Abu Akleh: Die Welt zieht eindeutige Lügen über Juden ehrlichem Zweifel vor

Elder of Ziyon, 13. Mai 2022

Vor meinem Twitter-Bann twitterte ich:

Eine Seite: „Lasst uns die Beweise ansehen, transparent, mit allen Seiten und die Wahrheit finden.“

Die andere Seite: „WIR BRAUCHEN KEINE BEWEISE! IHR SEID KALTBLÜTIGE MÖRDER!“

Warum stellt sich überhaupt die Frage, welche Seite man unterstützen soll?

Trotz all der Anschuldigungen durch die PA, B’Tselem, Ken Roth und andere, dass Israel gar keine objektive und ehrliche Ermittlung durchführen kann, sagen IDF-Ermittler derzeit, dass es die Möglichkeit gibt, dass Shireen Abu Akleh von einem Schuss getötet wurde, der auf einen Terroristen-Jeep in ihrer Nähe abgegeben wurde.

Die Ermittlungen des Militärs zum Tod der Al-Jazira-Journalistin Shireen Abu Akleh ist so weit eingeengt worden, dass sie sich auf einen bestimmten Feuerwechsel zwischen IDF-Truppen und palästinensischen Schützen am Mittwoch in Jenin konzentrieren, so ein Bericht vom Donnerstag.

Dieser fragliche spezielle Vorfall „fand rund 150 entfernt von dort statt, wo die Journalistin sich befand, die von Gewehrfeuer getroffen und getötet wurde. Der Vorfall fand zu der Zeit statt [zu der sie getroffen wurde]“, berichteten die Nachrichten von Kanal 12.

Die IDF sagt, dass ein Soldat mehrere Schüsse durch einen Spalt in dem gepanzerten Fahrzeug auf eine Gruppe Terroristen in einem Jeep abgab und zwar in die Richtung von Abu Akleh, die sich hinter den Terroristen befand.

Sie sagt, die andere Möglichkeit ist, dass es massives Feuer aus palästinensischen Positionen in Richtung Norden gab, wo Abu Akleh sich befand. „Als Teil des Versuchs die militärischen Kräfte zu treffen wurde massives Feuer abgegeben, bei dem hunderte Kugeln von mehreren Zielen aus in die Richtung geschossen wurden“, wo sich Abu Akleh befand.

Angesichts dessen, dass es mehrere Schüsse um Abu Akleh gab, einschließlich auf einen Baum und ihre Kollegen, scheint es unwahrscheinlich, dass all die IDF-Kugeln fehl gingen und in ihrer Nähe einschlugen, aber die IDF sagt, es ist eine von zwei Möglichkeiten.

Sie bittet die USA um Hilfe dabei die PA dazu zu bringen die Kugel und/oder ihren Helm auszuhändigen, durch die sie feststellen könnte, ob es eine ihrer Kugeln war.

Bislang hat die PA das abgelehnt.

Warum?

Es ist ziemlich offensichtlich, dass nur eine Seite an der Wahrheit interessiert ist und die andere nur Propaganda will. Was kurz und knapp der gesamte Konflikt ist.

Die größere Frage lautet, warum so viele Leute sofort annehmen, dass Israel die Dinge vertuscht, wenn es offensichtlich klar ist, dass die einzige Seite, die kein Interesse an der Wahrheit hat, die palästinensische ist?

Es scheint in der menschlichen Natur zu liegen, dass Leute es vorziehen eindeutigen, schwarz-weiß gestalteten Narrativen zuzuhören, statt der ehrlichen Wahrheit. Aber das gilt besonders, wenn es eine bereits vorhandene Einseitigkeit gegenüber einer Seite gibt.

Die Antwort ist dieselbe Antwort, die sie seit tausend Jahren gewesen ist. Von Juden wird vorausgesetzt, dass sie Lügner und Betrüger sind. Dieses uralte Stereotyp, das hinter den Verleumdungen steckt und Teil der Gründe ist, dass so viele Menschen lieber ein deutliches Narrativ schlucken statt die nicht eindeutige Wahrheit.

Arabischer Antisemitismus kommt einfach immer weiter und wird immer schlimmer

Elder of Ziyon, 26. April 2022

Ich habe lange Zeit dieses Level an krassem Antisemitismus arabischer Offizieller und Medien nicht erlebt.

Jordaniens Zeitung Al-Sabil bringt ein Op-ed (auch auf anderen Nachrichtenseiten veröffentlicht) darüber, wie man in Jerusalem die Ruhe bewahrt.

Die Ruhe wird nur unter zwei Bedingungen zurückkehren: dass kein Palästinenser davon abgehalten wird jederzeit von wo auch immer in Palästina kommend die Al-Aqsa zu betreten; und keinem Juden zu erlauben sie jemals zu betreten.

Er zitierte eine Erklärung eines jordanischen Ministeriums, dass „die Besatzung aufrief die Lage in der Al-Aqsa-Moschee so wiederherzustellen, wie sie vor dem Jahr 2000 war und das Mughrabi-Tor zu schließen, durch das Siedler ihre täglichen Einfälle in die gesegnete Al-Aqsa-Moschee ausführen.“

Unterdessen lehnte der Scheik der Al-Azhar in Ägypten den Vorschlag rundheraus ab, er möchte sich mit Rabbinern treffen.

Die ägyptische Zeitung Al-Majd brachte diese Schlagzeile: „Die Zahl der Juden in der Welt beträgt 15 Millionen üble Menschen: Nur 7 Millionen von ihnen besetzen Palästina und 6 Millionen besetzen die „zionistischen“ Vereinigten Staaten“.

