel verabschiedete die Synode 2018 Resolutionen, die Israel als „Kolonialprojekt“ und „Apartheidstaat“ bezeichnete. Einfach „PCUSA and Israel“ googeln wird leichten Zugang zu diesen und anderen ähnlichen Standpunkten liefern.

Was mich überrumpelte war eine bestimmte Äußerung in seiner E-Mail an die Pastorin: „Ich glaube nicht, dass das die Nation Israel des Alten Testaments und die heutige Nation Israel äquivalent sind. Meiner Einschätzung nach sollten sie das auch nicht sein.“

Was war der Zweck dieser Behauptung? War das als historische oder als theologische Äußerung gedacht? Meinte er beteuern zu müssen, dass das jüdische Volk von heute nicht die Nachkommen des biblischen Volks Israel ist? Das mag zwar für die meisten modernen Menschen wahr klingen, die sich nicht als genetische Nachkommen einer bestimmten Nation von vor 3.000 Jahren betrachten, aber es ist eine Behauptung, die ein historisches Problem darstellt, von dem ich nicht sicher bin, dass dieser General Presbyter darüber nachgedacht hat.

Die Geschichte der jüdischen Kontinuität ist festgehalten. Trotz ein paar relativ kurzen Lücken in den schriftlichen Aufzeichnungen gibt es kontinuierliche Aufzeichnungen von Gemeindeleben aus jedem Land und fast jeder Generation von Juden, die mindestens 1.500 Jahre zurückreichen.

Lassen Sie es uns so ausdrücken: Ich bezweifle, dass er behauptete die Juden von heute seien keine Nachfahren der Juden des, sagen wir, 16. Jahrhunderts oder des 12. Jahrhunderts. Diese Behauptung macht nun gar keinen Sinn. Die genealogischen Aufzeichnungen sind durchaus bekannt. Behauptete er, die Juden des 10. Jahrhunderts hätten keine Verbindung zu den Juden des 5. Jahrhunderts am Ende der talmudischen Ära? Unglaubwürdig, gelinde gesagt. Und die Juden der Zeit des zweiten Tempels sind leicht mit denen des babylonischen Exils in der Zeit von Esra und Sacharja zu verbinden.

Ist seine Behauptung theologisch statt historisch? Wenn dem so ist, gibt es weitere Fragen in Hülle und Fülle. Vielleicht ist das Judentum mit Aufkommen des Christentums jetzt irrelevant und daher gibt es keine Juden. Wenn dem so ist, warum behauptete das weder Luther im 16. noch Augustinus im 5. Jahrhundert? Sie und andere christliche Theologen waren in ihrer Antipathie für das jüdische Volk unverfroren. Warum behaupteten sie nicht Ähnliches?

Ich glaube, dass die Antwort in dem Punkt liegt, mit dem ich begann: Die Aufgabe der Theologie erforderte eine Bewertung nicht nur der Bibel, sondern der Wirklichkeit um uns herum. Luther hatte keinen Grund die jüdische Abstammungslinie der Juden um ihn herum zu bestreiten. Für Luther war die Vorstellung, dass die Nachfahren der Nation Israel aus Fleisch und Blut eines Tages in das Land Israel zurückkehren würden, so abwegig, dass er sarkastisch geloben konnte zum Judentum überzutreten, sollte das jemals eintreten. Es war leicht zu sagen, dass die Juden nicht länger irgendeine besondere Bundesbeziehung zum Gott der Bibel hätten. Die Wirklichkeit der misslichen Lage der Juden in seiner Zeit reichte aus, um seine Theologie zu stützen.

Unser Freund, der General Presbyter, hat diesen Luxus nicht. Wenn er die historische Tatsache anerkennt, dass das jüdische Volk heute die Nachfahren des antiken Israel ist, beginnen die theologischen Dominosteine zu fallen. Wenn die Juden das biblische Israel sind, dann ist die Nation Israel tatsächlich ins Land Israel zurückgekehrt. Wenn sie in das Land zurückgekehrt sind, nachdem sie „bis ans Ende des Himmels versprengt“ wurden (5. Mose 30,4), es „in Besitz genommen“ und „glücklicher und zahlreicher als ihre Väter“ (5. Mose 30,5) werden, was heißt das dann über den modernen Staat Israel? Was bedeutet das zu Jahrhunderten christlicher Ersetzungstheologie, die behauptet, dass die Juden keine Bundesverbindung mehr zu Gott haben?

