Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (12.-18. Februar 2017)

Sonntag, 12.02.2017:

Ein Hamasnik: „Dass sie am Leben bleiben wollen, ist Beweis, dass die Juden feige sind.“ (Das kann nur ein unmenschlich Verblendeter von sich geben – es zeigt, welch dunkle, teuflische Ideologie von dieser Truppe vertreten wird.)

Montag, 13.02.2017:

Das Nachrichtenportal 0404 vermeldete, dass im Laufe des jüdischen Neujahrsfestes der Bäume Tu Bishvat (am vergangenen Samstag, 11,2) mehrere Gruppen von linksextremen Aktivisten gemeinsam mit lokalen arabischen Einwohnern an die Sicherheitszäune der Farm Ma’on und der Siedlung Karmel und anderen in den Südhevronbergen gekommen waren. Teilweise hätten diese demonstrativ palästinensische Flaggen geschwenkt; neben dem Sicherheitszaun, unmittelbar an den Gemeinschaften und teilweise auf Staats- bzw.Gemeinschaftsland hätten sie Bäume gepflanzt. 0404 berichtet, diese Pflanzungen haben im Laufe der ganzen Woche bis zum Samstag hin stattgefunden. Offenbar handele es sich bei den Aktivisten, welche die palästinensischen Einwohner zu den Pflanzungen bringe, um Ausländer. Der Vorsitzende des Regionalkonzils Südhevron, Yochai Damri, äußerte starken Protest gegen die Aktionen.

Zudem berichtete 0404,Verdächtige hätten eine Aussichtsplattform nahe der jüdischen Ortschaft Bet Haggai bei Hevron angezündet, ebenso hätten andere versucht, Kirschenplantagen bei der Ma’on-Farm anzuzünden.

Wegen der seit Monaten andauernden Anschläge mit Felsbrocken und anderem aus dem PA-Dorf Husan am Gush Etzion ist der Zugang zu diesem Dorf von der IDF jetzt blockiert worden.

Die Hamas im Gazastreifen hat einen neuen Führer: Yahya Sinwar übernimmt von Ismail Haniyeh. Er gilt als einer der skrupellosesten Hamasniks überhaupt. Er saß wegen Mordes in einem israelischen Gefängnis und kam im Austausch gegen Gilad Shalit 2011 wieder frei. Selbst in der Hamas gilt er als „Falke“ und ist gegen jeglichen Kompromiss in der Politik gegenüber der PA und Israel.

Saeb Erekat hetzt wieder bei der EU: Er fordert ein „totales Verbot von in der Westbank hergestellten Waren“; das sei nötig um Israels „Kolonisierungspläne zu vereiteln“.

Donnerstag, 16.02.2017:

PA-Araber aus Husan wurde der Zugang nach Beitar Illit verwehrt, wo sie normalerweise arbeiten; aber wegen der ständigen Mordversuche mit Felsbrocken an Autofahrern wird Familienmitgliedern von Steinewerfern die Aufenthalts-/Arbeitsgenehmigung für Israel und „Siedlungen“ aberkannt.

Die Hisbollah droht Israel mit Angriffen auf den Atomreaktor von Dimona.

Es gab eine Bombendrohung gegen das israelische Konsulat in Miami. Es wurde evakuiert.

MK Ahmed Tibi (Vereinigte Arabische Liste) prahlt, wenn es keine Zweistaatenlösung gibt, dann eben eine Einstaatenlösung und dann würden alle Palästinenser ihn wählen und einige Israelis auch und er wäre Premierminister.

Die PLO interpretiert Trumps Anmerkung, dass die Zweistaatenlösung nicht die einzige Möglichkeit sein muss, „wenn beide Seiten das so wollen“ als offene Ablehnung der Zweistaatenlösung (was schon gelogen ist) und sagt, die Alternative dazu sein „Blutvergießen“.

Freitag, 17.02.2017:

Avigdor Lieberman bot der Hamas massive Wirtschaftshilfe für den Gazastreifen an, wenn die Terroristen ihre Raketen und Tunnel aufgeben. Mahmud al-Zahar von der Hamas lehnte das für die Terrorgrupe ab.

Grundsatzaussage eines Fatah-Offiziellen: Die Palästinenser haben das „Recht“ Terror zu benutzen, um „unser Heimatland zu befreien“. (Total nach Frieden suchend…)

Abbas hat neuerdings einen „Vizepräsidenten“ – jedenfalls in der Fatah. Und dieser Mahmud al-Aloul ist langjähriger Führer des „bewaffneten Arms der Fatah“, schon vor den Oslo-Vereinbarungen. Und er hat immer erklärt und ist weiterhin der Meinung, „bewaffneter Widerstand“ sei das Rechte der „Palästinenser“.

Der Januar war der für Israel blutigste Monat seit Juni: 5 tote Israelis, 16 Verletzte.

Stoff für’s Hirn

Das neue Regulierungsgesetzt wird bei uns weithin falsch dargestellt. Aro1 hat eine Klarstellung, die das Gesetz und seine (Aus-)Wirkungen beschreibt.

Lila hat geträumt, dass Walter Steinmeier ihr beim Ausmisten hilft. Und das zum Anlass genommen etwas zum Frieden vorzuschlagen. Sehr realistisch, aber bei uns so ungeglaubt und eher abgelehnt…

Wie konnte Trump passieren? Was ist der Unterschied zwischen Linken (Trump-Hassern) und Konservativen (Trump-Wählern)? Tuvia Tenenbom hat ein interessantes Gespräch geführt.

An der Freien Universität Berlin gibt es einen Streit um eine Dozentin, die sich öffentlich im Internet auf üble Weise gegen Israel und Juden betätigte und trotzdem nicht antisemitisch sein will – wobei ihre Verteidigung das dann doch wieder nahe legt. Was die Frau angeht, ihre Unterstützer und ihre Kritiker und den Umgang mit den Kritikern, ist bei Lizas Welt einiges nachzulesen.

Das deutsche Außenministerium fördert ein Sportprojekt des Deutschen Olympischen Sportbundes mit dem Palästinensischen Fußballverband. Weshalb das entgegen allem Anschein NICHT begrüßenswert ist, hat Alex Feuerherdt analysiert.

Die „Kritik“ am neuen „Siedlungsgesetz“ ist ungerechtfertigt, sagt ein Rechtsexperte. Und: Wenn es vor den Obersten Gerichtshof gebracht wird, stehen die Chancen bei 100%, dass es gekippt wird – nicht weil es nicht rechtmäßig ist, sondern wegen der politischen und gesellschaftlichen Haltung der Richter.

Wer sich dennoch hinstellt und Juden und Israel verleumdet, indem er sie und es zur Ursache von Konflikten und Krieg erklärt, leistet keinen Beitrag zu einer Friedensfindung, sondern heizt den Konflikt weiter an. Er entschuldigt Terror und Krieg gegen Juden, statt den Opfern barbarischer Gewalt beizustehen. Dafür gibt es ein abgenutztes Wort, das mit »A« beginnt und »-ismus« endet. Merken Sie sich das, Herr Gabriel.

EU-Europa:
– Der Generalanwalt beim Europäischen Gerichtshoft hat einen Vorschlag für ein Urteil zu Flüchtlingen und Asylanträgen gemacht. Wird dieser vom Gericht übernommen, hat das Folgen. Welche, beschreibt Nikolaus Steinhöfel.

