Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (07.-13.06.2016)

Sonntag, 07.02.2016:

Hamas fordert Selbstmord-Bombenanschläge in israelischen Bussen. Das sei keine Intifada, bis „das Dach des Busses fliegt“, hieß es in einem Musikvideo.

MK Hanin Zoabi (die antisemitische Vorzeige-Hetzerin) hat eine Geldbuße von 3.000 Schekel auferlegt bekommen, weil sie einen (arabischen) Polizisten beleidigte.

Jordanien warnt Israel vor der Veränderung an der Westmauer (dort soll eine geschlechtergemischte Zone eingerichtet werden). Ein Minister in Amman sagte, das verletze die jordanische Verwaltungshoheit über die heiligen Stätten in Jerusalem.

Nach Angaben einer Meinungsumfrage der Instituts AWARD ist die Mehrheit der PalAraber gegen eine dritte Intifada, weil eine solche die Eigenstaatlichkeit behindert. Eine große Mehrheit ist zudem gegen die Auflösung der PA (was die komplette Rückkehr zur israelischen Besatzung bedeuten würde). Insgesamt sind 80% der Befragten sofortige Wahlen zum Parlament und eines Präsidenten; bei letzterer würden die meisten für Mahmud Abbas statt Ismail Haniyeh stimmen. Die Fatah würde zudem aktuell doppelt so viele Stimmen erhalten wie die Hamas.

Das Rote Kreuz im Gazastreifen schließt vorerst sein Büro, nachdem „Demonstranten“ wiederholt versuchten es zu stürmen.

Bei der Knesset hat es schon mehr als 450 „Beschwerden“ (so eine Art Anzeige) gegen die 3 arabischen MKs gegeben, die die Terroristenfamilien besuchten und die Terroristen als Märtyrer lobten.

Aus Sicherheitsgründen erlaubt die Zivilverwaltung keinen Kaschrut-Aufsehern in die PA-Gebiete zu reisen. Damit verlieren einige PA-Firmen Einkommen, weil ihre Produkte nicht mehr abgenommen werden können.

Laut israelischen Geheimdienstinformationen haben die Hamas und der Islamische Staat ihre Kooperation intensiviert. Sie teilen Informationen, Waffenlieferungen, Logistik und medizinische Dienste.

Deutschlands Juden: Eine Chronologie der Achtsamkeit und Angst

ManfredGerstenfeldManfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Im September 2015 öffnete die von Bundeskanzlerin Angela Merkel geführte deutsche Regierung die Grenzen des Landes für eine massive Welle vorwiegend muslimischer Flüchtlinge. Diese schlecht durchdachte Politik hat bereits zu vielen, hauptsächlich negativen Konsequenzen geführt, die anscheinend nicht so bald vorbei sein wollen. Das hat bei deutschen Juden ein enorm verstärktes Gefühl der Unsicherheit gebracht, nicht zuletzt weil sie relativ früh über ihre Befürchtungen redeten und nicht auf sie gehört wurde.

Anfangs mussten jüdische Leiter sehr vorsichtig auftreten, wenn sie ihrer Besorgnis Ausdruck gaben; Grund war die politisch korrekte Atmosphäre der „Willkommenseuphorie“, die damals in Deutschland vorherrschte. Ihre Bedenken entstammten dem tieferen Verstehen der Gefahren, die ein nie da gewesener, massiver Zustrom von Muslimen aus Ländern darstellte, in denen extremer Antisemitismus grassiert.

Anfang Oktober äußerte Josef Schuster, der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, bei einem Treffen mit Merkel seine Sorgen. Er sagte, dass unter den Menschen, die Zuflucht in Deutschland suchen, viele aus Ländern kommen, in denen Israel als Hauptfeind betrachtet wird; er wies darauf hin, dass all diese Menschen zum Hass auf Israel erzogen wurden und dieses Ressentiment regelmäßig auf alle Juden übertragen. Juden machen sich daher Sorgen wegen des Anstiegs des muslimischen Antisemitismus in Deutschland. Schuster sagte jedoch, dass die jüdische Gemeinschaft die Ankunft der Flüchtlinge begrüßt.[1]