Statt bescheiden mit den Folgen dieses theologischen Umbruchs umzugehen, wie es viele andere Christen, auch der katholischen Kirche, es getan haben, entscheidet sich dieser General Presbyter eine neue Lösung für sein Rätsel zu erfinden.

Nach Angaben von Dr. Tricia Miller, einer christlichen Akademikerin, die christliche Einstellungen zu Israel beobachtet, zirkuliert diese neue Behauptung, dass die heutigen Juden nicht wirkliche Juden sind, erst seit etwa 20 Jahren in den großen protestantischen Kreisen. Es ist nicht schwer die offensichtlich politischen Motive für diese neue Idee zu identifizieren.

Die Ersetzungstheologie der Vergangenheit wurde von der Realität der schlimmen Lage der Juden im scheinbar endlosen Exil gestützt. So antijüdisch sie auch war, sie war eine vertretbare Interpretation der Realitäten der Geschichte, wie sie damals zu sein schienen.

Da diese Theologie jetzt durch die aktuellen Ereignisse unhaltbar geworden ist, haben die antisemitischen Theologen der PCUSA und Ihresgleichen einen neuen Ansatz übernommen. Statt ihre Theologie auf Grundlage der neuen Realitäten anzupassen, die Gott in die Welt unserer Zeit gebracht hat, entschieden sie sich für das Gegenteil. Sie beschlossen die Realität neu zu interpretieren, damit sie zu ihrer antijüdischen theologischen Haltung passt. Statt zu argumentieren, dass die Kirche Israel ersetzt hat, argumentieren sie, dass es überhaupt kein Israel gibt.

Es ist an der Zeit dieser neue Herangehensweise der Haupt-Israelhasser als das zu bezeichnen was sie ist: Die Leugnung jüdischer Identität und jüdischer Geschichte ist der neue theologische Antisemitismus.

Saeid Mollaei

Dry Bones, 5. Dezember 2019

Die iranische Behörden hielten ihn vom Kampf gegen einen israelischen Judoka ab.
Dann, als Flüchtling vor der iranischen Diktatur, wurde Mollaei die mongolische Staatsbürgerschaft verliehen
und könnte im Januar nach Israel kommen, um am Grand Prix-Wettbewerb anzutreten.

Türkei: Wiederaufleben der glorreichen/blutrünsigen Tage des Jihad

Raymond Ibrahim, 29. November 2019 (FrontPage Magazine)

Die wenig kommentierten, aber andauernden Misshandlungen historischer Kirchen durch die Türkei spiegelt vermehrt das zunehmende Gefühl des islamischen Überlegenheitsanspruchs dieser Nation.

Bevor die Türken dort einmarschierten, war Anatolien (die heutige Türkei) eine uralt-christliche Region; ein großer Teil der Paulusbriefe wurde an ihre Kirchen geschickt oder handelten von ihnen, darunter die sieben Gemeinden der Apokalypse. Mit der Eroberung, Kolonisierung und folgenden Türkifizierung Anatoliens durch die Türken – der Grund, dass es heute einfach „Türkei“ heißt – wurden zehntausende Kirchen systematisch geschändet und in Sieges-Moscheen umgewidmet.

Unter Mustafa Kemal Atatürks (gest. 1938) Säkularisierungsprogramm wurden aus einigen dieser historischen und bedeutenden, in Moscheen verwandelten Kirchen neutrale Museen gemacht. Heute werden sie allerdings wieder angegriffen, wieder in islamische Sieges-Moscheen umgewandelt.

Erst vor kurzem, am 5. November, kündigte die Regierung an, dass eine 1500 Jahre alte Kirche, gewidmet dem Heiligen Retter, wieder in eine Moschee umgewidmet werden soll, obwohl sie seit 1945 ein Museum gewesen ist. Das bedeutet: Obwohl sie „eines der großartigsten Beispiele byzantinischer Kunst ist und immer noch Mosaike und Fresken erhalten sind“, werden diese alle im Säuberungsprozess zerstört werden, der sie zu einer Moschee macht.

Die Heilige Retter ist kaum die erste Kirche/Museum, die in den letzten Jahren in eine Moschee umgewandelt wurde. Das andauernde Phänomen ist keine sonderlich verschleierte Drohung für die ultimative und stark erwartete Umwidmung – die der Hagia Sophia, der größten Basilika des östlichen Christentums; sie steht in Konstantinopel (dem modernen Istanbul). Obwohl auch sie seit Mitte der 1930-er Jahre ein Museum gewesen ist, obwohl sie für die östlich-orthodoxen Christen einen besonderen Ort darstellt und obwohl es allein in Istanbul mehr als 3.000 aktive Moscheen gibt,  sagten mehr als 97 Prozent der 2013 befragten Türken, sie wollten, dass die Hagia Sophia in eine Moschee verwandelt wird.