Die Achse des Guten:
– Broder: Der „Friedensprozess“ ruht in einem Schließfach

Gatestone Institute:
Über die Definition der Religion
Menschenrechtsverletzungen in palästinensischen Gefängnissen
Trojanische Pferde in der Frauenbewegung

Audiatur-Stiftung:
– Stefan Frank: Donald Trump und die irrsinnige Wut
Warum verlassen sich Friedensorganisationen auf ‚alternative Fakten‘?
– Ulrich Sahm: Trump in den Fängen des Weltjudentums
Deutsche Kooperation mit antisemitischem Fussballverband
Das Gehirn, der Holocaust und die leidigen Analogien

Daniel (Politisches aus der Schweiz):
Der Genozid durch die Rohingyas an den Buddhisten
Die Juden, die die Erinnerung an den Holocaust beschmutzen, um Antisemiten zu gefallen
‚Augenlos in Gaza’-Regisseur enthüllt die Schlagzeilen, die die Hamas verbirgt

Israels Moral und die Kurzsichtigkeit der Welt

Daniel Gordis, AJC 7. Dezember 2004

Jedes Diskussion um die Art und Weise, wie Israel den bewaffneten Konflikt mit den Palästinensern in den letzten Jahren geführt hat, verlangt zu allererst Klarheit über die Natur des Konflikts und was auf dem Spiel steht. Israel befindet sich im Krieg – nicht gegen „Militante“ oder gegen solche, die das palästinensische Volk „befreien“ wollen. Israel befindet sich in einem Krieg um sein Überleben, gegen gut bewaffnete und zunehmend gut ausgebildete, hoch disziplinierte Gruppen von Terroristen, die ihre Ziele offen verkünden. Ihr Plan ist nicht die Befreiung der „Gebiete“, die im Juni 1967 in einem Krieg erobert wurden, den Israel nicht wollte. Ihr Ziel, wie Hamas und Hisbollah (und andere) frei verkündetn, ist die Auslöschung des „zionistischen Gebildes“ von da, wo ihrer Vorstellung nach ein ausschließlich muslimischer Naher Osten sein sollte.

Das sind nicht die Tschtschenen gegen Russland. Alles, was die Tschetschenen wollen, ist Unabhängigkeit. Würde ihnen die gewährt, gibt es allen Grund zu erwarten, dass der tschetschenische Terror gegen Wladimir Putins Russland aufhören würde. Dasselbe gilt für die Basken in Spanien. Aber nicht so im Fall von Israel. Die einzige Möglichkeit, dass Israel dem Versuch der Terroristen, jeglichen Anschein von Normalität für das israelische Leben zu zerstören, aufhört, wäre, dass es aufhört zu existieren. Die Israelis begreifen das und willen sehr gut, dass jedes andere Land, das um seine pure Existenz kämpft, darüber erbost sein würde, wenn man es so beurteilt wie Israel, insbesondere von Europa, in den letzten vier Jahren beurteilt wird.

Wie dieser Krieg begann

Die Israelis erinnern sich auch daran, wann dieser Krieg begann – unmittelbar, nachdem Ehud Barak Yassir Arafat aufforderte Farbe zu bekennen. Barak bot dem palästinensischen Volk den Staat und die Unabhängigkeit an, von der sie immer sagten, dass ihre Jahrzehnte dauernde Terror-Kampagne sie ihnen bringen sollte. Aber bei Baraks Vereinbarung hätte Israel weiterhin existiert. Und das konnte Arafat letztlich nicht ertragen. Also versuchten er und eine Vielzahl lose dazu gehörende Terror-Organisationen, zu denen nicht nur Hamas, Islamischer Jihad, Hisbollah, Fatah, Force 17 und die Al Aksa-Märtyrerbrigaden gehören, Israel in die Knie zu zwingen, indem sie die gesamte Bevölkerung in die Unterwerfung ängstigen.

Es wird absurderweise immer noch gesagt, dass Arafat das Paket von Camp David nicht unterschreiben konnte, weil Baraks Angebot nicht gut genug war. Die Westbank, so einige, wäre in drei Kantone geteilt worden, zwischen denen Israel die Kontrolle des Verkehr weiter behalten hätte. Vielleicht. Das Bild ist nicht klar. Aber lassen Sie uns annehmen, dass die Behauptung stimmt und dass Arafat ehrlich eine Vereinbarung gewollt hätte. Das effektivste, das er hätte machen können, wäre gewesen, den Zehntausenden von Palästinensern, die damals das Recht hatten nach Israel einzureisen, zu sagen, sie sollten sich auf die Autobahnen Jerusalem – Tel Aviv und Tel Aviv – Haifa setzen. Er hätte CNN einladen können, deren Anwesenheit es der IDF unmöglich gemacht hätte, die Menge mit Gewalt auseinander zu treiben. Und Arafat hätte die Landkarte von Baraks Vorschlag auf die zweite Seite der New York Times bringen könnten, um der Welt zu zeigen, dass er nicht unterschreiben konnte. Israel wäre gezwungen gewesen nachzugeben und die Karte wäre geändert worden.

Wir werden den Frieden nicht mehr erleben

Aber das stand nicht in Arafats Planung. Daher verstehen die meisten Israelis heute, dass es keinen Frieden geben wird. Nicht zu unseren Lebzeiten und wahrscheinlich nicht zu Lebzeiten unserer Kinder. Es mag eine Einstellung der Feindseligkeiten geben – einige Jahre mit mehr, andere mit weniger Gewalt – aber wir wissen nun, dass hier zu leben bedeutet, dass wir in einem Zustand des dauerhaften Krieges leben und unsere Kinder in diesem aufziehen. Dieser Satz, dieses „Schicksal“ hat Schmerz, Verzweiflung, Traurigkeit und sogar Hass in der israelischen Gesellschaft geschaffen. Und angesichts dieser Verzweiflung und dem zurückgewiesenen Angebot ist es bemerkenswert, welche Zurückhaltung Israel geübt hat. Wer sonst würde, angesichts des Wissens, dass, egal, was wir tun, wir uns immer im Krieg befinden werden, solche Zurückhaltung üben?

Die Welt ignoriert die israelische Zurückhaltung

Die Welt ignorierte natürlich diese Zurückhaltung. Sie richtet sich nicht auf amerikanische Takitik in Afghanistan oder dem Irak oder den Krieg der Russen in Tschetschenien oder die Gräueltaten im Sudan. Statt dessen konzentriert sie sich auf die Fehler, die zugegebenermaßen von Israel gemacht worden sind. Das Verhalten einer kleinen Minderheit unter den Soldaten an Straßensperren ist verurteilenswert gewesen (und juristische Schritte gegen viele von ihnen sind eingeleitet). Die Beschlagnahmung arabischer Häuser durch Truppen ist fraglos abscheulich, wenn auch manchmal unvermeidbar. Unschuldige Palästinenser, darunter Kinder, sind ins Kreuzfeuer geraten und israelische Truppen sind manchmal unvorsichtig und gelegentlich gehässig gewesen. Die Israelis wissen das und die meisten sind davon peinlich berührt.