In der Folge sagte Levi Salomon, ein deutsch-jüdischer Antisemitismusexperte, der britischen Daily Express, dass Juden hassende Nazi-Ideologie und der Hass auf Israel sowohl in Syrien als auch dem Irak zum Herzstück der herrschenden Baath-Partei gehörten. Er fügte hinzu, daher müsse angenommen werden, dass die Mehrheit der syrischen Flüchtlinge Antisemiten sind.[2] Lala Süsskind, die frühere Leiterin der jüdischen Gemeinde Berlin wurde, damit zitiert, dass „wir nicht glauben, dass unsere Ängste von Politikern ernst genommen werden“. Die Zeitung erwähnte zudem, dass in Deutschland „antijüdische Verbrechen mit 1.596 dokumentierten Hass-Verbrechen gegen Juden – mehr als in jedem anderen EU-Staat – 2014 auf ein Fünfjahreshoch stiegen“.[3] Stefan Kramer, ein ehemaliger Generalsekretär des Zentralrats, äußerte ebenfalls die Ansicht, dass Politiker die jüdischen Sorgen nicht ernst nehmen.[4]

Gegen Ende November war die deutsche „Willkommenseuphorie“ bereits im Abnehmen begriffen. Schuster konnte es daher wagen einige konkrete Forderungen zu stellen. Er forderte ein Limit für die aufzunehmenden Flüchtlinge zu setzen und wünschte strengere Grenzkontrollen. Schuster wies auch auf Herausforderungen bei der Integration der Flüchtlinge hin; er warnte, wie sich herausstellte fast prophetisch, vor zunehmenden Risiken für Homosexuelle und Frauen.[5]

Schuster zeigte bezüglich dieser Probleme weit mehr Sensibilität und Einsicht als das politische System, die Polizei und Medien in Deutschland. Er sprach vor dem Hintergrund erster Berichte von Gewalt gegen Homosexuelle. Diese Gewalt nahm zu und beim Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) wurden von August bis Dezember 2015 95 Beschwerden homosexueller Flüchtlinge, Opfer von Schlägen, sexuellen Übergriffen oder Beleidigungen eingereicht, die hauptsächlich in Flüchtlingszentren stattfanden.[6] Darüber hinaus kamen seine Warnungen einen Monat vor den nie da gewesenen sexuellen Übergriffen an Silvester in einer Reihe Städte in Deutschland und anderen Ländern, die von großen Gruppen Flüchtlingen aus muslimischen Ländern verübt wurden.[7]

Von den Sorgen um politische Korrektheit und der „Willkommenseuphorie“ unbeeinflusste Ausländer fanden es leichter auf die offensichtliche Bedrohung durch zunehmenden Antisemitismus in Deutschland hinzuweisen. Rabbi Abraham Cooper und ich schrieben Ende Oktober: „Juden fragen sich, ob irgendjemand sonst der Besorgnis Ausdruck verleiht, das Deutschland unter den Neuankömmlingen einige begrüßen könnte, die den Koran buchstäblich nehmen und glauben, dass Juden Schweine und Affen sind: Im 20. Jahrhundert war die Entmenschlichung von Juden ein Kernstück deutscher Nazi-Ideologien, die Juden als Ungeziefer oder Bakterien einstufte und den Weg für den Holocaust bahnte.[8]

Im Dezember vermerkte Jeffrey Herf, ein führender amerikanischer Professor für moderne europäische Geschichte, dass Deutschland ein „Land ist, das immer noch von seiner Rolle bei der Ermordung der Juden in Europa beeinflusst ist. Deutschland akzeptiert heute Opfer des Regimes Assad und des Islamischen Staats, die beide liebend gerne den jüdischen Staat, Israel, vernichten würden, wenn sie es könnten.“[9]

Bis Mitte Januar sind mehr als eine Million Flüchtlinge, zumeist aus muslimischen Ländern, nach Deutschland gekommen und die Lage hat sich beträchtlich verschlimmert.[10] Daniel Killy, Sprecher der jüdischen Gemeinde Hamburg, sagte, Juden seien wegen des Verfalls der inneren Sicherheit Deutschlands zunehmend gefährdet. Er führte den Zerfall der Staatsmacht, Auswüchse der extremen Rechten, den Verlust politischer Glaubwürdigkeit und die enormen Ängste davor Islamismus als solchen zu benennen an. Killy schloss, das Juden in Deutschland nicht länger sicher sind.[11]

