Kein Blut für Öl

Eject! Eject! Eject!, 6. November 2006

Manchmal ist die beste Möglichkeit eine radikale Behauptung zu untersuchen der, anzunehmen, dass sie stimmt und ihre wahrscheinlichsten Konsequenzen zu untersuchen. Ein Beispiel: Die Vertreter der Existenz des Ungeheuers vom Loch Ness behaupten, dass es einen überlebenden Plesiosaurier in den Tiefen des schottisches Sees gibt. Dann werden wir in endlose Diskussionen über weit entfernt zu sehende Wellen und grobkörnige Fotos und behauptete Fälschungen usw. gezogen. Wenn wir aber auf den Punkt kommen und annehmen, dass die Voraussetzung stimmt, was passiert dann? Plesiosaurier sind Luft atmende Reptilien, die zum Überleben täglich riesige Mengen Fisch verspeisen müssen. Es gibt im Loch Ness praktisch keine Fische. Bestellt das Vieh beim Pizzaservice? Außerdem würden wir wegen ihm als Luftatmer nicht ein oder zweimal pro Jahrzehnt eine Sichtmeldung bekommen, sondern Hunderte pro Tag. Wenn man die Voraussetzung eines Luft atmenden Dinosauriers zugrunde legt, wird der gesamte Vorschlag lächerlich, nicht auf Grundlage der Beweise, sondern auf dem monumentalen Fehlen von Belegen, die die Vorstellung unterstützen.

Ähnlich ist es mit einem „Krieg für Öl“. Wie würde ein wirklicher „Krieg für Öl“ aussehen? Nun, US-Trupen wären mit allem, was zur Verfügung stand zu den Ölfeldern gedüst. Mit allem, was zur Verfügung stand. Dann hätten sie sichere Konvoi-Routen zum nächsten Hafen – wahrscheinlich Basra – eingerichtet und die US Navy hätte praktisch den gesamten Golf mit Kriegsschiffen zugemauert, um die sichere Fahrt von Tankern mit US-Flagge in die Region und aus ihr hinaus zu sichern.

Es hätte keine Feldzug quer durch’s Land gegeben – wofür? – und keinen Kampf um Bagdad. Falludscha und Mossul und all die anderen Troublespots hätten nie einen amerikanischen Soldatenstiefel gesehen. Warum? Da gibt’s kein Öl. Das US-Militär würde tun, zu was es extrem gut ausgebildet ist: einen sehr begrenzten Landstrich erobern und halten und ständig laufende, sichere Konvois dort hinein und hinaus sichern. Saddam hätte bleiben können, wenn er gewollt hätte. Das hätte wahrscheinlich eine Menge Ärger erspart und das Ganze wäre zu einer Art Super-No fly-Zone über den Ölfeldern, Häfen und Konvoi-Routen geworden und der Teufel hätte sich um den Rest kümmern können. Straßenrand-Bombentote in Sadr City? I>Was zur Hölle hat Sadr City, das wir brauchen?

SO hätte ein Krieg für Öl ausgesehen. Und es ist absolut möglich, dass solch eine Operation ohne einen einzigen amerikanischen Toten hätte durchgeführt und aufrecht erhalten werden können.

Wir haben tausende Tote und Verwundete, weil sie in die Luft gejagt werden, während sie weiter versuchen einem Land Sicherheit, Elektrizität und Wasserversorgung, Schulen und Krankenhäusern zu bieten, das von drei Jahrzehnten der Angst, Folter und Barbarei verwüstet wurde. Die Anwesenheit der Amerikaner in den Städten ist es, um Sicherheit und so etwas wie Ordnung für die irakischen Bürger zu bieten, die so viele Leben gekostet hat. Wenn wir [Amerikaner] geteert und durch den Schmutz gezogen werden und in der PR den Preis für das „Stehlen von irakischem Öl“ zahlen müssen, dann ist das Mindeste, was wir tun können, hinzugehen und tatsächlich etwas davon zu stehlen, statt dafür zu sterben, dass die Ressource vom irakischen Volk genutzt werden kann. Letzteres ist das, was passiert, denn es gibt – wie immer – nicht den Ansatz eines Beweises des Gegenteils, egal, wie viele Idioten Schilder hoch halten und in gigantischen Pappmaché-Köpfen herumtanzen.

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