Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (24.-30. Juli 2016)

Montag, 25.07.2016:

Die Familie von Avra Mengistu (der von der Hamas im Gazastreifen festgehalten wird) und einige Aktivisten verzögeten, dass Verwandte von in einem Gefängnis einsitzenden Terroristen die Häftlinge besuchen können, indem sie die Zufahrt blockierten und Flugzettel an sie verteilten.

Dienstag, 26.07.2016:

Heckmeck:
– Der Generalsekretär der Arabischen Liga sagte zum Abschluss des Gipfels in Mauretanien, dass die Liga die französische Friedensinitiative unterstützt.

„Nun, seit heute ist auch das obsolet.“

Klaus Kelle, 26. Juli 2016 – Anlass war der Mord an einem Priester in Frankreich: Zwei Allahu Akabars, die sich zum Islamischen Staat bekannten, drangen während einer Messe in eine Kirche in der Normandie ein, nahmen den Priester, zwei Nonnen und zwei Gottesdienstbesucher als Geiseln, dann schlitzten sie dem 84-jährigen Priester die Kehle auf. Beim folgenden Polizeieinsatz wurde einer der Terroristen getötet, der andere konnte festgenommen werden.

Und was hatte uns die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, so schön gesagt? Ach ja, das, was jetzt endgültig so richtig obsolet ist:

MargotK2015

Recht hat er. Das war vorher schon richtig. Der heutige Anschlag in Frankreich war nur der letzte Beleg. In den Kirchen in Ägypten, Syrien, dem Irak usw. konnten wir das schon länger sehen.

Das Ende des palästinensischen Nationalismus

Wenn eine Bewegung in einem Todeskult versinkt, wird es Zeit unsere Annahmen darüber zu überdenken

Liel Leibovitz, Tablet Magazine, 5. Juli 2016 (übersetzt von Cora)

Mit den ermordeten Israelis in dieser Woche – der 13jährige Hallel Ariel, die im Schlaf erstochen wurde oder Michael Mark, dem 10fachen Vater, der in die Schläfe geschossen wurde während seine Frau und Kinder neben ihm saßen – ist es auch an der Zeit den aufgeblähten Leichnam der palästinensischen Nationalbewegung zu begraben. Eine Sache, die einst die Sympathien aller gerechter und fühlender Menschen an ihrer Seite hatte, verändert sich zunehmend in einen Schrei, der nur noch von Wilden und  Verwirrten gehört wird.

Wie konnte das passieren? Wie alle Fragen dieses Ausmaßes, beinhaltet auch diese eine ganze Menge. Man könnte pragmatisch argumentieren und sagen, es sei Israels Schuld, dass die unerbittliche Politik des jüdischen Staates und seine Unterstützung für die Siedlungen die fragilen Palästinenser in die Verzweiflung treiben. Man könnte essentialistisch argumentieren und sagen, dass es nun mal in der arabischen Natur läge, die Juden zu hassen. Es gibt keinen Mangel an guten Beispielen und alle beinhalten ein Körnchen Wahrheit. Aber keine erklärt, warum der 17jährige Mohammed Nasser Tarayrah grinsend ein Selfie von sich machte um dann sein luxuriöses zweistöckiges Zuhause in Bani Naim zu verlassen, zu Ariels Haus in Kiryat Arba hinüber zu schlendern, ihren friedlichen Schlaf nach einer anstrengenden Tanzaufführung am Abend zuvor zu beobachten, um sie dann mit einem Küchenmesser abzuschlachten. Nichts kann erklären warum Tarayrahs Mutter und Schwester den Mörder als Helden feiern, der sie stolz macht. Das ist kein Nationalismus, das ist schierer Wahnsinn.

Und erwartet nicht, dass die Vertreter der globalen Rechtschaffenheit dem große Aufmerksamkeit schenken werden. Die Welt, einerseits bewegt durch moralische Rechtschaffenheit, andererseits durch politische Notwendigkeiten, ist daran gewöhnt an zwei gegensätzlichen Erzählungen über die nationale Bewegung der Palästinenser gleichzeitig festzuhalten. Die erste – einige Versionen beinhalten auch israelische Rechte und Ansprüche, andere dagegen sind Israel gegenüber absolut feindlich – spricht von dem Recht des palästinensischen Volkes auf einen eigenen Staat. Die zweite spricht von dem Unrecht, das von beiden Seiten, Palästinensern und Israelis begangen wurde, was dazu führt, dass in den Köpfen höchst vernünftiger Leute, die nicht in die verwickelte Geschichte des Konfliktes den anderen zu vernichten, zutiefst involviert sind, folgendes entsteht: Unterdrückung führt zu Terrorangriffen, die wiederum zu weiterer Unterdrückung führt.

Der Zusammenprall von Erzählung A (die Palästinenser verdienen einen Staat) und Erzählung B (schlechte Handlungen auf beiden Seiten machen einen palästinensischen Staat immer unwahrscheinlicher) wird häufig von westlichen Reportern und Diplomaten wiederholt, normalerweise mit dem oberlehrerhaftem Zungeschnalzen wie dem „Kreislauf der Gewalt“. Wenn doch nur beide Seiten zur Vernunft kämen, so die gemeinsame Weisheit der globalen Eliten, wäre es wirklich einfach irgendeine Lösung zu finden und die Welt würde letztendlich ein etwas besserer Ort.

Aber was ist, wenn die Erzählungen über Richtig und Falsch tatsächlich untrennbar sind? Das ist es, was die Anführer der BDS-Bewegung glauben. Aus ihrer Sicht sind die Taten der Besatzer, die sie so verunglimpfen, kaum ein Unfall, denn das gesamte Gebiet des Palästina-Mandats gehört richtigerweise – durch überirdisches Recht und nicht nur durch internationales Recht und Verträge – den Arabern Palästinas. Kompromisse mit Zionisten sind Kompromisse, denen Unterdrückung und Unrecht innewohnen, die dadurch weitere Konflikte auslösen würden. Das moralisch Richtige und die politisch anhaltendste Lösung dafür ist es, den zionistischen Staat Israel ein für alle Mal zu eliminieren, auch wenn die Zionisten und ihre Anhänger das internationale Recht und die historischen Fakten vor Ort und die Protokolle es völlig anders sehen. Die wunderbare Eigenschaft der BDS-Position ist, dass sie alle Widersprüche durch Klarheit ersetzt: Zionismus ist schlicht und einfach, immer und ewig Besatzung.