Die Zahl der Juden in Deutschland beträgt 15 Millionen üble Menschen: Nur 7 davon besetzen Palästina und 6 besetzen die „zionistischen“ USA

Rai al-Youm hat einen Artikel, der besagt, dass ein Ungenannter (sie) seit der Zeit Josuas bis heute Spionage und Massenmord an Zivilisten betrieben haben.

Ma’an beschuldigt die Juden kurz angebunden Jesus ermordet zu haben.

Es gibt eine berühmte jiddische Geschichte über einen armen Mann, der sich beim Rabbi beschwert, sein Haus sei zu klein und der Rabbi bittet ihn es eine Zeit lang mit Nutzvieh zu füllen. Nachdem die Tiere wieder entfernt wurden, ist der Mann froh, dass er so viel mehr Platz hat. Dieser Artikel hingegen verdreht ihn in eine Erzählung darüber, wie Juden ihre Feinde psychologisch manipulieren, ohne etwas Konkretes zu unternehmen ihnen zu helfen.

Und dann gibt es diesen Artikel in Al-Omah, der angelblich gegen Normalisierung mit Israel ist, aber zu den Beispielen einer solchen Normalisierung in den VAE gehört, dass ihre Hotels ihren Gästen koscheres Essen anbieten, Pläne für ein jüdisches Viertel haben und Pessah-Grüße senden. Obendrein fügt er hinzu: „Die Al-Aqsa-Moschee muss von der Entweihung, dem Terror und der Arroganz der Juden befreit werden.“

Es gibt noch mehr! Mohamed Mokhtar Gomaa ist der ägyptische Minister für religiöse Stiftungen (waqf). Er wurde in den sozialen Medien angegriffen, weil das Waqf-Ministerium dieses Jahr wegen COVID nächtliche Gebete in Moscheen verbot. Die Menschen waren aufgebracht und bezeichneten ihn mit der schlimmstmöglichen Beleidigung: Sie behaupteten, er sei Jude. (Eine Person, die ihn zu verteidigen versuchte, überlegte einen seiner Angreifer als den Sohn einer jüdischen Mutter zu bezeichnen, beschloss dann aber, dass dies eine zu brutale Beleidigung sei.)

Und all das nur in den letzten 24 Stunden!

Arabische Medien und Offizielle gaben früher zumindest vor antizionistisch zu sein. Sie haben offenbar bemerkt, dass unverhohlener Antisemitismus von der Welt nicht bemerkt wird oder dass es niemanden kümmert, also sind sie in die alten Zeiten zurückgekehrt, bevor MEMRI und andere, die sie beschämten, zumindest so zu tun als würden sie ihren Judenhass verbergen.

Schaschlik

Ein paar gute Artikel zum Nachlesen:
– Podcast von Sandra Kreisler: Akadämlicher und Leerer: Irgendwas mit Israel und Kolonialismus
Die palästinensische Nullsummen-Mentalität
Über Antisemitismus will die Documenta nicht sprechen
Die Medien und der Terror in Israel
„Erkennbar jüdische Personen“ von Lufthansa-Flug ausgeschlossen.
Fake-Nuss spezial: Wie die Deutsche Welle Nahostgeschichte fälscht
Wenn Lufthansa Juden nicht in ein Flugzeug lässt
Den «Nakba-Tag» abschaffen
Nachhilfe für Amnesty International
Erziehung zum Hass: Eine Mena-Watch-Analyse palästinensischer Schulbücher
– Kommentar: Antiisraelischer Konsens
Anti-palästinensischer Rassismus hat das Zeug, der neue heiße Scheiß zu werden

Palästina-Solidaritätsgruppen begingen in Seattle den „Nakba-Tag“ – und feierten dabei die Axt-Morde von Elad.

Am Montag wurde der erste muslimische Richter des Obersten Gerichtshofs Israels vereidet. (Ja, ja, was für ein Apartheidstaat…)

Der israelische Minister für öffentliche Sicherheit gab der Forderung Jordaniens nach und lässt 50 zusätzliche Waqf-Wachen auf dem Tempelberg zu.

Die britische Sunday Times behauptet, Israel habe Verbündete informiert, es werde als Reaktion auf die Terrorwelle in Israel Teams ins Ausland schicken, um dort befindliche Hamas-Führer zu töten.

Ein Vertreter der PA sagte am Sonntag: „Die Al-Aqsa-Moschee auf ihrem gesamten Territorium, einschließlich der Westmauer, ist ein rein islamisches Heiligtum und Nichtmuslime haben kein Recht daran.“ Und leugnete dann jede jüdische Verbindung zu Jerusalem und dem Tempelberg.

Passagieren am Flughafen Ben Gurion, die in einem Flieger in die Türkei saßen, der gerade auf dem Weg zur Startbahn war, bekamen Bilder von einem Flugzeugabsturz geschickt.

Eine Internetseite der israelischen Busgesellschaft Egged wurde von einer pro-iranischen gehackt. Sie ging innerhalb kurzer Zeit mehrfach komplett offline.

Bei einem von PA-Arabern initiierten wilden Schusswechsel während einer Anti-Terror-Razzia der IDF wurde eine Journalistin von Al-Jazira getötet. Die PA gibt natürlich die Soldaten als Mörder an. Problem für sie: Es gibt Videoaufnahmen, auf denen die Terroristen behaupten einen Soldaten erschossen zu haben, der läge auf dem Boden – nur dass die IDF bei dem Einsatz keine Verluste hatte, nicht einmal Verletzte. Außerdem stellten die Terroristen auch noch fest, dass der „Soldat“ weiblich war. Die PA lehnte das israelische Angebot einer gemeinsamen pathologischen Untersuchung ab. Eine PA-Autopsie der Toten ergab keine eindeutigen Ergebnisse. Darüber hinaus wurde von den PA-Forensikern festgestellt, dass die Frau aus recht kurzer Entfernung getroffen wurde – die israelischen Soldaten waren ca. 150m entfernt.