Aber dass die Terroristen sich entschlossen haben zivile Stadtviertel zu ihren Operationsbasen zu machen, wird selten erwähnt. Niemand hat es gewagt, den Israelis „Auge-in-Auge“-Taktiken zu benutzen, bei denen Busse oder Hochzeitsgesellschaften oder Restaurants gesprengt werden, denn solche Vorwürfe wären lächerlich. Als Terroristen in die Geburtskirche in Bethlehem flogen, umringten israelische Truppen die Kirche, stürmten sie aber nicht. Vergleichen Sie das mit dem Umgang der Amerikaner mit Moscheen in Nadschaf oder Falludscha, als ihre Geduld mit Moqtada Al-Sadr zu Ende ging, oder was gemacht worden wäre, hätten Juden sich in einer Kirche oder Synagoge versteckt und die Palästinenser hätten sie verfolgt. All das entgeht dem kritischen Auge des wachsamen Westens.

Ebenso ist es mit der ständigen Entschlossenheit der IDF es besser zu machen. Der erfolglose Versuch vom September 2002 den Hamaschef Ahmed Yassin zu töten, den Yossi Klein-Halevi in seinem Teil dieser Serie diskutierte, hat eine Geschichte. Israel verwendete eine 500kg-Bomber, weil es anerkannte, dass es bei der Tötung von Hamas-Chef Saleh Schehadeh zwei Monate früher einen Fehler gemacht hatte. Damals benutzte die IDF eine 1000kg-Bombe, die Schehadeh tötete, aber auch vierzehn andere Personen in der Nähe, darunter Kinder. Die Reaktion Israels erfolgte prompt und emotional. Die Israelis waren beschämt und entsetzt. Als Yassin zwei Monate später überlebte, wurde jegliche Enttäuschung darüber, dass überlebte, bei Weitem von einem gewissen Stolz übertroffen, dass wir gelernt hatten, dass wir denselben Fehler nicht noch einmal begingen und dass wir trotz unseres Wunsches Yassin zu töten, den Wert unschuldigen Lebens an die erste Stelle setzten. Wir haben aber auch gemerkt, dass die Welt von dieser geänderten Taktik keine Notiz nahm.

Im April 2002, als Israel Terroristen in die Kasbah von Jenin verfolgte, machten wir das am Boden, in Kämpfen von Haus zu Haus, um zu vermeiden, dass unnötige Opfer auf palästinensischer Seite entstanden. An einem Tag wurden vierzehn unserer Soldaten getötet. Aber die Welt – statt auf die Unterschiede zwischen Israels Umgang mit der Schlacht und dem, was andernorts geschehen wäre aufzuzeigen – beschuldigte Israel ein Massaker angerichtet zu haben. Europäische Zeitungen berichteten das Massaker als Tatsache, nicht als Vorwurf. Kofi Annan, wegen Israels Dementis befragt, antwortete: „Kann Israel Recht haben und die ganze Welt Unrecht?“ Aber als eine UNO-Untersuchung belegte, dass es kein Massaker gegeben hatte und dass Israel Recht hatte, entschuldigte Annan sich? Nicht mit einem einzigen Wort. Druckten die europäischen Zeitungen Gegendarstellungen? Im Großen und Ganzen machten sie das nicht.

Kurzsichtigkeit beim Trennzaun

Die Kurzsichtigkeit der Urteile der Welt zu Israels Moralität wird am offensichtlichsten beim derzeit im Bau befindlichen Trennzaun. Wie die israelische Rechte es richtig begreift, ist der Zaun eine faktische Möglichkeit Land abzugeben. Wenn der Zaun gebaut würde und funktionierte, dann gäbe es keine Notwendigkeit, dass die israelischen Streitkräfte hinüber gehen und im täglichen Leben der Palästinenser präsent sind. Er würde natürlich auch den Terror dramatisch verringern. Aber die Welt, die komplett die palästinensische Desinformationskampagne kauft, die den Bau des Zauns unmöglich machen soll, spricht vom „Apartheid-Zaun“, statt von den Anschlägen, die zu seinem Bau führten oder von der Verringerung israelischer Militär-Präsenz, die er einläutet.

Warum sind die Palästinenser überhaupt gegen den Zaun? Weil der Zaun den Konflikt ziemlich beenden würde (obwohl die Qassam-Raketenangriffe andeuten, dass der Zaun keine vollständige Lösung sein wird). Und wie wir wissen ist das Ende des Konflikts das Letzte, was die Palästinenser wollen.

Der Zaun hat bei den Palästinensern unzweifelhaft Belastungen verursacht. Einige davon sind unvermeidbar angesichts der Art und Weise, in der die zwei Bevölkerungen in der Westbank und um Ostjerusalem ineinander verwoben sind. Und einige Teile des Verlaufs waren schlecht geplant. Aber vergleichen sie die Entscheidung des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag mit dem des israelischen Obersten Gerichts. Der ICJ verlangte, dass Israel die Mauer als Ganzes entfernt. Israels Oberstes Gericht entschied, dass der Zaun prinzipiell rechtens ist und stimmte mit der Armee überein, dass sein Sinn die Sicherheit ist, kein Versuch palästinensisches Land zu stehlen. Aber trotzdem verlangte das Gericht, dass Teile des Zauns verlegt würden, um den Belastungen für die palästinensische Bevölkerung entgegen zu kommen.

Der Gerichtshof der internationalen Meinung jedoch scheint das außergewöhnliche Phänomen nicht bemerkt zu haben, dass der Gerichtshof eines Landes, das sich im Krieg befindet, zu Gunsten der Bevölkerung urteilte, die dieses Land vernichten will. Außen stehende Beobachter schrieben, dass „selbst das israelische Oberste Gericht sagt, dass der Zaun unmoralisch ist“. Dabei war genau das Gegenteil der Fall. Selbst unter Kriegsbedingungen, Bedingungen, die sich wohl nicht so bald ändern werden, funktioniert Israels demokratischer Apparat weiter, bis hin zum Schutz der Interessen derer, die gegen das Land Krieg führen, in dem das Gericht seinen Sitz hat. Auch hier stellt Israel die Interessen von unschuldigen (oder auch nicht so unschuldigen) Zivilisten über die eigenen Sicherheitsinteressen. Und auch das wurde von der Welt ignoriert.

Israels intensive Diskussion um die Führung des Krieges

Dieser demokratische Ethos der israelischen Gesellschaft deutet auf noch eine weitere einzigartige Dimension des Konflikts. Es könnte keinen radikaleren Unterschied zwischen Israel und der radikaleren Unterschied zwischen Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde geben, die gegen den jüdischen Staat Krieg führt: Israel ist ein Land, in dem eine intensive und offene Debatte darüber geführt wird, wie die Bedürfnisse nach Sicherheit mit jüdischen Werten weiter geführt wird. Trotz meiner eigenen Ansicht, dass alles in allem unsere Kriegsführung zurückhaltend gewesen ist, stimmt nicht jeder Israeli dem zu. Einige junge israelische Männer haben sich geweigert, jenseits der Grünen Linie zu dienen und vor Kurzem wurde ihre Militärdienst abgebrochen, ohne weitere ernsthafte Folgen. Eine Gruppe Piloten, über die viel publiziert wurde, verkündete, sie würde nicht länger gewissen Missionen fliegen, die sie als moralisch problematisch ansahen. Wenn man die Autobahnen Israels entlang fährt, kann man oft Demonstranten sehen, die Zeichen hochhalten, auf denen „hayalim amitzim lo maftzitzim“ steht („mutige Piloten, werft keine Bomben“). Ob man ihre Meinung teilt oder nicht, wir haben ein Recht stolz auf eine Demokratie zu sein, in der solche Fragen offen diskutiert werden, wo die Pressefreiheit regiert, wo die talmudische Tradition praktisch unbegrenzter Debatten über moralische Fragen weiter geht.