Es wäre zu bedenken, ob die Anführer der BDS-Bewegung nicht über eine Wurzel des Konflikts gestolpert sind, eine Voraussetzung, welche die Menschen im Westen die die Zerstörung Israels ablehnen, auch beachten sollten. Vielleicht ist es nicht richtig, dass beide Seiten Recht haben. Vielleicht ist es nur ein Hausmittel, zu sagen, dass beide Nationalbewegungen das Recht auf ihrer Seite haben und zu sagen dass beide Seiten einfach schlechte Dinge tun eine falsche Erklärung für eine derartig komplexe Angelegenheit ist, die nur Leute beruhigt, die sich nicht wirklich mit der harten Realität um die Frage von Richtig oder Falsch stellen wollen. Vielleicht erzählt uns das Scheitern jahrzehntelanger mühevoller aber fruchtloser Bemühungen durch die gebildetsten Diplomaten, Kartographen und Unterhändler auf diesem Planeten, unterstützt von unendlichen Fluten von Bargeld, etwas sehr wichtiges: Dass es keinen Platz für zwei vollwertige Nationalbewegungen in diesem kleinen Splitter von Land gibt, auch wenn es in einer perfekten Welt besser wäre? Was wäre, wenn man so auf den israelisch-palästinensischen Konflikt schauen würde? Was dann?

Es ist tatsächlich unmöglich den zionistischen Traum der Gründung eines jüdischen Nationalstaates im biblischen Israel von der Verhinderung der nationalen Bestrebung jener Araber zu trennen, die vorher in diesem Gebiet unter den Türken lebten oder in großer Anzahl im frühen 20. Jahrhundert durch die wirtschaftlichen Aktivitäten der jüdischen Kolonisten angezogen wurden. In diesem Sinne hat die BDS-Bewegung natürlich Recht, dass der Zionismus den Nationaltraums der Palästinenser, sich des historischen Palästinas als ihre Heimstatt zu erfreuen, zerstört; auch wenn der Zionismus niemals – und er sollte es auch nie – beinhaltete, dass nichtjüdische Bewohner nicht die absolut gleichen Rechte wie die jüdischen Bewohner bezüglich Leben, Arbeit, Denken und Meinungsfreiheit haben sollten. Es ist völlig in Ordnung, dass einige Palästinenser diese Blockade als eine brennende Ungerechtigkeit sehen und den Zionismus als grausam und eine Belastung empfinden, ebenso wie es den Zionisten frei steht, die Rückkehr des jüdischen Volkes in seine historische Heimat zu feiern und sich zu wünschen, dass all die Araber doch ihre Sachen packen und verschwinden würden. Ob dieses Problem nun im Gerichtssaal oder auf dem Schlachtfeld gelöst wird – diesen Streit kann tatsächlich nur eine Seite gewinnen.

Aus diesem Grund ist es an der Zeit die palästinensische Nationalbewegung als ein einheitliches Ganzes zu sehen, anstatt sich daraus Teile herauszupicken und zu wählen, um ein dem Westen freundliches Etwas zu konstruieren, welches man dann als möglichen Verhandlungspartner positionieren könnte  – die Gründe dafür sollten inzwischen jedem denkenden Menschen klar geworden sein – die dann absolut zu Nichts führen, weil sie auf einer Fantasie basieren die keinerlei Realität entspricht. Gibt es denn überhaupt einen spürbaren Unterschied in den Bestrebungen der Anführer der Hamas und denen der Fatah, die beide darin wetteifern, den unendlichen Strom von zombieähnlichen Mördern aufzuhetzen und zu vergöttern, die dann Juden, wo immer sie sie finden, ob in den Siedlungen oder an den Stränden von Tel Aviv oder Haifa, ermorden. Diese Mörder und die Anführer, die sie aufstacheln sind nicht von der palästinensischen Nationalbewegung zu trennen. Sie sind, wie die Mauerbilder und die Fernsehsendungen zu ihrer Verehrung zeigen, die Frontsoldaten der Bewegung und ihre ehrlichsten Vertreter.

Und das ist die eigentliche Katastrophe, der das palästinensische Volk dieser Tage gegenübersteht. Es gibt jede Menge Nationen, die von den Kolonisatoren in besetzten Ländern gegründet wurden – Amerika, Kanada, Australien, Neuseeland, ganz Südamerika kommen mir da sofort in den Sinn, und keiner der Europäer, der an diesen Orten eine neue Nation erschaffen hat, hatte auch nur den Hauch einer Verbindung zu dem Land, das er beschlagnahmt hat. Und es gibt einige Nationalbewegungen, die ihre Unterdrücker hinausgeworfen und ihre historische Heimat zurückgewonnen haben. Aber es gibt kein Beispiel an Nationen, selbst gescheiterte, die je durch einen Todeskult entstanden wäre. Und ein Todeskult ist es, zu dem die palästinensische Nationalbewegung geworden ist.

Um zu verstehen, wie das möglich wurde, gibt es kaum eine bessere Erklärung als die von Leo Strauss. In einer Vorlesung von 1941 wurde der Philosoph beauftragt zu erklären, was, zum Teufel, in seiner Heimat Deutschland passiert sei und wie an so vielen, anscheinend normalen, Menschen sämtliche vernünftige Gedanken über die geo-politischen Gegebenheiten abperlen und sie sich dem Todestanz Hitlers hingeben konnten. Die Antwort, die Strauss gab, ist erschreckend: Die jungen Nazis waren nicht so sehr begeisterte Antisemiten oder entschiedene Nationalisten, sondern vielmehr Nihilisten, die davon angewidert waren, dass ihre verschlossene Gesellschaft sich durch jedes Versprechen auf Fortschritt oder Wandel bedroht fühlte. „Ihr Ja“, schrieb Strauss, während der Gegenstand seiner Betrachtung noch im Aufwind war, „war unartikuliert – sie waren nicht in der Lage mehr zu sagen, als Nein! Dieses Nein belegt aber ausreichend die Einleitung zu einer Tat – der Zerstörung.“

Der palästinensische Geist der Verneinung ist gut dokumentiert, doch was jetzt entscheidend ist, ist etwas Neues, etwas, das die langweiligen Linien der internationalen Verhandlungen überschreitet und in die Herzen und Köpfe der Jugend einsickert. Das eins essentielle Nein, welches die palästinensische Politik seit Jahrzehnten begleitet hat, ist nun nach innen gewandert und findet keinen anderen Ausgang und kein anderes Ziel mehr, als bei den Juden nebenan. Antisemitismus hat etwas mit dem Schüren dieser Umnachtung zu tun, aber es ist nicht das eigentliche Wesen; eben sowenig wie das verzweifelte Sehnen nach einer palästinensischen Heimat. Der Aufstand, wie wir ihn jetzt erleben, ist tiefer gehend, hat eine eher ontologische Natur: Es ist der Aufstand einer relativ wohlhabenden Generation – nehmt zur Kenntnis, wie viele der Menschen, wie Tarayrah, aus begüterten und stabilen Familien kommen – die nach einer Bedeutung und Opferung suchen und es in der, enorm auf Ausgleich bedachten, Außenwelt nirgends finden. Und so erliegen sie stattdessen dem alles verzehrenden Feuer der völligen Zerstörung. Wir haben diese Woge schon einmal unter ähnlichen Umständen aufsteigen sehen, und wir werden sie wieder kommen sehen.