Die USA fordern eine „sofortige und gründliche Untersuchung“ des Todes der Journalistin. Bidens Administration „vergisst“ dabei geflissentlich, dass die PA das verhindert.
Die PA will Israel wegen des Todes der Journalistin vor dem IStGH anklagen lassen.
Bei der Beerdigung der Journalistin pries ihn ein Fatah-Aktivist als „heldenhafte Märtyrerin“ und verkündete, Israel sei besiegt worden.

In den sozialen Medien kursiert ein Foto eines israelischen Journalisten, dem mit der Ermordung gedroht wird, als „Vergeltung“ wegen des Tods der Al-Jazira-Journalistin: „Auge um Auge“ und „Warten Sie auf Ihren Tod“.

Im Gegensatz zu Europa und den Palästinensern (und wohl auch der US-Administration) verurteilt ein Großteil der arabischen Welt zwar den Tod der Al-Jazira-Journalistin Abu Akleh, macht aber meistens nicht Israel dafür verantwortlich.

Was auch sonst (die Eindimensionalität dieser US-Administration ist die Linken weltweit): „Israels Siedlungserweiterungsprogramm schadet den Aussichten auf eine Zweistaatenlösung.“ Die haben nichts begriffen und wollen es auch nicht.

Quds-Tag-Demonstration in Dearborn, Michigan in den USA – mit Forderungen nach Völkermord an Juden/Vernichtung Israels.

Ein Rechtsanwalt hat bei der Polizei Anzeige gegen MK Ahmed Tibi (Gemeinsame Arabische Liste) gestellt, nachdem ein Video bekannt wurde, das den Abgeordneten dabei zeigt, wie er einem flüchtigen Verdächtigen half der Polizei zu entkommen.

Kate Winslett hat die Rolle der Erzählerin in einem Film übernommen, den man nur als israelfeindliche Propaganda bezeichnen kann (Eleven Day in May). Dann hat sie sich „entschuldigt“. Jetzt hat sich noch herausgestellt, dass der Regisseur des Films ein leidenschaftlicher Hamas-Anhänger ist.

Bei der Beerdigung der getöteten Journalistin von Al-Jazira lieferten sich Araber „Zusammenstöße“ mit der Polizei, die sie mit Steinwürfen auf Polizisten begannen. Das „offizielle Amerika“ (Biden-Sprecherin Psaki, Bidens UNO-Botschafterin) macht Israel für die Gewalt verantwortlich, laute Stimmen der US-Demokraten tun das sowieso.

Eine Moschee in Ingolstadt ist nach Husein Dozo benannt – einem SS-Sturmbannführer der Division Handschar während des Zweiten Weltkriegs.

Gibt’s irgendwann mal was Neues? Die EU fordert von Israel die Genehmigungen für neue  Wohneinheiten in Judäa und Samaria zu streichen, diese seien ein „Hindernis für die Zweistaaten-Lösung“.

Bei „pro-palästinensischen“ Demonstrationen zum „Nakba-Tag“ in London wurden bösartig antiisraelische und eindeutig antisemitische Botschaften skandiert und auf Plakaten hochgehalten.

Der alltägliche Antisemitismus: (eine umfassende Sammlung gibt es auf The New Antisemite; auf twitter gibt es für den deutschsprachigen Raum die „RIAS“ (Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus):
Araber-/Islamstaaten/Islamisten:
Iran: Bei einem Vortrag im Fernsehen wurde von einem offiziellen Regierungsvertreter behauptet Hitler sei jüdischer Abstammung gewesen und Israel würde die Organe von entführten muslimischen Kindern für reiche Westler „ernten“.
Irak: Im Parlament wird überlegt ein Gesetz zu schaffen, mit dem für „Normalisierung“ mit Israel die Todesstrafe verhängt werden soll.
Palästinenser:
– Eine PA-Zeitung verkündet:Die Juden haben den Holocaust erfunden, Hitler war Jude, Juden sind Mörder.
Deutschland:
– Auf mehreren Flügen von New Yorker Flughäfen über Frankfurt nach Budapest gab es jede Menge jüdische Fluggäste, die zu einem Jahrestag eines Rabbiners wollten. Einige weniger der Fluggäste auf einem Flug hielten sich nicht an die von der Lufthansa verhängte Maskenpflicht. Daraufhin wurden ÜBERHAUPT keine Juden (heißt: nach Meinung der Lufthansa-Bediensteten jüdisch aussehende Fluggäste) von Frankfurt weitergeflogen (außer den Fluggästen der ersten Klasse, wo einige Flugbegleiter und auch einige Fluggäste keine Masken getragen hatten). Was Lufthansa mit Hilfe der Polizei durchsetzte. Die Fluggesellschaft entschuldigte sich später dafür, dass eine Mitarbeiterin sagte „Juden haben das Fiasko verursacht“.
Österreich:
– Die jüdische Gemeinde in Wien verzeichnete 2021 einen Anstieg antisemitischer Vorfälle um 65% gegenüber dem Vorjahr.
Schweiz:
– Markthalle Basel: Ein Händler darf an einem Olivenöl-Markt nicht teilnehmen, weil die Herkunft des von ihm vertriebenes Produkts „problematisch“ sein soll – es kommt aus Israel. (Das Öl eines sich offen zu BDS bekennenden Händlers ist unproblematisch.)
Iberische Halbinsel:
Spanien: In Bilbao wurden israelische Basketballfans, die Hapoel Holon zu einem Turnier begleiteten, von pro-palästinensischen „Demonstranten“ antisemitisch beleidigt und angegriffen.
Britische Inseln:
– 2 Fans von West Ham United belästigten auf einem Flug einen Juden mit antisemitischen Beleidigungen.
USA:
– Jüdische Gruppen kritisieren, dass Protestierende vor Disney World Naziflaggen schwenkten.
– Ein Schild in Brooklyn, das auf Antisemitismus aufmerksam macht, wurde mit Hakenkreuzen entstellt.
Down Under:
– In Caulfield (Bundesstaat Victoria) wurden zwei Männer verhaftet, weil sie in der gesamten Stadt Hakenkreuz-Aufkleber angepappt hatten.