Ein paar Tage später erwähnte Salomon Korn, Schusters Stellvertreter im Zentralrat, dass ein syrischer und ein afghanischer Flüchtling auf der Insel Fehmarn einen Kippa tragenden Juden angegriffen hatten. Er fügte hinzu: „Kinder in arabischen Ländern werden indoktriniert wie Kinder im Dritten Reich. Wir dürfen uns nicht der Illusion hingeben, dass wir diese Menschen tatsächlich in die Gesellschaft integrieren können.“ Korn sagte aber auch, dass er immer noch mehr Angst vor rechter Gewalt hat.[12]

Das neue, demokratische Deutschland hat im Verlauf der letzten Jahrzehnte erfolgreich die Zuwanderung von Juden gewonnen, hauptsächlich aus Russland. Die aktuell auf eine Stärke von 230.000-270.000 Personen geschätzte jüdische Bevölkerung[13], die bisher als Ausdruck einer stark erhofften Normalisierung Deutschlands betrachtet wurde, ist sich ihrer Sicherheit nicht länger gewiss.

Die Unverantwortlichkeit der Merkelschen Politik der offenen Grenzen hat Auswirkungen auf die gesamte deutsche Gesellschaft und zunehmende Besorgnis der Juden während der letzten Monate dient als einer von vielen wichtigen Indikatoren. Juden machen sich – angesichts der Vergangenheit und der Gegenwart zurecht – Sorgen, dass ihre Ängste in nicht allzu ferner Zukunft mit zunehmenden Vorfällen physischer Aggression gegen die jüdische Gemeinschaft Wirklichkeit werden könnten. Das ergibt sich aus einer Politik, die zwar nicht, wie in der Vergangenheit, gewollt böswillig, aber extrem fahrlässig gewesen ist.

Es scheint so, als hätten lokale jüdische Leiter im Inland und Kommentatoren im Ausland, die nicht von den Scheuklappen politischer Korrektheit betroffen sind, frühe Sensibilität und Bewusstsein für die Risiken der aktuellen Flüchtlingskrise demonstriert, die der deutschen Regierung zu fehlen scheint. Alles, was sie bisher beigetragen hat, sind einige Worte des Verständnisses für die Bedenken der Juden.[14][15]

[1] http://www.welt.de/politik/deutschland/article147173550/Zentralrat-der-Juden-warnt-vor-arabischem-Antisemitismus.html

[2] http://www.express.co.uk/news/world/612270/Germany-Jews-living-in-fear-of-anti-semitic-Muslim-refugees

[3] http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/eu/11904654/Attacks-on-Jews-rise-to-five-year-high-in-Germany-more-than-any-country-in-Europe.html

[4] http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/menschenfeindlichkeit-oktober-2015-antisemitismus-10713

[5] http://www.tagesschau.de/inland/zentralrat-juden-fluechtlinge-101.html

[6] http://www.gaystream.info/#!LGBTFl%C3%BCchtlingsheime-Feiger-Weg-des-geringsten-Widerstandes/cjds/56a0b23c0cf2bfd5cceaf88d

[7] http://www.welt.de/politik/deutschland/article149136577/Wir-werden-um-Obergrenzen-nicht-herumkommen.html

[8] townhall.com/columnists/rabbiabrahamcooper/2015/10/29/middle-east-refugees-antisemitism-and-the-challenge-to-europes-democratic-values-n2072765/page/full

[9] http://www.welt.de/debatte/kommentare/article149944120/Was-wird-aus-dem-Judenhass-der-Fluechtlinge.html

[10] http://www.zeit.de/gesellschaft/fluechtlinge-in-deutschland

[11] http://www.tagesschau.de/inland/juden-sicherheit-101.html

[12] http://www.welt.de/politik/deutschland/article151209776/Immer-mehr-Juden-tragen-Baseballkappe-statt-Kippa.htmly