Wo sind die Palästinenser, die in ihren Straßen wegen der Beendigung der Bombenanschläge diskutieren, über die Qassam-Raketen, die Schießereien, damit ihr Leben zur Normalität zurückgeführt werden kann? Wegen des Sicherheitszauns sieht man hunderte von Graffitis, die Israel einer Apartheids-Politik beschuldigen, verlangen, dass der Zaun entfernt wird. Aber wo sind die Graffitis, die ein Ende des Terrors fordern, der den Zaun erst hat entstehen lassen? Oder die Graffitis, die anmerken, dass, wenn nur Arafat weiter verhandelt hätte, nichts davon passiert wäre? Diese Stimme ist leider nicht zu hören.

Während ich das schreibe führt Ariel Scharon einen Versuch an, dass Israel sich aus dem Gazastreifen und einer Hand voll Siedlungen in der Westbank zurückzieht. Und was war die Reaktion aus Gaza? Ein Hagel von Qassam-Raketen, der israelische Kinder töteten und ganze israelische Städte in Angst versetzte, alles dazu gedacht den Rückzug unmöglich zu machen. Denn der Rückzug aus Gaza würde der Welt zeigen, dass Israel nicht daran interessiert ist, für immer an diesen Gebieten festzuhalten; die Palästinenser sind verzweifelt daran interessiert, dass die Welt das nicht zu sehen bekommt. Denn der Rückzug aus Gaza würde Israel eine besser zu verteidigende Front verschaffen, was die Palästinenser nicht wollen. Und weil ein Rückzug aus Gaza die Menschen in Gaza zwingen würde anzuerkennen, dass ihre Armut und ihr Leid nicht das Ergebnis israelischer Politik sind, sondern der israelischen Eroberung des Landes von 1967 voraus gingen und ihr ebenso folgen werden.

Wie antwortete Israel auf den Qassam-Hagel? Mit der Operation „Tage der Reue“ im Oktober 2004 – wieder am Boden, wieder mit Gefallenen – und nicht aus der Luft, was sicherer gewesen wäre, was aber unzweifelhaft mehr Kollateralschäden verursacht hätte.

Trotz der großen Komplexität des israelisch-arabischen Konflikts im Allgemeinen und der derzeitigen Konflikts mit den Palästinensern im Besonderen, sind einige Grundfakten klar: Israel versuchte einen palästinensischen Staat zu schaffen. Als diesem Angebot mit einem Terrorkrieg begegnet wurde, versuchte Israel einen Zaun zu bauen, der die Terroristen auf der einen Seite und die Soldaten auf der anderen Seite hielt. Als der Zaun als „Apartheidzaun“ behandelt wurde, versuchte Israel sich aus dem Gazastreifen zurückzuziehen, was die Palästinenser unmöglich zu machen versuchen. Die Welt nennt Israel rassistisch, aber die einzige Bevölkerung, die Scharon umzusiedeln versucht, ist die jüdische Bevölkerung von Gaza, nicht die Dörfer, die offen Terroristen beherbergen und unsere Kinder umzubringen versuchen. Und all das ereignet sich im Kontext einer demokratischen Gesellschaft, die – in Fortsetzung tausender Jahre jüdischer Tradition – leidenschaftlich darüber streitet, ob unsere Antworten zu drakonisch gewesen sind oder zu unzureichend die Palästinenser bedacht haben (einige davon ja, andere nicht), die traurigerweise im Kreuzfeuer einer Tragödie gefangen wurden, die von ihren eigenen Führern losgetreten wurde.

Israels moralischer Kampf gegen den Terror

Yossi Klein Halevi argumentiert, dass Israels Sieg in diesem Krieg gegen den Terror eines Tages als einer der größten Siege der jüdischen Geschichte angesehen werden könnte. Das mag durchaus stimmen. Aber Israels Führung dieses Krieges wird, den Verdacht habe ich, ebenfalls als eine der moralischsten Kämpfe gegen den Terror angesehen werden, einem krank machenden Phänomen, das durchaus die westliche Welt über die nächsten Jahre in immer größerem Ausmaß ergreifen könnte.

Unglücklicherweise ist Israel oft ein Barometer dessen, wem sich die westliche Welt demnächst gegenüber sehen wird. Als Israel 1981 den irakischen Atomreaktor zerstörte, war die Verurteilung praktisch universal. Heute weiß die westliche Welt, dass Israel sie vor einem Desaster bewahrt haben dürfte. Dasselbe gilt für den Kampf gegen den islamischen Terror. So wie der Kampf sich ausweitet und Westler in Großbritannien, Frankreich, Spanien und den USA mehr und mehr Terror aus erster Hand erleben, wird die Welt dazu kommen, die Zurückhaltung und innere Stärke zu bewundern, mit der Israel um sein Leben gekämpft hat. Letztendlich, glaube ich, wird Israels Führung dieses Krieges – mit all ihren Fehlern und Schwächen – ein Modell sein, nach dem große Teile der derzeit kritischen Welt eines Tages vorzugehen versuchen wird.

Jerusalem: Laute Februar-Nächte

The Real Jerusalem Streets, 15. Februar 2017

Das Leben in Jerusalem in Israel
ist unvorhersagbar.
Niemand weiß sicher, was als nächstes geschehen wird.

Diese Woche zum Beispiel
änderte das Wetter sich so oft,
dass es unmöglich war den Überblick zu behalten.
Ab Sonntag war der Regen immer wieder ein- und abgeschaltet.

Die Jaffa Road war nass und menschenleer.
Die rote Stadt-Installation Varda hing luftleer herunter,
ganz so wie eine durchweichte, verwelkte Blume.

Im Mahane Yehuda-Markt, dem Schuk,
gab es Reihen geschlossener Ladenjalousien,
aber an vielen Stellen konnte man Schirme kaufen.

Vor ein paar Jahren kam die Stadtverwaltung mit dem Plan an
Menschen nachts im Winter nach Jerusalem zu locken.
Dazu konzipierte man ein Festival namens שאון חורף – Winter-Lärm.

Montagsabends im Februar sollten die Leute,
immer an einen anderen Ort in der Stadt

kommen, um die Straßen zu füllen und unterhalten zu werden.

Letzte Woche fand die erste Veranstaltung der Reihe
auf der Schuschan- und der Horesch-Straße statt.

Das war eine clevere Projektion,
der Spieler befand sich auf dem Bürgersteig,
aber seine Leinwand war mehrere Stockwerke hoch auf der Wand.

Können Sie mich hier auf der Leinwand finden?

Winterlärm beginnt um 19 Uhr und endet um 2 Uhr morgens.