Es ist einfach zu argumentieren, Tarayrah und seine Zerstörungskameraden seien nur Jugendliche, die durch die ständige Flut von Hetze, wie sie in jeder Ecke der palästinensischen Kultur verbreitet ist, aufgestachelt wurden. Das stimmt schon, aber darin steckt die unheimliche Annahme, die auch die verrückten Moralisten vertreten, wenn sie belegen wollen, dass gewaltsame Videospiele oder Gangster-Rap zwangsläufig zu Schusswechseln auf den Vorstadtstraßen in Connecticut führen; nämlich dass Heranwachsende schwammartige Kreaturen seien, unfähig mehr zu tun als Gewalt in sich aufzusaugen,  um dann los zu spurten und diese Gewalt in die Tat umzusetzen. Es ist eben leichter das gehörnte Vieh der Mythologie,  also die Besatzung, weiter zu beschuldigen, als gäbe es keine anderen Gründe für junge Palästinenser, keine Hoffnung zu sehen – wie z.B. die Tatsache, dass die eigene Regierung eine der weltweit repressivsten und korruptesten ist – und diese Hoffnungslosigkeit notwendigerweise dazu führen müsste, ein Messer zu nehmen um damit schlafenden Kindern die Kehle durchzuschneiden.

Wenn wir jedoch diese Vereinfachung aufgeben und stattdessen anerkennen, dass die palästinensische Gesellschaft durch sehr viel gravierendere Probleme vergiftet wird, sind wir gezwungen einige schwierige Entscheidungen für uns zu treffen.

Als erstes müssten wir anerkennen, dass wir mit einem Todeskult anders umgehen müssen, als mit einer gesunden Nationalbewegung. Letztere sucht den Kompromiss. Diese belohnt Verhandlungen und wird seine Feinde beschwichtigen, indem sie reale oder symbolische Zeichen setzt, die beweisen, dass eine zukünftige Versöhnung möglich und erreichbar ist. Darum vergibt man ihr häufig Verfehlungen und ist bereit, weg zu schauen, selbst wenn sie mitunter die blutige Hölle entfesselt; was selbst den gutmütigsten und vernünftigsten Nationalbewegungen mitunter passiert. Ersterer dagegen giert nach nichts anderem als Zerstörung und er misst seine Siege mit der grausamen Arithmetik des Bodychecks und der Anzahl der Todesopfer. Mit ihm kann man nicht verhandeln. Dieser Kult kann nur gewaltsam aufgehalten werden. Bis dahin ist jeder Versuch so zu tun als sei eine palästinensische Nationalbewegung rentabel, einfach nur grotesk.

Das sollte keinen ernsthaften Beobachter der Geschichte nationaler Bewegungen erstaunen. Lest doch Herders Bemerkung, dass jede Art menschlicher Perfektion zuallererst eine Nation im Geiste ist, dann betrachtet den Westfälischen Frieden, der Europa in Nationalstaaten aufteilte, die alle auf der Basis der Selbstbestimmung aufgebaut wurden und sich dann in diplomatischen Zirkeln verpflichteten, um so Streitigkeiten beizulegen. Dann geht weiter zu den Unmengen von Bewegungen, die fürchterlich damit scheiterten, einen neuen Geist des Nationalismus zum Leben zu erwecken. Fragt die Moldawier oder Transnistrier über ihre Anstrengungen für eine Selbstbestimmung aus – und das ist nur in einer kleinen Ecke der Europas. Die Welt ist voll von gescheiterten Nationalbewegungen; aus welchem Grund auch immer müssen sie mit ansehen, wie sich ihre Träume in Gewalt oder Belanglosigkeit oder beides auflösten. Traurigerweise werden ihnen die Palästinenser nun Gesellschaft leisten.

Das wird Auswirkungen haben, sowohl für Palästinenser als auch die Israelis, aber wenn die Geschichte uns eins lehrt, dann dass man ein Nein nur mit einem gleich großen oder größerem JA begegnen kann, einem Geist der dem Tod mit einer lauten und enthusiastischen Lebensbejahung entgegentritt.

Gute Nachrichten aus Israel — Woche bis 24.07.2016

Herzlich willkommen zu den guten Nachrichten aus Israel, Wochen vom 11. bis 24. Juli 2016

Das Original hatte eine Woche ausgesetzt, daher gibt es erst heute wieder eine Ausgabe:)

Top-Nachrichten sind in roter Schrift dargestellt

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Veganerfreundliches koscheres Fleisch zur Rettung des Planeten
Das israelische Startup SuperMeat entwickelt ein Verfahren für die Herstellung „kultivierten Fleischs“ aus tierischen Zellen. Sein Motto: „Echtes Fleisch ohne Tierquälerei“. Der vegan lebende Geschäftsführer Koby Barak sagt, das Fleisch sei koscher, veganerfreundlich, würde dem Welthunger vorbeugen und die globale Erwärmung stoppen. Wow!
http://www.timesofisrael.com/no-harm-no-fowl-startup-to-grow-chickenless-chicken
http://supermeat.com/
https://www.indiegogo.com/projects/supermeat-real-meat-without-harming-animals#/

Die Welt vom Hunger erlösen
Dieser NoCamels-Artikel zeigt neun israelische Firmen, die durch ihre innovative Technologie wichtige Beiträge zur Landwirtschaft leisten: Sensilize, BioBee, miRobot, Roots, Tal-Ya, Morflora, Netafim, GreenWall und EdenShield.
(Quelle)

Landwirtschaft in der Arava-Wüste
In der südisraelischen Arava-Wüste gedeihen dank innovativer israelischer Technologie Erdbeeren, Arganbäume und nachhaltige Fischbestände in einigen der rauesten Umgebungen.