[13] http://www.pewresearch.org/fact-tank/2015/02/09/europes-jewish-population/

[14] http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/24472

[15] http://www.welt.de/politik/deutschland/article147173550/Zentralrat-der-Juden-warnt-vor-arabischem-Antisemitismus.html

Schaschlik

Was bedeutet Arabern die Al-Aqsa? Die „drittheiligste Moschee“ des Islam? Hm: 60% der Studenten in Jordanien wussten auf die Frage „Was ist die Al-Aqsa-Moschee?“ KEINE ANTWORT! …

Die palästinensische Independent Commission for Human Rights (ICHR) berichtete, dass PA und Hamas Gefangene regelmäßig foltern und auf diese Weise „Geständnisse“ erpressen.

Saeb Erekat (und westliche Linke) haben Buchungsseiten wie Airbnb, booking.com und TripAdvisor beschuldigt „Siedlungen“ zu unterstützen, weil dort Gästeunterkünfte in Judäa und Samaria gebucht werden können. Airbnb hat die Erekat abblitzen lassen. Und die Siedler haben ihre eigene Art zu reagieren: Während viele bisher nur über Mund-zu-Mund-Empfehlungen an Gäste kamen, haben sie sich inzwischen stark vermehrt bei Airbnb registriert.

Facebook wieder: Es gibt so einige Seiten, die „Welcher XXX bist du?“ fragen und dem User anbieten das herauszufinden. Da kann man Comic-Held werden und einiges mehr. Neuerdings auch Terrorist; das heißt da aber „Märtyrer“, aber das ist ja bei versuchten Mördern aus den PA-Gebieten dasselbe. Es gibt zwar Beschwerden, aber Facebook nimmt die Seite bisher nicht vom Netz.

Der für die Akkreditierung von Journalisten zuständige Beamte drohte jetzt damit Journalisten, die „das Gegenteil von dem, was tatsächlich geschah, in die Schlagzeilen bringen“, die Akkreditierung zu entziehen.“

Palästina-Unterstützer der australischen Labour Party wollen Parteimitgliedern gesponserte Israelreise verbieten lassen. Einer der Hauptinitiatoren ist ein Muslim, der 2013 Israelunterstützer als „krebsartig“ und „bösartig“ bezeichnete.

Die EU beschwert sich über israelische Pläne zum Abriss illegaler (zum Teil von der EU mitfinanzierter) arabischer Bauten und fordert von Israel diese nicht abzureißen. Der Abriss würde die Lebensfähigkeit des Palästinenserstaates untergraben, wird behauptet.

Die Hamas hat einen ihrer Kommandeure wegen „Verletzung von Moral und Verhalten“ hingerichtet. Die Times of Israel schreibt, ihm würde „Spionage für Israel“ vorgeworfen.

Yitzhak Herzog, Oppositionsführer und Parteichef der Avoda (Arbeitspartei), ist ein Charakterschwein: Er behauptete am Samstag, wenn Netanyahu nicht Premierminister wäre, gäbe es die aktuelle Terrorwelle nicht. (Na ja, wenn er an Netanyahus Stelle wäre, dann hätte er den Terroristen Israel vermutlich schon ausgehändigt…)

Am späten Sonntagnachmittag gab es um das Tote Meer ein Erdbeben der Stärke 3,9. Es gab keine Opfer oder Schäden.

Der alltägliche Antisemitismus: (eine umfassende Sammlung gibt es auf The New Antisemit)

Araber/Islamstaaten:
Im türkischen (arabischen) Fernsehen beschuldigte ein im Gazastreifen arbeitender Journalist Israel, es würde Sklavenmädchen von ISIS kaufen und zum Judentum konvertieren, außerdem Terrorvorfälle und Naturkatastrophen ausnutzen. So hätten die Israelis nach dem Erdbeben in Haiti 2010 dort eine große Zahl Kinder gekauft und zum Judentum konvertiert.