Ich mag es früher zu gehen, vor den Menschenmassen,
um Fotos dieser Lichtprojektionen

und Live-Musik an zahlreichen Orten zu machen.

Schauspieler traten in diesem Geschäft auf,
während das Publikum von draußen zusieht.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich ein neues Boutique-Hotel
namens Die Post im alten Postgebäude;

dort gab es Live-Musik, Essen und Getränke
und es war ein großartiger Ort, um sich zu setzen und aufzuwärmen.

Aber das meiste von Winterlärm findet

draußen auf den Straßen statt,

eintrittsfreie Konzerte und Unterhaltung.

Alkohol und Essen sind Teil an den meisten Orten des Vergnügens.

Im Sobar gab es Kaffee und Musik,
weil es sich um einen alkohol- und drogenfreies Veranstaltungsort handelt.

Ich entdeckte einen ehemaligen stellvertretenden Bürgermeister Jerusalems,
der im Publikum zuhörte.

Wie soll man den Weg zum Sobar beschreiben?

Gehen Sie ans Ende der Schuschan-Straße,
durch das Tor, dann rechts und dann links.

Ich gehe oft nachts durch Jerusalem,
aber im Dunkeln nie auf diesen Straßen.

Ich war richtig froh, dass ich einen Freund gebeten hatte mitzukommen.

Können Sie uns hier sehen?
Ich hätte mich nie allein dorthin getraut

und diese Kunstgalerie und Künstlerzentrum gesehen.

Die erste Woche von Winterlärm hat Spaß gemacht.
Ich entdeckte und sah mehr neue Stellen
Aber ich bin froh, dass ich das letzte Woche noch nicht einstellte.

Winterlärm fand diese Woche auf den Straßen Schammai und Hillel.
Es sollten gegenüber letzter Woche sechs weitere Stellen geben,
aber es schienen weit weniger zu sein.

Die „Unterhaltung“ war nicht gut.
Ich konnte nicht ein einziges Motiv finden, das zu fotografieren und teilen lohnte.

Auf einer Konferenz diese Woche
äußerte Stadtrat Aryeh King Abscheu wegen
einiger der „Kultur“ und Unterhaltung
und wie die Stadt ihr Geld ausgibt.

Diese zweite Woche von Winterlärm
zeigte, dass er nur allzu richtig lag.

Es wurde berichtet, dass er unter Protest zurücktrat.

Ich habe oft in Frage gestellt, was hier als Kultur betrachtet wird.
Ich stimme King zu, diese Veranstaltung war kitschig und geschmacklos
und ich bin erleichtert, dass ich niemanden ermutigt habe hinzugehen.

Das einzige Gute, was ich sah,
war, dass wegen des unfreundlichen Wetters weniger Menschen kamen.

Jede Woche ist anders,
ich hoffe der nächste Winterlärm kommt wieder auf Kurs.

Wenn der Regen aufhört,

wird man Tag und Nacht
jemanden auf der Straße finden,
der für den Jerusalem Marathon trainiert.

Die Schilder hängen.
Am 17. März, ob es regnet oder schneit,
werden die Straßen mit zehntausenden Menschen gefüllt sein,
die laufen und die anfeuern.

Yitzhak Rabin und sein Platz in der Geschichte

Dr. Joel Fishman, Editorial in Makor Rishon, 29. Oktober 2004 (direkt vom Autor)

Der vergangene Mittwoch, 27. Oktober – oder nach dem hebräischen Kalender der 12. Heschwan – war der Jahrestag des Todes von Premierminister Yitzhak Rabin. Dieses Tages wurde mit einer ganzen Reihe von Zeremonien in Schulen, der Knesset, sowie im Regierungsradio und Fernsehen gedacht. Neun Jahre sind seit der Ermordung vergangen und es besteht weiter ein nationales Bedürfnis sich des Premierministers zu erinnern, der einen gewaltsamen Tod starb. Wir müssen uns an das Geschehene in der Hoffnung erinnern, dass das Verbrechen des politischen Mordes und einer nationalen Tragödie dieser Art sich nie wiederholt. Mit dem Lauf der Jahre ergibt sich aber eine weitere Ebene des Verständnisses und des Bewusstseins, die unsere Aufmerksamkeit benötigt, nämlich den Platz Yitzhak Rabins in unserer nationalen Geschichte. Kerzen anzünden, Lieder, Nostalgie, Anekdoten, Reden und sorgfältig ausgearbeitete Fernseh-Dokumentationen sind kein Ersatz für kritische Geschichtsschreibung.

Eine der charakteristischen Eigenschaften jüdischer Tradition ist, dass sogar Könige wie David, Salomo und die Hasmonäer-Herrscher den Gesetzen unterworfen sind und entsprechend beurteilt werden. Als Volk haben wir ein realistisches historisches Verständnis der Stärken und Schwächen unserer Führer und Könige. Wir haben eine reiche geschichtliche Tradition und es wäre ein Rückfall auf eine niedrigere kulturelle Ebene, würden wir aufhören gute historische Aufzeichnungen zu machen und jeden politischen Führer über Kritik zu stellen und ihm damit eine Art Heiligkeit gewährten.

Eine gesunde Gesellschaft braucht die Schriften kritischer Geschichtsschreibung, weil ein akkurates Verständnis der Vergangenheit notwendig ist für das Verständnis der Gegenwart. Es sollt auch vermerkt werden, dass einig europäische Staaten die Notwendigkeit erfahren haben, mit ihrer jeweiligen nationalen Geschichte während des Zweiten Weltkriegs umzugehen. Obwohl ihre Wirklichkeit anders aussah, können ihre Bemühungen als Beispiel für andere dienen. Die Deutschen haben den Begriff der „Vergangenheitsbewältigung“, der sich besonders auf Deutschlands Nazi-Vergangenheit bezieht. Ähnlich ist es in den Niederlanden, das bereits bei seiner Befreiung ein staatliches Institut für Kriegsdokumentation einrichtete, das Informationen in Form offizieller Dokumente und mündlicher Zeugnisse über die Zeit sammelte. Der Direktor des Instituts, Prof. L. de Jong – mein Freund und Lehrer – schrieb die offizielle Geschichte des Königreichs der Niederlande im Zweiten Weltkrieg in einer großen Arbeit, die die schmerzhafte Wahrheit erzählte und eine gründliche und schockierende Untersuchung holländischer Kollaboration mit der deutschen Besatzungsarmee auf allen Ebenen von Regierung und Gesellschaft bietet. Bei jeder Erscheinung eines Bandes war die Presse empört, aber nach dem ersten Schock stimmten die meisten Holländer überein, dass de Jong die Wahrheit sagte. Die Wahrheit zu sagen, selbst wenn sie schmerzt, ist eine wichtige öffentliche Notwendigkeit. Es ist von großer Wichtigkeit, dass israelische Historiker ebenfalls beginnen mit der Vergangenheit klar zu kommen, insbesondere in Bezug auf den Mann Yitzhak Rabin, den Oslo-Prozess und sein Erbe.