Unfälle vermeiden
Wir hatten bereits über die Dashcam-App der Firma Nexar berichtet, die schlechte Fahrer auf Video aufnimmt und meldet. App-Nutzer haben das Fahrverhalten von über 7 Mio. Autos in San Francisco, New York und Tel Aviv automatisch profiliert. Nexar hat jüngst Finanzmittel in Höhe von 9,6 Mio. Euro erhalten.
http://www.globes.co.il/en/article-israeli-smart-dashcam-co-nexar-raises-105m-1001132259
(Quelle 2)

Kwik-Lieferung auf Knopfdruck
Das israelische Startup Kwik hat intelligente Knöpfe entwickelt — Kunden bestellen Produkte von zuhause aus, indem sie einfach einen Knopf drücken. Kwik kooperiert mit Domino’s, Budweiser, Huggie’s und anderen. Vor kurzem hat Kwik 2,7 Mio. Euro erhalten, um in die USA zu expandieren.
http://www.globes.co.il/en/article-israeli-iot-startup-kwik-raises-3m-1001134022

Drohnenkamera sieht wie ein Mensch
Wir hatten bereits über die RealSense-Kameratechnik von Intel Haifa berichtet. Nun hat Intel die menschenähnliche Tiefenwahrnehmungstechnologie in Typhoon H installiert — einer neuen Drohne, entwickelt von der Shanghaier Luftfahrtfirma Yuneec International.
http://www.timesofisrael.com/intel-uses-israeli-vision-technology-in-new-yuneec-drone/

Virtuelle Realität für die Chinesen
Das israelische Startup WakingApp verkündete eine Mandarin-Version seiner erfolgreichen ENTiTi-VR-Software für den chinesischen Markt. ENTiTi lässt Firmen und Einzelpersonen interaktive VR- und AR-Inhalte ohne jegliche Programmierkenntnisse kreieren.
http://finance.yahoo.com/news/looking-east-wakingapp-upgrades-entice-114000780.html

Schutz vor dem Dark Web
Das israelische Cybersicherheitsstartup Sixgill analysiert das geheimnisvolle Dark Web auf Informationen über bevorstehende Hackerangriffe. So können Organisationen gegen sie und ihre Mitarbeiter gerichtete Angriffe vereiteln. Sixgill hat jüngst 4,6 Mio. Euro frische Gelder erhalten.
http://www.globes.co.il/en/article-israeli-cyber-security-co-sixgill-raises-5m-1001132236

Eine Tastatur für jede Oberfläche
Der israelische Tech-Unternehmer Ran Poliakine hat Tap Strap entwickelt — ein tragbares Gerät, das Fingerbewegungen registriert und sie von jeder Oberfläche aus in Text auf jedem beliebigen intelligenten Gerät umwandelt. Der Tap Strap sendet ein Schriftzeichen oder einen Befehl an ein Gerät, je nachdem welche Finger die Oberfläche berührt haben.
http://www.fromthegrapevine.com/innovation/tap-strap-can-turn-any-surface-keyboard-ran-poliakine#!

 

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13,7 Mio. Euro schwerer Agrartech-Fonds
Wir hatten bereits darüber berichtet, dass der Bayer-Konzern 9,1 Mio. Euro in einen neuen Fonds investiert hat, der israelische Agrartech-Startups unterstützen soll. Nun ist er mit OurCrowd und DuPont zusammengegangen, um einen neuen Beschleunigerfonds zur Finanzierung von Agrartech-Startups im Anfangsstadium einzurichten.
http://www.timesofisrael.com/ourcrowd-bayer-set-up-15-million-agtech-fund/

YotPo steigert sein Geschäft (und Ihres)
YotPo hat seinen Umsatz und die Zahl seiner Kunden im letzten Jahr verdreifacht, ein Büro in New York eröffnet und stellt aktuell 250 neue Mitarbeiter ein. Ebenso hat es jüngst Finanzmittel in Höhe von 20 Mio. Euro geworben.
http://www.globes.co.il/en/article-israeli-sales-promotion-co-yotpo-raises-22m-1001132026

LightCyber betritt Europa
LightCyber spürt Cyber-Angriffe auf und bietet Gegenmaßnahmen. Die Firma hat ihr Vertriebsteam um 150% vergrößert und Büros in Großbritannien und auf dem europäischen Festland eröffnet. Ebenso hat die Firma Finanzmittel in Höhe von 18,2 Mio. Euro geworben.
(Quelle)

Das große Israel-Afrika-Potential
Barak Raz war Teil der Wirtschaftsdelegation in Begleitung von Premierminister Netanyahu bei seinem Besuch ostafrikanischer Länder. Die Entwicklung von Infrastruktur, der Kampf gegen die Desertifikation, Telekommunikation, Landwirtschaft, Wasser, Energie, innere Sicherheit — die Möglichkeiten sind endlos.
http://blogs.timesofisrael.com/israel-africa-and-the-potential-to-be-fully-realized/

Israelische Firma plant das neue Uganda
Die ugandische Regierung entschied sich für die israelische Firma Tzamir Architects and City Planning für die Planung des massiven Umbaus der ugandischen Infrastruktur. Dies umfasst auch den Bau eines neuen internationalen Flughafens.
http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4823576,00.html

Neuer amerikanisch-israelischer Medizininkubator
Die Cleveland Clinic bekam gemeinsam mit Maccabi Healthcare Services aus Israel ein Inkubatorfranchise der israelischen Innovationsbehörde. Diese investiert im Laufe von acht Jahren 36,4 Mio. Euro (darunter 22,8 Mio. Euro von der israelischen Regierung) in israelische Startups.
http://m.clevelandjewishnews.com/news/local_news/cleveland-clinic-israeli-partner-awarded-e-health-startup-franchise/article_1e570ca0-4cfe-11e6-8415-ef4e28b29cf3.html

Israelische Startups gehen nach Japan
Eine Delegation aus elf israelischen Firmen aus dem Bereich des Internets der Dinge wird Teil einer Investoren-Roadshow in Tokio und Osaka sein. Über 200 Meetings wurden für die Startups vereinbart, darunter mit den japanischen Konglomeraten Fujitsu, NEC und Hitachi.
http://www.timesofisrael.com/israeli-startups-head-to-japan-for-investor-roadshow/

Handelsmission aus Virginia nach Israel
US-Gouverneur Terry McAuliffe führte eine zweitätige Marketing- und Handelsmission nach Israel. Dort verkündete er eine Vereinbarung zwischen der Universität Virginia Tech und der israelischen Firma TESSA Dairy Machinery, um deren Produkt „Mini Dairy“ an die Universität zu bringen und das Wachstum von Virginias Milchfermentationsindustrie zu beschleunigen.
https://vtnews.vt.edu/articles/2016/07/cals-minidairy.html
https://governor.virginia.gov/newsroom/newsarticle?articleId=15829

Kanadische Firma wirbt Gelder in Israel
Skyline Investments Inc. aus Toronto, ein führender Entwickler von Liegenschaften im Gastgewerbe sowie von Zielgemeinschaften, will bis zu 140 Mio. Schekel auf dem israelischen Anleihenmarkt werben.
http://www.marketwatch.com/story/skyline-investments-inc-considers-to-raise-bonds-in-israel-2016-07-12

Ein gänzlich israelischer Firmenverkauf
Die in Israel gegründete NNG — Entwickler der beliebten Navigations-App iGO — hat das israelische Startup Arilou aufgekauft, Entwickler von Cybersicherheit für Fahrzeuge.