Deutschland:
– Vor zwei Wochen gab es bei der Pegida-Kundgebung in Erfurt ein Plakat „Angela muss weg“ mit Davidsternen.
– Auf einem „antikapitalistischen“ Flyer gegen Banken waren klar antijüdische Motive genutzt worden (z.B. trug das Banker-Monster einen Schal mit Davidstern).
– Eine rechtsextreme Internetseite behauptete die Ha’aretz fordere jüdisch reines Blut.
In Berlin wurden 35 „Stolpersteine“ mit grauer Farbe unlesbar gemacht.
– Auf ein jüdisches Pflegeheim Frankfurt wurden Hakenkreuze und „SS“-Runen gesprüht.
Ein AfD-Mitglied aus Neuwied hat anscheinend auf Facebook antizionistische Verschwörungstheorien gepostet; inzwischen sind diese wieder gelöscht worden.
Großbritannien:
– Die britisch Labour Party hat einen Palästinenser-Journalisten ins Parlament eingeladen, der sagte, er werden vor Freude tanzen, wenn der Iran endlich eine Atombomber auf Israel wirft. (Wegen dieses Gastes wurde die Veranstaltung später abgesagt.)
In Hackney versuchten Jugendliche jüdischen Passanten angezündete Feuerwerkskörper in die Taschen zu stecken.
Frankreich:
45% der französischen Muslime würden „negativ reagieren“, wenn ihre Tochter einen Juden heiratet.
60% machen die Juden für den Antisemitismus verantwortlich; 56% sind überzeugt, dass der Durchschnittsjude reicher ist als der Durchschnittsfranzose; 13% sagen, es gebe in Frankreich zu viele Juden.
– Bei einer Holocaust-Gedenkveranstaltung wurde Israel mit Nazis gleichgesetzt.
Italien:
In Genua wurde ein antisemitisches Graffiti zu einem örtlichen Fußballvereine an eine Mauer gesprüht.
Norwegen:
– Eine jüdische Bloggerin, die sich gegen „White Power“-Gruppen aussprach, die in Norwegen patrouillieren wollen um „weiße Frauen vor Angriffen zu schützen“, wurde antisemitisch beschimpft; ihr wurde vorgeworfen weiße Männer zu hassen, außerdem würden Juden die Medien kontrollieren, es gäbe eine jüdische Verschwörung Europa multikulturell zu machen. Einer ging sogar so weit zu behaupten, die Juden würden „die Dritte Welt nach Europa bringen“, um die Juden zur Auswanderung zu ermutigen.
– Beim Holocaust-Gedenken in Trondheim beschuldigte ein Redner die Juden nicht genug gegen Israel zu sein.
Griechenland:
– Ein Buchbazar in Athen verkauft die „Protokolle der Weisen von Zion“ (nebst dem „Kommunistischen Manifest“ und einem Buch, das Hitler lobt).
Ein LGBT-Aktivist wurde beschuldigt Jude zu sein (was er nicht ist) und ausländischen Interessen zu dienen. Gleichgeschlechtliche „Ehen“ seien „von den Zionisten“ angezettelt worden.
Tschechien:
– Neonazis machen die Juden für die Kriege im Nahen Osten und die damit zusammenhängende Migrantenwelle verantwortlich. Neben der Islamisierung haben ihnen zufolge die Juden aber auch die Schuld an der „Islamophobie“.
Kroatien:
– Der Kultusminister rechtfertigte den Nazi-Freund Amin al-Husseini; dieser sei „Opfer militanten Zionismus“ gewesen.
Russland:
– Ein geplantes jüdisches Kulturzentrum in Perm trifft auf Widerstand. Die Gegner behaupten die Chabad-Bewegung sei antichristlich und finanziere den Krieg in der Ukraine.
Moldawien:
– Die (jüdische) Theodor-Herzl-Oberschule wurde mit einem Hakenkreuz und eine antisemitischen Beleidigung besprüht.
USA:
In Indiana wurden Dutzende Grabsteine eines jüdischen Friedhofs geschändet. Es wird angenommen, dass das als Reaktion auf eine Entscheidung des Senats des Bundesstaats geschah, dass mit Israel boykottierenden Firmen keine Geschäfte mehr gemacht werden sollen.