Warum so viele Türken nach dieser Umwandlung schreien – sie wollen ihr islamisches Überlegenheitsgefühl gegenüber dem Christentum (und demzufolge über den Westen, so läuft ihr Denken) zu beweisen – ist in allen Bereichen der Gesellschaft offenkundig, von ganz oben bis ganz unten. Betrachten Sie Präsident Recep Tayyip Erdoğan, der früher dieses Jahr deutlich machte, dass auch er sehen will, dass aus der Hagia Sophia eine Moschee gemacht wird. Nach dem Bericht, dass „der Präsident der Türkei in der Hagia Sophia ein islamisches Gebet rezitierte, ein historisches Istanbuler Wahrzeichen, das zum Symbol von Interreligiosität und diplomatischer Spannungen geworden ist“, fügte AP hinzu, dass Erdoğan sein Gebet den „Seelen all derer widmete, die uns diese Arbeit als Erbe hinterließen, besonders Istanbuls Eroberer [Sultan Mehmet II.].“

Salih Turhan, Leiter der Anatolischen Jugendvereinigung, die jedes Jahr rund um die Hagia Sophia demonstriert, erklärte zudem: „Als die Enkel von Mehmet dem Eroberer ist es unser legitimes Recht, dass wir die Wiedereröffnung der Hagia Sophia anstreben.“

Mit anderen Worten: Der Wunsch aus der Hagia Sophia in eine aktive Moschee zu machen, ergibt sich nicht aus Frömmigkeit oder einem Mangel an Moscheen, sondern im Ruhm – heißt die Blutrünstigkeit – der Tage des Jihad und Ehre derer, die ihn ausüben, zu schwelgen.

*****

Im Folgenden besuchen wir exakt das, was Mehmet II., der Eroberer, in der Hagia Sophia machte und ihr antat, dass so viele modernen Türken ihn ehren, einschließlich ihres Präsidenten, wozu auch gehört, dass sie die Umwandlung des Gebäudes in eine Moschee fordern. (Alle Zitate des folgenden Berichts stammen aus Primärquellen, zumeist von Augenzeugen und sind in Sword and Scimitar: Fourteen Centuries of War between Islam and the West dokumentiert.)

Nachdem Konstantinopel Jahrhunderte lange Jihad-Vorstöße abgewehrt hatte, brandschatzte Mehmet – d.h. Mohammed (Mehmet ist die türkische Aussprache des arabischen Namens des Propheten) – Konstantinopel am 29. Mai 1453. Einmal in die Stadt eingedrungen „gaben die türkischen Soldaten kein Pardon“, schrieb ein Augenzeuge:

Als sie ihr Massaker veranstaltet hatten und es keinen Widerstand mehr gab, wollten sie plündern und durchstreiften die Stadt, stahlen, entkleideten, brandschatzten, töteten, vergewaltigten, nahmen Männer, Frauen, Kinder, alte Männer, junge Männer, Mönche, Priester, Menschen aller Art und in jeglichem Zustand… Es gab Jungfrauen, die wachten aus unruhigem Schlaf auf, um diese Banditen mit blutigen Händen und Gesichter voller erbärmlicher Raserei über sich zu sehen … [Die Türken] zogen sie weg, rissen sie fort, zwangen sie, entehrten sie, vergewaltigten sie auf den Kreuzungen und unterzogen sie den furchtbarsten Gewalttaten… Zarte Kinder wurden brutal von den Brüsten ihrer Mütter gerissen und Mädchen wurden gnadenlos fremden und schrecklichen Vereinigungen übergeben und tausend andere Dinge geschahen…

Weil tausende Bürger geflohen waren und sich in die Hagia Sophia geflüchtet hatten, bot sich hier eine ausgezeichnete Ernte an Sklaven – sobald ihre Türen aufgebrochen waren. „Ein Türke sah nach der scheinbar reichsten Gefangenen, ein anderer zog ein hübsches Gesicht bei den Nonnen vor… Jeder räuberische Türke war gierig darauf seine Gefangene zu einem sicheren Ort zu bringen und kehrte dann für einen zweiten oder dritten Preis zurück… Dann konnte man lange Schlangen sehen, die die Kirche und ihre Heiligtümer verließen, getrieben wie Vieh oder Schafherden.“

Manchmal bekämpften die Sklavenhalter sich wegen „irgendeines gut gebauten Mädchens“ gegenseitig bis zum Tod, obwohl diese es „vorzogen sich in Brunnen zu werfen und zu ertrinken statt in die Hände der Türken zu fallen“.