Die Religion des Friedens, der Liebe, der Rücksichtnahme, der Frauenrechte und Wissenschaften:
Indien: Die muslimische Frau eines von Muslimen ermordeten Hindu sagt, vor ihrer Ehe versuchte ihr Bruder zweimal sie aufzuhängen.
Sudan: Ein Paar wird wegen „Ehebruch“ ausgepeitscht – nachdem die Ehe wegen des Übertritts zum Christentum annulliert wurde.
Libyen: Ein libyscher Islamgelehrter untersagt Gebete für getötete Journalistin Shireen Abu Akleh. Weil Shireen Abu Akleh, die am Mittwoch in Dschenin ums Leben gekommen war, Christin war, sei es Muslimen untersagt, für sie um Barmherzigkeit zu beten.
Indien: Ein Muslim prügelte den Freund seiner Schwester zu Tode, weil der Hindu war.

Jihad:
Nigeria: Bei Überfällen auf Dörfer ermordeten Jihadisten 9 Menschen.
Jemen: Ein schiitischer Mob stürmte eine sunnitische Moschee, griff den Imam an und vertrieb die Betenden.
Ägypten: Ägypten gibt an, dass Jihadisten im Sinai Soldaten angriffen; 5 Soldaten und 7 Terroristen sind tot.
Nigeria: „Allahu Akbar“ brüllende Muslime ermordeten 8 Menschen, darunter Kinder, die jünger als 5 Jahre alt waren.

Muslimisches Herrenmenschentum, Dhimmitum, Anspruchsdenken, Islamisierung im Westen:
Frankreich: Ein muslimischer Teenager sagt, er würde „nicht für Frankreichkämpfen, sondern für Syrien“.
Frankreich: Ein von Schweden ausgewiesener muslimischer Migrant leistete sich sexuelle Übergriffe auf einen Neunjährigen und war im Besitz von kinderpornografischen Bildern; sein Anwalt fordert, die kulturellen Unterschiede und seinen „psychologischen Hintergrund“ zu berücksichtigen. Der Typ selbst heult, sein Leben sei zerstört (durch die Anklage).
Russland: Der Obermufti Russlands verkündet, Russlands Krieg in der Ukraine sei ein Jihad zur Verteidigung der Heimat.
Frankreich: Eine „Allahu Akbar“ brüllende Muslima versuchte Polizisten zu töten; Le Parisien sagt, das sein ein seltsamer Fall.
Großbritannien: Jihadistische Häftlinge in britischen Gefängnissen haben Scharia-Gerichte gebildet und peitschen andere Häftlinge aus.

Christenverfolgung/Verfolgung von Nichtmuslimen:
Nigeria: Ein muslimischer Mob verbrannte eine christliche Studentin bei lebendigem Leib. Anscheinend wurde ihr „Blasphemie“ vorgeworfen. Ein Imam rechtfertigte den Mord: „Wir Muslime haben rote Linien, die nicht überschritten werden dürfen.“
Nigeria: Muslime ermordeten 29 Christen, darunter mindestens 2 Kinder.
Nigeria: Die Staatsführung des Bundesstaates Sokoto kündigt an, dass weitere Christen wegen Respektlosigkeit gegenüber dem Propheten Mohammed getötet werden.-

BDS fail:
– Die BDS-Hetzer drehen am Rad: Maroon 5 spiel(t)en nicht nur ein (ausverkauftes) Konzert in Tel Aviv, sie häng(t)en direkt noch eins (ebenfalls ausverkauft) dran.

Obama Watch:
– Die Truppen, die in Madison (Wisconsin) das Büro einer Organisation von Abtreibungsgegnern verwüstete und Morddrohungen hinterließ, war dann wohl die Antifa.
Antifa-„Aktivisten“ wollten am Montagabend einen der Richter des Obersten Gerichtshofs „besuchen“. Der ist mit seiner Familie an einen unbekannten Ort gebracht worden. Die Linken geifern wegen eines vermutlichen Urteils, das die Abtreibungsrechte einschränken könnte.
Fox News goes left: Selbst der ach so „rechte“ Sender Fox erlaubt nicht einmal die Erwähnung des Films „2000 Mules“, der die Fälschungen bei den Wahlen 2020 dokumentiert (und belegt). Die Ausstrahlung wurde abgelehnt und bei Interview wird verlangt, den Film nicht zu nennen.

Obamanisten:
Bidens Desinformationsbeauftragte (Vorsitzende der Abteilung Desinformations-Abwehr im  Heimatschutzministerium, von den Gegner „Wahrheitsministerium“ genannt) gab folgendes zu wissen: In den sozialen Medien sind Linke die Opfer von Zensur und werden gesperrt. (Sagt mal Trump und allem möglichen anderen Konservativen, dass sie entweder Linke sind oder sie das Sagen in den sozialen Mediengiganten haben…)
– Das New York Museum of Jewish Heritage hat dem Tikvah Fund verboten zu einer Veranstaltung Ron DeSantis als Redner einzuladen; andernfalls müsse die Veranstaltung abgesagt werden. DeSantis sei nicht auf der Linie der Werte des Museums und seiner Botschaft der Inklusivität. Gleichzeitig behauptet das Museum: „Wir machen keine Politik.“ Seltsamerweise dürfen Politiker der Demokraten regelmäßig dort reden. Demokraten, die wegen Skandalen zurückgetreten wurden, zu den extremsten Linken des Landes gehören. Nur nie Republikaner. Aber das Museum ist unpolitisch…
– Auf das Büro einer Gruppe Abtreibungsgegner in Oregon wurde mit Molotow-Cocktails ein Brandanschlag verübt. Auch ein Zentrum für Schwangerenhilfe wurde verwüstet.