Israel für die Welt:
IsraAid schickt ein Helferteam nach Taiwan, um den dortigen Erdbebenopfern zu helfen.
Israel’s Good News Newsletter to 7th Feb 16

Die Religion der Liebe, Toleranz, des Frauenschutzes, der Wissenschaftlichkeit…
Ein salfistischer Prediger im Jemen hielt Freitag (29.01.) eine glühende Rede gegen IS und Al-Qaida. Samstag wurde er entführt, gefoltert und ermordet.
– Um Iran steigt die Zahl der 10-jährigen Kinderbräute; die Regierung hat beschlossen, dass schon neunjährige Mädchen verheiratet werden können.

Jihad:
Pakistan: Mindestens 8 Tote und 40 Verletzte durch einen Selbstmordbomber in Quetta, der sich nahe eines Militärkonvois sprengte.

Dhimmitum, Muslimisches Herrenmenschentum, Frauenfreundlichkeit, Güte, Beiträge zur westlichen Gesellschaft, irre gewordene Westler, usw.:
– In Schweden wurde eine freiwillige Helferin von einem 15-jährigen Asylbewerber erstochen. Den Mitarbeitern eines (anderen) Wohnheims für Flüchtlingskinder wurde untersagt eine Gedenkveranstaltung für die Ermordete abzuhalten. Die schwedische Flagge auf Halbmast zu holen wurde ebenfalls verboten.

BDS fail:
Jennifer Lopez wird diesen Sommer ein Konzert in Tel Aviv geben.
Die Scorpions werden dieses Jahr in Israel auftreten.
– Die britische Band Cold Play ließ ihre zwei letzten Videos von einer israelischen Firma machen.

Islamkritik = Rassismus?

gefunden auf Facebook:

Islam-is-no-race

Der Islam ist keine Rasse. Er ist ein Satz an Ideengut.

Hör auf mich einen Rassisten zu nennen, weil ich etwas kritisiere, das keine Rasse ist.
Hör auf mir zu sagen, ich hätte kein Recht dazu.
Ich lebe in einer freien Gesellschaft, in der es den Menschen
erlaubt ist Ideen offen zu diskutieren und zu kritisieren.

Meine Kritik am Islam macht micht nicht zum Fanatiker.
Dass du mich zum Schweigen bringen musst, macht DICH zu einem.

Die wohl ältesten Filmaufnahmen Jerusalems

Israel Video Network, 12. Dezember 2015

Dieses Video ist ein Ausschnitt der 70 Minuten dauernden Dokumentation „Jewish Life in Palestine“ (Jüdisches Leben in Palästina), die 1913 von Noah Sokolovsky von der Kompanie Ost-Odessa gefilmt wurde; sie sollte beim 11. Zionistischen Kongress 1913 gezeigt werden. Sokolovsky filmte in Tel Aviv-Jaffa (nur vier Jahre bevor alle Juden dieser Stadt von den Türken vertrieben wurden), Petach Tikva, wo Orangen gepflückt und zum Export nach Jaffa geschickt werden, religiöse Jjuden am Sabbat in Zichron Yaakov, der berühmten Weinberg- und Winzerstadt, die Gebäude der berühmten Technion-Universität in Haifa, die Siedlung Rosh Pina im Norden, den See Genezareth, Tiberias und vieles mehr.

Die Firma und der Filmproduzent Sokolovsky verbrachten zwei Monate mit der Aufnahme und schufen dann für den Kongress einen Film in 3 Sprachen. Nach der Vorführung auf dem Kongress ging der Film verloren. Interessanterweise wurden die Original-Negative des Films 1997 in Frankreich gefunden. Der israelische historische Dokumentarfilmer Yaakov Gross restaurierte sie; dann wurde der Film auf jüdischen Filmfestspielen gezeigt und von der New York Times besprochen.

Dieser Ausschnitt des Films zeigt die Bahnfahrt von Tel Aviv nach Jerusalem, den Tempelberg, den Juden nicht betreten durften, chassidische Juden zu Passah an der Westmauer („Mauer der Tränen“), biblische Orte östlich des Tempelbergs, die Grabstätte von Simon dem Frommen (aus der Mischnah-Periode), Schulkinder der „Esra“-Schulen der Mizrahim, Klassen der Bezalel-Kunstschule der Hebräischen Universität.