An all-Israeli exit: iGO developer NNG acquires automotive cyber startup Arilou Technologies

 

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Weitere positive Studien bei ALS-Behandlung
Amerikanische Phase-2-Studien an 48 ALS-Patienten (ALS = Lou-Gehrig-Krankheit) mit einer Einzeldosis Nurown-Stammzellen der israelischen Firma Brainstorm zeigten über 90%ige Wirksamkeit ohne gegenteilige Effekte. Jetzt kann man zu Multidosen-Studien übergehen. (Die Resultate der israelischen Studien finden Sie hier.)
http://ir.brainstorm-cell.com/phoenix.zhtml?c=142287&p=RssLanding&cat=news&id=2186054

Ein hirnschützendes Molekül
Wir hatten bereits über die TXM-Peptide berichtet, die von Wissenschaftlern der Hebräischen Universität Jerusalem entwickelt wurden und die das Alzheimer- und Demenzrisiko bei Diabetikern senken können. Jüngste HUJ-Forschung zeigt, dass TXM-Peptide das Gehirn auch nach milden traumatischen Hirnverletzungen schützen können.
http://www.jpost.com/Business-and-Innovation/Health-and-Science/Israeli-developed-molecule-shown-to-protect-brain-460139
http://new.huji.ac.il/en/article/31750

Wundheilcreme
Das israelische Startup Biotreat 21 hat eine Creme entwickelt, die es „Wundercreme“ nennt — laut dem Startup kann die Creme geschädigte Haut vollständig nachwachsen lassen, indem das körpereigene Immunsystem benutzt wird. Bei anfänglichen Studien verschwanden Narben, und selbst schwere diabetische Geschwüre wurden geheilt. Die Creme ist überdies entzündungshemmend, antiseptisch und schmerzstillend.
https://worldisraelnews.com/watch-new-israeli-product-heals-and-protects-wounds/

Regenerative-Medizin-Preis für HUJ-Wissenschaftler
Dr. Yosef Buganim, Forschungswissenschaftler an der Hebräischen Universität Jerusalem, wurde mit dem Boyalife Science & Science Translational Medicine Award in Stammzellen- und regenerativer Medizin geehrt.
http://new.huji.ac.il/en/article/31872

Outreach-Preis für Neurowissenschaften
Die FENS (Federation of European Neuroscience Societies) vergab ihren EDAB-FENS Brain Awareness Week Excellence Award für das Jahr 2016 an das Edmond and Lily Safra Center for Brain Sciences an der Hebräischen Universität Jerusalem. FENS-Präsidentin Prof. Monica di Luca pries die HUJ für ihren Einfallsreichtum bei der Kombination von neurowissenschaftlicher Forschung und Kunst.
http://new.huji.ac.il/en/article/31700

Steigerung der Immunität zur Bekämpfung von Krebs
Dr. Pinchas Tsukerman von der Hebräischen Universität Jerusalem gewann den prestigeträchtigen Kaye-Innovationspreis für seine Entwicklung neuartiger monoklonaler Antikörper, die die Fähigkeit des Immunsystems steigern können, Tumore zu zerstören.
http://new.huji.ac.il/en/article/31197
http://www.jspacenews.com/israeli-researcher-awarded-immunotherapy-work-cancer/

Leben wiederaufbauen — mit Lego und Kunst
Der wöchentlich stattfindende Lego-Workshop ist ein zentraler Teil der israelischen Krebshilfe Ezer Mizion bei ihrer Hilfe für Krebspatienten (Kinder und Erwachsene) sowie deren Familien. Er findet im „Oranit“-Gästehaus statt — ein zweites Zuhause für Patienten während ihrer ambulanten Behandlung. Im Artikel wird auch Ezer Mizions „Good Morning“-Kunstworkshop beschrieben, der Müttern mit Krebs etwas von ihrem Trauma nimmt.
http://www.ezermizion.org/blog/sponsor-a-smile/
http://www.ezermizion.org/blog/good-morning/

 

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Technikausbildung für alle
2003 eröffnete die gemeinnützige Organisation Machshava Tova einen Technikraum für äthiopische Kinder aus Familien mit niedrigem Einkommen, die in Jerusalem leben. Heute gibt es mehr als ein Dutzend Zentren im ganzen Land, die 30.000 Kindern, Teenagern, Arbeitssuchenden und Behinderten Computerbedienung beibringen, ungeachtet ihrer Ethnizität.
http://www.timesofisrael.com/tech-training-and-lunch-in-the-company-canteen-opens-doors-for-disadvantaged-kids/

Erfolgsrezept für die Koexistenz
„The Equalizer“ ist eine nationale Bildungs- und Sportorganisation, die 2.300 Kinder aus 152 israelischen Schulen durch ihre Liebe zum Fußball zusammenbringt. Darunter sind Moslems, Beduinen, jüdische Einwanderer, Drusen und sogar Kinder von Flüchtlingen aus Eritrea.
http://www.israel21c.org/soccer-and-studies-prove-a-winning-formula-for-coexistence/

Drusenfrauen sind Magnet für Touristenhandel
Dutzende drusischer Frauen eröffnen Unternehmen von zuhause aus, und zwar in der Stickerei und in der traditionellen drusischen Küche. In einigen Fällen sind die Frauen die einzigen Ernährer der Familie. Das israelische Tourismusministerium bietet Kurse in Unternehmertum an und hilft bei Werbemaßnahmen.
(Quelle)

Erstes israelisch-palästinensisch-arabisches Einkaufszentrum
Der israelische Entwickler und Geschäftsguru Rami Levy baut das erste israelisch-palästinensisch-arabische Einkaufszentrum an der Straße zwischen Jerusalem und Ramallah. Seine bestehenden Einkaufszentren und Supermärkte in Judäa und Samaria sind zu Orten freundlicher Interaktion zwischen Juden und Arabern geworden.
http://www.timesofisrael.com/israeli-mogul-erecting-first-israeli-palestinian-mall-near-ramallah/