Nachdem sie Besitz von einer der größten und ältesten Basiliken – zur Zeit ihrer Eroberung fast tausend Jahre als – ergriffen hatten, betrieben die Invasoren „alle möglichen Widerwärtigkeiten darin, machten aus ihr ein öffentliches Bordell“. Auf „ihren heiligen Altären“ inszenierten sie „Perversionen mit unseren Frauen, Jungfrauen und Kindern“, darunter „die Tochter des Großfürsten, die sehr schön war“. Sie wurde gezwungen „sich auf den großen Altar der Hagia Sophia zu legen, mit einem Kreuz unter ihrem Kopf, dann wurde sie vergewaltigt“.

Dann „paradierten sie das Hauptkreuz [der Hagia Sophia] in einer höhnischen Prozession durch ihr Lager, schlugen Trommeln dazu, kreuzigten Christus erneut mit Bespucken und Gotteslästerungen und Flüchen. Sie setzten ihm einen türkischen Hut auf … seinen Kopf und brüllten höhnisch: „Seht, der Gott der Christen!“

Viele andere Kirchen in der alten Stadt erlitten dasselbe Schicksal. „Die Kreuze, die auf den Dächern oder Wänden von Kirchen angebracht waren, wurden heruntergerissen und darauf herumgetrampelt.“ Die Eucharistie wurde auf den Boden geworfen; heilige Ikonen wurden ihres Goldes beraubt, „auf den Boden geworfen und getreten“. Bibeln wurden ihre Gold- und Silberbilder genommen, bevor sie verbrannt wurden. „Ikonen wurden ohne Ausnahme den Flammen übergeben.“ Patriarchengewänder wurden auf die Lenden von Hunden platziert; Priestergewänder wurden auf Pferde gelegt.“

„Überall gab es Unglück, jeder wurde von Schmerz berührt“, als Sultan Mehmet schließlich seinen Einzug in der Stadt hielt. „Es gab Klagen und Weinen in jedem  Haus, Schreie auf den Straßen und Leid in allen Kirchen; das Stöhnen der erwachsenen Männer und die Schreie von Frauen, begleiteten Plünderung, Versklavung, Trennung und Vergewaltigung.“

Der Sultan ritt zur Hagia Sophia, stieg ab und ging hinein, „bewunderte den Anblick“ der Großkirche. Nachdem sie sie von ihren Kreuzen, Statuen und Ikonen gesäubert hatten – der Sultan selbst stieß ihren Altar um und trampelte darauf herum – befahl Mehmet einem Muezzin auf die Kanzel zu steigen und „ihre widerwärtigen Gebete ertönen zu lassen. Dann stieg dieser Sohn des Frevels, der Vorläufer des Antichristen, auf den Heiligen Tisch, um seine eigenen Gebete zu sprechen“, womit er „aus der Großkirche in einen Heidenschrein für seinen Gott und seinen Mahomet machte“.

*****

Das ist also das, worauf die Muslime der Türkei und ihr Präsident stolz sind: die gewalttätige Eroberung uralten christlichen Territoriums und die von Gräueln beladene Umwandlung ihrer größten Kathedrale in eine Moschee; das ist das, was sie begierig ehren, indem sie aus der Hagia Sophia wieder eine Moschee machen. Täuschen Sie sich nicht: Auch wenn der Durchschnittswestler bezüglich der erwähnten Geschichte keine Ahnung hat, wird sie doch jedem Türken wird sie in seiner Jugend gelehrt.

Mehmet offen zu vergöttern und zu versuchen zu tun, was er tat – aus der Hagia Sophia eine Moschee zu machen, um die „Seelen all derer zu ehren, die uns dieses Werk als Erbe hinterließen, besonders Istanbuls Eroberer“, wie Erdoğan proklamierte – ist gleichbedeutend damit, dass Türken sagen: „Wir sind stolz auf unsere Vorfahren [und versuchen es ihnen gleichzutun], die Menschen abschlachteten, versklavten und vergewaltigten und ihnen ihr Land stahlen, nur weil sie christliche Ungläubige waren.“

Nachbemerkung: Einen umfassenden Bericht von der Belagerung und folgenden Plünderung von Konstantinopel finden Sie in Kapitel 7 des Buchs Sword and Scimitar dieses Autors.