Erzähler des Films ist der berühmte Sänger und Schauspieler Yehoram Gaon; das Material ist ein historischer Schatz, der nicht verpasst werden sollte!

 

Zitate

Aufgeschnappt:

Barry Shaw, Facebook, 22.01.16:
Haben Sie gemerkt, dass zur selben Zeit, in der die Länder Europas einen politischen Krieg gegen Israel führen, Juden aus europäischen Länder scharenweise nach Israel fliehen?
Es gibt eine starke Verbindung zwischen den beiden gleichzeitigen Phänomenen.
Die Europäer erkennen nicht, was das ist.
Ich wette, Sie schon..

Paula R. Sterin, Facebook 24.01.16:
Ich möchte dem palästinensischen Selbstmordbomber von Herzen danken, der gestern Abend israelische Grenzpolizisten angreifen wollte und dann erkannte, dass ein wahrer und professioneller Terrorist immer seine Ausrüstung testet, bevor er einen Auftrag ausführt. Ich bin froh zu sehen, dass die Explosion wie geplant funktionierte…

Bernd Zeller, 30.01.16:
Kinder kann man weniger täuschen, deshalb hieß es in den Kindernachrichten „logo“ nach „mit Islam hat das nichts zu tun“ gleich anschließend: „sondern mit der Kultur“ der örtlichen Regionen und den Traditionen.
Wenn die Kinder größer werden, könnten sie aber weitere Fragen haben, etwa: Wenn der Islam alles regelt, wieso ist dann die Kultur davon ausgenommen? Ist der Islam etwa eine Versagerreligion?
Wenn sie so weit sind, diese Fragen zu stellen, haben sie aber sicher schon gelernt, dass man das nicht tut.

Alex Feuerherdt, 30.01.16 (Wer genauer wissen will, was hier zu sagen ist, sollte den ganzen Artikel lesen.):
Der »Pinkwashing«-Vorwurf gehört zum Absurdesten, was der antiisraelische Aktivismus zu bieten hat, zumal mit ihm ein verschwörungstheoretischer Mechanismus bedient wird, der für den Antisemitismus charakteristisch ist: Gleich, was der jüdische Staat tut, es wird immer nur als Beleg für seine Schlechtigkeit gesehen. Räumt er Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgendern und Queeren nicht genügen Rechte ein, wird er der Homophobie geziehen. Gewährt er ihnen Rechte, dann tut er es lediglich, um die Muslime respektive die Palästinenser zu diskriminieren und sich selbst in ein besseres Licht zu rücken. Teresa Eder konstatierte in der Tageszeitung »Der Standard« zu Recht: »Die jüdische Weltverschwörung als Projektion kennt keine Grenzen, sie macht nicht einmal halt vor den Rechten von Schwulen und Lesben.« Anstatt die beachtlichen Freiheiten zu goutieren, die Israel Homosexuellen als einziges Land im Nahen Osten zugesteht, würden sie abgewertet und zur Munition im Nahostkonflikt.

WeltWoche Nr. 04/2016 (besucht 30.01.16):
Es rächt sich jetzt, dass in Deutschland jeder geköpft wird, der sich öffentlich kritisch über die EU und die von Merkel mitverursachte Völkerwanderung äussert. Die Angst vor den «Rechten» ist so gross, dass sich Merkel und ihre Getreuen in ihrer eigenen Beratungsresistenz regelrecht eingebunkert haben. Sie können sich migrationspolitisch nur noch nach links bewegen, weil rechts eben die «Dumpfbacken» lauern.
Die Stigmatisierung Andersdenkender hat in Deutschland ungesunde Ausmasse erreicht. Der Spiegel, Zentralorgan der Wohlmeinenden, feiert Merkels wahnwitzige Willkommenspolitik seit Monaten. Unerfreut reagiert man auf oppositionelle Regungen: «Die Rechten lügen, wenn sie den Mund aufmachen», dröhnt das Blatt in seiner jüngsten Ausgabe. Es brauche jetzt den «Mut der Demokraten, die widerliche, menschenverachtende Ideologie der rechten Rattenfänger zu entlarven».
Zur Erinnerung: Die Demokratie ist die Staatsform der Alternativen. Es muss immer einen Plan B geben. Wo die Politik «alter­nativlos» wird, endet die Demokratie. In Deutschland ist die Situation gefährlich. Die Stigmatisierung schürt den Extremismus. Ausgrenzung fördert die Unzufriedenheit. Aus Unzufriedenheit wird Zorn. Zorn kann in Gewalt umschlagen. Dass in Deutschland die Asylheime brennen, hat mit der Weigerung der Regierung und der Medien zu tun, die ­berechtigten Sorgen der Leute aufzunehmen.