Es gibt eine nationale Notwendigkeit die Diskussion um Yitzhak Rabin auf eine höhere Ebene zu bringen. Ein sorgfältiger Blick auf die historischen Fakten würde es schwieriger machen Verallgemeinerungen zu verbreiten wie: „Die Rechte hat den Friedensprozess getötet“ (Amnon Lipkin-Shahak) oder: „Wir hätten Frieden, wenn Yitzhak weiter gelebt hätte“ (Itamar Rabinowitsch). Behauptungen wie diese zeugen weder von kritischem Denken, noch erweitern sie unser Wissen. Die erste, die dem Vorwurf gleicht, dass die Juden Jesus töteten, ist ungenau und die zweite heuchlerisch.

Ein erster Schritt zum kritischen historischen Verständnis der Sache sollte die Überprüfung der Terminologie sein, mit der Meinungsströmungen in Israel beschrieben werden. Man sollte lieber Golan Lahats Vorschlag anwenden, dass die israelische Gesellschaft nicht als entlang der traditionellen europäischen Linien von „links“ und „rechts“ geteilt betrachtet werden sollte, sondern eher anhand ihrer Ansichten zur Sicherheit. So könnte man Israelis danach einordnen, wer Oslo anfangs unterstützte und dann ablehnte. (Das würde auch auf den theoretischen Fall von Israelis anwendbar sein, die erst dagegen waren und dann dafür – wofür es aber anscheinend keine vermerkten Beispiele zu geben scheint.)

Der Sinn dieses Aufsatzes ist nicht die Debatte der historischen Fragen, sondern einige der Fragen festzustellen, denen man sich stellen muss. Nur wenige würden leugnen, dass Oslo keinen Frieden brachte, aber es ist wichtig, dass man erfährt warum. In diesem Zusammenhang ist eine der wichtigsten Fragen, die ehrliche Historiker untersuchen müssen, die nach Yitzhak Rabins Verantwortung für die nicht da gewesene Zahl an zivilen Opfern, die dadurch entstanden, dass man die PLO aus Tunis hierher holte und sie mit Waffen versorgte.

Nach dem Mord an Ofra Feliks im Januar 1995 führte Rabin den Ausdruck Korbanoth Ha-Shalom ein, wörtlich: Opfer für den Frieden. Damit wurde die Tatsache geleugnet, dass sie Terroropfer waren. Rabin imitierte Ben Gurions Erklärung vom September 1939 („Wir werden den Krieg führen, als gäbe es kein Weißbuch und das Weißbuch bekämpfen als gäbe es keinen Krieg“) und erklärte wiederholt, dass Israel den Terror bekämpfen würde als gäbe es keine Verhandlungen und Verhandeln als gäbe keinen Terror. Diese Stellungnahme diente als vernünftige Erklärung für Rabins Entscheidung das Leben von Zivilisten zu opfern. Heute müssen wir fragen, ob es verantwortlich war, diese Opfer als „Preis für den Frieden“ zu akzeptieren und rationale Diskussion durch Leugnung der Wahrheit und den Gebrauch von Schlagworten und Werbeliedern zu unterdrücken.

Ähnlich müssen sich Historiker der unterschwelligen Annahme von Oslo stellen, dass die PLO den Willen wie die Möglichkeit haben würde die Extremisten von Hamas und Islamischen Jihad zu bekämpfen und so Israel vor Terror zu schützen. David Makovsky hat diese Prämisse als „eine der großen Fehleinschätzungen von Oslo“ bezeichnet. Das Ergebnis davon war eine Reihe problematischer politischer Entscheidungen, so die Einsetzung einer Diktatur in der Palästinensischen Autonomie. Weiter beschreibt Natan Sharansky Rabins Glaube, dass die undemokratische Natur des Regimes Arafats den Interessen Israels dienen würde. Er schildert ausführlich, dass eine Woche nach Unterzeichnung der Oslo-Vereinbarungen 1993 „Premierminister Rabin den Satz prägte, der den gesamten Ansatz der Regierung eisig so zusammenfasste: ‚Arafat wird sich um die Terroristen kümmern’, sagte er, ‚ohne Obersten Gerichtshof, ohne B’Tselem und ohne alle möglichen blutenden liberalen Herzen.’“

David Makovsky wie Dore Gold haben die Frage nach der launenhaften Natur der Entscheidungsfindung der Regierung Rabin aufgeworfen; Entscheidungen wurden oft ohne die Hilfe des Einholens von professionellem Rat getroffen. Wie war es möglich, dass Rabin den wichtigen Schritt des Eintritts in Verhandlungen mit der PLO unternahm, ohne professionellen militärischen und juristischen Rat einzuholen? Man könnte sich fragen, ob es im größeren Zusammenhang eine zu große Konzentration auf die Macht auf der obersten Ebene gab und ob die Entscheidungsfindungsprozess , wie er in Sachen nationale Sicherheit statt fand, nicht richtig funktionierte. Gleichermaßen muss Rabins Entscheidung bewertet werden, die Palästinenser zu bewaffnen. Viele Israelis erinnern sich der Worte der Erklärung Yitzhak Rabins im Radio aus dem Dezember 1993:

Hört auf Angst zu haben. Es gibt die Gefahr nicht, dass diese Gewehre gegen uns benutzt werden. Der Sinn dieser Waffen für die palästinensische Polizei ist, dass sie in ihrem umsichtigen Kampf gegen die Hamas benutzt werden. Sie werden nicht einmal davon träumen sie gegen uns einzusetzen, denn sie wissen sehr wohl, dass, sollten diese Gewehre auch nur einmal gegen uns benutzt werden, der Oslo-Vertrag annulliert werden wird und die IDF an alle Orte zurückkehrt, die ihnen übergeben wurden. Der Oslo-Vertrag ist, trotz allem, was die Opposition behauptet, nicht unwiderrufbar.

Über die Frage des Inhalts dieser Stellungnahme [für die es derzeit anscheinend keine bestätigte Verschriftlichung zu geben scheint] hinaus geht die Art und Weise, in der Rabin seine neue Politik der israelischen Öffentlichkeit präsentierte und der Grad an Verantwortung, die er gegenüber seinem Volk empfand. Während des Winters 1993/94 erklärte Rabin (wie andere Olso-Vertreter auch), dass, wenn Oslo nicht funktionieren würde, er seine Politik umkehren und alles zurücknehmen würde – eine Idee, die ursprünglich von Shimon Peres stammte. Als aber klar wurde, dass das Glücksspiel um den Frieden nicht klappte, verhandelte Rabin weiter, statt die Verluste zu mindern. Für Neal Kozodoy, den früheren Redakteur von „Commentary“, der eine Sammlung von Aufsätzen zum Friedensprozess veröffentlichte, war die zentrale Frage: „Warum, nachdem die Täuschungen und Selbsttäuschungen von Oslo schließlich demaskiert waren und die Wirklichkeit nicht länger geleugnet werden konnte, warum waren immer noch Stimmen zu hören, die darauf bestehen, dass ‚der Nahost-Friedensprozess, nur weil er fehl geschlagen ist, nicht aufgegeben werden darf?’“

Das bringt uns zurück zu verschiedenen Grundproblemen. War Rabins Politik realistisch? Stellten seine Versprechen eine Art Verpflichtung dar, ob sie nun erfüllt wurden oder nicht? In welchem Ausmaß betrachtete Rabin sich selbst an sein Wort gebunden, wenn überhaupt? Sicher, wir können nicht erwarten, das Wahlkampf-Versprechen einen juristischen Vertrag darstellen oder dass sie bis auf den letzten Buchstaben erfüllt werden. Im wirklichen Leben könnten sie auch völlig ignoriert werden. Trotzdem stellen sie eine Art moralischer Verpflichtung dar. Zwischen Ideal und Wirklichkeit mag es eine Lücke geben, aber trotzdem würde man von einem Führer nicht erwarten, dass er solche Dinge mit der Absicht unternimmt sie zu erfüllen oder genau das Gegenteil dieser Plattform zu tun. Es handelt sich hier um schwer wiegende Versprechen und wenn sie nicht wenigstens zu einem gewissen Maß erfüllt werden, dann gibt es ein echtes Problem.