Das vierte „Nein“ der Khartoum-Resolution: Nein zur Rückkehr palästinensischer Flüchtlinge

First One Through, 21. November 2019

Nach der für die Araber erniedrigenden Niederlage im Krieg vom Juni 1967 mit Israel versammelten sich die Führer von acht arabischen Ländern in Khartoum im Sudan, um ihre Einheit miteinander und die Sache gegen Israel zu proklamieren, das gerade den Sinai von Ägypten, die Westbank von Jordanien und die Golanhöhen von Syrien erobert hatte. Sie veröffentlichten die Resolution von Khartoum, die unter anderem die berühmten „drei Nein“ zu Israel verkündete:

3. Die arabischen Staatsoberhäupter sind überein gekommen ihre politischen Bemühungen auf der internationalen und diplomatischen Ebene vereinen, um die Auswirkungen der Aggression zu eliminieren und den Rückzug der aggressiven israelischen Streitkräfte aus arabischem Land sicherzustellen, die seit der Aggression vom 5. Juni besetzt sind. Das iwrd innerhalb des Rahmens der Hauptprinzipien erfolgen, an denen die arabischen Staaten festhalten, nämlich: Nein zum Frieden mit Israel, Nein zur Anerkennung Israels, Nein zu Verhandlungen mit Israel und das Bestehen auf den Rechten des palästinensischen Volks in seinem eigenen Land.

Die Komödie klassischer Clowns könnte den Zuhörern späterer Generationen entgehen, aber die arabischen Staatsoberhäupter machten das Thema, dass die Palästinenser ihr „eigenes Land“ haben, zur neuen Priorität, nach 18 Jahren Besetzung der Westbank und des Gazastreifens von 1949 bis 1967, in denen sie keinerlei Anstrengungen machten einen unabhängigen Palästinenserstaat zu schaffen.

Zudem verhinderte das Nein zu Frieden/Anerkennung/Verhandlungen mit Israel nicht nur für alle arabischen Akteure jeden Weg zu Frieden mit Israel, es schlug die Tür für palästinensische Flüchtlinge zu, irgendeine Chance auf Rückkehr in ihre Häuser in Israel zu erhalten.

Wie in Punkt 11 der Resolution 194 der UNO-Vollversammlung von 1948 erklärt: „Flüchtlingen, die wünschen in ihre Häuser zurückkehren und in Frieden mit ihren Nachbarn zu leben, sollte erlaubt werden das zum frühestmöglichen Zeitpunkt zu tun und denen, die sich entscheiden nicht zurückzukehren, sollte für den Verlust oder Schaden an ihrem Grundbesitz Entschädigung gezahlt werden.“ Die Resolution von Khartoum 1967 machte klar, dass es keinen Frieden mit Israel und folglich keine Rückkehr von Flüchtlingen geben würde.

Das war für die arabische Welt weder neu noch neuartig.

Im Oktober 1950, nicht lange nach dem Ende des israelischen Unabhängigkeitskriegs, suchten die Vereinten Nationen nach einer Methode mit den heimatlosen Arabern umzugehen, die Israel verlassen hatten. Die UNO-Aussöhnungskommission für Palästina hielt die Meinung von Israels erstem Premierminister David Ben Gurion zum Status der arabischen Flüchtlinge fest:

Herrn Ben Gurions Sicht dieses Textes [Resolution 194] machte die Möglichkeit einer Rückkehr der Flüchtlinge in ihre Häuser sozusagen abhängig von der Etablierung von Frieden: Solange die arabischen Staaten es ablehnten Frieden mit Israel zu schließen, war es offenkundig, dass Israel sich nicht voll auf die Erklärung verlassen konnte, die arabische Flüchtlinge bezüglich ihrer Absichten machen könnten in Frieden mit ihren Nachbarn zu leben. Herr Ben Gurion schloss die Möglichkeit nicht aus, dass die Repatriierung einer begrenzten Anzahl arabischer Flüchtlinge akzeptiert wird, aber er machte klar, dass die Regierung Israels als echte Lösung für den großen Teil der Flüchtlingsfrage in der Ansiedlung der Flüchtlinge in arabischen Staaten betrachtet. Andererseits erkannte Herr Ben Gurion den humanitären Aspekt des Problems voll an und erklärte bei mehreren Gelegenheiten, dass die Regierung Israels, wenn die Zeit kommt, bereit sein würde sich an den Anstrengungen zu beteiligen, die für ihre Lösung notwendig sind und dass es in einem ernsten Geist der Kooperation tun würde. Herr Ben-Gurion sagte der Kommission jedoch, dass die Regierung Israels die Flüchtlingsfrage als eine derer betrachtete, die während der allgemeinen Verhandlungen um die Errichtung des Friedens in Palästina untersucht werden sollte.