Barry Shaw, Facebook, 05.02.16:
Der arabische Knesset-Abgeordnete Ahmed Tibi wuchs in Jerusalem auf, studierte an der Hebräischen Universität Medizin, wurde Mitglied der Knesset, war stellvertretender Knesset-Sprecher. Er war diese Woche im Weißen Haus, um sich über die Chancenungleichheit der arabischen Bevölkerung Israels zu beschweren. Ist doch ironisch, oder?

Kürzeres:

Zum Thema, das Alex Feuerherdt behandelt (s.o.), hat sich auch Gerd Burrmann geäußert und dabei treffend geschrieben (30.01.16):
Dieser Mob ist vom Judenhass so sehr zerfressen, dass die Demonstranten sogar die eigene Verfolgung und Ermordung in Kauf nehmen, wenn dadurch nur Juden geschadet werden kann. Das ist blanker, purer Hass, wie wir ihn von den Nazis kennen.

Kein Problem! Wenn der Rosenmontag in Köln dieses Jahr so gut organisiert sein wird wie der letzte Silvester in Köln, dann werden gewiss genug Sender weltweit von diesem Ereignis berichten!
Gerd Buurmann, 23.01.16, in Reaktion auf die Ankündigung des WDR die Live-Berichterstattung vom Kölner Rosenmontagszug aus Kostengründen nicht mehr zu machen.

Dass Migranten zur Zeit deutsche Frauen belästigen und – schlimmstenfalls – angreifen, ist das logische, nicht das abweichende Ergebnis davon, dass Tausende junge muslimische Männer aus dem Nahen Osten in eine der wohlhabendsten und fortschrittlichsten Kulturen abgeladen werden.
Victor Davis Hanson, 23.01.16

In der Tat, Angela Merkel ist ein gewisses Problembewusstsein nicht abzusprechen. Mehr aber auch nicht. Sie könnte da oder dort durchaus versuchen, gegen Antisemitismus in einer seiner vielfältigen Erscheinungsformen vorzugehen. Doch erweckt sie leider erfolgreich den Eindruck, ihre schönen Worte in dem Augenblick wieder zu vergessen, in dem sie sie sagt.
tw24, 24.01.16

300 Angreifer sind keine einsamen Wölfe.
Yaara Yeshurun, Israel HaYom, 27.01.16 über die aktuelle Terrorwelle und ihre Darstellung durch politisch Korrekte/Terrorrechtfertiger.

„Palästinensische Mörder wollen keine Staat aufbauen – sie wollen einen Staat vernichten und sie sagten das offen. Sie wollen Juden ermorden, einfach weil sie Juden sind und sie sagen das offen. Sie morden nicht für Frieden und sie morden nicht für Menschenrechte.“
Benjamin Netanyahu an Ban Ki-moon, zitiert in: The Jewish Press, 27.01.16

Wenn ein muslimischer Terrorist nach Amerika kommt, ist es die Linke, die dafür agitiert ihn reinzulassen. Bevor er tötet, ist es die Linke, die darum kämpft ihn vor dem FBI zu schützen. Hinterher sind es Linke, die sich ihm als Anwälte anbieten. Die Linke schafft die Krise und kämpft dann gegen jede Bemühung damit anders klarzukommen als über Kapitulation und Appeasement.
Daniel Greenfield, Sultan Knish, 29.01.16