Weiterhin gibt es die Frage, wie ein Führer in einer Demokratie mit der Opposition umgehen sollte. Es war nie ein Geheimnis, dass es Teil der Regierungspolitik war, ihre Gegner systematisch anzugreifen, um sie zu diskreditieren und dass sie dabei eine hetzerische und gewalttätige Sprache benutzte. Hillel Halkin berichtte, dass die Schlagseite der Titelseite von Ha’aretz am 26. März 1995 lautete: „Rabin: Likud, Kollaborateur der Hamas“. Nach Halkin wurde in dem Artikel berichtet, dass Rabin den Likud angriff und erklärte, „die Terrororganisationen haben Erfolg, weil der Likud ein Kollaborateur des Islamischen Jihad und der Hamasgeworden ist“.Dieser Artikel beschreibt die Entscheidung in der (Arbeits-)Partei, die Angriffe gegen die politische Rechte zu verstärken, weil Netanyahu in den Umfragen vorne lag. Die Tatsache, die nicht herunter gespielt oder geleugnet werden sollte, ist, dass es heftige Hetze auch seitens derjenigen gab, die gegen Oslo waren. Aber der Historiker muss fragen, ob es in einer Demokratie korrekt war, dass die Regierung ihre Gegner delegitimisierte, die zumeist aus gesetzestreuen Bürgern bestanden. In diesem Zusammenhang muss man die Atmosphäre der moralischen Drangsalierung vermerken, die die Regierung Rabin damals schürte und die Tatsache, dass auch der geringste Zweifel oder Fragen höhnisch oder mit Schweigen abgetan wurden.

Wenn wir an Rabin denken, dann denken wir meistens an Oslo und die Palästinenser, aber seine Verhandlungsführung mit Syrien sollte nicht vergessen werden. Am Tag vor den Wahlen von 1992 z.B. erklärte er in deutlicher Sprache, dass jeder, der die Golan-Höhen aufgibt, sich der Aufgabe der Sicherheit Israels schuldig macht. Dann, nach der Erreichung der Macht, geißelte er die, die ihn an seine Versprechen erinnerten. Uri Dan berichtet, dass Rabin am 8. Juni 1993 erklärte: „Sobald konkrete Vorschläge da sind, können sich die Siedler auf dem Golan in ihren Demonstrationen drehen wie Propeller. Es wird ihnen nichts einbringen.“ Später verglich Rabin einige von ihnen verächtlich mit der Hamas und, so wird berichtet, bezeichnete sie als „Feinde des Friedens“. Über seine öffentlichen Statements hinaus fügte er Israels zukünftiger Verhandlungsposition durch die im Alleingang geführten indirekten Verhandlungen mit Syrien Schaden zu. Erst bat er die Amerikaner den Syrern die hypothetische Frage zu stellen, welchen Art von Frieden sie Israel im Tausch für einen kompletten Rückzug von den Golan-Höhen anbieten würden. Innerhalb von vier Monaten und mit der Einmischung der Amerikaner wurde dieser diplomatische Schritt bald als israelischer Versuch interpretiert von den gesamten Golan-Höhen abzuziehen. (Das erinnert an den Gefangenen-Austausch mit der Terrorgruppe Ahmed Jibril, der im Mai 1985 vorgenommen wurde, als Rabin Verteidigungsminister war. Damals entließ Israel im Tausch für sechs israelische Soldaten 1.100 verurteilte PLO-Terroristen, die lebenslange Freiheitsstrafen wegen Mord verbüßten, darunter Kozo Okamoto. Das Ergebnis dieser Transaktion war, dass Rabin ähnlich erfolgreich Israels zukünftige Position bei Geisel-Verhandlungen schwächte.)

Rabin hatte keine deutliche Mehrheit in der Knesset, aber er erzählte Besuchern gewöhnlich, dass er selbst mit einer Mehrheit von nur einer Stimme machen würde. Daher kaufte er, um das Oslo II-Abkommen Ende 1995 ratifiziert zu bekommen, die entscheidende Unterstützung von Gonen Segev und Alex Goldfarb (Segev war Infrastruktur-Minister und wurde später wegen Kreditkarten-Betruges verurteilt; er erhielt eine Bewährungsstrafe. Derzeit wartet er auf den Beginn eines Verfahrens wegen Drogenschmuggel). Amotz Asa-El von der „Jerusalem Post“ schrieb, dass der Fall Segev „historisch ist, weil er den Mann betrifft, der die entscheidende Stimme für die sensibelste und kontroverseste politische Entscheidung abgab, die hier je getroffen wurde, in einer Zeit, als die israelische Gesellschaft bereits entzweit war von der Debatte um die Oslo-Verträge und den Terror, der ihrer Genehmigung folgte.“ Was sagt uns diese Tatsache über den Mann Rabin und sein Erbe?

Es gibt auch ein Thema in Bezug auf das Studium des Führers eines Landes, das in Israel weit gehend ignoriert wurde, aber überall sonst als legitim gilt: persönliche Vorzüge, Gewohnheiten, Schwächen und Gesundheit, insbesondere vor dem Hintergrund, wie diese das politische Verhalten beeinflussen. Doris Kearns Goodwin hat z.B. detailliert über Franklin D. Roosevelt, seine Geliebte und seine gesundheitlichen Probleme geschrieben, die oft vernachlässigt werden. Was Israel angeht, so kennen wir die Auswirkungen von Entmutigung und Depression bei Menachem Begin.

Im Fall von Yitzhak Rabin gibt es mehrere Fragen, die Historiker in aller Fairness stellen müssen. Hatte Rabin seine Alkohol-Abhängigkeit hinter sich gelassen, als er 1992 sein Amt antrat? Wenn ja, wann? Litt er unter einer Krankheit, die seine Stimmung und sein Verhalten beeinflusst haben könnte und nahm er Medikamente? War er in der Lage Druck auszuhalten, wie z.B. im Fall des Austauschs der Gefangenen von Jibril oder die Entscheidung die Hamas-Männer wieder zu repatriieren, die im Dezember 1992 ins Exil in den Libanon geschickt wurden? Manche Beobachter, so auch Yigal Carmon, haben großzügig erklärt, dass Rabins letzte Jahre im Amt nicht seine besten waren. Andere, wie Itamar Rabinovitch, haben geschrieben, dass Rabin in genau diesen Jahren seinen Höhepunkt als ausgereifter Staatsmann erreicht hatte. Wer hat recht? Wie auch immer, wir müssen nach der Wahrheit suchen.