Obamedien:
– Der Direktor für Datenwissen bei Reuters wurde gefeuert – er hatte korrekte (aber politisch nicht gewollte) Zahlen zu Polizeigewalt und Rassen berichtet.
– Ein Sicherheitsexperte von CNN: Trump-Anhänger sind nicht anders als „gewalttätige Jihadisten“.

Biden als Präsident:
Biden behauptete zum Ende des Ramadan, die Muslime würden weltweit gewalttätig verfolgt. (Der Satz könnte stimmen, wenn er denn richtig ergänzt würde: „von anderen Muslimen“!)
– Vor den Häusern von Richtern am Obersten Gerichtshof gibt es (teilweise üble und gewaltbereite) Proteste von Linken wegen eines möglichen Urteils zum Abtreibungsrecht. Biden findet diese „friedlich“ und in Ordnung.
Bidens Umfragezahlen weiter im Keller: 80% der registrierten Wähler finden, dass Biden auf dem Holzweg ist.

„Palästinensische“ Jugendliche sagen: „Es steht im Koran, dass alle Juden sterben müssen!“

Robert Spencer, Jihad Watch, 12. Mail 2022

Es ist unklar, welchen Abschnitt des Koran dieser bezaubernde Bursche im Sinn hat. Der Koran sagt: „Tötet sie, wo immer ihr sie findet“ (Sure 2,191; 4,89; vgl. 9,5), aber diese Mahnungen sind nicht speziell gegen Juden gerichtet.

Außerhalb des Koran gibt es einen berühmten Hadith, der Mohammed so darstellt, dass er am Ende der Zeiten nicht kommen wird, bis die Muslime die Juden töten: „Die letzte Stunde wird nicht kommen, bis die Muslime gegen die Juden kämpfen und die Muslime sie töten, bis die Juden sich hinter einem Stein oder einem Baum verstecken und der Stein oder der Baum sagt: Muslim oder Diener Allahs, da ist ein Jude hinter mir; komm und töte ihn; aber der Braum Ghargad wird nicht es nicht sagen, denn er ist der Baum der Juden.“ (Sahih Muslim 6985)

Auf jeden Fall, welchen Abschnitt er auch im Kopf hat, gibt es keinen Zweifel, dass dieser junge Mann glaubt, was er sagt und die Absicht hat entsprechend zu handeln.

„Jeder Jude muss sterben, der Koran sagt das“, beharrt palästinensischer Jugendlicher. In: Israel Today, 10. Mai 2022:

… Das erfuhr der Arabsich sprechende israelische Journalist Ohad Hemo bei einem ungemütlichen Chat diese Woche mit einer Gruppe palästinensisch-arabischer Teenager in Jerusalem.

Hemo begab sich auf die östliche Seite der Stadt, um etwas über die Besorgnis erregende Zunahme der Unterstützung für die Hamas bei lokalen arabischen Einwohnern nach der Gewalt des letzten Monats auf dem Tempelberg herauszufinden.

Hamasführer „Yahya Sinawar rief zum Massaker an Juden auf“, sagte  Hemo den Jugendlichen, offenbar in der Hoffnung sie zu überzeugen sich gegen solch eine gewalttätige Bewegung zu stellen.

„Ja, jeder Jude muss sterben“, antwortete einer der Jugendlichen.

„Aber ich bin Jude. Muss ich sterben?“, fragte Hemo.

Die Antwort kam ohne Zögern: „Ja! Es steht im Koran geschrieben, dass jeder Jude sterben muss!“

Leonard Cohens Lieder des Yom Kippur-Kriegs

Mit einem Auftritt, der nie wirklich erklärt wurde, kam der legendäre Sänger in die Wüste, um in den blutigsten Wochen des Krieges für die Truppen zu singen.

Matti Friedman, Tablet Magazine, 4. Mai 2022

Leonard Cohen 1973 in der Wüste Sinai (Foto: Isaac Schokal)

Es gab immer etwas Kryptisches an „Lover Lover Lover“, dem Klassiker der kanadischen Musik-Ikone Leonard Cohen von 1974; er war der „poet of rock“ (Poet des Rocks). Der Song mag nicht so berühmt sein wie Cohens „Hallelujah“, aber er wurde von den Fans geliebt und war dem Sänger wichtig, der vier Jahrzehnte später noch immer Konzerte gab. Aber was bedeutete er? Warum schrie er in der ersten Zeile „Father, change my name“ (Vater, ändere meinen Namen)? Das klang nicht wie ein Liebeslied. Genauso wenig die Feststellung, dass ein Körper als „Waffe“ dienen könne oder die Hoffnung, dass der Song selbst als „Schild gegen den Feind“ dienen würde. Wer war dieser Feind? Und wer war das Publikum?

2009 beendete Cohen eine Welttournee mit einem Auftritt in Israel, wo ich lebe. Im Alter von 75 legte er einen der größten letzten Auftritte der Musikgeschichte hin. Das kam, nachdem er aus einem buddhistischen Kloster in Kalifornien auftauchte, um festzustellen, dass sein ehemaliger Manager sein Bankkonto leergeräumt hatte; er ging wieder auf Reisen und entdeckte, dass er in den Pantheon der Popmusik aufgestiegen war. Vielleicht waren Sie unter den Glücklichen, die eines dieser Konzerte erlebten. Ich wuchs in Kanada auf, wo Cohen immer als nationaler Schatz betrachtet worden ist, aber bis dahin hatte ich kaum wertgeschätzt, dass er in Israel denselben Status hatte. Als hier Karten in den Verkauf gingen, brachen die Telefonleitungen innerhalb von Minuten zusammen. Fünfzigtausend Menschen erschienen in Tel Aviv.