Israelische Rettungssanitäterinnen behandeln syrische Verwundete
Die IDF behandelt Hunderte verwundeter Syrer; zwei der Frauen, die sich um die Verwundeten bei ihrer Erstankunft an der Grenze kümmern (Sgt. Rotem Einav und 2nd Lt. Leshem Shirgaouker) beschreiben, was sie gesehen haben, und reden über den Nervenkitzel beim Retten eines Menschenlebens.
http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4828380,00.html

Hilfe für Flutopfer in West Virginia
Die israelische internationale Hilfsorganisation IsraAid half Hausbesitzern in West Virginia bei den gewaltigen Schäden, die von den Überschwemmungen im Juni hervorgerufen wurden, die 23 Menschen töteten und viele hundert Häuser zerstörten.
http://www.algemeiner.com/2016/07/14/israeli-aid-volunteers-describe-serious-heavy-damage-encountered-while-helping-west-virginia-residents-affected-by-severe-flood/

Israelische AIDS-Lösung auf Jugendliche erweitert
Die Weltgesundheitsorganisation hat den Einsatz des PrePex-Geräts der Firma Circ MedTech auf alle männlichen Jugendlichen über 13 Jahre erweitert. PrePex erlaubt Medizinern in Afrika die Durchführung schmerzfreier Beschneidungen, um die Ausbreitung von AIDS aufzuhalten.
http://www.israel21c.org/who-expands-use-of-prepex-to-adolescents/

Israel-Ghana-Freundschaftsgesellschaft
Israel hat eine Gesellschaft ins Leben gerufen, welche die Freundschaft zwischen der israelischen Knesset und dem ghanaischen Parlament betont. Knessetmitglied Avraham Nagosa agiert als Kopf der Gesellschaft. Einweihungsgäste waren u. a. Mitglieder von Ghanas Parlament, Ghanas Israelbotschafter und Mitglieder der israelisch-afrikanischen Handelskammer.
http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/214847

Erneuerte Beziehungen zu Guinea
Israel hat seine diplomatischen Beziehungen mit der Republik Guinea erneuert, die 1967 nach Israels Sechstagekrieg mit den Arabern getrennt wurden. Der westafrikanische Staat hat 10,5 Mio. Einwohner, von denen über 85% Moslems sind.
http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/215285
http://www.timesofisrael.com/after-49-years-israel-renewes-diplomatic-ties-with-guinea/

Erstkontakt
Es wurde berichtet, der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu habe sich kürzlich mit dem somalischen Präsidenten Hassan Sheikh Mohamud getroffen. Dies sei der erste hochrangige Kontakt zwischen den beiden Ländern gewesen.
http://www.timesofisrael.com/somalias-president-recently-held-first-ever-meeting-with-israeli-pm/

Erstbesuch des paraguayischen Präsidenten
Paraguays Präsident Horacio Cartes traf sich mit dem israelischen Präsidenten Reuven Rivlin während eines dreitägigen Besuches in Jerusalem. Paraguay ist einer von Israels stärksten Verbündeten in internationalen Foren.
http://www.jpost.com/Israel-News/Politics-And-Diplomacy/Paraguayan-President-rare-ally-in-South-America-arrives-for-visit-460635
http://www.israelhayom.com/site/newsletter_article.php?id=35071

 

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Statue oder nicht?
Es ist die Zeit für Freiluftkonzerte, und der Skulpturengarten des israelischen Museums ist ein magischer Ort für Musik. In Tel Aviv jedoch scheinen einige der Skulpturen nicht wirklich das zu sein, wonach sie aussehen!
http://www.timesofisrael.com/singing-stars-come-out-at-night-among-israel-museum-sculptures/
http://www.fromthegrapevine.com/photos/lifestyle/living-statue-photo-tel-aviv-israel

Tel Avivs cooles jemenitisches Dorf
Das „Kerem“, das Jemenitendorf im Herzen von Tel Aviv, ist das entspannteste, authentischste und unbeschwerteste Gebiet der Stadt.
http://unlock-telaviv.seanrent.com/the-ultimate-guide-not-to-get-lost-in-the-kerem/

Israelischer Tanz in Galiläa
60 junge Tänzer von Schulen im Misgav-Regionalrat (bestehend aus 35 Kleinstädten und Gemeinden in Galiläa) treten im Juli während des dreitägigen Carmiel-Festivals auf. Misgav hat zirka 340 Tänzer von 10 Jahren bis hin zum Erwachsenenalter, die in außergewöhnlichen pelzigen roten Hüten auftreten.
http://www.timesofisrael.com/a-hora-away-from-professional-misgavs-troupes-showcase-israeli-dance/

Babywal ist noch immer in israelischen Gewässern
Der zehn Meter lange Wal, der im Juni vor Caesarea gesichtet wurde, hat Tel Aviv besucht und schwimmt nun Richtung Norden nach Haifa. Seine Bewegungen können Sie auf Facebook verfolgen.
http://www.jpost.com/Breaking-News/Whale-of-a-tale-Surfer-spots-huge-visitor-near-Tel-Aviv-beach-460665

https://www.facebook.com/immrac/?fref=ts

Star von X-Factor Israel erreicht neue Höhen
Über 665.000 YouTuber sahen den letztjährigen „X-Factor Israel“-Beitrag von Anna Timofei, die mit ihrer Interpretation von „Das Phantom der Oper“ Bestnoten erhielt. Im Finale der Serie 2 errang sie mit „Memories“ den 3. Platz.
https://en.wikipedia.org/wiki/The_X_Factor_Israel_(season_2)

Europäische Jugendschachmeister
Israel gewann die europäischen Jugend-Teamschachmeisterschaften 2016 in Slowenien. Team Israel führte vor neun anderen Ländern und besiegte im Finale Österreich.
http://www.israel21c.org/israeli-youth-win-chess-gold-in-europe/

 

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Was wurde aus den Philistern?
Bei der südlichen Küstenstadt Ashkelon grabende Archäologen haben den ersten Friedhof der Philister entdeckt, dem biblischen Feind der Israeliten. Der Friedhof stammt von irgendwann zwischen dem 11. und 8. Jahrhundert v. Chr. und könnte Tausende Gräber enthalten und viele philistische Gebräuche enthüllen.
http://www.timesofisrael.com/philistine-cemetery-find-offers-glimpse-of-deaths-and-lives-of-biblical-enemy/