Die arabischen Staaten lehnten die Existenz des jüdischen Staates bei seiner Gründung 1948 ab und gruben sich nach dem Verlust von Territorium tiefer ein, das 1967 in IHREM Besitz war (nicht in dem lokaler Palästinenser). Während Ägypten und Jordanien 1979 und 1994 Friedensverträge mit Israel unterzeichneten, hat der Rest der arabischen Welt das immer noch nicht getan. Dreißig arabische und muslimische Staaten lehnen es immer noch ab grundsätzlich die Existenz Israels anzuerkennen.

Während also die Zahl der palästinensischen „Flüchtlinge“ 1967 bei rund einer Million lag, ist diese Zahl bis 2019 auf über 5 Millionen in die Höhe geschossen. So viele Araber nach Israel zu bringen würde die demografische Zusammensetzung und den Charakter Israels komplett verändern, ein Punkt, den die Vereinten Nationen verabscheuen, wenn es um in der Westbank lebende Juden geht, wie in der Resolution 2334 des UNO-Sicherheitsrats von 2016 erklärt wird: „Unter Verurteilung aller Maßnahmen, die auf die Veränderung der demografische Zusammensetzung, den Charakter und den Status der seit 1967 besetzen palästinensischen Gebiete, einschließlich Ostjerusalems abzielen.“ Wenn der gewünschte arabische Staat mit 5% jüdischer Bevölkerung nicht klarkommen kann, wie kann irgendjemand auch nur ansatzweise darüber nachdenken, dass der jüdische Staat, der bereits 20% arabische Bevölkerung hat, weitere 5 Millionen Araber aufnimmt?

Arabische Frauen betreten den Platz vor der Westmauer in Jerusalem, Israel. (Foto: First.One.Through)

1967 erklärte die arabische Welt die drei Nein zu Israel und besiegelte damit praktisch auch das Schicksal der palästinensischen Flüchtlinge, dass sie niemals wieder in ihre Häuser in Israel ziehen würden.

Vier Belege, dass Siedlungen nicht der Grund sind, dass wir keinen Frieden haben

Dr. Einat Wilf auf twitter:

1) Vor 1967 kontrollierten Jordanien und Ägypten die Westbank und den Gazastreifen, es gab keine Siedlungen und trotzdem lehnte die arabische Welt Israel ab, während Palästinenser die „Befreiung Palästinas“ mit Gewalt forderten.

2) Zwei Premierminister, Ehud Barak (2000) und Ehud Olmert (2008) legten Friedensvorschläge vor, die ein souveränes arabisches Palästina in praktisch der gesamten Westbank und dem Gazastreifen (mit Landtausch) ohne jegliche Siedlungen geschaffen hätten. Arafat und Abu Mazen lehnten trotzdem ab.

3) Israel hat wiederholt seine effektive und skrupellose Fähigkeit demonstriert Siedlungen für Frieden (Sinai) oder viel weniger (Gazastreifen, nördliche Westbank) zu räumen. Die Paläsinenser müssen bislang noch immer wenigestens einen einzigen „Flüchtling“ aus den UNRWA-Namenslisten entfernen, selbst die, die bereits im Gazastreifen und der Westbank leben.

4) Trotz der Kontrolle über die Westbank seit mehr als 50 Jahren leben fast 80% der Siedler auf 4% des Territoriums der Westbank, fast direkt an die Waffenstillstandlinie von 1949 (Grüne Line) angrenzend, was die Zweistaatenlösung offen und möglich hält (lesen Sie Shaul Arieli für mehr dazu).

Der Grund, dass wir keinen Frieden haben, lautet, dass die arabischen Palästinenser immer noch, wie sie es immer schon machten, dem jüdischen Volk als Volk gleiches Recht auf nationale Selbstbestimmugn in allen Teilen seines historischen Heimatlandes verweigern, eine Ablehnung, die in der fortgesetzten palästinensischen Forderung nach „Rückkehr“ spiegelt.