Den Grund für die intensive Verbindung kannte ich nicht, bis ein Artikel in einer Lokalzeitung eine Erklärung vorstellte. Es hatte mit einer Erfahrung zu tun, die Cohen lange Zeit zuvor mit Israelis geteilt hatte, im Herbst 1973. Mein Versuch herauszufinden, was passiert war, wurden zu Jahren der Recherche und Interviews und irgendwann zu einem Buch mit dem Titel Who By Fire, in dem es darum geht, wie ein Krieg und ein Sänger aufeinanderstoßen, um einen außergewöhnlichen Moment der Musik zu schaffen. Es stellte ich heraus, dass ein Strang der Geschichte mit „Lover Lover Lover“ und dem Kampf eines großen Künstlers oder eines jeden von uns damit im Zusammenhang steht, dass das Ziehen des Universums mit dem Magnetismus unseres eigenen Volksstamms und der Vergangenheit in Einklang gebracht wird.

Die zweite Woche des Oktober 1973 war eine der schlimmsten in der Geschichte Israels. Um 14 Uhr am 6. Oktober, das war der jüdische Fastentag Yom Kippur, starteten Ägypten und Syrien Überraschungsangriffe. Überall in Israel ertönten Sirenen, ein ägyptischer Bomber schoss eine gelenkte Rakete auf Tel Aviv, die Grenzverteidigungen zerbröckelten, die Luftwaffe begann an Flugzeugen und Piloten auszubluten, Verluste der Armee kletterten von Hunderten in die Tausende und die Israelis waren von Verzweiflung gepackt. In diesem Moment stiefelte ein verschrobener  Barde aus Montreal aus dem Rauch der Schlacht in der Wüste Sinai auf eine selbst verfügte Suche.

Lenoard Cohens Auftauchen schien damals so seltsam wie heute und ist nie richtig erklärt worden, obwohl dies in Israel eine der Geschichten zum Yom Kippur-Krieg geworden ist, die jeder kennt, genauso wie die berühmten Schlachten. Cohen war bereits ein internationaler Star. Drei Jahre zuvor hatte er vor einer halben Million Menschen beim Isle of Wight Festival gespielt, das größer war als Woodstock und wo wilde Fans Joan Baez mit Zwischenrufen störten, mit Flaschen nach Kris Kristofferson warfen und die Bühne samt Jimmi Hendrix darauf abbrannten, sich aber beruhigten, als Cohen nach Mitternacht auf die Bühne kam und sie hypnotisierte. Er war einer der größten Namen der Sechziger. Und hier war er jetzt im Nahen Osten, am Rande einer mit rauchgeschwärzten Panzern und Leichen in verkohlten Tarnanzügen übersäten Wüste, spielte ohne Verstärker für eine kleine Gruppe Soldaten mit einer Munitionskiste als Bühne. Einige Soldaten wussten nicht einmal, wer er war. Andere schon und konnten nicht begreifen, was um alles in der Welt er hier machte.

Wie er in den Krieg geriet und was ihn nach Israel zog oder trieb, ist eine andere Geschichte, eine, die ich mit Hilfe eines bemerkenswerten Manuskripts enträtselte, das er über die Erfahrung schieb und dann beiseite legte. Als er die Front im Sinai erreichte, war er in Begleitung einer Spontan-Band aus vier israelischen Musikern unterwegs. In einer Beschreibung  einer lange eingegangenen Zeitschrift, die das israelische Äquivalent des Rolling Stone war, saßen Soldaten nachts nach einem Tag der Kämpfe im Sand. Einige rauchten. Cohen kam an, trug Khaki. Er sprach in ernstem Englisch zu ihnen, was nicht alle verstanden. „Dieses Lied ist eines, das Zuhause gehört werden sollte, in einem warmen Raum mit einem Drink und einer Frau, die du liebst“, sagte er. „Ich hoffe, ihr werdet euch alle bald in dieser Situation wiederfinden.“ Er spielte „Suzanne“. Das Publikum für diese seltsame Tour war ein Querschnitt junger Israelis im schlimmsten Moment ihres Lebens – aufgewühlte Infanteristen, halb taube Artilleristen, Teenagermädchen aus einer zerstörten Radarstation, die gerade erlebt hatten, dass fünf Freunde getötet wurden. Ich verbrachte eine Menge Zeit damit sie ausfindig zu machen, um zu hören wie sie sich fühlten.

Eines der Konzerte fand auf einem Fliegerhorst namens Hatzor statt, wo Piloten in amerikanischen Phantom-Jets und französischen Mystères von sowjetischen Flugabwehrraketen in einer Menge abgeschossen wurden, wie die israelische Luftwaffe es nie erlebt hatte. Piloten schlossen die Reißverschlüsse ihrer Fliegeranzüge, verließen ihre Unterkünfte und verschwanden für immer. Diese Tour bezog ihre einzigartige Wirksamkeit aus der Tatsache, dass ein Sänger, dessen Themen die menschliche Unvollkommenheit und Vergänglichkeit und die kurzen Freuden waren, die deine Nacht versüßen können, sich mitten unter Leuten spielend wiederfand, für die diese flüchtigen Kräfte nichts Abstraktes waren, was in die Luft eines Wohnheims schwebt. Sie wussten, dass der Tod auf sie wartete, wenn das Konzert endete. Jeder war ernst. Kein Geld wechselte die Hände. Die Leute waren aufmerksam.