Seltene Bar-Kochba-Münze zu verkaufen
Das Winner’s-Auktionshaus bietet ein einzigartiges Stück zum Verkauf: einen Silberschekel aus dem 4. Jahr der Bar-Kochba-Rebellion gegen die römische Besatzung Judäas. Die Münze ist selten, da Silber für die Münzprägung damals sehr knapp war. Man erwartet einen Preis zwischen 25.000 und 29.000 Euro.
http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/215092

Suche nach westlichen Sephardim
Das Avotaynu-DNA-Projekt der israelischen Technion-Universität sucht Männer mit direkter väterlicher Abstammung von Angehörigen der historischen westsephardischen Gemeinschaften von Amsterdam, London, Livorno, Venedig, Bordeaux, Südwestfrankreich, Curaçao, Surinam und Nordamerika für ein Studium der entsprechenden DNA-Erblinien.
http://www.avotaynuonline.com/2016/07/avotaynu-dna-seeks-sephardi-study-participants/?ct=t(Weekly_Avotaynu_Digest4_2_2015)

Hebron, Mikrokosmos jüdischer Geschichte und jüdischen Überlebens
Die Stadt Hebron war wegen der kürzlichen Terrorwelle in den Nachrichten. Hier eine kurze Geschichte der Stadt von biblischer Zeit bis heute.
http://blogs.timesofisrael.com/hebron-a-microcosm-of-jewish-history-and-survival/

Krankenhaus-Sommerlager
Colel Chabads Sommerlagerprogramm für im Krankenhaus befindliche israelische Kinder umfasst 45 Kinderbetten im Barzilai-Krankenhaus in Ashkelon und 80 Kinderbetter im Kaplan-Krankenhaus in Rehovot. Die Aktivitäten drehen sich um Kunst und Handwerk und werden von Colel Chabad voll finanziert.
http://www.breakingisraelnews.com/71595/hundreds-sick-israeli-children-receive-summer-sunshine-hospital-bed

Stipendien für Waisen
Colel Chabad hat an 100 israelische Waisen akademische Stipendien vergeben. Hierzu gab es ein besonderes Fest im Psagot-Weingut bei Jerusalem. Der Chesed-Menachem-Mendel-Preis hilft den Kindern mit Nachhilfe, Musikunterricht, Sommerlagern und Therapien, um ihnen bei der Bewältigung von Schule und Sozialleben zu helfen.
http://www.jpost.com/Israel-News/Helping-orphans-stay-in-school-460876
http://www.baltimorejewishlife.com/news/news-detail.php?SECTION_ID=37&ARTICLE_ID=76272

Gerettet von seiner Hundemarke
Schrapnell von Schüssen, die auf einen IDF-Posten nahe Metulla an der Nordgrenze zum Libanon abgegeben wurden, prallten von einer Hundemarke (= Identifikationsmarke) eines Soldaten ab, der den Posten bewachte. Militärsanitäter untersuchten den Soldaten und fanden ihn unversehrt.
http://www.jpost.com/Israel-News/Shots-fired-at-IDF-post-near-Lebanon-border-no-injuries-460893

Der erste Aliyah-Flug diesen Sommer
Israel begrüßte 218 neue Immigranten (Olim) aus Nordamerika. Die aktuelle Aliyah-Saison, organisiert von Nefesh B’Nefesh, hat begonnen.
http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/215173

Französischer Massen-Aliyah-Flug trifft ein
206 Immigranten aus Frankreich erreichten Israel beim bislang größten Sommer-Massen-Aliyah aus Frankreich. Natan Sharansky, Kopf der Jewish Agency, begrüßte sie und tanzte mit den neuen Olim. Weitere fünftausend Juden aus aller Welt planen ihre Aliyah für diesen Sommer.
http://www.thejc.com/galleries/news-galleries/in-pictures-over-200-french-jews-immigrate-israel-largest-french-aliyah-fli http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/215293

 

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Hier der Link zum englischen Original: http://www.verygoodnewsisrael.blogspot.com/
Ursprünglicher Herausgeber: Michael Ordman
Übersetzung: Yvaine de Winter

Historischer Revisionismus und Antisemitismus in Kroatien

Tomislav JakicManfred Gerstenfeld: Interview mit Tomislav Jakic (direkt vom Autor)

Antisemitismus im heutigen Kroatien ist – momentan – eher marginal. Dennoch ist es alltäglich mit Stereotypen zu Juden konfrontiert zu werden. Diejenigen, die diese Stereotype benutzen, sind sich oft nicht bewusst, dass sie Antisemitismus fördern. Diese Art von Antisemitismus ist Teil kroatischer Tradition – oder um es präziser zu sagen: mitteleuropäischer Tradition. Unter anderen Umständen könnte dieser latente Antisemitismus sich leicht in offene Aggression und gewalttätiges Verhalten verwandeln.

Die Zahl der Juden in Kroatien ist gering, vielleicht 2000, wenn man sowohl Gemeindemitglieder als auch diejenigen zählt, die ihre jüdische Identität nicht verbergen. 1991, während der Auflösung Jugoslawiens, explodierte eine Bombe auf dem jüdischen Teil des Hauptfriedhofs und eine weitere vor dem Gebäude der jüdischen Gemeinde in Zagreb. Die Täter wurden nie gefasst. Die offizielle Version lautet, dass der Geheimdienst der jugoslawischen Volksarmee hinter den Explosionen steckte. In den vergangenen zwei Jahrzehnten gab es mehrere antisemitische Vorfälle, vorwiegend die Verwüstung jüdischer Gräber oder dass Hakenkreuze auf sie geschmiert wurden. Die politische Szene Kroatiens ist aber nicht von Antisemitismus bestimmt, sondern von negativen Meinungen und Stereotypen zu Serben.

Tomislav Jakic ist Journalist im Ruhestand. Er wurde 1943 in Zagreb geboren. 1966 machte er seinen Abschluss an der juristischen Fakultät der Universität Zagreb. Ab 2001 war er einige Jahre lang politischer Berater des damaligen kroatischen Präsidenten Stjepan Mesić.

Seit 2010 erlebt Kroatien eine Welle wichtigen historischen Revisionismus zum Zweiten Weltkrieg. Eine Flut an Büchern, Veröffentlichungen, „Enthüllungen“ in Boulevard-Zeitungen und Fernsehsendungen haben alle ein falsches Ziel: die junge Generation zu überzeugen, dass die Ustascha aus dem Krieg gute Kroaten und wahre Patrioten waren.