Einen Tag im Jahr muss man seiner gedenken. Die übrigen 364 Tage müssen wir unsere Geschichte so schreiben, „wie sie wirklich war“. Wir sollten uns nicht das Gehirn vernebeln lassen, sondern die harten Fragen stellen und unser Bestes tun, eine ehrliche und kritische Geschichte des Mannes Rabin und seines Erbes ohne ideologische Einseitigkeit und ohne Rechtfertigungen schreiben.

Mohammeds Sexfantasien von der Jungfrau Maria

Raymond Ibrahim, 10. Februar 2017

In einer Zeit, in der Nichtmuslime ständig gewarnt werden, sie sollten respektvoll von Mohammed reden, sonst könnten beleidigte Muslime mit Gewalt reagieren – zu Schimpf und Schande derer, die ihr Reicht auf freie Meinungsäußerung ausüben – bedenken Sie, was Muslime regelmäßig über die Dinge sagen, die Nichtmuslimen lieb und wert sind.

Vor kurzem erklärte Dr. Salem Abdul Galil – ehemals stellvertretender Minister der ägyptischen religiösen Stiftung für Predigten – hämisch, unter anderen biblischen Frauen (Moses‘ Schwester und die Frau des Pharao) „wird unser Prophet Mohammed – Gebete und Frieden seien mit ihm – im Paradies mit der Jungfrau Maria verheiratet werden“. (Beachten Sie: das arabische Wort für „Ehe“ bedeutet „rechtliche sexuelle Beziehungen““ und ist bar jeder westlichen „romantischen“ oder platonischen Beiklänge.)

Woher hatte Galil – der Regierungsbeamte, der auch behauptet, dass Muslime das verhasste Kruzifix tragen können um Christen zu täuschen – diese Idee? Wie üblich von Mohammed selbst. In einem Hadith, der als verlässlich genug angesehen wurde, um in den berühmten Corpus Ibn Kathirs aufgenommen zu werden, erklärte Mohammed: „Allah wird mich im Paradies mit Maria, der Tochter von Imran verheiraten“[1] (Muslime identifizieren sie mit der Mutter Jesu).

Auch wenn wenige moderne Christen sich dieser islamischen Behauptung bewusst sind, war das für in muslimisch besetzten Ländern lebende, mittelalterliche Christen anders. Dort schleuderten Muslime dieses Fantasie den katholischen und orthodoxen Christen ins Gesicht, die Maria als „ewige Jungfrau“ verehrten.

So schrieb einst Eugogius von Cordoba, ein indigener Christ im muslimisch besetzten Spanien: „Ich werde den Frevel nicht wiederholen, die dieser unreine Hund [Mohammed] über die gesegnete Jungfrau, die Königin der Welt, die heilige Mutter unseres verehrten Herrn und Retters auszusprechen wagte. Er behauptete, in der nächsten Welt würde er sie entjungfern.“

Wie üblich waren es Eulogius‘ beleidigende Worte über Mohammed – und nicht dessen beleidigende Worte über Maria – die schlimme Folgen hatten: Er wurde, wie viele andere spanische Christen, die lautstark Mohammed kritisierten, 859 im „Goldenen Zeitalter“ von Cordoba schuldig gesprochen gegen den Islam zu sprechen und öffentlich gefoltert und hingerichtet.

Viele westliche Akademiker unterdrücken nicht nur solche historischen Anekdoten muslimischer Christenverfolgung oder waschen sie rein; einige – ob nun absichtlich oder aus Ignoranz – entstellen sie in dem Bemühen christliche Opfer des Islam als christliche Verfolger des Islam darzustellen. So schreibt John V. Tolan, ein Professor und Mitglied der Academia Europa, nachdem er Eulogius‘ erwähnte Klage gegen Mohammed zitierte:

Diese empörende Behauptung [dass Mohammed Maria heiraten würde], so scheint es, ist die Erfindung von Eulogius; ich keinen einen anderen christlichen Polemiker, der diese Anschuldigung gegen Mohammed erhebt. Eulogius erfindet Lügen, die seinen christlichen Leser schockieren sollen. Damit sind selbst die Elemente des Islam, die dem Christentum ähnlich sind (so die Ehrfurcht vor Jesus und seiner jungfräulichen Mutter) deformiert und diffamiert, um die Christen davon abzuhalten irgendetwas des muslimischen Anderen zu bewundern. Das Ziel besteht darin Hass auf die „Unterdrücker“ zu erwecken … Eulogius geht daran zu zeigen, dass der Muslim kein Freund, sondern ein potenzieller Vergewaltiger der Jungfrauen Christi ist (Saracens: Islam in he Medieval European Imagination, S. 93).

Wie bereits gesehen war es Mohammed selbst – nicht irgendein „christlicher Polemiker“ – der behauptete Maria würde dereinst seien ewig Konkubine sein. Doch Fakten spielen für Akademiker wie Tolen offenbar keine Rolle; sie sind mehr darauf erpicht Eulogius zu dämonisieren, eine Bemühung die „beleidigten“ Muslime zu entlasten, die ihn abschlachteten.

Stellen wir echte oder vorgetäuschte Geschichte beiseite und kehren zum modernen Ägypten zurück. Warum sollte Dr. Galil – ein Regierungsbeamter, der als „moderat“ beschrieben wird, ein Brückenbauer zwischen Muslimen und Christen – offen sagen, von dem wir wissen, dass es Millionen orthodoxe Christen in Ägypten abstoßend finden: dass die Mutter Christi dem gegeben wird – und Sex mit ihm haben wird – den Christen einen falschen Propheten nennen?

Sicherlich zeigten viele ägyptische Christen Empörung, auch in den sozialen Medien; doch niemand reagierte mit Gewalt. Hätte ein führender christlicher Geistlicher oder auch nur ein kleiner koptischer Junge behauptet, Aischa – Mohammeds Lieblingsfrau, die in der sunnitischen Tradition einen Platz der Bewunderung einnimmt – würde mit einem falschen Propheten verheiratet und Sex mit ihm haben, dann würde er verprügelt und, wenn er denn nicht dabei getötet würde, entsprechend Ägyptens Gesetz „gegen die Diffamierung von Religionen“, die angeblich sowohl den Islam als auch das Christentum schützen, inhaftiert werden.

Doch wie jeder Muslim und Christ weiß, ist Ägyptens Gesetz zur Bekämpfung der Diffamierung von Religionen – das für die Verhaftung vieler Kopten verantwortlich ist, die der Verspottung des Islam in sozialen Medien beschuldigt werden – in Wirklichkeit ein Gesetz nur gegen die Diffamierung des Islam. Was Christen heilig ist, können alle an sich reißen – offensichtlich auch „moderate“ Regierungsbeamte.

Immerhin ist der Islam – angefangen mit seinem Propheten und durch all seine heiligen Schriften hindurch – auf der Verunglimpfung von Nichtmuslimen und ihren Religionen aufgebaut, besonders des Judentums und des Christentums. Wie kann also die Wiederholung dessen, was der Islam für wahr hält, jemals von Muslimen als blasphemisch betrachtet werden? Zum Teufel mit den Empfindlichkeiten der Ungläubigen!

[1] Aus al-Mu’jam al-Kabir, einer frühen Sammlung von Hadithen, die von Imam Tabarani zusammengestellt wurde.