Auf dem Fliegerhorst spielte Cohen die Hits, die jeder kannte: „Suzanne“, „So Long Marianne“, „Bird on the Wire“. Der Auftritt verlief derart gut, dass einer der Offiziere die Musiker anflehte noch einmal zu spielen und in der Pause zwischen den beiden Auftritten schrieb Cohen ein Lied.

Eine der angenehmen Seiten für dieses Buch zu recherchieren, bestand darin Zeit mit den kleinen Notizbüchern zu verbringen, die Cohen während und nach dem Krieg schrieb und die im Nachlass des Sängers erhalten sind. Hier fand ich Gekritzeltes, halbe Gedankengänge, hingeworfene Zeilen und die ersten Schimmer von Liedern, die irgendwann Millionen kannten. Auf einer Seite eines kleinen orangen Notizbuchs, das er in Israel dabei hatte, schrieb er (und wenn sie Cohens Arbeit kennen, dann atmen Sie durch, denn Sie sehen die Geburt von etwas Berühmten):

Ich fragte meinen Vater, ich bat
ihn um einen anderen Namen

Das ist die embryonische Version von „Lover Lover Lover“. Es ist eine interessante Idee, damit anzufangen, besonders weil die Israelis sagen, dass Cohen darum bat ihn nicht mit Leonard anzusprechen, sondern mit Eliezer, seinem hebräischen Namen.

Cohen stellte den Song beim zweiten Auftritt auf dem Fliegerhorst vor, berichten zwei seiner Bandkollegen – der Liedermacher Oschik Levy, der neben der Bühne stand und  zuhörte und Matti Capsi, ein 23-jähriger, der bei der allerersten Vorstellung des Liedes Gitarre spielte; heute ist er selbst eine israelische Musiklegende. Cohen verfeinerte ihn, während die Band weiter durch den Krieg zog. In seinem unveröffentlichten Manuskript erwähnt Cohen die Vorstellung, dass er die Soldaten tatsächlich beschützen könne: „Ich sagte mir: Vielleicht kann ich einige der Leute mit diesem Song beschützen.“ Das könnte den Textteil über den „Schild gegen den Feind“ in dem Lied erklären.

„Lover Lover Lover“ ist ein Kriegslied. Es ist nicht klar, auf welchen „Lover“ er sich im Refrain bezieht, der dieses Wort einfach siebenmal anstimmt und fleht „komm zu mir zurück“. Aber wenn wir das Lied als eine Art Gebet verstehen, könnte das Wort vielleicht im Sinne des biblischen Hoheliedes erscheinen, wo Gottes Anwesenheit in Worten erotischer Liebe beschrieben wird. Wenige verlangen so eindringlich nach dieser Gegenwart wie Soldaten. Cohen wuchs in einer jüdischen Gemeinschaft auf, als Enkel eines gelehrten Rabbiners und er kannte die Bibel (und kannte, das Gefühl hat man, die erotischen Teile, besser als die anderen).

Oder vielleicht ist das nur ein klassischer Kriegsrefrain, ein Ausdruck der Sehnsucht nach jemandem, der weit weg ist, wie Konstantin Simonows „Warte auf mich“, das Lieblingsgedicht der Frontowiki der Roten Armee des Zweiten Weltkriegs. In diesem Lied beginnt jeder Vers mit: „Warte auf mich und ich werde zurückkommen.“ Cohens Mutter Mascha war muttersprachlich Russin und vielleicht sang sie ihm als Kind in den Jahren des Weltkriegs Simonow vor. Jeder, der Soldat gewesen ist, weißt, dass dieses Gefühl das mächtigste ist, weit stärker als Patriotismus oder Wut. Forscher, die die Musik der GIs in Vietnam studierten, fanden heraus, dass zwar Filme nach dem Krieg es so schienen ließen, als sei die Filmmusik mit „For What It’s Worth“ und „Fortunate Son“ politisch, die Lieder der Truppen aber tatsächlich die über Einsamkeit und Sehnsucht waren, so wie „Leaving on a Jet Plane“.

Leonard Cohen spielt in der Wüste Sinai. Zu seiner Linken findet sich Ariel Sharon (Foto: Yaakovi Doron)

Ein mysteriöses Detail in der Geschichte von „Lover Lover Lover“ tauchte erstmals auf, als ich Schlomi Gruner interviewte, der 1973 junger Offizier in einer improvisierten Infanterieeinheit war, die einige der härtesten Kämpfe im Sinai erlebte. Er und seine Freunde waren eines Abends auf der anderen Seite des Suezkanals, lagerten in einem aus dem Fallschirm eines von ihnen abgeschossenen ägyptischen Piloten gefertigten Zelt. Er war in der Wüste unterwegs und suchte nach Sprit für den Jeep der Einheit, als er mit leeren Händen zurückkam und einen Typen mit einer Gitarre sah, der auf einem falsch herum in den Sand gelegten Helm saß. Er kannte die Stimme; Leonard Cohen war da. Das machte keinen Sinn, aber es war wahr. Er sang „Lover Lover Lover“.

Als wir uns unterhielten, erinnerte sich Schlomi besonders an einen Vers, der sich mit den israelischen Soldaten identifizierte, in dem er sie „Brüder“ nannte. Damals waren die arabischen Staaten gegen Israel aufmarschiert und die meisten Länder Europas lehnten es ab Versorgungsflügen auch nur zu erlauben auf ihrem Weg nach hier aufzutanken. Die Israelis hatten das Gefühl intensiver Ausgrenzung. Es berührte ihn zu wissen, dass jemand wie Cohen den langen Weg nach Israel gekommen war und in den Sinai reiste, um sie zu treffen. Der Sänger war keine Flugzeugladung Waffen oder Verstärkung, aber seine Anwesenheit bedeutete etwas und genauso seine Worte: „Brüder“ ließ keinen Raum für Spekulationen darüber, wo Cohen stand. Das Problem: Es gibt in dem Lied keinen solchen Vers.