Zugegeben wird, dass die Ustascha – auf Druck der Deutschen! – am Holocaust beteiligt war. Gleichzeitig, so die historischer Fälschung – waren die als Kommunisten getarnten Antifaschisten der Kriegszeit Kriminelle und Mörder.

In Wahrheit war die Ustascha, mit ein paar besonderen kroatischen Vorkriegselementen – eine Kopie des Faschismus mit seinen Konzepten überlegener und minderwertiger Völker und seiner Liebe zu Blut und Boden. Er dominiert nur während des Zweiten Weltkriegs wo immer die Ustascha die Kontrolle hatte. Die Ustascha-Ideologie bot die Grundlage für den Holocaust sowie den Völkermord an Serben, Roma und allen anderen, die nicht bereit waren die neue Ordnung anzuerkennen.

Religion hatte in der Ideologie der Ustascha keinen besonderen Platz. Doch vom ersten Tag an unterstützte die römisch-katholische Kirche in Kroatien das Ustascha-Regime des Marionettenstaats im unabhängigen Kroatien des Zweiten Weltkriegs, der von den Deutschen und den Italienern gegründet worden war. Der Islam wurde vom Ustascha-Regime als ein sehr wertvoller Verbündeter betrachtet. Menschen islamischen Glaubens wurden als Kroaten behandelt und „die Blume der kroatischen Nation“ genannt. 1943 äußerte der katholische Erzbischof von Zagreb, Alojzije Stepinac, erstmals sein Missfallen über die Rassentheorie und die unmenschliche Behandlung von Menschen, die in die zahlreichen Konzentrations- und Vernichtungslager in Kroatien gebracht wurden. Gegen die Konzentrationslager selbst protestierte er nicht öffentlich.

Antisemitismus war integraler Bestandteil der Ustascha-Ideologie und alltägliche Routine. Juden wurden in Kroatien gezwungen sich registrieren zu lassen und das Zeichen Ž (für Židov auf Kroatisch) zu tragen. Sie wurden diskriminiert wie die Juden in Deutschland. Schließlich wurden sie in Lagern brutal ermordet. Selbst die Deutschen waren von der schrecklichen Art geschockt, wie die Ustascha tötete. Vor dem Krieg gab es 1941 etwas 38.000 bis 39.000 Juden dort, was als unabhängiger Staat Kroatien entstehen sollte, worin Bosnien-Herzegowina sowie Teile von Serbien eingeschlossen waren. Zu dieser Zahl gehörten Konvertiten zum römisch-katholischen Glauben, die vom Ustascha-Regime wie Juden behandelt wurden. Nur 9.000 Juden überlebten.

Die Ustascha-Ideologie wurde während des Kriegs anfangs der 1990-er Jahre, als Jugoslawien auseinanderbrach, teilweise wiederbelebt. Einige führende Persönlichkeiten des Ustascha-Regimes der Kriegszeit kehrten aus dem Ausland zurück, während einige Nachkommen von Ustaschas in kroatischen Institutionen Einfluss gewannen. Die neue kroatische Regierung war von Anfang an von der Feindschaft gegen Serben geprägt. Das von Slobodan Milošević regierte Serbien griff Kroatien mit dem an, was von der jugoslawischen Volksarmee übrig war. Daraufhin entschied sich das kroatische Regime unter seinem Präsidenten Franjo Tuđman die Ustascha-Wiederbelebung als nationalistisches Element zu nutzen, um sowohl Milošević als auch denjenigen in Kroatien entgegenzutreten, die nicht für die Richtung waren, die der neue Staat einschlug. Tuđman war grundsätzlich gegen die Ustascha, sah sie aber als politische Kraft an, die es der kroatischen Nation ermöglichte ihren eigenen Staat zu erlagen.

Das aktuelle kroatische Regierung reagiert nicht oder nur verhalten auf den Revisionismus. Der Ustascha-Gruß „Za dom-spremni“ – bereit für die Heimat – ist inzwischen seit Jahren „allgemeine Folklore“ bei Fußballspielen. In der ersten Hälfte des Jahres 2016 marschierte eine Demonstration mit mehreren tausend Menschen – hauptsächlich Kriegsveteranen – durch Zagreb und rief schrie diese Parole. Diese Demonstration wurde vom stellvertretenden Parlamentspräsident Ivan Tepeš angeführt; er gehört zur rechtsgerichteten kroatischen Partei der Rechte – Dr. Ante Starćević. Graffiti mit Hakenkreuzen und einem großen U – für Ustascha – mit einem Kreuz darüber sind fast überall in Kroatien zu sehen. Während des Krieges zur Auflösung Jugoslawiens wurden etwa 3.000 Denkmäler für die antifaschistischen Kämpfer und Opfer des Faschismus von der kroatischen Armee, Polizeieinheiten und Einzelpersonen bewusst zerstört. Keiner der Täter stand jemals vor Gericht.

Das brutalste Lager der Kriegszeit befand sich in Jasenovac. Einmal im Jahr gibt es ein offizielles Gedenken, wenn eine Zeremonie stattfindet, bei der an den weitgehend erfolglosen Ausbruchsversuch der Insassen vom Frühjahr 1945 erinnert wird. Ansonsten wird das mörderische Jasenovac fälschlich als Arbeitslager dargestellt. Nedjeljko Minahovic, einer der ehemaligen Präsidenten des kroatischen Parlaments, hat gesagt, das Leben dort sei nicht so schlimm gewesen und die Insassen führten sogar Operetten auf. Es ist charakteristisch, dass das heutige Kroatien den Holocaust nicht leugnet. Es wird jedoch enorm viel unternommen, die auf 80.000 bis 100.000 geschätzte Zahl der Ermordeten in Jasenovac niedriger anzusetzen. Kroatien versucht nicht zu erwähnen, dass dort Serben in einer Anzahl ermordet wurden, die sogar die der Juden übersteigt.

Mit starker Unterstützung der katholischen Kirche behaupten einige sogenannte „Historiker“ fälschlich, dass Jasenovac in der Zeit des sozialistischen Jugoslawien als Todeslager bestand. Diese Fälschung behauptet auch, dass nach dem Zweiten Weltkrieg in dem Lager mehr Menschen getötet wurden als während des Krieges. Für all dieses Erfundene gibt es keine Beweise.

Im April 2016 nahmen – wegen der mehr oder weniger offenen Ustascha-Politik der Regierung und besonders des Kultusministers Zlatko Hasanbegovic – die jüdische Gemeinschaft und Antifaschisten nicht am offiziellen Gedenken in Jasenovac teil, sondern organisierten ihre eigene Veranstaltung.