Zuerst dachte ich, Schlomi irrt sich. Die Erinnerung ist eine unzuverlässige Quelle, besonders in Augenblicken von extremem Stress, wie ich aus eigener Erfahrung in Uniform weiß. Aber dann fand ich einen Zeitungsartikel, veröffentlicht in einer israelischen Zeitung während des Krieges, in dem der Reporter festhielt, dass Cohen gerade einen neuen Song namens „Lover Lover Lover“ geschrieben hatte und einen Vers zitierte, der wie der klang, von dem Schlomi sprach.

Es war Cohens kleines oranges Notizbuch, das das Rätsel löste. Nach dem ersten Entwurf von „Lover Lover Lover“ unter der Überschrift „Fliegerhorst“ erscheinen acht Zeilen in der Handschrift des Sängers:

Ich ging hinab in die Wüste
um meinen Brüdern kämpfen zu helfen
Ich wusste, dass sie nicht falsch lagen
Ich wusste, dass sie nicht Recht hatten
aber Knochen müssen aufstehen und gehen
und Blut muss sich bewegen
und Männer gehen, um hässliche Linien zu ziehen
über den heiligen Boden

Um meinen Brüdern kämpfen zu helfen. Kein Wunder, dass diese Zeile für die Israelis herausstach. Und kein Wunder, dass Cohen sich schnell fing und anfing auf Abstand zu gehen. Das Zurückrudern hatte natürlich mit seinem Verständnis von dem zu tun, wo immer in diesen Wochen seine persönlichen Loyalitäten lagen, dass er als Poet größer sein musste als die Israelis und größer als dieser Krieg. Wenn man ihn fragte, wer in diesen Wochen sein Feind war, dann denke ich, es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass er einfach gesagt hätte – Unmenschlichkeit.

Die Änderung dürfte durchaus mit einem bestimmten Moment in dem Krieg zu tun haben, der ein Bruchpunkt war. In seinem Manuskript beschrieb er es so:

Hubschrauber landet. In dem großen Wind beeilen sich Soldaten ihn zu entladen. Er ist voller Verletzter. Ich sehe ihre Bandagen und ich halte mich vom Weinen ab. Das sind junge Juden, sterbend. Dann sagt mir jemand, dass das ägyptische Verwundete sind. Meine Erleichterung verblüfft mich. Ich hasse das. Ich hasse meine Erleichterung. Das ist unverzeihlich. Das ist Blut an deinen Händen.

Seine Stammesidentifikation war zu weit gegangen. In dem  Notizbuch sieht man, dass er kurz nach dem Aufschreiben von „Lover Lover Lover“ bereits seine Meinung zu ändern begann. Die Worte „um meinen Brüdern kämpfen zu helfen!“ sind durchgestrichen und ersetzt durch „um die Kinder kämpfen zu sehen“. Jetzt ist er ein Beobachter, der von außen zusieht, vielleicht sogar nach unten blickt. Aber das kann auch nicht richtig geklungen haben und als der Song ein paar Monate später veröffentlicht wurde, war der ganze Vers weg. Wenn Cohen später „Lover Lover Lover“ aufführte, bestätigte er, wo er ihn schrieb, sagte aber, er sei für Soldaten „auf beiden Seiten“. Als drei Jahre vergangen waren, behauptete er bei einem Konzert in Frankreich 1976, er habe den Song „für die Ägypter und die Israelis“ geschrieben – in dieser Reihenfolge.

In diesen Jahren, als die amerikanische Armee noch in Vietnam war, spielten die meisten populären Künstler nicht für Truppen, weil es so aussehen könnte, als stimmten sie dem Krieg zu. Man muss schon so hoch entwickelt sein, durch die Politik auf die Menschlichkeit der Soldaten zu sehen. Johnny Cash und seine Frau June Carter reisten 1969 nach Vietnam, verbrachten ein paar Wochen auf einem  Militärflugplatz namens Long Binh, sangen für die Männer, die in den Busch zogen und für die, die in den Sanitätshubschraubern zurückkamen. „Ich konnte es kaum aushalten“, schrieb Cash, aber er ging hin. Und James Brown ging mit ein paar Bandmitgliedern 1968 hin, trotz der Unbeliebtheit des Krieges und trotz des Rassenhasses, der Brown und Amerika selbst bedrohte; die Tour begann direkt nach der Ermordung von Martin Luther King Jr. Er erzählte die Geschichte in Interviews mit der Washington Post und mit Jet und hätte auch für Cohen sprechen können.

Brown spielte zuerst auf dem Militärflugplatz Tan Son Nhut bei Saigon, tourte dann 16 Tage lang, zwei Shows an jedem Stopp, ließ sich zwischen den Gigs intravenös rehydrieren. Er behauptete, dass selbst die Vietcong sich anschlichen, um die Musik zu hören. „Wir machten es nicht wie Bob Hope“, sagte Brown. „Wir gingen da hin, wo die Eidechsen Schusswaffen trugen! Wir gingen da hin, wo sich das Zeug aus Apocalypse Now abspielte.“ Jede Menge Leute mochten den Krieg nicht. „Nun, auch ich mag den Krieg nicht“, sagte er, „aber wir haben Soul Brothers [Afroamerikaner] da drüben.“

(Friedmans Buch „Who By Fire: War, Atonement, and the Resurrection of Leonard Cohen“ wurde am 5. April 2022 veröffentlicht)